Hier schreibe ich über persönliche Erfahrungen, authentisch und sicherlich für die ein oder andere meiner Leserinnen sehr hilfreich.  Ich freue mich auf deine Erfahrungen in den Kommentaren.
Lesezeit: 3 Minuten

Es war einmal ein kleines Mädchen …

Denkst Du manchmal an Deine Kindheit, Deine Jugend Jahre? An die Zeit in der Du Dich zur Frau entwickelt hast? Ich mache das gelegentlich ganz gerne, weil ich die Veränderung liebe, die sich dabei zeigt. :D

„Das Kind in dir muss Heimat finden“ – dieses Buch, das ich bereits zum x-ten Mal in die Hand genommen habe und noch immer nicht geschafft habe, zu Ende zu lesen … dieses Buch war der Schlüssel zu meinem Gedankengang heute. „Gedankenspinnereien“, die alles enthalten was wichtig und richtig ist. Und auf meine Gedankenreise nehme ich Dich heute gerne mit … denn vielleicht sitzen da ja mehrere Mädchen beisammen?

… es war da ein Mädchen das war viel zu groß und viel zu dünn für ihr Alter. Sie war schüchtern und meinte sehr lange dumm zu sein. Sie hatte Energie für zehn und die Träume und Illusionen gingen ihr niemals aus! Es war da dieses Mädchen, das glaubte immer fehl am Platz zu sein und trotz ihrer Größe, machte sie sich lieber klein.

Dieses Mädchen war so abenteuerlustig! Sie wollte springen und lachen und jede Menge Unsinn machen und das den ganzen Tag. Doch es wurde ihr immer gesagt, dass das nicht richtig ist und das man sich ordentlich verhalten muss. Sich nicht ständig schmutzig machen darf, lieb und nett sein soll. Es war da dieses Mädchen, das so viele Visionen für ihr Leben hatte, aber sie glaubte, dass sie dafür nicht gut genug ist und das die Menschen sie so nicht mögen.

Dieses kleine Mädchen wollte niemals etwas Böses, sie sah in jedem etwas Gutes doch erfuhr sie bald, das das ein Irrtum war. Sie versuchte alles, um endlich mal „richtig“ zu sein. Um gesehen, anerkannt und geliebt zu werden … Dinge, die sie nicht kannte aber so vermisste.

Dieses Mädchen war nach Außen viel zu groß, es diente ihr zum Schutz und war nur Schein. Innerlich war sie winzig und hielt sich stets in ihrem Schatten auf. Doch irgendwann entdeckte sie die Kraft in sich. Sie war voller Energie, Mut und Stärke. Eine Stärke vor der so manche „Angst“ hatten und sie deshalb besser in Ruhe ließen.

Es war da dieses Mädchen … sie wurde stur und trotzig …, weil alles was sie tat und sagte, falsch war! Sie wurde nicht gesehen und als Mädchen kaum wahrgenommen. Sie war anders, ja … aber ist man deswegen falsch?

Da war dieses Mädchen, das zur Frau wurde, doch die Gefühle von früher nahm sie mit. Nach außen war sie stark, groß und schien unverwundbar. Doch im Innersten war sie verletzlich, klein und schüchtern. Sie suchte verzweifelt nach Liebe, nach der Lebensfreude und Lebenslust … je mehr sie sich anstrengte, umso weniger Gutes begegnete ihr.

Das kleine Mädchen in der nun erwachsenen Frau konnte sich selbst nicht lieben – sie kannte und schätzte ihren Wert nicht. Und so konnte sie vieles auch nicht annehmen und anerkennen und auch nicht vertrauen. Und obwohl sie nun eine erwachsene junge Frau war, fühlte sie sich alt und leblos.

Doch da war er immer noch … dieser winzige Funke an Licht und Lebensgeister! Er blieb und verließ sie  nicht. Er gab nicht nach und kitzelte sie wach. Er begleitete sie weiter und stützte sie auf ihrem Weg.

So nahm die erwachsene Frau das kleine verletzte Mädchen in ihr an die Hand. Und ganz langsam kümmerte sie sich liebevoll um die Kleine. Sie hörte sich ihre Geschichten an, … nahm sie in die Arme, wenn sie weinte … und gab ihr ein warmes und herzliches Zuhause. Tränen flossen in Übermaß. Und nach und nach veränderte sie Sicht auf Dinge und Situationen.

Und man glaubt es kaum – so viel Schmerz und Drama löste sich da auf einmal auf! Plötzlich wurde das Leben leichter und einfacher. Sie spürte wie alles in ihr sich öffnete und sie all den Dingen, Gefühlen und Emotionen begegnete, nach denen sie sich so gesehnt hatte. ›lächel‹

Da war einmal ein kleines Mädchen.  Ja, es gibt sie immer noch. Sie lebt nun gut behütet im Innersten der erwachsenen Frau. Sie liebt die Träumereien, Spielereien, alles Schöne und die Lebensfreude noch genauso als in ganz jungen Jahren! Nur heute, darf sie es auch LEBEN! Sie darf endlich so sein wie sie ist! Sie hat eine inspirierende Begleiterin, die immer für sie da ist und sie daran erinnert, das SPASS, LIEBE und LEBENSFREUDE niemals abhandenkommen darf …

DANKE, dass Du mich gelesen hast.
Ich wünsche mir, dass auch Du heute so weit sein darfst … zu SEIN so wie DU bist und Freundschaft schließen konntest mit Deinem inneren Kind.

Lesezeit: < 1 Minute

Meine Geschichte heute könnte wahr sein und vom Leben geschrieben. Ist sie aber nicht. Allerdings regt sie wieder mal an um über die Liebe und die Perfektion im Allgemeinen nachzudenken. Viel Freude beim „Eintauchen“.

DIE PERFEKTE FRAU

Eines Tages fragte ein Schüler den Schalk Nasrudin, warum er nie geheiratet habe.

„Ach“, antwortete Nasrudin, „ich hatte mir vorgenommen, nur dann zu heiraten, wenn ich die perfekte Frau gefunden habe.

