Wie erreicht man ein erfülltes Leben. Was muss man ändern und vor allem wie ändert man sein Leben und seinen Lebensstil um ein achtsameres, positiveres und wertschätzenderes Leben führen zu können.
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Es gibt manchmal kurze und sehr einfache Gespräche, die mich lange danach noch beschäftigen und berühren. Worte, über die ich dann gerne schreibe, weil sie einfach beeindruckend sind. Ich möchte Dich heute gerne zum Strand mitnehmen … sagen wir so, auf den Weg dahin.

Es ist bereits September und ich habe in diesem Sommer, den ich wie jedes Jahr in unserer Zweitheimat Italien verbringe, viele bekannte Gesichter und Nachbarn vermisst. Die COVID-Situation hat gerade viele ältere Wohnungsbesitzer veranlasst daheim zu bleiben. Generell war es ein sehr kurzer Sommer mit sehr vielen Neuerungen und Einschränkungen. Ein Sommer, der sicher in Erinnerung bleiben wird, wenn nicht sogar die neue Normalität werden wird.

Ein freudiges Wiedersehen …

Umso mehr habe ich mich gefreut, als genau eines dieser „vermissten“ Ehepaare vor ein paar Tagen angekommen ist. Am Weg zum Strand richtete sich der kleine alte Herr, dem mit seinen 80 Jahren noch immer der „Lausbub“ aus den blauen Augen blitzt, auf. Er schlägt die Hände zusammen und begrüßt mich mit seinen Tiroler Dialekt und einem herzlich strahlenden Lächeln.

„Jo do isch jo unser Negerlein …“, sagte er grinsend.

Er nennt mich immer so, seit wir uns vor ein paar Jahren kennengelernt haben. Das Negerlein … meiner Hautfarbe im Sommer sein Dank. ›lach‹. Ich habe ihm erzählt, dass ich sehr oft an ihn und seine Frau gedacht habe und ich mir wünschte, dass es ihnen auch gut geht! Der quirlige alte Herr erinnert mich jedes Mal an einen kleinen Jungen, der nur Quatsch im Kopf hat. Er ist trotz seiner stolzen Jahre und seiner schweren Krankheit die ihm letztes Jahr offengelegt wurde, immer gut drauf. Er ist total aktiv und er erzählt mir jedes Mal, welche Berge er wieder hochgestiegen ist, sofern es seine Krankheit zulässt. <3

Zu Hause gibt es immer jede Menge Arbeit. Einen Hof, Stallungen belegt mit Turnierpferden. Menschen, die er unterrichtet und Kinder, dessen Talent er fördert. Er ist ein Mensch der mit ganz viel Kraft und Energie gesegnet ist, der ohne Arbeit wahrscheinlich gar nicht existieren könnte, dennoch keine Hektik lebt, sondern ganz viel Ruhe ausstrahlt. Genauso wie seine liebe Frau.

Es sind kluge alte Menschen, die mit der Zeit gehen. Informiert und offen für Neues. Einfach positiv auf alles was auf sie zukommt. Leider hat auch seine Frau, die er liebevoll „Herzstück“ nennt, eine seltene Immunkrankheit für die es noch immer keine hilfreiche Behandlung gibt. „Herzstück“ ist 76 und trotz ihrem Leiden eine sehr charismatische schöne Frau geblieben.

Auf meine Frage ob bei ihnen auch alles in Ordnung sei, sagte er zu mir:Kum Negalein, sitz di her do zu mir …“, was mich ein wenig verwunderte, weil das Reden eigentlich immer seine Frau übernommen hatte. ›lach‹ „Herzstück kimmt erscht, es isch ihr no zu woarm, aber i erzähl dir was …“

„Meine Frau hat keine guten Monate hinter sich und die derzeitige Situation macht es für sie und natürlich auch für mich, nicht gerade leichter. Wir dürfen uns nix einfangen, sonst sind wir ganz schnell weg vom Fenster!“ (So seine tatsächlichen Worte) :D
„Die Krankenhausaufenthalte, waren wie ein russisches Roulette für sie! Ich bin zwar einiges älter, aber irgendwie doch noch robuster.“ „Woascht wos i moan?“ Und da blinzelte auch schon wieder der „Lausbub“ aus seinem Gesicht. :D

Weiter meinte er: „Deshalb habe ich nachgedacht und meine ganze Arbeit niedergelegt. Ich hab alle Pferde verkauft und mich um gute Plätze bemüht. Der Hof ist jetzt verpachtet, sodass ich meinem Herzstück nicht zusätzliche Sorgen aufhalse, sollte mit mir plötzlich was sein.“

Ich hab im Außen wie in meinem Inneren Aufgeräumt! Meine Tasche ist ordentlich sortiert und gepackt, sollte meine Zeit da sein. „Ma woasch jo nit!“, meinte er mit einem Lächeln auf den Lippen.

„Weißt du Negerlein, ab jetzt will ich jeden Moment genießen und das gemeinsam mit meinem Herzstück! Da sind wir uns beide ganz einig. Wir hatten bis vor kurzem ein sehr arbeitsames Leben. Ein gutes und schönes Leben, aber richtig Zeit zum Genießen, war nicht da. Ich hab halt immer geglaubt, ohne mich gehts nicht!

„Sicher hat mein Herz geblutet, als ich alle Tiere hergegeben habe und die anderen Sachen losgelassen hab, aber wenn ich ehrlich bin, es ist auch leichter auf meinen alten Schultern geworden. Und meiner Frau geht es dadurch auch viel besser! Ja Herzal“ – und da meinte er tatsächlich mich,  „so ist das Leben … so alt kann man gar nicht werden um nicht bis zum Schluss, alles geradezurücken. Die Taschen aufs Minimum ordentlich einpacken, sodass man jederzeit „abholbereit“ ist …“

„Das Leben meiner Frau und mir war ausgefüllt mit schönen Dingen. Aber was hilft es, wenn man sie nicht genießen kann, weil man zu viele davon erlebt und gar nicht schätzen und genießen kann? Weißt du was ich sagen will?“

JA, ich weiß genau was er mir damit sagen will …

Was danach von meiner Seite noch kam, war nicht sehr viel. Ich war erstaunt und gleichzeitig berührt von soviel Klarheit und den Mut, das loszulassen was man eigentlich über alles liebt! Ein paar Meter weiter auf meinem Platz angekommen, dachte ich über dieses nette „Pläuschchen“ nach. Irgendwie scheint sich bei mir alles gerade zusammenzufügen.

Beispiele und Gedanken. Ein Buch geschrieben von Bronnie Ware, 5 Dinge die Sterbende am meisten bereuen, handelt genau von diesen Themen. Hier geht es zwar nicht um sterbende (Gott sei Dank), aber es ist dieselbe Thematik, die das Buch beschreibt. Lebensaufgaben loslassen. Ballast abgeben.

Ich finde es wirklich erstaunlich und mutig, was die Beiden da auf die Beine gestellt und jetzt im hohen, kranken Alter wieder abgegeben haben. Und warum? Um die, viel zu lange zurückgestellten, Wünsche endlich gemeinsam zu erleben! Es stimmt mich nachdenklich und soll uns auch in Erinnerung rufen, worauf es tatsächlich im Leben ankommt, damit wir das Leben führen, was wir auch führen möchten.

Und da ist es wieder … das Gefühl der Freude und Dankbarkeit das mich seit kurzem so oft besucht! <3

Also mein Tag ist gerettet und vielleicht konnte ich Dir mit meinem kleinen Strand-Pläuschchen auch ein warmes Bauchgefühl vermitteln. Wie Du an diesem Beispiel auch sehen kannst, es ist NIE zu spät und man ist NIE zu alt um Dinge zu verändern und um Dinge freizulassen. :-)

Eine tolle Zeit für Dich.

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Eine langjährige Freundschaft zu beenden ist kein einfaches Vorhaben. Trotzdem ist es manchmal notwendig, wenn nicht sogar nötig. Wenn Wege sich trennen und Freundschaften zerbrechen ist das immer ein gravierender Einschnitt unseres Lebens. Gründe dafür gibt es wie Sand am Meer. Was wir aber zumindest tun sollten, ist jede Menge Erfahrung daraus mitnehmen.

Ich glaube jede Frau weiß, dass eine wirklich gute Freundschaft noch viel intensiver sein kann als eine brennende Liebesbeziehung. ›lach‹. Doch weshalb scheitern dennoch viele Freundschaften? Gibt es auch bei Freundschaften eine Art „auseinanderleben“? JA, der Meinung bin ich absolut. Und dieser Satz trifft nicht nur in partnerschaftlichen Beziehungen zu. Das Zustandekommen einer Freundschaft ist ein psychosozialer Prozess. Das bedeutet je enger eine Freundschaft, umso mehr Gemeinsamkeiten.

Manche Freundschaft bleibt bestehen, manche verlaufen sich

Ich bin ja hierfür richtig geschaffen, um darüber zu schreiben. Mein Leben war nie gepflastert mit vielen Freundschaften! Und damit meine ich echte, richtige Freundschaft! Noch zur Schul-  oder Ausbildungszeit verspricht man sich, immer regelmäßig voneinander zu hören. Das pflegte ich mit meiner Freundin auch sehr lange. Wir gingen gemeinsam zur Schule, wir absolvierten dieselbe Lehre und arbeiteten am selben Arbeitsplatz.

Die Hochzeit, die Kinder und sogar unsere Partner waren mehr als gute Freunde! Eine „Rarität“ eigentlich und eine wunderschöne Zeit obendrein! Die Zeit brachte es mit sich, dass wir uns veränderten. Unsere Vorstellung von der Zukunft, die Lebenseinstellung generell. Man reflektierte unterschiedlich und stellten auf einmal fest, dass wir uns voneinander entfernten.

