Wie erreicht man ein erfülltes Leben. Was muss man ändern und vor allem wie ändert man sein Leben und seinen Lebensstil um ein achtsameres, positiveres und wertschätzenderes Leben führen zu können.
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Die Arbeit, unsere Psyche und die Angestellte von heute bedeutet:
im besten Fall – enttäuscht und schicksalsergeben.
Im zweitbesten Fall – genervt, grantig und müde.
Im schlimmsten Fall – erschöpft, hoffnungslos und depressiv.

Manche könnten sich jetzt denken, es ist eine dramatische Übertreibung von mir. ICH finde, es ist eine realistische Darstellung unserer Arbeitswelt von heute! Inklusive meiner ganz eigenen Erfahrungen und ganz vielen Gesprächen mit anderen zum Thema Arbeit & Psyche. Auch wenn es viele Angestellte gibt, die mit sich und Ihrer Arbeitssituation im Reinen sind.

Meine Sicht der Dinge

Ich finde wir leben in einer „kranken“ Jobwelt in der nur eines wichtig ist:

  • Druck
  • Effizienz
  • Leistung

Arbeiten bis zur Selbstaufgabe. Die Menschlichkeit wird dabei gerne an der Garderobe abgegeben. Die Spielregeln und „Spieler“ in den Firmen sind meistens klar aufgestellt:

  • Schleimer
  • Blender
  • Bücklinge und trainierte Mitläufer

Diese Gattung steigt auf der Karriereleiter schneller hoch. Die sensiblen Freigeister und „gegen den Strom Schwimmer“ bekommen eine auf die Schnauze und das Ding mit der Karriere können sie auch vergessen! Ich habe in meinen vielen Berufsjahren erlebt, wie aufrichtige, selbstbewusste Frauen und Männer zu feigen Duckenten wurden. Die Angestellten sind zu reinen „Befehlsempfängern“ mutiert und werden behandelt wie anderes Gut eines Unternehmens. Sie werden verwendet, für die Ziele des Unternehmens. Kurz gesagt, der perfekte Traum für alle Chefs und Firmenleiter dieser Zeit, deren inoffizielle Firmenphilosophie Ausbeutung und Angst ist.

Dazu stelle ich mir zwei Fragen

Können wir in so einer Arbeitswelt als sensibler, nachdenklicher und hinterfragender Mensch überhaupt psychisch fit bleiben?

Meine Antwort darauf ist:
Es ist schwer bis kaum möglich. Beiträge und Studien berichten darüber das jeder Vierte durch seine Arbeit psychisch krank wird. Ehrlich gesagt wundert mich das auch nicht. Ich muss dazu jedoch sagen, dass eine psychische Erkrankung nie ausschließlich mit dem Arbeitsplatz zu tun hat. Aber die Bedingungen können mit großer Sicherheit dazu beitragen.

“ Wenn du nicht dein Leben führst, dass du geplant hast, wird sich dein Körper irgendwann heftig dazu melden! Mit allen bekannten Folgen …“

Dieser Satz ist immer noch in meinem Kopf und er stimmt auf jeden Fall.

Und können wir nach einer längeren Auszeit, notwendig durch eine Depression oder Angsterkrankung, einfach so weitermachen wie vorher? Oder wird eine Änderung im Leben fällig?

Meine persönliche Antwort:
Ich glaube, es ist eine der schwierigsten Fragen im Leben. Es ist ein Prozess der mir am meisten Angst eingebracht hat. Nur ca. 10 % aller Menschen, die schon mal eine Ausfallzeit wegen einer psychischen Krankheit hinter sich hatten, arbeiten noch in regulären Voll- oder Teilzeit Jobs.

Eine Zahl die mich erschreckt. Es scheint also jede Menge Jobs zu geben, die Menschen psychisch krank machen. Leider aber kaum Arbeitsplätze, an denen genau diese Menschen danach und später noch „gewollt und gebraucht“ werden!

Das Leben muss weitergehen

Nun wenn ich es nicht selber erlebt hätte, würde ich es wahrscheinlich gar nicht glauben. Du denkst, Dein Vorgesetzter müsste an Deiner (psychischen) Gesundheit interessiert sein. Aber letztendlich bist und bleibst Du nur ein kleines Rädchen in einem großen Getriebe. Bist Du verschließen, wirst Du ausgetauscht, so schnell kannst Du gar nicht denken.

Ja und die Menschen, die nach Ihrer unfreiwilligen krankheitsbedingten Auszeit wieder zurückkehren (dürfen), stehen automatisch am schwarzen Brett.

Kann man diesen Menschen eine Verantwortung übergeben?
Sind sie verlässlich und wie belastbar?

Sie sind für die Firma ein großer Risikofaktor. Nichts wird so sein wie vorher. Das ist einfach so. Wir leben nun mal in einer leistungsorientierten Arbeitswelt. Und die ist für Menschen mit psychischen Erkrankungen Gift.

Nun was tun?

Ich beobachte schon länger klaren Trend: Viele Menschen nehmen ihr Schicksal selber in die Hand. Sie flüchten aus dem verhassten Job, schmeißen alles hin. Weil sie nicht mehr können oder wollen. Für mich traf beides zu. Manche kriegen die Kurve noch rechtzeitig, viele erst, wenn Ihr Körper schon eindeutige Signale setzt.

Heute, einige Jahre nach meinem Zug der Reißleine beobachte ich diese Entwicklung mit Freude und mit Spannung. Sie ist ein wunderbarer Gegenpart zu „Mein Haus, mein Auto, mein Boot, usw …“ Die NEUE Lösung heißt: „Meine Gesundheit, meine Zeit und mein Leben“. Toll!

Ein persönliches Update

Ich bin meinen neu aufgestellten Werten treu geblieben. Ich würde mich nie wieder wie eine Herde Schafe treiben lassen. Geld ist notwendig, schließlich haben wir alle unsere Verpflichtungen im Leben. Aber das Leben funktioniert auch mit weniger … weniger von allem! Wozu brauchen wir fünf Sparformen und Absicherungen? Damit wir, wenn wir uns krank gearbeitet haben, bessere Ärzte leisten können und dem Staat nicht auf der Tasche liegen? Also ich weiß nicht …

Ich genieße die Unabhängigkeit. Das Leben ohne Herdentrieb und Hirten. Die Flexibilität und das freie Sein. Ich bereue den Sprung ins kalte Wasser von damals keine Sekunde. Ganz im Gegenteil, ich würde es wieder so machen, nur viel früher. Und würde meinem Körper mehr Aufmerksamkeit schenken. „Schäden“ sind geblieben, diese Baustellen werden aber bearbeitet. ›lach‹

Folge Deinem Herzen und Gefühl und es werden sich andere Möglichkeiten auftun. Diesen Worten vertraue ich.

Manchmal beginnt eine neue Entscheidung nicht damit, Neues zu entdecken, sondern damit, Altbekanntes mit ganz anderen Augen zu sehen …

Ich würde mir wünschen, dass ich Dir vielleicht bei Deiner Entscheidung etwas zu verändern helfen konnte.
Wenn Du ähnliches erlebt hast und so manch ähnliche Entscheidungen hinter Dir hast, freue ich mich über Deine Gedanken.

Das aller Beste für Dich.

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Kümmerst Du Dich um Deine eigenen Angelegenheiten oder kehrst Du gerne vor fremden Haustüren? Es ist sehr verlockend, sich mit dem Leben und den Problemen, Gefühlen anderer Menschen zu beschäftigen. Gesattelt mit jeder Menge Ratschläge. Vielleicht auch noch diverse Verhaltensregeln für fremde Menschen in der Satteltasche? Ja manchmal passiert das aus Mitleid. Manchmal auch aus Besserwisserei, aus Sorge oder einfach aus Langeweile. Aus Liebe oder einfach aus einem Kontrollbedürfnis heraus.

