Die Psyche, ein komplexes und sehr gewinnbringendes Thema wenn wir uns damit auseinandersetzen. Probleme erkennen, annehmen und gemeinsam lösen sollte das Ziel sein.

Depressionen sind für Betroffene schon eine sehr große Belastung, aber eine ganz besondere Hürde sind sie für eine Beziehung. Lebt man mit einem Menschen mit Depressionen zusammen, kann das eine sehr große Herausforderung für beide Partner sein. Emotional sowie körperlich. Nicht selten fühlte sich der „gesunde“ Partner überfordert, während der andere mit Schuldgefühlen überhäuft wird.  Aber wie geht man mit den Schattenseiten einer Depression in einer Beziehung um? 

Diesen Beitrag möchte ich all den Paaren widmen die sich in dieser Situation wieder finden. Die einen Menschen an ihrer Seite haben, der an Depressionen leidet oder Personen die selbst betroffen sind. Eine Depression kann das ganze Leben aus den Angeln werfen. Nichts ist mehr so wie es früher mal war. Es kostet beide Partner Kraft zu sehen wie sich der Mensch, den man liebt, quält. Für selbst Betroffene besteht das Leben aus einer einzigen Gratwanderung. Eine Gefühlslandschaft aus schwarz und weiß, hoch und tief, gut und sinnlos … Was ich aber sicher sagen kann, ist das Depressionen in einer Partnerschaft nicht nur belastend sein müssen, sondern auch eine Beziehungen festigen können!

Die Depression ist eine ernst zu nehmende Erkrankung

Zu Beginn möchte ich klarstellen das ich keine psychologische und neurologische Ausbildung besitze, ich schreibe hier als selbst Betroffene … aus meinen Erfahrungen und vielen Erlebnissen, die ich selbst lange Zeit und auch heute immer wieder in kurzen Episoden erlebe. Viele Frauen leben mit Depressionen ohne dass es ihnen bewusst ist. Das Gefühl von Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit, ständiger Müdigkeit und Traurigkeit sind typische Empfindungen für ein Seelentief. Natürlich kennen diese Gefühle auch Menschen ohne gleich depressiv zu sein, ein Tief und „nichtsbringende“ Gedanken gehören eben auch zum Leben dazu. Dauern jedoch diese Empfindungen länger an, können sie die ersten Anzeichen einer Depression sein.

Tiefe Verstimmungen machen das Leben nicht unbedingt einfach

Wer an Depressionen leidet weiß, dass man sich aus diesen Verstimmungen und Gefühlsschwakungen selten selbst befreien kann. Normale Gefühle der Erschöpfung und der Mutlosigkeit gehen vorüber sobald die auslösenden Ereignisse aufgearbeitet wurden.
Eine unbehandelte Depression dagegen bessert sich kaum von alleine. Die Auslöser einer Depression sind sehr unterschiedlich. Veränderte Lebensereignisse, Stress, der Verlust eines geliebten Menschen, sowie Krankheit, Gewalt und Missbrauch, aber auch emotionale Vernachlässigung sind nur ein paar Beispiele die mir dabei einfallen. Fakt ist, all diese Beispiele können dafür verantwortlich sein um in ein tiefes depressives Loch zu kippen. Doppelt schwierig wird das wenn man in einer Partnerschaft ist und sich diese Situation plötzlich zwischen die Beziehung drängt!

Wie geht man aber damit in einer Beziehung um?

Ich möchte hier jetzt ganz bewusst als Betrachter beider Partner schreiben, denn der Betroffene wird sich in den meisten Dingen selbst wiedererkennen.

Unzählige Gefühle tun sich auf ist eine Beziehung von Depressionen betroffen. Unsicherheit und eine gewisse Beunruhigung stellt sich ein und somit die Fragen: „Warum lacht mein Partner weniger, warum ist er immer müde, launisch und antriebslos? Der Partner ist verschlossener als sonst. Was ist schuld an dieser Veränderung? Viele Fragezeichen tauchen auf. Besonders verwirrend ist auch das der Partner/ oder eben wir selbst, ganz normal mit anderen umgeht, wenn Freunde zu Gast sind oder auch an Hand von Telefonaten. Diese freundliche und meist gut gelaunte Fassade fällt erst dann wenn die traute Zweisamkeit wieder einkehrt.

Dieses Verhalten bringt große Unsicherheit aber auch Traurigkeit mit sich. Trauer über die Zeit in der noch alles in Ordnung war. Leidet ein Partner an einer Depression, bedeutet das in vielen Lebensbereichen etwas verloren zu haben. Das „Gemeinsame“ fehlt. Trauer über das Verlorene und Wut über die unliebsame Veränderung liegen plötzlich dicht nebeneinander. Ein typischer Wut-Impuls ist zum Beispiel: “ Was ist nur los mit Dir, so kenn ich Dich gar nicht …“ die Bedeutung hinter der Wut, spiegelt aber einfach nur den Wunsch nach Harmonie und dem „alten“ Zusammenleben wieder.

Nach der Unsicherheit, der Trauer und der Wut, kommt dann auch noch das Schuldgefühl und die Scham ins Spiel. Unser Selbstwertgefühl erhalten wir zum größten Teil aus unserem sozialen engen Umfeld. Ist einer der Partner an einer Depression erkrankt, berührt es nicht nur den Betroffenen sondern auch den anderen. Wenn der Partner immer wieder Treffen absagt, sich zurückzieht und sich im Bekanntenkreis anders als üblich verhält, kommt es vor das der Partner in „Erklärungsnot“ gerät. Das Verhalten eines an Depressionen erkrankten Partners kann peinlich sein oder sogar den Selbstwert angreifen.

Hilf mir bitte, aber lass mich in Ruhe …

Meiner Erfahrungen haben mir gezeigt, dass es nicht einfach ist einen Herz-Menschen der an Depressionen erkrankt ist, zu unterstützen. Angehörige bekommen vom Partner oftmals ein verwirrendes „Hilf mir, aber lass mich …“ zu hören. Dem Partner helfen zu wollen, aber nicht zu können bzw. dürfen, macht Angst und verwirrt. Aber auch das ist in dieser Situation normal. Es macht Angst wenn sich der Mensch, den man liebt, verändert.

Wie schafft man es diese Herausforderung zu bewältigen ohne dabei die Beziehung den Bach hinunter gehen zu lassen?

Ich möchte hier ganz wertvolle Punkte aufzählen die für mich persönlich sehr wichtig waren aber auch immer noch sind, wenn einem die Beziehung am Herzen liegt. Ein roter Faden, der sich durch die Landkarte einer Depression zeichnet, aber auch zeigt, wie man es schaffen kann wieder zueinander zu finden.

  • Annehmen. Es brauch schon ein dickes Fell, die Krankheit zu akzeptieren und an die Beziehung zu glauben! Es ist ausserdem sehr wichtig, eine Depression nicht als Charakterschwäche, schlechte Laune oder Erziehungssache anzusehen. DAS einzusehen, ist gar nicht so einfach. Es ist also ganz wichtig sich über das Wesen einer Depression zu informieren um damit den Partner zu vermitteln: „Du darfst so sein wie Du gerade bist“.
  • Geduld ist eine Tugend … ist ja seit je her mein Satz. Und die wird auch benötigt. Es ist nicht einfach dem Partner Mut zu machen wenn er sich abwendet und keine Zuwendung zeigt. Das Verhalten nicht persönlich zu nehmen sondern als Teil der Krankheit zu sehen …das sind schwierige Aufgaben! Für jemanden der an einer Depression leidet, ist es wichtig zu wissen, dass um die Ecke jemand steht und auf ihn wartet wenn er ihn braucht.
  • Kein Drängen oder Analysieren – es ist wichtig mit dem Partner über seine Krankheit zu sprechen. Denn nur so kann man verstehen was der Partner gerade braucht oder auch nicht braucht. Wichtig dabei ist nur, nicht darauf zu drängen und alles zu analysiere! Es ist nicht hilfreich für den Betroffenen nach Gründen seiner Krankheit zu graben, besser ist es einfach nur zuzuhören und da zu sein.
  • Ratschläge sind nicht zielführend. Wir alle neigen dazu für alle Probleme gleich besonders „gute“ Ratschläge parat zu haben. Grundsätzlich ist das nichts verkehrtes. Gibt man einem depressiven Menschen Ratschlage wie er seine Gefühle und sein Verhalten verändern kann, bagatellisiert man das Problem und Schuldgefühle werden nur noch verstärkt. Aussaben wie „Stell Dich doch nicht so an, anderen Menschen geht es wesentlich schlechter oder fahr ein paar Tage weg, danach bist Du wieder ganz die Alte …“ sind pures Gift! Viel besser ist es zu hören: „Tu was Du heute tun kannst und schaffst, ich bin da wenn Du mich brauchst.“
  • Mitleid ist deplatziert. Lieben wir jemanden, meinen wir sehr oft dass dessen Leiden und Gesundung unser Problem zu sein scheint. Die Depression ist die Krankheit des Partners und nicht die eigene! Nimmt das Mitleid überhand, wird der Partner zum hilflosen Helfer. Abgrenzung ist daher wichtig. Einem Menschen in einer Depression beizustehen, braucht sehr sehr viel Kraft, die man nur aufbringen kann, wenn es einem selbst gut geht! Ein gesunder Abstand ohne dabei weit weg zu sein ist wichtig.
  • Hilfe von Außen annehmen. In den seltensten Fällen verschwindet eine Depression von alleine wieder. Allerdings wie schnell sich eine Besserung einstellt, ist abhängig von der Fürsorge des Partners, des Arztes und eines Therapeuten und letztendlich der Bereitschaft sich auch helfen zu lassen.

