Hier schreibe ich über persönliche Erfahrungen, authentisch und sicherlich für die ein oder andere meiner Leserinnen sehr hilfreich.  Ich freue mich auf deine Erfahrungen in den Kommentaren.
Lesezeit: 2 Minuten

Die Geschichte, die ich heute für uns ausgesucht habe, ist gleichzeitig auch eine Geschichte, die gerne auf Hochzeiten vorgelesen wird. Sie soll dem Brautpaar anschaulich zeigen, wie eine gute Beziehung gelingen kann. Vielleicht kennst Du sie ja bereits? Wenn nicht – tauche ein in diese sehr berührenden Zeilen …

WAS IST EINE GUTE BEZIEHUNG?

Anna und Walter sitzen auf Ihrer Lieblingsbank unter den Eichen. „Weißt Du noch, wie damals alles begonnen hat?“, fragte die Frau verträumt.

Lächelnd nickt der alte Mann und gibt Ihr einen langen Kuss auf die Stirn. Beide erinnern sich: sie hatten sich auf dem Jahrmarkt kennengelernt und wussten sofort, dass Ihre beiden Herzen zusammengehörten.

Die Verliebten schlenderten damals über den Marktplatz und steuerten auf eine Menschenansammlung am Rande des Dorfes zu. Dort wurde ein Wettbewerb veranstaltet.  Auf einer Bank stand der Besitzer der dortigen Wiese mit zwei Eicheln in seinen Händen. Er erregte großes Aufsehen mit seinem lauten Geschrei:

„Kommt alle her und seht! Das sind Liebeseicheln! Wer traut es sich zu, ein Denkmal für die nächsten Generationen zu setzen? Auf dieser Bank sollen einmal Liebespaare sitzen und es behaglich haben. Damit hier ein lauschiges Plätzchen entstehen kann, sollen zwei mächtige Eichen den nötigen Schatten spenden.

Wer von Euch findet den richtigen Abstand, den diese Eichen brauchen, um gemeinsam wachsen und zusammen alt werden zu können? Unser Dorfgärtner ist der Schiedsrichter und ENTSCHEIDET, wer die Aufgabe am besten gelöst hat.“

Nacheinander traten etliche Pärchen vor und legten die Eicheln nach Ihren Vorstellungen auf die Erde nieder. Die Entfernung der verschiedenen Vorschläge reichten von fünfzig Zentimeter bis zu drei Metern.

Anna und Walter waren die letzten, die Ihren Tipp abgaben. Als sie jedoch die zwei Eicheln in einem Abstand von sieben Metern auf die Erde legten, wurde sie von den Zuschauern nur lauthals ausgelacht!

Der alte Gärtner hingegen nickte erfreut und grub die zwei Liebeseicheln genau dort ein, wo die beiden diese hingelegt hatten. Lächelnd sagte er:

„Mit dieser Entfernung können sich die Eicheln gut entwickeln. Jeder bleibt für sich ein eigenständiger Baum und keiner nimmt den anderen die Sonne und die Luft zum Atmen. Auch die Wurzeln behindern einander nicht. Dennoch werden die Bäume eine Gemeinschaft bilden, denn wenn der Wind über sie hinwegweht, dann können sich Ihre Äste sanft berühren.“

So begann es damals, vor über fünfzig Jahren. Händchenhaltend und in Gedanken versunken sitzen Anna und Walter unter den beiden mächtigen Eichen, deren Äste sich in luftiger Höhe begegnen und auf das Rascheln Ihrer Blätter horchen.

Ich habe diese Geschichte aus einem Buch, das mir eine sehr liebe Freundin geschenkt hat. „Geschichten, die dein Herz berühren“, von Gisela Rieger.

Meine ganz persönliche Meinung dazu: Für eine gute liebevolle Beziehung ist es unerlässlich, Distanz zu ertragen, denn nur wer sich voneinander wegbewegt, kann erneut aufeinander zugehen! Und genau dieses „Wechselspiel“ ist es, was die Liebe und Sehnsucht so spannend macht!

Ich wünsche Dir ganz viel Harmonie in Deiner Beziehung und wenn Du magst, treffen wir uns bald wieder, wenn es heißt:
#Geschichtenliebe … Gedanken zum Nachdenken <3

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Trotz allem mag ich mein Leben …

Jetzt bin ich schon seit einigen Wochen durch einen Unfall an Rollstuhl und Krücken gebunden … eine Tatsache, die ich nur schwer akzeptieren kann, weil ich eben Freigeist und Natur-Junkie bin! ›lach‹ Wie schnell sich ein normales Leben doch verändern kann. Plötzlich ist man auf Hilfe angewiesen! Die einfachsten Dinge werden zur Herausforderung und der restliche „funktionierende“ Teil deines Körpers, zeigt sich nach kurzer Zeit total erledigt … Nix mit durch die Wiese und Wald laufen, am Strand mit den Hunden toben oder mal „flink“ die Wohnung polieren! NEIN … das Wort „flink“ wird durch „tranquillo“ – wie wir hier in Italien an allen Ecken hören können sagen! UND … es ist mega viel Zeit vorhanden, über das Leben und die Veränderungen im Laufe der Jahre nachzudenken …

Es ist lange her …

Wenn wir einander mit diesen Worten begegnen, dann ist in der Zwischenzeit sicher so einiges passiert. Welche Erlebnisse haben das Leben geprägt? Auch manchmal auf sehr tiefgründige Weise verändert? Wenn ich Rückschau halte auf meine bisherige Lebenszeit, dann muss ich sehr sorgsam meinem Blickwinkel wählen, mit dem ich auf das Vergangene schaue.

Ich möchte nicht, dass sich Enttäuschung wie ein Schleier über meine Augen legt, denn dann geschieht es, dass ich mit Wehmut, Traurigkeit oder sogar Wut an all die Geschehnisse und unerfüllten Wünsche in meinem turbulenten Leben denke. Viele meiner Wünsche haben sich nicht erfüllt. Viele meiner Pläne sind nicht aufgegangen. Vieles war vergebene Mühe, deren Preis viel zu hoch war!

Die Zeit, der Schmerz und ganz viel Erfahrung, haben mir viel beigebracht …

Ich habe gelernt, auch anders auf die Jahre und Ereignisse zu schauen, die hinter mir liegen. Wenn ich also so „anders“ über meine Vergangenheit nachdenke, dann sehe ich sie wie einen weiten endlosen Strand vor mir liegen … mit unzähligen Muscheln, angeschwemmtes kleines und auch großes Schwemmholz und Steinen.

