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Manchmal braucht es nur eine Portion Mut und einen kleinen Tritt in den Hintern, um in die richtige Richtung zu gehen. Es gibt so viele Dinge, die als „Problem“ gesehen werden, obwohl es gar keines ist. Das Ding mit dem Mut ist wohl die häufigste Hürde, zumindest für sehr viele Frauen. Männer tun sich dabei immer etwas leichter. Das ist der Grund, warum ich das Thema Mut für ein sehr Wichtiges halte! Trotzdem möchte ich schon am Anfang des Artikels nicht versäumen zu sagen: „Tu das, was DU für richtig hältst“!

Wenn wir nichts wagen, werden wir vieles später bereuen!

Gleich zu Beginn, ich kenne ein mutloses Leben. Ich habe es viele Jahre gelebt. Ich war also mitten drin und das Gefühl ist mir sehr bekannt. Immer auf der „sicheren“ Seite, dann passiert auch nix. Nur weiß ich aber auch, dass sich durch dieses „breiige“ Leben auch nichts ändert kann! Ich habe während meiner Ausbildung wichtige Entscheidungen endlos lange vor mir hergetragen. Entscheidungen, hätte ich sie früher getroffen, die mein Leben in eine ganz andere Richtung gelenkt hätten. In eine Richtung, die ich für eine Zeit sicher sehr genießen hätte können. Was aber habe ich gemacht? Nix. Gejammert und viel zu viel auf andere Meinungen und Menschen gehört!

Ich habe mein ganzes Leben hinterfragt und dadurch wurde alles noch komplizierter als es in Wahrheit eigentlich gewesen wäre. Ich habe immer darauf gewartet, bis mich irgendwer an die Hand nimmt und mir diese Entscheidung nicht ausredet, sondern zuredet. Mir einen kleinen Tritt gibt und sagt: „Hey, was soll passieren? Du bist unabhängig, jung und verdienst Dein eigenes Geld UND es wäre eine tolle Chance, neues kennenzulernen.“ Doch es war niemand da, der dachte wie ich ganz tief in meinem Inneren.

Durch dieses immerwährende WARTEN, sich nicht oder zu spät entscheiden, wurde alles noch schlimmer. Auf Deutsch geschrieben: Ich hatte einfach nicht den Arsch in der Hose, mich all meinen Ängsten zu stellen. Auf mein Inneres zu hören und danach zu entscheiden. Mein Leben hat so laut nach Veränderung geschrien, nach Abenteuer! Was tat ich? Ich killte dies Gefühl und passte mich, der mir selbst eingeredeten Norm an. Ich tat das, was alle taten in meinem Alter.

Für solche Entscheidungen ist der Preis oftmals hoch …

Wahrscheinlich wirst Du mir jetzt recht geben, wenn ich sage, wir haben in der Kindheit die besten Ideen und wunderbarsten Träume die es je gibt. ›lach‹. Sie sind aber schnell vergessen, da wir anfangen uns mit anderen zu vergleichen. Wir denken vernünftig sein zu müssen, so wie es uns eben gelernt wurde! Oft wird einem auch erklärt, „talentfrei“ zu sein, was der größte Blödsinn überhaupt ist! Es kann einfach NICHT stimmen, weil JEDER irgendetwas gut kann und für etwas „brennt“!

Und da ist er wieder der MUT, der notwendig ist, um zu erfahren, was die Welt so alles bereitstellt! Ohne Mut wird unsere Welt klein bleiben. Viel kleiner, als Du es Dir für Dein Leben vielleicht wünschst. Wenn wir uns nichts trauen, wird sich einfach nichts ändern! Im Laufe der Jahre bin ich draufgekommen, dass man am besten mit allem beginnen soll, bevor man dazu bereit ist! Alles in hunderttausend Teile „zerdacht“ hat! Weil es einen oder DEN richtigen Zeitpunkt nicht gibt, weil sich ständig andere Dinge einschleichen.

