Die Psyche, ein komplexes und sehr gewinnbringendes Thema wenn wir uns damit auseinandersetzen. Probleme erkennen, annehmen und gemeinsam lösen sollte das Ziel sein.
Lesezeit: 4 Minuten

Die Vergangenheit. Sie ist die Menge aller zeitlich zurückliegenden Ereignisse. Das hat Mr. Google ausgespuckt. Die Vergangenheit abzuschließen ist eine Notwendigkeit, um sein wirkliches Potenzial zu finden. Nur wenn wir von „Altem“ befreit sind, sind wir in der Lage die Dinge so zu sehen, wie sie wirklich vor uns liegen. Mein Beitrag heute soll dazu dienen, mit der Vergangenheit abschließen zu können, um endlich in Frieden mit Dir selbst zu leben.

Ich persönlich kenne mehr Menschen, die mit ihrer Vergangenheit nichts mehr zu tun haben wollen, als solche die ausnahmslos mit Freude in der vergangenen Zeit wühlen. Warum das so ist, kann ich nicht sagen. Manchmal denke ich sogar, dass die Vergangenheit dazu da ist, Erfahrungen zu sammeln … negative Erfahrungen um gestärkt und positiv das weitere Leben zu schaffen. Sicher, man macht als junger Mensch jede Menge Quatsch. Tritt in dieses und jenes Fettnäpfchen. Wir wollen mit dem Kopf durch die Wand … und machen Sachen, bei denen schon zu Beginn feststeht, dass es „Narben“ geben wird.

Alles, was uns klein hält und nicht zu Liebe führt, ist nur ein Echo der bislang ungelösten Vergangenheit.

Frei sind wir erst, wenn wir die Vergangenheit zurücklassen

Wir bekommen das oft gesagt, man liest es ständig und redet noch viel mehr darüber! Aber was bedeutet es?  Wir sind erst wirklich frei, wenn wir die Vergangenheit verabschieden. Mit ihr abschließen. Das Resultat ist, das wir uns im HIER & JETZT frei und leicht fühlen können. Unsere Schultern fühlen sich leicht an, weil wir keine alten Pakete mehr mitschleppen müssen! Wir können dem Leben vertrauen und offen in die Welt hinausgehen. :D

Die Zusammenhänge sind sehr einfach erklärt: Wollten wir in der Vergangenheit sowie in der Gegenwart das Gefühl von Schmerz nicht spüren, wird uns dieser Schmerz im heutigen Leben immer wieder begegnen. Wir nähren unseren „Schmerzkörper“ aus unseren Gedanken und Gefühlen des Schmerzes. Er hat seine ganz eigene Lebendigkeit und wird so zum Gestalter unseres Lebens. Er erschafft Dinge, die wir in unserm Herzen nicht fühlen möchten.

Die (Selbst)Heilung ist deshalb auch ein Schritt der Selbsterkenntnis. Die Stimme in unserem Kopf gibt vor, uns beschützen zu wollen. Sie möchte uns vor dem Bewahren, was wir bisher unangenehmes erlebt haben. Das geschieht so lange, bis wir uns selbst und die Wirklichkeit erkannt haben. Ich kann jetzt auch sagen: Bis wir die Vergangenheit hinter uns gelassen haben.

Über mich: Wenn ich in meine Vergangenheit zurücksteige, fühlt es sich nicht gut an. Natürlich gab es auch schöne Zeiten aber wie man ja weiß, bleiben negative Szenarios eher in Erinnerung als positive Erlebnisse. Es hatte Zeiten gegeben da wohnte ich in meiner Vergangenheit. Ich kannte mich dort aus und fühlte mich trotz der vielen negativen Erfahrungen zu Hause. Ich war immer auf der Suche nach den „Warums“ und „Was wäre wenn’s“. Diese vergangene Zeit zog mir sehr viel Saft aus meinen Adern. Ich war kraft- und mutlos und glaubte nicht an eine schönere Zukunft. Die Folgen waren soziale Isolation und Depression mit Angstzuständen.

Es musste etwas geschehen, denn ein Leben in ständiger Vergangenheit ist kein Leben. Diesen Weg möchte ich Dir gerne beschreiben. Er hilft Dir loszulassen, anzunehmen und zu fühlen.

Nimm Deine vergangene Zeit an. Es kann sich nur etwas verändern, wenn es in seinem Wesen erkannt wird. Deshalb ist die Akzeptanz der erste Schritt. Nimm sie genauso an wie sie ist. Bedingungslos, denn Du kannst nichts rückgängig machen was geschehen ist. Kein Wort, keinen Moment. Und gleich noch vorne weg – ich sehe heute meine Vergangenheit als Geschenk. ›zwinker‹.

Suche den Kontakt zu Deinen Gefühlen. Erlaube Dir ALLES zu fühlen! Vergangene Gefühle werden dadurch „ausgefühlt“. So vereinnahmen sie nicht Dein Bewusstsein. Dein Blick auf das, was JETZT geschieht und ist, wird klar. Der Schleier der Vergangenheit verzieht sich. Es kommt ans Tageslicht was verarbeitet werden will. Deine Heilung beginnt. ›lächel‹

Hole Dir Hilfe. Vergangenheit aufarbeiten bedeutet auch, sich Hilfe zu holen. Hilfe durch Therapie. Ich weiß, dass so viele Menschen beinahe Angst bekommen, wenn sie das Wort Therapie hören. Sie meinen, dass sie dann in der Gesellschaft einen eigenartigen Stellenwert einnehmen. Meine Erfahrungen bejahen das nur teilweise. Wir leben in einer Gesellschaft die hauptsächlich „wegschaut“. Die Menschen allgemein möchten ihren eigenen Gefühlen nicht unbedingt begegnen und den Gefühlen anderer schon dreimal nicht! Deshalb sollte man sich darum sowieso nicht kümmern. Hat man mal eine Therapie begonnen, stellt man sehr schnell fest, dass alles nicht so schlimm ist und der Seele einfach riesig guttut! Übrigens hat mal ein Therapeut zu mir gesagt als ich anfangs auch sehr unsicher darüber gedacht habe: „Eine Therapie hätte wohl überwiegend der Großteil der Menschen außerhalb dieses Gebäudes nötig :-) …“

Du und Dein inneres Kind. Begegne ihm! Es steht für Deine kindlichen Anteile. Alles was wir in der Vergangenheit getan und erlebt haben, alle Sehnsüchte nach Lebendigkeit und Liebe, wird mit dem inneren Kind ausgearbeitet. Es werden dabei sehr viele versteckte und unterdrückte Bedürfnisse hervorkommen, die dabei helfen, mit der Vergangenheit in Frieden abzuschließen. Dazu gibt es jede Menge Bücher die Dich dabei unterstützen können. Wie zum Beispiel: Das Kind in dir muss Frieden finden oder Completion Process.

LASS LOS! Sehr oft klebt man am Schmerz fest und macht dadurch die alten Geschichten immer und immer wieder durch. Man erzählt es sich selbst im Kopf … ich habe das selbst immer wieder getan. An dieser Stelle gilt es dann endlich AUFZUWACHEN! Es ist wichtig zu erkennen, dass es sich nicht um die Realität, sondern um die Vergangenheit handelt. Wenn wir uns immer wieder dieselben Geschichten aus der Vergangenheit erzählen ist das alles andere als HEILUNG! Der Schmerz von damals wird am Leben gehalten und nicht gelöst! Gehe in die Tiefe, … spüre die Gefühle die sich auftun und lasse damit all diese Momente los.

Abschlussgedanke:

Zu bedenken ist schon, dass es ein Prozess ist der Geduld verlangt. Ich arbeite daran selbst schon mehrere Jahre aber ich darf sagen, dass ich die richtig großen Baustellen erfolgreich abgeschlossen habe. Der Rest ist Kleinarbeit. ›lach‹. Ein langsames nach vorne tasten ist der richtige Anfang, um Erfolg zu haben. Lerne darauf zu vertrauen, was sich für Dich richtig und gut anfühlt. Und ganz wichtig bei allem, was Du tust: Sei geduldig mit Dir. Ehre liebe und schätze Dich. Durch das Loslassen Deiner Vergangenheit, wird sich Dein Herz öffnen, … Du wirst es sehen.

Lesezeit: 4 Minuten

Wenn einen nichts mehr erfüllt, alle Gefühle, die ein Mensch so haben darf, einfach nicht an die Oberfläche kommen, dann spricht man von innerer Leere. Manchmal kommen diese Gefühle schleichend und sie haben meistens geplant, länger zu bleiben. Ein längeres Telefonat mit einer sehr guten Bekannten erinnerte mich an meine eigene Lebensgeschichte. Vielleicht machst auch Du gerade diese Phase durch? „Ich fühle mich einfach nur leer …“ Wenn es so sein sollte, dann sehe diesen Artikel heute als den Deinen.

