Hier schreibe ich über persönliche Erfahrungen, authentisch und sicherlich für die ein oder andere meiner Leserinnen sehr hilfreich.  Ich freue mich auf deine Erfahrungen in den Kommentaren.
Lesezeit: 4 Minuten

Eine Geschichte über Gefühle

Es war einfach nicht mehr zu übersehen. DIE GEFÜHLE: Sie wurden  weniger. Zügig hatte ihre Zahl und gewaltig ihr Einfluss in den letzten Jahren abgenommen. So wurde beschlossen, eine Versammlung abzuhalten, um die Lage zu besprechen. Überall verbreitete sich schnell die Nachricht, dass es ein Treffen geben sollte, und zwar schnell. Und so strömte in jener Nacht ein ganzes Heer von Gefühlen zum Versammlungsort.

An dieser Stelle sollte erwähnt werden, dass es grundsätzlich zwei Arten von Gefühlen gibt. Die ECHTEN und die UNECHTEN!

Die Versammlung in dieser Nacht war ein Treffen der echten Gefühle. Kurz – die ECHTEN genannt.

Ihre Aufgabe war, den Menschen wirklich lebendig sein zu lassen. Wenn ein Mensch seine echten Gefühle kennt, akzeptiert und den Mut hat, zu ihnen zu stehen, fühlt er sich wohl, stabil und gut. Das ist nicht misszuverstehen: Es gibt durchaus Konflikte in solch einem Leben. In jüngster Vergangenheit breiteten sich ganz massiv die „UNECHTEN“ aus und schienen immer mehr Anklang zu finden, also Gefühle, die nur ein Ersatz für die ECHTEN waren.

Natürlich waren an diesem Abend der ECHTEN auch Spione von der anderen Seite vertreten: Sie sollten Informationen sammeln, umso gegebenenfalls Maßnahmen der Gesellschaft der ECHTEN rechtzeitig unterwandern zu können. Für einen UNECHTEN war es eine Leichtigkeit, sich unter die ECHTEN zu mischen, da die Ersatzgefühle Meister in der Fähigkeit sind, als „ECHT“ aufzutreten. Doch nun wollen wir doch mal hören, was es auf der Versammlung so alles zu besprechen gab. Ein ECHTES eröffnete den Abend.

„Liebe Mitgefühle! Kaum einem von uns ist es entgangen, dass wir, die ECHTEN Gefühle immer weniger mit den Menschen zusammenkommen. Wir werden nicht angenommen und können dadurch nicht wirken. Die UNECHTEN – dieses scheinheilige Pack, sind dagegen prima im Geschäft! Lasst und gemeinsam überlegen, ob wir etwas tun können, damit die Menschen tiefer fühlen, uns akzeptieren und dadurch auch selbst wieder ECHTER werden!

Es wurde eine sehr lange Nacht.

Nach diesen Worten meldete sich ein Gefühl zu Wort, groß und mächtig von Statur, aber verhärmt und verunsichert in der Ausstrahlung. „Ich bin Stellvertreter für die WUT. Wie unser liebes MITGEFÜHL einleitend ganz richtig sagte, haben wir Wutgefühle immer weniger Gelegenheit, zum Ausbruch zu kommen. Wir können ebenso wie der ÄRGER, den Menschen noch so sehr quälen und bedrängen, oft kommen wir damit nicht durch. Überall hört man auch, der Mensch soll sich im Griff haben, sich zusammenreißen und bloß keine Blöße zeigen!

Zustimmendes Gebrummel und Applaus folgten. Die WUT hatte einen sehr wichtigen Punkt angesprochen, der beinahe ALLEN Gefühlen Schwierigkeiten machte. Durch die allgemeine Zustimmung sichtlich ermuntert setzte die WUT ihre Rede fort. „Meine Konkurrenten die ZERSTREUUNG, die UNEHRLICHKEIT, HEUCHLEREI und wie sie noch so alle heißen mögen, machen mir schwer zu schaffen.“

„Besonders besorgt bin ich darüber, dass ich unsere aller schlimmsten Gegner, immer häufiger antreffe.“ Hier machte die WUT, deren Rede immer flammender wurde, eine Pause. „Immer mehr begegne ich bei den Menschen der ANGST. Mit all ihren Facetten. Im Schlepptau die FEIGHEIT und die UNGERECHTIGKEIT bis hin zur SELBSTAUFGABE und RESIGNATION!“

„Leider …“ meldete sich ein sehr zartes und zerbrechlich anmutendes Gefühl zu Wort. „Ich bin die LIEBE“ sprach es „und wenn ich euch erzähle, was die Menschen mir und damit sich selbst antun, wird doch deutlicher, wie schlimm und bedenklich die Situation ist.“

Die LIEBE spricht weiter:

„Fast immer, wenn ich auftauche, ist es ein erfreuliches Erlebnis. Wie oft werde ich herbeigesehnt, gewünscht und sogar besungen. Aber bald schon – oft stehe ich fassungslos davor, wie schnell gibt es Probleme, die daraus entstehen, dass die meisten Menschen mich gar nicht richtig verstehen.“

„LIEBE verspüren heißt für viele, Ansprüche stellen zu können, den anderen zu formen und lenken zu wollen. Vorschriften zu machen usw. … na ja ihr kennt das ja alle. Die Menschen sind dabei erfinderisch um sich selbst zu quälen. Und so fühle ich mich sehr oft machtlos und gerupft durch die EIFERSUCHT und die daraus entspringende UNEHRLICHKEIT und INTRIGE. Diese Scheingefühle haben die UNECHTEN ja nur zu gut eingeführt!“

Und so ging es die ganze Nacht hindurch. Die Spitzel von der Gegenseite machten sich eifrig Notizen. Der EGOISMUS beschwerte sich lang und eindringlich über die Diskriminierung, die ihm seit langem widerfuhr: „Wenn die Menschen aus lauter Angst vor mir nur noch sich anpassen und intrigant werden, kann ihnen das ja letztendlich einfach nicht guttun!“

Die Gefühle, so unterschiedlich sie auch sind, kamen am Ende überein, dass sie es auf gar keinen Fall noch einmal riskieren wollten, die Menschen für eine Nacht zu verlassen, um weitere Versammlungen abzuhalten. Wie Beobachter berichteten, war zu viel in dieser Nacht passiert, als die Menschen ohne ECHTE GEFÜHLE waren! „Die UNECHTEN können uns zwar kurzfristig ersetzen, auf Dauer jedoch niemals. Dazu sind wir zu tief im Menschen verwurzelt. Wir ECHTEN gehören in diese Welt. Wir sind nicht unter den Tisch zu kehren und wir müssen uns verstärkt durchsetzen! Wir müssen uns bei den Menschen konsequenter durchsetzen. Damit sie aufwachen und ihre Chance wahrnehmen!“

Der Beifall war groß, wenn auch geteilt. Und ebenso geteilt war die Stimmung. Der Morgen brach an und viele waren sich nicht sicher, ob sie sich durchsetzen können, weil die Konkurrenz durch die UNECHTEN sehr groß war. Andere vertrauten auf ihre Ursprünglichkeit, die einfach Gültigkeit hat.

