Gönn Dir das Schöne vom Leben

Gönn Dir das Schöne vom Leben
Lesezeit: 4 Minuten

Eigentlich ist alles da, was wir uns wünschen. Wir müssen uns nur trauen, es uns zu holen! Die Wenigsten sind heute in der Lage, sich selbst eine Freude zu gönnen. Ich meine kindliche Freude und ab und zu etwas Verrücktheit! Es sind genau diese Momente, die uns zeigen, wofür es sich lohnt zu leben. Immer nur vernünftig zu sein, ist nicht nur sehr langweilig, sondern macht uns auch immun gegen all das Schöne, das auf uns wartet!

Meistens werden mir solche Dinge klar, wenn sich das Leben gerade wieder einmal von der K(r)ampf – Seite gezeigt hat. Nebenbei gesagt, machen wir uns das Leben sehr oft selbst unnötig schwer. Wir stehen uns gerne selbst im Weg. Es sind die Selbstzweifel, die wir haben. Die ständigen Grübeleien, und das unnötige reinsteigern in irgendwelche Probleme, die sehr oft gar keine sind. Ich beherrschte das aus dem Effeff! ›lach‹. Die „Reife“ im Leben, hat auch ihr Gutes und so gelingt es mir zum Beispiel in der Zwischenzeit, all dem gegenzuhalten. Und schließlich bin ICH nicht Mittelpunkt der Welt. Meine kleinen „Dramen“ sind den meisten Menschen völlig egal. Folge dessen können sie nicht so schlimm sein. :D

Bei anderen sieht es immer so „leicht“ aus!

Ich beobachte Menschen ja für mein Leben gerne und dabei fällt mir oft auf, dass viele davon genau wissen, was sie sich vom Leben nehmen müssen, damit es ihnen gut geht. Sie haben einen Plan. Jedenfalls sah das lange Zeit für mich so aus. Ich dagegen hatte schon mein Leben lang das Gefühl, immer improvisieren zu müssen. Ich tat mich schwer, zuzugreifen … mich hinein zuschmeißen in das Leben, das mir gefallen hätte.

Mir fällt da ein schon verjährtes Beispiel ein:

Ich war auf Urlaub mit einer Bekannten. Wir gönnten uns Sonne, Meer und Strand in Spanien. Gute Laune und Lebensfreude stand dabei ganz oben auf unserer Liste. An einem schönen Abend standen wir vor einer Kneipe. Sie war offen und hatte an einigen Stellen nicht mal ein Dach. Es sah sehr gemütlich aus und die Leute unterhielten sich angeregt, lachten und feierten. Meine Bekannte wollte schick ausgehen … ich wollte hier bleiben und deshalb trennten sich an diesem Abend unsere Wege.

Ich wollte auch wieder einmal gut gelaunt sein und das Leben feiern. ABER … ich traute mich nicht hinein. Ich war eine Frau und alleine. Ich fühlte mich wieder einmal „falsch“ und nicht am richtigen Fleck … fehl am Platz, wie man so schön sagt. Und somit gönnte ich mir diese fröhlich gelaunten Menschen und das wunderbare Ambiente nicht. Unbewusst dachte ich wieder, dass ich das Gute und Freundliche im Leben nicht verdient habe. Die alten Glaubenssätze und Muster der Vergangenheit wieder …

Und doch war dieser Ort da! Er bot sich mir an und stand jedem Vorbeilaufenden zur Verfügung! Ich habe es mir nicht gegönnt und ging an diesem Abend wieder einmal nach Hause. Sind Dir solche Szenen bekannt? Momente in Deinem Leben, wo Du gerne gewollt hättest, Dich aber dagegen entschieden hast, weil Du dachtest – es passt nicht, DU passt nicht oder Du hast es nicht verdient? Und genau so sabotieren wir uns ganz oft selbst!

Das Leben stellt uns alles zur Verfügung …

Und trotzdem gönnen wir uns die einfachsten Dinge nicht. Die Welt stellt uns wunderschöne Plätze zur Verfügung. Schöne, wohltuende Dinge, angenehme Atmosphären, richtig tolle Menschen … und doch zögern wir so oft und wenden uns davon ab. Wir bleiben lieber beim Altgewohnten. Bei den Sachen, wo wir meinen, sie reichen für uns vollkommen aus.

