Die Psyche, ein komplexes und sehr gewinnbringendes Thema wenn wir uns damit auseinandersetzen. Probleme erkennen, annehmen und gemeinsam lösen sollte das Ziel sein.
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In meinem letzten Beitrag wollte ich ja schon darüber schreiben, aber wenn Du mich gelesen hast, wirst Du sehr schnell bemerkt haben, dass mein Beitrag eine gewisse Eigendynamik bekommen hat und die wollte ich „IHM“ nicht nehmen. ›lach‹ Heute aber hole ich es nach, weil es ein sehr guter Anschluss zum letzten Thema sein wird. Los geht’s!

Persönlichkeitsentwicklung hört nie auf, … sie beginnt nur irgendwann.

Diese Einleitung und ein (mein) Leitsatz, möchte ich heute, wie schon beim letzten Mal, wieder verwenden. Denn ich bin der Meinung, dass unsere Persönlichkeit auf einmal nicht mehr veränderbar ist, sondern sich ein Leben lang verändert oder verändern lässt! Ganz bewusst und aktiv oder aber auch unbewusst durch viele Faktoren, die uns das Leben ebenso zuspielt. Wobei ich auch schon glaube, dass Menschen die ihr Leben gerne in Ruhe verbringen, nicht unbedingt und plötzlich zum Menschen-Massen-Taucher werden! Und umgekehrt. Es geht eher um die Feinheiten unserer Entwicklung.

Wie ich ja in meinem letzten Beitrag Ich habe mich verändert viel über meine Person zu lesen war, meine Veränderung und persönliche Entwicklung, werde ich auch heute noch mal ein Beispiel aus meinen letzten Jahren zur Hand nehmen. Beispiele, die mich dazu getrieben haben, den letzten Artikel zu schreiben. :D

Ordner auf, und Jahre zurück …

Gott, wenn ich so alte Fotos, Artikel und Notizen auf meinem MacBook öffne, sind plötzlich Phasen aus einem alten Leben da, die ich am liebsten überspringen würde. Es sind emotionsgeladene Beiträge dabei, die ich heute so nicht mehr schreiben würde. Anderen wiederum fehlt der „Nerv“ den ich damit treffen wollte! Auf den alten Fotos scheine ich sehr alt zu sein obwohl noch um Jahre jünger! Meine Gesichtszüge teilweise hart und traurig. Gut, das sind Äußerlichkeiten, die vielleicht niemandem auffallen. Die Bilder und so manche Texte erinnern mich an vergangene Situationen. Gegebenheiten, in denen ich heute ganz sicher anders handeln würde und auch denke! Gerade, wenn es um die schlechten Erfahrungen geht …

Durch diese Reflexion ist es mir möglich, zu erkennen wie ich war und wer ich jetzt bin. Dieser ganze „Gefühlsmist“, den DU mit Sicherheit auch irgendwo gehortet hast, aus dieser Zeit können wir lernen. Fehler, wenn ich dabei überhaupt von Fehler reden darf, mache ich nach wie vor, sowohl im TUN und im Denken, aber ich gehe wieder ein großes Stück anders damit um. DU kannst mir vielleicht dabei zustimmen, weil es auch Dir so ergeht.

Wir entwickeln unsere Persönlichkeit (immer noch) weiter …

Plötzlich sind „Dramen“ keine große Sache mehr. Man kann schneller verzeihen und man denkt nicht mehr über ein „Was wäre wenn?“ nach. Man kämpft auch nicht mehr, um alles sofort richtigzumachen oder überhaupt zu machen! ›lach‹ Und so verändern wir uns nach wie vor in kleinen, manchmal kaum erkennbaren Nuancen, mit großer Wirkung für unsere Mitmenschen.

In all den Jahren unseres Lebens, steigen wir so viele Stufen, die enorm wichtig sind für unser Wachstum. Aber was genau darf man unter Persönlichkeitsentwicklung verstehen? Um das herauszufinden, müssen wir uns intensiv mit uns selbst auseinandersetzten. Mit unserer Vergangenheit, mit unseren Glaubenssätzen, unseren Gewohnheiten und eigentlich allem, was uns aus Person ausmacht.

Wir werden darüber nachdenken, was wir optimieren und ODER verändern möchten, um persönliches Wachstum zu erreichen! Kurz, das Wichtigste zusammengeschrieben:

  • Es gibt drei Säulen der Persönlichkeitsentwicklung. Selbsterkenntnis, Selbstakzeptanz und Selbstveränderung. All diese Stufen müssen wir schrittweise durchlaufen.
  • Die persönliche Entwicklung beschreibt das Wachsen unserer Denk- und Verhaltensweisen, sowie unserer eigenen Individualität!
  • Zu guter Letzt, sollte am Ende des „Säulenmarathons“ ein selbstbewusster, zufriedener Mensch mit einem guten Mindset und starken Beziehungen stehen, der uns ein freundliches Lächeln schenkt.

So würde meine Definition von persönlicher Entwicklung aussehen. Ich weiß aber, dass es dazu eine Menge Theorien gibt, die mir allerdings etwas zu kompliziert und schwer zu verstehen sind. Ich hab es lieber klar und einfach. :D
Was aber in und zu jeder Theorie passt ist, das Ziel einer Persönlichkeitsentwicklung ist immer, die Person zu werden, die man gerne sein möchte und das Verhalten und gesamte SEIN in etwas Positives zu verändern. ›lächel‹.

BEISPIEL:

Ich sollte in einem absolvierten Online-Kurs, NUR für mich selbst beschreiben, was mich auszeichnet. Was so richtig typisch für mich ist, was meine Stärken sind und wie ich meine Schwächen beschreiben würde …

Eine weitere Frage war, ob ich mich genauso annehmen kann, wie ich bin.
Abschließend und letzte Frage meiner damaligen Hausaufgabe lautete: WER möchte ICH werden? In welche Richtung würde ich mich gerne entwickeln? Und welche Fähigkeiten würde ich dazu benötigen?

Ich kann Dir sagen, es war soo schwer für mich diese Fragen zu beantworten! Wo ich allerdings ziemlich flott war, war die Aufzählung meiner Schwächen. Punkt und aus.

Ich wollte Dir dieses Beispiel nicht vorenthalten, da es meiner Meinung nach die wichtigsten Fragen sind, die man sich stellen kann. Wichtig dabei – und das fällt mir natürlich jetzt leicht zu sagen, war es aber damals NICHT, sich ganz neutral zu bewerten. Ich habe damals eine Freundin befragt, meinen Herzmenschen, meine Kinder, was mich als Mensch irgendwie auszeichnet … schon das war eine unangenehme Überraschung für mich. >Händezusammenschlag<

GEDULD ist bei diesem Prozess auch sehr wichtig. (Aber ehrlich gesagt, wo nicht?) unsere Persönlichkeit entwickelt sich nicht von jetzt auf dann und sofort. Dabei vergehen Monate und auch Jahre. Aber am Ende dieser schönen Reise – ich empfinde es tatsächlich so – steht ein unabhängiger, handlungsfähiger Mensch, mit enormer Lebensfreude, Lebenszufriedenheit und großer mentaler Stärke da. Nämlich DU.

Und ein Zitat zum Abschluss möchte ich Dir auch noch geben. Es passt zu meiner Lebenseinstellung wunderbar passt, vielleicht gefällt es Dir ja auch.

Ich fühle mich glücklicher, nur weil ich selbst bin und andere sie selbst sein lasse.

Carl R. Rogers

Ziemlich viel fett gedruckt heute … scheint alles irgendwie „wichtig“ zu sein. ›lach‹. UND ich bin gedanklich wie auch schriftlich nicht vom Weg abgekommen! Ich wünsche Dir eine gute Zeit, und wenn Du magst, darfst Du mich gerne weiterreichen. :-)

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DAS LEBEN IST EINE MISCHUNG AUS LICHT UND SCHATTEN …

Keiner von uns wird dauerhaft sagen können – hey, mir geht es jeden Tag beängstigend super gut! Jeder hat so seine besseren und schlechteren Tage. Sie kommen und gehen und kehren auf ganz unterschiedliche Weise wieder zu einem zurück. Unser Leben ist eine Mischung aus Licht und Schatten.

„Glücklichsein“ stellt sich nicht dadurch ein, dass ich in den guten Tagen hängen bleibe und die schlechten Tage fürchte. Nein, ich habe gelernt und akzeptiert, dass beides zu meinem Leben gehört. Seit ich das anerkenne, gelingt es mir, mein Leben gelassener und ausgewogener zu betrachten. Ich kann die guten Zeiten genießen und aus den weniger guten, darf und kann ich etwas lernen. Ich sehe beides als sehr sinnvoll an!

Das „niemals auslernen“ bestätigt sich mit dem Älterwerden immer mehr. Zu glauben, dass, wenn dies oder das passiert, wird für immer alles gut und bereinigt sein, wird nie der Fall sein. Wie gesagt … wir lernen niemals aus. Akzeptieren und unser Leben wird etwas einfacher. Tatsache.