Die Depression des Partners ist also eine große Herausforderung für die Beziehung und das Zusammenleben. Ich habe die Erfahrung gemacht, das eine Partnerschaft die schon vorher instabil war, diesen Test der Beziehung nicht durchsteht. Wenn aber ein Paar diese Krise miteinander bewältigt, kann sich diese Beziehung vertiefen und intensivieren! Die Depression ist dann eine Chance für einen neu definierten Beginn der Partnerschaft! 🙂

Nachsatz:
Wirklich traurig ist, dass Menschen die das Wesen einer Depression nicht kennen, sie eigentlich gar nicht verstehen können …

Viel Geduld, Kraft, Mut und ganz viel Liebe wünsche ich Dir.

Paulo Coelho sagt, dass wir immer einen Tag gewinnen, wenn wir jemanden aus tiefstem Herzen umarmen. Umarmungen gibt es viele, sie unterscheiden sich durch ihre Art und Intensivität. Genauso wie es verschiedene Persönlichkeiten und Situationen gibt. Aber ganz egal um welche Art der Umarmung es sich handelt  … Umarmungen empfinde ich immer als heilsam.

Eine Umarmung lässt die Zeit manchmal still stehen

Ich muss an die Zeit denken als es mir die Luft zum Atmen nahm, schon als junges Mädchen, wollte mich jemand umarmen! Es fühlte sich für mich so an als würde mich jemand erdrücken. Ich konnte mit solchem Körperkontakt nicht umgehen … wenn ich es genau betrachte mit gar keinem. Ich hatte es nie gelernt und es war mir schlicht weg unangenehm.

Im Laufe der Zeit habe ich jedoch auch für mich gelernt, dass manche Umarmungen aus einer ganz bestimmten Verbindung heraus entstehen können und sich diese für  mich sehr „heilend“ anfühlten und durch die Umarmung die Zeit kurz still stand. Der Schmerz, die Traurigkeit oder Angst waren für einige Momente verschwunden. Was ich stellte aber auch fest, dass es immer Menschen geben wird, die eine Umarmung nicht zu schätzen wissen und sie für genauso überflüssig halten wie ich es schon als Kind tat. Dabei sagt eine Umarmung mehr als viele Worte.

Eine Umarmung ersetzt so manche Worte

Ich weiß heute das ein ehrliches „Herzen“ ausreichend sein kann um sich verstanden und unterstützt zu fühlen, Mut zu fassen und weiterzugehen. Eine Umarmung nenne ich heute liebevoll Moment-Therapie, weil sie unsere Seele und unsere Herzen streichelt. Wir fühlen uns durch die Wärme des anderen geliebt und es stärkt unser Selbstbewusstsein. Eine herzhafte Umarmung trocknete mir so manche Tränen und sie haben es geschafft mir ein Lächeln, auch wenn es nur ein kleines war, ins Gesicht zu malen.

Es gibt viele Arten der Umarmung

  • Umarmungen, die voller Emotionen sind, die uns aufwühlen und unsere Gefühlswelt in Unordnung versetzen. Ein Feeling der besonderen Art.
  • Dann gibt es Umarmungen in denen eine Seele steckt … Umarmungen, die ausschließlich aus Liebe bestehen und dahinter nur gute Absichten stecken! Durch sie wird uns bewusst, dass Liebe und Frieden gratis ist und für alle zugänglich ist.
  • Und dann gibt es die reine körperliche fühlbare Umarmung. Unsere Körper vereinen sich sanft und nur sehr kurz. Eine zaghafte vielleicht auch unsichere oberflächliche Geste.

Heute weiß ich das wir uns allen diesen Umarmungen hingeben sollten, werden sie uns angeboten, weil sie eine wertvolle Nahrung für unser Wohlbefinden sind. Sie stärken uns … jedenfalls für kurze Zeit.

Wir alle brauchen manchmal eine Umarmung. Eine warme, lange, zarte Umarmung. Eine, die so lange dauert, dass wir vergessen haben, warum wir sie gebraucht haben. <3

Und wenn mal keiner da ist Dich zu umarmen?

… dann umarme Dich selbst. Im Ernst, hast Du Dich schon mal selbst in den Arm genommen wenn Du traurig warst? Wenn Du Dich einsam und leer gefühlt hast? Oder wenn Du Dich selbst beglückwünschen wolltest? Was für eine bescheuerte Frage denkst Du Dir jetzt vielleicht. Das sehe ich allerdings anders. Es hat etwas mit Selbstliebe zu tun und die brauchen wir um uns gut zu fühlen! Dadurch gelingt es uns auch unserer Authentizität näher zu kommen. Sich selbst umarmen zu können bedeutet ausserdem dass Du Dich selbst liebst und anerkennst. Anerkennung heißt wachsen zu können und uns an das Gute im Leben heranzutasten.

Eine Umarmung erfüllt uns mit Mut und sie strahlt eine Menge Güte aus. Sie ist wie ein Gedicht das auf unserer Haut geschrieben wurde. Sie schützt uns vor falscher Liebe, vor Abhängigkeit, vor einer Idealisierung, die uns schwach werden lässt und uns Kraft raubt! Wenn Du Dir diese Punkte genauer durch den Kopf gehen lässt, klingt auch eine „Selbstumarmung“ gar nicht mehr so bescheuert oder?

Eine Umarmung ist ein perfektes Geschenk. Die Größe passt jedem, und niemand hat etwas dagegen, wenn wir es weitergeben …

In diesem Sinne, fühl Dich herzlich umarmt … sei bei Dir und bleib bei Dir!

Unschöne Beziehungen, schädliche Bekanntschaften oder ein toxisches Umfeld erzeugen unschöne Gedanken und diese Gedanken verändern und blockieren uns … jedenfalls kommen sie immer wieder hoch. Wenn unser Verstand sich immer und immer wieder mit traurigen und ungesunden Gefühlen auseinandersetzt, wird das Erlebte immer wieder frisch aufgeschüttelt. Solch toxische Gedanken werden uns emotional sowie physisch schaden … solche giftigen Gedanken schaffen es, dass wir immer auf einen sehr hohen Stresspegel stehen – und das kann uns nicht glücklich machen! Ausserdem haben Forschungen ergeben, dass toxische Gedanken eine große Rolle bei der Entstehung psychischen Krankheiten spielt.

Wir versuchen gesund zu leben …

In Wirklichkeit ist es ja zum Schreien. An jeder Ecke wird „gesund“ angeboten, wir schauen auf unsere Ernährung, versuchen ungesunde und chemische Lebensmittel zu meiden, suchen uns eine Ausgleich zur fordernden Arbeit, Wellness wird groß geschrieben, wir kaufen Naturkosmetik und halten unser zu Hause pico bello sauber … jedoch schaffen wir es nicht, oder sollte ich sagen, wir bemühen uns  nicht, eine gesunde Denkweise zu haben.

Giftige Gedanken entstehen sehr oft durch traumatische Erlebnisse, Missbrauch oder aber auch Ärgernisse, die uns so dermaßen quälen, dass daraus Gedanken entstehen die toxisch werden können. Ungerechtigkeit war lange Zeit für mich das Thema schlecht hin. Es kann und darf aber nicht sein, dass solche Gedanken unser Leben versauen … und das tun sie auf jeden Fall wenn wir nichts dagegen unternehmen!

Was können wir also dagegen tun?

Giftige Gedanken hängen ja meistens mit Menschen zusammen, die einem nichts gutes getan haben. Deren Verhalten und ihre Handlungsweise wir für nicht gut befunden haben. Uns verletzt oder sogar gedemütigt haben … sie haben uns seelische Schmerzen zugefügt die schwer zu vergessen sind. Das Schlimme daran ist, diese negativen Gedanken tauchen immer wieder auf und drehen sich wie wild in unserem Kopf!

Mich haben solche Gedanken so sehr gequält, dass ich nachts wach gelegen bin, mir immer wieder die selben Fragen gestellt habe, mir Lösungen im Nachhinein ausgedacht habe, die mir ausser weitere Kopfschmerzen nichts gebracht haben. Toxische Gedanken können einen krank machen und unser Leben erschweren, wenn wir nicht lernen Abstand zu gewinnen und aus diesem Teufelskreis-Denken auszusteigen.

Mit einfachen Denk- und Handlungsweisen konnte ich lernen, die Personen an die ich mich nicht unbedingt erinnern wollte, endlich aus meinen Gedanken zu vertreiben und mit ihnen, das Gift das sie in meinem Kopf und meinen Gedanken hinterlassen haben! An dieser Stelle möchte ich auch wieder sagen wie wichtig es sein kann, sich professionelle Hilfe zu holen und sich deren anzuvertrauen. Dein Leben kann sich dadurch verbessern und eine Art Leichtigkeit kommt zurück!