Die Gefühle trennten sich mit dem festen Grundsatz, sich weiterhin in den Menschen bemerkbar zu machen und NIEMALS aufzugeben. <3

Kristiane Allert-Wybranietz

Dieses Mal ein paar Zeilen mehr. Eine Geschichte, die perfekt in unserer Zeit Platz findet. Danke für Deinen Besuch.
Bis bald, pass auf Dich auf.

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Das Ärgerliche am Ärger ist, dass wir uns selbst schaden, ohne etwas an dem zu verändern, worüber wir uns ärgern. So stellt sich die Frage, soll man seinem Ärger Luft machen oder besser runterschlucken? Wenn der Partner oder Freunde überkochen, man selbst aber still und leise dahin brodelt, ist die Luft zum Schneiden dick. Wie viel sollten oder können wir in einer Beziehung runterschlucken? Heute mal mit einer Beziehungsanalyse.

Also bei  mir ist es ja so. Ich neige dazu relativ schnell zu sagen was ich nicht will. Mit was ich nicht einverstanden und was mir gegen den Strich geht, herauszulassen. Das mit dem „Schlucken“ hab´ ich also definitiv nicht erfunden. ›lach‹ Seit vier Jahren sind wir nun ein Paar. Wir arbeiten zusammen, wohnen zusammen und sind uns in vielen Dingen sehr ähnlich.

Mein Herzmensch und ich haben den gleichen Geschmack, ob es um Klamotten, Einrichtung oder Bücher geht. Wir lieben denselben Lebensstil, sind uns immer einig, wenn es ums Essen geht. Kurz gesagt wir sind uns im alltäglichen Dingen meistens einig. Kommt es aber trotzdem mal zu Unstimmigkeiten, bewältigen wir diese grundverschieden.

Da es aber nicht um mich geht, sondern ich dieses Thema allgemein beschreiben möchte, war’s das auch schon wieder mit dem über die Schulter blicken! :D

Was bringt uns aus der Ruhe?

Ich glaube der kleine Einblick in meinen Beziehungsalltag, das kennen sicherlich sehr viele. Es passt alles wunderbar nur das Anpacken oder auflösen mancher Unstimmigkeiten wird manchmal zur Geduldsprobe. Wird ein für uns wichtiger Termin vergessen oder er kommt zu einer Verabredung zu spät, können wir Frauen uns ausgiebig darüber ärgern! Frauen möchten das Thema bis zum Ende durchdiskutieren. Männer dagegen strengt das an.

Selbstverständlich kenne ich Paare, wo die ganze Sache umgekehrt läuft. Die Frau total gelassen und alles ist gut. Und der Mann mutiert zur Drama-Queen. Ja, das gibt es tatsächlich.

Ich bin ja, wenn ich so darüber nachdenke, ein komisches Wesen. Ich würde von mir behaupten, dass mich nicht oft etwas aus der Ruhe bringt. Manchmal wird mir sogar gesagt, mir sei alles egal, was aber überhaupt nicht stimmt! Oft habe ich einfach nur einen anderen Blick auf gewisse Dinge und wenn mal etwas wirklich schiefläuft oder mich ärgert, würde mich das innerlich zerreißen, wenn ich es nicht herauslassen könnte! Es gibt also für mich wieder mal nix dazwischen. ›lach‹. Entweder bin ich im Gelassenheitsmodus oder ein Tornado!

Aber zurück zum Thema: Wer muss jetzt Rücksicht auf wen nehmen und kann man überhaupt verlangen, dass Ärger einfach runtergespült wird?

Dauerhaft verdrängen ist ungesund

Man sagt ja, Wut und Ärger darf man nicht schlucken – das gibt Magengeschwüre! Ich habe mich in meinem Leben schon sehr viel geärgert, das Ergebnis waren so einige Symptome aber ein Magengeschwür war noch nicht dabei. Deshalb kann ich dem Volksmund da nicht unbedingt zustimmen.

Doch ich weiß, ständiges Verdrängen von Dingen, die einem stören, bringen verdammt schlechte Laune. Wir sind gereizt, angespannt und im schlimmsten Fall kann ein „Tobsuchtsanfall“ daraus werden (mein Tornado). ›lach‹ Dauerhaft verdrängen ist in meinen Augen auf jeden Fall ungesund. Ständiges diskutieren und aufregen aber auch!

Die Auslöser

Bei mir ist es ja so, wenn ich reflektiere, weshalb bzw. worüber ich mich die letzten Male so geärgert habe, muss ich feststellen, dass es Situationen waren, die es gar nicht wert waren so übertrieben zu reagieren. Ob nun das Handtuch im Wäschekorb gelandet ist oder immer noch am Hacken hängt, ob das in Ordnung gebrachte Sofa nach fünf Minuten genauso aussieht wie davor oder ob ich im Gang xmal anrufen muss, bis mein Herzmensch endlich mal an sein Telefon geht, … all diese Dinge finde ich am nächsten Tag lächerlich!

Was mich allerdings schon wütend macht ist, wenn ich nicht ernst genommen werde. Wenn ich persönlich angegriffen oder mich respektlos behandelt fühle. Oder man mich sogar verletzt. Auch wenn es solche Situationen in meiner Beziehung heute nicht mehr gibt – ich kenne sie nur allzu gut von früheren. Das Verhalten oder die Wortwahl des anderen, hat mir damals das Gefühl gegeben, unfähig und dumm zu sein.

Fehlendes Selbstwertgefühl

Jeder von uns möchte ein wertvoller Teil der Gesellschaft sein. Wir möchten anerkannt, toleriert und gemocht werden. Der Schlüssel dazu ist unser Selbstwertgefühl. Je weniger wir davon besitzen, umso größer wird unser Wunsch, Teil des „Ganzen“ zu sein und umso leichter fühlen wir uns übergangen, unverstanden und angegriffen! Das spielt auch in unseren Beziehungen eine wichtige Rolle.

