Wie erreicht man ein glückliches, positives und selbstbestimmtes Leben. Was muss man ändern und vor allem wie ändert man sein Leben und seine Einstellung um wirklich ein lebenswertes Leben führen zu können.

ATEMPAUSE … Zeit für die Zeit zwischendurch. Eine aufrichtige Umarmung ist eine liebevolle Geste, die dem anderen sagen soll „Ich mag Dich so wie Du bist.“ Sie ist nicht zu verwechseln mit Umklammerung und dem Nicht-Loslassen-wollen, dessen was wir gern haben und lieben. Ich habe eine sehr schöne Geschichte gefunden, die mich auch sehr an meine Kindheit erinnert … von Gisela Baltes

DAS LEBEN UMARMEN

Nie habe ich eine lebenslustigere Frau kennen gelernt als meine Großmutter. Sie war spontan, temperamentvoll und immer gut drauf. Mein Großvater dagegen war ernsthaft und grübelte viel. Das Leben schien ihm oft eine Last zu sein. „Du musst das Leben umarmen!“ sagte ihm meine Großmutter dann. Aber mein Großvater zuckte darauf nur hilflos die Schultern.

Wie oft habe ich diesen Satz meiner Großmutter gehört. Was das bedeuten sollte, war mir völlig klar. Über dem Sofa meiner Oma hing nämlich seit eh und je ein Foto. Es zeigte Opa und Oma in herzlicher Umarmung. Für mich war es selbstverständlich, dass es so aussah, wenn man das Leben umarmte. Hin und wieder versuchte ich das mit meinem kleinen Bruder nachzumachen, was der aber gar nicht mochte.

Eines Tages als Oma wieder mal ihr Lebensmotto zum Besten gab, wollte ich mit meinem Wissen punkten und sagte: „Stimmt Oma, das Leben umarmen, dass ist so wie auf dem Bild da.“ Sie lachte und sagte „Ja, manchmal ist es so, aber nicht immer.“ Sie zog mich auf ihren Schoß und machte aus ihren Armen ein Nest, wie das niemand besser konnte. „Warum nehm ich dich wohl in den Arm, Herzchen?“ fragte sie. „Weil du mich lieb hast.“ „Genau!“ sagte die sie „und das Leben umarmen, heißt das Leben lieb haben.“

Da kamen mir die vergeblichen Versuche mit meinem Bruder in den Sinn: „Aber Benno mag das gar nicht, wenn ich ihn umarme.“ Oma lachte „Ja wenn er das nicht mag, dann musst du ihn auch wieder loslassen. Umarmen heißt nicht festhalten. Das wird dir im Leben immer wieder passieren, dass du wieder loslassen musst was du umarmst.“ „Warum, weil ich das nicht mehr lieb habe?“ „Nein, lieb hast du es trotzdem weiter. Ich habe dich doch auch lieb, wenn du nicht auf meinem Schoß sitzen sondern spielen möchtest. Ich hab dich immer lieb, egal was ist.“

„Auch wenn du manchmal Sachen machst, die mich etwas traurig machen. Und genauso kann man das Leben lieb haben, auch wenn einem da manchmal traurige Dinge passieren.“ Was sie mir damit sagen wollte, verstand ich erst einige Jahre später richtig, als bei meinem Großvater die Parkinsonsche Krankheit festgestellt wurde. Sein Zustand verschlechterte sich in immer neuen Schüben. Über Jahre hinweg versorgte ihn meine Großmutter mit der ihr eigenen Vitalität, ohne je zu klagen. So wie sie früher fröhlich genossen hatte, „umarmte“ sie nun auch diese schweren Zeiten.

Als Großvater schließlich starb, sah ich sie zum Ersten und Einzigen mal weinen. Etwas unbeholfen umarmte ich sie und versuchte zu trösten. „Ich hab dich lieb Oma. Und auch der Opa hat dich lieb. Aber ich glaube, der Opa wollte trotzdem nicht mehr leben.“ Oma sagte „Ja Herzchen, ich weiß, ich muss ihn loslassen.“ Und dann, nach einer Weile fuhr sie fort „Und ICH werde auch weiter das Leben LIEB haben, auch wenn es mich traurig macht. Aber in den letzten Jahren habe ich gelernt, wie schwer es ist, in traurigen Zeiten das Leben zu umarmen. Oft hatte ich einfach nicht mehr die Kraft dazu und hab losgelassen und gedacht, dass nun alles aus ist. Doch dann habe ich gemerkt, dass das Leben MICH umarmt und mir Menschen geschickt hat, die mir wieder Kraft gegeben haben … so wie du jetzt gerade.“

Ja, es sind nur Geschichten, aber sie sind keineswegs aus der Luft gegriffen! Das Leben zu umarmen heißt, lebendig zu sein … es selbst zu gestalten, bewusst zu leben! Das Leben umarmen heißt auch, es mit offenen Armen zu empfangen, JA zu sagen, so wie es uns begegnet.

Eine schöne Restwoche, pass auf auf Dich … fühl Dich umarmt.

Der Jahreswechsel … Wir denken über unsere Pläne nach. Über  unsere Vorsätze. Wir feiern den Start in ein neues Jahr voller Möglichkeiten und toller Veränderungen … wie immer. Aus der aktuellen Frustration heraus, vom Idealbild anderer Menschen getrieben, zum Scheitern vorgesehen, doofe und überstürzte Ideen, was im neuen Jahr alles anders werden könnte … sollte … müsste. Keine Angst, ich werde keinen weiteren Satz mehr dafür verwenden, um Dir zu sagen, wie Du Dein Gewicht wieder reduzieren, Deinen Job überdenken oder Deinen Partner „sanieren“ kannst. Du kannst Dich also entspannen. Was ich allerdings möchte ist, diese Zeit als guten Zeitpunkt zu sehen und zu nutzen, um richtig hinzuschauen … auf Dich selbst, auf Dein Leben, auf Deine Zukunft.

Ein wunderbarer Zeitpunkt um den Kopf freizubekommen

Seit ich denken kann, empfinde ich die Zeit zwischen den Jahren immer als besonders ruhig. Es steht nichts an. Viele haben frei, es sind Ferien und die Geschäfte sind geschlossen. Termine liegen still. Für mich immer ein guter Zeitpunkt um im Oberstübchen aufzuräumen. Alle Alltagsprobleme auszusperren. Durchatmen. Nach der geistigen Reinigung und dem Abstand zu den eigenen „Nöten“ sehe ich vieles klarer. Was allerdings nicht bedeutet alle Probleme, die jeder von uns mitschleppt, weg zu atmen. Ganz im Gegenteil, es beginnt das strukturierte Denken! Ich nutze das Neue Jahr als psychologischen Neubeginn. Das passiert natürlich nicht am 1.1. total überstürzt, es darf auch keine falsche Motivation dahinter stehen. Pläne müssen gereift und durchdacht sein. Und das allerwichtigste, es muss der Wunsch und der Wille das sein, um die Komfortzone auch wirklich zu verlassen!

Das Neue Jahr kann ein Wendepunkt in Deinem Denken sein. Sei bewusster und erkläre das kommende Jahr zur Plattform Deiner Veränderung. 

Hat sich bei Dir Unzufriedenheit angesammelt?

Ich finde es sehr gut wenn Du das erkennst. Und ich finde es sehr gut, dass es Dich so stört und etwas verändern möchtest! Natürlich ist jedes Datum, jeder Monat, jeder Tag dazu geeignet etwas Neues zu starten. Aber was passiert wenn Du Dir nur vornimmst etwas zu verändern? Genau … gar nichts. Und das ist das Problem vieler. Darüber reden, darüber nachdenken (zerdenken) und vor sich hinschieben …

Warum ist es eine Veränderung in vielerlei Hinsicht so unsagbar schwer für Dich? Ich sag es ganz direkt und knapp. Weil Du ein Gewohnheitstier bist! Dein Geist nicht nur bei Heroin suchtgefährdet ist, und Du Opfer Deines Körpers bist. Und nicht nur Du, die meisten von uns …  also ich entschärfe diesen Satz ein wenig.

