Hier schreibe ich über persönliche Erfahrungen, authentisch und sicherlich für die ein oder andere meiner Leserinnen sehr hilfreich.  Ich freue mich auf deine Erfahrungen in den Kommentaren.
Lesezeit: 5 Minuten

Wieso es gut tut sich zu öffnen

Als ich meinen Blog ins Leben gerufen habe, wollte ich, dass sich für mich etwas verändert hat. Alles was ich in den vielen Jahren meines verrückten Lebens lernen durfte weitergeben. Über die Erkenntnis, dass ein Leben mit Spaß und in Lebendigkeit mehr Freude macht, als eines, das nur aus Schmerz und Langeweile besteht. Ich habe viele Lektionen gesammelt und wollte meine Leserinnen dazu motivieren, es mir gleichzumachen! Raus aus der Opferrolle, raus aus dem festgefahrenen Trott des Lebens – REIN in die Veränderung und Weiterentwicklung.

Jetzt nach etwa zwei Jahren habe ich entdeckt, dass es nicht das ist was wir alle brauchen. Wir brauchen keine Anleitungen, auch nur selten ein paar Tipps oder 5 Schritte Methoden um voranzukommen. Wir brauchen auch niemanden der uns belehrt und uns ständig sagt, dass wir schon weiter sind als wir eigentlich glauben!

Darüber denke ich sehr viel darüber nach. Ich bin der Meinung, was wir Frauen wirklich brauchen, ist die Erlaubnis zu fühlen, zu spüren und uns zeigen zu dürfen. Wie wir sind! Mit all unseren Schattenseiten, Gedanken, ob sie gerade passend sind oder auch nicht. Aber auch mit unserer ganzen Power. Dazu braucht es lediglich wahre Geschichten. Geschichten von Erfolgen, aber auch vom Scheitern. Denn DAS ist es, was uns alle verbindet.

Diese Geschichten machen uns auch deutlich, wir sind gut so, wie wir sind. Es ist keine Optimierung notwendig. Wir können und dürfen uns selbst in die Arme nehmen. <3

Ich musste selbst lernen mich immer weiter zu öffnen

Ich freue mich immer riesig über die vielen E-Mails, die ich zu meinen Beiträgen bekomme. Sie lassen mein reifes Herz jedes Mal springen vor lauter Freude und Dankbarkeit! Dabei wird mir auch oft die Frage gestellt, wie ich es schaffe mich so zu öffnen, ob es denn nicht unangenehm sei?

NEIN. Das ist es keineswegs. Ich habe es endlich geschafft, mich authentisch zu zeigen. Es gibt nichts mehr, was ich zurückhalten müsste. Ich habe keine Angst mehr „demaskiert“ zu werden.

Eine Fassade in Form zu halten kostet zu viel Kraft und Energie. Diese Zeit ist vorbei. Ich nutze diese Kraft anders. Für Wichtiges und sinnvolleres. Wie Du vielleicht auch schon bemerkt hast, haben sich meine Artikel etwas verändert. Ich möchte damit mehr Tiefe erreichen. Eben solche wahre Geschichten bringen, die unser Leben zur  Verfügung stellt.

Und es ist vollkommen okay, wenn Menschen mich, oder das, was ich schreibe, nicht mögen.
Bis ich zu dieser Einstellung gekommen bin, lag ein sehr steiniger langer Weg vor mir.

Es gibt Momente, in denen mich Meinungen und Worte anderer sehr wohl verletzen … so ist es nicht. Aber dann stehe ich auch zu meiner Verletzlichkeit.

Als es mir sehr schlecht ging, begann ich Selbsthilfeliteratur zu lesen. Besser gesagt zu verschlingen. Ich ging eigens zu einem Buchclub, um mir alle Bücher die ich brauchte, auszuleihen. Ich begann, noch mehr als zuvor, alles aufzuschreiben was mich beschäftigte. Als es mir wieder besser ging, begann ich zu bloggen. Ich wollte Frauen helfen. Was ich ja auch nach wie vor möchte! Ich bemerkte schnell, dass viel zu viele Frauen ihre Lebendigkeit mit der Zeit eingebüßt hatten, sich aber sehr danach sehnten!

Ich wollte helfen, indem ich Tipps gab und  darüber schrieb, was bei mir alles prima funktionierte.
Doch merkte ich auch, dass diese „Tipps-Beiträge“ nicht so gut ankamen wie die Artikel, in denen ich mich zeigte. Es schien, als würde ich viele Frauen damit berühren … abholen und bei der Hand nehmen. Ich teilte sehr persönliche Geschichten von mir. Es gibt eine Menge Menschen, die das tun und es wiederholt sich immer und immer wieder. Ja, es sind andere Leute die darüber schreiben und eigentlich ist es immer derselbe Brei. Wenn aber die Persönlichkeit dahinter fehlt, verliert man jedoch schnell das Interesse. Zu groß ist das Angebot.

Und so, beginne ich mich immer mehr zu öffnen …

Es tut gut. Ohne das ich genau sagen konnte, warum das so ist. Warum haben wir eigentlich so eine riesige Angst, uns zu öffnen? Unsere Verletzlichkeit zuzugeben? Fällt es uns allen so schwer, mal ungeschminkt aus dem Haus zu gehen?

Warum haben wir so große Angst, dass uns Menschen nicht mögen würden, wenn sie unser „echtes und wahres“ ICH sehen?

Mein Gott, was für Angst hatte ich mein ganzes Leben mich so zu zeigen, wie ich wirklich war! Aber der Wunsch danach war so groß, dass ich es immer wieder versuchte. Ich habe so viele Dinge gemacht, die GUT waren. Ich war kreativ, machte Musik, malte Bilder … alles um mir Ausdruck zu verschaffen. Behielt aber immer alles ganz bei mir. Es wurden all die Dinge schon im Keim erstickt, bevor sie noch gesehen wurden.

Als mein Gedanke FrauenPunk geboren wurde, hatte ich schreckliche Angst, was die Leute/Freunde wohl von mir jetzt denken würden! Ich fand es eine schlimme Vorstellung zu wissen, dass auch Familie und Bekannte die Möglichkeit hatten meine Beiträge zu lesen. Dennoch war mein Wunsch mich zu öffnen größer, als jede Angst die ich darüber hatte.

Für mich stand fest: Wer mein Geschriebenes nicht mag, soll einfach was anderes lesen. Der, der mich nicht mag, soll sich mit anderen treffen und wem gefällt, was er an Lesestoff geboten bekommt, ist IMMER und jeder Zeit herzlichst willkommen <3. Dieser Entschluss fühlte sich an wie eine Befreiung. :-)

Ich begann damit, endlich die Frau zu sein die ich wirklich bin. Verändert, anders aber echt. Ich darf ängstlich und verletzlich sein. Und ich will anderen Frauen erlauben, genauso zu SEIN wie sie sind. Sich zu zeigen wie sie sind. Seit ich diesen Blog führe, habe ich das Gefühl helfen zu können. Die Verbindung zu anderen ist viel stärker, als es vorher war. Das ist ein wunderschönes Gefühl. <3

Persönlich habe ich die Schnauze voll von der Vervollkommnung

Wir sind nicht auf die Welt gekommen, um uns gegenseitig zu optimieren, glaube ich mal. Ich habe schon zu viel geschluckt von den Leuten die meinen alles zu wissen und besser zu können und das, obwohl sie noch nicht mal in die Themenrichtung geschaut haben!

Ich habe die Nase voll von den Menschen, die mir sagen, wie ich aussehen und mich benehmen soll. Welches Essen für mich gut ist und wie mein Tag eingeteilt werden sollte. Wenn ich nämlich all das befolge, wie sie sagen, bin ich genauso glücklich wie alle anderen da draußen! Nun, wie glücklich sind sie denn wirklich? Verstehst Du, was ich damit sagen will? DANKE.

Jeder hat so seinen schwachen Punkt

Ich kenne niemanden, der jeden Tag nur Spinat futtert, ausnahmslos optimistisch ist und den ganzen Tag auf seiner Yogamatte verbringt. Ich habe höchsten Respekt und ich bewundere  Menschen, die Ihr Leben in ehrlicher Leichtigkeit meistern. Aber ich mag keine Leute die 24 Stunden positive Lebensenergie vorgaukeln. Scusa. DAS gibt es nämlich nicht. Was ist, wenn etwas Negatives genau meine Lektion fürs Leben sein soll? Wenn wir diese verdammte Krise zum „Hey … wach endlich auf“ brauchen?

Unser Leben besteht nicht nur aus Schutzmauern und guten Dingen. Das wissen wir. Und darüber müssen wir reden dürfen. Wir müssen uns öffnen und über unsere Verletzlichkeit und über unsere Ängste reden können. Hervorkommen aus den Fassaden ohne dabei panische Augen zu bekommen, dass uns plötzlich niemand mehr wahrnimmt!

Ich bin eine wie DU

Ich will Dir zeigen, dass ich so bin wie die meisten Frauen. Kein Stück besser, klüger oder schöner. Ja ich habe jetzt das Glück, viele wundervolle Tage genießen zu dürfen. Ich habe viele Erkenntnisse und tolle Momente. Aber ich habe auch Tage, die voll gestopft sind mit Zweifel, krankheitsbedingten Schmerzen und vielen Ängsten. Das alles gehört zu unser aller Leben. Kein Licht ohne Schatten. So ist das nun mal.

