Beiträge

Lesezeit: 3 Minuten

Das grünere Gras: Die Geschichte von Buddha und Mara …

Heute habe ich für Dich eine buddhistische Geschichte ausgesucht. Sie handelt von Mara, der all das verkörpert was uns leiden lässt. Buddha – ein Wesen, das aus eigener Kraft die Reinheit und Vollkommenheit seines Geistes erreicht und somit eine unendliche Entfaltung aller in ihm vorhandenen Stärken erlangt. Eine Geschichte, die ich von einem Herzmenschen bekommen habe und heute mit Dir teilen möchte!
Viel Spaß und Einsicht beim Lesen …

Der Buddha hielt sich zu einem Einzelretreat in einer Höhe auf. Sein Assistent und Schüler, der ehrwürdige Ananda, ging in dieser Zeit Almosen sammeln und teilte nach seiner Rückkehr die Gaben zur Hälfte mit dem Buddha. Eines Morgens meditierte der Buddha in der Höhle, der ehrwürdige Ananda saß davor und sah jemanden näher kommen. Ananda ahnte, dass es jemand Bekanntes war. Es war Mara!

Ananda wollte sich verstecken, sodass Mara niemanden sehen und Buddha in der Hölle auch nicht stören würde. Doch es war zu spät. Mara stieg zu Ananda hoch und fragte: „Ehrwürdiger Ananda, ist dein Lehrer da?“ Ananda wollte lügen und sagen: „Nein, der Buddha ist nicht da. Er ist nach … gegangen zu einem Treffen, einer Konferenz oder dergleichen.“ Doch zu lügen gehört sich nicht für einen Mönch, also erwiderte er schließlich: „Warum fragst du?“

Mara sagte „Ich möchte den Buddha besuchen.“ Ananda entgegnete erzürnt „Verschwinde! Du bist kein Freund des Buddha. Du bist sein Feind. Erinnerst du dich nicht, wie du versucht hast, den Buddha vom Erwachen unter dem Body-Baum abzuhalten, und dann von ihm vernichtend besiegt wurdest? Der Buddha will dich nicht sehen.“

Als Mara dies hörte, begann er zu lachen: „Haha, tatsächlich? Dein Buddha hat Feinde? Ich dachte, er habe gesagt, er habe keine Feinde. Und jetzt hat er plötzlich welche? Ananda fühlte sich in der Klemme. Also ging er in die Höhe und fragte Buddha, ob er Mara treffen wolle. Er hoffte Buddha würde verneinen. Doch als der Buddha hörte, wer draußen auf ihn wartete, sagte er „Mara? Lass ihn herein.“ Ananda war sehr enttäuscht, doch er kam seiner Pflicht nach und ließ Mara eintreten.

Als Mara die Höhe betrat, stand der Buddha auf und hieß ihn willkommen wie einen Edelmann. Er lud Mara ein, in einer besonderen Ecke Platz zu nehmen und bat Ananda, Mara Tee und Wasser zu servieren. Ananada war frustriert. Für den Buddha hätte er gern 200 mal am Tag Tee gebracht, aber nicht für Mara. Doch er ging hinaus, brachte Tee für Mara und hoffte, die beiden würden sich nicht lange unterhalten. Doch die Unterhaltung sollte sehr lange dauern …

Die beiden sprachen wie beste Freunde miteinander. Buddha fragte Mara „Wie ist es dir ergangen und wie geht es dir?“ Mara erwiderte „Nicht so gut.“ “ Was ist passiert?“  fragte Buddha.  Mara erzählte:

„Meine Schüler hören mir nicht mehr zu. Früher taten sie immer alles was ich ihnen sagte, doch neuerdings rebellieren sie. Meine Generäle, Soldaten und Schüler wollen Achtsamkeit, Gehmeditation und Essen in Stille üben. Sie wollen die Erde retten. Ich weiß nicht mehr, wie ich sie erreichen kann. Buddha … ich bin soo müde Mara sein zu müssen, ich möchte jemand anderer sein! Es ist wahrlich nicht leicht Mara zu sein. Es bedeutet alles andere als Party, Spiel und Spaß.“

