Die Psyche, ein komplexes und sehr gewinnbringendes Thema wenn wir uns damit auseinandersetzen. Probleme erkennen, annehmen und gemeinsam lösen sollte das Ziel sein.
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Die meisten Menschen leiden täglich. Ob durch tatsächlichen Schmerz, eine unangenehme Situation oder durch das Beklagen von etwas. Eine beinahe schon fast selbstverständliches Verhalten. Wir sind nicht auf der Welt um zu leiden, sondern um glücklich zu sein! Wenn wir leiden, dann nur deshalb, weil dieses Gefühl uns etwas zu sagen hat.

Weißt Du, wovor ich in meinem Job am meisten Angst hatte? Vor dem Leiden danach, wenn ich etwas verbockt hatte.
Weißt Du, wovor ich am meisten Angst hatte, wenn ich Menschen begegnete und sie mir ans Herz gewachsen sind? Vor dem Leiden, das so oft danach kam, wenn ich enttäuscht wurde. Es waren nicht die Enttäuschungen oder die Verletzungen. Nein, es war einzig und alleine das Leid.

Notiz aus meinem Tagebuch

„Was soll dieses ständige Leiden? Es zieht mich runter. Ganz langsam dehnt es sich in meinem Körper aus, nimmt jeden Muskel, jede Faser in Beschlag. Ich habe dann das Gefühl, total alleine auf der Welt zu stehen. Unverstanden und beladen mit der ganzen Last der Menschheit …“

So steht es in einem meiner Tagebücher, das ich vor einigen Jahren geschrieben habe. Im Groben, beschreibt es dieser Gedanke noch immer recht genau, wie es sich anfühlt. Ich habe mal mit meinem Mentor darüber gesprochen, der allen ernstes zu mir sagte: „Es gibt kein Leiden.“ So ein Blödsinn, war meine Antwort. Natürlich gibt es das Leiden, schließlich spüre ich es doch immer wieder!

Das Gespräch ist nicht zufriedenstellend gelaufen. Das ist mir in Erinnerung geblieben. „Leiden ist „hausgemacht“ meinte er. Was darauf folgte, habe ich vergessen, es schien mir nicht einleuchtend.

Kleinigkeiten setzen sich in unseren Köpfen fest

Ich bleib einfach bei meiner Vergangenheit als Beispiel: Ein Bekannter macht dumme Scherze, eine Freundin untergräbt meine Autorität und jemand anderer verbessert mich in einem Gespräch. All das reichte für mich um das Gefühl „Leid“ zu aktivieren. Ja es war absurd und nicht zu glauben. Aber genauso passiert es! Aus Nichtigkeiten, die sich ansammeln und sich in unseren Köpfen festhalten. Nur wegen Kleinigkeiten zu leiden, das kommt mir heute sehr albern vor.

Das Leben lernt uns unglaublich viel und heute ist mir klar, dass ich und vielleicht auch Du, all solche Vorfälle einfach an uns vorbeiziehen lassen können! Oder darüber lachen und sie ignorieren dürfen!

Da werden plötzlich ganz viele Stimmen unseren Köpfen laut, die sich in solchen Momenten mit den Stimmen im Außen verbrüdern und vielleicht sagen: „Hallo? Was ist mit deinem Gefühl, das kannst du jetzt nicht so einfach ignorieren! Das musst du schon ernst nehmen!

So? Müssen wir das tatsächlich? Müssen wir wirklich irgendwelche Aussagen, die Menschen in unserem Umfeld machen, immer ernst nehmen und mit nach Hause tragen? Wäre es nicht viel gesünder für uns, wenn wir nicht alles aufnehmen und ernst nehmen, was uns Freunde, Bekannte, Arbeitskollegen oder Familie so alles zu sagen haben?

Die wahre Natur des Leidens

Wie entsteht Leiden? Es entsteht, wenn wir einen Schmerz, den wir empfinden, nicht loslassen und annehmen können. Wenn wir ihn festhalten oder ihn um jeden Preis loswerden wollen. Ich habe in meinem Leben feststellen können, dass nicht aus jedem Schmerz Leid hervorgeht. Jedoch jedem Leid geht ein Schmerz voran.

Wenn wir uns verbrennen, empfinden wir Schmerz. Wir beginnen erst dann zu leiden, wenn wir uns den Kopf darüber zerbrechen, warum wir uns verbrannt haben. Was wir hätten tun können, um uns nicht zu verbrennen. Verstehst Du was ich meine? Es ist wie es ist.

Mich verletzten die Aussagen anderer Menschen deswegen, weil ich immer glaubte, dieser Mensch hat recht mit seinen Äußerungen. Da steckt mehr dahinter als nur ein Satz oder ein paar Worte. All das ist auch eine reine Selbstwert-Geschichte! Und der fehlte mir in dieser Zeit definitiv.

Tatsache ist: Wir sind alle Menschen mit Gefühlen und Emotionen. Manches erwischt uns direkt und manches perlt einfach an uns ab. Sensible Menschen haben es dabei immer schwerer. Es liegt sehr oft nicht an der anderen Person, sondern bei uns, weil wir es als Kränkung auffassen. Jeder hat so seine inneren Bewertungen und das finde ich gut so. Wenn wir das Gefühl haben, etwas läuft gegen uns, meldet sich das Alarmsignal.

Anstrengend wird es nur, wenn wir das Gefühl haben, die ganze Welt will uns leiden sehen! Dann wäre es an der Zeit, in sich zu gehen. Zu analysieren und zu hinterfragen, warum das so sein könnte. Eine Veränderung wird stattfinden, wie ich an mir selbst festgestellt habe.

Und wenn ich mich heute darauf besinne, dann passiert etwas ganz eigenartiges. Mein Gespür für – ehrlich, richtig, gut und vertrauenswürdig, ist ausgereift. Ich weiß was ich an Äußerungen und Meinungen, indirekten Späßen mit nach Hause nehme und welche ich einfach liegen lasse! Ich akzeptiere auch das Negative und je schneller das passiert, umso schneller verschwindet es auch wieder.

Leid können wir nicht immer verhindern, aber wir können verhindern, dass wir für immer leiden. Die Entscheidung liegt wieder einmal bei uns. Ich  bin der Meinung wir haben immer eine Wahl. Wir können die Situation verlassen oder verändern und akzeptieren.

Fazit:

Es kommt nicht darauf an, was und wie uns etwas passiert, sondern wie wir es händeln. Für diese Haltung braucht es natürlich ein starkes Selbstwertgefühl. Es ist die Basis für ein leichteres Leben. Wir sind auf der Erde um glücklich zu sein und nicht um zu leiden. Also mach Dich auf dem Weg und suche nach den Ursachen und löse das Leiden auf. DU hast die Kraft dazu und keiner außer Dir wird es für Dich erledigen.

Und dabei wünsche ich Dir ganz viel Kraft und Motivation! <3

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Hast Du oft mit einem neuen Infekt zu kämpfen? Bist Du generell oft krank und fühlst Dich schlapp und antriebslos? Dann darf ich Dir sagen: Höre auf Deinen Körper was er Dir zu sagen hat! Wenn Dir dieser „Spruch“ jedoch zu allgemein ist, und Du keine Lust hast genauer hinzuhören, dann höre einfach mir mal ein paar Minuten zu okay?

Funktionieren, funktionieren und nochmal funktionieren …

Heute möchte ich wieder mal in meiner „Psycho-Kiste“ mit Dir gemeinsam wühlen. In den letzten Wochen habe ich selber wieder intensiv erlebt, wie es ist, wenn der eigene Körper nicht das macht, was wir wollen. Psychische Beschwerden kehren wir gerne unter den Teppich. Es hat uns ja nie wirklich jemand beigebracht, dass wir auf sie achten sollten und sie ernst zu nehmen sind.

Wir haben sehr wenig Verständnis für uns selbst. Wir wollen funktionieren und leisten. Solange das so läuft, ist alles wunderbar und es bedarf keinerlei Aufmerksamkeit. Problematisch wird es erst dann, wenn unser Körper, wie eingangs schon erwähnt, schlapp macht … ständig irgendwie „kränkelt“. Bei mir ist es die Konzentration, die stark nachlässt. Der Antrieb fehlt und seit neuem bekomme ich leuchtend rote und schmerzhafte Nasenflügel, als hätte ich eine starke Verkühlung. Dem ist aber nicht so. ›stirnrunzel‹. Nun, der eine leidet unter Kopfschmerzen, der andere hat Magen oder Bauchweh. Alles in allem, es hat keinen Platz in unseren Abläufen!

Was machen wir? Wir laufen zur Apotheke und holen uns Medikamente, die alle unangenehmen Symptome betäuben, so gut es eben geht. Alles funktioniert wieder. Probleme gelöst. Zu Hause bleiben ist die letzte Option, schließlich bedeutet daheim zu bleiben auch: Keine Einkäufe erledigen können, die Kinder nicht zum Sport fahren können, die eigenen Termine nicht wahrnehmen und wer schmeißt den Haushalt?

Also besorgen wir uns Mittel um wieder tief atmen zu können. Schließlich sind wir ja nicht faul und verantwortungslos oder unmotiviert! Bleibt die Arbeit nämlich im Job unerledigt, ist nach der Krankmeldung doppelt Arbeit. Nein, nein, das geht schon. Was uns nicht umbringt, macht uns nur noch zäher. Ein blöder Spruch, ehrlich!

