Die Psyche, ein komplexes und sehr gewinnbringendes Thema wenn wir uns damit auseinandersetzen. Probleme erkennen, annehmen und gemeinsam lösen sollte das Ziel sein.
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Bestimmt hast Du schon mal einen Liebesbrief geschrieben? Früher … in der Schule vielleicht? Heute macht man ja alles per Mail und Smartphone, denke ich mal. Aber wie und was man heute macht, darum geht es mir heute nicht. Denke doch mal an diese Zeit zurück! Und falls DU noch keinen geschrieben hast, wirst Du bestimmt schon mal einen bekommen haben. Wenn jetzt Deine Antwort „JA“ ist, weißt Du wie besonders und intim so ein Brief ist. Ganz egal aus welcher Perspektive man ihn betrachtet.

Falls Du aber dieses Gefühl nicht kennst oder vielleicht vergessen haben solltest, lass mich Dir die Wirkung von Liebesbriefen nochmal kurz beschreiben. :D

Wenn sie „gut“ geschrieben sind, können sie uns zu Tränen rühren! Es kommt vor, dass es einem die Sprache verschlägt. Gleichzeitig machen sie so unsagbar glücklich und auch verlegen. Ein warmes Gefühl verteilt sich im ganzen Körper. Ein Liebesbrief hat etwas Magisches, … er stärkt und festigt und vertieft die Beziehung beider Personen. Ein Liebesbrief zeigt, wie ernst es gemeint ist.

Was, wenn DU jeden Tag so einen Brief bekommen würdest?

Welche Wirkung hätte das auf Dich? Würde es Dir jeden Tag ein Lächeln ins Gesicht zaubern? Würde es Dich stärker machen, Dir Rückenwind geben? Deine Beziehung zu dem Schreibenden zu etwas ganz Besonderem machen?

ICH bin mir sehr sicher!

Nun … und nur so ein Gedanke: Wen könntest Du deshalb bitten, Dir einen solchen besonderen Brief zu schreiben?
Und zwar jeden Tag einen? 30 Tage lang! ›lächel‹! Ganz gleich, was Du jetzt denkst. Ob es jemanden geben könnte oder nicht. Ob es Dir ohnehin zu peinlich wäre, jemanden zu bitten. Es gibt da jemanden sehr besonderen in Deinem Leben, der Dir sehr gerne Liebesbriefe schreiben wird!

Dieser besondere „jemand“ kennt Dich richtig gut. Er weiß um Deine Stärken und kennt Deine Ängste und Schwächen. Und … er begleitet Dich Tag für Tag … ist immer an Deiner Seite. Tag und Nacht. Und das allerbeste – nichts wird peinlich!

Wer dieser Mensch ist, weißt Du jetzt bestimmt. DU SELBST. :-)

Briefe an Dich selbst …

Vielleicht kommt Dir diese Idee sehr eigenartig und verrückt vor. Auf den ersten  Blick jedenfalls. Der zweite Blick könnte aber schon anders ausfallen. Vielleicht vorne weg – diese Idee kommt nicht von mir. Mir wurde sie vor einigen Jahren in einer Therapie vorgeschlagen. Mir ging es damals nicht gut. Ich war voller Zweifel, vielen Ängsten und Selbstliebe war ein Fremdwort gewesen.

Ich bin dem damals nachgegangen. Der Anfang ist mir nicht leicht gefallen. Wie sollte ich schöne Dinge an mich selbst schreiben, wenn ich mich alles andere als toll fand? Ich bin dabei geblieben und es gelang mir, immer längere Briefe an mich zu schreiben. Sie wurden mit der Zeit freundlicher, liebevoller und gefühlvoller.

Liebesbriefe an sich selbst zu schreiben, erfüllt mehrere Dinge gleichzeitig:
Sie sorgen dafür, mit sich selbst in Verbindung zu treten … die eigene Tiefe zu erforschen und zu vertiefen. Sie erinnern Dich, wie großartig Du eigentlich bist! Was alles in Dir steckt und welches Potenzial wir alle in uns tragen dürfen. So ganz nebenbei stärkst Du damit Deine Selbstliebe und Dein Selbstvertrauen! Alle Worte, die Du darin verpackst, werden Dich mit Liebe und Wärme erfüllen … diese Erfahrung habe ich gemacht und es war genau DAS, was mir so gutgetan hat. ›lächel‹

Du brauchst nicht viel …

Du musst nicht viel dafür tun. Du musst es in erster Linie nur wollen. Jeden Tag, einen ganzen Monat lang.
Du musst keinen Seiten befüllen, es soll nur aufrichtig sein.
Und etwas abwechslungsreich. :D
Schreibe nicht jeden Tag dieselben Dinge, Dinge, die jeder schreiben würde!
Sei kreativ! Es gibt so viele Dinge an Dir, die Du magst, aber nie darüber redest.

Die ersten Briefe sind schwer zu schreiben. Das habe ich noch gut im Gedächtnis. Es ist sehr eigenartig, zu sich selbst „nett“ zu sein. ›zwinker‹ Ich kam mir damals ziemlich bescheuert vor und saß endlos lange dabei. Dieses Gefühl legt sich aber nach den ersten Briefen – versprochen! ›lach‹

Jetzt grinst und zweifelst Du, stimmts?

Es war bei mir ganz genauso. :D Aber das Prinzip ist einfach. Die Wirkung aber ist unglaublich!
Deine Liebesbriefe wirken auf Dich, wie positive Affirmationen und lenken Deine Aufmerksamkeit auf alle Deine Stärken, Besonderheiten und Vorzüge. Du setzt Dich mit DIR in sehr liebevoller Weise auseinander. Die schönste Art, die überhaupt möglich ist! UND Du beweist diese Liebe durch Dein TUN … das Schreiben.

Ich habe meine Briefe immer alle aufgehoben. Ich lese sie, in Abständen, gerne durch … mit einem Lächeln im Gesicht. Denke an die Zeit damals … wie ich mich gefühlt habe. Wie ich diese Form von Therapie anfangs bescheuert fand! Aber bald wurden sie wie eine Tasse starker Kaffee, wenn ich „müde“ bin. ›lächel‹.  Es war der Wiedereinstieg in meine verlorene Selbstliebe! Und die Erkenntnis daraus war, dass ich nicht von der Liebe anderer abhängig bin! Denn ich habe ausreichend in mir. Und DAS haben wir ALLE!

Es ist wirklich erstaunlich, wie stark die Veränderungen in allen Bereichen Deines Lebens sein werden. Du wirst die Erfahrung machen, wenn Du Dich für dieses „Projekt“ entscheidest. Nimm diese Herausforderung an und schreibe Dir jeden Tag einen Liebesbrief. Mache es zu einem Ritual … zu etwas ganz Besonderem. Ganz einfach, weil DU es verdienst! Die Auswirkungen werden Dich umhauen!

Pass Dein Leben an DICH an!
Ich halte richtig viel davon!

„Ganz heimlich wünsche ich mir einen ganz klassischen Liebesbrief. Handgeschrieben und mit einem kleinen Herz versehen …“ erfülle Dir diesen einfachen Wunsch und es wird sich viel verändern. :-)

Sei gut zu Dir …

Lesezeit: 4 Minuten

„Erzähl doch mal ein wenig …“, „Was denkst du gerade?“. Vielleicht sind Dir solche Aussagen ja bekannt. Ganz bestimmt wirst Du sie kennen, wenn Du ein schweigsames Persönchen bist. Ich bin der Meinung, dass stille Menschen nicht zum Reden gezwungen werden sollten. Es wird auch nicht wirklich funktionieren. Ruhige Menschen überlegen sich ganz genau, welche Gedanken sie äußern und an wen sie diese richten. Meinen Beitrag heute möchte ich allen „stilleren“ Seelen widmen – weil es  manchmal ganz schön anstrengend ist zu entsprechen. ›zwinker‹

Nicht viel zu sprechen spielt in unserer Gesellschaft eine ganz eigene Rolle. Die Mehrheit der Menschen haben ohnehin verlernt, die Stille zu genießen und wissen auch gar nicht, wie schön es sein kann, mal nichts zu sagen und genüsslich zu schweigen. Und dann gibt es diejenigen, die als Zweitnamen „die Schweigsame, die Stille oder die Ruhige“ haben und die überhaupt kein Problem damit haben, mal nichts zu sagen.

Für außenstehende Menschen wirkt diese Eigenschaft manchmal sehr befremdlich und – die Erfahrung mache ich persönlich immer wieder einmal – irgendwie abgehoben. „Man muss doch auch mal was sagen und kann nicht immer nur denken?“ Werde ich auch ab und zu gefragt. Tatsächlich? Muss man das? Dass ich im Berufsleben nicht nur schweigsam sein kann, ist klar, doch in meinem Privatleben ist meine Sache.

Nicht reden, verunsichert

Nicht sofort zu sagen, was man denkt, verunsichert viele Menschen! Und oft wird mit der Schweigsamkeit eines Menschen auch gleich ein wenig „Verrücktheit“ in Verbindung gebracht. Warum – diese Frage konnte mir noch niemand beantworten. In Wahrheit sollte aber niemand davon ausgehen, dass jemand verrückt oder unberechenbar ist, nur weil er stiller ist als das Umfeld.

Mir sind in meinem Leben viele „Laute“ und noch mehr „Vielsprecher“ begegnet, die aggressiv und sehr wirre ungesunde Gedanken in sich trugen! Dementsprechend ist das keine oder eine falsche Messlatte, die Menschen da auf die „Stillen“ legen. Man sollte keinen Menschen zum Reden drängen. Menschen, die lieber schweigen, überlegen sich ganz genau, welche Gedanken sie äußern und welche nicht. Hinter jedem Wort steckt eine Entscheidung und diese sollte uns niemand abnehmen.

Die Gesellschaft hat einen … wie nenne ich es … „Überschuss“ an Worten und inhaltslosen Gesprächen. So viele Aussagen und Gespräche sind sinnlos und überflüssig! Gerade in der westlichen Gesellschaft ist es sehr willkommen, wenn viel geredet wird. Manchmal hat es für mich den Anschein, es ist besser etwas Falsches zu sagen, als nichts zu sagen. Dass wir so die sogenannten „Dummquatscher“ und „Selbstdarsteller“ fördern, ist leider ein nicht so schöner Nebeneffekt.

Also sollte man die „Stillen“ nicht noch provozieren, indem man sie mit Sätzen bedrängt wie: „Na jetzt sag halt mal was … was gibt es denn Neues?“ Ist man als ruhiger introvertierter Mensch umgeben mit „Vielrednern“ kann das sehr anstrengend und auch unangenehm sein oder werden. Ich kenne das nur zu gut! Für mich ist einfach drauflos quatschen purer Stress. ICH zum Beispiel brauche Themen, … Anhaltspunkte, … in welche Richtung soll das Gespräch gehen UND ganz wichtig: Interessiert mich die Thematik überhaupt.

Aber wann gehen die „Stillen“ aus sich heraus?

