Hier schreibe ich über persönliche Erfahrungen, authentisch und sicherlich für die ein oder andere meiner Leserinnen sehr hilfreich.  Ich freue mich auf deine Erfahrungen in den Kommentaren.

Normalerweise halte ich von Geburtstagen nicht wirklich viel, es ist nur eine Zahl auf einem Blatt Papier. Dann gibt es aber „Geburten“ die mir sehr wohl am Herzen liegen! Heute vor genau einem Jahr habe ich mein „Baby“ FrauenPunk ins Leben gerufen und online gestellt. 🙂 Ich kann es kaum glauben wie schnell dieses  Jahr vorüber gegangen ist!

Es war ein ganz besonderes Jahr für mich

Ich kann mich an kein Jahr erinnern, das so rasch an mir vorbei zog als dieses, es ist eine Menge passiert und es gab viele Momente in denen ich darüber nachdachte hier überhaupt weiter zu machen. Immer dann wenn mich mein Mut verließ oder sich meine Gedanken einfach nicht ordnen lassen wollten.

Die Frage „Ist das richtig was ich hier tue … interessiert es überhaupt jemanden, machte mich manchmal unsicher. Doch Gott sei Dank war aber meine Lust zu schreiben stärker als alle meine Zweifel.

Das Schreiben hat auch mein Leben verändert

Seit meinem ersten Artikel, „Dankbarkeit – oder wie ich mein Leben im Moment spüre„, den ich hier veröffentlicht habe – in der Zwischenzeit sind es genau 107 an der Zahl – kann ich behaupten mich noch mal mehr „gedreht“ zu haben.

Ich habe meine Ruhe für mich persönlich gefunden und kann das auch mit Erfolg weiter geben.

Das Leben ist Veränderung … und wenn man nichts Neues probiert, wird man auch nie erfahren was einem gefällt, was einem guttut oder was einen weiterbringt im Leben. Und genau DAS ist immer wieder meine Botschaft. Verändert hat sich auch meine Art zu denken und zu fühlen. Unterm Strich nur Positives …

Ich durfte viele neue Menschen durch das Schreiben kennen lernen, wurde eingeladen Gastartikel zu schreiben, konnte tolle Rezessionen schreiben und wurde sogar von Melina von Vanilla Mind, gefragt ob ich nicht einige Gedanken in ihrem neuen Buch „Verstecken gilt nicht!“ zum Thema Schüchternheit mit einbringen möchte. DAS hat mich persönlich riesig gefreut und natürlich bin ich dieser Bitte nach gekommen und es gibt den ersten kurzen Text von mir in einem Buch! 🙂

Durch meine Veränderung und Weiterentwicklung in diesem Jahr sind manche Türen ins Schloss gefallen – auch privat und einige Türen haben mich eingeladen, weiter zu gehen.

Dankbar … ja das bin ich

Das schönste Kompliment das man mir machen konnte und kann, war wenn ich hören durfte „DU siehst sehr zufrieden und ausgeglichen aus …“

Mit Komplimenten hab ich’s ja genauso wenig wie mit Geburtstagen, doch solche Aussagen bestätigen jedesmal mein „TUN“. Ich habe aufgehört gegen mich selber zu kämpfen, mag mich so wie ich bin, akzeptiere meine Ecken und wenn ich wieder mal am Boden lande, stehe ich schneller auf als früher!

Ich habe gelernt Liebe anzunehmen und noch wichtiger, weiter zu geben. DANKE mein Herz, DAS hab ich dir zu verdanken …

Ich hab es gut, ich habe ...

Aber am meisten freut es mich DICH, die DU immer wieder meine Beiträge liest, mir Mails oder Kommentare schreibst, hier bei mir zu haben. Ob vom ersten Tag an, oder neu als Leserin. Ich freue mich das DU mich begleitest! Auch wenn es ein langsames Wachsen ist – ich freue mich auf ein weiteres Jahr mit DIR und vielen neuen Leserinnen …

JA, es ist so weit, die Sommerpause ist zu Ende und ich freue mich wieder da zu sein … ich bin zwar noch nicht ganz zu Hause aber gedanklich schon beim Packen … Die letzten Wochen so ganz ohne Artikel zu veröffentlichen waren etwas eigenartig für mich, aber wunderbar erholsam. In der Zwischenzeit weiß ich auch sehr gut was mit Erholung gemeint ist! 🙂

Ich hab mir in den Wochen hier einen Modus angewöhnt der völlig auf Sparflamme eingestellt war. Jürgen hat mich jeden Tag mehrmals damit aufgezogen wenn ich so gaaanz langsam hinter ihm und Monja hergeschlendert bin. „Willkommen im Club der Tiefenentspannten“ hörte ich dann. 🙂

Man soll ja nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen und deshalb dachte ich mir, ich „beglücke“ DICH mit leichter Kost … und lasse DICH an meinen Gedanken, die sich jetzt so kurz vorm nach Hause fahren zusammentun, teilhaben!

Das Haben und das Nichts

Ich muss immer daran denken wie wir vor 5 Monaten unsere Taschen gepackt haben um wieder das Dasein der digitalen Normaden zu führen und dieses Jahr für längere Zeit. Nur das Allernötigste mit nehmen, Minimalismus pur leben. Die Koffer und Taschen waren schnell gepackt, das Verlassen der eigenen Wohnung hat dann etwas länger gedauert. Schließlich muss alles so verlassen werden als würden neue Menschen darin einziehen! Möglicherweise gehöre ich da auch zu der Sorte Frau, die das zu übergenau nimmt … und es geht mir immer gleich. Jedesmal wenn ich alles pico bello in Ordnung bringe, fällt mir auf wie viele Dinge ich in Wahrheit stehen und liegen habe! Die Entscheidung fällt mir schwer wenn es darum geht welche Kissenbezüge und Plaids ich überziehen soll wenn ich so lange nicht da bin – es soll so aussehen wie in „Schöner Wohnen“, auch wenn keiner daheim ist #doofbineben. 🙂

Hätte ich nur eine oder zwei Garnituren in der Kommode, wäre die Entscheidung einfacher! Es ginge schneller und mehr Platz hätte ich ebenso. Müssen generell am Bett so viele  Kissen in allen Grössen „stehen“? Die dürfen auch nicht benutzt werden,  NUR zur Deko bitte,  da bin ich streng. 😀 Und vieles andere mehr. Was ich damit sagen will ist, es nervt mich dann ein klein wenig so viele Dinge zu haben da dies in Wirklichkeit nur Arbeit bedeutet!