So suchte ich lange Jahre und begegnete vielen Frauen, die nett und schön und auch klug waren.

Aber keine davon war perfekt.“

Nach einer kleinen Pause fuhr er fort: „Eines Tages sah ich sie dann!“

Ich wusste sofort, dass sie in jeder Hinsicht perfekt war.

Und als ich sie dann kennenlernte, stellte sich heraus, dass sie wunderbar makellos und ein Juwel war.

„Und, warum hast du sie dann nicht geheiratet?“, fragte der Schüler neugierig.

Nasrudin seufzte tief: „Das Problem war, dass sie den perfekten Mann suchte …“

Von Joel Ben Izzy aus „Der Geschichtenerzähler“

Mein Gedanke dazu:

Geben wir die Suche nach dem perfekten (Partner) auf. Wir werden diesen nicht finden. Perfektion ist einer der Trends unserer Zeit! Wir suchen und suchen … nach einem besseren Job, wir erwarten und suchen nach perfekten Momenten und Erlebnissen und natürlich auch nach dem perfekten Partner und dem perfekten Leben. Meine Erfahrungen haben MIR gezeigt, es ist ein Fehler, keine Fehler zu machen und fehlerfrei zu sein! Manche Menschen verschwenden ihr ganzes Leben bei diesem Versuch der ohnehin mit ziemlicher Sicherheit scheitert. :D

Also, lebt authentisch und sucht nicht nach Perfektion … im Leben. Dadurch wird es auch einfacher in „Liebesdingen“.
LOVE, die Eure :-)

Lesezeit: 2 Minuten

LIEBE … wie funktioniert sie? Was ist LIEBE überhaupt und was bedeutet es wirklich zu lieben? Liebe ist verbindend … sie kann auch heilend und inspirierend sein. Letztendlich ist es das, was uns zusammenhält. Ich werde ganz oft gefragt was ich unter Liebe verstehe, wie ich sie beschreiben würde. Hätte man mich am Anfang meiner Beziehung gefragt, wäre die Antwort anders ausgefallen als ich sie heute gebe. ›lach‹. Nicht schlechter … nur eben anders.

LIEBE IST FÜR MICH …

Früher glaubte ich, Liebe müsse immer so ablaufen wie in den schmalzigen Filmen. Man muss dahinschmelzen, wann und wie auch immer der Herzmensch den Raum betritt. Alles würde man füreinander machen – notfalls und übertrieben geschildert – sogar morden! Das Leben würde sich ausschließlich um diese fünf Buchstaben drehen … da war ich ungefähr dreizehn.

In der Zwischenzeit bin ich schon lange geschieden, und habe viele Beziehungen hinter mir gelassen. Es waren schöne Zeiten, aber mehr nicht so schöne, dabei. Mittlerweile bin ich aber ANGEKOMMEN wie man so schön sagt und ich kann sagen, LIEBE ist etwas ganz anderes … schwer zu beschreiben, aber ich möchte es trotzdem versuchen:

Ich finde die Liebe nicht immer logisch!

Liebe heißt, dass man sich zwar streitet, aber dabei immer an die Versöhnung denkt.

Liebe bedeutet, dass man mit seinem Gegenüber und umgekehrt, sehr geduldig sein muss …, auch wenn man ihm gelegentlich dann trotzdem in den Popo treten muss.

Liebe ist, wenn mein Herzmensch mir die Badewanne volllaufen lässt, mir Tee ans Bett bringt, wenn ich mich schlecht fühle und um Mitternacht noch zur Tankstelle fährt, um mir Schokolade zu holen.

Liebe ist, wenn er mir zuhört, … mich ausreden lässt … keine Fragen in solchen Momenten stellt …, sondern einfach nur verständnisvoll nickt und mich anschließend in den Arm nimmt.

Liebe ist auch, wenn er mich auf den offenen Kühlschrank und die leeren Wurstdosen hinweist und dabei nur lacht.

Liebe ist, wenn wir beide sagen: „Hey … wir kriegen auch das wieder gebacken!“

Liebe bedeutet für mich, wenn wir uns auch mal ein paar Stunden aus dem Weg gehen MÜSSEN, nur um später einzusehen, dass es miteinander schon besser ist! :D

Liebe ist, wenn noch immer kleine Zettel versteckt werden, wo steht …“Love You“ …

Liebe ist, wenn man sich mit den Jahren immer besser versteht … beinahe blind und ohne viele Worte.

Ok … JA … ich glaube, Liebe ist doch schmalzig. Aber eben nicht ganz so wie in den Filmromanzen. ›lach‹

Der wahren Liebe wird nachgesagt, dass sie alles überwindet. Das kann ich so nicht bestätigen, denn nicht immer können alle Hürden gemeinsam überwunden werden. Das ist auch meine Erfahrung gewesen. Aber ich weiß es jetzt. Die Liebe kann sehr vieles bewirken und lässt uns Menschen außergewöhnliche Dinge tun vorausgesetzt, wir fühlen uns „angekommen“.

Es gibt nichts Schöneres, als geliebt zu werden. Geliebt um seiner selbst willen oder vielmehr trotz seiner selbst.

Victor Hugo

Manchmal ist es an der Zeit, es schriftlich zu geben, damit man es nicht vergisst … die Sache mit der Liebe, die für jede Frau und jeden Mann sehr unterschiedlich aussehen kann. :D

Was ist für Dich Liebe? Ich freue mich über einen Kommentar von Dir.

Lesezeit: 2 Minuten

Vergiss die Grenzen … SEI und erlaube Dir zu leben!

Mir macht das Leben  Spaß, wenn ich mir keine Grenzen auferlege.
Jedes Mal, wenn ein Teil in mir wieder laut wird und sagt „Hey, das darfst du nicht, das kannst du auf keinen Fall bringen …
stell Dir vor, was die anderen nur denken werden?“
Und ich darauf mein SEIN und TUN einstelle, bestärke ich damit meine „innere Erstarrung“.

Denn mein Herz will etwas ganz anderes. Es möchte „spielen“.