Tja, ich glaube, ich kann jetzt für viele da draußen diese Frage zufriedenstellend beantworten. (Hoffe ich jedenfalls) Ich kann auf jeden Fall sagen, dass tiefgehende Gespräche glücklicher machen, als jeglicher Small Talk. Um zu gehaltvollen Themen vorzustoßen, müssen Menschen einander erst mal kennenlernen:

  • Liegt mir derjenige?
  • Kann ich ihm auch vertrauen?
  • Wie tickt der andere?
  • Gibt es Gemeinsamkeiten?
  • Gibt es gleiche Interessen?

Sind diese Hürden erstmal klargemacht, ist der Weg ein freier. Und zwar für genau die Art von Gesprächen, die stille und zurückhaltende Menschen mögen. :D

Ein Beispiel, das schon mehrere Jahre zurückliegt:

Ich musste beruflich auf einer Veranstaltung erscheinen, die mir absolut nicht lag. Manche Dinge konnte ich mir eben nicht aussuchen. Begrüßung … lautes Stimmengewirr … angeregt plaudernde Gruppen standen verstreut auf dieser Veranstaltung. Irgendwie kannten sich alle. Nur ich kannte kaum jemanden. Ich sollte ins Gespräch kommen aber ich fühlte mich so unbehaglich  und stellte mich peinlich berührt an den Rand einer kleinen Gruppe. „Komm ins Gespräch …“, sagte ich mir immer wieder. Ich lächelte unnatürlich und automatisch. Nahm dankend ein Getränk vom Tablett und dachte mir – zu mindestens haben meine Hände jetzt etwas zu spielen. Ich lauschte den angeregten Gesprächen und mir wurde klar: ICH HAB HIER NICHTS VERLOREN! Sich in irgendein Gespräch einbringen geht mit Sicherheit schief. Ich blieb bei meiner „Zuhörerrolle“ und meinem aufgesetzten Lächeln. Small Talk war schon damals nichts für mich, denn er ist nur Mittel zum Zweck und dafür wurde ich nicht bezahlt und war darin auch richtig schlecht. Mein Gedanke damals: Ich will nichts kaputt machen, was andere gerade aufbauen. ›lächel‹.

Heute führe ich ein selbstbestimmtes Leben und kann mir daher solche Veranstaltungen schenken.:D Ich darf mir zu 90 % meine Gesprächspartner aussuchen und kann mein persönliches „stilles“ Dasein genießen.

Fazit:

Man darf den Charakter eines Menschen nicht nach seinem Mitteilungsbedürfnis beurteilen. Stille Menschen haben dieselben Schwächen und Stärken, wie jeder andere auch. Manches ist gut, … manches wäre ausbaufähig. Es sollte nach Taten beurteilt werden. Vorurteile der Stille wegen sind absolut fehl am Platz.

Gut möglich, dass stille Menschen ohne Vorinformation und Einblick, auf ihre Mitmenschen etwas Unsicherheit auslösen. Es ist einfach schwieriger, jemanden einzuschätzen, der nicht sofort von sich etwas preisgibt und auf Anhieb von sich erzählt! Also lassen wir die Stillen so sein wie sie sind, denn sie haben keinen „Schalter“, den man einfach anknipsen kann. ›lach‹.

Zu welcher Gruppe würdest DU DICH hinzugesellen?
Gruppe „Still & zurückhaltend“ … oder Team „Plaudertasche“?

Ich wünsche Dir IMMER die richtigen Gesprächspartner, die Dich und Dein SEIN inspirieren.

Lesezeit: 3 Minuten

Ein Selbstreflexion-Beitrag wartet heute auf Dich. Soviel gleich mal zu Beginn. :D Denn die Auseinandersetzung mit uns selbst ist ein lebenslanger Prozess. Wir werden nicht eines Morgens wach und sagen: „Hey super, jetzt hab´ ich mich vollkommen verstanden …“. Darauf hätte ich auch immer gewartet. ›lach‹ Dafür sind wir alle viel zu komplex, als dass wir uns je komplett erfassen könnten. Es bedarf dazu immer wieder einer Selbstreflexion.

Vielleicht fragen sich manche „Warum sollte ich mir dann überhaupt die Mühe machen, über alles nachzudenken, wenn ich sowieso nie wirklich ankomme in mir?“ Das dachte ich anfangs auch. Heute denke ich anders darüber, weil ich mich sehr gerne mit mir auseinandersetze. Zum anderen … ich bin noch nicht so weit gekommen, dass ich tatsächlich über das „Ende“ dieses Weges etwas berichten kann! Darüber bin ich auch gar nicht unglücklich, denn ich genieße diesen Weg und werde ihn noch (hoffentlich) sehr lange gehen können. ›lach‹

Hinter mir liegen jedoch schon viele Kilometer, um etwas begriffen zu haben, WAS mir NUR dieser Weg lehren kann.

Auseinandersetzung mit mir …

Mein Anfang begann über große Umwege. Denn eigentlich habe ich nicht mit mir, sondern mit meinem Umfeld angefangen. Klingt unsinnig, … war es auch. Anstatt in mich zu gehen, habe ICH im Außen nach meinem INNEREN gesucht. Wenn ich heute darüber nachdenke, muss ich kopfschüttelnd lachen. Damals gab es aber nur diesen Weg, der für mich scheinbar machbar war. Es war die einzige Möglichkeit, um loszugehen … anzufangen.

Ich bin losgegangen und nie irgendwo angekommen! Ich wollte mehr, schnell und sofort. Andauernd hatte ich ein ständiges Stress-Gefühl und eine Getriebenheit in mir. Welcher Weg bringt mich schneller dahin wo ich hin möchte? Welcher Weg ist der richtige? Mache ich etwas falsch und sollte ich mich mit mehr unterschiedlichen Lebensfragen und Bereichen beschäftigen? Mich quälten so unglaublich viele Fragen, worauf ich eigentlich keine Antwort hatte.

Ich fühlte mich verloren und nur auf einem Bein stehend. Wo zum Teufel war sie … die Leichtigkeit der Selbstreflexion?  Der Flow im Leben, wenn man erst mal weiß, wer man ist und was man will? Wenn man sich von Außen betrachtet und „eingeordnet“ hat? Ich hatte damals keine Ahnung …

Die Wahrheit über unsere Wege …

Der Weg, Dein Weg, unser Weg  … ist keine Gerade durch eine gepflegte Golflandschaft! Der Weg besteht aus einem gefühlten Labyrinth. Aus steilen Hügeln und tiefen Tälern. Mal eben, mal ganz schön holprig. Es gibt keinen „Reiseführer“, so wie ich es mir erhoffte. Die Bücher, die ich damals verschlungen habe, versprachen mir keine Garantie, den schnellsten und besten Weg zu mir selbst zu finden, es waren nur „Richtungsweiser“, die sehr individuell und aus der Theorie stammten.

Und weißt Du was? Es ist total egal. Wir müssen uns weit mehr entspannen und Vertrauen darauf haben, dass alles wird. Das Leben passieren lassen. Und dieser Moment holt jeden ein, der diese Reise macht, das ist meine Erfahrung. Irgendwann wurde aus Hektik, schnell, sofort und Desorientierung – RUHE und VERTRAUEN. :D
Auch wenn ich dachte, dass in dieser Zeit der Unsicherheit und Ungeduld nichts passiert ist, ist sehr wohl etwas geschehen. Jeder Tag ist eine Weiterentwicklung, ob bewusst oder unbewusst.

Wenn wir uns dazu entscheiden uns SELBST auf den Grund zu gehen, läuft DAS von selbst und ganz automatisch. Das ist das Schöne daran. Es begegnen uns genau die Dinge, die Menschen oder Konzepte, die wir zu diesem Zeitpunkt brauchen. Ich habe so oft erlebt, dass mich ein einziger Satz so berührt und danach etwas in Gang gesetzt hat! So nimmt die persönliche Entwicklung ihren Lauf. Und jeder von uns nimmt nur auf, WAS zu seinen Leben passen kann.

Egal wohin es uns zieht, welche Inputs uns ansprechen, wonach unser Herz sich gerade sehnt, es wird immer das Richtige in diesen Moment sein. Vertraue dem Weg, den Du gehst.

Tief in uns verborgen ist das Wissen, welcher Schritt der richtige ist. Wir wissen, was wir möchten und was uns beflügelt und was uns runterzieht.

VERTRAUEN ist das Schlüsselwort. Vertrauen in uns selbst. Vertrauen in unsere Empfindungen.
Ein Weg, den wir nicht genießen können, ist NICHT unser Weg!
Das gehört nicht immer zu den einfachen Dingen, das wissen wir doch alle.
Es ist aber auch nicht so schwer, wie wir es uns oft machen. :D

Was wir suchen, ist nicht auf den Gipfeln der Berge.
Nicht in den Tiefen der Meere.
Nicht in den Straßen der Städte.
Es ist in unseren Herzen. 

Ich wünsche Dir eine schöne Reise zu und mit Dir. ICH … werde mich auch wieder aufmachen, um Neues zu erkennen, zu reflektieren und wenn notwendig, zu verändern.
Was ist Dir auf Deinen „Umwegen“ schon alles begegnet und was konntest Du daraus lernen?

Pass auf Dich auf …

Lesezeit: 5 Minuten

Es scheint eine sportliche Disziplin (geworden) sein: Kritisieren … alles und jeden, aber vor allem UNS selbst. Das Erschreckende ist, die meisten merken es schon gar nicht mehr! Die Menschen, WIR, nehmen es kaum noch wahr, wie „schändlich“ wir mit uns umgehen. Wie schlecht wir zu uns selbst sprechen. Es ist der innere Kritiker, der andauernd etwas zu nörgeln hat, uns mit seinen stillen Dialogen runterzieht. WIE sehen wir uns von innen … und WIE spiegelt uns das nach außen?

Wie siehst DU Dich …

Ohne Selfies scheint das Leben gar nicht mehr zu „passieren“. Ich beobachte ständig, wie sich Menschen allen Altersgruppen andauernd und überall in Pose schmeißen, um sämtliche Momente ins „rechte“ Licht UND natürlich sich selbst für andere Menschen online zu zeigen. Die Frauen immer mit Schmollmund und die Männer bitte seehr lässig! Und bevor es in die Welt  hinaus gepostet wird, muss es zusätzlich noch optimiert werden, was das Zeug hergibt. Mit Farben, Aufhellern, virtueller „Schönheitschirurgie“ … Falten weg, Nase kleiner, Haare dunkler, Augen blauer und der Teint im Gesicht sollte auch perfekt aussehen. Schließlich unterliegt all das einer strengen und kritischen Bewertung … von uns selbst UND den fremden Menschen, die uns wahrscheinlich niemals kennenlernen werden. ›zwinker‹

Frau, Mann versucht sich so darzustellen, wie sie sich am liebsten selbst sehen würden, UND wie einen die anderen sehen SOLLEN. Wie auf Hochglanz wird das eigene Selbst „aufpoliert“. All das ist nicht nur ein Generationsthema, sondern es findet in allen Altersgruppen statt.