Was wollen Dir solche Symptome überhaupt mitteilen?

Sie sagen Dir, dass Dein Immunsystem eine „Schramme“ hat. Es braucht Ruhe um sich wieder zu regenerieren. Dein Tempo soll sich verlangsamen. Ich  bin mir ziemlich sicher, dass Dir das Dein Partner oder Deine Mutter 1 : 1 so sagen wird, wenn es Dir nicht gut geht. :D

Ich kenne es von mir. Wenn ich längere Zeit unter einer starken Anspannung oder Stress leide und es mir psychisch nicht gut geht, ist mein Immunsystem im Keller und kann nicht die Leistung bringen wie gewöhnlich. Es ist nicht anders, wenn Du unglücklich und unzufrieden mit Dir selbst oder Deinem Leben bist – alles wirkt sich körperlich aus! Die Folge ist, dass wir ständig „kränkeln“.

Geht es uns gut und sind wir glücklich, wirst Du vielleicht sicher schon bemerkt haben, dass alles viel besser auszuhalten ist. Du bist immun gegen Viren und körperliche Schmerzen. Es ist sogar erwiesen, dass glückliche und zufriedene Menschen, weit weniger erkranken, als ihre weniger glücklichen Mitmenschen. So einfach eigentlich, oder? Das bedeutet, vieles hat mit unserer Gefühlslage zu tun!

Psychosomatische Beschwerden

Diesen Bereich habe ich, glaube ich jedenfalls, gemietet. Da bin ich zu Hause. Ich kann meine Uhr danach stellen, wenn ich mich schlecht fühle oder traurig bin, beginnt mein Magen zu rebellieren. Um meine Augen bilden sich dunkle Ringe und meine Gelenke fangen an weh zu tun. Wenn das eintritt, ist es höchste Zeit, das Schild „Heute geschlossen“ an meinem Körper anzubringen. Diese Phase kann aber dauern.

Verständlicher erklärt: Solange die psychischen Probleme da sind, halten auch die körperlichen Symptome an. Das Resultat ist, dass ich mich nie richtig gesund fühle bzw. ein paar Wochen später wieder richtig „krank“ werde.

In den Zeiten starker Anspannung, die ja jetzt nur noch ganz selten sind, sind schlimme Muskelverspannungen an der Tagesordnung. Normale Bewegungen wie zur Seite blicken oder einfach aufzustehen, sind ohne Schmerzen nicht zu schaffen. Und von einem Tag auf den nächsten ist wieder alles weg … einfach so und für Ärzte ziemlich unglaubwürdig!

Die Liste dieser psychischen Beschwerden lässt sich sehr lange fortsetzen und sie belegen eindrucksvoll, wie sich die Seele auf den Körper auswirkt. Viele Menschen wollen das nicht wahrhaben, aus einem ganz einfachen Grund: Die Psyche ist nicht greifbar!

Natürlich muss nicht jede Krankheit der Ausdruck psychischer Probleme sein. Jedoch ist der Zusammenhang naheliegend. Gerade dann, wenn Du ständig krank bist!

Psyche und Körper hängen zusammen

Wir sind den ganzen Tag umgeben von Viren und Co. Alles kann uns krank machen. Wir fahren x-Mal mit der Straßenbahn, ohne uns was einzufangen, aber irgendwann holen wir uns genau dabei eine Erkältung. Schuld daran ist unser Immunsystem, dass an diesem Tag geschwächelt hat. Und warum das? Weil Du wahrscheinlich gerade in einer anstrengenden Zeit steckst. Weil Dich Sorgen plagen, weil Du unter großen Druck stehst oder andere psychische Probleme mit Dir herumträgst.

Geht es Dir psychisch nicht gut, hat das auch Auswirkungen auf Dein körperliches Wohlbefinden.

Ist das der Fall, möchte ich Dir empfehlen, dass Du Dich Deinem Seelenleben zuwendest. Was ist los? Was macht Dich so anfällig? Welche Symptome ignorierst oder unterdrückst Du? Was will mit aller Kraft in den Vordergrund kommen? Die Wahrheit ist und ich erlebe es beinahe Tag täglich: Die körperliche Gesundheit hängt zu großen Teilen von unserer psychischen Gesundheit ab.

Heute weiß ich, dass eine positive und optimistische Lebenseinstellung unser Immunsystem stärkt und dass zufriedene glückliche Menschen eine längere Lebenserwartung haben! Wenn Du Dich also ständig krank und antriebslos fühlst und müde bist. Du immer wieder unerklärbare Schmerzen hast, … ignoriere Dein Innerstes nicht!

Falls Du noch mehr über psychosomatische Schmerzen erfahren möchtest, dann lies hier gleich weiter unter Psychosomatik – von vielen immer noch belächelt.

Es freut mich das Du Dir die Zeit genommen hast, um mir zuzuhören. Ich wünsche selbstverständlich keine Viren oder körperliche Aussetzer. Wenn aber doch, dann ganz viel Zuspruch und positive Einstellung für Deine Heilung.

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Es gibt keine Gespräche mehr. Keine Telefonate oder Mails, die im Postfach landen oder verschickt wurden. Von einem persönlichen Gespräch ist überhaupt nicht mehr zu denken. Wenn Nahestehende den Kontakt abbrechen, ist das oftmals schwerer zu verdauen, als wenn lieb gewonnene Menschen sterben. Ein Artikel mit Erfahrungswerten …

Ein Abschied ohne Worte hinterlässt reine Ohnmacht

Anrufe werden nicht mehr entgegengenommen. Briefe nicht beantwortet. Zufällige Begegnungen sind schwer zu ertragen und werden, wenn überhaupt, mit ein paar kühlen Worten aus dem Weg geräumt. Es gibt Menschen, die beenden völlig unvermittelt und ohne Erklärung die Beziehung zu jenen Menschen, die ihnen am nächsten sind.

Betreten bleiben Geschwister, Eltern, Kinder oder Partner zurück. Sie fühlen sich nicht mehr gewollt … aussortiert und weggeschmissen. Ich kenne alle Seiten davon, wobei das Schlimmste davon das Stillschweigen der Eltern war. Die Gefühle dazu sind bei jedem Menschen unterschiedlich. Aber in den meisten Fällen, ist es so, dass sich bei einem radikalen Kontaktabbruch die Zurückgelassenen fühlen, als würde ihnen der Boden unter den Schuhen weggezogen.

Bei mir waren es sehr viele Fragezeichen, Sorgen, Tränen und letztendlich ein Sack voll schlechtem Gewissen. Es ist kein schönes Gefühl zu wissen, dass man nicht mehr gehört werden will und auch keine Möglichkeit bekommt sich mitzuteilen und Differenzen gemeinsam auszutragen.

Besonders belastend wird ein solcher Abschied, weil es so verdammt schwerfällt, mit dem Kontaktabbruch seinen Frieden zu machen, vor allem wenn die Gründe ungeklärt bleiben!

Wenn jemand stirbt, ist diese Situation schmerzhaft und schlimm. Aber wir haben die Möglichkeit uns zu verabschieden. Wir können das Grab besuchen und uns alles von der Seele reden. Ein Abschied in dieser Hinsicht ist also möglich. Anders ist es bei einem, ich nenne es mal, „uneindeutigen Verlust“. Es ist nämlich eine Situation, in der wir die Trennung von „verlorenen“ gegangenen Menschen nicht betrauern können, weil noch so viel Unklarheit und jede Menge Hoffnung zurückbleibt.

Von nichts kommt nichts

Hinter jedem Kontaktabbruch steht eine Vorgeschichte, davon bin ich überzeugt. Manchmal sind es ungeschickte Bemerkungen, für den anderen ein nicht gerechtfertigtes Verhalten, Versäumnisse und Zurückweisungen. Man könnte die Liste bestimmt noch ausführlicher gestalten! Oft zeigt sich dann im Nachhinein erst, was sich so alles im Laufe der Jahre angestaut hatte und man die kleinen Warnsignale übersehen bzw. überhört hat.

Ein Kontaktabbruch entsteht meistens aus einer Notsituation heraus. Weil man so verletzt und gekränkt ist (wurde), denken wir, der Abbruch bringt uns Ruhe und Frieden! Leider ist das nicht der Fall. Jedenfalls nur vorübergehend.

In meinem Fall waren Gespräche mit meiner Familie aus mir unerklärlichen Gründen nicht mehr möglich. Ich nutzte den Geburtstag meiner Mutter, um ein liebevolles Gespräch zu führen. Es kam nichts, nur Kälte und Stille. Ich war vorbereitet und gab meinen Eltern beim Verlassen des Hauses einen sehr langen Brief. Ohne Bewertungen oder Schuldzuweisung, stattdessen mit Verständnis und ganz viel Liebe und der Zuversicht, dass es danach möglich sein wird, bestehend „Konflikte?“ zu lösen. Das ist nun bald fünf Jahre her und es vergeht kein Tag wo ich nicht daran denke. Es hat nie wieder auch nur ein Lebenszeichen von meiner Familie gegeben. Geschwister und Eltern sind zwar nicht gestorben, jedoch sind sie für mich auch nicht mehr greifbar.

Es ist mir gelungen abzuschließen. Ich warte und erwarte nichts mehr. Allerdings musste ich mit dieser Situation lernen, richtig umzugehen. Eis sehr langer schmerzhafter Weg. Eines sei gesagt: Durch die Funkstille alleine, werden Probleme nur verdrängt, das Grundproblem bleibt! Beide Seiten bleiben innerlich miteinander beschäftigt. Auch wenn es wie in meinem Fall, nur mehr sehr selten und nicht mehr schmerzhaft ist.