Ein weiterer Grund warum wir uns manchmal so sehr ärgern sind unsere Erwartungen und Forderungen in der Beziehung. Grundsätzlich an unsere Mitmenschen und das Leben generell. Ich glaube, es ist sehr wichtig den feinen Unterschied zwischen einem Wunsch und einer Forderung zu erkennen!

Wenn wir uns nämlich nur wünschen das alles nach unseren Vorstellungen laufen würde, dann sind wir nur enttäuscht, wenn das Gewünschte nicht ein und zutrifft. Sind wir wütend und ärgern uns so richtig darüber, ist das ein Zeichen für eine Forderung, auf die wir innerlich bestehen.

Also ist es sehr wichtig unsere Forderungen zu (er)kennen und lernen, sie durch Wünsche zu ersetzen. Dabei wird unser Alltag inklusive der partnerschaftlichen Konfliktsituationen sehr viel gelassener. :D

Wir entscheiden, ob wir schlucken oder an die Decke gehen

Also mit anderen Worten: Wir müssen uns gar nicht über unseren Partner oder irgend eine andere Person aufregen, sondern ausschließlich darüber, dass wir uns überhaupt von ihnen aus der Form bringen lassen! Das bedeutet nämlich das sie eine Schwachstelle (Selbstwert) bei uns gefunden haben.

In den vielen Jahren des zusammen Lebens mit den unterschiedlichsten Menschen ist mir eines immer wieder ganz bewusst geworden: Wir können unsere Mitmenschen und Partner nicht verändern. Wir können Kompromisse eingehen ja, aber wir können und dürfen auch Menschen nicht verformen. Das gelingt nur ganz kurz.

Man muss in einer Beziehung nicht zu allem JA und AMEN sagen. Man muss auch nicht alles gut finden. Ganz bestimmt nicht. Nur eines weiß ich zu 100 %. Wut und Frust ändern meistens gar nichts und sorgen nur dafür, dass unser Partner auch unangemessen reagiert.

Die Antwort auf den Titel meines Artikels wie viel schlucken und wann rauslassen in einer Beziehung ist genauso einfach wie kompliziert:

Ich äußere mich heute öfter zu Themen über die ich in meinen früheren Beziehungen geschwiegen hätte. Ich versuche sachlich zu bleiben. Respekt spielt dabei immer die Hauptrolle. Wir – mein Herzmensch und ich, begegnen uns auf Augenhöhe und wenn es dennoch mal einen Tornado gibt, ist der Himmel danach blauer als zuvor! <3 Es kommt immer auf das WIE an.

In diesem Sinne, das Schönste nach einem Gewitter ist zu beobachten wie die Sonne die Straßen wieder trocknet.
Pass auf Dich auf und lasse Dich nicht aus der Fassung bringen. :-)

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Besser HEUTE statt MORGEN …

Und plötzlich werden alltäglich Probleme völlig bedeutungslos, wenn wir mal den Kopf zurücklegen und in den Himmel schauen!

Es ist so schön anzusehen, wie die Wolken großzügig über den blauen Himmel ziehen. Du schaust in eine Unendlichkeit und bist darüber traurig, weil viele Menschen diesen Blick in den Himmel verlernt haben …

Es ist ein guter Tag, um HEUTE unseren Kindern zu sagen, wie schön es ist, dass sie existieren. <3

Sag HEUTE dem Menschen, der jeden Winkel Deines Herzens kennt, „DANKE …, dass Du bei mir bist.“

Beginne HEUTE eine Sache, worüber Du lange nachgedacht hast, vielleicht auch noch nicht in der Lage warst.
Mach den ersten Schritt dahin, den ersten „Strich“. :D

Lass HEUTE los, was sich schon längst erübrigt hat! Streiche Deine Feigheit und Deine Bedenken und feiere Deinen Mut!

Aber bevor Du das tust … schau in den Himmel. Der Himmel ist ewig … DU nicht!

Der Himmel erinnert uns Menschen an seine Bestimmung, daran, dass er nicht bloß zum Handeln, sondern auch zur Beschauung bestimmt ist. 

Ludwig Feuerbach

Sentire la vita … fühl das Leben.

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Was Vertrauen für mich bedeutet

Das Vertrauen und ICH. Es ist nicht immer einfach. Natürlich weiß ich, dass ich ein glückliches und harmonisches Leben verdient habe. Das haben wir alle! Aber dieses Glück nicht zu durchleuchten und einfach daraufzusetzen, dass es so bleibt wie es ist – das ist etwas, was mich die Erfahrungen aus der Vergangenheit NICHT gelehrt haben. Meine Gedankengänge sind immer einen Tick persönlicher, anders als meine anderen Artikel. Und heute steckt noch mehr des persönlichen in meinem Text, weil ich glaube, dass es sehr vielen Frauen genauso geht …

Immer wieder, zwar schon wesentlich seltener, klopfen sie bei mir an … die nagenden Zweifel und verlangen nach meiner Aufmerksamkeit. Ist dieses Glück tatsächlich echt? Bin ich genug dankbar? Sollte ich vorsichtiger sein? Was ist WENN …? Und noch einiges mehr.

Ja was ist, wenn ein Schicksalsschlag mein/unser Glück zerreißt? Ich winke meinem Mann jedes Mal hinterher, wenn er weitere Strecken zurücklegen muss mit den Worten: „Pass bitte auf“! Dabei spüre ich einen Angstschauer über meinen Rücken laufen. Und ich hoffe inständig, dass er wieder heil zu mir zurückkommt. Mit den eigenen stillen Worten „alles ist gut“, beruhige ich mich dann selbst und finde es beinahe beschämend so ängstlich zu sein.

Folgt auf jedes Glück unweigerlich das Pech oder der Schmerz? Das frage ich mich. Dem Glück vertrauen können und sich einfach  zu freuen, dass ich es in den Händen halten darf – würde ausreichend sein, anstatt mit so Ängsten durchs Leben zu laufen!

Es gibt Nächte da liege ich in meinem Bett, neben mir mein Herzmensch, und ich frage mich allen Ernstes wann das erschütternde Ende kommt. In meinem Bauch strampeln die Gefühle eifrig in meine Rippen und ich denke mir dabei: so viel Glück und so viele schöne Momente sind doch nicht normal … irgendwann wird mir mein Leben wieder eine Ohrfeige verpassen.

Vertrauen in die Liebe …

Alte Wunden beeinflussen das Vertrauen leider. Das ist ein Prozess der sehr lange braucht um zu gesunden. Vertrauen hängt extrem von den Erfahrungen ab die wir früher gemacht haben. In meiner ersten Ehe dachte ich, DAS hält für immer – bis es unschön zu Ende war. Beim nächsten Partner dachte ich, er liebt mich wirklich – bis er eine andere hatte. Und beim nächsten dachte ich, ich wäre das Wichtigste in seinem Leben – bis er mich in einer Ecke völlig kaputt zurückließ. Ich könnte noch anhängen, lass ich aber lieber bleiben.

