Hier schreibe ich über persönliche Erfahrungen, authentisch und sicherlich für die ein oder andere meiner Leserinnen sehr hilfreich.  Ich freue mich auf deine Erfahrungen in den Kommentaren.
Lesezeit: 5 Minuten

JA, es darf gewesen sein … annehmen, der beste Weg zur Heilung!

Heute erzähle ich Dir von mir. Ein wenig mehr als ich es vielleicht sonst mache. Ich werde sehr häufig gefragt, wie es denn zu meiner, immer beschriebenen, Veränderung gekommen ist. Alles in einen Artikel zu packen, wird schwer bis unmöglich werden. Aber ich werde versuchen zu beschreiben, wie es in etwa begonnen hat.

Ich suche mal den „Faden“ zu finden …

Die Natur ist ja für mich eine der größten Inspirationsquellen, die es gibt. Sie zeigt mir das immer wieder auf eindrückliche Weise. :-)
Es kann ohne Sommer keinen Herbst geben, ohne Dunkelheit keine Helligkeit, ohne Südpol keinen Nordpol, ohne Vollmond keinen Neumond. Es wächst auch keine Pflanze, die das ganze Jahr über Blüten trägt. Und wenn ein Baum neue Blätter bekommt, muss er erst die alten Blätter abwerfen und solche Beispiele gibt es ganz ganz viele!

Doch warum erkennen das sehr viele Menschen nicht? Weshalb sträuben wir Menschen uns so sehr gegen die Dunkelheit? Gleich zu Beginn die Information für Dich: Ich nenne die Dunkelheit auch die negativen Seiten meines Lebens. Warum versuchen wir sie zu ignorieren und so oft zu verdrängen? Für mich habe ich die Antwort schon lange gefunden. Ich glaube, dass wir Menschen uns sehr schnell damit überfordert fühlen! Machtlos und sich allen möglichen Situationen ausgeliefert.

Eigentlich wollen wir uns alle lieber gut als schlecht fühlen! Aber genau da ist der Schweinehund begraben. Denn wenn ich mir mal unsere Gesellschaft so ansehe, dann sehe ich mehr Menschen, die jammern, sich hinter alte Muster verkriechen, alles und jeden schlecht reden und dabei rein gar nix verändern!

Dabei gibt es in unserem Leben ein großes Geheimnis:
Um an die Vollkommenheit, zur inneren Ruhe und zur bedingungslosen Selbstannahme zu gelangen müssen wir nur eines tun. Nämlich Gleiten und Pendeln.

Ich hätte dazu eine Familie gebraucht. (Hätte deshalb, weil ich für meine Familie nicht mehr existiere.)
Ich brauche Freunde, Zeit mit meinen Kindern, Zeit mit meinem Herz-Menschen, aber auch ganz viel Zeit für mich alleine. Ich brauche laute Musik und ich brauche die Stille. Die Traurigkeit um auch wirkliche Freude spüren zu können. Ich brauche die Trauer um die Liebe zu erforschen. Doch als ich die Trauer in mein Leben ließ, waren ganz andere Kräfte in mir wach geworden.

Was ich mit all dem eigentlich erklären möchte ist, wir brauchen beide Seiten! Ungleichgewicht entsteht nur, wenn man versucht, die Balance auf nur einer Seite zu halten! Dabei gibt es kein „gut“ oder „schlecht“. Auch, wenn wir als Mensch gerne so denken.

Ich habe die Erfahrung machen dürfen, dass die dunkle Zeit mir viele Seiten meines Lebens ganz klar verdeutlicht hat. Sie zeigte mir meine Ängste und meine Sehnsüchte. Darin steckte mein Entwicklungspotential! Und ich möchte es jedem wirklich ans Herz legen:

Schau auf Deine dunkle Seite, sie ist es wert, erforscht und entdeckt zu werden!

Denn ganz ehrlich? Es kann uns nichts aus dem Leben reißen, was nicht eh schon in uns ist! Die dunklen Seiten bleiben ein Teil von mir (uns). Ich weiß nur zu gut, wie unendlich viel Angst das macht, denn ich kenne das Gefühl, mehr zu verdrängen, anstatt den Sehnsüchten in die Augen zu schauen. Was ich heute dazu sagen kann ist: Es lohnt sich hinzuschauen!

Dazu muss ich aber noch ein wenig zurückrudern …

Es ist irgendwann am Nachmittag. Ich sitze in einer viel zu großen Wohnung, an der mein Herz hängt, die ich mir aber alleine niemals leisten kann. Ich atme tief durch, dreh meinen Kopf zur Seite und schau auf die sonnige Terrasse und sehe die andere meines Lebens …

Keine Ahnung wie es passiert ist und warum alles so gekommen ist. Ich habe keinen Plan wie es weitergehen soll. Vielleicht gibt es doch die Wunder, an die ich immer glaube und alles ist über Nacht wieder so, wie es vorher war, … ich hätte es verdient. Ein Gedanke jagt den anderen. Ich schaffe das, ich bin stark und eine Kämpferin. Bei diesen Gedanken werden die Schmerzen in meiner Brust immer mehr. So fühlt es sich an, wenn sich der Mittelpunkt im Leben plötzlich verabschiedet.

Ab da funktionierte ich nur noch. Ein wenig schlafen, ein wenig essen und trinken und ganz viel arbeiten. Schließlich bin ich eine „Macherin“. Das Machen war meine Flucht. Im „Umsetzen“ stehen meine Emotionen still. Und das funktioniert so lange bis mein Körper nicht mehr will.

Abends fiel ich in eine tiefe Einsamkeit, die in Fassungslosigkeit überschwappte. Alles war taub. Die letzten Monate lebte ich ganz automatisch, aber in einer anderen Welt, ohne Substanz und Energie. Ich fühlte mich schwerelos und haltlos. 15 kg waren es, die ich in vier Wochen verlor. Die Sache mit dem Essen fiel mir von Woche zu Woche schwerer. Mein Körper schmerzte. Die Untersuchungen ergaben zwei Bandscheibenvorfälle und nachweisliche Herz-Rhythmusstörungen inklusive Panikattacken. Ich konnte meinem Job nicht mehr nachkommen und wurde nach unzufriedenstellenden Gesprächen, gekündigt.

Manchmal saß ich stundenlang bewegungslos da. Ohne Emotionen. Ich wollte weinen, aber es kam nichts. Klar … ich muss stark sein. Große Mädchen weinen nie. Meine Gedanken veränderten sich immer negativer. Ich hatte Angst vor mir selbst. Und so entschloss ich mich dazu, mich selbst „einzuweisen“. Sechs Wochen Psychiatrie und beinahe ein ganzes Jahr in psychosomatischen Stationen und Rehas. Verlegung auf Traumastationen, die ich immer „Auffangabteilungen“ für Wahnsinnige nannte.

