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Wenn einen nichts mehr erfüllt, alle Gefühle, die ein Mensch so haben darf, einfach nicht an die Oberfläche kommen, dann spricht man von innerer Leere. Manchmal kommen diese Gefühle schleichend und sie haben meistens geplant, länger zu bleiben. Ein längeres Telefonat mit einer sehr guten Bekannten erinnerte mich an meine eigene Lebensgeschichte. Vielleicht machst auch Du gerade diese Phase durch? „Ich fühle mich einfach nur leer …“ Wenn es so sein sollte, dann sehe diesen Artikel heute als den Deinen.

Tiefgründige Gespräche sind auch am Telefon möglich. Auch, wenn mir dabei die ins Gesicht geschriebene Emotion meines Gegenübers fehlt. In dem vergangenen Gespräch spiegelte sich ganz genau meine eigene Entwicklung wider, die ich durchmachte. Totale Leere, Einsamkeit und auch Traurigkeit bestimmten eine lange Zeit mein Leben.

Es ist die Sehnsucht, die dahinter steckt

Der Kopf ist voll, die Arbeit viel zu viel und die Partnerschaft, in der man glaubt, Kraft schöpfen zu können, fühlt sich ebenso leer an wie man selbst. Wenn ich diese Zeit Revue passieren lasse, hielten meine Beziehungen nie sehr lange. Mehr als sechs Monate hielten sie nicht stand. Wie auch, es waren „Zweck-Beziehungen“. Jedenfalls war es bei mir so. Nur nicht alleine sein, wenn all die Arbeit geschehen war. Hinter all dem versteckte sich eine riesige emotionale Ladung SEHNSUCHT!

Endlich mal etwas Längerfristiges. Etwas mit Gefühl und echter Liebe. Einige Schritte tiefer … wie soll ich sagen … einfach mal ankommen.

Diese Gedanken betrafen nicht nur meine Beziehungen, es war alles gemeint. Mein Job, mein Umfeld, meine Arbeit, meine zu Hause. Für den Moment waren die Dinge, die Menschen und Situationen in Ordnung. Doch schon nach wenigen Monaten folgte eine große Unzufriedenheit und Leere. Gefolgt von Kritik. Nichts fühlte sich auf Dauer gut an.

Ich entdeckte die Schattenseiten des Zusammenlebens, entdeckte Unperfektheit und langweilte mich rasend schnell. Alles schlug in pure Gewohnheit um. Und diese Gewohnheit die sich im „Außen“ zugetragen hat, erfüllte mich nicht mehr. Mein Gedanke: Mehr Arbeit vielleicht sogar eine andere? Ein neuer Liebespartner, ein neues Möbelstück, Auto oder sonst irgendwelche materiellen Dinge.

Alles begann aufs Neue. Es war eine endlose Suche, die niemals aufhörte. Die Leere verschwand nur ganz kurz … und kam danach jedes Mal noch heftiger wieder.

Die „Rennerei“ und die ständige Suche war keine Lösung

Ich spürte diese traurige Unerfülltheit in mir und machte mich auf die Suche nach Hilfe. Die Sehnsucht nach der Wahrheit war es, die mich dazu getrieben hat, umzudenken … genau hinzusehen … Fragen zu stellen, an Menschen, die sich damit auskennen. Aus diesen Sitzungen habe ich ein Zitat mitgenommen, das zu einem Lebensgesetz für mich geworden ist:

„Ask and it’s given.“ Frage und es wird dir gegeben.

Dem bin ich gefolgt. Viele meiner Antworten erhielt ich nicht nur in den Gesprächsstunden, sondern ich habe sehr viel darüber gelesen. Unterhielt mich mit Menschen, die ähnliches erlebten. Mein einfaches Sein, ohne mich von mir selbst abzulenken, … half mir. Es war das komplette Anhalten meines Lebens. Es war der Weg nach innen, denn nur dort konnte ich finden, was ich so verzweifelt hinterhergelaufen bin und gesucht habe! MICH SELBST! Es war ein spannendes Abenteuer, das ich da startete und es gefiel mir nicht alles was ich dabei erlebte.

