Keine Sorge. Ich bleibe schon noch da. Aber mir war nach einer kleinen Veränderung.
Für mich selbst.Und auch ein bisschen für dich.
Ich schreibe diesen Blog mit einer Unterbrechung, schon eine ganze Weile. Und ich merke, dass mich etwas zunehmend langweilt.
Ich bin eben so … ständige Veränderung mag ich nun mal sehr gerne. 🙂
WAS MICH LANGWEILT?
Diese ewigen Aufforderungen zum positiven Denken, Sein & Tun, dass uns überall anspringt. Denk positiv. Fühl positiv. Sieh das Gute. Arbeite an dir. Entwickle dich weiter. Werde die beste Version deiner selbst.
Puh – Ganz schön anstrengend denke ich mir selbst jedesmal. Es sind ja auch meine Themen über die ich gerne und ausführlich schreibe. Aber nun möchte ich die „Position“ wechseln. 🙂
Und bevor jetzt jemand glaubt, ICH hätte das positive Denken an den Nagel gehängt.
NEIN! Natürlich nicht. Habe ich nicht und werde ich auch bestimmt nicht, denn es war viel Arbeit es sich anzueignen. 🙂
Ich glaube noch immer stark daran, dass unsere Gedanken verdammt viel mit unserem Leben machen.
Ich möchte nur nicht mehr ständig darüber reden bzw. schreiben.
Und ich möchte schon gar nicht so tun, als müsste aus jedem bescheidenen Dienstag am Ende noch eine „wertvolle“ Lektion fürs Leben herausgequetscht werden! Denn manchmal war es vielleicht einfach „nur“ ein beschissener Dienstag.
Also mache ich etwas, dass mir ohnehin ziemlich gut liegt: Ich habe angefangen zu b e o b a c h t e n … Mich. Andere. Uns alle. Notizen zu machen.
Zu schauen, was WIR den ganzen Tag so treiben, während wir versuchen, dieses Leben einigermaßen hinzubiegen.
Und dabei stellte ich fest, wie unglaublich komisch, eigenwillig aber auch „besonders“ wir Menschen doch sind!
Wir fahren am Anfang einer Beziehung 300 Kilometer, um jemanden zwei Stunden zu sehen – und Jahre später ist der Weg vom Sofa in die Küche zu weit, um zu fragen, ob der andere auch ein Käsebrot möchte.
Wir gehen mit dem Hund spazieren und schauen dabei aufs Handy.
Wir liegen mit dem Menschen, den wir lieben, im Bett – und zeigen uns gegenseitig Videos von Menschen, die wir überhaupt nicht kennen!
Wir haben Vormittage, an denen schon Duschen wie eine unangemessen hohe Forderung des Lebens erscheint.
Wir lieben Menschen, die uns manchmal wahnsinnig machen.
Wir vermissen Menschen, die wir trotzdem nicht mehr in unserem Leben haben möchten!
Wir werden älter. Verlieren und lassen los.
Wir finden wieder und verändern uns.
Machen oft denselben Blödsinn noch einmal, obwohl wir es inzwischen wirklich besser wissen müssten! 🙂
Und mittendrin versuchen wir irgendwie, dieses Leben hinzubekommen.
Da dachte ich mir: Was für ziemlich schräger Laden. Und plötzlich hatte das Ganze einen Namen.
„Der ziemlich schräge Laden unseres Lebens“.
Denn mal ehrlich: WAS ist unser Leben denn anderes?
So möchte ich dich ab heute ein bisschen öfter mitnehmen. 🙂
Nicht mehr ganz so oft in langen klassischen Blogbeiträgen. Davon wird es etwas weniger geben.
Dafür öfter mitten hinein in meine „gesammelten“ Beobachtungen.
Kleine und große. Lustige.Unbequeme.Traurige.Absurde.Vielleicht manchmal auch völlig belanglose.
Und auf keinen Fall, möchte ich dir dabei das Leben erklären.
Denn, ich wäre schon froh, wenn es sich mir gelegentlich genauer erklären würde.
Ich werde einfach meine Fühler ausstrecken, hinschauen und beobachten.
Manchmal liebevoll.Manchmal nachdenklich.Manchmal mit hochgezogener Augenbraue.
Und ganz bestimmt werde ich gelegentlich hier sitzen und denken: “ Was mach ich da eigentlich?“
Ob daraus etwas wird? Ich habe keine Ahnung.
Aber genau das gefällt mir gerade daran.
Kein Plan zur Selbstoptimierung. Keine neue Sandra.Kein „Ab heute wird alles anders“.
Nur ein etwas anderer Blick auf diesen Laden, in dem wir uns sowieso jeden Tag herumtreiben.
Und wenn du magst … komm ein fach mit mit mir.
Schauen wir gemeinsam, was so in den Regalen des „schrägen Ladens unseres Lebens“ herumliegt. 😉
Ich freue mich auf „Neuland“ mit dir.
Bis dann …



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