Ich nehm ein einfaches Beispiel her, dass viele bestimmt kennen. Abends nach der Arbeit, wenn Du nach Hause kommst, schmeißt Du Dich aufs Sofa … schließlich hast Du es Dir verdient. Du bist erschöpft nach einem anstrengenden Tag. Das machst Du immer so und es fühlt sich gut an. Aber gleichzeitig spürst Du ein nagendes Gefühl in Dir das immer wieder sich einschleicht. So nach dem Motto: „Du könntest Deine Zeit auch anders nutzen“. Du wolltest Dich Doch um eine andere Stelle bewerben? Dich nicht mit ungesundem Fast Food vor den TV legen, sondern Dir, auch wenn Du müde bist, etwas schönes kochen? Gespräche, die Du führen wolltest … wann?

Dieses kleine Couchritual das Du beinahe jeden Abend praktizierst, und seit vielen Jahren schließlich immer so machst, hat sich auch an dieses nagende Gefühl gewöhnt. Es gehört dazu wie das Sofa, der Fernseher und der Entspannungsmodus. Ein simples Beispiel und wie gesagt – Du (wie wir alle) bist ein Gewohnheitstier. Dein Gehirn steht auf Routinen und verkettet diese in Deinem Unterbewusstsein als eine unumgänglichen Lebensalltag. Als ein Leben so wie es nun mal ist … obwohl Du eigentlich etwas anderes möchtest.

Wie so oft brauchen wir einen großen Knall um auch wirklich etwas zu verändern

Ich könnte aber auch sagen wir brauchen eine Inspiration, die uns streift und nicht mehr loslässt! Manchmal ist es es auch ein Ereignis … ein Riesenknall wenn die Mauer der Frustration einstürzt. Oft lösen diese Ereignisse in Deinem Kopf einen Entschluss aus, nämlich den Willen in die Umsetzung zu gehen. Dieser kleine „Klick“ oder große „Knall“ sagt Dir: Es ist so weit um die eingefahrenen Komfortzonen zu verlassen und mit etwas Neuem zu beginnen. Zu solchen innerlichen Aufforderungen kommt es immer wieder in unserer Persönlichkeitsentwicklung und das ist keine Frage des Alters!

Was steckt dahinter? Was verstehe ich unter Komfortzone? Ich habe mich viel damit beschäftigt, da ich mich selber sehr lange und auch nicht ungern in dieser Zone aufgehalten habe. Dennoch ist dieses Wort etwas irreführend. Denn es suggeriert, dass es dort immer angenehm und relaxt hergeht. Doch kann es in der Komfortzone auch durchaus unangenehm werden. Speziell dann, wenn man sich ständig darin aufhält und sie schon ewig nicht verlassen hat! Sie wird nämlich immer kleiner und kleiner und wie Du ja sicher weißt, sind enge kleine Räume nicht wirklich angenehm.

Die meiste Zeit halten sich Menschen in ihrer Komfortzone auf: Sie befinden sich in einer bzw ihrer gewohnten Umgebung und tun „gewohnte“ Dinge. Dort herrscht Sicherheit. Es passiert auch ganz selten etwas Unerwartetes. Es gibt wenige bis keine Überraschungen, weder im positiven noch im negativen Sinne. Was so viel bedeutet:

  • man wird keine intensiven Gefühle erleben.
  • und man wird nichts neues lernen, denn wir kennen ja schon alles.
  • und viel zu „Denken“ gibt es ebenfalls nicht. Die gewohnte Strategie reicht aus, um das Gewollte zu erreichen.
  • das Gehirn läuft also auf Sparflamme, wenig Energie ist erforderlich.

Das ist zum Beispiel schon ein Punkt und ein Grund, weshalb es außerhalb der Komfortzone so anstrengend ist! Mehr Eindrücke, mehr Überraschungen, mehr Denken, mehr Handeln, mehr verarbeiten … all das bedeutet schneller müde zu werden. DAS klingt nach Stress, denkst Du Dir vielleicht und schiebst deshalb diese Komfortzone gleich wieder zur Seite. Und damit bist Du nicht die Einzige. Wir Menschen sind so … jedenfalls viele von uns. Gewohnheitstiere. Immer auf der sicheren Seite stehen wollen. Ja nichts verändern und schon gar keinen Blick aufs Unbequeme und vielleicht auch Unsichere werfen! Ich kannte diese Denke nur zu gut.

Es gibt Vor- und Nachteile der Komfortzone

Doch ganz sicher ist, Du wirst Dich nicht weiter entwickeln, hältst Du Dich ausschließlich darin auf! Warum? Weil Du nur selten eine Überraschung erleben wirst und Du deshalb kaum gezwungen bist, intensiv über Probleme und mögliche Lösungen nachzudenken. Geistiger Stillstand sage ich dazu. Deine „Kuschelzone“ wird dadurch immer enger und kleiner und am Ende überfordern Dich schon Kleinigkeiten! Also wäre es angebracht die Komfortzone so oft zu verlassen, dass es nicht zu dieser Anpassung kommt.

Was ich persönlich sehr gerne mache, und somit als Vorteil sehe ist, wenn ich an einem Projekt arbeite, das Fokus erfordert, bleibe ich gerne in meiner Sicherheitskuschlezone. Aus einem ganz einfachen Grund: Es wird nichts Unerwartetes passieren und ich kann mich voll auf mein Projekt konzentrieren. NIchts zwingt mich zusätzlich nachzudenken … In meinem „sicheren“ Bereich steht mir all die Energie zu Verfügung, die ich brauche um effizient TUN & SEIN zu können. Das gilt allerdings ausschließlich für die Arbeit.

Ich finde es einfach nicht sinnvoll, sich nur auf der sicheren Seite aufzuhalten und sich immer nur zu schonen. Auch wenn die Gefahr ausserhalb des Komfortbereiches größer sein wird, dass uns etwas passieren kann. 

Was ist es also was Dich in der Sicherheitszone so festhält?

Die Gewohnheit. Die Bequemlichkeit. Die Unsicherheit. Die Angst. Ja … aber das ist mir etwas zu einfach. Ich kann von mir sagen und das auch zu 100% bestätigen: wer sich dauerhaft in seiner Kuschelzone verschanzt, hat meistens einfach nur keine Ziele im Leben, für die es sich lohnt Risiken und ein wenig Angst, zu riskieren und einzugehen! Die meisten Menschen sitzen auf ihrem Sicherheitspolster um ihre Überzeugungen zu schützen.

Wir wurden darauf konditioniert, eine große Angst vor Fehlern zu haben und es wurde uns beigebracht möglichst jegliche Fehler zu vermeiden. Fehler aller Art werden uns im bekannten Terrain kaum passieren … wir handeln ja quasi schon blind und automatisch. Kleine Unebenheiten werden auch oftmals kaum erkannt. Selbstschutz pur.

Wenn es allerdings verführerische Anreize oder einen Riesenknall gibt ist jeder von uns in der Lage seine Kuschelzone zu verlassen.

Der Geist ist willig … das Fleisch ist schwach?

Diesen Satz sagen wir ja alle nur all zu gerne. Doch das fällt ein wenig unter „Ausreden“, wie ich finde. Diese Ausflüchte hatte ich auch wenn ich daran zurück denke. Anreize gab es bei meinem Verlassen der Komfortzone nicht, bei mir war es ein Riesenknall … ein Test, eine Prüfung, eine Einladung, wie auch immer, um mich selbst von oben zu begutachten. Resümee zu ziehen und trotz erheblicher Angst und Unsicherheiten eine neue Zone zu betreten! Wenn wir motiviert sind, ist es nicht schwer aktiv zu werden. Wenn es uns an Motivation fehlt, wird dieses aktiv sein ausbleiben.

Mein „Fleisch“ hatte gesundheitlich keine Reserven (keine Motivation) mehr zur Verfügung. Ich löste dieses Problem durch leichte körperliche Aktivität und lernte mit meinen Ängsten umzugehen. Ich veränderte meine kuschelige Komfortzone in eine Lernzone. 

