Was wäre das Leben ohne Liebe, um sie am Leben zu halten muss man viel dafür tun, daran arbeiten. Wie stärkt man die Partnerschaft und führt eine wirklich glückliche Beziehung.

Es soll ja Menschen geben, die können ständig jemanden um sich haben. Je mehr Menschen umso wohler fühlen sie sich. Ob im Job oder auch privat. Kaum ist Freitag Nachmittag werden schon alle Hebel in Bewegung gesetzt um ja nicht Gefahr zu laufen, dass das Haus leer bleibt! Oder wenn der Partner mal ein paar Tage auswärts ist, gibt es ja Frauen die förmlich am „Rad drehen“ … aus Langeweile? Eifersucht oder Angst. All das gibt es wirklich.

Jeder Mensch ist da anders

Ich geniesse es sehr mit meinem Partner zusammen zu sein. Wenn eine Beziehung funktioniert gibt es ja nichts Schöneres als viel zusammen zu unternehmen, schöne Momente teilen zu können. Und trotzdem ist es bei vielen Frauen anders, so auch bei mir. Ich brauchte schon immer meine „für mich ganz allein und sonst gar nix“ Zeit. ICH mit MIR ganz alleine. Nicht oft, aber hin und wieder. Auch nicht um die Zeit dann mit Freunden rumzuschlagen oder irgendwelchen Hobbys nachzugehen – NEIN. Nur ICH & ICH. 🙂

Ich habe auch noch nie das Gefühl verspürt „zu wenig“ Zeit für mich zu haben, es geht einfach mehr um den Moment der totalen Stille und Ruhe, ohne das Haus verlassen zu müssen! Ich bewunderte immer die Paare die auch noch gemeinsame Arbeit verrichtet haben. Leben und arbeiten – Tag und Nacht zusammen. Ein heisses Pflaster und ein Sargnagel für jede Beziehung!

Es klappt oder eben nicht

Und da gab es dann diese Paare die sich von den Anderen grundlegendst unterschieden haben. Wenn beide das Bedürfnis haben an den „freien Momenten“ auch mal etwas alleine zu tun, es akzeptieren das eine Beziehung kein „Klettenmodel“ sein muss, sondern man sich auch lieben kann ohne 24 Stunden aufeinander zu hocken – klappt das sehr fein!

Tja … und ich kann da inzwischen ja auch ein Wörtchen mitreden. 🙂 Hätte mir jemand vor 1,5 Jahren einreden wollen ich werde mit meinem Mann wohnen UND arbeiten … und das unter einem gemeinsamen Dach … mir wäre ausser einem süffisanten Grinsen, nichts über die Lippen gekommen.  Ja, nun ist es aber genau so, und mir geht es sehr gut damit! Wahrscheinlich auch deshalb, weil Jürgen genauso tickt wie ich. Das macht die ganze Sache völlig unkompliziert und einfach. Und bitte – DAS hat nichts mit Beziehungsunfähigkeit zu tun!

Etwas Freiraum schafft Nähe

Partnerschaften in denen jeden Abend gemeinsam am Sofa gesessen wird, möglicherweise auch noch die selbe Serie geschaut wird und man sich in Wirklichkeit nichts mehr zu sagen hat – ich würde kaputt gehen. Aber was dem einen glücklich macht, ist für den anderen pures Gift.

Ausserdem ist mir bekannt das Männer es absolut nicht leiden können wenn sie eine Partnerin haben, die an ihren Beinen hängt. Das Gleiche gilt aber auch umgekehrt (soll es ja auch geben). Das Alter spielt dabei natürlich auch eine Rolle. Sind die Kinder noch im Haus, wird man darüber gar nicht so aktiv nachdenken können, wollen, müssen.

Je älter ich werde, umso mehr geniesse ich die/meine freie Zeit. Verstärkt wird das Ganze noch dadurch, das sehr viele Menschen nichts Positives mehr ausstrahlen. Darauf reagiere ich besonders empfindlich und suche dann meine Ruhe.

Ich finde es auch sehr anziehend sich nach einem Wochenende wieder zu sehen. Es kribbelt und man ist sich bewusst das man alles richtig gemacht hat.

Die „ICH“ Zeit ist ein Geschenk an mich selbst

Ich bin einfach selbstfürsorglicher geworden. Ich achte darauf was brauche ich jetzt und was kann ich tun damit es mir gut geht, falls ich das Bedürfnis habe. Die „ICH“ Zeit wie ich sie nenne ist von höchster Qualität für mich, weil – ICH muss in dieser Zeit gar nichts! Es ist wunderbar mal „unbeobachtet“ zu sein. Die Gedanken einfach schweifen zu lassen oder sich einfach mal am Boden zu legen und Musik zu hören ohne das jemand die Zimmer durchquert. 🙂 Mich „sortiert“ das wunderbar. Manchmal gerate ich in Stress wenn jemand neben mir ist, ich will ja schliesslich nicht unhöflich sein und meinen Partner links liegen lassen!

Während extrovertierte Menschen ihre Kraft beim Zusammensein mit anderen schöpfen, regenerieren sich introvertierte Menschen eben beim Allein sein. Ein ganz wichtiger Punkt.

Ausserdem

  • Alleinsein kann auch eine heilende Wirkung haben. Befindest du dich in deiner „ICH“ Zeit, ist es möglich dich deinen Visionen, deinen Wünschen und Ideen ganz zu widmen. Perspektiven zu ordnen.
  • Wie auch oben schon mal gesagt „Freiraum für sich selbst verschafft Nähe“. Gute Partnerschaften loten diese Basis aus. Wir halten uns fest um uns dann wieder loszulassen! Beziehungen können auch durch zu viel Liebe kaputt gehen …
  • Stunden des alleine seins fördern auch das schöpferische Potential und sind somit gut für die kreative Arbeit.

Egal ob es jetzt nur ein paar Stunden abends sind indem du DEINEN Moment geniesst, oder Du dich  bei einem langen Spaziergang sortierst. Ein Wochenende für dich hast, weil dein Partner selbst sich Zeit mit Freunden schenkt – freu DICH und sag mit einem liebevollen Lächeln „Schatz, schön dass du mal nicht da bist :-)“, denn in dieser/deiner Zeit, kannst du zu dem finden was du wirklich möchtest. Dein Leben definieren, ordnen und dich wieder neu orientieren .

Ich weiß nicht wie es dir geht wenn du diesen Artikel liest, aber vielleicht möchtest du mir deine Gedanken dazu hier lassen? Ich würde mich freuen! 🙂

Würde ich diese Frage jetzt einen Mann beantworten lassen … würde mir mancher ein sofortiges JA KLAR entgegen werfen. Und die Männer die etwas „anders“ ticken, würden sich mit der Beantwortung dieser Frage Zeit lassen und genau darüber nachdenken.

Meine Mädels und ich stellen uns aber auch oftmals die Frage: „Gibt es die Super-Frau überhaupt?“ Eine Frau, die so perfekt ist das kein Mensch auf den Gedanken kommen würde sie nicht zu mögen, sie nicht zu beachten oder gar zu betrügen! Bei solchen Gedanken fällt mir immer Demi Moore ein, eine schöne, natürliche, kluge (?) Frau, die alles mitbringt was „Mann“ sich wünscht … sollte man meinen. Aber sie konnte ihren Mann Bruce nicht halten und auch ihren jungen Lover Ashton nicht. Hmmm wahrscheinlich konnte sie nicht kochen und sah am Morgen auch nicht geordneter aus als wir! 🙂 Anders kann ich es mir nicht erklären.