Auch während dieser Zeit ging so viel schief. Ich lernte in dieser Zeit Menschen kennen, die meine „Not“, meine Hilflosigkeit, mein Unwissen wer ich bin, ausnutzten. Ich ertrug es stillschweigend, Hauptsache nicht alleine. Ich bekam den Namen, das ist die Frau, die kaum spricht, immer nur schreibt …, aus diesem Grund konnten die meisten Psychologen nicht mit mir arbeiten, weil ich total zu machte.

„Das wird schon wieder“ … sagten meine geglaubten Freunde. Ich war enttäuscht von ganz vielen Menschen. Sie schämten sich für mein Sein. 46 Jahre war ich damals und hatte so viel Angst wie selten zuvor. Ich hatte Angst Schwäche zu zeigen, Angst jemandem zur Last zu fallen, aber die meiste Angst hatte ich davor noch mehr Angst zu bekommen!

Irgendwann wieder zu Hause angekommen, beschloss ich Urlaub zu machen. Ich genoss die Sonne, das Meer und den Frieden. Aber von einer Sekunde auf die andere war alles anders. Mein ohnehin so unstabiles Kartenhaus, brach einfach weg. In mir herrschte ein absoluter Ausnahmezustand. Frühzeitig zu Hause angekommen, begann ein weiterer Marathon aus Arzt- und Klinikbesuchen.

Das Eigenartige daran war aber immer, dass ich in den Momenten, in denen es mir am schlechtesten ging, komplette Ruhe ausstrahlte, aber um Hilfe zu bitten war mir unmöglich.

„Ich kann meine Augen vor dem Schließen, was ich nicht sehen will, doch ich kann mein Herz nicht vor dem Verschließen, was ich nicht fühlen will …“, sagte man mir.

Ich war eben eine Meisterin im Verdrängen. Das wurde mir so beigebracht. Und wahrscheinlich war genau das mein Konflikt. Das harte Mädchen, wie früher eben. Für alle da sein. Dabei wäre mein sehnlichster Wunsch gewesen, endlich jemandem zu begegnen, der meinen Schmerz sieht ohne ihn auszunutzen.

Und das war nicht das Ende. Es ist auch nicht der Anfang. Und vielleicht ist das nicht gerade der Einstieg, den Du Dir von mir erwartet hast. Vielleicht wäre es einfacher gewesen ein wenig oberflächlicher zu beginnen? Doch so bin ich eben nicht.

Es ist ein kleiner Teil meiner großen Geschichte. Ein Teil den ich ganz lange nicht annehmen konnte!

Diese Erfahrungen haben mich stark verändert. Ich  bin heute ehrlich. Zu Dir, aber vor allem zu mir selbst. Ich war am Tiefpunkt, sogar an mehreren! Mit meinen erlebten „dunklen Seiten“ möchte ich anderen Frauen Mut machen. Ich will jeder Einzelnen sagen, dass DU es schaffen kannst, den schlimmsten Gefühlen in Dir, ein zu Hause zu geben!

Mein Wunsch ist, ein Buch zu schreiben. X Mal begonnen und wieder verworfen. Es ist noch nicht an der Zeit, denke ich mal … aber bald, sehr bald. <3

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WAS ENTSPRICHT DEINEM CHARAKTER?

Was wir für vernünftig oder unvernünftig halten, ist für jeden Menschen unterschiedlich. Genauso wie gut oder böse, sinnvoll und sinnlos. Jeder hat dazu seine ganz eigenen Gedanken.

Es ist einfach, sich in den eigenen Ansichten zu verfangen. Als klebten wir an einem unsichtbaren Drehbuch und würden allen Anweisungen und Verhaltensmustern folgen, die wir selbst nicht verstehen.

Je mehr wir das Drehbuch infrage stellen und je mehr wir es den strengen Prüfungen unserer Bildung unterziehen, umso mehr wird es zu unserem eigenen Kompass. Wir werden Überzeugungen und Gedanken haben, die nur uns und niemand anderem gehören.

CHARAKTER ist eine mächtige Festung in einer Welt, die uns liebend gern kaufen, verführen, verlocken und verändern würde! Wenn wir allerdings wissen was wir glauben und warum, können wir ungesunde Beziehungen und Jobs ebenso vermeiden wie „Schönwetterfreunde“ und jede Art von Missstand, die Menschen plagen, die über ihre Sorgen einfach zu wenig und nicht richtig nachdenken.

DAS vermag schon Bildung … deswegen arbeiten wir ständig an UNS. Wenn wir richtig einordnen können, müssen wir uns nicht mehr bloß auf unsere Einschätzung dessen, was äußere Umstände bedeuten verlassen, sondern wir werden Regeln anwenden, die dem eigenen Charakter entsprechen.

Leute mit MUT und Charakter sind den anderen Menschen immer SEHR unheimlich.

H.Hesse

Bis bald, Deine Sandra

Danke an J. Mayer für das ausdrucksstarke Bild. <3

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Mein Körper und meine Seele

„Eigentlich ist das völlig nebensächlich …“ das sagte ich mir neulich als ich in der Kabine stand und meinen aus der Form geratenen Körper betrachtete. Ich war wieder mal auf der Suche nach „Wasserbekleidung“. Bei der Anprobe konnte ich meinen Körper von allen Seiten wunderbar >händezusammenschlag< betrachten, das Licht in der Kabine, das meines Erachtens übrigens verboten werden sollte, tat sein Übriges. Ich ließ es sein und beim Verlassen des Geschäftes kamen mir einige Gedanken. Mein Frust war nur kurz da, was danach folgte, teile ich heute mit Dir, weil vielleicht es auch DU so sehen könntest?

Dieser Körper hat mein Innerstes, meine Seele, mein ICH seit ich denken kann liebevoll eingeschlossen und durch jede Menge Hoch und Tiefs geschleppt. Er hat all seine Kraft aufgebracht, damit ich davonlaufen konnte und keinen größeren Schaden nahm, als mir ein paar Jungs, damals nach der Schule wegen einer Auseinandersetzung mit Steinen bewaffnet, nachliefen!

Mein Körper hat immer verlässlich durchgehalten, ohne krank zu werden, auch wenn ich wie so oft, an kalten Tagen viel zu wenig anhatte. Ohne meinen Körper hätte ich es nicht geschafft, meine Liebe auszudrücken. Durch all meine Wärme, die er für mich machte in vielen wichtigen Momenten meines Lebens … seine unbeschreiblich hohe Sensibilität, durch die er mich zeigen ließ, was ich geben wollte und geben konnte. Er war und ist immer noch der Botschafter meines Wesens. <3

Mein Körper hat meine Kinder getragen und geboren für mich und das war definitiv keine leichte Aufgabe! All diese Jahre war er für mich da. Stark, gesund und er schenkte mir ein gutes zu Hause für meinen Geist und meine Seele. Es gab viele Jahre da schätzte ich nichts von all dem.