Es ist gar nicht lange her, da habe ich mich mit einer Freundin über eine gemeinsame Bekannte unterhalten. Darüber wie es ihr gerade geht und was sie in ihrer momentanen Situation vielleicht besser machen könnte, positiver und aktiver … bis sich eine Stimme in  mir meldete und mir mit aufrechten Zeigefinger zuflüsterte:

„Kehr`vor Deiner eigenen Haustüre, kümmere Dich um Deine eigenen Angelegenheiten! Es gibt genug davon …“

Upps, ja dieser sprechende Zeigefinger hat definitiv recht. Dieses Einmischen in fremde Angelegenheiten. Angelegenheiten, die gar nicht die meinen sind. Mal ganz ehrlich! Wer tut das nicht? In meinem persönlichen Fall geschah das aus einer gewissen Fürsorge. Trotzdem muss man verdammt aufpassen, dass diese Fürsorge nicht kippt und in Besserwisserei umschlägt! Deshalb wahrscheinlich auch mein sprechender Zeigefinger! :-)

Fremde Angelegenheiten rauben Kraft

Egal aus welchen Gründen, vor anderen Haustüren zu kehren, bedeutet reine Kraftverschwendung. Es ist Energie, die wir selber gut brauchen können, um uns um unsere eigene „Unordnung“, unser eigenes SEIN und um unser eigenes Verhalten zu kümmern. Wenn wir uns allerdings sorgen und Gedanken machen über die Zukunft von Mutter Erde, der Natur und den vielen Katastrophen die jeden Tag geschehen, dann ist das okay. Ich finde es sogar sehr wichtig! Nur befinden wir uns dann in den Angelegenheiten des Universums.

Nur damit das klar rüberkommt: Sich um seine eigenen Angelegenheiten zu kümmern, bedeutet nicht, dass wir tatenlos zusehen müssen, wenn ein anderer Mensch schreckliche Dinge tut!

Woran wir bemerken, dass wir uns in fremde Angelegenheiten verstricken?

Ich habe früher oft vor fremden Haustüren gefegt. Manchmal aus Langeweile und Kontrolle. Sehr oft musste ich das auch tun. Ich hatte Verantwortung für einige Mitarbeiter. Es war eine meiner Aufgaben, Dinge zu „ordnen“. Berufliche sowie private. Lösungen mussten gefunden werden, damit der „Mensch“ wieder reibungslos funktioniert. (In diesem Satz steckt übrigens jede Menge Sarkasmus.)

Das allgemeine Wohlbefinden leidet. Man fühlt sich nicht gut. Man fühlt sich ausgelutscht und müde. Der Satz: „Das kostet mich meine ganze Substanz“, trifft es eigentlich ganz gut. Denn wenn wir uns mit fremden Angelegenheiten beschäftigen, entsteht innerer Stress und Unbehagen. Natürlich suchen wir alle Dinge zu kontrollieren, die wir aber in Wahrheit nicht unter Kontrolle haben. Wir schneiden uns dadurch von uns selber ab, sind nicht in unserer Mitte und übersehen dabei die Dinge, die wir tatsächlich beeinflussen könnten.

Ich mische mich in meinem privaten Feld oft ein

Jetzt wo ich diesen Beitrag schreibe, denke ich darüber nach wie bestimmend ich sein kann. Auch meine Arbeit hier am Blog beschäftigt sich mit Menschen deren Probleme und Angelegenheiten ich zu mir nehme. Ich teile Beziehungsratschläge aus, versuche Wohlbefinden zu „verstreuen“, möchte motivieren und in eine gute Richtung lenken.

Privat möchte ich meinen Partner auf Diät setzen. „Schatz, ich habe keinen Bock, dass Du krank wirst“, kommt dann schon mal von mir. Natürlich aus ehrlichen Sorgen um seine Gesundheit. Manchmal versuche ich meiner Tochter meinen Musikgeschmack aufzudrängen. Meiner Freundin Ihre Getriebenheit zu nehmen und oftmals will ich wo helfen, wo um keine Hilfe gebeten wurde!

All das ist jedenfalls auch ein Einmischen in das Leben anderer Menschen. Immer aus dem Glauben heraus, dass diese „Übergriffe“ das Leben ein Stückchen besser machen. Ich frage mich gerade: „Habe ich dann überhaupt eine Berechtigung solch einen Beitrag zu schreiben?“ Ich komme mir nämlich gerade sehr übergriffig vor … ›lach‹

Für den Alltag

Ich erlaube es mir aber dennoch. Ich bin davon überzeugt, dass wenn eine gute Absicht dahinter steckt, es nicht falsch ist mal vor fremden Haustüren zu kehren. Solange es in einem gesunden Maß geschieht. Fragen wir uns immer wieder mal:

Womit beschäftige ich mich gerade geistig? Stehe ich vor meiner Haustüre oder bin ich gerade am Weg zu anderen?

Vielleicht ertappst Du Dich gerade dabei, wie Du gedanklich damit beschäftigt bist, was und wie andere denken oder handeln sollten? Vielleicht bemerkst Du, wie Du gerade laut oder leise Ratschläge verteilst und gerade in einen „Besserwisser-Modus“ umsteigst? Oder Du zerbrichst Dir gerade Deinen Kopf darüber, warum das Leben so ist wie es ist und denkst darüber nach, was daran nicht in Ordnung ist und wie das Leben stattdessen sein sollte.

Wenn Du dabei in fremden Angelegenheiten wühlst, frage  Dich:

  • Hat mich jemand um meinen Rat oder um meine Meinung gefragt?
  • Möchte ich hier gerne meine Energie reinstecken?

Es liegt wie bei allem im Leben bei uns selbst. Wenn NEIN, hören wir damit auf mit der Wirklichkeit zu streiten und lenken stattdessen unseren Fokus – ganz ohne Urteil und Selbstvorwürfe bewusst zurück zu unserem eigenen Kram … noch besser aber – ins Hier und Jetzt.

Ich mache meine Arbeit aber trotzdem gerne weiter. Ich gebe Ratschläge, verteile Positives, motiviere und schreibe mit Dir, wenn Du meine Hilfe möchtest. Auch DAS liegt ganz bei Dir. :-)

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Alles rund um uns geht kaputt. Wir sind schuld an dem ganzen Desaster, das sich um uns herum abspielt. Staubbedeckt und das Werkzeug noch in unserer Hand. Mit tränendem Herzen und schmutzigen Händen schauen wir uns um. Zwischen all dem Nebel, dem Staub und der Frustration, suchen wir jemanden, den wir für alles verantwortlich machen können. Weil das so einfach ist, das eben einfach so ist und weil das schon immer so gemacht wurde.

Nun ja es ist eben so verdammt bequem. Einfach und übergreifend von vornherein sagen zu können „Ich sags mal gleich, ich war das nicht!“. Wir bemühen uns gar nicht mehr, irgendwas zu verändern. „Träume nicht Dein Leben, sondern lebe Deine Träume“ oder „Du musst Dein Ändern leben“ … all diese Sprüche, die es als Wand- oder Armtattoo zu sehen gibt, sind nur noch stylisch geschwungene Buchstaben ohne Bedeutung!

Ich war’s nicht! Das war schon immer so!

Artikel, die ich schreibe, entstehen meistens aus einem Gefühl, einem Gespräch heraus. Der Zeitgeist und das Leben selbst schreiben die besten Überschriften und bieten jede Menge Füllstoff für meine Inhalte. Ich hätte natürlich auch eine schöne Neujahrsgeschichte bringen können, habe mich aber für mehr „Tiefe“ entschieden …, weil die Zeit mir dafür richtig erscheint. All die Gedanken noch im alten Jahr herauslassen schadet ja nicht. ›lach‹

Ständig höre ich „Hallo, ich kann nichts dafür, dass dies und jenes so ist wie es ist.“ Wir Menschen sind wirklich sehr einfach gestrickt jeder ist gerüstet, wenn es um Ausreden und Entschuldigungen geht.

Beispiele:
„Ich kann echt nichts dafür, dass ich zugenommen habe, ich nehm keinen Zucker, und mach auch Sport (ein wenig).“
Das Big Mac Menü mit doppelter Cola und Pommes jeden zweiten Abend ist natürlich zuckerfrei und hat keine Kalorien!“
„Es tut mir ehrlich leid Schatz, ich wollte Dich nicht betrügen, aber der Männerabend und der Alkohol, Du weißt ja wie das manchmal laufen kann …“  Und damit ist eigentlich nur ein „Du weißt ja, wie ich bin – untreu und ein Arschloch“ gemeint!