Dabei finden sich Muscheln, die bunt, groß und heil hin und her gespült werden.
Ich finde aber auch viele die gebrochen sind … überzogen mit Algen und ohne Farbe.
Ich sehe Ansammlungen von großen und kleinen Schwemmhölzern, manches vom Meer sauber reingewaschen, anderes wiederum wartet noch auf den Prozess der Reinigung. <3

Ich sehe überwiegend schöne Dinge, die sich da in der Weite des Strandes angesammelt haben. Die weniger schönen Sachen verdienen dennoch meine Aufmerksamkeit. Auch, wenn ich sie nicht mit nach Hause nehmen würde … sie runden mein Strandbild ab. <3

All das gleicht den hellen, den dunklen, den schweren und den schmerzerfüllten Augenblicken des Lebens!
Es gab eine Zeit, da habe ich versucht, alles Unschöne zu verdrängen, aus meinem Leben gedanklich zu verdrängen … ungeschehen zu machen! Ohne Erfolg. Erstens hat es nicht funktioniert und zweitens, wäre es dann nicht mehr mein Leben gewesen!

Das Gegenwärtige vereint mit den Erinnerungen an die Vergangenheit – all das gehört zu unserem Leben. Sicher, da gibt es Augenblicke, an die ich nicht gerne denke. Es gibt aber auch Augenblicke, die mich mit großen Augen anlächeln! :D
SIE sind es, die mich dankbar werden lassen und aus ihnen kann ich auch neue Kraft schöpfen!

Auch das „Gestern“ hat mein Leben bestimmt und vor allem hat es mein Leben geformt! Deshalb darf und soll es mit hinein, wenn ich zurückschaue auf mein Leben und vergangene Zeiten. Erinnerungen können schmerzen … ich weiß es nur zu gut.

Aber Erinnerungen sind auch etwas sehr Wertvolles und ein großer Reichtum finde ich, denn sie schenken mir Geborgenheit, Wärme und sie machen mich STOLZ … stolz deshalb, weil es mir gelungen ist, aus einem Berg gebrochener Muscheln, wieder ganz viele „heile“ zu machen, um diese an andere Menschen zu verschenken, <3  …

Die Vergangenheit soll reden und wir dürfen zuhören. Lassen wir das zu, wird unsere Seele Ruhe finden.

Ich wünsche uns allen, symbolisch ganz viel WEITE und STRAND …

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Meistens habe ich ja kein Problem einfach darauf loszuschreiben, doch aus irgendeinem Grund fällt es mir heute schwer. Mir fehlen die Worte für DAS was ich so gerne (BE)schreiben und auch teilen möchte! Im Grunde geht es um eine Art „Lebensmotto“. Um ein … in und auf der Welt sein.

Ich fühle mich vom Leben „getragen“

Das war keinesfalls immer so! Seit ich mich aber so intensiv mit mir und dem Leben auseinandersetze, kann es gar nicht so schmerzhaft und unangenehm werden, weil mich das Leben ummantelt. Das Gefühl habe ich tatsächlich! Je älter ich werde, umso tiefer ich mir begegne, umso deutlicher spüre ich dieses „getragen“ werden. <3

Was aber nicht heißen soll, dass das Leben mir nur positive Glücksmomente schenkt und DAS für mich bereitstellt, was ich mir wünsche. :D Und es bedeutet auch nicht, dass ich nicht oft auch die Hosen gestrichen voll habe, wenn ich mich auf etwas Neues und ungewisses einlasse!

Ich spreche hier selbstverständlich nur aus meiner Sicht. Was ich damit sagen will ist, das ich auch in Momenten des „Fallens“, am Tiefpunkt einer Ausweglosigkeit … im Schmerz spüre, dass es schon so sein darf und es auch Sinn ergibt. Auch, wenn die Klarheit darüber sehr oft erst etwas später kommt.

Gerade in solchen Momenten, in denen ich keine Ahnung habe, was folgen wird, fühle ich mich mehr und mehr getragen. Ich schaffe es tatsächlich mich dem Leben hinzugeben! Ich vertraue. Irgendwo stand mal „Das Leben ist oft klüger, als wir selbst …“. Ich bin mir sehr sicher, dass das auch stimmt.

Ich habe lernen dürfen (und ich lerne immer noch): Ich muss gar nicht alles heute, jetzt und sofort wissen. Gerade in dieser Unwissenheit, in dieser Leere, werden so viele neue Impulse und Erkenntnisse frei. Die Erfahrung, die ich dabei machen durfte, ist: Ich weiß das, was gerade wirklich wichtig ist für mich. Und das ist zu diesem Zeitpunkt das Wichtigste. Alles andere ist zu dem Zeitpunkt eine Nebensache.

Verstehen können wir unser Leben nur RÜCKWÄRTS, LEBEN müssen wir es vorwärts!

Die Frage, die sich dabei stellt, ist: „Was will das Leben von mir?“
Gegenfrage: „Was will ICH vom Leben?“

Mich zieht es immer mehr dahin, mich hinzugeben und nicht permanent etwas zu wollen! Einfach still werden und abwarten. Hören … darauf achten was sich da leise in und um mich auftut. Wenn ich diese Haltung einnehme, beschenkt mich das Leben sehr oft in besonders wertvoller Weise.

GUTES LEBEN … ich DANKE DIR …

Ich habe meinen Beitrag in erster Linie auf mein Leben „gelegt“. Passend ist er allerdings auf unser aller Leben, sofern Du für diese Weitsicht offen bist. ›lächel‹.

Kennst Du dieses Gefühl, von dem ich hier versucht habe zu schreiben? Ich wünsche es Dir, … es tut gut. <3

VOM LEBEN GETRAGEN … NUR WER LOSLÄSST UND VERTRAUT, DEN TRÄGT DAS LEBEN DAHIN, WO ER WACHSEN KANN.

Eva Maria Martin
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Über Offenbarungen und Mitteilungen

Heute möchte ich darüber schreiben, weshalb ich schreibe. Hier, in diesem Blog. Über meine Themen. Doch dieses sich teilen und mitteilen gefällt nicht jedem Menschen und viele heißen das nicht gut, das habe ich gerade zu Beginn meiner Arbeit sehr oft mitbekommen. Nicht alle Menschen applaudieren im Zirkus, genauso wie hier auf meinem Blog. Kurzum: es ist nicht jedermanns Sache.