Tiefgründige Gespräche sind auch am Telefon möglich. Auch, wenn mir dabei die ins Gesicht geschriebene Emotion meines Gegenübers fehlt. In dem vergangenen Gespräch spiegelte sich ganz genau meine eigene Entwicklung wider, die ich durchmachte. Totale Leere, Einsamkeit und auch Traurigkeit bestimmten eine lange Zeit mein Leben.

Es ist die Sehnsucht, die dahinter steckt

Der Kopf ist voll, die Arbeit viel zu viel und die Partnerschaft, in der man glaubt, Kraft schöpfen zu können, fühlt sich ebenso leer an wie man selbst. Wenn ich diese Zeit Revue passieren lasse, hielten meine Beziehungen nie sehr lange. Mehr als sechs Monate hielten sie nicht stand. Wie auch, es waren „Zweck-Beziehungen“. Jedenfalls war es bei mir so. Nur nicht alleine sein, wenn all die Arbeit geschehen war. Hinter all dem versteckte sich eine riesige emotionale Ladung SEHNSUCHT!

Endlich mal etwas Längerfristiges. Etwas mit Gefühl und echter Liebe. Einige Schritte tiefer … wie soll ich sagen … einfach mal ankommen.

Diese Gedanken betrafen nicht nur meine Beziehungen, es war alles gemeint. Mein Job, mein Umfeld, meine Arbeit, meine zu Hause. Für den Moment waren die Dinge, die Menschen und Situationen in Ordnung. Doch schon nach wenigen Monaten folgte eine große Unzufriedenheit und Leere. Gefolgt von Kritik. Nichts fühlte sich auf Dauer gut an.

Ich entdeckte die Schattenseiten des Zusammenlebens, entdeckte Unperfektheit und langweilte mich rasend schnell. Alles schlug in pure Gewohnheit um. Und diese Gewohnheit die sich im „Außen“ zugetragen hat, erfüllte mich nicht mehr. Mein Gedanke: Mehr Arbeit vielleicht sogar eine andere? Ein neuer Liebespartner, ein neues Möbelstück, Auto oder sonst irgendwelche materiellen Dinge.

Alles begann aufs Neue. Es war eine endlose Suche, die niemals aufhörte. Die Leere verschwand nur ganz kurz … und kam danach jedes Mal noch heftiger wieder.

Die „Rennerei“ und die ständige Suche war keine Lösung

Ich spürte diese traurige Unerfülltheit in mir und machte mich auf die Suche nach Hilfe. Die Sehnsucht nach der Wahrheit war es, die mich dazu getrieben hat, umzudenken … genau hinzusehen … Fragen zu stellen, an Menschen, die sich damit auskennen. Aus diesen Sitzungen habe ich ein Zitat mitgenommen, das zu einem Lebensgesetz für mich geworden ist:

„Ask and it’s given.“ Frage und es wird dir gegeben.

Dem bin ich gefolgt. Viele meiner Antworten erhielt ich nicht nur in den Gesprächsstunden, sondern ich habe sehr viel darüber gelesen. Unterhielt mich mit Menschen, die ähnliches erlebten. Mein einfaches Sein, ohne mich von mir selbst abzulenken, … half mir. Es war das komplette Anhalten meines Lebens. Es war der Weg nach innen, denn nur dort konnte ich finden, was ich so verzweifelt hinterhergelaufen bin und gesucht habe! MICH SELBST! Es war ein spannendes Abenteuer, das ich da startete und es gefiel mir nicht alles was ich dabei erlebte.

Eine Reise ins Leere …

So würde ich diese Zeit benennen. Das Besondere daran war, dass je weiter man diese Reise in sein Inneres macht, das Leben plötzlich im Außen an Intensität dazu bekommt! Der Schlüssel dazu war die Selbstliebe … die Liebe, die wir uns selbst geben! Nicht der neue Wagen, der neue Job und der neue Partner. Finden wir die Selbstliebe, erhöht sich die Liebe für alles das existiert.

Selbst das Essen schmeckte wieder. Ich war in der Lage, ein und denselben Menschen länger an meiner Seite zu haben – länger als fünf Monate ›lach‹. Meine Emotionen wollten wieder an die Luft! Dieser Prozess, der leider nicht in drei Wochen vorüber war, vertrieben meine damalige Leere. Also eines sollte definitiv klar sein:

Wenn Du die ERFÜLLUNG im Außen suchst, sie jedoch nicht finden kannst, dann gehe nach INNEN:

Nur so können wir eine Verbindung zu uns selbst herstellen, die unser Leben verändert. Es verändert alles! Die Wahrnehmung, das Bewusstsein und das Empfinden. Es sind die Grundlagen zur Selbstverwirklichung.

Leere ist emotionaler „Hunger“ …

Dieses Gefühl, wenn man nicht nur traurig, einsam, unerfüllt und vollkommen leer ist, habe ich manchmal mit „Hunger“ Gelüsten verglichen. Man isst etwas und dreißig Minuten später folgt auf sauer süß. Bis man wieder eine Zeit später darauf kommt, dass es das auch nicht war, worauf man eigentlich Lust gehabt hätte! Dieses Gefühl war für mich oft beängstigend. Ich grübelte so viel und konnte diese Widersprüchlichkeiten überhaupt nicht verstehen.

Obwohl alles vorhanden war, war ich am „verhungern“. Selbst als ich in einer frischen Beziehung war, nährte sie mich nicht. Ich hatte damals sicher vieles indirekt gewusst, weil ich es gefühlt hatte. Es war ein schwarzes Loch, ein Vakuum, dass alles in sich hineinzog – ohne zu „kauen“. Ich war nie satt, mein Hunger nie gestillt.

Meine Zusammenfassung:

Finde heraus, was genau es ist, was Du vermisst! Ist es das Gefühl von Zugehörigkeit? Geht es um Deine zwischenmenschlichen Beziehungen oder bist Du allgemein auf der Suche nach MEHR Bedeutung und Sinn in Deinem Leben? Manchmal steckt auch ein ganz anderes Gefühl dahinter – so war es auch bei mir. Es war Enttäuschung und ganz viel Wut, die da fleißig zusätzlich noch mitmischten.

Ich weiß, dass es ganz vielen Menschen schwerfällt zu erkennen, wo genau die Ursache liegt. Ohne Therapie würde ich bestimmt heute noch auf der Suche sein und freudlos und leer im Leben stehen. Und JA es war ein längerer und sehr herausfordernder Prozess, den ich da belegt habe, aber mein Leben hat es mir wie so oft, gedankt.

Glücklich ist, wer daran glaubt, dass es im Leben nie zu spät ist, um neu zu beginnen.

Tupac Shakur

So und kein bisschen anders soll es sein. :D Ich wünsche Dir, falls Du diese Zeit gerade durchschreitest, dass sie bald vorüber ist. Ganz viel Kraft für die nächsten Schritte und ein Glas kühlen Prosecco, das am Ende Deiner Reise auf Dich wartet. ›lächel‹

Lesezeit: 3 Minuten

Wir alle haben die Möglichkeit, unsere Vergangenheit auch in der Vergangenheit zu lassen. Jeder kann etwas aus dem machen, was aus ihm gemacht wurde! Ich halte es für das Wichtigste im Leben, dass wir alle unser Leben so erfüllt wie möglich leben. Denn nur wenn wir mit uns zufrieden sind, können wir mit anderen Menschen positive und erfüllte Beziehungen eingehen.

Suche nicht die Schuld in der Vergangenheit …

„Mach´ nicht die Vergangenheit für deine Probleme verantwortlich …“. Diesen Satz musste ich mir sehr oft und sehr lange anhören. Anfangs empfand ich ihn als total deplatziert und nervig! Was wussten fremde Menschen schon von meiner Vergangenheit und meinen daraus entsprungenen Problemen? Gar nix! Dachte ich mir jedes Mal. Je länger und  intensiver ich in meinen Veränderungsprozess steckte, umso verständlicher wurde mir dieser Satz.

Der Artikel heute soll eine kurze Erinnerung sein, dass Veränderungen immer möglich ist. Egal was geschehen ist und hinter uns liegt. Ein kurzer Beitrag, weil in ganz wenigen Worten gesagt werden kann was dazu zu sagen ist. ›lächel‹

Jeder von uns ist unter anderen Bedingungen und in unterschiedlichen Familienverhältnissen groß geworden. Da gibt es diejenigen, die es leicht und unbeschwert hatten. Eine schöne und behütete Kindheit genießen durften.

Manchen aber wurde Schmerz und Leid angetan. Sie hatten eine schwere und lieblose Kindheit. Vielleicht auch mangelnde Möglichkeiten was ihre schulische und berufliche Orientierung betraf. Menschen mit schwerer Kindheit wachsen mit persönlichen Problemen heran. Mangelnde Aussprache und Zuneigung der Eltern erschweren schon in jungen Jahren das Leben, ohne das es einem bewusst ist.

