Kein Mitleid mit dem Bedeutungslosen

Inspiration, Lebensstil, Persönliches

Über Neins, die Freiheit schaffen …

In den letzten Tagen hatte ich immer wieder diese stillen Gedanken.
Solche, die auftauchen, wenn um mich herum absolute Ruhe herrscht. Wenn der Tag eher „bescheiden“ verläuft und meine Psyche wieder einmal an einem dieser bekannten Kipppunkte steht.

Wie viele Menschen hat es eigentlich schon gegeben, die Zeit meines Lebens verbraucht haben – ohne dass mir das damals bewusst war?
Wie viel von mir selbst ist dabei auf der Strecke geblieben?

Nicht unbedingt die angenehmsten Gedanken. Aber ehrliche, und die teile ich mit dir:

Eines der schwersten Dinge im Leben ist es, ein klares Nein auszusprechen.
Nein zu Verpflichtungen, von denen wir unendlich viele haben.
Nein zu Einladungen, Bitten und unendlich vielen Erwartungen.
Nein zu all den Dingen, die „man halt macht“, weil alle anderen sie auch machen.

Fast noch schwerer finde ich es aber, Nein zu Gefühlen zu sagen!
Zu Wut, zu innerer Unruhe, zu Ablenkung, zu diesem ständigen Gedankenkreisen.
Keine dieser Regungen wirkt für sich genommen dramatisch. Aber wenn sie außer Kontrolle geraten, ziehen sie uns Energie ab, kontinuierlich, ohne große Warnsignale.

Ich frage mich dann oft:
Wie bekommt man eigentlich Zeit zurück?
Wie fühlt man sich weniger eingespannt und weniger fremdbestimmt?

Meine Antwort ist inzwischen erstaunlich schlicht – und gleichzeitig alles andere als leicht umzusetzen:
die Fähigkeit, Nein zu sagen. Und sie auch durchzuziehen!

Nein, damit möchte ich nichts zu tun haben.
Nein, dafür habe ich heute keine Kraft/Lust.
Nein, das passt mir gerade.

Mir ist sehr bewusst, dass ein „NEIN“ oft andere verletzt.
Dass Menschen sich zurückgewiesen fühlen.
Dass wir Angst haben, anderen vor den Kopf zu stoßen oder missverstanden zu werden.

Aber:
Je öfter ich Nein zu Dingen und Menschen sage, die für mein Leben keine wirkliche Bedeutung haben, desto öfter kann ich Ja sagen – zu mir!
Zu dem, was mir wichtig ist.
Zu dem, was mir guttut, statt auslaugt.

Immer wieder rutsche ich in diese alte Rolle:
Ich will es allen recht & richtig machen.
Ich will ja niemanden enttäuschen.
Ich soll gut funktionieren.

Und jedes Mal wird mir ziemlich schnell klar,  was das mit mir macht:
Meine Lebensqualität sinkt.
Das Freiheitsgefühl schrumpft.
Ich werde müde, unklar, innerlich eng.

Sobald ich wieder zurückfinde in meine klare Linie – in eine Haltung, die auch unbequeme „Neins“ aushält –, verändert sich etwas.
Ich werde ruhiger. Lebendiger.
Ich genieße mein Leben anders. Intensiver. Freier! 🙂

Und genau hier kommt der Gedanke der „bedeutungslosen Dinge und Menschen“ ins Spiel.

Bedeutungslos heißt ja nicht wertlos.
Es heißt nicht, dass Menschen keine Würde haben oder Erfahrungen nutzlos wären!
Viele Begegnungen lehren uns etwas. Über uns. Über alte Muster. Über Grenzen, die wir früher nicht kannten.

Aber nicht alles, was uns begegnet, darf unser Leben bestimmen!
Nicht alles verdient dauerhaft unsere Zeit, unsere Energie, unsere emotionale Präsenz.

Wir dürfen lernen – und dann weitergehen.
Wir dürfen wahrnehmen – und trotzdem Abstand halten.

Ich glaube, das ist ein Teil von Reife:
nicht alles auszuschließen, aber auch nicht alles festzuhalten.

Mein Nein schützt mein Ja.
Und genau das macht UNSER Leben freier. 🙂

Danke, dass du mich gelesen hast!
Und wenn du mich teilst, freut es mich besonders. Bis bald schon …

Xo Sandra

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