Ich bin davon überzeugt erst, wenn wir Verständnis für uns selbst haben und Frieden mit dem geschlossen haben wovor wir uns fürchten, ohne uns dabei zu schämen, könnten wir die Welt ein kleines Stück verändern. Wir würden mehr Verständnis aufbringen für andere. Wir würden den anderen ihre Fehler „gestatten“ und vieles mehr.

Unsere Offenheit UND unsere Verletzlichkeit, kann diese Welt zu einem schöneren Ort machen.

Das ist der Grund, weshalb ich mich hier zeige und auch gerne öffne. Auch verletzlich … mit all meinen Seiten. Um auch Dir Mut zu machen, Dich so zu zeigen, wie Du bist um damit auch andere zu inspirieren! Es gibt nichts mehr, was wir verstecken müssten. :-)

Viele Gedanken heute, nicht wahr? Aber es gibt so Momente, da müssen Dinge an die Oberfläche und dafür sind meine Gedankengänge nun mal da. <3 Ich freue mich sehr darüber, das Du bei mir warst. Und wenn Du magst, dieser Gedankengang darf auch gerne geteilt werden. :D

Einen schönen Sonntag für Dich und ich freue mich auf unser nächstes Treffen.

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Wo finden wir das Glück, wenn wir mit nichts mehr zufrieden sind?

Das Thema Glück, Zufriedenheit … das Glücklichsein, ist ein Fix-Gedanke der täglich in meinem Kopf umher geistert. Ich werde so oft gefragt: „Wie werde ich wieder glücklich? Was kann ich tun, um dieses Gefühl wieder zu spüren? Manchmal bin ich mit diesen Fragen schlichtweg überfordert, weil es so viele Menschen sind, die betroffen von dieser Lehre sind.

Meine Kopf freut sich natürlich über solche Gedanken … 

Es ist Futter für weitere Gedankengänge. :D Natürlich stelle ich mir selbst auch immer wieder diese Frage: „Geht’s mir gut? Bin ich glücklich? Fehlt mir etwas, um glücklich zu sein?“ Fertig gedacht, bin ich immer wieder sehr erleichtert, dass ich alle diese Fragen positiv beantworten darf! Das war aber nicht immer so.

Seien wir mal ganz ehrlich … wie viel Zeit und Energie verwenden wir, um uns das Leben zu „bauen“, von dem wir meinen, dass wir es zum glücklich sein brauchen?

Um so zu werden, wie uns unser Partner gerne sehen möchte? Oder wenn wir versuchen andere Menschen bei ihrer Veränderung  unterstützen?

Für die Suche nach dem perfekten Job?

Um herauszufinden, WIE und WOMIT wir am besten zur Geltung kommen, am besten aussehen?

Um eine perfekte Möbelauswahl für unser zu Hause zu finden und alles schön ordentlich und sauber zu halten?

Wie viel Zeit verwenden wir, um Dinge zu erledigen, die uns in Wahrheit gar nicht wichtig sind, die aber eine gewisse Notwendigkeit und Sicherheit schenken?

Und was ist WENN …

… wir uns immer mehr von dem entfernen, was uns tatsächlich glücklich macht?

In bestimmten Lebenssituationen – besonders in der, die man Depression oder Burnout nennt, finden wir keinen Antrieb mehr, Dinge im Außen zu bearbeiten!

Was ist, wenn … das absolut kein Zeichen ist, dass wir schwächer sind als zuvor? Was, wenn der fehlende Antrieb Dinge zu tun und alles um uns zu verändern, uns bewusst davon abhalten will, das zu tun?

Wie oft blicken wir auf die Zeit zurück, in der noch alles einfacher war? Und wie oft schauen wir neidisch auf  das Leben der anderen? Und wir fragen uns dabei: „Warum können die nur so glücklich sein und ich nicht?

Die Dinge, die uns früher happy machten und unsere Augen zum Strahlen brachten,  existieren nicht mehr … es funktioniert auch nicht mehr.  Weil wir keine Lust mehr dafür aufbringen können oder weil sie uns nicht mehr beeindrucken! Die Freude, die wir ihnen früher abgewinnen konnten, ist verloren gegangen!

Das macht dann schon mal Angst, wenn wir das bemerken. Es tauchen Gefühle auf, die wir so noch nicht kennen. Wir fühlen uns dem nicht gewachsen. Aber genau da soll dieser Weg uns hinführen. Raus aus diesem Umfeld und rein in SICH selbst!

Dieses Gefühl wird uns dann mal eine Weile davon abhalten, unsere ganze Power und Energie ins Außen zu investieren. Diese Gefühle möchten, dass wir  ihnen aufmerksam zuhören und folgen … sie möchten, dass wir sie annehmen und  erkennen! Ohne Ablehnung …  ohne Ablenkung … und ohne davonzulaufen! Einfach stehenbleiben und hinhören.

Ich bin immer schneller gelaufen, weil ich so dringend ankommen wollte. Ich habe die Welt links und rechts von mir übersehen, nicht wahrgenommen. Dabei ist alles im Leben so wichtig, auch das was uns nicht glücklich macht! Alles bringt uns weiter, wenn wir aufmerksam sind und daraus können wir auch unser Glück schaffen.

Glück hat sehr wenig mit äußeren Umständen zu tun, unsere innere Einstellung und unser persönliches Verhalten sind die Entscheidungsträger. Sind wir dankbar, sind wir auch glücklich. Das ist der Punkt.
Ich glaube, wir müssen alle wieder lernen, unser Glück zu bemerken! Denn wie Dostojewski schon sagt:

„Der Mensch ist unglücklich, weil er nicht weiß, dass er glücklich ist“.

Suchen wir nicht ständig nach irgendwas, hetzen wir nicht andauernd all dem hinterher, dass uns nur Kraft und Gesundheit kostet … sondern richten wir unsere Augen nach innen, wo all unsere Antworten liegen.

Glück ist, wenn Dein Verstand tanzt, Dein Herz atmet und Deine Augen leuchten.

Ein paar Gedanken zum Thema Glück. Gerne kannst Du mir Deinen aktuellen Stand über Zufriedenheit, Dankbarkeit und Glück dalassen … ich freue mich von Dir zu lesen. <3

Bis bald und eine große Schachtel Dankbarkeit für Dich

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Das große WARUM …

Den eigenen WARUM´S auf die Schliche zu kommen, machte mir schon immer Spaß, auch wenn ich nach der Aufdeckung ziemlich oft sauer war (bin). Wiedermal habe ich mir viele Gedanken gemacht, WARUM wir so oft keine Veränderung durchziehen und auch halten! Mir geht es  dabei nicht anders als Dir! 

Wenn Du hier bei mir gelandet bist, wirst Du sicherlich eine aufmerksame Leserin meines Blogs und meiner FrauenPunk Tipps sein. Somit wirst Du auch wissen, dass ich großen Wert darauf lege, dass DU weißt, WARUM Du tust, was Du tust … und WARUM Du willst, was Du Dir wünscht und anstrebst. Nicht selten tritt dabei die Frage auch auf, WARUM Du glaubst, was Du glaubst? Also … Du kannst gut erkennen, dass es jede Menge WARUM´s gibt!

Ich mache ja gerade einen weiteren Schreibkurs und meine Mentorin meinte die Tage: „Hört nie auf zu fragen und nach dem WARUM zu suchen …“ Ich bin also eine „brave“ Schülerin, und versichere, ich werde oder besser gesagt ich kann gar nicht ohne WARUM sein.

Warum fragen wir aber andauernd nach dem WARUM?

Ich befürchte jetzt fast, dass es nicht besonders schlau ist, mit den Negativfolgen zu argumentieren … ich mach’s aber dennoch und lass es darauf ankommen. Ich bin nämlich der Meinung, dass wenn wir unser WARUM nicht kennen, wir früher oder später einige Erfahrungen machen werden. Um ein paar Beispiele zu nennen:

Ein lustloses Leben, dessen wir uns erst bewusst sind, wenn es schon beinahe zu spät ist, Burnout und die Folgekrankheit Depression, oder einfach eine Sinnkrise.

Ich habe so viele Jahre solche Zustände in meinem Leben mitgeschleppt und ich bin sie nicht losgeworden. Es wiederholte sich alles immer und immer wieder, bis ich nach dem WARUM gesucht habe! Ich weiß das klingt jetzt ein wenig nach Drama … für einen Betroffenen ist es auch eins. Also falls Dir der ein oder andere Zustand bewusst ist, möchte ich Dich einladen, Dich mal mit etwas Ausdauer, der Frage des „WARUM ist das so …“ zu beschäftigen.