Männer sagen bzw. hätten gerne

  • eine Frau die kochen kann
  • die die in Liebe gezeugten  Kinder ordentlich gross ziehen kann
  • die  gut aussieht – auch ohne Schminke
  • die Stil und Erotik besitzt
  • Topfigur versteht sich (auch nach 4 Kindern)
  • und die das hart verdiente Geld nicht zum Fenster hinausschleudert
  • SIE darf auch arbeiten gehen, aber sollte nicht mehr als der Mann verdienen (der Chef-Sessel soll in Männerhand bleiben)
  • ein klein wenig Unterwürfigkeit wäre kein Fehler, DAS nebenbei *zwinker*

Zwar stimmen diese Klischee in unserer modernen Gesellschaft nicht mehr ganz, aber so ganz weg vom Fenster sind diese „hätte ich gern“ Punkte noch nicht! Wie auch Umfragen beweisen. Eine Super-Women ist also eine Kombi aus sexy Weiblichkeit, Mutter, Hausfrau und persönlicher Sekretärin in allen Lebenslagen! Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine solche Super-Women, die ihm auch noch den Rücken frei hält wenn er nach Büroschluss noch ein „Privatgespräch“mit seiner Sekretärin führt. 😀

Also wirklich – bei solchen Aussichten möchte ich gar keine Super-Women sein, sondern einfach nur sein wie ich bin, am Morgen zerknittert und 5 kg zu viel. Ausserdem: ICH kann kochen gg!

Wo bleibt bei der ganzen Deklaration der Super-Frau der Humor? Die Schlagfertigkeit? Die Ausstrahlung? Die Güte und die Herzlichkeit? Zuerst wird immer die äussere Attraktivität gesehen, kein Mann macht sich anfangs darüber Gedanken ob wir kochen können und in der Lage sind den Haushalt zu schmeissen! Wir Frauen achten hingegen schon beim Kennenlernen auf gewisse Eckdaten! Und im übrigen ist das alles überholt und trotzdem immer noch ein Thema.

Für mich gibt es keine Super-Women!

Also entspannt euch meine Damen, wenn man einer Studie glauben darf, so bevorzugen mehr als 80% der Männer eine sogenannte „Standard“ Frau. Sie ist sich ihrer Schönheit bewusst, sie ist klug und sie wirkt auch ohne Schminke sexy und sinnlich. Sie redet manchmal zu viel, hat Ecken und Kanten, an denen man sich aber nicht wirklich verletzen kann. Sie kann sehr lange mit ihren Freundinnen telefonieren UND Sie will oft in den Arm genommen werden und auch ab und zu einen Stirnkuss aufgedrückt bekommen! So in etwa sieht es aus … Männer lieben diesen Frauentyp! Liebe findet eben zwischen zwei Menschen und nicht zwischen zwei Perfektionisten statt.

Das sind doch mal positive Aussichten … oder etwa nicht? Ausserdem lässt es mich hoffen, doch eine perfekte Frau zu sein! 🙂 Wie siehst Du das? Hoffentlich genauso entspannt wie ich … ich hol mir jetzt meinen Stirnkuss ab.

… oder sollte ich hinter dieser Behauptung ein grosses Fragezeichen stellen? 🙂 NEIN, es bleibt so wie ichs vorgesehen hatte, kein Fragezeichen sondern ein fetter Punkt am Schluss! Ach ja, und falls du es geschafft hast bis hierher  zu lesen – bitte ich dich durchzuhalten und bis zum Ende zu bleiben … alles ganz harmlos und schmuddelfrei 😀 Nichts persönliches … naja ein klein wenig vielleicht gg

Sex ist wichtig in jeder Beziehung, keine Frage. Was aber wenn ich keine Beziehung habe? Ahh ja genau, vergessen – dann lebe ich sehr frei und offen und hole mir meine „Häppchen“ gg. Und was wenn ich das nicht mehr will und mir zu schade für die sogenannten ONS bin? Ja schon klar … Spielzeuglade ist gut sortiert … aber ich rede und meine SEX !? Also wenn ich drüber nachdenke kam mir noch nie zu Ohren, dass sich eine Frau vom Turm gestürzt hat, weil weit und breit kein Mann in der Nähe war der für sie greifbar war? Ich weiß nur eins, gib mir 3 oder 4 Tage kein Wasser und ich bin tot, ohne SEX kann ich sehr wohl weiterleben, also alles wunderbar, nix passiert.

Nun – aber will ich das eigentlich?

Es stellt sich nur die Frage „Wie fühle ich mich dabei?“ Gehört Sex zu unseren wie nenn ich es … Grundbedürfnissen? Sind wir anders bzw. verhalten wir uns anders wenn wir keinen Sex haben? Von mir kommt jetzt mal ein klares JA. Frauen sowie Männer sind meines Erachtens nach längerer (über die Zeit lässt sich jetzt streiten) Abstinenz sehr unentspannt. Sie laufen irgendwie unrund, sind gereizter und verstehen null Spass. Das traue ich mir zu behaupten da ich einige kenne bei denen es wirklich so ist. Kommen sie dann eines Morgens mit zwar „müden“ Augen aber überdurchschnittlicher guten Laune bei der Tür rein – ja schon wissen, es hat wieder mal sein dürfen. 😀 Mehr sag ich nicht, keine Angst. *zwinker*

Es gibt Frauen, die keinen Spass an sexueller Betätigung haben

Sei es krankheitsbedingt oder durch einschneidende Erlebnisse wodurch sie einfach nur „Unerträglichkeit“ empfinden. Solche Frauen haben dennoch Bedürfnisse auch wenn der Sex dabei tabu ist. Es reicht ihnen das Gefühl Nähe und Geborgenheit zu spüren und das können durchaus auch herzliche Umarmungen von Freunden sein … es reicht ihnen völlig aus. Auch solche Ladys darf ich kennen. Manche sind sogar seit vielen Jahren in einer sehr gut funktionierenden Beziehung. Wenn zwei so ähnlich tickende Menschen aufeinander treffen ist ein harmonisches Zusammenleben doch sehr gut möglich!

Sich selbst „genügen“

Viele Frauen, die ich kenne, haben sich in ihrem Leben all das genommen was sie haben wollten. Das ist nichts Verwerfliches, im Gegenteil. Sie haben sich samt ihre „besondere“ Sexualität gelebt und geliebt. Das Leben verändert, manches was früher so wichtig war, ist für sie heute nicht mal wert darüber einen Gedanken zu verlieren. Solche Frauen die sich selbst genügen, immer wieder Neuem gegenüber offen sind, ihre Bedürfnisse sich anderweitig holen, werden NIEMALS am Morgen schlecht gelaunt zur Tür rein kommen, NEIN sie sind es die sagen könnten „Morgen, JA ich bin auch wieder ohne Sex gut gelaunt, hab mein schönstes Lächeln dabei und fühl mich genauso toll als hätte ich mit einem attraktiven „BadBoy“ die ganze Nacht gevögelt… in Wahrheit haben wir nur gekuschelt und ne Menge gelacht!“ Ja und das gibt es wirklich und diesen Frauen fehlt nichts, rein gar nix. Früher hab ich das belächelt, heute finde ich es bewundernswert.

Jeder wie er mag und kann

Alternative Möglichkeiten gibt es sicher jede Menge um auch ohne SEX (ganz freiwillig ohne) durchaus glücklich und verdammt sexy durchs Leben hüpfen zu können! Das was zählt und was eben alleine schwer zu bekommen ist, ist Geborgenheit und zärtliche Zweisamkeit. Es gibt jede Menge was man tun kann ausser Sex zu haben. * zwinker*

Beim Schreiben dieses Artikels sind mir die Nonnen eingefallen … sie leben auch – sehr glücklich glaube ich sogar! 🙂 Meine Meinung dazu ist „Sex ist toll  … mit DEM bzw. DER RICHTIGEN!“

Ich bin aber hier nicht gefragt, viel mehr würde mich DEINE Meinung dazu interessieren.