Ich hatte längere Zeit Schreibkontakt mit einer Frau Mitte 40. Ich kannte sie nur von ein paar Bildern online. Nach langer Zeit, endlich ein Treffen auf das ich mich wirklich freute. Nur leider erkannte ich sie nicht. Bis dahin habe ich gar nicht gewusst, was am Smartphone, tatsächlich alles machbar ist! Auf nettes Nachfragen, „Warum zeigst du dich nicht so wie du bist? Du bist doch toll so wie du aussiehst?“ Kam nur ein lautes „Niemals!“

Da ich solche Situation sehr oft erlebe, wollte ich das Wort Selbstbild bzw. SELBSTKRITIK etwas genauer auseinandernehmen. Ich habe mir meine eigene Meinung darüber gebildet … auch mein eigenes ICH beleuchtet. Wie sehe ich mich von innen und wie spiegelt mich das nach außen? WIE WIRKEN WIR auf unser Umfeld?

Das eigene Selbstbild …

Ganz ehrlich? Ich habe zu 90 % keine Ahnung wie ich wirklich auf andere wirke. Zum einen war es harte Arbeit, mir genau DIESEN TEIL von mir abzugewöhnen, da ich mein halbes Leben nur darauf geachtet habe, dass mich die anderen perfekt wahrnehmen. Es war mir so wahnsinnig wichtig, was andere von mir hielten und dachten! Ich „kaschierte“ und „retuschierte“ mein INNEN & AUSSEN wie ein Selfie … alles nur Trug und Schein. :-(

Dabei hinterlassen wir so viel mehr als Äußerlichkeiten. Wir hinterlassen mehr als  einen benutzen Kaffeebecher am Arbeitsplatz, unsere getane Arbeit, den Geruch unseres Parfums, ein aufgesetztes Lächeln oder ein überschminktes Gesicht und ein paar überbearbeitete Selfies.

Jeder von uns hinterlässt Spuren in den Herzen anderer. Es ist unsere ECHTHEIT, ein Lächeln … die einzigartige Ausstrahlung. Unser Sein, unsere Sprache … die Worte, die wir verwenden und die vielleicht gerade im richtigen Augenblick ausgesprochen werden. Dazu brauchen wir kein Programm, das uns optimiert. Es würde uns auch nicht weiterbringen. Meine Frage also: Woher kommt die ständige Selbstkritik, die uns unglücklich macht?

Warum kritisieren wir dauern an uns herum …

Ich nehme so gerne die kleinen Menschen als perfektes Beispiel. :D Wenn ich daran denke – wenn sie beginnen ihre tollpatschigen Hände, ihr dickes Bäuchlein und jedes Körperteil an sich zu entdecken … welche Freude sie dabei haben! Nichts davon stört sie, … ist falsch oder nicht schön genug! Sie sind happy mit dem, was sie vorfinden. Herrlich, ich finde Kinder sind so großartig, und sie spiegeln uns jeden Tag! Die Kleinen unter uns sind restlos begeistert von ihrem Selbstbild. ›lach‹

Leider verändert sich das, wenn „wir“ älter werden. Die Zeit beginnt und das Messen mit anderen beginnt. Die Selbstablehnung ist mit der Entdeckung des eigenen ICH’s verbunden. Und wir beginnen uns selbst zu kritisieren. Die eigenen Bewertungen fallen teilweise schlecht aus. Zu klein, zu dick, zu lange Beine, zu große Nase … das Muttermal stört auch, … es ist ein Fass ohne Boden, denn dabei geht es NUR um Äußerlichkeiten. Und wenn wir in uns hineinschauen?

Wie alt müssen wir werden, um uns selbst zu akzeptieren?

Lach. Ich selbst bin da leider ein sehr schlechtes Beispiel, denn wie mit allem in meinem Leben, war ich auch hier sehr spät dabei. Mit 51 Jahren wurden mir meine Äußerlichkeiten egal. Mir war es nicht mehr wichtig, WAS andere in mir sahen, WIE sie mich sahen, OB sie mich überhaupt sahen und wie über mich geredet wurde. ICH war vollkommen im Reinen mit mir. Ich bin wie ICH bin. Und das ist gut.

Aber nochmal die Frage: WAS muss geschehen, um uns selbst annehmen zu können? Wie sehr müssen wir geliebt werden, um uns zu akzeptieren? Es ist immer die Angst – ich würde sagen, es ist die Ur-Angst, nicht liebenswert zu sein. Nicht gut genug zu sein … nicht auszureichen und zu befriedigen, nicht schön genug zu sein, nicht klug genug zu sein u.v.a.m …

Erst wenn wir uns in unserer Einzigartigkeit erkennen – so wie wir sind, unser strahlendes Leuchten erkennen, ändert sich alles! Es wird alles einfacher. Denn wir sind nicht mehr auf unsere „Fehler“ fokussiert. Wir hinterfragen nicht ständig unsere vielleicht Ungeschicklichkeit, unser nicht Wissen, unsere Macken, unser Aussehen.

Kritik ist wie eine riesige unbekannte Sucht, von der jeder Mensch Abstand halten sollte. Selbstkritik lähmt und macht auf Dauer krank. Und das Schlimme ist – wir erschaffen uns diesen Zustand selbst!

Schau in den Spiegel …

Dein Spiegel zeigt Dir so viel Wunderbares! Denkst DU auch dasselbe von Dir? Wie ist Dein authentisches Bild von Dir? Wenn wir uns selbst gegenüber offen und ehrlich begegnen, uns so zeigen wie wir tatsächlich sind, kann absolut nichts mehr schiefgehen. Liebevoll, achtsam und ehrlich. Das sind die Spuren, die wir hinterlassen … und JA, mit Sicherheit gibt es Menschen, die uns gerne „anders“ haben möchten, aber ist das wirklich wichtig? Wessen Leben leben wir? Das eigene oder das der anderen?

Persönliches:

Ich bin ganz ehrlich zu Dir, ich musste all das auch erst lernen. Ich hatte lange Jahre ein großes Problem mit mir und meiner Art zu leben. Ich hasste mich und ich hasst die Welt. Ich wollte mein Leben auflösen. Mit dysfunktionalem Verhalten, das mich sicher zerstört hätte, wäre ich nicht laut „hilferufend“ zu den richtigen Stellen gegangen. Ich dachte immer, ich bin nicht liebenswert und nicht genug. Ich hätte das beinahe mit meinem Leben bezahlt. Kritik, sie kann zur Sucht werden, ich weiß es.

Heute mag ich mich. Alle meine „Fehler“, denn sie machen mich aus. Mit meinen optischen Eigenheiten ›lach‹, vertrage ich mich in der Zwischenzeit auch. Wir sind ein Team. Ich habe viele Jahre gebraucht, mich anzunehmen. Es hat sehr lange gedauert, bis ich den Satz „Ich liebe Dich“ über meine Lippen gebracht habe, wenn ich dabei mein Spiegelbild betrachtet habe. :-) Ich weiß noch wie mir die heißen Tränen dabei über die Wangen gelaufen sind. Das war der Tag, an dem ich eine wunderbare Beziehung zu mir selbst begann …

Du wurdest reich beschenkt …

Fang damit an, Dich INNERLICH zu optimieren. Du hast alle Werkzeuge mitbekommen. Hinterlasse richtige Spuren … echte und authentische! Gestalte mit „Schablonen“ Dein eigenes Leben … bunt und farbenfroh. Im Trend bist DU damit IMMER! DU bist fantastisch, lasse Deine innere Schönheit strahlen, sodass Dein innere Kritiker geblendet ist. ›lach‹. Und noch etwas zum Abschluss:

ES GEHT NICHT DARUM, WIE ANDERE UNS SEHEN. ES GEHT DARUM, WIE DU DICH SELBST SIEHST!

Pass gut auf Dich auf.

Lesezeit: 8 Minuten

Dieser Beitrag, brennt mir schon länger unter den Nägeln. Zum einen, weil mir als Betroffene diese Thematik sehr am Herzen liegt und zum anderen, spricht die Gesellschaft nur bedeckt darüber. Ich bin sehr dankbar und froh darüber, dass jeder der Hilfe braucht, auch die Möglichkeit hat, sich in eine der unzähligen REHA-Einrichtungen zu begeben, um die Seele, die Psyche und den Körper wieder „einigermaßen“ zu heilen. Manches läuft nur leider nicht immer wie erwartet und darüber möchte ich heute schreiben.

Alle, die mich regelmäßig lesen, wissen natürlich auch, dass ich als Betroffene schreibe und jede Menge Erfahrungen gesammelt habe. Meine erste Erfahrung mit Therapien begannen 2010 und hatten ihr Ende 2020. Es waren unzählige psychosomatische REHA’s, die ich in dieser Zeit „durchgesessen“ habe. Ich habe so ziemlich alles durch was  an Medikamenten, therapeutische Maßnahmen und REHA-Einrichtungen angeboten wurde. Der Großteil der Hilfe in den vielen, langen und sicher nicht einfachen Jahren, war für mich lebensrettend. Vieles war sehr hilfreich und manches war eine Fehlentscheidung, die verordnet worden war.

Der Beitrag heute soll diejenigen unterstützen und Mut machen, die sich gerade in Therapie befinden, gerade eine Therapie hinter sich haben oder sich mit den Gedanken auseinandersetzen eine zu beginnen. Es ist auch sehr gut möglich, dass ich mir heute nicht nur Freunde mit diesem Beitrag mache, aber darum geht es mir auch gar nicht. Es ist an der Zeit, auch mal darüber zu schreiben, was nicht in den „Raster“ passt. Denn MERKE: Es ist nie ein Einzelfall, man redet nur nicht darüber …

So ein Leben ist nicht lebenswert …

Kurz über mich: 2010 war der Tiefpunkt in meinem Leben. Private, familiäre, gesundheitliche und dadurch auch berufliche Katastrophen schmissen mich völlig aus der Bahn. Körper-Seele-Geist … nichts spielte mehr zusammen. Ich nahm keine Nahrung mehr zu mir, meine Beine streikten und mein ganzes ICH verfiel in eine „Starre“, die von Angstzuständen und unerklärlichen Schmerzen begleitet wurde.

Es dauerte einige Jahre bis ich eine Diagnose hatte und all dem einen Namen geben konnte. Komplexe PTBS. Bedeutet, es finden Beeinträchtigungen im Denken und in der Gefühlswelt sowie in sozialen Beziehungen statt. Die Folge von schweren und (oder) wiederholten Traumatisierungen. Soviel zu meinem damaligen Zustand.

So ein Leben ist kein Leben. Das wurde mir klar, als ich damals meine erste „Akut-Phase“ überstanden hatte. Es war mehr als notwendig, etwas zu verändern, wenn ich nicht weiter so dahinsiechen wollte.

Der Begriff Psychosomatik

Er kommt aus dem Griechischen und steht für PSYCHE (Seele) und SOMA (KÖRPER). Psychosomatische Rehabilitationen behandeln psychische Faktoren, darunter fallen Erkrankungen, bei denen seelische Symptome im direkten Vordergrund stehen. Depressionen, Ängste – durch unterschiedliche Traumen entstanden, aber auch Erkrankungen, bei der psychischen Symptome als Ursache oder Folge körperlicher Beschwerden eine große Rolle spielen.