Vielleicht geht es Dir ja ähnlich. Du weißt nicht wie Du mit Deinen Befürchtungen und Ängsten beim Verlassen Deiner Komfortzone umgehen sollst? Du lässt die negativen Gefühle, die Dich umschwärmen, nicht herein. Du bist verkrampft und kannst sie nicht akzeptieren? Du bist der Meinung dass durch dieses Verhalten Deine ganze Angst wieder verschwindet? Es tut mir leid … das wird nicht passieren, soviel kann ich Dir sagen. Ganz im Gegenteil. Je mehr man sich gegen negative Gefühle stellt umso intensiver werden sie werden. Ich habe es selbst erlebt.

Angst hat jeder Mensch!

Leider leben wir in einer Gesellschaft, in der der Mensch, der seine Schwächen und Ängste zeigt, leider (vermeintlich) einen Nachteil hat. Deshalb vermeiden und verstecken ja so viele Menschen ihre Ängste. Sie haben Angst sie offen zu zeigen. Über Schwächen zu reden und sie auch noch zu zeigen, ist eben nicht erwünscht in unserer Gesellschaft. Fakt ist allerdings: Alle Menschen haben Angst und es ist etwas völlig Normales und in Ordnung Angst zu haben! 

Es wird Dir leichter fallen in die neue Zone einzutreten wenn Du gute Ziele hast, die zu Dir passen weil sie mit Deinen Werten harmonieren. Das war für mich einer der wichtigsten Gedanken die ich mir immer wieder aufsagte und überall an die Wand klebte. Also gute Gründe zu finden und zu haben wirkt sich positiv auf Dein Vorhaben aus und wird Dich beim Verlassen Deiner Komfortzone stärken.

Wie schon oben erwähnt, wurde ich mehr oder weniger in die Lernzone hinein getreten. Es war an der Zeit und der Knall war sehr weit zu hören. Sobald man sich mit einer Veränderung auseinandersetzt, hat man auch schon den ersten kleinen Mini-Schritt getan. Meiner Erfahrung nach bewirkt schon die Gegenwart von neuen, anderen, erfolgreichen und tollen Menschen eine positive Denkweise. Bei mir waren es Bücher und Seminare, die mir dabei geholfen haben, meine Ängste in Schach zu halten und mein Selbstvertrauen zu stärken!

Blockaden sind da um sie zu lockern!

Ja das sag ich jetzt mal so locker … Wir Menschen verfallen sehr oft in eine Starre, weil wir uns auf unwichtige Dinge und die schlimmsten Dinge, die eintreten könnten, fokussieren. (Angst). Diese Blockade habe ich gelöst, indem ich mir drei wichtige Fragen aufgeschrieben und gestellt habe:

  • Was könnte schlimmsten Fall passieren … wäre es denn so schlimm?
  • Was würde im wahrscheinlichsten Fall passieren? Und woher weiß ich überhaupt, dass es der wahrscheinlichste Fall ist?
  • Was könnte bestenfalls geschehen? Vor allem was kann ich dafür tun, um es zu so einem Ausgang kommen zu lassen?

Mehr braucht es nicht. Diese Fragen sind bei mir in Fleisch und Blut übergegangen. Danach war es leichter zu handeln. Mein Denken hat sich dadurch vereinfacht. Leider war zu diesem Zeitpunkt meine Unsicherheit sehr groß und mein Selbstvertrauen nicht sehr stark vertreten. Mulmige Gefühle kann man „weg trainieren“… wurde mir erklärt, in einem Vortrag über Schüchternheit und Selbstzweifel. Dinge tun, die man sonst umgeht. Wie zum Beispiel an der Kasse um Vorlass bitten, im Restaurant etwas zu bestellen das nicht auf der Karte steht … einfach aus der Reihe tanzen ohne dabei unangenehm aus der Reihe zu fallen. Eine Herausforderung und ein schwerer Akt, nach Jahren der Isolation und Resignation.

Dennoch war diese Herausforderung gut für mich, gut für meinen Körper, aber vor allem gut für meinen Geist. Zu viel Druck ist weder gut noch schlecht, es kommt immer auf die Dosierung und auf die Intensität an. In geringerer Dosis können solche Herausforderungen sehr anregend auf einen wirken, weil der Wille etwas zu verändern, besonders hoch ist!

Zusammengefasst

Beim Verlassen Deiner gewohnten Abläufe und Tätigkeiten, geht es nicht nur darum Gedanken und Handlungen an Dir zu verändern, sondern, ganz besonders am Anfang ein großes Augenmerk darauf zu legen welche Dinge Dir Dein Gehirn aufgrund Deines bisherigen Verhaltens versucht einzureden und standhaft dagegen zu halten!

  • Werde Dir dessen bewusst.
  • Zerschlage negative Gedanken indem Du STOP sagst.
  • Vor allem aber schenke Deinem Köpfchen Zeit, um sich an neue Gedanken und Handlungen zu gewöhnen.
  • Akzeptiere und gib Dir und Deinem Unterbewusstsein Zeit, auch wenn es länger dauert als Du Dir vorgestellt hast

Kurz gesagt, nach diesem längeren Beitrag: Sei und bleibe aufmerksam und nutze Deine Chancen, die Dich bei Deiner Veränderung unterstützen werden! Es zahlt sich IMMER aus. Viel Erfolg aber genauso viel Spaß dabei, das wünsche ich Dir!

Wer regelmäßig Yoga praktiziert, weiß wie gut diese indische Wissenschaft vom Leben, für Körper, Seele und Geist ist. Aber auch als „nicht Yogi“ ist diese besinnliche Weihnachtsgeschichte die auf wahren Tatsachen beruht, lesenswert! Sie trifft den Zeitgeist auf den Punkt. Nimm Dir eine kleine Auszeit … und gehe anschließend lächelnd und kopfnickend, Deinen Tätigkeiten wieder nach. :-)

Eine besinnliche Yogastunde

Zwei Wochen vor Weihnachten trafen sich vier Yogaschüler zu ihrer wöchentlichen Yogastunde mit Lucie, der Yogalehrerin, in einer kleinen Stadt bei Wien. Lucie war eine erfahrene Yogameisterin und versprühte stets den erleuchtenden Glanz auf ihre Yogins und Yogis. Lucie war einfach ein Schatz.

Beim Sonnengruß gab es die ersten Unsicherheiten und eine allgemeine Unruhe machte sich im Raum breit. Lucie seufzte. „Was ist den los heute, ihr seid alle so fahrig und gar nicht bei der Sache.“ Ihre sanften Augen schweiften über die Yogaschüler.

Marlene, eine ehrgeizige Karrierefrau, überzeugter Single, legte gleich los.
„Ich krieg den Kopf nicht klar, dieses „Scheiss Weihnachten.“ Meine Mutter ruft mich täglich in der Arbeit an, was ich essen will und jammert mich voll, weil Vater sich nicht im Haushalt betätigt. Sie will den Christbaum heuer rot statt gold schmücken und die Kekse sind ihr zu hart geworden und blablabla … Ich will das alles nicht mehr hören.

Susi, Hausfrau und Mutter zweier kleiner Kinder.
„Geht mir genau so, ich frage mich wozu ich den Terror noch mitmache. Ich schaffe mich kaputt im Advent, mache alles schön und am Heiligen Abend plärren die Kinder die Bratensoße ist nicht gelungen und mein Mann macht auf alles ist gut.

Gerd, Beamter, geschieden, pflegebedürftige Eltern.
„Ich darf meinen Kindern Geld überweisen und sie die Feiertage nicht sehen. Ich sitze bei meinen alten Eltern und höre mir Verdauungsprobleme und sonstige Krankheitsgeschichten an. Ich glaube ich hau ab.“

Kerstin, Lehrerin im Ruhestand, Witwe, keine Kinder.
„Ich denke mir jedes mal, warum tue ich mir das jedes Jahr an? Ich sitze alleine vorm Christbaum und bedaure mich selbst. Eigentlich könnte ich am Palmenstrand liegen oder ein Wellnesshotel genießen.“

„Setzt euch alle hin“, sagte Lucie und alle nehmen gehorsam Platz. „Ich mache euch einen Vorschlag. Ich fliege am 23.12 nach Pune, Indien. ich mache dort eine Yoga Meditationsseminar. Ihr könnt mitkommen und den ganzen Stress hier zurück lassen. Kein Weihnachtsterror und keine lästigen Verpflichtungen. Wie schaut aus?“ Lucie lächelte sanft in die Runde.

