Die Psyche, ein komplexes und sehr gewinnbringendes Thema wenn wir uns damit auseinandersetzen. Probleme erkennen, annehmen und gemeinsam lösen sollte das Ziel sein.
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„Aus der Vergangenheit lernen, heißt Zukunft gewinnen“ … Hab ich mal wo gelesen und damals absolut NICHT verstehen können. Manchmal wird einem erst viel später klar, was einem irgendwer oder irgend ein Zitat sagen will. Und plötzlich macht irgendwie alles Vergangene einen Sinn.

Bis vor einigen Jahren, war mein Leben nicht mein „Freund“ und das Schicksal schon zwei Mal nicht. Ich fühlte mich meinen Umständen ausgeliefert. Kaum in der Lage, mein Leben wieder geradezurücken oder zu kontrollieren. Dass sich diese damalige Situation mal ändern könnte, damit habe ich gar keine Gedanken verbracht. Inzwischen hat sich SEHR VIEL getan und ich weiß, dass das Leben es trotz vieler unangenehmer Momente und Abschnitte, es NUR zu unserem Besten dreht!

Ich bereue keine Minute meines Lebens

Natürlich wäre mir auch lieber gewesen manche Sache nicht erlebt zu haben. Aber wie man ja so schön sagt „Das Leben ist kein Wunschkonzert“.  Es gibt so viele Ereignisse in unserem Leben und jedes davon hat einen Sinn. Wenn ich zurückdenke, wie viele Tränen ich vergossen, wie viel Angst ich durchgestanden habe … über einen mir so endlos vorkommenden Zeitraum, ich kann es gar nicht glauben.

Ich möchte mein altes Leben nicht wieder, aber ich bereue auch nichts von all dem. Denn all die Phasen und Erlebnisse, die Ohnmachtsmomente … all diese kranken und verrückten Dinge, haben mich hier hergebracht, wo ich heute bin. ZU MIR SELBST. Es gibt selten ein Auftauchen aus der Tiefe, ohne danach tief nach Luft zu ringen! Viele Menschen laufen durch finstere Täler und werden auf Herz und Niere vom Leben geprüft.

Wenn die Schmerzspitze dann erreicht ist, wird auch die Sicht etwas klarer und wir sehen, wie flach wir eigentlich am Boden liegen. Kraftlos … ohne Perspektive … dafür schmerzerfüllt, traurig und hilflos! Jeder der von uns diese Phase schon mal erlebt hat, wird diese Gefühle niemals vergessen. Solange man nicht an diesem Punkt angekommen ist, gibt es für die meisten auch keinerlei Grund für eine Veränderung – wir machen einfach weiter …

Mit diesen Gefühlen umzugehen ist schwer

Bei mir hat es richtig lange gedauert, bis ich sie als Teil von mir akzeptieren konnte. Die „Friedensschließung“ dauerte noch zweimal so lange! Ich glaube sogar, dass ich damit bis zu meinem Lebensende zu tun habe. ›zwinker‹. Mir ist heute ganz klar, all das war für mich eine Notwendigkeit, all das Leid und die unbeschreibbaren Phasen meines Lebens, sonst könnte ich jetzt und hier vermutlich nicht darüber schreiben!

Ich will ganz ehrlich sein. Ich hatte früher nicht den Drang, anderen zu helfen. Es war ja auch gar nicht möglich, denn ich konnte mir ja selbst nicht helfen! Das Umdenken kam erst mit meiner ganzheitlichen Veränderung.

Die Dinge, die ich während dieser schmerzvollen Zeit gelernt habe, bringen die verlorenen Puzzleteile ans Tageslicht. Alles nimmt plötzlich Formen an. Ich sehe es als eine Art Mission, anderen zu zeigen, dass es möglich ist – und das klingt wahrscheinlich jetzt sehr eigenartig – das LEID und SCHMERZ, den Du, ich wir alle durchlaufen, nicht umsonst ist!

Das Schwere daran ist, dass wir es zulassen müssen, dann entdecken wir auch einen Sinn darin. Er führt uns in ein Leben, das durchaus wieder Leidenschaft, Antrieb, Freude, Liebe und Glück enthält. Und da ist es wieder … „das Licht auf der anderen Seite des Tunnels“. :D

Alles geschieht zu unserem Besten …

Ich nehme mich als Beispiel: Wenn ich mir mein Leben anschaue, dann sehe ich eine glückliche Frau, die sehr viel Positives in beiden Händen halten darf. Ich weiß, dass einige Bekannte das ganz anders sehen als ich. Auch wenn meine Gesundheit und meine Bewegungsfreiheit wesentlich eingeschränkter ist, als früher, fühle ich mich FREIER!

Auch wenn ich durch diese gesundheitlichen Defizite meinem eigentlichen Job nicht mehr nachgehen kann und mein Einkommen um mehr als die Hälfte abgenommen hat, … fühle ich mich REICHER!

Ich muss(te) viele Abstriche machen, aber ich habe jetzt, und nur deswegen, die Möglichkeit, endlich selbstbestimmt leben zu können! Ich bin befreit von Zwang und muss. Ich gehöre keiner „Herde“ mehr an und mir ist endlich egal, was andere über mich und meine Lebensart denken und sagen. Ich weiß, wer ich bin und wer ich nie mehr sein möchte!

Alles geschah und geschieht nur zu meinem Besten. Mein Leben heute, verdanke ich den Tränen, die ich geweint habe, der Angst, die ich ausgestanden und den Schmerzen, die ich erlebt habe. Es ist mir ausschließlich möglich mein Leben so zu leben wie ich es jetzt und heute gestalte, weil ich einen Sack Lebenserfahrung sammeln konnte. Gutes wie schlechtes. Ich habe sie angenommen und akzeptiert UND es hat sich etwas Grundlegendes verändert: ICH VERTRAUE.

In das Leben und in mich selbst! Persönliches Versagen kann ich heute gut akzeptieren, denn ich weiß, es wird einen anderen Weg geben, der mich dahin bringt, wo ich hin möchte. Stehen wir im Vertrauen, wird uns das Leben genau DAS exakt widerspiegeln!

Die Vergangenheit als sinnvoll wahrnehmen!

Vielleicht bist DU gerade in einer Lebensphase, wo Du diese Sätze von mir überhaupt nicht annehmen und auch nicht verstehen kannst. Ich verstehe Dich, denn ich stand auch an diesem Punkt! Aber glaube mir bitte, wenn wir unser Leid und die für viele schmerzhafte Vergangenheit als sinnvoll wahrnehmen, verblasst der Nebel und unsere Augen richten sich auf etwas Wundervolles und Freies. ›lächel‹.

Es wird so sein, dass wir den Sinn jetzt noch nicht verstehen und begreifen können. Aber ich  bin mir ganz sicher, dass Dir JETZT … ganz spontan bestimmt ein Ereignis aus Deiner Vergangenheit einfällt, dass Du im ersten Moment als absolut sinnlos und grauenvoll erlebt hast. Heute im Nachhinein wirst Du es als Glück und Segen erkennen? Hab´ ich recht?

Und so geht es auch mir. Jede einzelne Begebenheit (auch Krankheit und Verluste) aus meiner Vergangenheit, ergaben auf irgendeine Weise Sinn. Und sei es „nur“ der, dass ich daran wachse und stärker werde! Auf diese Weise wird ALLES – so weh es uns auch tun mag – zu etwas, das schließlich zu einem guten Ende führt.

Heute bin ich oft erstaunt über mich selbst, mein Leben völlig bewusst wahrzunehmen. Die kleinen und größeren „Wunder“ zu bestaunen und einfach nur dankbar zu sein. :D Ich schaffe es heute die Welt so zu betrachten wie sie ist und NICHT durch eine unrealistische Wunschbrille. Die Vergangenheit war, … die Zukunft liegt vor uns. Alles fühlt sich echter und leichter an UND es macht auch mit Einschränkungen richtig Spaß! ›lach‹

Alles geschieht so, wie es geschehen muss … nur zu unserem Besten. Davon bin ich überzeugt.

Deine Erfahrungen darfst Du mir gerne mitteilen, ich freue mich darauf!

Lesezeit: 5 Minuten

Mein Beitrag heute ist durch aufmerksames Zuhören und Beobachten in den letzten Tagen entstanden. Aus Begegnungen und anregenden Gesprächen. Jeder weiß es, doch die wenigsten Menschen reden gerne darüber. Die Persönlichkeit von uns Menschen besteht nicht nur aus Licht und Sonnenschein, Liebe und Selbstliebe. Jeder der das behauptet, lebt im Nirvana. Die meisten von uns hüten eine „Kammer“. Eine Kammer, die wir wahrscheinlich lieber nicht hätten. Wir meiden es, darüber nachzudenken … hineinzusehen und wir wollen sie auch nicht betreten!

Es sind die vielen DINGE, GEDANKEN und ERLEBNISSE, die wir in dieser finsteren Kammer aufbewahren. Es ist eine mühselige Angelegenheit sich darum zu kümmern. Ein Teil von uns muss ständig Kraft und Energie opfern, um diese Kammer geschlossen zu halten. Zu schmerzvoll wäre es, ihnen wiederzubegegnen … hinzusehen … nochmals darüber nachzudenken oder zu verarbeiten. Die Gefahr scheint zu groß, dass all die Dinge in dieser Kammer uns aufs Neue verletzen und somit unser Leben durcheinander bringt.

ODER ABER ICH GLAUBE: ES KÖNNTE UNS HEILEN?

Wir wollen nicht darüber reden, dass …

Sie von den eigenen Eltern misshandelt worden ist. Sie sich nicht nackt vor den Spiegel stellen kann, weil man sich vor sich selbst ekelt. Sie will nicht darüber reden, dass sie/er sich vor Jahren aus Angst und Verzweiflung das Leben nehmen wollte. Sie redet nicht darüber, dass sie Panik überfällt, muss sie das Haus verlassen. Er sagt besser kein Wort, dass er sich zu Männern hingezogen fühlt. Sie verliert sich in ihren Fantasien, in denen sie andere Menschen verletzt aber darüber niemals redet. Sie redet nicht darüber, dass ihre Eifersucht sie beinahe auffrisst. Sie redet nicht darüber, dass sie sich nach jeder Mahlzeit die Finger in den Hals schiebt. Er würde nie darüber reden, dass er Nächte lang wach liegt und weint. Die Liste könnte noch sehr viel länger werden.

