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oder: Was brauchst Du für ein glückliches Leben? Warum weniger mehr ist!

Minimalismus als Lebensstil wird Dir zu einem neuen Fokus auf wirklich wichtige Dinge in Deinem Leben verhelfen. So ist es kein Wunder von diesem Lifestyle immer mehr zu hören, doch meist werden in den Medien sehr extreme Beispiele angeführt. Da geht es von Menschen, die nur 100 Dinge besitzen zu Menschen, die als digitale Nomaden leben und nur das besitzen was in ihren Rucksack passt.

Diese Extreme werde ich heute nicht beleuchten, da dies für die meisten unter uns weder praktikabel noch erstrebenswert ist. Mir geht es um einen anderen Minimalismus, einen gesunden, wie ich finde: Weg vom ständigen Streben nach mehr Besitztümern, wie der Großteil unserer Gesellschaft lebt, hin zu einem bewussten und glücklicheren Leben,  Warum sollte mir der Minimalismus das geben können?

Was ist Minimalismus?

Bei dieser Form des minimalistischen Lebens verzichtest Du nicht auf Besitz, nicht auf die Annehmlichkeiten, die Dir Dinge geben können. Nein, Du verzichtest auf unnütze Dinge, auf das 51. T-Shirt oder das 23. Paar Schuhe, und ähnliches.

Beim Minimalismus geht es nicht darum in einer leeren Wohnung auf einer Getränkekiste sitzend an weisse Wände zu starren, zumindest nicht bei meinem Minimalismus. Viel mehr geht es darum, Dich nur mit Dingen zu umgeben, die Dir einen wirklichen Mehrwert geben. Die Du wirklich brauchst um ein glückliches Leben zu führen.

Doch wie kam ich dazu?

Habe ich früher auch sehr viele Dinge besessen, von der vollen Wohnung über den überfüllten Keller bis zu den belegten Regalen in meiner Garage, hat sich das in den letzten  Jahren immer mehr zu weniger Besitz verändert. Warum?

Zum einen bin ich in den letzten Jahren mehrmals umgezogen. Mit jedem Umzug habe ich meinen Besitz weiter aussortiert, hinterfragt was brauche ich und nutze ich wirklich. Was liegt nur rum und ist Ballast für mich.

Ja, Besitztümer sind Ballast, die meisten auf jeden Fall.

Die vier Grundsätze des Minimalismus

Die folgenden vier Punkte wirken auf den ersten Blick recht einfach und doch wirst Du bei der Umsetzung recht schnell auf die ersten Schwierigkeiten stossen.

Grundsatz 1: Du besitzt nutzlose Sachen

Es wird in den wohlbetuchten Ländern dieser Welt kaum einen Menschen geben der keine nutzlosen Dinge besitzt. Sitzt Du gerade auf deiner Couch während du diesen Artikel liest? Dann schau Dich einfach mal in deinem Wohnzimmer, oder wo auch immer Du in deinem Reich bist, um. Schnell wirst Du einige dieser nutzlosen Dinge finden. Wenn Du Dir nicht sicher bist frage Dich: Wann habe ich das Teil das letzte Mal benutzt? Wie oft nutze ich es? Fehlt mir etwas wenn es nicht da steht?“

Grundsatz 2: Du entscheidest für Dich, welche Dinge nutzlos sind

Das ist in meinen Augen ein ganz wichtiger Punkt. Du entscheidest was Du brauchst um glücklich zu leben. Nicht der hundertste daher gelaufene Guru, der Dir erzählt das brauchst Du nicht und das auch nicht. Nur Du kannst das entscheiden.

Sind für den einen zum Beispiel seine 200 DVD unheimlich wichtig, braucht der andere keinen Fernseher zu seinem Glück. Der eine kommt mit 4 Jeans und 20 Shirts super aus, braucht der andere einen vollen 4 Meter Schrank.

Wen schert es, jeder entscheidet für sich selbst was er für sein Leben braucht und was nicht. Und doch solltest Du jedes einzelne Teil hinterfragen. Immer wieder bis Du Dir völlig sicher bist!

Grundsatz 3: Bist Du Dir sicher ein Stück ist nutzlos, entsorgst Du es – sofort

Warum willst Du es noch länger behalten, Du bist Dir doch jetzt sicher. Trenne dich von dem Teil, verschenke es, biete es zum Verkauf an oder entsorge es, ganz nach Wert. Egal ob es wertvoll oder wertlos ist, Du brauchst es nicht und es bringt Dir keinen Mehrwert in Dein Leben, dann trenne Dich von dem Ding und lass es los.