„Nein, das kann ich meinen Eltern nicht antun, sie lieben Weihnachten und ich ja eigentlich auch. Es ist ja dann immer ganz nett bei ihnen und die Feiertage machen wir auch immer einen schönen Ausflug zusammen“ sagte Marlene.

„Um Himmels Willen, ich kann meine Familie nicht alleine lassen.Die Kinder glauben ja noch ans Christkind und wenn das Glöckchen bimmelt und die Kleinen kommen ins Wohnzimmer mit riesigen Augen, den Anblick will ich auf gar keinen Fall vermissen … es ist so süß“, sagte Susi.

„Wer weiß was nächstes Weihnachten ist, meine Eltern haben ja nur noch mich und sie waren immer für mich da. Ich koche für sie und sie sind so dankbar wenn ich komme. Sie sind halt meine Eltern und lieben mich“ sagte Gerd.

„Irgendwie ist es doch zu Hause am schönsten und ich will am heiligen Abend in die Messe gehen, da treffe ich viele Bekannte und meine Nachbarin freut sich immer so , wenn ich am ersten Weihnachtsfeiertag zu ihr auf eine Tasse Tee komme“, sagte Kerstin.

Lucie lachte fröhlich. „Obwohl ihr alle Weihnachten so schlimm findet, fallen euch aber viele Gründe ein, es doch zu feiern.“ :-) Ich höre überall Liebe, Fürsorge und Freude heraus. Lasst euch das durch den selbsterzeugten Stress nicht kaputt machen! Versucht jeden Tag in Ruhe und voller Zuversicht die Tage zu meistern. Seid achtsam mit euch selber. Mehr müsst ihr nicht tun … dann wird es sicher ein schönes Fest für euch alle werden.“

Marlene, Susi, Gerd und Kerstin grinsten sich gegenseitig an. Lucie hatte ihnen wieder mal den Spiegel vorgehalten und die Situation liebevoll entschärft. Sie ist eben auch eine Meisterin für gestresste Seelen. „Wir sollten heute mal unsere Yoga Verbiegungen ausfallen lassen und lieber irgendwo einen schönen Drink zu uns nehmen. Was meint ihr?“ schlug Lucie vor.

Alle Yogins und Yogis waren einverstanden und machten sich gut gelaunt auf den Weg ins Café „Nirwana“ und verbrachten  dort einen besinnlichen Abend …

Eine so passende wahre Geschichte, geschrieben von Barbara Pronnet.

Ich wünsche Dir ganz viel Zufriedenheit, keine Hektik … nur Vorfreude. Ein schönes Fest DAS wünsche ich Dir.

 

Der Karren der Gefühle

Ein kleines Mädchen lief an der Seite ihres Vaters, als dieser plötzlich an der Kurve eines Weges anhielt.
Nach einer kurzen Zeit der Stille fragte er sie:

„Was hörst Du mein Kind?“ Das Mädchen spitzte ihre Ohren. Einige Sekunden später antwortete sie.
„Papa ich höre den Lärm eines Karren, der sich uns nähert.“
„Sehr gut“ antwortete der Vater.
„Du hast recht. Wir laufen einem leeren Karren entgegen.“
Sie fragte ihn erstaunt: „Wie kannst Du wissen, dass der Karren leer ist?

Der Vater entgegnete ihr:
„Wegen der Geräusche, die er verursacht, ist es sehr einfach zu wissen, ob er beladen ist oder nicht.“
„Je weniger sich im Karren befindet, desto mehr Lärm macht er.“

Das Mädchen wurde erwachsen und immer, wenn sie jemanden traf, der damit prahlte was er doch alles besitze, überkam sie das Gefühl, dass sie die Stimme ihres Vaters sagen hörte: „Je weniger sich im Karren befindet, desto mehr Lärm macht er …“.

(Volksmärchen)

Mit den Menschen ist es das Gleiche. Umso leerer ihr Inneres, desto lauter geben sie sich. So als wären sie Schellen, die man schon aus der Ferne hören kann.

Menschen, die keinen „seelischen“ Reichtum besitzen, vertuschen diesen Mangel mit leeren Reden. Sie füllen diese Leere mit materiellen Dingen und verschwenden ihre Zeit mit banalen Dingen, weil sie sich dadurch wertvoll fühlen! Ihre größte Angst besteht darin, anwesend zu sein aber von uns nicht bemerkt zu werden.

Es kann sein, dass sein Karren so leer ist, dass er ihn mit Deinen seelischen Reichtümern beladen möchte. Dieser Raub an Energie ist zwar sehr subtil, kann aber die Eigenschaften, mit denen Dein Karren beladen ist, stark zerstören.

Schütze Dich vor Menschen, die sich an Dir bereichern wollen. Lerne solch toxische Beziehungen zu erkennen. Erkenne sie an der Lautstärke! Vergiss nie Deinen Karren mit Liebe, Freude, Begeisterung und auch Schmerz und Traurigkeit zu beladen. Es sind Grundgefühle und die sind am wichtigsten.

  • LIEBE, um groß zu werden
  • FREUDE, um sie zu teilen
  • TRAURIGKEIT, damit Du die Freude schätzen lernst
  • BEGEISTERUNG, um Dich selbst zu erfinden
  • SCHMERZ … um weiter zu machen

Bleiben wir immer bescheiden. Lassen wir nicht zu, dass der Hochmut ein großes Loch in unseren Karren reißt. Denn die Bescheidenheit lässt Dinge entstehen und der Hochmut zerstört sie! Laden wir uns nicht zu viele Freunde auf, sondern einen einzigen Menschen der so wertvoll für uns ist wie 20 andere. Verschwenden wir also keinen Platz auf unserem Karren.

Ich wünsche Dir dass diese Geschichte eine Erinnerung, ein Augenöffner, für Dich sein mag.
Alles Liebe und bis ganz bald.

Jedes Jahr nehme ich mir vor, dass ich keinen Beitrag mehr über das jährliche Weihnachtsfest schreiben werde. Und jedes Mal habe ich ein beinahe schlechtes Gewissen wenn ich nicht darüber schreiben würde. Was gibt es denn über die Weihnachtszeit zu berichten? … so meine Gedanken. Es mischen sich jedes Jahr andere, neue Gefühle mit ein. Die vorweihnachtliche Zeit, inklusive dem 24. Dezember, sehe ich persönlich heute mit anderen Augen als noch vor wenigen Jahren. Vieles ist gleich geblieben, vieles hat sich aber auch verändert. Was aber immer mitschwingt, ist eine gewisse altmodische Traurigkeit, die ich empfinde, wenn ich darüber nachdenke.

Die Zeit für Freunde und Zusammenkünfte

Davon sprechen wir jedenfalls. Den Glanz dieser fröhlichen und besinnlichen Tage können wir nicht alle spüren. Viele erwarten nicht mehr mit Ungeduld und Freude was diese Tage mit sich bringen. Getrennte Familien, zerbrochene Beziehungen, Kinder die erwachsen geworden sind … all das bedeutet ein Weihnachtstisch, mit weniger Gedecken und Gläsern. Stühle, die nicht besetzt sein werden.

Wo sind die Zeiten hin als sich noch etwas rührte im Haus, als jedes Wochenende dafür genutzt wurde, um sich Gedanken zu machen welchen Baumschmuck, welche Tischdeko und welches Menü wir Frauen zaubern würden am Heiligen Abend? Freunde müssen schließlich auch an den Tagen zuvor und danach betreut werden. Ruhelosigkeit und Stress waren dabei immer vorprogrammiert, aber es machte irgendwie Freude und Spaß.

Das Funkeln ist fort

Es ist schon lange nicht mehr so, wie es früher einmal war. Das Strahlen ist verschwunden, weil es vielleicht Menschen gibt, die fehlen. Weil sich im Laufe der Jahre so unendlich viel verändert hat, wir haben die schöne magiehafte Illusion verloren, die uns  als Kinder in Erinnerung geblieben ist. Wir haben uns das „kindhafte“ nicht erhalten können. Die früher so wichtigen Details, die weihnachtlichen Kleinigkeiten, bleiben heute unbemerkt durch die vielen Veränderungen, die viele von uns erleben mussten.

