Die Psyche, ein komplexes und sehr gewinnbringendes Thema wenn wir uns damit auseinandersetzen. Probleme erkennen, annehmen und gemeinsam lösen sollte das Ziel sein.
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Es gibt sie … diese Tage, an denen ich kopflos bin. Tage, an denen mir nichts gelingen mag und wo einfach alles schiefläuft. Dabei machen sich auch gerne alte Denkweisen bemerkbar. Ein Verhalten das ich per se nicht an mir mag! Meine Selbstsicherheit leidet darunter und ich finde einfach keinen Platz für mich. Ein Gefühl als würde ich mich „auflösen“ folgt. Woher kommen diese Tage und was macht sie so unerträglich? Ein paar Gedanken …

Ich benutze ja sehr gerne diesen Satz: „Es ist nur ein unglücklicher Tag, kein unglückliches Leben …“ Er steht sogar als Zitat eingerahmt auf meinem Schreibtisch. Diese Tatsache ist mir auch bewusst, wenn auch nicht gerade an diesen Tag(en). Ich hatte gerade solche Tage. Null Antrieb und es gab auch nichts, was mich motivieren konnte! Mein Kopf war leer und gleichzeitig voll – ja das gibt’s tatsächlich. ›lach‹ Ich wollte Ruhe, aber wollte gleichzeitig etwas Sinnvolles tun! Nix gelang und für nichts konnte ich mich aufraffen …

Für meine schlechte Laune gab es keinen Auslöser

Es ist wie es ist, … besser gesagt es war wie es war. Denn zwei Tage später ist die Welt wieder bunt. Alles geht locker von der Hand, die Motivation reicht für zwei und mein „leerer – voller“ Kopf, ist positiv gefüllt mit Ideen und deren Umsetzung! ›lach‹. Die Unsicherheiten und meine alten Denkansätze sind fort. (Gott sei Dank, denn die braucht eh keiner).

Tja, es gibt Tage da kann ich die Welt aus den Angeln heben und es gibt diese „Grantler-Tage“ wie man bei uns so schön sagt. Grantig >>> schlechte Laune … ohne zu wissen warum. Ob sich das jemals ändern wird, … ich denke nicht.
Gute Tage sind schön und sie fühlen sich wundervoll an! Die weniger guten sind aber wichtig! Darüber zu urteilen welche Tage nun glücklich oder unglücklich sind, das entscheiden wir selbst, denn diese Bewertung findet ausschließlich in unserem Kopf statt.

Mädels, ich habe auch gleich wieder ein Beispiel zur Hand:

Ich habe da ein Bekannte, sie liebt die nass-kalten Tage im November total. Wenn die Wolken beinahe den Boden küssen und es feucht und windig ist, blüht sie so richtig auf! Für mich, und selbst unsere Hunde, ist dieses Wetter ein Gräuel! Während sie am liebsten den ganzen Tag draußen verbringen würde, haben wir (Hunde und ich) – ein sehr ausgeprägtes Couch-Gefühl. :-)

An heißen Sommertagen ist es dann genau umgekehrt: Sie still und zäh, ich … ein wahres Energiebündel!

Ja, was will ich damit sagen? Wir sind es die entscheiden, ob ein guter Tag ein guter ist oder nicht. Individuell also.

Außerdem – keiner sagt, dass jeder Tag ein glücklicher sein muss!

Jeden Tag vor Selbstbewusstsein glänzen. Jeden Tag bestens gelaunt sein. Tagtäglich produktiv und kreativ sein. Ehrlich gesagt ist das nicht mein Ziel und würde auch gar nicht „echt“ wirken. Gerade sehr sensible Menschen – hallo, ich bin so eine – wissen, dass es Tage geben wird, wo wir einfach leichter aus den Gleisen fallen! Beide Tage sind also wichtig. Solche wo wir das Bedürfnis haben, der Welt den Rücken zu kehren und nach Ruhe suchen, und solche, wo eben alles gelingt und sich gut anfühlt! Welche Tage wir dann als „gut und glücklich“, oder „schlecht und unglücklich empfinden, liegt alleine an uns!

Die Gründe weshalb wir manchmal in so ein „Grantler-Loch“ fallen, sind sehr vielfältig. Vielleicht war es ein Streit, oder eine schlechte Nachricht, aber vielleicht lag es am „Wetter“ oder unseren Hormonen! ›lach‹ Ich aufgehört darüber nachzudenken, denn es bringt nichts. Diese Tage gehören einfach dazu. Wie Tag und Nacht, Sonne und Regen.

Ich akzeptiere auch die grauen November Tage. Mögen tu ich sie nicht, aber sie gehören ebenfalls dazu. Und wie man ja sieht, gibt es Menschen die in diesen Tagen zur Höchstform aufblühen! >laut lach<

Fazit: Es ist kein unglückliches schlechtes Leben, nur ein „Grantler-Tag“, der wieder vorübergeht!

Kennst Du das auch? Oder gehörst Du zu den mir unheimlichen Menschen, die jeden Tag vor Energie und guter Laune, nur so glänzen? Vielleicht möchtest Du mir Deine „unglücklichen“ Tage  näher erklären? Bin gespannt was Du mir so alles erzählen kannst. :D

Wir lesen uns …

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Wenn Menschen eine andere Person mit Worten demütigen, bloßstellen, sich über diesen Menschen lächerlich machen und mit Worten demütigen … dann spricht man von verbaler Gewalt. Oder so wie ich es sehe und auch nenne – dieser Mensch benutzt seine Sprache und Ausdrucksform um andere damit zu misshandeln. 

Warum schreibe ich heute darüber?

Es ist einfach ein präsentes Thema. Das war es auch schon immer, nur wurde es meist hinter vorgehaltener Hand diskutiert. Stattgefunden haben solche „Misshandlungen“ meistens hinter verschlossenen Türen. Ging man raus, … war alles wunderbar normal.

Was mich immer mehr schockiert ist, heute ist man nicht mehr so peinlich berührt, wenn man Menschen, Paare, Eltern mit Kindern oder auch fremde Menschen dabei zuhören, wie sie miteinander umgehen! Es scheint normal geworden zu sein. Wenn ich Zeugin solcher Kommunikation werde, macht sich als Erstes mein „Fremdschämen“ bemerkbar, gefolgt von unfassbarer Traurigkeit. Hier ein zynischer Spruch, da ein böses Wort. Menschen, die sich nicht mal wirklich kennen, haben keine Hemmungen mit Worten zu verletzen!

Viele Frauen leiden in ihren Beziehungen darunter

„Du bist einfach zu blöd, um zu kapieren, was ich sagen will!“ oder „Kannst du einmal was richtig machen …?“
Es sind die harmlosesten Sätze, die ich hier verwendet habe, aber laute Worte begleitet von bösen abwertenden Blicken und Ignoranz, sind das, was ich in einer meiner Beziehungen, aber auch in der Kindheit gehört habe. „Natürlich“ hinter verschlossenen Türen.

Wenn es sich um den eigenen Partner handelt, sind diese Momente und Situationen besonders schmerzhaft. Gerade Frauen werden in Beziehungen Opfer sprachlicher Misshandlungen. Meist wird das Ganze durch ein passiv-aggressives Verhalten begleitet. Für viele mag das harmlos wirken, aber für Betroffene ist es alles andere als das!

Sprachliche Grausamkeit richtet emotional großen Schaden an

Verbale Verletzungen dieser Art finden wir überall:

  • Im Beruf unter den Kollegen.
  • Zwischen Eltern und Kindern
  • Leider auch in der Pflege!
  • Und natürlich in der Beziehung.

Als es mich selbst betraf, speziell in der Phase, in der ich in einer ungesunden Beziehung mit einem Narzissten stand, fragte ich mich oft, ob ich nicht zu empfindlich reagiere – schließlich gibt es in jeder Beziehung Konflikte! Es tat ihm ja auch hinterher immer leid und wir versöhnten uns wieder. Also kein Problem … dachte ich! Sehr schnell wurde mir aber klar das all diese verbalen Verletzungen zu seinem „Spiel“ gehörten!

Zum Problem wird es generell, wenn all das zum Normalzustand wird. Kein Tag ohne Beleidigungen. Kritik an Aussehen, das Arbeiten an sich und die Art wie wir denken. Das endlose Vorhalten geschehener Fehler, die jeder Mensch im Laufe seines Lebens mal macht, und die Demütigungen vor anderen! Wenn das so ist, ist das der Beweis sprachlicher „Misshandlungen“.

Wenn ein Mensch den Partner, Elternteil oder im Beruf andere Menschen, ganz bewusst mit Worten erniedrigt, verletzt und klein macht, wäre es an der Zeit die Leinen zu cutten. In meinen Gesprächen mit betroffene Frauen, höre ich immer wieder, dass der Lebenspartner in der Öffentlichkeit völlig normal, offen und kommunikativ charmant auftrat. Kein Mensch hielt es für möglich, was sich in den eigenen viel Wänden abspielte!