Unser Sommerlebensraum war schnell hergerichtet. Ein Bett, eine Couch, Tisch und Stühle. KEIN Schnick-Schnack, keine 25 Kissen, keine Deko, bis auf die Fundstücke die ich am Strand zu etwas gemacht habe. Und keine Gedanken wie etwa mit welchem Geschirr soll ich heute den Tisch decken …? Mit wenigen einfachen Dingen ein gemütliches Nest schaffen. Letztes Jahr war das noch eine Herausforderung – heute mag ich es. Und soll ich DIR was sagen … es stört mich überhaupt nicht!

Ich bin zu der Erkenntnis gekommen, dass es sich mit einer Reduktion der materiellen Habseligkeiten ziemlich gut leben und noch besser reisen lässt! Ich bin zwar noch nicht so weit aus dem Rucksack zu leben wie das sehr viele Digitale Normaden machen, aber ich bin irgendwie schon stolz auf mich so relaxt und gelassen mit „NICHTS“ umzugehen! 🙂 Das Eigenartige ist nur, wenn ich wieder zu Hause bin fällt es mir schwerer so zu leben als hier in Italien. Aber ich nehme mir ernsthaft vor, auch zu Hause auszudünnen weil ich mich damit besser fühle!

Es bereitet mir keinen Stress wenn es heißt die Zeit ist wieder um, es geht ab nach Hause. Das Einpacken unserer Habseligkeiten und das Reinigen und Räumen des Apartments wird genauso schnell erledigt sein wie der Einzug im April … wenn ich aber an zu Hause denke, ist dies nicht mehr so einfach #stirninfaltenleg. Nicht jammern – ändern sag ich jetzt mal zu mir selbst.

Die Ansammlung nutzloser Dinge werde ich auflösen, auch wenn ich an so ziemlich jeden Gegenstand den ich „habe“ irgendwie hänge. Ich werde jeden Gegenstand ehrfürchtig in der Hand halten und mich dabei fragen:

  • woher hab ich es
  • von wem hab ich es
  • benutze ich es regelmässig
  • hab ich es nur um sagen zu können “ ich besitze DAS auch“
  • gibt es jemanden der sich darüber freuen würde?
  • stopft es nur ein Loch?

JA genau … so werde ich es anstellen. Platz für mehr Lebensraum und Leichtigkeit auch zu Hause schaffen! Es wird eine herbstliche Angelegenheit werden. 🙂 Alles was ich brauchen werde … ist einfach weniger.

„Du musst bereit sein, dich von überflüssigen Bedürfnissen und Gewohnheiten zu lösen. Du musst lernen zu verzichten, zu reduzieren und zu verweigern.“  Danke W. Morris für den Tipp, ich werde dem nachgehen! 🙂

Nun ich hoffe ich konnte dich ein wenig inspirieren mit meinen Gedanken und eventuell kennst DU ja das Problemchen  auch? Ich freue mich jedenfalls wieder bei Dir zu sein, hoffe sehr dass DU mich wieder regelmässig besuchst und ja – über ein Teilen und Liken meiner Artikel freue ich mich sowieso. 🙂 Machs gut und bis sehr bald.

Meine Erfahrungen mit Frauen und warum sich irgendwie alles verändert hat:

Ich schreibe hier ja hauptsächlich für Frauen und von Frauen. Themen, die der ein oder anderen sicherlich schon ein „Ahh das kenne ich!“ herausgelockt haben. Frauen wissen wie Frauen ticken. Sie verstehen sich blind und haben auch schon alle irgendwie und irgendwann die gleichen Themen durchgemacht. Deshalb „Frauen sind meine Freunde“ …  aber nicht immer und unbedingt!

Die meisten von euch wissen ja dass ich den Sommer über in Italien lebe. Dieses Mal vom Anfang der Saison. Miterleben zu können wie eine Geisterstadt wieder zum Leben erweckt wird. 🙂 In der Anlage in der wir den Sommer über einquartiert sind, haben sich viele Österreicher einen zweiten Wohnsitz erschaffen. ICH lebe hier genauso ruhig und unspektakulär wie zu Hause, kein Aufsehen, kein Geltungsdrang, bin einfach dankbar hier sein zu können.

Achtung – sie sind da!

In der letzten Zeit hat sich viel getan, am h,auseigenen Strand wuselt es, jeder begrüsst sich überschwänglich“falsch“, erzählt sich SEHR LAUTSTARK was in den letzten Monaten nicht alles passiert ist ja und jetzt kommt`s … es wird auch sofort wieder gejammert! Kaum vier Stunden da, wird sich über alles aufgeregt was ihnen unter kommt. Und am Schönsten wäre es wenn in Italien keine Italiener leben würden. „Das wäre nämlich dann alles meins!“ war von einer  Dame zu hören, die das Ganze in einem „nobel gscherten Deutsch“ unüberhörbar rausklopfte.

Die einen wurden gebusselt, getätschelt und gescannt. Komplimente wurden hin und her geschoben, und in fast sitzender Liegeposition auf die NEUEN gewartet. Ich hatte den Kabarett – Platz in der ersten Reihe und das wirklich UNGEWOLLT! Meinen Lesestoff hab ich erst weggelegt, als ich ich ein „Jo is echt a Wahnsinn oda?“ hörte. Gerade noch wurden Komplimente ausgeteilt und im gleichen Atemzug wurde der Spiess umgedreht … natürlich war die Person, die das betraf gerade gegangen! 🙂 Ab diesem Moment hab ich versucht mich auszuklinken und begann nachzudenken … vieles war plötzlich wieder da …

Eine Wendung in meinem leben

Durch meine Erkrankungen lernte ich auf einen Schlag viele gleich Betroffene kennen. Frauen, die das selbe Schicksal teilten. Alle waren sie sehr offen und vor allem aufrichtig und ehrlich. Da gab es keine gespaltene Zungen und blöde Bemerkungen. Die Gefühle wurden offen auf den Tisch gepackt. Hörte man von einer „Hey du siehst heute echt gut aus!“ war das auch ehrlich und authentisch gemeint. Neid oder Gehässigkeit kannte man nicht. Es war so herrlich unperfekt sein zu dürfen und zu sein. Es ging auch gar nicht anders. Das Schönheit nichts mit langen Haaren, Brüsten und Narben zu tun hat musste man den Frauen in unserem Zentrum nicht sagen.

In diesem sicheren und geschützen Umfeld wurden alle Frauen nach ihren Taten, Worten und Empathie beurteilt! Das schönste Haus, die intelligentesten Kinder, der beste Job … all das spielte keine Rolle. Ich habe viele Monate mit fast den gleichen Frauen zusammengesessen. Wir alle kannten unsere Diagnosen, unsere Ängste, aber auch unsere Träume! Der Rest war nicht wichtig. DAS reichte vollkommen aus! Der gesellschaftliche Status war nebensächlich und zu dem Zeitpunkt sowas von scheiss egal.