Traurigerweise können wir uns heute an wenigen Dingen erfreuen weil in uns die Traurigkeit, die Wut, die Trauer und die Abwesenheit regiert.

Ich frage mich immer wieder, warum uns gerade an Tagen wie dem Weihnachtsfest, oder in der Adventszeit, eine Flut der Traurigkeit überrollt? In diesen Augenblicken wenn sich die Feiertage nähern und damit alles beginnt. Jedenfalls für viele. Die ganzen Vorbereitungen, Geschenke, festliches Schmücken und wie oben schon gesagt die Menüauswahl. Für Menschen die noch ein Jahr zuvor mit Familie, Mann und Kindern gefeiert hatten und die, durch welche Umstände auch immer, dieses Jahr alleine sind … ist das eine Situation, die emotional oft nicht zu bewältigen scheint.

Erinnerungen kommen hoch und überschwemmen unseren Geist

Erinnerungen an vergangene Jahre melden sich an Feiertagen immer besonders gerne und intensiv. Vermeiden können wir das nicht wirklich. Das Weihnachtsfest, das vor der Türe steht, besitzt eine Menge Macht und lässt uns die Abwesenheit geliebter Menschen noch intensiver und bewusster fühlen als sonst.

Ich kann nicht behaupten „Frau“ kann sich an diese Umstände gewöhnen, ich habe mir mit dieser Situation viele Jahre enorm schwer getan, zu wissen es wird keiner kommen! Meine Stühle werden am 24. Dezember leer bleiben. Die Fragen mancher „besorgter“ Menschen konnte ich nicht mehr hören: „Na meine Liebe, wo wirst Du dieses Jahr Weihnachten verbringen? Doch hoffentlich nicht ganz alleine bei Dir zu Hause?“ #kopfschüttelgroßeaugenschulterklopfen … DOCH, denn ich wollte niemandem zur Last fallen und ehrlich gesagt, war ich mir auch nie ganz sicher ob ich nicht einen moralischen Anfall bekam, wenn ich in die glücklichen Augen der anderen blickte, und das wollte ich mit niemandem teilen!

Es ist doch auch so, dass wir gerade an solchen Tagen an die Menschen denken müssen, die gestorben sind, die weit fort sind. Menschen, die aus eigener Entscheidung nicht mehr unter uns sind, und Menschen die sich entschieden haben, einen anderen Weg zu gehen … ohne uns. Habe ich die leeren Stühle damals betrachtet, füllten sich meine Augen mit jeder Menge Tränen und meine Seele mit Trauer.

Weihnachten trägt etwas widersprüchliches in sich

Der Zauber, der sich durch die Zusammenkunft und die gemeinsamen geteilten Momenten entfaltet, steht im krassem Widerspruch zu dem Schmerz, den wir durch die Abwesenheit unserer Lieben spüren. Auch zu der Sehnsucht, die wir zu den Menschen haben, die nicht mehr unter uns sind oder eben andere Wege eingeschlagen. Oftmals sind es auch Meinungsverschiedenheiten und Streit, die dazu führen, dass man sich aus dem Weg geht.

Mir ist jedes Jahr bewusst dass man diese Tatsachen nicht ignorieren kann, doch was wir während der Weihnachtstage tun können ist, dankbar sein Glas zu erheben … dankbar für die Tatsache zu sein, dass unser Herz noch schlägt. Auf alles anzustoßen was uns angeboten wird.

…und jetzt noch die (meinen) positiven Gedanken

Die Weihnachtswerbung vermittelt uns eine klare Botschaft: Zu dieser Zeit des Jahres sollte niemand alleine sein müssen. Einkaufszentren und Supermärkte sind zugepflastert mit Bildern von zusammensitzenden Familien und Freunden. Es werden in den festlichen Reklamen alle Möglichkeiten ausgeschöpft um ja richtig Weihnachten zu feiern …  was ist richtig oder falsch? Mich erinnert das in Wahrheit immer an so kitschige Weihnachtsfilme, die letztendlich immer in ein Desaster enden.

Was wenn man ganz bewusst die Entscheidung trifft, den 24. Dezember wie jeden anderen Tag zu behandeln? Ist das falsch? Ich habe mich nach meinen ersten Jahren gezwungenen Alleinseins, dazu entschieden mit so wenigen Menschen wie nur möglich diese Tage zu verbringen. Aus den vergangenen Jahren blieb niemand mehr aus meinem sozialen Umfeld übrig mit dem ich diese Tage verbringen hätte wollen.

Ich habe gelernt mich wirklich auf die Zeit für mich selbst zu freuen. Den Tisch genauso schön zu decken als würde ich Gäste erwarten, und ich kochte für mich selbst ein leckeres Festmahl. Dabei hörte ich Frank Sinatra (laut) … trank ein paar gute Gläser Wein … alles war friedlich und genau so, wie ich es mir gewünscht hatte.

Auch wenn ich die letzten zwei Jahre wieder für zwei Menschen den Tisch decken darf und zusätzlich für meine Hunde etwas Spezielles zaubere, ist mir sehr wichtig zu wissen, dass man Ereignisse wie den Heiligen Abend und die Tage danach oder zuvor auch anders gestalten kann.

Weihnachten ist für mich zu einer Erinnerung daran geworden, wie ehrlich ich mein Leben jetzt lebe, anstatt mich nach dem Willen anderer Leute oder nach alten Traditionen zu richten! 

Eingeladen ist auch immer meine Traurigkeit und Nachdenklichkeit,  die aber nie sehr lange Gast bleibt! :-)

Viele Menschen sehen ihre großen Familien und die Geschenke als selbstverständlich an. Die meisten gehen automatisch davon aus, dass es da Mutter und Vater gibt, keine finanzielle Probleme da sind und das zumindest für diese kurze Zeit alles gaaanz harmonisch in den Familien abläuft. Die Realität sieht jedoch ganz anders aus, das weiß ich. Also meine Liebe … ich kann Dir versichern DU bist nicht alleine mit Deinen Gefühlen.

Und falls Du Lust und Laune hast Oh du Fröhliche – alle Jahre wieder! solltest Du vielleicht auch nochmal lesen. Ich wünsche Dir eine abenteuerliche Weihnachtszeit, lass Dich nicht hetzen und bleib bei Dir.

Es ist eine ganz normale Sache, dass wir öfter mal ohne Antrieb dastehen. Nichts interessiert und nichts passiert! Die Motivation ist der Motor unseres Tun und Handelns. Sie setzt Energie frei und lässt uns durchhalten auch wenn es „schwierig“ wird. Um motiviert zu sein oder zu bleiben brauchen wir Ziele. Ich zum Beispiel brauche etwas das für mich von Bedeutung ist. Ist das der Fall schaltet sich meine Motivation sofort dazu.

Fehlende Motivation

Wir kennen das, es gibt einfach so Tage da will einfach nichts so gelingen wie wir uns das vorgestellt haben. Nichts läuft. Wir sind unmotiviert und haben einfach keine Lust auf nichts! Das Sofa ruft… und mal nicht aus den Federn zu steigen wär ebenso eine sehr ansprechende Idee. Eine Menge Ausreden sind ebenfalls plötzlich parat, um all das fällige NICHT tun zu müssen. Wenn einen der Blick durchs Fenster zusätzlich deprimiert, weil nur Grau in Grau zu sehen ist, ist der letzte Funke Elan auch draussen.

Aus einem solchen Motivationstief wieder herauszukommen, ist möglicherweise gar nicht so schwer wie es sich anfühlt. Mit diesen sehr einfachen simplen Livehacks, fällt es leichter die abhanden gekommene Motivation wieder zu erlangen. Hier die wichtigsten Punkte:

Keine Zeit verschwenden

Wenn du ein Motivationstief hast, warte NICHT bis sich dein Tag von selber bessert. Mit jedem Tag den Du ohne Lust und Speed vertrödelst, wird es Dir schwerer fallen deine Lustlosigkeit zu überwinden. Also – nicht abwarten – gleich etwas dagegen tun!

Den Morgen mit einer Wechseldusche beginnen

„Balsamiere“ anschliessend Deinen Körper mit Zitronen- oder Orangen-Minz Lotion ein. Es erfrischt und macht Dich wach. Eine 10 minütige Meditation im Licht bzw in der frischen Luft sollte zu Deinen morgendlichen Ritual gehören. Die beste Starthilfe in den Tag!