Für viele – und das war es auch für mich, ist der Weg bis zu einer passenden und wirkungsvollen Behandlung ein sehr langer. Aus einem ganz einfachen Grund: Die meisten Betroffenen suchen die Schuld bei sich selbst und meiden daher jede therapeutische Hilfe! Ich davon wirklich ein Lied singen. Psychische Erkrankungen gehören nicht nur zu den häufigsten Erkrankungen in unserer Gesellschaft, sondern auch zu den am meisten unterschätzten!

Betroffene erkennen selbst nicht ihren Krankheitswert und fühlen sich daher oft selbst verantwortlich für ihr Sein. Persönliches „Versagen“ stand bei mir ganz oben auf der Liste. Der Weg bis ich Hilfe in Anspruch nehmen konnte dauerte daher sehr lange. Leider folgten in meiner Geschichte sehr viele Fehldiagnosen, da sich auch der körperliche Zustand stark veränderte. Nichts passte zusammen. Sind diese Dinge aber erstmals abgeklärt (was wirklich dauern kann), kann ein stationärer Aufenthalt in einer Fachklinik geplant werden.

Es gibt (SOLLTE) effektive Hilfe geben

In einer psychosomatischen Einrichtung oder Trauma-Station treffen kranke Seelen auf Experten. Die körperlichen Aspekte der Erkrankung (sollten) berücksichtigt werden. Emotionales Empfinden (sollte) auf ganz viel Verständnis treffen! Ungesunde Verhaltensmuster und depressive Denkmuster (sollten) wieder neu „organisiert“ werden – ohne dabei zu überfordern!

Hilfestellungen (sollten) gelehrt werden, um bei der Bewältigung vieler Probleme zu helfen. Realistische Behandlungsziele (sollten) erstellt werden.

Es ist kein leichtes Vorhaben, hat man als Betroffener mehrere „Baustellen“, die man natürlich gerne am liebsten auf einmal zusammenräumen möchte. :D

Zurück zu mir:

In einer meiner ersten REHA auf der Psychosomatik kam ich mit ganz vielen gleichwertigen „Baustellen“ an. Dazu hatte ich immer wieder Ausfälle in meiner körperlichen Beweglichkeit und Schmerzen, die kaum auszuhalten waren. Unsicherheit und Angst nahmen den meisten Platz in meinem mitgebrachten Koffer ein. Die erste Woche war dazu da, ganz viele Fragen zu beantworten. Kindheit, Jugend, Eltern und Beziehung.

Ich hatte in dieser Zeit extreme Gefühls- und Denkmuster in sehr ausgeprägter Form in meinem Kopf, die hauptsächlich mir selbst aber auch meinem Umfeld schadeten. Ich war unangepasst und unflexibel. Es wurden in den Tagen und Wochen Kriterien erstellt, um mich „einzuordnen“. Und es wurden viele Regeln aufgestellt, die ich auch unterschreiben musste.

Ich wollte unbedingt diese Gefühle hinter mir lassen, endlich wieder Struktur in mein Leben bringen! Ich hatte nur ein großes Problem mit der Kommunikation und der Vorgehensweise mancher Ärzte auf der Station. Meine zugewiesene Therapeutin hätte meine Tochter sein können und das Miteinader funktionierte gleich null. Die Therapiepläne passten meines Erachtens nicht zu meinem Krankheitsbild und auf meine Frage, die Therapeutin zu wechseln wurde mir etwas anderes vorgeschlagen:
„Sie sind zu uns gekommen und wenn sie nicht kooperativ sind, packen sie ihre Sachen und gehen wieder nach Hause …“ der Tonfall klingt heute noch in meinem Ohr.

Natürlich blieb ich. Ich wollte ja Hilfe bekommen. Aber es folgten noch viele solcher Momente. Momente in denen mir das Feingefühl fehlte. Die Geduld. Die Aufklärung und leider tatsächlich auch die Menschlichkeit.

Meine damalige und erste Erfahrung mit einer Therapie stellt leider keinen Einzelfall dar, wie ich in den Jahren danach feststellen musste. Von Außen kann man recht wenig daran ändern. Und Fakt ist auch, man kann sein Leben mit einer psychischen Erkrankung in 6,8 oder 12 Wochen nicht wieder gerade rücken und erwarten, dass danach wieder alles gut ist.

Erwartungen?

Meine Erwartungen waren nicht sehr hoch damals. Ich spürte, dass diese Einrichtung nicht das „richtige“ für mich war. Ich erinnere mich noch genau, als ich meine Enttäuschung bei der wöchentlichen Visite zum Ausdruck brachte. Unsicher und ängstlich war ich. Man ließ mich nicht mal ausreden und schlug mir vor in die Psychiatrie zu wechseln! Ein wahrlich toller Lösungsansatz, der mir den Boden unter den Füßen wegzog.

Meine Gedanken damals waren sehr verwirrend. Ich verstand gar nichts mehr. Die Klinikleitung hatte sämtliche Befunde von mir und stellte dennoch kontraproduktive Therapien zusammen. Das war auch die Auffassung meiner Fachärztin als ich wieder nach Hause ging. Dumm gelaufen dachte ich und ich suchte die Schuld wieder mal bei mir …

Was darf ich erwarten? Natürlich sind nicht alle Einrichtungen verkehrt. Nicht alle Ärzte und Therapeuten sind empathielos und ohne Gefühl! Schließlich verdanke ich genau solchen Menschen meine Rückkehr ins Leben. Aber dazu komme ich zum Schluss.

Eine psycho(somatische) Therapie ist IMMER ein guter Schritt, entscheidet man sich dafür. Der regelmäßige Austausch mit Therapeut und dem Ärzteteam bietet wertvolle emotionale Unterstützung. Es ist hilfreich, den Ursachen der Beschwerden, die einen begleiten, auf den Grund zu gehen.

Zu einer psychotherapeutischen Behandlung gehört es, sich mit unangenehmen und belastenden Themen zu beschäftigen. Das führt oft zu einer totalen Überforderung. Selbstzweifel verstärken die Situation und das kann dazu führen, dass man sich vorübergehend schlechter fühlt. Solche Auseinandersetzungen sind aber auch ein wichtiger Schritt um einen guten Behandlungsverlauf zu erzielen!

Die wichtigsten Menschen dabei sind wir selbst, der Therapeut und einem eingespieltes Arzt- und Pflegeteam.

Ein letzter Erfahrungswert

Den ich nicht unerwähnt lassen möchte. Es waren Erfahrungen, die ich bei meiner bis jetzt letzten REHA 2020 erfahren habe.

Beinahe 3 Jahre wartete ich auf einen speziellen Therapieplatz, der mir vorgeschlagen und über den ich mich selbst sehr gut informiert hatte. Spezialisiert auf Traumaufarbeitung. Die Aufnahmen sind rar und Gold wert und ich war happy, als ich endlich den Anruf für mein Erstgespräch erhielt. Ich war gut vorbereitet und hatte zu dem Zeitpunkt, schon jede Menge „Selbstoptimierung“ und Arbeit mit mir hinter mich gebracht. Von diesem Aufenthalt versprach ich mir tatsächlich sehr viel!

Ich wollte endlich, mit Hilfe der Fachkräfte, meine Schubladen „schließen“ können. Nicht ausräumen … nur schließen.

Alle Abläufe waren mir nichts Neues mehr. Das Team machte einen sehr guten Eindruck. Die zusammengestellte Gruppe war mit den unterschiedlichsten tiefgeprägten Persönlichkeiten super und machte jede Stunde zu etwas ganz Besonderem für mich. Meine Einzeltherapeutin und ich erstellten einen Plan. Sie war über meine Themen genau informiert. Ich vertraute und legte all meine Themen in ihre Hände.

Es gab mehr Einzelsitzungen als ich normal kannte. Das fand ich toll, denn diese Termine brachten mir immer ganz, ganz viel. Allerdings waren wir nach 3 oder 4 Stunden nicht einer Meinung. Mein „wichtigstes“ Thema fand sie absolut nicht wichtig. Und so kam es, dass wir jede weitere Stunde durch alle möglichen Themen schlitterten.

Ich verlor den Halt und die Orientierung. Wo sollte die Reise hingehen? Die Stunden verliefen, es wurde ALLES wieder geöffnet, was eigentlich schon versiegelt war. Jeder Deckel wurde aufgerissen und nicht mehr zugemacht!

Mein Körper meldete sich, er spürte die Unruhe in mir und begann zu „streiken“. Ich konnte wieder mal nicht laufen. Von Schlaf war keine Rede. Ich aß entweder nichts oder Unmengen bis mir übel war. Meine Haare fielen mir aus und meine Gelenke wurden dick und schmerzten. Ich kam in wirklich sehrt guter Verfassung. Meine mentale Stärke reichte für zwei, aber dem war ich plötzlich nicht mehr gewachsen.

Das Endgespräch führte ich gemeinsam mit meinem Partner und der Stationsleitung. Sie bedauerten meinen schlechten Zustand. Entschuldigungen wurden ausgesprochen und sie versicherten mir, dass es bei der nächsten Intervall-Therapie, für die ich vorgesehen war, besser „laufen“ würde. Es passierten viele Dinge während meiner Zeit die ich da war, die hätten NICHT geschehen dürfen. Und so kam ich nach 12 Wochen wieder nach Hause. Ganze 7 Monate brauchte ich, um meinen inneren Saustall, die Unruhe, die Angst, die Alpträume u.s.w wieder so einigermaßen in den Griff zu bekommen. Und ich glaube sagen zu können – ICH war damals schon beinahe am Ziel und konnte mit der Vergangenheit gut umgehen.

Es waren viele GUTE Momente, die ich erlebt habe. Aber der Hauptkern der eigentlichen Therapie, hat mich kein Stück weitergebracht, ganz im Gegenteil. Die vorgesehene Intervall-Therapie hätte ich im Frühjahr antreten sollen. Ich habe sie abgelehnt. Das notwendige Vertrauen war nicht mehr vorhanden.

Ein sensibler Gesundheitsberuf

Meiner Meinung nach, ist das Aufgabenfeld dieses so wichtigen Gesundheitsberufes ein sicher schwieriges, das sehr viel Gefühl bedingt. „Ein Behandler der Seele“ stand auch da irgendwo zu lesen. Schöne Worte finde ich. Es verlangt viel Einfühlungsvermögen und Sicherheit in der Art und Weise, wie mit den Patienten umgegangen wird. Es muss bewusst sein, dass die Seele der Menschen, die sich mehrere Wochen in die Obhut vieler Fachleute begeben, kaputt, verletzt oder zerstört ist. Leidenszustände dürfen nicht verallgemeinert werden, auch wenn die Diagnosen mancher Patienten gleich sind.

Außerdem sehe ich es so: Jeder Patient ist für den Therapeuten etwas sehr wertvolles. Schließlich lernen wir nicht nur von ihm, sondern wir öffnen unser Innerstes, aus dem jeder Arzt und jeder Therapeut seine Erfahrungen sammeln darf! Alles kein Problem, solange man wertschätzende und einfühlsame Gegenleistungen erhält.