Nach einem WARUM zu suchen ist sehr oft unangenehm …

Ich habe alles gemacht nur nicht nach Gründen gesucht, weshalb es mir nicht gut ging, warum ich nicht glücklich war. Dabei fällt mir mein Geschichtslehrer ein. Es mochte ihn keiner und jeder war froh, wenn die Stunde vorbei war … ich ganz besonders. Dieser Lehrer hatte sehr hohe Ansprüche an uns und ich glaube mich, hatte er besonders am Brett! Er fragte ständig nach dem Warum. Ich beantwortete ihm seine gestellte Frage und er so „und warum war das so …?“ Mit etwas Glück schaffte ich auch noch diese „Warum-Frage“. Bei der übernächsten war dann Stille und am Ende des Schuljahres versaute mir Geschichte jedes Mal mein Zeugnis und somit meine Reitferien! :-(

Später war mir natürlich klar warum: Er wollte einfach, dass wir besser werden als alle andere da draußen! Langfristiges Lernen … hat er es mal genannt. Ich habe ihn so leidenschaftlich dafür gehasst, aber ich bin ihm im Nachhinein sehr dankbar dafür. Denn er hat mir eine der wichtigsten Lektionen des Lebens beigebracht.

Um etwas gutzumachen und erfolgreich zu sein, müssen wir wissen, WARUM wir es machen!

Vielleicht scheint Dir dieses Beispiel bei den Haaren herbeigezogen, es trifft aber den Nagel genau auf den Kopf! Um herauszufinden wie Du Dein Leben ab jetzt glücklich leben kannst, musst Du nicht nur wissen, was Du genau dafür tun solltest, sondern auch weshalb Du es tun solltest … welche Funktion es für Dich erfüllt!

Ich habe damals immer etwas Neues ausprobiert. Neue Hobbys gesucht, Techniken zur Entspannung gelernt, andere Jobs ausprobiert usw. All das hat mir zu kurzen Motivationsschüben verholfen. Aber letztendlich ging es mir nicht besser und von glücklich sein, war überhaupt schon nicht die Rede!

Du wirst nichts in Deinem Leben durchziehen und durchhalten, wenn Du nicht das WARUM kennst!

Es ist einfach sich auf eine Sache zu konzentrieren, wenn man sonst ein problemfreies Leben führt. Sobald aber andere Baustellen in unserem Leben daherkommen, wie z.B. finanzielle Sorgen, Probleme in der Partnerschaft, Krankheit oder unsere Kinder, die uns Sorgen machen, … wird unser inneres Teufelchen laut schreien und sagen „Ach komm schon, Du hast so viele andere Sorgen, um die Du Dich kümmern musst … gib auf, das kann alles warten!“

Wenn Du diesem Teufel keine Gründe lieferst, WARUM  er Unrecht hat, wird er Dich nicht loslassen und Du wirst ihm nachgeben. Du wirst Dich mit der Zeit immer frustrierter fühlen, weil all Deine Träume auch Träume bleiben werden!

Das sind genau die Gründe, weshalb so viele an einer neuen Ernährungsumstellung scheitern. Trainingspläne nicht einhalten und durchziehen, Meditationstechniken nicht in den Tagesablauf integrieren können, das alte Umfeld gegen ein neues Eintauschen können, doch im alten Job sitzen bleiben uvam … es geht einfach um jede Veränderung!

Mir liegt ja sehr viel daran, dass Du Dir aus jedem meiner Artikel auch etwas mitnehmen kannst und deshalb habe ich einen Vorschlag für Dich:

Du brauchst dazu gerade mal 20-30 Minuten … Stift und Papier. Schreibe die Dinge auf, von denen Du weißt, dass sie Dich glücklich machen würden, würdest Du sie durchziehen. Und hinterher schreibe auf WARUM sie Dich happy machen … welchen Mehrwert Du davon hättest!

Du wirst staunen, was so alles aus Dir heraus sprudelt. :-)

Eine Sache noch zum Schluss

Das WARUM ist wichtig JA. Aber frage nie, warum Deine Vergangenheit so ist, wie sie ist. Frage nicht nach dem WARUM einer Sache, die Du nicht mehr rückgängig machen und ändern kannst! Das führt zu nichts, außer zur Verzweiflung und einer andauernden Negativ-Schleife.

Du weißt inzwischen, dass ich keine Freundin des Verdrängens bin. Aber in diesem Fall rate ich es Dir! Unsere Gedanken neigen leider dazu, sich dem Schmerz der Vergangenheit immer und immer wieder widmen zu wollen. Gerade, wenn wir mit der gegenwärtigen Situation unzufrieden sind!

Auch ich komme immer wieder mal in diese Versuchung. Doch statt nach dem WARUM zu fragen, wenn eine Sache schon passiert und nicht mehr zu ändern ist, frage ich mich stattdessen „Wie kann ich verhindern, dass so etwas nochmal passiert …?“ Ich konzentriere mich auf das Veränderbare! :-)

Und jetzt verrate ich Dir noch einige WARUM´S von mir:

WARUM  schreibe ich mit so viel Leidenschaft auf meinem Blog?
WARUM lebe ich jetzt mein so lange ersehntes authentisches Leben?

Weil ich Verständnis habe und ich genau weiß wie sich Opfer und Täter sein anfühlt.
Ich wurde belogen und habe gelogen.
Ich wurde abwertend und respektlos behandelt und bin auch mit anderen so umgegangen.
Und weil sich das, was ich tue, richtig anfühlt!
Ich will Dir helfen, dass es Dir besser geht …

All das hinterlässt in mir eine innere Fülle und Zufriedenheit! Ganz einfach. <3

Also meine LIEBE, was ist Dein WARUM? Was machst Du in Deinem Leben und WARUM tust Du es? 

Das waren sie wieder … meine #Gedankengänge … intensiv und gerade heraus. Falls Du mir dazu ein paar Zeilen schreiben möchtest, bitte tu es, ich freu mich darauf!

Ich danke Dir heute ganz besonders, dass Du bei mir warst und freue mich jetzt schon auf unser nächstes Treffen!
WARUM? Weil ich Dich mag. ›zwinker‹

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Unglücklich durch den Glauben, das Leben sei einfach …

Ich spreche gerne mit Menschen, besonders mit Frauen, über Glück, Liebe und der Freiheit. Es ist interessant wie weit die Meinungen und Ansichten dazu auseinandergehen. Was ich allerdings aus diesen Gesprächen filtere ist, sehr viele Frauen suchen ihr Glück an der falschen Stelle! Um erfüllende Momente unseres Lebens erleben zu können, brauchen wir die Erkenntnis, dass es Dinge auf unserer Welt gibt, deren Änderung leider (oder Gott sei Dank) NICHT in unseren Händen liegt! Also annehmen was wir nicht ändern können …

Was uns nicht umhaut, macht uns stärker!

Dieser Satz war ein „rotes Tuch“ für mich wenn ich ihn hörte … und ich bekam ihn ziemlich oft gesagt! Weitergebracht hatte er mich zum damaligen Zeitpunkt nicht, aber ER stimmt! Der Schmerz leidvoller Erfahrungen machte mich stärker. Der Angst direkt in die Augen zu schauen, machte mich mutiger. Fehltritte und unzählige Herzschmerzen machten mich klüger …

Es ist leider tatsächlich so: wir müssen „abstürzen“ um eine andere Sicht auf die Dinge zu bekommen, um danach den richtigen Weg finden zu können! Unser Leben ist für mich, ein echtes Abenteuer in dem Stürme und viele andere Herausforderungen auf uns warten! Nicht zu kämpfen bedeutet alles hinzunehmen und das bedeutet wiederum ein „Spielball“ für andere zu sein und das kann nicht glücklich machen! Wenn wir nicht kämpfen sondern liegen bleiben, werden wir uns nicht weiter entwickeln und in unseren persönlichen Wachstum am „Stand treten“.

Es ist HEUTE nicht mehr wichtig was in der Vergangenheit passiert ist!

Genauso wenig ist es wichtig, wie wir damals gehandelt haben! Was wirklich zählt ist, welche Wahl wir heute treffen. Lebensumstände müssen wir akzeptieren, lernen wir daraus und ziehen wir weiter ohne uns ständig umzudrehen! Wer loslassen kann, hat beide Hände frei um neue Dinge im Leben anzupacken! <3 Ich verband loslassen immer mit Verlust … das stimmt aber nicht, es kann ein ungeheuer befreiendes Gefühl sein und bedeutet für mich immer einen weiteren Schritt nach vorne.

So schwer es mir vor Jahren noch gefallen ist, Dinge frei zu lassen, umso mehr Spaß macht es mir heute nach Dingen zu suchen, die ich endlich loslassen kann … die nur belastend für mich sind und waren! Dadurch vereinfache ich mein Leben erheblich. :D

Nur weil es in der Vergangenheit wichtig war, heißt es nicht, dass es heute auch noch wichtig ist …

Bestimmt kannst Du es nachvollziehen … Du hattest eine Freundschaft oder eine Beziehung, die alles für Dich bedeutete, die es heute aber nicht mehr gibt. Oder warst in einem Job tätig der Deinem Leben Sinn gab … und heute denkst Du total anders darüber. Ich hatte viele Gewohnheiten und Rituale, die mir zum Beispiel heute total veraltet und sinnlos erscheinen und keinen Menschen mehr interessieren!  Alles alte Hüte, für die keiner mehr einen Blick oder ein Ohr übrig hat.

Unser Leben geht weiter und mit dem Leben unsere Entwicklung. Ich habe an Türen, die verschlossen waren, gerüttelt bis mir meine Hände weh taten … alles aussichtslos kann ich sagen. Wenn Türen ins Schloss gefallen sind, sind sie zu. Aus. Das sollten wir akzeptieren. Wir müssen unsere Vergangenheit nicht verachten, aber wir sollten ihr nicht zu viel Beachtung schenken. Schließlich gehen wir ja auch nicht ins Kino und ziehen uns X mal einen schlechten Film an oder? 