Und natürlich … ich habe ausreichende Erfahrungen machen müssen (dürfen), die mich etwas zurückhalten und hemmen.
Sie hemmen mich manchmal mich zu zeigen und zu geben wie ich wirklich bin! Allerdings soll es keine Entschuldigung sein.

Wir –  ICH darf im Leben mit Freude „spielen“ … allen Dingen nachgehen, die mein inneres „Mädchen“ begeistern!
Ich darf endlich Liebe empfangen und genauso kann ich sie geben so wie sich das mein in die Jahre gekommenes Herz wünscht!
Deshalb: Pfeif auf Grenzen.

Grenzen sind für mich nur dann sinnvoll, wenn ich auf einem hohen Berg stehe, ich von ganz oben in die unendliche Weite schauen kann und es vor meinen Füßen 50 Meter die Felswand abwärts geht.
DANN ist es ratsam, auf die innere Stimme zu hören die mir sagt: „Schätzchen jetzt bleib besser stehen!“ Das verstehe ich unter Grenze. ›lach‹

In ganz vielen anderen Fällen, vor allem dann, wenn ich einem fremden Menschen einfach „Hallo“ sagen möchte …
Wenn ich mich gerne bei jemanden bedanken möchte …
Oder wenn ich einem Menschen einfach sagen möchte, wie schön er ist, wie gern ich ihn hab oder wie dankbar ich bin, ihn zu kennen … DANN ist es ratsam den nächsten Schritt zu tun. Nicht stehen bleiben – TUN!

Denn weshalb auch nicht? Abstürzen werde ich nicht. Mein Herz und das Herz des anderen werden sich freuen. Es war noch immer so! Und die innere „Starre“ vergeht.
Es wird warm …
Es wird weich …
Es fühlt sich gut an …
Es macht mich und andere glücklich …
Und dabei bin ich wie ich bin. Authentisch pur am Leben.

Deswegen – vergiss die Grenzen … SEI & LEBE.

Danke dass Du heute in meinen Gedanken Platz genommen hast. Ich wünsche Dir eine geniale Zeit ohne „Starre“. ›zwinker‹.

Lesezeit: 2 Minuten

Geschichten, Zitate und Texte über das Herz mochte ich schon mein ganzes bisheriges Leben total gerne. :D
Ich habe wieder eine gefunden, die ich – ich glaube es ja selbst kaum, noch gar nicht kannte!
Schön, dass Du Dir die Zeit nimmst sie zu lesen.

DAS HERZ UND DER KOPF

Es war einmal ein Herz, das lebte zusammen in einem kleinen Dorf mit anderen Herzen und Seelen.

Als das Herz vor langer Zeit geboren wurde und anfing Sekunde für Sekunde zu schlagen, hatte es immer nur einen Wunsch.

Liebe zu empfangen und Liebe zu geben.

Oft fühlte es sich sehr alleine, wollte und konnte aber nicht alleine sein und so geschah es, das das Herz immer mehr kleine Narben bekam. Narben von Enttäuschung und Verletzung.

Die Narben wurden immer größer und die eigenen Wünsche und Bedürfnisse wurden immer weiter nach hinten gestellt. Vertrauen war nur noch ein Wort und nicht mehr ein stimmiges Gefühl, so wie es eigentlich sein sollte.

Eines Morgens entschloss sich das Herz auf die Suche zu gehen. Auf die Suche nach dem es sich immer gesehnt hatte. Auch, wenn es dem Herz schwerfällt zu glauben, dass es so etwas wirklich gibt, war etwas in ihm, das den Namen Hoffnung trägt und ihm Kraft und Mut gab, um die Reise zu beginnen.

Tage und Nächte kamen und gingen.

Das Herz hatte auf ihrer Reise mehrere Reisebegleiter, die ein Stück mitgegangen sind.

Dazu gehörten unter anderem der Selbstzweifel, die Einsamkeit und der geringe Selbstwert.

Es war kurz bevor die Sonne am Horizont unterging, als das Herz zu einem Waldstück kam. Es blieb stehen und lauschte der Stille.

Plötzlich spürte es, wie etwas Warmes und vertrautes durch seine Herzkammer floss. Ein Gefühl, dass es so noch nicht kannte. Es war ein Gefühl von: „Endlich angekommen sein“.

Es hörte eine besondere Melodie, die nur ein anderes Herz spielen kann. Auf einmal war alles so leicht und schön. Es schaute sich um, um herauszufinden wo die Melodie herkam.

Rechts oben auf einer Anhöhe sah sie ein Licht scheinen, ein Licht voller Wärme und Geborgenheit. Genau da wollte das Herz hin. Um dort hinzugelangen, muss das Herz in den Wald und dann nach rechts hinauf zur Anhöhe.

Als das Herz loslaufen wollte, kam ihm ein Kopf entgegen und fragte es, wo es denn hin wollte. Als das Herz ihm dieses sagte, bietet der Kopf ihm an, es zu begleiten. Leichtgläubig wie das Herz war, dachte es sich nichts dabei und willigte ein.

Der Kopf aber dagegen wollte nichts anderes als das Herz von dem Schönen fernzuhalten.

Er verwickelte das Herz in ein Gespräch und lenkte es dadurch ab, sodass sie an der Abzweigung vorbeiliefen und immer tiefer in den Wald kamen. Weg von der Herzensmelodie und dem Warmen und Vertrauten.

Als das Herz merkte, das es nicht mehr das Vertraute spürte und es wieder kälter wurde, verabschiedete sich der Kopf und ließ das Herz wieder alleine zurück.

Trauer und Einsamkeit hielten wieder Einzug. Damit es nicht alleine sein musste, machte sich das Herz wieder auf die Heimreise.

Bernd Hesselbach

Wie oft ist dies in unserem eigenen Leben schon vorgekommen?
Wer darf entscheiden? Herz oder Kopf?
Manchmal ist es gesünder den Kopf die Wahl zu lassen, allerdings sollten wir alle wieder mehr zu unserem Herzen finden und darauf vertrauen.