Und wenn man seinen Job immer wieder verliert, dann auch nur deswegen, weil der Chef die Fähigkeiten nicht erkannt hat, oder man viel zu überqualifiziert war für all die Dinge, die man nicht erreichen konnte und sie schlicht weg verbockt hat! Und selbstverständlich KEINE Schuld tragen möchte.

Es sind immer alle anderen Schuld, nie man selbst. Unser Spiegelbild ist verklebt von Make-Up, Haarspray und Duftwässerchen, wir müssen schließlich schön sein um unseren Anblick ertragen zu können. Die Risse in unserem Gesicht werden einfach weg gepudert, wenn man auf irgendeiner  Plattform auf der Suche nach der großen Liebe oder irgendwie nach sich selbst ist. Wie Kinder … alles ist ein Spiel!

Alles wird zum Spiel

Wir schlagen uns die Hände vor die Augen und sehen nichts. Und wenn ICH Dich nicht sehe, siehst DU mich auch nicht. Und wenn ICH mich NICHT sehe, dann geht es mir vielleicht weniger schlecht. Und falls ich mich sehe, heißt das noch lange nicht, dass ich auch erkenne, was hier so alles vor sich geht … wie kleine Kinder, wie ein Spiel, nur eben erwachsen und noch nie gewonnen!

„An mir liegt es nicht!“ bekommen wir dann manchmal zu hören. In einem Lokal, an der Bar, beim Essen … aus glasigen Augen. Und wir stimmen zu, denn wir denken genauso. Es liegt nie an einem selbst und meistens an dem anderen. Wir werden nicht wahr genommen, nicht ernst genommen, verkannt und wir denken, dass die Welt uns was schuldet. Alles geht um uns herum zu Bruch. Und wir? Wir zerbrechen innerlich.

Es gibt so viele menschliche Wracks, sie stranden irgendwo. Sie finden keine Heimat, weil sie es nicht schaffen, Beziehungen so lange aufrechtzuerhalten, dass sie zur Heimat werden können. Diese Menschen sind sogar noch stolz darauf „Backpacker“ zu sein! Ziellos und ohne Plan durch die Gegend zu streifen. Es soll angeblich die neue Freiheit sein … für mich würde es Einsamkeit bedeuten.

Wir leiden und lächeln

Wir glauben so oft, dass uns übel mitgespielt wird. Von allen anderen, nur nicht von uns selbst. Denn was passiert, wenn wir erkennen, dass wir unser eigener Feind sind? Wir wollen keine Verantwortung übernehmen. Wir verharmlosen unsere Einsamkeit und Ziellosigkeit um am Ende sagen zu können … was hätte sein können? Man hat doch alles versucht, während man nichts, absolut gar nichts getan hat, um auszubrechen!

Wir haben uns die Schubladen und Schränke bequem her- und eingerichtet, anstatt zu begreifen, dass man zu groß für Laden und Kästen ist! Wir sind groß genug für die Welt. Wir sollten diese Fläche nutzen. Ohne zu zerstören, zu verletzen und auszunutzen. Wir sollten uns nicht ausruhen auf der Angst und Faulheit. Wir dürfen die Schuld nicht immer bei den anderen suchen und wir sollten diesen Satz „Ich sag’s gleich, ich war’s nicht!“ nicht so vorschnell aussprechen!

Es soll wieder mehr Menschen geben, die Ihr Tattoo „Lebe Dein Ändern“ nicht nur auf der Schulter tragen, sondern auch tatsächlich umsetzen. Es soll wieder mehr Menschen geben, die Einsamkeit nicht mit Freiheit verwechseln … Menschen, die im Gin nicht den Sinn des Lebens suchen. Es sollten wieder mehr reale Dates stattfinden. Auge um Auge mit Spannung und echten Gefühlen! Nicht auf einer Plattform nach jemandem suchen, um die Leere zu füllen, die wir selbst jeden Tag in uns erzeugen, weil uns ein leeres emotionsloses Spiegelbild entgegenblickt!

Das muss doch funktionieren? Ohne Puder und ohne zu dick aufgetragenes Make-Up. Und OHNE ein „Ich war das nicht!“ Sondern mit“ DAS MACH ICH JETZT, WEIL ICH DAS SO WILL UND KEINEN SCHULDIGEN BRAUCHE“.

Ja, das waren sie … meine Gedanken die schon lange raus wollten …
Das war mir jetzt mal wichtig!

Pass auf Dich auf.

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Freude. Dieses Wort zergeht auf der Zunge. Es klingt in jeder Sprache schön und löst zusätzlich einen schnelleren Herzschlag aus! Es ist ein Gemütszustand der die primäre Emotion, die als eine Reaktion auf eine angenehme Situation oder Erinnerung entsteht. Sie äußerst sich ganz unterschiedlich. Kann laut, aber auch leise stattfinden. Tränenreich sein oder auch nur mit einem Lächeln signiert werden. Die Bandbreite ist groß und wunderschön. Freude ist nicht nur ein Wort – sie ist eines der schönsten Emotionen, die es gibt.

Freude ist das Aufleuchten der Seele, sagen die Yogis. Und das gefällt mir richtig gut. ›lach‹ Wir alle haben Themen, die unsere Augen zum Strahlen bringen und die uns das Drumherum vergessen lassen. Es sind Themen, die uns abholen und berühren.  Es ist ein Abtauchen in eine unbeschwerte Welt, in der alles vollständig und schön ist. Wir vergessen Raum und Zeit, fühlen uns in diesem Augenblick pudelwohl … so ist es jedenfalls für mich. :D

Freude ist innere Entspannung

In unserem Körper spüren wir Freude als Entspannung. Im Außen ist sie durch ein Lächeln oder ausgelassene Gesten zu sehen. Bei mir ist es etwas anders. Ich halte mir dabei meistens die Hände vor dem Mund um nicht loszuschreien, dabei gehe ich leicht in die Knie. ›lach‹ NEIN, das ist keine Turnübung, sondern mein Ausdruck von Freude. :-)

Ich konnte Freude nicht immer so empfinden wie ich es heute kann. Auch das gibt es. Umso mehr freut es mich, sie wieder gefunden zu haben und darüber schreiben zu können. Um Freude empfinden zu können, müssen wir Situationen und Ereignisse positiv bewerten können. Indem wir zum Beispiel denken …

  • das Leben ist schön.
  • ich hab´das prima hingebracht.
  • der Moment ist angenehm und macht richtig Spaß.
  • mein Gegenüber ist zuvorkommend und nett zu mir.
  • der Erhalt einer guten Nachricht.
  • berufliche und private Erfolge.
  • die Freundlichkeit anderer Menschen.
  • Sonnenstrahlen, Regenbogen … die Natur im Allgemeinen.

Es klingt vielleicht etwas verrückt, aber wir können auch Angst haben uns zu freuen. Nämlich dann, wenn wir befürchten, dass wir verlieren könnten, worüber wir uns freuen! Ich kenne das nur zu gut. Ich habe mir die Freude verboten aus Angst vor einer Enttäuschung.

Was macht diese „Freude“ mit uns?

Unser Umfeld profitiert auf jeden Fall davon. Das steht fest. Aus einer positiven Stimmung heraus nehmen wir alles positiver wahr und können es noch besser genießen. Der Umgang mit anderen Menschen fällt uns leichter und wir sind geduldiger und großzügiger. Außerdem fühlen sich andere Menschen in unserer Gegenwart wesentlich wohler. Sie suchen unsere Nähe! Menschen die an Depressionen leiden, sind nicht in der Lage, Freude so zu empfinden.

Man kann dieses schöne Gefühl fördern, indem wir Dinge tun die uns Freude bereiten. Neugierig bleiben und vieles ausprobieren und uns daran freuen. Uns mit Menschen umgeben, die uns guttun, die uns mögen und lieben. Auch anderen zu helfen, fördert diese Emotion.

Du nimmst Freude nur in der Gegenwart wahr

Momente, die uns mit Freude überschütten, lassen unsere Gedanken still stehen. Wir sind konzentriert auf diese Aktivität. Wir sind fokussiert und total im Augenblick gefangen. Nichts stört!

Wenn unsere innere Ausgeglichenheit durch berufliche Konflikte verschwindet, dann fühlen wir uns unwohl. Wir sind nervös und angespannt. Alle negativen Dinge einer Situation oder eines Menschen fallen uns dabei auf. Wir wechseln vom JETZT in die Vergangenheit oder in die Zukunft.