Wir verändern uns

Je älter wir werden, umso mehr dünnen wir unsere Freundschaften aus. Unsere Ansprüche, die wir in einer Freundschaft erwarten, werden höher. Wahrscheinlich hast Du es ja selbst schon erlebt, die Freundin von damals, war nach der Ausbildung oder Studienzeit plötzlich eine ganz andere. Und nicht nur die anderen, sondern auch WIR haben uns verändert. Was viele Jahre super toll funktioniert hat, passt plötzlich nicht mehr.

Außerdem hat die aktuelle Lebenssituation, Lebensphase einen sehr großen Einfluss. Beispielweise hat sich mein Leben um 180 Grad verändert, während einige meiner ehemaligen Freunde sehr bemüht sind, ja alles so zu belassen wie es war und ist. Dagegen ist auch nichts einzuwenden, aber ist man so wie ich, immer auf der Suche nach „weiterkommen“ und Veränderung, passt das eben ganz schlecht zusammen!

Wir Menschen sind verschieden, jeder darf seine eigenen Weltansichten und Lebenseinstellungen verfolgen und diese auch vertreten. Doch oft stellen wir nach einigen Jahren fest, dass dieser eine Mensch an unserer Seite, den wir lange als unseren Freund gesehen haben, mit uns nichts mehr gleich hat.

In meinem Leben gab es auch solche Menschen, die mir sehr nahe gestanden sind und von denen ich angenommen habe, dass sie auch in den ungemütlichen Phasen an meiner Seite bleiben würden. Menschen, die ihre Freude daran hatten, wenn es mir schlecht ging und mir das kleine Glück nicht gönnen konnten.

Wann ist es besser eine Freundschaft zu lösen?

Sich mit der Freundin nur zu treffen um sein „Pflichtgefühl“ zu beruhigen, ist schon mal ein wesentlicher Faktor. Dieses Gefühl kenne ich selbst ganz gut. Wenn eine Begegnung zur belanglosen Plauderei wird und wir mit diesen Menschen nichts mehr anfangen können. Wenn wir das Gefühl haben, nicht mehr man selbst sein zu können. Unsere Meinung nicht mehr sagen dürfen, um unser Gegenüber ja nicht vor den Kopf zu stoßen!

Das gegenseitige Interesse ist fort. Das Bedürfnis sich auszutauschen und aktuelle Geschehnisse aus unserem Leben zu teilen rückt immer weiter fort. Es ist uns im Laufe der Zeit schlicht weg unwichtig geworden! Zwar fragen wir aus Höflichkeit nach, wie es denn im Leben so läuft, wie das Wochenende war, ob im Job alles im grünen Bereich ist und wo es in den Ferien diesmal hingeht … blabla eben. In  Wahrheit sind wir nicht mehr interessiert am Leben des anderen.

Manchmal geht es dem anderen ganz ähnlich

Sie empfindet das gleiche Gefühl wie wir. Die Distanz wird größer. Und oft erledigen sich diese Freundschaften von ganz alleine. Sie sterben ab.

Anders sieht es aus, wenn sich unser Gegenüber, gar nicht bewusst ist, dass die Freundschaft als belastend empfunden wird! Dann ist es notwendig, Klarheit in das Verhältnis zu bringen. Und das ist kein einfaches Tun. Trotzdem sind wir es der anderen Person schuldig zu erklären, weshalb wir der Meinung sind, die Freundschaft besser ruhen zu lassen.

Ich zähle mich dabei zu den ganz direkten Frauen. Ein „hör mal, ich habe das Gefühl, wir reden aneinander vorbei, und ich kann mich mit dir nicht mehr auf Augenhöhe unterhalten …“, klingt zwar hart, ist aber sehr ehrlich. Ich finde es ist wichtig, sich in einem solchen Gespräch treu zu bleiben. Gut möglich, dass der andere geschockt ist, aus den Wolken fällt und uns die Schuld an dem zerronnenen Verhältnis gibt.

Aber ich bin mir ganz sicher keiner beschließt aus Spaß eine Freundschaft beenden. Wer einen solchen Schritt vorhat, der hat sich sehr lange mit sich selbst beschäftigt und damit gerungen, diesen Schritt zu gehen.

Wir sollten glücklich sein …

Glücklich sein bedeutet, wenn wir bestimmte Beziehungen und Freundschaften hinter uns lassen, wenn keine Weiterentwicklung mehr stattfindet und das Meiste nur noch als „Pflicht“ empfunden wird, ist es an der Zeit, auch Freundschaften loszulassen.

Trotz allem: Ich möchte hier niemanden animieren seine Freundschaft zu lösen. Schließlich entstehen Freundschaften nicht über Nacht oder wachsen auf den Bäumen! Wegen Streitigkeiten oder Meinungsverschiedenheiten eine Freundschaft zu beenden, davon ist hier NICHT die Rede! Denn diese gehören nun mal dazu.

Aber wenn Du feststellst, dass Dich die Freundschaft nicht mehr zufriedenstellt, Du Dich auf eine andere Art weiterentwickelt hast, und  diese Entwicklung bei Deinem Gegenüber einfach nicht ankommen will, dann solltest Du Dich daraus lösen, damit Du Deine Kraft und Energie in die Dinge stecken kannst, die Dich erfüllen und wachsen lassen. <3

Eine Freundschaft zu beenden ist schmerzhaft, eine Freundschaft fortzuführen die zu Ende ist, aber noch schmerzhafter.

Ein Herz-Beitrag … auch für mich.

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Ich habe ja schon mehrmals darüber geschrieben, weil ich der Meinung bin, dass es wesentlich mehr introvertierte Menschen gibt als wir meinen. Viele von ihnen spielen gezwungen eine Rolle, um ja nicht unangenehm aufzufallen. Ist dieses „Rollenspiel“ vorhanden, wird es für den Betroffenen sehr anstrengend! Introvertierte Menschen sind eher zurückhaltend und ein wenig scheu im Umgang mit anderen Menschen. Sie halten sich lieber im Hintergrund auf, als in der Menge zu glänzen.

Ich kann es ja selbst kaum glauben. Ich habe mich vom extrovertierten zum introvertierten Menschen gewandelt. Ich brauchte die „Masse“, die Bühne und ich orientierte mich stets an anderen! Positives Feedback war mein Lebenselixier … kaum zu glauben aber es war tatsächlich so.

Das Leben verändert einen. Das finde ich ganz gut, denn ich sah mich nicht wirklich als Sympathieträgerin :D, allerdings war mir das damals ziemlich egal. Solche gravierenden Veränderungen an der Persönlichkeit sind für andere Menschen, die einen „anders“ kannten sehr verwirrend. Freundschaften zerbrechen, Bekanntschaften verlaufen sich. Und wenn ich zurückdenke, stand ich ganz schnell alleine am Flur.

Es ist wie es ist

Das ist jetzt schon ein paar Jahre so, und ich will es auch so! Dazu wurde ich nicht gezwungen, ich wurde keiner Gehirnwäsche unterzogen, es hat sich durch verschiedene Umstände einfach so ergeben und ich fühle mich dabei richtig wohl! Das allerdings sehen viele Menschen ganz anders. Und genau aus diesem Grund schreibe ich genau diesen Beitrag!

An manchen Tagen bin ich es einfach leid, mich in einer Welt behaupten zu müssen, in der es scheinbar nur darum geht, möglichst laut „Hallo, hier bin ICH“ zu schreien und sich damit in den Mittelpunkt zu drängen! Liebe Leute, dazu gehöre ich nicht mehr, es gibt genug, die diese Rolle für mich übernommen haben. Und soll ich Dir was verraten? Ich  bin so dankbar darüber. <3

Ich meide Ansammlungen, wenn immer es mir möglich ist und fühle mich oft genug anders als andere. Ich mache mir nicht mal mehr die Mühe, meine Introversion zu verbergen. Es ist mir egal, ob ich damit punkte oder nicht. Natürlich kommt es vor, dass ich als langweilig oder oft auch für arrogant gehalten werde oder ich als Spaßbremse bezeichnet werde. Es ist einfach wie es ist.

Wenn ich aber dann mit den typischen Fragen, die nur ein Extrovertierter stellen kann, konfrontiert werde, möchte ich in der Zwischenzeit, am liebsten schreien. Der Gedanke einer „Gebrauchsanweisung“ für mich und mein Verhalten bei mir zu tragen und einfach weiterzureichen, ist mir dabei schon oft in den Sinn gekommen. ›lach‹

Das würde dann in etwa so zu lesen sein:

Warum bist du so still?
Ich rede lieber, wenn ich auch wirklich etwas zu sagen habe. Im Schweigen bin ich auch sehr gut und ich muss nicht um des Redens willen reden …

Warum erzählst du so wenig über dich?
Ich erzähle das, was ich erzählen möchte. Der Rest gehört mir. Besonders wenn es sich um Menschen handelt, die ich nicht gut kenne …

Findest du es normal, so wenig unter Menschen zu gehen?
Ja. In der Zwischenzeit ist es so. Der Trubel und Menschenansammlungen laugen mich aus und strengen mich an. Denn während andere ihre Akkus beim zusammen sein mit anderen Menschen aufladen, entleeren sich meine viel zu schnell. Deshalb ist es mir sehr wichtig, die nötige Distanz und Ruhe zu haben. Auch wenn es schwer zu verstehen ist – ich ziehe meine Kraft aus der Ruhe. <3

Sag mal, ist dir das nicht viel zu langweilig?
Tatsächlich ein klares NEIN. Ich habe nicht das Bedürfnis, ständig vorne mit der Masse dabei zu sein! Ich bin eine einsame „Wölfin“, die alle Entdeckungen und Neuerungen sehr gerne für sich wahrnimmt. Mir reichen die alltäglichen Reizschwellen des Alltags.