All diese Menschen sprechen nicht über ihre Kammer, die sie tief in sich, mit sehr viel Kraft, verschlossen halten. Sie reden nicht darüber, weil die ANGST vor Verurteilung viel zu groß ist! Weil sie glauben, dass das was sie denken, tun, glauben und fühlen nicht richtig ist.

Da ist sie die SCHAM, die uns immer wieder sagt „DU bist NICHT richtig … DU bist falsch, all DEINE Gedanken, DEIN Tun und Sein, sollte besser niemand herausfinden … falls doch, wird man DICH nicht mehr mögen, lieben und akzeptieren … lass diese Kammer zu, nur so bist DU liebenswert.“

Diese Stimme, die sagt „DU bist falsch“

Diese Stimme ist laut. Und die Aussage dahinter ist so schlimm, dass sie unsere Identität ins Wanken bringt. Sie kann tatsächlich lebensgefährlich  sein … die Stimme der Scham. Viele Menschen tun viel dafür, um die Kammer fest zu verriegeln. Um nichts fühlen zu müssen. Verdrängen ist der bessere Weg. Es ist ein Selbsterhaltungsmechanismus, der uns enorm viel Energie und Lebensfreude stiehlt. Das Leben dadurch nur noch „gedämmt“ wahrgenommen.

Wir trauen uns nicht mehr in die Tiefe des Glücks, aus Angst irrtümlicherweise, die falsche „Kammer“ zu öffnen. Übrig bleibt ein Leben ohne richtige Freude. Ein Leben das als „es ist halt so“ hingenommen wird.

Uns Menschen wird zu viel versprochen.

Seit gut vier Jahren schreibe ich auf meinem Blog. Was hier zu finden ist, ist realistisch, oft auch von Schmerz, Leid und Angst überzogen. Es sind meine Erfahrungen. Tatsachen, die dazu beitragen sollen, anderen Frauen MUT zu spenden … man kann auch aus schlechten Erfahrungen, ein (wieder) gutes Leben kreieren. :D

Doch es gibt da jede Menge Leute und Institutionen, die uns ein geiles Leben versprechen! Und das, ohne viel dafür tun zu müssen. Wir können alles haben und sind im Dauerglück. Und viele Menschen folgen ihnen … jahrelang. Bezahlen „XY“ und machen bloß „Z“. Besuchen sämtliche Seminare bei Leuten die keine Ahnung vom Leben haben, lesen hunderte Fachbücher und lieben alle Menschen auf Gottes Erden. Sie schweben auf einer rosa Wolke und alles ist voller Licht und Liebe. Schön.

Und dann? Es passiert etwas, was wie eigentlich ja versprochen wurde, nicht eintreten hätte dürfen. Sie fallen tief und schmerzhaft so richtig auf die Schnauze! Sie erleben Krankheit, werden verlassen, verlieren den Arbeitsplatz und der Tod macht auch keinen Stopp vor ihnen. Er erinnert, dass das Leben endlich ist. Die Welt scheint außer Kontrolle. Wo ist die rosa Blase hin, die „alles ist und bleibt gut“ Welt? War doch alles eine Lüge? Wo ist das Licht? Die Liebe? Das Glück?

Die Möglichkeiten:

Es ist genau das geschehen, was Menschen befürchten, die sich erst gar nicht auf diese „alles ist gut und bleibt gut“ Wolke setzen. Sie haben Angst vorm großen Fall, denn sie würden automatisch wieder vor einer Kammer stehen, die sie mit so viel Kraft geschlossen gehalten haben. Was machen diese Menschen? Viele Möglichkeiten gibt es nicht:

  • Sie werden verbittert und zynisch.
  • Sie tun so als würden sie noch immer auf einer „alles ist und bleibt gut“ Wolke sitzen.
  • Sie stellen sich den Vorfällen, öffnen die Kammer und treten ein. Sie stellen sich den Aufgaben und integrieren die Gedanken, die Trauer, die Wut, die Angst, den Schmerz in ihrem Leben. Sie spüren die GANZHEIT auf total neuem Level.

Das Letztere ist genau DAS, was uns heilen wird. Sich mit dem auseinanderzusetzen, was wir im Leben, um jeden Preis verschlossen halten. Und ganz ehrlich? Die erste Möglichkeit ist eine sehr unappetitliche, die jeden Menschen sehr alt aussehen lässt! Die zweite Möglichkeit funktioniert. Aber leider nur sehr KURZ … genauso lange, bis man wieder auf der Schnauze landet oder tiefer. Ich weiß es deshalb so genau, weil ich genau in dieser zweiten Liga spielte. Danach folgte Möglichkeit eins bis ich mich sehr spät für die dritte Möglichkeit hinreißen hab lassen.

Die Lektion hinter der „Kammer“

Alles, was sich hinter unseren Kammern fest unter Verschluss halten, sind keine Monster. Es lagern keine Bomben, die unser Leben zerstören könnten. All diese Gedanken, Erlebnisse, Gefühle, Erinnerungen und Momente haben nur eine Funktion:

Es gilt herauszufinden, wie wir mit ihnen umgehen können. Wie wir ihnen die Macht über unser Leben und unser Sein entreißen können. Ich habe mich selbst getraut sie anzunehmen … ohne Gefahr. Und auch wenn wir es nicht glauben oder es vielleicht vergessen – sie alle bergen eine wertvolle Lektion in sich.

Aus WUT können wir lernen, für uns und andere einzustehen. Sie trägt jede Menge Energie für kommende Veränderungen in sich. Wir müssen sie nur annehmen. Von der grenzenlosen TRAURIGKEIT, lernen wir auch NEU zu beginnen. Wir lernen wieder neu zu lieben. Die ANGST. Sie lehrt uns, dass es Dinge gibt, die wir besser in Zukunft meiden sollten. Sie öffnet uns Ohren und Augen. Durch diese Angst ist es auch möglich zu lernen, welche Ängste sinnvoll und welche wir getrost loslassen dürfen. :D Letztendlich ist dann noch die SCHAM, die prinzipiell positiv ist. Denn sie hilft uns ganz persönliche Dinge zu schützen und Grenzen zu wahren! Wir können uns entscheiden Verantwortung zu übernehmen und unser Handeln zu verändern.

Und so werden wir „EINS“

Wenn wir uns entscheiden die Kammer(n) zu öffnen, werden wir uns sehr bald näher kommen und wieder mehr wir selbst werden. All die sinnlose Energie, die wir verpulvert haben, um die Tür zuzuhalten, wird frei und darf sich ungehindert in uns frei machen. Es fühlt sich gut und frei an. So wie zu Hause ankommen. Ohne Angst … so wie wir sind. ›lächel‹

Vielleicht merkst Du es ja selbst schon eine ganze Weile. Du fühlst Dich unwohl und weißt, dass sich etwas verändern sollte. Höre auf Deine Intuition und steig hinab, … öffne Deine Kammer und bring Licht, Liebe und Vertrauen in das Dunkel.

Danke Dir, dass Du mich heute gelesen hast. Ich wünsche Dir eine schöne und selbstbestimmte Zeit.

Lesezeit: 5 Minuten

Ganz ehrlich? Dieses Thema ist keines, worüber ich gerne mit Leib und Seele schreibe. Und vermutlich ist es auch deshalb eines der Wichtigsten. Drüber zu schreiben ist eine Art Therapie … eine Ausdrucksart und eine Reflexion plus Verarbeitung. Ich würde sagen es ist ein „Allerweltsthema“ für jedermann und eventuell passt es auch gerade für Dich ganz gut?

Ich sitze gerade, nach einem ausgedehnten Hundespaziergang am Strand, in meinem „Outdoor-Büro“. Mein Herzmensch und ich haben uns dabei über Gott und die Welt unterhalten, es wurde gelacht und geblödelt. Über das Leben philosophieren ist etwas Wunderbares, vorausgesetzt, man unterhält sich mit der richtigen Person. Ich hab’s wie immer sehr genossen. Ich fühle mich leicht, bin happy, dankbar und sehr glücklich!

Mein MacBook liegt aufgeklappt vor mir um diesen Beitrag, den ich schon mehrmals nach „hinten“ gereiht habe, zu schreiben. Bei mir ist es still. Es ist nur die leise Musik, die ich immer gerne zum Schreiben habe, hörbar … und das „Klicken“ meiner Tastatur. Und dann ist da auf einmal dieser Moment da. Mein Gefühl von Glück und Leichtigkeit hat sich verändert. Mein Platz hier war vor ein paar Minuten noch umgeben von einer besonderen Aura und jetzt? Jetzt ist eine Art … wie soll ich es benennen … „Traurigkeit“ zu Besuch, ausgelöst durch Musik die mich berührt …

Melancholie ist bei mir eingezogen. Die Musik die sich gerade in meinen Ohren intensiv ausbreitet, löst auf einmal einen Schmerz in mir aus. Vergangene Enttäuschungen sind wieder ganz präsent … Enttäuschungen, die Jahre zurückliegen. Und ganz gleich wie ich all das verarbeitet habe – ich kann vieles noch immer nicht richtig begreifen und es tut immer wieder mal richtig weh …

Enttäuschungen hinterlassen Blessuren …

Es sind Narben, die auf unseren Herzen, auf unseren Seelen zurückbleiben. Manche davon liegen tief … manche sind nur oberflächlich. Manche „heilen“ von selbst, andere brauchen ganz viel Aufmerksamkeit und Geduld! Was ich dabei nicht aussparen möchte ist: Es ist GUT sich selbst zu fühlen … zu weinen. Es ist GUT sich selbst mit ehrlichen Gefühlen zu begegnen.