Das macht es besonders schwer sich jemanden anzuvertrauen

Ich selbst hatte immer die Angst, dass mir niemand glauben wird, würde ich mich jemandem anvertrauen. Männer oder Menschen allgemein, die solch ein Verhalten in sich tragen, verharmlosen im Allgemeinen ihre verbalen Verletzungen! Aussagen wie: „Hey, das hast du total falsch aufgefasst, dass hab´ ich doch nicht so gemeint … du machst aus allem einen Elefanten u.s.w. …“

Oftmals ist dann auch für kurze Zeit Pause. Bis zur nächsten Beschimpfung und Demütigung. Ich habe es als reinsten Psychoterror erlebt, der mich ganz klein gemacht hat. Die ständige Angst vor dem was als Nächstes kommen wird!

Die Frage: Warum tut man das?

Wenn der Partner sich so verhält, tut er das meistens, um sich selbst aufzuwerten. Es gibt aber auch noch eine andere Form von psychischer Gewalt. Das habe ich nicht nur in einer Beziehung, sondern auch in der Kindheit erfahren. Man hat etwas getan, was dem Partner oder den Eltern nicht gefallen hat und die Strafe dafür ist absolutes Schweigen! Die Kommunikation wird einfach verweigert. Damit ist keine konstruktive Kommunikation mehr möglich.

Ich könnte auch sagen: Partner oder Eltern lassen einen am ausgestreckten Arm „verhungern“.

Aber zu meiner Frage zurück: warum verhalten sich Menschen so, die wir lieben?

Ich habe mich viele Jahre damit auseinandergesetzt. Ich habe sehr viel darüber gelesen, mit anderen Betroffenen gesprochen und diese Frage auch an kompetente Psychologen gestellt. Mit uns selbst, hat es in den wenigsten Fällen zu tun. Uns trifft keine Schuld.

Bei diesen Menschen steckt ein schwaches Selbstwertgefühl dahinter. Oft waren diese Menschen auch selbst Opfer von verbalem „Missbrauch“. Sie haben nie gelernt Konflikte auf normale Art auszutragen.

Psychischer Missbrauch zerstört das Selbstwert- und Bewusstsein Schritt für Schritt

Wenn du unter verbalem Missbrauch leidest, fühlst du dich abgeschnitten von deinen Gefühlen. Dein Partner ersetzt dein Selbstbild durch sein negatives Fremdbild. Das bedeutet irgendwann glauben wir all das, was uns vorgeworfen wird. Wir beginnen an unseren Fähigkeiten zu zweifeln. Wir fühlen uns klein und wertlos. Das Resultat ist Rückzug.

Öffentlich wird dieses Thema selten diskutiert und dieses Thema wird leider immer noch unterschätzt, auch wenn es langsam besser wird! Wichtig ist es dieses gesellschaftliche Tabu zu durchbrechen! Sprich darüber, teile Deine Erfahrungen!

Und ganz wichtig ist es sich zu sagen: Es ist nicht unsere Schuld! Kein Mensch hat das Recht, seine Wut und Frustration an uns auszulassen! In einer zwischenmenschlichen Beziehung sollte Mann und Frau sich liebevoll begegnen. <3
Alles andere ist KEINE Beziehung.

Ich habe mich lange Zeit dafür geschämt, was passiert ist. Ich habe nach Ausreden gesucht und habe diese Menschen auch noch in Schutz genommen. Ein Fehler, den ich bis heute bereue. Schämen sollten sich die Menschen, die mit Worten verletzten, demütigen und Seelen brechen.

Mein Fazit:

Niemand muss in einer unglücklichen Beziehung bleiben. In einer Beziehung in der Worte wie Giftpfeile benutzt werden.
Kein Mensch muss sich verbaler Gewalt hingeben.

Vielleicht kann mein Artikel dazu beigetragen, die Augen nicht mehr zu verschließen, sondern weit zu öffnen.

Ich wünsche Dir nichts von all dem. Pass gut auf Dich auf.

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Heute möchte ich mich einem Thema widmen, mit dem wir alle schon mal in Berührung gekommen sind. Weil wir vielleicht selber in der Situation waren, und sehr dankbar gewesen sind für den einen oder anderen Trost spendenden Satz, oder weil wir in der „Helferrolle“ waren und es uns ein Bedürfnis war, zu trösten. Trost zu spenden klingt sehr einfach, ist es aber für viele Menschen nicht! Oft bleiben einem schlichtweg gesagt, die Worte im Hals stecken oder weil wir Angst davor haben, etwas Falsches zu sagen oder zu tun! Wie wir trotz mancher Berührungsängste Trost spenden, möchte ich heute mit Dir besprechen …

Mitten ins Herz …

Es gibt leider Situationen in unserem Leben, die mit ganz viel Leid und Schmerz gepflastert sind. Freunde, die einen schweren Schicksalsschlag hinnehmen mussten, die Schwester am Boden zerstört ist, weil der Partner aus welchen Gründen auch immer, die Familie verlässt, oder ein Elternteil den geliebten Herzmenschen gehen lassen musste … ist die Bindung zu all diesen Menschen sehr eng, trifft es auch uns selbst mitten ins Herz! Es folgt das Bedürfnis, auf den Menschen zuzugehen und Trost, Hilfe und Anteilnahme zu spenden.

Vielen fällt das gar nicht so leicht

Und wenn ich ehrlich bin – zu den „vielen“ musste ich mich auch sehr lange zählen. Ich hatte nie gelernt Gefühle auszudrücken. Trauer? Vergeht. Schmerzen? Auch die muss man nicht zeigen. Tränen? Sie sind was für Schwächlinge … das war das, was ich gesehen und gelernt habe. Ich hatte sogar große Probleme meine Kinder liebevoll zu trösten und in den Arm zu nehmen, wenn sie es dringend benötigt haben! Ich tat es natürlich, weil das eine ganz natürliche Handlung sein sollte, aber ich hatte keine Gefühle dabei! Klingt jetzt ziemlich krank nicht wahr? Das war mir auch bewusst und es gelang mir auch mit der Zeit dieses „gestörte“ Verhalten zu wenden. #himmelseilobunddank

Es gelang mir alte angelernte Verhaltensmuster abzuschütteln und meine an- und aufgestauten Tränen und Gefühle an die Oberfläche zu lassen. Tränen bahnten sich ihren Weg nach oben und in die Freiheit. Diese Gefühle und die Momente, die ich sich mir da zeigten, werde ich mit Sicherheit NIEMALS vergessen! <3

Gibt es diese Situationen, haben wir das Bedürfnis, den anderen in den Arm zu nehmen. Trost zu spenden. Es passiert aber manchmal, dass alles was uns einfällt, für diesen Augenblick sehr banal und unpassend scheint! Mir geht es jedenfalls immer so. Der Grund: Ich erwarte mir von meinem Trost zu viel! Ich möchte meinem Gegenüber, diesen Menschen mit dem mich viel verbindet, seinen Schmerz, sein Leid nehmen …

Doch in dieser Lage ist leider niemand von uns.

Es braucht Zeit bis es einem wieder besser geht

Jeder von uns weiß es – Zeit heilt. Und ich glaube das Wichtigste ist es, in dieser Phase Menschen an seiner Seite zu haben, die mit einem gemeinsam diese traurigen Momente durchschreiten. Indem wir einfach für sie da sind. Indem wir zuhören, aushalten, den anderen auch mal ablenken und auf andere Gedanken bringen und liebevoll in den Arm nehmen. DAS verstehe ich unter Trost. Es ist wichtig zu wissen, es gibt Menschen, die ein ehrliches und aufrichtiges Mitgefühl zeigen und anbieten, wenn es einem schlecht geht!

Trost spenden braucht nicht viele Worte

Ich bin ja von Natur aus keine große „Rednerin“, schreiben ist für mich die bessere Ausdrucksweise ›lach‹. Aber um große Reden geht es hier auch gar nicht! Wir müssen nicht versuchen den anderen von irgendwas zu überzeugen, die richtigen Worte gibt es dafür sowieso nicht! Sehr oft braucht es nicht mal Worte! Schön und wertvoll ist es allerdings, wenn jemand da ist, der versteht! Wenn ich mich selbst erinnere und verzweifelte Menschen frage: „Was würdest Du jetzt am meisten brauchen, damit es Dir besser geht?“ Die Antwort ist immer die gleiche: „Jemand, der mir einfach nur zuhört und da ist.“

Trost braucht auch Ehrlichkeit!

Wie schon gesagt, für manche Menschen ist es nicht einfach Trost zu spenden. Was ich auch überhaupt nicht negativ bewerten möchte! Es ist wie es ist und jeder sollte nur dann Trost und Unterstützung schenken, wenn die ehrliche Bereitschaft da ist, sich mit der Situation des anderen auseinanderzusetzen.

