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Ein neues Jahr hat uns wieder und in der Regel fassen wir jedes Jahr wieder neue Vorsätze. Die meisten von uns jedenfalls. Ob wir dieses Vorhaben dann auch umsetzen, hängt von uns, von unserer Motivation ab. Hattest Du 2021 etwas in Deinem Fokus? Was war Dein Vorsatz? Ok. Du hast keine Ahnung mehr und keine Antwort darauf … macht nichts, denn so geht es den meisten Menschen. Wir reden viel und tun wenig, wenn es um Veränderungen geht. :-)

Ich bin ja kein großer Fan von Jahresrückblicken, aber so ganz ohne „schriftlichen“ Jahreseinstieg schaffe ich’s auch nicht! Was ich sicher nicht tun werde, ist das letzte Jahr nochmal Revue passieren zu lassen. Es hat nicht besonders schön begonnen und ebenso wenig glanzvoll geendet. (Für uns allgemein gesehen). Persönlich für mich gesehen, war es ein ständiges rauf und runter. Aber nun ist ja mein Heilungsprozess im vollen Gange und deshalb bin ich sehr zuversichtlich. ›breitgrins‹

Wie ungewöhnlich schnell das letzte Jahr an mir vorbeigerauscht ist, kann ich ja noch immer kaum glauben! Geht es Dir auch so? Meine Highlights hielten sich in Grenzen. Vieles war mir gesundheitlich leider nicht möglich und mein persönlicher Antrieb war nicht immer an meiner Seite. Tja, was soll´s. Neues Jahr – neue Möglichkeit und Chance. DAS ist ja schon mal super! Und deshalb stelle ich mir UND Dir die Frage:

Was wollen wir eigentlich?

Die vielleicht schwierigste Frage überhaupt wird nur selten gestellt. Eine spontane Antwort haben die wenigsten parat. Das ist ja auch kein Wunder, denn diese Frage greift tiefer, als ein „Hallo wie gehts“. Was wir wirklich möchten, hängt nämlich von einem komplexen Zusammenspiel aus Bedürfnissen, unseren Wünschen UND unserer Motivation ab. Nun, wenn es uns das letzte Jahr wieder mal nicht gelungen ist, unsere Vorhaben in die Tat umzusetzen, könnte das einen sehr einfachen Grund haben: Unsere Ziele waren zu weit von unseren Grundwerten entfernt!

Werte können uns viel mehr motivieren als steife Vorsätze! Das ist bei mir definitiv so. Denn meine Werte richten sich nach meinen Bedürfnissen. Bedürfnis nach Selbstbestimmung. Selbstbestimmung wie wir unser Leben gestalten und steuern. Eines der besten Beispiele ist immer unsere Gesundheit. Es lässt sich ganz leicht erklären, warum es wichtig ist, sich an unsere Grundwerte zu orientieren und welche Vorteile dieser Ansatz gegenüber kurzfristigen Neujahrsvorsätzen hat.

Gesundheit statt hungern …

Wir können uns, statt ständig mit dem inneren Schweinehund zu kämpfen, auf unsere Werte konzentrieren. Den Frust in langfristige Motivation verwandeln! Indem wir uns darauf besinnen, was wirklich wichtig ist. Statt andauernd die Waage und den Gewichtsverlust im Auge zu haben, können wir uns auf unsere Gesundheit und ein erhöhtes Wohlbefinden konzentrieren. Unsere Gesundheit ist wesentlich flexibler als kg zu verlieren, denn es schließt auch das mentale Wohlfühlen mit ein. Wenn wir also wieder mal Lust auf ein ausgiebiges Frühstück haben (Nutella & Co), dann sollten wir es uns auch erlauben. Es geht keinesfalls um schnelle Erfolge. Es geht dabei um Grundbedürfnisse und Gesundheit ist ein Grundwert, nachdem wir unser gesamtes Leben ausrichten können. Wenn wir uns also bewusst werden, dass Gesundheit besonders wichtig ist, um uns auch wohler zu fühlen, werden wir unsere Ziele „anders“ definieren … sodass sie auch Spaß machen und langfristig zufriedenstellen. Bei mir klappt dieser Gedankengang viel besser als eine selbstauferlegte Fastenkur! Ich höre auf meinen Körper. Ich erlaube mir, aber steige auch auf die Bremse, wenn mein Wohlbefinden sich meldet. Mit der Zeit pendelt sich dieses Gefühl (nachhaltig) ein. ›lächel‹.