Ich mochte es nie leiden, wenn Leute immer alles auf die Kindheit und die Erziehung der Eltern schoben! Leider habe ich mich geirrt. Ein großer Teil unserer Entwicklung, wenn nicht sogar der größte Teil, liegt in den Händen unserer Eltern. Sie geben uns das „Werkzeug“ mit, das uns ein Leben lang begleitet. Die Kindheit prägt. Ob gut oder schlecht.

Viele Menschen entschuldigen ihre Probleme und Schwierigkeiten, im erwachsenen Alter, mit ihrer Vergangenheit. Was auch plausibel klingt und auch zum Teil nicht ganz unrichtig ist. Ich bin ja auch so eine „Kandidatin“. >finster schau<. Andererseits macht man sich dadurch zum Opfer und man fühlt sich hilflos und schwächer als alle anderen!

Es gibt viele Menschen mit schlechten Startbedingungen

Die Redewendung: „Klar, dass aus der/dem nix geworden ist, … sie/der kannte und sah ja ihr/sein Leben nie etwas anderes!“ Diese Redewendung ist uns allen bekannt, vielleicht haben wir es auch selbst schon mal ausgesprochen. Auch da muss ich sagen – JA, das stimmt. Gleichzeitig bin ich auch davon überzeugt und der festen Meinung – NEIN, es muss nicht so bleiben!

Hätte ich damals alle negativen Eigenschaften meiner Eltern übernommen, würde es mir sicher schlecht gehen. Ich wäre in ganz vielen Dingen kein Stück besser als sie. All diese Eigenschaften würden sich mit meinen persönlichen Werten, die mir wichtig sind, überschneiden. Ich wollte es einfach besser machen … jedenfalls hab ich es versucht. Zwar reichlich spät, aber doch. Und das macht mich zufrieden. ›lächel‹.

Mir sind viele Menschen bekannt, die es schwer hatten. In der Kindheit, in den Beziehungen mit Freunden und Arbeit. Aber irgendwann war der Rand voll. Sie wollten es der Welt, aber vor allem sich selbst beweisen, dass ein besseres Leben trotz allen Hürden die einem das Leben so stellt, möglich ist. Und sie haben es tatsächlich geschafft! Es sind Menschen, die zu meinen Vorbildern wurden und für die ich mich von Herzen freue, dass sie es erreicht haben, was sie schon so lange verdient hätten!

Nicht beklagen – nachdenken

Statt zu jammern, dass wir schlechte „Startbedingungen“ hatten, sollten wir besser darüber nachdenken, welche Möglichkeiten wir haben, um das BESTE aus unserem Leben zu machen. Das BESTE aus dem machen, was uns zur Verfügung steht.

Es ist nämlich tatsächlich so, dass jeder Mensch, auch die, die nicht auf die Sonnenseite des Lebens gefallen sind, über die Kraft und die Fähigkeit verfügt, die notwendig sind um das Leben besser und etwas bunter zu machen! Geht nicht … gibts nicht. ›zwinker‹.

ICH vor vielen Jahren:

Mein Leben davor war für Außenstehende schön anzusehen. Mir fehlte es an nichts und ich wurde oft beneidet! Es wäre mir alles möglich gewesen. Leider trug ich damals noch „Gardinen“ vor meinen Augen. Mein Leben lag unter einem Schleier. Oberflächlich und Prestige-lastig, so war mein Leben. Gefüllt mit ganz vielen negativen Eigenschaften und vielen schmerzhaften Katastrophen, die kein Mensch sehen oder wahrnehmen durfte. Alles war zu wenig und nix war richtig und recht. Natürlich hatte mein Verhalten Gründe, die mir damals aber noch nicht bewusst waren. ICH … die ständig Suchende …

Heute bin ich stolz darauf, das totale Gegenteil zu sein! Das Geld um alles möglich zu machen, habe ich heute nicht mehr. Meine negativen Eigenschaften (also die wirklich heftigen … zwinker), habe ich versucht in positive umzuwandeln. Materielle Dinge haben schon lange keinen wichtigen Stellenwert mehr. Die „Gardinen“ sind am Müll und verletzende Katastrophen sind (ich denke dadurch) ausgeblieben. Ich sehe klar. Ich bin für ALLES dankbar und kann mich darüber wahnsinnig freuen, meine Mitte und mein echtes ICH gefunden zu haben um selbstbestimmt leben zu dürfen.

Ich habe mit meiner Vergangenheit zu 90 % abgeschlossen. Kollateralschäden bleiben leider immer hängen, aber mit dem lässt es sich gut leben. Deswegen möchte ich heute mit dem Anfang meines Beitrages auch abschließen:

Verändere, was aus dir gemacht wurde, es ist möglich.

Lesezeit: 3 Minuten

Mauern trennen uns Menschen. Nicht nur räumlich! Oft sind diese Mauern nur wenig greifbar jedoch höchst wirksam. Das menschliche Miteinander ist geprägt von Distanz und Nähe, von Identitätssuche und Interesse am anderen. Für Menschen, die um ihr Herz eine Mauer errichtet haben, wird das zwischenmenschliche Erlebnis oft zu einem Problem.

Wer kennt es nicht? Fleißig am „Distanzgraben“ bauen. Viele Menschen vorzüglich Frauen haben eine mächtige Mauer um ihr Herz errichtet. Sie dient als Schutz. Emotionen und Gefühle haben so ihre Berechtigung, nämlich um uns zu schützen. Besonders, wenn wir von Erfahrungen überfordert worden sind. Dadurch wird eine sichere und hauptsächlich schützende Reaktion – das bekannte „Mauern“ aktiv.

Getrennt von der Liebe

Schmerzhafte Erfahrungen in der Vergangenheit machen viele Frauen verschlossen. Sie haben die Wände hochgefahren. So hoch, dass sie gerade noch drüberschauen können. Ich kenne das Gefühl zu gut und auch wenn man von vielen Menschen umgeben ist, fehlt immer ein Teil. Das Leben fühlt sich leer, einsam, isoliert und oft sehr einsam an. Bei mir waren ständige Unruhe, sehr oft Unzufriedenheit und Körperanspannungen inbegriffen. Bis hin zur Depression, die anfangs nicht wirklich greifbar war, weil sie im Unterbewussten geruht hat.

Beinahe jeder Mensch hat seine kleine Herz-Mauer gebaut. Laut einer Statistik, die nicht mehr ganz aktuell ist, sind es 70 %! Hätte ich ja nie gedacht. Eines weiß ich allerdings und das ist „aktuell“: Wer seine Innenwelt und seine Gefühle dauerhaft hinter einer Mauer verschlossen hält, brennt irgendwann emotional aus. Mein Leben wurde danach und deswegen sehr anstrengend!

Auch die Kindheit spielt leider wieder eine Rolle. Wenn wir uns in der Kindheit nicht entfalten durften, werden auch diese Emotionen von damals, nie richtig aus- oder weggeschaltet. Unbewältigte Emotionen und Gefühle werden zum „festsitzenden“ Teilhaber unseres Lebens. Sie entstehen, wenn belastende Erlebnisse nie richtig verarbeitet wurden ODER in dem Augenblick des Geschehens, nicht richtig gefühlt werden konnten, weil wir schlicht weg überfordert waren. So haben wir sie als BLOCKADE(n) in unserem Körper gespeichert, solange, bis eine Lösung … Heilung oder Integration erfolgen kann.

Mauern in unserem Innersten belasten unser Leben. Sie schränken unser SEIN und TUN enorm ein.

Es wird schwer, Liebe zu geben und anzunehmen …

Ist unser Herz von einer dicken Mauer umgeben, wird es schwer, Liebe zu geben, da die Liebe gehindert wird aus dieser dicken Mauer auszubrechen! Gleichzeitig kann die Liebe von anderen Menschen uns nur sehr schwer finden. Die Signale verstummen noch bevor sie noch angekommen sind … und das, obwohl wir es uns so sehr wünschen würden! Und so gehen wir mit der, manchmal gar nicht bewussten, Mauer isoliert und sehr oft einsam durchs Leben.

Eine noch ganz wichtige Erkenntnis möchte ich dazu noch mit Dir teilen:

Durch das Gesetz der Anziehung, von der Du bestimmt schon gehört hast, werden Menschen mit dicken Mauern um Ihr Herz auch IMMER wieder Menschen b.z.w. Partner mit demselben Problem anziehen!

Solange wir im Widerstand zu unseren Gefühlen stehen, wird es uns schwer möglich sein, im gegenwärtigen Moment zu leben. Wenn wir nicht richtig fühlen, verlieren wir den Kontakt zu unserem wahren Selbst! Wenn Du nicht langsam die dicke Mauer um Dein Herz beginnst abzutragen, wird es passieren, dass Du irgendwann gar nichts mehr zulassen kannst. Ich könnte es auch Depression nennen … ein direktes Ergebnis des „Nicht-Fühlen“ (Wollens).