Wenn ich akzeptiere, bin ich in der Lage, mit allen Gegebenheiten besser umzugehen und kann auch mehr Verständnis dafür aufbringen. Doch Lektionen werden immer dabei sein. Es gibt allerdings auch Zeiten, da sind die „Schattentage“ präsenter. Ich habe solche Jahre hinter mir. An solchen Tagen, Wochen, Monaten oder Jahren überwältigt uns vielleicht die Anstrengung, darauf zu vertrauen, dass diese unschöne Zeit wieder vorbeigehen wird.

Wenn wir Glück haben, gibt es da ein Fünkchen Hoffnung, das Einzige was einen aufrecht hält. In solchen Zeiten klammert man sich dann an die winzigen Dinge im Leben, die einem ein bisschen Freude empfinden lassen. Ich kenne das Gefühl, wenn es einem morgens schwerfällt, das Bett zu verlassen und es irgendwie keinen Grund gibt, aufzustehen. Der Tag an sich … eine riesige Herausforderung.

Diese meine Zeiten, sind vorüber. Ich bin raus. Ich habe es geschafft. Das Gefühl von damals aber bleibt. Und ich verstehe die Menschen, die diese Zeiten durchleben müssen. Mit einem Sprung es wieder in ein normales Leben zu schaffen, ist eine Illusion. Es sind die kleinen Schritte, die dabei ans Ziel und in ein Leben in der Sonne führen! 

Jede noch so unscheinbare Sache, die man dabei macht um die momentane Verfassung zu verändern, wird einem besser tun als angenommen. Ich erinnere mich daran, dass ich eine Zeit lang meine so geliebte Farbe „Schwarz“ auf richtige Farbe ausgetauscht habe.

Ich sah mir stundenlang alte Fotoalben an, die, die mich an eine gute Zeit erinnerten. Es ist wesentlich leichter, sich traurige Zeiten in Erinnerungen zu rufen. Mithilfe der Bilder wurden aber die schönen Erinnerungen und Gefühle lebendig. <3

In der langen Zeit der Therapien, lernte ich, mich um mich selbst GUT zu kümmern. Mir wurde, auch wenn nur sehr langsam, bewusst, dass ich es wert war, ein schönes gesundes Essen für mich zu kochen. Und ich lernte auch, dass ein gesundes Essen den Geist und sowohl den Körper heilt. :D

Gespräche, Vertrauen und Offenheit machten es möglich, wieder Nähe zuzulassen. Berührungen zauberten mir ein klares Gesicht und ein Lächeln auf meine Lippen. Dabei hat mir meine Hündin Monja sehr geholfen … meine Therapiemaus, die bis heute gute Arbeit leistet und Unterstützung durch einen weiteren „Schmuser“ bekommen hat. ›lächel‹

Ganz egal, jede noch so kleine Sache, die ich damals getan und die auch Du tun kannst, wird dabei helfen, die momentane Verfassung zu verbessern! 

Eine derartige Zeit macht etwas mit einem Menschen. Sie verändert und man ist nicht mehr der Mensch, der man mal war! Jedenfalls war das bei mir der Fall. Vielmehr wird man zu dem, der zu sein man bestimmt ist! Nämlich dann, wenn die Arbeit und Heilung vorüber ist. Es wird jemand Neues sein, jemand der offen ist … jemand der Dinge so annehmen kann wie sie sind und dabei auch noch glücklich ist!

Das Lächeln kehrt zurück. Und das Licht kehrt zurück … <3

Wir sind LICHT und wir sind SCHATTEN. Wir sind HELL und wir sind DUNKEL. Denn WIR SIND.

Leo N. Tolstoi

Danke, dass Du heute in meinen sehr persönlichen Gedanken Platz genommen hast. Sieh diese als „Mutmachgedanken“ für dunkle Zeiten …

Fühl Dich umarmt, …

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Die Tage hatte ich ein Gespräch mit einer Bekannten. Einige Arbeitskolleginnen haben ihr übel mitgespielt, danach suchte sie bei sich selbst nach möglichen Gründen dafür. Ich versuchte ihr klarzumachen, wie wichtig es ist, sich selbst zu respektieren, denn DAS wirkt sich auch darauf aus, wie andere mit uns umgehen! 

Vergangenheit vs. Erfahrungen

Wir redeten über meine Erfahrungen und ich erzählte ihr aus meiner Vergangenheit und von den vielen Veränderungen, die ich, durch genau solche Erfahrungen wie sie gerade gemacht hat, vorgenommen habe. Es gibt Grenzen und die musste ich erkennen. Als mir die bewusst waren, war mein Verhalten ein anderes und das sorgte dafür, dass ICH auch anders behandelt wurde!

Man wird von anderen NUR dann schlecht behandelt, wenn man es zulässt oder es sogar erwartet. „Es zulassen“, geschieht meistens nicht bewusst. Die Erwartung allerdings kann einem mehr oder weniger bewusst sein. Wenn ich an die Zeit zurückdenke, wo man mich nicht gut behandelte, hatte ich auch keinen Respekt vor mir selbst! Damals war mir das natürlich nicht wirklich klar. Ich musste dieses Muster durchbrechen und mir selbst mit Respekt begegnen. Danach konnte ich beobachten, dass schmerzhafte Situationen immer seltener wurden.

Natürlich war das jetzt eine sehr schnelle Zusammenfassung. So wie jede Veränderung im Leben ein Prozess ist, dauert auch das seine Zeit.

Eigentlich traurig …

Aber wahr: Die meisten Menschen tun mehr dafür, Schmerz zu ertragen, als dafür zu sorgen, dass es ihnen gut geht. Statt sich von dem Gedanken an etwas Schönes motivieren zu lassen. Ums verändern wollen geht es nicht. Es ist der Alltag, das Eingefahrene und fehlende Motivation!

Beispiel: Vielleicht träumen wir davon, schon lange abzunehmen und eine gesündere Lebensweise einzuschlagen. Wir wünschen uns das vom ganzen Herzen, doch wir verändern erst dann etwas erfolgreich, wenn das Übergewicht unerträglich oder so manche gesundheitliche Beschwerde besorgniserregend wird! Ich kenne das von mir selbst nur zu gut … ist der Zeitpunkt da, sorgen Disziplin und der feste Wille dafür, dass wir unseren Lebensstil verändern.  

Ja und so ist es bei allem. Wir tun mehr dafür, dass wir unangenehme Situationen „aushalten“, als dafür zu sorgen, dass es uns gut geht. Einige Jahre gab es in meinem Leben einen Menschen, der mir sehr nahe war und den ich auch liebte. Allerdings nahm dieser Mensch mich als Vorwand für seine schlechte anhaltende Laune. Bei jeder Gelegenheit wurde alles auf mir abgeladen. Ich war an allem und jedem Schuld! Damals noch sensibler als ich es heute bin, nahm ich mir alles zu Herzen. Mit dieser Reaktion gab ich diesem Menschen nur noch mehr Macht.

Irgendwann wurde mein Schmerz zu groß und ich änderte etwas. Ich machte den Mund auf und fand zaghaft aber endlich den Mut, vollkommen aufrichtig zu sein und endlich zu sagen, dass mich die täglichen Anschuldigungen sehr verletzten. Mein Gegenüber war sehr verärgert und ich war selbst in dieser Situation, der schlimmste Mensch auf Gottes Erden, der undankbar sei und nur auf Streit aus ist. Es war mir klar, dass ich mit dieser Reaktion rechnen musste. Und es war mir sehr egal! Für mich war die Grenze erreicht und ich wollte auch so nicht mehr weiter machen.

Ich durchbrach ein Muster, das über Jahre hinweg „funktioniert“ hatte. Besser gesagt, ich sorgte dafür, dass es funktionierte. ICH eine ewige Verliererin. Heute sage ich „DANKE“ für diese Erfahrung, denn sie war der Beginn einer meiner vielen Veränderungen in meinem Leben.

Ich respektiere mich selbst

Mein Verhalten ist heute aufrichtig und. Ich behandle jeden Menschen mit Respekt – so wie ich es immer getan habe nur vergesse ich dabei nicht auf mich! Und das ist das Wichtigste. Wie wir also von anderen behandelt werden, ist eine Reaktion auf das, was wir zulassen! Egal ob man sich kennt oder nicht kennt.

Wenn wir uns selbst respektieren, haben wir ein Stadium erreicht, in dem wir Wut und Frustration anderer mit einem Mitgefühl und ausreichender Distanz betrachten können. Das bedeutet nicht das uns alles egal ist, es soll nur klar sein, dass wir nicht mehr alles mit uns machen lassen. Es ist nicht unser Zirkus!