Das alles schwächt das Vertrauen. In die Liebe und in jede weitere Beziehung. Ich glaube, das kann jede Frau nachvollziehen. Heute vertraue ich in die Liebe. Wenn mein Herzmensch mich anschaut, habe ich keine Angst. Seine Arme sind mein Anker und seine Schultern mein zweiter Boden unter mir. Ein Gefühl von Glück und Geborgenheit. <3

Vertrauen braucht vor allem eines – ZEIT

Das Vertrauen in einer neuen Beziehung wächst langsam. S e h r langsam. Mit unzähligen kleinen und großen Momenten des gemeinsamen Glücks. Step by Step probiert man. Wächst an Streitigkeiten und Niederlagen. Wird er bleiben? Respektiert er die eigenen Grenzen? Ist die Beziehung „Gewitter tauglich“?

Denn letztendlich wächst Vertrauen auch daran, dass wir schwierige Momente gemeinsam durchsteht. Es klingt vielleicht verrückt, aber Liebe und Vertrauen festigen sich vor allem in schwierigen Zeiten, denn da hat man die meiste Angst, alleine gelassen zu werden. Die Sonne scheint nun mal nicht ständig. Erst, wenn es ungemütlich wird und stürmt, dann wächst unser Vertrauen!

Gedankengänge #48

Und trotzdem …, selbst wenn schon viel Zeit vergangen ist, gefüllt mit unzähligen anhaltenden Glückstagen und bestandenen Stürmen, kommt es vor, dass meine Zweifel wieder sehr präsent vor meiner Türe stehen und lautstark anklopfen. Nun, ich habe dafür allerdings eine gute Taktik gefunden, die mir dabei hilft, das Glück einfach Glück sein zu lassen.

Ich drehe mich zu dem tollsten Mann der Welt für mich, drücke mich fest an ihn und denke mir:
Ihr dämlichen Zweifel, vertschüßt euch! Ich genieße mein Glück, denn ich habe es mir verdient … solange  wie es an meiner Seite bleiben möchte. Und wer weiß, vielleicht habe ich das Glück und es bleibt für immer. ›zwinker‹

Vertrauen finden wir nur bei Menschen, die mit unserer Seele so umgehen, als wäre es ihre eigene.

Danke, dass Du meine Gedanken mit mir geteilt hast. Ich wünsche Dir eine fantastische und liebevolle Zeit. Bis demnächst, wenn Du Lust hast, in meinen nächsten Gedankengängen!

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Was wäre Weihnachten auf FrauenPunk ohne Weihnachtsgeschichte … genau gar nix! Ich mag ja die ganzen Filme, die zu Weihnachten laufen. Kitschig und manchmal auch ein wenig traurig. 

Meine Geschichte, die ich Dir heute schenken will, ist genau so eine. Nimm Dir ein paar Minuten Zeit und genieße sie, so wie ich als ich sie gelesen habe! <3

Romans Schicksalsbegegnung

Seit Romans Frau ausgerechnet am 23.12. 2012 gestorben war, hatte er der Weihnachtszeit abgeschworen. Er konnte es nicht ertragen, wenn Menschen fröhlich waren, sich liebten, küssten und voller Freude Geschenke für die Familie besorgten. Und so geschah es, dass er sich regelmäßig im Dezember in eine einsame Waldhütte im Schwarzwald verzog und sich von aller Welt abschottete. Auf die Versuche seiner Kinder, ihn wieder in die Familie zu integrieren, reagierte er schroff, ja beinahe herzlos und verletzte damit immer wieder die Menschen, die ihm tief im Herzen am allermeisten bedeuteten.

Auch in diesem Jahr war es wieder der erste Dezember, an dem Roman seine einsame Hütte bezog. Er bereits eingekauft, mehr als Dosensuppen und haltbares Brot sollte es nicht geben. Ausgerüstet mit Feuerholz und einigen Büchern verschanzte sich der einsame, alte Mann in seinem Haus und ließ die Menschen, Menschen sein. Er bewegte sich für gewöhnlich nicht einmal hinaus, den gesamten Dezember verbrachte er in dem Haus und erst wenn das neue Jahr gekommen war, fuhr er zurück in seine Wohnung in der Stadt.

Es war der 18. Dezember, ein  kalter, schneereicher Tag, an dem er sich entschloss, völlig entgegen seiner Gewohnheiten einen Spaziergang zu machen. Er stapfte durch den Schnee, die eisige Luft wehte ihm um die Nase und fast schon bereute er seinen Entschluss, als er ein herzzerreißendes Schluchzen vernahm. Er sah irritiert um sich, beschloss dann aber das Geräusch zu ignorieren. Er stapfte weiter und erneut durchdrang das Geräusch die Stille des Waldes. „Wer ist da“, brummte er zornig über die Störung in seinen Bart, doch es kam keine Antwort. Je weiter er seinen Weg entlang ging, umso lauter wurde das Geräusch. Er bog gerade um die letzte Ecke, die zurück zu seiner Hütte führte, als er eine ältere, gramgebeugte Frau auf einem schneebedeckten Stein sitzen sah.

„Was will die den hier?“, murmelte er für sich selbst, doch die Höflichkeit gebot es ihm, diese Worte nicht laut auszusprechen. Die schluchzende, schlanke Frau bemerkte Roman nicht, der sich zögernd näherte. Erst als er direkt neben ihr stand, hob sie den Kopf und sah ihn aus tränenumschwirrten Augen an. „Entschuldigen Sie, brauchen Sie vielleicht Hilfe?“, fragte Roman, der entgehen seiner Gewohnheiten so etwas wie Mitgefühl verspürte. Die großen rehbraunen Augen der Frau wirkten so hilflos, dass er sich unwillkürlich an seine Frau erinnert fühlte! Renate, so hieß seine geliebte Frau, hatte ebenso dunkle, wie große Augen gehabt und ihr Blick hatte sein hartes Herz stets erwärmt.

„Ach danke der Herr, aber ich schätze mir kann niemand mehr helfen“, schluchzte die Frau gebrochen und ehe er darüber nachdenken konnte, hatte sich Roman neben sie gesetzt und sah sie hilflos von der Seite an.“ Na na na, so schlimm wird es schon nicht sein“, brummelte er und streichelte unbeholfen über ihre Schulter. Diese leichte Berührung reichte aus und erneut begann die Frau zu weinen. Doch diesmal sprudelten neben dem Schluchzen auch die Worte aus ihrem Mund. „Ich hasse sie, die Weihnachtszeit. Wann immer die Menschen glückselig werden, verspüre ich nur Schmerz! Musste ich doch mein geliebtes Kind zu Grabe tragen und bin seither eine einsame, alte Frau“.