Jetzt, ist er etwas müde geworden … mein Körper, ja was solls, wir kommen beide in die Jahre. Er ist von Krankheit und Schmerzen gezeichnet. An manchen Stellen ist er „mehr“ geworden und an manchen Stellen fehlt die Straffheit. Die Haut ist weich geblieben, aber die Last der Jahre zeigt sich deutlich an den verschiedensten Stellen.

Ja so in etwa ist mein Körper, gezeichnet von vielen Dingen und Momenten meines sehr verrückten Lebens. ›lach‹ Er hat so viel gegeben in den ganzen Jahrzehnten! Er hat mir viele Komplimente eingebracht, jede Menge Möglichkeiten geboten, nie versagte er mit seinen Diensten! Er hat einfach jeden Blödsinn mitgemacht, ob er wollte oder nicht. Und wenn ich darüber nachdenke, hat er alles andere verdient als schräge Blicke von mir! Er tut so viel für mich, ich muss ihn lieben, genauso wie ich Schokolade liebe! <3

Ich mag das weiche Alter seiner Haut. Und sein Gewicht ist ebenso okay. Mein Körper braucht es um so zu sein, wie er ist. Ich liebe es aufrecht gehen zu können, wie früher als ich zwanzig war. Auch, wenn er von Schmerzen geplagt wird, sein Bemühen ist immer spürbar.

Mein Leben, meine Seele, hat ihn gefordert und geformt. Ich kenne ihn einfach durch und durch … ER macht mir nichts mehr vor. Wir sind eins geworden im Laufe des Lebens. Also warum soll ich mich eigentlich beklagen, wenn ich ihn betrachte? Weil er nicht mehr glatt, straff und jung ist? Nun ich finde es ziemlich undankbar wie verrückt, wenn ich ehrlich bin.

Ich hätte mir nie gedacht mal ein Plädoyer für meinen Körper zu schreiben. Aber er hat es verdient. Vielleicht sollten wir uns diese Gedanken in jeder Umkleide mit gemeiner Beleuchtung herbeiholen? ›zwinker‹

„… und sieh zu, dass Du nicht nur KÖRPER bist.“

Ovid

Vielleicht denkst Du ja beim nächsten Einkauf ganz plötzlich an mich und meine Gedanken, wenn Deine Blicke streng über Deinen Körper wandern. Alles Liebe.

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LEBENSLEKTIONEN …

Ich habe gelernt, dass egal was passiert, das Leben immer weiter geht und die Tage danach wieder heller werden.

Ich habe gelernt, dass man durch beobachten, sehr viel über andere Menschen erfahren kann, ohne mit ihnen zu sprechen.

Ich habe gelernt, dass ein Leben ohne eine Beziehung zu seinen Eltern sehr lange Zeit schmerzhaft ist, aber dennoch möglich.

Ich habe gelernt, dass „ein Leben leben“ nicht dasselbe ist, wie „sein Leben leben“!

Ich habe gelernt, dass das Leben uns weit mehr als nur eine zweite Chance schenkt.

Ich habe gelernt, dass wir Dinge nicht nur annehmen müssen, es darf auch manchmal sein, sie einfach dankend abzulehnen.

Ich habe gelernt, dass jede meiner Herz-Entscheidungen die richtige war!

Ich habe gelernt, dass Menschen schnell alles vergessen, was man gesagt hat, sie vergessen schnell, was man getan hat.

Ich habe aber auch gelernt, dass Menschen niemals vergessen, welche Gefühle wir in ihnen geweckt haben. <3

Und ich habe gelernt, dass ich noch ganz viele Dinge lernen muss! <3

Je älter ich werde, desto mehr sammle ich an Erfahrungen. Meine Erfahrungen helfen mir dabei, vieles anders zu machen als noch vor einigen Jahren. Die Menschen um uns herum sind ständig mit uns verbunden. Die Empfindlicheren unter uns können schnell von dieser Intensität mitgerissen werden. Denn die Gedanken und die Energie, anderer beeinflussen mich (uns).

Und das, obwohl wir sie nicht mal berühren  – wir spüren sie. Deshalb habe ich gelernt, wie ich meine Energie schütze, um mein Leben positiv zu leben und auch zu verändern.  Ich habe endlich erkannt, wie es sich anfühlt, ICH zu sein … im Denken und im Sein.

Es ist schön zu wissen, dass ich weiß das Nötigste zu besitzen, um meinen ganz eigenen Weg zu finden.  Einen Weg, der für mich funktioniert.

Schöne Zeit,
Sentire la vita

Ein herzliches Danke, an meinen Herz-Menschen für das gelungene Bild. <3

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Hallo Gesellschaft, ich muss rein gar nix mehr!

Von Zeit zu Zeit brauch ich es einfach. Mich über das Alter, Herdentiere und die Gesellschaft auszulassen. Warum einzig und alleine ich jetzt entscheide, was ich tun und lassen kann und warum „vergleichen“ uns gar nichts bringt.

Vielleicht ist der Grund diesen Gedankengang zu schreiben, ein Brief, den ich vor ein paar Wochen erhalten habe. Jetzt, nach den paar Wochen habe ich es realisiert und konnte es in kleine Scheibchen auflegen. UNVERMITTELBAR. Ich bin aus dem System gerutscht (gefallen). Ich bin nicht mehr einsetzbar für unser „durchgetaktete“  Arbeitswelt. Stempel drunter.

Krankheitsbedingte Berufsunfähigkeit mit der ich natürlich rechnen musste. Trotzdem … im ersten Moment ein komisches Gefühl. Im ersten Moment habe ich überlegt, ob ich geschockt sein soll. Die Arbeitswelt braucht belastbare, zu allem bereite Führungsmenschen. Menschen ohne Vorgeschichten und keine Frauen mit beinahe 60 Jahren und Persönlichkeit.

Die Entscheidung stand ja schon lange fest. Nie wieder zurück ins Hamsterrad! Nun ist es amtlich – i am free! Macht mich das nervös ist meine Frage? Ja, aber nur ganz wenig. Ich habe keine Panik vor meiner Zukunft und ich male mir auch keine Horrorszenarien aus, sondern ich freue mich jeden Tag über die Chance meinem Leben eine weitere neue Richtung zeigen zu können. <3

Wer entscheidet was ich will? ICH!

Sagen zu können – ich muss gar nix! Habe ich ja schon immer gemocht nur leider war es nicht immer möglich es auch zu tun. Jetzt stehen meine Chancen definitiv gut. Es gibt einiges im Leben, was ich mitmache, weil ich es klasse finde. Ich liebe noch immer Pinterest, mag diesen Shabby Schick-Style und schlürfe dieses Trend-Getränk „Ingwer-Shot“ leidenschaftlich gern … lecker.