Zusammengefasst: Das Beste was man tun kann, um sich bei anderen Respekt zu verschaffen, ist aufrichtig zu sein. Wir müssen für unser eigenes menschliches Mitgefühl sorgen aber auch anderen mitfühlend begegnen. Wenn wir dabei mal stolpern, und ich kann es versprechen, DAS werden wir immer wieder mal. Erkennen wir es an, dass jeder Fehler menschlich ist. Es ist ein Prozess, der bei Durchhalten dazu beiträgt, dass wir nur noch die Menschen anziehen, die uns mit Respekt begegnen und uns wertschätzen so wie wir sind.

Wenn DU die Art und Weise, wie andere Dich behandeln, verändern willst, verschaffe Dir Klarheit darüber, wie diese Menschen selbst mit sich umgehen. Sowohl in emotionaler als auch in psychischer Hinsicht. Dabei bleib mitfühlend und freundlich … alles Weitere wird sich von alleine ergeben. ›lächel‹

Ich wünsche Dir NUR Menschen um Dich, die Dich mit Respekt behandeln.
Sei gut zu Dir, bis bald …

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Ich habe mir vorgenommen zum Thema Corona NICHTS auf meinem Blog zu schreiben. Allerdings ist es ein Thema, das wir nicht so einfach wegradieren können. Und ganz ehrlich? Es beschäftigt mich. Die momentane Situation bringt viele zum Nachdenken und verunsichert sehr viele Menschen. Ganz besonders diejenigen, die unter Angstzuständen leiden.

Unser Leben hat sich verändert …

Optisch und gefühlsmäßig. Alle tragen Mund-Nasen-Schutz. Die Kontakte zu unseren Mitmenschen werden heruntergefahren. Der Alltag ist nicht mehr derselbe, der er mal war. Dass die derzeitige Situation kein „Sprint“ sein wird, sondern ein sehr langer „Marathon“, ist normal denkenden Menschen klar!

Corona, die Dauer und die Folgen sind kaum einzuschätzen. Alle sollten erkennen, dass dieser Virus ein ernst zu nehmendes Thema ist. Ich beobachte immer wieder, dass gerade junge Menschen in der Idee leben, unverwundbar zu sein! Und alte Menschen leben in den Glauben, dass die Maßnahmen für sie nicht geltend sind. Wo bitte bleibt die Eigenverantwortung?

Ich vermisse die Vernunft der Menschen! Oder war sie gar nie da und fällt es gerade jetzt besonders auf?
„Die Maske juckt, ich schwitze und die Brille beschlägt …!“ Ja das stimmt. Ich bin auch eine Brillenträgerin. Ich sehe ohne Brille nicht gut, mit Brille sehe ich aber gar nix. Meine Nase ist nach zehn Minuten rot, und juckt, Maske und ich sind also auch nicht die besten Freunde. ›lach‹ Aber sie deswegen nicht zu tragen wäre dumm und verantwortungslos. Eine so abwehrende Haltung macht es natürlich schwer, die Maßnahmen zu befolgen …

Ich weiß noch genau als ich das erste Mal hörte, dass sich in China ein gefährlicher Virus ausgebreitet hat. Corona war so weit weg! Alles Unbekannte löst erstmal eine gewisse Angst aus. Dieses damals noch „so weit weg“, ist jetzt ganz nah und wir leben damit. Es ist zu einer alltäglichen Situation geworden, mit der wir morgens aufstehen und abends zu Bett gehen.

Unsichere Zeiten machen Angst …

Und Angst belastet unser Leben. Das war auch schon ohne Covid so. Für Menschen, die unter einer psychischen Vorerkrankungen leiden, leben auch meist mit unterschiedlichen Ängsten. Ich weiß, wovon ich schreibe. Das Leben wie es jetzt ist, wird für Betroffene zu einer Doppelbelastung.

Aber auch Menschen ohne Vorerkrankung leiden an verschiedenen Angstsymptomen. Für sie ist die momentane Lage zu einer belastenden Situation geworden. Die Angst zu erkranken, jemanden anzustecken, den Job zu verlieren oder Menschen dadurch zu verlieren. Für viele sorgen auch finanzielle Engpässe und Zukunftsängste für schlaflose Nächte! Verständlich wie ich meine.

Angst und Furcht haben verschiedene Gesichter

Die Angst gehört zu unseren Grundgefühlen, was jeder gesunde Mensch kennt. Sie macht uns auf mögliche Gefahren aufmerksam, sodass unser Körper die Möglichkeit hat, auf brenzliche Situation zu reagieren. Zum Beispiel mit Flucht oder Kampf. Das ist die normale Form.

Leidet man unter einer Angsterkrankung, ist es etwas anders. Ängste die hochkommen, sind unangemessen „übertrieben“. Gefolgt vom Panik und Panikattacken. Die Auslöser sind individuell und sehr unterschiedlich. Bei mir genügt ein ganz bestimmter Geruch und mir schnürt es die Kehle zu, mein Herz rast und die Luft zum Atmen wird dünn. Viele Therapien und angeeignete Methoden, helfen mir dabei, diese Angst und Panikattacken gut in Schacht zu halten. <3

Leidet man unter ständiger Angst und Panikattacken, schränkt das die Lebensqualität enorm ein. Da wo Angstzustände zu Hause sind, sind auch meistens Schlafstörungen zu finden. Angst und zu wenig Schlaf ergeben auf Dauer körperliche Beschwerden. Das Leiden verschafft sich Platz. :-(

Ein Beispiel:

Ein Unfall hat mich vor einigen Wochen außer Gefecht gesetzt. Ich musste operiert werden und lag ein paar Tage im Krankenhaus. Mir machte die ganze Situation große Angst. Die überhöhten Sicherheitsmaßnahmen, die Nacht in Quarantäne und das Mitansehen der anderen Patienten. „Fremdes“ Land, fremde Sprache, andere Regeln. Meine Dolmetscherin erzählte mir von einer Frau im Nebenzimmer, die seit drei Wochen auf der Station lag. Es war keine große Sache, sie brauchte aber tägliche Pflege. Sie durfte ihre Familie nicht sehen. KEIN Besuch war erlaubt. Sie litt so sehr an der Trennung ihrer kleinen Tochter, dass zu ihrer eigentlich „harmlosen“ Krankheit, große psychische Probleme kamen, die den Heilungsprozess verschlechterten.

Sie war kein Einzelfall! Die Angst hat so unglaublich viel Macht. Was will ich damit sagen? Die Corona-Pandemie wird sich vielleicht auch auf die Psyche des Menschen auswirken. Wir Menschen sind soziale Wesen und brauchen soziale Kontakte. Die einen mehr … andere weniger. Mit den Einschränkungen haben ganz viele Menschen zu kämpfen. Gerade ältere Menschen vereinsamen.

Sowohl bei gesunden wie auch psychisch vorerkrankten Menschen können diese Faktoren zu Depressivität, Ängstlichkeit, Schlafmangel, Stress und Wut führen. Leider. Das ist jetzt schon nachweislich!

Die Angst ist kein guter Ratgeber …

So sagt das Sprichwort. Das ist auch meine Meinung. Doch in Zeiten wie diesen kann diese Angst ein sehr guter Freund sein. Sofern sie nicht in Panik ausartet und ihre normale Funktion erfüllt! Wie zum Beispiel sich jetzt NICHT ins Gedränge zu begeben. Den Feierabend-Drink NICHT in vollen Lokalen einzunehmen und vieles mehr.

Ein gewisses vernünftiges Maß an Angst sorgt dafür, dass wir uns auch vernünftig verhalten.

Ich finde es wichtig, dass wir uns klarmachen, dass wir an einer Kreuzung stehen. Wir wissen es und wir können es beobachten: Die Situation kann so schnell „kippen“. Panisch zu reagieren und andere damit verrückt machen und sich vielleicht Schreckensszenarien vorzustellen, ist genauso wenig hilfreich wie die ganze Lage „herunterzuspielen“, so nach dem Motto: „Das ist nichts, alles erfunden und hausgemacht, das wird schon wieder …“

Das wird es auch! Aber nur dann, wenn jeder seinen sehr einfachen kleinen Teil dazu auch beiträgt, anstatt Wut, Auflehnung und Verschwörungstheorien zu verbreiten!

Wer unter Angst leidet, ein paar Tipps:

  • Macht sich Unruhe auf, dann sollte sie auch wahrgenommen werden. Verdrängen wäre fehl am Platz. Es ist normal Angst zu haben – sie ist eine normale Reaktion auf bedrohend wirkende Situationen.
  • Um Ängste besser loslassen zu können, habe ich gelernt sie beim Namen zu nennen. Formuliere sie und schreibe sie nieder.
  • Wichtig ist es auch im Hier und Jetzt zu sein. Ich weiß, dass Ängste einen in die Zukunft tragen können, in der wir die Dinge sowieso nicht beeinflussen können! Achtsamkeitsübungen helfen Dir dabei.
  • Sorge gut für Dich. Entspannung tut immer und jedem gut! Welche Form Du dabei wählst, kannst Du entscheiden. Ich brauche die Natur dazu. Lange Spaziergänge an der frischen Luft waschen meine Gedanken „sauber“. ›lach‹
  • Pflege Deine Kontakte auch weiterhin … eben nur anders. Die Möglichkeiten sind in unserer modernen Zeit ja gegeben. Über Skype ein „Tratscherl“ führen oder einfach mal wieder zu Briefpapier und Stift greifen, um lieben Menschen ein paar nette Worte zu schreiben. <3 Ein wohltuendes Telefonat mit Deiner Freundin bei einem Glas Wein vielleicht? Hauptsache man bleibt nicht isoliert.
  • Limitiere den Konsum von Medien. Und vor allem – auf seriöse Medien zurückgreifen! Das Netz ist voll von Blödsinn und Panikmache! Ich persönlich informiere mich einmal am Tag, das reicht mir … alles andere belastet mich!