Lange Rede kurzer Sinn: Falls bei Dir ebenfalls ein Mensch in Deinem Kopf sein Zelt aufgeschlagen hat und immer wieder mal seinen Geist frei lässt der Dich nicht zur Ruhe kommen lässt, er Dich nährt mit toxischen Denkmustern die Du gar nicht haben möchtest aber nicht dagegen ankommst – hier ein paar wirklich einfache Ratschläge die mir meinen Kopf wieder frei gemacht haben um endlich abzuhaken. 😀

  • Missverständnisse und unschöne Zeiten gibt es ja mehr als genug. Nur DU solltest keiner dieser Dominosteine sein, denn keinen Menschen trifft  die Schuld alleine! Also löse Dich von Deinen Schuldgefühlen.
  • Eines der wichtigsten Dinge aber auch eines der Schwersten ist gedanklich Abstand zu der/den Personen zu bekommen die Dir Leid zugefügt haben. Diese Menschen so wenig wie möglich zu erwähnen. Dazu ist Zeit notwendig … die Zeit arbeitet für Dich und ermöglicht Dir dann eine gedankliche Trennung dieser toxischen Person.
  • Der Verlauf von Situationen erledigt sich aus eigenen Erfahrungen von ganz alleine! Abwarten. Oftmals einfacher gesagt als getan, da wir Menschen, jedenfalls die meisten, immer alles sofort erledigt haben möchten. Geklärt. Du musst nicht sofort auf schwierige Personen oder Situationen reagieren! Erlaube Dir zu warten.
  • Die Gedankenwelt der anderen wirst Du niemals erkunden können. Immer und immer wieder habe ich mir selber den Kopf zerbrochen wie und was der Andere nun denkt … vor hat … wie er weiter reagieren wird! Außer Kopfschmerzen kommt nix dabei heraus. Du wirst nie die Sicherheit über die Gedanken eines anderen haben können – merken & sein lassen!
  • Das größte Problem an diesen toxischen Gedanken ist unsere eigene Wut und der Ärger der in uns ruht. Es sind Wolken voller negativer Gefühle die Dir die Sicht vernebelen und verhindern, dass Du ordentliche Gedanken schmieden kannst und produktiv handeln wirst. Dein eigenes  „Problemkind“ Wut, musst Du versuchen still zu stellen indem Du es beruhigst. Die Natur hat mir dabei sehr geholfen. Frische Luft zu tanken und den Kopf „sauber“ zu bekommen! 🙂
  • Glaube nicht alles was Deine Gedanken Dir servieren! Wenn Du emotional befangen bist durch Deine Wut, Ärger, Sorgen oder Deiner Verletztheit, dann kommt es manchmal vor das wir etwas in der Realität sehen das in Wahrheit aber das Produkt Deiner Gedanken ist. Und der Verstand kann uns wahrlich Streiche spielen … also Vorsicht!
  • Warum wir Menschen an schmerzlichen Gedanken und Gefühlen so nachhängen ist mir selbst nicht ganz klar. Wo ich mir aber ganz sicher bin, ist aber dem Menschen zu vergeben, der uns nichts gutes tat. Als mir dieses nahe gelegt worden ist, konnte ich spontan nur energisch den Kopf schütteln und ein lautes „das kann ich nicht …“ von mir geben! Wenn Du dich aber von Deinen schlechten Gedanken trennen willst, musst Du bereit sein zu vergeben. Du tust Dir vor allem selber den größten Gefallen damit! <3
  • Lass Deine Seele frei. Gerade dann wenn Dein Kopf sich mit quälenden kontraproduktiven Gedanken auseinandersetzt, ist es wichtig, wie schon oben erwähnt „aufzuräumen“, raus zu gehen sich ablenken. Was dabei noch sehr hilfreich sein kann sind Meditationen. Ich wurde damals das erste Mal damit konfrontiert und habe diese geführten Meditationen die es es auf Y0uTube frei oder auch als CD zum kaufen gibt, genutzt um mich von meinen toxischen Denkmuster zu befreien. Meditation ist obendrein eine wundere Gelegenheit zu lernen, nichts zu tun … Gedanken kommen und ziehen zu lassen um nach etwas Übung, ganz in Deiner Mitte zu landen !

Ja und ich wäre nicht ICH, würde ich Dir nicht noch meinen absoluten Favoriten sagen, den Du Dir vielleicht schon denken kannst. Schreiben. Das Schreiben hat gesundheitliche und psychologische Vorteile, wenn Du über Deine tiefsten Gedanken und Gefühle schreibst. Deine Gedanken werden klarer und Dein Durchblick wesentlich besser. Deine negativen Gedanken sind danach wie abgearbeitet … 🙂

Denn ist es nicht so?
Positive Gedanken ziehen positive Gedanken an, negatives Denken verstrickt unweigerlich in die Negation des eigenen Daseins.  (Prentice Mulford)

Falls Du andere Methoden entwickelt hast, die Dir dabei geholfen haben, das Gift aus Deinem Kopf zu beseitigen lass es mich wissen. Falls Du aber gerne mehr dazu sagen möchtest ohne fremde Zuseher, dann komm in unsere Facebook Gruppe FrauenPunk, von Frau zu Frau, wir freuen uns auf Dich!

Ein heikles Thema, das jeder kennt, da keiner von uns diesen Bonus besitzt, nicht schon mal von Kränkungen betroffen gewesen zu sein. Niemand ist geschützt vor „Verletzungen der Seele“.

Ich gehöre zu den Menschen, die ihre Gefühle nicht sehr gerne öffentlich zeigen. Das dürfte ich auch nicht wirklich gelernt haben. Nicht zu verwechseln jetzt mit Freude und Freundlichkeit. Nein – ich schreibe von den Gefühlen, die unser ehrliches Inneres beschreiben und ausmachen. Egal ob gut oder schlecht.

Zeigt man seine Gefühle offen, macht es uns verletzlich. Zu offenherzig mit seinen Gefühlen umzugehen, bieten wir den „Anderen“ eine gute Angriffsfläche, um uns an Stellen zu erwischen, die uns verletzen könnten.

Verletzungen wie

  • ungerechtfertigte Kritik,
  • Demütigung,
  • beleidigende Äusserungen,
  • abwertende Blicke und
  • Blossstellungen
  • Abweisung

hinterlassen bei JEDEM kleinere Verletzungen bis grössere Wunden im Innersten.

Gefühle

Was wäre das Leben ohne diese 7 Buchstaben, die so viel beinhalten wie Liebe, Hass, Trauer, Angst, Sehnsucht und Verzweiflung?! Gefühle sind wichtig, sie bestimmen und sagen uns wann und wo wir uns gut oder schlecht fühlen.

SIE SIND UNSER LEBENSGEFÜHL!

Es gab und gibt immer wieder Zeiten, wo ich mich sehr bewusst und gerne zurückgezogen habe, meine Gefühle waren mein ständiger Begleiter. Auch wenn ich manche davon am Liebsten „verloren“ hätte. Sie waren immer da und verlangten gerade in solchen Zeiten um noch mehr Aufmerksamkeit!

Wichtiger Bestandteil

Unsere Gefühle sind ein wichtiger Bestandteil zwischenmenschlicher Beziehungen. Ob in der Beziehung, in der Familie, im Job oder Freundeskreis. Schliesslich möchte man ja alles richtig machen – gut miteinander klar kommen.

Und jetzt kommt wieder mein so gern geschriebener Satz, weil sich schon oft bestätigt: „Es kommt immer anders als geplant“ und alles geht schief!

Ins Spiel kommen die nicht wirklich schönen Gedanken und Gefühle wie Neid – Hass – Eifersucht – Ärger und Ungeduld. Solche Gefühle tragen nicht zum Frieden und zur Harmonie bei, was jeder schon mal bemerkt hat.

Eines der heissesten Themen ist die Kränkung

Oft ist es nur ein falsches, unüberlegtes Wort, zu wenig Aufmerksamkeit oder ein falscher Blick und alles scheint aus dem Ruder zu laufen. Was zuvor noch so „harmonisch“ war, schlägt womöglich um. In Ablehnung und Hass!

Aussagen wie „der bricht mir mein Herz“  oder „der trampelt auf meinen Gefühlen rum“ verspüren wir oft auch körperlich. Ein Stich in der Magengegend oder der typische „Knödel im Hals“, sind dafür gute Beispiele. Bei einer Kränkung fühlen wir uns im Gesamten irgendwie bedroht.

Anlässe für Kränkungen gibt es viele

Jede Situation kann dazu genutzt  werden um einen anderen Menschen zu kränken. Leider manchmal auch bewusst um daraus persönlichen Nutzen zu ziehen was ich selbst schon mehrmals er- und durchlebt habe. Oft ist es sehr schwer aus solch giftigen Anschuldigungen und Emotionen wieder herauszukommen.

Warum fühlen wir uns so gekränkt?

Wir fühlen uns verletzt, weil wir die Worte und das Verhalten des Anderen als beleidigend empfinden. In Wahrheit ist es so, wir fügen uns selber die Kränkung zu, weil wir die Worte des Anderen als verletzend und kränkend bewerten. Das wiederum hängt von unserem Selbstwertgefühl ab. Besitzen wir nicht sehr viel davon, (oder wurde es einem genommen und ist etwas angekratzt), empfinden wir sehr viele Aussagen als beleidigend und demütigend. Wir beziehen alles auf uns persönlich.

Es gibt leider Menschen die machen es sich zum Sport, anderen bewusst „weh“ zu tun. Auch da kann ein geringes Selbstwertgefühl, Neid, Hass oder Rache das Motiv sein.

Was fehl am Platz ist

Jeder von uns hat so seine eigene Art mit seelischen Schmerzen umzugehen. Ich kenne nur sehr wenige Menschen, die in der Lage sind DEM Menschen zu verzeihen, der sie verletzt hat. Etwas zu vergeben, was einem möglicherweise das „Herz gebrochen“ hat, um gleich mal das Höchstmass zu nennen, fällt natürlich schwer. ICH lerne immer noch.