Der Buddha lachte. „Glaubst du, es ist ein großer Spaß der Buddha zu sein? Weißt du, dass Menschen behaupten, ich hätte etwas gesagt, was ich in Wirklichkeit nie gesagt habe? Sie tun Dinge, zu denen ich sie NIEMALS ermutigt habe, doch sie behaupten, ich hätte sie dazu angestiftet. Ich habe meine hohe Position und mein Ansehen zurückgelassen. Ich habe den Thron aufgegeben, habe meine wundervolle Frau und unser Kind verlassen, auf zukünftige Kinder und Reichtum verzichtet, um Befreiung zu erlangen.“

„Doch jetzt kommen Menschen zum Tempel, um zu beten, und bitten um all die Dinge, auf die ich verzichtet habe! Sie bitten nicht um Frieden oder Glück, sie bitten um viel Geld oder Macht oder um gute Prüfungsergebnisse für ihre Kinder. Sie fertigen Statuen von mir an und kleben all ihr Gold an meinen Körper. Wenn sie meinen Geburtstag feiern, verfrachten sie meine Statue auf einen Wagen und fahren mit mir gedankenlos durch die Stadt, währen mein Körper von Seite zu Seite schwankt. DAS WOLLTE ICH NIE!“

„Also glaube nicht, Buddha zu sein, sei das große Glück. Wollen wir tauschen?“ Ananda fürchtete, Mara würde zustimmen, doch glücklicherweise tat er dies nicht. Dann sagte der Buddha „Mara, du tust deine Arbeit. Tu sie, so gut du kannst. ich erledige meinen Job. Nichts auf der Welt ist immer einfach. Ich weiß, Mara zu sein ist sehr schwer. Doch auch der Buddha zu sein ist nicht einfach. Jeder von uns muss seine Rolle mit ganzem Herzen ausfüllen.“

Jedes Leben hat seine eigenen Herausforderungen und Wagnisse. Wir können ihnen mit mehr Geschick begegnen, wenn wir keine Zeit und Energie darauf vergeuden, einen zweiten Pfeil auf uns selbst abzuschießen, indem wir zum Beispiel den Glauben in uns nähren, das Gras  im Garten unseres Nachbarn wäre viel grüner als das in unserem eigenen …  

Von Thich Nhat Hanh, Zen-Meister aus Vietnam

Nun es ist wieder mal alles gesagt und wir sollten ALLE in unserem eigenen Garten bleiben und graben und versuchen das Schönste daraus zu machen.

Schön, daß Du da warst … heute mit einem Namaste zum Abschied. :D
Alles Liebe.

Lesezeit: 3 Minuten

Die Zeit ist jetzt, lebe Dein Leben
oder Warum Dein Leben kurz ist und Du jeden Moment (er)leben sollst.

An jeder Ecke, in jedem Magazin und Blog hörst oder liest Du heute, dass Du im Moment leben sollst. Diesen nutzen sollst. Viele von uns kauen das einfach nach, eine „Weisheit“ die jedoch die meisten Menschen nicht leben, ja nicht einmal hinterfragen.

Lebe im Moment, denn Dein Leben ist kurz!

Stell Dir Dein Leben als einen Teller voll mit Gummibären vor, jeder Moment Deines Lebens stellt einen Bären dar. Und jede Sekunde, jeden Moment ist es plötzlich ein Gummibär weniger. Ein Bärchen, dass Du nie wieder hinzufügen kannst, es ist weg – fort!

Vielleicht wird Dir so bewusst, dass Deine Zeit immer kürzer wird. Der Moment während Du das hier liest ist gleich vorbei und er wird nie wieder kommen. Egal was Du machst oder versuchst, er ist weg! Für immer!

Jetzt kannst Du für Dich ausrechnen wieviel Zeit Du noch hast, wieviele Gummibären noch auf Deinem Teller liegen. Mach das, ganz bewusst und dann denk bitte mal über die letzten Zeilen nach, mach Dir die Worte bewusst. Und beantworte folgende Fragen für dich persönlich:

Warum verbringe ich soviel Zeit mit unbefriedigenden Dingen? Lebe ich wie ich will und was ich liebe? Was mich glücklich macht?

