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Erinnerungen sind beständiger als materielle Dinge. Weniger zu haben dafür aber mehr zu erleben, ist ein Deal der mir persönlich sehr gut gefällt! Immer wieder geht es um neue Formen des Lebensstils, weg vom Materialistischen das darauf Hinweise gibt wie wir leben und wie unser Status ist. Immer mehr Menschen lösen sich von dieser materialistischen Lebensweise, reduzieren ihren Besitz und richten ihr Leben auf andere Werte aus.

Mein/unser Leben aufräumen, entrümpeln und entsorgen … davon hab ich schon mehrmals geschrieben und berichtet. In der Zwischenzeit kann ich behaupten das weniger MEHR ist, weniger Probleme schafft und (mich) jedenfalls zufriedener leben lässt. Es ist ja auch erwiesen das, wenn die Grundbedürfnisse von uns Menschen gedeckt sind, mehr Hab und Gut nicht wesentlich mehr Freude bereitet, im Gegenteil!

Das Geld anders einsetzen

War es für mich früher sehr wichtig immer mehr zu verdienen und mein Gehalt dazu zu verwenden mir unbedingt die „Must haves“ zu kaufen, habe ich heute das Blatt gewendet. Es geht mir vielmehr darum, das Geld das ich zur Verfügung habe für möglichst viele schöne Erlebnisse zu verwenden! Dinge die mir wichtig sind und schöne Momente schenken wie zum Beispiel Kurse und Abende in der Volkshochschule, ein Wochenende in Rom das eine bleibende Erinnerung hinterlassen hat und vieles andere mehr. Einfach nur weg von den Dingen und Sachen – hin zum Erleben und Geniessen! 

Mir fällt auch in meinem Umfeld auf dass sich immer mehr junge Menschen von den materiellen Werten entfernen. Sie würden gerne weniger arbeiten damit sie mehr vom Leben haben. Mehr Zeit mit Freunden und Familie verbringen können. Nicht aus „Faulheit “ oder null Bock etwas zu tun … nein sie denken einfach genau in die Richtung die ich meine.

An schöne Erlebnisse kann man sich nicht gewöhnen!

Es ist anders als mit Besitz. Du fährst einen schnittigen Wagen und nach 5 Monaten (falls es überhaupt so lange dauert), hast du dich daran gewöhnt und es ist das Normalste der Welt. Dieses Beispiel gilt für alle anderen materiellen Dinge ebenso. Bei Erlebnissen ist das ganz etwas anderes. Erlebnisse sind NIE gleich. Ich lasse mich auf eine Situation ein und kann nie sagen wie sie sein wird. Ich tauche in den Moment ein und denke nicht darüber nach was ich gerade mache. Ich lasse es geschehen. Das macht ein Erlebnis so wertvoll. Erlebnisse bringen uns auch anderen Menschen näher, Dinge gemeinsam zu erleben verbindet uns. Aber auch all das was wir alleine tun, kann für Verbundenheit sorgen. Jedesmal wenn ich mit Monja meine Runden ziehe, fühl ich mich mehr und mehr mit der Natur verbunden. Es klingt jetzt möglicherweise etwas komisch, aber das sind die Dinge die glücklich machen können!

Handeln statt haben

  • Frag dich mal im Stillen „Brauche ich so viele Sachen? Habe ich noch Freude daran oder verstellt es mir nur den Platz? Vielleicht sorgt es sogar für schlechte Laune oder sind es nur unnötige Ausgaben? Bist du dir dem bewusst steht es dir frei dich davon zu lösen und somit weniger Kopfweh zu haben.
  • Das Gleiche gilt für deinen Job. Ist es wirklich so wichtig einen Rang rauf zu rutschen, mehr zu verdienen und trotzdem wenn das eintritt nur wieder mehr zu wollen und dabei ganz schnell auswechselbar zu sein? Für mich musste diese Frage zu viele Jahre auf Antwort warten …
  • Glücksgefühle werden grösser, wenn man etwas für sich selbst tut! Ohne jemanden damit zu beeindrucken. Die Freude an der Sache ist es die dich motiviert, kannst du das von dir sagen bei den Dingen die du tust?
  • Ich musste lernen mit Geld, Zeit und meiner Energie gut und bewusst umzugehen. Das Ziel ist, ein fürsorglicher Mensch zu sein, vor allem zu dir selbst. Sich wohl zu fühlen. Diese Frage stelle ich mir wenn ich „kaufe“. „Wird mir dieser Kauf ein gutes Gefühl geben oder ist es bloss ein Ersatz für etwas anderes?“ Lustig wie oft ich Dinge lächelnd zurücklege! 🙂
  • Glück und Sinnhaftigkeit sowie Identität und Status findet man nicht in materiellen Dingen! Du findest sie in Erlebnissen, Erfahrungen und kleinen Abenteuern. Lege dein Gewicht auf  dein LEBEN und ERLEBEN. Versuchst du es, wirst du mir recht geben müssen: Ein „Erlebnismensch“ zu sein, ist etwas wunderbares!

Wir sind an einem Wendepunkt angelangt. Wir haben zu viel. Und Besitz macht uns nicht mehr sicherer oder stärker. Wir sollten unsere Lebensweise ändern. Vom Haben zum Tun. Entscheide dich fürs Leben und Erleben! Ich kann nur sagen es fühlt sich gut an *zwinker*!

Bist du meiner Meinung oder kommt für dich dieser Gedanke gar nicht in die vordere Reihe? Lass mir deine Meinung da, ich freu mich!