Ich glaube dass mich diese Erfahrung auch soweit gebracht hat, nur mehr mit solchen Menschen befreundet zu sein. Menschen die tiefer gehen und nicht anfangen zu tuscheln wenn ich aufstehe. Menschen die das Wort NEID zwar kennen, aber nichts davon halten. Die mir ehrlich ins Gesicht sagen wenn ihnen etwas nicht gefällt. Aber ich frage mich schon, muss man vorher krank werden um so zu denken? Wir sind doch alle Frauen, sollten wir da nicht von Haus aus verbunden sein? Anstelle sich pausenlos das Leben zu versalzen …

Immer diese „Schicht“ Denkerei

Warum gibt es unter Frauen immer noch dieses „Schicht-Denken“? Die ist ja NUR Hausfrau, oder die braucht ja nicht arbeiten gehen weil „Goldfisch“ an der Angel oder die Kariere – Super Women, die keine Kinder mag, männerfeindlich ist und nur an sich denkt, Egoistin PUR! Kann es hierbei nicht eine friedliche Koexistenz geben? Man kann doch Menschen uneingeschränkt akzeptieren und respektieren, obwohl sie in manchen Dingen „anders“ denken und anders sind und anders leben!?

Ich habe erfahren wie jede erkrankte Frau ihre eigenen Mittel und Möglichkeiten fand, mit der gegenwärtigen Situation umzugehen. Es wurde sich auch immer gegenseitig geholfen. Während die einen ihre Zeit im GYM verbrachten, lagen andere wiederrum den ganzen Tag im Bett. Die eine lackierte sich täglich ihre Nägel und zog sich chic an, die andere schlenderte den ganzen Tag im Pyjamer rum. Andere versteckten ihre Narben und die anderen trugen sie wie ein Andenken. Es war alles okay. Es gab von niemandem blöde Bemerkungen. Kein Tuscheln und falsches „Tun“. NICHT in diesen geschützten Räumen … Die blöden Bemerkungen kamen erst wieder draussen, in der „normalen“ „falschen“ Welt … so wie es mir hier speziell wieder aufgefallen ist. 🙁

Eine Erfahrung, die ich niemanden wünsche, die MIR aber die Augen geöffnet hat!

Ich war früher eine Frau die auch mit Vorurteilen belastet war. Viel zu voreilig und schnell habe ich über Menschen geurteilt und ihnen einen „Stempel“ verpasst. Sie passten nicht in“ mein“ Schema. Wie ignorant von mir und ich schäme mich heute noch dafür! Ich weiss heute das jeder von uns seinen Rucksack zu tragen hat. Die Menschen (ich spreche jetzt von den intelligenten) tun Dinge aus bestimmten Gründen, da habe ich kein Recht darüber zu urteilen und es richtig oder falsch zu finden. (Das es sowieso nicht gibt!)

Was mir in all der Zeit aufgefallen ist und das ich hier auch unbedingt sagen möchte ist: Die Menschen, die den schwersten Rucksack zu tragen haben, sind die, denen man es nie und nimmer ansieht. Sie gehen erhobenen Hauptes durchs Leben und wollen nicht bemitleidet werden. Und diejenigen die nur mit leichtem Gepäck oder vielleicht sogar ohne Gepäck reisen, die suchen sich eines … sie suchen bis sie endlich eines gefunden haben, vollgestopft mit belanglosem Zeug … und wenn es dabei nur die Italiener sind die hier zu Hause sind, oder der Bikini der Nachbarin, der ja überhaupt nicht geht! Und dann gibts noch den „aggressiven“ Kampfhund der beiden „NEUEN“, der immer Sand in den Lift schleppt, damit sind Jürgen und ich samt Monja gemeint! 🙂

Warum ich nur die Frauen angeführt habe? Es waren nur die Ladys, die sich ausgelassen haben. Männer interessiert so etwas gar nicht, die haben solche Gedanken auch nicht, Männer sind da wesentlich neutraler.

Heute sind meine Gedanken vielleicht etwas weit her geholt, aber eines ergibt das andere und diese Zeilen sind das Resultat. Ich hoffe DU konntest mir folgen aber vor allem wünsche ich mir ein „Nicken  , denn dann weiss ich dass DU meine Meinung teilst. 🙂 DANKE.

Wir alle haben Bereiche in unserem Leben vor denen wir Angst haben. Oft wissen wir einfach nicht wie und was wir tun sollen um die Dinge zu ändern die uns beängstigen. Was passiert? Wir stecken fest, nichts geht mehr!  Für einige von uns geht es dabei um den Bereich Gesundheit, was wahrscheinlich sehr häufig zutrifft, für andere wiederum geht es um Existenz … das liebe Geld und manche denken dabei an Familie, Partnerschaften oder Beziehungen im allgemeinen.

DIE ANGST

Ich kenne Menschen, die von ihren Ängsten zerfressen werden, ist es doch sehr schwer mit etwas fertig zu werden das keine Substanz hat! Ich bin selber eine Person die immer wieder mit Ängsten zu kämpfen hat. Dabei handelt es sich bei mir meist um Angst rund um die Gesundheit. Die Frage „Was wenn ich nicht mehr aufwache? Nicht mehr gehen oder einfach kein normales Leben führen kann?“ Fragen die immer wieder auftauchen und mich kurzfristig beängstigen. Ängste blockieren uns, unsere Gefühle und unsere Gedanken! Es kann durchaus soweit kommen, dass sie unseren Alltag fest im Griff haben.

Angststörungen zu bewältigen ist nicht einfach

Menschen die unter Angstzuständen leiden, werden sicher versuchen, und das mit allen Mitteln, diese zu bewältigen, die Angst gut in den Griff zu bekommen. Der grösste Wunsch ist endlich wieder Ruhe ins Leben zu bekommen! Ich kann ein Lied davon trillern und bin diesen schweren Weg auch schon gegangen.

Diese Ängste kamen plötzlich … in einer Zeit in der es eigentlich wunderbar lief. Alles entwickelte sich so wie ich es mir vorstellte. Doch dann „verrutschte“ ein kleiner Baustein meines Lebens, und auf einmal begann alles zu wackeln. Eine Kettenreaktion folgte. Alles stürzte plötzlich auf mich ein! Ein Rückschlag folgte dem Nächsten … Geschäftlich – gesundheitlich – privat. Ich hatte keinen Einfluss mehr auf die Ergebnisse. Je mehr ich versuchte etwas zu ändern, umso mehr warf es mich zurück.