Frauen sind wenn es um ihr Leben geht immer mehr der Meinung, dass dies auch ohne festen Partner  gut zu durchschreiten ist. Bindungsangst ist der Grund und kommt auch nicht von ungefähr! Männer die von einem Bettrahmen in den anderen springen wie die Nomaden in der Wüste von einer Oase zur Nächsten. Typen, die die „Matura“ in „schwach werden lassen“ absolviert haben und mit Auszeichnung bestanden haben, sind die klassischen Vertreter dafür, dass wir Frauen diese Bindungsangst immer wieder verspüren.

Von diesen Erlebnissen bleiben, außer ein paar geile Nächte und schöne Abende, meistens nur gebrochene Herzen zurück. Wir Frauen sind eben so – die meisten jedenfalls! Die Männer geniessen es anders und können ihren Spass daran haben ohne ihr Herz gleich zu vergeben …

Das „Alleine sein“ fällt anfangs oft schwer

Mir fiel das Alleinsein nach 16 Jahren Beziehung extrem schwer. Ich war es nicht gewohnt, ich hatte immer jemanden um mich, zumindestens hatte ich meine Kinder  immer um mich. Dieses mal war es aber anders. Sie waren selber schon erwachsen, lebten ihr eigenes noch ganz frisches junges Leben. Ich war enttäuscht – war ER doch bis zum letzten Tag meine grosse Liebe gewesen. Noch dazu kam alles sehr unerwartet und rasch, ohne Vorahnung und Ankündigung … oder war ich auch einfach nur blind, gut möglich …

Bei jeder Gelegenheit stürzte ich mich in eine neue Beziehung – obwohl ich wusste das es dafür keine wirkliche Perspektive gab. Dieses unnütze Spiel betrieb ich 5 Jahre. Die Beziehungen dauerten meistens nur 1 bis 1,5 Jahre. Was auch klar war, denn  im Nachhinein gesehen wollte ich nur nicht alleine sein …

Alleine sein als neuer Lebensentwurf

Jede Frau die meint sie braucht keine partnerschaftliche Zweisamkeit, lügt sich selbst in die Tasche oder ist so verletzt worden, daß sie im Moment einfach nichts anderes empfinden kann ausser ein „Nie wieder danke, ich hab die Nase voll!“. Ich kann das sehr gut verstehen. Solche Wunden heilen nur langsam – aber sie heilen. Ich weiß wovon ich schreibe, glaub mir! Und jetzt bin ich sogar sehr sehr dankbar darüber! 🙂

Ich fragte mich anfangs immer warum es einfach nie klappt mit der Liebe. Und ich rede von der richtigen, bis unter die Haut gehenden, Liebe, keine „das passt auch, ich mag dich“ … Bis ich eben drauf kam, daß ich einfach mal Zeit für MICH und mit MIR alleine brauche. Um mich zu ordnen, um nachzudenken und um zu erfahren ob das allein sein wirklich so schrecklich ist. Und so entschloss ich mich auch dazu mal eine Zeit „solo“ zu leben.

Dieses Stadium ist auch sehr wichtig, im wieder offen für eine neue Liebe zu sein. Wer sich verkrampft nach Liebe und einen Partner sehnt, geht blind durch die Gegend und übersieht sehr oft die Signale, die darauf hinweisen, dass es genau mit diesem Menschen auch nicht klappen und funktionieren kann!

Irgendwann wird sich DER Mann finden, der es wert ist, sich auf ihn einzulassen und wenn nicht – hab ich mich mit dem „alleine Leben“ schon gut angefreundet. Das waren auch immer die Aussagen meiner Freundinnen, die vor mir schon einige Jahre solo waren und sich dabei sehr wohl fühlten! Verstehen konnte ich das nie! Jetzt wusste ich aber wovon sie sprachen. 🙂 Für mich wars ein einfach gerade nicht bereit sein Gefühl und dieses Gefühl mochte ich und es machte mich auch zufrieden.

Selbst ist die Frau

Frauen müssen Gott sei Dank nicht mehr heiraten, um versorgt zu sein. Wir stehen nicht mehr unter dem Druck von früher! Es gibt eine Menge Lebensentwürfe die von der Gesellschaft angesehen und akzeptiert werden. Ausserdem können sie sehr befriedigend sein. 🙂

Wenn man länger alleine lebt, bekommt man auch so seine Macken finde ich. Eigenheiten kommen ans Tageslicht, die vielleicht in der Beziehung gar nie hoch gekommen sind. Lebt man alleine, macht man das was man will, ohne Rücksicht auf jemanden nehmen zu müssen. Ohne Kompromisse. Nix. traumhaft! Mir wurde dann immer gesagt „DU kriegst sowieso keinen mehr, weil der hält deine Ticks gar nicht aus …“. Ja auch ok, weil dann wär ER auch nicht der Richtige!

Liebe mich, wenn du dich traust

Die eigenen Bedürfnisse überprüfen

Jeder bestimmt ja für sich selbst, was ihn glücklich und zufrieden macht. Auch wenn die meisten Frauen sich nach einem Leben zu zweit sehnen, gilt dieser Wunsch ganz sicher nicht für jede Frau! Ich denke man kann das alleine Leben sehr gut nutzen, um sich auf sich selbst zu konzentrieren, der Blickwinkel des Lebens ändert sich nämlich dadurch … bei mir war es jedenfalls so – und darüber bin ich sehr dankbar.

Auch wenn das Leben es nicht immer gut mit DIR meint, du den Sinn manch schmerzender Situation nicht verstehst – die Stunde kommt und du weißt weshalb vieles einfach so sein und passieren musste!

Wie hast DU deine Zeit des „Allein seins“ gestaltet? Ich bin mir nämlich ziemlich sicher das jede von uns schon mal solch Erfahrung machen musste. 🙂

Schreib mir deine Gedanken, diese sind für andere mit Sicherheit sehr nützlich!

Ich weiß genau wie viele Frauen es da draussen gibt, die am Heiligen Abend und wahrscheinlich auch die Tage zuvor und danach alleine rumhängen. Weihnachten alleine – nämlich als Single. ICH kenne mich da ja sehr gut aus, war ich ja über viele Jahre selber „betroffen“. Ob das schlimm oder weniger nennenswert ist, sei dahin gestellt und ist auch von Mensch zu Mensch verschieden. Für mich war es jedenfalls immer so. Gut wenn die Feiertage wieder vorbei sind und Normalität und Leben einkehrt.

„Bist du Weihnachten echt alleine?“

Diese und unzählige andere Fragen wurden mir meist eine Woche vorher gestellt. Wenn ich dann ganz ehrlich mit einem JA, bin ich … antwortete, konnte ich viele Fragezeichen und bei manchen sogar Mitleid in den Gesichtern erkennen. Ja, ICH tat mir ja auch leid, aber das musste ich ja nicht unbedingt publik machen!

Für die meisten von uns wächst die Vorfreude auf ein besinnliches gemütliches Zusammensein mit der Familie. Nach anstrengenden Tagen in den Firmen, unzähligen besuchten Weihnachtsfeiern, endlich ein paar Tage Ruhe und Gemütlichkeit geniessen! Für mich war es eher ein quälender Gedanke, weil ich wusste das ich mit mir alleine sein werde.

Jeder dritte Single ist in der Weihnachtszeit melancholisch

Auf der einen Seite ist das Single-Dasein angenehm und etwas ganz normales geworden (bedenkt man das jeder 3. Haushalt von einem Single belegt wird!) und trotzdem besagt eine Umfrage, daß sich die meisten allein lebenden Menschen in der Weihnachtszeit besonders einsam fühlen.

