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Selbstfindung hat ja mit Persönlichkeitsentwicklung zu tun. Also Fragen wie zum Beispiel: Wer bin ich? Was will ich? Und bin ich schon angekommen? sollten dabei leicht beantwortet werden können. Diese Fragen sind vielleicht für dich im Moment ebenso präsent, wie für viele andere Menschen auch. Ein Thema das immer aktuell scheint und das auch keine Altersbegrenzung kennt! Logisch, denn hinter all diesen Fragen steckt das Bedürfnis, deinem Leben einen Sinn und eine Richtung zu geben. Was aber wenn du dich schon gefunden, aber plötzlich wieder verloren hast? Wenn deine Richtung in deinem Leben plötzlich wieder total unklar scheint?

Es gibt so viele Möglichkeiten

Du kannst so viel tun, du hast jede Menge Möglichkeiten in deinem Leben … das ist toll, bedeutet aber nicht unbedingt, das es dir dein Leben vereinfacht! Gedanken wie „Super, alles ist möglich, aber was ist das Richtige? Welche Richtung soll ich einschlagen?“ kommen immer wieder an die Oberfläche.

„Wer nicht weiß, in welchen Hafen er möchte, für den ist kein Wind der Richtige!

Seneca

Ein Zitat das in Wahrheit alles beantwortet. Wenn ich darüber nachdenke, war ich die meiste Zeit in meinem Leben ziemlich … wie nenne ich es … verwirrt. Ich hatte keinen Plan wer ich war, wer ich sein wollte aber vor allem was ich wollte! Mein Leben nahm seinen Lauf und ich dachte immer nur sehr kurzzeitig darüber nach. Es ergab sich immer eines nach dem anderen. Ich versuchte mich anzupassen, die Rolle zu spielen, die in der jeweiligen Situation angebracht war und redete mir ein das alles gut sei, so wie es war. Meine Komfortzone war also bestens gepolstert. 🙂

Das Leben fühlt sich plötzlich nicht richtig an

Kennst du das auch? Das Gefühl wenn du dir selber die Frage stellst „Hallo … war das jetzt alles? Wars das an Intensität die das Leben so zu bieten hat? Dann bist DU heute hier punktgenau richtig. 😀

Ich habe mir diese Fragen zum ersten Mal mit 28 jungen Jahren gestellt. Wahnsinn. Meine Scheidung stand nach zehn Jahren vor unserer Tür. Dahinter zwei kleine Kinder und ich, die in Wahrheit keine Perspektive hatte. Ich machte weiter. Möglichkeiten gab es viele, nur die Möglichkeit sie auch wahrzunehmen gab es nicht. Mit zwei kleinen Kindern, wie sollte das funktionieren ohne Unterstützung. Und so drehte ich mich immer weiter im Kreis.

Mit 36 Jahren war diese Frage abermals ganz dick da. Mit 40 glaube ich, hatte ich das erste Mal das Gefühl angekommen zu sein. Mit mir im Reinen und glücklich im Leben zu stehen. Ich hatte viele Pläne, die ich auch teilweise verwirklichen konnte, veränderte jede Menge in meinem Leben … aber es fühlte sich noch immer nicht richtig an.

Die Antwort findest du nur in dir selbst

Wenn ich darüber mit meinem Partner oder Freunden sprach, wurde sehr oft die Antwort gegeben „Du erwartest eventuell zu viel vom Leben, von deinem Partner?“ Falsch – ich erwartete nichts, ich wünschte mir nur diese „Stimmigkeit“ in mir selbst! War das verboten? Den Eindruck hatte ich damals. Ich wusste zu dem Zeitpunkt schon, was mir wichtig war im Leben und dass Lebensglück mit Sicherheit anders aussieht! Die Wahrheit ist die, du kannst dich nur selbst finden, wenn du in dir selbst suchst. Die Antworten liegen nicht im Aussen oder können dir irgendwelche Bekannte, Freunde oder dein Partner nicht geben –  du selber musst dir im Klaren sein, wer du bist oder sein willst und was zum Teufel du nochmal mit deinem Leben anstellen willst! Das ist  vielleicht die wichtigste Frage in deinem Leben … warum? Weil genau diese Frage und die Antwort darauf dein ganzes Leben bestimmt!

Gefunden – verloren – angekommen!

Und wenn ich dir nun sage das ich mich erst vor etwa drei Jahren als Ganzes gefunden habe? Das soll dich bitte nicht verzweifeln lassen, es soll dich eher beruhigen, bist du ebenfalls noch auf deinem Selbstfindungspfad. 😀

Du hörst und liest ja sicherlich auch sehr oft darüber,  du sollst alles ausprobieren, Erfahrungen sammeln, an Orte reisen die dir gefallen, sofern es irgendwie möglich ist, offen sein für Neues, Leute kennenlernen usw. … auf all das habe ich mich eingelassen. Das Resultat des Ganzen war anfangs nicht sehr prickelnd. Ich war noch verwirrter und genauso verunsichert was meine Zukunft, mein Leben betraf. All die Dinge von denen ich glaubte dass sie mir Spaß und Freude bereiten würden, waren ein Reinfall! Ich verlor schnell das Interesse für all das Geglaubte. Was tat ich? Ich verbrachte die meiste Zeit in der Bibliothek, leihte mir unzählige Bücher über das Thema „Selbstfindung“ und „Ankommen“, bis ich eben diesen einen Satz gelesen hatte. „Wer nicht weiss, in welchen Hafen er will, für den ist kein Wind der Richtige …“ Du kannst dich nur selbst finden, wenn du in dir selbst suchst. 🙂 Alle Antworten hatte ich in mir selbst. Sie waren nur sehr verstaubt. Und ich gebe es auch zu – ich hatte Angst sie hervorzuheben.