Roman zuckte erschrocken zusammen, als er verspürte, wie sehr das Schicksal auch hier zugeschlagen hatte. Noch nie hatte er einem Menschen von sich erzählt, doch diesmal brach er sein Gelübde und auch aus ihm sprudelten die Worte hervor. All seinen Kummer, all sein Leid klagte er der geduldigen Frau, die ihn aufmunternd ansah und der es sogar gelang, ihre eigenen Tränen zu trocknen. Bei Roman hingegen flossen sie reichlich. Noch vier Stunden später saßen sie gemeinsam auf dem Stein und spürten nicht einmal, das die Kälte um sie herum beinahe zu klirren fähig war.

Erst als das Zähneklappern Karins, so hieß Romans Schicksalsbegegnung, nicht mehr zu überhören war, wurden beide auf den Umstand aufmerksam und wie von selbst ergriff Roman ihre Hand und führte sie den Weg entlang, zu seiner gar nicht mehr so einsamen Waldhütte. Erst als sie längst am warmen Ofen saßen, fiel ihm siedend heiß ein, dass er dieser Frau nun gar kein Essen servieren konnte, schließlich gab es in der Hütte nichts. Als er sein Malheur gestand, lachte Karin zum ersten Mal seit er sie kannte und dieses Lachen war so herzerfüllend, dass selbst eine Mahlzeit aus Dosensuppe für Roman plötzlich wie ein Festmahl erschien.

Bis zum ersten Januar blieb sie bei ihm und die Dezembertage waren die schönsten, die er seit langem gehabt hatte. Karin ließ die Sonne endlich wieder in sein Herz und plötzlich erschien der gramgebeugte Mann gar nicht mehr so alt und gebrechlich. Täglich spazierten beide durch den schneebehangenen Schwarzwald, erzählten dies und das aus ihrem Leben und gedachten den schmerzlichen Verlusten, die beide erlitten hatten. Als sie am 24.12 gemeinsam auf der Bank saßen, auf der sie ihr erstes langes Gespräch hatten, fiel eine Sternschnuppe vom Himmel. Ergriffen sahen Roman und Karin gegen Himmel und als er ihre Hand ergriff, drückte sie sie kurz und beließ die ihre in seiner.

Beide hatten einen sehnlichsten Wunsch, den sie der Schnuppe zugeflüstert hatten. Beide wussten nicht, dass der Wunsch identisch war und doch sollten die kommenden Jahre zeigen, dass er sich erfüllt hatte! Noch heute fährt Roman jedes Jahr in die Hütte, um die Weihnachtszeit dort zu verbringen. Doch längst ist der Gram nicht mehr im Gepäck, sondern Karin, die Frau die ihm das Lachen zurückgebracht hat. Auch wenn Karin niemals ihre kleine Tochter vergessen wird und Roman seine Renate für immer im Herzen trägt, war es den beiden Menschen dank einer weihnachtlichen Begegnung möglich, endlich wieder die LIEBE fürs LEBEN zu entdecken.  

Verfasser leider unbekannt

Jaja, die Liebe und das Leben kennt kein Alter. Und das es solche Weihnachtswunder tatsächlich gibt, daran glaube ich ganz fest!
Ich hoffe, diese Geschichte hat Dich für ein paar Minuten abholen können. >lächel<

Ich wünsche Dir ein schönes Weihnachtsfest, genieße und wie immer … pass gut auf Dich auf!

Lesezeit: < 1 Minute

Ich will DICH erinnern meine Liebe …

Im Grunde weißt Du es. Doch im täglichen Getümmel vergisst Du es wieder. Und somit stellst Du einen (Deinen) Wesenszug von Dir in den Schatten! Weißt Du, worüber ich gleich schreiben werde?

DU musst nichts ertragen, was Du nicht willst. Du musst auch nicht mit Deiner Anwesenheit glänzen, wo man Dich nicht schätzt oder nicht gut behandelt!

Wenn es solche Menschen in Deinem Leben geben sollte … lass sie.
Wahrscheinlich wollen sie Dich nicht mal absichtlich verletzen oder beleidigen.

Sie sind einfach nicht der Topf, der zu Deinem Deckel passt!
Sie schlüpfen in die Rolle, von zu kleinen Puzzleteilen, für Dein großes Puzzle!
Sie sind Klamotten, die Dir nicht passen.

Und während Du darüber nachdenkst, wird Dir wieder klar – Liebe und Zuneigung kann kein Mensch erzwingen.

Ganz egal wie vorbildlich Du lebst, wie erfolgreich und schön Du bist – wenn Dein Gegenüber Dich nicht wahrnimmt, ist es höchste Zeit die Leine zu cutten, damit Dich nicht Dein eigenes Leben überholt und Du es verpasst!

Ja ich weiß es … es ist schwer und manchmal auch mit Schmerzen verbunden! Ich habe schon viele Leinen durchgeschnitten. :D

Es ist wichtig, Dein eigenes Leben in Deiner Hand zu behalten und zu sagen:
Nicht mit mir! So auf keinen Fall!

Diese Worte brauchen oftmals eine laute Stimme. Aber es ist auch eine tolle Chance „selig“ zu werden.
DU bist etwas Besonderes, etwas richtig Wertvolles!

Fang an die Musik in Deinem Herzen zu hören, und zwar mit voller Begeisterung. <3
Das war es, woran ich Dich erinnern wollte …

Fühl das Leben … sentire la vita.

Lesezeit: 3 Minuten

Das Ding mit den Gefühlen und Emotionen …

Ich bin die Tage auf einen interessanten Artikel gestoßen. Coaches und Co wachsen ja wie die Schwammerl aus dem Erdboden und bieten, meist für zu viel Geld, Ihre Hilfe an. In diesem Artikel oder besser Aufruf ging es um das Angebot eines Herrn Coach der Frauen seine Hilfe anbietet. Wir Frauen sollten endlich nicht mehr Opfer unserer Gefühle und Emotionen sein! Er verspricht, dass er jeder Frau den Hebel zeigen wird, um diese Gefühle und Emotionen unter Kontrolle zu halten!