Ich  bin aber auch eine altmodische Frau was meine Werte betrifft! Demut, Achtsamkeit, Treue und Ehrlichkeit sind ganz wichtige Säulen in meinem Leben! Ja, und ich glaube wieder an die Liebe. Ich trage gern viel zu große Klamotten, die nicht unbedingt sexy aussehen und liebe diese langen Kleider im Bohemien-Style. Tanze gern mit dem Kopfhörer laut mitsingend durch die Gänge wobei sich mein Musikgeschmack meiner Befindlichkeit anpasst.

In der Zwischenzeit genieße ich ein Glas Wein genauso wie die Massage, die ich mir immer wieder gönne. Mein Lieblingsparfum ist ein erdig-holzig-herber Duft und zugleich balsamisch süß. Eine mystische Essenz, die in keiner Parfümerie zu finden ist und die ich am liebsten trinken würde. ›lach‹ Ich sammle sämtliche Life-Style Zeitschriften und würde gern einen Tag mit Bruce Darnell verbringen, weil er sein Herz am rechten Fleck trägt, bodenständig geblieben ist und darauf pupst, was andere über ihn denken und sagen! <3

Ich brauche meine Bleistifte und meine gebundenen Notizbücher, weil ich es total gern habe, meine Gedankenfetzen und Ideen auf Papier zu bringen, anstatt den Techniktrends zu folgen. Mein iPhone nutze ich tatsächlich nur zum Telefonieren. Ich frage lieber nach dem Weg, als die Google Suche zu aktivieren. Und falls ich mit der Bahn fahre, schaue ich aus dem Fenster oder in ein Buch. Ich brauche das Handy nicht um mir die Zeit zu vertreiben!

Ja, ich bin tatsächlich ein Drückeberger und lasse Must-Have’s, einfach links liegen. Ich bin halt Sandra. Und die ist 56 Jahre. Sie findet manches großartig und vieles richtig bescheuert, auch wenn die anderen ganz anderer Meinung sind.

Neulich habe ich gelesen, dass sich Frauen ab 50 besser die Harre färben sollen, weil „Silber“ im Haar unnötig älter macht und man als Frau dann schnell in eine falsche Schublade gesteckt wird. Tatsächlich wahr. Echt jetzt: Welche Schublade? Schubladen mochte ich noch nie und ich würde auch nicht hineinpassen, dafür habe ich zu viel Bauch. Also liebe Gesellschaft … steckt mich da hin wo ihr möchtet. ›zwinker‹ Ich steh dazu … jetzt ja erst richtig! Und ganz ehrlich – ich finde Frauen mit grauen langen oder auch kurzen Haaren mega stark!

Und würde ich all das machen, was Frauen in meinem Alter so machen, dann müsste ich schon bei den Fortgeschrittenen im Yogakurs regelmäßig meinen Kopfstand machen. Das Haus sollte nicht verlassen werden ohne die morgendlichen Yoga-Übungen. Schulterstand und Co … eine ganz wichtige Sache! Es erdet, bringt Power und ist gesund. Ich mach es trotzdem nicht. Aus Erfahrung weiß ich, dass ich nie etwas gut und richtig gemacht habe, was ich nicht wollte. Deshalb nein danke, ich passe (bis jetzt). Dazu brauche ich keine tiefenpsychologischen Gründe.

Also ich finde es sehr entspannend mich auf keine Vergleiche mit Kollegen mehr einlassen zu müssen. Kein Abscannen und keine Meetings mehr, die immer dazu genutzt wurden, die frisch geschliffenen Messer in den Rücken der anderen zu rammen … „Ups … das war so nicht gemeint … tut leid“. Ich glaube, es wird eine schöne Zeit auf mich zukommen. Ein neuer Abschnitt ohne Zwänge und vielen „ich muss gar nix mehr“. Wäre natürlich spitze, wenn mein Körper es genauso sehen könnte wie ich es tu. >Daumen drück<

Das Fazit:

Es ist so weit, ich bin durch das System gefallen. Ich passe nicht mehr in die typische Arbeitswelt, die ich ohnehin schon länger hinterfragt habe. Das „Normalo“ Leben wird sich verändern. Die Zeit, die jetzt für mich kommen wird, wird sicherlich auch ein paar finanzielle Einbusen mit sich bringen. Trotzdem denke ich positiv darüber. In den vergangenen Jahren meines Lebens habe ich in jedem Bereich meines Seins mehr gelernt als in all den Jahren zuvor! Nun kann ich das letzte Tau losbinden und darf gespannt sein, was sich verändern wird, … Auf in einen neuen Lebensabschnitt, ich freu mich darauf!

Danke für Deinen Besuch in meinen Gedanken, ich freue mich auf ein nächstes Mal und wünsche Dir bis dahin eine wunderschöne und gesunde Zeit!

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Emotionales Ungleichgewicht

Emotional aus dem Ungleichgewicht zu geraten stellt Dich immer wieder vor eine Herausforderung. Du fühlst Dich unsicher, ungeliebt und inkompetent. Du hast das Gefühl Dich nirgends mehr anhalten zu können. Natürlich möchtest Du so schnell als möglich wieder Boden unter Deinen Füßen spüren! Bevor Du das allerdings erreichen willst, solltest Du zuerst mal ganz hoch hinaufklettern. Es ist wichtig immer wieder in die Vogelperspektive zu wechseln …

Alle kennen wir dieses Gefühl. In unseren Köpfen schwirren unendlich viele Gedanken durch die Gegend. Es fühlt sich an als könnten wir keinen klaren Gedanken fassen. Der Verstand setzt aus. Wir drehen uns im Kreis und die innerlichen Unwetterwolken bauschen sich immer mehr auf. Eine „klare“ Sicht gibt es nicht mehr.

Mit den aufwühlenden Gedanken folgen negative Gefühle. Alles dreht sich nur noch um diese eine Sache. Wir suchen angestrengt nach Lösungen und Erklärungen. Wir zweifeln an uns und der Welt. Am liebsten würden wir davonlaufen … oder uns verkriechen.

Dieser „In der Luft hängen Zustand“ ist alles anderes als angenehm und wir sollten ihn schnell beenden.

Wenn wir den Blick eines Vogels übernehmen, nehmen wir die Dinge nicht mehr so persönlich. Wenn wir ein paar Schritte zurücktreten und in eine andere Perspektive wechseln, können wir feststellen, dass das was wir so persönlich genommen haben, in den seltensten Fällen etwas mit uns zu tun hat.

Wir Menschen neigen dazu uns immer Geschichten in unseren Kopf zusammenzubauen und die entsprechen selten der Realität, sondern sie entspringen unserer Fantasie!

Steig hoch in die Luft und nimm eine Vogelperspektive ein. Es klärt Deine Gedanken. Mit klarem Verstand siehst Du das Du einer Illusion gefolgt bist. Unsere Gedanken haben so viel Macht über uns. Besonders die negativen!