Es beginnt ja schon bei sehr einfachen Dingen:

  • Courage, mal alleine zu verreisen … die Familie, Familie sein lassen.
  • Sich um einen anderen Job umzusehen. Einer der vielleicht auch Spaß macht?
  • Im fortgeschrittenen Alter noch eine Umschulung zu machen.
  • Mut sich der gesellschaftlichen Norm nicht zu beugen.
  • Die Herde verlassen und sich nicht umdrehen …
  • Mut, gedachtes auch auszusprechen.
  • Mut ins offene Meer zu springen und mal eine Weile zu schwimmen, bis man wieder Boden unter den Füßen spürt!
  • Mut, endlich DU selbst zu sein, egal ob verrückt, langweilig, stark oder schwach! Hauptsache DU!

Verstehst Du was ich sagen will? Höre nicht nur auf Deinen Verstand! Nimm Deine Gefühle mit ins Boot. Wenn er sagt, Du sollst gehen … dann bleib stehen. Sagt er Dir, es wäre gut stehenzubleiben … dann geh los!

Lass Dich nicht von anderen beirren! Vielleicht oder sogar ziemlich sicher, meinen es die meisten Menschen mit Dir gut, wenn sie Dich von Dingen, die Du gerne machen möchtest, abhalten wollen. Aber sei Dir auch immer bewusst, dass sie Dein Wachstum blockieren! Ohne Mut wirst Du nicht weiterkommen und ich weiß es aus eigener Erfahrung, dass Du vieles bereuen wirst, wenn Du in Deinem Leben nicht auch mal mutig vorwärts sprintest! ›lächel‹

Wir bereuen doch immer nur die Dinge, die wir nicht getan haben!

Die Dinge die in meinem Leben nicht ganz OK waren, die schiefgelaufen oder anders gemacht werden sollten (und glaube mir, da gab es so manche), bereue ich nicht. Aus ihnen habe ich lernen dürfen. Sie haben meine Persönlichkeit wachsen lassen. Ich bereue die Entscheidungen, die ich verpasst oder nie getroffen habe! Weil mir „der Arsch“ in der Hose fehlte!

Wenn wir nicht den Mut aufbringen, Verantwortung für unser Leben  zu übernehmen, werden wir nie unseren eigenen Weg gehen. Wir werden immer ganz brav und ordentlich den anderen folgen … das tun, was andere von uns verlangen und erwarten. Wo wir auch schon wieder bei der HERDE angelangt wären. Ich mag Herden, aber ausschließlich im Tierreich! Alles andere ist für mich unangenehm und willenlos. Durch so ein „Herdenleben“ werden wir nie erfahren, was das Leben für uns bereithält.

Ich hab vor einiger Zeit ein Buch gelesen, in dem Menschen im hohen Alter berichteten, was sie in ihrem Leben am meisten bereuen. 99 % sagten dasselbe, dass sie viel mehr auf Ihr Herz hören und nicht auf die Menschen hören hätten sollen! Hätten sie Courage gehabt, hätten sie ein ganz anderes Leben geführt … eines, dass sie sich auch gewünscht hätten!

Wir können mutig sein auch trainieren …

Ich konnte die letzten Monate selbst an mir erkennen, wie es für mich schwieriger wird, einfach darauf loszugehen, wenn ich meine Komfortzone längeren Zeitraum nicht verlasse und mich immer im sicheren gewohnten Umfeld aufhalte. Mutig zu sein! Das ist vielleicht nicht ganz so ein gutes Beispiel, wenn es sich wie in meinem Fall um gesundheitliche Ursachen handelt. Aber irgendwie passt es auch doch, denn ich bin feige geworden … traute mir nichts mehr zu. Wie schnell so eine Veränderung gehen kann …

Deshalb suchen wir uns ständig neue Herausforderungen. Kleine, die zu bewältigen sind. Einfach TUN. Eine liebe Freundin würde jetzt sagen: Jawohl … ich habs gemacht, auch wenn’s unregelmäßig und anders ist! Ja und genau um DAS geht es. :D

Unsere Zweifel sind Verräter und häufig die Ursache für den Verlust von Dingen, die wir gewinnen könnten, scheuten wir nicht den Versuch.

William Shakespeare

Und mit diesem punktgenauem Zitat eines sehr weisen Mannes, wünsche ich Dir einen tollen Tag voll Mut und Tatendrang. :-)
Pass gut auf Dich auf, bleib gesund und L E B E.