Traurige Menschen sind sehr empfindsam und merken sehr schnell, ob jemand wirklich wissen möchte, wie es ihm geht oder ob es nur dahergesagte „Floskeln“ sind! Deshalb: Nur anbieten, wenn wir es auch einhalten können. <3

Ich kann mich an einen schmerzhaften Schicksalsschlag einer sehr guten Freundin vor vielen Jahren erinnern. Damals hatte ich noch große Probleme mit dem Theme Schmerz und Trauer. Mit dem Verlust anderer Menschen und den Gefühlen, die damit Hand in Hand gehen. Zu tief war ich darin noch selbst verwickelt und konnte nicht damit umgehen. Alles, was ich schaffte, war eine kurze Umarmung und die Worte: „Es tut mir leid, ich schaffe es nicht für Dich da zu sein …“

Die Freundschaft hat dennoch bis heute gehalten und sie war mir für meine Ehrlichkeit sehr dankbar. <3

Gemeinsam schweigen & weinen …

Wenn wir mit traurigen Menschen mitfühlen, kommt es auch vor, dass es uns genauso geht wie dem Betroffenen. Wir sind schlichtweg sprachlos, hilflos und traurig … warum also es nicht auch zum Ausdruck bringen, statt die starke Persönlichkeit zu spielen? Gemeinsam still zu sein, gemeinsam zu weinen verbindet und ist ehrlich! ALLES im Leben ist leichter, wenn wir es mit Menschen teilen können, oder nicht? Auch die nicht so schönen Momente.

Weinen ist eines der meist befreienden Gefühle, die ich je erlebt habe. ICH kann das tatsächlich behaupten!

In Kontakt bleiben …

Nehmen wir uns selbst als Beispiel: Trauer, Leid und Schmerz dauert seine Zeit und muss auch seinen Platz in unserem Leben einnehmen dürfen! Alles andere wäre ungesund! Ich kenne niemanden, der das nicht schon mal erlebt hat. Seien wir also nicht enttäuscht, wenn sich über längeren Zeitraum nichts an der Gefühlslage unseres Gegenübers ändert. Es braucht ZEIT.

Doch eines ist sicher, die meisten trauernden Menschen empfinden es als sehr angenehm, wenn wir immer wieder nachfragen und unsere Hilfe, egal in welcher Form auch immer, anbieten! Es ist ein stärkendes Gefühl für den schmerzerfüllten Menschen zu wissen „Schön, es gibt da jemanden, dem ich von meinem Gefühlschaos erzählen darf …!

Was aber vielleicht für uns selbst noch sehr wichtig ist: Grenzen zu setzen, denn wir helfen niemandem, wenn wir selbst im Schmerz des anderen ertrinken!

Diesen Beitrag heute möchte ich einer Freundin widmen, und natürlich ALLEN Menschen, die JEDEN Trost der Welt verdient haben. <3

ICH kann Dir den Schmerz leider nicht nehmen, den Dir das Leben so unerwartet beschert hat.
Aber ich kann hinter Dir stehen und Dich halten …

Herzlichst …

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Wenn wir ständig in der Vergangenheit leben, gehen wir zugrunde. Vielleicht nicht tatsächlich aber mental davon bin ich überzeugt! Ich konnte es selbst viele Jahre selbst erleben. Wenn wir zu oft dem schon Geschehenen nachhängen, haben wir keinen Platz für die schönen Dinge, die einen mit Leben erfüllen. Das ist uns allen bekannt. Wir wissen wie wichtig das Leben im JETZT ist. Wie kommt es aber, dass sehr viele Menschen ein Problem damit haben Vergangenes freizulassen?

Wir verstellen uns den Blick auf das Wesentliche

Vielleicht hast Du ein ähnliches Problem, ein Erlebnis aus Deiner Vergangenheit lässt Dich einfach nicht zur Ruhe kommen. Es gibt da ein Thema das Deine Gedanken am Laufen hält oder sogar mehrere Themen. Vielleicht wird dieses Thema sogar zum ständigen Gesprächsthema? Es sitzt wie ein Dorn in Deiner Ferse. Es ist eine kleine Wunde, die nie ganz abheilen konnte und bei der kleinsten Gelegenheit wieder zu schmerzen beginnt.

Sind es verpasste Chancen, ist es das Ende einer Freundschaft oder eine gescheiterte Beziehung? Sind es Familienstreitigkeiten oder sind es vielleicht Worte, die gefallen sind. Gefolgt von Fehlentscheidungen, die Du getroffen hast?

Wie Du siehst, es ist so vieles möglich, das uns maßgeblich prägt. Manchmal so sehr, dass diese Themen zu einem bestimmenden Teil unseres Lebens werden.

Wir sind nicht machtlos!

Sich hilflos fühlen ist eine sehr mächtige Emotion! Jeder der sie schon mal gespürt und erlebt hat, wird jetzt kräftig mit dem Kopf nicken. Diese Emotion kann uns „ausbremsen“. Aber das Gute daran, WIR haben es in der Hand wie wir mit Dingen und Ereignissen aus unserer Vergangenheit umgehen.

Daran etwas zu verändern, braucht einen kräftigen Tritt in den Hintern, jedenfalls war es bei mir mit reden und überdenken, nicht getan! Ich musste und wollte raus aus dieser „Opferstarre“ und dazu brauchte ich scheinbar das Gefühl eines kräftigen Tritts in den Po!

Womit möchtest DU abschließen?

Diese Frage wurde mir auch gestellt, und zwar nicht nur einmal. Diese Frage konnte ich sehr lange gar nicht konkretisieren. Ich fand es lächerlich darüber Worte zu verlieren UND ich schämte mich für ganz viele Dinge, die passiert waren. Schließlich sollte da schon wieder lange „Gras“ darüber gewachsen sein.

Jeder der auf dieser Erde lebt, hat schon mal Schmerzen erfahren. Emotionaler Schmerz ist auch mit anderen Formen von Schmerzen verbunden. Schmerz ist eine Reaktion auf eine schmerzhafte Erfahrung, aber es ist auch ein Signal, dass uns unser Körper aussendet. Er will uns damit auf ein Problem aufmerksam machen.

Achtung, ich komme wieder mit einem meiner Beispiele: Angenommen, wir werden immer wieder von den gleichen Worten eines Elternteils verletzt. Das kann eine wunderbare Gelegenheit sein, um den Auslöser herauszufinden und all das was dahinter steckt. Eines ist mir klar geworden: Wir können nur verletzt werden, wenn wir dem Gesagten glauben und es für die Wahrheit halten! Dann stellt sich gleich die nächste Frage: „Ist das was hier gesagt und behauptet wird, auch wahr?“ Und wenn nicht weshalb glauben wir es dann?

Oft, wenn wir in unserer Vergangenheit etwas Unschönes erlebt haben, und nicht wussten wie wir unsere Emotionen ausdrücken und verarbeiten sollen, werden diese Emotionen in uns aufgehoben (gespeichert). Manchmal werden diese Erinnerungen durch ähnliche Gerüche, Geräusche, Farben oder Gefühle wieder ausgelöst und wir erleben denselben Schmerz, denselben Dorn der uns schon damals so weh getan hat, erneut.

Das wird so lange passieren, bis wir mit diesem Ereignis abschließen und die damit verbundenen Emotionen loslassen.

Wie kannst Du es schaffen mit alten Schmerzen abzuschließen

Meine Meinung ist das Wichtigste auf dem Weg zur Selbstbestimmung, wie ja schon oben beschrieben, aus der Opferrolle zu treten. Aus der Rolle auszusteigen, die von anderen verletzt und schlecht behandelt wurde! Es reicht nicht, es ein wenig zu wollen. Dieser Wunsch muss von innen kommen und wirklich echt sein! Wie gesagt, ich holte mir einige Tritte in den Hintern ab, bis ich dieses „wollen“ auch tatsächlich spürte. ›lächel‹

Wenn diese Entscheidung steht, muss der Schmerz gefühlt werden und sollte auch Ausdruck finden, um ihn dann vollkommen aus dem System zu streichen. Ich behauptete ja felsenfest, nicht mehr verletzt zu sein. Aber ich wurde besserem belehrt. Unterdrückte Emotionen sind einer der Hauptgründe für Krankheiten in unserem Körper! Deshalb ist es so sehr wichtig, sich dem Schmerz zu stellen und ihn dann leichten Herzens loszulassen.

Das kann in vielerlei Hinsicht passieren: Das kann geschehen, indem Du Dich an sehr eng vertraute Personen wendest. Du es in ein Tagebuch schreibst oder sogar einen Brief schreibst, den Du nie an die andere Person absendest. Es gibt auch einige Methoden, die auf unser Unterbewusstsein zugreifen, in dem alle unsere Erfahrungen gespeichert sind. Dabei lässt sich die Ursache des Schmerzes herausfiltern. Dabei findet man die Ursache und sieht, wo der Dorn sitzt. Der Schmerz wird gelöst und ein alternatives Verhalten wird als „Ersatz“ erstellt. Ich könnte auch sagen unsere Software wird neu geschrieben. Fehler werden gelöscht damit wir ungebremst im Leben wieder Fuß fassen können. <3

Ich habe alle Möglichkeiten getestet. Und brauchte auch alle um an mein Ziel zu kommen. Es ist auch maßgeblich und individuell,  wie weit in der Vergangenheit „Schaden“ angerichtet wurde. Die letztere Methode wurde mir auch nur stationär angeboten und dauerte relativ lange.

Ein wichtiger Teil des Loslassens ist die Vergebung

Das klang für mich zu Beginn unmöglich! Wie kann ich etwas vergeben, dass mich psychisch und körperlich so verletzt hat? Es klingt tatsächlich schwer, aber wenn wir verstehen, was es bedeutet, ist es gar nicht mehr so unmöglich! :-) Dem anderen und sich selbst zu vergeben ist ein schöner und befreiender Prozess.