Und warum  bist du so oft online, statt dich mit „echten Menschen“ zu unterhalten?
Weil es ein Teil meiner Arbeit ist und ich diese Netzwerk-Arbeit liebe. Abgesehen davon kommuniziere ich online mit „echten“ Menschen. Ich kann Kontakt aufnehmen, wenn ich das möchte. Immer mit einer Distanz,  die mich nicht überfordert. Und sehr oft sind dabei Menschen, die genauso ticken wie ich.

Ich bin introvertiert. Und JA, ich stehe dazu.
So würde es zu lesen sein … meine Gebrauchsanleitung. ›lach‹

Ich kann sehr gut verstehen, dass das Verhalten von introvertierten Menschen, die Extrovertierten unter uns sehr oft vor ein Rätsel stellt. Sie können vieles nicht nachvollziehen, weil sie eben genau das Gegenteil sind!

Versuche Dich nicht anzupassen

Aus Beobachtungen heraus weiß ich es gibt weit mehr Intros als wir meinen. Es liegt daran, dass viele Intros versuchen, sich der Welt anzupassen. ICH tat ja nix anderes. Ich zwang mich eine Zeit lang meine Eigenschaft zu überspielen. Mehr als ich es tatsächlich wollte! Ich nahm Einladungen an, sprach Einladungen aus, pflegte „Zwangsfreundschaften“ und ganz viel mehr. Ich wollte eben, dass niemand enttäuscht war und sich ausgegrenzt oder nicht „gemocht“ fühlte.

Doch was brachte es? Es belastete mich sehr. Es war höchst anstrengend und ermüdend. Seit ich mich dazu entschlossen habe Klartext zu reden, ein klares „JA, lieb von dir, aber NEIN danke“, auszusprechen, geht es mir gut. Es scheint akzeptabel zu werden. :D

Und eines muss ich noch loswerden: Es entspricht definitiv NICHT der Wahrheit, dass Intros langweilig sind! Wir sind so einiges, aber DAS sicher NICHT!

Falls Du dazu etwas sagen möchtest, lass es mich gerne wissen, es könnte interessant werden.

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Wie selbstbestimmt lebst Du eigentlich? Ist Freiheit wichtig für Dich und wenn ja, wie frei bleibst Du trotz äußerlicher Einflüsse, Zwängen und Erwartungen Deiner Mitmenschen? Freiheit … was ist das? Dieses Wort beinhaltet so wahnsinnig viel. Sie bietet uns die Möglichkeit zur Selbstentfaltung und zur Selbstverwirklichung und darüber hinaus. Für mich ist „frei sein“ ein ganz wichtiger Punkt in meinem Leben geworden um das Leben führen zu können, das sich richtig anfühlt.

Selbstbestimmt leben zu können ist für mich wahrer Luxus! Abhängigkeit habe ich schon immer gehasst. Tun was andere sagen, erfüllen was andere erwarten, denken wie die Masse denkt … ja nicht „selbständig“ arbeiten und SEIN. Ich kenne nicht sehr viele Menschen, die das gerne tun, dennoch machen sie es so und versuchen nicht auszubrechen, weil es einfach unpassend ist. Früher sagte man, frei zu sein bedeutet kein Sklave zu sein. Heute meinen wir mit Freiheit die Möglichkeit zu haben, uns selbst zu verwirklichen, wir können uns nach allen Richtungen entfalten so fern wir die unsichtbaren Handschellen absägen.

Warum?

Hast Du Dir schon mal die Frage gestellt, warum wir es gut finden wählen zu gehen und damit mitbestimmen dürfen?
Warum wir eine Demokratie besser finden als eine Diktatur?
Warum wir es toll finden, dass es im Supermarkt nicht nur eine Sorte Wurst, sondern eine ganze Theke davon gibt? Wobei mir ja das Sortiment an „Leckerlis“ wichtiger ist, aber das nur nebenbei.
Ja also, hinter all dem steckt ein menschliches Grundbedürfnis. Nämlich das Bedürfnis nach Selbstbestimmung und Freiheit. Wir wollen in unserem Leben einfach selbst entscheiden!

  • Wir wollen unseren Beruf selbst wählen
  • Unseren Partner frei wählen
  • Die Urlaubsplanung selber übernehmen
  • Unser Essen selbst bestimmen
  • Ja und wer am Abend die Fernbedienung als Erstes in der Hand hat, ist am Sofa der Boss ›lach‹

Entscheiden zu können ist uns ein wichtiges Anliegen. Ein großes (Grund)Bedürfnis.

Selbstbestimmt zu leben, bedeutet frei zu sein

Selbstbestimmt zu leben bedeutet automatisch Freiheit zu wählen. Die Freiheit zu haben, wie wir mit unserer Zeit haushalten. Die Freiheit, was wir mit unserem Geld anstellen. Die Freiheit, wo und wie wir wohnen möchten. Es gibt aber auch Menschen in unserer Gesellschaft, die bestraft werden. Um das gleich richtig zu tun, entziehen wir ihnen die Freiheit und sperren sie hinter Gitter. Wir nehmen ihnen das Recht auf Selbstbestimmung und Freiheit, obwohl wir wissen, dass das richtig hart ist und schrecklich ist.

Es gibt ja auch Länder, in denen Freiheit grundsätzlich ein Fremdwort ist. Diese Menschen sind besonders schlimm dran und sie haben die Tendenz, irgendwann auszubrechen oder zu kollabieren. Eine normale Reaktion, weil wir Menschen nach Freiheit streben und wenn es sein muss, auch dafür kämpfen.

Wir brauchen Freiheit wie die Luft zum Atmen

Das Freiheit ein wichtiges Grundbedürfnis ist, sagte ich ja schon. Wenn ich in meiner Freiheit eingeschränkt werde, passiert es, dass ich ziemlich grantig und unausstehlich werde. Und das war schon als Kind so und ich kann behaupten, dass ich sehr viel eingesperrt war sprich Hausarrest hatte.

Zu Beginn unseres Lebens gibt es noch nicht viel Selbstbestimmung. Unsere Eltern sagten uns, wo es lang geht, was zu tun ist. Sie nahmen uns viele Entscheidungen ab: Du gehst zur Schule, räum deinen Schreibtisch auf, iss dein Gemüse auf, du musst um zehn zu Hause sein …

Als Kind werden wir eingeschränkt. Und ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie ich mich auf meine Volljährigkeit freute. Für mich war das Freiheit pur! In den darauffolgenden Jahren gehen wir dann eine Verpflichtung nach der anderen ein. Und mit jeder dieser Verpflichtungen, schrumpft unsere Selbstbestimmung. Wir beschneiden unsere Freiheit selbst, ohne es richtig zu merken. Zwar nicht immer, aber erstaunlich oft!

Und irgendwann reicht uns die Illusion der Freiheit. Wir verdrängen, dass wir nicht mehr frei sind.

Familie – das schönste Gefängnis das es gibt!

ICH habe mich selbstbestimmt für meine Familie, für meine Kinder entschieden. Folge dessen auch für die Augenringe und schlaflosen Nächte. Für das frühe aufstehen und das tägliche befüllen der Jausendosen. Und viele ganz viele andere Dinge, die ich freiwillig hätte niemals getan. :D

Ich habe es getan aus Liebe zu meinen süßen Terroristen und aus trockenem Pflichtgefühl! Dabei gibt es zwei Kategorien von Eltern: Geborene Eltern lieben es. Die anderen ertragen es geduldig.

Richtig interessant wird es bei der Berufswahl. Wir wählen eine Ausbildung, ohne uns ausreichend mit uns selbst und unseren Stärken und Vorlieben beschäftigt zu haben. Wir verdienen gutes Geld was super ist. Wir erfüllen uns unsere Wünsche. Wir hängen uns richtig rein und verdienen noch mehr. Kaufen oder nehmen uns eine größere Wohnung, ein zweites Auto und legen uns ein teures gesellschaftsfähiges Hobby zu.

Die meisten merken dabei kaum, was sie da wirklich machen. Sie verhadern sich nach und nach in ein Netz aus finanziellen Verpflichtungen. Ein Netz, das uns völlig unfrei und fremdbestimmt leben lässt.

Die Zeit zurückdrehen? Leider nein

Wir können nicht einfach sagen: Egal, ich fange noch mal von vorne an. Ich beginne eine neue Lehre, ich möchte nur noch 30 Stunden die Woche arbeiten, ich bleibe zu Hause und kümmere mich um Kinder, Haus, Hund und Katze. Und überhaupt will ich nicht mehr Sandra, sondern Vivian genannt werden. Sorry, wer A sagt, muss auch B sagen. Die finanziellen Verpflichtungen müssen bedient werden. Jede langfristige finanzielle Verpflichtung schränkt unsere Selbstbestimmung massiv ein.

Ich kenne nur sehr wenige, die es schaffen, die eigene Selbstverwirklichung über ihre Bequemlichkeit und ihr Sicherheitsbedürfnis zu stellen. Was ich damit sagen will ist, viele viele Menschen hängen in einem Job fest, der sie langweilt, keineswegs erfüllt oder sogar krank macht.

Besuche ich solche Menschen in ihren Wohnungen, finde ich am Parkplatz ein schickes Automobil, an der Wohnwand einen fetten Bildschirm und alles was an Elektronik so angeboten wird. Aber welchen Preis zahlen sie dafür? Wir opfern unsere tägliche Lebensqualität und unsere Träume, unsere Erfüllung auf dem Altar der Luxusobjekte.

Dazu kommt, dass die Freude bei diesen Menschen nur kurz anhält. Shoppen ist die neue Religion unserer Zeit. Das ist so. Aus jeder Zeitung, aus dem Fernseher oder Radio wird verlautet: „Wenn Du glücklich sein willst, musst Du dies und das kaufen …“

Leider haben wir verlernt zu spüren, was uns wirklich glücklich macht!