Wenn Du das nächste Mal in einem emotionalen Wirbel gerätst, gehe in die Vogelperspektive, … steige langsam Meter für Meter hoch in die Luft. Sieh Dir die Welt von oben an … lass Dir Zeit … blicke Dich um … genieße die Aussicht. Komme erst dann wieder zurück, wenn Du eine klare Sichtweise der Dinge erhalten hast und Du stabil genug bist, um Dich der Welt wieder in voller Stärke zeigen kannst.

Hab´ganz viel Spaß beim Fliegen. Fliege hoch und bleibe neugierig!

Sentire la vita

Lesezeit: 3 Minuten

Pläne ändern sich …

Hallo und einen schönen Vormittag wünsche ich Dir! Also die letzten zwei Wochen habe ich gebraucht um mich neu zu orientieren. Auch um Abschied zu nehmen … von meinen Plänen, die ich eigentlich ab April gehabt hätte! Und ich kann Dir sagen, ich liebe gute Pläne!

Nun ist es mal wie es ist. Ich habe sie verabschiedet. Ich stelle mich den neuen Herausforderungen und akzeptiere das sich Pläne von einem Tag auf den anderen auflösen können. Wir alle werden in der nächsten Zeit so einiges geplant gehabt haben, doch das Leben offeriert uns manchmal etwas ganz anderes. Dieses Mal trifft es uns weltweit.

Verzichte müssen nicht unbedingt Verlust bedeuten!

Ich bin ja eine Leseratte. In den letzten Wochen allerdings noch mehr als sonst. Zeit genug ist ja gegeben. Nach meinem ersten Schockgefühl das sicher in sehr vielen steckt(e) ist ein klein wenig Ruhe nachgerutscht. Die soziale Distanz, die das Coronavirus einfordert, schafft aber auch gleichzeitig neue Nähe und Verbundenheit.

In Zeichensprache wird von Balkon zu Balkon gedeutet. Plötzlich haben die Nachbarn ein freundliches Lächeln für einen über. Es wird Nachbarschaftshilfe über WhatsApp angeboten. Wir erkundigen uns bei entfernter Verwandtschaft, ob hoffentlich alles gut ist und vernachlässigte Kontakte werden wieder verstärkt.

Mir ist einfach aufgefallen, dass die Menschen wieder etwas näher gerückt sind. Ich könnte es auch so formulieren so: Die gesellschaftliche Freundlichkeit, die ich vermisst habe, ist wieder wach gerüttelt! Ob das so bleiben wird, frage ich mich? Was wird danach sein? Wird sich etwas verändert haben?

Ich bin der festen Meinung das unser Leben eine neue „Formung“ erhält. Wir sind JETZT gezwungen, die Dinge anders zu schaukeln als wir gewohnt sind. Wir MÜSSEN improvisieren und jonglieren gerade was Arbeit und Zeit betrifft. Auch wenn für viele die moderne Technik ein rotes Tuch ist – jetzt wird sie genutzt! Die modernen digitalen Techniken werden im Alltäglichen eingebaut und es funktioniert!

Das Home-Office hat sich super integriert und ist beinahe selbstverständlich geworden. Ja und da Zeit genug vorhanden ist, telefoniert man auch wieder „richtig“ lange. Wir kommunizieren ohne Smileys und Kommas am Handy. Wir lassen niemanden zu lange auf einen Rückruf warten. Wir reagieren rasch und dann auch noch ausgiebig lange. :-)

Besonders schön zu beobachten ist, dass auch sehr viele junge Menschen, die vor dieser Krise von Stress und „ich hab keine Zeit“ diktiert wurden, plötzlich im Wald anzutreffen sind. Sie genießen scheinbar die Natur, die Stille … sie schalten einen Gang runter.

Eine „getriebene“ gute Freundin sagte die Tage am Telefon: „Ich werde meinen Zwangsurlaub dazu nutzen, um endlich mal wieder ein Buch zu lesen, … gemütlich am Sofa und dankbar sein, dass ich ein so schönes zu Hause habe …“ Hallo – DAS BUCH bekommt wieder mehr Aufmerksamkeit. Hey … lesen macht wirklich Spaß!

Die Hartz-4 Sender werden gegen Info-Kanäle eingetauscht. Die Menschen sind wieder mehr am „echten“ Leben interessiert. (Ausnahmen wird es sicherlich immer geben). Wir machen uns plötzlich wieder mehr Gedanken über Mensch und Werte. Man trifft sich wieder am gemeinsamen Esstisch, nimmt sich Zeit für Gespräche.

Nach einer Zeit der Fassungslosigkeit und der Angst keimt plötzlich eine innere neue Kraft. ZUVERSICHT und VERTRAUEN. Man nimmt sich gegenseitig die Angst und stärkt sich liebevoll. Das Jammern auf hohen Niveau ist in den Hintergrund gerutscht. Fragen wie: „Was sind wir füreinander“ werden wichtig.

Und dann wäre da noch die Natur … die Delphine in Triest sind zurückgekehrt, in den Lagunen Venedigs ist das Wasser plötzlich glasklar und man sieht massenhaft junge Fische. Die Natur hat Zeit sich zu erholen. <3 Es ist wunderbar zu sehen was der Mensch leider anrichten kann. Ja, kaum zu fassen, die Welt hat gerade eine andere Richtung eingeschlagen. Eine Richtung, die sie sowieso gehen wollte?

Routinen und Gewohnheiten werden unterbrochen aber das Leben funktioniert trotz radikaler Einschränkungen. Alles eine Frage des „Wollens“.  Und nochmal: Verzicht muss also nicht immer Verlust bedeuten. Diese Veränderung sehe ich bis jetzt sehr positiv. ›lächel‹

Und wenn sich nun jemand die Frage stellen sollte, warum ich so lächerliche Beispiele angeführt habe, wo es ja draußen um ganz andere wichtige und traurige Ereignisse gehen würde. Dazu kann ich nur sagen, da gibt es Menschen die das besser und genauer in Worte fassen können. Ich halte mich lieber auf der positiven Seite auf, deshalb verkneife ich mir über die Intelligenz so mancher Menschen zu urteilen.

In diesem Sinne … setz Deine Kopfhörer auf, setz Dich auf den Balkon und sing Deinen Lieblingssong in voller Lautstärke. Entweder Du bekommst Applaus oder Besuch von der Polizei wegen Lärmbelästigung. ›lach‹

Bleib positiv und noch wichtiger, bleib gesund. <3

Lesezeit: 4 Minuten

DARF es auch mal einfach sein?

Es ist schon ein paar Monate her, als ich mich mit ein paar Frauen, darunter auch Freundinnen, unterhalten habe. Wir saßen gemütlich in einer Runde zusammen. Schlürften Tee und aßen „verbotene“ Lebensmittel wie Schoki, Gummibären und Kekse. Irgendwann kam das Gespräch über Arbeit, Business und die Zukunft auf. Wir redeten über Dinge, die gut und weniger gut laufen. Wo wir Schwierigkeiten haben und welche Ziele und Pläne jede von uns für die nächsten Monate hat.