Bindungserfahrungen der Kindheit

Ich habe mich sehr viel und ganz lange mit diesem Thema beschäftigt. Und ich kann heute sagen, ob jemand dazu tendiert, eine Beziehung unerwartet abzubrechen oder anderenfalls, um beinahe jeden Preis festzuhalten, hängt weitgehend davon ab, wie die Bindungserfahrungen in der Kindheit erlebt wurden! Ja … und schon wieder ist sie da, unsere Kindheit die uns so sehr prägt. :D

In meiner Familie fehlten immer die Worte um Konflikte ordentlich zu klären. Oder sich vernünftig zu trennen. Es wurde immer nur geschwiegen. Diese Sprachlosigkeit kann über Generationen wiederholt werden und soweit ich mich erinnere, war das auch so. Es ist leider so, unbewusst wiederholt man etwas das man erlebt hat, wenn es nicht reflektiert werden konnte.

Sich aus der bedrückenden Situation befreien

Manchmal braucht es radikale Schritte, um wieder Durchatmen zu können. Die Ablehnung und fehlende Möglichkeit miteinander zu reden, fühlt sich an als würde man einfach wegradiert werden. Trotzdem muss man den Tatsachen ins Auge sehen. Liebe, Freundschaft und Anerkennung können wir nicht erzwingen. Nicht von Freunden oder vom Partner und auch nicht, von den Eltern!

Mir gelang es während meiner Ausbildung, ein eigenes Leben aufzubauen. Anders als das Leben meiner Eltern. Mein Leben wurde allerdings immer infrage gestellt. Es gab immer wieder Annäherungen, erfolgreich waren sie immer nur kurz. Es war ein ständiger Kreislauf von Verletzungen, Ärger und Missverständnissen. Danach folgte wieder Stille.

Aber irgendwann war sie wieder da … diese Stimme, die flüsterte: „Hey, es ist doch deine Schwester, es sind deine Eltern, sei nicht so, sie haben es nicht anders gelernt …“ so in etwa und die Spiele begannen von vorne. Diese Geschichte ist meine, aber ich weiß von ganz vielen Menschen, dass es ihre eigene sein könnte.

Viele „Verlassene“ müssen zumindest versucht haben, den Kontakt wieder aufzunehmen und sei es nur mit einem Brief. Wenn das nicht gelingt, und man genügend Bedenkpause gegeben hat, ist es wirklich besser loszulassen. Wenn alle Bemühungen nicht wahrgenommen werden wollen, sollte das Wort Selbstliebe vorrücken. <3 Man quält sich sonst nur.

Ich habe für mich ein Ritual gefunden, mit dem Familienverlust umzugehen. Ich schreibe gedanklich einen Brief in dem steht, dass ich das, was in der Familie in den ganzen Jahren geschehen ist und ich nach großer Kraftanstrengung zu der Erkenntnis gekommen bin, ihre Entscheidung anzunehmen und zu akzeptieren. Ich habe mein Bestes gegeben, mehr kann ich nicht tun.

Meiner Meinung nach ist es außerordentlich wichtig innerlich aufzuräumen. Frieden zu schließen und auch zu vergeben. Obwohl ich mit der „Vergebung“ noch nicht ganz fertig bin >ehrlich bin<!“ Wie das jeder für sich handhabt, ist individuell. Eines steht jedenfalls in Stein gemeißelt: Nichts auf der Welt kann man erzwingen.

Falls Du vielleicht gerade in solch stillen Zeit steckst, schenk Dir die Zeit um richtig zu handeln und am besten ohne Erwartungen. Du bist auch ohne diese Menschen vollständig und wunderbar. Ganz viel Selbstliebe.

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Negative Gedanken sind ja etwas, über das man nicht wirklich gerne spricht. Meistens vertrauen wir sie nur engen Freunden oder der Familie mit, wenn überhaupt darüber geredet wird! Ich bin ja auch eine, die natürlich lieber über Positives spricht und sich darüber Gedanken macht als zu grübeln. Aber es ist wie es ist, ich gerate auch schon mal in den Sog der Negativität …, auch wenn es immer nur sehr kurz ist! Ich finde, es passt auch mal darüber zu schreiben und den negativen Gedanken einen Platz in unserer Gefühlswelt zu schenken.

Akzeptanz und akzeptieren sind nicht gerade Wörter, die sich beim Aussprechen gut anfühlen ist meine Meinung. Es fängt ja schon bei der Bedeutung der Wörter an. Sie werden gleichgesetzt mit „gutheißen“, „billigen“ und „“annehmen“. Du kannst an der Situation gerade nix ändern, lerne damit umzugehen … akzeptiere Deine und die Fehler der anderen. Nimm Deine Schwächen an. Akzeptiere Dich wie Du bist.

So ist es eben …

Wir müssen zwischen zwei Situations-Arten differenzieren: Die eine Seite sind Dinge, für die wir selbst verantwortlich sind. Sind wir unglücklich in unserem Beruf und wie wir unser Geld verdienen oder unglücklich in unserer Beziehung? Dann ist es alleine unsere Aufgabe, an diesen Zuständen etwas zu verändern.

Die andere Seite sind Situationen, in denen wir unserem Schicksal ausgeliefert sind. Die Verantwortung darüber liegt nicht in unserer Macht! Ich komme wieder mit einem Beispiel daher: Stell Dir mal vor, einem Lieblingsmensch trifft ein schwerer Schicksalsschlag oder noch schlimmer – er verlässt unerwartet das Hier und Jetzt. Du kannst an dieser Situation rein gar nichts ändern und das ist schlimmer als alles andere das Du zuvor erlebt hast!

Wenn in dieser Situation jemand mit Akzeptanz daher kommt, wirst Du ihn mit Sicherheit am liebsten gegen die Wand drücken. Denn wie bitte, soll man kurz nachdem sein gesamtes Leben auseinanderbricht, wieder zum Alltäglichen zurückkehren und weitermachen als wäre nichts geschehen?

Wir müssen trotzdem!

Ich kenne ja tatsächlich Menschen, die sehr schnell wieder zum Alltäglichen zurückkehren. Jedenfalls macht es den Anschein nach außen hin. Vielleicht sind es aber gerade die Menschen, bei denen innerlich ein Vulkan am Ausbrechen ist? Sie reden nicht darüber, sie erzählen nichts und wollen auch nicht gefragt werden, wie es um sie steht. Sie flüchten sich in Arbeit und nehmen jede Ablenkung mit offenen Armen entgegen.

Ablenkung ist jetzt das richtige für dich … haben sie immer zu mir gesagt. Und daran habe ich mich gehalten. Sicherlich nicht unrichtig. Es mag in solchen Situationen eine erste Hilfe sein. Allerdings zur Heilung trägt es nichts bei. Ich habe es selbst erlebt. Negative Gefühle und Gedanken kann man nicht „wegarbeiten“! Wenn wir zu unserem alten ICH zurückkehren wollen, müssen wir über unsere negativen Emotionen reden. Wir brauchen und dürfen keine Angst haben, offen mit unserer Gefühlswelt umzugehen! Das Reden mit vertrauten Menschen oder der Familie und Freunden ist sehr wichtig. Denn sehr oft braucht es einen nüchternen Blick von außen, um die Dinge mit etwas Abstand zu betrachten, und sich mit dem Gedanken der Akzeptanz anfreunden zu können.

Den negativen Gefühlen ins Auge schauen …

Die Wirkung der Akzeptanz kann sich erst dann entfalten, wenn wir sie dauerhaft in unsere alltägliche Gefühlswelt einbinden. Und wir müssen negative Gedanken als natürliche Reaktion auf negative Gefühle anerkennen. Das Resultat ist innere Zufriedenheit, weit weniger Up´s and Down´s, dafür mehr Stabilität im Leben! <3

Unsere Gefühle anzunehmen, zu akzeptieren und als das hinzunehmen, was sie sind, ist ein erster sehr wichtiger Schritt. Und jeder der zu Dir sagt: „Das musst Du mit Dir selbst ausmachen“, den würde ich Dir raten, aus Deiner Freundesliste zu löschen! Ja, wir sind stark und standfest, aber auch starke Menschen können unerwartete Lebensereignisse vom Hocker reißen.

Deshalb ist mir sehr wichtig, Dich und alle anderen Menschen zu animieren offen über das zu sprechen was uns bedrückt. Kein Hineinfressen und davonlaufen. Ich finde Negativität, sollte auch etwas ganz normales sein … wie  unser Kaffee am Morgen. Ohne die Angst, jemanden vielleicht durch die traurige, grantige oder verängstigte Mine zu nerven!

„Akzeptanz bedeutet nämlich nicht, zu verändern wie wir uns fühlen, sich aber mit den Gefühlen auseinanderzusetzen und diese als das zu sehen, was sie sind.“

In diesem Sinne – alles wird und ist gut.