Die Musik war schon immer das, was mein Herz erreichte und öffnete. Die Musik brachte mir meine verloren gegangenen Gefühle wieder! Musik trägt mich auf ganz besondere Weise. Meine Stimmung orientiert sich oft stark an der Musik, die ich höre. Es strömt etwas in beide Richtungen und ist eine Verbindung direkt in mein Herz. :D

Eine Enttäuschung ist ein bitterer, tief dringender Schmerz, der sich bei mir durch alle Venen schleicht. Es ist ein Gefühl mit immenser Kraft! Es fühlt sich an, als würde ich vor einem tiefen Abgrund stehen. Ungesichert und mit schmerzendem Brustkorb. ENTTÄUSCHUNG … sie fühlt sich kalt an, hohl und sie ist gnadenlos ehrlich! Ein Gefühl das von null auf hundert präsent sein kann. Die Hand die ich dabei ausstrecke greift ins Leere … kein Halt … nichts. Das ist mein tatsächliches Gefühl der Enttäuschung.

Das Gefühl sich selbst zu enttäuschen …

Das Gefühl von sich selbst enttäuscht zu sein, gibt es natürlich. Für meinen Teil kann ich aber sagen, dazu habe ich in den letzten Jahren, sehr viel Abstand gewonnen. Ich  bin „gut“ darin geworden, alles was passiert zuzulassen und wenn auch manchmal ungern anzunehmen. Was bedeutet: Ich bin eigentlich so gut wie nie enttäuscht von mir! ›lach‹. Ich lebe das Leben so, wie es kommt. Mit jeder Hürde und jedem Tal.

Das Wort ENTTÄUSCHUNG:

Ich zerlege dieses Wort mal. Genau gesehen bedeutet es, dass die TÄUSCHUNG ein ENDE hat? Der „Irrtum“ zeigt sich und die „Wahrheit“ kommt ans Licht. Natürlich kommt es manchmal vor, dass wir uns in unseren Erwartungen oder Bedürfnissen täuschen. ICH verlaufe mich sehr oft in Dingen und Gefühlen! Genauso wie ich immer wieder mal falsch interpretiere. Doch deswegen von mir enttäuscht sein?

Ich habe festgestellt, dass es keinen Sinn mehr macht, sofern wir mit uns selbst liebevoll umgehen, über sich selbst zu urteilen und enttäuscht zu sein. Es würde nämlich bedeuten, dass wir uns selbst nicht ehrlich entgegentreten.

Wie ist es, von anderen enttäuscht zu werden?

Oder – ich verbessere: Sich in einem anderen Menschen zu täuschen? Sich mit anderen zu verbinden ist wichtig, weil unsere Beziehungen jede Menge von uns selbst zeigen! Es ist ein großer „Erfahrungsspielplatz“ auf dem wir uns alle tummeln und wo es klarerweise auch nicht nur positive und schöne Gefühle zu spüren gibt, sondern auch jede Menge schwierige und schmerzhafte!

Ein Nährboden der Gewalt, des Hasses und der Kriege. Und in dieser Gliederung findet auch die Enttäuschung ihren Platz. All das entsteht, wenn sich Menschen nicht einigen können und wenn Erwartungen nicht erfüllt werden.

„Hab´ keine Erwartungen, dann wirst Du auch nicht enttäuscht!“ Wer von uns kennt diesen Spruch nicht? Ich habe mir den auch sehr gerne eingeredet! Es ist der größte Blödsinn überhaupt! Wenn ich immer nur Hoffnungen habe, werde ich doch nicht nur durch „Wunder“ überrascht! Wunder gibt es nur selten und Hoffnungen erfüllen sich nicht jedes Mal. Was ist dann?

Und bitte, warum darf ich keine Erwartungen an einen anderen Menschen haben dürfen? Ja ich gebe es zu, … manchmal sind meine Erwartungen etwas zu hochgeschraubt. Na gut das wird mir meist selbst sehr schnell klar. Aber ich finde es super wichtig gewisse Erwartungen zu haben! Sie zeigen unsere Selbstliebe. Es zeigt, was mir wichtig ist und wie wichtig ich mir selbst bin!

In all meinen Beziehungen und Freundschaften erwarte ich mir zum Beispiel Ehrlichkeit, Wertschätzung und ein authentisches Sein. Wer sich dabei überfordert fühlt, darf gerne mein Leben verlassen. Ich möchte einfach nichts anderes mehr in meinem Leben als Menschen, die mir guttun und die meine Werte teilen.

Noch ein Beispiel: Ich reserviere einen Tisch in einem angesagten Lokal. Ich hübsche mich auf, ziehe meine beste Jeans an und freue mich riesig auf einen tollen und entspannten Abend. Und dann … das Essen schmeckt absolut scheußlich, dass Personal ist unfreundlich … ich bin richtig enttäuscht. :-( Meine Freundin meint dazu nur: „Na ja, hättest du deine Erwartungen zu Hause gelassen, würdest du jetzt nicht enttäuscht sein!“

Hallo? Echt jetzt? Funktioniert so unser Leben? Ich sehe das schon ein wenig anders. Wenn ich schon so viel Geld in die Hand nehme und mich für eine Lokation entscheide, die in aller Munde ist und mit Lob überschüttet wird, erwarte ich auch eine gewisse Leistung! Punkt und aus. Das ist doch in allen Bereichen so! Es macht nicht wirklich Sinn, total erwartungslos durchs Leben zu gehen.

Was, wenn die Beziehung unsere Erwartungen nicht entsprechen?

Es ist nicht nur meine Erfahrung, ich weiß, dass viele – insbesondere Frauen – zuerst mal bei sich selbst zu suchen beginnen. Was ja (fürs Erste) nicht unbedingt falsch sein muss. Doch dann beginnen wir an uns selbst zu verändern. Selbst gestellte Fragen tauchen auf:

  • Bin ich gut genug?
  • Was mache ich falsch?
  • Bin ich nicht liebenswert?
  • Verlange ich zu viel?

Und mit diesen Fragen bohren wir viele kleine Löcher in unsere Persönlichkeit. Wir entfernen uns von uns selbst. Statt bei sich selbst zu bleiben, versuchen wir meistens Verständnis für den anderen zu haben. So rennen wir mit Vollgas auf eine Mauer zu, die nur Schmerz und Enttäuschung für uns über hat. Viel besser wäre es doch, bei uns selbst zu bleiben und GUTE Entscheidungen für uns zu treffen.

Nachsatz:

Ganz egal wie wir es drehen und aus welcher Perspektive wir auf Enttäuschungen blicken. Sie sind einfach „Mist“ und hinterlassen zu viel Schmerz. Doch gehören sie scheinbar zum Leben dazu. Da müssen wir wohl alle durch. Nur dadurch formt sich unsere Persönlichkeit. Dabei ist es aber wichtig – und das ist ein 100 %iger Erfahrungswert – wir sollten uns den Schmerz nicht immer so ans Herz binden! JA, es ist wirklich schwer solche Momente einfach abzublocken, dieses Gefühl steckt mir noch immer in den Gliedern. ABER … frustrierte Menschen machen frustrierte Dinge! Und meistens sind es genau diese Dinge und impulsive Handlungen, die uns am meisten schmerzen.

Und so ist es … unser Leben mit all seinen Enttäuschungen & Erwartungen. Es „passiert“ nicht einfach. Das Leben antwortet uns auch.

Dr. Joe Dispenza

Schön dass Du heute wieder da warst. Manchmal ist darüber schreiben die beste Therapie. ›lächel‹

Lesezeit: 4 Minuten

Die Vergangenheit. Sie ist die Menge aller zeitlich zurückliegenden Ereignisse. Das hat Mr. Google ausgespuckt. Die Vergangenheit abzuschließen ist eine Notwendigkeit, um sein wirkliches Potenzial zu finden. Nur wenn wir von „Altem“ befreit sind, sind wir in der Lage die Dinge so zu sehen, wie sie wirklich vor uns liegen. Mein Beitrag heute soll dazu dienen, mit der Vergangenheit abschließen zu können, um endlich in Frieden mit Dir selbst zu leben.

Ich persönlich kenne mehr Menschen, die mit ihrer Vergangenheit nichts mehr zu tun haben wollen, als solche die ausnahmslos mit Freude in der vergangenen Zeit wühlen. Warum das so ist, kann ich nicht sagen. Manchmal denke ich sogar, dass die Vergangenheit dazu da ist, Erfahrungen zu sammeln … negative Erfahrungen um gestärkt und positiv das weitere Leben zu schaffen. Sicher, man macht als junger Mensch jede Menge Quatsch. Tritt in dieses und jenes Fettnäpfchen. Wir wollen mit dem Kopf durch die Wand … und machen Sachen, bei denen schon zu Beginn feststeht, dass es „Narben“ geben wird.

Alles, was uns klein hält und nicht zu Liebe führt, ist nur ein Echo der bislang ungelösten Vergangenheit.

Frei sind wir erst, wenn wir die Vergangenheit zurücklassen

Wir bekommen das oft gesagt, man liest es ständig und redet noch viel mehr darüber! Aber was bedeutet es?  Wir sind erst wirklich frei, wenn wir die Vergangenheit verabschieden. Mit ihr abschließen. Das Resultat ist, das wir uns im HIER & JETZT frei und leicht fühlen können. Unsere Schultern fühlen sich leicht an, weil wir keine alten Pakete mehr mitschleppen müssen! Wir können dem Leben vertrauen und offen in die Welt hinausgehen. :D

Die Zusammenhänge sind sehr einfach erklärt: Wollten wir in der Vergangenheit sowie in der Gegenwart das Gefühl von Schmerz nicht spüren, wird uns dieser Schmerz im heutigen Leben immer wieder begegnen. Wir nähren unseren „Schmerzkörper“ aus unseren Gedanken und Gefühlen des Schmerzes. Er hat seine ganz eigene Lebendigkeit und wird so zum Gestalter unseres Lebens. Er erschafft Dinge, die wir in unserm Herzen nicht fühlen möchten.