Wenn ich mich erinnere waren es immer diese Fragen: „Oh, was und jetzt bist du am 24. wieder alleine, das gibts doch nicht…“ ja, wie ich diese Fragerei hasste!

Ich hab mich immer gefragt weshalb für die anderen mein Beziehungsstatus wohl so wichtig sei?! War es die Neugierde ob sich doch noch etwas entwickeln könnte … oder brauchten sie das um sich selber besser zu fühlen? Ich hatte aufgehört darüber nach zu denken.

Sich einsam fühlen unter vielen Menschen

„Du hast Gott sei Dank so viele Menschen am Tag um dich, da bist du dann auch sicher froh darüber, ein paar Tage Ruhe zu haben …“ ist wohl die Meinung mancher. Sicher hat man aus Single auch einen gewissen Bonus, der da lautet: absolut keine Verpflichtungen jemand anderem gegenüber! 

Nur in der Zeit wünschte ich mir es eben. Wenn ich am 24. die Wohnungstüre aufgeschlossen habe, hätte ich gerne jemanden der sich freut endlich zu Hause zu sein und endlich in die paar Tage Ruhe zu starten. Da ich meine treue Shila, sie war meine Katze, die mehr über mich wusste als jeder anderer von mir, auch noch kurz vor Weihnachten einschläfern musste, begrüsste mich nur die Stille. Und es war alle Jahre das gleiche: Shila fehlte mir an solchen Tagen ganz besonders!

Das betrifft sehr oft jüngere, attraktive Menschen

Es ist ein Irrglaube, daß nur ältere Menschen die ihren Lebenspartner schon verloren haben, unter dieser „Weihnachtsdepression“ leiden. Sicherlich auch, aber darunter fallen sehr viele junge Menschen. Solche die das ganze Jahr für die Arbeit leben, ein oberflächliches soziales Netzwerk besitzen und sich hauptsächlich um sich selbst kümmern. Weil sie entweder zu wenig Zeit haben um soziale Kontakte zu pflegen oder das vielleicht auch gar nicht so wollen.

Ich hatte einen grossen Bekanntenkreis, richtige Freunde sehr wenige. Ausserdem hatten die ihre Familie. Auch wenn ich ein gern gesehener Gast am Heiligen Abend gewesen wäre, hatte ich die Einladungen immer dankend abgelehnt. Es passte einfach nicht und wenn ich in die glücklichen Gesichter sehen hätte müssen … ich weiß nicht, das wäre nichts für mich gewesen. Meine Kinder meinten es ebenfalls immer gut und wollten mich zu Freunden mitnehmen die ich  kaum kannte, somit schied das ebenfalls aus und das war ok so. Mir blieb also immer nur ein Pflichtbesuch bei den Eltern, die aber gerne eher früh zu Bett gingen … ein Tag wie jeder anderer auch. Obwohl das traditionelle Weihnachten bei uns zu Hause eine Zeit lang zelebriert wurde! Diese Zeit vermisse ich. Das Leben verändert sich eben …

Einige „Singles“ die ich kannte berichteten mir immer, dass sich auf den Plattformen verschiedenster Partneragenturen jede Menge tut und sie sich ihren Abend am PC gemütlich gestalteten. Jeder wie er meint. Das konnte ich mir jedenfalls auch nie vorstellen. Fakt war, es ist wie es ist und ich musste das Beste daraus machen.

Weihnachten wird ja als Fest der Familie gesehen

Das war mir auch so in Erinnerung, aber als Single ist man keine Familie. Ich darf aber auch nicht alle „Solo“ Menschen in einen Topf werfen! Es gibt ja auch viele, die sehr gerne und auch freiwillig alleine leben und sind. Sie geniessen auch die Weihnachtstage ohne einen Anflug von Traurigkeit.  Ja, wie ich schon oben erwähnt habe, jeder Mensch ist anders. Mir drückte es ja schon die Tränen in die Augen wenn ich zum ersten Mal wieder „Last Christmas „ im Radio hörte! Es war auch  nicht der Song an sich, sondern es lag an den Erinnerungen, die mir dazu einfielen als das Haus noch voll war 🙂 .

Nach jedem Traurigkeitsanflug sagte ich mir sofort wieder: „Schau du hast keinen Stress, kannst tun und machen wie du möchtest, dein Weihnachtsgeld gehört dir alleine … hey hallo – gönn dir Dies und Jenes, du hast es dir verdient!“ So machte ich es jedes Jahr.

Ich sah und zog mir nur die positiven Seiten des Solo-Daseins heraus. Ich war gut zu mir. Kochte mir ein lecker Mahl und öffnete eine gute Flasche Wein, kaufte 2 kg von den besten Keksen, die ich anschliessend auf dem Sofa verdrückte! Zappte mich durchs TV, hörte Musik und schlief auch meistens am Sofa ein. Ich hatte es gelernt. Es war gar nicht soo schlimm!

Wichtig ist nur nicht in den Seilen hängen zu bleiben, die einen schnüren … 

Das nächste Weihnachten kommt ja bestimmt und wer weiß … vielleicht bist DU dann nicht mehr alleine und würdest dir sogar mehr Ruhe wünschen? Es hat alles seinen Sinn im Leben – auch ein, zwei oder mehrere Weihnachten alleine zu sein! Alles wird und ist gut so wie es ist …

Für die Frauen, die gerade eine schwere Zeit wie Trennung, Scheidung oder Schlimmeres durchmachen: Ich wünsche jeder einzelnen viel Kraft und die Gewissheit: Dein Leben ist nicht vorbei! Meine Ansicht war und ist immer „Das Beste kommt zum Schluss“ 

„Allein sein zu müssen ist das Schwerste, allein sein zu können ist das Schönste!“

Ich wünsche jeder dir noch eine schöne Adventszeit und einen Weihnachtsabend so wie DU dir es wünschst. 🙂

Neidisch! Ich? Niemals – so ein Blödsinn … Neid – ein Gefühl jemand anderem etwas nicht zu gönnen oder die Freude des Anderen nicht teilen zu können, gibt NIEMAND gerne und freiwillig zu! Leider trägt jeder dieses Gefühl in sich.

Ein Beispiel zu alltäglichem Neid

Viele Jahre hat man sich nicht gesehen. Freunde oder Bekannte aus der gemeinsamen Schul- oder Jugendzeit. Plötzlich läuft man sich irgendwann wieder über den Weg. Oder das sogenannte Klassentreffen. 10, 15 oft sogar 20 Jahre liegen dazwischen. Dann sitzt man sich auf dem besagten Treffen gegenüber, startet einen – für mich immer etwas erzwungenen Small-Talk. Oft dauert es nicht sehr lange, bis der Erste mit seinem Hab und Gut antrabt.

Mein Haus – meine Firma – mein Wagen, usw …

Der Klassiker aus der vergangenen Werbung, den jeder von uns noch kennt! Das „Spielchen“ wird natürlich mitgespielt, die Blöße geben wir uns nach so vielen Jahren des „nicht sehens“ auf keinen Fall. Freuen wir uns ehrlich für den anderen, über sein positives Weiterkommen in seinem Leben? Oder stellen wir uns die Frage „warum DER?“, die ewige Verliererposition in der Schulzeit bezogen und jetzt solche Infos? NEID macht sich bemerkbar.

Woher kommt diese Missgunst?

NEID – dieses Gefühl sitzt sehr tief in uns, es ist ein spontane und ganz natürliche Reaktion wenn wir uns „unterlegen oder minderwertig“ fühlen. Sobald sich 2 Menschen miteinander vergleichen können, entsteht automatisch und zwangsläufig dieses unschöne Gefühl – NEID. Selbst dann, wenn wir es gar nicht beabsichtigen.