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Das innere Kind. Jeder redet ab und an mal davon. Es gibt Bücher, die uns diesbezüglich weiterhelfen können. Wir, die alle dieses innere Kind in uns tragen. Wahrgenommen oder unbemerkt liegen gelassen. Das innere Kind gehört zu einer modellhaften Betrachtungsweise innerer Erlebnisse. Es bezeichnet und symbolisiert die im Gehirn gespeicherten Gefühle. Erinnerungen aus unserer eigenen Kindheit. Dieses innere Kind beeinflusst unseren Alltag maßgeblich, mehr als wir glauben …

Ich muss ja ehrlich gestehen, dass ich so meine Probleme mit meinem inneren Mädchen habe. Beim Lesen des Buches „Das Kind in dir muss Heimat finden“ war ich überfordert und ich habe es bis heute nicht hinbekommen, es fertig zu lesen. Es stresst mich. Auf meiner letzten Reha wurde viel darüber geredet und gearbeitet. „Die Arbeit mit dem inneren Kind ist der Schlüssel zu so viel Heilung“. Das wurde mir sehr oft gesagt. Daran zweifle ich auch überhaupt nicht, jeder hat dieses Kind in sich, welches repräsentativ für unsere Kindheit steht.

Erinnerung …

Stell Dir vor: Du bist gerade mal ein paar Jahre alt. Sitzt am Spielplatz in der Sandkiste, ausgestattet mit nagelneuem Sandspielzeug. Du backst Deine Sandkuchen und bist mega stolz auf Deine Backkünste bis ein anderes Kind kommt und alle Deine Kuchen zertrampelt. Zum Schluss nimmt es Deine neuen Sandspielsachen und lauft davon. Du weißt nicht wie Du Dich verhalten sollst schaust Hilfe suchend nach Deiner Mutter. Sie ignoriert Deinen Hilfeblick. Du gehst traurig nach Hause und am ganzen Weg dahin, wirst Du noch beschuldigt nicht auf Deine Sachen aufzupassen …

Diese und andere Erfahrungen aus meiner Kindheit sind in meinen Erinnerungen abgespeichert. Viele Erlebnisse sind in meinem Gedächtnis abgelegt inklusive den dazugehörenden Emotionen. Die Summe dieser Erfahrungen wird „Das innere Kind“ genannt.

Wer ist dieses innere Kind überhaupt?

Wir alle hatten eine Kindheit. Besonders in den ersten Lebensjahren zwischen null und sechs kann es zu verschiedenen emotionalen Verletzungen gekommen sein, die unser Erwachsenenleben beeinträchtigen. Bei manchen Menschen handelt es sich um schwerwiegende emotionale Wunden, wie psychische oder auch körperliche Misshandlungen. Andere haben nur kleine subtile Verletzungen erlitten, die ihnen nicht mal bewusst sind.

Doch der Regelfall ist, dass wir uns an das meiste nicht mehr erinnern aber es bestimmt unbewusst unser Leben. Das diese Verbindung zur Vergangenheit so bedeutsam sein kann, hätte ich mir nie gedacht.

Kleine Prägungen können uns massiv beeinflussen

Damit Du ein Gefühl dafür bekommst, was ich damit sagen möchte, werde ich Dir ein weiteres Beispiel aus meinem Leben beschreiben.

Meine Kindheit war was das Materielle betrifft gut. Ich konnte mich glücklich schätzen so viel zu haben. Aber materielle Dinge sind kein Ersatz für Zuneigung und Liebe. Ich war ein hässliches dürres, wie ein Junge aussehendes Mädchen. Da halfen auch die Schleifen und die glänzenden Lackschuhe nichts. (Die ich übrigens hasste). Dann wurde meine Schwester geboren. Ein Mädchen wie aus einem Bilderbuch. Ihr standen die Spitzen und Schleifen perfekt! Meine Eltern waren ihr immer näher als mir. Meine Schwester war für meine Eltern das perfekte Kind … egal, was sie anstellte.

All das löste bei mir eine emotionale Dysbalance aus: „So wie ich bin, bin ich nicht okay.“ dachte ich mir jeden Tag. „Ich muss so sein wie sie, damit sie mich genauso ansahen wie meine Schwester.“

Daran hat sich nie etwas verändert. Wie Du siehst, manchmal sind es nur kleine Prägungen, die unser Leben beeinflussen können. Ein Hauptgrund warum ich in sehr frühen Jahren schon ausgebrannt bin, war die ständige Jagd nach etwas das ich nicht war und nie sein hätte können. Und das Schlimme daran, es war mir nicht mal bewusst!

Jeder hat negative Verhaltensmuster oder Denkmuster. Gewohnheiten, die in unserer frühen Kindheit entstanden sind und die uns bis heute begleiten. Ich habe mich wirklich viel damit beschäftigt, das tue ich übrigens immer noch, weil es mir sehr schwerfällt, sich um die „Kleine“ in  mir sorgen. Aber – es geht aufwärts. ›lächel‹

 Zum Nachdenken, vielleicht kommt Dir etwas davon bekannt vor?

  • Du fühlst Dich manchmal hilflos, obwohl Du gerne etwas verändern würdest?
  • Du bist auf der Suche nach Anerkennung, bist perfektionistisch veranlagt und hast gerne alles unter Kontrolle?
  • Du wünschst Dir Harmonie, vermeidest Konflikte und vergisst dabei auf Dich selbst?
  • Du klammerst Dich an Menschen, weil Du Angst hast alleine gelassen zu werden?
  • Du brauchst die Kontrolle, aus Angst verletzt zu werden?
  • Du rationalisierst oder intellektualisierst um ja nicht fühlen zu müssen?

Findest Du Dich in einen oder mehreren Punkten wieder, dann ist es wichtig, Dein inneres Kind zu „heilen“. Mit dieser Ehrlichkeit zu Dir selbst kannst Du anfangen Kontakt zu Deinem Inneren Kind aufzunehmen. Weil es Dein Leben verändern wird! Es gibt verschiedene Gründe warum Du das tun solltest.

Überlege Dir, ob die Arbeit am inneren Kind etwas für Dich wäre wenn Du:

  • Alte emotionale Wunden heilen möchtest.
  • Eine liebevolle Beziehung zu Dir selbst aufbauen willst.
  • Deine eigenen Bedürfnisse zu kennen und damit richtig umzugehen.
  • Eine lebendige Beziehung erfahren willst.
  • Dein Potenzial entfalten willst.
  • Mehr Lebensfreude, innere Stabilität und Gleichgewicht in Dir spüren möchtest.
  • Dein Leben eigenverantwortlich gestalten willst.

Wir müssen bewusst eingreifen, wenn wir Veränderung möchten

Wie schon zu Beginn gesagt, 9o% unserer Probleme führen auf diese Prägejahre unserer Kindheit zurück und wenn wir heute nichts ändern, werden wir diese Muster auf den unterschiedlichsten Ebenen unseres Lebens wiederholen. Das muss und kann ich wirklich bestätigen.

Nimm Kontakt zu Deinem inneren Mädchen auf! Es geht darum ganz langsam in Kontakt zu treten. Zunächst ist es aber erstmal wichtig sich selbst wieder zu spüren. Und etwas ganz wichtiges, was ich Dir auch sagen muss! Sein inneres Kind zu heilen bedeutet nicht, Psychoanalyse zu betreiben!

Es geht nicht darum, in der Vergangenheit rum zu wühlen und sich an den damaligen Situationen zu stellen oder zu ärgern. Es führt nämlich zu gar nichts. Auch das habe ich getan, mit null Erfolg. Die Arbeit mit dem inneren Kind bedeutet herauszufinden, was es braucht um ihm heute das zu geben, was es schon sehr lange schmerzlich vermisst.

Tritt in eine Art Dialog mit Deinem inneren Kind und erfülle ihm seine Wünsche. Verwöhne und verhätschle es bedingungslos! Vergiss dabei aber nicht, es will mit Dir „spielen“ und nicht leisten! Als Erwachsener haben wir gelernt, dass jede Arbeit die wir tun, messbare Ergebnisse erzielen muss. Fälschlicherweise, glauben wir auch, dass dieser Ansatz auch beim inneren Kind funktionieren muss. Das genaue Gegenteil wird aber eintreten, sobald Du mit Forderungen wie: „So ich habe jetzt eine Stunde Zeit für Dich, danach musst Du integriert sein und ich glücklicher.“ daherkommst.

Falls Du Dich erinnern kannst – die Erwartungen der Erwachsenen konnte unser inneres Kind schon als Kind nicht erfüllen und es wird sich auch heute dem nicht nochmal aussetzen.

Dein Geschenk für Deine Zeit mit Deinem inneren kleinen Mädchen ist: Glück. Freude. Frieden.