Ich denke dabei immer an mich selbst. Wir sind nicht perfekt und verletzen andere oft aus Unwissenheit und Mangel an Mitgefühl. Oft habe ich von einer Person erwartet, dass sie sich auf eine bestimmte Weise verhält, ohne zu wissen, was dieser Mensch erlebt hat. Es ist immer eine Frage der Perspektive. Bei manchen Menschen weiß ich heute, warum sie mir einen Dorn in meine Ferse gerammt haben und für diese Menschen empfinde ich heute nur noch Mitleid.

Alte Schmerzen loszulassen bedeutet nicht, ein Verhalten von damals zu akzeptieren! Loslassen ist eine aktive Entscheidung, den Schmerz der Vergangenheit nicht in die Zukunft mitzunehmen. Vergebung … das mache ich für mich selbst und nicht für andere.

Und, obwohl mir auch vieles aus der Vergangenheit niemals klar sein wird, habe ich mich entschieden, den Schmerz ganz und gar loszulassen. Ich habe die Dornen gezogen und begrüße stattdessen das Glück und die Zufriedenheit in meinem Leben.

Ich wünsche Dir, dass auch Du diesen Weg gehen kannst. Und wenn Du ihn gehen willst, wirst Du ihn auch schaffen. <3

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Die meisten Menschen leiden täglich. Ob durch tatsächlichen Schmerz, eine unangenehme Situation oder durch das Beklagen von etwas. Eine beinahe schon fast selbstverständliches Verhalten. Wir sind nicht auf der Welt um zu leiden, sondern um glücklich zu sein! Wenn wir leiden, dann nur deshalb, weil dieses Gefühl uns etwas zu sagen hat.

Weißt Du, wovor ich in meinem Job am meisten Angst hatte? Vor dem Leiden danach, wenn ich etwas verbockt hatte.
Weißt Du, wovor ich am meisten Angst hatte, wenn ich Menschen begegnete und sie mir ans Herz gewachsen sind? Vor dem Leiden, das so oft danach kam, wenn ich enttäuscht wurde. Es waren nicht die Enttäuschungen oder die Verletzungen. Nein, es war einzig und alleine das Leid.

Notiz aus meinem Tagebuch

„Was soll dieses ständige Leiden? Es zieht mich runter. Ganz langsam dehnt es sich in meinem Körper aus, nimmt jeden Muskel, jede Faser in Beschlag. Ich habe dann das Gefühl, total alleine auf der Welt zu stehen. Unverstanden und beladen mit der ganzen Last der Menschheit …“

So steht es in einem meiner Tagebücher, das ich vor einigen Jahren geschrieben habe. Im Groben, beschreibt es dieser Gedanke noch immer recht genau, wie es sich anfühlt. Ich habe mal mit meinem Mentor darüber gesprochen, der allen ernstes zu mir sagte: „Es gibt kein Leiden.“ So ein Blödsinn, war meine Antwort. Natürlich gibt es das Leiden, schließlich spüre ich es doch immer wieder!

Das Gespräch ist nicht zufriedenstellend gelaufen. Das ist mir in Erinnerung geblieben. „Leiden ist „hausgemacht“ meinte er. Was darauf folgte, habe ich vergessen, es schien mir nicht einleuchtend.

Kleinigkeiten setzen sich in unseren Köpfen fest

Ich bleib einfach bei meiner Vergangenheit als Beispiel: Ein Bekannter macht dumme Scherze, eine Freundin untergräbt meine Autorität und jemand anderer verbessert mich in einem Gespräch. All das reichte für mich um das Gefühl „Leid“ zu aktivieren. Ja es war absurd und nicht zu glauben. Aber genauso passiert es! Aus Nichtigkeiten, die sich ansammeln und sich in unseren Köpfen festhalten. Nur wegen Kleinigkeiten zu leiden, das kommt mir heute sehr albern vor.

Das Leben lernt uns unglaublich viel und heute ist mir klar, dass ich und vielleicht auch Du, all solche Vorfälle einfach an uns vorbeiziehen lassen können! Oder darüber lachen und sie ignorieren dürfen!

Da werden plötzlich ganz viele Stimmen unseren Köpfen laut, die sich in solchen Momenten mit den Stimmen im Außen verbrüdern und vielleicht sagen: „Hallo? Was ist mit deinem Gefühl, das kannst du jetzt nicht so einfach ignorieren! Das musst du schon ernst nehmen!

So? Müssen wir das tatsächlich? Müssen wir wirklich irgendwelche Aussagen, die Menschen in unserem Umfeld machen, immer ernst nehmen und mit nach Hause tragen? Wäre es nicht viel gesünder für uns, wenn wir nicht alles aufnehmen und ernst nehmen, was uns Freunde, Bekannte, Arbeitskollegen oder Familie so alles zu sagen haben?

Die wahre Natur des Leidens

Wie entsteht Leiden? Es entsteht, wenn wir einen Schmerz, den wir empfinden, nicht loslassen und annehmen können. Wenn wir ihn festhalten oder ihn um jeden Preis loswerden wollen. Ich habe in meinem Leben feststellen können, dass nicht aus jedem Schmerz Leid hervorgeht. Jedoch jedem Leid geht ein Schmerz voran.

Wenn wir uns verbrennen, empfinden wir Schmerz. Wir beginnen erst dann zu leiden, wenn wir uns den Kopf darüber zerbrechen, warum wir uns verbrannt haben. Was wir hätten tun können, um uns nicht zu verbrennen. Verstehst Du was ich meine? Es ist wie es ist.

Mich verletzten die Aussagen anderer Menschen deswegen, weil ich immer glaubte, dieser Mensch hat recht mit seinen Äußerungen. Da steckt mehr dahinter als nur ein Satz oder ein paar Worte. All das ist auch eine reine Selbstwert-Geschichte! Und der fehlte mir in dieser Zeit definitiv.

Tatsache ist: Wir sind alle Menschen mit Gefühlen und Emotionen. Manches erwischt uns direkt und manches perlt einfach an uns ab. Sensible Menschen haben es dabei immer schwerer. Es liegt sehr oft nicht an der anderen Person, sondern bei uns, weil wir es als Kränkung auffassen. Jeder hat so seine inneren Bewertungen und das finde ich gut so. Wenn wir das Gefühl haben, etwas läuft gegen uns, meldet sich das Alarmsignal.

Anstrengend wird es nur, wenn wir das Gefühl haben, die ganze Welt will uns leiden sehen! Dann wäre es an der Zeit, in sich zu gehen. Zu analysieren und zu hinterfragen, warum das so sein könnte. Eine Veränderung wird stattfinden, wie ich an mir selbst festgestellt habe.

Und wenn ich mich heute darauf besinne, dann passiert etwas ganz eigenartiges. Mein Gespür für – ehrlich, richtig, gut und vertrauenswürdig, ist ausgereift. Ich weiß was ich an Äußerungen und Meinungen, indirekten Späßen mit nach Hause nehme und welche ich einfach liegen lasse! Ich akzeptiere auch das Negative und je schneller das passiert, umso schneller verschwindet es auch wieder.

Leid können wir nicht immer verhindern, aber wir können verhindern, dass wir für immer leiden. Die Entscheidung liegt wieder einmal bei uns. Ich  bin der Meinung wir haben immer eine Wahl. Wir können die Situation verlassen oder verändern und akzeptieren.

Fazit:

Es kommt nicht darauf an, was und wie uns etwas passiert, sondern wie wir es händeln. Für diese Haltung braucht es natürlich ein starkes Selbstwertgefühl. Es ist die Basis für ein leichteres Leben. Wir sind auf der Erde um glücklich zu sein und nicht um zu leiden. Also mach Dich auf dem Weg und suche nach den Ursachen und löse das Leiden auf. DU hast die Kraft dazu und keiner außer Dir wird es für Dich erledigen.

Und dabei wünsche ich Dir ganz viel Kraft und Motivation! <3

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Hast Du oft mit einem neuen Infekt zu kämpfen? Bist Du generell oft krank und fühlst Dich schlapp und antriebslos? Dann darf ich Dir sagen: Höre auf Deinen Körper was er Dir zu sagen hat! Wenn Dir dieser „Spruch“ jedoch zu allgemein ist, und Du keine Lust hast genauer hinzuhören, dann höre einfach mir mal ein paar Minuten zu okay?

Funktionieren, funktionieren und nochmal funktionieren …

Heute möchte ich wieder mal in meiner „Psycho-Kiste“ mit Dir gemeinsam wühlen. In den letzten Wochen habe ich selber wieder intensiv erlebt, wie es ist, wenn der eigene Körper nicht das macht, was wir wollen. Psychische Beschwerden kehren wir gerne unter den Teppich. Es hat uns ja nie wirklich jemand beigebracht, dass wir auf sie achten sollten und sie ernst zu nehmen sind.

Wir haben sehr wenig Verständnis für uns selbst. Wir wollen funktionieren und leisten. Solange das so läuft, ist alles wunderbar und es bedarf keinerlei Aufmerksamkeit. Problematisch wird es erst dann, wenn unser Körper, wie eingangs schon erwähnt, schlapp macht … ständig irgendwie „kränkelt“. Bei mir ist es die Konzentration, die stark nachlässt. Der Antrieb fehlt und seit neuem bekomme ich leuchtend rote und schmerzhafte Nasenflügel, als hätte ich eine starke Verkühlung. Dem ist aber nicht so. ›stirnrunzel‹. Nun, der eine leidet unter Kopfschmerzen, der andere hat Magen oder Bauchweh. Alles in allem, es hat keinen Platz in unseren Abläufen!

