Ruh- und rastlos

Selbst wenn dich dein Körper zum Nichtstun zwingt, bleibst du ruh- und rastlos? Kennst du dieses Gefühl auch? Ich denke davon können sehr viele Frauen ein Lied zwitschern.

Wenn man einmal in diesem Rad gefangen ist, kann man wohl nicht eben von 100 auf 0 entschleunigen, dass ist nun mal so und völlig normal. Ausserdem ist der inneren Getriebenheit relativ egal ob man im aussen langsam ist oder nicht!

Wenn DU gehst, dann gehst du. Wenn DU isst, dann isst du. Wenn DU schläfst, dann schläfst du.

Diese Sätze hört man sehr oft wenn es um das Entschleunigen geht. Und zwar ist damit gemeint: beim Gehen nicht darüber nachdenken was du vergessen hast oder was du noch hättest tun können! Wenn du isst, dich nicht über das „Schmatzen“ am Nebentisch ärgern oder dem Gespräch des Nachbarn lauschen. Und wenn du dich schlafen legst, sollst du nicht über 100.000 Dinge nachdenken. Nein – DU sollst ganz bei dir bleiben – der Rest ist unwichtig.

Der Weg dorthin ist ein holpriger und nicht einfach

Wenn ich dabei an mich selbst denke weiß ich noch wie ich begann mal einen einzigen Tag mit „Nichts tun“ zu verbringen, besser gesagt ich hab es versucht ! Es dauerte nicht sehr lange bis meine Unruhe stieg, sich Langeweile breit machte und dann war noch mein schlechtes Gewissen sehr tief spürbar! Diese Gefühle durchströmten in Wellen meinen Körper. Alles andere als angenehm … Mein Körper hält zwar still, aber mein Geist läuft mir davon!

Den Weg dorthin konnte ich nur über die Achtsamkeit erlangen

Ebenso schwierig, da entschleunigen und achtsam sein sehr nah aneinander stehen. Wann bist Du das letzte Mal richtig aufmerksam spazieren gegangen? Wann hast du das letzte Mal eine Tasse Tee achtsam getrunken? Jeden Handgriff der Zubereitung bewusst verfolgt? Glaub mir, ich dachte mir das Gleiche wie du dir jetzt wahrscheindlich denken wirst 🙂 . Was soll der Blödsinn oder? Ist es aber nicht. Es gibt Tätigkeiten die ganz von alleine geschehen weil wir es stetig tun.

Ich nehme mal das Zähneputzen her. Jeder von uns macht es mehrmals am Tag. Es geht von alleine und du musst nicht darüber nachdenken wie es geht. Nimm deine Zahnbürste mal in die andere Hand 🙂 , versuche genauso ordentlich Zahn für Zahn, innen und aussen zu reinigen … es wird so sein, dass du es  wesentlich bewusster machen wirst, dich auf deine Zähne konzentrieren musst und keinen Gedanken an morgen verlieren wirst während du dir die Zähne putzt! Genau das ist mit Achtsamkeit und Entschleunigung gemeint.

Du bist bereit fürs mal nichts tun? So geht es:

Nichts tun

Ruh- und rastlos
Mit Nichts tun ist auch nichts tun gemeint! Keine Zeitschrift durchblättern, keine Musik hören oder telefonieren, auch keine Nägel lackieren. Keine Atemtechnik austesten und auch über nichts nachdenken! Du hast dir doch sicher schon sehr oft gewünscht einfach mal nichts tun zu müssen, jetzt hast du die Gelegenheit. Für viele Frauen ist das „Nichts tun“ eine Horrorvorstellung und nur sehr wenige beherrschen diese Kunst.

Am besten ist du setzt oder legst dich aufs Bett oder Sofa. Sage dir vor: „ICH tue nichts“ … starr in die Luft oder an die Decke. Beobachte dich, rührt sich da wer der zu dir sagt du solltest aufstehen, was sinnvolles machen? Kannst du es aushalten mal nicht produktiv zu sein? Die Zeit einfach still steht. Du bist sehr mutig dich dem ruhelosen Alltag zu entziehen 🙂 , Feiglinge würden es erst nicht mal versuchen! Fang auch hier langsam an und erzwinge nichts, du wirst sehen wie weit es dich bringen wird, bleibst du am Ball !

Zeitlupenverhalten

Entschleunigungsübung Eincremen
Zeitlupenverhalten ist zum Beispiel das Eincremen mit Lotion. Eine perfekte Entschleunigungsübung. Führe deine Hände langsam über deinen Körper, fühle dabei die Unterschiede deiner Haut, die Temperaturunterschiede und nimm den Duft der Körperlotion bewusst wahr. Du kannst das mit allen Dingen und Gewohnheiten machen, die du sonst fahrig und achtlos gemacht hast! Möglichst langsam und achtsam ausführen. Auch das erfordert viel Übung!