Es war eine interessante Gesprächsrunde entstanden, die sich beinahe wie „abgesprochen“ gestaltete. Die Pläne der Frauen waren beinahe identisch: Abnehmen, mehr Sport, anderer Job, mehr Zeit für sich und immer der eine Satz zum Schluss:

„Ja schauen wir mal, wenn das immer so einfach wäre!“

Ich machte das Schlusslicht mit den Fragen und Antworten. Meine Antwort viel gegenüber den anderen Antworten sehr knapp aus. „Ich hab einige Wünsche, an denen ich stetig arbeite, das wisst ihr ja und das war’s auch schon. Diese Antwort war kein Highlight. Ich erntete große Augen und noch größere Verwunderung …

„Wie soll das gehen, sein Leben ohne konkrete Pläne und Ziele zu leben? Was ist mit Business und Arbeit? Keine Arbeit kann ohne Plan funktionieren! Und das sagst gerade du, die so strukturiert rüberkommt?“ Und so entstand die nächste Gesprächsrunde. :D

Eine meiner neuesten Erkenntnisse ist nämlich die. Ich glaube die Ziele und Pläne immer nur eine Art „Sicherheit“ waren die ich in Wirklichkeit gar nicht benötige, um irgendwas zu erreichen oder zu tun! Dass das Arbeiten viel kreativer und produktiver ist, wenn wir uns auf das konzentrieren, was uns Freude macht und gerade ansteht. Und ich glaube oder nein ich bin mir sehr sicher, dass wir unserem inneren „System“ vertrauen können, weil es ganz genau weiß, was wichtig ist. Auch wann der richtige Zeitpunkt dafür gekommen ist, Dinge zu tun, Dinge zu verändern oder es lieber sein zu lassen!

Ich glaube, ich habe mit meiner Ausführung und Sicht der Dinge ziemlich Staub hochgewirbelt. Alleine deshalb schon, weil ich diesen einen Satz: „Ja schauen` wir mal, wenn das immer so leicht wäre …“ weggelassen habe. :D

Eine der Frauen meinte schließlich: „Weißt du, deine Sicht der Dinge fühlen sich „richtig“ an, wenn ich dir so zuhöre, aber es ist viel zu einfach!“ Alle anderen sagten nix, aber sie nickten „laut“.  Ja und da war er wieder dieser „bescheidene“ Satz den ich so gar nicht leiden kann. :-)

Warum muss es immer anstrengend und schwierig sein?

Warum darf es nicht mal auch einfach sein? Warum darf unser Job, unsere Beziehung, unser Tun und Sein nicht auch mal leicht sein? War meine Frage. Und die Gegenfrage kam wie aus der Pistole geschossen: „Wenn es so einfach geht, warum machen es dann nur so wenige?

Ich habe darüber nachgedacht und dabei sind mir einige Punkte als Erklärung eingefallen. Meine Eltern haben andauernd diesen Satz gesagt: „Zuerst die Arbeit und dann das Vergnügen“. Oder diese Pony-Hofgeschichte. „Das Leben ist kein Pony-Hof“. Oder zum Beispiel: „Was du mühelos erreichst, ist gewöhnlich auch nicht der Mühe wert.“

Der erste Punkt:

Bestimmt kennst auch Du solche „Weisheiten“, die sich über Jahre so stark bei uns eingeprägt haben, dass wir sie gar nicht mehr hinterfragen. Wir nehmen sie hin. Vielleicht haben wir auch Angst davor, etwas falsch zu machen, wenn wir uns nicht ausreichend anstrengen.

Der zweite Punkt:

Ich selber meinte ja auch immer, wenn ich nicht alles kontrolliere und fest in meinen Händen habe, dann läuft alles aus dem Ruder. Es würden dann Dinge passieren, die ich nicht möchte und es würde alles in einem Chaos enden. Die Tatsache war aber immer: Dinge passieren. Missgeschicke, Krankheiten, Unfälle und viele Fehler. Sie passieren, wir können sie nicht kontrollieren. Und nur weil wir „Pläne“ haben, heißt das noch lange nicht, dass alles nach Plan laufen wird.

Der dritte Punkt:

Ich glaube wir haben Angst die Zügel des Lebens etwas lockerer zu lassen! Ich selber bin ein Parade-Beispiel dafür, mich mit Dingen beschäftigt zu haben, die sich in der Vergangenheit zugetragen haben. Anstatt sich in der Gegenwart aufzuhalten! Warum haben meine Eltern so reagiert, was habe ich damals falsch gemacht, was hätte ich besser machen können und wie werde ich in zehn Jahren leben usw. Die ganze Zeit beschäftigen wir uns alle mit Dingen, die wir nicht beeinflussen konnten oder können.

Und genau DIESE Beschäftigung mit unveränderbaren und unvorhersehbaren Dingen macht das Leben nicht einfacher! Wir merken es  nur nicht.

Leichtigkeit bedeutet doch, dass Leben so zu nehmen wie es ist. Wir haben alle viel zu viel Panik, dass etwas passieren könnte, wenn wir nicht aufpassen. Wir wollen Gewissheit über die Zukunft haben, wollen ja keine Fehler machen und wollen alles perfekt haben. Pass auf jetzt kommt er: „Ja, wenn das alles immer so leicht wäre …“ Diesen Satz habe ich aus meinen Gedanken entfernt! Ich will und brauche ihn nicht mehr!

Leichtigkeit stellt sich ein, wenn wir bei allen Auf und Ab’s mittun. Wenn wir die Dinge so akzeptieren wie sie sind. Wir nicht dagegen ankämpfen und wir keine Angst vor den Ergebnissen haben! Egal ob wir Kritik oder Jubel einsacken. Wenn wir uns mit Leichtigkeit durch unser Leben bewegen, werden wir auch offen sein für ganz viele Möglichkeiten.

Daher stellt sich oft gar nicht die Frage: Darf es überhaupt einfach sein? Sondern: Sind wir mutig genug, unserem Leben mit Leichtigkeit zu begegnen?

Danke das Du mich in meinen Gedanken besucht hast. Bleib neugierig, lebe Deine Leidenschaft und lass es gerne mal einfach sein. ›lächel‹

Lesezeit: 4 Minuten

Wau … mein fünfzigster „Gedankenbeitrag“. In Wahrheit würde ich ausschließlich Gedankengänge schreiben aber das kann ich euch nicht antun. Sie zeigen mich immer von einer sehr persönlichen Seite. Manchmal sind es auch Geheimnisse wozu ich mich entschließe, sie zu „lüften“ … so wie heute :D. Ich würde mich freuen, wenn Du mich liest.

ICH, die ängstliche Denkerin

Schon als Kind habe ich mir über alles Gedanken gemacht. Ich wollte die ganze Welt verstehen und meinen Platz darin finden. Klingt jetzt, wenn ich es schreibe, sehr philosophisch, aber es hat mir mein Leben immer schwer gemacht. Die Gedankenmacherei führt zum Grübeln und das ständige Grübeln, nahm mir meine Leichtigkeit und Unbeschwertheit. Wenn diese Eigenschaften schon als Kind fehlen, ist das Leben nicht sehr bunt.