Wenn wir trainieren im JETZT zu bleiben, dann erleben wir viel mehr Freude!

Der Spaß und die Freude sollten an oberster Stelle sein. Beobachten wir doch mal unsere kleinen Menschen. Wir können so viel von Kindern lernen. Womit beschäftigen sie sich? Genau! Nur mit Dingen die, die sie gerne machen – so richtig gerne. Haben sie keine Lust mehr, lassen sie das Spielzeug in der Sekunde fallen und widmen sich dem nächsten. Es ist wichtig für ihre Entwicklung.

Du wirst jetzt sagen: „Ich kann in meinem Beruf nicht alle fünf Minuten die Aufgaben wechseln …“ Du wirst diese „Lust“ auch nicht verspüren, weil Erwachsene ja auch ganz anders ticken. Darum geht es auch eigentlich gar nicht. Kinder folgen ihren Impulsen. Das haben wir als Erwachsene leider großteils verlernt. Wir beschäftigen uns mit Dingen von denen wir meinen, die müssten wir noch unbedingt tun.

Impulse sind ein Zeichen dafür, dass JETZT genau der richtige Moment dafür ist, genau das zu tun, was Dein Gefühl, Dein Herz, Dein Unterbewusstsein, Dein Bauch Dir sagt. Dein Verstand setzt es danach um. Das möchte ich Dir unbedingt mitgeben. Folge Deinen Impulsen … sie bereiten Dir Freude!

Freude ist eine Privatangelegenheit

Freude ist ein Gefühl, das sowohl durch unsere Gedanken, als auch unser Verhalten gesteuert wird. Die wichtigste Voraussetzung für das Empfinden von Freude sind unsere Einstellungen! Die Freude und das Glück sind eine „Privatangelegenheit. Das bedeutet Du musst selbst herausfinden, was Dir glückliche Momente bereitet. 

Die Freude ist immer da. Genauso wie das Glück. Wir tragen es in uns, wir haben es nur vergessen und müssen uns lediglich wieder daran erinnern. Und vielleicht noch etwas ganz Wichtiges:

Freude und Glück können wir nicht behalten und festhalten! Freude und Glück verflüchtigen sich wie ein gutes Parfum. Das ist auch gut so, denn dauerhafte Freude wäre unerträglich und würde zur Selbstverständlichkeit werden und uns damit keine Freude mehr bereiten. ›zwinker‹

Und zum Schluss noch Freude bedeutet und beinhaltet:

  • Gesundheit
  • geliebt werden
  • Geborgenheit
  • Harmonie
  • Natur erleben
  • schwere Zeiten zu überstehen
  • ein Lebensziel verwirklichen
  • Zufriedenheit
  • lieben
  • Kinder
  • Menschen, die man mag
  • genießen
  • staunen können
  • Freiheit

Die Liste könnte ziemlich lange werden und wenn Du magst, darfst Du Deine persönlichen Freudenschreimomente noch daruntersetzen. Wie Du siehst, „FREUDE“ ist nicht nur „EIN“ Wort, sondern wesentlich mehr! :-)

Ich wünsche Dir ganz viel Freude … jeden Tag. Liebe Dein Leben und die Freude ist auf Deiner Seite.

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Gehst Du Deinen Weg? Oder sollte ich besser fragen: Hast Du Deinen Weg im Leben gefunden? Es gibt so viele Möglichkeiten, jede Menge Wege, Straßen und Trampelpfade, die wir einschlagen könnten! Es gibt nicht nur links, rechts, gerade aus und zurück. Ich finde heutzutage stehen uns mehr Wege zur Verfügung als früher. Alle können uns dahin führen, (oder auch nicht) wo sich unser Ziel befindet. Das kann allerdings ganz schön anstrengend sein, diesen Weg zu finden.

Oft genug entscheiden wir uns für eine mehrspurige breite Straße. Eine Straße die genug Platz bietet, zu überholen, auszuweichen oder geradewegs und flott zum Ziel unserer Wahl zu kommen. Eine sichere bewährte Straße. Da fahren, wo eben alle sich bewegen. Da nimmt man auch schon mal gerne einen Stau in Kauf! Ist es nicht so?

Wildwege und Trampelpfade haben keine Wegweiser

Diese Wege klingen spannend, es besteht jedoch immer die Gefahr sich zu verirren! Es gibt keine Schilder, die uns weiterhelfen, uns eine Orientierungshilfe sind! Diese Wege sind holprig, manchmal auch steil und unsicher. Vor allem langwieriger. Die andere Seite ist, auf diesen Wegen können wir auch auf wundervolle Überraschungen stoßen! ›lächel‹ Welchen Weg also nimmst DU?

Wie sieht Dein bisheriger Weg aus? Warst Du nur auf der breiten und sicheren Autobahn unterwegs? Schnell und gerade. Oder war’s eine kurvige Bergstraße? Hast Du Dich durch verwachsene Waldwege gekämpft oder hast Du das Gefühl, dass Du Dich andauern in einer Einbahnstraße verfranzt? Ohne Wendemöglichkeit …

Der gängige Weg

Wir flitzen auf den unterschiedlichsten Straßen umher. Probieren mal da und mal dort einzubiegen. Bleiben sicher auch mal auf einer breiten Straße und verfolgen sie längere Zeit. Wir fahren und fahren … vergessen dabei auf Pausen bis wir völlig erschöpft stehen bleiben.

Manchmal verstehen wir die Straßenschilder nicht. Sehr oft fahren wir über STOP Tafeln und fahren sogar bei Rot über die Kreuzung … huch, nix passiert! Wir folgen falschen Abzweigungen, weil wir auf die Stimme des Navi´s hören und vieles mehr.

Oft haben wir das Gefühl im Leben, einfach nur umherzuirren und wir müssen uns eingestehen, dass wir Meilen weit von unserem Ziel entfernt sind! Wo verdammt ist diese tolle Straße, wo sind denn diese spannenden Wege, von denen so viel geredet wird? Warum finde ich keinen dieser Wege? Kennst Du diese Gedanken? ICH schon. Mein Hindernis waren die Meinungen der anderen. Also das „NAVI“. Wenn ein Navi nicht aktualisiert ist, wird es Dir in einer Großstadt nicht unbedingt eine Hilfe sein. Da ist, es besser Du vertraust Deiner Orientierung oder sogar Deinem Bauchgefühl.

Darf Dein Weg nur ein Ziel haben?

Ich glaubte sehr lange, dass es im Leben nur darum ginge, ein klares Ziel zu benennen und geradewegs darauf loszufahren. So ist ja das Ideal, nicht wahr? Doch, wenn ich mir dann die Menschen angeschaut habe die ich ab und an bewunderte, ist mir aufgefallen das Ihre Wege alles andere, als schnurstracks verlaufen sind!

Sie haben sich genauso in unzähligen Gassen ohne Umkehrmöglichkeit hineinmanövriert, sie haben Ausfahrten übersehen. Und sie mussten zahlreiche Umwege fahren und gehen ohne noch zu wissen, wo sich Ihr Ziel überhaupt befand!

Es gibt doch so ein Sprichwort, das schon sehr ausgelutscht ist, aber dennoch der Wahrheit entspricht:
„Der Weg ist das Ziel …“

Wenn wir es schaffen, all die Wege zu genießen, auch mal Pausen planen. Anhalten. Uns umsehen und die Landschaft, die Natur sehen anstatt auf der Autobahn mit Tempo 200 dahin zu brettern, dann müssen wir überrascht feststellen, dass es so wahnsinnig viel zu sehen gibt! :-)

Und wie wir ja alle schon gelernt haben, verändern sich durch das Entdecken vielleicht auch unsere ursprünglichen Ziele? Vielleicht wird aus einem Ziel ein zweites oder ein ganz anderes oder beides?

Vielleicht finden wir dadurch alte Ziele nicht mehr so wichtig? Wir beobachten … denken nach und kehren dann um und schlagen einen ganz anderen Weg ein?