Ich versuche mich, seit ich vor Jahren mein Leben „neu gestartet“ habe, nur noch auf das zu konzentrieren, was wirklich wichtig ist für mich. Ich achte durch meine neu gewonnene Achtsamkeit, auf Türen die mich herein bitten … und ich bleibe in Bewegung. Ich habe mich von alten Werten und Überzeugungen getrennt. Das ich meine Vergangenheit nicht ändern kann ist mir bewusst, ABER ich konnte meine Sichtweise auf sie ändern!

Menschen existieren nur für ihre Zukunft, die sie gar nicht kennen!

Viele Frauen sind unglücklich, weil sie ihr Leben auf „später“ verlegt haben. Sie existieren nur für ihre Zukunft, in der sie irgendwann mal glücklich und zufrieden leben möchten! „Dann hol ich alles nach …“ sagen sie dann. Sie verschießen ihr ganzes Pulver und ihre kostbare Zeit im Irrgarten des Lebens mit der Vorstellung über eine Zukunft, die sie nicht kennen und von der kein Mensch weiß, wie sie ausschauen wird.

Ich bin eine wirklich große Befürworterin von Visionen, Zielen und Träumen, ehrlich, aber es darf nicht auf Kosten unserer Gegenwart passieren! Wenn wir nämlich die meiste Zeit Tagträumerin spielen, verpassen wir die Gegenwart und unser Leben, das uns glücklich machen kann?! Sich nur auf die Zukunft zu fokussieren betrachte ich als nie wirklich gelebt zu haben …

Nur in der Gegenwart können wir Veränderungen vornehmen!

Es sollte uns bewusst sein, wie wir heute arbeiten und denken, so werden wir morgen leben! Veränderungen können nun mal nur im JETZT stattfinden und nicht in der Zukunft, in der wir uns sehen! Die Zukunft kommt ohnehin auf uns zu, wir können sie nicht stoppen. Genauso wenig wie wir die Vergangenheit zurückholen können … unsere Zeit ist jetzt.

Deine und meine Lebensuhr läuft bereits seit unserer Geburt. Nehmen wir an was ist, lernen wir aus JEDER Situation, auch die unglücklichen haben ihre Berechtigung und genießen wir unser Dasein … unser Leben. Und vor allem LEBEN wir unser Leben in vollen Zügen … Tag für Tag. <3

„Es gibt zwei Arten sein Leben zu leben: Entweder so, als wäre nichts ein Wunder oder so, als wäre ALLES eines.“

Albert Einstein

Ich entscheide mich für das Zweite … weil es mich automatisch glücklich macht … <3

Das waren sie wieder meine Gedankengänge die mich beschäftigen und die es wert sind mit euch geteilt zu werden. Diesmal mit ganz ganz vielen Ausrufezeichen! Weil so wichtig … :-)

Gerne darfst Du meine Gedankengänge hinaustragen … teilen und liken. Und ich freu mich natürlich,wenn ich Dich das nächste Mal wieder abholen darf und Du Dich mit mir in meinen Gedanken triffst!

Pass auf auf Dich und LEBE JETZT …

Lesezeit: 3 Minuten

Die Sache mit dem Dauerglück …

Heute bin ich Anika und nicht Pippi … Du weißt schon – Pippi Langstrumpf und so. Heute ist mir nicht nach: „Hey alles egal, komm schon, lass uns mal …“ Heute ist kein Happy – Dauer – glücklich Tag! Und? Schlimm? Hast Du vielleicht jetzt die Lust am Weiterlesen verloren? Beschleicht Dich ein leicht unangenehmen Gefühl? … Könnte ich gut verstehen, denn Du kannst ja noch nicht wissen, was da jetzt noch so alles kommt. Unangenehme Gefühle sind nämlich schwer anzunehmen! Wenn Du Dich aber entschließt trotzdem zu bleiben, herzlich willkommen in  meinen Gedanken. :D

Bitte keine schlechten Nachrichten …
Bitte bloß keine Probleme …
Am Wohlsten würde ich mich heute fühlen, wäre ich in Watte gepackt. Einen Film zu sehen der mich ablenkt, jede Menge Süsses an meiner linken Seite, und Saures auf meiner rechten. Am besten ein Film mit Glück und Liebe und mit einem Happy End … was zum runterkommen und Gedanken ausschalten …

Ich frage mich gerade: „darf ich das überhaupt schreiben und einen Artikel daraus machen?“ ICH, die zu 90% immer positiv und gut drauf ist? ICH, die alles in Einmachgläser packt, das mit Glück verwandt ist und diese „Gläser“ hortet und gerne weiter schenkt?

Dauerglücklich geht nicht! Und deshalb erlaube ich mir auch darüber zu schreiben. Und da Du ja scheinbar geblieben bist, frage ich gleich mal dezent nach: Warum machen wir uns immer so einen Druck, obwohl wir ganz genau wissen, dass es dieses „Dauerglücklich“ nicht gibt?

  • immer schön und schick
  • immer gut drauf
  • immer unterhaltsam
  • immer lächelnd
  • IMMER glücklich eben …

Überall Glück … wohin man schaut, jedenfalls nach Außen hin – puhh! Ich weiss dass es das nicht gibt, jedenfalls kenn ich keinen einzigen Menschen der von sich behauptet, ständig auf der höchsten Stufe zu tanzen! Manchmal ist es so, dass eben gar nichts passiert. Und dann wieder, gibt es Tage da passieren Sachen, die uns regelrecht umhauen … richtig umhauen. Dinge, die uns traurig machen, die uns wehtun …

Dann möchten wir am liebsten wegrennen … irgendwohin. So wie früher als ich noch jünger war. Bei strömenden Regen saß ich dann auf einer/meiner Bank, die in einer Höhle stand, wo selten jemand saß weil es definitiv schönere Plätze gab! Das war mein Platz zum Nachdenken, weinen oder einfach nur um „beleidigt“ zu spielen. Ich war für mich nur das war mir wichtig. Ich sagte mir dann immer:

„Liebe Spassgesellschaft, ich habe heute keine gute Laune und kein Lächeln für euch, denn auch DAS ist das Leben!“ 

Danach ging es gleich viel besser :D.

Haben wir Angst, mal einfach wegzurennen? Mal zu sagen: Meine Lieben, heute möchte ich alleine auf meiner Bank sitzen und niemanden unterhalten und ich will auch nicht glücklich aussehen müssen! Ganz einfach, weil ich heute nicht glücklich bin! Ende der Geschichte.

Der Wunsch und das Streben nach dem „Dauerglück“ begleitet mich und sicher viele andere ebenso – ständig! Manchmal ist mir das auch gar nicht bewusst. Aber wenn ich mir die Motive überlege, nach denen ich handle, dreht sich genau genommen alles darum, das bestehende Glück zu erhalten oder wenn geht, noch mehr zu maximieren. Ist ja auch nichts Schlechtes, im Gegenteil. ABER es stresst manchmal ganz schön! Und dann bin ich „Anika“ und nicht „Pippi“.

Dauerglück gibt es nicht … für niemanden! ICH, DU, WIR … müssen keine #dauerglücksmenschen sein, deshalb sind wir keine schlechteren Menschen! Ich glaube sogar es ist eine Erleichterung, sich zu erlauben nicht immer und überall diesen „Glücksausdruck“ zu zeigen! Mal nicht Pippi Langstrumpf sein zu müssen. Dahinter steckt nämlich die Erkenntnis, dass das Glück erst dann beginnt, wenn wir uns diesem Druck nicht mehr aussetzen.

Und wie ich wiedermal feststellen darf, schaut meine Welt, 700 Wörter später, am Ende meiner Gedankengänge, bereits wieder anders aus. Selbst – therapiert wieder mal. :D Super – und morgen werde ich wieder „Pippi“ sein. Bis dahin aber, möchte ich bitte alleine auf meiner Bank sitzen bleiben. >zwinker<

Danke, dass DU geblieben bist. Vielleicht kannst Du mich sogar verstehen … und ich hoffe wir treffen uns bald wieder in meinen Gedankengängen!

Machs gut und pass auf auf Dich …

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LEBEN muss (kann) man lernen …

Die Tage bin ich an etwas erinnert worden … etwas das mich an eine Zeit erinnert hat als es mir nicht gut ging. Es war eine Tasche voll mit Wolle, Nadeln und was man eben so braucht wenn man sich der Handarbeit hingibt! Ich musste lachen, weil ich mir niemals vorstellen hätte können, dass ich jemals, irgendwann mal, mit Wolle und Nadeln Abende oder sogar Tage verbringen würde. :D

JA, ich stricke und ich stricke sogar Sachen fertig! >lach< Und der Knaller ist, es fühlt sich jedesmal aufs Neue gut an. Vor einigen Jahren war das noch undenkbar für mich … ich saß nicht ganz freiwillig in einer Klinik und wartete auf mein Aufnahmegespräch. Nach vielen vielen Fragen stellte mir die Ärztin aber eine ganz spezielle Frage an die ich immer wieder denken muss. Sie fragte mich allen Ernstes was denn meine Hobbys wären …

„Hobbys? Was ist das … für so etwas hab ich wirklich keine Zeit!“ zischte ich sie an. „Ich bin schließlich schwer beschäftigt, ich hab Verantwortung! Meine Kunden, meine Mitarbeiter, mein Chef, mein Partner, meine Freunde … jeder will etwas von mir!“ Ich muss ja schließlich auch die Miete und mein Leben bezahlen, also was sollte diese Frage? Hobbys … tzz lustig … ich war damals froh wenn ich überhaupt ein paar Stunden zum Schlafen hatte!