Ich las den Artikel zweimal und musste danach einmal laut lachen. Bevor ich damit begann, über meine Gefühle und Emotionen nachzudenken. Wie oft und wie schlimm quälten sie mich denn? ›stirnrunzel‹

Klar ist es eine mittelschwere Katastrophe, wenn ich vor lauter Lebenslust, Spaß und Albernheit so lachen muss, dass meine Wimperntusche sich auflöst. Dieselbe Katastrophe passiert auch dann, wenn ich vor Traurigkeit weinen muss.

Ich kann mit interessanten Menschen bis zur Dämmerung reden … quatschen ohne Pause. Wenn mich jemand mit seinen Worten beeindruckt, bin ich auch einfach mal still. Höre Stunden zu und beobachte diesen Menschen mit all seiner Gestik und Mimik, um seine Schönheit zu sehen.

Ich kann natürlich auch richtig wütend sein! Da wird es durchaus mal laut … manchmal zerbricht auch etwas dabei … in meiner Unachtsamkeit und Rage. Das macht mich dann noch wütender und das Lexikon in meinem Kopf spuckt dann schon mal einige Schimpfwörter aus!

Ich trinke meinen Wein bevorzugt aus einem schönen Glas, wie es sich gehört. Aber wenn ich mich in einer Männerrunde oder lockeren Gesellschaft befinde, darf es bei nicht zu ernsten Themen auch Bier aus der Flasche sein! :D

Ich liebe es und fühle mich großartig, wenn ein Mann mir die Türe aufhält. Ich verurteile aber auch keinen Mann, wenn er das nicht tut. Schließlich bin ich ja schon groß und schaffe das auch ganz gut alleine.

Es kommt vor, dass ich sinnfrei durch die Gegend laufe … nur zum Spaß und gedankenlos. Und da gibt es Tage, da wird das gesamte Universum unter die Lupe genommen und analysiert. Es tun sich dabei Fragen auf, an deren Beantwortung schon mancher gescheitert ist. :-)

Mein Hintern sieht definitiv anders aus, als der von Jenni Lopez … ja was solls, egal. Mein Sitzfleisch hat aber trotzdem schon manches Problem einfach „ausgesessen“.

Ich habe keinen Friseur, den ich regelmäßig besuche. Wenn ich genauer darüber nachdenke, habe ich nicht mal eine Frisur ›lach‹! „Frau Bommel“, wie mein Mann mich nennt. Was solls, makellos sitzendes Haar passt nicht zu mir und es würde auch den Schmuse-Überfall meiner Hunde niemals heil überstehen! <3

Gefährlich wird es, wenn ich liebe. Ich überrolle mein Gegenüber ohne Vorankündigung und Anstand mit meiner Leidenschaft. Ich bin frech … laut und leise. Will lachen und nerven. Ich will kuscheln und Sex. Ach wie ungehörig von mir als Frau, auch so etwas zu sagen!

Ich bin nun mal keine Frau aus dem Katalog. Ich versuche immer so zu leben, wie es in diesem Moment für mich gut ist. All das wird von meinen Gefühlen und Emotionen gelenkt. Himmelhoch ausgelassen oder am Boden zerstört. Laut und leise. Nachdenklich und interessiert. Nicht oft angepasst, mehr aus der Reihe tanzend.

JA, so schlimm ist es, als Frau Opfer seiner eigenen Gefühle und Emotionen zu sein! Keine Kontrolle zu haben. OMG!
Sollte ich mich bei diesem Coach melden???

NEVER.

Für uns alle wünsche ich mir, dass wir bleiben wie wir sind. Vollgepackt mit „freien“ Gefühlen und Emotionen. Denn ich glaube, so sind wir Frauen richtig. NICHTS von unserem „So-Sein“ sollten wir abstellen. Wir sollten keinen Schalter drücken, um alles in den Griff zu haben.

Bleiben wir impulsiv, undurchschaubar und ein wenig verrückt. Unvernünftig und immer für Überraschungen gut. So wie es unser Bauch und Herz in diesem Augenblick verlangt! Ich glaube nur so spüren wir das Leben, welches durch uns fließt.

Wer braucht schon einen Coach und einen Schalter, der unsere Gefühle und Emotionen an und aus schaltet?
Genau … WIR nicht! <3 ›lach‹

Vertraue, sei und bleib bei Dir. Kostet nix und fühlt sich gut an.

Eine emotionsreiche und gefühlvolle Zeit.

Lesezeit: 2 Minuten

Sinnliches erfahren …

Es gibt immer wieder Tage, an denen man keine Kraft für Beziehungen hat. Der Wunsch ist, viel lieber alleine zu sein.
Ausnahmsweise ist dieses Leeregefühl, das man dann in sich spürt, etwas Angenehmes und Positives. Introvertierte Menschen kennen dieses Gefühl am besten. Manchmal habe ich das Gefühl ich hätte eine „Überdosis“ an Menschen erwischt. Zu viel, zu laut, zu anstrengend und wenn ich ehrlich bin … auch zu nervig.

Dann suche ich die Leere, die Einsamkeit, die Stille ohne Worte! Ich weiß, dass viele damit nicht zurechtkommen. Kein Verständnis mit einem plötzlichen Rückzug haben. Dabei ist das eine wunderbare Stärke, die ich immer wieder genieße …, weil in meinem Umfeld das Verständnis vorhanden ist. Mein Herzmensch und ich sind auch dabei ein hervorragendes Team. <3

„Alleinsein“ kann es erst geben, wenn die Einsamkeit überwunden ist!

Ich brauche dieses Leeregefühl um nachzudenken. Ich verkrieche mich … endlich keine Ablenkung … keine Menschen. Genieße dabei meine geistige grenzenlose Freiheit. Ich muss dabei keine Kompromisse eingehen!
Dabei entstehen immer meine besten Ideen. :-)

Ich lasse mich sehr oft viel zu viel lenken von all den Dingen, die um mich herum geschehen. Lasse mich beeinflussen, wenn auch unbewusst und entscheide, dann nicht so wie ich es eigentlich möchte. Deshalb brauche ich diesen „Break“ … raus aus meiner gewohnten Umgebung … rein in die Stille und die Leere.

Wenn wir mit uns alleine sein können, macht uns das selbstsicherer und stark. Wir trauen uns immer mehr zu und sind danach stolz auf uns. Jedenfalls habe ich diese Erfahrung gemacht. Ich wachse an meinen Aufgaben. <3

Ich sehe das Alleinsein als meditativen Zustand.

Es gibt uns Zeit, in uns selbst zu ruhen.

Falls Du im Moment ungewollt alleine bist, mache Dir bewusst, dass Alleinsein nichts Negatives ist. Ganz im Gegenteil!
Dabei lernst Du, mit Dir selbst ins Reine zu kommen.