Abschließend noch: 

Ich habe mich so lange Zeit gewehrt. Gewehrt genauer hinzusehen … über die Mauer zu schauen … etwas „Luft“ an mich zu lassen. Aber ich habe mich getraut. Alleine hätte ich es nicht zu stand gebracht. Und es war ein langer Prozess, der Vertrauen und Mut gebraucht hat. Es klingt jetzt sehr simpel, doch das war es nicht. Es war und wird für die meisten unfassbar schwer sein, weil jede von uns „Herz-Mauer-Frauen“ anders konditioniert ist und über Jahre etwas vollkommen anderes gelebt haben. Trotzdem möchte ich Dich ermutigen eine Veränderung in Dein Leben zu lassen! Du verpasst unglaublich viel …

Die Mauern, die wir um uns herum bauen, um uns vor Verletzungen zu schützen, halten auch die Freude draußen.

Jim Rohn

Ich wünsche Dir eine gute und wunderbare Zeit. LEBE!

Lesezeit: 3 Minuten

„Du gehörst mir und sonst niemanden …“ Vielleicht hast Du diesen Satz schon mal von jemandem, den Du magst, gehört? Fürs Erste mag es ein schönes Gefühl sein, so etwas gesagt zubekommen. Man denkt, es zeigt von besonderer Liebe? Aber im nächsten Moment klingt es sehr beengend. Niemand gehört irgendwem. Wir gehören uns und dem Leben. Punkt.

Mein Leben war mal ein ganz anderes. Ich hatte ein gestörtes Verhältnis zur Liebe, zu zwischenmenschlichen Beziehungen und Freundschaften. Eigentlich bin ich immer noch auf einer eigenartigen Spur was das betrifft, aber ich weiß jetzt, dass mein Leben nicht von einem anderen Menschen abhängig ist. Ich/WIR sind dafür verantwortlich und WIR können sehr gut auch ohne „Besitzer“ leben!

Leben und lieben ohne die Freiheit zu verlieren …

Ich liebe meine Freiheit. Ich glaube, es ist mir das Wichtigste überhaupt. Mit dieser Denke stehe ich sicher nicht alleine da. Erst recht, wenn man das Leben schon mal aus einer anderen Perspektive ge- und erlebt hat. Freiwillig gewählt und sich darauf eingelassen. Oder sollte ich sagen langsam hineingerutscht? Gerade wenn man es als Frau dann geschafft hat, aus diesem „Besitztum“ zu entkommen, hat FREIHEIT noch mal ein ganz anderes Gewicht!

Wir haben uns aus Bindungen gelöst, von den Ketten und lassen uns von niemandem besitzen. Man lässt auf keinen Fall mehr zu, dass andere Menschen uns festbinden und uns den Weg zu unseren Wünschen verwehren. Wir sind Besitzerfrei und nur WIR bestimmen über unser Leben …

Als meine Zeit der „Freiheit“ da war, mochte ich keine Menschen, die mich kontrollierten. Ich hatte Probleme mit meinen Vorgesetzten und ich habe endlich gelernt laut und deutlich NEIN zu sagen. Nein, zu dem, was mir nicht gefiel, wovon ich nicht überzeugt war und was ich nicht vertreten konnte! NEIN zu dem, was mich nicht glücklich machte. Nach ganz vielen Jahren habe ich es endlich geschafft mir meine Freiheit zurückzuholen und zu erhalten. Es war die größte EROBERUNG meines Lebens. >breitlächel< In einen alten Filofax stand fett geschrieben ein Zitat von Paracelsus:

AUF DAS NIEMAND JEMAND GEHÖRE, DER SEIN EIGENER HERR SEIN KANN.

„Ohne dich bin ich niemand …?“

Tatsächlich hatte ich das jahrelang wirklich geglaubt. Wenn man von Menschen abhängig ist, denkt man eben so. Das war mir aber damals nicht wirklich bewusst! Lassen wir demjenigen, den wir gerne haben, seine Freiheit. Lassen wir ihn die Person sein, die er sein möchte! Aber er muss auch UNS erlauben, unsere Persönlichkeit so zu entwickeln, wie wir uns das wünschen. DU, ich, wir alle gehören NUR dem Leben.

„Ohne dich kann ich nicht leben, wenn du gehst, werde ich sterben …“ u.v.m. Diese Sätze gesagt zu bekommen, klingen vielleicht anfangs „romantisch und herzzerreißend. Denken wir aber klar darüber nach, was sie uns sagen, dann handeln sie von einer „Liebe“, die absolut ungesund ist. Viel schöner ist es doch zu sagen oder zu hören: „Ich brauche dich nicht, aber ich würde sehr gerne mein Leben mit dir teilen.“ Ich habe die Erfahrung machen müssen, dass es NIEMALS gut war, etwas zu „brauchen“! Denn damit ist verbunden, der anderen Person unterworfen zu sein und das hat mit Liebe nichts zu tun, denn LIEBE ist auch Freiheit.

NEIN ist so ein wichtiges Wort!

Denn denk doch gleich mal selber nach: wie oft hast Du zu etwas JA gesagt, zu dem Du in Wahrheit eigentlich NEIN sagen wolltest? Ich hatte immer große Angst vorm Nein sagen. Bis ich endlich bemerkt habe, wie schön und befreiend dieses kleine Wort sein kann! NEIN ist für mich ein sehr gesundes Wort geworden. Heute habe ich keine Angst mehr vor irgendwelchen Reaktionen der anderen. Ich habe auch keine Angst mehr, deshalb nicht gemocht zu werden. Was passiert denn, wenn wir NEIN sagen? Nix. Niemand stirbt daran. Unser Gefühl ist dabei ausschlaggebend. Natürlich mache ich keinen Sport daraus, und bin auch, wenn ich es für angemessen halte, für einen Alternativvorschlag bereit. Wichtig für mich, ich muss mich dabei wohlfühlen!

Um Dinge zu erreichen, unseren Träumen ein Stück näherzukommen, müssen wir oft Dinge überwinden, die nicht einfach sind. Die weh tun. Eine Art all das zu erreichen, besteht eben darin, sich von Ketten und Fesseln zu befreien. Denn wir gehören niemandem. Unser Leben, das wir gerne Leben möchten, müssen wir selber gestalten! Ich weiß, dass es Menschen gibt, die das Gefühl brauchen, einen Menschen zu besitzen. Zu bevormunden und am liebsten wäre es solchen Leuten, wenn wir das komplette Leben in ihre Hände legen würden. Ohne eigene Meinung und nur JA sagend. Nimm Deine Beine und lauf, wenn Du in so einer Beziehung bist. Es sei denn, Du brauchst dieses Gefühl …

Bleib dem treu, was Du Dir wünscht. Wovon Du träumst und was Dir Leidenschaft bereitet! JEDER wird Deinen Enthusiasmus spüren und Du wirst von niemandem aufgehalten werden. DU bist Herr Deines Lebens! Unsere Zeit ist leider beschränkt, verschwenden wir sie nicht! Bitte bleib nicht in dem Dogma gefangen, so zu leben, wie alle anderen es möchten. Hab den Mut und die Kraft, Dich selbst zu befreien. Denn wir gehören NUR unserem Leben.

Gerne darfst Du mich teilen und hinaustragen. Pass gut auf Dich auf. Danke, dass Du mich wieder gelesen hast!

Lesezeit: 5 Minuten

In den letzten Beiträgen habe ich ja über Sensibilität und der Ruhe geschrieben. Verhaltensmuster und Gefühle. Ich würde ganz gerne dabei bleiben. Der Anschluss fällt mir  leicht und passt zudem. WAS also liegt unter unserer Schale? Ich machte mich vor Jahren auf den Weg das zu erforschen. Und es geschah in Etappen. Zuerst wurde die erste Schicht abgetragen und sobald ich merkte, wozu ich bereit war, ging’s ab zur nächsten Schicht. Komm, steigen wir gemeinsam in die Tiefe unserer Gefühle und Emotionen.

Was liegt alles in uns verborgen?

Was möchten wir? Was ist uns wichtig? Und wie möchten wir uns fühlen? Wichtige Fragen wie ich meine! Wir leben in einer leistungsorientierten Gesellschaft, das ist unübersehbar. Die meisten Menschen definieren sich über ihren Job, ihren Status und noch jeder Menge äußerer Umstände. Was dabei in uns wirklich vor sich geht, wird beiseite geschoben. Dafür ist keine Zeit und verliert deshalb oft an Bedeutung.

Unter dem Gesellschaftsdruck fangen viele von uns an zu „mauern“. Und so verlieren sie den eigentlichen Zugang zu sich selbst. Ich war damals so weit, dass ich nicht mehr wusste, was mit mir los ist. Wer war ich? Wonach sich mein Herz sehnte. Mir war nur eines klar und ich sagte mir immer vor: „Sandra, das Leben scheint zu hart zu sein für Menschen mit einem guten Herzen.“ Ich wollte von nichts und niemandem mehr verletzt werden und deshalb entschied ich mich damals meine Gefühle auszuschalten. Ich vergaß mein wahres ICH.