Mein Leben damals bedeutete für mich – allen Ansprüchen und Erwartungen gerecht zu werden … allen zu gefallen … keine Fehler zu machen und zu zeigen was ich denn nicht alles in kurzer Zeit schaffen kann! Natürlich gab es keine Jammerei, keine Beschwerde. Ich war immer verfügbar … für alle und jeden. Mein Motto lautete: Sind die anderen glücklich, bin ich es auch. Ja und dabei versuchte ich auch noch „hübsch“ auszusehen. :-)

Und dann machte es PENG … Aber ganz schön laut und ich stand vor der größten Herausforderung überhaupt: Erstmal begreifen und verstehen was da gerade passiert ist mit mir. Annehmen und akzeptieren und natürlich LERNEN … nicht für die anderen sondern nur für mich, Tag für Tag und Woche für Woche … Monat für Monat. Endlich begreifen und verstehen, dass funktionieren rein gar nichts mit leben zu tun hat!

Die Einsicht zu gewinnen, dass nicht das Gestern und nicht das was in 5 Monaten sein wird von Bedeutung ist, sondern einzig und alleine DER MOMENT an sich. Und natürlich gebe ich  es zu, das zu lernen war eine wahrer Kraftakt. Der Druck kommt von allen Seiten … die Gesellschaft geht über Leichen und macht es uns nicht gerade leicht.

HEUTE? Heute bedeutet mir mein Leben im Moment zu sein, so gut als mir möglich zu genießen. Meine Kräfte zu kennen und meine Energie so einzuteilen, dass mir immer noch Kraft bleibt, um „Unvorhersehbares“ mit einer gewissen Gelassenheit zu nehmen. :-) Ich schaffe es achtsam mit mir umzugehen. Ausserdem fällt es mir immer leichter, mich nicht mehr mit anderen zu vergleichen, es gibt keinen „Wettbewerb“ mehr, sondern ich gehe meinen Weg.

Manchmal werde ich schief angesehen, weil diese Einstellung scheinbar nicht in unsere Zeit passt!? Es ist mir egal geworden, denn heute frage ich mich nicht mehr, was ich tun kann und wie ich aussehen sollte, dass mich andere Menschen gut finden. Ich bleib bei mir. Ganz bei mir.

Das Unverständnis bekomme ich manchmal heftig mit. Das Gefühl eine „Exotin“ zu sein flackert dabei kurz auf. :D Menschen polarisieren, entweder wir mögen sie oder eben nicht, das ist vollkommen in Ordnung für mich. Mir ist LEBEN wichtiger als perfektes SEIN und TUN! 

Damit tue ich mir und meinem engen Umfeld Gutes … das ist das was zählt und sonst nichts. Und wenn sich wieder mal Zweifel melden, hole ich meine Wolle und Nadeln raus. Setze mich und beginne diese für mich so besondere und beruhigende Haptik der weichen Wolle zu spüren und zu genießen … wie damals in der Klinik … Danke Schwester Johanna für diesen so wertvollen Skill, der mir immer noch behilflich ist, Ruhe in meinen Alltag zu bringen und Zweifel einfach „wegzustricken“!

„Verbringen wir also nicht die Zeit mit der Suche nach irgendwelchen Hindernissen … es ist sehr gut möglich das gar keines da ist! >zwinker<

Es hat mich gefreut, dass Du mir Deine wertvolle Zeit geschenkt hast! Alles Liebe und jede Menge LEBEN.

Lesezeit: 5 Minuten

Über das Alleinsein, Einzelgängerinnen und die Tatsache trotzdem glücklich zu sein …

Menschen, die gerne das Alleinsein vorziehen, werden in unserer Gesellschaft schnell als Sonderling abgestempelt. So behalten viele Menschen es für sich, dass sie das Alleinsein vorziehen. Verständlich, bei mir war das zu Beginn genauso. Ich hatte Angst in eine Schublade gesteckt zu werden auf der ein Schild steht „Sonderling“. Das hat sich geändert, ich habe diese Angst nicht mehr. Gerade im letzten Jahr bemerkte ich, wie gut es mir tut nicht mehr in der Menge zu baden. Heute stehe ich dazu, mich stört die gekennzeichnete Schublade „Sonderling“ nicht mehr und ich bin tatsächlich glücklich damit. 

Alleinsein ist keine Notlösung, sondern ein Akt der Selbstbestimmung!

… und es macht stark! So empfinde ich es jedenfalls heute. Diesen Artikel zu schreiben hatte einen Auslöser. Meine letzen Wochen waren etwas anstrengend. Es gab Menschen, die musste ich treffen. Dann gab es Menschen, die wollten mich treffen und dann gab es solche, die wollte ich sehen, aber ich konnte keine Energie mehr dafür aufbringen. Diese „Überdosis“ an Menschen und Worten war mir schlicht weg zu viel. Natürlich denke ich darüber nach und frage mich: „Ist das ok? Werden mir meine wenigen Freunde deswegen den Rücken zukehren? Werde ich eines Tages sehr einsam sterben? Will ich das wirklich so?“ Und nach immer wieder den selben Überlegungen, muss ich ganz klar sagen JA, ICH WILL!

Ich kenne ja ein paar Mitmenschen, die ebenso ticken wie ich. „Sonderlinge“ … wie wir genannt werden und mit denen verstehe ich mich natürlich prächtig! Man muss nichts erklären. Es darf ohne viele Fragezeichen alles so sein wie es ist – sonderbar ruhig.

Doch das war nicht immer so

Mein Leben war in der Vergangenheit laut, hektisch, wild und ich war ständig von vielen Menschen umgeben. Schon mein Beruf erforderte eine gewisse Aufnahmefähigkeit was Menschen betraf. Heute könnte ich diesen Job nicht mehr ausführen, ich wäre keine gute Führungskraft mehr, und ich würde rein gar nichts mehr verkaufen können … diese Gedanken erschrecken mich manchmal sogar ein wenig. Aber wie heißt es, Leben ist Veränderung, manchmal von 200 auf 50.

Ich habe nur einen kleinen Freundeskreis und ich habe auch kein Problem mit Smalltalk und ich arbeite gerne im Team, wenn es nicht zu oft ist und irgendwann reicht es mir dann auch wieder. Dann sehne ich mich danach, mich zurückzuziehen um neue Kräfte zu sammeln. Alleinsein ist für mich eine Selbstverständlichkeit geworden. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass es mir in den letzten zwei Jahren zu viel geworden wäre. Ich habe viel zu viel zu tun um darüber nachzudenken. :D

Wenn ich Menschen treffe, dann nicht um mich abzulenken, sondern um für sie da zu sein. Es kommt wie gesagt selten vor aber in dieser Zeit bin ich eine gute Zuhörerin und im Nachhinein denke ich darüber nach, was den anderen beschäftigt. Das ist für mich ein Ausdruck von Respekt!

Wenn ich ausgehe, tanze ich lieber als mich zu unterhalten

Warum das so ist, weiß ich heute ganz gut. Die Oberflächlichkeit der Gespräche erschöpft mich schnell. Eine Entwicklung, die mich selber immer wieder überrascht … Für mich ist es wichtig geworden, dass das Alleinsein keine Notlösung ist, sondern eine Form der Selbstbestimmung. Zwänge machen mich klein und unsicher. Und diese Zeit habe ich hinter mir. Es hilft mir manche Wege alleine zu gehen, natürlich sehr oft mit Unterstützung meines Mannes, aber dennoch aus eigener Kraft … mit eigener Motivation und einem eigenen Ziel.

Dadurch wird FRAU mutiger, gelassener und selbstbewusster!

Es fällt mir immer wieder auf, dass es für andere ausserirdisch klingt wenn man sagt: „Hey, ich habe nur wenige Freunde, ich beschäftige mich am liebsten alleine …“ In unserer Konkurrenz-Gesellschaft ist der Erfolg nicht allein eine Frage der Kompetenz sondern auch der Selbstvermarktung. Anschluss und viele Menschen um sich zu haben ist wichtig. Networking und Kontakte zu knüpfen um „bekannt“ zu werden!

Würde ich DAS alles tun und so leben, würde wahrscheinlich meine Arbeit hier, mein Blog und ich selbst, schon einen weit größeren Bekanntheitsgrad erreicht haben! DAS muss einem aber liegen und mir liegt das glaube ich nicht so sehr. Bekannte, Freunde oder meine Kinder meinen dazu oftmals: „Aber man braucht doch das miteinander, den ständigen Wechsel und Austausch mit anderen …“ Kann schon sein, ich bin aber nicht „man“, ich bin ich! Ich muss nicht schaffen was andere können und wollen um glücklich zu sein!