UND DANN WAR SIE DA … DIE ANGST.

Angst ist brutal!

Diese Angst beherrschte mein Leben! Brutal und gnadenlos. Ich verlor die Kontrolle über mein „SEIN“, verlor die Orientierung in meinem Leben. Ich war nicht mehr ich selbst. Sehr gut erinnern, und auch heute bin ich noch sehr stolz auf diesen Schritt, kann ich mich an die Auffangstelle im Krankenhaus. Ein Wirrwarr – Gespräch mit einer Ärztin das gefüllt war mit Weinkrämpfen, Schmerzen und totaler Hilflosigkeit! ICH blieb. Lange. „Wenn ein toll gebautes Kartenhaus plötzlich einstürzt, kann man es NICHT über Nacht wieder aufbauen …“ sagte sie. Ich stimmte zu und lernte meinen neuen Begleiter – die ANGST besser kennenzulernen. Und ich kann dir sagen … meiner Angst gefiel es sehr gut bei mir … ICH fand sie einfach nur widerlich!

Einige Monate hatte ich extrem damit zu kämpfen. Ich setzte mich intensivst mit den Fragen

  • Woher kommt meine Angst?
  • Wann kommt diese Angst?
  • Warum wird sie nicht weniger?
  • Wird dieses Gefühl jemals wieder weggehen?

auseinander. Diese und einige Fragen mehr beschäftigten mich Tag und Nacht. Irgendwann kam ich zu meinen Antworten. Je mehr ich mich mit diesem Thema beschäftigte, es noch mehr intensivierte, um so weiter entfernten sich die Ängste von mir. Ich stellte mich der Angst. Mein grosses Interesse meine Ängste kennenzulernen machten sie kleiner und sie verschwanden dann irgendwann. Ich war uninteressant für sie geworden. 🙂

Was geblieben ist sind Panikattacken mit denen ich gelernt habe ganz gut umzugehen. Einen kleinen Einblick dazu findest du in meinem Artikel „Panikattacken, die Angst vor der Angst, in dem ich genauer darauf eingehe.

Ich möchte DIR eine kurze Geschichte nicht vorenthalten, die ich selbst sehr oft gelesen habe und die DIR vielleicht auch behilflich sein kann!? 🙂

DIE MAUS

Es kam ein Patient zum Arzt und klagte „ANGST beherrscht mein Leben. Sie hat mir jegliche Freude genommen.“ Der Arzt erzählte dem Patienten darauf eine kleine Geschichte. „Hier in meiner Praxis lebt eine Maus, die an meinen Büchern knabbert. Mache ich zu viel des Aufhebens von der Maus, wird sie sich vor mir verstecken und ich werde nichts anderes mehr tun, als sie zu jagen. Stattdessen habe ich meine wertvollsten Bücher an einen sicheren Platz gestellt und erlaube ihr, an den anderen zu knabbern. Auf diese Weise bleibt sie eine ganz einfache kleine Maus und wird nicht zu einem Monster. Mein Rat lautet also: Richte deine Angst auf einige wenige Dinge, dann bleibt dir Mut für das, was wichtig ist.“ 

Es ist „NUR“ eine kleine Geschichte, aber mit einer Menge Ausdruck dahinter, der dir helfen kann, deine Angst mit anderen Augen zu sehen! Was ich ebenfalls nur empfehlen kann, warte nicht so lange bis du dein Leben beinahe nicht mehr unter Kontrolle hast – such dir Hilfe, nimm sie an und profitiere, das Leben ist so viel schöner ohne diese besitzergreifende Angst!

Ich wünsche DIR wie immer eine gute Zeit … ohne Angst *zwinker*

Freunde … Ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens. Persönlich gehöre ich zu den Menschen die nicht behaupten können Unmengen an Freunden zu haben, es sind eher wenige die dieses Prädikat tragen. Wenn man dann von einem wahren Freund gekränkt wird, ist dies eine schmerzliche Erfahrung wenn nicht eine große Enttäuschung! Wie wir aber solche Geschehnisse sehen sollten, erzählt uns diese Kurzgeschichte, die es uns wunderbar und in klarer Einfachheit lesen lässt. 🙂

Die Geschichte von zwei Freunden

Zwei Freunde wanderten durch die Wüste. Während der Wanderung kam es zu einem Streit und der eine schlug dem anderen im Affekt ins Gesicht.

Der Geschlagene war gekränkt. Ohne ein Wort zu sagen, kniete er nieder und schrieb folgende Worte in den Sand:

„Heute hat mich mein bester Freund ins Gesicht geschlagen.“

Sie setzten ihre Wanderung fort und kamen bald darauf zu einer Oase. Dort beschlossen sie beide, ein Bad zu nehmen. Der Freund der geschlagen worden war, blieb auf einmal im Schlamm stecken und drohte zu ertrinken. Aber sein Freund rettete ihn buchstäblich in letzter Minute.

Nachdem sich der Freund, der fast ertrunken war, wieder von dem Schrecken erholt hatte, nahm er einen Stein und ritzte folgende Worte hinein.

„Heute hat mein bester Freund mir das Leben gerettet.“

Der Freund, der den anderen geschlagen und auch gerettet hatte, fragte erstaunt. „Als ich dich gekränkt hatte, hast du deinen Satz nur in den Sand geschrieben, aber nun ritzt du die Worte in einen Stein. Warum?“

Der andere Freund antwortete:“ Wenn uns jemand gekränkt oder beleidigt hat, sollten wir es in den Sand schreiben, damit der Wind des Verzeihens es wieder auslöschen kann. Aber wenn jemand etwas tut, was für uns gut ist, dann sollten wir es in einen Stein gravieren, damit kein Wind es jemals löschen kann.“

Verfasser unbekannt

Vertrauen und gegenseitige Zuneigung – auf diesem Fundament sollte Freundschaft basieren. Menschen die sich mögen um ihrer Selbstwillen, ein gegenseitiges Geben und Nehmen, einander zuhören, füreinander da sein … DAS ist Freundschaft!