Es tat mir richtig gut meine Gedanken zu diesem Thema aufzuschreiben und mit Dir zu teilen. Was die Zeit bringen wird, haben wir zum größten Teil selbst in der Hand. Handeln wir klug und gehen wir rücksichtsvoll miteinander um. Mehr braucht es nicht. Die Angst darf sein und ich finde es gut, wenn sie in einem gesunden Maß auch anhält! Denn sie sorgt dafür, dass wir uns vernünftig verhalten.

Deine Gedanken zu diesem Thema sind gerne gesehen! Falls Du intensiver darüber sprechen möchtest, in meiner FrauenPunk-Gruppe hast Du die Möglichkeit, Dich mit mir und vielen Frauen darüber zu unterhalten.

Ich wünsche uns allen eine gute bevorstehende Zeit, pass gut auf Dich auf UND bleib gesund <3

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Es gibt sie … diese Tage, an denen ich kopflos bin. Tage, an denen mir nichts gelingen mag und wo einfach alles schiefläuft. Dabei machen sich auch gerne alte Denkweisen bemerkbar. Ein Verhalten das ich per se nicht an mir mag! Meine Selbstsicherheit leidet darunter und ich finde einfach keinen Platz für mich. Ein Gefühl als würde ich mich „auflösen“ folgt. Woher kommen diese Tage und was macht sie so unerträglich? Ein paar Gedanken …

Ich benutze ja sehr gerne diesen Satz: „Es ist nur ein unglücklicher Tag, kein unglückliches Leben …“ Er steht sogar als Zitat eingerahmt auf meinem Schreibtisch. Diese Tatsache ist mir auch bewusst, wenn auch nicht gerade an diesen Tag(en). Ich hatte gerade solche Tage. Null Antrieb und es gab auch nichts, was mich motivieren konnte! Mein Kopf war leer und gleichzeitig voll – ja das gibt’s tatsächlich. ›lach‹ Ich wollte Ruhe, aber wollte gleichzeitig etwas Sinnvolles tun! Nix gelang und für nichts konnte ich mich aufraffen …

Für meine schlechte Laune gab es keinen Auslöser

Es ist wie es ist, … besser gesagt es war wie es war. Denn zwei Tage später ist die Welt wieder bunt. Alles geht locker von der Hand, die Motivation reicht für zwei und mein „leerer – voller“ Kopf, ist positiv gefüllt mit Ideen und deren Umsetzung! ›lach‹. Die Unsicherheiten und meine alten Denkansätze sind fort. (Gott sei Dank, denn die braucht eh keiner).

Tja, es gibt Tage da kann ich die Welt aus den Angeln heben und es gibt diese „Grantler-Tage“ wie man bei uns so schön sagt. Grantig >>> schlechte Laune … ohne zu wissen warum. Ob sich das jemals ändern wird, … ich denke nicht.
Gute Tage sind schön und sie fühlen sich wundervoll an! Die weniger guten sind aber wichtig! Darüber zu urteilen welche Tage nun glücklich oder unglücklich sind, das entscheiden wir selbst, denn diese Bewertung findet ausschließlich in unserem Kopf statt.

Mädels, ich habe auch gleich wieder ein Beispiel zur Hand:

Ich habe da ein Bekannte, sie liebt die nass-kalten Tage im November total. Wenn die Wolken beinahe den Boden küssen und es feucht und windig ist, blüht sie so richtig auf! Für mich, und selbst unsere Hunde, ist dieses Wetter ein Gräuel! Während sie am liebsten den ganzen Tag draußen verbringen würde, haben wir (Hunde und ich) – ein sehr ausgeprägtes Couch-Gefühl. :-)

An heißen Sommertagen ist es dann genau umgekehrt: Sie still und zäh, ich … ein wahres Energiebündel!

Ja, was will ich damit sagen? Wir sind es die entscheiden, ob ein guter Tag ein guter ist oder nicht. Individuell also.

Außerdem – keiner sagt, dass jeder Tag ein glücklicher sein muss!

Jeden Tag vor Selbstbewusstsein glänzen. Jeden Tag bestens gelaunt sein. Tagtäglich produktiv und kreativ sein. Ehrlich gesagt ist das nicht mein Ziel und würde auch gar nicht „echt“ wirken. Gerade sehr sensible Menschen – hallo, ich bin so eine – wissen, dass es Tage geben wird, wo wir einfach leichter aus den Gleisen fallen! Beide Tage sind also wichtig. Solche wo wir das Bedürfnis haben, der Welt den Rücken zu kehren und nach Ruhe suchen, und solche, wo eben alles gelingt und sich gut anfühlt! Welche Tage wir dann als „gut und glücklich“, oder „schlecht und unglücklich empfinden, liegt alleine an uns!

Die Gründe weshalb wir manchmal in so ein „Grantler-Loch“ fallen, sind sehr vielfältig. Vielleicht war es ein Streit, oder eine schlechte Nachricht, aber vielleicht lag es am „Wetter“ oder unseren Hormonen! ›lach‹ Ich aufgehört darüber nachzudenken, denn es bringt nichts. Diese Tage gehören einfach dazu. Wie Tag und Nacht, Sonne und Regen.

Ich akzeptiere auch die grauen November Tage. Mögen tu ich sie nicht, aber sie gehören ebenfalls dazu. Und wie man ja sieht, gibt es Menschen die in diesen Tagen zur Höchstform aufblühen! >laut lach<

Fazit: Es ist kein unglückliches schlechtes Leben, nur ein „Grantler-Tag“, der wieder vorübergeht!

Kennst Du das auch? Oder gehörst Du zu den mir unheimlichen Menschen, die jeden Tag vor Energie und guter Laune, nur so glänzen? Vielleicht möchtest Du mir Deine „unglücklichen“ Tage  näher erklären? Bin gespannt was Du mir so alles erzählen kannst. :D

Wir lesen uns …

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Wenn Menschen eine andere Person mit Worten demütigen, bloßstellen, sich über diesen Menschen lächerlich machen und mit Worten demütigen … dann spricht man von verbaler Gewalt. Oder so wie ich es sehe und auch nenne – dieser Mensch benutzt seine Sprache und Ausdrucksform um andere damit zu misshandeln. 

Warum schreibe ich heute darüber?

Es ist einfach ein präsentes Thema. Das war es auch schon immer, nur wurde es meist hinter vorgehaltener Hand diskutiert. Stattgefunden haben solche „Misshandlungen“ meistens hinter verschlossenen Türen. Ging man raus, … war alles wunderbar normal.

Was mich immer mehr schockiert ist, heute ist man nicht mehr so peinlich berührt, wenn man Menschen, Paare, Eltern mit Kindern oder auch fremde Menschen dabei zuhören, wie sie miteinander umgehen! Es scheint normal geworden zu sein. Wenn ich Zeugin solcher Kommunikation werde, macht sich als Erstes mein „Fremdschämen“ bemerkbar, gefolgt von unfassbarer Traurigkeit. Hier ein zynischer Spruch, da ein böses Wort. Menschen, die sich nicht mal wirklich kennen, haben keine Hemmungen mit Worten zu verletzen!

Viele Frauen leiden in ihren Beziehungen darunter

„Du bist einfach zu blöd, um zu kapieren, was ich sagen will!“ oder „Kannst du einmal was richtig machen …?“
Es sind die harmlosesten Sätze, die ich hier verwendet habe, aber laute Worte begleitet von bösen abwertenden Blicken und Ignoranz, sind das, was ich in einer meiner Beziehungen, aber auch in der Kindheit gehört habe. „Natürlich“ hinter verschlossenen Türen.

Wenn es sich um den eigenen Partner handelt, sind diese Momente und Situationen besonders schmerzhaft. Gerade Frauen werden in Beziehungen Opfer sprachlicher Misshandlungen. Meist wird das Ganze durch ein passiv-aggressives Verhalten begleitet. Für viele mag das harmlos wirken, aber für Betroffene ist es alles andere als das!

Sprachliche Grausamkeit richtet emotional großen Schaden an

Verbale Verletzungen dieser Art finden wir überall:

  • Im Beruf unter den Kollegen.
  • Zwischen Eltern und Kindern
  • Leider auch in der Pflege!
  • Und natürlich in der Beziehung.