Mit der Anpassung habe ich mir schon immer schwer getan und je älter ich werde, umso mehr ist mir bewusst was ich will! Zum Glück empfindet mein „Mann“ genauso wie ich. Oft sind wir zu zweit allein … nicht das wir uns nichts zu sagen hätten, aber jeder geht seiner Beschäftigung bzw. seiner Arbeit nach. Und NEIN es ist ganz und gar NICHT langweilig! :-)

Nicht jede Einzelgängerin meidet die Menschen so konsequent wie ich

Aber jede Frau, die in gewisser Weise als „Sonderling“ abgetan wird, scheint ganz genau zu wissen, was ihr gut tut und was nicht. Das denke ich mir immer wieder wenn ich mit solchen Menschen zusammen treffe. Sie nehmen mehr Rücksicht auf die eigenen Bedürfnisse als auf die Erwartungen der Umwelt! Es steckt eine Stärke dahinter, die ich so manchen wünschen würde.

Ich liebe es meinen Blog zu befüllen, Fragen und Mails zu beantworten, ich bin eben ein „Schreiberling“ und das fällt mir wesentlich leichter, als zu reden. Deshalb habe ich es noch immer nicht geschafft, Frauen live zu coachen oder Podcasts zu veröffentlichen … (wobei ich das Letztere nicht ausschließen möchte). Beim Schreiben ist mir ein gewisser Abstand sicher, den ich scheinbar brauche. Sehr oft habe ich das Gefühl beim Schreiben den Menschen „näher“ zu sein, als wenn ich sie vor mir habe …

Ich war als Kind schon so … ich bin in unzählige Welten versunken, meine Fantasie war ehrlich grenzgenial und während ich in meiner Fantasie glücklich war, eckte ich in der realen Welt ganz oft an. Ich glaube noch zu wissen, dass mich andere Kinder komisch fanden und ich weiß, dass mich so manche Lehrer als störend empfanden! Wenn ich eine (meine) Maske aufsetzte, war alles gut. Sie brachte mir Anerkennung und Freude von Außen. Es war nur nichts Echtes und Ehrliches. Ich wusste, so will ich eigentlich nicht sein. Als Jugendlicher nicht der Norm zu entsprechen, ist etwas Schwieriges …

Heute als erwachsene Frau, stehe ich zu meiner Introvertiertheit, zu meinen Sologängen …  ich weiß es gibt viele Frauen denen es ähnlich geht! Und ich freue mich immer wahnsinnig, wenn so jemand in mein Leben purzelt! Ich liebe es mit ihnen zu philosophieren oder einfach nur zu schweigen. Ich folge keinem Trend mehr und die Masse kann mich mal. Sorry. Es ist für mich ok, wenn ich manchen Menschen nicht gefalle und es spielt keine Rolle was jemand von mir denkt.

Wir sollten alle unseren Weg gehen (dürfen), unserem Herzen folgen und unser Bauchgefühl anhören. Und wenn ich mir so manche meiner Mitmenschen ansehe, frage ich mich des öfteren ob sie jemals lernen werden ehrlich auszusprechen was sie wollen! Ob sie sich jemals trauen, zu sein wer sie wirklich sind?!

Der Weg eines Einzelgängers ist sicher nicht einfach, aber er ist ehrlich. Das Leben ist nun mal Veränderung und wer weiß, vielleicht verwandle ich mich noch mal in jemanden der gerne im Mittelpunkt und liebend gerne in der Masse badet! >lach< Jetzt aber ziehe ich die Ruhe und das Einzelgängerdasein vor. :D

Ein Buchtip von mir zu diesem Thema: Die Zweisamkeit der Einzelgänger von Joachim Meyerhoff. :-)

Das wars mit meinen, wieder einmal, sehr persönlichen Gedanken zu einem Thema das nicht nur mich betrifft. Danke für Deinen Besuch, danke fürs Zuhören und danke fürs Teilen … wenn Du magst!? Bis ganz bald.

Lesezeit: 4 Minuten

Mein Körper  … die Zeit … und Ich

Es war letzte Woche, als ich einen netten Abend mit zwei, ebenso netten, Frauen verbringen durfte. Es wurde viel gelacht und jede Menge gescherzt (wie immer wenn „weiblich“ aufeinander trifft). Die Beiden haben mich inspiriert über unsere Gespräche, die für uns alle Frauen jenseits der 40+ sicher zu treffen, zu schreiben. Wenn Du Dich jetzt entschließt weiter zu lesen, heißt es aber „tapfer sein“. Dieser Beitrag beinhaltet wenig Schönes. :-)

Der Körper und sein Alter sind nicht gerade das, was ich unter einem Dream-Team verstehe. Das Gute aber: Man gewöhnt sich an sehr vieles und die Veränderungen kommen Gott sei Dank nicht über Nacht. Obwohl … manches allerdings schon! Erst vor ein paar Tagen habe ich beim Zähneputzen eine neue Falte im Kinnbereich entdeckt. Ich wusste gar nicht, dass es  dort auch faltig wird!

Was da zunehmend zum Knittern anfängt, lässt sich nur schwer und mit einem Aufwand, oft ziemlich kostenintensiv, austrixen … wenn überhaupt. Kaum ist man „unten“ fertig, schon muss man oben wieder neu anfangen. Ich fang jetzt mal mit den leidigsten Themen in den „mittleren“ Jahren an:

Die Figur.
Ein Schwerpunkt … wörtlich zu nehmen. Wie gerne wäre ich noch genauso gelassen, richtig schlank und das durchtrainierte „Reh“ von früher. Manchmal wünsche ich mir das wirklich. Dieses Thema taucht immer wieder im Frühling auf. Zur Eröffnung der Saison sozusagen … Obwohl ich immer glaube, nun sei wirklich alles gesagt und getan, bleibt die Bauchrolle nicht nur auf den Hüften, sondern auch in den Gedanken. :D

Und wer dieses Problemchen ebenso gut kennt weiß, dass diese „Röllchen“ von Jahr zu Jahr zutraulicher und anhänglicher werden. Die Frage die ich mir dann immer wieder selber stelle lautet: „Zu welchen Einschränkungen bin ich bereit? Wie viel ist es mir wert, wenigstens von hinten wie eine 30-Jährige auszusehen? Wie wichtig ist es für mich überhaupt? Für meine Gesundheit? Und was bringt mir das mühselige erkämpfte Figürchen dann?“

Männer will und muss ich keine mehr beeindrucken, und die Anerkennung anderer Frauen hätte ich wahrscheinlich, brauche ich aber auch nicht (mehr). Egal. Und auch egal wie alt wir werden, die aktuelle „Figurenlage“ ist einfach immer ein Thema!

Es ist außerdem sowieso nie goldrichtig. Meist heißt es auf der einen Seite: „Na, Du schaust aber jetzt richtig gut aus …“ dabei ist natürlich NICHT das Strahlen der Augen gemeint. Oder „Hallo, ein bisschen mehr würde Dir wesentlich besser stehen, Du schaust ausgemergelt aus!“ Dabei muss ich an mir selbst feststellen, dass „Fett“ gar nicht so übel ist! Gerade im fortgeschrittenen Alter und gerade im Gesicht kann ich es stellenweise richtig gut gebrachen! :-)

Das Blöde ist nur, dass sich mein Fett nicht an „Ortsbestimmungen“ hält. Es lässt sich da nieder wo es sich so richtig schön entfalten kann und das ist leider nicht nur im Gesicht >lach<. Ich könnte jetzt auch kurz und bündig sagen: Ich bin unförmig und ich spüre meinen Bauch beim Schuhbänder binden und DAS mag ich eben nicht so gerne. Aber was soll ich tun, ich bin eben zu freundlich (oder zu verfressen), und ich öffne nur zu gerne jeder Leckerei die Tür! <3

Essen hatte für mich schon immer einen hohen Stellenwert. Ich genieße und liebe Essen. Ein Genussmensch also, jedenfalls die meiste Zeit. Die Zeit als ich noch ein sehr gestörtes Essverhalten hatte ist zwar fast vorbei, aber es klopft immer wieder mal an die Tür. Ein Mittelmaß zu finden ist für mich jedes Mal aufs Neue eine Herausforderung.

Die Haare.
Ein hochsensibles Thema für Frauen! Besonders wenn man nicht zu denen gehört, die nicht wissen wohin damit weil so viel! Das leidige Haarthema, ich mag es nicht. Ich hab ehrlich kein Problem mit meinen „Silberfäden“, aber dabei bleibt es leider nicht. Es ist so, dass Haar nicht bloß grau sondern auch weniger, (noch) feiner und dünner wird. Ich frag mich oft, warum kann nicht mein Körper dünner und meine Haare kräftiger werden? Das wäre  doch genial und ein perfekter Deal oder nicht? 

