Ich fühle mich nicht gut, im Mittelpunkt zu stehen. Aber in der letzten Reihe übersehen zu werden, mag ich auch nicht!
Schon eigenartig. Vorne will ich nicht hin. Hinten möchte ich aber offenbar auch nicht verschwinden.
Ich möchte bitte unauffällig auffallen. Geht das denn?
Niemand soll sich nach mir umdrehen, aber ein kleines „Ah, da ist sie ja!“ ist schon schön. 🙂
Das macht die Sache natürlich richtig kompliziert.
Menschen, die gerne im Mittelpunkt stehen, habe ich ja immer ein bisschen bewundert.
Die stellen sich einfach hin und sind DA.
Ich dagegen hätte gerne Aufmerksamkeit in einer sehr speziellen Dosierung nämlich:
genug davon, um wahrgenommen zu werden – aber bitte sofort wieder aufhören, bevor es unangenehm wird!
Das wird übrigens nicht einfacher, wenn man schon ein bisschen länger auf dieser Welt herumläuft. 🙂
Mit zwanzig war Auffallen unkomplizierter. Lustig. Frech. Manchmal vermutlich auch ein bisschen peinlich – aber das hat einen nicht sonderlich beschäftigt.
Heute möchte ich auf keinen Fall peinlich auffallen!
Eher „elegant“ ins Auge fallen. 🙂
Ein kurzer fremder Blick darf ruhig „kleben“ bleiben. Aber nur ein kurzer!
Wir Frauen möchten doch in jedem Alter wahrgenommen werden, ohne dabei den Eindruck zu erwecken, wir bräuchten HILFE!
Eine ausgesprochen anspruchsvolle Disziplin, muss ich schon sagen.
Positiv aufzufallen fühlt sich inzwischen – ( für mich jedenfalls ) – ein bisschen an wie eine dieser kaum bezahlbaren Nachtcremes, auf die man sich jeden Abend freut.
Man braucht sie nicht unbedingt.
Man weiß auch nicht ganz genau, was sie eigentlich bewirkt.
Aber ehrlich, wenn man sie geschenkt bekommt, sagt man doch nicht: „NEIN danke … das brauch ich nicht.“
Ja Ladys, war diese Beobachtung heute wichtig?
Natürlich NICHT.
Aber ich hab sie gemacht. Also reden wir auch darüber. 🙂
Nun da draußen … könnt IHR UNS sehen?
Schön … gut … okay.
Aber bitte, schaut uns nicht ZU lange so an! 🙂



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