So schaffst Du Platz für ein ballastfreies Leben, daher …

Grundsatz 4: Du kaufst ab sofort keine nutzlosen Dinge mehr

Wo läge der Sinn dass Du Dich von nutzlosen Dingen befreist wenn Du den gewonnen Platz doch wieder nur für neue und doch wieder nutzlose Dinge nutzt? Hier ist Deine Einstellung, Dein Mindset extrem wichtig. Bei jedem Ding musst Du bewusst hinterfragen, ob Du es brauchst, ob es Deinem Leben einen Mehrwert gibt.

Kannst Du diese Frage beantworten, dann kauf es. Bist Du Dir unsicher, lass es. Es würde nur ungenutzt rumstehen und wäre wieder neuer Ballast für Dein jetzt freieres Leben.

Richtig oder falsch gibt es nicht, nur Deinen Weg

Immer mehr Menschen entscheiden sich minimalistisch zu leben, was kaum verwunderlich ist, da viele nach einem freieren und glücklicheren Leben streben.

Minimalismus ist nichts anderes als ein Leben ohne unnützes Zeug und das ist ein wichtiger Schritt zu einem selbstbestimmten Leben.

Du musst diesen Lebensstil auch nicht von heute auf morgen in Dein Leben implementieren. Das wäre auch vollkommen falsch. Minimalismus ist etwas, auf das Du Dich langsam einlässt und mit der Zeit immer Lust auf mehr und mehr bekommst und ihn so in vielen Lebensbereichen umsetzen und leben kannst.

Minimalisten leben ganz normal, nur besitzen sie eben nur Dinge, die sie auch wirklich brauchen und die Mehrwert in ihr Leben bringen. Minimalismus ist schlicht und einfach die Antwort auf die Frage, welche Dinge Mehrwert in Dein Leben bringen.

Passt dieser Lebensstil für Dich?

Diese Frage ist ganz einfach und klar zu beantworten: Ja! Schließlich reduzierst Du alles Unnötige an Besitz und hast so mehr Raum und Zeit für das wirklich Wichtige im Leben, das kann jeder von uns!

Minimalismus ist einfach und kostet nichts, ganz im Gegenteil, Du sparst Geld weil Du keine unnötigen Dinge mehr anschaffst.

Fazit

Seit ich diesen Lebensstil in meinem Leben aufgenommen habe bin ich freier, schleppe keinen Ballast mehr mit mir rum. Ich bin produktiver und habe wesentlich mehr an freiem Raum. Noch viel wichtiger aber ist: Ich lebe entspannter, achtsamer und mit viel mehr Freude als je zuvor.

Aus diesem Grund lege ich Dir dieses Thema ans Herz. Nicht nur ich sondern viele andere profitieren von einem minimalistischen Leben und seiner besseren Lebensqualität.

Probier es aus, mach einfach und beobachte die Veränderung, die dadurch entsteht !
Bis ganz bald.

Erinnerungen sind beständiger als materielle Dinge. Weniger zu haben dafür aber mehr zu erleben, ist ein Deal der mir persönlich sehr gut gefällt! Immer wieder geht es um neue Formen des Lebensstils, weg vom Materialistischen das darauf Hinweise gibt wie wir leben und wie unser Status ist. Immer mehr Menschen lösen sich von dieser materialistischen Lebensweise, reduzieren ihren Besitz und richten ihr Leben auf andere Werte aus.

Mein/unser Leben aufräumen, entrümpeln und entsorgen … davon hab ich schon mehrmals geschrieben und berichtet. In der Zwischenzeit kann ich behaupten das weniger MEHR ist, weniger Probleme schafft und (mich) jedenfalls zufriedener leben lässt. Es ist ja auch erwiesen das, wenn die Grundbedürfnisse von uns Menschen gedeckt sind, mehr Hab und Gut nicht wesentlich mehr Freude bereitet, im Gegenteil!