Eine Reise ins Leere …

So würde ich diese Zeit benennen. Das Besondere daran war, dass je weiter man diese Reise in sein Inneres macht, das Leben plötzlich im Außen an Intensität dazu bekommt! Der Schlüssel dazu war die Selbstliebe … die Liebe, die wir uns selbst geben! Nicht der neue Wagen, der neue Job und der neue Partner. Finden wir die Selbstliebe, erhöht sich die Liebe für alles das existiert.

Selbst das Essen schmeckte wieder. Ich war in der Lage, ein und denselben Menschen länger an meiner Seite zu haben – länger als fünf Monate ›lach‹. Meine Emotionen wollten wieder an die Luft! Dieser Prozess, der leider nicht in drei Wochen vorüber war, vertrieben meine damalige Leere. Also eines sollte definitiv klar sein:

Wenn Du die ERFÜLLUNG im Außen suchst, sie jedoch nicht finden kannst, dann gehe nach INNEN:

Nur so können wir eine Verbindung zu uns selbst herstellen, die unser Leben verändert. Es verändert alles! Die Wahrnehmung, das Bewusstsein und das Empfinden. Es sind die Grundlagen zur Selbstverwirklichung.

Leere ist emotionaler „Hunger“ …

Dieses Gefühl, wenn man nicht nur traurig, einsam, unerfüllt und vollkommen leer ist, habe ich manchmal mit „Hunger“ Gelüsten verglichen. Man isst etwas und dreißig Minuten später folgt auf sauer süß. Bis man wieder eine Zeit später darauf kommt, dass es das auch nicht war, worauf man eigentlich Lust gehabt hätte! Dieses Gefühl war für mich oft beängstigend. Ich grübelte so viel und konnte diese Widersprüchlichkeiten überhaupt nicht verstehen.

Obwohl alles vorhanden war, war ich am „verhungern“. Selbst als ich in einer frischen Beziehung war, nährte sie mich nicht. Ich hatte damals sicher vieles indirekt gewusst, weil ich es gefühlt hatte. Es war ein schwarzes Loch, ein Vakuum, dass alles in sich hineinzog – ohne zu „kauen“. Ich war nie satt, mein Hunger nie gestillt.

Meine Zusammenfassung:

Finde heraus, was genau es ist, was Du vermisst! Ist es das Gefühl von Zugehörigkeit? Geht es um Deine zwischenmenschlichen Beziehungen oder bist Du allgemein auf der Suche nach MEHR Bedeutung und Sinn in Deinem Leben? Manchmal steckt auch ein ganz anderes Gefühl dahinter – so war es auch bei mir. Es war Enttäuschung und ganz viel Wut, die da fleißig zusätzlich noch mitmischten.

Ich weiß, dass es ganz vielen Menschen schwerfällt zu erkennen, wo genau die Ursache liegt. Ohne Therapie würde ich bestimmt heute noch auf der Suche sein und freudlos und leer im Leben stehen. Und JA es war ein längerer und sehr herausfordernder Prozess, den ich da belegt habe, aber mein Leben hat es mir wie so oft, gedankt.

Glücklich ist, wer daran glaubt, dass es im Leben nie zu spät ist, um neu zu beginnen.

Tupac Shakur

So und kein bisschen anders soll es sein. :D Ich wünsche Dir, falls Du diese Zeit gerade durchschreitest, dass sie bald vorüber ist. Ganz viel Kraft für die nächsten Schritte und ein Glas kühlen Prosecco, das am Ende Deiner Reise auf Dich wartet. ›lächel‹

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Sinnliches erfahren …

Es gibt immer wieder Tage, an denen man keine Kraft für Beziehungen hat. Der Wunsch ist, viel lieber alleine zu sein.
Ausnahmsweise ist dieses Leeregefühl, das man dann in sich spürt, etwas Angenehmes und Positives. Introvertierte Menschen kennen dieses Gefühl am besten. Manchmal habe ich das Gefühl ich hätte eine „Überdosis“ an Menschen erwischt. Zu viel, zu laut, zu anstrengend und wenn ich ehrlich bin … auch zu nervig.