Neid besteht aus mehreren Gefühlen

Erst letztes Jahr konnte ich lernen das Neid nicht nur ein Gefühl ist. Die Auseinandersetzung mit Gefühlen (insbesondere meine eigenen), ließ mich wissen das dahinter jede Menge andere Gefühle stecken!

Wut, Angst, Selbstmitleid sowie die Traurigkeit … geben Neid seine Bedeutung und seinen Namen. Das Wort selbst kommt aus dem Lateinischen „Indiva“ was hinsehen bzw. der böse Blick bedeutet.

Wir alle tragen 2 Ideale in uns:
1. „so bin ich“ und der 2. „so wär ich gerne

Diese Differenz versuchen wir dann oft mit grosser Anstrengung auszugleichen. Kommt dann jemand daher, der genau DAS hat oder besitzt wofür WIR uns so sehr bemühen und einsetzen – kommt NEID auf.

In Wirklichkeit geht es uns aber nicht um den „Besitz“, vielmehr um das Gefühl der damit erreichten inneren Zufriedenheit. Das sich damit GUT FÜHLEN, darum geht es! Folgedessen ist dieser Mangel eher eine emotionale Sache.

Neid ist körperlich spürbar

Der bekannte Satz: Der Neid wird dich noch auffressen! … hat also durchaus eine Berechtigung. Neid kann krank machen und er kann unser Immunsystem schwächen, körperliche Beschwerden treten ein.

Vergleiche mit Anderen

Früher ging es mehr um den Erhalt der bestehenden Existenz. Zum Beispiel war ein Landwirt dem anderen Bauern seine bessere Ernte neidig. Eine kinderlose Frau der Nachbarin die Kinder hatte usw.

Heute ist es die Konsumgesellschaft, die Statussymbole verlangt ohne die es scheinbar nicht mehr zu funktionieren scheint! Der noch grössere und teurere Wagen des Kollegen, der besser bezahlte Job des Freundes, der Pelzmantel der Freundin, schönere – teurere – längere Urlaube der rundum Bekannten uvam.

Dazu kommen die verschiedenen soziale Netzwerke, die diesen Vergleich noch fördern. Am Leichtesten empfinden wir dieses Gefühl bei Menschen die uns nahe sind. Nähe fördert Neid – Distanz entschärft ihn …

Es gibt auch etwas positives an der Sache

Neid kann uns aber auch durchaus motivieren und anspornen. Quasi unseren Ehrgeiz wach zu küssen. 🙂 Wenn es zB. im beruflichen oder sportlichen Bereichen jemanden gibt, den wir bewundern, kann er uns so zur Höchstleistung motivieren. Ausserdem kann dieses miese Gefühl auch für unsere Persönlichkeitsentwicklung ganz brauchbar sein! Sich selbst einzuschätzen und sich von anderen abzugrenzen. Selbsterkenntnis lernen.

Neid ist ein Tabu-Thema

Schön wär es und als persönlichen Erfolg zu verbuchen, wenn wir ganz offen und ehrlich unsere Missgunst zugeben können. Neid gilt als unschöner Charakterzug, worauf man sich nichts einbilden sollte. Es zu leugnen ist ebenso keine Art.

So, wie gehe ich nun richtig damit um?

Dieses Gefühl zulassen und sich selbst eingestehen. Genauer hinhören was uns der Neid sagen will und möglicherweise eine Lösung dafür zu finden. Zu versuchen das Negative ins Positive zu drehen. Sich zu fragen „worauf bin ich neidisch? Was ärgert mich jetzt so sehr daran?“. Nur so kannst du herausfinden was an deiner Lebensweise nicht stimmt oder dir nicht gefällt.

  • Nutze deinen Neid als Ansporn
  • Stelle keine Vergleiche mit anderen und werte dich nicht ab
  • Versetze dich in das Leben des – aus deiner Sicht „Besseren“. Ist es wirklich so toll?
  • Erlaube den Anderen, zu haben was er hat …
  • Sei dankbar für das was DU hast. Es gibt dir ein Gefühl von Reichtum!

Also wenn euch dieses unschöne Gefühl wieder über den Weg läuft, denkt daran:

Zufriedenheit hängt nicht von materiellen Dingen ab, sondern einzig und alleine von deiner inneren Einstellung dazu!

Eltern wissen oft nicht mal warum ihre Kinder den Kontakt abbrechen, leben damit müssen sie trotzdem. Sie wollen nicht mehr unsere Söhne und Töchter sein, besuchen uns nicht mehr, gehen nicht ans Telefon und meiden den Kontakt.

Ich kenne einige Elternteile die von ihren Kindern bzw. von Sohn oder Tochter „verlassen“ wurden ohne den wirklichen wahren Grund zu kennen. Was dabei übrig bleibt, ist Schmerz und Kummer. Und der aller schlimmste Gedanke dabei ist sein Kind das ganze Leben nicht mehr zu sehen und zu hören …

Ich habe Fehler gemacht, auch wenn ich nicht genau weiß welche

Es wären unsere Kinder die uns als einziger die Antwort geben könnten. Doch gerade sie sind es die uns anschweigen. Die unsere Briefe ignorieren, nicht ans Telefon gehen und uns auf Facebook blockieren.

Es gibt unzählige Fragen, hab ich mein Kind zu viel geliebt oder doch zu wenig? Bin ich zu streng gewesen oder habe ich zu wenig Zeit für sie gehabt? Habe ich mich zu sehr in das Leben meines Kindes eingemischt? Oder war es doch der neue Partner des anderen Elternteiles, der mein Kind gegen mich aufgehetzt hat? Fragen über Fragen.

Wir Mütter machen uns dabei fasst verrückt

Ich bin Mutter von 2 in der Zwischenzeit erwachsenen Kindern. Total unterschiedliche Charaktere. Meine Tochter war 8 Monate und mein Sohn 4 Jahre als ich mich scheiden liess. Mit der Scheidung begann bei meinem Sohn der Wandel. Er war sehr auf seinen Vater fixiert und ist es  heute noch. Er kam mit meinem neuen Partner nicht gut zurecht, seine Auflehnung gegen alles was nicht mit Papa zu tun hatte, machte es sehr schwer für uns beide. Über die Jahre entstand eine eigenes Verhältnis zwischen uns. Einmal besser, dann wieder Sendepause. Ich wünschte mir immer das unser Verhältnis so klappen würde wie bei meiner Tochter! Das funktionierte allerdings gar nicht.

Es machte mich sehr oft traurig als ich nicht mal in den schweren Zeiten meiner Krankheit etwas von ihm hörte und kein Lebenszeichen bekam … In den Phasen wo wir wieder mehr miteinander sprachen, folgten dann meist nur gegenseitige Vorwürfe. Eine Endlosgeschichte begann. Respektlosigkeit kam ins Spiel und ein Satz der mir heute noch in den Gliedern sitzt. „Ich verzeihe dir vieles nicht und ich kann das nicht vergessen“ waren seine Worte …

In der Zwischenzeit wird es ein Jahr wo ich ihn weder gesehen noch gesprochen habe. Auf Karten oder Briefe bekomme ich keine Antwort – erwarte ich auch nicht – ich will nur das er weiß das meine Tür immer offen steht und ich weiß auch, dass ich darauf hinarbeiten werde um mich mit ihm auszusprechen! DAS wünsche ich mir!

Manchmal tut eine Auszeit Beiden gut

Tanja, (ich darf dieses Beispiel bringen, die Namen sind jedoch geändert) ist die Tochter einer sehr guten Freundin. Sie hat sich nach der Scheidung ihrer Eltern einfach aus dem Staub gemacht, 16 Jahre war sie alt und ich kann mich noch erinnern wie verzweifelt und besorgt Karin (die Mutter von Tanja) war als sie die Zeilen ihrer Tochter gelesen hat die sie ihr hinterlassen hat. „Ich bin weg, du nervst und Papa hast du auch genervt“ so in der Art waren die Worte.