Während meine Freunde einfach machten, dachte ich schon wieder weiter und sorgte mich. Gerade in der Nacht war diese Sorge sehr stark vorhanden. Ich sorgte mich um meine Eltern, später um das Leben, die Liebe und meinen Job. Jetzt sorge ich mich um mich, meinen Körper … Menschen die mir nahestehen …

Die Gedanken waren immer dieselben. Was, wenn ich einfach nicht genüge? Was, wenn es kein positives Ende nimmt? Was, wenn ich plötzlich keinen Job mehr hätte? Was, wenn meine Ehe nicht funktioniert? Was, wenn die Welt keinen Platz für mich bereithält? Ich hatte so unendlich viele „WAS“ auf Lager, dass ich sie gar nicht aufzählen konnte. Ich weiß nur, es war ein unerträgliches Gefühl. Ich wollte einfach immer auf Nummer sicher gehen.

Ich wurde zum Kontroller und eine echte Perfektionistin. Ich machte Sport … sehr viel Sport. Und ich war gut und diszipliniert. Ich arbeitete an meinen Projekten und ich stieg die Sprossen empor. Ich konnte Beruf, Familie und Partner perfekt integrieren. Alles war wunderbar und kein Problem für mich. Es gelang mir, weil ein „Nicht-Gelingen“ keine Option für mich war.

Irgendwann begriff ich aber schon, dass ich all das aus einer falschen Motivation heraus tat. Trotzdem konnte ich es einfach nicht sein lassen. Damals fehlte mir das Gefühl dafür, dass es auch andere Optionen geben würde. Der große Knall kam erst sehr viel später und so lief alles unauffällig weiter. Der daraus entstandene Leidensdruck dümpelte also vor sich hin. Da sieht „Frau“ nicht, dass sie ihr Leben neu ausrichten könnte. Und so bleiben wir eine Gefangene unseres eigenen Glaubensgerüsts!
Vielleicht fragst Du Dich weshalb ich den letzten Satz mit WIR formuliert habe? Ich bin mir sehr sicher, dass meine Vorlage kein Einzelfall ist. ›zwinker‹

Ciao Köpfchen, hallo Bauch!

Mein Perfektionismus und meine Grübeleien haben mir vermeintliche Sicherheit gegeben. Sie hatten eine richtige Funktion in meinem Leben, das wusste ich und war mir klar. Aber vielleicht weißt Du, wie ermüdend es sein kann, wenn wir etwas machen, obwohl wir es doch besser sein lassen sollten?

Irgendwann saß ich geistesabwesend am Sofa und hörte nebenbei den Stimmen im Fernsehen zu. Es ging um Wölfe. Herdentiere und ihr Verhalten. Sie handeln alle aus dem Bauch heraus. Ihr Instinkt sagt ihnen was zu tun ist. Dieser eigentlich triviale Film berührte mich plötzlich sehr. Ich fühlte seit langer Zeit wieder was mein Körper ohnehin schon längst wusste.

Wir Menschen haben diesen ehrlichen und unerschütterlichen Kompass genauso in uns! Manchmal können wir einfach nur nicht darauf zugreifen, weil er so zu gebuddelt ist … von anderen Dingen verschüttet ist.

Es geht vielen Menschen so

Ich dachte natürlich wieder mal genauer darüber nach und ich merkte, dass so viele Menschen genauso ticken wie ich. Es fällt den meisten schwer sich auf ihr Bauchgefühl zu besinnen. Das motivierte mich und machte mir Mut. Schließlich musste es doch auch für ängstliche Denkerinnen wie mich, Spontanität, Leichtigkeit und eine extra Portion „was solls“ geben!

Ich stellte mir die Frage: Was hält mich davon ab, meine Intuition ernst zu nehmen? Weshalb vertraue ich meinem Verstand mehr als meinem Bauch? Vielleicht fragst Du Dich das ja auch ab und zu? Mir war klar: Es gab noch sehr viel mehr als nur meine Ängstlichkeit in mir, die mich immer wieder in alte steife Gedankenmuster zog!

In mir tanzten viele Tänzerinnen und genau DIE, musste ich genauer unter die Lupe nehmen um sie „aufzulösen“. Soviel kann ich Dir jetzt schon sagen – Du glaubst gar nicht wie viel leichter das Leben sein kann, wenn man diese „Dauertänzer“, die man in sich hat, erstmal durchschaut hat und ihnen verbieten kann zu tanzen!

Nun meine Tänzer hatten klare Namen.

Der Tyrann

Dieser tanzte die Hauptrolle. Er gab mir Glaubenssätze vor und bestimmte, wie ich mich in der Welt zu verhalten habe. Er sagte mir nur selten direkt seine Meinung, sondern seine Stimme schwingt unterschwellig überall mit.

Meine innere Kritikerin

Dieses Luder. Wer kennt sie nicht? Für mich ist sie die Schlimmste unter all den Tänzern! Sie versteht sich natürlich blendend mit der Hauptrolle – dem Tyrannen. Sie wollte verhindern, dass ich an mein wahres Potenzial gelange. Sie ließ mich also immer peinlichst genau wissen, wenn ich mich NICHT an die Regeln des Tyrannen gehalten habe. Eine Aussage von ihm war ja ständig:

„Sei immer perfekt, sei freundlich, lieb und nett und am besten rede erst dann, wenn du gefragt wirst und das sehr leise. Dann wirst du auch geliebt …“

Und der Letzte im Bunde
Der Angsthase

Ohne ihn wäre das Trio nicht komplett gewesen und hätte wahrscheinlich auch nicht funktioniert. Natürlich wollte auch er mir den Weg zu meinem wahren Potenzial verbauen. Er wollte mich ganz klein und angepasst halten! Es gab nur einen Unterschied: während die anderen die „Sprachpeitsche“ schlugen, kam er ständig positiv und sogar freundlich und besorgt zu mir.

In ruhiger freundlicher Stimme erzählte er mir, dass ich die anderen beiden verstehen solle. Es wäre besser das zu tun was sie mir raten, denn plötzlich dagegen zu agieren, sich vielleicht sogar trauen aus der Reihe zu tanzen, ist schließlich sehr kraftintensiv!
„Halte dich zurück, so vermeidest du Streit. Lass alles beim Alten so steigst du niemandem auf die Füße. Sicherheit ist schließlich besser als jedes Risiko …“

So war das immer. Diese drei haben mir mein Leben ganz schön lange richtig schwer gemacht. Aber ich habe gelernt, mich und meine inneren Anteile genau kennenzulernen. Zuzuhören, ohne ihnen direkt folgen zu müssen. Dadurch hat sich das (mein) Leben verändert. Ich habe dadurch meinen Mut wiederentdeckt. Die Vielfältigkeit meiner Seele kennengelernt! Diese „Tänzer“ in mir habe ich in die Wüste geschickt. Seit sie fort sind, fühle ich mich wesentlich wohler in meinem Körper. Meine negativen Grübeleien bestimmen nicht mehr über mein Leben!