  • Ein gutes Gespräch ist kostenlos.
  • Die Ruhe in der Natur. Gratis.
  • Unsere Kinder im Arm halten. Auch umsonst. Jedenfalls das „im Arm halten“. ›lach‹
  • Mit unserem Herzmensch mal einen Nachmittag im Bett verbringen. Hey, kostenlos … manchmal nicht folgelos. ›zwinker‹

Das Ende meiner Gedanken

Machen wir uns einfach bewusst, dass uns Menschen die Selbstbestimmung wertvoll ist. Überprüfen wir unsere Entscheidungen und Verpflichtungen, ob es sich auch wirklich lohnt, unsere Selbstbestimmung dafür einzuschränken! Ich habe viel zu lange ein fremdbestimmtes und eingeschränktes Leben geführt. Ich hatte alles, war aber nie wirklich glücklich.

Ich habe mir meine Freiheit zurückerobert. Ein Prozess der steinig und schmerzhaft war. Ich habe mein Sicherheitsdenken überwunden. Ich habe mich von so vielen Dingen und Menschen „losgeschnitten“. Ich musste mich in Verzicht üben und habe mich unzähligen schwierigen Gesprächen gestellt.

Aber am Ende winkte mir die Freiheit zu. Viele Möglichkeiten und das Glück … das mein Leben heute ausmacht. <3

„Meine Freiheit begann dort, wo ich aufhörte, anderen Menschen zu folgen.“

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Selbstpflege, ich könnte auch „Self-Care“ schreiben, würde sich cooler lesen! Dieses Wort wird überall gefunden oder eingebaut. Egal ob auf Instagram oder Lifestyle Magazinen … unter jeder Designer Klamotte oder gerade trendigen Drink ist dieser #Hashtag zu lesen. Dabei geht es um viel mehr als nur einen Trend! Es ist eine persönliche Lebenseinstellung, die wir in den kleinen alltäglichen Dingen im Leben finden können.

Es ist mehr als eine Modephrase

Es gibt genügend Tage, an denen wir völlig platt nach Hause kommen. Oft sind die Gedanken beim Öffnen der Haustüte noch im Büro oder Geschäft. Alles ist irgendwie zu viel. Und der Blick auf den Kalender bringt kein erleichterndes „Ah, morgen ist es weniger“. Dabei verlieren wir immer wieder unsere eigenen Bedürfnisse total aus den Augen. Wir verzichten auf die Mittagspause bzw. auf das Mittagessen. Wir finden keine Zeit mehr für sportliche Aktivitäten und vernachlässigen oft auch unsere sozialen Kontakte. Warum? Weil abends einfach die Luft raus ist!

Dabei wäre es gerade in diesen Momenten wichtig, uns selbst genügend Zeit und Aufmerksamkeit zu geben. Das tun, was uns guttut. Selbstpflege … Self-Care. ›zwinker‹ Aber nicht diese Selbstpflege von der Bloggerinnen ständig schreiben und posten. Dabei geht es nämlich ausnahmslos nur um eine bunte Sammlung aus überwiegend materiellen und ästhetischen Dinge. Und genau diese Damen haben mich inspiriert darüber zu schreiben, weil ich eine total andere Sichtweise und Meinung dazu habe.

Ich finde es wird dabei vergessen, dass sich hinter der Selbstpflege eigentlich etwas ganz anderes verbirgt. Es geht dabei die eigene Gesundheit in Schuss zu bringen … auszubauen und zu fördern. Entscheidungen bewusst zu treffen und ein Leben zu führen oder aufzubauen, von dem wir uns nicht ständig erholen müssen! Ob das mit einer Designertasche oder Glitzer-Badesalz gelingt, ist sehr fraglich, finde ich. ›lach‹

Bewusst entscheiden

Unsere Selbstpflege, ich bleibe bei dem deutschen Begriff, beinhaltet grundlegende überlebenssichernde Maßnahmen. Wie Essen und Trinken. Entscheidend sind auch unsere Handlungen, die unsere psychische und physische Verfassung festigen. Es sind Dinge, die wir vermutlich oft nebenbei und ohne viel Beachtung tun. Das ist auch der Punkt: Wir sollten Dinge ganz bewusst erledigen … machen wir aus „normal“ etwas Bedeutsames.

Ich falle selber auch immer wieder mal in dieses „Normalo“ Tun zurück. Automatisierung … wie ich es eben gelernt habe, aber ich draufgekommen bin, dass mir diese Art zu leben überhaupt nicht guttut und auch nicht gefällt! Ob ich mich nach einem anstrengenden Tag noch zu Leuten geselle und ein paar Gläser Wein leere, oder vielleicht doch lieber mal früher schlafen gehe, um den nächsten Tag besser zu überstehen.

Ob ich mich am Abend mit einer Tafel Schoki vor die Glotze pflanze, oder vielleicht noch einen ausgedehnten Spaziergang, Waldlauf oder sonst was mache, weil ich dabei meinen Kopf freibekomme. Du verstehst was ich damit sagen will? Bewusste Entscheidung, für oder gegen etwas, macht Selbstpflege aus! Ja und was wir genau in diesen Momenten brauchen, können wir nur entscheiden, wenn wir darüber nachdenken. ›lächel‹

Das dazu auch hin und wieder ein Paar „Wunsch-Schuhe“ oder ein Besuch bei der Kosmetik gehört ist klar. Sich Zeit zu nehmen und durchzuatmen oder einfach sich wie verrückt über die eigentlich viel zu teuren Schuhe freuen! :D Auch das ist „Selbstpflege“. Es sollte nur nicht „gedeckelt“ werden, wie man bei uns in Österreich sagt. Gemeint ist: Unsere eigentlichen Bedürfnisse sollten nicht mit materiellen Dingen verschüttet werden! Es ist wichtig sich mit dem eigentlichen Grund, der den Stress verursacht auseinanderzusetzen.

Am Ende des Tages geht es darum, auf uns selbst zu schauen. Mental und körperlich. Auch um die Entscheidungen, die wir täglich treffen. Nur so können wir die beste Version von uns selbst sein und werden. Und wenn auch Du ehrlich bist … auf lange Sicht gesehen, werden wir das alles nicht in einem Kleiderschrank voller teurer Klamotten, coole Drinks und Wunder Cremen finden oder in einem Schaumbad das alle Farben spielt! ›zwinker‹

„Selbstpflege“ … nicht so cool wie „Self-Care“, aber es bringt das Thema schneller auf dem Punkt. Ich wünsche Dir viel Spaß bei Deiner Pflege. Soll sie nachhaltig sein.

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Es ist immer noch so, dass sich viel zu viele Frauen nicht ungeschminkt außer Haus trauen. Obwohl sie es gerne mal sein lassen würden. Warum wir uns auch ohne Make-up schön finden und lieben sollten. Die ungeschminkte Wahrheit kann sehr oft großartig sein.

Ich verrate Dir gerne meine lächerlichen Geheimnisse. Ich steh dazu und schüttle heute darüber wirklich mein Haupt. :-) Es gab sehr lange eine Zeit, da brachte ich ohne vollständiges Make-up nicht mal den Müll vor die Tür. Ich öffnete keinem Paketdienst und ich traf mich mit niemandem bevor ich nicht angemalt war! Zu viele Makel … war meine Ansicht. Da kam es dann schon mal vor das ich mein Paket, worauf ich sehnsüchtig wartete, wegen „ich kann so unmöglich die Türe öffnen“, selbst am nächsten Tag abholte. Bitte sag jetzt nix. Ich weiß es selbst. Irre blöd. ›lach‹ Es war halt so …

Bist Du krank?

Ich glaube diese oder ähnliche Fragen, hat jede Frau schon mal gehört, die sich mal ungeschminkt am Sonntag Morgen die Zeitung geholt hat. „Du schaust echt müde aus, geht es Dir nicht gut? Du bist so blass?“ Kennen wir alle, oder? Die Antworten fallen immer gleich aus: Nein mir gehts gut, ich bin nur schnell so aus dem Haus – ungeschminkt eben.

Müssen wir uns wirklich rechtfertigen frage ich mich, sobald FRAU es wagt nicht rot „belippt“ und gepudert, auf die Straße zu gehen? Mir ist das sehr oft passiert und ich war wütend auf die Menschen da draußen, die meinen einen Freifahrtschein zu ungefragten Kommentaren zu besitzen!

Wie kann es sein, dass ein geschminktes Gesicht gesellschaftlich höher gestellt ist als ein ungeschminktes und unverfälschtes Gesicht, mit dem wir auf die Welt gekommen sind? Gerade von uns Frauen wird erwartet zu glänzen. Egal wie viel aber ein Funke Glitzer wird immer gesucht. Ist das nicht der Fall, wird Frau gerne als unmodern, sich nicht pflegend und sogar unattraktiv deklariert?

Heute bin ich ja richtig entspannt was das angeht. Aber ich kann mich noch an Situationen erinnern, wo ich an Tagen spät dran war und vergessen habe Make-up aufzulegen. Ich bin zurück und habe wenigstens Wimperntusche raufgeklatscht um schockierten Blicken wenigstens ein wenig in die Augen zu blicken. Ich ärgerte mich über mich und fragte mich selbst wann es so weit gekommen ist, dass ich mich gegen meine Natürlichkeit so gewehrt habe? Wann habe ich begonnen mich so hinzumodellieren?

Herdenverhalten …

Die Gesellschaft machts vor. Der Job verlangt es. Die Männer finden es sexy und die Frauen untereinander konkurrieren. Und so rennt ein Schaf dem anderen hinterher. Wie so oft und in vielen anderen Bereichen. Möchten wir als Frau wirklich in so einem Maß formbar sein? Ich nicht mehr, und deshalb hatte ich auch begonnen einen langsamen „Entzug“ zu starten.