Motivation ist Bewegung

Du willst in Schwung kommen? Dann bewege Dich! Ändere deine Körperhaltung und deine Körpersprache. Kein Mensch der Welt, der motiviert seinen Arbeiten nachgeht, steht oder sitzt mit abhängenden Schultern und fadem Gesicht in der Gegend rum. Deshalb steh auf und bring deinen Körper in Bewegung. Dein Trägheit wird sich in der „Bewegung“ nicht wohl fühlen und Dich verlassen. So bist Du bereit wieder etwas zu tun.

Motivation braucht Menschen

Geh raus, triff Dich mit Freunden. Wenn Du Dich mit Menschen umgibst, die Dir gut tun, kommt auch Deine Laune wieder in Schwung. Oftmals braucht es nur einen kleinen Kick und einen Funken Motivation von jemand anderen um dein eigenes Feuer wieder zu entfachen.

Motivation wird von positiven Gefühlen genährt

Wenn ich demotiviert bin, fühl ich mich nicht besonders gut. Habe schlechte Laune und fühle mich in meiner Haut nicht richtig wohl. Schlechtes Gewissen packt mich und ausserdem bin ich enttäuscht, dass ich Vorgenommenes nicht erreicht habe. Dieses negatives Gefühl steht neuer Motivation im Weg. Deshalb ist es sehr ratsam Dich nicht mit negativen Gedanken bestrafen. Kümmere Dich um Dein Wohlbefinden. Mach das, was Dir ein Lächeln ins Gesicht zaubert :-) – und mach danach mit neuer Energie weiter! <3

Motivation braucht Ziele

Wenn wir keinen „Biss“ haben, begleitet uns das ungute Gefühl nicht vorwärts zu kommen. Alles dauert viel länger als geplant und gewünscht. Alles wird in Frage gestellt … wir denken sogar darüber nach aufzugeben und alles hinzuschmeissen. In diesen Momenten hilft es mir wenn ich mir meine bisherigen Erfolge vor Augen halte. Erinnere ich mich daran was ich schon alles geschafft und erreicht habe! Aber das Wichtigste ist was ich noch erreichen will! Meine Ziele für die ich lebe … diese positiven Gedanken verhelfen mir immer zu neuem „Input“.

Schoki zur Belohnung

Schokolade, die Wirkung von Schokolade auf unser Gehirn sind erwiesen: Der Genuss von Schokolade löst eine Freisetzung von Dopamin aus (= ein Botenstoff des Nervensystems, er sorgt für die Steuerung der körperlichen als auch der geistigen Bewegung), dadurch wird die Herzfrequenz erhöht und die Motivation steigt deutlich an. Man sagt nicht umsonst: Schokolade ist das Glücks- und Antriebshormon. Besser gehts ja gar nicht. :-)

Motivation ist gleich Rythmus

Falls Du an Tagen vollkommen unmotiviert sein solltest, mach nicht „nichts“! Erledige Bruchstücke von dem was Du die vorgenommen hast. Statt 2 Stunden im GYM zu verbringen, geh 30 min spazieren. Statt Deine Rede vorzubereiten, mach Dir einfach nur ein paar Notizen, damit Du den Faden nicht verlierst. Ein Tipp den ich Dir nur empfehlen kann! Bleibe ich im Rhythmus wird das nächste Motivationstief, das sicher nicht ausbleiben wird, leichter zu überbrücken sein.

„Du musst Dich leider durch so manchen schlechten Tag kämpfen, um Dir die besten Tage Deines Lebens zu verdienen.“

Zig Ziglar

Diese rührende Geschichte, die ich heute unbedingt weitergeben will, zeigt uns ganz deutlich, dass wir NIE vorschnell urteilen dürfen! Durch ein vorschnelles Urteil können wir Menschen verletzen. Manchmal reicht es auch schon nur über einen Menschen nachzudenken und sich im Kopf sein Urteil zu bilden … ihn zu bewerten, ohne ein Hintergrundwissen zu haben. 

Eine kurze und sehr süße Geschichte, die zeigt wie schnell wir andere Menschen (ungerechtfertigt) in eine Schublade stecken wo sie keinen Platz haben.

Die alte Dame im Cafe

Eine alte Dame setzt sich in ein Café. Die Kellnerin bringt ihr die Menü-Karte und fragt nach, was sie denn bestellen möchte. Die alte Dame fragt: „Wie teuer ist bei ihnen ein Stück von der Torte?“ Die Kellnerin antwortete „fünf Euro …“

Die gebrechliche alte Frau holt einige Münzen aus ihrer Tasche und beginnt langsam zu zählen. Dann fragt sie wieder: „Und wie teuer ist bei ihnen ein einfaches Stück Kuchen?“ Die Kellnerin war etwas gestresst und offensichtlich genervt von den Fragen, da sie auch andere Tische zu bedienen hatte. Dem entsprechend forsch kam auch die Antwort „vier Euro …“ sagte sie.

„Das ist gut, dann nehme ich gerne den einfachen Kuchen bitte …“ sagte sie. Die Kellnerin brachte ihr genervt den Kuchen und legte ihr auch gleich die Rechnung dazu. „Immer diese geizigen Leute“ murmelte sie leise vor sich hin.

Die alte Dame aß ganz langsam und genußvoll ihren Kuchen, stand langsam auf, legte das Geld auf den Tisch und ging.

Als die Kellnerin nun den Tisch abräumen wollte, stellte sie fest, dass die alte Frau ihr einen Euro Trinkgeld hingelegt hat. Diese Situation berührte sie und es schossen ihr Tränen in die Augen. Es war nur leider zu spät sich bei der alten Dame zu entschuldigen. Sie begriff jetzt weshalb die alte Frau nach den Preisen gefragt hatte.

Es hatte nichts mit Geiz zu tun … sie entschied sich bewusst für den einfachen Kuchen um IHR Trinkgeld zu schenken …

Gefunden auf Netzfrauen, Autor unbekannt

Danke dass Du hier warst und ich hole Dich bald wieder ab, wenn Du magst, um ein wenig in die Geschichtenwelt einzutauchen …

Die schönsten Dinge im Leben setzen Geduld voraus. Es ist mit Sicherheit nicht ganz einfach zu verstehen, aber Geduld bedeutet nicht Belastung und Durchhalten bis zur Bewusstlosigkeit. Sie ist eine Kunst, einen Kunst die uns von unseren emotionalen Lasten befreit und unseren inneren Frieden schenkt. Geduld ist bitter … aber die Früchte sind süß!

Diejenigen unter euch, die mich jetzt schon etwas besser kennen, wissen ja, dass ich sehr gerne das Wort Geduld in den Mund nehme. Es kommt daher dass in allen Bereichen unseres Lebens Geduld gefragt ist! Geduld … wird kombiniert mit warten, verzweifeln und sich irren. Das passiert meist dann, wenn wir mit der Ungewissheit konfrontiert sind und nicht wissen, wann das so sehr Gewünschte eintrifft.

Gib das Warten nicht auf, Du wirst immer für Deine Geduld belohnt

Die Geduld ist ja mehr als nur warten. Sie ist eine Art „Pause“ unserer Sehnsucht. Geduld schleimt uns nicht ein sondern sie behauptet sich gegenüber der Hysterie und weckt uns auf! Sehr oft denken wir, dass das Leben uns nicht leiden kann, obwohl es in Wirklichkeit nur sagt: „Warte!“ Was machen wir? Wir werden ungeduldig und machen Fehler. Wir glauben alles nicht mehr schaffen zu können. Das unsere Partner, unsere Freunde und Familie uns an den Wahnsinn treiben. Nichts läuft so wie wir es uns vorgestellt haben. Ein Satz den ich früher sehr oft zu mir selbst gesagt habe lautete: „Ich liebe das Leben … doch das Leben bemerkt mich nicht mal …“ Bis ich bemerkt habe, dass das Leben ohne Geduld nicht funktioniert. Und das Geduld ein Geheimnis ist, dass wir uns daran erinnern müssen, das Schmerz im Leben nur eine vorübergehende Zeit einnimmt. Die Belohnung für unsere Geduld jedoch ewig anhält.