Ziele verändern sich (Gott sei Dank)

Das wirst Du aus Deinen eigenen Erfahrungen schon bemerkt haben. Wir dürfen auch manchmal gar kein Ziel haben, na und! Wir lassen uns einfach von einem Augenblick treiben. Wir vertrauen unserer Intuition. So wie wir nach einem wunderschönen entspannten Waldspaziergang wieder zurück nach Hause finden. Wir genießen und fühlen uns gut.

Deshalb darf ich Dir sagen: Es ist okay vielleicht gerade „ziellos“ zu sein! Versuche nicht um jeden Preis auf der vierspurigen Straße Gas zu geben und nach einem „Ziel“ zu suchen … es ist Zeitverschwendung.

Unser Leben besteht  aus leistungsorientierten Phasen, aber auch Ruhephasen. Das kannst Du auch wunderbar in der Natur beobachten. Also Du darfst Dich ausruhen, Du darfst es Dir gut gehen lassen und Du darfst Dich „wichtig“ nehmen – egal was das Navi da draußen vorschlägt!

Diese Pause am Rastplatz wird Dir sehr viel bringen

Nach jeder Ruhephase beginnt es auch wieder unter den Fußsohlen zu brennen. Du wirst Lust verspüren, Dich in Deinen Wagen zu setzen und Gas zu geben! Du wirst jetzt eine Ahnung haben, wo Du hin möchtest. Wo Dein Weg Dich hinführen soll und welche Straße Du nehmen wirst.

Ob Du eine Kombination aus fahren und Fußmarsch wählst. Ob Du breite oder enge Straßen befahren wirst. Ob Du jemanden mitnehmen möchtest oder lieber Dein eigenes Ding machen willst. Gut möglich ist aber auch, dass Du gar keine dieser Straßen nehmen wirst, weil Du darauf nicht zu Deinem persönlichen Ziel gelangen wirst.

Du steigst aus Deinem Wagen und folgst keiner Straße. Du suchst Dir einen (Deinen) eigenen Wildpfad. Du lässt Dich auf Gestrüpp und Überwucherung ein. Du legst Dir Deinen eigenen Weg frei … in Deinem Tempo. <3
Dein ganz persönlicher eigener Weg, den vor Dir noch niemand gegangen ist.

Vielleicht ist er nicht perfekt. Er weicht vielleicht von Deinen Vorstellungen ab, so hat er Dich doch zu der Person gemacht, die Du nun bist. Du kannst entscheiden, wie es weitergehen darf. Du hast unendlich viele Möglichkeiten … immer!

Wie sieht Dein Weg aus?
Fährst Du gerade mit 200 auf der Autobahn oder parkst Du am Rastplatz?
Kämpfst Du Dich gerade durchs Gestrüpp?
Oder bist Du schon durch?

Ich hoffe, ich konnte Dir den WEG etwas näher bringen und freue mich natürlich, wenn ich Dich mit diesem Artikel abholen konnte.

Pass gut auf Dich auf und vergiss nicht, mal rechts ran zu fahren. :-)

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Nein. Nein so sicher nicht. Ponyhof, das Leben und eine riesige Spielwiese … liest sich super, wenn das unser Leben sein sollte? Ist es aber nicht. Unser Leben überhäuft uns mit Stress, cholerischen Chefs, bescheuerten Arbeitszeiten, unfähigen Menschen, die am Schalter sitzen und Gott spielen, verständnislosen Partnern, irren Autofahrern (wir sind natürlich ausgeschlossen ›lach‹),  viel zu vielen Sorgen, Druck und chronischem Zeitmangel. Hab ich etwas vergessen? Es ist jedenfalls nicht immer lustig und ich fühle mich oft, als würde ich in einem Kabarett in der ersten Reihe sitzen!

Angst, Angst und nochmal Angst

Kaum schlägt man die Zeitung auf oder macht den Fernseher an, was sehen, lesen und hören wir? Bedrohung aus allen Richtungen! Am Klimawandel gehen wir alle zugrunde. Unerforschte Viren warten nur darauf ihr grausames Werk zu verrichten und in der Drohne des Nachbarn, steckt bestimmt die totale „Überwachung“.

Ich weiß, dass ich es jetzt ein wenig übertrieben formuliert habe. Aber so abwegig ist die Sache nicht. Die Antwort auf all diese Dinge lautet ANGST. Angst vor der Zukunft, Angst um unsere Gesundheit, Angst vor Ablehnung, Angst vor dem Alleinsein, Angst vor Veränderungen … und später wundern wir uns, wenn die Angst uns krank macht.

Angst ist etwas Gefährliches, sie engt uns geistig ein, lähmt und isoliert uns. Sie macht uns sehr oft boshaft und zynisch. Sie macht uns in bestimmten Situationen zu wahren Jammerlappen. Jammern über das eigene und kommende Elend das auf uns wartet.

H A L T!

Warum bitte denken und handeln wir so? Warum lassen wir das zu? Wo ist sie … unsere kindliche Neugierde? Die Freude am positiven SEIN? Die Freude Neues zu entdecken? Sich ohne nachzudenken in ein Abenteuer zu stürzen? Nase nach vorne ohne Rücksicht auf Verlust? Zu lachen und zu spielen (schaukeln – ich liebe schaukeln!).

Wir opfern unseren Übermut auf dem „Opfertisch“ des Erwachsenenseins. Wir stellen uns in die Schlange wo alle sich anstellen. In das Heer der Unauffälligen! Wir arbeiten gekonnt unsere Rollen ab. Und vor lauter Ernsthaftigkeit und Fleiß verlieren wir unsere wertvollsten Güter – das Lachen und die Freude am Sein.

Das Leben wird nicht mehr „gestaltet“, sondern es wird zu Ende gelebt. Monoton und wenig Emotion.

Wenn ich zurückschaue, wundere ich mich ehrlich darüber, wie lange ich in diesem Heer mitmarschiert bin! Stramm und ernst. Nur funktionieren eben. Ich habe ein Leben geführt, dass so vielen meiner Grundüberzeugungen widersprach.

Und was das Schlimmste daran ist: in der Regel werden wir dafür gelobt! Oh wie schön und wunderbar, ich passe in die Schublade in der schon alle anderen sitzen, stehen oder liegen. >kopfschüttel< In dieser Schublade fragt Dich keiner, was Deine Wünsche und Träume sind. Keiner wird Dich fragen, was Du mit Deinen unterdrückten Leidenschaften machst!

Mein Blatt hat sich gewendet

Ich habe für mich festgestellt, das Leben kann zu einem Ponyhof werden! :D Was ich getan habe? Ich bin der Meinung, dass unser viel zu kurzes Leben mehr verdient, als sich einem „Heer“ anzuschließen, indem wir uns keine Zwischenschritte erlauben darf!

Ich will sammeln wie ein Eichkätzchen … viele Erfahrungen, viele neue Menschen, viele Aha-Erlebnisse und spannende Momente. >breit grins< Also möchte ich mein Leben zu einem Ponyhof umgestalten! Und zwar einen Hof mit sehr vielen unterschiedlichen Ponys. Mal sind sie frech und gut gelaunt, mal bockig und nicht zu motivieren. Manchmal schnell und neugierig und ein andermal sind sie einfach nur verfressen und müde.

Das macht meinen Ponyhof so spannend. Wenn wir es schaffen, aus unserer Schublade herauszukrabbeln, werden wir regelmäßig überrascht werden! Sicher … manchmal spürt es sich fantastisch an und manchmal auch richtig beschissen. Was mir aber dabei wichtig ist, Hauptsache es fühlt sich überhaupt nach was an! Das ist Leben.

Es gibt aber dazu ein paar Regeln:

  • Wir haben die freie Entscheidung darüber, ob das Leben Freude macht. Wir sind es, die es zulassen müssen!
  • Alles Fremde wirkt manchmal bedrohlich auf uns. Setzen wir uns aber damit auseinander, ist es kaum der Rede wert.
  • MUT. Ein Wort das mich schon viele Jahre begleitet. Ein wenig Mut, sollten wir aufbringen. Komm ins TUN und Dein Mut wird wachsen! :D
  • SORTIERE! Was sich gut für uns anfühlt, darf bleiben. Was nicht in unser Konzept passt – entsorge. Das bestimmst einzig und alleine Du.
  • Und zum Abschluss eine persönliche Erfahrung von mir. Wenn jemand Dein Verhalten am Ponyhof als „unangemessen“ oder sogar „peinlich“ empfindet, dann bist Du auf dem richtigen Weg! ›lach‹

Jeder der sich auf das Abenteuer Leben einlässt, wird auf einmal sagen und feststellen, dass es schon sehr viele Menschen gibt, die nicht mehr nach der Norm leben. Sie brechen aus. Tanzen aus der Reihe. Egal ob im großen oder kleinen Stil. Sie probieren aus, entdecken und suchen unersättlich nach Neuem.