  • Da gibt es Diejenigen die Genugtuung und Reue fordern. „Angriff“ oder „Rache“.
    FOLGE: Es eskaliert und die Fronten sind zu.
  • Andere wiederum treten weit zurück. Sie brechen jeglichen Kontakt ab. FOLGE
    FOLGE: Die Beziehung zum Anderen ist ruiniert.
  • Dann ist es auch möglich mit Selbstmitleid zu reagieren. Zu den Opfern gehören, die nicht vergessen oder verzeihen. Sich nur selbst bedauern.
    FOLGE: Unsere gesunden Gefühle werden durch das ständige „daran Erinnern“ vergiftet. Wir fügen uns immer wieder neue seelische & körperliche Schmerzen zu.

Wege zur Einsicht

Kränkungen sind eine menschliche Angelegenheit und verbunden mit der Würde des Menschen! Jeder von uns sollte lernen sich selbst nicht gar zu wichtig zu nehmen! Menschen sind verletzliche Geschöpfe, aber in Verbindung mit Mitgefühl und Würde, kann einer Kränkung vorgebeugt werden. Seelische Verletzungen können besser geheilt werden.

Prüft wie wichtig oder welche Bedeutung dieses „verletzendes Ereignis“ für euer Leben hat – lohnt es sich wirklich so lange Zeit darüber nachzudenken und verletzt zu sein?

Das Zauberwort heisst VERZEIHEN und gegebenen falls sich selbst auch mal unter der Lupe zu betrachten. Zieh dir die Schuhe des Anderen mal für einen Moment an. Überlege dir welches Motiv hinter seinem Verhalten stehen kann?

Wichtig bist auf jeden Fall DU! Loslassen und verzeihen … wichtig für dein Seelenheil und dein Lebensglück!

Das Heilmittel aller Kränkungen ist – sie zu vergeben.

Bist Du kein Veganer, so bist Du gleich ein Tierquäler, hast Du gern und viel Sex, bist Du sofort eine Nymphomanin, bist Du vertrauensvoll, so gehörst Du zu den Naiven. Bist Du introvertiert, so musst Du definitiv depressiv sein. Es würde unzählige Beispiele für das sogenannte „Schubladendenken“ geben.

Ein großer Schwachsinn der da in uns Menschen wohnt. Viele Leute stecken schon beim ersten Eindruck eines anderen, diesen in eine Schublade ohne dass sie ein genaues Bild vom Gegenüber bekommen haben.

Wir Menschen kategorisieren viel zu oft!

Kann ich nicht an etwas glauben ohne eine Kirchenbank zu drücken und einer Religion anzugehören? Ich bin keine Esoterikerin nur weil ich für Alternativen offen bin! Es gibt doch auch noch mehr Möglichkeiten ausser A + B. Unsere Welt, die so vielseitig ist, lässt uns viel mehr Auswahlmöglichkeiten. Oft sogar auch X, Y und Z … stell dir vor!

Ich kenne einige Menschen die sich kaum noch ihre Meinung zu äussern trauen, weil sie dadurch gleich einen bestimmten Status unterliegen.

Warum teilen wir so gerne „Stempel“ aus?

Warum dürfen wir nicht einfach „nur“ Mensch sein? Genügt das nicht? Wir Menschen sind sehr facettenreich. Wir haben sehr viele Meinungen und Vorlieben. Gewechselt wird ständig. Menschen teilen einfach diesen Stempel aus um vermeintlich genaueres berichten zu können. Menschen sind sensationsgeil und sie wollen die Namen dazu um jemanden in eine Ecke stellen zu können, ihn abstempeln und dadurch mundtot zu machen. SO siehts aus!

Etwas zu mögen, bedeutet nicht gleich gegen das andere zu sein!

Es ist noch gar nicht so lange aus da musste ich aus beruflichen Gründen immer gut durchgestylt sein und die Designer am Leib tragen, für die ich mich einsetzte. Ich galt für viele arrogant, eingebildet, eitel und unnahbar. Heute, wo ich einen anderen Weg eingeschlagen habe und mir es auch mal erlauben kann sportlich lässig und ungeschminkt aufzutreten, ich muss ja seit zwei Jahren „hundetauglich“ denken,  ist es auch nicht recht! WEIL jetzt lasse ich mich gehen, schaue nicht mehr auf mich und bin generell irgendwie total anders und komisch  … Ok.

Was soll ich bitte dazu sagen? Ausser Bullshit pur fällt mir dazu nichts ein. Ich kann genauso ohne MakeUp und mit zerrissenen Jeans einen Vortrag halten und meinen „Mann“ stehen, dazu brauche ich keine roten Lippen, kein Sakko und High Heels. Und nur weil Menschen durch gewisse Umstände endlich in der Lage sind, ihrem Leben Sinn zu geben, heißt das nicht „komisch“ und weniger wert zu sein!? Nur soviel dazu ….

Vielleicht geht es auch einfach nur um „Ordnung“

Gut möglich, dass das ganze Schubladendenken auch gar nicht böse gemeint ist. Viele Menschen von uns brauchen und mögen nun mal die Ordnung. Alles muss irgendwie seinen Platz haben. Einsortiert muss es werden können und verständlich muss es sein. Und das was die Leute kennen gilt dann eben auch. Sie haben es nicht anders gelernt. Nur nicht aus der Reihe tanzen, DAS verwirrt zu sehr! Schwierig wird es wenn ein Mensch in keine der Schubladen passt.

Die Medien spielen dabei ebenso eine grosse Rolle! Es ist ja immerhin deren Job zu kategorisieren. Der Leser oder Zuschauer tut sich natürlich dann auch leichter zu sagen „Ach, hab ich es doch gewusst!“. Ohne selbst ein wahres Bild von dem Berichteten bekommen zu haben … und die Glaubwürdigkeit der Medien ist … ach lassen wir das!

DU und ICH, alle haben wir schon mal jemanden in eine Schublade gesteckt. Aber vielleicht können wir uns bemühen dies nicht mehr zu tun. Wir Menschen sind zu gross und nicht geschaffen für Schubladen! Ich persönlich bekomme auch Platzangst in so ner Lade! 😀

Gott sei Dank sind wir alle neben katholisch, Links- und Rechtsradikalen, Möchtegern-Hooligans mit Latex-Fetisch und was es sonst noch so gibt, auch noch gleichzeitig eines nämlich Mensch!

Deshalb bitte – Think Positiv und bleibe menschlich – THX!

Wann hast Du das letzte Mal jemanden in eine Schublade gepresst, vielleicht ungerechtfertigt?

Tatsächlich kommt es vor, dass wir nach einer Trennung, durch plötzlich aufkommende Schuldgefühle, zurückgehen. Wir versuchen kaputtes und nicht reparierbares zu flicken … um den Schuldgefühlen entwischen zu können. Wir wissen das wir keinen Erfolg dabei haben werden, wir vertagen einfach unser Leben, das glücklicher sein könnte, auf später! Es fehlt oft  an mentaler Stärke und so überlassen wir das glückliche Leben denen, die den Mumm dazu haben bei ihrer Entscheidung zu bleiben … einen Schlussstrich zu machen.

Schlechtes Gewissen ist ein häufiges Gefühl

Eines der häufigsten und absolut unpassendsten Gefühle ist das schlechte Gewissen nach einer Trennung. Es schmeckt nach verbranntem Kuchen, fühlt sich an wie Magenschmerzen und bedeutet für viele auch so etwas ähnliches wie Misserfolg. Man hatte so fest an sich und den Partner geglaubt … Treue-Schwüre geleistet und sich geschworen in alle Ewigkeit zusammen zu bleiben … bis das Licht ausgeht.

Das war zu Beginn der Reise, als noch vieles unerkannt blieb. Wo wir noch nicht wussten, dass es nicht lange ein „Wir“ geben wird. Es wurde soviel Zeit investiert, damit die Beziehung gedeihen und wachsen kann. Liebe, Nähe und Zärtlichkeit aufgebaut … eine, im Glauben, gesunde Basis gebaut und auf einmal finden wir uns in einer Leere und in eine Einsamkeit wieder. Das zerbrochene Fundament samt Partner bleibt zurück. Wir gehen und mit uns kommt das schlechte Gewissen und das Gefühl von Misserfolg.

Eine Trennung bedeutet oft eine Mauer einzureißen

Eine Entscheidung zu treffen, den letzten Schritt zu tun, und zu gehen … loslassen ist wie eine dicke Mauer niederzureißen, hinter der Dein Leben auf Dich wartet! Es waren zu Beginn viele gemeinsame Träume, viele gegenseitige Erwartungen, so viel Hoffnung … aber leider auch zu viele Versprechen, die nicht gehalten wurden oder werden konnten. Die Zweifel den letzten endgültigen Schritt zu tun und zu gehen verunsichern bis zum Schluß.

Ich habe mich nach meiner Scheidung, für die ich mich damals entschieden habe, sehr lange schuldig gefühlt! Ich dachte ich wäre verantwortlich für den Schmerz meines Partners, obwohl ich mir gar nicht vorstellen konnte, dass er über die Trennung sehr traurig war. Eigentlich hatte ich ihm die Entscheidung abgenommen mit der er aber nicht gerechnet hatte.  Aber wir hatten schließlich zwei kleine Kinder, und das war der Punkt in dem sich mein Gewissen meldete! Ich machte mir sogar Sorgen über seine Zukunft obwohl ich diejenige war die nichts hatte und auch nichts einforderte bis auf das Notwendigste und das war wirklich wenig.