Meine Vater nannte seine „feine“ Haarpracht immer japanische Seide, und die hab ich von ihm vererbt bekommen. Jetzt kommt mir sogar vor, dass ich die Geheimratsecken auch von ihm übernehme! >Händezusammenschlag<. Was natürlich die Frisurenwahl enorm einschränkt. Der wahre Alptraum beginnt dann, wenn sich der Haarverlust bis hinter die Ohren fortsetzt …

Meine Augenbrauen sind nach der Chemo nie wieder richtig nachgewachsen, also hab ich mir ein permanent Make up geleistet. Damit geht es mir gut und ich fühl mich wohl. Aber die Sache mit den Haaren … da muss ich noch abwarten und am besten so hinnehmen. Auch da hätte ich wieder einen super Deal, der mir zum Thema Haare einfällt: Ich frage mich und Dich natürlich – wer braucht irgendwo, irgend welche Körperbehaarung? Meiner Meinung nach, gehören Haare ausschließlich auf den Kopf und sonst nirgends hin! Die die ich nicht brauche wachsen und gedeihen prächtig. Würde ich sie anders einsetzen dürfen, ich hätte total prachtvolles langes und  üppiges Haar! :-)

Ja ich weiß, es sind nur Peanuts um die es hier geht. Hauptsache man ist gesund … was ich aber auch nicht bin, aber ich bin gut gelaunt (meistens) und kann über meine Problemchen meistens scherzen, so wie heute als ich diesen Beitrag verfasst habe. :-)

Aber eine Frage ist da noch offen: Betrifft mich zwar nicht mehr, aber dennoch verstehe ich den Grundgedanken dahinter.
Kann man einen neuen Mann einfach so seinen nicht mehr so taufrischen Körper zeigen oder sollte man lieber vorher 15 Kilo abnehmen um 15 Kilo selbstbewusster zu sein >lach<?

Ich weiß das gerade Frauen im fortgeschrittenen Alter absolut souverän damit umgehen. Natürlich haben nicht alle eine Traumfigur, aber deshalb würden sie doch nicht auf Sex verzichten. Ausserdem weiß ich (ich habs genauso gemacht), dass Frauen gerade nach einer Trennung sehr viel für sich tun. Sie kümmern sich gut um sich und sehen oft tatsächlich besser aus als in ihren Beziehungszeiten!
Damit ist eigentlich alles gesagt. Nein, auch dazu fällt mir noch ein passender Slogan ein der generell für das „älter werden dürfen“ passt:

Es ist nicht das Alter, das unsere Persönlichkeit verändert.
Eher ist es die Persönlichkeit, die darüber entscheidet, 
wie gut oder schlecht man mit dem Älterwerden fertig wird.
Amen.

Ich werde mir diese Sätze ins Bad hängen … zur ständigen Erinnerung! <3
Ich danke meinen „Inspirationen“ sprich Mädels, die schuld daran waren, euch heute mit nicht zu ernst nehmenden Problemen zu unterhalten! Danke fürs Zuhören ihr Schönen und bis ganz bald.

Lesezeit: 4 Minuten

Die Kommunikation mit Männern

Diesen Artikel möchte ich all den Frauen  widmen, die wissen wie Missverständnisse durch stillschweigende, denkende Männer entstehen können. Vorne weg, ein Artikel aus dem (meinem) Leben gegriffen. Seht ihn nicht zu ernst, aber gebt mir bitte recht!

Nun wo fange ich an … wo höre ich auf? :-) In der Natur der Frau liegt es, gerne und viel (nicht jede das gebe ich zu) zu reden. Alles zu analysieren, zu besprechen, anzusprechen und das am Besten sofort und immer. So sind wir  nun mal. Gibt es Probleme möchte „Frau“ eben darüber reden. Spricht ja auch nichts dagegen. Die Kommunikation mit dem Partner verläuft aber manchmal völlig anders als wir uns das vorstellen. Frau redet … Mann schweigt. Wir Frauen kommen damit meist nicht so gut klar.

Männer definieren sich über Kompetenz. Wenn sie Probleme lösen grübeln und denken sie  … sie sind nicht ansprechbar. Wenn sie dann soweit sind, darüber zu sprechen, man verzeihe mir jetzt diesen Vergleich, sind sie mit einem „Dieselmotor“ vergleichbar. Sie müssen erst warm laufen, erst dann sind sie wieder ansprechbar und beziehungsfähig.

Diese Art der Kommunikation führt dann sehr oft zu Konflikten. In unserer Frauenwelt gibt es dieses Verhalten kaum. 

Ein Klassiker

Männlein und Weiblein leben glücklich und zufrieden miteinander. Alles ist ganz wunderbar, gut und optimal. Am Morgen verabschiedet sich der Mann von seiner Frau … die Arbeit ruft. Abends hört die Frau wie der Mann den Wagen abstellt und bemerkt oder sollte ich jetzt schreiben, sie interpretiert, dass irgend etwas nicht stimmt.

Der Mann öffnet die Wohnungstür … die Frau kommt ihm freudig entgegen, ein flüchtiges „Hallo“ und das wars. Der Mann möchte sich zurückziehen da er ein Problem mit nach Hause genommen hat. Er möchte ganz alleine und in Ruhe darüber nachdenken … tja, nur  da hat er die Rechnung ohne seine Frau gemacht. :-)

Die Frau bringt ihr Gehirn in Gang und fragt sofort nach: „Was ist denn los?“ Der Mann antwortet „Nichts!“ Denn wie ich ja oben schon angeführt habe, sind die Probleme des Mannes sein geistiges Eigentum. Niemand hat das Recht seine Probleme zu lösen, ausser er selbst. Hilfe wird nicht benötigt.

Das wiederum wissen wir Frauen aber nicht immer und deshalb haken wir nach. „Komm erzähl mir doch nicht, dass alles in Ordnung ist, ich merke doch das irgendetwas nicht stimmt!“ Und wenn der Mann noch ganz großes Pech hat, setzt Frau noch einen drauf mit der Aussage „Du liebst mich nicht, sonst würdest Du mir sagen, was los ist.“ Der Mann flüchtet um irgendwo in Ruhe nachdenken zu können.

Eine Verhaltensweise, die wir Frauen nicht immer verstehen

Frauen sehen diese Situation nämlich total anders. Für uns Frauen bedeutet Schweigen nichts Gutes. Wir interpretieren in das Schweigen, Ablehnung, nicht geliebt werden, Geheimnisse bis hoch zur Untreue. Die Gedankengänge einer Frau sind  sehr kreativ. Wir Frauen schweigen nur dann, wenn wir verletzt wurden. Oder wenn wir mit Menschen konfrontiert werden, die wir nicht mögen. Das Schweigen einer Frau ist gefährlicher und kann manchmal als Kriegserklärung aufgefasst werden.

Da ja jeder Mensch in erster Linie von sich selbst ausgeht, meinen wir Frauen, dass das Schweigen des Mannes die selbe Bedeutung hat, wie ihr Schweigen. Für uns Frauen ist die Kommunikation das Wichtigste! Wir überlegen kurz und versuchen es erneut um die Nähe zu unserem Partner wieder herzustellen. Wenn wir Frauen aber zuviel reden bzw. zuviel nachfragen oder zerreden, kann es passieren das der Mann die Fassung verliert und etwas lauter wird. Unabsichtlich. Das Problem liegt darin, dass er in seinen Gedankengängen ständig unterbrochen wird und dadurch sein Problem nicht lösen kann.

Wir Frauen verstehen dann die Welt nicht mehr. Wir sind uns keiner Schuld bewusst, sondern möchten doch nur helfen. Irgendwann beschließen wir uns zurückzuziehen. WIR leiten das Schweigen ebenso ein. Das Spiel kann beginnen. Hat der Mann sein Problem gelöst, kommt wieder Leben in seinem Körper. Er läuft auf Betriebstemperatur und alles ist wie immer.

Eine Antwort auf die Frage: „Hey, was gibt es denn heute zum Abendessen?“ Wird mit einem Schweigen  beantwortet. Die Situation wird nun anders rum gespielt. „Was ist denn los mit Dir?“ Fragt der Mann. Die Antwort darauf „Wenn Du das nicht weißt, solltest Du darüber nachdenken …“ sagen wir.

Der Mann hat nun ein neues Problem, dass ganz alleine ihm gehört. Wie groß die Chance ist, dass er es gelöst bekommt, brauche ich wohl nicht erklären. 

Liebe Frauen, stört eure Männer nicht beim Schweigen!

Also wenn sich euer Partner in Schweigen einmummt, stört ihn nicht dabei. Er möchte nur sein Problem lösen. Alleine. Je weniger er dabei gestört wird, umso schneller wird er eine Lösung gefunden haben und auch wieder bei euch sein. Lasst ihn in Ruhe. Er wird weder verhungern oder sich einsam fühlen wenn ihr euch vertschüßt. Alles ist gut.

Und ein paar Worte an die Männer habe ich selbstverständlich auch parat

Meine lieben Herren. Wir sind glücklich euch haben zu dürfen. Für uns Frauen kommt als erster Stelle die Kommunikation. Es ist wichtig und verbindet. Vielleicht wäre eine kurze Erklärung manchmal hilfreich für uns, um zu wissen das nichts spektakuläres in Anmarsch ist. Wir nehmen euch „euer Problem“  bestimmt nicht weg! :-)

Tja, das wars für heute. Mitten im Leben … aus dem Leben. Jeder kennt das und anschließend lachen wir alle darüber! Es war mir eine Freude und ein Bedürfnis zugleich. Wir lachen ohnehin zu wenig. :-)

Eine schöne Zeit ohne Kommunikationsschwierigkeiten wünsche ich euch … bis ganz bald!