Heute frage ich mich allen Ernstes wie ich das so lange ausgehalten habe! Ich die jeden Abend froh ist, in meine Wohlfühl-Klamotten zu schlüpfen und mein Gesicht von der wenigen Farbe zu befreien. Durchatmen und Luft zu holen, einfach ich selbst zu sein! Wir sollen auf unser Äußeres achten, keine Frage. Uns Gutes tun, aber nicht um andere zufriedenzustellen.

Wir sind schön auch ohne Make-up, denn unser Gesicht erzählt spannende Geschichten.

Und das jeden Tag aufs Neue. Wie sollen wir uns wirklich begegnen, wenn wir nicht all unsere Masken abgelegt haben? Alle Mogelpackungen? Uns so zeigen, wie wir sind. Narben, Altersflecken, Sommersprossen und Augenringe eingeschlossen? Die Wahrheit kommt ohnehin ans Licht, gerade wenn es um eine neue Beziehung geht. Irgendwann wirst Du neben Deiner neuen Liebe aufwachen und das kaum voll geschminkt. ›lach‹ Aber erst dann können wir sagen: „Du bist schön, denn Dein Gesicht erzählt mir so unendlich viele aufregende Dinge!“ <3

Der Pinselstrich als Routine

Ich möchte in diesem Artikel auf keinen Fall gegen Make-up und all die Möglichkeiten sein, die uns helfen das Beste aus uns hervorzuholen. Das ist mir sehr wichtig. Meine Botschaft geht in eine andere Richtung. Einfach den Mut zu haben zu unserer Natürlichkeit zu stehen. Auch wenn wir uns an manchen Tagen aufhübschen. Manche Berufszweige setzen das als Voraussetzung. Ganz legitim.

Ungeschminkt zu sein bedeutet für mich auch unabhängig zu sein. Unabhängig von den gesellschaftlichen Normvorstellungen. Diese Entscheidung schenkte mir eine andere Haltung. Ich bewege mich mit einem Gefühl der Selbstbestimmtheit und Unabhängigkeit durch die Menschenmengen, wenn ich das möchte. Ein Gefühl, dass ich „aufgepudert“ nie so empfunden hatte!

Manchmal hinterfrage ich die Funktion des Make-ups bei uns Frauen. Ist die Schminkerei nicht nur ein Instrument der Unterdrückung der Frau, die sich „schön“ pinseln muss, um den Ansprüchen der Gesellschaft zu genügen? Muss ich mich dem hingeben, um akzeptiert zu werden?

Ich bin ein Alicia Keys Fan und sie hat vor einigen Jahren beschlossen sich nicht mehr zu schminken und völlig unbemalt Ihr Business weiterzuführen. Die Medien reagierten geschockt und fragten sich wie man sich als „Star“ so ins Rampenlicht stellen kann. Ihr Statement dazu hat mir sehr gut gefallen. Ihre Antwort auf alle Fragen war eine klare ehrliche Botschaft: Durch die Schminke fühlte sie sich nicht echt. Nicht nur Ihr Gesicht, sondern auch Ihr Geist und Ihre Gedanken waren wie ein Chamäleon, dass sich den Gegebenheiten anpasste und das war nicht sie selbst …

Wir Frauen dürfen, sollen uns um unser Aussehen kümmern. Selbstliebe. Aber ich vertrete die Ansicht, dass auch Frauen die kein oder wenig Make-up tragen, ernstzunehmen sind und ernste Sachen in Ihrem Leben auf die Beine stellen können!

Beinahe glitzerfrei

Und ich? Ich trage in der Zwischenzeit meinen Müll schon in Pyjama Hosen raus. Ungeschminkt versteht sich und mit wildem Dutt. Eigentlich bin ich die meiste Zeit ungeschminkt, außer mein Herzmensch macht Bilder von mir.  Dafür lege ich Wert auf gute Hautpflege. Einfach, weil ich’s mir wert bin.

Wenn ich heute in Drogeriemärkten an den Regalen vorbeigehe, muss ich manchmal lachen. Denn früher hätte ich einen halben Vormittag vor all der verlockenden Kosmetik gestanden und jede Menge Geld verblasen! Heute investiere ich dieses Geld lieber in andere Dinge. Und da ich mich kaum noch „pinsle“, macht es mir umso mehr Spaß, wenn es heißt: „Schatz, wir gehen shooten“.

GLÜCKLICH SEIN IST DAS SCHÖNSTE MAKE-UP DAS WIR TRAGEN KÖNNEN UND JEDEM VON UNS HERVORRAGEND STEHT.

Das war’s … meine ungeschminkte Wahrheit. Eine strahlende Zeit für Dich!

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Was machen wir mit Menschen, die uns nicht bekommen? Menschen, die sich nicht an unsere Grenzen halten, sie einfach überschreiten. Sich unsozial, bösartig und zerstörend verhalten? Vielleicht sagst Du jetzt, solche Menschen kenne ich nicht und wenn, würdest Du sie nur einmal treffen. Wenn das denn so ist, freue ich mich für Dich! Ob das allerdings möglich ist, bezweifle ich. Es ist anfangs gar nicht so einfach zu beschreiben und zu erkennen, was einen toxischen Menschen ausmacht. Sie sind Schauspieler vom Feinsten. Sie beherrschen es, ihre Beute zu umgarnen. Sie zeigen sich von der Schokoladenseite, bis sie dann ihr wahres Sein zeigen.

Ich habe ja schon ein paar Mal darüber geschrieben. Toxische Menschen haben meinen Weg gepflastert und ich bin  freiwillig darauf gelaufen. Diese Zeiten werde ich wahrscheinlich nicht vergessen, aber ich habe gut damit abgeschlossen. Im Übrigen kann ich heute solche Menschen schon aus zehn Kilometer riechen. ›lach‹ Diese Sorte Mensch, kann mir heute nichts mehr anhaben. Ich falle nicht mehr auf sie herein! In meinem Beitrag möchte ich Dir ein paar Tipps geben, wie Du auf geschickte Art mit toxischen Menschen umgehen kannst.

Ist es überhaupt erlaubt, Menschen als toxisch zu bezeichnen?

Lässt es sich das mit einer humanistischen Sichtweise vereinbaren? Jeder von uns ist doch ein Produkt seiner Erziehung und seines sozialen Umfeldes, deshalb doch nicht schuld, dass er ist wie er ist, oder? Haben diese Menschen nicht auch Respekt verdient, auch wenn er anderen Menschen das Leben zur Hölle macht?

Dafür habe ich gleich mal eine klare Antwort darauf: Ich muss die Dinge beim Namen nennen dürfen! Und wenn Menschen sich unsozial und bösartig verhalten, dann habe ich auch das Recht, der Sache einen Namen zu geben! Da darf ich doch wohl sagen, dass sich jemand toxisch verhält, mir nicht guttut und Gift für mich ist.

Ich bin mir auch sehr sicher, dass wahrscheinlich jeder jemanden kennt, der es schafft, seine Seele zu vergiften. Was und wie genau ist ein toxischer Mensch? Ich weiß heute, dass es nichts Gutes bedeutete, wenn ich mit einer Person Kontakt hatte, und ich im Nachhinein ein flaues Gefühl in der Magengrube mit nach Hause nehme.  Manchmal kann man gar nicht genau sagen, was es war. Man fühlt sich benutzt, ausgenutzt oder über den Tisch gezogen. Giftig eben. Ungesund fürs Innere.

Typische Verhaltensweisen sind zum Beispiel:

  • Ein toxischer Mensch beginnt gerne zu streiten, obwohl ein einfaches Gespräch, die ganze Sache geglättet hätte.
  • Sie sind verbohrt und die Sichtweise anderer interessiert sie nicht.
  • Sie sind uneinsichtig und versuchen andere Menschen nicht mal ansatzweise zu verstehen.
  • Ein toxischer Mensch überschreitet Grenzen! Sie werden gerne übergriffig und tun Dinge, die ihnen einfach nicht zustehen.
  • Sie haben viele Erwartungen, ohne sie auszusprechen, doch wenn diese nicht eintreten, folgt die Bestrafung.
  • Sie sind wahre Meister darin, Schuldgefühle zu wecken. Ein toxischer Mensch führt emotionalen Druck aus.
  • Sie sind Lügenbarone. Sie lassen Informationen weg, und dichten andere einfach dazu.
  • Sie manipulieren mit Leidenschaft, um ihre Interessen durchzusetzen. Dabei werden oft unschöne Tricks benutzt.
  • Sie streuen Gerüchte, um Dich auf ihre Seite zu bekommen. Dabei können sie auch außerordentlich charmant sein.
  • Ein toxischer Mensch ist eifersüchtig und er nimmt niemals Rücksicht auf die Bedürfnisse und Gefühle anderer Menschen.

Es kann schon sein, dass wir uns alle mal so oder so verhalten. Wir sind eben nicht perfekt! Wir haben schwache Momente und wir machen auch Fehler. Aber wir tun dies nicht ständig oder mit Absicht. Dagegen ist das Verhalten toxischer Menschen beinahe ständig so wie beschrieben. Meine oben angeführten Beispiele sind der Normalfall und nicht die Ausnahme.

Also wie kann ich nun mit ungesunden Menschen umgehen?

Ich erzähle Dir aus meiner Perspektive. Sobald ich begriffen habe, dass mir jemand nicht guttut, Gift für mich ist, ziehe ich sofort die Handbremse. Ich halte Abstand. Das ist eine logische und natürliche Reaktion. Aber immer weiß man das nicht sofort. Wie ja oben erwähnt, diese Menschen sind grandiose Schauspieler. Toxische Menschen können es einfach sehr gut mit ihrem Gegenüber zu spielen. Gerade in einer Kennenlernphase ist es besonders schwer zu erkennen, um was es sich handelt. Das dauert manchmal Monate bis diese Menschen ihr wahres Gesicht zeigen.