Alles LIEBE euch Beiden. >lächel

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Heute ist es wieder so weit. Ich möchte Menschen mit  PTBS (posttraumatische Belastungsstörung), aber auch Menschen, die kerngesund sind, in die Welt eines an PTBS leidenden Menschen entführen. Hilfreich für uns alle um besser zu verstehen und sich besser hineinversetzen zu können, vielleicht lebst Du ja mit so jemanden  zusammen? Alle die mich lesen wissen, dass ich selbst eine Betroffene bin und ich mich keinesfalls schäme, darüber zu berichten. Ich möchte ein wenig „Aufklärungsarbeit“ leisten, so weit es mir mit „normalen“ Worten und meinen Erlebnissen mit PTBS, möglich ist. Ich freue mich, wenn Du bleibst und am Ende sagen kannst: „Jetzt verstehe ich so einiges besser …“

Ich schreibe ja immer wieder darüber und die Resonanz meines letzten Beitrages über Entwicklungstrauma hat mich sehr beeindruckt! Selten wird darüber geredet und wenn doch, nur hinter vorgehaltener Hand. Ich bin da etwas anders, ich möchte meine Erfahrungen teilen und mit verständlich einfachen Worten erklären. Und an alle Betroffenen:  „Hey, alles gut … es ist gerade wieder nur so eine Phase in unserm Leben, die vorbeigeht“. Also schön, wenn Du bleibst. ›lächel‹

Wie ein Trauma unser Leben beeinflussen kann

Ein Trauma hat es wahrhaft faustdick hinter den Ohren, sage ich Dir. Es ist manchmal so aktuell präsent, dass es mich daran hindert mich in meinem eigenen Körper, meinem Leben heimelig zu fühlen. Traumatisierte Menschen vermissen sehr oft die Freude und die Lebendigkeit in ihrem Leben. Sie leiden daran sich nirgendwo wirklich zu Hause zu fühlen. Man erlebt sich selbst meist als „Fremde“ in der Welt und hat das Gefühl, ein Zuschauer in seinem eigenen Leben zu sein.

Diese Phasen kommen immer wieder und ich nenne sie „Auf der Flucht bin – Phase“. Keine Glaskuppel über einem zu haben, der Nicht-Zugehörigkeit zu entkommen. Einfach bei sich selbst ankommen und sich wohlfühlen … in der Welt willkommen sein. Das sind dann so aufkommende Wünsche, die man als Betroffener kennt.

Klingt eigenartig? Es IST eigenartig kann ich Dir sagen. Es liegt daran, dass die grundlegende Erfahrung des willkommen Seins bei vielen PTBS erkrankten ausgeblieben ist. Sie haben diese Erfahrung nie richtig gemacht. Deshalb bleibt die Welt, die Gesellschaft ein fremder nicht vertrauensvoller Ort. Das führt dazu, nie wirklich im Leben zu landen. Für mich fühlt es sich so an, als hätte man einen Fuß fest im Leben und den anderen in einer anderen Welt. Ein wenig heimatlos sozusagen …

Der Schlüssel zu all dem ist der Körper

Der Körper ist unser zu Hause für das Leben das wir führen und haben. Es gibt kein Um- und Ausziehen … wir müssen uns mit diesem „Haus“ (Körper) anfreunden! Es uns so einrichten, dass wir uns wohlfühlen. Tun wir das, wird sich unser grundlegendes Lebensgefühl verändern und uns Wärme und Licht spenden.

Jetzt ist es leider so, dass uns Verletzungen und Entwicklungstraumata daran hindern, uns in unserem „Haus“ richtig wohlig zu fühlen.

Es ist ein unangenehmes Gefühl, das bei mir drei Jahre lang andauerte. Aber dennoch hatte ich immer das Gefühl, etwas anderes tut sich auf. Meine Therapie spielte dabei eine ganz wichtige Rolle. Sie vermittelte mir immer, dass dieses Gefühl nur ein Übergangsgefühl ist und am Ende etwas dabei herauskommen wird. Meine Therapien waren praktisch die Hoffnung und das Wissen, dass es weitergeht.

Sich im eigenen Körper zu Hause zu fühlen ist etwas, das für Menschen mit Verletzungen, Schockerlebnissen ein ganz zentrales Thema ist. Oft bewohnen wir diesen Körper nicht und brauchen Hilfe, ihn auf allen möglichen Ebenen zu spüren. Wir kommen nicht zum ICH ohne ein DU. Wir schaffen es nicht, uns fallen zu lassen, ohne mal eine Hand zu haben, die uns hält. Mir hilft es sehr mich dabei zu spüren und mich selbst auszuhalten in meinem Schmerzen.

Das alles ist sehr schwer. Dazu braucht es jede Menge Vertrauen zum Therapeuten und noch mehr Vertrauen in die Hand, die einen manchmal hält. Manchmal braucht es sogar mehrere Anläufe um bei den richtigen Personen angekommen zu sein und das notwendige Vertrauen dabei mitzubringen.

Sich selbst vertrauen!

Traumatisierte Menschen tun sich schwer mit dem Wort Vertrauen. Sie vertrauen nicht mal ihrer eigenen Wahrnehmung, da die eigenen Gedanken oft von früheren Ereignissen und Erfahrungen geprägt sind.

Vertrauensbildende Prozesse dauern eine ganze Weile. Das aller wichtigste ist aber sich erstmal selbst zu vertrauen! Vertrauen beinhaltet nämlich die Fähigkeit, zu vertrauen, dass andere Menschen Gutes wollen. Es ist NICHT immer so wie PTBS erkrankte Menschen es kennen. Es gibt auch sehr viele „gute“ Menschen, die uns sagen, dass wir in Ordnung sind, genauso wie wir sind! Wenn man erstmal zu dieser Einstellung gelangt ist, geht es bergauf.

Diesen Orientierungsprozess musste ich abschließen, sonst wäre ich niemals zu meiner Ruhe gekommen, sondern wäre in diesem Alarmmodus gefangen geblieben! Richtig weg ist dieses Warndreieck allerdings nicht. Es fällt mir schwer mich an anderen Personen einfach so zu erfreuen oder frei Schnauze los zu quatschen und Kontakt zu knüpfen. Warum? Weil ein kleiner Teil in mir immer noch auf Fehlersuche ist und ihn meistens auch findet.

Traumen sind „unlogisch“

All diese Dinge laufen automatisch ab und ich kann sie nicht großartig willentlich beinflussen. Von einem traumatisierten Menschen zu verlangen, er soll sich „zusammenreißen“ ist etwas total unsinniges und ein Schuss ins Bein. Genauso kann man Traumen „wegerklären“. Gefühle von traumatisierten Menschen klaffen manchmal kilometerweit auseinander. Der  Verstand weiß das alles in bester Ordnung ist und trotzdem ist ein unbehagliches Gefühl von einem Moment auf den anderen da. Ausgelöst von den verschiedensten Dingen. Dieses Gefühl lässt sich weder von rationalen Argumenten noch von der Realität beeinflussen …

Es gibt Hilfe

Die besten Ergebnisse brachte für mich die kognitive Verhaltenstherapie. Sie gab mir die Sicherheit, um mich intensiv mit meinen Traumen auseinander zu setzen. Wer pausenlos von unschönen Bildern überschwemmt wird, lernt wie er diese am besten abwehren kann. Wer den Schrecken total abgenabelt hat, wird sanft und behutsam an das/die Erlebnis(e) herangeführt und lernt ganz langsam mit den schmerzvollen Erlebnissen und den damit verbundenen Gefühlen, umzugehen. So verlieren die unschönen Situationen ihre Kraft.

Der Körper wurde langsam aber sicher wieder zu einem zu Hause, in dem ich mich gerne aufhalte. Ein kleines Zimmer gibt es zwar immer noch, das mir nicht gefällt und noch renoviert werden müsste, aber ich arbeite jeden Tag daran. Ich vertraue MIR und ich sehe das Gute im Menschen.

Betroffene sollten nicht aufgefordert werden sich zusammenzureißen, sondern man sollte ihnen zuhören sofern sie das Bedürfnis haben darüber zu reden und in schwierigen Phasen, die ja nicht ewig andauern, liebevoll zur Seite stehen.

Wenn wir die Gründe für das Verhalten mancher Menschen verstehen könnten, würde sicher alles einen Sinn ergeben.

Danke, dass Du geblieben bist. Eine schöne Zeit für Dich und alles Gute.

Lesezeit: 4 Minuten

Kontakte und soziale Beziehungen sind die wichtigsten Dinge in unserem Leben heißt es. Sie festigen und sie machen uns happy (sollten sie) und sorgen letztendlich für ein glückliches Leben. Allerdings weiß ich, dass dies für Menschen mit Traumatisierung ein sehr schwerieges Thema ist.

Du fragst Dich vielleicht, warum ich solche Themen immer wieder mal einbringe? Zum einen, weil es mehr als genug Frauen gibt, die damit zu kämpfen haben und zum anderen, weil ich selbst betroffen bin. Aber das wirst Du ja schon wissen, wenn Du meine Artikel verfolgst. :D Du kannst jetzt hier schließen oder Du liest zu Ende, denn Kontakte finden und schließen, ist nicht nur für Menschen mit „Vergangenheits-Narben“ ein Thema, sondern für viele andere auch!

Beeinflusst ein Entwicklungstrauma die Art, wie wir Kontakte herstellen?

Ein Trauma beeinflusst die Art der Kontaktaufnahme

Ich hätte diesen Satz auch als Frage formulieren können. Tat ich nicht, weil ich mir ganz sicher bin, dass es tatsächlich so ist. Neue Kontakte sind ein immer wieder kehrendes Thema für traumatisierte Menschen. Viele Frauen erzählen davon, wie frustriert und enttäuscht sie von anderen Menschen sind, wenn sie einen Kontakt herstellen möchten. Das Gefühl vom Desinteresse des Gegenübers spielt dabei eine große Rolle. Viele neu geglaubte Kontakte ziehen sich auch wieder zurück bevor noch ein richtiger Kontakt geschlossen wurde.

Das kann natürlich viele Gründe haben. Oder aber auch, dass Interesse ist zu einseitig. Ein anderer Grund ist allerdings, dass traumatisierte Personen, vor allem Frauen mit einem Entwicklungstrauma, Kontakt auf eine Art herstellen, die sehr oft enttäuschend ist.

Was ist ein Entwicklungstrauma?