DANKE, dass Du mich in dieser Geschichte begleitet hast und ich freue mich schon wieder, wenn es dann heißt: Geschichtenliebe #54

Lesezeit: 3 Minuten

„PRIVAT“- SACHE(N) …

In meinen Gedankengängen heute wirst Du mehr „sinnfreie“ Gedanken als Sinnvolle finden. Vielleicht sollte ich das gleich zu Beginn schreiben, damit ich Dir Deine wertvolle Zeit nicht abzwicke. :D Falls Du aber gerade Lust haben solltest um Dich in mich hineinzufühlen – dann bitte bleib … denn sind wir mehr, ist alles halb so wild. ›lach‹.

Am kommenden Dienstag ist unser Abreisetag. Langersehnt und x-mal verschoben, aber jetzt scheint es endlich zu klappen. Und wie es bei mir so ist, solange meine Beine auf der Welt stehen, nimmt meine Planung eine kleine Wende. Seit ein paar Tagen bin ich außer Gefecht gesetzt. Fieber & Co hat sich bei mir niedergelassen … ungünstig … sehr ungünstig sogar! Denn ich hab´ doch keine Zeit zum Herumliegen!

Und was mache ich, oder wahrscheinlich wir alle, wenn wir nicht so können wie wir gerne würden? Genau – DENKEN. Zeit genug ist ja zwischen den vielen Schlaf – und Pinkelpausen, die der Tag so hergibt! Und ich muss sagen ich bin wirklich sehr gehorsam dieses Mal! Ich trinke literweise Kräutertee, trage dicke Socken, decke mich dreifach zu und schwitze mich so fast zu Tode. Schlucke Vitamine und kuschle mit meiner Wärmflasche und mache wirklich NIX! Schließlich brauche ich bis Dienstag einen fieberfreien Körper UND negativen Test!

So eine Grippe stresst mich schon ein wenig, bin ich ehrlich. Da überfallen mich dann Gedanken wie „vielleicht hat mich der Welt bekannteste Virus gestreift“? Was aber kaum möglich ist, da ich wie eine Einsiedlerin lebe. Abgeschottet von allem und sich nur im Wald bewegend …

Aber am schlimmsten ist für mich, dass meine Pläne, die immer anstehen, wenn es ums „umsiedeln“ geht, durcheinandergebracht werden! Es gibt so viel zu tun verdammt. Koffer packen geht in der Zwischenzeit sehr flott. Das dauert jetzt keine zwei Tage mehr, sondern passiert rasch, weil DAS sehr strengen Vorgaben unterliegt. Eingeführt von meinem Mann. (Jetzt nenne ich ihn bewusst nicht Herzmensch). Eine Box für meine privaten „müssen unbedingt mit“ Dinge steht mir zur Verfügung.  Wir haben ja schließlich keinen LKW wird, mir wieder in Erinnerung geworfen!

Der meiste Platz steht unseren Hunden plus Utensilien zur Verfügung. Spezialfutter, das es in unserem „Dorf“ in Italien nicht zu kaufen gibt und das Verlassen der Gemeinden ist zurzeit nicht erlaubt. Hundedecken, Leinen, Maulis und was Hund eben so braucht, da muss Frauchen eben auf ein bisschen „Etwas“ verzichten, parkt kein Transporter vor der Tür! Eigentlich ist es ja nichts Neues aber trotzdem ist es immer wieder eine Herausforderung was das Packen und den Platz im Wagen angeht. GUT, dass es den – jetzt nenne ich ihn wieder so – meinen Herzmensch gibt! Er macht das wie ein Profi, jeder Millimeter wird ausgenutzt … so wie beim Geschirrspüler einräumen, Schubladen schlichten und jegliches Zeugs verräumen! ›lach‹

Ich kann auch niemals ohne Fensterreinigung losfahren, was ich scheinbar ausschließlich für unsere Stubenfliege mache, die regelmäßig einzieht, sobald wir die Wohnung verlassen. Sie soll einen klaren und schönen Ausblick genießen, solange bis sie wieder alles voll gekackt hat. :-( Ach, und ich muss mich noch um meine „Graubabdeckung“ kümmern. Irgendwie scheinen meine Haare, wenn es mir nicht so gut geht, richtige „Schübe“ in Sachen GRAU zu bekommen. Also wir kaschieren, um in sattem Dunkelbraun zu glänzen. Natürlich geschehen diese Handgriffe in „Heimarbeit“!

Und ich liege im Verzug mit meinen Beiträgen, deshalb schreibe ich genau JETZT diesen Artikel. Der mir nicht sehr schwerfällt, weil ich einfach nur schreibe, was ich gerade denke, … ich arbeite quasi meine To-do-Liste ab … vor Publikum, wenn ich das so sagen kann! ›lach‹ Das meinte ich auch anfangs mit „Sinnfrei“ … aber mei, was soviel bedeuten soll wie „ist halt so“.

Und zu guter Letzt steht morgen noch ein sehr wichtiger und für mich, aufregender Termin an. Monja (meine Pitbull-Power-Nudel) und ich haben nach sehr langer Wartezeit, einen Termin beim Hundetrainer. Leider nicht bei Cesar Millan … was mein Herz wahrscheinlich gar nicht ausgehalten würde, sondern bei Herrn Leitner.  Menschen aus ganz Österreich und angeblich auch Deutschland kommen mit ihren Tieren mit großen Erwartungen zu ihm. Er macht seine Sache gut und es gefällt uns wie er arbeitet und treffen ihn auch deshalb morgen NM. Ebenso mit großer Erwartungshaltung. :-) … und ein bisschen Schiss im Schritt.

Seit meinem Unfall hat sich einiges verändert. Ich bin unsicher geworden. Mich befällt die Angst, Monja bei Hundebegegnungen nicht mehr kontrollieren zu können. Meine Kraft ist noch nicht wieder zurück und Monja meint seit dem mich verteidigen zu müssen. Alles in allem – keine gute Kombination. Wäre Monja ein Mensch, würde sie wie ich sein. Wäre ich ein Hund … ich würde mich wie sie verhalten. Sie ist mein altes Spiegelbild, das sie mir mehrmals am Tag vorhält! Ich bin gespannt. Emotional wird mich die Sache auf jeden Fall aufwühlen!