Was machen wir? Wir laufen zur Apotheke und holen uns Medikamente, die alle unangenehmen Symptome betäuben, so gut es eben geht. Alles funktioniert wieder. Probleme gelöst. Zu Hause bleiben ist die letzte Option, schließlich bedeutet daheim zu bleiben auch: Keine Einkäufe erledigen können, die Kinder nicht zum Sport fahren können, die eigenen Termine nicht wahrnehmen und wer schmeißt den Haushalt?

Also besorgen wir uns Mittel um wieder tief atmen zu können. Schließlich sind wir ja nicht faul und verantwortungslos oder unmotiviert! Bleibt die Arbeit nämlich im Job unerledigt, ist nach der Krankmeldung doppelt Arbeit. Nein, nein, das geht schon. Was uns nicht umbringt, macht uns nur noch zäher. Ein blöder Spruch, ehrlich!

Was wollen Dir solche Symptome überhaupt mitteilen?

Sie sagen Dir, dass Dein Immunsystem eine „Schramme“ hat. Es braucht Ruhe um sich wieder zu regenerieren. Dein Tempo soll sich verlangsamen. Ich  bin mir ziemlich sicher, dass Dir das Dein Partner oder Deine Mutter 1 : 1 so sagen wird, wenn es Dir nicht gut geht. :D

Ich kenne es von mir. Wenn ich längere Zeit unter einer starken Anspannung oder Stress leide und es mir psychisch nicht gut geht, ist mein Immunsystem im Keller und kann nicht die Leistung bringen wie gewöhnlich. Es ist nicht anders, wenn Du unglücklich und unzufrieden mit Dir selbst oder Deinem Leben bist – alles wirkt sich körperlich aus! Die Folge ist, dass wir ständig „kränkeln“.

Geht es uns gut und sind wir glücklich, wirst Du vielleicht sicher schon bemerkt haben, dass alles viel besser auszuhalten ist. Du bist immun gegen Viren und körperliche Schmerzen. Es ist sogar erwiesen, dass glückliche und zufriedene Menschen, weit weniger erkranken, als ihre weniger glücklichen Mitmenschen. So einfach eigentlich, oder? Das bedeutet, vieles hat mit unserer Gefühlslage zu tun!

Psychosomatische Beschwerden

Diesen Bereich habe ich, glaube ich jedenfalls, gemietet. Da bin ich zu Hause. Ich kann meine Uhr danach stellen, wenn ich mich schlecht fühle oder traurig bin, beginnt mein Magen zu rebellieren. Um meine Augen bilden sich dunkle Ringe und meine Gelenke fangen an weh zu tun. Wenn das eintritt, ist es höchste Zeit, das Schild „Heute geschlossen“ an meinem Körper anzubringen. Diese Phase kann aber dauern.

Verständlicher erklärt: Solange die psychischen Probleme da sind, halten auch die körperlichen Symptome an. Das Resultat ist, dass ich mich nie richtig gesund fühle bzw. ein paar Wochen später wieder richtig „krank“ werde.

In den Zeiten starker Anspannung, die ja jetzt nur noch ganz selten sind, sind schlimme Muskelverspannungen an der Tagesordnung. Normale Bewegungen wie zur Seite blicken oder einfach aufzustehen, sind ohne Schmerzen nicht zu schaffen. Und von einem Tag auf den nächsten ist wieder alles weg … einfach so und für Ärzte ziemlich unglaubwürdig!

Die Liste dieser psychischen Beschwerden lässt sich sehr lange fortsetzen und sie belegen eindrucksvoll, wie sich die Seele auf den Körper auswirkt. Viele Menschen wollen das nicht wahrhaben, aus einem ganz einfachen Grund: Die Psyche ist nicht greifbar!

Natürlich muss nicht jede Krankheit der Ausdruck psychischer Probleme sein. Jedoch ist der Zusammenhang naheliegend. Gerade dann, wenn Du ständig krank bist!

Psyche und Körper hängen zusammen

Wir sind den ganzen Tag umgeben von Viren und Co. Alles kann uns krank machen. Wir fahren x-Mal mit der Straßenbahn, ohne uns was einzufangen, aber irgendwann holen wir uns genau dabei eine Erkältung. Schuld daran ist unser Immunsystem, dass an diesem Tag geschwächelt hat. Und warum das? Weil Du wahrscheinlich gerade in einer anstrengenden Zeit steckst. Weil Dich Sorgen plagen, weil Du unter großen Druck stehst oder andere psychische Probleme mit Dir herumträgst.

Geht es Dir psychisch nicht gut, hat das auch Auswirkungen auf Dein körperliches Wohlbefinden.

Ist das der Fall, möchte ich Dir empfehlen, dass Du Dich Deinem Seelenleben zuwendest. Was ist los? Was macht Dich so anfällig? Welche Symptome ignorierst oder unterdrückst Du? Was will mit aller Kraft in den Vordergrund kommen? Die Wahrheit ist und ich erlebe es beinahe Tag täglich: Die körperliche Gesundheit hängt zu großen Teilen von unserer psychischen Gesundheit ab.

Heute weiß ich, dass eine positive und optimistische Lebenseinstellung unser Immunsystem stärkt und dass zufriedene glückliche Menschen eine längere Lebenserwartung haben! Wenn Du Dich also ständig krank und antriebslos fühlst und müde bist. Du immer wieder unerklärbare Schmerzen hast, … ignoriere Dein Innerstes nicht!

Falls Du noch mehr über psychosomatische Schmerzen erfahren möchtest, dann lies hier gleich weiter unter Psychosomatik – von vielen immer noch belächelt.

Es freut mich das Du Dir die Zeit genommen hast, um mir zuzuhören. Ich wünsche selbstverständlich keine Viren oder körperliche Aussetzer. Wenn aber doch, dann ganz viel Zuspruch und positive Einstellung für Deine Heilung.

Lesezeit: 4 Minuten

Es gibt keine Gespräche mehr. Keine Telefonate oder Mails, die im Postfach landen oder verschickt wurden. Von einem persönlichen Gespräch ist überhaupt nicht mehr zu denken. Wenn Nahestehende den Kontakt abbrechen, ist das oftmals schwerer zu verdauen, als wenn lieb gewonnene Menschen sterben. Ein Artikel mit Erfahrungswerten …

Ein Abschied ohne Worte hinterlässt reine Ohnmacht

Anrufe werden nicht mehr entgegengenommen. Briefe nicht beantwortet. Zufällige Begegnungen sind schwer zu ertragen und werden, wenn überhaupt, mit ein paar kühlen Worten aus dem Weg geräumt. Es gibt Menschen, die beenden völlig unvermittelt und ohne Erklärung die Beziehung zu jenen Menschen, die ihnen am nächsten sind.

Betreten bleiben Geschwister, Eltern, Kinder oder Partner zurück. Sie fühlen sich nicht mehr gewollt … aussortiert und weggeschmissen. Ich kenne alle Seiten davon, wobei das Schlimmste davon das Stillschweigen der Eltern war. Die Gefühle dazu sind bei jedem Menschen unterschiedlich. Aber in den meisten Fällen, ist es so, dass sich bei einem radikalen Kontaktabbruch die Zurückgelassenen fühlen, als würde ihnen der Boden unter den Schuhen weggezogen.

Bei mir waren es sehr viele Fragezeichen, Sorgen, Tränen und letztendlich ein Sack voll schlechtem Gewissen. Es ist kein schönes Gefühl zu wissen, dass man nicht mehr gehört werden will und auch keine Möglichkeit bekommt sich mitzuteilen und Differenzen gemeinsam auszutragen.

Besonders belastend wird ein solcher Abschied, weil es so verdammt schwerfällt, mit dem Kontaktabbruch seinen Frieden zu machen, vor allem wenn die Gründe ungeklärt bleiben!

Wenn jemand stirbt, ist diese Situation schmerzhaft und schlimm. Aber wir haben die Möglichkeit uns zu verabschieden. Wir können das Grab besuchen und uns alles von der Seele reden. Ein Abschied in dieser Hinsicht ist also möglich. Anders ist es bei einem, ich nenne es mal, „uneindeutigen Verlust“. Es ist nämlich eine Situation, in der wir die Trennung von „verlorenen“ gegangenen Menschen nicht betrauern können, weil noch so viel Unklarheit und jede Menge Hoffnung zurückbleibt.

Von nichts kommt nichts

Hinter jedem Kontaktabbruch steht eine Vorgeschichte, davon bin ich überzeugt. Manchmal sind es ungeschickte Bemerkungen, für den anderen ein nicht gerechtfertigtes Verhalten, Versäumnisse und Zurückweisungen. Man könnte die Liste bestimmt noch ausführlicher gestalten! Oft zeigt sich dann im Nachhinein erst, was sich so alles im Laufe der Jahre angestaut hatte und man die kleinen Warnsignale übersehen bzw. überhört hat.