Leider führt jedes Wort das „Trauma“ beinhaltet zu bestimmten Assoziationen, die in diesem Fall sehr oft falsch sind. Ein Entwicklungstrauma kann ganz „untraumatisch“ entstehen. Bei Trauma schießt jedem Menschen sofort Gewalt, sexuelle Übergriffe oder Vernachlässigung in den Kopf. Diese Ereignisse sind zwar für viele Menschen in ihrem Leben Wirklichkeit geworden.

Ein Entwicklungstrauma kann aber auch schon dadurch entstehen, dass Babys nach der Geburt nicht bei Ihrer Mutter sein durften. Viele Mütter leiden auch an Wochenbettdepressionen oder haben schlicht weg keine Zeit für das Kind. Sie sind empathisch unfähig sich in die Bedürfnisse des Kindes hineinzufühlen!

Diese schon frühen Verletzungen hindern die Fähigkeit zur Selbstregulation. Gemeinsam mit der Fähigkeit Kontakte und Bindungen einzugehen. Kommen noch die oben angeführten Übergriffe hinzu, verlieren die Frauen auch ihren körpereigenen Zugang samt den Gefühlen dazu! Glück und Entspannung sind meistens ein sehr seltener Gast. :-(

Das nur zum besseren Verständnis.

Der „gesunde“ Beziehungsaufbau

Solange ich denken kann, waren mein Kontakt- und Beziehungsaufbau niemals „gesund“. Freundschaften und Beziehungen funktionierten nie richtig gut und schon gar nicht lange. Durch die Traumatisierungen ist mein Gespür und der „gesunde“ Ablauf einer Kontaktaufnahme durcheinander geraten. Das lag daran, dass ich keine sicheren Bindungserfahrungen gemacht habe. Und dieses Gefühl war sofort ON, wenn ich einen neuen Versuch startete.

Der geläufige Ablauf ist doch so: Wir lernen jemanden kennen … lernen ihn noch ein bisschen besser kennen und beginnen uns auszutauschen. Dabei schauen wir, ob uns die Person guttut. Ob uns deren Verhaltensweisen und Charaktereigenschaften gefallen. Man sucht gemeinsame Interessen und wenn all das vorhanden ist, baut man nach und nach mehr Nähe auf. Der Kontakt wird tiefer und aus dem Kontakt wird eine Bindung. Klingt wie auswendig gelernt ›lach‹. So irgendwie ist es doch …

Bei uns Menschen mit unsicheren Bindungsmuster ist das etwas anders: Bei Frauen, die unter einem  Entwicklungstrauma leiden und dadurch ein total anderes Bindungsmuster besteht, läuft dieser Vorgang manchmal umgekehrt! Frau lernt jemanden kennen, findet die Person gut und sympathisch … sie versucht sehr schnell viel Nähe herzustellen und geht auch schnell eine Bindung ein.

Danach wird erst herausgefunden, ob die Person überhaupt ehrliches Interesse hat, ob die Harmonie stimmt und ob die unterschiedlichen Eigenschaften zusammenpassen! Das heißt, eine Bindung wird hier schon eingegangen, bevor man die Person überhaupt richtig kennenlernt.

Die Enttäuschung ist natürlich vorprogrammiert

Aus meinen eigenen Erfahrungen heraus, kann ich sagen, dass es an der riesigen Sehnsucht nach einer funktionierenden Bindung liegt. Außerdem kann es sein, dass ein netter Austausch mit einer Bindungsabsicht verwechselt wird. Es wird irgendwas hineininterpretiert, was Frau sich eben wünscht. Die Enttäuschung ist also greifbar naheliegend. Denn es fehlt die Zeit, Interessen werden nicht schrittweise überprüft und das echte Empfinden des anderen wird einfach übergangen.

Diese Erfahrung habe ich ständig machen müssen. Es folgte eine Enttäuschung nach der anderen. Alles „selbstgemacht“ das war mir klar. Erst im reiferen Alter und mit sehr viel Arbeit, ist es mir gelungen, die Form des Kontakte-Suchens zu verändern.  Schließlich wollte ich nicht andauernd frustriert durchs Leben laufen. Ich wünschte mir ja nach wie vor eine glückliche Liebesbeziehung, wie auch ehrliche Freundschaften, die mal länger hielten als nur ein halbes Jahr!

Jeder Frau braucht unterschiedlich viel Kontakt

Nun ich bin ein Mensch, der mit sehr wenigen Kontakten auskommt. Mir ist gleich mal etwas „zu viel“, „zu eng“ und „zu langweilig“. Ich könnte mir niemals vorstellen, Freunde jede Woche geschweige denn jeden Tag zu sehen oder mit ihnen zu telefonieren! Da bin ich einfach eigen geblieben. In meiner Beziehung ist das anders. Wir sind 24 Stunden zusammen … wir arbeiten gemeinsam, gehen denselben Interessen nach, lachen und schweigen zusammen und trotzdem hat jeder seinen Freiraum! Es gibt kein Klammern und ausreichend Zeit, wenn er es möchte.

Diese Beziehung klappt nur deswegen so gut, weil ich mein Bindungsmuster verändert habe. Beziehungen sind wie ein Tennisspiel. Man spielt sich die Bälle zu und schaut, wie oft der andere zurückspielt. ›lächel‹. Mein Herzmensch hat sehr oft den Ball getroffen und ich habe ihn sogar freiwillig geholt und wieder zurückgespielt ›grins‹.

Das Wichtigste dabei ist, dass es für alle Parteien passt und eine gemeinsame Ebene gefunden wird. Ob Freundschaft oder Beziehung. Ich habe oft den Fehler gemacht, wenn ich jemanden getroffen habe den ich mochte, dass ich ihn durch meine Sehnsucht nach mehr Kontakt, total überfordert habe! Die Bereitschaft mich näher kennenzulernen, löste sich schnell in Luft auf.

Deshalb sollten wir uns nicht wie eine Löwin auf das „Opfer“ stürzen, sondern langsam und mit Gefühl auf das Gegenüber zugehen. Sich nur Stück für Stück zeigen. Dabei ist zuhören ein wichtiger Schritt. Nach und nach können wir beginnen, mit unseren eigenen Geschichten anzukoppeln. Die Zeit, die wir dabei investieren, schenkt Vertrauen und bietet Raum um vertrauensvolle Themen zu bereden und sich damit weiter näherzukommen.

Es funktioniert. Auch traumatisierte Frauen sind in der Lage, eine gute und beständige Bindung einzugehen. Gesunde Kontakte zu knüpfen, auch wenn es nicht immer ganz leicht fällt. Was zählt, ist das Muster zu ändern, das wir gewohnt waren zu gehen. Und wie gesagt, Frau muss nicht unbedingt traumatisiert sein. Bindungsmuster hat jeder seine ganz eigenen.

Und alle Männer verzeihen mir bitte, dass ich nur über uns Frauen geschrieben habe … aber ich schreibe nun mal für uns Mädels. ›zwinker‹

Sich nicht mehr zu verlieben, weil man Angst hat verletzt zu werden, ist, als ob man aufhört zu leben, weil man Angst hat zu sterben.

Pass auf Dich auf.

Lesezeit: 4 Minuten

GERECHTIGKEIT – der Begriff hat viele Gesichter. Ein großes Wort und die Grundform des menschlichen Daseins. Es ist total egal, wie Dein Karma zu Dir steht, Ungerechtigkeiten werden an alle ausgeteilt. Staatliche Einrichtungen wie Richter, Polizei, Menschen die eben für Recht und Ordnung sorgen sind die eine Sache. Da gibt es aber noch die soziale Gerechtigkeit. Die, die für ALLE geltend ist, weil wir alle den gleichen Zugang zu den gleichen Chancen und gleiche materielle Güter haben. Die Realität sieht aber anders aus. Das Unrecht in unserem Alltag macht vor keiner Türe halt.

Ungerechtigkeit hat viele Köpfe

„Es ist sowas von unfair! Wie kommt es nur? Wie kann er/sie einfach? Ich reiß´ mir den Arsch auf und das ist der Dank dafür …“
So oder so ähnlich kennst Du das sicher auch? Und dann steigt die Wut und die Aggression in einem hoch. Es kann aber auch sein, dass es mich traurig und verzweifelt macht. Unterm Strich: Schlichtes Unverständnis zieht auf.

Wenn ich daran denke, wie viele Dinge und Situationen es in meinem Leben gegeben hat, die ich NIE wirklich verstanden habe und die ich als Kind schon als große Ungerechtigkeit wahrgenommen habe! Ungleiche Geschenke zum Geburtstag von uns Kindern, ein kleineres Stück vom Geburtstagskuchen, verletzende und ungerechte Worte, eine Beförderung im Job, die ich mir so sehr erhofft und auch verdient hätte und ganz viel mehr! Und schon war/ist er da, der saure Geschmack der Ungerechtigkeit.

Für viele Menschen bedeutet Ungerechtigkeit nur eines: Rache. Sie holen aus und zielen mit giftgetränkten Pfeilen  oder es treffen Dich wie aus der Pistole geschossene impulsive Widerworte! So  entsteht ein hin und her das kräftezehrend ist und unschöne Blessuren hinterlässt. Eines weiß ich auf jeden Fall – Rache ist niemals süß! Keine Ahnung von wem dieser Blödsinn stammt. Rache schmeckt bitter und nicht süß. Egal wie viel Genugtuung und Schadenfreude es Dir bringen mag!