Dann suche ich die Leere, die Einsamkeit, die Stille ohne Worte! Ich weiß, dass viele damit nicht zurechtkommen. Kein Verständnis mit einem plötzlichen Rückzug haben. Dabei ist das eine wunderbare Stärke, die ich immer wieder genieße …, weil in meinem Umfeld das Verständnis vorhanden ist. Mein Herzmensch und ich sind auch dabei ein hervorragendes Team. <3

„Alleinsein“ kann es erst geben, wenn die Einsamkeit überwunden ist!

Ich brauche dieses Leeregefühl um nachzudenken. Ich verkrieche mich … endlich keine Ablenkung … keine Menschen. Genieße dabei meine geistige grenzenlose Freiheit. Ich muss dabei keine Kompromisse eingehen!
Dabei entstehen immer meine besten Ideen. :-)

Ich lasse mich sehr oft viel zu viel lenken von all den Dingen, die um mich herum geschehen. Lasse mich beeinflussen, wenn auch unbewusst und entscheide, dann nicht so wie ich es eigentlich möchte. Deshalb brauche ich diesen „Break“ … raus aus meiner gewohnten Umgebung … rein in die Stille und die Leere.

Wenn wir mit uns alleine sein können, macht uns das selbstsicherer und stark. Wir trauen uns immer mehr zu und sind danach stolz auf uns. Jedenfalls habe ich diese Erfahrung gemacht. Ich wachse an meinen Aufgaben. <3

Ich sehe das Alleinsein als meditativen Zustand.

Es gibt uns Zeit, in uns selbst zu ruhen.

Falls Du im Moment ungewollt alleine bist, mache Dir bewusst, dass Alleinsein nichts Negatives ist. Ganz im Gegenteil!
Dabei lernst Du, mit Dir selbst ins Reine zu kommen.

Ich brauche diese Tage des Rückzugs um danach wieder „aufnahmefähig“ unter die Menschen treten zu können. Zuhören und verstehen zu können. Spaß haben und lachen zu können … bis zu meinem nächsten Break. ›lach‹

Kennst Du? Machst Du genauso? Super.
Sentire la vita ciao.

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Ich habe mich selber gefragt ob ich, würde ich diesen Titel sehen, diesen auch anklicken und den Artikel lesen würde … Ich war mir nicht ganz sicher, aber weshalb sollte man etwas „schön“ umschreiben wenn es alles andere als „schön“ ist? Das Leben ist nun mal nicht immer supertoll und grenzgenial und ich weiß es gibt viele Menschen da draußen, die dieses „schwarze Loch“ genauso gut kennen wie ich. Um auf meine selbst gestellte Frage zurückzukommen: JA ich würde den Artikel lesen …

Ein Erfahrungsbericht den ich gerne teilen möchte

Es geht mir zur Zeit wirklich sehr gut und wahrscheinlich fühle ich mich deshalb auch in der Lage darüber zu schreiben. Hätte ich zur Zeit diese innere Leere in mir, wäre es mir nicht möglich Gedanken die Sinn machen, aufzuschreiben und zu beschreiben. Eine Selbstreflexion, zu einem Zeitpunkt an dem es einem irgendwie „anders“ geht, ist etwas sehr hilfreiches, zwar nicht einfach aber lehrreich. In Zeiten in denen ich in meinem schwarzen „NICHTS“ saß, hätte ich gerne ein Gegenüber gehabt der all meine Gedanken und Gefühle verstanden hätte – ohne Bewertung! Und genau diese Erinnerung hat mich dazu bewegt, jetzt ein Gegenüber für einen Menschen zu sein … für jemanden der sich irgendwie „anders“ fühlt …