Viele Frauen leben jahrelang mit einem Partner zusammen, bis sie irgendwann erkennen, dass ihr Partner sie vergiftet. Also der erste Schritt ist der, erstmal zu erkennen, dass der andere, Gift für mich ist. Es gibt da aber auch noch ein anderes Problem. Manchen Menschen können wir aus dem Weg gehen. Anderen leider nicht.  Zum Beispiel Vorgesetzte, Familienmitglieder oder Mitarbeiter. All das sind Personen, die kann man nicht einfach so ignorieren!

Dafür gibt es andere Anregungen:

  • Nimm es nicht persönlich. Ein ganz wichtiger Tipp meinerseits. Du denkst Dir sicher: „Wie um alles in der Welt soll ich etwas nicht persönlich nehmen, wenn jemand sein ganzes Gift auf mir ablädt?“ Es ist schwer. Richtig schwer, aber genau der Weg den Du gehen musst. Denn je persönlicher man eine Sache aufnimmt, umso emotionaler reagiert man! Toxische Menschen leben oft von unserer emotionalen Reaktion. Es ist ihre Nahrung um zu überleben.
  • Schütze Dich. Ein toxischer Mensch fährt gerne große Geschütze mit puren Emotionen auf! Sie geben sich abwertend uns gegenüber, sie beleidigen und sie verletzen. Was dabei hilfreich ist, (wenn es sich nicht um Deinen Partner handelt) ist – Dich mit anderen auszutauschen. Bringe die Gedanken und Gefühle darüber zu Papier. Es gilt dabei die emotionalen Gespräche ein wenig auseinander zu pflücken. Das Gift von der Realität zu trennen …, wenn Du verstehst was ich meine.
  • Grenzen ziehen. Wie ja schon anfangs erwähnt, sind toxische Menschen grenzüberschreitend. Sie tun Dinge, die einfach zu weit gehen. In so einem Fall gibt es eine klare Ansage zu machen: Beispiel: „Du hast etwas getan, was meine/unsere Vereinbarung überschritten hat. Wenn Du Dich nicht entschuldigst (wenn Du das nicht zurückzahlst usw.… ), werde ich etwas gegen Dich unternehmen. Klare Ansagen, die nur die Fakten und die Konsequenzen beschreiben. Toxische Menschen brauchen Klartext. Ohne Bewertung und ohne Emotion. Einfach nur die Fakten.
  • Hüte Dich vor Deinem schlechten Gewissen. Ich finde es einen wunderbaren Wesenszug, wenn Menschen anderen Menschen ihr Mitgefühl zeigen. Leider kann das, im Umgang mit einem „Toxaner“ ganz schnell zu einer Falle werden. Ich habe zig Erklärungen und Entschuldigungen erhalten, warum es so war wie es war. Es führte immer dazu, dass ich sofort ein schlechtes Gewissen in mir entwickelte. Er tat mir leid. Und ich glaubte all die Erklärungen. Diese Menschen sind auch tatsächlich arm. Wenn man in der eigenen Destruktivität gefangen ist, muss das auch sicherlich schrecklich sein. Also lass Dein schlechtes Gewissen stecken, sonst wirst Du zu Wachs in seinen Händen!
  • Hole Dir Unterstützung. Der Umgang mit diesen Menschen ist kein einfacher. Er ist kräftezehrend und sehr anstrengend. Es ist also keine Schande sich Unterstützung zu holen!

Begrabe die Vorstellung, dass toxische Menschen in Frieden Leben möchten

Friedliebende Menschen gehen davon aus, dass andere genauso denken. Das jeder Frieden möchte. Leider ist das aber nicht so. Ein toxischer Mensch wird immer den Konflikt suchen. Den Streit, die Emotion und die Intrige. Das kann ich mehrfach betätigen. Meine Überzeugungsarbeit verlief im Sand. Ich wünschte mir immer, meine Sichtweise etwas begreiflich zu machen. Eigentlich ein ganz normaler und natürlicher Wunsch, aber total am Leben vorbei. Toxische Menschen sind daran nicht interessiert.

Also lasse Deine Schuhe an. Dieser Mensch will nicht in Deinen Schuhen laufen.  Er lebt in seiner Welt … wo er genauso weitermachen wird wie bisher. Spare Dir Deine Überzeugungsarbeit. Es ist verlorene Zeit und frustrierende Liebesmüh. Für mich war es nicht möglich diese Menschen zu verstehen. Meine ständige Frage war immer nur: „Warum tut er das bloß?“ Ich habe nach vielen Gründen gesucht. Schwere Kindheit, nie eine Chance gehabt, Persönlichkeitsstörung …  es nutzte nichts. Die menschliche Psyche ist eine sehr komplexe Angelegenheit und es ist schwer zu verstehen, weshalb sich ein Mensch so verhält wie er es tut.

Wenn ich alles in wenigen Worten zusammenfassen sollte, würde ich Folgendes schreiben:

Bleib bei Dir und Deinen Zielen, falls Du in einer Beziehung mit einem toxischen Partner bist – lass los und handle! Ist es einfach? Nein, das ist es auf keinen Fall, aber es befreit und Du hast wieder genug Luft um richtig durchzuatmen.

Zu bestimmten Menschen muss man gar nichts mehr sagen … die darf man einfach so stehen lassen.

Danke, dass Du bis zum Ende geblieben bist. Deine Meinung ist mir immer wichtig, also lasse sie gerne in einem Kommentar hier.

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Wenn wir dieses Wort Midlife-Crisis aufschnappen, wird das in erster Linie mit Männern assoziiert, dabei ist es auch ein Thema das Frauen betrifft. Bei uns Frauen findet im Alter zwischen 40 und 60 ein großer Umbruch durch die Wechseljahre statt. Dieser ist manchmal der Auslöser für die berühmte Midlife-Crisis. Eine hormonelle Veränderung trifft zwar auch die Männer, aber wir Frauen bekommen es intensiver zu spüren.

Ich hätte mir ja niemals gedacht, dass ich mal über die Midlife-Crisis schreibe. Ein heißes Thema im wahrsten Sinne des Wortes. ›lach‹ Aber irgendwie ist aus meinen Beobachtungen ein Mitteilungsbedürfnis entstanden. Ich kenne so einige Männer, die in dieser Lebensphase stecken, wenn nicht sogar stecken geblieben sind! Meistens wird es bei den Männern peinlich, wenn sie meinen, sich noch mal so richtig beweisen zu müssen. Sie nehmen sich zwanzig Jahre jüngere Frauen, färben sich ihren „Silberpelz“, kaufen sich ne Harley und trainieren bis zum „Beinahe-Herzinfarkt“! Kenn ich alles doppelt.

Wahrscheinlich gibt es so ähnliche Dinge auch bei Frauen, aber der Großteil leidet an den körperlichen „Neuigkeiten“. Doch über die körperlichen Veränderungen möchte ich gar nicht schreiben. Kann ich auch nicht wirklich, da dieser Kelch noch nicht an mir angekommen ist, obwohl ich Mitte fünfzig bin? Na ja vielleicht bleibe ich verschont … Ich möchte mehr über Bilanzen und Bedürfnisse schreiben, da kenn ich mich aus.

Der Wertewandel kommt mit den Jahren

So manche Frau muss feststellen, dass sie in ihrer ersten Lebenshälfte ganz schön fremdbestimmt funktioniert hat! Sie hat ihre Bedürfnisse kaum beachtet. Einige richten sich immer noch nach den Vorstellungen ihrer Eltern. Sie haben sich nie die Frage gestellt, ob dieser Weg auch ihr eigener ist. Andere wieder haben sich den gesellschaftlichen Normen unterworfen ohne zu prüfen, ob sie mit ihren Werten und Bedürfnissen übereinstimmen.

Gegen vierzig bemerken manche Frauen, dass sie einfach nicht mehr so „pflegeleicht“ sind, als vor zehn Jahren. Sie lassen sich nicht mehr alles gefallen und ein NEIN, kommt schneller über die Lippen als früher. Die so typische weibliche Seite, die normal immer versucht es allen recht zu machen und sich anzupassen verblasst. Auf einmal gelingt es, sich besser zu behaupten. Widerworte werden öfter hörbar.

Manchen wird auch bewusst, dass sie endlich sind und nicht ewig leben werden. Dieser Punkt ist mir sehr vertraut geworden. Habe ich mich bislang nicht mit dem Gedanken herumgeschlagen, hat mir die Gewissheit irgendwann doch zu sterben, eine ganz andere Sichtweise auf das Leben geschenkt. Meine Pläne und Ziele werden nun unter diesen Gesichtspunkt betrachtet. Hatte ich bislang alle Zeit der Welt, wird nun sortiert und entrümpelt. Ich fange an mich zu fragen, was ist mir wirklich wichtig? Soll ich meine Zeit wirklich damit verblasen, Dinge zu tun, die ich nicht mag? Meine Antwort dazu lautet immer öfter: „Nein, dazu ist mir meine Zeit viel zu kostbar.“

Entdecken was wirklich zählt …

Konkret könnte das auch bedeuten: Soll ich wirklich in einem Beruf weitermachen, weil ich ihn schon seit zig Jahren mache aber er mich noch nie zufrieden gestellt hat? Soll ich mit einem Partner weiterhin leben, der mir nicht guttut? Muss ich es meinen Eltern ständig recht machen? Muss ich mir von Kollegen alles gefallen lassen? Und noch vieles mehr. Die Lebensmitte ist doch der Höhepunkt unseres Daseins? Es findet eine Veränderung und ein Wechsel statt. Und, ich spreche da auch wirklich von mir. Wir fangen an, vieles zu lassen, was uns unwichtig erscheint und uns überrollt. Entdecken was tatsächlich zählt im Leben, heißt der Satz schlecht hin in diesem Lebensabschnitt.