Mir ist wieder bewusst geworden, dass dieser Schritt mutig von mir war. Schließlich geht es auch um einen Teil der Privatsphäre. Im Internet häufen sich die schrägsten Selbstdarstellungen, die manchmal tatsächlich die eine oder andere Frage aufkommen lassen: „Was soll damit bezweckt werden? Wen interessiert das?“

Ich glaube jeder von uns weiß, dass es Menschen geben wird, die dich oder das, was du machst, nicht gutheißen und sich aufregen. Sie kritisieren aus den verschiedensten Gründen was wir machen. Es ist klar und logisch: Je mehr man von sich zeigt, je mehr man seine Veränderungen im Leben sichtbar macht, umso mehr Aufmerksamkeit zieht man auf sich. Das war schon immer so und wird sich niemals ändern. Dem bin ich mir auch ganz bewusst. :D

Aber ehrlich gesagt möchte ich sehr gerne offen und „berührbar“ bleiben! Gleichzeitig möchte ich auch meine Richtung weiter verfolgen. Ich möchte sehen was andere mir aufzeigen und widerspiegeln! UND ich möchte unterscheiden, wann eine Reaktion tatsächlich mit mir zu tun hat und wann nicht!

Veränderungen, die ich in Gang bringe, stoßen auch stets an die Grenzen des anderen. Über Lebensmodelle wird neu nachgedacht. Dass ich gerne schreibe, ist in der Zwischenzeit bekannt. Früher in Form von Tagebuch, Karten, Briefe, später Mails, E-Books, mein erstes „Büchlein“ und seit einigen Jahren auch auf meinem Blog.

Die Lust auf mehr ist einfach immer da. Auf noch mehr Resonanz und auch auf mehr Abenteuer! Schließlich weiß ich ja nie was kommt? Wie es denn ankommt, ob es ankommt und vor allem was es auslöst! Ich finde es total schön, Menschen insbesondere Frauen, selbst entscheiden zu lassen, ob sie meine Gedanken lesen, und ob sie teilhaben möchten, oder nicht? „Freiwillige Begleitung“ … so empfinde ich das und es macht mich glücklich zu sehen, dass es einige gibt, deren Gedanken sich mit meinen decken. ›lächel‹

Worte, Sinn und Bilder … alles fließt und es macht sehr viel Freude etwas zu bewirken. Dazu möchte ich auch immer wieder aufrufen: Uns Tätigkeiten zu suchen, die uns ins Fließen bringen. Den eigenen Impulsen zu folgen, seinen eigenen Weg auch tatsächlich zu gehen … auch dann, wenn die „Richtung“ vielen anderen nicht gefällt und der Norm nicht entspricht!

Das Phänomen „Selbstdarsteller“ im Internet, worüber ich ja schon mal geschrieben habe, beschäftigt mich natürlich. X Dinge zu posten und die Menschen über jeden Schritt zu unterrichten gehört nicht zu meiner Absicht. Außerdem mag ich das Wort „Selbstdarsteller“ nicht wirklich. Etwas Widerspruch macht sich dabei spürbar, denn was ist es sonst? Selbstverständlich gibt es da einen Teil in mir, der Lust hat, etwas nach Draußen zu tragen, auch wenn ich in vielen anderen Momenten sehr zurückhaltend und ruhig bin!

Ich möchte als Mensch in seiner natürlichen Größe wahrgenommen werden. Der mit seiner Kraft und seinen Ideen, einen Raum einnehmen kann aber sich gleichzeitig zurücknimmt, um zuzuhören und anderen Raum zu geben! Ich glaube, wenn man seine natürliche Größe erkannt hat, frei und großzügig zu denken, gelingt es auch sehr einfach die Stärken und die Schwächen zu respektieren!

Momentan ist es diese Website (ich kann mich mit dem Wort Blog nicht wirklich anfreunden), die mir große Freude bereitet, andere mit meinen Gedanken abzuholen und auch zu berühren. Im Grunde ist es doch so: In unserem Leben können wir IMMER wieder andere berühren, lächelnd, durch ein Kompliment, durch Anregungen oder Mut machenden Gesprächen.

ICH habe mich für diese zusätzliche Form des Berührens, entschieden. Auch, wenn es so manchen Menschen nicht „schmeckt“.
Freiwilliges SEIN. Um NICHTS kämpfen. Was BLEIBEN will bleibt und was GEHEN möchte, geht sowieso. Das fällt mir als Schlusssatz ein.

Manche Dinge drücken mich, und das ist das Zeichen, dass etwas gesagt werden soll. Diesem Gefühl folge ich seit Jahren. <3
Danke fürs Zuhören. <3

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Von Schutz, Liebe und innerer Heilung …

In meinen Gedanken geht es heute um mein inneres Kind. Ich habe ja schon mal darüber einen Beitrag geschrieben, falls Du nachlesen möchtest: Das Ding mit dem inneren Kind. Der Begriff „Das innere Kind“, ist ja den meisten Menschen nichts Fremdes. Aber vielleicht ist es auch das erste Mal, dass Du diesen Begriff hörst. Ich halte sehr viel von diesem Thema, weil es ein sehr tiefes und wichtiges ist. Über das alleine könnte ich schon ein Buch schreiben, so viel beschäftige ich mich damit.

Das „Innere Kind“ ist eine Art Metapher für unsere Erfahrungen, die wir in der Kindheit gemacht haben. Es geht quasi darum, unsere Vergangenheit zu betrachten und zu verstehen, warum wir so sind wie wir sind! Aber vor allem auch, warum unsere Reaktionen auch heute als erwachsene Frau/Mann, uns manchmal willkürlich erscheinen und uns verunsichern.

Vieles was früher passiert ist, ist unbewusst geschehen. Ich habe sehr viele prägende Erfahrungen als Verletzungen abgespeichert. Vielleicht kennst Du das ja auch von Dir selbst. Symbolisch geht es darum, einen Kontakt zu diesen inneren Verletzungen herzustellen und sich „liebevoll“ um diese zu kümmern. Dabei nimmt der „Innere Erwachsene“ ganz fürsorglich den Kontakt zu dem inneren Kind auf.

In meinem Fall war die Arbeit mit meinem inneren „kleinen Mädchen“ das Heilsamste und intensivste, was ich gemacht habe. Es war DER Schlüssel zu tiefer und ehrlicher Selbstannahme!