Auszeit

Nimm dir eine Auszeit

Nimm dir eine Auszeit – ich weiß das dieses Wort sehr oft im Umlauf ist, es ist auch so ein kleines Modewort geworden. Mir ist auch durchaus klar, dass sich nicht jeder den Luxus Auszeit gönnen kann. Aber manchmal passiert es, dass du dazu gezwungen wirst, sei es durch Krankheit und Erschöpfung oder Arbeitslosigkeit etc. Musstest du dieses mal erfahren, wirst du darüber anders denken und dir gerne diese Zeit geben um gesund zu bleiben! Möglichkeiten gibt es dafür viele. Manche pilgern, ich wählte ein Schweigekloster als meinen Rückzugsort, was ich auch wirklich jedem empfehlen kann. Kein Luxus, kein Handy, nur Schweigen. Es geht aber auch einfacher. Ein Mittagsschlaf kann für manche schon eine Auszeit bedeuten oder ein Wellnesstag mit DIR ganz alleine … Wichtig ist nur, daß du dir eine gönnst 🙂 . Du wirst es geniessen wenn du konsequent bleibst!

Singletasking

Ab in die Wanne

Mache nicht 3 Dinge auf einmal, Singletasking ist angesagt! Ich weiß ja wir Frauen sind da mega gut darin mehr Sachen gleichzeitig zu erledigen. Aber es bedeutet gleichzeitig Stress und Rastlosigkeit. Versuche es mal einen Tag oder beginne mit einem halben Tag, wirklich immer nur eins nach dem anderen zu tun. Trinke morgens deinen Café ohne in die Zeitung zu schauen, lass dein Handy in der Strassenbahn in der Tasche – sieh zum Fenster raus! Gehst du abends in die Wanne, hör mal keine Musik sondern hör dem Platzen der Schaumblasen zu und die nächste Blase. Und wiederum die Nächste … klingt einfach – ist es aber nicht!

Mit diesen Übungen kannst du lernen dein Leben etwas zu verlangsamen. Mehr Lebensqualität zu erreichen, was auch bedeutet trotz Arbeit ausgeruhter zu sein. Wie sagt man so schön: „DU bist in deiner Mitte“. Hab Geduld und erwarte anfangs nicht zu viel von dir, aber gib auch nicht auf! Eine Herausforderung für starke Frauen! 🙂

Schreib mir deine Erfolge – wie du damit zurecht kommst und wie oft du das Handtuch geworfen hast ggg!

XOXO Sandra FrauenPunk

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4 Kommentare
  1. Denise
    Denise sagte:

    Sehr gute Denkanstöße zum Entschleunigen. 🙂 „Zeitlupe“ kann ich schon ganz gut, aber an den anderen Punkten müsste ich definitiv mal arbeiten. Und das „Nichts tun“ würde mir echt nicht einfach fallen.

    Antworten
    • Sandra
      Sandra sagte:

      Liebe Denise, mir geht es dabei nicht anders.
      Es gibt mal bessere Tage da gelingt alles einwandfrei,
      und dann gibt es Zeiten da hab ich scheinbar ALLES verlernt!

      Aber aus Erfahrung darf ich sagen: ein entschleunigtes Leben
      ist ein wesentlich besseres und vor allem gesünderes Leben!

      Und die Sache mit dem „Nichts tun“ … in kleinen Auszeiten
      beginnen, DAS funktioniert am besten :-)!
      Danke für deine Gedanken dazu! Ich wünsche dir eine eine gute Zeit :-).
      Glg. Sandra

      Antworten
  2. Doris Forster
    Doris Forster sagte:

    Hey Sandra,
    also das „Nichts tun“ krieg ich teilw. schon ganz gut hin … allerdings erst dann, wenn ich merke alles wird mir mega zuviel. Um generell im Altag zu entschleunigen, brauch ich noch viel Übung *ggg*
    Danke für deine Ideen und Tipps … ich werde so manches ausprobiern 🙂

    Alles Liebe
    Doris

    Antworten
    • Sandra
      Sandra sagte:

      Abend Doris!
      Soweit sollte es eigentlich erst gar nicht kommen :-)!
      Erst dann die Füsse hochlagern wenn es schon weh tut.
      Bringen wir eine gewisse annehmbare Zeit des „nichts tuns“
      in unseren Alltag, wird es erst gar nicht vorkommen, dass
      uns so schnell etwas „zu viel“ wird :-)!

      Aber ich kann es sehr gut nachvollziehen: Es ist nicht ganz so
      einfach wie es sichs liest.Nur wir wissen ja – Übung macht den
      Meister *zwinker*!

      Danke fürs vorbeischauen 🙂 glg SANDRA

      Antworten

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