Ich brauche diese Tage des Rückzugs um danach wieder „aufnahmefähig“ unter die Menschen treten zu können. Zuhören und verstehen zu können. Spaß haben und lachen zu können … bis zu meinem nächsten Break. ›lach‹

Kennst Du? Machst Du genauso? Super.
Sentire la vita ciao.

Lesezeit: 3 Minuten

Manche Erfahrungen, verschiedenste Erlebnisse, aber auch Freude gibt man gerne weiter. Schönes zu teilen ist immer nachhaltig! Ich habe die Tage einen Umschlag durch meine Türe geschoben bekommen. Es kamen hier in meiner „Lebensschule“ wo ich mich ja noch immer befinde, einige Themen auf. Darauf hin bekam ich diese Geschichte gesteckt, die ich mit Dir heute teilen will.

Eine Geschichte, die uns daran erinnern soll, dass es gut ist, so zu sein wie wir sind! Gönne Dir eine kleine Pause, es lohnt sich wirklich ›lächel‹. Viel Spaß beim Lesen …

Irgendwie Anders

Auf einem hohen Berg, wo der Wind pfiff, lebte ganz allein und ohne einen einzigen Freund, Irgendwie Anders.
Er wusste, dass er irgendwie anders war, denn alle waren dieser Meinung, wenn er sich dazugesellen wollte. Immer wenn er mit ihnen spielen wollte, dann sagten sie: „Tut uns leid, Du bist nicht wie wir. Du bist irgendwie anders!
Du gehörst nicht zu uns und passt auch nicht hier her.“

Irgendwie Anders tat alles, um wie die anderen zu sein.

Er lächelte wie sie und sagte freundlich „Hallo“.
Er spielte, was sie spielten.
Auch er brachte sein Mittagessen in einer Papiertüte mit.

Aber es half alles nichts.

Er sah nicht so aus wie die anderen und er sprach nicht wie sie.
Er malte andere Bilder und er spielte andere Spiele.
Auch sein Essen sah anders aus!

„Du gehörst nicht hierher“, sagten alle. „Du bist nicht wie wir, du bist irgendwie anders!“
Irgendwie Anders ging traurig nach Hause. Er wollte gerade schlafen gehen, da klopfte es an der Tür.
Draußen stand jemand – oder etwas.

„Hallo!“, sagte es. „Nett, dich kennenzulernen, darf ich bitte hereinkommen?“
„Wie bitte?“, sagte Irgendwie Anders.
„Guten Tag!“, sagte das Etwas und hielt ihm die Pfote hin – das heißt, eigentlich sah es mehr wie eine Flosse aus.
Irgendwie Anders starrte auf die Pfote. „Du hast Dich wohl an der Türe geirrt?“, sagte er.

Das Etwas schüttelte den Kopf.
„Überhaupt nicht, hier gefällt es mir.“
Und ehe Irgendwie Anders auch nur bis drei zählen konnte, war es schon im Zimmer.
Es setzte sich auf eine Papiertüte. „Kenn ich Dich?“, fragte Irgendwie Anders verwirrt.

„Ob du mich kennst?“, fragte das Etwas und lachte. „Natürlich! Guck mich doch mal ganz genau an … na los doch!“
Und Irgendwie Anders guckte. Er lief um das Etwas herum, guckte von allen Seiten und weil er nicht wusste, was er sagen sollte, sagte er nichts. „Verstehst Du denn nicht!“, rief das Etwas. „Ich bin genau wie Du! Du bist irgendwie anders – und ich auch.“

Irgendwie Anders war verblüfft. „Wie bin ich?“, sagte er. „Du bist doch nicht wie ich! Du bist überhaupt nicht wie irgendwas, das ich kenne. Tut mir leid. Er ging zur Tür und öffnete sie. „Gute Nacht!“
Das Etwas war traurig. Es erinnerte Irgendwie Anders an irgendwas, aber an was?
Plötzlich fiel es ihm ein.

„Warte!“, rief Irgendwie Anders. „Geh nicht weg!“ Er rannte hinterher, so schnell er konnte. Als er das Etwas eingeholt hatte, griff er nach seiner Pfote und hielt sie ganz fest. „Du bist nicht wie ich, aber das ist mir egal. Wenn Du möchtest, kannst Du bei mir bleiben.“

Das Etwas hatte Lust. Und wie es Lust hatte! :-) Seitdem hatte Irgendwie Anders einen Freund.
Sie lächelten und sagten „Hallo“.
Sie malten gemeinsam Bilder.
Sie spielten das Lieblingsspiel des anderen.
Sie aßen zusammen.
Sie waren zwar verschieden, aber es war wunderschön und harmonisch.

Und ab und zu klopfte es an Ihrer Tür.
Sie öffneten und wenn jemand wirklich sehr merkwürdiger davor stand, sagten sie nicht: „Du bist nicht wie wir, du gehörst nicht dazu …“
Sie lächelten, baten „ES“ herein, und rückten ein Stück näher zusammen.

Ich habe leider keine Ahnung von wem diese Geschichte ist, aber ich finde sie schön und möchte mich auch noch mal dafür bedanken. <3

Was bedeutet „anders sein“ wirklich für uns? Was halten wir für normal? Welche Menschen halten wir für gleich?
Ich möchte nur einen Satz dazu sagen.
Es ist ein tolles Gefühl zu wissen, dass man originell und einzigartig ist! Danke Eva.

Ich hoffe, diese Geschichte hat Dir genauso gut gefallen wie mir. Nun aber eine schöne Wochenmitte mit ganz vielen schönen Momenten.

Lesezeit: 4 Minuten

Tierapie

Tiertherapie oder tiergestützte Intervention wie man ordentlich sagt, habt mich die letzten zweieinhalb Monate, zweimal die Woche begleitet. Diese Erfahrung hat einen hohen Stellenwert in meinem Leben bekommen! Es ist mir so wichtig, dass ich heute meinen Gedankengang dazu nutzen will, etwas „Aufklärungsarbeit“ zu leisten. Ohne Fachausdrücke oder „Arztlatein“ … einfach frei raus. :-)

Kleine Einleitung vorweg

Die, die mich schon etwas länger begleiten, wissen ja, dass ich mich in einer langen geplanten Therapie befinde. Das Ende ist aber bereits in Sichtweite.
In unser aller Leben geschehen manchmal unvorhergesehene Dinge. Wir nehmen sie hin. Wir müssen sie akzeptieren. Oft sind auch körperliche und seelische Verletzungen dabei.