Meine und Deine Persönlichkeit teilt sich in unterschiedlichen Rollen auf. Wir sind Tochter, Schwester, Freundin vielleicht auch Mutter. Wir sind Vorgesetzte oder Angestellte. Wir sind die „laute“ und die „leise“ … wir sind ALLES! Und so sind wir auch Kind und Erwachsener. Dabei bewerten wir auch sehr gerne, anstatt das Potenzial der einzelnen Bereiche zu sehen!

Mein Leben wäre mir viel zu langweilig …

Würde ich mich immer nur von einer Seite zeigen dürfen ›lach‹. Wenn ich immer nur einen einzigen Bereich „bedienen“ dürfte! Wir be- und entwerten uns alle viel zu oft. Ich selbst erwische mich gerne dabei, wenn ich sage: „das bin ich eigentlich gar nicht“… DOCH, bin ich, ich zeige eben nur eine andere Seite von mir. Und es ist ganz wichtig das zu verstehen.

Die Erfahrungen meiner Kindheit, und vielleicht auch Deiner, haben mich stark geprägt und sie beeinflussen mich heute noch im alltäglichen SEIN. Es muss nicht bedeuten, dass unsere Kindheit immer schlecht war. Das kann jeder nur für sich selbst beantworten. In Wahrheit geht es bei der Arbeit mit unserem inneren Kind NICHT darum, Schuldzuweisungen zu machen, es ist eine Hilfestellung.

Diese Arbeit ist ressourcenorientiert und arbeitet hauptsächlich damit, uns nachträglich zu nähren als Schuld zu verteilen. Je verletzter unser inneres Kind ist, umso einsamer und überforderter es sich fühlt, umso stärker ist auch der Einfluss auf das Erwachsenendasein.

Bei mir sind es dann die Momente, wo ich das Gefühl habe, es reißt mich in zwei Teile! Wenn es innerlich laut wird und einfach keine Ruhe aufkommen mag. Körperliche Symptome wie Schmerzen im Bauchraum, Schwindel und Tinnitus sind dabei spürbar. Mein innere „Kleine“ zeigte sich gerne in dieser Form.

Es gab auch ganz viele Situationen, in denen Außenstehende zu mir sagten: „Du bist so eine taffe starke Frau, was Du alles auf die Reihe bekommst, trotz der Umstände“. In mir drinnen kam dabei sofort der Impuls hoch, demjenigen sofort ins Gesicht springen zu wollen und dabei laut zu schreien: „Sag, siehst Du eigentlich nicht, wie scheiße es mir wirklich geht?“

Ein Schutzmechanismus

Wer als Kind nur wenig Liebe und Aufmerksamkeit, dafür viel Schmerz, Zurückweisung oder sogar Missbrauch, erleben musste, kann sein inneres Kind nicht annehmen! Ganz unbewusst allerdings. Das ist eine Art Schutzmechanismus des Körpers, der somit die schmerzhaften Erfahrungen bewusst oder unbewusst zur Seite schiebt, damit man sie nicht noch mal fühlen muss!

Vor ein paar Jahren kam bei mir der Punkt, an dem ich dieses Thema aufgreifen wollte. Ich wollte, bzw. musste mich damit auseinandersetzten. Ich wollte mir selbst DAS geben, was mir als Kind so gefehlt hat. Ich wollte mir selbst eine liebevolle gute große Schwester sein. Eine Freundin, die immer für mich da ist und gut für mich sorgt. <3

Mein in die Ecke gepacktes innere kleine Mädchen entwickelte nämlich ein heftiges und zerstörerisches Eigenleben! Ich habe sie zu lange ignoriert. Deshalb ist es so wichtig, sich damit zu beschäftigen!

In meiner Geschichte gab es sogar zwei Mädchen, die sich immer wieder bemerkbar machten. Die eine, sie war die „Laute“ und wesentlich älter als die andere. Immer auf der Suche nach Anerkennung, Liebe und auf der Suche nach einer großen Bühne, auf der sie sich präsentieren konnte! War das nicht der Fall, rastete sie aus. Sie flippte förmlich aus und tat Dinge die sie anschließend immer bereute …

In der dunkelsten Ecke in mir saß da noch jemand. Ein kleines zartes Mädchen. Ihr Gesicht zwischen den Beinen geklemmt. Sie war die, die keinen Kontakt zu anderen wollte. Sich niemandem anvertrauen konnte. Sie saß wie versteinert da. Still und stumm. Aus einem ganz einfachen Grund: Sie hatte Angst das Falsche zu sagen, falsch zu sein und wieder verletzt zu werden …

Es war ein Teufelskreis.

Mir hat das SEHR geholfen, mir das ganze bildlich vorzustellen. Es fiel mir leichter dem Ganzen einen inneren Platz zu geben. Vielleicht findest Du auch ein inneres Bild, dass Dir verdeutlicht, wie DEIN inneres Mädchen oder vielleicht sind es auch wie bei mir mehrere, leben?

Nachdem ich mir über meine beiden verletzten Kinder im Klaren war, begann ich mich um sie zu kümmern. Ein Teil dieser Arbeit war einen Brief zu schreiben an meine zwei Mädchen in mir. Und weil ich mir sehr gut vorstellen kann, dass Dich dieser Brief unterstützen kann, wenn Du vielleicht selbst im Konflikt mit Deinem inneren Kind sein solltest, werde ich ihn hier veröffentlichen. <3

An meine Mädchen …
Hallo meine Kleinen,
ich danke euch, dass ihr jeden Morgen aufgestanden seid.
Danke, dass ihr jeden Tag gemeistert habt.
Danke, dass ihr nie aufgehört habt zu träumen. Ich verstehe euch so gut. Ich kann eure Not sehen.
Ich verstehe, wie es ist, sich selbst so zu hassen. Ich sehe eure Wunden, eure Narben, eure Ängste.
Ich sehe, eure schlaflosen Nächte. Aber ich bin da!
Ich war es nicht immer, aber jetzt kann ich euch beschützen!
Danke, dass ihr solche Kämpferinnen wart und nie aufgehört habt, an euer großes Herz zu glauben.
Ich bin wahnsinnig stolz auf euch und ich verspreche, euch nie wieder alleine  zulassen!
Es ist vorbei, … es ist endlich vorbei. Ihr seid bei mir sicher.
Niemand hat euch diese Schmerzen mit Absicht zugefügt.
Ab jetzt könnt ihr euch bei mir fallen lassen  … <3

Das war mein Beginn einer sehr wichtigen und notwendigen Beziehung zu meinen inneren Kindern.
Die intensivste aber schönste Arbeit mit mir selbst, die ich je gemacht habe.