Nicht jeder Mensch ist ein Symphatieträger … manchmal kann man eben nicht mit jedem und das sollte ok sein dürfen und es sollte die Möglichkeit bestehen, seine Ansprechpartner und Therapeuten zu wechseln. Gerade in diesem Bereich. Und wie ich zu Anfang schon geschrieben habe – Therapie ist etwas sehr hilfreiches. Es kann ein Leben wieder lebenswert machen. Sie hilft, wieder neue Perspektiven zu erkennen. Sie lehrt, mit ganz viel Handwerkszeug, Probleme im Alltag leichter zu meistern. Und sie schenkt neues Selbstvertrauen. :-)

Für alle die vielleicht gerade über eine REHA nachdenken – MACHT ES!
Für die, die sich gerade in Therapie befinden und nur darauf warten, dass die Zeit vorrüber ist, weil sich so viel nicht richtig anfühlt – SAGT ES ODER BRECHT AB! Es war dann nicht das Richtige.

Fazit:

Es ist sehr gut möglich, dass ich mir heute mit meinem Beitrag nicht nur Freunde mache. Damit kann ich aber leben. :D
Ich bekomme sehr viele Zuschriften von Frauen & Männern, die ähnliches erlebt haben und mir berichten. Deswegen wollte ich diesen Artikel schreiben. Es schmeckt nicht alles „süß“, was wie Zucker aussieht. Aber vieles wird als „Zucker“ verkauft. Keiner dieser Menschen will verständlicher Weise genannt werden. Deswegen schreibe ich auch ausschließlich meine Erfahrungen nieder.

Über Erfahrungsaustausch freue ich mich immer. Also wenn Du magst, lass mir gerne einen Kommentar da.
Willst Du mich und meine Arbeit unterstützen? Dann teile mich auch gerne …

Es gibt keine „aussichtslosen“ Fälle. Die meisten Menschen kommen am Tiefpunkt in Therapie. Auch ohne Behandlung kann es nur besser werden. So sieht das Leben es vor. Und wenn wir nicht länger in der Lage sind eine Situation zu ändern … sind wir gefordert, uns selbst zu ändern.

Mit diesem Schlusssatz, DANKE ich Dir, dass DU mir Deine Zeit geschenkt hast!
Von Herzen nur das BESTE!

Lesezeit: 4 Minuten

„Aus der Vergangenheit lernen, heißt Zukunft gewinnen“ … Hab ich mal wo gelesen und damals absolut NICHT verstehen können. Manchmal wird einem erst viel später klar, was einem irgendwer oder irgend ein Zitat sagen will. Und plötzlich macht irgendwie alles Vergangene einen Sinn.

Bis vor einigen Jahren, war mein Leben nicht mein „Freund“ und das Schicksal schon zwei Mal nicht. Ich fühlte mich meinen Umständen ausgeliefert. Kaum in der Lage, mein Leben wieder geradezurücken oder zu kontrollieren. Dass sich diese damalige Situation mal ändern könnte, damit habe ich gar keine Gedanken verbracht. Inzwischen hat sich SEHR VIEL getan und ich weiß, dass das Leben es trotz vieler unangenehmer Momente und Abschnitte, es NUR zu unserem Besten dreht!

Ich bereue keine Minute meines Lebens

Natürlich wäre mir auch lieber gewesen manche Sache nicht erlebt zu haben. Aber wie man ja so schön sagt „Das Leben ist kein Wunschkonzert“.  Es gibt so viele Ereignisse in unserem Leben und jedes davon hat einen Sinn. Wenn ich zurückdenke, wie viele Tränen ich vergossen, wie viel Angst ich durchgestanden habe … über einen mir so endlos vorkommenden Zeitraum, ich kann es gar nicht glauben.

Ich möchte mein altes Leben nicht wieder, aber ich bereue auch nichts von all dem. Denn all die Phasen und Erlebnisse, die Ohnmachtsmomente … all diese kranken und verrückten Dinge, haben mich hier hergebracht, wo ich heute bin. ZU MIR SELBST. Es gibt selten ein Auftauchen aus der Tiefe, ohne danach tief nach Luft zu ringen! Viele Menschen laufen durch finstere Täler und werden auf Herz und Niere vom Leben geprüft.

Wenn die Schmerzspitze dann erreicht ist, wird auch die Sicht etwas klarer und wir sehen, wie flach wir eigentlich am Boden liegen. Kraftlos … ohne Perspektive … dafür schmerzerfüllt, traurig und hilflos! Jeder der von uns diese Phase schon mal erlebt hat, wird diese Gefühle niemals vergessen. Solange man nicht an diesem Punkt angekommen ist, gibt es für die meisten auch keinerlei Grund für eine Veränderung – wir machen einfach weiter …

Mit diesen Gefühlen umzugehen ist schwer

Bei mir hat es richtig lange gedauert, bis ich sie als Teil von mir akzeptieren konnte. Die „Friedensschließung“ dauerte noch zweimal so lange! Ich glaube sogar, dass ich damit bis zu meinem Lebensende zu tun habe. ›zwinker‹. Mir ist heute ganz klar, all das war für mich eine Notwendigkeit, all das Leid und die unbeschreibbaren Phasen meines Lebens, sonst könnte ich jetzt und hier vermutlich nicht darüber schreiben!

Ich will ganz ehrlich sein. Ich hatte früher nicht den Drang, anderen zu helfen. Es war ja auch gar nicht möglich, denn ich konnte mir ja selbst nicht helfen! Das Umdenken kam erst mit meiner ganzheitlichen Veränderung.

Die Dinge, die ich während dieser schmerzvollen Zeit gelernt habe, bringen die verlorenen Puzzleteile ans Tageslicht. Alles nimmt plötzlich Formen an. Ich sehe es als eine Art Mission, anderen zu zeigen, dass es möglich ist – und das klingt wahrscheinlich jetzt sehr eigenartig – das LEID und SCHMERZ, den Du, ich wir alle durchlaufen, nicht umsonst ist!

Das Schwere daran ist, dass wir es zulassen müssen, dann entdecken wir auch einen Sinn darin. Er führt uns in ein Leben, das durchaus wieder Leidenschaft, Antrieb, Freude, Liebe und Glück enthält. Und da ist es wieder … „das Licht auf der anderen Seite des Tunnels“. :D

Alles geschieht zu unserem Besten …

Ich nehme mich als Beispiel: Wenn ich mir mein Leben anschaue, dann sehe ich eine glückliche Frau, die sehr viel Positives in beiden Händen halten darf. Ich weiß, dass einige Bekannte das ganz anders sehen als ich. Auch wenn meine Gesundheit und meine Bewegungsfreiheit wesentlich eingeschränkter ist, als früher, fühle ich mich FREIER!

Auch wenn ich durch diese gesundheitlichen Defizite meinem eigentlichen Job nicht mehr nachgehen kann und mein Einkommen um mehr als die Hälfte abgenommen hat, … fühle ich mich REICHER!

Ich muss(te) viele Abstriche machen, aber ich habe jetzt, und nur deswegen, die Möglichkeit, endlich selbstbestimmt leben zu können! Ich bin befreit von Zwang und muss. Ich gehöre keiner „Herde“ mehr an und mir ist endlich egal, was andere über mich und meine Lebensart denken und sagen. Ich weiß, wer ich bin und wer ich nie mehr sein möchte!

Alles geschah und geschieht nur zu meinem Besten. Mein Leben heute, verdanke ich den Tränen, die ich geweint habe, der Angst, die ich ausgestanden und den Schmerzen, die ich erlebt habe. Es ist mir ausschließlich möglich mein Leben so zu leben wie ich es jetzt und heute gestalte, weil ich einen Sack Lebenserfahrung sammeln konnte. Gutes wie schlechtes. Ich habe sie angenommen und akzeptiert UND es hat sich etwas Grundlegendes verändert: ICH VERTRAUE.

In das Leben und in mich selbst! Persönliches Versagen kann ich heute gut akzeptieren, denn ich weiß, es wird einen anderen Weg geben, der mich dahin bringt, wo ich hin möchte. Stehen wir im Vertrauen, wird uns das Leben genau DAS exakt widerspiegeln!

Die Vergangenheit als sinnvoll wahrnehmen!

Vielleicht bist DU gerade in einer Lebensphase, wo Du diese Sätze von mir überhaupt nicht annehmen und auch nicht verstehen kannst. Ich verstehe Dich, denn ich stand auch an diesem Punkt! Aber glaube mir bitte, wenn wir unser Leid und die für viele schmerzhafte Vergangenheit als sinnvoll wahrnehmen, verblasst der Nebel und unsere Augen richten sich auf etwas Wundervolles und Freies. ›lächel‹.

Es wird so sein, dass wir den Sinn jetzt noch nicht verstehen und begreifen können. Aber ich  bin mir ganz sicher, dass Dir JETZT … ganz spontan bestimmt ein Ereignis aus Deiner Vergangenheit einfällt, dass Du im ersten Moment als absolut sinnlos und grauenvoll erlebt hast. Heute im Nachhinein wirst Du es als Glück und Segen erkennen? Hab´ ich recht?

Und so geht es auch mir. Jede einzelne Begebenheit (auch Krankheit und Verluste) aus meiner Vergangenheit, ergaben auf irgendeine Weise Sinn. Und sei es „nur“ der, dass ich daran wachse und stärker werde! Auf diese Weise wird ALLES – so weh es uns auch tun mag – zu etwas, das schließlich zu einem guten Ende führt.

Heute bin ich oft erstaunt über mich selbst, mein Leben völlig bewusst wahrzunehmen. Die kleinen und größeren „Wunder“ zu bestaunen und einfach nur dankbar zu sein. :D Ich schaffe es heute die Welt so zu betrachten wie sie ist und NICHT durch eine unrealistische Wunschbrille. Die Vergangenheit war, … die Zukunft liegt vor uns. Alles fühlt sich echter und leichter an UND es macht auch mit Einschränkungen richtig Spaß! ›lach‹

Alles geschieht so, wie es geschehen muss … nur zu unserem Besten. Davon bin ich überzeugt.

Deine Erfahrungen darfst Du mir gerne mitteilen, ich freue mich darauf!

Lesezeit: 5 Minuten

Mein Beitrag heute ist durch aufmerksames Zuhören und Beobachten in den letzten Tagen entstanden. Aus Begegnungen und anregenden Gesprächen. Jeder weiß es, doch die wenigsten Menschen reden gerne darüber. Die Persönlichkeit von uns Menschen besteht nicht nur aus Licht und Sonnenschein, Liebe und Selbstliebe. Jeder der das behauptet, lebt im Nirvana. Die meisten von uns hüten eine „Kammer“. Eine Kammer, die wir wahrscheinlich lieber nicht hätten. Wir meiden es, darüber nachzudenken … hineinzusehen und wir wollen sie auch nicht betreten!

Es sind die vielen DINGE, GEDANKEN und ERLEBNISSE, die wir in dieser finsteren Kammer aufbewahren. Es ist eine mühselige Angelegenheit sich darum zu kümmern. Ein Teil von uns muss ständig Kraft und Energie opfern, um diese Kammer geschlossen zu halten. Zu schmerzvoll wäre es, ihnen wiederzubegegnen … hinzusehen … nochmals darüber nachzudenken oder zu verarbeiten. Die Gefahr scheint zu groß, dass all die Dinge in dieser Kammer uns aufs Neue verletzen und somit unser Leben durcheinander bringt.

ODER ABER ICH GLAUBE: ES KÖNNTE UNS HEILEN?