Fragen tauchen auf

  • War ich trotz ungesundem und unschönen Beisammensein die letzten Jahre zu voreilig?
  • Vielleicht bin doch ich an allem Schuld?
  • Er braucht und liebt mich eben auf seine Weise?
  • Leiden die Kinder darunter?

Vielleicht haben Dich solche Schuldgefühle nach einer Trennung veranlasst, erneut die Sache zu durchdenken, oder sogar zurückzugehen … in eine Beziehung die Dir nur Schmerz, Traurigkeit und Einsamkeit bereitet hat. Ein Teufelskreis der Selbstzerstörung und ich kenne einige die mir da recht geben würden!

Dazu kommen die Gespräche und Meinungen von guten Freunden oder Eltern, die Dir eventuell den Rat geben noch zu warten, nochmal alles zu überdenken, denn schließlich kann man nicht das ganze Leben lang glücklich sein, man muss Kompromisse eingehen. Und ein Satz aus meiner Familie war „Er wird den Boden unter seinen Füßen verlieren wenn du mit den Kindern gehst …“ Gerede auf das keine Frau hören sollte. Denn schließlich gab es Gründe von sicherlich beiden Seiten, die ein Zusammenleben nicht mehr möglich machten! Leider vergißt man das in der großen Welle des Schuldgefühls …

Eine ungerechtfertigte Angst, die wir schnell abschütteln sollten

Es ist eine Sache das mit einer Trennung Leid und Schmerz aufkommt. Aber wir müssen uns nicht verantwortlich für das „Leiden“ des Ex-Partners fühlen. Wenn eine geliebte Person uns langsam und unverkennbar vermittelt, dass wir nicht mehr den Stellenwert in seinem Leben haben können wie zu Beginn der Beziehung, oder sich herausstellt das der Partner narzisstisch veranlagt ist, Gewalt in der Familie den Takt angibt … oder man sich einfach „entliebt“ hat. Gründe gibt es viele sich zu trennen. Dann ist es oft notwendig den ersten Schritt zu wagen und eine Mauer einzureißen … gerade als Frau den ersten Schritt zu wagen und umzusetzen!

Das Leben kann voller Freude gelebt werden, auch ohne Partner und ohne ein schlechtes Gewissen. Weder des Ex-Partners wegen noch wegen der Kinder, wenn welche da sind. Unser Leben ist ausgefüllt von Freude und Schmerz … Sicherheit und Unsicherheit … es gibt auch nicht nur Schwarz und Weiß … es gibt sehr viel das dazwischen liegt.

Das Leben hat Konsequenzen

Wir dürfen es keinem erlauben uns für seine weitere Existenz verantwortlich zu machen! Also dürfen wir auch nicht auf das Gerede der Anderen hören, denn SIE kennen Dein bisher gelebtes Leben nicht. Tun wir das dennoch, können wir nicht authentisch sein, wir können unsere Ziele und den für uns wichtigen Sinn des Lebens nicht verfolgen und lassen letztendlich das Leben das wir leben möchten und verdient haben, an uns vorbeiziehen!

Der Schmerz und das Leiden ist ein Teil unseres Lebens. Gib deswegen Schuldgefühlen nicht die Chance über dein wirkliches wollen und handeln zu siegen, und doch in der Beziehung zu bleiben oder zurückzugehen! Dein Ex-Partner und vor allem Du hast es verdient, neue schöne Erfahrungen zu sammeln und Dein Leben so zu leben wie Du es verdienst!

Nachwort:

Es ist eigenartig, aber wenn die erste Phase einer Trennung vorüber ist, sind wir in der Lage, das Positive (auch wenn es viel negatives gab) zu sehen. Es ist uns möglich anders darüber zu denken und ihr eine Bedeutung zu geben, das uns vor der Trennung nicht möglich war. Das ist das, was wir tun können und was in unseren Händen liegt … genauso wie nach vorne zu schauen, wenn die Beziehung zu Ende geht.

„Es braucht keinen Grund zu gehen, wenn man keinen Grund hat, um zu bleiben“

Ich hoffe Du hast jede Menge Gründe um zu bleiben und wenn nicht … es wartet so viel Neues, Wunderbares und Aufregendes auf DICH! <3

 

Die Dinge ändern sich, wenn Du den ersten Schritt tust

Viele von uns werden immer wieder Opfer von unglücklichen Zusammenkünften, Umständen, von Situationen, die wir eigentlich nicht wollen und auch sehr gut ohne auskommen könnten. Wir geraten immer wieder in ähnliche Beziehungsmuster, werden von anderen ausgenutzt, beleidigt oder gemobbt – egal was es auch immer sein mag – wir haben das Gefühl, das Opfer anderer Menschen zu sein.

Menschen verlieren Menschen, das ist leider so. Ob durch eine Trennung, einen Todesfall oder einen Unfall … Es kommt nicht selten vor, dass wir an unserem Arbeitsplatz gemobbt werden oder auch von irgendeinem Verrückten gestalkt ?! Alles Dinge in denen wir uns als Opfer sehen. Wir ärgern uns unendlich über die Ungerechtigkeit, sind auf unser Schicksal nicht gut zu sprechen. Sind deprimiert und es wird Tage geben an denen wir uns aus tiefer Seele selbst bemitleiden! Wir leiden, sind ratlos und fühlen uns überfordert und hilflos.

Meine eigenen Erfahrungen

Ich zählte als Kind zu den „hässlichen schwarzen Entlein“, war viel zu dünn, zu groß und für ein Mädchen zu burschikos mit viel zu wenig Haaren. Und als meine Schwester geboren wurde, die das totale optische Gegenteil von mir war, haben mich das meine Eltern auch spüren lassen. In der Schule war ich immer sehr zurückhaltend und wurde oft das Opfer peinlicher Situationen. Das änderte sich auch nicht wirklich. So habe ich mich auch immer mehr von den Gruppen der Anderen ferngehalten. Meine Hilfsbereitschaft, die ich gerne anbot um dazu gehören, wurde bis in meine Lehrzeit ausgenutzt. Irgendwann entwickelte ich mich in eine andere Richtung. Ich machte zwar alles, was andere in meinem Alter auch taten … nur eben alleine.

Meine Opferrolle begann zweifellos im Kindesalter. Bei all dem Erlebten wurde Unsicherheit und Angst erzeugt. Angst sich zu blamieren, zu versagen und nicht gut genug zu sein. Leichtigkeit und Freude ließen lange auf sich warten, da sich auch in den Jahren danach, mein  Leben nicht unbedingt geschmeidig leben ließ.

Die Opferrolle steht keiner Frau!

Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass es viele Frauen gibt die Ähnliches erlebt haben, die Opfer von Enttäuschungen, Verletzungen und Angriffen anderer wurden. Du & ich … wir konnten es nur nicht verhindern. Was wir jedoch schon können ist, dieses viel zu enge Kostüm der Opferrolle auszuziehen … es ist unvorteilhaft und steht uns nicht! Wir können entscheiden, wie wir auf all das Erlebte reagieren und wie sehr wir unter all dem „leiden“. Zu leiden und sich als Opfer zu fühlen ist immer eine freiwillige Sache. Das klingt jetzt etwas zynisch ist mir klar, aber ich weiß auch, dass wir lieber heute als irgendwann damit aufhören möchten uns als „Opfer“ zu fühlen. Dem Leiden ein Ende zu setzen … aber wir denken dies wäre angesichts des Erlebten ein Ding der Unmöglichkeit.

Wir geben anderen die Schuld an unserem Opferdasein und dem Leiden und somit auch die Macht über uns und unser Leben! So machen wir uns selbst zum Opfer. Mit genau dieser Einstellung können und werden wir aus diesem „Opferkosüm“ nicht steigen können.

Es ist wichtig mit unerfreulichen Erlebnissen umzugehen

Wir ärgern uns zu schnell und zu viel! Das fällt mir immer wieder auf und genau das sage ich mir selber vor, wenn ich mich selbst dabei ertappe. Warum muss unser Tag gleich miserabel sein? Weshalb müssen wir deprimiert durch die Gegend laufen wenn:

  • jemand eine dumme Bemerkung macht,
  • etwas nicht gelingt oder kaputt geht?
  • unser Partner mit giftigen Pfeilen auf uns schießt.
  • wir immer wieder mit unserer Vergangenheit in Berührung geraten.

Ich sag Dir etwas, wir müssen unsere so wertvolle Lebenszeit nicht in der Opferhaltung durchschreiten! Es klingt vielleicht wenig mitfühlend ist jedoch die Realität. Wenn wir Menschen wenig Schönes erleben, dann entscheiden wir selbst und unsere Einstellung, ob und wie lange wir Opfer sein wollen. Unglücklich und deprimiert sind diejenigen, die sich als Opfer der Umstände sehen wollen! Glückliche Menschen hingegen meinen, trotz unpassenden Umständen, ihr Glück selbst schmieden zu können … und der Meinung bin ich zu 100%. Wir werden alle immer wieder mal Unerfreuliches erleben und schmerzvolle Erfahrungen machen … leider. Aber es liegt an uns wie wir dies annehmen, und was wir daraus machen werden. Die Kraft und die Möglichkeit dazu haben wir. 🙂

Sich als Opfer zu fühlen ist der einfachere Weg

Warum? Weil es bequem ist die Hände zu verschränken und anderen (Täter) den „Schuldkoffer“ anzuhängen. Er ist an unserem Unglücklichsein und unserem Dauerleiden schuld. Es tut ja auch gut Zuwendung in Form von Mitleid  zu erhaschen … und in Selbstmitleid zu versinken kann ebenfalls befriedigen. Als Opfer fühlt man sich als guter moralischer Mensch … im Gegensatz zu den „Bösen“, die uns all das Leid zugefügt haben. Opfer meinen auch Entschädigungen für sämtliche Ungerechtigkeiten zu erhalten.