Als es mich selbst betraf, speziell in der Phase, in der ich in einer ungesunden Beziehung mit einem Narzissten stand, fragte ich mich oft, ob ich nicht zu empfindlich reagiere – schließlich gibt es in jeder Beziehung Konflikte! Es tat ihm ja auch hinterher immer leid und wir versöhnten uns wieder. Also kein Problem … dachte ich! Sehr schnell wurde mir aber klar das all diese verbalen Verletzungen zu seinem „Spiel“ gehörten!

Zum Problem wird es generell, wenn all das zum Normalzustand wird. Kein Tag ohne Beleidigungen. Kritik an Aussehen, das Arbeiten an sich und die Art wie wir denken. Das endlose Vorhalten geschehener Fehler, die jeder Mensch im Laufe seines Lebens mal macht, und die Demütigungen vor anderen! Wenn das so ist, ist das der Beweis sprachlicher „Misshandlungen“.

Wenn ein Mensch den Partner, Elternteil oder im Beruf andere Menschen, ganz bewusst mit Worten erniedrigt, verletzt und klein macht, wäre es an der Zeit die Leinen zu cutten. In meinen Gesprächen mit betroffene Frauen, höre ich immer wieder, dass der Lebenspartner in der Öffentlichkeit völlig normal, offen und kommunikativ charmant auftrat. Kein Mensch hielt es für möglich, was sich in den eigenen viel Wänden abspielte!

Das macht es besonders schwer sich jemanden anzuvertrauen

Ich selbst hatte immer die Angst, dass mir niemand glauben wird, würde ich mich jemandem anvertrauen. Männer oder Menschen allgemein, die solch ein Verhalten in sich tragen, verharmlosen im Allgemeinen ihre verbalen Verletzungen! Aussagen wie: „Hey, das hast du total falsch aufgefasst, dass hab´ ich doch nicht so gemeint … du machst aus allem einen Elefanten u.s.w. …“

Oftmals ist dann auch für kurze Zeit Pause. Bis zur nächsten Beschimpfung und Demütigung. Ich habe es als reinsten Psychoterror erlebt, der mich ganz klein gemacht hat. Die ständige Angst vor dem was als Nächstes kommen wird!

Die Frage: Warum tut man das?

Wenn der Partner sich so verhält, tut er das meistens, um sich selbst aufzuwerten. Es gibt aber auch noch eine andere Form von psychischer Gewalt. Das habe ich nicht nur in einer Beziehung, sondern auch in der Kindheit erfahren. Man hat etwas getan, was dem Partner oder den Eltern nicht gefallen hat und die Strafe dafür ist absolutes Schweigen! Die Kommunikation wird einfach verweigert. Damit ist keine konstruktive Kommunikation mehr möglich.

Ich könnte auch sagen: Partner oder Eltern lassen einen am ausgestreckten Arm „verhungern“.

Aber zu meiner Frage zurück: warum verhalten sich Menschen so, die wir lieben?

Ich habe mich viele Jahre damit auseinandergesetzt. Ich habe sehr viel darüber gelesen, mit anderen Betroffenen gesprochen und diese Frage auch an kompetente Psychologen gestellt. Mit uns selbst, hat es in den wenigsten Fällen zu tun. Uns trifft keine Schuld.

Bei diesen Menschen steckt ein schwaches Selbstwertgefühl dahinter. Oft waren diese Menschen auch selbst Opfer von verbalem „Missbrauch“. Sie haben nie gelernt Konflikte auf normale Art auszutragen.

Psychischer Missbrauch zerstört das Selbstwert- und Bewusstsein Schritt für Schritt

Wenn du unter verbalem Missbrauch leidest, fühlst du dich abgeschnitten von deinen Gefühlen. Dein Partner ersetzt dein Selbstbild durch sein negatives Fremdbild. Das bedeutet irgendwann glauben wir all das, was uns vorgeworfen wird. Wir beginnen an unseren Fähigkeiten zu zweifeln. Wir fühlen uns klein und wertlos. Das Resultat ist Rückzug.

Öffentlich wird dieses Thema selten diskutiert und dieses Thema wird leider immer noch unterschätzt, auch wenn es langsam besser wird! Wichtig ist es dieses gesellschaftliche Tabu zu durchbrechen! Sprich darüber, teile Deine Erfahrungen!

Und ganz wichtig ist es sich zu sagen: Es ist nicht unsere Schuld! Kein Mensch hat das Recht, seine Wut und Frustration an uns auszulassen! In einer zwischenmenschlichen Beziehung sollte Mann und Frau sich liebevoll begegnen. <3
Alles andere ist KEINE Beziehung.

Ich habe mich lange Zeit dafür geschämt, was passiert ist. Ich habe nach Ausreden gesucht und habe diese Menschen auch noch in Schutz genommen. Ein Fehler, den ich bis heute bereue. Schämen sollten sich die Menschen, die mit Worten verletzten, demütigen und Seelen brechen.

Mein Fazit:

Niemand muss in einer unglücklichen Beziehung bleiben. In einer Beziehung in der Worte wie Giftpfeile benutzt werden.
Kein Mensch muss sich verbaler Gewalt hingeben.

Vielleicht kann mein Artikel dazu beigetragen, die Augen nicht mehr zu verschließen, sondern weit zu öffnen.

Ich wünsche Dir nichts von all dem. Pass gut auf Dich auf.

Lesezeit: 4 Minuten

Heute möchte ich mich einem Thema widmen, mit dem wir alle schon mal in Berührung gekommen sind. Weil wir vielleicht selber in der Situation waren, und sehr dankbar gewesen sind für den einen oder anderen Trost spendenden Satz, oder weil wir in der „Helferrolle“ waren und es uns ein Bedürfnis war, zu trösten. Trost zu spenden klingt sehr einfach, ist es aber für viele Menschen nicht! Oft bleiben einem schlichtweg gesagt, die Worte im Hals stecken oder weil wir Angst davor haben, etwas Falsches zu sagen oder zu tun! Wie wir trotz mancher Berührungsängste Trost spenden, möchte ich heute mit Dir besprechen …

Mitten ins Herz …

Es gibt leider Situationen in unserem Leben, die mit ganz viel Leid und Schmerz gepflastert sind. Freunde, die einen schweren Schicksalsschlag hinnehmen mussten, die Schwester am Boden zerstört ist, weil der Partner aus welchen Gründen auch immer, die Familie verlässt, oder ein Elternteil den geliebten Herzmenschen gehen lassen musste … ist die Bindung zu all diesen Menschen sehr eng, trifft es auch uns selbst mitten ins Herz! Es folgt das Bedürfnis, auf den Menschen zuzugehen und Trost, Hilfe und Anteilnahme zu spenden.

Vielen fällt das gar nicht so leicht

Und wenn ich ehrlich bin – zu den „vielen“ musste ich mich auch sehr lange zählen. Ich hatte nie gelernt Gefühle auszudrücken. Trauer? Vergeht. Schmerzen? Auch die muss man nicht zeigen. Tränen? Sie sind was für Schwächlinge … das war das, was ich gesehen und gelernt habe. Ich hatte sogar große Probleme meine Kinder liebevoll zu trösten und in den Arm zu nehmen, wenn sie es dringend benötigt haben! Ich tat es natürlich, weil das eine ganz natürliche Handlung sein sollte, aber ich hatte keine Gefühle dabei! Klingt jetzt ziemlich krank nicht wahr? Das war mir auch bewusst und es gelang mir auch mit der Zeit dieses „gestörte“ Verhalten zu wenden. #himmelseilobunddank

Es gelang mir alte angelernte Verhaltensmuster abzuschütteln und meine an- und aufgestauten Tränen und Gefühle an die Oberfläche zu lassen. Tränen bahnten sich ihren Weg nach oben und in die Freiheit. Diese Gefühle und die Momente, die ich sich mir da zeigten, werde ich mit Sicherheit NIEMALS vergessen! <3

Gibt es diese Situationen, haben wir das Bedürfnis, den anderen in den Arm zu nehmen. Trost zu spenden. Es passiert aber manchmal, dass alles was uns einfällt, für diesen Augenblick sehr banal und unpassend scheint! Mir geht es jedenfalls immer so. Der Grund: Ich erwarte mir von meinem Trost zu viel! Ich möchte meinem Gegenüber, diesen Menschen mit dem mich viel verbindet, seinen Schmerz, sein Leid nehmen …

Doch in dieser Lage ist leider niemand von uns.

Es braucht Zeit bis es einem wieder besser geht

Jeder von uns weiß es – Zeit heilt. Und ich glaube das Wichtigste ist es, in dieser Phase Menschen an seiner Seite zu haben, die mit einem gemeinsam diese traurigen Momente durchschreiten. Indem wir einfach für sie da sind. Indem wir zuhören, aushalten, den anderen auch mal ablenken und auf andere Gedanken bringen und liebevoll in den Arm nehmen. DAS verstehe ich unter Trost. Es ist wichtig zu wissen, es gibt Menschen, die ein ehrliches und aufrichtiges Mitgefühl zeigen und anbieten, wenn es einem schlecht geht!