Dass wir in unserer Lebensmitte angekommen sind, richtet sich nicht immer zwangsläufig nach dem Alter. Ich habe eine Bekannte, die mit knapp über dreißig im körperlichen Wechsel steckte. Die körperlichen Symptome  sind ja breit gefächert. Viele Frauen stellen aber auch fest, dass sie sich charakterlich verändern. Dinge, die sie bisher gerne getan haben, erscheinen nun unwichtig. Für bestimmte Verpflichtungen wird plötzlich nicht mehr so viel Disziplin aufgebracht. Hobbys und Interessen können sich verändern. (Leute – ICH stricke wie blöd … ›lach‹) und ehrlich gesagt, hat der geliebte Einkaufsmarathon schon lange seinen Reiz verloren! Es kommt mir oberflächlich vor und dient doch nur einer Scheinbefriedigung. Immer die neuesten Klamotten zu haben wird genauso unwichtig.

Man hört auf sich über Bikinis und die dazu notwendige Figur Gedanken zu machen. Man bleibt bei den fünf Kilo zu viel Hüftgold, was solls. Da kündigt sich doch tatsächlich an, um was es geht! Innere Werte lösen die Bedeutung von Äußerlichkeiten ab. Ich kenne Karriere-Frauen, die auf einmal still stehen und sich fragen, ob das jetzt alles gewesen sein soll. Gibt mir mein Erfolg mir Lebenssinn und Lebensfreude? Diese Frauen wünschen sich auf einmal doch eine Familie, eine Partnerschaft.

Andere wieder, die ihren Lebenssinn in und bei der Familie gesehen haben, bekommen plötzlich ein großes Leeregefühl zu spüren. Die Kinder sind aus dem Haus, die Beziehung läuft aber nur nebenher. Sie bekommen Lust sich neu zu erfinden und zu verändern.

Und dann gibt es auch Frauen, die sich über ihr Aussehen definieren, sie schieben die erste Falten-Panik. Kein Wunder, es gilt ja stets jung und makellos zu sein. Sie flüchten ins Gym, gehen laufen und planen ihre erste Schönheitsoperation. Viele verfallen in einen regelrechten Jugendwahn. Die Röcke werden kürzer, die Hosen enger und die Blusen schenken mehr Einblick. Kluge Frauen merken aber relativ schnell, dass ein solcher Aktionismus in dieser Situation nix hilft!

Wir wachsen und reifen

Während es in unserer ersten Lebenshälfte darum geht, seinen Platz in der Gesellschaft zu finden, geht es in der zweiten Lebenshälfte darum, innen und außen eine Übereinstimmung zu finden. Nun ist das Besinnen auf das Wesentliche angesagt. Wir gehen der Sonne zu, und dieser Gang ist ein wunderbarer! Diesen Satz sagte eine tolle Frau, die weit über ihre „Mitte“ gegangen war. Viele Frauen machen in dieser Phase eine gewaltige Wandlung mit. Plötzlich wird aus einer unscheinbaren Frau ein wunderschöner Schwan. Sie fangen endlich an aus ihrem Leben das zu machen, was in ihrer ersten Lebenshälfte nicht zu machen war.

Sie machen sich unabhängig. Steigen aus dem Beruf aus oder ein. Sie treten kürzer oder geben jetzt erst richtig Gas. Suchen nochmal nach der großen Liebe oder ziehen es vor, alleine zu bleiben. Sie wachsen und reifen! Egal was es ist, … Hauptsache es tut der Seele gut.

Ich glaube, es ist auch die passende Zeit, sein Tempo zu drosseln. Wir rasen nicht mehr wie verrückt von Termin zu Termin. Getrieben von Uhr und Erinnerungs-Nachrichten. Wir haben ein anderes Verhältnis zur Zeit bekommen. Ich entdecke jetzt erst wie gut und wichtig es ist, gewisse Phasen alleine und ohne Ablenkung zu verbringen. Ich kenne ein paar Frauen, die zum ersten Mal in ihrem Leben alleine leben. Sie stellen fest, welche Qualitäten das haben kann. ›lach‹ Ab jetzt nur noch eine Partnerschaft in getrennten Wohnungen … die klassische Frauenrolle wird dadurch bewusst verweigert. Warum auch nicht?

In jeder Krise steckt eine Chance

In dieser Zeit hinterfragen Frauen persönliche Grundverträge und alte Muster samt Werte. Sie lassen los! Verstaubte Werte haben die Chance sich zu entfalten. Falsche Vorstellungen vom Leben werden abgelegt. Es ist eine Zeit, die uns Frauen das Selbstbewusstsein stärkt. Und eines weiß ich ganz bestimmt: alle Frauen, aber auch Männer, die sich einer Veränderung in der Mitte ihres Lebens stellen statt zu verdrängen, werden als tolle Persönlichkeit gestärkt und kraftvoll hervorsteigen! Also, ich finde das richtig geil! :-)

Ich wünsche Dir einen traumhaften Gang zur Sonne!

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Man hört, liest und kann immer wieder beobachten, dass Menschen ihre gewohnte Umgebung und ihr bisheriges Leben aufgeben und ganz woanders als sie bisher gelebt haben, neu anzufangen. Was steckt dahinter? Was treibt uns Menschen dazu, einen so großen Schritt zu gehen?

Mir ist dieses Denken ja nur all zu bekannt. „Eine ständig Suchende“, die sich in ihrem Heimatort nie richtig zu Hause gefühlt hat, … Diesen Satz sage ich gerne über mich selbst. Und er trifft bis heute ins Schwarze. Zwar hat sich in den letzten Jahren viel verändert und ich darf Italien zu meiner zweiten Wahlheimat ernennen, wo ich mit Herzmensch und unseren Hunden mehr als die Hälfte des Jahres lebe. In diesem Land habe ich mein „ICH“ gefunden. Mein ICH, indem ich  mich wohl und zu Hause fühle.

Was ich aber auch weiß ist, ist das ein Landeswechsel nicht der Schlüssel für eine SEIN- und SINN-Findung ist! Es ist vielleicht ein Sprungbrett, aber der eigentliche Prozess beginnt bei und in uns.

Was treibt Menschen an ihr gewohntes zu Hause, gegen ein unbekanntes zu tauschen?

Viele erhoffen sich einen aufregenden Neustart. Ein neues Land bedeutet auch ein neues Glück? Nochmal bei Null beginnen und sich in ein Abenteuer stürzen. Ein Abenteuer das im bisherigen Leben gefehlt hat oder im Alltag einfach nicht möglich war und zu kurz gekommen ist.

Andere suchen das totale Gegenteil. Sie sehnen sich nach Ruhe, ein Leben das langsamer und gelassener abläuft. Sie suchen die Einfachheit des SEINS. Ich weiß noch genau wie das Gefühl war, als ich wieder mal den Umzugswagen bestellte und aus der zentralen Stadtwohnung ins genaue Gegenteil gezogen bin. Kein Autolärm, keine Hektik und kein Gewusel vor der Haustüre. Keine stinkenden Abgase. Alles, was mir vor die Augen kam, wenn ich aus dem Fenster blickte waren Berge und Felder mit den dazugehörigen tierischen Bewohner, und jeden Tag ein fantastischer Sonnenuntergang. Und all das war nur 15 Minuten von meinem vorherigen Wohnort entfernt! Das neue Zuhause war zwar nicht unbedingt schicker, aber die Lebensqualität eine zu 100 % bessere!

Es gibt viele dieser Menschen wie ich es bin. Sie fliehen aus überfluteten Städten und lauten Altlagen und suchen die Abgeschiedenheit und Ruhe. Dabei überschreiten sie auch mal die Grenze, verlassen ihre Heimat. Sie geben ihren Besitz auf, … so als würden sie den ganzen Ballast, den sie über die Jahre mitgeschleppt haben, hinter sich lassen.

Manchmal treffe ich solche Menschen und frage sie, was sie an ihrem „neuen“ Leben besonders lieben. Die Antwort: Das einfache Leben und die Gewissheit, dass Leben wieder selbst zu bestimmen. Einer sinnhaften Tätigkeit nachzugehen. Sich wieder mit der Natur verbunden fühlen und ehrliche Gemeinschaft erleben.

Klingt gut und ist immer wieder aufs Neue spannend anzuhören und es ist noch schöner, dabei in die glänzenden Augen dieser Menschen zu sehen!

Danach stellt sich mir immer eine Frage

Muss man wirklich alles aufgeben und an einem fremden Ort neu anfangen um so ein Leben, das sich ja beinahe jeder wünscht, leben zu können? Ich glaube, nein, ich bin überzeugt, die Reise zu uns selbst kann überall begonnen werden! Was wenn wir auch in unserem gewohnten Alltag zu uns finden würden? Wir müssen weder Freunde noch unsere Wohnung aufgeben, um unser Leben nach unseren Werten auszurichten.

Angesammelten Ballast loszulassen funktioniert auch, ohne die Grenzen zu überschreiten. Davon bin ich überzeugt und es ist sicher noch ganz viel mehr möglich! Also was hält uns davon ab? Wir können jetzt und sofort damit beginnen den ersten Schritt in ein schöneres Leben zu gehen. Was sind eigentlich Deine Vorstellungen für Dein Leben?

Ich habe mir diese Frage immer gestellt. Ich habe Abende damit gefüllt und mir darüber Gedanken gemacht. UND – ich konnte mir gute Antworten liefern. Mach es wie ich es getan habe. Nimm Dir ein Blatt Papier und Stift und frage Dich:

  • Wie würde Dein Leben aussehen, wenn Du die Chance bekommst, neu zu beginnen?
  • Was würdest Du auf jeden Fall mitnehmen, weil es für Dich außergewöhnlich wertvoll ist?
  • Was würdest Du gerne abgeben, weil Du es nicht vermissen würdest?
  • Und WAS würdest Du ganz neu in Deinem Leben aufnehmen? Etwas das es in Deinem bisherigen Leben nicht gab?