Wir wollen nicht darüber reden, dass …

Sie von den eigenen Eltern misshandelt worden ist. Sie sich nicht nackt vor den Spiegel stellen kann, weil man sich vor sich selbst ekelt. Sie will nicht darüber reden, dass sie/er sich vor Jahren aus Angst und Verzweiflung das Leben nehmen wollte. Sie redet nicht darüber, dass sie Panik überfällt, muss sie das Haus verlassen. Er sagt besser kein Wort, dass er sich zu Männern hingezogen fühlt. Sie verliert sich in ihren Fantasien, in denen sie andere Menschen verletzt aber darüber niemals redet. Sie redet nicht darüber, dass ihre Eifersucht sie beinahe auffrisst. Sie redet nicht darüber, dass sie sich nach jeder Mahlzeit die Finger in den Hals schiebt. Er würde nie darüber reden, dass er Nächte lang wach liegt und weint. Die Liste könnte noch sehr viel länger werden.

All diese Menschen sprechen nicht über ihre Kammer, die sie tief in sich, mit sehr viel Kraft, verschlossen halten. Sie reden nicht darüber, weil die ANGST vor Verurteilung viel zu groß ist! Weil sie glauben, dass das was sie denken, tun, glauben und fühlen nicht richtig ist.

Da ist sie die SCHAM, die uns immer wieder sagt „DU bist NICHT richtig … DU bist falsch, all DEINE Gedanken, DEIN Tun und Sein, sollte besser niemand herausfinden … falls doch, wird man DICH nicht mehr mögen, lieben und akzeptieren … lass diese Kammer zu, nur so bist DU liebenswert.“

Diese Stimme, die sagt „DU bist falsch“

Diese Stimme ist laut. Und die Aussage dahinter ist so schlimm, dass sie unsere Identität ins Wanken bringt. Sie kann tatsächlich lebensgefährlich  sein … die Stimme der Scham. Viele Menschen tun viel dafür, um die Kammer fest zu verriegeln. Um nichts fühlen zu müssen. Verdrängen ist der bessere Weg. Es ist ein Selbsterhaltungsmechanismus, der uns enorm viel Energie und Lebensfreude stiehlt. Das Leben dadurch nur noch „gedämmt“ wahrgenommen.

Wir trauen uns nicht mehr in die Tiefe des Glücks, aus Angst irrtümlicherweise, die falsche „Kammer“ zu öffnen. Übrig bleibt ein Leben ohne richtige Freude. Ein Leben das als „es ist halt so“ hingenommen wird.

Uns Menschen wird zu viel versprochen.

Seit gut vier Jahren schreibe ich auf meinem Blog. Was hier zu finden ist, ist realistisch, oft auch von Schmerz, Leid und Angst überzogen. Es sind meine Erfahrungen. Tatsachen, die dazu beitragen sollen, anderen Frauen MUT zu spenden … man kann auch aus schlechten Erfahrungen, ein (wieder) gutes Leben kreieren. :D

Doch es gibt da jede Menge Leute und Institutionen, die uns ein geiles Leben versprechen! Und das, ohne viel dafür tun zu müssen. Wir können alles haben und sind im Dauerglück. Und viele Menschen folgen ihnen … jahrelang. Bezahlen „XY“ und machen bloß „Z“. Besuchen sämtliche Seminare bei Leuten die keine Ahnung vom Leben haben, lesen hunderte Fachbücher und lieben alle Menschen auf Gottes Erden. Sie schweben auf einer rosa Wolke und alles ist voller Licht und Liebe. Schön.

Und dann? Es passiert etwas, was wie eigentlich ja versprochen wurde, nicht eintreten hätte dürfen. Sie fallen tief und schmerzhaft so richtig auf die Schnauze! Sie erleben Krankheit, werden verlassen, verlieren den Arbeitsplatz und der Tod macht auch keinen Stopp vor ihnen. Er erinnert, dass das Leben endlich ist. Die Welt scheint außer Kontrolle. Wo ist die rosa Blase hin, die „alles ist und bleibt gut“ Welt? War doch alles eine Lüge? Wo ist das Licht? Die Liebe? Das Glück?

Die Möglichkeiten:

Es ist genau das geschehen, was Menschen befürchten, die sich erst gar nicht auf diese „alles ist gut und bleibt gut“ Wolke setzen. Sie haben Angst vorm großen Fall, denn sie würden automatisch wieder vor einer Kammer stehen, die sie mit so viel Kraft geschlossen gehalten haben. Was machen diese Menschen? Viele Möglichkeiten gibt es nicht:

  • Sie werden verbittert und zynisch.
  • Sie tun so als würden sie noch immer auf einer „alles ist und bleibt gut“ Wolke sitzen.
  • Sie stellen sich den Vorfällen, öffnen die Kammer und treten ein. Sie stellen sich den Aufgaben und integrieren die Gedanken, die Trauer, die Wut, die Angst, den Schmerz in ihrem Leben. Sie spüren die GANZHEIT auf total neuem Level.

Das Letztere ist genau DAS, was uns heilen wird. Sich mit dem auseinanderzusetzen, was wir im Leben, um jeden Preis verschlossen halten. Und ganz ehrlich? Die erste Möglichkeit ist eine sehr unappetitliche, die jeden Menschen sehr alt aussehen lässt! Die zweite Möglichkeit funktioniert. Aber leider nur sehr KURZ … genauso lange, bis man wieder auf der Schnauze landet oder tiefer. Ich weiß es deshalb so genau, weil ich genau in dieser zweiten Liga spielte. Danach folgte Möglichkeit eins bis ich mich sehr spät für die dritte Möglichkeit hinreißen hab lassen.

Die Lektion hinter der „Kammer“

Alles, was sich hinter unseren Kammern fest unter Verschluss halten, sind keine Monster. Es lagern keine Bomben, die unser Leben zerstören könnten. All diese Gedanken, Erlebnisse, Gefühle, Erinnerungen und Momente haben nur eine Funktion:

Es gilt herauszufinden, wie wir mit ihnen umgehen können. Wie wir ihnen die Macht über unser Leben und unser Sein entreißen können. Ich habe mich selbst getraut sie anzunehmen … ohne Gefahr. Und auch wenn wir es nicht glauben oder es vielleicht vergessen – sie alle bergen eine wertvolle Lektion in sich.

Aus WUT können wir lernen, für uns und andere einzustehen. Sie trägt jede Menge Energie für kommende Veränderungen in sich. Wir müssen sie nur annehmen. Von der grenzenlosen TRAURIGKEIT, lernen wir auch NEU zu beginnen. Wir lernen wieder neu zu lieben. Die ANGST. Sie lehrt uns, dass es Dinge gibt, die wir besser in Zukunft meiden sollten. Sie öffnet uns Ohren und Augen. Durch diese Angst ist es auch möglich zu lernen, welche Ängste sinnvoll und welche wir getrost loslassen dürfen. :D Letztendlich ist dann noch die SCHAM, die prinzipiell positiv ist. Denn sie hilft uns ganz persönliche Dinge zu schützen und Grenzen zu wahren! Wir können uns entscheiden Verantwortung zu übernehmen und unser Handeln zu verändern.

Und so werden wir „EINS“

Wenn wir uns entscheiden die Kammer(n) zu öffnen, werden wir uns sehr bald näher kommen und wieder mehr wir selbst werden. All die sinnlose Energie, die wir verpulvert haben, um die Tür zuzuhalten, wird frei und darf sich ungehindert in uns frei machen. Es fühlt sich gut und frei an. So wie zu Hause ankommen. Ohne Angst … so wie wir sind. ›lächel‹

Vielleicht merkst Du es ja selbst schon eine ganze Weile. Du fühlst Dich unwohl und weißt, dass sich etwas verändern sollte. Höre auf Deine Intuition und steig hinab, … öffne Deine Kammer und bring Licht, Liebe und Vertrauen in das Dunkel.

Danke Dir, dass Du mich heute gelesen hast. Ich wünsche Dir eine schöne und selbstbestimmte Zeit.

Lesezeit: 5 Minuten

Ganz ehrlich? Dieses Thema ist keines, worüber ich gerne mit Leib und Seele schreibe. Und vermutlich ist es auch deshalb eines der Wichtigsten. Drüber zu schreiben ist eine Art Therapie … eine Ausdrucksart und eine Reflexion plus Verarbeitung. Ich würde sagen es ist ein „Allerweltsthema“ für jedermann und eventuell passt es auch gerade für Dich ganz gut?

Ich sitze gerade, nach einem ausgedehnten Hundespaziergang am Strand, in meinem „Outdoor-Büro“. Mein Herzmensch und ich haben uns dabei über Gott und die Welt unterhalten, es wurde gelacht und geblödelt. Über das Leben philosophieren ist etwas Wunderbares, vorausgesetzt, man unterhält sich mit der richtigen Person. Ich hab’s wie immer sehr genossen. Ich fühle mich leicht, bin happy, dankbar und sehr glücklich!

Mein MacBook liegt aufgeklappt vor mir um diesen Beitrag, den ich schon mehrmals nach „hinten“ gereiht habe, zu schreiben. Bei mir ist es still. Es ist nur die leise Musik, die ich immer gerne zum Schreiben habe, hörbar … und das „Klicken“ meiner Tastatur. Und dann ist da auf einmal dieser Moment da. Mein Gefühl von Glück und Leichtigkeit hat sich verändert. Mein Platz hier war vor ein paar Minuten noch umgeben von einer besonderen Aura und jetzt? Jetzt ist eine Art … wie soll ich es benennen … „Traurigkeit“ zu Besuch, ausgelöst durch Musik die mich berührt …

Melancholie ist bei mir eingezogen. Die Musik die sich gerade in meinen Ohren intensiv ausbreitet, löst auf einmal einen Schmerz in mir aus. Vergangene Enttäuschungen sind wieder ganz präsent … Enttäuschungen, die Jahre zurückliegen. Und ganz gleich wie ich all das verarbeitet habe – ich kann vieles noch immer nicht richtig begreifen und es tut immer wieder mal richtig weh …

Enttäuschungen hinterlassen Blessuren …

Es sind Narben, die auf unseren Herzen, auf unseren Seelen zurückbleiben. Manche davon liegen tief … manche sind nur oberflächlich. Manche „heilen“ von selbst, andere brauchen ganz viel Aufmerksamkeit und Geduld! Was ich dabei nicht aussparen möchte ist: Es ist GUT sich selbst zu fühlen … zu weinen. Es ist GUT sich selbst mit ehrlichen Gefühlen zu begegnen.

Die Musik war schon immer das, was mein Herz erreichte und öffnete. Die Musik brachte mir meine verloren gegangenen Gefühle wieder! Musik trägt mich auf ganz besondere Weise. Meine Stimmung orientiert sich oft stark an der Musik, die ich höre. Es strömt etwas in beide Richtungen und ist eine Verbindung direkt in mein Herz. :D

Eine Enttäuschung ist ein bitterer, tief dringender Schmerz, der sich bei mir durch alle Venen schleicht. Es ist ein Gefühl mit immenser Kraft! Es fühlt sich an, als würde ich vor einem tiefen Abgrund stehen. Ungesichert und mit schmerzendem Brustkorb. ENTTÄUSCHUNG … sie fühlt sich kalt an, hohl und sie ist gnadenlos ehrlich! Ein Gefühl das von null auf hundert präsent sein kann. Die Hand die ich dabei ausstrecke greift ins Leere … kein Halt … nichts. Das ist mein tatsächliches Gefühl der Enttäuschung.