Sie machen auch so manchen „Bauchfleck“. Aber sie sehen es nicht als Niederlage, sondern als Ansporn, dem Leben noch mehr zu entlocken.

Also mein Ponyhof ist riesig und bietet jedem seinen Platz, der gerne bei mir ist. Mein Ponyhof bietet unzählige Überraschungen. Neues und aufregendes. Und er sorgt für jede Menge Spaß und Ausgelassenheit! Das Ganze mit einem Satz erklärt: Er bietet Neugier und Lust aufs Leben! <3

Soll ich Dir etwas verraten? JA, das Leben ist ein Ponyhof und ich fühle mich pudelwohl darin.

Wir haben zwei Möglichkeiten: Ein einzigartiges und fantastisches Leben zu leben oder die zu beneiden, die es tun.
ENDE der Geschichte.

Ich wünsche mir für Dich, dass Du die richtige Entscheidung treffen wirst.

Lesezeit: 3 Minuten

In der heutigen Zeit ist die Fähigkeit die Zeit effizient einzuteilen, eine sehr wichtige Aufgabe. Wer die Zeit nicht richtig einteilen kann, wird sich sehr schwer tun was Arbeit und den dazugehörigen Erfolg betrifft. Ein strukturiertes Einteilen unserer so wertvollen Zeit ist jedoch leichter gesagt als getan.

Oft sind wir noch mit einem Bein im Bett und die ersten Fragen wie „Kannst du bitte … ich bräuchte dringend … bitte würdest du … oder es macht dir doch sicher nichts aus wenn du“ usw … all diese Fragen stapeln sich schon früh morgens im Raum.

Da nützt unsere ganze Tagesstrukturierung, die wir uns am Vortag zurechtgelegt haben gar nichts. Nehmen wir uns selber bei der Nase. Wir wollen UNS und dem Fragesteller nicht schon am Morgen den Tag vermiesen. NEIN … 4 Buchstaben, die wahrlich zu einer Herausforderung werden können. Wir wissen im Hinterkopf, dass das NEIN jetzt angebracht wäre, über die Lippen kommt es trotzdem nicht.

Warum können wir nicht NEIN sagen?

Mir wurde ja gesagt, dass dies wie so vieles, schon in unserer Kindheit begonnen hat. Wie sagten unsere Eltern NEIN, wenn wir mit Sachen hantierten, die uns schaden hätten können? Oder wenn wir Dinge taten, die wir nicht durften oder sollten? Dieses Wörtchen NEIN spielte damals schon eine wichtige große Rolle in unserem Leben.

Ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie die Reaktion meiner Eltern war, wenn ich auf „Erwünschtes“ mit einem trockenen NEIN ankam. Es wurde mit bösen Blicken und Konsequenzen oder Strafe verbunden. Kein guter Deal. Daher versuchte ich doch lieber „brav“ zu sein und das zu tun, was von mir verlangt wurde.

Als Kind ist es völlig in Ordnung, den Eltern zu „gehorchen“. Nur viele haben vergessen es abzulegen. Als erwachsener Mensch kann man nicht zu allem ja sagen. Auf sich selber zu schauen und zu achten wäre sehr wichtig. Unsere Eltern, die dies früher für uns getan hatten, haben uns abgenabelt.

Die Angst als Erwachsener bestraft zu werden bei einem NEIN, bleibt (in den meisten Fällen jedenfalls) aus. Konsequenzen gibt es nicht wirklich.

Menschen sind verschieden

Warum das Wort NEIN so schwer über die Lippen geht, ist von Mensch zu Mensch verschieden. Manche haben null Problem, andere wiederum tun sich extrem schwer damit. Denke dabei auch an mich selbst.

Es gibt Personen, da sag ich aus Prinzip schon NEIN. Und bei Anderen könnte ich mir ein Nein nicht verzeihen. Klarerweise ist es auch sehr oft situationsbedingt.

Hierfür gibt es auch einige Gründe

Der Grund ein NEIN nicht auszusprechen, hängt auch damit zusammen, dass wir anderen helfen möchten. Es fühlt sich ja auch sehr gut an, unentbehrlich zu sein und gebraucht zu werden! JEDER strebt nach Anerkennung und positiven Feedback.

Nur nochmal gesagt … Es ist wichtig auf seine eigenen Bedürfnisse zu achten. Ein gesunder Egoismus hat noch niemanden geschadet. Ein Lernprozess der sehr gesunde Auswirkungen auf unser Leben haben kann. :-)

Verlustängste

Nur gemocht und geliebt zu werden, wenn wir statt NEIN ein JA sagen, das ist uns noch aus unserer Schulzeit bekannt. Damals, möglicherweise, kann es so gewesen sein, heute als Erwachsener, ein Irrglaube! ICH entscheide in der Zwischenzeit sehr genau, wem ich meine Hilfe und kostbare Zeit schenke. Menschen, die versuchen mich auszunutzen, haben mich und meine wertvolle Zeit nicht verdient.

Die Befürchtung dadurch „Freunde“ zu verlieren

Sicher, diese Angst ist nicht ganz unbegründet. Ein NEIN kann durchaus Konflikte entstehen lassen. Hier heißt es einfach Prioritäten setzen. Und außerdem, ein richtiger Freund kündigt uns nicht nach einem für uns gerechtfertigten NEIN, die Freundschaft! Wenn doch, dann sei dir gesagt, es war kein Freund.

Die Befürchtung etwas zu versäumen

Der Tag war lange im Büro, Firma oder auch zu Hause! Man ist geschafft, aber auch glücklich einen guten Tag und somit gute Arbeit geleistet zu haben. Endlich nach Hause. Punkt!

Wenn da nicht Kollegen, Freunde oder unser Boss noch auf einen After-Work Drink einladen würde. Jedes Mal dachte ich mir: Dieses Mal sagst du NEIN thx, vielleicht beim nächsten Mal. Klappte nie bei mir! Die Angst etwas Wichtiges zu versäumen war mir wichtiger als meine Privatgestaltung und mein gemütliches Sofa zu Hause.

Ich wollte natürlich auch mitreden können und dazugehören, nichts verpassen. Auch wenn ich mir jedes mal dachte, dass es mir zu Hause mehr gebracht hätte.

Keiner von uns ist ein schlechter Mensch, wenn er hin und wieder eine klare Ansage macht. Nämlich ein NEIN. Gebt euch diese Erlaubnis! An sich denken – ein Lebensinstinkt! Öfter mal NEIN zu sagen bedeutet auch weniger Stress und mehr Wohlbefinden.

Wenn wir selber keine Kraft und Power mehr haben, können wir auch sehr bald keine der Bitten der Anderen erfüllen.

Vielleicht konnte ich euch das Wörtchen NEIN wieder mehr ins Bewusstsein rufen. Und möglicherweise fällt es euch beim nächsten „sei doch so lieb blablabla“ etwas leichter mit einem klaren NEIN SRY, zu antworten.

Eines kann ich euch jetzt schon versichern. Die Augen eures Fragestellers werden größer sein als gewöhnlich. :-)

Lesezeit: 3 Minuten

Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne … ein Sprichwort das uns ermuntert sich durch kein Problem der Welt klein kriegen zu lassen. Mit jedem Neuanfang sollten wir uns anfreunden! Der Wandel gehört unaufhaltsam zu unserem Leben dazu. Er ist es der uns lebendig hält! Er bietet neue Chancen und jede Menge Herausforderungen.

Gleich zu Beginn eine Frage an Dich: wenn ein Wollknäuel verwickelt ist, wie beginnst Du den Wickel zu lösen? Ziehst Du irgendwo mittendrin rum oder suchst Du den Anfang? Ich denke die meisten betrachten das Wirrwarr und versuchen dann ein Ende der Wolle zu finden.