Das Herz vergisst nicht!

Anfangs war das eine sehr bequeme und sichere Methode! Allerdings vergisst das Herz nicht wonach es sich sehnt, was es will und warum wir hier sind. Je mehr ich mich von mir abwandte und distanzierte, umso größer wurde mein Schmerz ab einer gewissen Zeit. Und ich kann es bestätigen: diese Schmerzen lassen sich durch und mit nichts betäuben! Weder durch Alkohol noch durch andere Drogen. Dieser Schmerz wird immer größer und er zeigt sich immer und immer wieder, solange, bis man hinschaut und erkennt: Jetzt ist es Zeit zu handeln …

Durch den Schmerz durch …

Ich liebe Emotionen, sie sind etwas Wunderbares! Sie zeigen uns wonach wir uns tatsächlich sehnen. Aber sie weisen uns ebenso darauf hin, was aus der Bahn geraten ist und wo der Schmerz sitzt. Schmerzen zu erkennen und diese auch zulassen, das ist sehr schwer für mich gewesen! Es erfordert Courage. Kampfgeist. Mut. Und den Willen in die Tiefe zu sehen. Ich habe mich lange Zeit dazu entschieden, meine Emotionen unten zu halten. Alles beim Alten zu belassen, der Bequemlichkeit halber. Aber ich merkte auch, dass sich damit rein gar nichts in meinem Leben und an mir ändern wird!

Es ist nun schon ein gutes Jahr her, als ich mich dazu entschieden habe, durch den Schmerz den ich schon so viele Jahre mitschleppte, zu gehen. Ich machte eine weitere Therapie die beinahe drei Monate und fort von zu Hause stattfand. Es war alles andere als ein Spaziergang, das war mir bewusst. Bequem war es auch nicht. Es waren Tage dabei wo ich mich ernsthaft fragte, warum ich eigentlich all das mache. Ob es nicht klüger wäre, die Vergangenheit sein zu lassen und an meiner Motivation und an meinen Träumen für die Zukunft zu arbeiten?

Die Sache war aber die: Ich war nach so vielen Jahren an einen Punkt geraten, wo ich es wissen wollte … WER ich wirklich bin. Ohne meine „Schale“ dabei zu knacken und dabei zu spüren was da alles so in mir schlummert, wäre dies aber nicht möglich gewesen! Sicher hätte ich weiterhin alles in mein Leben ziehen können, was ich mir so vorstelle. Die Frage war aber: Ist das, was wir uns wünschen, auch immer das Richtige für uns?

Dazu ist es notwendig in die Tiefe zu sehen und zu gehen. Ich musste meine „Wunden“ spüren, fühlen und erkennen, was mir wirklich Angst bereitet.

Grenzüberschreitungen …

Ich neigte immer dazu, meine persönlichen Grenzen von anderen Menschen übertreten zu lassen. Ich ertrug mehr als ich eigentlich wollte! Tatsächlich bewusst war mir das, glaube ich nicht. Bis ich in Situationen kam, wo ich merkte, dass ich KEINE gesunden Grenzen habe! Menschen, die sich nicht manipulieren lassen und zudem gesunde Grenzen besitzen, haben keine dieser Probleme wie ich sie damals hatte.

Als ich begann meine Emotionen wieder auszugraben, freizulassen, was ganz schön lange dauerte, wurde mir schnell bewusst, dass ich sehr manipulativ war und mir meinen Grenzen nicht bewusst war. Nach außen war ich hart und stark. In der Tiefe sah es ganz anders aus …

Erfahrungswert von mir:

Gerade wenn wir in einer Beziehung sind, kann es vorkommen, dass wir unserem Partner mehr erlauben als uns eigentlich guttut! Wir übertreten unsere persönlichen Grenzen. Und was in anderen Lebensbereichen vielleicht nicht immer schlecht ist, kann in der Beziehung oft zum Verhängnis werden. Es kommt vor, dass wir uns dabei „vergessen“ und total „aufgeben“! Als Nächstes können auch unsere Werte verloren gehen, während wir NUR damit beschäftigt sind, unserem Partner alles recht zu machen!

Es ist so wichtig zu spüren!

Total wichtig ist es, in sich hineinzuhören und zu SPÜREN. Zu spüren, was einem nicht guttut und was uns verletzt. Was uns innerlich auffrisst! Ich finde es so wichtig, hinter unserer eigenen Lebensgeschichte zu stehen! Zeigen wir uns doch wie wir wirklich sind. Teilen wir unsere Gefühle und Emotionen ohne sie zu verstecken. JEDER MENSCH hat seine Erfahrungen machen müssen. Viele tragen dadurch vielleicht einen Punkt auf ihrer Seele. Leider ist das unser Leben und es gehört in unseren Rucksack. :D

Öffnen wir unser Herz. Früher fand ich Menschen verdammt interessant, die immer cool waren, gut aussahen, auch wenn ich wusste, dass sie jeden Tag aufs Neue eine andere Maske tragen. >händezusammenschlag<. Heute fallen sie mir nicht mal mehr auf. Ich schenke meine Aufmerksamkeit Menschen, die Stärke zeigen und auch über ihre Schwachstellen reden. Einfach pur & echt sind.

Ich erlebe es ja immer wieder an mir selbst: will ich ein authentisches Leben führen, muss ich unter mein Schneckenhaus schauen und ich finde es wichtig, auch anderen diesen Blick zu erlauben! Solange ich mich hinter oder unter irgendetwas verstecke, was ich gar nicht bin, kann ich auch nicht ECHT sein!

Unsere verletzte Seite ist unsere wahre Stärke!

So sehe ich es und bin auch davon überzeugt. Ich bin dankbar für so viel Sensibilität und Erfahrung und auch meinen „Punkt“ auf meiner Seele. :-) Diese Seiten an uns wollen ausgelebt werden! Sicher und das gebe ich selbst auch gerne zu, es macht (gerade am Anfang) etwas Angst, genau diese Seiten zu leben … OHNE doppelten Boden, Rettungsring, Masken und Mauern, nein nix dergleichen stattdessen ganz viel WIR. So wie wir sind. :D

Wir machen es von bestimmten Bedingungen abhängig, ob wir unser echtes ICH zeigen oder nicht, das ist ein großer Fehler. Ich selbst habe das noch eine Zeit lang so praktiziert, bis mich eine ganz wichtige Person in meinem Leben darauf angesprochen hat und dazu gemeint hat: „Es spricht nicht von Vernunft oder Stärke was ich da mache, es ist eher ein Zeichen von Unsicherheit und Schwäche und diesen Menschen habe ich schon lange hinter mich gelassen …!“

Vielleicht kannst Du das mitnehmen, auf Deinem Weg in die Tiefe. Zu Dir selbst. Es ist eine schöne Reise, das kann ich Dir versprechen. Die Dinge werden sich danach verändern …, weil DU DICH verändern wirst!

Ich wünsche Dir eine gute Zeit, pass auf Dich auf und lebe „pur“.

Lesezeit: 5 Minuten

In der letzten Zeit gab es auf meiner Facebook Seite einen Tagespost, in dem es um Sensibilität und die Art „anders“ zu sein ging. Ich bekam darauf sehr viele Zuschriften, die mich bewogen haben, gleich nochmal in diese Tasche zu greifen. Dieses Mal möchte ich gerne darüber schreiben, wie wenig sensible Menschen eigentlich in die Masse der Menschen passen. Wir sind anders. Anders im Denken, anders im Leben, auch anders in Beziehungen und Freundschaft.

„Ich hasse Menschen“ …

Keine Sorge, ich hasse Menschen nicht wirklich, aber in der letzten Zeit ist mir der Gedanke sehr oft nicht nur durch den Kopf, sondern auch über meine Lippen gekommen. Gründe dafür gab es tatsächlich ausreichend. Ich frage mich dann immer, ob ein in sich so ruhender  Mensch, wie ich es bin, solche Gedanken und Worte überhaupt denken und sagen darf? JA, darf ich. Es geht nämlich eigentlich darum, dass ich immer mehr spüre, wie wenig ich mit den anderen Menschen gemeinsam habe und wie wenig, ich mich anpassen kann und möchte! Und ich bin mir ziemlich sicher, dass DU als leiser und sensibler Mensch, es genauso sehen wirst.

Damals:
Drehe ich das Rad der Zeit zurück, war ich schon im Kindergarten ein leises Kind. Wenn ich etwas anstellte, machte ich es still. In der Schule meldete ich mich nie zu Wort. Bloß nicht auffallen. Ich war jemand, den man kaum bemerkte. Jedenfalls machte es so den Anschein. Aber genau durch dieses Verhalten wurde ich zur Zielscheibe von Lehrern und anderen Mitschülern. Heute würde man sagen ich wurde zu einem Mobbingopfer. Ich wehrte mich anfangs nie und duldete die Beleidigungen und Hänseleien. Freunde hatte ich kaum und die ich hatte, waren genauso „eigenartig“ wie ich es war.