Was möchtest DU Deinem inneren Kind sagen?

Ein sehr persönlicher Gedankengang mit positivem Ausgang. Ich würde mir wünschen, dass ich Dich damit abholen kann.
Pass gut auf, auf „EUCH“.

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JA, es darf gewesen sein … annehmen, der beste Weg zur Heilung!

Heute erzähle ich Dir von mir. Ein wenig mehr als ich es vielleicht sonst mache. Ich werde sehr häufig gefragt, wie es denn zu meiner, immer beschriebenen, Veränderung gekommen ist. Alles in einen Artikel zu packen, wird schwer bis unmöglich werden. Aber ich werde versuchen zu beschreiben, wie es in etwa begonnen hat.

Ich suche mal den „Faden“ zu finden …

Die Natur ist ja für mich eine der größten Inspirationsquellen, die es gibt. Sie zeigt mir das immer wieder auf eindrückliche Weise. :-)
Es kann ohne Sommer keinen Herbst geben, ohne Dunkelheit keine Helligkeit, ohne Südpol keinen Nordpol, ohne Vollmond keinen Neumond. Es wächst auch keine Pflanze, die das ganze Jahr über Blüten trägt. Und wenn ein Baum neue Blätter bekommt, muss er erst die alten Blätter abwerfen und solche Beispiele gibt es ganz ganz viele!

Doch warum erkennen das sehr viele Menschen nicht? Weshalb sträuben wir Menschen uns so sehr gegen die Dunkelheit? Gleich zu Beginn die Information für Dich: Ich nenne die Dunkelheit auch die negativen Seiten meines Lebens. Warum versuchen wir sie zu ignorieren und so oft zu verdrängen? Für mich habe ich die Antwort schon lange gefunden. Ich glaube, dass wir Menschen uns sehr schnell damit überfordert fühlen! Machtlos und sich allen möglichen Situationen ausgeliefert.

Eigentlich wollen wir uns alle lieber gut als schlecht fühlen! Aber genau da ist der Schweinehund begraben. Denn wenn ich mir mal unsere Gesellschaft so ansehe, dann sehe ich mehr Menschen, die jammern, sich hinter alte Muster verkriechen, alles und jeden schlecht reden und dabei rein gar nix verändern!

Dabei gibt es in unserem Leben ein großes Geheimnis:
Um an die Vollkommenheit, zur inneren Ruhe und zur bedingungslosen Selbstannahme zu gelangen müssen wir nur eines tun. Nämlich Gleiten und Pendeln.

Ich hätte dazu eine Familie gebraucht. (Hätte deshalb, weil ich für meine Familie nicht mehr existiere.)
Ich brauche Freunde, Zeit mit meinen Kindern, Zeit mit meinem Herz-Menschen, aber auch ganz viel Zeit für mich alleine. Ich brauche laute Musik und ich brauche die Stille. Die Traurigkeit um auch wirkliche Freude spüren zu können. Ich brauche die Trauer um die Liebe zu erforschen. Doch als ich die Trauer in mein Leben ließ, waren ganz andere Kräfte in mir wach geworden.

Was ich mit all dem eigentlich erklären möchte ist, wir brauchen beide Seiten! Ungleichgewicht entsteht nur, wenn man versucht, die Balance auf nur einer Seite zu halten! Dabei gibt es kein „gut“ oder „schlecht“. Auch, wenn wir als Mensch gerne so denken.

Ich habe die Erfahrung machen dürfen, dass die dunkle Zeit mir viele Seiten meines Lebens ganz klar verdeutlicht hat. Sie zeigte mir meine Ängste und meine Sehnsüchte. Darin steckte mein Entwicklungspotential! Und ich möchte es jedem wirklich ans Herz legen:

Schau auf Deine dunkle Seite, sie ist es wert, erforscht und entdeckt zu werden!

Denn ganz ehrlich? Es kann uns nichts aus dem Leben reißen, was nicht eh schon in uns ist! Die dunklen Seiten bleiben ein Teil von mir (uns). Ich weiß nur zu gut, wie unendlich viel Angst das macht, denn ich kenne das Gefühl, mehr zu verdrängen, anstatt den Sehnsüchten in die Augen zu schauen. Was ich heute dazu sagen kann ist: Es lohnt sich hinzuschauen!

Dazu muss ich aber noch ein wenig zurückrudern …

Es ist irgendwann am Nachmittag. Ich sitze in einer viel zu großen Wohnung, an der mein Herz hängt, die ich mir aber alleine niemals leisten kann. Ich atme tief durch, dreh meinen Kopf zur Seite und schau auf die sonnige Terrasse und sehe die andere meines Lebens …

Keine Ahnung wie es passiert ist und warum alles so gekommen ist. Ich habe keinen Plan wie es weitergehen soll. Vielleicht gibt es doch die Wunder, an die ich immer glaube und alles ist über Nacht wieder so, wie es vorher war, … ich hätte es verdient. Ein Gedanke jagt den anderen. Ich schaffe das, ich bin stark und eine Kämpferin. Bei diesen Gedanken werden die Schmerzen in meiner Brust immer mehr. So fühlt es sich an, wenn sich der Mittelpunkt im Leben plötzlich verabschiedet.

Ab da funktionierte ich nur noch. Ein wenig schlafen, ein wenig essen und trinken und ganz viel arbeiten. Schließlich bin ich eine „Macherin“. Das Machen war meine Flucht. Im „Umsetzen“ stehen meine Emotionen still. Und das funktioniert so lange bis mein Körper nicht mehr will.

Abends fiel ich in eine tiefe Einsamkeit, die in Fassungslosigkeit überschwappte. Alles war taub. Die letzten Monate lebte ich ganz automatisch, aber in einer anderen Welt, ohne Substanz und Energie. Ich fühlte mich schwerelos und haltlos. 15 kg waren es, die ich in vier Wochen verlor. Die Sache mit dem Essen fiel mir von Woche zu Woche schwerer. Mein Körper schmerzte. Die Untersuchungen ergaben zwei Bandscheibenvorfälle und nachweisliche Herz-Rhythmusstörungen inklusive Panikattacken. Ich konnte meinem Job nicht mehr nachkommen und wurde nach unzufriedenstellenden Gesprächen, gekündigt.