Wir zeigen uns zufrieden mit dem, was wir haben und gönnen uns keine „Verbesserung“. Weil wir es uns nicht wert sind. Die Selbstliebe lässt wieder einmal grüßen. Ich habe erst in sehr reifen Jahren gelernt, die Dinge anders zu betrachten. Ich habe endlich gelernt, mir alles wert zu sein, was in meinen Möglichkeiten steht! Ein langer Prozess, der aber das (mein) Leben so viel fröhlicher und genüsslicher gemacht hat!

Was denkst Du, wenn ich Dir anbiete, das Leben ab heute zu genießen? Dir zu gönnen, was Dir guttut und Freude macht? Du darfst Dir Dein Leben und Deine Lebensqualität verbessern. Du musst Dich nicht mit dem zufriedengeben, was Du bereits hast! Klingt egoistisch für Dich? Verstehe ich, war auch mein Gedanke am Anfang meiner Reise in die Veränderung. ›lächel‹. Es war zusätzlich ganz viel schlechtes Gewissen mit dabei! Vergiss das ganz schnell und sage Dir: Ich habe es mir verdient und bin es mir wert! Es wird Dir nicht von heute auf morgen leicht fallen, aber beginne und folge Deinen Wünschen und Bedürfnissen … ich hab es nicht anders gemacht. :D

  • Gönn Dir mal eine wohltuende Massage, wenn Dein Rücken schmerzt und schließe diese Wohltat mit einem Vitamin-Shake ab. Du hast es absolut verdient!
  • Beachte mal die rechte Seite der Menükarte NICHT, sondern wähle ausschließlich von links! Du besuchst nicht jeden Tag ein schönes Restaurant. Du hast es Dir verdient!
  • Geh doch mal in einen schönen Laden und gönn Dir ein umwerfendes Stück, oder ein schönes Möbelstück. Du darfst Dich für Dein SEIN belohnen! Es kommt nicht ständig vor.
  • Geselle Dich zu Menschen, die Du nicht kennst, die Dir aber so viel Lebensfreude vermitteln, die einfach ansteckt! WAS hast Du zu verlieren?
  • Tanze, wenn Dir danach ist … und feiere das Leben, wenn es Dich dazu einlädt!

Wir sollten auch daran arbeiten, mit dem, was wir gerne tun, unser Leben zu finanzieren. Wir sollten auch mehr dahinter sein, erfüllende Beziehungen aufzubauen. Wir sollten zugreifen, was das Leben so anbietet und wir dürfen unbedingt mehr davon wollen! Jeden Tag. Denn unsere Lebensqualität darf nicht stagnieren, sondern wachsen!
Ich – DU – wir … wir dürfen das Schönste von unserem Leben erwarten und auch leben …  Ganz einfach deshalb, weil wir es verdient haben! Gönn DIR das SCHÖNE. Es tut so gut.

Ich wünsche Dir einen fantastischen Sommermonat mit ganz viel „Ich hab es mir verdient.“

Xo Sandra

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2 Kommentare
  1. Steffi
    Steffi sagte:

    Hallo liebe Sandra,

    seit einer Weile verfolge ich mit großem Interesse deine Beiträge. Sie sind kurz, aber voller Wahrheit, mit Empathie verfasst, ohne sich jedoch in einer gewissen „Kitschigkeit‘ zu verlieren. Eben mit Herz und auf den Punkt.
    Dieser Beitrag hat eine besondere Bedeutung für mich. Hinter jedem Satz könnte ich einen Haken setzen. Es hat sich so viel für mich verändert, habe mir erlaubt zu mir zu finden. Aber eins steht mir bis heute im Weg: Glück zu zulassen. Obwohl ich sonst nicht auf den Mund gefallen bin😉, weiß ich nicht, ob ich es vernünftig erklären kann. Ich versuch’s mal . . . Du sprachst von „kindlicher Freude“, und dass man gegen das Schöne dieser Welt immun sei, versperrt man sich dieser Freude.
    Genau da will der Knoten nicht recht bei mir platzen. Obgleich ich froh bin, das Problem erkannt zu haben, ist es eine ungeheure Herausforderung dieses zu überwinden. Alles Unbeschwerte habe ich so weit ich zurück denken kann, nie zulassen können. Denn damit Kinder das sein und auch ein Leben lang behalten dürfen, braucht es Schutz. Ich verliere mich nicht in Selbstmitleid, das liegt mir nicht, dafür bin ich zu optimistisch ☺️. Und ich sule mich auch nicht in vergangenen Dingen, die mich runterziehen. Es ist einer von vielen Teilen,die mich ausmachen, nicht mehr und nicht weniger. Ich war stets darauf angewiesen mich selbst zu schui, vor allem emotional. Ausgelassen und verrückt sein, passte da für mich viel zu lange nicht rein. Je älter ich werde, erkenne ich dass sich dies aber nicht ausschließen muss. Und trotzdem ist es so sehr in einem verankert. Und genau das bremst einen aus, man kann nicht mit einem Kopfsprung ins Leben eintauchen, weil sofort diese lästigen Stimmen im Kopf wieder laut werden . . . und man ist ein wenig von sich genervt und enttäuscht. Mittlerweile gehe ich da sehr viel gnädiger mit mir um. Ich weiß um meine Schwäche. Und wenn ich eben nicht mit offenen Armen, offenem Herzen und Konfetti das Leben wahren kann, obwohl ich es bräuchte, dann akzeptieren ich es und bin geduldig mit mir. Dann schaue ich auf meinen Weg zurück und auf das was ich alles schon gemeistert habe . . . und spüre manchmal mit Tränen in den Augen . . . den Rest schaffe ich auch noch . . . das Leben ist schön, eine unglaubliche, bunte und verrückte Reise und ich darf ein Teil davon sein, wenn meine Seele und mein Herz dazu bereit sind.
    Jetzt ist mein Kommentar doch wesentlich länger geworden als beabsichtigt . . .
    Aber es ist schön, in dieser weiten Welt Gedanken zu finden, eine Empathie zu finden, in der man sich wiederfinden kann und schon fühlt man sich wieder ein Stück weniger allein.
    Danke dafür!

    Antworten
    • Sandra
      Sandra sagte:

      Hallo liebe Steffi,

      Erstmal DANKE für Dein Feedback – so etwas freut mich natürlich immer sehr!
      Zum anderen möchte ich sagen, Leichtigkeit, Freude, Gelassenheit … alles super tolle Worte, Gefühle und Emotionen!
      Trotzdem nicht für jedem selbstverständlich und zugänglich.
      Fehlt uns dieser „Zugang“, hat das auch einen Grund, der meist in unserer Vergangenheit verankert ist.
      Viel davon liegt in der Kindheit und in den Erfahrungen, die wir im Laufe unseres Lebens gemacht haben. Eine ganz normale Sache, die uns Menschen prägt.
      Das GUTE an der ganzen Sache ist – wir können es wieder erlernen. Warum bin ich mir da so sicher? Es gab eine Zeit in meinem Leben, da fühlte ich null. Alles, was ich tat, war atmen. Ich sage ja immer so gerne, wenn ich mit jemanden über diese Dinge spreche: „Das Leben ist immer für uns“. Meistens ist es zwar sehr schwer, bevor es wieder leichter wird. Und wie Du so schön schreibst – das Leben ist eine Reise und DU bist live dabei! Nimm Dir, was für Dich möglich ist und verlier nie den Mut, denn es kommt alles zum richtigen Moment. :-) … (Meine Erfahrung)

      Ich danke Dir sehr für Deine Zeit & für Deine schönen Gedanken, die Du hier mit mir (mit uns) teilst!
      Alles Liebe, ganz viel Leichtigkeit und Freude für DICH und Dein noch sicherlich sehr spannendes Leben!
      Herzlichst SANDRA

      Antworten

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