Das war damals. Heute ist es ähnlich, denke ich dabei um Freundschaften und enge Beziehungen. Ich habe wenige Freundschaften, die tiefgehend sind. Den Rest würde ich als gute Bekannte betiteln. Am wohlsten fühle ich mich unter gleichen Menschen …, die so sind wie ich. Leise und sensible Frauen, auf unsere eigene Art und Weise.

Laute Menschen gehen mir schnell auf die Nerven …

Es ist tatsächlich so, dass diese Menschen für mich anstrengend sind! Ich weiß gar nicht mehr, wie ich das in meinem Job ausgehalten habe? Umgekehrt bin auch ich für sie sehr oft anstrengend. Ich bin zu ruhig und zurückhaltend … langweilig?  Ich höre lieber zu, als ununterbrochen zu reden. Ich reagiere auf viele Dialoge anders oder eben erst gar nicht! Auch das macht mich nicht unbedingt sympathisch wie ich immer wieder mitbekomme. Mit Smalltalk kann ich nicht leben und es ist absolut NICHT mein Ding. In der Zwischenzeit nicht mal mehr der Höflichkeit halber!

Und, wenn ich mir meine Worte selbst so ansehe, wirkt das etwas eigenartig. Eine Eigenartigkeit mit der ich schon ganz lange Zeit lebe. Aber es ist wie es ist. „Andere“ Menschen haben eine Sichtweise auf das Leben, die vollkommen im Widerspruch zu meinen Ansichten stehen. Deswegen herrscht schnell eine Disharmonie. Ideen und Einfälle klaffen auseinander und was dann passiert, fühlt sich selten gut an!

Im Gegenteil. Ein Unwohlsein ist dann plötzlich da und der riesige Wunsch nach „Ich würde jetzt bitte lieber meine Ruhe haben“. Vielleicht sitzt Du jetzt schon die ganze Zeit da und nickst unaufhörlich, weil Du es total verstehen kannst! Vielleicht denkst DU dieselben Gedanken, aber glaubst, Dich anpassen zu müssen? Weil es unhöflich ist? Weil Dich die Menschen sonst nicht gernhaben oder weil Du sonst die letzten Freundinnen auch noch verlierst?

Lass das bloß sein!

Anpassen. Ein Wort das ich als Kind schon gehasst habe! Heute bin ich 57 Jahre jung. Ich habe mich mein halbes Leben angepasst, jedenfalls habe ich es versucht nur um des Friedens willen, um des „gemocht werdens“ und der Zugehörigkeit in der Gesellschaft. Alles mit unzufriedenstellendem Erfolg wie mir immer wieder gesagt wurde. Aber wie sollte das auch gut gehen, ist man tief im Inneren ein vollkommen anderer Mensch?

Durch den Versuch sich anzupassen verlieren wir jedes Mal einen Teil unserer eigenen Identität. Wir steigen einfach darüber hinweg. Wir ignorieren, was uns wirklich guttut und was wir eigentlich tatsächlich wollen! Kennst Du bestimmt? Ich hatte dieses Gefühl immer, wenn ich versuchte mich anzupassen. Wie oft wurde zu Dingen JA gesagt, damit man „positiv“ rüberkommt? Bloß keine bösen Reaktionen einsammeln! Und das, obwohl wir wissen, dass diese Dinge uns nicht guttun!

Die Zeiten ändern sich aber. Ich schaffe es gar nicht mehr mich anzupassen. Es war auch so, dass ich durch dieses angepasste Spiel noch mehr Menschen anzog, mit denen ich absolut nicht klarkam. Es war also wichtig zu erkennen und anzunehmen wie ich nun mal war. Eine sensible und stille Frau.

Menschen fühlen unterschiedlich …

Eine schwierige Erkenntnis war es für mich zu sehen, dass nicht jeder Mensch so intensiv die Gefühle anderer wahr nimmt wie ich es tue. Ich spüre sehr schnell was ein anderer Mensch braucht. Auch, wenn ich selbst nicht jedes Mal in der Lage bin darauf einzugehen. DAS fällt dann bei mir unter Selbstfürsorge! Ich verstehe sehr gut, wenn sich Freunde längere Zeit mal nicht melden. Jeder hat sein Leben und genug zu tun. Ich habe da vollstes Verständnis denn ich würde wahnsinnig werden, müsste ich jeden Tag telefonieren, simsen oder in irgendeiner Form ein Lebenszeichen von mir funken!

Ich WILL manchmal sogar zu niemandem Kontakt haben. Erst recht nicht, wenn es mir aus irgendwelchen Gründen nicht so ganz gut geht. Da bin ich wie eine Katze, die sich zum „Heilen“ verzieht ›lach‹. Da muss ich in meiner Welt bleiben. Dadurch schöpfe ich Kraft und finde zu meiner alten Energie zurück.

Ich habe viele Bekannte in meinem Umfeld, die damit nicht zurechtkommen. Sie suchen die „Schuld“ bei sich. Dadurch entsteht wieder eine Kommunikation, die mich stresst. Denn eigentlich habe ICH MICH schon hunderte Male „erklärt“. Auch wenn es nett gemeint ist, … für mich ist es sehr anstrengend.

Dadurch gingen auch schon Freundschaften kaputt …

Leider wahr. Gerade, wenn Freundschaften schnell zusammenwachsen ist der Kontakt intensiv. Man macht viel gemeinsam, sieht und hört sich jeden Tag. Für mich als leise und sensible Frau geht das natürlich nicht sehr lange gut. Weil es mir einfach zu viel wurde und wird. Gefühlt nahm die andere Person plötzlich einen großen Teil meiner Seele für sich ein. Für viele klingt das jetzt sicher übertrieben, aber wenn Du selbst ein introvertierter Mensch bist, weißt Du genau was ich meine!

Auf einmal gehört man dieser Person. Irgendwie. Auf eine eigenartig gefühlte Art. Ich hatte auch immer die Erfahrung gemacht, dass diese Personen mich ganz intensiv brauchten! Sowohl um nicht alleine zu sein, aber auch um mit mir über ihre Probleme zu reden oder diese abzuladen. Für diese Art von Freundschaft reicht meine Energie nur noch ganz kurz. Ich merke wie es mich anstrengt. Nett bleibe ich jedoch immer. Ich sag es nur direkt und ohne ausschweife.

Mittlerweile sehe ich es so, dass es ein gewisses „Defizit“ ist, das ich habe. Ich bin für die Masse nicht gemacht! Dieses Verhalten macht mir mein Leben nicht immer leicht. Viele Menschen reagieren unsicher und bewerten mich dadurch auch völlig falsch. Bösartige Meldungen sind dabei ebenso keine Seltenheit. Verständlich aus heutiger Sicht. Damals war es schmerzhaft, heute akzeptiere ich es, ohne es zu bewerten. Denn ICH bin so. Und ich mache KEIN Geheimnis daraus!

Sei wie Du bist, und Du ziehst die Menschen an, die zu Dir passen

Abschließend will ich Dir noch sagen: Frage Dich WER und WIE DU bist. Und vor allem steh dazu! Ich habe so lange im Außen gelebt und gefühlt, mich um andere Menschen geschart und gekümmert, dass ich mich selbst ganz vergessen habe. Ich habe vergessen, wer ich bin und was mich ausmacht. In Wirklichkeit ist es ein Armutszeugnis erst mit 57 Jahren sagen zu können: „Ich weiß heute wer ich bin und was mir guttut …“ Die letzten Jahre haben mich gefestigt. Und wie sagt man so schön? Lieber spät als nie!

Vielleicht hast Du Dich in einigen Textpassagen wiedergefunden. Dann bist Du einer dieser Menschen, die so denken und so fühlen wie ich. Und wenn Du magst, darfst Du diesen Beitrag auch gerne mit ähnlichen Menschen teilen oder ihn an Freunde schicken, um nicht immer eine Erklärung abgeben zu müssen. ›lach‹.

Ich wünsche Dir eine gute Zeit, pass gut auf Dich auf und wir lesen uns bald wieder, wenn Du magst!

Lesezeit: 4 Minuten

In meinem letzten Beitrag wollte ich ja schon darüber schreiben, aber wenn Du mich gelesen hast, wirst Du sehr schnell bemerkt haben, dass mein Beitrag eine gewisse Eigendynamik bekommen hat und die wollte ich „IHM“ nicht nehmen. ›lach‹ Heute aber hole ich es nach, weil es ein sehr guter Anschluss zum letzten Thema sein wird. Los geht’s!

Persönlichkeitsentwicklung hört nie auf, … sie beginnt nur irgendwann.