Manchmal saß ich stundenlang bewegungslos da. Ohne Emotionen. Ich wollte weinen, aber es kam nichts. Klar … ich muss stark sein. Große Mädchen weinen nie. Meine Gedanken veränderten sich immer negativer. Ich hatte Angst vor mir selbst. Und so entschloss ich mich dazu, mich selbst „einzuweisen“. Sechs Wochen Psychiatrie und beinahe ein ganzes Jahr in psychosomatischen Stationen und Rehas. Verlegung auf Traumastationen, die ich immer „Auffangabteilungen“ für Wahnsinnige nannte.

Auch während dieser Zeit ging so viel schief. Ich lernte in dieser Zeit Menschen kennen, die meine „Not“, meine Hilflosigkeit, mein Unwissen wer ich bin, ausnutzten. Ich ertrug es stillschweigend, Hauptsache nicht alleine. Ich bekam den Namen, das ist die Frau, die kaum spricht, immer nur schreibt …, aus diesem Grund konnten die meisten Psychologen nicht mit mir arbeiten, weil ich total zu machte.

„Das wird schon wieder“ … sagten meine geglaubten Freunde. Ich war enttäuscht von ganz vielen Menschen. Sie schämten sich für mein Sein. 46 Jahre war ich damals und hatte so viel Angst wie selten zuvor. Ich hatte Angst Schwäche zu zeigen, Angst jemandem zur Last zu fallen, aber die meiste Angst hatte ich davor noch mehr Angst zu bekommen!

Irgendwann wieder zu Hause angekommen, beschloss ich Urlaub zu machen. Ich genoss die Sonne, das Meer und den Frieden. Aber von einer Sekunde auf die andere war alles anders. Mein ohnehin so unstabiles Kartenhaus, brach einfach weg. In mir herrschte ein absoluter Ausnahmezustand. Frühzeitig zu Hause angekommen, begann ein weiterer Marathon aus Arzt- und Klinikbesuchen.

Das Eigenartige daran war aber immer, dass ich in den Momenten, in denen es mir am schlechtesten ging, komplette Ruhe ausstrahlte, aber um Hilfe zu bitten war mir unmöglich.

„Ich kann meine Augen vor dem Schließen, was ich nicht sehen will, doch ich kann mein Herz nicht vor dem Verschließen, was ich nicht fühlen will …“, sagte man mir.

Ich war eben eine Meisterin im Verdrängen. Das wurde mir so beigebracht. Und wahrscheinlich war genau das mein Konflikt. Das harte Mädchen, wie früher eben. Für alle da sein. Dabei wäre mein sehnlichster Wunsch gewesen, endlich jemandem zu begegnen, der meinen Schmerz sieht ohne ihn auszunutzen.

Und das war nicht das Ende. Es ist auch nicht der Anfang. Und vielleicht ist das nicht gerade der Einstieg, den Du Dir von mir erwartet hast. Vielleicht wäre es einfacher gewesen ein wenig oberflächlicher zu beginnen? Doch so bin ich eben nicht.

Es ist ein kleiner Teil meiner großen Geschichte. Ein Teil den ich ganz lange nicht annehmen konnte!

Diese Erfahrungen haben mich stark verändert. Ich  bin heute ehrlich. Zu Dir, aber vor allem zu mir selbst. Ich war am Tiefpunkt, sogar an mehreren! Mit meinen erlebten „dunklen Seiten“ möchte ich anderen Frauen Mut machen. Ich will jeder Einzelnen sagen, dass DU es schaffen kannst, den schlimmsten Gefühlen in Dir, ein zu Hause zu geben!

Mein Wunsch ist, ein Buch zu schreiben. X Mal begonnen und wieder verworfen. Es ist noch nicht an der Zeit, denke ich mal … aber bald, sehr bald. <3

Lesezeit: < 1 Minute

WAS ENTSPRICHT DEINEM CHARAKTER?

Was wir für vernünftig oder unvernünftig halten, ist für jeden Menschen unterschiedlich. Genauso wie gut oder böse, sinnvoll und sinnlos. Jeder hat dazu seine ganz eigenen Gedanken.

Es ist einfach, sich in den eigenen Ansichten zu verfangen. Als klebten wir an einem unsichtbaren Drehbuch und würden allen Anweisungen und Verhaltensmustern folgen, die wir selbst nicht verstehen.

Je mehr wir das Drehbuch infrage stellen und je mehr wir es den strengen Prüfungen unserer Bildung unterziehen, umso mehr wird es zu unserem eigenen Kompass. Wir werden Überzeugungen und Gedanken haben, die nur uns und niemand anderem gehören.

CHARAKTER ist eine mächtige Festung in einer Welt, die uns liebend gern kaufen, verführen, verlocken und verändern würde! Wenn wir allerdings wissen was wir glauben und warum, können wir ungesunde Beziehungen und Jobs ebenso vermeiden wie „Schönwetterfreunde“ und jede Art von Missstand, die Menschen plagen, die über ihre Sorgen einfach zu wenig und nicht richtig nachdenken.

DAS vermag schon Bildung … deswegen arbeiten wir ständig an UNS. Wenn wir richtig einordnen können, müssen wir uns nicht mehr bloß auf unsere Einschätzung dessen, was äußere Umstände bedeuten verlassen, sondern wir werden Regeln anwenden, die dem eigenen Charakter entsprechen.

Leute mit MUT und Charakter sind den anderen Menschen immer SEHR unheimlich.

H.Hesse

Bis bald, Deine Sandra

Danke an J. Mayer für das ausdrucksstarke Bild. <3

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Mein Körper und meine Seele

„Eigentlich ist das völlig nebensächlich …“ das sagte ich mir neulich als ich in der Kabine stand und meinen aus der Form geratenen Körper betrachtete. Ich war wieder mal auf der Suche nach „Wasserbekleidung“. Bei der Anprobe konnte ich meinen Körper von allen Seiten wunderbar >händezusammenschlag< betrachten, das Licht in der Kabine, das meines Erachtens übrigens verboten werden sollte, tat sein Übriges. Ich ließ es sein und beim Verlassen des Geschäftes kamen mir einige Gedanken. Mein Frust war nur kurz da, was danach folgte, teile ich heute mit Dir, weil vielleicht es auch DU so sehen könntest?