Die (Selbst)Heilung ist deshalb auch ein Schritt der Selbsterkenntnis. Die Stimme in unserem Kopf gibt vor, uns beschützen zu wollen. Sie möchte uns vor dem Bewahren, was wir bisher unangenehmes erlebt haben. Das geschieht so lange, bis wir uns selbst und die Wirklichkeit erkannt haben. Ich kann jetzt auch sagen: Bis wir die Vergangenheit hinter uns gelassen haben.

Über mich: Wenn ich in meine Vergangenheit zurücksteige, fühlt es sich nicht gut an. Natürlich gab es auch schöne Zeiten aber wie man ja weiß, bleiben negative Szenarios eher in Erinnerung als positive Erlebnisse. Es hatte Zeiten gegeben da wohnte ich in meiner Vergangenheit. Ich kannte mich dort aus und fühlte mich trotz der vielen negativen Erfahrungen zu Hause. Ich war immer auf der Suche nach den „Warums“ und „Was wäre wenn’s“. Diese vergangene Zeit zog mir sehr viel Saft aus meinen Adern. Ich war kraft- und mutlos und glaubte nicht an eine schönere Zukunft. Die Folgen waren soziale Isolation und Depression mit Angstzuständen.

Es musste etwas geschehen, denn ein Leben in ständiger Vergangenheit ist kein Leben. Diesen Weg möchte ich Dir gerne beschreiben. Er hilft Dir loszulassen, anzunehmen und zu fühlen.

Nimm Deine vergangene Zeit an. Es kann sich nur etwas verändern, wenn es in seinem Wesen erkannt wird. Deshalb ist die Akzeptanz der erste Schritt. Nimm sie genauso an wie sie ist. Bedingungslos, denn Du kannst nichts rückgängig machen was geschehen ist. Kein Wort, keinen Moment. Und gleich noch vorne weg – ich sehe heute meine Vergangenheit als Geschenk. ›zwinker‹.

Suche den Kontakt zu Deinen Gefühlen. Erlaube Dir ALLES zu fühlen! Vergangene Gefühle werden dadurch „ausgefühlt“. So vereinnahmen sie nicht Dein Bewusstsein. Dein Blick auf das, was JETZT geschieht und ist, wird klar. Der Schleier der Vergangenheit verzieht sich. Es kommt ans Tageslicht was verarbeitet werden will. Deine Heilung beginnt. ›lächel‹

Hole Dir Hilfe. Vergangenheit aufarbeiten bedeutet auch, sich Hilfe zu holen. Hilfe durch Therapie. Ich weiß, dass so viele Menschen beinahe Angst bekommen, wenn sie das Wort Therapie hören. Sie meinen, dass sie dann in der Gesellschaft einen eigenartigen Stellenwert einnehmen. Meine Erfahrungen bejahen das nur teilweise. Wir leben in einer Gesellschaft die hauptsächlich „wegschaut“. Die Menschen allgemein möchten ihren eigenen Gefühlen nicht unbedingt begegnen und den Gefühlen anderer schon dreimal nicht! Deshalb sollte man sich darum sowieso nicht kümmern. Hat man mal eine Therapie begonnen, stellt man sehr schnell fest, dass alles nicht so schlimm ist und der Seele einfach riesig guttut! Übrigens hat mal ein Therapeut zu mir gesagt als ich anfangs auch sehr unsicher darüber gedacht habe: „Eine Therapie hätte wohl überwiegend der Großteil der Menschen außerhalb dieses Gebäudes nötig :-) …“

Du und Dein inneres Kind. Begegne ihm! Es steht für Deine kindlichen Anteile. Alles was wir in der Vergangenheit getan und erlebt haben, alle Sehnsüchte nach Lebendigkeit und Liebe, wird mit dem inneren Kind ausgearbeitet. Es werden dabei sehr viele versteckte und unterdrückte Bedürfnisse hervorkommen, die dabei helfen, mit der Vergangenheit in Frieden abzuschließen. Dazu gibt es jede Menge Bücher die Dich dabei unterstützen können. Wie zum Beispiel: Das Kind in dir muss Frieden finden oder Completion Process.

LASS LOS! Sehr oft klebt man am Schmerz fest und macht dadurch die alten Geschichten immer und immer wieder durch. Man erzählt es sich selbst im Kopf … ich habe das selbst immer wieder getan. An dieser Stelle gilt es dann endlich AUFZUWACHEN! Es ist wichtig zu erkennen, dass es sich nicht um die Realität, sondern um die Vergangenheit handelt. Wenn wir uns immer wieder dieselben Geschichten aus der Vergangenheit erzählen ist das alles andere als HEILUNG! Der Schmerz von damals wird am Leben gehalten und nicht gelöst! Gehe in die Tiefe, … spüre die Gefühle die sich auftun und lasse damit all diese Momente los.

Abschlussgedanke:

Zu bedenken ist schon, dass es ein Prozess ist der Geduld verlangt. Ich arbeite daran selbst schon mehrere Jahre aber ich darf sagen, dass ich die richtig großen Baustellen erfolgreich abgeschlossen habe. Der Rest ist Kleinarbeit. ›lach‹. Ein langsames nach vorne tasten ist der richtige Anfang, um Erfolg zu haben. Lerne darauf zu vertrauen, was sich für Dich richtig und gut anfühlt. Und ganz wichtig bei allem, was Du tust: Sei geduldig mit Dir. Ehre liebe und schätze Dich. Durch das Loslassen Deiner Vergangenheit, wird sich Dein Herz öffnen, … Du wirst es sehen.

Lesezeit: 4 Minuten

Wenn einen nichts mehr erfüllt, alle Gefühle, die ein Mensch so haben darf, einfach nicht an die Oberfläche kommen, dann spricht man von innerer Leere. Manchmal kommen diese Gefühle schleichend und sie haben meistens geplant, länger zu bleiben. Ein längeres Telefonat mit einer sehr guten Bekannten erinnerte mich an meine eigene Lebensgeschichte. Vielleicht machst auch Du gerade diese Phase durch? „Ich fühle mich einfach nur leer …“ Wenn es so sein sollte, dann sehe diesen Artikel heute als den Deinen.

Tiefgründige Gespräche sind auch am Telefon möglich. Auch, wenn mir dabei die ins Gesicht geschriebene Emotion meines Gegenübers fehlt. In dem vergangenen Gespräch spiegelte sich ganz genau meine eigene Entwicklung wider, die ich durchmachte. Totale Leere, Einsamkeit und auch Traurigkeit bestimmten eine lange Zeit mein Leben.

Es ist die Sehnsucht, die dahinter steckt

Der Kopf ist voll, die Arbeit viel zu viel und die Partnerschaft, in der man glaubt, Kraft schöpfen zu können, fühlt sich ebenso leer an wie man selbst. Wenn ich diese Zeit Revue passieren lasse, hielten meine Beziehungen nie sehr lange. Mehr als sechs Monate hielten sie nicht stand. Wie auch, es waren „Zweck-Beziehungen“. Jedenfalls war es bei mir so. Nur nicht alleine sein, wenn all die Arbeit geschehen war. Hinter all dem versteckte sich eine riesige emotionale Ladung SEHNSUCHT!

Endlich mal etwas Längerfristiges. Etwas mit Gefühl und echter Liebe. Einige Schritte tiefer … wie soll ich sagen … einfach mal ankommen.

Diese Gedanken betrafen nicht nur meine Beziehungen, es war alles gemeint. Mein Job, mein Umfeld, meine Arbeit, meine zu Hause. Für den Moment waren die Dinge, die Menschen und Situationen in Ordnung. Doch schon nach wenigen Monaten folgte eine große Unzufriedenheit und Leere. Gefolgt von Kritik. Nichts fühlte sich auf Dauer gut an.

Ich entdeckte die Schattenseiten des Zusammenlebens, entdeckte Unperfektheit und langweilte mich rasend schnell. Alles schlug in pure Gewohnheit um. Und diese Gewohnheit die sich im „Außen“ zugetragen hat, erfüllte mich nicht mehr. Mein Gedanke: Mehr Arbeit vielleicht sogar eine andere? Ein neuer Liebespartner, ein neues Möbelstück, Auto oder sonst irgendwelche materiellen Dinge.

Alles begann aufs Neue. Es war eine endlose Suche, die niemals aufhörte. Die Leere verschwand nur ganz kurz … und kam danach jedes Mal noch heftiger wieder.

Die „Rennerei“ und die ständige Suche war keine Lösung

Ich spürte diese traurige Unerfülltheit in mir und machte mich auf die Suche nach Hilfe. Die Sehnsucht nach der Wahrheit war es, die mich dazu getrieben hat, umzudenken … genau hinzusehen … Fragen zu stellen, an Menschen, die sich damit auskennen. Aus diesen Sitzungen habe ich ein Zitat mitgenommen, das zu einem Lebensgesetz für mich geworden ist:

„Ask and it’s given.“ Frage und es wird dir gegeben.

Dem bin ich gefolgt. Viele meiner Antworten erhielt ich nicht nur in den Gesprächsstunden, sondern ich habe sehr viel darüber gelesen. Unterhielt mich mit Menschen, die ähnliches erlebten. Mein einfaches Sein, ohne mich von mir selbst abzulenken, … half mir. Es war das komplette Anhalten meines Lebens. Es war der Weg nach innen, denn nur dort konnte ich finden, was ich so verzweifelt hinterhergelaufen bin und gesucht habe! MICH SELBST! Es war ein spannendes Abenteuer, das ich da startete und es gefiel mir nicht alles was ich dabei erlebte.

Eine Reise ins Leere …

So würde ich diese Zeit benennen. Das Besondere daran war, dass je weiter man diese Reise in sein Inneres macht, das Leben plötzlich im Außen an Intensität dazu bekommt! Der Schlüssel dazu war die Selbstliebe … die Liebe, die wir uns selbst geben! Nicht der neue Wagen, der neue Job und der neue Partner. Finden wir die Selbstliebe, erhöht sich die Liebe für alles das existiert.