Der Rest ist unwichtige Wichtigkeit. Testen. Schlüssel abgeben an meine Wohnungssitterin – danke Du Engel! Einladen. Zusperren. Losfahren. Durchatmen und lächeln. Und an manchen Stellen des Vorbeifahrens werd ich meinen frisch und immerhin schön lackierten Mittelfinger ausfahren. Einfach, weil es sich nicht gehört und mir genau deswegen Spaß macht! ›lach‹

So das war’s auch schon. Laut Gedachtes und niedergeschriebenes fühlt sich manchmal echt gut an!
Ich verspreche das nächste Mal wieder ordentliche Texte bzw. Gedanken zu formen, bis dahin wünsche ich Dir eine gute, gesunde und schöne Zeit.

Bis bald Eure etwas hibbelige SANDRINI :-)

Lesezeit: 4 Minuten

Meine komplette Bandbreite an Emotionen

Und wie ich damit umgehe. Warum schreibe ich heute darüber? Weil sie mich erst vor kurzem wieder richtig „gestreift“ haben. Emotionen sind für mich kein einfaches Thema. Immer noch nicht! SIE und ich standen immer im Kampf miteinander. Emotionale „Anfälle“ kenne ich in- und auswendig. Im negativen als auch im positiven Sinn … die volle Bandbreite eben. :D

In meinen ganz jungen Jahren hatte ich große Schwierigkeiten, meine Emotionen zu deuten, zu verstehen und zu bündeln. Als junge Frau folgten viele emotionale Phasen, mit denen ich kaum umgehen konnte! Ich betitelte mich teilweise selbst als DramaQueen, weil ich mich teilweise in irrationale Glaubenssätze hineinsteigerte bis ich tatsächlich davon überzeugt war. Der rationale (kleine Teil) in meinem Kopf flüsterte mir zu: „Du weißt schon, dass das überhaupt nicht stimmt, was du da denkst!“ Doch dieser Teil in mir war zu schwach, zu leise und somit wurde er einfach übertrampelt.

Mensch, wenn ich mich daran zurückerinnere, bekomme ich noch heute feuchte Hände. Ich hatte ständige Panikanfälle, große Aggressionen in mir, noch größere Verlassensängste und Depressionen, aber es gab auch die andere Seite. Übertriebene Glücksgefühle waren mir nicht unbekannt.

Gerade wenn ich eine neue „Liebe“ erobert hatte, schien mir meine Welt eine vollkommen andere. Ich sah die Sonne, obwohl keine schien und machte aus der berühmten Zitrone tatsächlich zuckersüße Limonade. Solange, bis sich die erste Enttäuschung einstellte. Dann war ich am Boden zerstört. Ich empfand alles als negativ und so fand ich keinen anderen Weg, als meine extremen Gefühle an mir selbst auszulassen. Selbstverletzend gegen mich gerichtet. Ein Thema, über das ich nicht sehr gerne nachdenke, dennoch ist es ein Teil von mir (gewesen).
Ich würde nicht sagen, dass ich aus all diesen Tatsachen herausgewachsen bin. Es war keine Phase, die ich nur im Kindes- und Jugendalter durchgemacht habe, NEIN diese Emotionen gehören noch immer zu mir. Es kommt immer noch vor, dass ich den ein oder anderen „Totalausfall“ habe … ich bin immer noch wütend, traurig, habe Angst und bin manchmal frustriert und am Boden. Jedoch sind diese Phasen anders und viel viel seltener geworden! >Gott bin ich froh darüber< Sie sind beinahe verschwunden, aber sie sind noch da.

Ich habe einfach gelernt damit zu leben und umzugehen.

Der Topf geht über …

Durch die Verlagerung der Perspektiven in meinem Leben kommt es von vornherein viel seltener zu negativen Gefühlen. Ich konnte wirklich lernen, auch in Situationen, die andere aus der Fassung bringen, ruhig zu sein. Ich kann sogar der „ruhende Pool“ sein und kann auch vieles mit Humor betrachten … man stelle sich das bitte vor! :D Eine (meine) zufriedene Einstellung sorgt dafür, dass ich erst gar nicht in unangenehme emotionale Momente komme. Diese Einstellung ist sozusagen meine „psychische Prophylaxe“ … gleichzustellen wie ausreichend Vitamin C, das für eine gesunde Abwehr sorgt. So verhindere ich das „Überlaufen“ meines Topfes.

Wenn sich allerdings die negativen Ereignisse in meinem Leben ununterbrochen „abklatschen“, dann geht er über mein Topf. Und genau für diese Momente habe ich einen Plan, einen Weg gefunden der wunderbar funktioniert. Ich schaffe es gegenzusteuern. Er half  mir auch sehr als mich noch anstrengende Panikanfälle plagten. Ein Trick der auch Dir vielleicht helfen kann, mit Deinen Emotionen besser umzugehen.

Inzwischen weiß es jeder: Unterdrückte Emotionen sind langfristig Gift für uns. Diese Meinung vertrete ich genauso, nur war es für mich immer schwer zu verstehen, warum ich beispielsweise meine Aggressionen nicht unterdrücken sollte! Wäre es besser, der Person auf die ich wütend war, gleich eine reinzuhauen? Wie bitte sollte ich diese Emotion denn sonst herauslassen? Ich hatte dieses Bedürfnis so oft und es fiel mir verdammt schwer, nicht in die Offensive zu gehen.

Gerade in einer meiner ersten Rehas wurde ich so oft getriggert, dass es mich beinahe zerrissen hat! Irgendwann war ich so voller Panik und gleichzeitiger Wut, dass mir scheinbar nichts anderes überblieb, als mich dem Ganzen voll und ganz zuzuwenden. Ich begann mit meinen Emotionen, die damals doch alle sehr unterschiedlich und übertrieben intensiv waren, zu reden.