Hoffentlich hast du die „Richtigen“ an deiner Seite, eine schöne Zeit mit ihnen und ich hoffe wir treffen uns in zwei Wochen wieder wenn es heisst Geschichtenliebe #8

Diesmal ging es in meinen Gedanken um „WAS ist mir wirklich wichtig im Leben?“ Ich merke dass sich mein Leben verändert. Es wird anders. Mit 40 Jahren  hatte ich meine Pläne vor Augen, ich wusste was mir wichtig war. Jetzt mit bald Mitte 50 ist davon nicht sehr viel über geblieben. Glücklich bin jetzt und heute! Alles andere hat sich nicht so entwickelt wie von mir geplant. Worüber aber ich nicht traurig bin. Ich merke nur wie sich ein neuer Lebensabschnitt auftut und da muss nicht zwangsläufig ein „runder“ Geburtstag vor der Türe stehen! 🙂

Ich bin auf der Suche, überlege wie ich das gut hinkriegen kann. Und so stellt sich mir die Frage „Was ist mir für die Zukunft wichtig in meinem Leben?“ Irgendwo habe ich mal einen Satz aufgeschnappt der lautet: Ein gutes Leben ist ein „atmendes“ Leben …“ gefällt mir immer wieder aufs Neue. Es ist ein Wechsel aus Präsenz und Rückschau.

Was Bedeutung in unserem Leben hat, diese Frage muss sich jeder von uns immer wieder neu stellen. Ausserdem müssen wir unserem Leben selbst Bedeutung geben! Über das Älterwerden nachzudenken passt irgendwie auch gar nicht zu mir – und trotzdem ist es passiert. Doch das Alter steht am Papier und hat keine Bedeutung oder? Oder doch …

Geist und Körper verändern sich, Gelassenheit spielt eine grössere Rolle. Ich finde auch das man wesentlich relaxter reifen kann wenn man genug Gelassenheit in sich trägt! Sagen zu können „Es ist wie es ist“ und abgesehen davon bleibt es keinem von uns erspart. Mit solchen Gedanken hätte ich mich mit 30 nicht herumgeschlagen 🙂 , auch ein Zeichen reifer zu sein?!

Jeder Lebensabschnitt bringt neue Phasen mit sich. Ich finde es wichtig zu begreifen was besonderes an dieser Phase ist und wie wir damit gut umgehen. Akzeptiert man das, brauchen wir nicht mehr dagegen ankämpfen. Sich in Gelassenheit üben, wie man so schön sagt. Moderne Menschen tun sich da oftmals schwer zu akzeptieren und so geht ein erfolgloser Kampf los, der eigentlich nicht notwendig wäre, weil wir ihn nicht gewinnen können. Wehrt man sich ständig gegen Dinge, die wir nicht aufhalten können, verbrauchen wir unsere ganze kostbare Energie für eine Abwehr die uns nichts bringt.

In der Zeit in der ich nicht wusste was ich eigentlich will, wer ich war und wo mein Weg hingehen sollte, stellte ich mir schon mal die Frage: „Was ist dir wichtig in deinem bevorstehenden Leben?“ Meist beginnt man sich solche Fragen erst dann zu stellen, wenn einen die Gesamtsituation nervt und sich etwas ändern muss! Ich wusste nur ungefähr wie es laufen sollte. Und dann, dann packt man ein paar Jahre drauf und plötzlich weiß man es. Weit entfernt von dem was ich mit 40 Jahren im Kopf hatte!

Es sind so einfache wenige Gedanken, die mir dabei durch den Kopf jagen wenn ich mich frage was für mich bedeutungsvoll sein wird, mir wichtig ist im Leben. Der ganze Anti-Aging Mist kratzt mich eigentlich gar nicht mehr. Dagegen kämpfe ich nicht mehr an. 🙂 Nein, es sind die neuen Bindungen und Beziehungen zu Menschen die mir etwas bedeuten. Sie sollten aufrecht bleiben, noch tiefer werden und vor allem ehrlich sein und bleiben. Ich möchte es können in einer schlechten Situation trotzdem „gut“ zu leben und vor allem dabei authentisch zu bleiben! Meiner Gelassenheit die Möglichkeit zu geben sich noch mehr zu entfalten und dadurch ruhiger sein zu können.

Dinge entfalten sich zur gegebener Zeit von ganz alleine hab ich bemerkt … und damit sind nicht nur die Fältchen gemeint … *zwinker* Akzeptieren – ein Ausdruck gelebter Weisheit. Mehr ist es nicht. Das ist es was für mich zählt.

Schon sehr komisch was einem beim Laufen mit dem Hund so durch die Gehirnwindungen geht. Werte verlagern und verändern sich … OHHH bin ich dankbar dafür!

Wie wäre deine Antwort würde dich jemand fragen was dir für deine Zukunft wichtig ist? Danke dass DU wieder dabei warst!

Wahnsinn wie die Zeit vorbei zieht! Ich bin ja glücklich darüber die ungemütliche Zeit hinter mir zu lassen. Ja und gleich mal vor weg … ich sitze hier am Rechner, Yoga-Hose dicken Socken und XXL Shirt. Die Beine so verknotet dass sie mir spätestens in 20 Minuten abfallen werden. Und ich versuche dabei meinen „runden“ Gedankengang zu formulieren.

Irgendwie fühle ich mich aber von mir selbst getrieben. Kennst Du das? Du möchtest etwas mitteilen, suchst die richtigen Worte und es klappt überhaupt nicht, weil alles aufeinmal heraus möchte! Naja … ich werd es trotzdem versuchen, meine Gedanken der Reihe nach zu sortieren 🙂

Es ist wieder so weit …

Mein/unser Plan, den Sommer wieder in Italien zu verbringen, wäre beinahe geplatzt. Meine Gesundheit hat wieder mal gemeint, sie müsse aus der Reihe tanzen. Es wäre „ihr“ beinahe gelungen. „Tun was einem gut tut“ und genau für DAS hab ich mich entschieden und werde meine Koffer aufs Neue zusammenstellen und den Sommer, mit kleinen Unterbrechungen … wieder in Italien verbringen.

Ein Gemisch aus riesiger Freude und ein wenig Unsicherheit spielt sich in meiner Magengegend schon ab. Da kommt mein „Sicherheitsdenken“ wieder auf bei mir. Was, wenn, sollte, wichtig, usw … Egal.

Es ist gut so! 🙂 Meine noch grössere Sorge besteht eher darin „was nehme ich alles mit?“ Ich komme mit weniger aus, als ich letztes Jahr dabei hatte. Nur das „Wenigere“ muss dann schon auch das „Richtige“ sein >händeüberdenkopfschlag<. Wäre doch nur schon alles gepackt!