Ich dachte mir (unsere Kinder waren gleich alt), wenn mein Sohn einfach so abhauen würde, unvorstellbar! Tanja kam in schlechte Kreise, brach ihre Lehre ab und driftete total ab. Das war der letzte Stand der Dinge die mir Karin erzählte. Dann trennten sich unsere Wege. Jetzt vor 1 Jahr trafen wir uns zufällig wieder. Obwohl so viele Jahre vergangen waren sah sie besser aus als früher. Sie hatte ein Dauerlächeln aufgesetzt und erzählte mir das Tanja nach 9 Jahren plötzlich vor ihrer Tür stand. Das sie viele Nächte durchgeredet hatten, Karins Schuldgefühle aufgearbeitet wurden und sie sich vorsichtig wieder aneinander gewöhnt hatten. Ihre Beziehung ist jetzt sehr freundschaftlich und ungezwungen. Tanja sowie Karin haben in der Zeit viel über sich selbst dazu gelernt und somit tat den Beiden die Auszeit ganz gut. Tanja arbeitet  in einer Einrichtung für schwer erziehbare Kids. Ihre Erfahrungen helfen ihr dabei ihren Job sehr gut zu meistern. Und Mama Karin ist glaub ich einer der glücklichsten Frauen die ich kenne! 🙂

Vielleicht dauert es bei mir auch noch eine Zeit, aber aufgeben werde ich nicht und wer weiß, vielleicht brauchen mein Sohn und ich auch noch eine kleine Auszeit bevor wir bereit sind uns auszusprechen?!

Kinder müssen die Dummheit der Erwachsenen ertragen, bis sie gross genug sind, sie selbst zu machen.

Ich danke Karin und ihrer Tochter darüber berichten zu dürfen und wünsche all den Müttern, Eltern und MIR – das alles gut wird, schliesslich ist Blut dicker als Wasser …

Partnersuche – dieses Wort hab ich immer gehasst! Weil in dem Wort „Suche“ schon soviel drin steckt was mir einfach nicht gefällt. Suchen klingt für mich so verzweifelt und zwanghaft! Fang an zu suchen und du wirst nicht finden was du dir vorstellst.

Das ist schon bei den Klamotten so – wenn du gezielt drauf los gehst … zumindest ist es bei mir immer so! Ich kenne eine Menge Frauen, die sich nach 25 oder 30 Jahren scheiden lassen, weil sie sich einfach fragen: war das jetzt alles? Oder einige meiner Freundinnen, die eigentlich erst jetzt ab 40 bereit wären oder sind für eine Beziehung, weil ihnen vorher die Karriere einfach wichtiger war.

Viele von ihnen haben Kinder, manche wollten nie welche … ganz egal, JETZT wär der richtige Zeitpunkt oder noch besser gesagt jetzt ist die Zeit wo sie gerne zu zweit wären. Und dann noch die Frauen, die nach ihrer Scheidung trotz allem wieder eine Beziehung suchen. Ledige Frauen empfinden die Partnersuche mit zunehmenden Alter als schwieriger (glaubt man der Umfrage der Partneragenturen). Es sind angeblich nur 8% der Frauen über 40, die die „Suche“ nach einer neuen Liebe einfacher finden, bedingt durch ihre Lebenserfahrung.

So war es bei mir

Ich nehme mich mal wieder selbst als Beispiel. 10 Jahre verheiratet, davon 5 nicht glücklich. Jung geschieden – dann nach 16 jähriger Partnerschaft wegen einer viel Jüngeren sitzen gelassen worden. Es folgten mehr als 6 Jahre mit schlechten, schwierigen und kurzen Beziehungen. Ich wollte mit 50 wieder verheiratet sein – glücklich und verliebt sein … all das wurde mir verwehrt. Ich lernte leider nur Männer kennen, die ich getrost als berechnende Blutsauger bezeichnen kann. Was sich natürlich immer erst nach einiger Zeit rausstellte! Meine 50 hatte ich überschritten und mit 51 beschloss ich mit mir alleine glücklich zu werden. „Männerfreie Zone“ nannte ich liebevoll mein  zu Hause. 🙂

Mit meinen Freundinnen machten wir uns oft aus Langeweile bei den sogenannten Single-Börsen unseren Spass. Zeitvertreib oder nur um zu hören, dass es noch nicht ganz zu spät ist! Das natürlich auf solchen Portalen alles nur eine weitere Abzocke ist, verdrängen die meisten, egal ob jung oder alt … Manche von meinen Mädels handhaben es immer noch so – glücklich sind sie jedoch nicht damit, „aber besser als nichts“ wie eine von ihnen immer so schön sagt.

Unsere Erfahrungen machen uns in der Partnersuche wählerisch

Eine Frau über 40 hat klarerweise bereits einige Erfahrungen gesammelt was die Liebe und Beziehung angeht. Daher sind Single-Ladys in dem Alter wesentlich wählerischer als in den jungen Jahren zuvor. Wir denken langfristig und nachhaltig was dieses Thema angeht. DAS macht natürlich die Partnersuche nicht unbedingt einfacher. Liebe ist aber keine Frage des Alters! Die persönliche Reife und der dazugehörige Erfahrungsschatz sollte für eine neue Beziehung eine Bereicherung sein.

Die Kraft liegt in der Gelassenheit

Als ich merkte das man Liebe nicht erzwingen konnte und jeder Mensch eine andere Sichtweise und Vorstellung zum Thema Partnerschaft hat, habe ich beschlossen es zu lassen. Der Spruch „Ich suche nicht, ICH werde gefunden“ machte sich bei mir breit und das war sehr gut so! Was ich super finde und das war auch ein Mitgrund für meine Gelassenheit, ich kannte meine Bedürfnisse besser als in den Jahren zuvor. Ich wusste was ich will und noch besser was ich nicht mehr will!

Mit meiner zunehmenden Entspanntheit nahm ich, glaube ich, auch potenziellen Männern einen gewissen Druck. Wohl einfach weil sich die Ausstrahlung ändert, man nicht mehr so bedürftig ist und wirkt. Männer mögen Frauen, die selbständig und selbstbewusst sind – bei so viel Gelassenheit kann auch die jüngere Konkurrenz einpacken! 🙂

Das Selbstbewusstsein spielt ebenso eine Rolle

Es ist nicht einfach nach einer Scheidung oder dem ausgewechselt werden gegen eine jüngere Frau, sein Selbstwertgefühl nicht zu verlieren! Frau sucht Gründe – sind es zu viele Falten, die 5 grauen Haare die man beim Färben manchmal übersehen hat, die Figur die sich ändert? Natürlich fällt es auch sehr vielen Frauen schwer zu akzeptieren, dass sie älter werden. Ich finde jedoch Lachfalten sind natürlich und wirken sympathisch! Mir jedenfalls lieber als ein mimikloses Porzellan-Gesicht! Abgesehen davon bleibt das älter werden keinem Menschen erspart …

Es ist ein absoluter Blödsinn, wenn wir Frauen denken wir könnten der Männerwelt nicht mehr das geben was sie sich wünschen, nur weil wir keine 20 mehr sind!

Viele Männer mögen genau deswegen ältere Frauen, weil sie die notwendige Erfahrung mitbringen – das zieht Männer an, auch wenn es nicht immer für eine Beziehung reicht.