Ein Kontaktabbruch entsteht meistens aus einer Notsituation heraus. Weil man so verletzt und gekränkt ist (wurde), denken wir, der Abbruch bringt uns Ruhe und Frieden! Leider ist das nicht der Fall. Jedenfalls nur vorübergehend.

In meinem Fall waren Gespräche mit meiner Familie aus mir unerklärlichen Gründen nicht mehr möglich. Ich nutzte den Geburtstag meiner Mutter, um ein liebevolles Gespräch zu führen. Es kam nichts, nur Kälte und Stille. Ich war vorbereitet und gab meinen Eltern beim Verlassen des Hauses einen sehr langen Brief. Ohne Bewertungen oder Schuldzuweisung, stattdessen mit Verständnis und ganz viel Liebe und der Zuversicht, dass es danach möglich sein wird, bestehend „Konflikte?“ zu lösen. Das ist nun bald fünf Jahre her und es vergeht kein Tag wo ich nicht daran denke. Es hat nie wieder auch nur ein Lebenszeichen von meiner Familie gegeben. Geschwister und Eltern sind zwar nicht gestorben, jedoch sind sie für mich auch nicht mehr greifbar.

Es ist mir gelungen abzuschließen. Ich warte und erwarte nichts mehr. Allerdings musste ich mit dieser Situation lernen, richtig umzugehen. Eis sehr langer schmerzhafter Weg. Eines sei gesagt: Durch die Funkstille alleine, werden Probleme nur verdrängt, das Grundproblem bleibt! Beide Seiten bleiben innerlich miteinander beschäftigt. Auch wenn es wie in meinem Fall, nur mehr sehr selten und nicht mehr schmerzhaft ist.

Bindungserfahrungen der Kindheit

Ich habe mich sehr viel und ganz lange mit diesem Thema beschäftigt. Und ich kann heute sagen, ob jemand dazu tendiert, eine Beziehung unerwartet abzubrechen oder anderenfalls, um beinahe jeden Preis festzuhalten, hängt weitgehend davon ab, wie die Bindungserfahrungen in der Kindheit erlebt wurden! Ja … und schon wieder ist sie da, unsere Kindheit die uns so sehr prägt. :D

In meiner Familie fehlten immer die Worte um Konflikte ordentlich zu klären. Oder sich vernünftig zu trennen. Es wurde immer nur geschwiegen. Diese Sprachlosigkeit kann über Generationen wiederholt werden und soweit ich mich erinnere, war das auch so. Es ist leider so, unbewusst wiederholt man etwas das man erlebt hat, wenn es nicht reflektiert werden konnte.

Sich aus der bedrückenden Situation befreien

Manchmal braucht es radikale Schritte, um wieder Durchatmen zu können. Die Ablehnung und fehlende Möglichkeit miteinander zu reden, fühlt sich an als würde man einfach wegradiert werden. Trotzdem muss man den Tatsachen ins Auge sehen. Liebe, Freundschaft und Anerkennung können wir nicht erzwingen. Nicht von Freunden oder vom Partner und auch nicht, von den Eltern!

Mir gelang es während meiner Ausbildung, ein eigenes Leben aufzubauen. Anders als das Leben meiner Eltern. Mein Leben wurde allerdings immer infrage gestellt. Es gab immer wieder Annäherungen, erfolgreich waren sie immer nur kurz. Es war ein ständiger Kreislauf von Verletzungen, Ärger und Missverständnissen. Danach folgte wieder Stille.

Aber irgendwann war sie wieder da … diese Stimme, die flüsterte: „Hey, es ist doch deine Schwester, es sind deine Eltern, sei nicht so, sie haben es nicht anders gelernt …“ so in etwa und die Spiele begannen von vorne. Diese Geschichte ist meine, aber ich weiß von ganz vielen Menschen, dass es ihre eigene sein könnte.

Viele „Verlassene“ müssen zumindest versucht haben, den Kontakt wieder aufzunehmen und sei es nur mit einem Brief. Wenn das nicht gelingt, und man genügend Bedenkpause gegeben hat, ist es wirklich besser loszulassen. Wenn alle Bemühungen nicht wahrgenommen werden wollen, sollte das Wort Selbstliebe vorrücken. <3 Man quält sich sonst nur.

Ich habe für mich ein Ritual gefunden, mit dem Familienverlust umzugehen. Ich schreibe gedanklich einen Brief in dem steht, dass ich das, was in der Familie in den ganzen Jahren geschehen ist und ich nach großer Kraftanstrengung zu der Erkenntnis gekommen bin, ihre Entscheidung anzunehmen und zu akzeptieren. Ich habe mein Bestes gegeben, mehr kann ich nicht tun.

Meiner Meinung nach ist es außerordentlich wichtig innerlich aufzuräumen. Frieden zu schließen und auch zu vergeben. Obwohl ich mit der „Vergebung“ noch nicht ganz fertig bin >ehrlich bin<!“ Wie das jeder für sich handhabt, ist individuell. Eines steht jedenfalls in Stein gemeißelt: Nichts auf der Welt kann man erzwingen.

Falls Du vielleicht gerade in solch stillen Zeit steckst, schenk Dir die Zeit um richtig zu handeln und am besten ohne Erwartungen. Du bist auch ohne diese Menschen vollständig und wunderbar. Ganz viel Selbstliebe.

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Negative Gedanken sind ja etwas, über das man nicht wirklich gerne spricht. Meistens vertrauen wir sie nur engen Freunden oder der Familie mit, wenn überhaupt darüber geredet wird! Ich bin ja auch eine, die natürlich lieber über Positives spricht und sich darüber Gedanken macht als zu grübeln. Aber es ist wie es ist, ich gerate auch schon mal in den Sog der Negativität …, auch wenn es immer nur sehr kurz ist! Ich finde, es passt auch mal darüber zu schreiben und den negativen Gedanken einen Platz in unserer Gefühlswelt zu schenken.

Akzeptanz und akzeptieren sind nicht gerade Wörter, die sich beim Aussprechen gut anfühlen ist meine Meinung. Es fängt ja schon bei der Bedeutung der Wörter an. Sie werden gleichgesetzt mit „gutheißen“, „billigen“ und „“annehmen“. Du kannst an der Situation gerade nix ändern, lerne damit umzugehen … akzeptiere Deine und die Fehler der anderen. Nimm Deine Schwächen an. Akzeptiere Dich wie Du bist.

So ist es eben …

Wir müssen zwischen zwei Situations-Arten differenzieren: Die eine Seite sind Dinge, für die wir selbst verantwortlich sind. Sind wir unglücklich in unserem Beruf und wie wir unser Geld verdienen oder unglücklich in unserer Beziehung? Dann ist es alleine unsere Aufgabe, an diesen Zuständen etwas zu verändern.

Die andere Seite sind Situationen, in denen wir unserem Schicksal ausgeliefert sind. Die Verantwortung darüber liegt nicht in unserer Macht! Ich komme wieder mit einem Beispiel daher: Stell Dir mal vor, einem Lieblingsmensch trifft ein schwerer Schicksalsschlag oder noch schlimmer – er verlässt unerwartet das Hier und Jetzt. Du kannst an dieser Situation rein gar nichts ändern und das ist schlimmer als alles andere das Du zuvor erlebt hast!

Wenn in dieser Situation jemand mit Akzeptanz daher kommt, wirst Du ihn mit Sicherheit am liebsten gegen die Wand drücken. Denn wie bitte, soll man kurz nachdem sein gesamtes Leben auseinanderbricht, wieder zum Alltäglichen zurückkehren und weitermachen als wäre nichts geschehen?

Wir müssen trotzdem!

Ich kenne ja tatsächlich Menschen, die sehr schnell wieder zum Alltäglichen zurückkehren. Jedenfalls macht es den Anschein nach außen hin. Vielleicht sind es aber gerade die Menschen, bei denen innerlich ein Vulkan am Ausbrechen ist? Sie reden nicht darüber, sie erzählen nichts und wollen auch nicht gefragt werden, wie es um sie steht. Sie flüchten sich in Arbeit und nehmen jede Ablenkung mit offenen Armen entgegen.

Ablenkung ist jetzt das richtige für dich … haben sie immer zu mir gesagt. Und daran habe ich mich gehalten. Sicherlich nicht unrichtig. Es mag in solchen Situationen eine erste Hilfe sein. Allerdings zur Heilung trägt es nichts bei. Ich habe es selbst erlebt. Negative Gefühle und Gedanken kann man nicht „wegarbeiten“! Wenn wir zu unserem alten ICH zurückkehren wollen, müssen wir über unsere negativen Emotionen reden. Wir brauchen und dürfen keine Angst haben, offen mit unserer Gefühlswelt umzugehen! Das Reden mit vertrauten Menschen oder der Familie und Freunden ist sehr wichtig. Denn sehr oft braucht es einen nüchternen Blick von außen, um die Dinge mit etwas Abstand zu betrachten, und sich mit dem Gedanken der Akzeptanz anfreunden zu können.