Von all den Menschen, dem Schicksal, von den Eltern auch von Gott? Meinen wir es stehe uns etwas zu ohne etwas zu tun, sich aber dennoch im Recht zu fühlen! All diese Gefühle und Gedanken sind nur Trostpflaster die nichts beseitigen werden. Was wir tun sollten, wäre raus aus der Opferrolle zu steigen und uns so gegen Verletzungen und Angriffen zu immunisieren. Es wird uns Leid ersparen und wir können unser Leben so gestalten wie wir es möchten … ein Leben das zu uns passt und uns schmeichelt als würden wir ein neues Kleid überstreifen! <3

Die Dinge ändern sich wenn Du den ersten Schritt tust

Ich gehöre selbst zu den gebrandmarkten Mädels. Ich habe auch vollstes Verständnis dafür mal liegen zu bleiben … nicht aufstehen zu können wenn das Leben uns wieder mal ohrfeigt. Selbst habe ich mich nie als Opfer betitelt, ich bin aber mehrmals liegen geblieben und auch sehr schwer wieder hochgekommen. Aber mir war auch immer bewusst, dass mir diese niedrige Position nicht gefällt und so entstand auch der erste Schritt in ein neues Leben das auch gar nicht so schwer ist wenn man sich aus diesem Opferkostüm rausschält. 🙂 Ein paar Punkte solltest Du dabei beachten, der Rest kommt von alleine!

Lass es sein, dich selbst als Opfer und andere als Täter zu sehen!

Wir fühlen und empfinden vielleicht so, aber es macht nichts ungeschehen! Du bestimmst wie Du dich fühlst und Dich verhältst. Nimm Verantwortung für Deine Gefühle und für Dein Leben. Solange Du das nicht tust, wirst Du ein ewiges Opferlamm sein und leiden.

Ergründe weshalb andere so gehandelt haben könnten?

Es war mir sehr hilfreich, zu erforschen weshalb meine Eltern zum Beispiel so behandelt hatten. Jedenfalls habe ich nach möglichen Gründen gesucht und es dabei belassen, dass sie es eben nicht besser konnten, weil sie es selbst nie gelernt hatten. Es macht zwar nichts ungeschehen, die Verletzungen bleiben, aber das Gefühl sich damit beschäftigt zu haben tat in allen Fällen gut.

Dich/uns trifft keine Schuld

Manche Menschen fallen auf die Butterseite und andere wieder bekommen es faustdick und geballt im Leben. Die Welt ist ungerecht? Ja möglich aber, aber die Dinge passieren, weil sie passieren müssen. So sehe ich das heute. Ein Spruch meines Vaters war immer: „Jeder bekommt das was er verdient …“ ein völliger Blödsinn. Kein Mensch verdient es gedemütigt zu werden oder krank zu sein?! Es ist daher wichtig negative Ereignisse NICHT als Bestrafung zu sehen!

Pflege und Stärke Dein Selbstwertgefühl!

Gerade wenn Du viel ertragen musstest, sprich Dir viele seelische Verletzungen zugefügt worden sind, ist Dein Selbstwertgefühl nur wenig vertreten. Du lehnst Dich selber ab, zeigst wenig Selbstliebe und denkst nicht gut über Dich selbs . Ich kann darüber wirklich ein Buch schreiben. Wenn Du lernst gut mit Dir umzugehen, Dich so anzunehmen wie Du bist, jeder von uns ist eine wunderbare Persönlichkeit, wirst Du unter Garantie nicht so einfach in die Opferrolle schlüpfen!

Die Einstellung macht`s

Es gibt so viele Menschen die mit einer Behinderung leben müssen. Sie könnten sich beschweren über die Ungerechtigkeit, über Gott und das Schicksal im Allgemeinen. Diese Menschen hätten allen Grund dazu sich als Opfer zu sehen … nur sie tun es in den seltensten Fällen! Sie nutzen ihre verbleibenden Möglichkeiten total aus und leisten und erreichen sehr oft mehr als nicht behinderte Menschen. Das Beste aus dem Leben machen, ohne einen Schuldigen für gewisse Ereignisse zu suchen. Wenn Du DAS schaffst, dann bist Du aus Deinem Opferdasein herausgewachsen. 😀

Die Dinge ändern sich nur, wenn DU den ersten Schritt tust indem Du beginnst zu vergeben. Durch Ausreden und endlose Schuldzuweisungen begibst Du Dich in die Opferrolle und hast keine Chance Hindernisse oder Krisen positiv zu meistern!

„Wer nicht handelt … wird eben behandelt …“

Ich kann mich nicht mehr genau erinnern wer es war, der dies zu mir gesagt hatte, aber es passte so gut wie die Faust aufs Auge. Das war mir klar geworden. Passiv bleiben bedeutet das Spielzeug der anderen zu sein. Also werde aktiv und übernimm die Verantwortung für Dich und Dein Leben … Deine Gefühle … für Dein Glück und Deine Zufriedenheit! <3

Es gibt eigentlich nur zwei Sorten von Menschen: Die die nur davon reden etwas zu verändern in ihrem Leben, und solche die es tun … die MACHER! 🙂 Und ich hoffe Du hast den Mut und die Kraft und den Antrieb zu der zweiten Sorte „Mensch“ zu gehören, weil 

Die Opferrolle steht Dir nicht!

An Deiner Meinung liegt mir viel, lass sie mich wissen oder plaudere mit mir und anderen vielen Frauen in meiner Facebook-Gruppe. Ich freu mich wenn Du zu uns findest. 🙂

Warum wir so sind wie wir sind

In unserem Leben durchlaufen wir Zeiten, erleben Augenblicke, treffen auf so manche Erfahrungen und ebenso auf Menschen, die in uns ganz unvermeidlich eine Spur hinterlassen. Gedanken stehen hinter dem Gesagten, Emotionen hinter dem Gefühlten. Es passiert sogar dass wir Menschen denen wir schon mal begegnet sind und wir sie für nicht „wichtig“ gehalten haben, plötzlich ein zweites Mal in unserem Leben auftauchen und auf einmal spielen diese Personen eine sehr wichtige Rolle in unserem Dasein?! Deshalb sollten wir auch immer darüber nachdenken, bevor wir über jemanden urteilen und ihn bewerten.

Die ersten Jahre unseres Lebens prägen uns sehr stark, unsere Eltern und unsere Erziehung tragen viel dazu bei wie wir uns entwickeln und dann spielen noch die zwischenmenschlichen Beziehungen eine große Rolle, wie wir unser Leben leben werden … das ist bekannt und darauf möchte ich in diesem Artikel auch gar nicht so genau eingehen. All das Gewesene verändert und differenziert unsere Erfahrungen und unser Empfinden. Egal auf welche Art, mal sehr bewusst, dann wieder ohne dass wir es bemerken. Das bisher Gelebte sorgt für Sonne, Licht aber auch Schatten und ebenso für all die Schattierungen, die dazwischen auftauchen!

Was wissen wir schon über den Anderen?

Jeder hat schon mal eine Aussage gemacht und zu sich selbst gesagt „Also wenn ich „XY“ wäre, ich würde mich mehr um mich selbst kümmern und etwas ruhiger werden … und bei „AB“ verstehe ich absolut nicht weshalb sie sich nicht von diesem Typen trennt, der ihr nicht gut tut? ICH könnte so kein Leben führen … Das sind sicher schon mal Deine und meine Gedanken gewesen. Ich habe es mir abgewohnt vorschnell zu „denken“. Wir können nicht hineinsehen in einen Menschen. Wir kennen seine Geschichte nicht, die sicher dazu beigetragen hat, so zu sein wie er nun mal ist.

Vielleicht hatte XY einen Vater oder eine Mutter, die ihr andauernd Vorwürfe machte und für die SIE niemals genügte? Und deshalb meint XY, auch jetzt noch immer alles perfekt machen zu müssen um sich zu beweisen … Die Geschichte von AB könnte so aussehen, dass sie niemals Zuneigung und Liebe von ihren Eltern bekommen hat und jetzt die Liebe sucht die ihr fehlt … und aus Angst sie zu verlieren, auch in Beziehungen hängen bleibt die ihr nicht gut tun? Alles eine dauerhafte Suche nach all dem, was sie nie erfahren und bekommen haben.

Deshalb sollten wir uns fragen, wenn wir es manchmal mit Menschen zu tun haben, deren Verhalten wir nicht verstehen können, was würde es bringen, ihm unseren Eindruck mitzuteilen ohne seine Geschichte zu kennen?