Lesezeit: 5 Minuten

Wie ich die wurde, die ich heute bin

Gedankengänge sind eine Lieblingskategorie von mir. Ich schreibe viel zu wenige! Der Grund ist, ich habe manchmal etwas Bedenken ob mein „Gedankenwirrwar“ auch richtig ankommt und verstanden wird. Dieses Mal ist es einfacher für mich. Ich weiß das viele Frauen einen ähnlichen Weg gegangen sind … ein Weg, der sich mit den Jahren verändert. Gedanken über „böse“ und „nett“.

Ich habe in meinem Leben immer versucht, Menschen zu verstehen. Warum sie so sind wie sie sind. Und die meisten Gedanken habe ich mir darüber gemacht, wie ich mit ihnen umgehen muss, wenn ich mit ihren Umgangsformen nicht klar komme! Schließlich wollte ich das jeder mich nett fand. So sein wie andere Menschen mich am meisten mögen würden … das war meine Passion. Ich glaube von mir sagen zu können, dass ich ein Mensch war (bin), der an sich nett ist. Ich wollte niemals jemandem schaden. Ich war loyal und fürsorglich. Diese Optionen gefielen mir einfach immer besser als alles andere. :-)

Dabei rutschte ich immer tiefer in die Bedürfnisse der anderen Menschen in meinem Umfeld, ich war beschäftigt anderen zu geben was sie von mir erwarteten. Am Ende hatte ich große Mühe, ihre Erwartungen von meinen zu trennen. Ich merkte schließlich, dass das „nett und gut“ sich nicht mit meinem „gut sein“ deckte! Es verletzte mich sogar sehr oft.

Als ich dann vor einigen Jahren nur noch mit mir selbst beschäftigt sein konnte, um meine psychischen Herausforderungen zu bewältigen, wurde mir eines klar: Gemocht werden, nett sein um jeden Preis, gefallen und für alle Menschen den „kostenlosen Supermarkt“ zu spielen, ist nichts erstrebenswertes und macht krank! 

Mir wurde etwas Neues beigebracht

Mein Psychologe legte in den Therapien großen Wert darauf mir etwas Neues beizubringen … nämlich ein besonderes Augenmerk auf  MEINE! Erwartungen und Bedürfnisse zu legen, und die hatten null mit denen der anderen zu tun! Diese Lektion sitzt mir heute noch in den Gelenken. Mir wurde beigebracht, wie ich meine „bösen“ Anteile einsetzen konnte. Die waren nur leider nicht sehr sonderlich ver – und erträglich mit meinem Ziel: Gemocht zu werden! 

Es ist so einfach und auch schön, wenn man gemocht wird. Es schenkt eine gewisse Sicherheit (was natürlich völliger Blödsinn ist), ich fühlte mich in dieser „so lieb bin Rolle“ einfach kuschelig gut. Nur … ich musste mich von diesem SEIN wollen losreißen um wieder gesund zu werden. Gut ging es mir anfangs damit nicht! Meine Angstzustände wurden mehr und ich hatte Panik, dass mich meine Durchsetzungsmanöver unbeliebt machen würden.

Diese Seite mochte ich nicht an mir. Ich bemerkte das sie mich fordernder machte, egoistischer, unsensibler und meine Ablehnung anderen Menschen gegenüber wurde richtig gr0ß! Aber nicht nur das: ich wusste wie verletzend diese Eigenschaften sein konnten, schließlich hatte ich sie reichlich abbekommen. „Jeder Mensch mag gute Mädchen …“, so   in etwa habe ich es als Kind gelernt und sehr lange habe ich danach gelebt.

Ich war ein Mensch, der da war, wenn ein anderer Unterhaltung brauchte, ich war da um Tränen wegzuwischen, wenn jemand Aufmerksamkeit brauchte, war ich da um seine Eitelkeit zu streicheln. Von einigen erntete ich wertvolle Liebe in Form von Dank retour. Von vielen bekam ich nichts … besonders, wenn ich dieses Verhalten nicht nach ihrer Laune aufrecht erhielt … dafür bekam ich Ausgrenzung und böse Meldungen.

Und irgendwann war es mir klar: ich bin ganz anders und es ist an der Zeit, dass andere das merken!

Seelenruhe bedeutet mir sehr viel!

Ich habe Harmonie schon immer geschätzt, vielleicht gerade deshalb weil ich nicht wirklich in Harmonie aufgewachsen bin. Ständige Auseinandersetzungen und „Kämpfe“ tun mir weh … immer noch. Sie verbrauchen mir zu viel Energie. Allerdings bin ich heute froh darüber, zu wissen wie es geht, sich zu verteidigen. Heute nutze ich meine „böse“ Seite für die Menschen, die meinen mir vor die Füße kotzen zu müssen und mir ihr Messer in die Seite rammen zu können. Es hat lange gedauert bis ich begriffen und gelernt habe, auch fordern und wollen zu dürfen! Mir meine Wünsche erfüllen darf, ganz gleich was andere dazu für eine Meinung haben.

Ja und noch etwas: Auch ich darf mich mal mit ruhigem Gewissen mal so richtig (?) daneben benehmen, Fehler machen und total unvernünftig sein. Ich bin keine wandelnde „Anpassungsfrau“ mehr, keine „Leistungstochter“ mehr. Ich erfülle nicht mehr alle Bedingungen, die mein Partner, an eine Beziehung stellt. Ich bin kein Selbstbedienungsladen mehr wo alles zur „freien Entnahme“ in den Regalen liegt.

Veränderung bringen nun mal Veränderungen

Ich habe in meiner Lern und Umwandlungsphase wertvolle Lektionen für mein Leben gelernt. Es hat mir viele wertvolle Personen näher gebracht, von denen ich richtig profitieren durfte. Ich durfte in großen Unternehmen wachsen und viele interessante Bereiche erkunden … ABER … ICH so wie ich wirklich BIN, passte nicht mehr dorthin. Ich war nie genug, auch mir selbst nicht. Ich verabschiedete mich von meinem kleinen Mädchen Namens „ich muss.“ 

Auch die Freundschaften veränderten sich dadurch, da ich aufhörte so manche Lücke zu füllen. Anpassung war gestern … heute zählen andere Dinge. Und über diese Erfahrungen bin ich heute sehr dankbar. Ich habe niemals um Feedback meiner selbst gebeten, davor hatte ich auch viel zu viel Angst! Aber ich lernte und erfuhr in dieser Zeit, dass mich viele Menschen „gut“, ja sogar besser fanden als in den – JA, ich bin für euch alle da Zeiten :-). Eine in die Jahre gekommene  kleine Teufelin, die sich zur Wehr setzte und ihrer Wut Ausdruck verleihen konnte … 

Alles hat seinen Preis

Das kleine Problem am immer nur „lieb und nett sein“ ist, Du kämpft um etwas, was Du  nur bekommt wenn Du etwas bist oder eben nicht bist. Ein Zettel, vollgeschrieben mit Bedingungen die einem in die Hand gedrückt werden. Wie ein Einkaufszettel voller Zutaten aus dem Leben. Bringst Du diese Zutaten nicht mit, kann die Lieblingsspeise der Anderen nicht gekocht werden. Es schmeckt ihnen nicht wenn einige Zutaten fehlen. Ich hoffe Du verstehst mich was ich damit sagen will!?

Verstößt man gegen diese Bedingungen … wird der Einkaufszettel nicht 1:1 mitgebracht, werden Verträge, Freundschaften, Beziehungen usw. aufgelöst oder sie schleichen sich langsam aus Deinem Leben. Für mich gab es nur zwei Möglichkeiten. Entweder ne liebe die alles tut was verlangt wird und automatisch wieder in eine Abhängigkeit zurückfällt … oder mich daran erinnern, dass Bedingungen sich verändern, erweitern und auch verringern können!

Es gibt kein Versprechen das nicht heute noch geändert werden oder gelöst werden kann. Ich darf auch meine Bedingungen vorlegen ohne das jemand unterschreiben muss. Der der bleiben will, wird bleiben .Heute erlaube ich es mir, vieles auszusprechen und hinauszutragen, wenn ich es für angemessen und wichtig finde, und das auf einfachsten und kürzesten Weg … nicht immer „lieb und nett“, dafür immer ehrlich. 

#Schlussgedanke

Authentisch zu sein und zu leben ist nicht immer einfach. Das Leben verlangt sehr viel von Dir, mir uns allen. Wir alle brauchen eine Vielfalt in unserem SEIN. ICH auf jeden Fall :-). Und niemand kann es jedem recht machen . Was allerdings nicht schön ist, ist es sich selbst zu verlieren und das nur, weil Du immer korrekt, lieb und nett bist. Es wird immer Verluste auf beiden Seiten geben wie Du siehst, aber ich wünsche mir auch für Dich, dass Du Dich FÜR DICH und gegen andere Menschen entscheiden wirst, die Dir eine Liste mit Bedingungen in die Hand drücken!

Diesmal sehr lange #Gedankengänge von mir, aber mich kürzer zu fassen, fällt mir zwangsläufig immer schwerer :D! Schön das Du bei mir warst und wenn Du der Meinung bist – der Beitrag ist „teilenswert“ … dann nur zu, ich freue mich darüber :-).

Bis bald in meinen nächsten #Gedanken XO Sandra