Den negativen Gefühlen ins Auge schauen …

Die Wirkung der Akzeptanz kann sich erst dann entfalten, wenn wir sie dauerhaft in unsere alltägliche Gefühlswelt einbinden. Und wir müssen negative Gedanken als natürliche Reaktion auf negative Gefühle anerkennen. Das Resultat ist innere Zufriedenheit, weit weniger Up´s and Down´s, dafür mehr Stabilität im Leben! <3

Unsere Gefühle anzunehmen, zu akzeptieren und als das hinzunehmen, was sie sind, ist ein erster sehr wichtiger Schritt. Und jeder der zu Dir sagt: „Das musst Du mit Dir selbst ausmachen“, den würde ich Dir raten, aus Deiner Freundesliste zu löschen! Ja, wir sind stark und standfest, aber auch starke Menschen können unerwartete Lebensereignisse vom Hocker reißen.

Deshalb ist mir sehr wichtig, Dich und alle anderen Menschen zu animieren offen über das zu sprechen was uns bedrückt. Kein Hineinfressen und davonlaufen. Ich finde Negativität, sollte auch etwas ganz normales sein … wie  unser Kaffee am Morgen. Ohne die Angst, jemanden vielleicht durch die traurige, grantige oder verängstigte Mine zu nerven!

„Akzeptanz bedeutet nämlich nicht, zu verändern wie wir uns fühlen, sich aber mit den Gefühlen auseinanderzusetzen und diese als das zu sehen, was sie sind.“

In diesem Sinne – alles wird und ist gut.

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Das innere Kind. Jeder redet ab und an mal davon. Es gibt Bücher, die uns diesbezüglich weiterhelfen können. Wir, die alle dieses innere Kind in uns tragen. Wahrgenommen oder unbemerkt liegen gelassen. Das innere Kind gehört zu einer modellhaften Betrachtungsweise innerer Erlebnisse. Es bezeichnet und symbolisiert die im Gehirn gespeicherten Gefühle. Erinnerungen aus unserer eigenen Kindheit. Dieses innere Kind beeinflusst unseren Alltag maßgeblich, mehr als wir glauben …

Ich muss ja ehrlich gestehen, dass ich so meine Probleme mit meinem inneren Mädchen habe. Beim Lesen des Buches „Das Kind in dir muss Heimat finden“ war ich überfordert und ich habe es bis heute nicht hinbekommen, es fertig zu lesen. Es stresst mich. Auf meiner letzten Reha wurde viel darüber geredet und gearbeitet. „Die Arbeit mit dem inneren Kind ist der Schlüssel zu so viel Heilung“. Das wurde mir sehr oft gesagt. Daran zweifle ich auch überhaupt nicht, jeder hat dieses Kind in sich, welches repräsentativ für unsere Kindheit steht.

Erinnerung …

Stell Dir vor: Du bist gerade mal ein paar Jahre alt. Sitzt am Spielplatz in der Sandkiste, ausgestattet mit nagelneuem Sandspielzeug. Du backst Deine Sandkuchen und bist mega stolz auf Deine Backkünste bis ein anderes Kind kommt und alle Deine Kuchen zertrampelt. Zum Schluss nimmt es Deine neuen Sandspielsachen und lauft davon. Du weißt nicht wie Du Dich verhalten sollst schaust Hilfe suchend nach Deiner Mutter. Sie ignoriert Deinen Hilfeblick. Du gehst traurig nach Hause und am ganzen Weg dahin, wirst Du noch beschuldigt nicht auf Deine Sachen aufzupassen …

Diese und andere Erfahrungen aus meiner Kindheit sind in meinen Erinnerungen abgespeichert. Viele Erlebnisse sind in meinem Gedächtnis abgelegt inklusive den dazugehörenden Emotionen. Die Summe dieser Erfahrungen wird „Das innere Kind“ genannt.

Wer ist dieses innere Kind überhaupt?

Wir alle hatten eine Kindheit. Besonders in den ersten Lebensjahren zwischen null und sechs kann es zu verschiedenen emotionalen Verletzungen gekommen sein, die unser Erwachsenenleben beeinträchtigen. Bei manchen Menschen handelt es sich um schwerwiegende emotionale Wunden, wie psychische oder auch körperliche Misshandlungen. Andere haben nur kleine subtile Verletzungen erlitten, die ihnen nicht mal bewusst sind.

Doch der Regelfall ist, dass wir uns an das meiste nicht mehr erinnern aber es bestimmt unbewusst unser Leben. Das diese Verbindung zur Vergangenheit so bedeutsam sein kann, hätte ich mir nie gedacht.

Kleine Prägungen können uns massiv beeinflussen

Damit Du ein Gefühl dafür bekommst, was ich damit sagen möchte, werde ich Dir ein weiteres Beispiel aus meinem Leben beschreiben.

Meine Kindheit war was das Materielle betrifft gut. Ich konnte mich glücklich schätzen so viel zu haben. Aber materielle Dinge sind kein Ersatz für Zuneigung und Liebe. Ich war ein hässliches dürres, wie ein Junge aussehendes Mädchen. Da halfen auch die Schleifen und die glänzenden Lackschuhe nichts. (Die ich übrigens hasste). Dann wurde meine Schwester geboren. Ein Mädchen wie aus einem Bilderbuch. Ihr standen die Spitzen und Schleifen perfekt! Meine Eltern waren ihr immer näher als mir. Meine Schwester war für meine Eltern das perfekte Kind … egal, was sie anstellte.

All das löste bei mir eine emotionale Dysbalance aus: „So wie ich bin, bin ich nicht okay.“ dachte ich mir jeden Tag. „Ich muss so sein wie sie, damit sie mich genauso ansahen wie meine Schwester.“

Daran hat sich nie etwas verändert. Wie Du siehst, manchmal sind es nur kleine Prägungen, die unser Leben beeinflussen können. Ein Hauptgrund warum ich in sehr frühen Jahren schon ausgebrannt bin, war die ständige Jagd nach etwas das ich nicht war und nie sein hätte können. Und das Schlimme daran, es war mir nicht mal bewusst!

Jeder hat negative Verhaltensmuster oder Denkmuster. Gewohnheiten, die in unserer frühen Kindheit entstanden sind und die uns bis heute begleiten. Ich habe mich wirklich viel damit beschäftigt, das tue ich übrigens immer noch, weil es mir sehr schwerfällt, sich um die „Kleine“ in  mir sorgen. Aber – es geht aufwärts. ›lächel‹

 Zum Nachdenken, vielleicht kommt Dir etwas davon bekannt vor?

  • Du fühlst Dich manchmal hilflos, obwohl Du gerne etwas verändern würdest?
  • Du bist auf der Suche nach Anerkennung, bist perfektionistisch veranlagt und hast gerne alles unter Kontrolle?
  • Du wünschst Dir Harmonie, vermeidest Konflikte und vergisst dabei auf Dich selbst?
  • Du klammerst Dich an Menschen, weil Du Angst hast alleine gelassen zu werden?
  • Du brauchst die Kontrolle, aus Angst verletzt zu werden?
  • Du rationalisierst oder intellektualisierst um ja nicht fühlen zu müssen?

Findest Du Dich in einen oder mehreren Punkten wieder, dann ist es wichtig, Dein inneres Kind zu „heilen“. Mit dieser Ehrlichkeit zu Dir selbst kannst Du anfangen Kontakt zu Deinem Inneren Kind aufzunehmen. Weil es Dein Leben verändern wird! Es gibt verschiedene Gründe warum Du das tun solltest.

Überlege Dir, ob die Arbeit am inneren Kind etwas für Dich wäre wenn Du:

  • Alte emotionale Wunden heilen möchtest.
  • Eine liebevolle Beziehung zu Dir selbst aufbauen willst.
  • Deine eigenen Bedürfnisse zu kennen und damit richtig umzugehen.
  • Eine lebendige Beziehung erfahren willst.
  • Dein Potenzial entfalten willst.
  • Mehr Lebensfreude, innere Stabilität und Gleichgewicht in Dir spüren möchtest.
  • Dein Leben eigenverantwortlich gestalten willst.

Wir müssen bewusst eingreifen, wenn wir Veränderung möchten

Wie schon zu Beginn gesagt, 9o% unserer Probleme führen auf diese Prägejahre unserer Kindheit zurück und wenn wir heute nichts ändern, werden wir diese Muster auf den unterschiedlichsten Ebenen unseres Lebens wiederholen. Das muss und kann ich wirklich bestätigen.

Nimm Kontakt zu Deinem inneren Mädchen auf! Es geht darum ganz langsam in Kontakt zu treten. Zunächst ist es aber erstmal wichtig sich selbst wieder zu spüren. Und etwas ganz wichtiges, was ich Dir auch sagen muss! Sein inneres Kind zu heilen bedeutet nicht, Psychoanalyse zu betreiben!

Es geht nicht darum, in der Vergangenheit rum zu wühlen und sich an den damaligen Situationen zu stellen oder zu ärgern. Es führt nämlich zu gar nichts. Auch das habe ich getan, mit null Erfolg. Die Arbeit mit dem inneren Kind bedeutet herauszufinden, was es braucht um ihm heute das zu geben, was es schon sehr lange schmerzlich vermisst.