Nur nachzudenken was / wie und wer du sein und wie du Leben möchtest, reicht nicht!

Ich kann nur sagen dass es nicht ausreichend war, darüber nachzudenken und danach eventuell zu wissen was ich denn mit meinem Leben anstellen sollte! Erst wenn du die Dinge tatsächlich ausprobierst, kannst du auch wirklich wissen, ob dir diese auch Spaß machen und dich erfüllen.

Zusammengefasst:

  • Überlege dir, welches Leben du gerne führen möchtest und welches auch umsetzbar ist und zu dir passt.
  • Finde deine Bedürfnisse.
  • Probiere all diese Dinge aus!
  • … um letztendlich zu finden, was sich richtig anfühlt und passt

Die die mich nun doch schon etwas besser kennen wissen, dass ich sehr sehr viel von Notizen und  #gedankenaufschreiben, halte! 🙂 Genau dieses Schreiben hat mir zu sehr viel Klarheit verholfen. Gedanken im Kopf sind hilfreich … sie zu Papier zu bringen noch viel mehr! Du vergisst sie nicht. Und wenn du mal im Schreiben bist, kommen Dinge hervor von denen du nicht geglaubt hättest, sie auf deiner „Selbstfindungsliste“ zu finden. 🙂  Dieser Vorgang braucht Zeit oder geht ganz rasch. Also schreibe alles auf, was du in deinem Inneren schwer verstaubt finden kannst.

Ich habe eine ganze Weile gebraucht, nicht um sie aufzuschreiben, mein Problem lag in der Beantwortung. Ich musste meine Intuition erst ankurbeln, da ich bislang die Antworten immer nur im Aussen gesucht hatte … Und das Ganze wiederholte ich immer und immer wieder wieder. Manches fiel wieder raus und einiges war immer wieder mit dabei! Bedürfnisse und Wünsche die sich immer wieder wiederholten … (ein gutes Zeichen).

Dieser Schreibprozess verleiht dir eine neue Sichtweise

Deine Fragen „Wer bin ich, wo will ich hin?“ und „Was möchte ich tun?“ sind plötzlich viel klarer. Dein Kopf wird sich aufgeräumter anfühlen. Deine Wünsche und Bedürfnisse hat du nun so gut wie Kasten. Super! Dieses Gefühl hat mich einen Kopf grösser werden lassen … es hatte positive Auswirkungen auf mein Selbstbewusstsein! 🙂 Vom Aufschreiben bin ich dann ins Handeln gekommen. Die Dinge ausprobieren die ich am Papier festgehalten habe. Manches hat sich sehr schnell von selber eliminiert, manches war nicht sofort perfekt aber ich wollte es nicht loslassen. Dazu kann ich nur sagen – nicht gleich alles sofort hinwerfen, frage dich eher was könntest du daran verändern, damit es dich glücklich macht? Und dann versuche es einfach wieder.

Du hast dir viele Wegweiser aufgeschrieben, gehe sie Schritt für Schritt durch und finde jeden Tag ein wenig mehr heraus was gut zu dir passt und worin du dich auch langfristig siehst!

Und ich kann dir eines versprechen: DU wirst garantiert schöne und weniger gute Erfahrungen dazu machen, aber du wirst nie mehr orientierungslos umher irren!

Es ist nicht einfach seine Richtung zu finden

Wenn du dich in dieser Phase deines Lebens befinden solltest, und das kann durchaus öfter sein im Leben, kommst du nicht drum herum, dich mit dir selbst in verständnisvoller Art zu beschäftigen. Du musst dich mit deinen Zielen, Träumen, Wünschen und realistischen Möglichkeiten auseinandersetzen … ohne Zeitvorgabe. Wichtig ist, ins Tun zu kommen! Ich  möchte hier gerne meine persönlichen und praktischen Erfahrungen mit dir teilen wie du ja weißt und deshalb werde ich dir noch einige Schlüsselfragen zur Verfügung stellen, die mir auf meinem Weg des „Ankommens“ sehr geholfen haben.

  • Bin ich glücklich und zufrieden, wenn ich meinem Leben eine Richtung gebe?
  • Bin ich glücklich und kann ein erfülltes Leben führen, wenn mein Leben zu meiner Persönlichkeit, meinen Stärken und Schwächen passt?
  • Bin ich glücklich wenn meine Bedürfnisse befriedigt sind?

Aus diesen Fragen kannst du nun ebenfalls weitere Kernfragen ableiten:

  • Was brauche ich, um mich wohl zu fühlen und wie sehen meine Bedürfnisse aus?
  • Was sind meine Stärken und wie sehen meine Schwächen aus? Wie meine Persönlichkeit?
  • Wie fühlt sich eine gute Richtung für MEIN Leben an? Wo meine Persönlichkeit und meine Bedürfnisse auch Platz haben?

Diese Punkte müssen erfüllt sein, willst du dein Leben so führen, dass es für dich richtig, glücklich und erfüllend ist! Es ist keine einfache Aufgabe und sehr oft geben wir am halben Weg schon auf. Mache dir aber bewusst, egal wohin du gehen wirst, deine Probleme wirst du immer mitnehmen. Also mache eine „Bestandsaufnahme“ in deinem Leben und danach mache dich auf dem Weg in deine Zielgerade! 🙂

Ich hoffe sehr das einiges für dich dabei war und wenn du hilfreiche Tipps dazu hast, teile sie mit uns.