Eine Partnerschaft besteht immer aus Kompromissen

So … und jetzt frag dich mal – Was willst du eigentlich? Eine Fernbeziehung? Da musst du nicht jeden Tag kochen und bist auch nicht zuständig für Wäsche und Co. verantwortlich oder sollte „er“ generell in seinen eigenen 4 Wänden bleiben? Du hast dich doch schon genug geärgert in den letzten Jahren … Es muss doch möglich sein nur ab und zu und nach Lust und Laune zusammen zu kommen? Kino,  gemeinsamer Sport, Essen gehen, Theater und genüsslicher Sex … mehr willst du ja gar nicht gg.

All das kann ich gut nachvollziehen, nur das wird nichts, dass kann ich dir sagen! Das waren auch meine Gedanken und Wünsche, nur da ist es wirklich besser sich einen „Lover“ zu suchen, denn das hat mit echter Beziehung und Partnerschaft nichts zu tun.

Jeder Mensch hat seine Eigenheiten DU und ER. Geh in dich hinein und frage dich, ob du bereit bist seine Marotten zu akzeptieren oder ob dadurch keine glückliche Beziehung verhindert wird.

Jeder bekommt was er verdient

Bei mir hat es wirklich lange gedauert. Und es passierte zu einem Zeitpunkt an dem ich mit dem Thema noch mal eine Beziehung einzugehen schon abgeschlossen hatte. Unverhofft 🙂 kommt doch manchmal vor. Ich glaube das war es für uns beide.

Wichtig ist einfach sich die notwendige Zeit zu geben um darüber nachzudenken was man wirklich will, das Leben vorerst mal alleine auszukosten und dabei entspannt zu bleiben. 🙂 Hast DU das im Griff – klappt es auch dich neu zu verlieben, egal wie alt du bist!

Falls du dich gerade in solch einer Phase befindest, wünsche ich DIR viele schöne Stunden des allein seins, und wie gesagt, falls du dich wieder nach Zweisamkeit sehnst, wirf dein Netz aus und dreh dem Ganzen den Rücken zu. Lass einfach laufen und warte ab was ins Netz schwimmt. Du weisst schon … Gelassenheit ist das Zauberwort. 🙂

Schreib mir deine Erfahrungen, ich bin mir ganz sicher das ist für sehr viele Frauen und meine Leserinnen interessant, für mich besonders.

Wir und unsere Töchter oder wir und unsere Mütter, keine andere Beziehung prägt uns so tief. Natürlich gibt es sie immer wieder – die wunderbare harmonische Mutter-Tochter Beziehung! Aber in sehr vielen Fällen wird diese Beziehung mit enttäuschten Erwartungen, Kränkungen und Schuldgefühlen begleitet. Viele Töchter leiden an ihren Müttern, aber auch umgekehrt.

Mit diesem Artikel merke ich in welchem Alter ich mich eigentlich schon befinde, Wahnsinn! Selbst Mutter von 2 erwachsenen Kindern, mein Sohn Dominic mit 29 und meine Tochter Marlene mit 25 Jahren. Heute habe ich beschlossen mir dieses Verhältnis mal genauer anzusehen.

Meine Beziehung zu meiner Mutter

Hmm, schwierig … ja das wars eigentlich schon. Eine Mutter soll Wärme und Geborgenheit für ihre Tochter über haben, sie in ihrem Dasein unterstützen, so akzeptieren wie sie ist. Und sie sollte stolz auf sie sein. Eine Tochter möchte von ihrer Mutter Mutterliebe – die höchste Form der Liebe … bekommt sie aber nicht.

Zeit meines Lebens lauf ich dieser Liebe hinterher, vielleicht liegt es daran es selbst nicht besser zu können? Oder daran, dass einem die eigene Mutter (Oma) schon sehr früh genommen wurde? Oder, oder, oder …

Das Gefühl zu haben, nichts was man tut ist gut – egal was man angeht, kein schönes Gefühl … Ich weiß eigentlich bis heute nicht ob ich meiner Mutter egal bin oder ob sie es doch nur „gut“ meint?! Ich denke mir sehr oft wenn ich nur stiller werde, wird vielleicht alles gut … wenn ich mir diesen Satz jetzt genauer anschaue steckt eine Menge Resignation – Selbstaufgabe und Unterordnung darin. 🙁

Wie sieht es bei meiner Tochter und mir aus?

Meine Tochter und ich
Wir Mütter spielen im Leben unserer Töchter immer eine grosse und wichtige Rolle! Eine „Glucken“ Mutter war ich nie, zudem musste ich die Kleine schon sehr früh in den Kindergarten stecken. Selbstständigkeit herrschte im Haus! Im Nachhinein gesehen hat es beiden zur sehr frühen Selbstständigkeit verholfen. Manchmal sind sie darüber dankbar und manchmal bekomm ich es auch vorgehalten.

Eines wusste ich jedenfalls: ICH wollte alles anders machen, meine Kinder anders erziehen – anders war es mit Sicherheit! Ob es besser oder schlechter war, sei dahingestellt. Auf meine Beiden bin ich jedenfalls sehr stolz 🙂 !

Ein Freundinnen-Tag mit meiner Tochter

Da es ja hier um unsere Prinzessinnen geht, haben Marlene und ich wieder mal einen Tag miteinander verbracht und uns dabei begleiten lassen. Ich hab sie zu diesem Thema befragt, wie sie eigentlich unser Mutter/Tochter Verhältnis so sieht und wir haben dabei einen herrlichen und lustigen „Freundinnen-Tag“ erleben können!

Meine Tochter und ich am Spielplatz

Marlenes Antwort auf meine Frage, wie sie so unser Verhältnis sieht und wie sie ihr „erwachsen“ werden unter meinen Flügeln empfunden hat …

Meine Tochter Marlene
Sie lachte auf meine Frage, war aber im nächsten Moment doch sehr ernst geworden:

„Wenn ich drüber nachdenke bin ich in erster Linie darüber dankbar, das du uns sehr früh zur Selbstständigkeit erzogen hast, auch wenn ich es hasste den Geschirrspüler öfter auszuräumen als mein Bruder … wir hatten so unseren Deal untereinander, aber am Schluss war immer alles erledigt. In der Pubertät kann ich mich erinnern, hatten wir mal eine kurze Zeit ein kleines „Rangordnungsproblem“ 🙂 … gemocht hab ich auch, dass du nie die klassische Mutter warst. Andere Elternteile wirkten auf mich im Vergleich zu dir sehr alt und langweilig!“ 🙂

„Du warst streng auf deine Weise, und ich bin dir sehr dankbar, dass du mir den frühen Weg nach Wien zu gehen ermöglicht hast, diese Zeit war sehr wichtig für mich … das einzige woran ich mich erinnere und was ich mir oft anders gewünscht hätte, war das du zu viele Entscheidungen unserem „Dad 2″ überlassen hast, aber wahrscheindlich musste das so sein …“

Meine Tochter und ich

„Jedenfalls find ich es sehr gut so eine junge (jung gebliebene) Mum zu haben! Sehr oft spreche ich mit meinen Kundinnen darüber was wir beide schon alles für Blödsinn getrieben haben … denk an unsere gemeinsamen Urlaube z.B. ggg.“

„Wir gehen gemeinsam auf Partys (wäre übrigens wieder mal Zeit!), lachen und weinen gemeinsam und wenn ich dich brauche, weiß ich das du da bist für mich! So denke ich soll es auch sein …“

„Unser Verhältnis ist ein sehr lockeres freundschaftliches und harmonisches aber mein Respekt dir gegenüber ist immer gegenwärtig. Klar ganz ohne Zoff gehts auch nicht immer, aber da ich die Klügere bin geb ich ja meistens nach!“ 😀

„Ich bin stolz auf dich Mam … aber ich wünsche mir kürzere Wiedersehens-Pausen … das sollte doch möglich sein.“

Meine Tochter und ich

… JA das sollte es

Wenn ich mir diesen Tag nochmal durch den Kopf gehen lasse, muss ich ehrlich zugeben das ICH diejenige bin, die sehr sehr dankbar sein kann, eine so taffe „Göre“ auf die Welt gebracht zu haben … Jedenfalls der Tag war lustig und auch interessant für mich zu hören wie es um UNS steht. 🙂

Jürgen (er hat die tollen Fotos von uns gemacht), hatte jedenfalls genug zu tun mit uns Beiden und dabei ebenfalls eine Menge Spass.