Das Geld anders einsetzen

War es für mich früher sehr wichtig immer mehr zu verdienen und mein Gehalt dazu zu verwenden mir unbedingt die „Must haves“ zu kaufen, habe ich heute das Blatt gewendet. Es geht mir vielmehr darum, das Geld das ich zur Verfügung habe für möglichst viele schöne Erlebnisse zu verwenden! Dinge die mir wichtig sind und schöne Momente schenken wie zum Beispiel Kurse und Abende in der Volkshochschule, ein Wochenende in Rom das eine bleibende Erinnerung hinterlassen hat und vieles andere mehr. Einfach nur weg von den Dingen und Sachen – hin zum Erleben und Geniessen! 

Mir fällt auch in meinem Umfeld auf dass sich immer mehr junge Menschen von den materiellen Werten entfernen. Sie würden gerne weniger arbeiten damit sie mehr vom Leben haben. Mehr Zeit mit Freunden und Familie verbringen können. Nicht aus „Faulheit “ oder null Bock etwas zu tun … nein sie denken einfach genau in die Richtung die ich meine.

An schöne Erlebnisse kann man sich nicht gewöhnen!

Es ist anders als mit Besitz. Du fährst einen schnittigen Wagen und nach 5 Monaten (falls es überhaupt so lange dauert), hast du dich daran gewöhnt und es ist das Normalste der Welt. Dieses Beispiel gilt für alle anderen materiellen Dinge ebenso. Bei Erlebnissen ist das ganz etwas anderes. Erlebnisse sind NIE gleich. Ich lasse mich auf eine Situation ein und kann nie sagen wie sie sein wird. Ich tauche in den Moment ein und denke nicht darüber nach was ich gerade mache. Ich lasse es geschehen. Das macht ein Erlebnis so wertvoll. Erlebnisse bringen uns auch anderen Menschen näher, Dinge gemeinsam zu erleben verbindet uns. Aber auch all das was wir alleine tun, kann für Verbundenheit sorgen. Jedesmal wenn ich mit Monja meine Runden ziehe, fühl ich mich mehr und mehr mit der Natur verbunden. Es klingt jetzt möglicherweise etwas komisch, aber das sind die Dinge die glücklich machen können!

Handeln statt haben

  • Frag dich mal im Stillen „Brauche ich so viele Sachen? Habe ich noch Freude daran oder verstellt es mir nur den Platz? Vielleicht sorgt es sogar für schlechte Laune oder sind es nur unnötige Ausgaben? Bist du dir dem bewusst steht es dir frei dich davon zu lösen und somit weniger Kopfweh zu haben.
  • Das Gleiche gilt für deinen Job. Ist es wirklich so wichtig einen Rang rauf zu rutschen, mehr zu verdienen und trotzdem wenn das eintritt nur wieder mehr zu wollen und dabei ganz schnell auswechselbar zu sein? Für mich musste diese Frage zu viele Jahre auf Antwort warten …
  • Glücksgefühle werden grösser, wenn man etwas für sich selbst tut! Ohne jemanden damit zu beeindrucken. Die Freude an der Sache ist es die dich motiviert, kannst du das von dir sagen bei den Dingen die du tust?
  • Ich musste lernen mit Geld, Zeit und meiner Energie gut und bewusst umzugehen. Das Ziel ist, ein fürsorglicher Mensch zu sein, vor allem zu dir selbst. Sich wohl zu fühlen. Diese Frage stelle ich mir wenn ich „kaufe“. „Wird mir dieser Kauf ein gutes Gefühl geben oder ist es bloss ein Ersatz für etwas anderes?“ Lustig wie oft ich Dinge lächelnd zurücklege! :-)
  • Glück und Sinnhaftigkeit sowie Identität und Status findet man nicht in materiellen Dingen! Du findest sie in Erlebnissen, Erfahrungen und kleinen Abenteuern. Lege dein Gewicht auf  dein LEBEN und ERLEBEN. Versuchst du es, wirst du mir recht geben müssen: Ein „Erlebnismensch“ zu sein, ist etwas wunderbares!

Wir sind an einem Wendepunkt angelangt. Wir haben zu viel. Und Besitz macht uns nicht mehr sicherer oder stärker. Wir sollten unsere Lebensweise ändern. Vom Haben zum Tun. Entscheide dich fürs Leben und Erleben! Ich kann nur sagen es fühlt sich gut an *zwinker*!

Bist du meiner Meinung oder kommt für dich dieser Gedanke gar nicht in die vordere Reihe? Lass mir deine Meinung da, ich freu mich!