Wenn Du durchhältst, gewinnst Du!

Wir bekommen schon in die Wiege gelegt, dass es gut wäre, immer die Erste zu sein, besser zu sein als alle anderen, einfach rennen … das ist alles! Wenn wir die Dinge mit Geduld angehen sind wir nichts wert, können wir nicht mitspielen weil zu wir zu „langsam“ sind. Sicher ist aber das Erfolge, Ziele und Veränderungen Zeit brauchen, und sich nicht im Vorbeigehen pflücken lassen. Die wichtigsten Instrumente um nachhaltig glücklich zu sein sind also Zeit und Geduld. Du lernst Dich auch besser kennen, wenn Du an Deiner Geduld arbeitest!

Um Dich selbst wahrzunehmen und zu verstehen brauchst Du Geduld und Toleranz. Es ist ein Buch mit sehr vielen Kapiteln, dass Du nicht schaffen wirst, an einem Tag zu lesen. Wenn Du allerdings anfängst es zu lesen, solltest Du jedes einzelne Wort, jeden Satz genau ansehen und lesen, denn in all dem verstecken sich Hinweise auf das Gesamtbild. Dieses Prinzip selbst ist das Ziel. Nur wenn Du lesen kannst, wirst Du allerhöchste Weisheit erlangen.

Jiddu Krishnamurti

Solch weise Menschen wie Jiddu sind ruhige, geduldige und selbstsichere Menschen. Sie zeigen uns wie Geduld uns im Leben dabei helfen wird mit größerem Verständnis auf die Welt zu blicken! Wenn wir nicht an unserer Geduld arbeiten, verhalten wir uns viel zu impulsiv. Wir schaffen Probleme und verpassen so eine Menge Möglichkeiten, die uns weiterbringen könnten. Wir brauchen dazu nicht sehr viel um unsere Geduld zu verfeinern … alles was wir brauchen befindet sich im Rahmen unserer Möglichkeiten.

  • Finde heraus was normalerweise Ungeduld in Dir auslöst. Es können andere Menschen sein, stressige Situationen oder vielleicht Du selbst? Das Letztere ist keine Seltenheit und kenne ich selber nur zu gut.
  • Finde heraus, weshalb Du Dich immer so getrieben fühlst. Was ist der Grund? Setze andere Prioritäten. Nimm Dir Zeit dazu um darüber nachzudenken und schreibe Deine Antworten eventuell nieder. Es wird Dir helfen, ruhiger zu werden.
  • Ist Deine Ungeduld berechtigt und nützlich? Finde Deine Verhaltensmuster heraus. Freunde Dich damit an Dich von Gewohnheiten, die Dir nicht gut tun, zu lösen. Diese Frage ehrlich zu beantworten, wird Deine Ruhe fördern!
  • Übung macht den Meister. So wie bei allen Dingen die wir lernen möchten. Geduld bedeutet schlechte Angewohnheiten hinter sich zu lassen, die ohnehin schon viel zu lange auf uns eingewirkt haben. Ein Lernprozess der sich allerdings auszahlt.
  • Tiefes Atmen. Das ist immer ein sehr gutes Mittel, denn es hilft uns zu reflektieren. Nimm Dir Zeit um ein paar tiefe Atemzüge zu tun, so gönnst Du deinem inneren Dialog eine kurze Pause.

Fazit

Es ist auch wichtig zu verstehen, dass wir Tausend Dinge planen können, aber nicht alles wird so eintreten wie wir es uns vorstellen! Wir müssen akzeptieren dass das Leben nicht gerade läuft sondern das es uns herum schleudert, bis wir endlich dort ankommen wo wir hin wollten! Eine realistische Einstellung ist dabei von Vorteil.
Was ich hier schreibe ist meine eigene Erfahrung. Für mich, als leider perfektionistisch veranlagten Menschen, war Geduld lange Zeit eine große Herausforderung und ist es teilweise ja immer noch. Sie ist Lernthema und Übungsfeld wie für die meisten Perfektionisten. Aber letztendlich für alle Menschen. Mittlerweile kann ich jedoch endlich eindeutige Fortschritte verbuchen. Ich fühle mich im Zustand von wahrer Geduld – von Herzensgeduld – um vieles leichter und vor allem innerlich sehr viel freier als zuvor!

Was mir auch immer wieder auf meinem „Übungsfeld“ begegnet ist, erstaunte mich sehr oft. Seit ich nämlich verstanden habe, was „Geduld haben“ wirklich bedeutet, welche Stärke tatsächlich dahinter steht, und je mehr es mir gelingt diese Fähigkeit in meinen Lebenssituationen zuzulassen, desto mehr verbessert sich mein Lebensgefühl allgemein. Ich werde zunehmender vertrauensvoller, ruhiger, optimistischer und gelassener!

Geduld zu haben hat keine Nachteile … jedenfalls konnte ich keine entdecken! Für all die, die es mehr sportlich und sachlich mögen … es gibt genügend Möglichkeiten in unserem Leben, den Muskel der Geduld zu trainieren. Jeder darf sich für Geduld als neuen Lebensmodus entscheiden. Für mich persönlich würde ich den Satz anders formulieren und fragen: „Reizt es Dich nicht auch, die Geduld in Deinem Leben willkommen zu heißen?“

Vier Dinge die sich IMMER lohnen: Geduld – Zeit – Mut und Liebe

Eine gute und schöne Zeit wünsche ich Dir, bis bald.

Wie oft bist Du schon dagesessen und hast von Freiheit ohne Zwängen und endlosem glücklich sein geträumt? Ich glaube das machen wir alle, die eine mehr, die andere weniger. „Und wenn ich dann mehr Zeit für mich habe, dann werde ich … dies und jenes „. So in etwa hört es sich an, wenn wir an unseren „irgendwann mal“ Plänen feilen. 

Aber ist das denn klug? Sollten wir nicht alle im Hier und Jetzt leben, unser Leben genießen, dankbar für all das sein, was wir haben? Für mich bedeutet Freiheit auch meine Wahrheit auszusprechen … auch oder gerade deswegen, wenn das Gesagte für andere Menschen schwer verdaulich ist! Unser Leben kann nur an einem einzigen Zeitpunkt gelebt und gestaltet werden. Genau … nämlich HIER und genau JETZT!

Ich liebe es zu träumen und ich habe wahrscheinlich genau so viele Pläne was die Zukunft angeht als DU oder DU. Aber ich finde es ebenso wichtig, nicht nur in der Zukunft abzuhängen wo es nur um Freiheit und Glücksmomente geht. Statt dessen komme wieder zurück in deinen Alltag und packe deine Aufgaben im Hier und Jetzt an.

Das ist der Moment in dem Dein Leben statt findet und in dem Du die Chance hast, all das zu verändern was Dir möglich ist, wenn Du bereit dazu bist! :D

Dazu möchte ich Dir noch eine einfache Geschichte spendieren, die es in Wahrheit ganz genau auf den Punkt schafft. Viel Spaß beim Lesen. <3

Der Traum von Freiheit und Glück

Drei Freunde stehen beisammen und unterhalten sich über das Leben.

„Wisst ihr“, sagt der eine, „in 10 Jahren werde ich 50. Dann möchte ich mich zur Ruhe setzen und das Leben nur noch genießen. Die Kinder sind versorgt, meine Älteste übernimmt meine Firma. Dann möchte ich mit meiner Frau verreisen, die Welt sehen, richtig lange unterwegs sein, Spaß haben, es mir gut gehen lassen. Bis dahin muss ich noch viel arbeiten, um mir auch alles zu ermöglichen was ich mir wünsche. Und dann … beginnt endlich das richtige Leben.“

Einige Zeit später sagt ihm der Arzt, dass er Krebs hat.

Der andere denkt sich: Mensch, das Leben ist kurz und voller Überraschungen. Das soll mir nicht passieren. Ich werde es besser machen. Ich werde jetzt beginnen zu leben. Nicht erst später. Ich verkaufe die Firma sofort, ziehe in den Süden, verlasse meine Frau und suche mir eine junge hübsche Freundin. Ich werde all meine Träume jetzt sofort leben, all das, was ich immer schon wollte und mich nicht getraut habe. Ich werde es jetzt tun.