„Bist du schon wieder da und quälst mich? Wird dir das denn nie langweilig? Was willst du … soll ich ausflippen, schreien, weinen, zuschlagen …? Das würdest du dir gerne ansehen, stimmts? Nur leider spiele ich da nicht mit.“

Ich beschloss, alles was im Moment war, zuzulassen … vollkommen. Hatte ich Angst, sagte ich mir – es ist nur Angst. Ich spürte wie mein Herz doppelt so schnell schlug als normal. Ich spürte meine feuchten Hände und wie sich mein Hals langsam zuschnürte und mein Mund trocken wurde. Ich ließ mich auf diesem Gefühl nieder und nahm es an. Diese paar Minuten waren anfangs eine kleine Ewigkeit, doch diese Zeit wurde mit jedem Mal kürzer und irgendwann konnte ich feststellen, dass da nix mehr war. Meine Angst war gegangen und hatte mich „ruhig“ sitzengelassen.

Warum das funktioniert ist nebensächlich – wichtig ist, dass es klappt.

Ich denke, Emotionen sind wie kleine Kinder. Sie machen so lange Blödsinn, bis sie sich der Aufmerksamkeit bewusst sind. Wenn man sich ihnen dann komplett zuwendet, werden sie ruhig und hören auf zu „stören“.

Deshalb richte ich seit langer Zeit meine Aufmerksamkeit genau auf DAS Gefühl, dass gerade außer Kontrolle zu geraten scheint! Bewusst in die Emotion steigen und fühlen … in diesem Augenblick … hineinfühlen … eins sein … voll und ganz. Und zusehen was geschieht.

Danke, dass Du mich gelesen hast, vielleicht kannst Du es ja selbst auch anwenden, wenn Dein Topf mal wieder am Kochen ist. ›lach‹

Herzlichst und bis bald …

Lesezeit: 2 Minuten

Meine Geschichte heute hast Du vielleicht schon mal irgendwo gelesen. Mir wurde sie als Beispiel für das Thema WERT(E) in die Hand gedrückt, als ich meine Zeit in der Reha nutzte, um über vieles nachzudenken. Ich hab´ sie noch, denn solche Dinge horte ich sehr sorgfältig und ich möchte sie heute gerne mit Dir teilen. :D

WAS ist eigentlich wertvoll? Lässt sich das immer so einfach bestimmen? WORAN wird ein Wert überhaupt gemessen? Diese Geschichte erzählt Dir von WAHREN WERTEN. ›lächel‹ Viel Freude beim Lesen.

WELPEN ZU VERKAUFEN

In einer Tierhandlung war ein großes Schild zu lesen, auf dem Stand. „WELPEN ZU VERKAUFEN“.
Ein kleiner Junge kam vorbei und sah das Schild.
Da der Ladenbesitzer gerade an der Tür stand, fragte er ihn: „Was kosten die Hundebabys?“

„Zwischen 50,- und 80,- Euro“ sagte der Mann.
Der kleine Junge griff in seine Hosentasche und zog einige Münzen heraus.
„Ich habe genau 7 Euro und 67 Cents“. Sagte er. „Darf ich sie mir bitte anschauen?“

Der Ladenbesitzer lächelte und pfiff nach seiner Hündin. Fünf kleine Hundebabys stolperten hinter ihr her.
Eines von ihnen war deutlicher langsamer und kleiner als die anderen und humpelte auffällig.
„Was hat der Kleine dahinten?“, fragte der Junge.

Der Ladenbesitzer erklärte ihm, dass der Welpe einen Geburtsschaden hat und nie richtig laufen würde laufen können.
„Genau DEN Kleinen möchte ich kaufen!“ sagte der Junge.

„Also den würde ich nicht nehmen, der wird nie ganz gesund.“ Antwortete der Mann. „Aber wenn du ihn unbedingt willst, bekommst du ihn umsonst. Ich schenke ihn dir.“
Da wurde der kleine Junge wütend.
Er blickte den Ladenbesitzer direkt in die Augen und sagte: „Ich möchte ihn nicht geschenkt haben. Dieser kleine Hund ist JEDEN Cent wert, genauso wie die anderen auch! Ich gebe ihnen meine 7,65 Euro und werde jede Woche einen Euro bringen, bis der Welpe abbezahlt ist.“

Der Mann entgegnete nur: „Ich würde ihn wirklich NICHT kaufen – er wird niemals in der Lage sein, mit dir zu laufen und zu toben so wie die anderen.“

Da hob der Junge sein Hosenbein und sichtbar wurde eine Metallschiene, die sein verkrüppeltes Bein stützte.
Liebevoll auf den kleinen Hund blickend sagte er: „Ach, ich renne selbst auch nicht gut und dieser kleine Hund wird jemanden brauchen, der ihn liebevoll umsorgt UND versteht!“  

Dan Clark „Weathering the Storm“

Das Leben schreibt wunderschöne Geschichten. Ich bekomme immer noch ein wenig Gänsehaut, wenn ich sie lese. ›lächel‹
Wie ging es Dir dabei?

Lesezeit: 4 Minuten

FREUNDE, meine Sicht …

Wiedermal hat mich eine Freundin zu einem Gedankengang inspiriert. Bei unserem Gespräch ging es um die momentane Distanz zu Menschen, insbesondere zu Freunden, zu Menschen die man gerne um sich hat. Das Thema Freunde war für mich immer schon ein Thema … oder sollte ich besser sagen – kein Thema? Ich weiß es nicht.

Unser Gespräch drehte sich um das momentane Leben und die Frage, ob es überhaupt nochmals anders werden würde. Ich fragte sie was ihr am meisten fehle. Die Antwort war schnell da. „Einen guten Café mit dir oder anderen Freundinnen zu trinken … ein Glas Wein mit Freunden in einem unserer gemeinsamen Lokale genießen.“

ICH: Ok. Ja. Also ich freue mich auch darauf, aber ich vermisse es nicht. Dann meinte SIE: „Natürlich nicht, du hast auch keine Freundinnen …“. Sie sagte das in ihrer Art, zog eine Schulter hoch und lächelte irgendwie mitleidig, während sie weiter an ihrer Zigarette nuckelte.