Es ist schon schwer genug in uns selbst hineinzusehen

Also alles setzt sich aus den Erfahrungen zusammen die wir erlebt haben. Wir können unser eigenes Verhalten oft nicht verstehen, wie sollen wir dann wissen, was in einem anderen vorgeht?! Wir verbringen die meiste Zeit unseres Lebens damit zu „verstehen“. Noch mehr wollen wir aber die anderen verstehen und das Verhalten der anderen kritisieren oder sogar verurteilen. Das ist eine Zeiterscheinung die mir besonders stark auffällt und nicht gefällt. Als ob wir nicht damit genug zu tun hätten uns mit unserem eigenen Leben auseinander zu setzen. Tiefer in uns zu blicken und endlich mal aufzuräumen.

Jeder von uns hat seine eigene Geschichte und zeigt gegenüber einigen Dingen mehr oder weniger Sensibilität als der andere … Dir gelingt es möglicherweise nur sehr schwer so zu agieren, wie es vielleicht die Situation erfordern würde, und Du machst einfach drauf los … weil Du es so gelernt hast und es nicht anders kennst und kannst. In meinen Schuhen könntest Du gar nicht laufen, und Deine Schuhe würden mich wahrscheinlich  drücken … 🙂 Damit Du verstehst was ich damit sagen möchte. In jeder Geschichte gibt es mehr als nur eine Seite und mehr als nur eine Antwort auf jede Frage!

Von aussen zu urteilen bringt nicht viel

Wir sind sehr oft zu vorschnell mit unseren Worten was andere betrifft, es ist normal dass wir Dinge anders machen würden, wenn wir uns in Situationen anderer Menschen befinden würden! Aber wir stecken nun mal nicht in deren Haut und haben deren Leben nicht gelebt. Wir sollten über das Offensichtliche hinausgehen und uns dessen bewusst werden, dass jeder Mensch seine eigenen Sammlungen an Gefühlen, Erfahrungen und Begegnungen gemacht hat und diese dazu geführt haben, wie diese Menschen bzw. wie wir heute sind.

Ich habe ja erfahren müssen, dass Menschen, besonders Familienangehörige oder sogenannte „Freunde“, oft glauben sie müssten mit ihrer Überdosis an geglaubten „Wissen“ und oberflächlichem Einfühlungsvermögen, andere/mich „zurechtrücken“. Dabei waren sie es, die einen großen Teil dazu beigetragen haben, so zu sein wie man heute ist. Sie meinen sehr oft mit einem Gespräch die gesamte Gefühlswelt des anderen zu erkennen, zu fühlen und die richtige Lösung zu haben … in den meisten Fällen werden auch sofort Vergleiche und Beispiele von sich selbst eingebracht wie zum Beispiel „Mir ist das auch passiert und ich habe aber ganz anders reagiert, oder auch – das würde mir nie passieren …“ gefolgt von Unverständnis und einem Blick auf die Uhr. DANKE … das braucht keiner.

Unter jeder Haut steckt eine sensible Person

Wie schon zu Beginn gesagt, bevor wir über andere Menschen urteilen, sie in eine Schublade stecken, sollten wir zuerst bei uns selber bleiben. Ich habe mir angewöhnt, ein Verhalten mit dem ich mich nicht identifizieren könnte, vorerst zu entschuldigen mit den Worten: „Ich kann nicht wissen welche Geschichte dahinter steckt!“ Stattdessen versuche ich dem anderen zuzuhören, zu verstehen und mir bewusst zu werden, wie er sich durch seine Geschichte, seine Erfahrungen, sein Tun und seine Gefühle verändert hat.

Es gelingt nicht immer … so ehrlich muss ich sein. Das finde ich aber nicht weiter schlimm. Der Grund ist oft der, dass wir durch unsere eigene Geschichte die wir mittragen, nicht oder noch nicht in der Lage sind, sie zu verstehen … oder aber, sie hilft uns den Blick intensiver auf uns zu richten und Dank der Geschichte des anderen, ein Stück bei uns selbst weiter zu kommen!

Wir sollten immer daran denken, dass unter der Haut jeder Person eine starke und sensible Seele steckt, die ihre Narben und Wunden hat, und die es verdient, mit viel Verständnis und ohne Vorurteile behandelt zu werden!

Jeder von uns hat eine Geschichte, die erklärt warum wir so sind, wie wir sind. Und genau das ist das Schöne. Denn das macht uns einzigartig! <3

Wenn Du das ebenso so siehst, darfst Du diesen (wie übrigens alle meine Beiträge) Artikel sehr gerne teilen … wir sollten öfter daran erinnert werden. 🙂

Ich danke Dir und wünsche Dir ein weiteres spannendes Kapitel in Deiner Geschichte.

Introvertiert bedeutet im Umgang mit anderen Menschen eher verschlossen zu sein. Introvertierte Menschen halten sich eher im Hintergrund. Sie beziehen ihre Energie aus der Ruhe und aus dem notwendigen „Allein sein“. Besonders Künstler und kreative Menschen  und ich 🙂 gelten sehr oft als introvertiert. Darüber hinaus wird Menschen, die introvertiert sind aber auch Zivilcourage, scharfsinniges Denken, anderseits aber auch Eigensinnigkeit und geringe Teamfähigkeit zugesagt. Sie arbeiten gerne alleine oder mit Gleichgesinnten. Da ist auf jeden Fall was dran.

Introvertiert zu sein, finde ich völlig ok!

Fragst Du Dich auch manchmal weshalb Du Dich unter vielen Menschen nicht wohl fühlst? Du nach der getanen Arbeit ein dringend starkes Bedürfnis verspürst, die Türe hinter Dir zu schliessen und einfach nur allein zu sein? Auch Dein Freundeskreis im Vergleich zu anderen eher „winzig“ ist und Du Dich auf Partys eher verloren fühlst und nie richtig weißt was Du eigentlich reden sollst?

Ich kann Dich auf jeden Fall gleich mal beruhigen: DU bist völlig OK! Du gehörst zu den Menschen, die ihre Energie aus sich selbst heraus holen und nicht aus der Interaktion mit anderen. Es reicht Dir eine, ich nenne es jetzt mal „minimal-stimmulierende“ Umwelt? Der Freundeskreis ist klein? Gut, dafür sind es aber auch wirklich erlesene Menschen und kein Franz & Hans! Wir, und ich zähle mich genauso dazu, Individualisten haben da unsere eigenen Möglichkeiten uns auf gewisse unausweichlichen Verpflichtungen vorzubereiten …

Hier ein paar Möglichkeiten

Vormittag ein Meeting, abends eine Party … In Wirklichkeit interessiert Dich der immer gleiche Small-Talk nicht. Die angekündigten Meetings bei denen nie etwas herauskommt und immer dasselbe besprochen wird und bei den Partys, wo ebenso immer der gleiche Quark beredet wird und jeder nur besser-schöner und klüger sein will! Manchmal geht es jedoch nicht anders: wir müssen „antreten“.

Für Meetings gilt als Vorbereitung

  • Stell Dir die Frage was Du selbst dabei erreichen möchtest.
  • Agenda Punkte durchgehen.
  • Wer ist anwesend?
  • Bereite Dich vor, indem Du Dir relevante Artikel oder Mails genau durchliest!
  • Nimm Dir vor aktiv teilzunehmen, auch wenn es dann nur halb so viel wird.

Für die Partys, die Du/wir  ja so lieben, >zwinker< gilt beinahe dasselbe. Lege Dir ein paar interessante Geschichten zurecht, die Du anbringen kannst. Schau wer eingeladen ist und denk Dir einfach es sind nur ein paar Stunden! Der einzige Unterschied zu den Meetings ist der: Du darfst etwas trinken, das enthemmt irgendwie und macht das Ganze oft erträglicher. Ausserdem einfach mal losquatschen, egal ob beim Meeting oder auf der Party, ist ein gutes Rezept! Auch ohne viel nachzudenken das sagen was einem auf der Zunge liegt. Es ruiniert nicht sofort Deinen Ruf, falls das Gesagte nicht 100% durchdacht war. 🙂

Introvertierte haben viele Stärken – nutze sie!

Deine Mitmenschen sind manchmal beeindruckt was Du alles mitbekommst! Du beobachtest ohne Anstrengung, während die anderen es gar nicht registrieren! Teile es mit, die Umwelt braucht Deinen Daten-Input. Ausserdem wird an Dir geschätzt dass Du ein sehr guter Zuhörer bist und nicht zu denen gehörst, die sich selber am liebsten reden hören! Es wird Dir vielleicht gar nicht bewusst sein, aber Deine Umwelt nimmt dich als sehr verlässlich und einen sehr durchdachten Menschen wahr. Setze deine Stärken bewusst ein, dadurch bleibst Du Dir selber treu und Du fühlst Dich gut in Deiner Haut!

Zusammengefasst, Du bist und hast

  • eine grosse Beobachtungsgabe,
  • bist verlässlich,
  • besitzt Empathie und Menschenkenntnis,
  • durchdacht,
  • „Bullshit“ gibt es bei Dir nicht,
  • Individualismus pur.