Selbst das Essen schmeckte wieder. Ich war in der Lage, ein und denselben Menschen länger an meiner Seite zu haben – länger als fünf Monate ›lach‹. Meine Emotionen wollten wieder an die Luft! Dieser Prozess, der leider nicht in drei Wochen vorüber war, vertrieben meine damalige Leere. Also eines sollte definitiv klar sein:

Wenn Du die ERFÜLLUNG im Außen suchst, sie jedoch nicht finden kannst, dann gehe nach INNEN:

Nur so können wir eine Verbindung zu uns selbst herstellen, die unser Leben verändert. Es verändert alles! Die Wahrnehmung, das Bewusstsein und das Empfinden. Es sind die Grundlagen zur Selbstverwirklichung.

Leere ist emotionaler „Hunger“ …

Dieses Gefühl, wenn man nicht nur traurig, einsam, unerfüllt und vollkommen leer ist, habe ich manchmal mit „Hunger“ Gelüsten verglichen. Man isst etwas und dreißig Minuten später folgt auf sauer süß. Bis man wieder eine Zeit später darauf kommt, dass es das auch nicht war, worauf man eigentlich Lust gehabt hätte! Dieses Gefühl war für mich oft beängstigend. Ich grübelte so viel und konnte diese Widersprüchlichkeiten überhaupt nicht verstehen.

Obwohl alles vorhanden war, war ich am „verhungern“. Selbst als ich in einer frischen Beziehung war, nährte sie mich nicht. Ich hatte damals sicher vieles indirekt gewusst, weil ich es gefühlt hatte. Es war ein schwarzes Loch, ein Vakuum, dass alles in sich hineinzog – ohne zu „kauen“. Ich war nie satt, mein Hunger nie gestillt.

Meine Zusammenfassung:

Finde heraus, was genau es ist, was Du vermisst! Ist es das Gefühl von Zugehörigkeit? Geht es um Deine zwischenmenschlichen Beziehungen oder bist Du allgemein auf der Suche nach MEHR Bedeutung und Sinn in Deinem Leben? Manchmal steckt auch ein ganz anderes Gefühl dahinter – so war es auch bei mir. Es war Enttäuschung und ganz viel Wut, die da fleißig zusätzlich noch mitmischten.

Ich weiß, dass es ganz vielen Menschen schwerfällt zu erkennen, wo genau die Ursache liegt. Ohne Therapie würde ich bestimmt heute noch auf der Suche sein und freudlos und leer im Leben stehen. Und JA es war ein längerer und sehr herausfordernder Prozess, den ich da belegt habe, aber mein Leben hat es mir wie so oft, gedankt.

Glücklich ist, wer daran glaubt, dass es im Leben nie zu spät ist, um neu zu beginnen.

Tupac Shakur

So und kein bisschen anders soll es sein. :D Ich wünsche Dir, falls Du diese Zeit gerade durchschreitest, dass sie bald vorüber ist. Ganz viel Kraft für die nächsten Schritte und ein Glas kühlen Prosecco, das am Ende Deiner Reise auf Dich wartet. ›lächel‹

Lesezeit: 3 Minuten

Wir alle haben die Möglichkeit, unsere Vergangenheit auch in der Vergangenheit zu lassen. Jeder kann etwas aus dem machen, was aus ihm gemacht wurde! Ich halte es für das Wichtigste im Leben, dass wir alle unser Leben so erfüllt wie möglich leben. Denn nur wenn wir mit uns zufrieden sind, können wir mit anderen Menschen positive und erfüllte Beziehungen eingehen.

Suche nicht die Schuld in der Vergangenheit …

„Mach´ nicht die Vergangenheit für deine Probleme verantwortlich …“. Diesen Satz musste ich mir sehr oft und sehr lange anhören. Anfangs empfand ich ihn als total deplatziert und nervig! Was wussten fremde Menschen schon von meiner Vergangenheit und meinen daraus entsprungenen Problemen? Gar nix! Dachte ich mir jedes Mal. Je länger und  intensiver ich in meinen Veränderungsprozess steckte, umso verständlicher wurde mir dieser Satz.

Der Artikel heute soll eine kurze Erinnerung sein, dass Veränderungen immer möglich ist. Egal was geschehen ist und hinter uns liegt. Ein kurzer Beitrag, weil in ganz wenigen Worten gesagt werden kann was dazu zu sagen ist. ›lächel‹

Jeder von uns ist unter anderen Bedingungen und in unterschiedlichen Familienverhältnissen groß geworden. Da gibt es diejenigen, die es leicht und unbeschwert hatten. Eine schöne und behütete Kindheit genießen durften.

Manchen aber wurde Schmerz und Leid angetan. Sie hatten eine schwere und lieblose Kindheit. Vielleicht auch mangelnde Möglichkeiten was ihre schulische und berufliche Orientierung betraf. Menschen mit schwerer Kindheit wachsen mit persönlichen Problemen heran. Mangelnde Aussprache und Zuneigung der Eltern erschweren schon in jungen Jahren das Leben, ohne das es einem bewusst ist.

Ich mochte es nie leiden, wenn Leute immer alles auf die Kindheit und die Erziehung der Eltern schoben! Leider habe ich mich geirrt. Ein großer Teil unserer Entwicklung, wenn nicht sogar der größte Teil, liegt in den Händen unserer Eltern. Sie geben uns das „Werkzeug“ mit, das uns ein Leben lang begleitet. Die Kindheit prägt. Ob gut oder schlecht.

Viele Menschen entschuldigen ihre Probleme und Schwierigkeiten, im erwachsenen Alter, mit ihrer Vergangenheit. Was auch plausibel klingt und auch zum Teil nicht ganz unrichtig ist. Ich bin ja auch so eine „Kandidatin“. >finster schau<. Andererseits macht man sich dadurch zum Opfer und man fühlt sich hilflos und schwächer als alle anderen!

Es gibt viele Menschen mit schlechten Startbedingungen

Die Redewendung: „Klar, dass aus der/dem nix geworden ist, … sie/der kannte und sah ja ihr/sein Leben nie etwas anderes!“ Diese Redewendung ist uns allen bekannt, vielleicht haben wir es auch selbst schon mal ausgesprochen. Auch da muss ich sagen – JA, das stimmt. Gleichzeitig bin ich auch davon überzeugt und der festen Meinung – NEIN, es muss nicht so bleiben!

Hätte ich damals alle negativen Eigenschaften meiner Eltern übernommen, würde es mir sicher schlecht gehen. Ich wäre in ganz vielen Dingen kein Stück besser als sie. All diese Eigenschaften würden sich mit meinen persönlichen Werten, die mir wichtig sind, überschneiden. Ich wollte es einfach besser machen … jedenfalls hab ich es versucht. Zwar reichlich spät, aber doch. Und das macht mich zufrieden. ›lächel‹.

Mir sind viele Menschen bekannt, die es schwer hatten. In der Kindheit, in den Beziehungen mit Freunden und Arbeit. Aber irgendwann war der Rand voll. Sie wollten es der Welt, aber vor allem sich selbst beweisen, dass ein besseres Leben trotz allen Hürden die einem das Leben so stellt, möglich ist. Und sie haben es tatsächlich geschafft! Es sind Menschen, die zu meinen Vorbildern wurden und für die ich mich von Herzen freue, dass sie es erreicht haben, was sie schon so lange verdient hätten!

Nicht beklagen – nachdenken

Statt zu jammern, dass wir schlechte „Startbedingungen“ hatten, sollten wir besser darüber nachdenken, welche Möglichkeiten wir haben, um das BESTE aus unserem Leben zu machen. Das BESTE aus dem machen, was uns zur Verfügung steht.

Es ist nämlich tatsächlich so, dass jeder Mensch, auch die, die nicht auf die Sonnenseite des Lebens gefallen sind, über die Kraft und die Fähigkeit verfügt, die notwendig sind um das Leben besser und etwas bunter zu machen! Geht nicht … gibts nicht. ›zwinker‹.

ICH vor vielen Jahren:

Mein Leben davor war für Außenstehende schön anzusehen. Mir fehlte es an nichts und ich wurde oft beneidet! Es wäre mir alles möglich gewesen. Leider trug ich damals noch „Gardinen“ vor meinen Augen. Mein Leben lag unter einem Schleier. Oberflächlich und Prestige-lastig, so war mein Leben. Gefüllt mit ganz vielen negativen Eigenschaften und vielen schmerzhaften Katastrophen, die kein Mensch sehen oder wahrnehmen durfte. Alles war zu wenig und nix war richtig und recht. Natürlich hatte mein Verhalten Gründe, die mir damals aber noch nicht bewusst waren. ICH … die ständig Suchende …

Heute bin ich stolz darauf, das totale Gegenteil zu sein! Das Geld um alles möglich zu machen, habe ich heute nicht mehr. Meine negativen Eigenschaften (also die wirklich heftigen … zwinker), habe ich versucht in positive umzuwandeln. Materielle Dinge haben schon lange keinen wichtigen Stellenwert mehr. Die „Gardinen“ sind am Müll und verletzende Katastrophen sind (ich denke dadurch) ausgeblieben. Ich sehe klar. Ich bin für ALLES dankbar und kann mich darüber wahnsinnig freuen, meine Mitte und mein echtes ICH gefunden zu haben um selbstbestimmt leben zu dürfen.

Ich habe mit meiner Vergangenheit zu 90 % abgeschlossen. Kollateralschäden bleiben leider immer hängen, aber mit dem lässt es sich gut leben. Deswegen möchte ich heute mit dem Anfang meines Beitrages auch abschließen:

Verändere, was aus dir gemacht wurde, es ist möglich.