ICH: Stimmt. Aber nicht, weil keiner etwas mit mir zu tun haben will, sondern weil ich es so möchte. Das weißt du aber. Danach folgte ein weiterer Hammer. SIE: „Aber schwierig bist schon, das weißt du ja selbst!“ Danach wechselten wir das Thema. Tage danach fiel mir dieses Gespräch wieder ein und nun sitze ich da und schreibe darüber. ›lach‹.

Schwierig würde ich mich selbst nicht unbedingt bezeichnen, ich  bin eben jemand der kein „Blabla“ leiden kann. Da wissen meine Ohren was sie zu tun haben … sie machen zu. Das ändert sich mit zunehmenden Alter, denke ich mal. Neue Freundschaften sind für mich nicht mehr ganz so leicht zu schließen. Da sag ich einfach nur: Geduld mit Menschen. Schon da fallen bei mir im Vorhinein derart viele Menschen durchs Gitter. Und wenn ich dann doch mal jemanden treffe, bei dem ich mir denke: Ach  schau mal, der ist aber nett, dann ist es immer noch ein weiter Weg.

Es ist ja nicht mehr so wie damals, wo man den halben Tag in der Schule zusammengesperrt war und viel Zeit für einen regen Austausch und ein intensives Kennenlernen hatte. Übrigens mochte ich es damals auch nicht und durch mein nicht unbedingt gefälliges Aussehen, wäre es wahrscheinlich nur sehr selten so gewesen.

In der Arbeit ist man DURCH die Arbeit vom Sozialkontakt etwas abgelenkt und beim Sport kommt vor lauter Strampeln und Dehnen auch kein ordentliches Gespräch zustande. Nein, wenn man jemanden toll findet, egal ob Mann oder Frau, muss man sich verabreden. Man geht auf einen Kaffee zum Beispiel und dann sitzt man sich gegenüber und fragt sich die Lebensgeschichten gegenseitig ab und wenn es gut läuft, macht man sich wieder etwas aus.

Von da bis zu dieser Form von Freundschaft, bei der man sich auch nachts um drei anrufen kann, weil man traurig ist, Liebeskummer hat oder einfach nur betrunken ist und jemanden zum Reden braucht … bis es so weit ist, DAS DAUERT! Und das Allerwichtigste – man muss dranbleiben. Und da muss ich jetzt direkt sagen: Es ist zeitaufwändig und es ist anstrengend. Deswegen siebt man so schnell und konsequent aus … ich jedenfalls.

Die Entstehung einer Freundschaft lässt sich aber auch nicht wirklich beschleunigen! Es dauert so lange wie es eben dauert und man muss viel Zeit miteinander verbracht haben. Im Buch DER KLEINE PRINZ erkannte es sogar der Fuchs, der sagte: „Die Menschen haben für nichts mehr Zeit.“ Alles, was sie brauchen, kaufen sie im Laden. Aber der Fuchs weiß auch, wo das Problem an der ganzen Sache liegt:

„Aber da es keine Kaufläden für Freunde gibt, haben die Leute keine Freunde mehr. Wenn du einen Freund möchtest, so zähme mich …!“

Da haben wir’s auch schon wieder. Um eine richtige Freundschaft muss ich mich bemühen … Zeit investieren. Oberflächlichkeiten sind dabei fehl am Platz! Es muss ein echtes und authentisches Miteinander sein (werden).
Man muss sich wirklich Z E I T  N E H M E N. Punkt. Ich bin ganz ehrlich. Es liegt mir nicht. Ich habe in meinem Leben sehr viel Zeit für Freundschaften gegeben. Ich habe falsch investiert bei gut 90 %. Das ist nicht gut und jetzt wo ich es noch schwarz auf weiß vor mir liegen habe … es schaut auch nicht gut aus! :-(

Und dann sind noch die Freundschaften, die man schon lange hat. Sie sind enormen Gefahren ausgesetzt. Sie können einen einfach so abhandenkommen. Es reicht eine kleine Änderung in den Weichen des Lebens und schon befindet man sich in total verschiedenen Welten. Ich kenne das tatsächlich alles! Bei meiner Scheidung und meiner fast zweiten Scheidung war es am Allerschlimmsten. Nichts halbiert Freundschaften so rasiermesserscharf sag ich dir!

Ich bin nicht nur introvertierter, sondern auch noch vorsichtiger geworden. Eine Freundschaft ist keine Freundschaft, wenn man nix von sich erzählt, oder? Und ich will nicht mehr alles und jede Kleinigkeit von mir und meinem Leben erzählen (müssen).

Ich zitiere Dominik Wichman:
„Freundschaft ist ein menschliches Glück, das sehr viel Zeit braucht. Man muss miteinander verdammt viel Salz gegessen haben, man muss Erfahrungen gemacht haben, man muss sich auch mal gestritten haben, man muss ein bisschen aneinander gelitten haben, man muss voneinander gelernt haben. DAS macht Freundschaft aus.“

Mir genügen diese ein, zwei, drei Menschen, denen ich alles sagen kann und auf die man sich wirklich verlassen kann, die nichts anderes wollen, als mich glücklich zu sehen, … diese gibt es und die sind ausreichend. Es gibt zwar noch jede Menge Leute, die sich in der Nähe dieses Status tummeln – aber wirkliche Freunde hat man, glaube ich, nicht viele im Leben. Wie gesagt diese alternden reifen und ganz wenige Freundschaften, für die bin ich auch dankbar.

Ich vergleiche sie mit Wänden: Je älter das Haus des Lebens ist, desto mehr Gewicht nehmen sie auf. Meine (unsere) ganz engen Freunde werden uns immer (ge-)wichtiger und wir wissen sie zu schätzen. In meinen jungen Jahren hatten sie einen anderen Stellenwert. ›lach‹. Sie waren dazu da um nicht alleine auf der Tanzfläche zu stehen oder alleine ins Kino zu gehen. Und wenn es eine richtig gute Freundin war, dann hat sie mir die Haare nach hinten gehalten, während mir kotzübel war und ich mir die Seele aus dem Leib würgte. Klar das verbindet. Aber mit der Zeit verändert sich (Gott sei Dank) alles.