Fazit des Ganzen

Wir werden leider sehr oft als ungesellig und arrogant dargestellt oder eingeschätzt. Das ist definitiv totaler Quatsch! Das werden alle Menschen dementieren können die uns besser kennen, also zu den „Erlesenen“ gehören. Das Wort Randgruppe hört sich für mich irgendwie „ansteckend krank“ an … Nix da – WIR sind in Ordnung nur eben etwas leiser, laute Menschen gibt es ohnehin genug! Haben wir jedoch das richtige Gegenüber können wir bis in die frühen Morgenstunden plaudern und haben auch unseren Spass daran. Durch unsere hochsensible Empfindungsgabe, spüren wir den anderen mehr als normal üblich. Gespräche über neue Ideen und Gefühle lieben wir, dynamische Präsentationen vor viel Publikum sind ebenso (meistens) kein Problem.  Die kleineren Gruppen oder der herkömmliche Small-Talk macht den Introvertierten eher Schwierigkeiten und das ist nicht schlimm. 🙂

Also – es ist völlig in Ordnung introvertiert zu sein!
Früher habe ich mir gewünscht „anders“ zu sein … heute bin ich froh darüber genauso zu sein wie ich nun mal bin. 😀 Das von Dir selbst sagen zu können wünsche ich Dir auch.

Man sagt ja, wer nicht weinen kann, wird an Leib und Seele krank. Ich bin ja der Meinung, wer keine Tränen mehr über hat ist schon krank! Kein gesunder Mensch auf Erden, hat noch nie Tränen vergossen … Gründe dafür kann es viele geben. Es ist nicht gesagt, dass Tränen zwangsläufig mit Traurigkeit und Leid zusammenhängen müssen. Tränen der Freude, der Extase und der Erleichterung laufen uns doch manchmal auch über die Wangen. 🙂 Wann und warum steigen uns die Tränen in die Augen? Weil wir so gerührt sind oder weil wir so erledigt sind? Und weshalb gibt es Momente in unserem Leben, in denen sich einfach keine Träne, nicht mal in den traurigsten Momenten, bemerkbar macht?

Eine kleine Einleitung vorab

Ich möchte bevor ich meine Frage nach den Tränen, die uns im Stich lassen fortsetze, etwas ausholen. Ich bin als Kind sehr streng erzogen worden. Wenn ich geweint habe nach dem ich mich verletzte, und ich habe mich sehr oft verletzt, da ich ziemlich tollpatschig war, sagte mein Vater als erstes: Ein Indianer kennt keinen Schmerz. Meine Mutter sorgte sich mehr um mein verschmiertes Gesicht, das nach der Heulerei wahrscheinlich nicht gerade appetitlich aussah. Ja und so kam es dass ich öffentlich oder neben meinen Eltern niemals weinte. Nichtmal dann, wenn mein Vater mir den Hintern versohlte. Tränen waren für mich im Kindes- und Jugendlichenalter tabu!

Als junge Frau sah die Sache plötzlich ganz anders aus. Ich musste bei jeder noch so kleinsten Kleinigkeit heulen. Ich kann mich an meinen ersten Freund erinnern, der es nicht glauben konnte, dass ich nach den schönsten Stunden die wir hatten, bitterlich zu weinen anfing. Ich hatte oft das Gefühl, ich müsste all die Jahre die ich keine Tränen vergossen habe, unbedingt nachholen. Es war ein so befreiendes aber auch manchmal sehr verwirrendes Gefühl für mich, weil ich es nicht verstehen konnte, plötzlich so eine Menge Tränen ohne Anstrengung heraus zu drücken. 🙂

Dabei blieb es aber nicht. Die Jahre vergingen und es passierten viele unschöne Dinge, die mich wieder in meine Kindes und Jugendzeit versetzten. Der Glaubenssätze meiner Eltern wie: „Du willst doch stark sein, dann reiß Dich zusammen, usw …“ waren plötzlich wieder allgegenwärtig. Meine Tränen, die ich so gerne hätte fließen lassen, waren versiegt … weg … sie haben mich im Stich gelassen.

Wenn wir in schmerzhaften Momenten keine Träne vergießen können

Wenn aus einem Menschen der verletzlich und feinfühlig ist, plötzlich ein großer Eisblock wird. Vielleicht hast Du Dich auch schon mal gefragt „Hey, was soll das jetzt, warum kommen mir die Tränen? Es wäre doch gar nicht notwendig. Wenn uns ein Film oder ein Buch rührt, wenn wir übermüdet sind und dann auch noch etwas geschieht das uns endgültig den Deckel schliesst oder einfach aus reiner Überforderung. Bist Du aber in einer Situation die Dir wirklich Schmerz und Leid zufügt … lassen Dich die Tränen im Stich!

Ich habe viele Frauen kennenlernen dürfen die in der selben Situation wie ich waren. Aus lustigen, sensiblen und herzlichen Frauen wurden Eisberge. Es gibt also noch mehr Menschen die so drauf waren wie ich! Wenn wir in Momenten riesiger Trauer nicht weinen können ist das nicht nur sehr verwirrend sondern auch eine Gefühl der Ohnmacht. Gründe dafür gibt es einige.

Mögliche Ursachen und emotionale Blockaden

Wie entsteht so eine emotionale Blockade? Warum können wir nicht weinen, obwohl wir es möchten? Weinen bedeutet zu seinem eigenen Schmerz stehen, sich zur Traurigkeit bekennen und diese zuzulassen. Weshalb es uns oft so große Schwierigkeiten bereitet kann unterschiedliche Auslöser haben. Sehr häufig sind verdrängte und unterdrückte Gefühle, die in unserem Unterbewusstsein schlafen, verantwortlich. An Hand meines eigenen Beispieles ist das klar zu erkennen. Ich möchte aber noch genauer darauf eingehen.

  • Weinen macht Angst – unsere Tränen sind ein Ausdruck tiefer Emotion und ist klarerweise auch mit einer unschönen körperlichen Reaktion verbunden. Ich weiß auch dass unsichere Menschen Angst davor haben, ihrem Schmerz und ihrer Trauer freien Lauf zu lassen. Mir ging es ähnlich, da ich nichts anderes gelernt hatte. Die Furcht in einen Abgrund zu stürzen und alleine nicht mehr hoch zu kommen spielt dabei eine große Rolle.
  • Auch die Angst die Kontrolle über uns selbst zu verlieren ist riesig. Besonders die Perfektionisten haben es sehr schwer und sind nicht in der Lage sich von Tränen überrollen zu lassen. Kontrollverlust auf ganzer Linie. Man muss doch schließlich alles im Griff haben, egal was ist! Das „Verdrängen“ von negativen Gefühlen oder seelischen Schmerzen kommt zum Einsatz.
  • Wenn wir schon als Kind nicht weinen sollten oder durften ist auch das eine sehr prägende Sache. Ich wurde als Kind schon nicht ernst genommen und gleichzeitig getadelt zeigte ich Ansätze des Weinens. Ob wir es glauben wollen oder nicht. Aber unsere Eltern und unsere Erziehung sind ebenso dafür verantwortlich wie wir mit unseren Gefühlen umgehen (können)! Aus Angst ähnliche Reaktionen zu ernten, bleiben unsere Augen trocken. Das Schlimme daran … es ist uns nicht mal mehr bewusst.
  • Wenn wir immer wieder gedemütigt und verletzt worden sind, gerade die seelischen Verletzungen die viele Jahre zurückliegen, können verantwortlich sein, dass wir besonders in der Gegenwart anderer Menschen, nicht weinen können (wollen). Das Vertrauen sich ganz zu öffnen und zu vertrauen fehlt. Aus Angst vor neuerlichen Verletzungen. Also reiner Selbstschutz und so mauern wir Stein für Stein um genügend Abstand zu haben.
  • Das Weinen „verlernt“. An dieser Stelle kann ich sagen, das geht wirklich, aber es kommt auch wieder, lässt Du es zu. Ich fühlte mich wie ein riesiger Eisberg. Wie versteinert wenn die Traurigkeit und der Schmerz mich überfiel. Eine Beklemmung machte sich in meinem ganzen Körper schwer. Es war sogar so schlimm, dass ich kein Gefühl mehr für Glück, Schmerz und Leid empfinden konnte. Es wäre kein Tropfen Blut aber auch keine einzige Träne gekommen. Ich war an allem unbeteiligt. Nicht mehr weinen zu können, kann auch der Beginn einer Depression sein die wir nicht auf die leichte Schulter nehmen sollten.

Dabei sind Tränen eine so magische Flüssigkeit!

Weinen befreit, soviel ist sicher. Wenn wir ständig versuchen unsere Gefühle zu unterdrücken, unsere Traurigkeit und unseren Schmerz nicht annehmen können, werden wir niemals die schönen Glücksmomente in ihrer Intensität auskosten können. Sich Schmerzen hinzugeben ist eine sehr befreiende Sache und das dazugehörige Weinen bedeutet auch loslassen! Wir Menschen brauchen unsere Tränen. Es wird immer Menschen geben die näher am Wasser gebaut sind als andere. Es geht nicht um die Menge der Tränen, es geht auch nicht um das schauspielerische Talent weinen auf Knopfdruck, es geht darum unseren Emotionen freien Lauf zu lassen damit es uns danach besser geht! Auch wenn wir in einer „coolen“ Zeit leben, sollte das noch lange nicht bedeuten, nicht weinen zu dürfen weil es uncool ist!

Ich sehe meine Tränen (und ich kann wieder weinen >zwinker<), als Authentizitätsgarant an. Ich/wir dürfen und sollen Tränen zeigen wenn uns danach ist und mit diesem Beispiel sollten wir voran gehen! Ich wünsche Dir also ein Zelt voller Freudentränen, die den Rest der Welt anstecken sollen!

Tränen sind nicht die Schwäche eines Menschen, sondern die Stärke, ein Gefühl zu haben und das auch zu zeigen!

Bis bald und sei gut zu Dir!