Dieser Körper hat mein Innerstes, meine Seele, mein ICH seit ich denken kann liebevoll eingeschlossen und durch jede Menge Hoch und Tiefs geschleppt. Er hat all seine Kraft aufgebracht, damit ich davonlaufen konnte und keinen größeren Schaden nahm, als mir ein paar Jungs, damals nach der Schule wegen einer Auseinandersetzung mit Steinen bewaffnet, nachliefen!

Mein Körper hat immer verlässlich durchgehalten, ohne krank zu werden, auch wenn ich wie so oft, an kalten Tagen viel zu wenig anhatte. Ohne meinen Körper hätte ich es nicht geschafft, meine Liebe auszudrücken. Durch all meine Wärme, die er für mich machte in vielen wichtigen Momenten meines Lebens … seine unbeschreiblich hohe Sensibilität, durch die er mich zeigen ließ, was ich geben wollte und geben konnte. Er war und ist immer noch der Botschafter meines Wesens. <3

Mein Körper hat meine Kinder getragen und geboren für mich und das war definitiv keine leichte Aufgabe! All diese Jahre war er für mich da. Stark, gesund und er schenkte mir ein gutes zu Hause für meinen Geist und meine Seele. Es gab viele Jahre da schätzte ich nichts von all dem.

Jetzt, ist er etwas müde geworden … mein Körper, ja was solls, wir kommen beide in die Jahre. Er ist von Krankheit und Schmerzen gezeichnet. An manchen Stellen ist er „mehr“ geworden und an manchen Stellen fehlt die Straffheit. Die Haut ist weich geblieben, aber die Last der Jahre zeigt sich deutlich an den verschiedensten Stellen.

Ja so in etwa ist mein Körper, gezeichnet von vielen Dingen und Momenten meines sehr verrückten Lebens. ›lach‹ Er hat so viel gegeben in den ganzen Jahrzehnten! Er hat mir viele Komplimente eingebracht, jede Menge Möglichkeiten geboten, nie versagte er mit seinen Diensten! Er hat einfach jeden Blödsinn mitgemacht, ob er wollte oder nicht. Und wenn ich darüber nachdenke, hat er alles andere verdient als schräge Blicke von mir! Er tut so viel für mich, ich muss ihn lieben, genauso wie ich Schokolade liebe! <3

Ich mag das weiche Alter seiner Haut. Und sein Gewicht ist ebenso okay. Mein Körper braucht es um so zu sein, wie er ist. Ich liebe es aufrecht gehen zu können, wie früher als ich zwanzig war. Auch, wenn er von Schmerzen geplagt wird, sein Bemühen ist immer spürbar.

Mein Leben, meine Seele, hat ihn gefordert und geformt. Ich kenne ihn einfach durch und durch … ER macht mir nichts mehr vor. Wir sind eins geworden im Laufe des Lebens. Also warum soll ich mich eigentlich beklagen, wenn ich ihn betrachte? Weil er nicht mehr glatt, straff und jung ist? Nun ich finde es ziemlich undankbar wie verrückt, wenn ich ehrlich bin.

Ich hätte mir nie gedacht mal ein Plädoyer für meinen Körper zu schreiben. Aber er hat es verdient. Vielleicht sollten wir uns diese Gedanken in jeder Umkleide mit gemeiner Beleuchtung herbeiholen? ›zwinker‹

„… und sieh zu, dass Du nicht nur KÖRPER bist.“

Ovid

Vielleicht denkst Du ja beim nächsten Einkauf ganz plötzlich an mich und meine Gedanken, wenn Deine Blicke streng über Deinen Körper wandern. Alles Liebe.

Lesezeit: 2 Minuten

LEBENSLEKTIONEN …

Ich habe gelernt, dass egal was passiert, das Leben immer weiter geht und die Tage danach wieder heller werden.

Ich habe gelernt, dass man durch beobachten, sehr viel über andere Menschen erfahren kann, ohne mit ihnen zu sprechen.

Ich habe gelernt, dass ein Leben ohne eine Beziehung zu seinen Eltern sehr lange Zeit schmerzhaft ist, aber dennoch möglich.

Ich habe gelernt, dass „ein Leben leben“ nicht dasselbe ist, wie „sein Leben leben“!

Ich habe gelernt, dass das Leben uns weit mehr als nur eine zweite Chance schenkt.

Ich habe gelernt, dass wir Dinge nicht nur annehmen müssen, es darf auch manchmal sein, sie einfach dankend abzulehnen.

Ich habe gelernt, dass jede meiner Herz-Entscheidungen die richtige war!

Ich habe gelernt, dass Menschen schnell alles vergessen, was man gesagt hat, sie vergessen schnell, was man getan hat.

Ich habe aber auch gelernt, dass Menschen niemals vergessen, welche Gefühle wir in ihnen geweckt haben. <3

Und ich habe gelernt, dass ich noch ganz viele Dinge lernen muss! <3

Je älter ich werde, desto mehr sammle ich an Erfahrungen. Meine Erfahrungen helfen mir dabei, vieles anders zu machen als noch vor einigen Jahren. Die Menschen um uns herum sind ständig mit uns verbunden. Die Empfindlicheren unter uns können schnell von dieser Intensität mitgerissen werden. Denn die Gedanken und die Energie, anderer beeinflussen mich (uns).

Und das, obwohl wir sie nicht mal berühren  – wir spüren sie. Deshalb habe ich gelernt, wie ich meine Energie schütze, um mein Leben positiv zu leben und auch zu verändern.  Ich habe endlich erkannt, wie es sich anfühlt, ICH zu sein … im Denken und im Sein.

Es ist schön zu wissen, dass ich weiß das Nötigste zu besitzen, um meinen ganz eigenen Weg zu finden.  Einen Weg, der für mich funktioniert.

Schöne Zeit,
Sentire la vita

Ein herzliches Danke, an meinen Herz-Menschen für das gelungene Bild. <3

Lesezeit: 4 Minuten

Hallo Gesellschaft, ich muss rein gar nix mehr!

Von Zeit zu Zeit brauch ich es einfach. Mich über das Alter, Herdentiere und die Gesellschaft auszulassen. Warum einzig und alleine ich jetzt entscheide, was ich tun und lassen kann und warum „vergleichen“ uns gar nichts bringt.