Trost spenden braucht nicht viele Worte

Ich bin ja von Natur aus keine große „Rednerin“, schreiben ist für mich die bessere Ausdrucksweise ›lach‹. Aber um große Reden geht es hier auch gar nicht! Wir müssen nicht versuchen den anderen von irgendwas zu überzeugen, die richtigen Worte gibt es dafür sowieso nicht! Sehr oft braucht es nicht mal Worte! Schön und wertvoll ist es allerdings, wenn jemand da ist, der versteht! Wenn ich mich selbst erinnere und verzweifelte Menschen frage: „Was würdest Du jetzt am meisten brauchen, damit es Dir besser geht?“ Die Antwort ist immer die gleiche: „Jemand, der mir einfach nur zuhört und da ist.“

Trost braucht auch Ehrlichkeit!

Wie schon gesagt, für manche Menschen ist es nicht einfach Trost zu spenden. Was ich auch überhaupt nicht negativ bewerten möchte! Es ist wie es ist und jeder sollte nur dann Trost und Unterstützung schenken, wenn die ehrliche Bereitschaft da ist, sich mit der Situation des anderen auseinanderzusetzen.

Traurige Menschen sind sehr empfindsam und merken sehr schnell, ob jemand wirklich wissen möchte, wie es ihm geht oder ob es nur dahergesagte „Floskeln“ sind! Deshalb: Nur anbieten, wenn wir es auch einhalten können. <3

Ich kann mich an einen schmerzhaften Schicksalsschlag einer sehr guten Freundin vor vielen Jahren erinnern. Damals hatte ich noch große Probleme mit dem Theme Schmerz und Trauer. Mit dem Verlust anderer Menschen und den Gefühlen, die damit Hand in Hand gehen. Zu tief war ich darin noch selbst verwickelt und konnte nicht damit umgehen. Alles, was ich schaffte, war eine kurze Umarmung und die Worte: „Es tut mir leid, ich schaffe es nicht für Dich da zu sein …“

Die Freundschaft hat dennoch bis heute gehalten und sie war mir für meine Ehrlichkeit sehr dankbar. <3

Gemeinsam schweigen & weinen …

Wenn wir mit traurigen Menschen mitfühlen, kommt es auch vor, dass es uns genauso geht wie dem Betroffenen. Wir sind schlichtweg sprachlos, hilflos und traurig … warum also es nicht auch zum Ausdruck bringen, statt die starke Persönlichkeit zu spielen? Gemeinsam still zu sein, gemeinsam zu weinen verbindet und ist ehrlich! ALLES im Leben ist leichter, wenn wir es mit Menschen teilen können, oder nicht? Auch die nicht so schönen Momente.

Weinen ist eines der meist befreienden Gefühle, die ich je erlebt habe. ICH kann das tatsächlich behaupten!

In Kontakt bleiben …

Nehmen wir uns selbst als Beispiel: Trauer, Leid und Schmerz dauert seine Zeit und muss auch seinen Platz in unserem Leben einnehmen dürfen! Alles andere wäre ungesund! Ich kenne niemanden, der das nicht schon mal erlebt hat. Seien wir also nicht enttäuscht, wenn sich über längeren Zeitraum nichts an der Gefühlslage unseres Gegenübers ändert. Es braucht ZEIT.

Doch eines ist sicher, die meisten trauernden Menschen empfinden es als sehr angenehm, wenn wir immer wieder nachfragen und unsere Hilfe, egal in welcher Form auch immer, anbieten! Es ist ein stärkendes Gefühl für den schmerzerfüllten Menschen zu wissen „Schön, es gibt da jemanden, dem ich von meinem Gefühlschaos erzählen darf …!

Was aber vielleicht für uns selbst noch sehr wichtig ist: Grenzen zu setzen, denn wir helfen niemandem, wenn wir selbst im Schmerz des anderen ertrinken!

Diesen Beitrag heute möchte ich einer Freundin widmen, und natürlich ALLEN Menschen, die JEDEN Trost der Welt verdient haben. <3

ICH kann Dir den Schmerz leider nicht nehmen, den Dir das Leben so unerwartet beschert hat.
Aber ich kann hinter Dir stehen und Dich halten …

Herzlichst …

Lesezeit: 4 Minuten

Wenn wir ständig in der Vergangenheit leben, gehen wir zugrunde. Vielleicht nicht tatsächlich aber mental davon bin ich überzeugt! Ich konnte es selbst viele Jahre selbst erleben. Wenn wir zu oft dem schon Geschehenen nachhängen, haben wir keinen Platz für die schönen Dinge, die einen mit Leben erfüllen. Das ist uns allen bekannt. Wir wissen wie wichtig das Leben im JETZT ist. Wie kommt es aber, dass sehr viele Menschen ein Problem damit haben Vergangenes freizulassen?

Wir verstellen uns den Blick auf das Wesentliche

Vielleicht hast Du ein ähnliches Problem, ein Erlebnis aus Deiner Vergangenheit lässt Dich einfach nicht zur Ruhe kommen. Es gibt da ein Thema das Deine Gedanken am Laufen hält oder sogar mehrere Themen. Vielleicht wird dieses Thema sogar zum ständigen Gesprächsthema? Es sitzt wie ein Dorn in Deiner Ferse. Es ist eine kleine Wunde, die nie ganz abheilen konnte und bei der kleinsten Gelegenheit wieder zu schmerzen beginnt.

Sind es verpasste Chancen, ist es das Ende einer Freundschaft oder eine gescheiterte Beziehung? Sind es Familienstreitigkeiten oder sind es vielleicht Worte, die gefallen sind. Gefolgt von Fehlentscheidungen, die Du getroffen hast?

Wie Du siehst, es ist so vieles möglich, das uns maßgeblich prägt. Manchmal so sehr, dass diese Themen zu einem bestimmenden Teil unseres Lebens werden.

Wir sind nicht machtlos!

Sich hilflos fühlen ist eine sehr mächtige Emotion! Jeder der sie schon mal gespürt und erlebt hat, wird jetzt kräftig mit dem Kopf nicken. Diese Emotion kann uns „ausbremsen“. Aber das Gute daran, WIR haben es in der Hand wie wir mit Dingen und Ereignissen aus unserer Vergangenheit umgehen.

Daran etwas zu verändern, braucht einen kräftigen Tritt in den Hintern, jedenfalls war es bei mir mit reden und überdenken, nicht getan! Ich musste und wollte raus aus dieser „Opferstarre“ und dazu brauchte ich scheinbar das Gefühl eines kräftigen Tritts in den Po!

Womit möchtest DU abschließen?

Diese Frage wurde mir auch gestellt, und zwar nicht nur einmal. Diese Frage konnte ich sehr lange gar nicht konkretisieren. Ich fand es lächerlich darüber Worte zu verlieren UND ich schämte mich für ganz viele Dinge, die passiert waren. Schließlich sollte da schon wieder lange „Gras“ darüber gewachsen sein.

Jeder der auf dieser Erde lebt, hat schon mal Schmerzen erfahren. Emotionaler Schmerz ist auch mit anderen Formen von Schmerzen verbunden. Schmerz ist eine Reaktion auf eine schmerzhafte Erfahrung, aber es ist auch ein Signal, dass uns unser Körper aussendet. Er will uns damit auf ein Problem aufmerksam machen.

Achtung, ich komme wieder mit einem meiner Beispiele: Angenommen, wir werden immer wieder von den gleichen Worten eines Elternteils verletzt. Das kann eine wunderbare Gelegenheit sein, um den Auslöser herauszufinden und all das was dahinter steckt. Eines ist mir klar geworden: Wir können nur verletzt werden, wenn wir dem Gesagten glauben und es für die Wahrheit halten! Dann stellt sich gleich die nächste Frage: „Ist das was hier gesagt und behauptet wird, auch wahr?“ Und wenn nicht weshalb glauben wir es dann?

Oft, wenn wir in unserer Vergangenheit etwas Unschönes erlebt haben, und nicht wussten wie wir unsere Emotionen ausdrücken und verarbeiten sollen, werden diese Emotionen in uns aufgehoben (gespeichert). Manchmal werden diese Erinnerungen durch ähnliche Gerüche, Geräusche, Farben oder Gefühle wieder ausgelöst und wir erleben denselben Schmerz, denselben Dorn der uns schon damals so weh getan hat, erneut.

Das wird so lange passieren, bis wir mit diesem Ereignis abschließen und die damit verbundenen Emotionen loslassen.