Rache gegen Ungerechtigkeit ist keine Lösung, das habe ich gelernt. Die Welt dreht sich danach genauso „ungerecht“ weiter als davor. Deshalb lass es sein … lass Deinen Ärger an die Luft, aber schmiede keine Rachepläne! Ungerechtigkeiten passiert ständig. Dir … mir, uns allen. Klar mag ich sie genauso wenig wie Du, aber sie passieren. Die Welt ist eben nicht immer fair.

Es ist sicher nicht Deine Schuld

Früher dachte ich immer, es wäre meine Schuld und nur ich hätte dieses Los gezogen. Bis ich langsam mitbekommen habe, dass Ungerechtigkeiten jeden streifen. Alleine der Gedanke half mir schon, Ruhe zu bewahren und die Situationen etwas gelassener zu sehen. ›lach‹

Ganz egal wie persönlich Dir die Demütigung Deiner erhofften Jobabsage, ein ausbleibendes Geschenk oder ungerechte bissige Kommentare diverser Personen vorkommen, glaube mir, es hat selten etwas mit DIR zu tun! Wir wissen nicht, was im Leben unserer Mitmenschen gerade los ist, was passiert und welche Gedanken sie gerade quälen.

Ich habe mir angeeignet dieses Wissen zu meiner Stärke zu machen. Natürlich ist es nicht immer so einfach wie es sich liest, aber wir können im Leben immer nur für uns selbst sprechen. Wer weiß, aus welchen Gründen Du den Job nicht bekommen hast? Neue Umstrukturierungen, Geldeinsparungen, persönlich Gründe, Streitigkeiten? Keine Ahnung. Mir sind solche Dinge oft passiert in den verschiedensten Lebensbereichen und ich weiß heute, dass es absolut nicht mit meiner Qualifikation oder vollbrachten Leistung zu tun hatte!

Und die ungerechten und bissigen Aussagen einer Person, die Dir an den Kopf geworfen wurden, haben wahrscheinlich mit deren eigenem Leben zu tun. Menschen verhalten sich komisch, wenn sie mit Ihrem Leben nicht zufrieden sind. Und was ist einfacher als den Erstbesten als Prellbock zu benutzen? Natürlich ist es nicht fair. Aber es ist nicht Deine Schuld, Du hast nichts „Böses“ gesagt oder getan.

Du bist nicht der Grund für deren schlechte Laune und für deren negative Energie! Lass dieses Wissen Dein emotionaler Schutzschild sein. Er schützt Dich vor Verletzungen und sorgt für den notwendigen Abstand in dieser Situation.

Die Töne machen die Musik

Ich habe mich wie gesagt sehr lange als ungerecht behandeltes Opfer gesehen. Passiv zu bleiben, machte mich genau zu dem Spielball anderer Leute, der ich eigentlich nicht sein wollte! Wir tragen die Verantwortung für unser Leben. Ich habe zwar wenig Einfluss darauf wie Situationen ablaufen oder wie manche Menschen mich behandeln. Doch ich bzw. wir haben Einfluss auf die Gefühle, Gedanken und Reaktionen in uns! Wenn ich heute das Gefühl habe, jemand behandelt mich ungerecht, suche ich einen ehrlichen offenen und respektvollen Dialog.

Ich versuche das Verhalten und die Gründe der anderen Person zu verstehen. Ich erkläre, wie ich mich durch diese Behandlung fühle. Ungerechtes verletzt, kränkt aber auch manchmal verunsichert. Es kommt immer auf die Situation und auf die Beziehung zum Gegenüber an, aber eine Lösung gibt es jedes Mal. Die Töne machen die Musik. Das wird sich niemals ändern. ›lächel‹

Ende der Geschichte:
Gegen Ungerechtigkeiten wird kein Kraut wachsen. Viele Menschen tanzen relativ leicht und unbeschwert durchs Leben und andere werden öfter mit ungerechten Handlungen konfrontiert. Unser Leben ist selten gerecht. Wir können nicht immer alles verstehen oder umdrehen. Und soll ich Dir was sagen? Müssen wir auch nicht! Es reicht, schon wenn wir mit etwas mehr Achtsamkeit unseren Alltag bestreiten. Eine etwas nüchterne Betrachtung mancher Situationen hilft gelassener und vor allem respektvoller mit unfairen Ereignissen und den dazugehörigen Menschen umzugehen.

Gerechtigkeit beginnt bei uns. Sei gerecht zu Dir selbst und allen anderen, dann wirst Du ebenfalls Gerechtigkeit erfahren.

Danke das Du mich gelesen hast. Falls Du Gedanken dazu loswerden möchtest, lass sie  mir gerne in den Kommentaren da.
Bis ganz bald, pass gut auf Dich auf.

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Da gibt es Menschen die geben so ein Strahlen von sich, weil sie mit sich und der Welt vollkommen im Reinen sind. Und dann gibt es die anderen … die jeden Tag aufs Neue mit sich im Clinch liegen. Menschen, die sich selbst nicht annehmen und lieben können …

Ein Gespräch mit meinem ICH

Ja, da steh´ich mal wieder wie jeden Morgen und jeden Abend vor dem Spiegel und betrachte mein müdes und blasses ICH. Genaugenommen starre ich ins Leere, da ich mich gar nicht ansehen will! Haare die wie Dell-Wolle aussehen. Augenringe, die trotz ausreichenden Schlaf einfach nicht verschwinden wollen und dann noch dieser Mund … die Lippen so fest aufeinander gepresst, dass das Gesicht „mundlos“ erscheint!

„Ich mag dich nicht! Deshalb kann ich dich auch nicht lieben …“
Ich weiß, wir hatten keinen guten Rutsch ins Leben. Schwierige Geburt – hat es geheißen, ständig krank und eine Außenseiterin schon von Anfang an!

Deine Kindheit und Jugend hattest du dir auch anders vorgestellt … dein Leben, ein ewiges auf und ab. Hürden über Hürden. Aber du hast es geschafft! Warum siehst du deine Erfolge nicht? Du hast so viel Anerkennung für deine Arbeiten bekommen und viel Lob von anderen Menschen erhalten, warum zum Teufel siehst du das alles nicht?

Dein Partner, deine Kinder und auch deine Freunde würden alles für dich tun! Sie sind und waren dagewesen, wenn du sie gebraucht hast! Weil sie dich lieben … genauso wie du bist. Und was machst du? Du haderst mit dir, weil du denkst, du hast diese wundervollen Menschen in deinem Leben nicht verdient!

Du kannst es ruhig zugeben … manchmal bildest du dir sogar ein, sie würden schlecht über dich reden. Wie kommst du eigentlich auf so viel Blödsinn? Bist du dir selbst nichts wert? Du hast schon so oft vor dem Spiegel gestanden – so wie jetzt, hast ins Leere geschaut. Erfüllt von Wut und Selbsthass, weil du dich selbst nicht ertragen kannst. Wie weit das gegangen ist, muss ich dir nicht sagen.  :-( Die Wut und deine Selbstablehnung haben dich so betäubt, dass du dir weh tun musstest, um dich wieder zu spüren. Ich frage dich:

„Warum kannst du dich selbst nicht lieben?“

Mein liebes ICH, ich wünsche mir, dass du endlich erkennst, was für toller Mensch du bist. Du bist stark. Ehrgeizig. Eine Kämpfernatur mit einem großen Herz und einen sensiblen Kern. Sei stolz darauf, was du schon alles (alleine) gemeistert hast! Also fang´ endlich an, dich selbst in den Arm zu nehmen und zu lieben! Nimm die Geschenke des Lebens! Nimm sie an, ohne zu hinterfragen, ob du sie verdienst!

Du schaffst das … enttäusche mich  nicht. Denn ich möchte, dass du mich zum „Strahlen“ bringst.
Dein ICH.

Tja, so gings ab bei mir noch vor einigen Jahren. Und das mit gut 45 Jahren.

Vom Selbsthass zur Selbstliebe

Mir ist diese Zeit noch sehr gut in Erinnerung geblieben. Und Tagebucheintragungen bringen es auch noch mal schwarz auf weiß. Wieder weiß ich das ich damit kein Einzelfall bin. Deshalb habe ich mich entschieden diesen Beitrag zu schreiben. Menschen die es nicht schaffen zu sich selbst zu finden, haben eine tiefe Abneigung zu sich selbst. Ich habe damals alles an mir gehasst! Mein Verhalten mein Aussehen, meine plötzliche Unsicherheit und auch meine Faulheit nichts dagegen zu unternehmen! Das war allerdings nicht immer so.

Wie entsteht Selbsthass?
Jeder von uns hat sein ganz individuelles Idealbild und ein Selbstbild. Das Idealbild beschreibt, wie wir gerne sein möchten. Ich z. B. habe mir damals meine Lockerheit und mein Selbstbewusstsein wieder zurückgewünscht. Mutig und emphatisch wollte ich sein!

Das Selbstbild beschreibt, wie wir uns zum jeweiligen Zeitpunkt sehen. Ich sah mich als eine langweilige unschöne Frau, die ihr Leben scheinbar nicht mehr auf die Reihe bekam. Je mehr das Selbstbild vom Idealbild abweicht, umso mehr Selbsthass kann dadurch entstehen. Vielen Menschen ist es dann nicht mehr möglich, sich so zu akzeptieren, wie man ist.