Da kommt ein Bus vorbei und überfährt ihn.

Der dritte Mann hatte dem Gespräch still zugehört und das Geschehene still beobachtet. Er macht einfach weiter bisher. Er arbeitet und führt ein ganz gewöhnliches Leben.

Ein anderer fragte ihn: „Sag, hast du nicht Angst, dass dir das gleiche widerfährt wie deinen Freunden? Willst du jetzt nicht auch dein Leben verändern und es noch besser machen?“

Der Mann lächelt, sieht den Wolken nach und antwortet nach einer ganzen Weile: „Ich wüsste nicht, wozu ich anders leben sollte, als ich es bisher tue. Ich wüsste nicht, wohin ich gehen sollte, um etwas zu suchen, was ich nicht ohnehin schon habe. Ich schließe die Augen und finde das sprudelnde Leben. Ich schließe die Augen und finde immense Zufriedenheit, Erfüllung und Glück. Ich schließe die Augen und finde Wahrheit. Ich schließe die Augen und finde mich. Sag mir, was mehr kann es geben?“

Vielleicht ist sie dir sogar bekannt, aber es gibt Geschichten die wir öfter als nur ein mal lesen sollten, denn sie öffnen uns die Augen!

Der Moment, in dem du aufhörst, dir Gedanken darüber zu machen, was andere von dir halten und du anfängst, so zu leben, wie du möchtest, den nennt man Freiheit.

Danke fürs hier sein und ich hoffe Du bist beim nächsten Mal wieder dabei, wenn es heisst „Herzlich willkommen in meiner #Geschichtenliebe“ … lesen … anwenden …. gut fühlen :-)

Ist es Dir nicht auch schon mal so in Deinem Leben ergangen, dass Du besondere Momente erlebt hast, die danach Dein Leben verändert haben? Vielleicht sind wir uns dessen im ersten Moment gar nicht bewusst, aber nimm Dir doch mal die Zeit und denke darüber nach … was sich möglicherweise schon alles ergeben hat in Deinem Leben und an die Momente dich im Nachhinein in irgend einer Form verändert haben?! 

Diesmal habe ich eine sehr lebensnahe Geschichte gefunden die ich Dir wiedermal nicht vorenthalten möchte. Nimm dir ein paar Minuten, suche Dir einen  angenehmen Platz, lehn Dich zurück und genieße diese Geschichte. :D

Das Licht des Lebens

Da saß ich nun auf der dreckigen Kante eines Hochhauses und schaute hinab auf den grauen Alltag und in die Tiefe, die da vor mir lag. Ich hatte mir extra ein möglichst hohes und wenig gesichertes Haus gesucht. Es sollte mir den Weitblick geben, mich wieder zu finden und mein Leben neu ordnen zu können. Dieses Haus war perfekt dafür! Gerade anonym konnte ich über den Müllplatz vom Hinterhof ins Haus gelangen. Niemand schien sich hier zu kennen oder gar für den anderen zu interessieren. Ich hatte hier schon mal ein paar mal gesessen und in die Tiefe geblickt und dabei mein Leben bedauert .

Wie bin ich bloß hier her gekommen? Klar hier herauf – über den Fahrstuhl und durch das defekte Schloss auf das Dach … aber in diese Situation? Mein Leben wurde ordentlich durcheinander gerüttelt! Verluste, Trennungen, Enttäuschungen, viele Unsicherheiten was meine Zukunft betraf und jetzt dieser schmerzliche Liebeskummer. Er bestand aus tiefen Schmerz, mal Wut, Enttäuschung, wüsten Vorwürfen und oft auch Hoffnungslosigkeit. Und dann die Trauer, neben dem Mann auch einen besonderen Menschen verloren zu haben, der mich tief berührt hatte.

Er hatte sich so entschieden und ich sollte es akzeptieren. Und so pendelte ich immer wieder zwischen Wut und Enttäuschung, Traurigkeit und vergessen wollen, zwischen kämpfen und aufgeben und loslassen. Ich hatte mir auch schon mal vorgestellt, von hier oben zu springen, ein letztes Mal unglaubliche Freiheit zu spüren, den selbstbestimmten freien Fall. Dann würden er und die andere schon merken, wozu sie mich gebracht hatten. Hatten SIE es wirklich? Aber es waren da ja auch noch andere. Meine Familie und Freunde. Ich würde Schmerz erzeugen, wie ich ihn doch selbst erlebe und keinem anderen wünschte! Und doch stellte ich mich am Rand und sah hinab.

Heute war ein Tag an dem ich alles in Frage stellte. Wäre nicht alles besser ohne mich? Liebt mich denn überhaupt jemand? Wie soll es weitergehen? Wann hört dieser Schmerz auf? Plötzlich wurden meine Gedanken durch eine Stimme unterbrochen. „Was machst du hier?“ hörte ich eine kindliche Stimme fragen. Die Sonne schien aus der Richtung, aus der ich die Frage vernommen hatte und blendete mich. Ich meinte aber, einen kleinen Jungen erkannt zu haben. Ich wollte gerade darüber nachdenken, wie er wohl hier her gekommen war und wer er war … als er seine Frage wiederholte. „Ich … ah schaue mich hier nur mal um.“ versuchte ich meinen Aufenthalt hier auf dem Dach zu erklären.

„Hier oben findest du nichts, was du nicht auch unten finden würdest.“ sagte er neunmalklug. „Woher willst du denn das wissen?“ flauste ich ihn an. „Du siehst sehr traurig aus“ entgegnete er mir. „Naja …. manchmal ist das Leben auch traurig und anstrengend“ gab ich ihm zur Antwort. Er lächelte mich an und streckte mir seine Hand entgegen „Komm mal mit. Vertrau mir.“ Ich weiß es bis heute nicht warum ich  aus irgend einem Grund, seine Hand nahm … und in dem Moment spürte ich, wie mich eine unglaubliche Wärme durchströmte. Es fühlte sich so an, als würde ein warmes gleißendes Licht – all meine Gedanken, Sorgen und Ängste auslöschen und heilen. Ich fühlte eine tiefe Liebe und Geborgenheit in mir! Ich fühlte mich in diesem Moment so sehr gehalten, sicher und zuversichtlich, wie wohl noch nie in meinem Leben.

Ich schloss vor lauter Dankbarkeit einen Moment die Augen, wo sich alles richtig und leicht anfühlte. Vielleicht war es die Sonne die mich gewärmt und geblendet hatte, vielleicht waren es Glückshormone, die dadurch ausgeschüttet wurden … ich kann nicht sagen für wie lange ich meine Augen geschlossen hielt, aber als ich sie wieder öffnete, stand ich alleine auf dem Dach. Ich hatte Tränen in den Augen und war zutiefst berührt.

Diese Liebe und Wärme spüre ich noch heute – in schweren Momenten, die immer wieder mal kommen. Sie sind ein Teil von mir geworden und ich teile sie gerne und so oft wie mir möglich ist. Das Leben ist ein so wertvolles Geschenk. Früher habe ich manche Tage bedauert, wenn ich aufwachte. Heute weiß ich , wie dankbar ich für jeden Tag bin, den ich erleben darf. Und an schweren und schmerzlichen Tagen, strecke ich manchmal meine Hände der Sonne entgegen … und erinnere mich an mein „Lebens-Licht“ und bin so sehr dankbar, dass es in mir leuchtet! :D

Steffen Zöhl, Praxis Der Zuhörer

Gerade in schwierigen Phasen unseres Lebens, sollten wir uns an die schönen Dinge  und Momente im Leben erinnern! Es schreibt sich sicher einfacher als es ist. Aber es stimmt! Manchmal wird einem aber durch schwierige Ereignisse erst klar, was wirklich wichtig ist im Leben! Oftmals sind es sogar ganz winzige kleine, unspektakuläre Begebenheiten, wie beim Fahrradfahren die Nase in den Wind zu strecken und den Alltag für einen Moment auszublenden.

Ich hoffe ich habe Deine Geschmack getroffen und konnte Dich wieder mal zum Nachdenken verleiten. >zwinker<

Alles Liebe, pass auf Dich auf und bis bald.