Diese Einleitung und ein (mein) Leitsatz, möchte ich heute, wie schon beim letzten Mal, wieder verwenden. Denn ich bin der Meinung, dass unsere Persönlichkeit auf einmal nicht mehr veränderbar ist, sondern sich ein Leben lang verändert oder verändern lässt! Ganz bewusst und aktiv oder aber auch unbewusst durch viele Faktoren, die uns das Leben ebenso zuspielt. Wobei ich auch schon glaube, dass Menschen die ihr Leben gerne in Ruhe verbringen, nicht unbedingt und plötzlich zum Menschen-Massen-Taucher werden! Und umgekehrt. Es geht eher um die Feinheiten unserer Entwicklung.

Wie ich ja in meinem letzten Beitrag Ich habe mich verändert viel über meine Person zu lesen war, meine Veränderung und persönliche Entwicklung, werde ich auch heute noch mal ein Beispiel aus meinen letzten Jahren zur Hand nehmen. Beispiele, die mich dazu getrieben haben, den letzten Artikel zu schreiben. :D

Ordner auf, und Jahre zurück …

Gott, wenn ich so alte Fotos, Artikel und Notizen auf meinem MacBook öffne, sind plötzlich Phasen aus einem alten Leben da, die ich am liebsten überspringen würde. Es sind emotionsgeladene Beiträge dabei, die ich heute so nicht mehr schreiben würde. Anderen wiederum fehlt der „Nerv“ den ich damit treffen wollte! Auf den alten Fotos scheine ich sehr alt zu sein obwohl noch um Jahre jünger! Meine Gesichtszüge teilweise hart und traurig. Gut, das sind Äußerlichkeiten, die vielleicht niemandem auffallen. Die Bilder und so manche Texte erinnern mich an vergangene Situationen. Gegebenheiten, in denen ich heute ganz sicher anders handeln würde und auch denke! Gerade, wenn es um die schlechten Erfahrungen geht …

Durch diese Reflexion ist es mir möglich, zu erkennen wie ich war und wer ich jetzt bin. Dieser ganze „Gefühlsmist“, den DU mit Sicherheit auch irgendwo gehortet hast, aus dieser Zeit können wir lernen. Fehler, wenn ich dabei überhaupt von Fehler reden darf, mache ich nach wie vor, sowohl im TUN und im Denken, aber ich gehe wieder ein großes Stück anders damit um. DU kannst mir vielleicht dabei zustimmen, weil es auch Dir so ergeht.

Wir entwickeln unsere Persönlichkeit (immer noch) weiter …

Plötzlich sind „Dramen“ keine große Sache mehr. Man kann schneller verzeihen und man denkt nicht mehr über ein „Was wäre wenn?“ nach. Man kämpft auch nicht mehr, um alles sofort richtigzumachen oder überhaupt zu machen! ›lach‹ Und so verändern wir uns nach wie vor in kleinen, manchmal kaum erkennbaren Nuancen, mit großer Wirkung für unsere Mitmenschen.

In all den Jahren unseres Lebens, steigen wir so viele Stufen, die enorm wichtig sind für unser Wachstum. Aber was genau darf man unter Persönlichkeitsentwicklung verstehen? Um das herauszufinden, müssen wir uns intensiv mit uns selbst auseinandersetzten. Mit unserer Vergangenheit, mit unseren Glaubenssätzen, unseren Gewohnheiten und eigentlich allem, was uns aus Person ausmacht.

Wir werden darüber nachdenken, was wir optimieren und ODER verändern möchten, um persönliches Wachstum zu erreichen! Kurz, das Wichtigste zusammengeschrieben:

  • Es gibt drei Säulen der Persönlichkeitsentwicklung. Selbsterkenntnis, Selbstakzeptanz und Selbstveränderung. All diese Stufen müssen wir schrittweise durchlaufen.
  • Die persönliche Entwicklung beschreibt das Wachsen unserer Denk- und Verhaltensweisen, sowie unserer eigenen Individualität!
  • Zu guter Letzt, sollte am Ende des „Säulenmarathons“ ein selbstbewusster, zufriedener Mensch mit einem guten Mindset und starken Beziehungen stehen, der uns ein freundliches Lächeln schenkt.

So würde meine Definition von persönlicher Entwicklung aussehen. Ich weiß aber, dass es dazu eine Menge Theorien gibt, die mir allerdings etwas zu kompliziert und schwer zu verstehen sind. Ich hab es lieber klar und einfach. :D
Was aber in und zu jeder Theorie passt ist, das Ziel einer Persönlichkeitsentwicklung ist immer, die Person zu werden, die man gerne sein möchte und das Verhalten und gesamte SEIN in etwas Positives zu verändern. ›lächel‹.

BEISPIEL:

Ich sollte in einem absolvierten Online-Kurs, NUR für mich selbst beschreiben, was mich auszeichnet. Was so richtig typisch für mich ist, was meine Stärken sind und wie ich meine Schwächen beschreiben würde …

Eine weitere Frage war, ob ich mich genauso annehmen kann, wie ich bin.
Abschließend und letzte Frage meiner damaligen Hausaufgabe lautete: WER möchte ICH werden? In welche Richtung würde ich mich gerne entwickeln? Und welche Fähigkeiten würde ich dazu benötigen?

Ich kann Dir sagen, es war soo schwer für mich diese Fragen zu beantworten! Wo ich allerdings ziemlich flott war, war die Aufzählung meiner Schwächen. Punkt und aus.

Ich wollte Dir dieses Beispiel nicht vorenthalten, da es meiner Meinung nach die wichtigsten Fragen sind, die man sich stellen kann. Wichtig dabei – und das fällt mir natürlich jetzt leicht zu sagen, war es aber damals NICHT, sich ganz neutral zu bewerten. Ich habe damals eine Freundin befragt, meinen Herzmenschen, meine Kinder, was mich als Mensch irgendwie auszeichnet … schon das war eine unangenehme Überraschung für mich. >Händezusammenschlag<

GEDULD ist bei diesem Prozess auch sehr wichtig. (Aber ehrlich gesagt, wo nicht?) unsere Persönlichkeit entwickelt sich nicht von jetzt auf dann und sofort. Dabei vergehen Monate und auch Jahre. Aber am Ende dieser schönen Reise – ich empfinde es tatsächlich so – steht ein unabhängiger, handlungsfähiger Mensch, mit enormer Lebensfreude, Lebenszufriedenheit und großer mentaler Stärke da. Nämlich DU.

Und ein Zitat zum Abschluss möchte ich Dir auch noch geben. Es passt zu meiner Lebenseinstellung wunderbar passt, vielleicht gefällt es Dir ja auch.

Ich fühle mich glücklicher, nur weil ich selbst bin und andere sie selbst sein lasse.

Carl R. Rogers

Ziemlich viel fett gedruckt heute … scheint alles irgendwie „wichtig“ zu sein. ›lach‹. UND ich bin gedanklich wie auch schriftlich nicht vom Weg abgekommen! Ich wünsche Dir eine gute Zeit, und wenn Du magst, darfst Du mich gerne weiterreichen. :-)

Lesezeit: 3 Minuten

DAS LEBEN IST EINE MISCHUNG AUS LICHT UND SCHATTEN …

Keiner von uns wird dauerhaft sagen können – hey, mir geht es jeden Tag beängstigend super gut! Jeder hat so seine besseren und schlechteren Tage. Sie kommen und gehen und kehren auf ganz unterschiedliche Weise wieder zu einem zurück. Unser Leben ist eine Mischung aus Licht und Schatten.

„Glücklichsein“ stellt sich nicht dadurch ein, dass ich in den guten Tagen hängen bleibe und die schlechten Tage fürchte. Nein, ich habe gelernt und akzeptiert, dass beides zu meinem Leben gehört. Seit ich das anerkenne, gelingt es mir, mein Leben gelassener und ausgewogener zu betrachten. Ich kann die guten Zeiten genießen und aus den weniger guten, darf und kann ich etwas lernen. Ich sehe beides als sehr sinnvoll an!

Das „niemals auslernen“ bestätigt sich mit dem Älterwerden immer mehr. Zu glauben, dass, wenn dies oder das passiert, wird für immer alles gut und bereinigt sein, wird nie der Fall sein. Wie gesagt … wir lernen niemals aus. Akzeptieren und unser Leben wird etwas einfacher. Tatsache.

Wenn ich akzeptiere, bin ich in der Lage, mit allen Gegebenheiten besser umzugehen und kann auch mehr Verständnis dafür aufbringen. Doch Lektionen werden immer dabei sein. Es gibt allerdings auch Zeiten, da sind die „Schattentage“ präsenter. Ich habe solche Jahre hinter mir. An solchen Tagen, Wochen, Monaten oder Jahren überwältigt uns vielleicht die Anstrengung, darauf zu vertrauen, dass diese unschöne Zeit wieder vorbeigehen wird.

Wenn wir Glück haben, gibt es da ein Fünkchen Hoffnung, das Einzige was einen aufrecht hält. In solchen Zeiten klammert man sich dann an die winzigen Dinge im Leben, die einem ein bisschen Freude empfinden lassen. Ich kenne das Gefühl, wenn es einem morgens schwerfällt, das Bett zu verlassen und es irgendwie keinen Grund gibt, aufzustehen. Der Tag an sich … eine riesige Herausforderung.