Dieses „Woll-Beispiel“ kannst Du sehr gut auch für Deine Probleme aufnehmen, für Neuanfänge und Veränderungen. Deshalb habe ich es auch angeführt. Die Auflösung eines wilden Durcheinanders kompensiert mit Deiner Vorgehensweise können Deine Probleme und Bedenken positiv beeinflussen.

Probleme fangen oft „klein“ an

Du bemerkst sie oft erst dann, wenn eine Situation unerträglich wird und Du den Druck, der dahinter steht, nicht mehr bewältigen und schon gar nicht ignorieren kannst! Wenn es erstmal kritisch wird, ist es oft nicht einfach die Ursache herauszufinden. Das Beste, was wir tun können ist, erstmal die Lage zu entspannen.

Um es Dir realistischer näherzubringen ein paar Beispiele:

  • Du fühlst Dich eingeengt durch Deine Lebensumstände …
  • Du hast extreme Schmerzen und kannst Dich nur noch schlecht bewegen …
  • Du hast Angst Deinen Job oder Deinen Partner zu verlieren …
  • Dich quälen Panikattacken und Dein Herz springt wild und aus der Reihe usw…

Sei mal ganz ehrlich und überprüfe Deine Gedanken. Wie oft hast Du nicht hingesehen, als erste Anzeichen aufgetreten sind? Hast Du Deine Bedürfnisse zu wenig erst genommen? Ist Dein Leben Routine geworden?

Es sind die kleinen alltäglichen „Entgleisungen“

Wann und warum hat das Problem angefangen? … Mit dieser Frage wirst Du auch die Lösung finden können. Es sind nämlich die kleinen Ausrutscher des Alltags, die auf Dauer zu einem richtigen Problem werden, da sie sich Deiner Aufmerksamkeit entziehen!

Nach einem ersten Update und einer Schadenseindämmung ist es wichtig, die Ursache – das Übel herauszufinden. Sehr oft gibt es leider nicht nur einen offensichtlichen Grund, sondern gleich mehrere Faktoren die sich gegenseitig die Stange halten.

Zurück zu einem der Beispiele, so kannst Du sie analysieren:
Du hast Schmerzen und während Du behandelt wirst, spürst Du, dass diese Schmerzen eine Reaktion auf Unbeweglichkeit Deines Armes zurückzuführen sind. Wird Dein Arm beweglicher, werden auch Deine Schmerzen besser und werden sogar verschwinden.

Es ist nur ein sehr vereinfachtes Beispiel und doch ist es sehr leicht nachzuvollziehen, dass kleine Anpassungen auf Dauer große Folgen haben werden!

Probleme entstehen selten über Nacht

Wenn wir ehrlich sind, entstehen Probleme nie von einem Moment auf den anderen! Ein Problem ist wie ein Puzzle … ein Teil nach dem anderen wird ein ganzes Bild ergeben. Es sind viele Faktoten die zusammenhängen. Zeit, Laune, Schwierigkeitsgrad usw. um schnell oder langsam vor dem fertigen Bild zu sitzen.

Es liegt immer an der Herangehensweise, wie wir ein Problem (Puzzle) auflösen. Also beginne dort, wo es Dir am leichtesten fällt! Wie gesagt das gilt auch bei Problemen und Veränderungen aller Art.

Ein guter Ansatzpunkt

Blicke in die Zeit zurück in der Deine Probleme entstanden sind und überlege. Was könnte ein Auslöser gewesen sein? Aber sei dabei vorsichtig – verbanne jede Art von Schuldzuweisungen! Auch dann, wenn andere Menschen vielleicht Mitschuld sind an Deinem Problem und Deiner Veränderung! Es bringt im Nachhinein gesehen niemanden etwas. Spar Dir die Energie und die Zeit, eine konstruktive Auseinandersetzung mit der momentanen Lage zurechtzulegen. Sei Dir auch immer wieder im Klaren, es meistens klein begonnen und hat sich langsam ausgebreitet.

Ein guter Ansatzpunkt ist das Wörtchen NEIN

Frage Dich, wo Du besser NEIN gesagt hättest. NEIN zu Menschen in Deinem Umfeld? NEIN zu Deiner Bequemlichkeit? NEIN zu Deinem ständigen Bedürfnis Neues zu beginnen und nie fertigzumachen? Neues auszuprobieren und Ziele zu verfolgen, ist etwas Großartiges! Aber vieles zu beginnen und nichts fertigzumachen, bringt ein großes „Durcheinander“ in Dein Leben (Wollknäuel wo kein Ende und kein Anfang zu finden ist).

Wenn Du mehrere Gründe für Deine momentane Situation entdeckt hast – super und umso besser! Jetzt hast Du nämlich viele Möglichkeiten, um neu „aufwickeln“ zu können … um einen Kurswechsel in die Wege zu leiten. :D
Und bitte: fang dort an, wo es Dir am leichtesten fällt!

Meine Erfahrung zum Schluss

Das Heimtückische an unseren Problemen ist, dass wir meistens nur die Symptome sehen und die Ursachen in den Schatten stellen! Und genau sie sind es, die uns das Leben schwer machen. Wenn wir also die Ursache nicht beachten, werden die Symptome nur noch größer werden … wie bei dem Beispiel „Schmerz“!

Also Hand aufs Herz: Wie viel Zeit investierst Du wirklich, um Dein Problem zu analysieren? Oder wie oft hast Du damit begonnen, einen Ansatz für eine Lösung des Problems zu finden, ohne dabei genau hinzuschauen, worum es eigentlich tatsächlich geht? ICH – wenn ich ehrlich bin viel zu oft!

Nun, wenn es also ein Problem gibt, schau ihm in die Augen und löse es. Versuche nicht den Fehler zu begehen und das Problem größer zu sehen als es ist! Sieh die Chance, die darin verborgen sein kann. Natürlich sollten wir nicht mit weit aufgerissen Augen, Ausschau nach Problemen halten … NEIN. Wir sollten immer mit dem Besten rechnen und auf das Schlimmste vorbereitet sein!

Probleme sind wie Hausaufgaben aus der Schulzeit. Sie mögen lästig sein, bringen uns aber immer weiter!

Rolf Merkle
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Worauf ich heute hinaus will, ist unser Perfektionismus. Frauen, die beinahe alles möglichst perfekt machen wollen, möchten auch gerne die Anerkennung von ihren Mitmenschen. Ich weiß aber, dass dabei einiges übersehen wird. Frauen mit Ecken, Kanten und Fehlern, haben es in ihrer Umgebung einfacher als aalglatte, akribische in Perfektion lebende Wesen!

OMG, diesen Beitrag hätte ich vor fünf Jahren noch nicht schreiben können. <lach> Ich verkörperte den Perfektionismus förmlich! Ich war glatt wie ein Aal. Ecken wurden abgerundet und Kanten entschärft! Mir ist es ja mittlerweile recht gelungen, meine akribische Perfektion zu stutzen.

Wenn ich ehrlich bin, ist es mir früher auch entgangen, dass meine diese aalglatte Perfektion, sich nicht besonders gut bei anderen machte. Meiner Beobachtung nach ist für Betroffene dieser Perfektionismus einfach eine Strategie. Eine Strategie um Anerkennung und Lob zu erhalten. Früher bekamen wir diese von Lehrern, Eltern oder Menschen, die uns wichtig waren. Wir bekamen „Streicheleinheiten“ für gewisse Leistungen und sie gaben uns das Gefühl, wertvoll(er) zu sein. Unser Selbstwert wurde gestreckt.

Es gibt allerdings auch viele Frauen, die dieses „perfekt sein“ erst später begonnen haben zu leben, um anderen oder dem Partner gerecht zu werden und zu gefallen. Ich begann damit als erwachsener Mensch. Ich wollte mir und anderen Beweise liefern, dass ich sehr wohl zu außergewöhnlichen Leistungen fähig bin.

Ein kurzer Ausschweif:

Ich weiß nicht wie Du das wahr nimmst, aber es gibt bestimmte Lebensbereiche, in welchen „FRAU“ versucht, perfekt zu sein. Kindererziehung, als Partnerin, das eigene Äußere, Haushalt und natürlich der Job. Das sind so die Dinge, die ich von mir selbst kenne und die mir immer wieder auffallen. Aah halt! Einen ganz wichtigen Bereich habe ich vergessen: Immer für alle da sein zu wollen – perfekte Kollegin, perfekte Freundin, perfekte Nachbarin, perfekte Tochter.