Unsere durchschnittliche Lebenswartung

Frauen 84,7 Jahre
Männer 79,2 Jahre
Durchschnitt 82,0 Jahre

das sind im Schnitt
29.930 Tage
718.320 Stunden oder
43.099.200 Minuten

Das scheint auf den ersten Blick viel zu sein und doch ist es nichts! Wie schnell vergeht eine Woche nach der anderen ohne Spuren zu hinterlassen. Arbeiten und funktionieren, vielleicht noch ein Drink oder Kaffee mit Freunden und das war es. Kann das alles sein? Für mich nicht, nicht mehr. Ich haben lange nur funktioniert, nur Pflichten erfüllt, beruflich und privat. Diese Zeit ist für mich vorbei.

Doch warum verlaufen die meisten Leben so?

Wir werden in eine Welt geboren, in eine Gesellschaft, die möglichst ruhige und unauffällige Menschen will. Menschen die leicht und problemlos führ- und regierbar sind. Die sich in den Bahnen der Gesellschaft bewegen und nicht ausbrechen.

Menschen, die nach der Schule in das Leben als Angestellte wechseln und ihre Lebenszeit unter Wert verkaufen. Oder findest Du Deine Lebenszeit und Deine Leistung wird dementsprechend honoriert? Nur so ein Gedanke …

Will mir  jemand erklären dass ein Mensch der 1.500.- netto verdient für seine wertvolle Zeit entsprechend entlohnt wird? Und ich meine jetzt noch nicht einmal die unzähligen Menschen, die nicht annähernd diese Summe im Monat am Konto haben!

Klar gibt es viele Angestellte, die gut verdienen und doch sind es Menschen, die aus meiner Sicht wenig bis keinen eigenen Willen zeigen sondern den ihnen vorgegebenen Weg leben. Vorgegeben von den Eltern, der Schule, dem Chef und der Gesellschaft. Ja und die Politik nicht zu vergessen.

Es geht ja nicht anders hört man immer wieder! Doch es geht anders, man darf vielleicht nicht immer nur den einfachsten Weg sehen und gehen. Jetzt höre ich manche von euch aufschreien. Ja schreie es raus „die spinnt doch, ich muss doch arbeiten um mein Leben zu finanzieren!“

Klar das müssen wir alle, aber warum nicht für sich selbst den Einsatz und die Lebenszeit opfern, mit Arbeit die einem Spaß macht. Mit Menschen, die einem gut tun. Nicht in Unternehmen die die Menschen nur noch aussaugen, ihnen die wertvolle Lebenszeit für ein lausiges Gehalt, das zum Leben nicht reicht und zum Sterben zu viel ist, abkauft. Menschen in schwere Krankheiten treiben und dann irgendwann mit 50 Jahren auf die Strasse stellen weil billigere Arbeitskräfte in Massen zur Verfügung stehen. Ein gesellschaftliches Problem, aber genau das erfüllt den Zweck die Menschen klein und still zu halten. Solange man ihnen Sicherheit vorgaukelt, Sicherheit im Job, Sicherheit für die Pension ist alles gut, so glaubt man jedenfalls.

Vorgegaukelte Sicherheit

In unserer Gesellschaft ist alles auf dem Begriff der vermeintlichen “Sicherheit” aufgebaut. Sicherheit, die es in Wirklichkeit gar nicht gibt. Nicht mehr gibt oder wohl nie gab. Wie kann man sicher sein, wenn man nur als Nummer gesehen wird, jeder problemlos und sofort austauschbar ist. Du nicht weißt wie lange es deinen Arbeitgeber noch gibt oder deinen Posten?

Geh in Deinen 9to5 Job und Du bist sicher, auf dies zielt das ganze System in Österreich und Deutschland ab.

Erfüllend ist das Ganze nicht, wir arbeiten um leben zu können. Das soll der Sinn unseres Lebens sein? NEIN! Ich bin der Meinung der Sinn unseres Leben kann nur ein erfülltes Leben sein. Jeder Mensch muss für sich selbst definieren was ihn erfüllt und was sein Sinn ist und dann noch den Mut zu haben sein Leben entsprechend zu ändern.

Und sag nicht das ginge nicht, es gibt immer Wege … sie sind zwar nicht so bequem und einfach, aber sie sorgen für nachhaltiges Wohlbefinden! :-)

Deshalb lebe DEIN Leben, tue was DU liebst und was DICH glücklich macht!