Diese meine Zeiten, sind vorüber. Ich bin raus. Ich habe es geschafft. Das Gefühl von damals aber bleibt. Und ich verstehe die Menschen, die diese Zeiten durchleben müssen. Mit einem Sprung es wieder in ein normales Leben zu schaffen, ist eine Illusion. Es sind die kleinen Schritte, die dabei ans Ziel und in ein Leben in der Sonne führen! 

Jede noch so unscheinbare Sache, die man dabei macht um die momentane Verfassung zu verändern, wird einem besser tun als angenommen. Ich erinnere mich daran, dass ich eine Zeit lang meine so geliebte Farbe „Schwarz“ auf richtige Farbe ausgetauscht habe.

Ich sah mir stundenlang alte Fotoalben an, die, die mich an eine gute Zeit erinnerten. Es ist wesentlich leichter, sich traurige Zeiten in Erinnerungen zu rufen. Mithilfe der Bilder wurden aber die schönen Erinnerungen und Gefühle lebendig. <3

In der langen Zeit der Therapien, lernte ich, mich um mich selbst GUT zu kümmern. Mir wurde, auch wenn nur sehr langsam, bewusst, dass ich es wert war, ein schönes gesundes Essen für mich zu kochen. Und ich lernte auch, dass ein gesundes Essen den Geist und sowohl den Körper heilt. :D

Gespräche, Vertrauen und Offenheit machten es möglich, wieder Nähe zuzulassen. Berührungen zauberten mir ein klares Gesicht und ein Lächeln auf meine Lippen. Dabei hat mir meine Hündin Monja sehr geholfen … meine Therapiemaus, die bis heute gute Arbeit leistet und Unterstützung durch einen weiteren „Schmuser“ bekommen hat. ›lächel‹

Ganz egal, jede noch so kleine Sache, die ich damals getan und die auch Du tun kannst, wird dabei helfen, die momentane Verfassung zu verbessern! 

Eine derartige Zeit macht etwas mit einem Menschen. Sie verändert und man ist nicht mehr der Mensch, der man mal war! Jedenfalls war das bei mir der Fall. Vielmehr wird man zu dem, der zu sein man bestimmt ist! Nämlich dann, wenn die Arbeit und Heilung vorüber ist. Es wird jemand Neues sein, jemand der offen ist … jemand der Dinge so annehmen kann wie sie sind und dabei auch noch glücklich ist!

Das Lächeln kehrt zurück. Und das Licht kehrt zurück … <3

Wir sind LICHT und wir sind SCHATTEN. Wir sind HELL und wir sind DUNKEL. Denn WIR SIND.

Leo N. Tolstoi

Danke, dass Du heute in meinen sehr persönlichen Gedanken Platz genommen hast. Sieh diese als „Mutmachgedanken“ für dunkle Zeiten …

Fühl Dich umarmt, …

Lesezeit: 3 Minuten

Die Tage hatte ich ein Gespräch mit einer Bekannten. Einige Arbeitskolleginnen haben ihr übel mitgespielt, danach suchte sie bei sich selbst nach möglichen Gründen dafür. Ich versuchte ihr klarzumachen, wie wichtig es ist, sich selbst zu respektieren, denn DAS wirkt sich auch darauf aus, wie andere mit uns umgehen! 

Vergangenheit vs. Erfahrungen

Wir redeten über meine Erfahrungen und ich erzählte ihr aus meiner Vergangenheit und von den vielen Veränderungen, die ich, durch genau solche Erfahrungen wie sie gerade gemacht hat, vorgenommen habe. Es gibt Grenzen und die musste ich erkennen. Als mir die bewusst waren, war mein Verhalten ein anderes und das sorgte dafür, dass ICH auch anders behandelt wurde!

Man wird von anderen NUR dann schlecht behandelt, wenn man es zulässt oder es sogar erwartet. „Es zulassen“, geschieht meistens nicht bewusst. Die Erwartung allerdings kann einem mehr oder weniger bewusst sein. Wenn ich an die Zeit zurückdenke, wo man mich nicht gut behandelte, hatte ich auch keinen Respekt vor mir selbst! Damals war mir das natürlich nicht wirklich klar. Ich musste dieses Muster durchbrechen und mir selbst mit Respekt begegnen. Danach konnte ich beobachten, dass schmerzhafte Situationen immer seltener wurden.

Natürlich war das jetzt eine sehr schnelle Zusammenfassung. So wie jede Veränderung im Leben ein Prozess ist, dauert auch das seine Zeit.

Eigentlich traurig …

Aber wahr: Die meisten Menschen tun mehr dafür, Schmerz zu ertragen, als dafür zu sorgen, dass es ihnen gut geht. Statt sich von dem Gedanken an etwas Schönes motivieren zu lassen. Ums verändern wollen geht es nicht. Es ist der Alltag, das Eingefahrene und fehlende Motivation!

Beispiel: Vielleicht träumen wir davon, schon lange abzunehmen und eine gesündere Lebensweise einzuschlagen. Wir wünschen uns das vom ganzen Herzen, doch wir verändern erst dann etwas erfolgreich, wenn das Übergewicht unerträglich oder so manche gesundheitliche Beschwerde besorgniserregend wird! Ich kenne das von mir selbst nur zu gut … ist der Zeitpunkt da, sorgen Disziplin und der feste Wille dafür, dass wir unseren Lebensstil verändern.  

Ja und so ist es bei allem. Wir tun mehr dafür, dass wir unangenehme Situationen „aushalten“, als dafür zu sorgen, dass es uns gut geht. Einige Jahre gab es in meinem Leben einen Menschen, der mir sehr nahe war und den ich auch liebte. Allerdings nahm dieser Mensch mich als Vorwand für seine schlechte anhaltende Laune. Bei jeder Gelegenheit wurde alles auf mir abgeladen. Ich war an allem und jedem Schuld! Damals noch sensibler als ich es heute bin, nahm ich mir alles zu Herzen. Mit dieser Reaktion gab ich diesem Menschen nur noch mehr Macht.

Irgendwann wurde mein Schmerz zu groß und ich änderte etwas. Ich machte den Mund auf und fand zaghaft aber endlich den Mut, vollkommen aufrichtig zu sein und endlich zu sagen, dass mich die täglichen Anschuldigungen sehr verletzten. Mein Gegenüber war sehr verärgert und ich war selbst in dieser Situation, der schlimmste Mensch auf Gottes Erden, der undankbar sei und nur auf Streit aus ist. Es war mir klar, dass ich mit dieser Reaktion rechnen musste. Und es war mir sehr egal! Für mich war die Grenze erreicht und ich wollte auch so nicht mehr weiter machen.

Ich durchbrach ein Muster, das über Jahre hinweg „funktioniert“ hatte. Besser gesagt, ich sorgte dafür, dass es funktionierte. ICH eine ewige Verliererin. Heute sage ich „DANKE“ für diese Erfahrung, denn sie war der Beginn einer meiner vielen Veränderungen in meinem Leben.

Ich respektiere mich selbst

Mein Verhalten ist heute aufrichtig und. Ich behandle jeden Menschen mit Respekt – so wie ich es immer getan habe nur vergesse ich dabei nicht auf mich! Und das ist das Wichtigste. Wie wir also von anderen behandelt werden, ist eine Reaktion auf das, was wir zulassen! Egal ob man sich kennt oder nicht kennt.

Wenn wir uns selbst respektieren, haben wir ein Stadium erreicht, in dem wir Wut und Frustration anderer mit einem Mitgefühl und ausreichender Distanz betrachten können. Das bedeutet nicht das uns alles egal ist, es soll nur klar sein, dass wir nicht mehr alles mit uns machen lassen. Es ist nicht unser Zirkus!

Zusammengefasst: Das Beste was man tun kann, um sich bei anderen Respekt zu verschaffen, ist aufrichtig zu sein. Wir müssen für unser eigenes menschliches Mitgefühl sorgen aber auch anderen mitfühlend begegnen. Wenn wir dabei mal stolpern, und ich kann es versprechen, DAS werden wir immer wieder mal. Erkennen wir es an, dass jeder Fehler menschlich ist. Es ist ein Prozess, der bei Durchhalten dazu beiträgt, dass wir nur noch die Menschen anziehen, die uns mit Respekt begegnen und uns wertschätzen so wie wir sind.

Wenn DU die Art und Weise, wie andere Dich behandeln, verändern willst, verschaffe Dir Klarheit darüber, wie diese Menschen selbst mit sich umgehen. Sowohl in emotionaler als auch in psychischer Hinsicht. Dabei bleib mitfühlend und freundlich … alles Weitere wird sich von alleine ergeben. ›lächel‹

Ich wünsche Dir NUR Menschen um Dich, die Dich mit Respekt behandeln.
Sei gut zu Dir, bis bald …