Ja … und eigentlich sollte ich noch ein Update der gesamten Wohnung machen! Mich noch mit Freunden treffen, meine Kinder zum Essen laden, meinen Tattoo-Termin einhalten, kosmetische „Feinheiten“ noch über mich ergehen lassen und meiner Frau Nachbarin (Perle) meine Botanik erklären … mit „Tratsch-Einlage“ und das alles jetzt in 3 Tagen! 🙂

Hmm … ICH habe nachgelassen – früher hätte dafür ein Tag gereicht. Alles im Schnellverfahren erledigt. Heute bereitet mir das eine Art von Stress, die ich nicht mag. Deshalb werde ich streichen was nicht wichtig ist.

  • den Wohnungsputz – streiche ich
  • die Kinder bestell ich einfach zum Essen nach Italien
  • die Kosmetik … ich weiß nicht, Sand-Peeling und Meeresluft werden das erledigen
  • der Rest ist PFLICHT!

In der Zwischenzeit versuche ich meine Beine auseinander zu knoten – eingeschlafen und eiskalt *lach*, immer dasselbe. Aber im Grossen und Ganzen bin ich mit meinem Plan jetzt zufrieden.

Ich freue mich auf die positiven Eindrücke und Momente, die mir hoffentlich bei meinen Schreibblockaden helfen werden … bestimmt auch neue Inspiration schenken. Einfach froh und glücklicher leben und arbeiten – auf DAS freue ich mich. 🙂 Also Hr. Mayer, ich freu mich auf Freitag wenn DU Monja und mich einpackst!

In diesem Sinne danke ich diesmal fürs „Zuhören“ *lach*, bis bald!

Das Leben fragt nicht

… Da sitzt man am Sonntag Morgen auf der Terrasse, geniesst seinen Kaffee, freut sich über den beginnenden und sonnigen Tag, nebenher scrollst du in deinen Eingängen und deiner Timeline, ganz plötzlich findest du dich mitten in einer traurigen Nachricht wieder. Gefolgt von einem brennenden Schmerz der sich in deine Brust bohrt …

Das Leben ist oft so verdammt brutal. Es zieht dich aus dem „Verkehr“, wenn ES der Meinung ist das JETZT der richtige Zeitpunkt ist! Du wirst nicht vorbereitet, nicht gefragt. Es ist wie es ist. Zurück bleiben Menschen voller Gefühlschaos und tiefem Schmerz.

Sich NICHT verabschieden können – DAS ist das was mich traurig macht! Verabschieden sollte man sich wenn man noch am Leben ist. Nicht mit „War schön dich gekannt zu haben … falls wir uns nimma sehen“. Nein wir sollten es nicht versäumen die Kontakte zu „pflegen“ die uns wichtig sind. Nicht immer aufschieben und vertagen „Es wird schon wieder mal recht werden …“ gerne Gesagtes von uns allen.

Ebenso kommt mir dabei in den Sinn – wie oft verlassen wir unser zu Hause beinahe „flüchtend“, ohne viele Worte? Oder sind wir manchmal auch verärgert und gehen im Streit? Wann haben wir es ausgesprochen, wie wichtig und wertvoll uns manche Menschen sind? Wie beenden wir unsere Tage gedanklich wenn wir schlafen gehen?

Es scheint oft so zu sein, dass wir in brutaler Art und Weise manchmal „gerüttelt“ werden müssen, um über solche Dinge wieder mal wirklich nachzudenken! In Wahrheit ist das sehr traurig. 🙁

Unser Leben ist viel zu kurz und zu kostbar um es einfach „nur so“ dahinzuleben. Wir sollten unsere Tage mit dem Wissen abschliessen alles gesagt zu haben was uns wichtig ist. Keine Rechnungen noch offen zu haben! Und vor allem all den Menschen zu sagen und zu zeigen, was sie einem bedeuten …

Es kommt nicht darauf an dem Leben mehr Jahre zu geben, nein es sollte so sein, unseren Jahren mehr Leben geben!

Und trotzdem: leider müssen manche von uns viel zu früh gehen … DANKE das wir eine Strecke gemeinsam gehen konnten. Für dich: Rebecca Ferguson – Freedom

Lust auf Gesellschaft oder doch lieber alleine oder mit Auserwählten wenigen Menschen? Hast Du dieses Gefühl schon mal verspürt? Waren es früher ( und mit dem „früher“ meine ich, vor ca. zwei drei Jahren ), nur Orte gut wo sich die Masse aufhält, wo immer etwas los war, daß Gewusel nie aufhörte … nur an solchen Plätzen fühlte ich mich wohl. Zuviel Menschen daß gab es bei mir nicht! Mit mir alleine war es schwierig, ich konnte einfach nichts anfangen mit der Ruhe und ich hatte immer das Gefühl zu ersticken wenn ich keine Menschen um mich hatte! Ist es heute so, daß ich nach einem halben Tag auf den Strassen mich auf nichts mehr freue , als den Schlüssel zu Hause umzudrehen mich hinzusetzen und mir zu denken :“ Poah … es ist Luxus in den eigenen 4 Wänden seine Ruhe zu haben!

Klingt schlimm oder?

Manchmal erschrecke ich selber wenn in mir dieses Gefühl wieder hochkommt, aber es ist eben so. Seit einiger Zeit habe ich  keine Lust mehr auf zu viele Menschen und Gesellschaften. Früher hätte es nichts gegeben wo ich nicht dabei sein hätte müssen, über jeden Blödsinn mitgelacht und ich wäre bei den Letzten dabei gewesen die sich auf den Heimweg gemacht hätten. DAS war eben früher.

Vor einiger Zeit musste ich lernen das man auch alleine ohne einen selbst auferlegten “ Gruppenzwang“ leben kann, und da begann eigentlich mein umdenken. Viele soziale Kontakte langweilten oder nervten mich sogar. Hatte anfangs auch keine Ahnung wie ich damit umgehen sollte?! Ich zog mich zurück – freiwillig … daß war meine selbst gewählte Isolation. Es störte mich plötzlich nicht mehr „ohne Wirbel“ zu sein.

Worum geht es dabei?

Richtig bewusst ist mir das ganze  bei einem ehemaligen Kollegen Treffen. Ich wollte nicht schon wieder kneifen und so folgte ich der Einladung. Es dauerte nicht lange bis ich bemerkte das ich mit dem „Tischgeschwätz“ null anfangen konnte! Ich hatte mir eher einen regen Austausch über Berufliche Werdegänge usw. erhofft nach beinahe 10 Jahre des sich nicht Sehens … Es interessierte keinen der 15 Leute die gekommen sind. Und mich? Mich interessierte das Stammtisch Geschwätz nicht, die ins Detail gehenden Scheidungs und Fremdgeh – Geschichten,  Missgeschicke wie verwaschene Wäsche und sitzengebliebene Kuchenrezepte – Entschuldigung, aber da war mir meine Zeit zu wertvoll und deshalb verlies ich dieses „Kabarett “ nach dem Essen!