Das Gefühl sich selbst zu enttäuschen …

Das Gefühl von sich selbst enttäuscht zu sein, gibt es natürlich. Für meinen Teil kann ich aber sagen, dazu habe ich in den letzten Jahren, sehr viel Abstand gewonnen. Ich  bin „gut“ darin geworden, alles was passiert zuzulassen und wenn auch manchmal ungern anzunehmen. Was bedeutet: Ich bin eigentlich so gut wie nie enttäuscht von mir! ›lach‹. Ich lebe das Leben so, wie es kommt. Mit jeder Hürde und jedem Tal.

Das Wort ENTTÄUSCHUNG:

Ich zerlege dieses Wort mal. Genau gesehen bedeutet es, dass die TÄUSCHUNG ein ENDE hat? Der „Irrtum“ zeigt sich und die „Wahrheit“ kommt ans Licht. Natürlich kommt es manchmal vor, dass wir uns in unseren Erwartungen oder Bedürfnissen täuschen. ICH verlaufe mich sehr oft in Dingen und Gefühlen! Genauso wie ich immer wieder mal falsch interpretiere. Doch deswegen von mir enttäuscht sein?

Ich habe festgestellt, dass es keinen Sinn mehr macht, sofern wir mit uns selbst liebevoll umgehen, über sich selbst zu urteilen und enttäuscht zu sein. Es würde nämlich bedeuten, dass wir uns selbst nicht ehrlich entgegentreten.

Wie ist es, von anderen enttäuscht zu werden?

Oder – ich verbessere: Sich in einem anderen Menschen zu täuschen? Sich mit anderen zu verbinden ist wichtig, weil unsere Beziehungen jede Menge von uns selbst zeigen! Es ist ein großer „Erfahrungsspielplatz“ auf dem wir uns alle tummeln und wo es klarerweise auch nicht nur positive und schöne Gefühle zu spüren gibt, sondern auch jede Menge schwierige und schmerzhafte!

Ein Nährboden der Gewalt, des Hasses und der Kriege. Und in dieser Gliederung findet auch die Enttäuschung ihren Platz. All das entsteht, wenn sich Menschen nicht einigen können und wenn Erwartungen nicht erfüllt werden.

„Hab´ keine Erwartungen, dann wirst Du auch nicht enttäuscht!“ Wer von uns kennt diesen Spruch nicht? Ich habe mir den auch sehr gerne eingeredet! Es ist der größte Blödsinn überhaupt! Wenn ich immer nur Hoffnungen habe, werde ich doch nicht nur durch „Wunder“ überrascht! Wunder gibt es nur selten und Hoffnungen erfüllen sich nicht jedes Mal. Was ist dann?

Und bitte, warum darf ich keine Erwartungen an einen anderen Menschen haben dürfen? Ja ich gebe es zu, … manchmal sind meine Erwartungen etwas zu hochgeschraubt. Na gut das wird mir meist selbst sehr schnell klar. Aber ich finde es super wichtig gewisse Erwartungen zu haben! Sie zeigen unsere Selbstliebe. Es zeigt, was mir wichtig ist und wie wichtig ich mir selbst bin!

In all meinen Beziehungen und Freundschaften erwarte ich mir zum Beispiel Ehrlichkeit, Wertschätzung und ein authentisches Sein. Wer sich dabei überfordert fühlt, darf gerne mein Leben verlassen. Ich möchte einfach nichts anderes mehr in meinem Leben als Menschen, die mir guttun und die meine Werte teilen.

Noch ein Beispiel: Ich reserviere einen Tisch in einem angesagten Lokal. Ich hübsche mich auf, ziehe meine beste Jeans an und freue mich riesig auf einen tollen und entspannten Abend. Und dann … das Essen schmeckt absolut scheußlich, dass Personal ist unfreundlich … ich bin richtig enttäuscht. :-( Meine Freundin meint dazu nur: „Na ja, hättest du deine Erwartungen zu Hause gelassen, würdest du jetzt nicht enttäuscht sein!“

Hallo? Echt jetzt? Funktioniert so unser Leben? Ich sehe das schon ein wenig anders. Wenn ich schon so viel Geld in die Hand nehme und mich für eine Lokation entscheide, die in aller Munde ist und mit Lob überschüttet wird, erwarte ich auch eine gewisse Leistung! Punkt und aus. Das ist doch in allen Bereichen so! Es macht nicht wirklich Sinn, total erwartungslos durchs Leben zu gehen.

Was, wenn die Beziehung unsere Erwartungen nicht entsprechen?

Es ist nicht nur meine Erfahrung, ich weiß, dass viele – insbesondere Frauen – zuerst mal bei sich selbst zu suchen beginnen. Was ja (fürs Erste) nicht unbedingt falsch sein muss. Doch dann beginnen wir an uns selbst zu verändern. Selbst gestellte Fragen tauchen auf:

  • Bin ich gut genug?
  • Was mache ich falsch?
  • Bin ich nicht liebenswert?
  • Verlange ich zu viel?

Und mit diesen Fragen bohren wir viele kleine Löcher in unsere Persönlichkeit. Wir entfernen uns von uns selbst. Statt bei sich selbst zu bleiben, versuchen wir meistens Verständnis für den anderen zu haben. So rennen wir mit Vollgas auf eine Mauer zu, die nur Schmerz und Enttäuschung für uns über hat. Viel besser wäre es doch, bei uns selbst zu bleiben und GUTE Entscheidungen für uns zu treffen.

Nachsatz:

Ganz egal wie wir es drehen und aus welcher Perspektive wir auf Enttäuschungen blicken. Sie sind einfach „Mist“ und hinterlassen zu viel Schmerz. Doch gehören sie scheinbar zum Leben dazu. Da müssen wir wohl alle durch. Nur dadurch formt sich unsere Persönlichkeit. Dabei ist es aber wichtig – und das ist ein 100 %iger Erfahrungswert – wir sollten uns den Schmerz nicht immer so ans Herz binden! JA, es ist wirklich schwer solche Momente einfach abzublocken, dieses Gefühl steckt mir noch immer in den Gliedern. ABER … frustrierte Menschen machen frustrierte Dinge! Und meistens sind es genau diese Dinge und impulsive Handlungen, die uns am meisten schmerzen.

Und so ist es … unser Leben mit all seinen Enttäuschungen & Erwartungen. Es „passiert“ nicht einfach. Das Leben antwortet uns auch.

Dr. Joe Dispenza

Schön dass Du heute wieder da warst. Manchmal ist darüber schreiben die beste Therapie. ›lächel‹

Lesezeit: 4 Minuten

Die Vergangenheit. Sie ist die Menge aller zeitlich zurückliegenden Ereignisse. Das hat Mr. Google ausgespuckt. Die Vergangenheit abzuschließen ist eine Notwendigkeit, um sein wirkliches Potenzial zu finden. Nur wenn wir von „Altem“ befreit sind, sind wir in der Lage die Dinge so zu sehen, wie sie wirklich vor uns liegen. Mein Beitrag heute soll dazu dienen, mit der Vergangenheit abschließen zu können, um endlich in Frieden mit Dir selbst zu leben.

Ich persönlich kenne mehr Menschen, die mit ihrer Vergangenheit nichts mehr zu tun haben wollen, als solche die ausnahmslos mit Freude in der vergangenen Zeit wühlen. Warum das so ist, kann ich nicht sagen. Manchmal denke ich sogar, dass die Vergangenheit dazu da ist, Erfahrungen zu sammeln … negative Erfahrungen um gestärkt und positiv das weitere Leben zu schaffen. Sicher, man macht als junger Mensch jede Menge Quatsch. Tritt in dieses und jenes Fettnäpfchen. Wir wollen mit dem Kopf durch die Wand … und machen Sachen, bei denen schon zu Beginn feststeht, dass es „Narben“ geben wird.

Alles, was uns klein hält und nicht zu Liebe führt, ist nur ein Echo der bislang ungelösten Vergangenheit.

Frei sind wir erst, wenn wir die Vergangenheit zurücklassen

Wir bekommen das oft gesagt, man liest es ständig und redet noch viel mehr darüber! Aber was bedeutet es?  Wir sind erst wirklich frei, wenn wir die Vergangenheit verabschieden. Mit ihr abschließen. Das Resultat ist, das wir uns im HIER & JETZT frei und leicht fühlen können. Unsere Schultern fühlen sich leicht an, weil wir keine alten Pakete mehr mitschleppen müssen! Wir können dem Leben vertrauen und offen in die Welt hinausgehen. :D

Die Zusammenhänge sind sehr einfach erklärt: Wollten wir in der Vergangenheit sowie in der Gegenwart das Gefühl von Schmerz nicht spüren, wird uns dieser Schmerz im heutigen Leben immer wieder begegnen. Wir nähren unseren „Schmerzkörper“ aus unseren Gedanken und Gefühlen des Schmerzes. Er hat seine ganz eigene Lebendigkeit und wird so zum Gestalter unseres Lebens. Er erschafft Dinge, die wir in unserm Herzen nicht fühlen möchten.

Die (Selbst)Heilung ist deshalb auch ein Schritt der Selbsterkenntnis. Die Stimme in unserem Kopf gibt vor, uns beschützen zu wollen. Sie möchte uns vor dem Bewahren, was wir bisher unangenehmes erlebt haben. Das geschieht so lange, bis wir uns selbst und die Wirklichkeit erkannt haben. Ich kann jetzt auch sagen: Bis wir die Vergangenheit hinter uns gelassen haben.

Über mich: Wenn ich in meine Vergangenheit zurücksteige, fühlt es sich nicht gut an. Natürlich gab es auch schöne Zeiten aber wie man ja weiß, bleiben negative Szenarios eher in Erinnerung als positive Erlebnisse. Es hatte Zeiten gegeben da wohnte ich in meiner Vergangenheit. Ich kannte mich dort aus und fühlte mich trotz der vielen negativen Erfahrungen zu Hause. Ich war immer auf der Suche nach den „Warums“ und „Was wäre wenn’s“. Diese vergangene Zeit zog mir sehr viel Saft aus meinen Adern. Ich war kraft- und mutlos und glaubte nicht an eine schönere Zukunft. Die Folgen waren soziale Isolation und Depression mit Angstzuständen.

Es musste etwas geschehen, denn ein Leben in ständiger Vergangenheit ist kein Leben. Diesen Weg möchte ich Dir gerne beschreiben. Er hilft Dir loszulassen, anzunehmen und zu fühlen.

Nimm Deine vergangene Zeit an. Es kann sich nur etwas verändern, wenn es in seinem Wesen erkannt wird. Deshalb ist die Akzeptanz der erste Schritt. Nimm sie genauso an wie sie ist. Bedingungslos, denn Du kannst nichts rückgängig machen was geschehen ist. Kein Wort, keinen Moment. Und gleich noch vorne weg – ich sehe heute meine Vergangenheit als Geschenk. ›zwinker‹.