Ich kann Dir wirklich versichern, wir alle haben so viel mehr Macht als wir denken! Es geht immer nur darum, ins TUN zu kommen und zu verändern ›lächel‹. Zum Schluss fällt mir nur noch eines ein.

Auf uns … auf unser Leben! Es lebt sich besser ohne Tänzer!

Lesezeit: 3 Minuten

Der Blick zurück hat mich noch nie vorwärtsgebracht!

Hätte, wäre, wenn und überhaupt … es scheint ein wahrer Volkssport geworden zu sein! Vielleicht bist Du auch so eine, die gerne in der Vergangenheit rum stochert? Bist Du jemand der genau weiß, was in der Vergangenheit hätte anders laufen müssen, damit es Dir heute besser gehen würde?

Dann herzlich willkommen meine Liebe! Wobei – eigentlich kann ich Dich gar nicht mehr willkommen heißen und Dich empfangen, weil ich mein Abo in diesem „Club der Vergangenheit“ gekündigt habe und ausgestiegen bin! Aber ich kann Dir versichern: Es gibt noch genügend Mitglieder und Du bist also nicht alleine.

Echter Massensport

Dieses andauernde Zurückblicken und sich den Kopf qualmend denken ist eine echte „Bewegung“ geworden. Deshalb auch der Entschluss meine Gedanken darüber aufzuschreiben … ich kenne mich darin ja super aus. Schließlich war ich mal ein Ehrenmitglied. ›lach‹ Das tägliche Training dazu ist ja wirklich ganz einfach! Du musst nur ständig den Blick in den Rückspiegel Deines Lebens werfen. Dich ein wenig selbst quälen, die ganze Schuld bei den anderen suchen und enttäuscht sein … richtig schön enttäuscht sein!

So wirst Du zum richtigen Profi. Versprochen! Du wirst Pokale ernten für erfolgreiche „hätte, wäre, wenn“ Sprints! Das Dich diese Pokale allerdings nicht glücklich machen werden, weiß ich aus Erfahrung. Dieses ständige Hinterfragen von Dingen, die schon passiert, verjährt und so weit zurückliegen, brachten mich noch keinen Millimeter vorwärts!

Man tritt auf der Stelle …

Mit dem dauernden Durchstöbern meiner Vergangenheit habe ich sehr viel Zeit und Energie verschleudert! Ich bin nie vorangekommen. Immer nur auf derselben Stelle getreten. Ein Schritt nach vor … und zwei Schritte zurück. Bitte nicht falsch verstehen – ich will hier keine Vergangenheit-Analyse schlecht reden. Manchmal ist sie notwendig und auch wichtig! Aber nur, wenn der Blick nach vorne gerichtet wird.

Eigentlich habe ich genau DAS gerade hinter mir gebracht. Ich habe meine eigenen Erfahrungen dazu genutzt, um Muster und Dinge zu erkennen, die mich entweder blockiert oder aber auch weitergebracht haben. Dieses TUN und DENKEN hilft mir, meine zukünftigen Handlungen danach auszurichten, damit es mir möglichst oft ziemlich gut geht! ›lach‹

Ich kann behaupten, dass mein Leben mit unangenehmen, unschönen und schmerzhaften Steinen gepflastert war. Lange Zeit habe ich mich im Selbstmitleid „gebadet“, den verronnenen Chancen nachgeweint. Die ungerechten Behandlungen zerlegt, die bösen Worte verstehen wollen und den Schmerz immer und immer wieder hochkommen lassen. Die Welt war für mich böse und sinnlos! Das war meine Einstellung. :-(

Mein früheres Leben war eine ewige Enttäuschung

Sehr oft habe ich mich als junge Erwachsene für Aussagen hinterher geschämt. Meine Worte waren nicht immer klug, schlagfertig oder witzig! Meine Introvertiertheit machte das nicht gerade besser. Immer dachte ich darüber nach, was und wie ich etwas anders sagen oder machen hätte müssen, damit ich so gesehen werde, wie ich das gerne gehabt hätte.

Ich konnte mir meinen Charakterzug als „stiller“ Mensch nicht verzeihen und deshalb war jeder Blick zurück mit Selbstvorwürfen verbunden.

Sehr viel später habe ich gelernt, über mich und mit mir zu lachen. So wurde ich auch meine ständige Selbstzerfleischung ganz gut los.

Es ist tatsächlich furchtbar einfach, sich als Opfer der Umstände zu sehen. Das gibt eine fantastische Entschuldigung, für alles böse, ungerechte und verletzende das einem widerfahren ist! Natürlich ist das Leben nicht immer fair zu uns, aber genau deswegen nutzt es rein gar nix sich in die negativen Gedanken der Vergangenheit zu verschanzen!

Ich bin dabei aufzuhören in meiner Kindheit herumzuwühlen und mich zu fragen, warum meine  Eltern so sind, wie sie sind. Ich kann es nicht ändern. Ich kann alles Vergangene nicht mehr rückgängig machen. Keine Beziehungen mehr gerade richten, kein NEIN mehr aussprechen.

Es wird mich nicht weiter bringen, wenn ich mich immer weiter beschwere, wie viele Menschen mir mein Leben schwer gemacht haben, mich zu Boden gedrückt und auch noch darauf getreten sind! Manche Momente hätte ich auch anders lösen können, doch ich habe es nicht gemacht. Es war so. Und jetzt ist es wie es ist. Ich habe es akzeptiert. ICH habe verstanden, dass ich für mein Glück alleine verantwortlich bin!

Das bessere Lebensmotto ist – Blick nach vorne!

Das Schöne am Leben ist ja – wir können uns entscheiden. Möchtest Du ständig ängstlich zurückschauen und Dich über die „Schlaglöcher“ in Deinem Leben beklagen … oder willst Du mutig und zielsicher nach vorne schauen und mithilfe Deiner Erfahrungen, die kommenden „Schlaglöcher“ bestmöglich umfahren?

Also ICH habe mich entschieden. Mein Auto des Lebens hat keinen Rückwärtsgang! Den Rückspiegel habe ich abmontiert. Und wenn ich ihn mal brauchen sollte nur, um  mir Dinge anzusehen, deren Fehler ich nicht noch mal machen möchte. ›lächel‹

LEBE für Deine ZUKUNFT, denn die VERGANGENHEIT kannst Du nicht mehr ändern.

Wieder mal ein wenig privates von mir in meinen #Gedankengängen. Wäre schön, wenn ich Dich inspirieren kann umzudenken.
Danke, dass Du mich gelesen und vielleicht sogar weitergereicht hast? :-)
Bis bald.