Vielleicht ist der Grund diesen Gedankengang zu schreiben, ein Brief, den ich vor ein paar Wochen erhalten habe. Jetzt, nach den paar Wochen habe ich es realisiert und konnte es in kleine Scheibchen auflegen. UNVERMITTELBAR. Ich bin aus dem System gerutscht (gefallen). Ich bin nicht mehr einsetzbar für unser „durchgetaktete“  Arbeitswelt. Stempel drunter.

Krankheitsbedingte Berufsunfähigkeit mit der ich natürlich rechnen musste. Trotzdem … im ersten Moment ein komisches Gefühl. Im ersten Moment habe ich überlegt, ob ich geschockt sein soll. Die Arbeitswelt braucht belastbare, zu allem bereite Führungsmenschen. Menschen ohne Vorgeschichten und keine Frauen mit beinahe 60 Jahren und Persönlichkeit.

Die Entscheidung stand ja schon lange fest. Nie wieder zurück ins Hamsterrad! Nun ist es amtlich – i am free! Macht mich das nervös ist meine Frage? Ja, aber nur ganz wenig. Ich habe keine Panik vor meiner Zukunft und ich male mir auch keine Horrorszenarien aus, sondern ich freue mich jeden Tag über die Chance meinem Leben eine weitere neue Richtung zeigen zu können. <3

Wer entscheidet was ich will? ICH!

Sagen zu können – ich muss gar nix! Habe ich ja schon immer gemocht nur leider war es nicht immer möglich es auch zu tun. Jetzt stehen meine Chancen definitiv gut. Es gibt einiges im Leben, was ich mitmache, weil ich es klasse finde. Ich liebe noch immer Pinterest, mag diesen Shabby Schick-Style und schlürfe dieses Trend-Getränk „Ingwer-Shot“ leidenschaftlich gern … lecker.

Ich  bin aber auch eine altmodische Frau was meine Werte betrifft! Demut, Achtsamkeit, Treue und Ehrlichkeit sind ganz wichtige Säulen in meinem Leben! Ja, und ich glaube wieder an die Liebe. Ich trage gern viel zu große Klamotten, die nicht unbedingt sexy aussehen und liebe diese langen Kleider im Bohemien-Style. Tanze gern mit dem Kopfhörer laut mitsingend durch die Gänge wobei sich mein Musikgeschmack meiner Befindlichkeit anpasst.

In der Zwischenzeit genieße ich ein Glas Wein genauso wie die Massage, die ich mir immer wieder gönne. Mein Lieblingsparfum ist ein erdig-holzig-herber Duft und zugleich balsamisch süß. Eine mystische Essenz, die in keiner Parfümerie zu finden ist und die ich am liebsten trinken würde. ›lach‹ Ich sammle sämtliche Life-Style Zeitschriften und würde gern einen Tag mit Bruce Darnell verbringen, weil er sein Herz am rechten Fleck trägt, bodenständig geblieben ist und darauf pupst, was andere über ihn denken und sagen! <3

Ich brauche meine Bleistifte und meine gebundenen Notizbücher, weil ich es total gern habe, meine Gedankenfetzen und Ideen auf Papier zu bringen, anstatt den Techniktrends zu folgen. Mein iPhone nutze ich tatsächlich nur zum Telefonieren. Ich frage lieber nach dem Weg, als die Google Suche zu aktivieren. Und falls ich mit der Bahn fahre, schaue ich aus dem Fenster oder in ein Buch. Ich brauche das Handy nicht um mir die Zeit zu vertreiben!

Ja, ich bin tatsächlich ein Drückeberger und lasse Must-Have’s, einfach links liegen. Ich bin halt Sandra. Und die ist 56 Jahre. Sie findet manches großartig und vieles richtig bescheuert, auch wenn die anderen ganz anderer Meinung sind.

Neulich habe ich gelesen, dass sich Frauen ab 50 besser die Harre färben sollen, weil „Silber“ im Haar unnötig älter macht und man als Frau dann schnell in eine falsche Schublade gesteckt wird. Tatsächlich wahr. Echt jetzt: Welche Schublade? Schubladen mochte ich noch nie und ich würde auch nicht hineinpassen, dafür habe ich zu viel Bauch. Also liebe Gesellschaft … steckt mich da hin wo ihr möchtet. ›zwinker‹ Ich steh dazu … jetzt ja erst richtig! Und ganz ehrlich – ich finde Frauen mit grauen langen oder auch kurzen Haaren mega stark!

Und würde ich all das machen, was Frauen in meinem Alter so machen, dann müsste ich schon bei den Fortgeschrittenen im Yogakurs regelmäßig meinen Kopfstand machen. Das Haus sollte nicht verlassen werden ohne die morgendlichen Yoga-Übungen. Schulterstand und Co … eine ganz wichtige Sache! Es erdet, bringt Power und ist gesund. Ich mach es trotzdem nicht. Aus Erfahrung weiß ich, dass ich nie etwas gut und richtig gemacht habe, was ich nicht wollte. Deshalb nein danke, ich passe (bis jetzt). Dazu brauche ich keine tiefenpsychologischen Gründe.

Also ich finde es sehr entspannend mich auf keine Vergleiche mit Kollegen mehr einlassen zu müssen. Kein Abscannen und keine Meetings mehr, die immer dazu genutzt wurden, die frisch geschliffenen Messer in den Rücken der anderen zu rammen … „Ups … das war so nicht gemeint … tut leid“. Ich glaube, es wird eine schöne Zeit auf mich zukommen. Ein neuer Abschnitt ohne Zwänge und vielen „ich muss gar nix mehr“. Wäre natürlich spitze, wenn mein Körper es genauso sehen könnte wie ich es tu. >Daumen drück<

Das Fazit:

Es ist so weit, ich bin durch das System gefallen. Ich passe nicht mehr in die typische Arbeitswelt, die ich ohnehin schon länger hinterfragt habe. Das „Normalo“ Leben wird sich verändern. Die Zeit, die jetzt für mich kommen wird, wird sicherlich auch ein paar finanzielle Einbusen mit sich bringen. Trotzdem denke ich positiv darüber. In den vergangenen Jahren meines Lebens habe ich in jedem Bereich meines Seins mehr gelernt als in all den Jahren zuvor! Nun kann ich das letzte Tau losbinden und darf gespannt sein, was sich verändern wird, … Auf in einen neuen Lebensabschnitt, ich freu mich darauf!

Danke für Deinen Besuch in meinen Gedanken, ich freue mich auf ein nächstes Mal und wünsche Dir bis dahin eine wunderschöne und gesunde Zeit!