Beiträge

Lesezeit: 4 Minuten

Das Leben hat (mir) schon ganz viele Lektionen erteilt. Schmerzhafte, unangenehme, peinliche und alle sind sie mir in Erinnerung geblieben. Eines habe ich aber daraus gelernt. MITGEFÜHL … ebenso eine große Lektion die mir tatsächlich fehlte. Herzlichkeit, ein gutes Einfühlungsvermögen, Empfindsamkeit … es ist ein sehr wichtiger Teil meiner Person, die ich über die Jahre geworden bin.

In der von uns geschaffenen Welt, die wahnsinnig schnell und „geschäftig“ an uns vorbeirauscht und so voller Irrsinigkeiten steckt, habe ich manchmal das Gefühl, dass KEIN Platz für Herzlichkeit und Empfindsamkeit mehr ist. Und das, obwohl wir als Spezies im Grunde genommen gut und freundlich auf die Welt gekommen sind. Viele Menschen sind von diesem Weg „abgekommen“ … sie haben SICH und den Weg verloren.

Mitgefühl bedeutet …

Mitgefühl bedeutet RÜCKSICHTSVOLL zu sein. Es bedeutet ANTEILNAHME und ein gewisses Maß an EINFÜHLUNGSVERMÖGEN zu besitzen. Sich in andere Menschen aufrichtig hineinversetzten zu können und unterschiedliche Situationen so gut als einem möglich nachzuempfinden. Mitgefühl ist eine Empfindung mit enormer Kraft! Sie erzeugt liebevolle Energie, ganz egal, auf wen es sich bezieht. Dieses Gefühl hat die Macht sehr viel zu verändern.

Ich habe die Erfahrung gemacht, wenn wir das Leben von der Warte des Mitgefühls aus betrachten, befreien wir uns von unserem Ego und dem ständigen Bedürfnis, recht haben zu wollen. Stattdessen lassen wir uns von unserem Herzen leiten. Wir verzichten darauf, alles bewerten zu müssen … das Schubladendenken hört auf.

In JEDEM von uns steckt dieses Gefühl (bei einem mehr, beim anderen etwas weniger). Was wir tun sollten, ist dem Ganzen etwas MEHR Ausdruck zu verleihen!

Wenn wir uns dafür entscheiden würden, eine Situation (z.B. ein Streit) mit Mitgefühl zu betrachten, bedeutet es gleichzeitig auf die Schwächen des anderen, UND auch auf die eigenen Schwächen, besser einzugehen … sie zu erkennen und freundlicher auf die Situation ein- und zuzugehen. Dass das nicht einfach ist, ist klar. Aber wenn wir ehrlich sind, versucht doch jeder von uns, Leid, Schmerz und Ärger zu vermeiden und glücklich zu sein? Oder denke ich da verkehrt?

Wir machen alle Fehler und das nicht zu wenig …

Viele davon sind unbewusst, das passiert. Aber wir haben jeden Tag die Möglichkeit uns weiterzuentwickeln. Unser „Ego“ mehr zurückzunehmen und dem immer kehrenden Bedürfnis dauernd das letzte und richtige Wort zu haben, mal das Pause-Schild zu zeigen!

Mitgefühl soll aber nicht bedeuten, dass wir uns ständig schikanieren lassen müssen. Ausnutzen und alles für „gut“ befinden müssen! Die Welt müssen und können wir ohnehin nicht retten! :-)

Ich sag mal so: Es bedeutet schlicht und einfach anzuerkennen, dass in jedem von uns Gutes steckt und das wir alle menschlich sein möchten (sollten). Letzteres zeigt sich auf weniger angenehme oder wünschenswerte Weise viel zu oft.

Diesbezüglich stehe ich als Beispiel zur Verfügung:

Ich wurde geboren. Mein Herz stand ganz bestimmt weit offen. Doch nach vielen Jahren, in denen ich zahlreiche Ängste durchgestanden und viele Verletzungen erst wieder heilen musste, war es so, dass ich die Verbindung zu mir selbst verloren habe. Ich wurde verletzt auf allen Ebenen … also blieb ich in dem Fahrwasser stecken und fügte anderen auch, meist nicht bewusst, Leid zu. Meine Empathie war verloren gegangen, mein Herz zog sich zusammen und mein EGO gewann an Größe.

Ich bin in einem Umfeld aufgewachsen, in dem „zu vergeben“ eine ständige Aufgabe für mich darstellte. Und auch wenn ich emotional sowie körperlich sehr verletzt wurde, und es ganz lange Zeit dauerte, bis ich wieder heil war, so war VERGEBUNG mein einziger Ausweg. Es war die einzige Möglichkeit, diese Zeit und all diese Erfahrungen zu  nutzen, um mich weiterzuentwickeln.

Wie hat es funktioniert?

Erst als es mir gelang, nicht jeden und alles für schlecht und unehrlich anzuerkennen und es mir gelang meine Gefühle wieder zu benutzen, das Mitgefühl neu zu entdecken, begannen sich Dinge zu verändern! Und wie sie sich änderten!

Mitgefühl hilft mir nicht alles so persönlich zu sehen. Denn es geht tatsächlich nicht immer um mich selbst! ›lach‹. Oft ist es der Schmerz und die Last meines Gegenübers, was da auf mich abgeladen wird. In solchen Situationen halte ich auf freundliche Weise Abstand. So verhindere ich, dass unangenehme Situation noch mehr „Nahrung“ erhalten.

Mitgefühl will genährt werden! Wer mit sich selbst nicht freundlich und liebevoll umgehen kann, wird es auch nicht schaffen mehr Gefühl für andere aufzubringen!

Ein ganz wichtiger Punkt ist dabei auch die Vergangenheit. Alles was passiert und geschehen ist, sollten wir zu einem Abschluss bringen. Egal ob wir die Dinge vergeben, vergessen oder verzeihen … da hat jeder seine eigene Regel. Von mir kann ich erzählen, dass ich nicht alles vergeben kann, aber ich habe damit in Frieden abgeschlossen … ich habe es eingepackt und weggelegt. Punkt.

Schuldgefühle herumzutragen habe ich aufgegeben. Es führt zu nichts und es ist eine absolute Energieverschwendung!

Die Sanftheit mit sich selbst …

Dieser Satz begleitet mich jeden Tag! ›lächel‹. Es ist die erste Etappe auf dem Weg zur Heilung für uns selbst. Und auch für diejenigen, die mit uns in Berührung kommen. Es ist ganz einfach DEINE, MEINE unser ALLER Entscheidung, sich dem Mitgefühl bewusst zu werden. Die Macht des Mitgefühls ist eine greifbare, die zu unvorstellbaren Resultaten führt!

Sie ist die Kraft der Liebe … der Freundlichkeit … der Heilung und der Vergebung.

Ich habe diese wohltuende Wirkung auf allen Ebenen der Gesellschaft erleben können. Wir alle wünschen uns glücklich zu sein. Unterschätzen wir deshalb diese Macht nicht.

Jeder von uns ist in der Lage sie auszuschöpfen.
Seien wir freundlich …
Nehmen wir mehr Anteil …
Und zeigen wir mehr Mitgefühl … <3
Ich danke Dir.

Heute habe ich mich als „Impulsgeberin“ berufen gefühlt und deshalb diese Gedanken mit Dir teilen müssen. :D
Schön, dass DU hier bei mir warst!

Eine gute und liebevolle Zeit …