Beim nach Hause fahren fühlte ich mich ein wenig schlecht, oder  eher … wie soll ich das nur nennen … ja es war die Gleichgültigkeit dieser Gespräche! Und eigentlich waren es n nicht nur die Gespräche, sondern auch die Menschen die mit grösstenteils egal waren.

Gedanklich tobe ich mich manchmal aus

Es kommt ja immer wieder vor daß man gezwungen wird manche Gespräche mit zu hören, sei es in der Bahn, Bus, Kasse  oder beim Arzt – ach da gibt es unzähliges! Mein Lieblingsbeispiel ist das Bahn fahren. Das funktioniert nur mehr mit Kopfhörer bei mir. Menschen die in den Abteils alleine sitzen, zücken sofort ihr Phone sobald sie sitzen und telefonieren lautstark. Diskutieren über irgend welchen Scheiss wo mir sofort das Fremdschämen wieder hochfährt, „schlichten“ ihre Beziehungen oder erzählen ihr Erlebtes … und das bis zum aussteigen. Da hilft auch das wechseln des Abteils nicht, sie sitzen überall! Rücksicht ist ein Fremdwort und interessiert niemanden. Trau dich freundlich zu fragen etwas leiser zu sein, wird es überhört oder bekommst eine patzige Antwort.

Bin ich unter solchen Menschen, gehe ich Gedanklich sehr oft die Dinge durch, welche ich ihnen gerne ins Gesicht sagen würde. Und ich kann nur eines dazu sagen : freundlich und nett würde das nicht ausfallen!

Mein Umfeld ist mir sehr wichtig geworden

Die Zeit ändert sich, die Menschen verändern sich. Das ist nun mal so. Deshalb bin ich der Meinung, mir mein Umfeld auszusuchen. Menschen die ähnlich ticken wie ich, wo gleiche Interessen vorhanden sind und vor allem solche wo ich weiß, SIE sind echt und authentisch! 🙂

Ich bin KEIN Menschenhasser

Möglicherweise kommt dir durch den Sinn :“ die hasst ja alle Menschen?!“ ( Übrigens finde ich das Wort ganz schön extrem … ) Nennen wir es ordentlich : Ich bin auch kein Misanthrop! Ich mag nur diese Massen Ansammlungen nicht. Bin ich in der Öffentlichkeit unterwegs, bin ich ja automatisch ein Teil davon. Das Gefühl zu haben in der Menge bedrängt und getrieben zu werden von anderen. In der dicht gedrängten Strassenbahn den Körper des anderen zu spüren, Gerüche einzuatmen die mir Gänsehaut bereiten und vor allem dem Gerede ausgeliefert zu sein!

Es ist nicht möglich sich dem Gewusel zu entziehen weil – es ist überall. Heut zu Tage findet man eine völlig andere Umwelt vor. Viele von uns ziehen sich dann eben zurück  ( Introvertiert ). Mir wurde schon mehrmals vorgeworfen ein unmenschliches verhalten an den Tag zu legen. Sehe ICH nicht so. Im Gegenteil, ich bin SEHR Menschlich genauso wie auch mein Verhalten. Nur weil man/ICH gerne gegen den Strom paddelt wird man schon wieder gerne gekennzeichnet (Ich habs mir sogar Tättowieren lassen 🙂 ) – auch wenn es so ist, ist man deshalb kein schlechterer Mensch.

Ich sehe mir die Menschen an …

und stelle sehr oft fest, daß viele davon gestresst sind, andere traurig, andere wieder total fixiert und konzentriert. Und dann gibt es noch die, die sind wie ich. Sie versuchen dem ganzen zu entkommen, wollen von der Masse nix wissen. Sie fliehen in die Musik, lesen ein Buch während sie warten, sitzen oder stehen. Und jedesmal wenn ich das beobachte, muss ich schmunzeln … es gibt sehr viele die so sind wie ich! :-)!

Eigentlich hab ich mich m it diesen Artikel wieder ein kleines Stück “ ausgezogen“. Wie geht es DIR wenn du das liest und vor allem wie kommst DU mit der Menschenmasse klar? Würde mich interessieren und gleichzeitig sehr freuen von DIR zu lesen …

 

 

Montag, meine letzte Woche begann. Alles war wie immer nur etwas ruhiger ging es beim Frühstück her. Der Platz von Evi war noch leer. Morgen und am Mittwoch würden dann die Nächsten die leeren Plätze der anderen wieder auffüllen. Auf der Station gab es nur 20 Zimmer mit je einer Zweier-Belegung. Zimmer standen NIE länger als ein bis zwei Tage frei. Der Wechsel ging meist sehr ruhig von statten. Man merkte erst zu den Mahlzeiten das wieder jemand „neuer“ dazu gekommen war. Wie es auch in den nächsten Tagen sein wird … eine Routine wie immer. Wenn man lange genug da ist, achtet man auf diese Dinge kaum mehr.

Ich merkte jedenfalls das ich, je näher mein Aufbruch kam, mehr und mehr nervös wurde. Es ging sogar soweit, dass all mein gelerntes und mein ganzes Vorhaben zu wackeln begann. Ängste beherrschten mich plötzlich wieder, meine Träume ließen mich nachts wach werden und mit meiner Selbstliebe war es nicht weit her! Ich war wütend und verärgert, dass ich mich so anstellte! „Hey was soll das? Du bist eine erwachsene Frau, die in einer mittelgradigen Lebenskrise steckte … die Betonung auf steckte!“, sagte ich zu mir selber. Was wenn ich mich irre? Was wenn ich noch gar nicht so weit bin? Was wenn ich all mein Vorhaben nicht schaffe? ICH hatte plötzlich so wahnsinnig viele offene Fragen, die mir zu schaffen machten. Es ging jedoch nicht nur mir so. Es waren Patientinnen dabei, die sich kurz vor ihrer Entlassung selbst Schaden zufügten. Dinge taten die sie während der Zeit hier gut in den Griff bekommen hatten … nur um nicht nach Hause zu müssen und sich dem „ungeschütztem“ Leben wieder stellen zu müssen!

NEIN, so bin ich nicht. Ich hab einfach nur ein wenig Angst die auch sein darf … nach so langer Zeit in der jegliche Bedenken immer vorher besprochen werden konnten! Meine Panik stand mir wahrscheinlich ins Gesicht geschrieben als meine Bezugsschwester auf mich zukam und außertourlich eine Stunde mit mir einschob. Wir trafen uns im Besprechungsraum kurz vor ihrem Dienstschluss. Ihr liebevolles Lächeln und der feste Händedruck bei unserer Begrüssung wurde für mich in der Zeit wie ein Anker der mich fest gehalten hat.