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Mauern trennen uns Menschen. Nicht nur räumlich! Oft sind diese Mauern nur wenig greifbar jedoch höchst wirksam. Das menschliche Miteinander ist geprägt von Distanz und Nähe, von Identitätssuche und Interesse am anderen. Für Menschen, die um ihr Herz eine Mauer errichtet haben, wird das zwischenmenschliche Erlebnis oft zu einem Problem.

Wer kennt es nicht? Fleißig am „Distanzgraben“ bauen. Viele Menschen vorzüglich Frauen haben eine mächtige Mauer um ihr Herz errichtet. Sie dient als Schutz. Emotionen und Gefühle haben so ihre Berechtigung, nämlich um uns zu schützen. Besonders, wenn wir von Erfahrungen überfordert worden sind. Dadurch wird eine sichere und hauptsächlich schützende Reaktion – das bekannte „Mauern“ aktiv.

Getrennt von der Liebe

Schmerzhafte Erfahrungen in der Vergangenheit machen viele Frauen verschlossen. Sie haben die Wände hochgefahren. So hoch, dass sie gerade noch drüberschauen können. Ich kenne das Gefühl zu gut und auch wenn man von vielen Menschen umgeben ist, fehlt immer ein Teil. Das Leben fühlt sich leer, einsam, isoliert und oft sehr einsam an. Bei mir waren ständige Unruhe, sehr oft Unzufriedenheit und Körperanspannungen inbegriffen. Bis hin zur Depression, die anfangs nicht wirklich greifbar war, weil sie im Unterbewussten geruht hat.

Beinahe jeder Mensch hat seine kleine Herz-Mauer gebaut. Laut einer Statistik, die nicht mehr ganz aktuell ist, sind es 70 %! Hätte ich ja nie gedacht. Eines weiß ich allerdings und das ist „aktuell“: Wer seine Innenwelt und seine Gefühle dauerhaft hinter einer Mauer verschlossen hält, brennt irgendwann emotional aus. Mein Leben wurde danach und deswegen sehr anstrengend!

Auch die Kindheit spielt leider wieder eine Rolle. Wenn wir uns in der Kindheit nicht entfalten durften, werden auch diese Emotionen von damals, nie richtig aus- oder weggeschaltet. Unbewältigte Emotionen und Gefühle werden zum „festsitzenden“ Teilhaber unseres Lebens. Sie entstehen, wenn belastende Erlebnisse nie richtig verarbeitet wurden ODER in dem Augenblick des Geschehens, nicht richtig gefühlt werden konnten, weil wir schlicht weg überfordert waren. So haben wir sie als BLOCKADE(n) in unserem Körper gespeichert, solange, bis eine Lösung … Heilung oder Integration erfolgen kann.

Mauern in unserem Innersten belasten unser Leben. Sie schränken unser SEIN und TUN enorm ein.

Es wird schwer, Liebe zu geben und anzunehmen …

Ist unser Herz von einer dicken Mauer umgeben, wird es schwer, Liebe zu geben, da die Liebe gehindert wird aus dieser dicken Mauer auszubrechen! Gleichzeitig kann die Liebe von anderen Menschen uns nur sehr schwer finden. Die Signale verstummen noch bevor sie noch angekommen sind … und das, obwohl wir es uns so sehr wünschen würden! Und so gehen wir mit der, manchmal gar nicht bewussten, Mauer isoliert und sehr oft einsam durchs Leben.

Eine noch ganz wichtige Erkenntnis möchte ich dazu noch mit Dir teilen:

Durch das Gesetz der Anziehung, von der Du bestimmt schon gehört hast, werden Menschen mit dicken Mauern um Ihr Herz auch IMMER wieder Menschen b.z.w. Partner mit demselben Problem anziehen!

Solange wir im Widerstand zu unseren Gefühlen stehen, wird es uns schwer möglich sein, im gegenwärtigen Moment zu leben. Wenn wir nicht richtig fühlen, verlieren wir den Kontakt zu unserem wahren Selbst! Wenn Du nicht langsam die dicke Mauer um Dein Herz beginnst abzutragen, wird es passieren, dass Du irgendwann gar nichts mehr zulassen kannst. Ich könnte es auch Depression nennen … ein direktes Ergebnis des „Nicht-Fühlen“ (Wollens).

Abschließend noch: 

Ich habe mich so lange Zeit gewehrt. Gewehrt genauer hinzusehen … über die Mauer zu schauen … etwas „Luft“ an mich zu lassen. Aber ich habe mich getraut. Alleine hätte ich es nicht zu stand gebracht. Und es war ein langer Prozess, der Vertrauen und Mut gebraucht hat. Es klingt jetzt sehr simpel, doch das war es nicht. Es war und wird für die meisten unfassbar schwer sein, weil jede von uns „Herz-Mauer-Frauen“ anders konditioniert ist und über Jahre etwas vollkommen anderes gelebt haben. Trotzdem möchte ich Dich ermutigen eine Veränderung in Dein Leben zu lassen! Du verpasst unglaublich viel …

Die Mauern, die wir um uns herum bauen, um uns vor Verletzungen zu schützen, halten auch die Freude draußen.

Jim Rohn

Ich wünsche Dir eine gute und wunderbare Zeit. LEBE!

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„Du gehörst mir und sonst niemanden …“ Vielleicht hast Du diesen Satz schon mal von jemandem, den Du magst, gehört? Fürs Erste mag es ein schönes Gefühl sein, so etwas gesagt zubekommen. Man denkt, es zeigt von besonderer Liebe? Aber im nächsten Moment klingt es sehr beengend. Niemand gehört irgendwem. Wir gehören uns und dem Leben. Punkt.

Mein Leben war mal ein ganz anderes. Ich hatte ein gestörtes Verhältnis zur Liebe, zu zwischenmenschlichen Beziehungen und Freundschaften. Eigentlich bin ich immer noch auf einer eigenartigen Spur was das betrifft, aber ich weiß jetzt, dass mein Leben nicht von einem anderen Menschen abhängig ist. Ich/WIR sind dafür verantwortlich und WIR können sehr gut auch ohne „Besitzer“ leben!

Leben und lieben ohne die Freiheit zu verlieren …

Ich liebe meine Freiheit. Ich glaube, es ist mir das Wichtigste überhaupt. Mit dieser Denke stehe ich sicher nicht alleine da. Erst recht, wenn man das Leben schon mal aus einer anderen Perspektive ge- und erlebt hat. Freiwillig gewählt und sich darauf eingelassen. Oder sollte ich sagen langsam hineingerutscht? Gerade wenn man es als Frau dann geschafft hat, aus diesem „Besitztum“ zu entkommen, hat FREIHEIT noch mal ein ganz anderes Gewicht!

Wir haben uns aus Bindungen gelöst, von den Ketten und lassen uns von niemandem besitzen. Man lässt auf keinen Fall mehr zu, dass andere Menschen uns festbinden und uns den Weg zu unseren Wünschen verwehren. Wir sind Besitzerfrei und nur WIR bestimmen über unser Leben …

Als meine Zeit der „Freiheit“ da war, mochte ich keine Menschen, die mich kontrollierten. Ich hatte Probleme mit meinen Vorgesetzten und ich habe endlich gelernt laut und deutlich NEIN zu sagen. Nein, zu dem, was mir nicht gefiel, wovon ich nicht überzeugt war und was ich nicht vertreten konnte! NEIN zu dem, was mich nicht glücklich machte. Nach ganz vielen Jahren habe ich es endlich geschafft mir meine Freiheit zurückzuholen und zu erhalten. Es war die größte EROBERUNG meines Lebens. >breitlächel< In einen alten Filofax stand fett geschrieben ein Zitat von Paracelsus:

AUF DAS NIEMAND JEMAND GEHÖRE, DER SEIN EIGENER HERR SEIN KANN.

„Ohne dich bin ich niemand …?“

Tatsächlich hatte ich das jahrelang wirklich geglaubt. Wenn man von Menschen abhängig ist, denkt man eben so. Das war mir aber damals nicht wirklich bewusst! Lassen wir demjenigen, den wir gerne haben, seine Freiheit. Lassen wir ihn die Person sein, die er sein möchte! Aber er muss auch UNS erlauben, unsere Persönlichkeit so zu entwickeln, wie wir uns das wünschen. DU, ich, wir alle gehören NUR dem Leben.

„Ohne dich kann ich nicht leben, wenn du gehst, werde ich sterben …“ u.v.m. Diese Sätze gesagt zu bekommen, klingen vielleicht anfangs „romantisch und herzzerreißend. Denken wir aber klar darüber nach, was sie uns sagen, dann handeln sie von einer „Liebe“, die absolut ungesund ist. Viel schöner ist es doch zu sagen oder zu hören: „Ich brauche dich nicht, aber ich würde sehr gerne mein Leben mit dir teilen.“ Ich habe die Erfahrung machen müssen, dass es NIEMALS gut war, etwas zu „brauchen“! Denn damit ist verbunden, der anderen Person unterworfen zu sein und das hat mit Liebe nichts zu tun, denn LIEBE ist auch Freiheit.

NEIN ist so ein wichtiges Wort!

Denn denk doch gleich mal selber nach: wie oft hast Du zu etwas JA gesagt, zu dem Du in Wahrheit eigentlich NEIN sagen wolltest? Ich hatte immer große Angst vorm Nein sagen. Bis ich endlich bemerkt habe, wie schön und befreiend dieses kleine Wort sein kann! NEIN ist für mich ein sehr gesundes Wort geworden. Heute habe ich keine Angst mehr vor irgendwelchen Reaktionen der anderen. Ich habe auch keine Angst mehr, deshalb nicht gemocht zu werden. Was passiert denn, wenn wir NEIN sagen? Nix. Niemand stirbt daran. Unser Gefühl ist dabei ausschlaggebend. Natürlich mache ich keinen Sport daraus, und bin auch, wenn ich es für angemessen halte, für einen Alternativvorschlag bereit. Wichtig für mich, ich muss mich dabei wohlfühlen!