Absichten mit Sinn …

Wie kommst Du also nun von Deinen „Grundwerten“ zu Deinen konkreten Absichten und Zielen? Ich bleib jetzt einfach mal bei unserer Gesundheit. Schauen wir, welche Berührungspunkte dieser Wert mit unserem Alltag hat und wo wir ihn mehr hervorheben können. Wenn wir ein gesundes Leben führen möchten, müssen wir uns nicht zwangsläufig einer bestimmten Diät hingeben oder stundenlang Einheiten auf dem Laufband verbringen. Es sei denn, dieses Bedürfnis kommt völlig freiwillig und wir empfinden ein Wohlgefühl dabei! Ich habe das an und bei mir selbst immer wieder beobachten können. Ohne selbst auferlegtem „Muss“ kommen solche Wünsche ganz von selbst. Weil ich nur meine Gesundheit im Fokus habe. Ich nehme lieber die Treppe als den Fahrstuhl. (Hurra, jetzt kann ich ja ganz langsam wieder). Ich packe lieber mein Fahrrad aus, als schnell ins Auto zu steigen. :-) Ich nehme es gerne in Kauf, etwas länger für manche Dinge zu brauchen, und während meinen Arbeiten, zu pausieren, einfach, weil es mir guttut!

Ich denke mal, jeder muss da seine ganz eigenen möglichen Ziele herausfinden. Ziele, die zu einem passen und die sich im individuellen Alltag auch integrieren und umsetzen lassen. Und es stimmt schon … dieser Satz: „Wo ein Wille ist, ist auch …“ – DU kennst ja das Ende!

Ganz egal …

Welche Wünsche und Ziele Du auch für 2022 in Deinem Kopf trägst, frage Dich, ob es sich um kurzfristige Vorhaben handelt oder langfristige Veränderungen. Sie sollten sich an Deine inneren Werte orientieren. Ich darf Dir versichern, dieses Denken beugt unnötigen Stress und Frust vor und Du kommst damit in kleinen aber sicheren Schritten jedem Deiner Ziele und Wünsche näher (zu Dir). Auch ganz kleine Schritte führen uns in die richtige Richtung. Hauptsache wir finden einen Anfang. Auf welchem Weg auch immer: Nutzen wir unsere Vorsätze im neuen Jahr, um uns noch besser kennenzulernen. :-)

Also, auf ein Jahr, das zu uns passt!

Ich wünsche Dir absolut und von ganzem Herzen nur das Beste.
Pass weiterhin gut auf Dich auf und wenn Du magst, lesen wir uns schon ganz bald wieder!

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Die Kommunikation mit Männern

Diesen Artikel möchte ich all den Frauen  widmen, die wissen wie Missverständnisse durch stillschweigende, denkende Männer entstehen können. Vorne weg, ein Artikel aus dem (meinem) Leben gegriffen. Seht ihn nicht zu ernst, aber gebt mir bitte recht!

Nun wo fange ich an … wo höre ich auf? :-) In der Natur der Frau liegt es, gerne und viel (nicht jede das gebe ich zu) zu reden. Alles zu analysieren, zu besprechen, anzusprechen und das am Besten sofort und immer. So sind wir  nun mal. Gibt es Probleme möchte „Frau“ eben darüber reden. Spricht ja auch nichts dagegen. Die Kommunikation mit dem Partner verläuft aber manchmal völlig anders als wir uns das vorstellen. Frau redet … Mann schweigt. Wir Frauen kommen damit meist nicht so gut klar.

Männer definieren sich über Kompetenz. Wenn sie Probleme lösen grübeln und denken sie  … sie sind nicht ansprechbar. Wenn sie dann soweit sind, darüber zu sprechen, man verzeihe mir jetzt diesen Vergleich, sind sie mit einem „Dieselmotor“ vergleichbar. Sie müssen erst warm laufen, erst dann sind sie wieder ansprechbar und beziehungsfähig.

Diese Art der Kommunikation führt dann sehr oft zu Konflikten. In unserer Frauenwelt gibt es dieses Verhalten kaum. 

Ein Klassiker

Männlein und Weiblein leben glücklich und zufrieden miteinander. Alles ist ganz wunderbar, gut und optimal. Am Morgen verabschiedet sich der Mann von seiner Frau … die Arbeit ruft. Abends hört die Frau wie der Mann den Wagen abstellt und bemerkt oder sollte ich jetzt schreiben, sie interpretiert, dass irgend etwas nicht stimmt.