Ich bin ja ein großer Fan solcher Listen und Fragen. Es ist jedes Mal wieder spannend zu beobachten, wie manche Antworten mit einer Leichtigkeit über die Lippen oder in den Sinn kommen und es bei anderen Fragen verdammt schwerfällt, eine Antwort darauf zu finden. Woran könnte das liegen?

Es geht dabei um Dein Leben!

Deshalb sei geduldig mit Dir. Wenn Du diese Fragen durchgehst, sei Dir bewusst, Du sitzt nicht vor einem Prüfungsblatt und hast auch keine Zeitvorgabe um alle Fragen zu beantworten! Nimm Dir dazu eine Woche Zeit, verändere, erweitere Deine Antworten. Wenn Du Dir darüber im Klaren bist, stell Dir die nächsten Fragen:

  • Wie kann ich zu diesen Zielen kommen?
  • Wen oder welche Unterstützung würde ich dazu brauchen?
  • Wer oder was hindert mich an all dem, was ich gerne hätte?

Auch diese Antworten wirst Du nicht in zehn Minuten beantworten können, wenn Du sie ernst nimmt. Schenke Dir auch dazu eine Woche Zeit. Suche dabei die Ruhe um auch richtig in Dich eintauchen zu können. So wirst Du Deine Antworten finden. Nach dieser weiteren Woche ist es wichtig, dass Du Dich entscheidest, was Du mit all Deinen Erkenntnissen machen möchtest. Willst Du alles beim Alten lassen oder willst Du Deine Reise zu Dir weiter gehen? Wenn Du Dir diese Frage klar beantworten kannst, bist Du bereit um Deine Koffer zu packen. Mit zwei Worten: Tu es! Die Resultate aus Deinen Erkenntnissen, helfen Dir dabei. ›lächel‹

Welches „Motto“ schenkst Du Deinem neuen Leben?

Ein guter und persönlicher Tipp von mir: Setze Deine Ziele nicht zu hoch. Diesen Fehler habe ich gemacht. Es sind immer die kleinen Schritte, die erfolgreich ans Ziel führen! Finde also ein gutes Mittelmaß an Veränderungen für Dich. Sie sollen Dich schon fordern, aber nicht überfordern!

Wenn Du diese Vorgehensweise immer wiederholst, wird sich Dein Gehirn auf eine neue Ausrichtung in Deinem Leben einstellen. Beobachte dabei was sich in den Wochen verändert, wie DU Dich dadurch veränderst! Eines steht fest: Du musst keinesfalls auswandern um zu Dir und Deinen Werten für ein angenehmeres Leben zu finden. Nicht jeder hat außerdem die Möglichkeit.

Zu all diejenigen, die Ihre Taschen trotzdem gepackt haben – ich kann es klarerweise nur zu gut verstehen. Einmal Freigeist, immer Freigeist. :-)

„Es ist nicht leicht Glück in sich selbst zu finden, aber unmöglich anderswo zu finden“.

Agnes Repplier

Ich wünsche Dir viele tolle und nachhaltige Antworten zu allen Fragen, die Du Dir stellst. Dicke Umarmung.

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Es ist ein schwieriges Leben, für den, der keine Grenzen setzen kann. Man ist der Menschheit schutzlos ausgeliefert. Fühlst Du Dich manchmal (oder sogar oft) von anderen überrumpelt? Steckst Du plötzlich in Situationen, die Dir gar nicht in den Kram passen? Fühlst Du Dich ausgesaugt und hast das Gefühl viel zu viel um die Ohren zu haben? Wenn es so ist, solltest Du Dir mal anschauen, wie es um Deine Grenzen steht …

Wie oft hast Du schon erlebt, dass jemand Deine Grenzen überschritten hat? Sei es durch reinen Egoismus, Unachtsamkeit oder falsches Verhalten. Oder einfach durch zu nahen Körperkontakt? Also mir als „Gutmensch“ ist das sehr oft passiert. Und das, obwohl ich ohnehin gleich die Krise bekomme, kommt mir jemand zu nahe. Es ist oft genug passiert! Ich habe einfach den Übergang zu spät oder gar nicht bemerkt.

Unsere Grenzen sind unser Hoheitsgebiet

Jedenfalls sehe ich das so. Jeder Mensch hat seine eigenen und ganz unterschiedlichen Grenzen. Und in diesem „Hoheitsgebiet“, wie ich es nenne, bestimmen wir, was erlaubt und erwünscht ist oder nicht. Sobald jemand diese Grenzen verbal oder sogar körperlich überschreitet, spüren wir sehr direkt und deutlich, dass uns das nicht behagt. Wir fühlen uns unangenehm berührt, wir bekommen Stress oder wir sind einfach nur verärgert.

Wir Menschen sind verschieden und deshalb werden die Grenzen von jedem von uns anders gesteckt. Mir persönlich ist zwischenmenschlicher Respekt sehr wichtig. Und ich mag keine Berührungen von Menschen, die ich kaum kenne. So wie Schulterklopfen, Küsschen links und rechts oder zu wenig Distanz in einem Gespräch. Ziemlich komisch für die meisten aber ich reagiere da wirklich „angepisst“ wenn jemand so auf mich zugeht.

Wie die Grenzen jedes einzelnen aussehen, hängt wahrscheinlich auch von der Sensibilität eines jeden einzelnen ab. Dünnhäutige Menschen haben bestimmt engere Grenzen als die, die ein dickeres Fell besitzen. Fakt ist, jeder hat so seine wunden Punkte, an denen man schnell zum Grenzüberschreiter wird. Manchmal passiert das sogar ohne es zu wollen, ja sogar, ohne es zu merken! Nun und weil wir alle so grundverschieden sind, kommt es auch sehr oft vor, dass wir versehentlich mal eine Grenze übertreten.

Kleinere Überschreitungen stecken wir meistens ganz gut weg. Wir nehmen es auf uns ohne viel herumzuzicken. Irgendwann aber kommt ein Punkt, da müssen wir etwas sagen. Zum Beispiel, wenn es sich immer wiederholt, oder wenn jemand einfach über unsere Grenztafeln drüberfährt. Dann ist es wirklich höchste Zeit den Zeigefinger hochzufahren.

„Mein(e) Liebe(r) … hier bist Du mir wirklich zu weit gegangen. So will ich das auf keinen Fall. Ich fühle mich dabei nicht wohl und es ist mir unangenehm. Lass das und mach das nicht wieder.“

Wir müssen unsere Grenzen verteidigen

Ich habe mir damit wirklich schwergetan. Ich dachte immer, wenn ich sage was mir nicht gefällt, würden sich die Menschen von mir abwenden! In Wahrheit ist aber das Gegenteil der Fall. Natürlich ist es von Vorteil, seine Grenzen zu kennen um sie dann auch verteidigen zu können. Nicht nur aus Eigeninteresse, sondern auch deshalb, damit die Menschen in unserem Umfeld wissen, mit wem sie es zu tun haben!

Vielleicht hast Du schon erlebt, dass Menschen mit gesunden starken Grenzen sehr angenehme Gesellschafter sind. Bei ihnen weiß man, woran wir sind. Gesunde Grenzen machen uns stark und Stärke ist einfach attraktiv.

Wie gesagt, heute kenne ich meine Grenzen. Ich besitze Stärke und Klarheit. Was aber nicht immer so war. Ich hatte dieses Potenzial verloren, es ist mir genommen worden. Nun gibt es da auch viele, die genauso wie ich damals, nicht besonders gut darin sind, für sich selbst, die eigenen Bedürfnisse und Werte einzustehen. Ihr visueller Grenzzaun ist nicht hoch genug und so trampelt jeder ungestraft darüber!

Und mit diesen Menschen ohne Grenzzaun kann man klarerweise alles machen. Ohne Konsequenzen befürchten zu müssen. Zum Beispiel kann man unhöflich und respektlos sein, man kann sie perfekt ausnutzen und auflaufen lassen und man kann sie super unter Druck setzen und nicht zu vergessen – emotional sind sie schwach und deshalb sind sie leicht für die Dinge zu haben, die sie nicht möchten.

Ich habe mir das nicht ausgedacht … ich habe es erlebt. Mit einer zu schwachen persönlichen Grenze ist man anderen Menschen schutzlos ausgeliefert. Deswegen ist es so wichtig, seine Grenzen zu kennen und sie zu nähren, um sie stark zu halten.

Wie verlaufen also Deine Grenzen?

  • Was ist Dir wirklich wichtig, wofür würdest Du kämpfen, wenn jemand, eine für Dich wichtige Sache verletzen würde?
  • Welches Verhalten anderer Menschen verletzt Deine Grenzen? Was muss jemand tun, um Deine Grenzen zu übertreten?
  • Was würdest Du nicht tolerieren?
  • Wer darf in welchen Situationen Dinge tun, die andere nicht dürfen?
  • Welchen Menschen erlaubst Du etwas und bei welchen Menschen sagst Du Stopp?

Es sind ganz einfache Fragen mit denen Du Deine Grenzen festlegen kannst. Es ist nämlich so, der erste Schritt zu einer besseren Grenzverteidigung besteht immer darin, sich die eigenen Grenzen bewusst zu machen! Mache Dir immer klar: Es ist Dein Recht einzufordern was Du möchtest. Und falls Dein Gegenüber darauf aggressiv oder beleidigt reagiert, dann bleibe trotzdem sachlich und klar in Deiner Aussage.

Meine Erfahrung war, wenn ein Mensch über längeren Zeitraum überhaupt nicht bereit ist, Deine Grenzen zu respektieren, dann stellt sich auch die Frage, ob diese Person langfristig ein fester Bestandteil unseres Lebens sein soll.

„Grenzen setzen ist Ausdruck Deiner Liebe zu Dir selbst. Grenzen achten ist Ausdruck Deiner Liebe zu anderen.“

Elke Bischof

In diesem Sinne, sei attraktiv, indem Du Deine Grenzen kennst und auch verteidigst. ›lächel‹