Das Leben hat mir schon viele harte Schläge verpasst und manchmal muss es richtig finster werden, damit man sieht, wer bei einem im dunklen Sitzen bleibt. Es waren zwei  … zwei kostbare Seelen, die bis heute meine Stütze sind.

Ich mag Menschen. Aber nicht andauernd. Es strengt mich an. Würde ich einen Saal Freundinnen bzw. Freunde haben, ich würde regelmäßig auf Erholung fahren müssen! ›lach‹. Deswegen … alles gut so wie es ist. Für mich jedenfalls.

Das war er auch schon wieder mein diesmaliger Gedankengang und es wird nicht mein letzter bleiben.
Ich wünsche dir mehr Freunde als ich habe. Viel mehr, wenn du das brauchst. Genieße die Zeit mit ihnen, auch wenn es im Moment nur mit Abstand möglich ist. Auch das wird sich wieder ändern.

Drücker…

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SCHÖNHEIT VERGEHT NICHT …

Heute steige ich ohne Einleitung direkt in meine Gedanken.

Für meine Eltern war ich kurze Zeit das schönste Kind der Welt. Jedenfalls hatte meine Mutter mir das mal gesagt. Sie waren voreingenommen und noch dazu blind. Was ich im Nachhinein auch irgendwie verstehen kann.

Äußere „Schönheit“ braucht Zuschauer. Zum Aussehen gehört es dazu, gesehen zu werden. Aber ich wurde nicht gesehen. Weder von meinen Eltern noch von anderen. Der erste und prägendste Mann in meinen jungen Jahren war ein Mann der mich gelesen, gehört und DANN erst gesehen hat! So wurde die Sprache und mein Ausdruck zu meinem wichtigsten SCHÖNHEITSMERKMAL. Ich lernte erst viel später als andere die Bedeutung der Optik kennen.

So gesehen hatte ich einen deutlichen Startnachteil in Sachen „Verschönerung“. Und irgendwie ist es mir bis heute nicht gelungen, ihn komplett aufzuholen …
Mir ist Mode und Make-up schon wichtig.
Mein Stil, müsste ich ihn beschreiben … ist schlicht, einheitlich in den Farben, gemütlich und alles andere als „besonders“.

Bürsten und technisch – praktische  Hilfsmittel wie Lockenstab oder Glätteisen, sollte ich erst gar nicht in die Hände nehmen. Sie entwickeln sich als gefährliche Gegenstände! ›lach‹. Ich mache mehr kaputt, als gut!
Jetzt, wenn ich mich nach mir selbst umdrehe, erkenne ich was ich war und was ich schon viel früher hätte erkennen sollen:
Ein süßes Baby (Babys können auch ohne Haare schön sein).
Ein hübsches Mädchen mit zwei Zöpfen und Kirschen-Haargummis.
Eine gut aussehende junge Frau, die im Spiegel nur ihre Unzulänglichkeiten sah.

Vor kurzem sagte eine sehr gut aussehende Bekannte zu mir: „Weißt Du was ich am Älterwerden fürchte? Ich habe Angst, langsam unsichtbar zu werden.“ Damit konnte ich absolut nix anfangen. Meine Gedanken sind  nämlich da ganz andere.
ICH fürchte mich nicht davor übersehen zu werden. Was mich wahnsinnig stören würde, wäre ÜBERHÖRT zu werden!
Denn ganz ehrlich, jetzt nach über einem halben Jahrhundert LEBEN, genieße ich es, mich aus der anstrengenden Zeit des nutzlosen Schönheitswettbewerbs manchmal auch zurückzuziehen. ›lächel‹.

Wenn ich meine Hände, so wie jetzt, wenn ich schreibe betrachte, sehe ich erste kleine braune Flecken, die mich an die Hände älterer Frauen erinnern. Mein Schwanenhals legt sich auch irgendwie langsam, aber unverkennbar, in gemütliche Falten. Blicke ich ein Stück runter, sehe ich meinen Bauch, dessen Haut sich gemütlich über meinen Hosenbund schiebt. Er hat mir so viele schöne Dienste geleistet. Zwei prächtige Kinder hatte er in sich wachsen lassen und deshalb darf er auch etwas „müde“ werden.

Man nimmt also an, SCHÖNHEIT würde vergehen? Ich sage, das stimmt nicht. Ich glaube, nur die optische Schönheit wird vom Leben wieder einkassiert! Die straffe Haut, das volle glänzende Haar, und den Körper, der jede Sünde ganz lange Zeit bereitwillig mitgemacht und über Nacht  verziehen hat.

Was über bleibt, ist die ECHTE SCHÖNHEIT. Die Schönheit die absolut nichts mit Falten, Körper, Gewicht  und Haarfarbe zu tun hat! Diese Schönheit hat mit Reifung des Geistes zu tun. Eine wunderbare Kombination finde ich. Man kann „vertrocknen“ UND gleichzeitig „erblühen“. Eine geniale Kombination finde ich. ›lächel‹.

Und wenn ich mich heute in den Spiegel ansehe, werde ich nicht die Fehler und Makel sehen. Ich möchte darin eine „gereifte“ Frau erkennen, die mich anlächelt. Ob mit oder ohne Make-up. Ob gestylt, kostümiert oder nackt. Ich möchte mir in die Augen sehen und sagen können: „DIE ALTE GEFÄLLT MIR …“

Diese Gedanken wünsche ich mir für uns ALLE. Stell Dir das mal vor, wenn alle Frauen diese Gedanken aus Überzeugung auch sagen könnten. Was für Unbeschwertheit das wohl für das nächste halbe Jahrhundert sein wird.

Meine Gedankengänge sind zu Ende. Aber ich komme bald mit neuen wieder. Pass auf Dich auf Schwester!