Der Mann öffnet die Wohnungstür … die Frau kommt ihm freudig entgegen, ein flüchtiges „Hallo“ und das wars. Der Mann möchte sich zurückziehen da er ein Problem mit nach Hause genommen hat. Er möchte ganz alleine und in Ruhe darüber nachdenken … tja, nur  da hat er die Rechnung ohne seine Frau gemacht. :-)

Die Frau bringt ihr Gehirn in Gang und fragt sofort nach: „Was ist denn los?“ Der Mann antwortet „Nichts!“ Denn wie ich ja oben schon angeführt habe, sind die Probleme des Mannes sein geistiges Eigentum. Niemand hat das Recht seine Probleme zu lösen, ausser er selbst. Hilfe wird nicht benötigt.

Das wiederum wissen wir Frauen aber nicht immer und deshalb haken wir nach. „Komm erzähl mir doch nicht, dass alles in Ordnung ist, ich merke doch das irgendetwas nicht stimmt!“ Und wenn der Mann noch ganz großes Pech hat, setzt Frau noch einen drauf mit der Aussage „Du liebst mich nicht, sonst würdest Du mir sagen, was los ist.“ Der Mann flüchtet um irgendwo in Ruhe nachdenken zu können.

Eine Verhaltensweise, die wir Frauen nicht immer verstehen

Frauen sehen diese Situation nämlich total anders. Für uns Frauen bedeutet Schweigen nichts Gutes. Wir interpretieren in das Schweigen, Ablehnung, nicht geliebt werden, Geheimnisse bis hoch zur Untreue. Die Gedankengänge einer Frau sind  sehr kreativ. Wir Frauen schweigen nur dann, wenn wir verletzt wurden. Oder wenn wir mit Menschen konfrontiert werden, die wir nicht mögen. Das Schweigen einer Frau ist gefährlicher und kann manchmal als Kriegserklärung aufgefasst werden.

Da ja jeder Mensch in erster Linie von sich selbst ausgeht, meinen wir Frauen, dass das Schweigen des Mannes die selbe Bedeutung hat, wie ihr Schweigen. Für uns Frauen ist die Kommunikation das Wichtigste! Wir überlegen kurz und versuchen es erneut um die Nähe zu unserem Partner wieder herzustellen. Wenn wir Frauen aber zuviel reden bzw. zuviel nachfragen oder zerreden, kann es passieren das der Mann die Fassung verliert und etwas lauter wird. Unabsichtlich. Das Problem liegt darin, dass er in seinen Gedankengängen ständig unterbrochen wird und dadurch sein Problem nicht lösen kann.

Wir Frauen verstehen dann die Welt nicht mehr. Wir sind uns keiner Schuld bewusst, sondern möchten doch nur helfen. Irgendwann beschließen wir uns zurückzuziehen. WIR leiten das Schweigen ebenso ein. Das Spiel kann beginnen. Hat der Mann sein Problem gelöst, kommt wieder Leben in seinem Körper. Er läuft auf Betriebstemperatur und alles ist wie immer.

Eine Antwort auf die Frage: „Hey, was gibt es denn heute zum Abendessen?“ Wird mit einem Schweigen  beantwortet. Die Situation wird nun anders rum gespielt. „Was ist denn los mit Dir?“ Fragt der Mann. Die Antwort darauf „Wenn Du das nicht weißt, solltest Du darüber nachdenken …“ sagen wir.

Der Mann hat nun ein neues Problem, dass ganz alleine ihm gehört. Wie groß die Chance ist, dass er es gelöst bekommt, brauche ich wohl nicht erklären. 

Liebe Frauen, stört eure Männer nicht beim Schweigen!

Also wenn sich euer Partner in Schweigen einmummt, stört ihn nicht dabei. Er möchte nur sein Problem lösen. Alleine. Je weniger er dabei gestört wird, umso schneller wird er eine Lösung gefunden haben und auch wieder bei euch sein. Lasst ihn in Ruhe. Er wird weder verhungern oder sich einsam fühlen wenn ihr euch vertschüßt. Alles ist gut.

Und ein paar Worte an die Männer habe ich selbstverständlich auch parat

Meine lieben Herren. Wir sind glücklich euch haben zu dürfen. Für uns Frauen kommt als erster Stelle die Kommunikation. Es ist wichtig und verbindet. Vielleicht wäre eine kurze Erklärung manchmal hilfreich für uns, um zu wissen das nichts spektakuläres in Anmarsch ist. Wir nehmen euch „euer Problem“  bestimmt nicht weg! :-)

Tja, das wars für heute. Mitten im Leben … aus dem Leben. Jeder kennt das und anschließend lachen wir alle darüber! Es war mir eine Freude und ein Bedürfnis zugleich. Wir lachen ohnehin zu wenig. :-)

Eine schöne Zeit ohne Kommunikationsschwierigkeiten wünsche ich euch … bis ganz bald!