Suche den Kontakt zu Deinen Gefühlen. Erlaube Dir ALLES zu fühlen! Vergangene Gefühle werden dadurch „ausgefühlt“. So vereinnahmen sie nicht Dein Bewusstsein. Dein Blick auf das, was JETZT geschieht und ist, wird klar. Der Schleier der Vergangenheit verzieht sich. Es kommt ans Tageslicht was verarbeitet werden will. Deine Heilung beginnt. ›lächel‹

Hole Dir Hilfe. Vergangenheit aufarbeiten bedeutet auch, sich Hilfe zu holen. Hilfe durch Therapie. Ich weiß, dass so viele Menschen beinahe Angst bekommen, wenn sie das Wort Therapie hören. Sie meinen, dass sie dann in der Gesellschaft einen eigenartigen Stellenwert einnehmen. Meine Erfahrungen bejahen das nur teilweise. Wir leben in einer Gesellschaft die hauptsächlich „wegschaut“. Die Menschen allgemein möchten ihren eigenen Gefühlen nicht unbedingt begegnen und den Gefühlen anderer schon dreimal nicht! Deshalb sollte man sich darum sowieso nicht kümmern. Hat man mal eine Therapie begonnen, stellt man sehr schnell fest, dass alles nicht so schlimm ist und der Seele einfach riesig guttut! Übrigens hat mal ein Therapeut zu mir gesagt als ich anfangs auch sehr unsicher darüber gedacht habe: „Eine Therapie hätte wohl überwiegend der Großteil der Menschen außerhalb dieses Gebäudes nötig :-) …“

Du und Dein inneres Kind. Begegne ihm! Es steht für Deine kindlichen Anteile. Alles was wir in der Vergangenheit getan und erlebt haben, alle Sehnsüchte nach Lebendigkeit und Liebe, wird mit dem inneren Kind ausgearbeitet. Es werden dabei sehr viele versteckte und unterdrückte Bedürfnisse hervorkommen, die dabei helfen, mit der Vergangenheit in Frieden abzuschließen. Dazu gibt es jede Menge Bücher die Dich dabei unterstützen können. Wie zum Beispiel: Das Kind in dir muss Frieden finden oder Completion Process.

LASS LOS! Sehr oft klebt man am Schmerz fest und macht dadurch die alten Geschichten immer und immer wieder durch. Man erzählt es sich selbst im Kopf … ich habe das selbst immer wieder getan. An dieser Stelle gilt es dann endlich AUFZUWACHEN! Es ist wichtig zu erkennen, dass es sich nicht um die Realität, sondern um die Vergangenheit handelt. Wenn wir uns immer wieder dieselben Geschichten aus der Vergangenheit erzählen ist das alles andere als HEILUNG! Der Schmerz von damals wird am Leben gehalten und nicht gelöst! Gehe in die Tiefe, … spüre die Gefühle die sich auftun und lasse damit all diese Momente los.

Abschlussgedanke:

Zu bedenken ist schon, dass es ein Prozess ist der Geduld verlangt. Ich arbeite daran selbst schon mehrere Jahre aber ich darf sagen, dass ich die richtig großen Baustellen erfolgreich abgeschlossen habe. Der Rest ist Kleinarbeit. ›lach‹. Ein langsames nach vorne tasten ist der richtige Anfang, um Erfolg zu haben. Lerne darauf zu vertrauen, was sich für Dich richtig und gut anfühlt. Und ganz wichtig bei allem, was Du tust: Sei geduldig mit Dir. Ehre liebe und schätze Dich. Durch das Loslassen Deiner Vergangenheit, wird sich Dein Herz öffnen, … Du wirst es sehen.

Lesezeit: 4 Minuten

Wenn einen nichts mehr erfüllt, alle Gefühle, die ein Mensch so haben darf, einfach nicht an die Oberfläche kommen, dann spricht man von innerer Leere. Manchmal kommen diese Gefühle schleichend und sie haben meistens geplant, länger zu bleiben. Ein längeres Telefonat mit einer sehr guten Bekannten erinnerte mich an meine eigene Lebensgeschichte. Vielleicht machst auch Du gerade diese Phase durch? „Ich fühle mich einfach nur leer …“ Wenn es so sein sollte, dann sehe diesen Artikel heute als den Deinen.

Tiefgründige Gespräche sind auch am Telefon möglich. Auch, wenn mir dabei die ins Gesicht geschriebene Emotion meines Gegenübers fehlt. In dem vergangenen Gespräch spiegelte sich ganz genau meine eigene Entwicklung wider, die ich durchmachte. Totale Leere, Einsamkeit und auch Traurigkeit bestimmten eine lange Zeit mein Leben.

Es ist die Sehnsucht, die dahinter steckt

Der Kopf ist voll, die Arbeit viel zu viel und die Partnerschaft, in der man glaubt, Kraft schöpfen zu können, fühlt sich ebenso leer an wie man selbst. Wenn ich diese Zeit Revue passieren lasse, hielten meine Beziehungen nie sehr lange. Mehr als sechs Monate hielten sie nicht stand. Wie auch, es waren „Zweck-Beziehungen“. Jedenfalls war es bei mir so. Nur nicht alleine sein, wenn all die Arbeit geschehen war. Hinter all dem versteckte sich eine riesige emotionale Ladung SEHNSUCHT!

Endlich mal etwas Längerfristiges. Etwas mit Gefühl und echter Liebe. Einige Schritte tiefer … wie soll ich sagen … einfach mal ankommen.

Diese Gedanken betrafen nicht nur meine Beziehungen, es war alles gemeint. Mein Job, mein Umfeld, meine Arbeit, meine zu Hause. Für den Moment waren die Dinge, die Menschen und Situationen in Ordnung. Doch schon nach wenigen Monaten folgte eine große Unzufriedenheit und Leere. Gefolgt von Kritik. Nichts fühlte sich auf Dauer gut an.

Ich entdeckte die Schattenseiten des Zusammenlebens, entdeckte Unperfektheit und langweilte mich rasend schnell. Alles schlug in pure Gewohnheit um. Und diese Gewohnheit die sich im „Außen“ zugetragen hat, erfüllte mich nicht mehr. Mein Gedanke: Mehr Arbeit vielleicht sogar eine andere? Ein neuer Liebespartner, ein neues Möbelstück, Auto oder sonst irgendwelche materiellen Dinge.

Alles begann aufs Neue. Es war eine endlose Suche, die niemals aufhörte. Die Leere verschwand nur ganz kurz … und kam danach jedes Mal noch heftiger wieder.

Die „Rennerei“ und die ständige Suche war keine Lösung

Ich spürte diese traurige Unerfülltheit in mir und machte mich auf die Suche nach Hilfe. Die Sehnsucht nach der Wahrheit war es, die mich dazu getrieben hat, umzudenken … genau hinzusehen … Fragen zu stellen, an Menschen, die sich damit auskennen. Aus diesen Sitzungen habe ich ein Zitat mitgenommen, das zu einem Lebensgesetz für mich geworden ist:

„Ask and it’s given.“ Frage und es wird dir gegeben.

Dem bin ich gefolgt. Viele meiner Antworten erhielt ich nicht nur in den Gesprächsstunden, sondern ich habe sehr viel darüber gelesen. Unterhielt mich mit Menschen, die ähnliches erlebten. Mein einfaches Sein, ohne mich von mir selbst abzulenken, … half mir. Es war das komplette Anhalten meines Lebens. Es war der Weg nach innen, denn nur dort konnte ich finden, was ich so verzweifelt hinterhergelaufen bin und gesucht habe! MICH SELBST! Es war ein spannendes Abenteuer, das ich da startete und es gefiel mir nicht alles was ich dabei erlebte.

Eine Reise ins Leere …

So würde ich diese Zeit benennen. Das Besondere daran war, dass je weiter man diese Reise in sein Inneres macht, das Leben plötzlich im Außen an Intensität dazu bekommt! Der Schlüssel dazu war die Selbstliebe … die Liebe, die wir uns selbst geben! Nicht der neue Wagen, der neue Job und der neue Partner. Finden wir die Selbstliebe, erhöht sich die Liebe für alles das existiert.

Selbst das Essen schmeckte wieder. Ich war in der Lage, ein und denselben Menschen länger an meiner Seite zu haben – länger als fünf Monate ›lach‹. Meine Emotionen wollten wieder an die Luft! Dieser Prozess, der leider nicht in drei Wochen vorüber war, vertrieben meine damalige Leere. Also eines sollte definitiv klar sein:

Wenn Du die ERFÜLLUNG im Außen suchst, sie jedoch nicht finden kannst, dann gehe nach INNEN:

Nur so können wir eine Verbindung zu uns selbst herstellen, die unser Leben verändert. Es verändert alles! Die Wahrnehmung, das Bewusstsein und das Empfinden. Es sind die Grundlagen zur Selbstverwirklichung.

Leere ist emotionaler „Hunger“ …

Dieses Gefühl, wenn man nicht nur traurig, einsam, unerfüllt und vollkommen leer ist, habe ich manchmal mit „Hunger“ Gelüsten verglichen. Man isst etwas und dreißig Minuten später folgt auf sauer süß. Bis man wieder eine Zeit später darauf kommt, dass es das auch nicht war, worauf man eigentlich Lust gehabt hätte! Dieses Gefühl war für mich oft beängstigend. Ich grübelte so viel und konnte diese Widersprüchlichkeiten überhaupt nicht verstehen.

Obwohl alles vorhanden war, war ich am „verhungern“. Selbst als ich in einer frischen Beziehung war, nährte sie mich nicht. Ich hatte damals sicher vieles indirekt gewusst, weil ich es gefühlt hatte. Es war ein schwarzes Loch, ein Vakuum, dass alles in sich hineinzog – ohne zu „kauen“. Ich war nie satt, mein Hunger nie gestillt.

Meine Zusammenfassung:

Finde heraus, was genau es ist, was Du vermisst! Ist es das Gefühl von Zugehörigkeit? Geht es um Deine zwischenmenschlichen Beziehungen oder bist Du allgemein auf der Suche nach MEHR Bedeutung und Sinn in Deinem Leben? Manchmal steckt auch ein ganz anderes Gefühl dahinter – so war es auch bei mir. Es war Enttäuschung und ganz viel Wut, die da fleißig zusätzlich noch mitmischten.

Ich weiß, dass es ganz vielen Menschen schwerfällt zu erkennen, wo genau die Ursache liegt. Ohne Therapie würde ich bestimmt heute noch auf der Suche sein und freudlos und leer im Leben stehen. Und JA es war ein längerer und sehr herausfordernder Prozess, den ich da belegt habe, aber mein Leben hat es mir wie so oft, gedankt.

Glücklich ist, wer daran glaubt, dass es im Leben nie zu spät ist, um neu zu beginnen.

Tupac Shakur

So und kein bisschen anders soll es sein. :D Ich wünsche Dir, falls Du diese Zeit gerade durchschreitest, dass sie bald vorüber ist. Ganz viel Kraft für die nächsten Schritte und ein Glas kühlen Prosecco, das am Ende Deiner Reise auf Dich wartet. ›lächel‹