Nach vielen Jahren des „Mitschleppens“, treten SIE aber plötzlich wieder mehr an die Oberfläche. Meistens dann, wenn alles im „Kasten“ ist. Sprich – die Kinder sind groß und führen ihr eigenes Leben. Man selbst hat endlich eine Richtung im Leben gefunden, die sich gut und klar anfühlt … die Zeit zum Durchatmen ist da und wir stehen in den besten Lebensjahren. <3

Und plötzlich BAM, platzen sie wieder auf … die seelischen Verletzungen. Verlangen plötzlich gesehen und versorgt zu werden! Dieser Zustand wird zu einer besonderen Belastung. Diese Belastungen sind jedoch anders als Stress im Job oder Terminkollisionen. Und so kommt es, dass einen eine seelische und körperliche Erschütterung überrennt! Begleitet von großer Angst, Hilflosigkeit und Gefühlsverlust, um nur ein paar Eckpunkte anzuführen. Diese Umstände führten dazu, dass ich mich entschlossen habe, eine spezielle Therapie zu beginnen.

Natürlich ist mir bekannt, dass es viele Frauen gibt, die dieselben Probleme mitbringen. Für all diejenigen sei gesagt: Es ist nicht abnormal in solch ein Gefühlschaos zu kommen! Es ist auch kein Zeichen von Schwäche! Es ist ein Signal dafür, dass das Gehirn bemüht ist, Erlebtes zu verarbeiten. Also eine natürliche Reaktion unseres Körpers und unserer Psyche auf ein oder mehrere zutiefst belastende Erfahrungen …

Das Erkennen ist der erste Schritt zur erfolgreichen Bewältigung durch eine kompetente Unterstützung von außen!
Nun ja … und dafür habe ich mich entschieden <3 … Einleitung Ende. :-)

„Tieraphie“ oder Tiergestützte Intervention

Ich bin hier in den Genuss gekommen, eine solche, für mich erstmalige Therapie, zu machen und kennenzulernen. Und ich bin sowas von dankbar dafür!

Zu Tieren habe ich seit Kindheit an schon immer einen ganz besonderen Draht. Natur und Tiere sind einfach eine fantastische Kombi finde ich. Hunde, Katzen, Hasen und natürlich Pferde …, wenn ich davon umgeben war, fühlte ich mich schon als Kind pudelwohl. ›lach‹

Pferde waren immer mein absoluter Traum gewesen! Allerdings musste ich mir das Reiten „verdienen“! Der Geruch von Weide, Pferdeäpfeln und Leder, war damals etwas ganz Spezielles für mich. Mit dem Älterwerden kam die Arbeit, die stressige Zeit. Eine andere Freizeitgestaltung und auch andere Interessen.

Vor drei Jahren allerdings haben mein Herzmensch und ich uns entschlossen, uns zu „vergrößern“. Unsere MONJA, eine Pitbull Diva wurde zu meiner Medizin. Es änderte sich unglaublich viel! Ein Jahr darauf folgte Hund zwei. AMON, unser Pausenclown und Kampfschmuser <3, ein American Bulli! Ab diesen Zeitpunkt war nochmal alles anders – positiver geworden! Dass Tiere einen ganz besonderen Einfluss auf mich hatten, war mir wieder ganz bewusst geworden.

Sehr erfreut war ich natürlich, als mir eine Therapieform hier in der Klinik angeboten wurde, die ich nur aus dem Fernsehen kannte. Tiergestützte Maßnahmen, die mich zum Strahlen brachten. Vier Stunden pro Woche, nix wie Schweine, Stall, Weiden, Blue, der Hütehund und natürlich Pferde!

Ich weiß, dass es Menschen gibt, die Tiere nicht mögen. Es gibt aber auch Menschen, für die ein Leben ohne Tiere nicht lebenswert ist! Je nach Erfahrung und Prägung. Ich bin davon ganz fest überzeugt, der Genesungsprozess kann für viele „kranke“ Menschen durch den Kontakt mit Tieren schneller gefördert werden.

Tiere wirken natürlich nicht biochemisch oder instrumental auf kranke Organe oder auf den Organismus, sondern sie stärken und bereichern das Gefühl von Beziehungen. In meiner dieser Therapie, wurden alle Register gezogen, um mit einem positiveren Abschluss nach Hause zu gehen. Das Arbeiten mit dem Pferd brachte mir so unglaublich viel! Tief verschüttete Emotionen kamen langsam an die Oberfläche!

Pferde haben ein großes Maß an Kommunikationsbereitschaft. Sie reagieren sehr sensibel auf die Gefühlszustände von uns Menschen. Pferde spüren, wenn gesprochene Worte und unsere Körpersprache nicht übereinstimmen! Schauspiel, ist also nicht … :D  Diese Begleitung durch das Pferd ist ein ganzheitliches Ansprechen von Körper, Geist und Seele.

Es ist eine Teamarbeit ohne Druck und Wertung! Im Vordergrund steht die Begegnung mit dem Tier und der Aufbau einer ganz besonderen Beziehung. Es werden alle Bereiche wie Empfindung und Wahrnehmung angesprochen. In meinem Fall war es ein großer Schritt nach vorne! Gefühle nicht nur zu kennen, sondern auch wieder zu spüren, Emotionen ein Ventil geben zu können … meine Tränen hatten wieder „Arbeit“. Und meine körperlichen Schmerzen traten stark in den Hintergrund, wenn ich am Hof sein durfte! Außerdem half es mir meine Konzentration und meine Aufmerksamkeit wieder ins Gleichgewicht zu bringen! <3

Fast alle Wahrnehmungen sind psycho-emotionaler Natur. Daher kann eine solche Therapie eine Verbesserung in vielen Dingen bringen! Ich betrachte es als eine weitere Persönlichkeitsentwicklung. Es stärkt das Vertrauen in sich selbst!

Es ist eine heilende Wirkung von Pferd zu Mensch, die ich auf jeden Fall weiter verfolgen möchte.

Stella, mein Pferd in der Therapie

Danke STELLA, du SCHÖNE. Du warst für mich wie ein geduldiger, liebevoller wunderschöner Spiegel.
Äußerlich zart und klein … innerlich aber eine riesige Persönlichkeit …
Ich werde dich so sehr vermissen … und da laufen auch schon wieder die Tränen …

Es gibt Phasen, in denen wir die Stille der Tiere brauchen, um uns von der Vergangenheit zu erholen!

Falls Du vielleicht noch Fragen dazu hast, schreibe mir gerne, es gibt so viel darüber zu erzählen.
Ich wünsche Dir ein warmes Gefühl im Herzen und eine gute Zeit, pass auf Dich auf.