Wenn ich mich damals mit einem Wort beschreiben hätte müssen wär mir nur ein Wort eingefallen: „Versager“. Das Selbstwertgefühl ist am Tiefpunkt und der Vergleich mit anderen, machte es nicht leichter. In meinem und ich glaube auch in den meisten Fällen, sind diese Muster schon in der Kindheit oder Jugend entstanden. Man wäre nichts wert, zu dumm und irgendwie falsch …

Das alles führt dazu, sich selbst immer kritischer gegenüberzustehen. Der Wunsch nach einer Veränderung wird dabei immer lauter. Ein langwieriger schwerer ABER erreichbarer Prozess! ›lächel‹ Es gibt nämlich nichts, was wir nicht umdrehen können. Deshalb: „Liebes ICH, es tut mir leid, dass ich dich damals so verletzt und vernachlässigt habe …“

Wie kann man Selbsthass überwinden?

Ganz genau – durch Selbstliebe! Es war gar nicht so schwer, wie ich anfangs gedacht habe. Selbstliebe ist kein „Hexenwerk“ weißt du? ›lach‹. Ändere mit diesem Artikel Deine Gewohnheiten. Den Umgang mit Dir selbst, damit Du Dich so zu akzeptieren lernst, wie Du bist. Ich helfe Dir mit ein paar Punkten, die mir sehr dabei geholfen haben, wieder in Liebe zu mir selbst zu finden.

  • Kontrolliere Deinen Fokus. Habe ein Auge auf Deine Stärken! Was läuft bei Dir besonders glatt? Worin bist Du besonders geschickt? Worin bist Du ausdauernd? Lass Dich dabei nicht von Deinem inneren Kritiker ablenken.
  • Sei gut zu Dir. Es gibt 100 Möglichkeiten, um sich liebevoll zu behandeln. Das sieht bei jedem anders aus. Fokussiere Dich dabei vollkommen auf Dich! Gönne Dir etwas Schönes und das in einer Regelmäßigkeit – weil Du es absolut wert bist!
  • Spreche liebevoll mit Dir. Ist es nicht so, wir denken so viel darüber nach, wie wir Kritik an anderen „schön“ verpacken können. Aber bei uns selbst? Wenn ich daran denke, wie ich mit mir selber gemeckert habe … inklusive Tonfall … oh mein Gott! Lass das sein. Sei sanft in Deiner Stimme und ignoriere auch dabei die Stimmen aus Deiner Vergangenheit. So zeigst Du Dir jeden Tag, dass Du Dich wertschätzt und magst.
  • Schau Dir tief in die Augen! Es ist wirklich ein gewaltiges Ding für Deine Selbstliebe … der Gang zum Spiegel! Nimm Dich wahr, schau wer da vor Dir steht. Schau in Dich hinein und erkenne das ganze Wesen in Dir! Entdecke den Teil in Dir, der sich so wünscht geliebt und akzeptiert zu werden und der es auch für jeden Preis der Welt verdient hat.
  • Sprich mit Deinem Spiegelbild. Sag ihm, dass Du Dich jetzt um Dich kümmerst. Am Anfang ist dieses Ritual etwas gewöhnungsbedürftig, ab es ist der Schlüssel dafür, etwas zu verändern. Das kann ich Dir versprechen!
  • Lebe Deine Wünsche und Träume. Zur Selbstliebe gehört auch, sich für seine Träume einzusetzen. was jetzt nicht heißen soll, dass Du heute noch alles hinschmeißen sollst. :-) Aber Du sollst Dir im Klaren sein, was Du willst. Wie willst Du leben? Mit welchen Menschen möchtest Du Dich umgeben? Erfüllt Dich Deine Arbeit? Je öfter Du daran denkst und je klarer Deine Bilder sind, umso schneller wirst Du all das erreichen. :D

Ja und wer jetzt glaubt, dass Selbsthass ein Thema für noch orientierungslose junge Menschen ist, hat sich wahrlich geirrt. Viele Frauen waren ihr halbes Leben taff, selbstsicher, erfolgreich, glücklich und fühlten sich wie eine Königin … bis plötzlich das Leben anderer Meinung war. Die Gründe muss ich wohl nicht aufzählen.

Ich kann es sagen: Es muss nicht so bleiben. Von Selbsthass zur Selbstliebe … es funktioniert. Liebes „ICH“ von damals, es tut mir leid, dass ich lange Zeit keine gute Meinung von dir hatte und ich mich deshalb nicht um dich gekümmert habe. Heute liebe ich dich dafür umso mehr. Ohne Selbstliebe keine LIEBE.

Lesezeit: 3 Minuten

Lass es zu und lass Dich ein meine Liebe. So spreche ich gerade mit mir selbst. Oft sind es nur Kleinigkeiten, nichts Weltbewegendes das uns veranlasst, uns einfach zurückzuziehen. Den Tag abschließen … nichts mehr angreifen. Sich einfach an einem Ort der Ruhe zu begeben, bevor noch mehr geschieht, was uns nicht guttut.

Die letzten Tage sind nicht besonders gut gelaufen für mich. Meine Motivation steht gerade am Nullpunkt. Auch kein Wunder, wenn man sich wie tiefgefroren fühlt. Die Seele kalt und ängstlich. Hilflosigkeit und Wut … alles ist dabei. Schon ein Weilchen her, dass ich mich so gefühlt habe …

Es darf sein …

In Wahrheit ist es unwichtig, weshalb ich mich so mies fühle und nur langsam wieder „warm“ werde. Ich habe in den letzten Jahren, mir eine Sache ganz fest verinnerlicht. Nämlich das diese Gefühle alle ihre Berechtigung haben! Es wird immer mal Auslöser geben, wo unsere Grundstimmung nicht gerade die Beste sein wird. Fühlt sich zwar scheiße an, aber das passt. >schulterhochzieh<

Hast Du auch manchmal solche Tage? Tage an denen Du am liebsten alles in den Müll schmeißen möchtest? DU nur einen einzigen Wunsch hast, das alles ganz schnell vorübergeht und alles einen positiven Ausgang findet? So als würdest Du aus einem schlechten Film aussteigen, den Kinosaal verlassen. Es sind Tage, da helfen keine aufmunternden Worte … keine Sprüche, die wir an die Wand gemalt haben, nichts. JA? Kennst Du auch, dann leiste mir bis zum Ende meines Artikels Gesellschaft. Du bist richtig!

Weißt Du was? Es ist in Ordnung. Solche Tage dürfen (müssen) sein. Ich bin keine Frau (mehr), die Ihre miese Laune an anderen auslässt. Im „Normalfall“ jedenfalls. Aber es gibt auch Ausnahmetage, so wie eben gestern. Ist das schlimm? Ich habe niemanden gekillt also sorry, es ist manchmal notwendig. Denn unter die Bettdecke rutschen und darauf warten bis die Welt sich verbessert ist auch keine Lösung!

Es ist nicht immer alles easy

Diese scheiß Tage haben wir denke ich mal „mit abonniert“ in unserem Leben. Wir sind Menschen und ein Menschenleben ist nicht immer „ach so geil“ tut mir leid. Manchmal sind wir total irrational und unfair zu anderen. Wir blamieren uns und stehen uns selber ständig im Weg. Wir enttäuschen damit andere und vielleicht hassen wir manchmal sogar die ganze Welt! Wir sind wütend aber auch traurig, dabei aber nicht zu trösten …

Ich kann Dir sagen, das wird nie aufhören, wenn man damit begonnen hat das Leben zu lieben! Am Leben zu sein bedeutet auch mal durch miese Tage zu stapfen. Sie erwischen uns unvorbereitet … so wie gerade mich. Schläge ins Gesicht fühlen sich kein bisschen anders an! Ich stelle mir die Frage: „Wo sind meine positiven Denkansätze? Meine Leidenschaften? Wo sind sie hin … es ist alles gut!

Schieben wir diese Gefühle weg, schieben wir uns selber weg. Und DAS funktioniert nicht. Ich habe es versucht. Meine Gefühle waren mit den Situationen nicht kompatibel – ich schob sie beiseite. Nur war ich dabei nicht ich selbst! Erst als ich meine Gefühle zu mir holte, hatte ich das Gefühl, dass das „Kühlfach“ (ich) langsam abtaute.

Zulassen und darauf einlassen ist ein guter Weg

Was sagt uns (mir) diese Situation? Nur indem wir negative Emotionen zulassen und sie nicht zur Seite schieben, können wir zu unserem eigenen ICH zurückfinden. Die „Schönheiten“ in uns, kommen wieder an die Oberfläche! <3

Resümee aus den letzten Tagen folglich:
Es waren zwar „bescheidene“ Tage, aber sie waren lehrreich … wie schon so oft! Zulassen und darauf einlassen … das verkürzt solche Tage und lässt die Leidenschaften in uns wieder hochkraxeln. :-)

Ich beobachte, dass sich hier auf meiner Reha, tief verwurzelte Themen noch mal um ein Stück mehr vertiefen, aber auch bestätigt bekomme und erkennen darf. Und das will ich auch Dir weitergeben, falls Du mal wieder in einem scheiß Tag verwickelt bist. ›zwinker‹

Es ist vielleicht nicht die einfachste Entscheidung, auf seine Gefühle zu hören, aber es ist immer die ehrlichste.

Falls Dir ähnliches bekannt ist, freue ich mich von Dir zu lesen. Eine schöne Zeit und bis ganz bald.