Wie kannst Du es schaffen mit alten Schmerzen abzuschließen

Meine Meinung ist das Wichtigste auf dem Weg zur Selbstbestimmung, wie ja schon oben beschrieben, aus der Opferrolle zu treten. Aus der Rolle auszusteigen, die von anderen verletzt und schlecht behandelt wurde! Es reicht nicht, es ein wenig zu wollen. Dieser Wunsch muss von innen kommen und wirklich echt sein! Wie gesagt, ich holte mir einige Tritte in den Hintern ab, bis ich dieses „wollen“ auch tatsächlich spürte. ›lächel‹

Wenn diese Entscheidung steht, muss der Schmerz gefühlt werden und sollte auch Ausdruck finden, um ihn dann vollkommen aus dem System zu streichen. Ich behauptete ja felsenfest, nicht mehr verletzt zu sein. Aber ich wurde besserem belehrt. Unterdrückte Emotionen sind einer der Hauptgründe für Krankheiten in unserem Körper! Deshalb ist es so sehr wichtig, sich dem Schmerz zu stellen und ihn dann leichten Herzens loszulassen.

Das kann in vielerlei Hinsicht passieren: Das kann geschehen, indem Du Dich an sehr eng vertraute Personen wendest. Du es in ein Tagebuch schreibst oder sogar einen Brief schreibst, den Du nie an die andere Person absendest. Es gibt auch einige Methoden, die auf unser Unterbewusstsein zugreifen, in dem alle unsere Erfahrungen gespeichert sind. Dabei lässt sich die Ursache des Schmerzes herausfiltern. Dabei findet man die Ursache und sieht, wo der Dorn sitzt. Der Schmerz wird gelöst und ein alternatives Verhalten wird als „Ersatz“ erstellt. Ich könnte auch sagen unsere Software wird neu geschrieben. Fehler werden gelöscht damit wir ungebremst im Leben wieder Fuß fassen können. <3

Ich habe alle Möglichkeiten getestet. Und brauchte auch alle um an mein Ziel zu kommen. Es ist auch maßgeblich und individuell,  wie weit in der Vergangenheit „Schaden“ angerichtet wurde. Die letztere Methode wurde mir auch nur stationär angeboten und dauerte relativ lange.

Ein wichtiger Teil des Loslassens ist die Vergebung

Das klang für mich zu Beginn unmöglich! Wie kann ich etwas vergeben, dass mich psychisch und körperlich so verletzt hat? Es klingt tatsächlich schwer, aber wenn wir verstehen, was es bedeutet, ist es gar nicht mehr so unmöglich! :-) Dem anderen und sich selbst zu vergeben ist ein schöner und befreiender Prozess.

Ich denke dabei immer an mich selbst. Wir sind nicht perfekt und verletzen andere oft aus Unwissenheit und Mangel an Mitgefühl. Oft habe ich von einer Person erwartet, dass sie sich auf eine bestimmte Weise verhält, ohne zu wissen, was dieser Mensch erlebt hat. Es ist immer eine Frage der Perspektive. Bei manchen Menschen weiß ich heute, warum sie mir einen Dorn in meine Ferse gerammt haben und für diese Menschen empfinde ich heute nur noch Mitleid.

Alte Schmerzen loszulassen bedeutet nicht, ein Verhalten von damals zu akzeptieren! Loslassen ist eine aktive Entscheidung, den Schmerz der Vergangenheit nicht in die Zukunft mitzunehmen. Vergebung … das mache ich für mich selbst und nicht für andere.

Und, obwohl mir auch vieles aus der Vergangenheit niemals klar sein wird, habe ich mich entschieden, den Schmerz ganz und gar loszulassen. Ich habe die Dornen gezogen und begrüße stattdessen das Glück und die Zufriedenheit in meinem Leben.

Ich wünsche Dir, dass auch Du diesen Weg gehen kannst. Und wenn Du ihn gehen willst, wirst Du ihn auch schaffen. <3

Lesezeit: 4 Minuten

Die meisten Menschen leiden täglich. Ob durch tatsächlichen Schmerz, eine unangenehme Situation oder durch das Beklagen von etwas. Eine beinahe schon fast selbstverständliches Verhalten. Wir sind nicht auf der Welt um zu leiden, sondern um glücklich zu sein! Wenn wir leiden, dann nur deshalb, weil dieses Gefühl uns etwas zu sagen hat.

Weißt Du, wovor ich in meinem Job am meisten Angst hatte? Vor dem Leiden danach, wenn ich etwas verbockt hatte.
Weißt Du, wovor ich am meisten Angst hatte, wenn ich Menschen begegnete und sie mir ans Herz gewachsen sind? Vor dem Leiden, das so oft danach kam, wenn ich enttäuscht wurde. Es waren nicht die Enttäuschungen oder die Verletzungen. Nein, es war einzig und alleine das Leid.

Notiz aus meinem Tagebuch

„Was soll dieses ständige Leiden? Es zieht mich runter. Ganz langsam dehnt es sich in meinem Körper aus, nimmt jeden Muskel, jede Faser in Beschlag. Ich habe dann das Gefühl, total alleine auf der Welt zu stehen. Unverstanden und beladen mit der ganzen Last der Menschheit …“

So steht es in einem meiner Tagebücher, das ich vor einigen Jahren geschrieben habe. Im Groben, beschreibt es dieser Gedanke noch immer recht genau, wie es sich anfühlt. Ich habe mal mit meinem Mentor darüber gesprochen, der allen ernstes zu mir sagte: „Es gibt kein Leiden.“ So ein Blödsinn, war meine Antwort. Natürlich gibt es das Leiden, schließlich spüre ich es doch immer wieder!

Das Gespräch ist nicht zufriedenstellend gelaufen. Das ist mir in Erinnerung geblieben. „Leiden ist „hausgemacht“ meinte er. Was darauf folgte, habe ich vergessen, es schien mir nicht einleuchtend.

Kleinigkeiten setzen sich in unseren Köpfen fest

Ich bleib einfach bei meiner Vergangenheit als Beispiel: Ein Bekannter macht dumme Scherze, eine Freundin untergräbt meine Autorität und jemand anderer verbessert mich in einem Gespräch. All das reichte für mich um das Gefühl „Leid“ zu aktivieren. Ja es war absurd und nicht zu glauben. Aber genauso passiert es! Aus Nichtigkeiten, die sich ansammeln und sich in unseren Köpfen festhalten. Nur wegen Kleinigkeiten zu leiden, das kommt mir heute sehr albern vor.

Das Leben lernt uns unglaublich viel und heute ist mir klar, dass ich und vielleicht auch Du, all solche Vorfälle einfach an uns vorbeiziehen lassen können! Oder darüber lachen und sie ignorieren dürfen!

Da werden plötzlich ganz viele Stimmen unseren Köpfen laut, die sich in solchen Momenten mit den Stimmen im Außen verbrüdern und vielleicht sagen: „Hallo? Was ist mit deinem Gefühl, das kannst du jetzt nicht so einfach ignorieren! Das musst du schon ernst nehmen!

So? Müssen wir das tatsächlich? Müssen wir wirklich irgendwelche Aussagen, die Menschen in unserem Umfeld machen, immer ernst nehmen und mit nach Hause tragen? Wäre es nicht viel gesünder für uns, wenn wir nicht alles aufnehmen und ernst nehmen, was uns Freunde, Bekannte, Arbeitskollegen oder Familie so alles zu sagen haben?

Die wahre Natur des Leidens

Wie entsteht Leiden? Es entsteht, wenn wir einen Schmerz, den wir empfinden, nicht loslassen und annehmen können. Wenn wir ihn festhalten oder ihn um jeden Preis loswerden wollen. Ich habe in meinem Leben feststellen können, dass nicht aus jedem Schmerz Leid hervorgeht. Jedoch jedem Leid geht ein Schmerz voran.

Wenn wir uns verbrennen, empfinden wir Schmerz. Wir beginnen erst dann zu leiden, wenn wir uns den Kopf darüber zerbrechen, warum wir uns verbrannt haben. Was wir hätten tun können, um uns nicht zu verbrennen. Verstehst Du was ich meine? Es ist wie es ist.

Mich verletzten die Aussagen anderer Menschen deswegen, weil ich immer glaubte, dieser Mensch hat recht mit seinen Äußerungen. Da steckt mehr dahinter als nur ein Satz oder ein paar Worte. All das ist auch eine reine Selbstwert-Geschichte! Und der fehlte mir in dieser Zeit definitiv.

Tatsache ist: Wir sind alle Menschen mit Gefühlen und Emotionen. Manches erwischt uns direkt und manches perlt einfach an uns ab. Sensible Menschen haben es dabei immer schwerer. Es liegt sehr oft nicht an der anderen Person, sondern bei uns, weil wir es als Kränkung auffassen. Jeder hat so seine inneren Bewertungen und das finde ich gut so. Wenn wir das Gefühl haben, etwas läuft gegen uns, meldet sich das Alarmsignal.

Anstrengend wird es nur, wenn wir das Gefühl haben, die ganze Welt will uns leiden sehen! Dann wäre es an der Zeit, in sich zu gehen. Zu analysieren und zu hinterfragen, warum das so sein könnte. Eine Veränderung wird stattfinden, wie ich an mir selbst festgestellt habe.