Nun aber zu meiner eigentlichen Frage:

Wie nimmt unser Umfeld uns wahr, wenn wir so aalglatt sind?

Klar, auf der einen Seite habe ich viele positive Rückmeldungen erhalten. Was ich aber nicht gesehen habe, waren die negativen Auswirkungen, dass muss ich klar sagen. Frauen die versuchen fehlerfrei durchs Leben zu gehen und perfekte Leistungen abliefern, lösen bei nicht wenigen Menschen das Gefühl aus, selbst zu wenig zu tun!

Ich gab im Berufsleben alles und das erwartete ich auch von anderen. Ohne Kompromisse. In meiner Wohnung konnte man vom Fußboden essen. Es stand alles auf seinem staubfreien Platz. Ich vermittelte meinen Freundinnen schnell mal das Gefühl, dass Ihre Wohnung unordentlich sei.
Solch perfektionistische Menschen wie ich es war, erhöhen den Druck auf Ihre Umwelt.

Ich mag lieber Menschen, die ich auch „menschlich“ erlebe!

Mir ist endlich klar geworden, dass zum menschlich Sein auch Fehler gehören. Schwächen, die wir zeigen sollten und auch der Mut zu sagen: „Sorry, aber das kann ich nicht!“ Wer immer darauf bedacht ist, alles perfekt hinzubekommen, wird von anderen schnell mal mit „Die wirkt irgendwie nicht echt“ bezeichnet und auch so erlebt. Nicht authentisch, umgeben von einem Geheimnis und dadurch automatisch auch unsympathisch. 

Ich habe es nie bemerkt oder vielleicht wollte ich es auch gar nicht erkennen. Das Paradoxe an der Sache ist eigentlich, dass was Perfektionistinnen sich wünschen – also durch Ihren hohen Erwartungen an sich selbst einen guten Eindruck zu machen – geht in Wahrheit in die Hose. Das Gegenteil ist der Fall: Frau wird kritisch beäugt und es trennt uns von den anderen.

Ich bin so glücklich darüber, dass mir das klar geworden ist. Seit ich das weiß, fällt es mir leicht meinen Perfektionismus auszubremsen.
Ich würde niemanden mehr raten, auf meinen Fußböden zu dinieren …
Es wäre auch gut, keine Stauballergie zu haben …
Und es könnte auch durchaus passieren, dass mein Gugelhupf zu lange die Hitze genossen hat …

Aber egal: Lieber unperfekt, etwas staubig und ein dunkles Stück Kuchen, als unecht und unsympathisch! ›lach‹

Hast Du Ähnliches erlebt und hast dazu etwas zu sagen? Ich freue mich selbstverständlich auf Deine Rückmeldung.
Bis ganz bald.

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Geht das denn schon wieder los?

Warum es uns auch mal scheiße gehen darf. Ich überlege seit Wochen, ob ich darüber schreiben, oder es besser lassen soll? Aber für mich ist es heute ein Muss. Vielleicht gibt es ja da draußen noch jemanden, der diesen Tag mit mir teilt. Der auch seine Kopfhörer auf Lautstärke Doppel rot drückt und sich in der Musik verflüchtigt.

Warum nur fühlen sich diese Tage an denen ich meine energetischen Massagen habe, jedes Mal so „bescheiden“ an? >stirnrunzel<. Warum ziehen mich diese Gefühle, die sich daraus entwickeln, so richtig runter? Warum kann ICH zwei Tage danach nichts mit mir anfangen? Ich kann keine Energie aufbringen. Ich schaffe es gerade mal so aufs Bett. Selbst die Hunde müssen auf mich verzichten. :-(

Was bremst mich gerade aus? Und warum? Und warum noch immer? Und warum frage ich so doofe „Warum Fragen“ ich weiß doch das sie mich nicht weiter bringen …

Früher, hätte mich jemand gefragt was denn los sei, hätte ich geantwortet: „Ach was, alles gut!“ Heute kann ich das aber nicht mehr. Es wäre gelogen und es wäre ein direkter Angriff auf die Ehrlichkeit meiner Gefühle.

An solchen Tagen reagiere ich übersensibel. Es fühlt sich an, als würde ich mit einem Bein, mitten in eine Depression zu hüpfen! NEIN. Das brauch ich nicht mehr und vor allem fühlt es sich unlogisch an!

Zwei Stunden liege ich auf der Reismatte und genieße sogar manchmal. Ich mag die Kombination aus Shiatsu und Energiearbeit. Diese manuelle Therapieform – wenn sie richtig gelehrt wurde, davon halte ich sehr viel. Eben nur nicht von den Gefühlen die mich danach überrollen. Und das schon seit vielen Wochen.

Nach dieser Behandlung wird mir jedes Mal bewusst, dass ich an noch so vielen „Stellschrauben“ drehen muss. Schließlich tue ich das seit fast 5 Jahren! Und zwar genau aus einem Grund: Um Rückfälle auszuschließen, zu minimieren. Und ich würde meinen, es gelingt mir fantastisch gut … 

Und dann ist da dieser Tag in der Woche, der mir etwas anderes sagen will. Er zerstört meine jahrelange Arbeit mit mir selbst. Jedenfalls glaube ich das.

Wenn ich aber nach Stunden meine Kopfhörer wieder auf normale Lautstärke drücke, ein paar Stunden wie im Koma geschlafen habe, könnte ich auch sagen, das ein beschissener Tag zwischen ganz vielen guten Tagen, noch lange kein Grund ist auszuticken, … in Angst zu verfallen … Es ist einfach nur ein Tag, an dem es mir eben nicht gut geht!

Und langsam beginne ich zu realisieren, dass diese(r) Tag(e) etwas sehr Wertvolles für mich sind. Es ist zwar nicht so, dass ich ohne solche Tage nicht leben könnte, aber diese Tage überbringen mir Botschaften …

Nein, eigentlich stellen mir diese Tage Fragen:

  • Ist es der richtige Weg für mich?
  • Denke ich schon wieder zu weit nach vor?
  • Teile ich meine Kräfte richtig ein?
  • Mache ich mir zu großen Druck?
  • Wovor habe ich genau Angst?

Während ich mir diese Fragen genauer ansehe, … ich denke. Ich schreibe sie auf. Ich zerlege sie und komme zu hilfreichen Antworten.  Ich sage mir dann: „DANKE beschissener Tag, Du hast Deine Berechtigung. Denn möglicherweise, habe ich an den vielen „guten“ Tagen, den Kontakt zu ein paar wichtigen Baustellen abgebrochen? Ich sollte sie besichtigen und nochmal näher anschauen ›lächel‹.

Eines steht jedenfalls fest:

Einiges in meinem Inneren schlägt noch zu große Wellen. Es ist wichtig DAS zu akzeptieren. Es liegen über fünfzig Jahre Vergangenheit hinter mir. Die kann selbst ich nicht in fünf Jahren glätten. Fünf Jahre lebe ich nun ein total anderes Leben. Veränderungen sind Prozesse. Vieles kann man selbst noch nicht glauben. :D Wie ich selber immer schreibe: Geduld und Zeit. Mehr braucht es nicht.

Deshalb habe ich beschlossen, diese Tage als Chance zu sehen. Ich werde an gewissen Stellen in meinem Leben noch nach schrauben müssen.

Für nächste Woche habe ich mir vorgenommen, aus diesem Tag einen ganz besonderen zu machen. Ich werde ihn zelebrieren. Ja genau. Entweder ich höre noch lauter meine Musik oder ich werde ganz still. Alles darf sein, wie ich es gerade brauche und für notwendig halte.

Wenn ich aus den guten Tagen so viel Energie nehmen kann, dann wäre es doch traurig, die ganz besondere Energie aus nicht so guten Tagen total verpuffen zu lassen?

ES IST NUR EIN SCHLECHTER TAG … UND KEIN SCHLECHTES LEBEN!

Heute danke ich Dir fürs zuhören. <3
Ich wünsche Dir natürlich NUR gute Tage und falls doch ein fauler dabei ist, dreh die Musik lauter ›lach‹

Sei gut zu Dir.