Um Dinge zu erreichen, unseren Träumen ein Stück näherzukommen, müssen wir oft Dinge überwinden, die nicht einfach sind. Die weh tun. Eine Art all das zu erreichen, besteht eben darin, sich von Ketten und Fesseln zu befreien. Denn wir gehören niemandem. Unser Leben, das wir gerne Leben möchten, müssen wir selber gestalten! Ich weiß, dass es Menschen gibt, die das Gefühl brauchen, einen Menschen zu besitzen. Zu bevormunden und am liebsten wäre es solchen Leuten, wenn wir das komplette Leben in ihre Hände legen würden. Ohne eigene Meinung und nur JA sagend. Nimm Deine Beine und lauf, wenn Du in so einer Beziehung bist. Es sei denn, Du brauchst dieses Gefühl …

Bleib dem treu, was Du Dir wünscht. Wovon Du träumst und was Dir Leidenschaft bereitet! JEDER wird Deinen Enthusiasmus spüren und Du wirst von niemandem aufgehalten werden. DU bist Herr Deines Lebens! Unsere Zeit ist leider beschränkt, verschwenden wir sie nicht! Bitte bleib nicht in dem Dogma gefangen, so zu leben, wie alle anderen es möchten. Hab den Mut und die Kraft, Dich selbst zu befreien. Denn wir gehören NUR unserem Leben.

Gerne darfst Du mich teilen und hinaustragen. Pass gut auf Dich auf. Danke, dass Du mich wieder gelesen hast!

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In den letzten Beiträgen habe ich ja über Sensibilität und der Ruhe geschrieben. Verhaltensmuster und Gefühle. Ich würde ganz gerne dabei bleiben. Der Anschluss fällt mir  leicht und passt zudem. WAS also liegt unter unserer Schale? Ich machte mich vor Jahren auf den Weg das zu erforschen. Und es geschah in Etappen. Zuerst wurde die erste Schicht abgetragen und sobald ich merkte, wozu ich bereit war, ging’s ab zur nächsten Schicht. Komm, steigen wir gemeinsam in die Tiefe unserer Gefühle und Emotionen.

Was liegt alles in uns verborgen?

Was möchten wir? Was ist uns wichtig? Und wie möchten wir uns fühlen? Wichtige Fragen wie ich meine! Wir leben in einer leistungsorientierten Gesellschaft, das ist unübersehbar. Die meisten Menschen definieren sich über ihren Job, ihren Status und noch jeder Menge äußerer Umstände. Was dabei in uns wirklich vor sich geht, wird beiseite geschoben. Dafür ist keine Zeit und verliert deshalb oft an Bedeutung.

Unter dem Gesellschaftsdruck fangen viele von uns an zu „mauern“. Und so verlieren sie den eigentlichen Zugang zu sich selbst. Ich war damals so weit, dass ich nicht mehr wusste, was mit mir los ist. Wer war ich? Wonach sich mein Herz sehnte. Mir war nur eines klar und ich sagte mir immer vor: „Sandra, das Leben scheint zu hart zu sein für Menschen mit einem guten Herzen.“ Ich wollte von nichts und niemandem mehr verletzt werden und deshalb entschied ich mich damals meine Gefühle auszuschalten. Ich vergaß mein wahres ICH.

Das Herz vergisst nicht!

Anfangs war das eine sehr bequeme und sichere Methode! Allerdings vergisst das Herz nicht wonach es sich sehnt, was es will und warum wir hier sind. Je mehr ich mich von mir abwandte und distanzierte, umso größer wurde mein Schmerz ab einer gewissen Zeit. Und ich kann es bestätigen: diese Schmerzen lassen sich durch und mit nichts betäuben! Weder durch Alkohol noch durch andere Drogen. Dieser Schmerz wird immer größer und er zeigt sich immer und immer wieder, solange, bis man hinschaut und erkennt: Jetzt ist es Zeit zu handeln …

Durch den Schmerz durch …

Ich liebe Emotionen, sie sind etwas Wunderbares! Sie zeigen uns wonach wir uns tatsächlich sehnen. Aber sie weisen uns ebenso darauf hin, was aus der Bahn geraten ist und wo der Schmerz sitzt. Schmerzen zu erkennen und diese auch zulassen, das ist sehr schwer für mich gewesen! Es erfordert Courage. Kampfgeist. Mut. Und den Willen in die Tiefe zu sehen. Ich habe mich lange Zeit dazu entschieden, meine Emotionen unten zu halten. Alles beim Alten zu belassen, der Bequemlichkeit halber. Aber ich merkte auch, dass sich damit rein gar nichts in meinem Leben und an mir ändern wird!

Es ist nun schon ein gutes Jahr her, als ich mich dazu entschieden habe, durch den Schmerz den ich schon so viele Jahre mitschleppte, zu gehen. Ich machte eine weitere Therapie die beinahe drei Monate und fort von zu Hause stattfand. Es war alles andere als ein Spaziergang, das war mir bewusst. Bequem war es auch nicht. Es waren Tage dabei wo ich mich ernsthaft fragte, warum ich eigentlich all das mache. Ob es nicht klüger wäre, die Vergangenheit sein zu lassen und an meiner Motivation und an meinen Träumen für die Zukunft zu arbeiten?

Die Sache war aber die: Ich war nach so vielen Jahren an einen Punkt geraten, wo ich es wissen wollte … WER ich wirklich bin. Ohne meine „Schale“ dabei zu knacken und dabei zu spüren was da alles so in mir schlummert, wäre dies aber nicht möglich gewesen! Sicher hätte ich weiterhin alles in mein Leben ziehen können, was ich mir so vorstelle. Die Frage war aber: Ist das, was wir uns wünschen, auch immer das Richtige für uns?

Dazu ist es notwendig in die Tiefe zu sehen und zu gehen. Ich musste meine „Wunden“ spüren, fühlen und erkennen, was mir wirklich Angst bereitet.

Grenzüberschreitungen …

Ich neigte immer dazu, meine persönlichen Grenzen von anderen Menschen übertreten zu lassen. Ich ertrug mehr als ich eigentlich wollte! Tatsächlich bewusst war mir das, glaube ich nicht. Bis ich in Situationen kam, wo ich merkte, dass ich KEINE gesunden Grenzen habe! Menschen, die sich nicht manipulieren lassen und zudem gesunde Grenzen besitzen, haben keine dieser Probleme wie ich sie damals hatte.

Als ich begann meine Emotionen wieder auszugraben, freizulassen, was ganz schön lange dauerte, wurde mir schnell bewusst, dass ich sehr manipulativ war und mir meinen Grenzen nicht bewusst war. Nach außen war ich hart und stark. In der Tiefe sah es ganz anders aus …

Erfahrungswert von mir:

Gerade wenn wir in einer Beziehung sind, kann es vorkommen, dass wir unserem Partner mehr erlauben als uns eigentlich guttut! Wir übertreten unsere persönlichen Grenzen. Und was in anderen Lebensbereichen vielleicht nicht immer schlecht ist, kann in der Beziehung oft zum Verhängnis werden. Es kommt vor, dass wir uns dabei „vergessen“ und total „aufgeben“! Als Nächstes können auch unsere Werte verloren gehen, während wir NUR damit beschäftigt sind, unserem Partner alles recht zu machen!

Es ist so wichtig zu spüren!

Total wichtig ist es, in sich hineinzuhören und zu SPÜREN. Zu spüren, was einem nicht guttut und was uns verletzt. Was uns innerlich auffrisst! Ich finde es so wichtig, hinter unserer eigenen Lebensgeschichte zu stehen! Zeigen wir uns doch wie wir wirklich sind. Teilen wir unsere Gefühle und Emotionen ohne sie zu verstecken. JEDER MENSCH hat seine Erfahrungen machen müssen. Viele tragen dadurch vielleicht einen Punkt auf ihrer Seele. Leider ist das unser Leben und es gehört in unseren Rucksack. :D

Öffnen wir unser Herz. Früher fand ich Menschen verdammt interessant, die immer cool waren, gut aussahen, auch wenn ich wusste, dass sie jeden Tag aufs Neue eine andere Maske tragen. >händezusammenschlag<. Heute fallen sie mir nicht mal mehr auf. Ich schenke meine Aufmerksamkeit Menschen, die Stärke zeigen und auch über ihre Schwachstellen reden. Einfach pur & echt sind.

Ich erlebe es ja immer wieder an mir selbst: will ich ein authentisches Leben führen, muss ich unter mein Schneckenhaus schauen und ich finde es wichtig, auch anderen diesen Blick zu erlauben! Solange ich mich hinter oder unter irgendetwas verstecke, was ich gar nicht bin, kann ich auch nicht ECHT sein!

Unsere verletzte Seite ist unsere wahre Stärke!

So sehe ich es und bin auch davon überzeugt. Ich bin dankbar für so viel Sensibilität und Erfahrung und auch meinen „Punkt“ auf meiner Seele. :-) Diese Seiten an uns wollen ausgelebt werden! Sicher und das gebe ich selbst auch gerne zu, es macht (gerade am Anfang) etwas Angst, genau diese Seiten zu leben … OHNE doppelten Boden, Rettungsring, Masken und Mauern, nein nix dergleichen stattdessen ganz viel WIR. So wie wir sind. :D

Wir machen es von bestimmten Bedingungen abhängig, ob wir unser echtes ICH zeigen oder nicht, das ist ein großer Fehler. Ich selbst habe das noch eine Zeit lang so praktiziert, bis mich eine ganz wichtige Person in meinem Leben darauf angesprochen hat und dazu gemeint hat: „Es spricht nicht von Vernunft oder Stärke was ich da mache, es ist eher ein Zeichen von Unsicherheit und Schwäche und diesen Menschen habe ich schon lange hinter mich gelassen …!“

Vielleicht kannst Du das mitnehmen, auf Deinem Weg in die Tiefe. Zu Dir selbst. Es ist eine schöne Reise, das kann ich Dir versprechen. Die Dinge werden sich danach verändern …, weil DU DICH verändern wirst!

Ich wünsche Dir eine gute Zeit, pass auf Dich auf und lebe „pur“.