Was macht ihnen solche Angst?

Das war ihre erste Frage und sie rückte ganz nahe an mich heran. Solche Momente fand ich immer ganz besonders seltsam, da uns beide maximal fünf Jahre Altersunterschied trennten. War es anfangs sehr schwierig für mich solche Situationen zuzulassen, sind diese in der Zwischenzeit eine wichtige Aktion geworden! „Ich beobachte sie schon die letzten Tage, sie sind wieder still geworden und sitzen viel auf dem rotem Sofa … wovor haben sie Angst?“ Ich erzählte ihr meine Bedenken. Das es vielleicht noch zu früh sei nach Hause zu gehen und meine Angst zu versagen und mich vor lauter Eifer sofort wieder zu verausgaben … was dann? „All das wird nicht passieren wenn sie das Gelernte umsetzen, wenn sie gut sorge für sich und wenn sie trotz manchem „Scheitern“, das sicherlich auch kommen wird, nicht aufhören sich selbst zu mögen!“ … sagte sie mit diesmal eindringlicher bestimmten Stimme, die mich kurz mal aufschauen lies.

„Sie haben sich hier als wichtiger Bezugspunkt für einige Frauen entpuppt, wie sie sicherlich mitbekommen haben. Sie werden gemocht und wertgeschätzt von allen hier, sie sind selbst während ihres Aufenthaltes hier zu einem Alpha-Tier geworden ohne das sie es wollten … sie haben Situationen gemeistert die bei Gott nicht einfach waren UND – sie haben durchgehalten und sind an der Situation weiter gewachsen. Also um Himmelswillen, was sollten sie nicht schaffen? Nochmal … das einzig Wichtige ist, dass sie bei all ihren Vorhaben auf sich selber nicht vergessen, Grenzen auf zu zeigen und wie sie es ja nachts immer noch tun …. sich selbst dabei in den Arm zu nehmen …“

Ich bekam eine seltsame Aufgabe

Ich glaube sie hatte noch einiges mehr auf Lager, aber bei mir war nach so viel positiven Gerede Schluss. ICH war es eben nicht gewohnt … immer noch nicht. Als wir uns verabschiedeten nahm sie aus der Tasche ein rohes Ei. Sie hatte es bemalt. Augen und Haare mit schwarzem Edding „Das sind SIE Sandra … ich möchte dass sie es mir vor ihrer Abreise hier auf der Station unversehrt zurückgeben! Geben sie gut auf sich acht 🙂 … und gehen sie so mit dem rohen Ei um als wären es sie selber. Schönen Abend bis übermorgen!“

Das war eigentlich das Einzige was ich meinen Mädels NICHT erzählt hatte! Ich kam mir so doof vor. Ein kleiner roher Eierkopf der aussah wie ich und auf den ich achten sollte. So etwas kann man nicht erzählen! Ich überlegte und kam schnell zu dem Entschluss ein sicheres Nest suchen zu müssen. Ich lehrte meinen kleinen Kosmetikbeutel und bettete mein Ei, das mir jedes Mal wenn ich es ansah, einen Grinser entlockte, in ein kleines Gästehandtuch eingeschlagen in meinen Beutel. Wie ein Baby lag es da und schaute mich mit den aufgemalten Augen an.

Ich musste wirklich achtsam sein damit es nicht kaputt ging. Nach und nach verstand ich auch was sie mir mit dieser Aktion sagen wollte … diese Frau war einfach grossartig! Mein „ICH“ habe ich ihr unversehrt zurückgeben können mit den Worten „Ich hab gut für mich gesorgt 🙂 “ mehr gab es dazu nicht zu sagen. „Ich habe nichts anderes von ihnen erwartet …“ sagte sie und wünschte mir für meine Zukunft das aller Beste.

Abflug war angesagt

Die nächsten Tage vergingen noch schneller als die Letzten. Es war mein letztes Frühstück und ich nahm mir ganz fest vor stark zu sein. Taff eben. Ich war so voller Freude als meine Mädels mich mit ganz persönlichen Dingen beschenkten. Alles hatte eine Bedeutung oder war voll mit Erinnerung! Es ging alles gut bis zu dem Moment als ich meinen riesigen Koffer aus meinem Zimmer zog. Ein Herz zereissender Abschied folgte …

In Kontakt sind wir bis heute. Auch wenn jeder sein eigenes Leben leben muss, stehen wir in guter Verbindung. Evi unser Kücken, es geht ihr blendend! Essen ist wieder ihr Freund geworden, sie lebt und liebt das Leben in vollen Zügen! Melanie hat ihren geplanten Wohnungswechsel gut überstanden und auch sie hat wieder Boden unter den Füssen! Königin Gabriela ist zu einer strukturierten Person geworden, die Familie, Job und ihre Weiterbildung mehr oder weniger im Griff hat. Der dazugehörige „König“ ist noch nicht angekommen. 🙂

Ja und meine Wenigkeit … ich habe nach anfänglichen Startschwierigkeiten mein Leben NEU „gebaut“. Neues Leben, neue Liebe, neues Denken. ICH „achte“ auf mich wie ein rohes Ei … man soll mir nicht nachsagen können ich sei nicht lernfähig! Ich kann nur Jedem raten der sich in einer Lebenskrise befindet, hinzusehen, sich Hilfe zu holen und auch anzunehmen. Einfach war und ist es immer noch nicht – aber davon war auch NIE die Rede!

Ich danke Dir für deine treuen Besuche zu diesen Geschichten, vielleicht habe ich Dinge beim Namen genannt die DIR bekannt vorkamen und dir einen kleinen Einblick geben konnten in einen ganz normalen Stations-Alltag.

PS: Die Lücke auf FrauenPunk durch das Ende dieser Artikelserie möchte ich natürlich füllen und so werde ich dich anstelle meiner Alltagsgschichten bald zu Geschichten für Erwachsene einladen! 😀 14-tägig, wie gehabt, ich freu mich weiter auf dich und wünsche dir noch einen schönen Sonntag.

Kennst du schon die weiteren Teile der Alltagsgeschichten?
Alltagsgeschichten B102 #1
Alltagsgeschichten B102 #2
Alltagsgeschichten B102 #3
Alltagsgeschichten B102 #4
Alltagsgeschichten B102 #5
Alltagsgeschichten B102 #6
Alltagsgeschichten B102 #7
Alltagsgeschichten B102 #8
Alltagsgeschichten B102 #9
Alltagsgeschichten B102 #10