Tritt in eine Art Dialog mit Deinem inneren Kind und erfülle ihm seine Wünsche. Verwöhne und verhätschle es bedingungslos! Vergiss dabei aber nicht, es will mit Dir „spielen“ und nicht leisten! Als Erwachsener haben wir gelernt, dass jede Arbeit die wir tun, messbare Ergebnisse erzielen muss. Fälschlicherweise, glauben wir auch, dass dieser Ansatz auch beim inneren Kind funktionieren muss. Das genaue Gegenteil wird aber eintreten, sobald Du mit Forderungen wie: „So ich habe jetzt eine Stunde Zeit für Dich, danach musst Du integriert sein und ich glücklicher.“ daherkommst.

Falls Du Dich erinnern kannst – die Erwartungen der Erwachsenen konnte unser inneres Kind schon als Kind nicht erfüllen und es wird sich auch heute dem nicht nochmal aussetzen.

Dein Geschenk für Deine Zeit mit Deinem inneren kleinen Mädchen ist: Glück. Freude. Frieden.

Alles LIEBE euch Beiden. >lächel

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Heute ist es wieder so weit. Ich möchte Menschen mit  PTBS (posttraumatische Belastungsstörung), aber auch Menschen, die kerngesund sind, in die Welt eines an PTBS leidenden Menschen entführen. Hilfreich für uns alle um besser zu verstehen und sich besser hineinversetzen zu können, vielleicht lebst Du ja mit so jemanden  zusammen? Alle die mich lesen wissen, dass ich selbst eine Betroffene bin und ich mich keinesfalls schäme, darüber zu berichten. Ich möchte ein wenig „Aufklärungsarbeit“ leisten, so weit es mir mit „normalen“ Worten und meinen Erlebnissen mit PTBS, möglich ist. Ich freue mich, wenn Du bleibst und am Ende sagen kannst: „Jetzt verstehe ich so einiges besser …“

Ich schreibe ja immer wieder darüber und die Resonanz meines letzten Beitrages über Entwicklungstrauma hat mich sehr beeindruckt! Selten wird darüber geredet und wenn doch, nur hinter vorgehaltener Hand. Ich bin da etwas anders, ich möchte meine Erfahrungen teilen und mit verständlich einfachen Worten erklären. Und an alle Betroffenen:  „Hey, alles gut … es ist gerade wieder nur so eine Phase in unserm Leben, die vorbeigeht“. Also schön, wenn Du bleibst. ›lächel‹

Wie ein Trauma unser Leben beeinflussen kann

Ein Trauma hat es wahrhaft faustdick hinter den Ohren, sage ich Dir. Es ist manchmal so aktuell präsent, dass es mich daran hindert mich in meinem eigenen Körper, meinem Leben heimelig zu fühlen. Traumatisierte Menschen vermissen sehr oft die Freude und die Lebendigkeit in ihrem Leben. Sie leiden daran sich nirgendwo wirklich zu Hause zu fühlen. Man erlebt sich selbst meist als „Fremde“ in der Welt und hat das Gefühl, ein Zuschauer in seinem eigenen Leben zu sein.

Diese Phasen kommen immer wieder und ich nenne sie „Auf der Flucht bin – Phase“. Keine Glaskuppel über einem zu haben, der Nicht-Zugehörigkeit zu entkommen. Einfach bei sich selbst ankommen und sich wohlfühlen … in der Welt willkommen sein. Das sind dann so aufkommende Wünsche, die man als Betroffener kennt.

Klingt eigenartig? Es IST eigenartig kann ich Dir sagen. Es liegt daran, dass die grundlegende Erfahrung des willkommen Seins bei vielen PTBS erkrankten ausgeblieben ist. Sie haben diese Erfahrung nie richtig gemacht. Deshalb bleibt die Welt, die Gesellschaft ein fremder nicht vertrauensvoller Ort. Das führt dazu, nie wirklich im Leben zu landen. Für mich fühlt es sich so an, als hätte man einen Fuß fest im Leben und den anderen in einer anderen Welt. Ein wenig heimatlos sozusagen …

Der Schlüssel zu all dem ist der Körper

Der Körper ist unser zu Hause für das Leben das wir führen und haben. Es gibt kein Um- und Ausziehen … wir müssen uns mit diesem „Haus“ (Körper) anfreunden! Es uns so einrichten, dass wir uns wohlfühlen. Tun wir das, wird sich unser grundlegendes Lebensgefühl verändern und uns Wärme und Licht spenden.

Jetzt ist es leider so, dass uns Verletzungen und Entwicklungstraumata daran hindern, uns in unserem „Haus“ richtig wohlig zu fühlen.

Es ist ein unangenehmes Gefühl, das bei mir drei Jahre lang andauerte. Aber dennoch hatte ich immer das Gefühl, etwas anderes tut sich auf. Meine Therapie spielte dabei eine ganz wichtige Rolle. Sie vermittelte mir immer, dass dieses Gefühl nur ein Übergangsgefühl ist und am Ende etwas dabei herauskommen wird. Meine Therapien waren praktisch die Hoffnung und das Wissen, dass es weitergeht.

Sich im eigenen Körper zu Hause zu fühlen ist etwas, das für Menschen mit Verletzungen, Schockerlebnissen ein ganz zentrales Thema ist. Oft bewohnen wir diesen Körper nicht und brauchen Hilfe, ihn auf allen möglichen Ebenen zu spüren. Wir kommen nicht zum ICH ohne ein DU. Wir schaffen es nicht, uns fallen zu lassen, ohne mal eine Hand zu haben, die uns hält. Mir hilft es sehr mich dabei zu spüren und mich selbst auszuhalten in meinem Schmerzen.

Das alles ist sehr schwer. Dazu braucht es jede Menge Vertrauen zum Therapeuten und noch mehr Vertrauen in die Hand, die einen manchmal hält. Manchmal braucht es sogar mehrere Anläufe um bei den richtigen Personen angekommen zu sein und das notwendige Vertrauen dabei mitzubringen.

Sich selbst vertrauen!

Traumatisierte Menschen tun sich schwer mit dem Wort Vertrauen. Sie vertrauen nicht mal ihrer eigenen Wahrnehmung, da die eigenen Gedanken oft von früheren Ereignissen und Erfahrungen geprägt sind.

Vertrauensbildende Prozesse dauern eine ganze Weile. Das aller wichtigste ist aber sich erstmal selbst zu vertrauen! Vertrauen beinhaltet nämlich die Fähigkeit, zu vertrauen, dass andere Menschen Gutes wollen. Es ist NICHT immer so wie PTBS erkrankte Menschen es kennen. Es gibt auch sehr viele „gute“ Menschen, die uns sagen, dass wir in Ordnung sind, genauso wie wir sind! Wenn man erstmal zu dieser Einstellung gelangt ist, geht es bergauf.

Diesen Orientierungsprozess musste ich abschließen, sonst wäre ich niemals zu meiner Ruhe gekommen, sondern wäre in diesem Alarmmodus gefangen geblieben! Richtig weg ist dieses Warndreieck allerdings nicht. Es fällt mir schwer mich an anderen Personen einfach so zu erfreuen oder frei Schnauze los zu quatschen und Kontakt zu knüpfen. Warum? Weil ein kleiner Teil in mir immer noch auf Fehlersuche ist und ihn meistens auch findet.

Traumen sind „unlogisch“

All diese Dinge laufen automatisch ab und ich kann sie nicht großartig willentlich beinflussen. Von einem traumatisierten Menschen zu verlangen, er soll sich „zusammenreißen“ ist etwas total unsinniges und ein Schuss ins Bein. Genauso kann man Traumen „wegerklären“. Gefühle von traumatisierten Menschen klaffen manchmal kilometerweit auseinander. Der  Verstand weiß das alles in bester Ordnung ist und trotzdem ist ein unbehagliches Gefühl von einem Moment auf den anderen da. Ausgelöst von den verschiedensten Dingen. Dieses Gefühl lässt sich weder von rationalen Argumenten noch von der Realität beeinflussen …

Es gibt Hilfe

Die besten Ergebnisse brachte für mich die kognitive Verhaltenstherapie. Sie gab mir die Sicherheit, um mich intensiv mit meinen Traumen auseinander zu setzen. Wer pausenlos von unschönen Bildern überschwemmt wird, lernt wie er diese am besten abwehren kann. Wer den Schrecken total abgenabelt hat, wird sanft und behutsam an das/die Erlebnis(e) herangeführt und lernt ganz langsam mit den schmerzvollen Erlebnissen und den damit verbundenen Gefühlen, umzugehen. So verlieren die unschönen Situationen ihre Kraft.

Der Körper wurde langsam aber sicher wieder zu einem zu Hause, in dem ich mich gerne aufhalte. Ein kleines Zimmer gibt es zwar immer noch, das mir nicht gefällt und noch renoviert werden müsste, aber ich arbeite jeden Tag daran. Ich vertraue MIR und ich sehe das Gute im Menschen.

Betroffene sollten nicht aufgefordert werden sich zusammenzureißen, sondern man sollte ihnen zuhören sofern sie das Bedürfnis haben darüber zu reden und in schwierigen Phasen, die ja nicht ewig andauern, liebevoll zur Seite stehen.

Wenn wir die Gründe für das Verhalten mancher Menschen verstehen könnten, würde sicher alles einen Sinn ergeben.

Danke, dass Du geblieben bist. Eine schöne Zeit für Dich und alles Gute.