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In Wahrheit bin ich sehr lange Zeit völlig daneben gestanden, ging es darum, ich selbst zu sein … authentisch aufzutreten. Ständig bekam ich gut gemeinte Ratschläge wie  „sei doch einfach DU selbst“! Sehr hilfreiche Tips muss ich heute sagen, vor allem weil ich nicht mal wusste wer ich überhaupt war?! Ich wollte so aussehen wie A. Leben wollte ich wie B von gegenüber … und das Auftreten wünschte ich mir von C, genauso. Ich wollte von jedem ein wenig, das dann im Ganzen gesehen genial war … 

Eine/meine persönliche Sichtweise

Ich brauchte viele Jahre bis ich aufhörte, sämtlichen Phantomen nachzujagen indem ich die verschiedensten Personen, die auf mich Eindruck machten, zu imitieren. Je älter ich wurde umso mehr Licht kam in mein Dunkel. Ich bemerkte dass billige Kopien immer billig bleiben würden. Ich weiß ja nicht wie es dir geht mit diesem Thema. Ich hatte in meinem bisherigen Leben manchmal Probleme authentisch zu sein … obwohl ich es gerne gewesen wäre.

Aber wenn ich mit Menschen zusammen war, die ich von vorne herein sehr bewunderte und auch als cool in meiner Wahrnehmung empfand, war es vorbei mit meiner Authentizität. Es waren meistens Menschen die weiter waren als ich, einen höheren Status erreicht hatten … in allen Lebenslagen! Ich war etwas neidisch und wollte das auch.

Ich fühlte mich auf einmal nicht mehr gut genug, meine gute Laune war plötzlich unpassend und meine Gesprächsthemen ebenso unqualifiziert. Diese Situationen machten etwas mit mir, ich wurde unsicher und total verklemmt. Die guten Vorsätze, so zu sein wie ICH nun mal war, waren fort! Auf einmal hasste ich mein Lachen und meine Offenheit, auf die ich sonst so stolz war, ging mir auch ziemlich auf den Keks.

In solchen Situationen ging es in meinem Kopf zu als würde ich 100 Hummeln in mir tragen. Ich wollte zwanghaft etwas finden, was ich sagen oder tun konnte, um in den Augen der „so tollen Leute“ gut oder besser dazustehen. Einfach mal einen interessierten Blick zu erhaschen, ein Thema zu finden, bei dem sich Trauben an Menschen um  mich bildeten … weil sie meine Art und natürlich auch mich, mögen! Tja … damals und vor allem in solchen Situationen, konnte ich nie spontan sein wenn es darauf ankam. :-) Das war absolut kontraproduktiv für das Selbstwertgefühl! 

Was heisst eigentlich authentisch sein?

… übernommen von Mr. Google: Authentisch sein bedeutet Echtheit im Sinne von „als Original befunden.“ Mit dem oben angeführten Beispiel habe ich mich lange herumgeschlagen. Mal war es da, mal wieder weg. War es da, wollte ich dieses Gefühl schnellstens loswerden. Ich ärgerte mich immer darüber solche „ich will auch so sein“ Gedanken zu haben. Ich blockierte meinen Selbstwert zu wachsen, ich hielt ihn ständig selber klein.

Dieses Thema bekam ich besser in den Griff, als ich meinen Job wechselte, ein neues Aufgabengebiet übernahm und auch angenehme Erfolgserlebnisse hatte. So begann es, etwas besser zu werden. Aber es waren auch da immer wieder Situationen, wo ich meine Gefühle überspielt habe … nicht echt auftreten konnte (durfte).

Steh zu deinem Selbstbild

Authentisch zu sein bedeutet heute für mich, ohne Maskerade  herumzulaufen. Mich selber so anzunehmen wie ich nun mal bin, ohne mich gegen dieses oder jenes Gefühl in mir zu wehren. Ich will und vor allem ich muss keinem Menschen mehr ein falsches Selbstbild von mir andrehen!  Eine sehr lebenserleichternde Sache kann ich nur behaupten! :-)

Es gibt immer wieder mal Situationen in denen ich mich unsicher oder unwohl fühle … egal, dann ist das eben so. Aber es ist kein Grund mehr da mich deswegen auch noch selber fertig zu machen. Ich mache es heute anders: Ich stehe zu meiner Angst, meiner Unsicherheit, zeige und rede darüber wenn es denn so ist. Es war am Anfang etwas schwer, für mich auch peinlich und es braucht schon auch Mut zu diesen, sehr selten angenehmen Gefühlen zu stehen. Aber genau das ist authentisch sein, sei wie Du wirklich bist!