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In der letzten Zeit gab es auf meiner Facebook Seite einen Tagespost, in dem es um Sensibilität und die Art „anders“ zu sein ging. Ich bekam darauf sehr viele Zuschriften, die mich bewogen haben, gleich nochmal in diese Tasche zu greifen. Dieses Mal möchte ich gerne darüber schreiben, wie wenig sensible Menschen eigentlich in die Masse der Menschen passen. Wir sind anders. Anders im Denken, anders im Leben, auch anders in Beziehungen und Freundschaft.

„Ich hasse Menschen“ …

Keine Sorge, ich hasse Menschen nicht wirklich, aber in der letzten Zeit ist mir der Gedanke sehr oft nicht nur durch den Kopf, sondern auch über meine Lippen gekommen. Gründe dafür gab es tatsächlich ausreichend. Ich frage mich dann immer, ob ein in sich so ruhender  Mensch, wie ich es bin, solche Gedanken und Worte überhaupt denken und sagen darf? JA, darf ich. Es geht nämlich eigentlich darum, dass ich immer mehr spüre, wie wenig ich mit den anderen Menschen gemeinsam habe und wie wenig, ich mich anpassen kann und möchte! Und ich bin mir ziemlich sicher, dass DU als leiser und sensibler Mensch, es genauso sehen wirst.

Damals:
Drehe ich das Rad der Zeit zurück, war ich schon im Kindergarten ein leises Kind. Wenn ich etwas anstellte, machte ich es still. In der Schule meldete ich mich nie zu Wort. Bloß nicht auffallen. Ich war jemand, den man kaum bemerkte. Jedenfalls machte es so den Anschein. Aber genau durch dieses Verhalten wurde ich zur Zielscheibe von Lehrern und anderen Mitschülern. Heute würde man sagen ich wurde zu einem Mobbingopfer. Ich wehrte mich anfangs nie und duldete die Beleidigungen und Hänseleien. Freunde hatte ich kaum und die ich hatte, waren genauso „eigenartig“ wie ich es war.

Das war damals. Heute ist es ähnlich, denke ich dabei um Freundschaften und enge Beziehungen. Ich habe wenige Freundschaften, die tiefgehend sind. Den Rest würde ich als gute Bekannte betiteln. Am wohlsten fühle ich mich unter gleichen Menschen …, die so sind wie ich. Leise und sensible Frauen, auf unsere eigene Art und Weise.

Laute Menschen gehen mir schnell auf die Nerven …

Es ist tatsächlich so, dass diese Menschen für mich anstrengend sind! Ich weiß gar nicht mehr, wie ich das in meinem Job ausgehalten habe? Umgekehrt bin auch ich für sie sehr oft anstrengend. Ich bin zu ruhig und zurückhaltend … langweilig?  Ich höre lieber zu, als ununterbrochen zu reden. Ich reagiere auf viele Dialoge anders oder eben erst gar nicht! Auch das macht mich nicht unbedingt sympathisch wie ich immer wieder mitbekomme. Mit Smalltalk kann ich nicht leben und es ist absolut NICHT mein Ding. In der Zwischenzeit nicht mal mehr der Höflichkeit halber!

Und, wenn ich mir meine Worte selbst so ansehe, wirkt das etwas eigenartig. Eine Eigenartigkeit mit der ich schon ganz lange Zeit lebe. Aber es ist wie es ist. „Andere“ Menschen haben eine Sichtweise auf das Leben, die vollkommen im Widerspruch zu meinen Ansichten stehen. Deswegen herrscht schnell eine Disharmonie. Ideen und Einfälle klaffen auseinander und was dann passiert, fühlt sich selten gut an!

Im Gegenteil. Ein Unwohlsein ist dann plötzlich da und der riesige Wunsch nach „Ich würde jetzt bitte lieber meine Ruhe haben“. Vielleicht sitzt Du jetzt schon die ganze Zeit da und nickst unaufhörlich, weil Du es total verstehen kannst! Vielleicht denkst DU dieselben Gedanken, aber glaubst, Dich anpassen zu müssen? Weil es unhöflich ist? Weil Dich die Menschen sonst nicht gernhaben oder weil Du sonst die letzten Freundinnen auch noch verlierst?

Lass das bloß sein!

Anpassen. Ein Wort das ich als Kind schon gehasst habe! Heute bin ich 57 Jahre jung. Ich habe mich mein halbes Leben angepasst, jedenfalls habe ich es versucht nur um des Friedens willen, um des „gemocht werdens“ und der Zugehörigkeit in der Gesellschaft. Alles mit unzufriedenstellendem Erfolg wie mir immer wieder gesagt wurde. Aber wie sollte das auch gut gehen, ist man tief im Inneren ein vollkommen anderer Mensch?

Durch den Versuch sich anzupassen verlieren wir jedes Mal einen Teil unserer eigenen Identität. Wir steigen einfach darüber hinweg. Wir ignorieren, was uns wirklich guttut und was wir eigentlich tatsächlich wollen! Kennst Du bestimmt? Ich hatte dieses Gefühl immer, wenn ich versuchte mich anzupassen. Wie oft wurde zu Dingen JA gesagt, damit man „positiv“ rüberkommt? Bloß keine bösen Reaktionen einsammeln! Und das, obwohl wir wissen, dass diese Dinge uns nicht guttun!

Die Zeiten ändern sich aber. Ich schaffe es gar nicht mehr mich anzupassen. Es war auch so, dass ich durch dieses angepasste Spiel noch mehr Menschen anzog, mit denen ich absolut nicht klarkam. Es war also wichtig zu erkennen und anzunehmen wie ich nun mal war. Eine sensible und stille Frau.

Menschen fühlen unterschiedlich …

Eine schwierige Erkenntnis war es für mich zu sehen, dass nicht jeder Mensch so intensiv die Gefühle anderer wahr nimmt wie ich es tue. Ich spüre sehr schnell was ein anderer Mensch braucht. Auch, wenn ich selbst nicht jedes Mal in der Lage bin darauf einzugehen. DAS fällt dann bei mir unter Selbstfürsorge! Ich verstehe sehr gut, wenn sich Freunde längere Zeit mal nicht melden. Jeder hat sein Leben und genug zu tun. Ich habe da vollstes Verständnis denn ich würde wahnsinnig werden, müsste ich jeden Tag telefonieren, simsen oder in irgendeiner Form ein Lebenszeichen von mir funken!

Ich WILL manchmal sogar zu niemandem Kontakt haben. Erst recht nicht, wenn es mir aus irgendwelchen Gründen nicht so ganz gut geht. Da bin ich wie eine Katze, die sich zum „Heilen“ verzieht ›lach‹. Da muss ich in meiner Welt bleiben. Dadurch schöpfe ich Kraft und finde zu meiner alten Energie zurück.

Ich habe viele Bekannte in meinem Umfeld, die damit nicht zurechtkommen. Sie suchen die „Schuld“ bei sich. Dadurch entsteht wieder eine Kommunikation, die mich stresst. Denn eigentlich habe ICH MICH schon hunderte Male „erklärt“. Auch wenn es nett gemeint ist, … für mich ist es sehr anstrengend.

Dadurch gingen auch schon Freundschaften kaputt …

Leider wahr. Gerade, wenn Freundschaften schnell zusammenwachsen ist der Kontakt intensiv. Man macht viel gemeinsam, sieht und hört sich jeden Tag. Für mich als leise und sensible Frau geht das natürlich nicht sehr lange gut. Weil es mir einfach zu viel wurde und wird. Gefühlt nahm die andere Person plötzlich einen großen Teil meiner Seele für sich ein. Für viele klingt das jetzt sicher übertrieben, aber wenn Du selbst ein introvertierter Mensch bist, weißt Du genau was ich meine!

Auf einmal gehört man dieser Person. Irgendwie. Auf eine eigenartig gefühlte Art. Ich hatte auch immer die Erfahrung gemacht, dass diese Personen mich ganz intensiv brauchten! Sowohl um nicht alleine zu sein, aber auch um mit mir über ihre Probleme zu reden oder diese abzuladen. Für diese Art von Freundschaft reicht meine Energie nur noch ganz kurz. Ich merke wie es mich anstrengt. Nett bleibe ich jedoch immer. Ich sag es nur direkt und ohne ausschweife.

Mittlerweile sehe ich es so, dass es ein gewisses „Defizit“ ist, das ich habe. Ich bin für die Masse nicht gemacht! Dieses Verhalten macht mir mein Leben nicht immer leicht. Viele Menschen reagieren unsicher und bewerten mich dadurch auch völlig falsch. Bösartige Meldungen sind dabei ebenso keine Seltenheit. Verständlich aus heutiger Sicht. Damals war es schmerzhaft, heute akzeptiere ich es, ohne es zu bewerten. Denn ICH bin so. Und ich mache KEIN Geheimnis daraus!

Sei wie Du bist, und Du ziehst die Menschen an, die zu Dir passen

Abschließend will ich Dir noch sagen: Frage Dich WER und WIE DU bist. Und vor allem steh dazu! Ich habe so lange im Außen gelebt und gefühlt, mich um andere Menschen geschart und gekümmert, dass ich mich selbst ganz vergessen habe. Ich habe vergessen, wer ich bin und was mich ausmacht. In Wirklichkeit ist es ein Armutszeugnis erst mit 57 Jahren sagen zu können: „Ich weiß heute wer ich bin und was mir guttut …“ Die letzten Jahre haben mich gefestigt. Und wie sagt man so schön? Lieber spät als nie!

Vielleicht hast Du Dich in einigen Textpassagen wiedergefunden. Dann bist Du einer dieser Menschen, die so denken und so fühlen wie ich. Und wenn Du magst, darfst Du diesen Beitrag auch gerne mit ähnlichen Menschen teilen oder ihn an Freunde schicken, um nicht immer eine Erklärung abgeben zu müssen. ›lach‹.

Ich wünsche Dir eine gute Zeit, pass gut auf Dich auf und wir lesen uns bald wieder, wenn Du magst!