„Ich würde mich gerne trennen, doch ich bin abhängig von ihm!“… So oder so ähnlich höre ich immer wieder von vielen Frauen. Eigentlich sollte man meinen das es in dieser Zeit wo Frauen ohnehin sehr eigenständig sind, ihre Karenzzeit manchmal auch gar nicht ganz in Anspruch nehmen und die Kleinen relativ früh in die Kindergrippe stecken, oder sich einfach neben dem „Mutter und Hausfrau“ sein einen Job zulegen der etwas zusätzliches Taschengeld einbringt – trotzdem von Abhängigkeit ihres Mannes sprechen!?

Fakt ist: Jede dritte Frau ist finanziell abhängig von ihrem Mann. So wird eine Trennung sehr schwierig. Die traurige Wahrheit ist viele Frauen bleiben NUR deshalb in der bestehenden Beziehung, weil sie finanziell an ihren Partner gebunden sind. Viele der Liierten würden bei einer Trennung vor einem finanziellen Problem stehen!

In guten wie in schlechten Zeiten …

Dieses Versprechen hat man sich damals bei der Heirat gegeben. Bis an sein Lebensende zusammen zu bleiben. Ein Versprechen! Tja … nun sind die „schlechten“ Zeiten da. Die Zeit der Innigkeit und absoluten Liebe scheint irgendwie verflogen zu sein. Man lebt neben einander her – aus Gewohnheit (wo wir wieder bei der Komfortzone wären). Die Angst vor Veränderung, Angst vor der Einsamkeit, Angst vor dem Gerede der Leute oder der Familie, aber das was am meisten belastet ist der finanzielle Abstieg der für sehr viele Frauen im Vordergrund steht!

Es sind mehrheitlich die Frauen, die trotz allem dann die Scheidung einreichen oder sich trennen. Männer haben nicht die Eier dazu. Sie bleiben egal ob sie glücklich sind oder nicht. Die Macht der Gewohnheit spielt auch hier eine grosse Rolle! Falls sie sich dennoch dazu entschliessen sich zu trennen, müsste wahrscheinlich eine Affäre im Spiel sein die bereit ist ihn 100% finanziell aufzufangen …

Bei uns Frauen liegt die Sachlage etwas anders

Wir Frauen bleiben lieber unglücklich in der Beziehung hängen als einen Schlussstrich zu setzen. Wir befürchten das unsere Kinder möglicherweise seelisch unter einer Trennung leiden würden. Wir möchten unseren Kindern möglichst lange eine „heile Welt“ bieten. Dabei denken wir wieder an die anderen und vergessen dabei uns selbst … Dieses „gute Miene zum bösen Spiel“ machen ist ein Akt der sehr viel Kraft und schauspielerisches Können verlangt was aber mit der Zeit zur Routine wird.

Ich war in vielen Einrichtungen und habe mich dafür interessiert weshalb Frauen es so lange in ihrer Beziehung aushalten? Sich unglücklich und alleine fühlen obwohl das Haus „voll“ ist.

  • Es sind in den meisten Fällen die Kinder die uns halten zu bleiben. Eine Trennung ist immer im Hinterkopf nur wird sie gedanklich verschoben bis der Zeitpunkt besser passt! Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Es passt irgendwie nie!
  • Geld. Geld macht bekanntlich nicht glücklich, aber es beruhigt ungemein. Der Faktor Geld spielt ebenso eine sehr grosse Rolle. Besonders bei den Frauen die sich nur um die Kindererziehung und Haushalt ec. kümmern. Ich muss mich korrigieren da das „nur“ deplatziert ist! In Wirklichkeit müsste ein Gehalt ausbezahlt werden für diese grundlegende und wichtige Arbeit! Also Frauen, die kein eigenes Einkommen beziehen. Der finanzielle Aspekt spielt auch dann eine Rolle, wenn eine gemeinsame Immobilie gekauft wurde, die Unterhaltszahlungen sind auch nicht zu vergessen!
  • Das soziale Umfeld, auch dieser Punkt ist für viele sehr wichtig. Es fällt schwer den Druck auszuhalten, was die Freunde, Familie oder Kollegen zur Trennung zu sagen haben. Die Vorwürfe von den verschiedenen Seiten machen es auch nicht einfacher. Und ganz egal wie friedlich eine Trennung vor sich geht, die gemeinsamen Freunde werden sich auf irgend eine Seite schlagen und einige Freundschaften gehen mit einer Trennung flöten.
  • Angst, Veränderung und Anpassung – Routine macht den Meister, jahrelange Tätigkeiten erledigen sich beinahe von selbst. Kein Nachdenken – einfach tun. Wie im Job. Eine Routine, die sich auch in eine Beziehung einschleichen kann. Es gibt kaum etwas an das man sich nicht gewöhnen kann. Eine Trennung bedeutet IMMER Veränderung, es macht vielen Frauen auch Angst darüber nachzudenken was das Neue so bringen könnte. Wir Menschen sind Gewohnheitstiere. Auch wenn sich Paare nicht mehr viel zu sagen haben, man weiß es ist jemand da. Mir bereitete die Vorstellung allein zu sein, alleine zu schlafen und zu essen oder sich nichts mehr leisten zu können eine Mega Angst!

Mich hat meine Angst blockiert! Dadurch habe ich viele Jahre verloren, ich war nicht mutig genug den ersten Schritt zu setzen. Ein Schritt der im ersten Moment sicher schwierig ist, viele Leiden mit sich bringt und eine Umstellung in vielerlei Hinsicht erfordert. Nur eines kann ich sagen und das werden mir viele Frauen bestätigen können: Schliesst sich eine Tür, öffnet sich wo anders eine Neue die viele Möglichkeiten mit sich bringt.

Eine Beziehung – Ehe -Partnerschaft ist kein Designer-Kleid das man 2 mal trägt und danach im Kasten verstauben lässt. Eine Beziehung bedeutet ständiges daran arbeiten … Wobei das richtige miteinander reden mit das Wichtigste ist. Und damit meine ich nicht das reden über die Sonderangebote aus dem Supermarkt! Das „Entfremden“ beginnt in den Gesprächen zwischen den Partner und setzt sich beim Küssen fort. Wird es weniger, lässt auch der Sex nach. Mangelnder Sex macht uns auf Konflikte aufmerksam …

Wir Frauen sind diejenigen die Beziehungen retten möchten (natürlich gibt es auch immer Ausnahmen), bringen all die Bemühungen nichts, solltest du dein weiteres Leben nicht mit Traurigkeit und Einsamkeit verbringen! DU hast etwas besseres verdient. 🙂

Hier ist jetzt wieder der Moment der mir sagt: „Toll – und? Du meinst das hilft jetzt jemandem da draussen?“ Wenn ich nicht so genau wüsste, wie es Frauen geht die in solchen Situation stecken, könnte ich solche Zeilen gar nicht schreiben … Und insgeheim möchte ich gerne „Denkanstösse“ dazu geben. Und noch lieber mich mit DIR darüber unterhalten.

Wenn du dich in den gelesenen Zeilen wiedergefunden hast, dann lass mir DEINE Meinung da – ich freu mich sie mit DIR durchzugehen!