Das Gefühl

Dieses schwarze Loch oder diese Leere in der ich mich fand, ist ein Gefühl wie eine Depression. Sie fühlt sich weder warm noch kalt an. Sie breitet sich einfach aus, ohne zu fragen und ohne sich anzukündigen. Es ist plötzlich und unerwartet eine große Hoffnungslosigkeit im Anmarsch. Hinter dieser Leere verbirgt sich bei mir Angst, Schmerz und Trauer. Alle diese Gefühle lassen es nicht zu dass ich mich in der Gegenwart bewegen kann.

Trauer und Schmerz verbinde ich mit der Vergangenheit, Angst mit der Zukunft. Bin ich in dieser negativen Gedankenspirale gefangen, bin ich mit meinen Gedanken in der Vergangenheit die Schmerz und die Trauer mit sich bringt … oder ich bin Lichtjahre voraus … in der Zukunft und davor hab ich Angst. Die Zukunft macht mir Angst! Meine Fragen wiederholen sich ständig „Kann ich das schaffen? Schaffe ich es überhaupt? Bin ich stark genug? Bin ich stark genug für das was kommt?“ Meine Gedanken sind so dermaßen festgefahren, dass ich in eine innere Starre und gleichzeitige totale Überforderung kippe. :-(

Um diese Angst und den Schmerz samt Trauer zu unterdrücken, setze ich mich in das schwarze Loch. In meinem schwarzen Loch gelingt es mir meine Grundgefühle auszuschalten … alles ist schwarz und grau, verschwommen und hoffnungslos. Ein Gefühl das kaum auszuhalten ist. In schlimmen Phasen gab es für mich Strategien, die mich von mir selbst wegbrachten. Die mich unpersönlich machten und ich für niemanden mehr „greifbar“ war. Es war alles recht … Hauptsache ich mußte nichts spüren. Ich war eine Meisterin in Strategien!

In meiner Selbstreflexion viel mir auf, dass sich mein Verhalten anderen gegenüber veränderte, wenn ich mich in meinem Loch gefangen war. Ich war zynisch und auf Level zehn, wirkte arrogant, war unnahbar und ließ niemanden an mich heran. Eine „Unperson“ mit Maske auf Distanz! In meinen unerträglichen Phasen beendete ich Freundschaften und Beziehungen ohne darüber nachzudenken, ich tat es einfach.

Nach etlichen Aufenthalten in diesen schwarzen Löchern, hatte ich es irgendwann satt. Strategien einzusetzen die wieder nur Schmerz und Traurigkeit mit sich brachten. Ich schadete mir letztendlich nur selbst! Ich verabschiedete mich von meinen Masken und Strategien, ich musste lernen meine Gefühle zuzulassen und zu akzeptieren … alle, denn wenn ich diese Leere nicht mehr in mir trage, die sich wie ein Schleier über meine Grundgefühle legt und ich meine angeeigneten Strategien bewusst nicht mehr einsetze, dann bleibe nur noch ICH übrig.

Die Gegenwart bewusst wahrzunehmen ist mein Schutz vor dem schwarzen Loch, meiner inneren Leere. Wenn ich in der Gegenwart bin, bin ich bei MIR. Das hab ich gelernt …

Letztendlich bin ich trotzdem leicht verletzbar, oftmals traurig und habe Angst … doch fühle ich mich jetzt dabei anders. Ehrlicher, ohne Maske und ohne jemanden zu verletzen und anderen zu schaden. Darüber bin ich dankbar. Ohne fremde Hilfe, aber vor allem ohne meinen eigenen Willen DAS zu verändern … würde ich immer noch in diesem, meinem, „schwarzen Loch“ verweilen …

Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert. DU musst DEIN Ändern leben …

Und es funktioniert. Eine meiner Erfahrungen die ich sehr gerne mit DIR teilen wollte. Hab es gut und schau auf DICH …