Und wenn ich mich heute darauf besinne, dann passiert etwas ganz eigenartiges. Mein Gespür für – ehrlich, richtig, gut und vertrauenswürdig, ist ausgereift. Ich weiß was ich an Äußerungen und Meinungen, indirekten Späßen mit nach Hause nehme und welche ich einfach liegen lasse! Ich akzeptiere auch das Negative und je schneller das passiert, umso schneller verschwindet es auch wieder.

Leid können wir nicht immer verhindern, aber wir können verhindern, dass wir für immer leiden. Die Entscheidung liegt wieder einmal bei uns. Ich  bin der Meinung wir haben immer eine Wahl. Wir können die Situation verlassen oder verändern und akzeptieren.

Fazit:

Es kommt nicht darauf an, was und wie uns etwas passiert, sondern wie wir es händeln. Für diese Haltung braucht es natürlich ein starkes Selbstwertgefühl. Es ist die Basis für ein leichteres Leben. Wir sind auf der Erde um glücklich zu sein und nicht um zu leiden. Also mach Dich auf dem Weg und suche nach den Ursachen und löse das Leiden auf. DU hast die Kraft dazu und keiner außer Dir wird es für Dich erledigen.

Und dabei wünsche ich Dir ganz viel Kraft und Motivation! <3

Lesezeit: 4 Minuten

Hast Du oft mit einem neuen Infekt zu kämpfen? Bist Du generell oft krank und fühlst Dich schlapp und antriebslos? Dann darf ich Dir sagen: Höre auf Deinen Körper was er Dir zu sagen hat! Wenn Dir dieser „Spruch“ jedoch zu allgemein ist, und Du keine Lust hast genauer hinzuhören, dann höre einfach mir mal ein paar Minuten zu okay?

Funktionieren, funktionieren und nochmal funktionieren …

Heute möchte ich wieder mal in meiner „Psycho-Kiste“ mit Dir gemeinsam wühlen. In den letzten Wochen habe ich selber wieder intensiv erlebt, wie es ist, wenn der eigene Körper nicht das macht, was wir wollen. Psychische Beschwerden kehren wir gerne unter den Teppich. Es hat uns ja nie wirklich jemand beigebracht, dass wir auf sie achten sollten und sie ernst zu nehmen sind.

Wir haben sehr wenig Verständnis für uns selbst. Wir wollen funktionieren und leisten. Solange das so läuft, ist alles wunderbar und es bedarf keinerlei Aufmerksamkeit. Problematisch wird es erst dann, wenn unser Körper, wie eingangs schon erwähnt, schlapp macht … ständig irgendwie „kränkelt“. Bei mir ist es die Konzentration, die stark nachlässt. Der Antrieb fehlt und seit neuem bekomme ich leuchtend rote und schmerzhafte Nasenflügel, als hätte ich eine starke Verkühlung. Dem ist aber nicht so. ›stirnrunzel‹. Nun, der eine leidet unter Kopfschmerzen, der andere hat Magen oder Bauchweh. Alles in allem, es hat keinen Platz in unseren Abläufen!

Was machen wir? Wir laufen zur Apotheke und holen uns Medikamente, die alle unangenehmen Symptome betäuben, so gut es eben geht. Alles funktioniert wieder. Probleme gelöst. Zu Hause bleiben ist die letzte Option, schließlich bedeutet daheim zu bleiben auch: Keine Einkäufe erledigen können, die Kinder nicht zum Sport fahren können, die eigenen Termine nicht wahrnehmen und wer schmeißt den Haushalt?

Also besorgen wir uns Mittel um wieder tief atmen zu können. Schließlich sind wir ja nicht faul und verantwortungslos oder unmotiviert! Bleibt die Arbeit nämlich im Job unerledigt, ist nach der Krankmeldung doppelt Arbeit. Nein, nein, das geht schon. Was uns nicht umbringt, macht uns nur noch zäher. Ein blöder Spruch, ehrlich!

Was wollen Dir solche Symptome überhaupt mitteilen?

Sie sagen Dir, dass Dein Immunsystem eine „Schramme“ hat. Es braucht Ruhe um sich wieder zu regenerieren. Dein Tempo soll sich verlangsamen. Ich  bin mir ziemlich sicher, dass Dir das Dein Partner oder Deine Mutter 1 : 1 so sagen wird, wenn es Dir nicht gut geht. :D

Ich kenne es von mir. Wenn ich längere Zeit unter einer starken Anspannung oder Stress leide und es mir psychisch nicht gut geht, ist mein Immunsystem im Keller und kann nicht die Leistung bringen wie gewöhnlich. Es ist nicht anders, wenn Du unglücklich und unzufrieden mit Dir selbst oder Deinem Leben bist – alles wirkt sich körperlich aus! Die Folge ist, dass wir ständig „kränkeln“.

Geht es uns gut und sind wir glücklich, wirst Du vielleicht sicher schon bemerkt haben, dass alles viel besser auszuhalten ist. Du bist immun gegen Viren und körperliche Schmerzen. Es ist sogar erwiesen, dass glückliche und zufriedene Menschen, weit weniger erkranken, als ihre weniger glücklichen Mitmenschen. So einfach eigentlich, oder? Das bedeutet, vieles hat mit unserer Gefühlslage zu tun!

Psychosomatische Beschwerden

Diesen Bereich habe ich, glaube ich jedenfalls, gemietet. Da bin ich zu Hause. Ich kann meine Uhr danach stellen, wenn ich mich schlecht fühle oder traurig bin, beginnt mein Magen zu rebellieren. Um meine Augen bilden sich dunkle Ringe und meine Gelenke fangen an weh zu tun. Wenn das eintritt, ist es höchste Zeit, das Schild „Heute geschlossen“ an meinem Körper anzubringen. Diese Phase kann aber dauern.

Verständlicher erklärt: Solange die psychischen Probleme da sind, halten auch die körperlichen Symptome an. Das Resultat ist, dass ich mich nie richtig gesund fühle bzw. ein paar Wochen später wieder richtig „krank“ werde.

In den Zeiten starker Anspannung, die ja jetzt nur noch ganz selten sind, sind schlimme Muskelverspannungen an der Tagesordnung. Normale Bewegungen wie zur Seite blicken oder einfach aufzustehen, sind ohne Schmerzen nicht zu schaffen. Und von einem Tag auf den nächsten ist wieder alles weg … einfach so und für Ärzte ziemlich unglaubwürdig!

Die Liste dieser psychischen Beschwerden lässt sich sehr lange fortsetzen und sie belegen eindrucksvoll, wie sich die Seele auf den Körper auswirkt. Viele Menschen wollen das nicht wahrhaben, aus einem ganz einfachen Grund: Die Psyche ist nicht greifbar!

Natürlich muss nicht jede Krankheit der Ausdruck psychischer Probleme sein. Jedoch ist der Zusammenhang naheliegend. Gerade dann, wenn Du ständig krank bist!

Psyche und Körper hängen zusammen

Wir sind den ganzen Tag umgeben von Viren und Co. Alles kann uns krank machen. Wir fahren x-Mal mit der Straßenbahn, ohne uns was einzufangen, aber irgendwann holen wir uns genau dabei eine Erkältung. Schuld daran ist unser Immunsystem, dass an diesem Tag geschwächelt hat. Und warum das? Weil Du wahrscheinlich gerade in einer anstrengenden Zeit steckst. Weil Dich Sorgen plagen, weil Du unter großen Druck stehst oder andere psychische Probleme mit Dir herumträgst.

Geht es Dir psychisch nicht gut, hat das auch Auswirkungen auf Dein körperliches Wohlbefinden.

Ist das der Fall, möchte ich Dir empfehlen, dass Du Dich Deinem Seelenleben zuwendest. Was ist los? Was macht Dich so anfällig? Welche Symptome ignorierst oder unterdrückst Du? Was will mit aller Kraft in den Vordergrund kommen? Die Wahrheit ist und ich erlebe es beinahe Tag täglich: Die körperliche Gesundheit hängt zu großen Teilen von unserer psychischen Gesundheit ab.

Heute weiß ich, dass eine positive und optimistische Lebenseinstellung unser Immunsystem stärkt und dass zufriedene glückliche Menschen eine längere Lebenserwartung haben! Wenn Du Dich also ständig krank und antriebslos fühlst und müde bist. Du immer wieder unerklärbare Schmerzen hast, … ignoriere Dein Innerstes nicht!

Falls Du noch mehr über psychosomatische Schmerzen erfahren möchtest, dann lies hier gleich weiter unter Psychosomatik – von vielen immer noch belächelt.

Es freut mich das Du Dir die Zeit genommen hast, um mir zuzuhören. Ich wünsche selbstverständlich keine Viren oder körperliche Aussetzer. Wenn aber doch, dann ganz viel Zuspruch und positive Einstellung für Deine Heilung.