Halte nichts zurück!

Du brauchst dich für nichts zu schämen, für das was du fühlst und was du bist! Unsicherheit, Angst, Wut, Liebe oder Trauer … halte nichts zurück sondern zeige es ruhig. Auch gute Emotionen gehören zum Authentisch sein :-) , also weshalb verstecken? Genau das wird dich sympathisch und liebenswürdig erscheinen lassen. DU bist wie DU bist, nämlich DU selbst! 

Nun, wie kommst du zu deiner echten Authentizität

Ich kenne mich inzwischen sehr gut. Immer wenn ich merke und nach Zeichen suche um zu sehen ob ich  „akzeptiert“ und angenommen werde, ob mich Leute mögen oder nicht mögen, und ich in Versuchung gerate ein unechtes Verhalten meinerseits aufzusetzen, steige ich mental aus dieser Situation und dem Denken aus. STOP und HALT! Ich kann aus solchen Situationen heraussteigen und analysieren. Ich spüre meine Gefühle und kann so erkennen, was sich da gerade abspielt. :-)  Ein kleiner Vorteil von emphatischen Menschen . Ich würde zwar die Situation gerne ändern, aber mit Gewalt dagegen ankämpfen ist eine hoffnungslose Mission. Das weiß ich heute.

Hingegen lasse ich mich auf langsam und ohne Druck auf die gegebene Situation ein. Ich komme quasi an. Selbstgespräche sind sehr hilfreich in diesen Momenten und ich sage mir: „Bleib locker, du musst niemandem hier etwas beweisen, jeder hier akzeptiert dich so wie du bist. Ausserdem musst du nicht allen Leuten gefallen und keiner muss dich innerhalb weniger Minuten „lieben“! So in etwa flüstere ich in mich hinein … So entsteht dann die Erkenntnis, dass ich wirklich niemandem etwas beweisen muss, sondern dass die Menschen mich genau deshalb mögen weil ich so bin, wie ich bin.

In dieser entspannten Haltung, gelingt es auch sehr rasch und locker, ein Gespräch zu beginnen. Dabei merkst du auch direkt, dass niemand etwas von dir erwartet! Ausserdem: wie locker und lässig jemand auch nach außen wirken mag, in Wahrheit kämpft er genauso wie du, auf die ein oder andere Art und Weise wahrgenommen zu werden >zwinker<.  Nochmal deine Punkte zum Aufschreiben und einstecken, falls du etwas Hilfe brauchst :D.

Dein persönlicher Spickzettel

  • nimm die Situation an und baue keinen Druck auf – bleib locker.
  • halte dir die Fakten vor Augen: du bist gut so wie du bist… du musst niemanden etwas beweisen … keiner wird dich dafür nicht mögen.
  • werde dir klar, dass ausschließlich DU DIR selbst dieses Denkmuster in deinem Kopf zusammen baust!

Authentizität schafft Vertrauen und Anziehung!

Glaub es oder glaub es nicht, wenn du DU selbst bist, werden die Menschen dich mögen (lieben müssen sie dich ja nicht), ohne dass du viel dazu beiträgst. Du bist einfach nur DU! Dieser Schummelzettel wird dir helfen, ehrlich, offen und authentisch auf die Menschen zuzugehen. Du brauchst dich vor sozialen Situationen mit neuen Menschen nicht mehr verstecken oder ihnen ausweichen … nur der Angst und Unsicherheit wegen weil du deine eigene Persönlichkeit nicht zeigen willst.

Ich habe erst vor ungefähr vier Jahren damit begonnen, wirklich authentisch zu sein und zu leben. Ich zeige auch manchmal  die Seiten von mir die mir nicht so gut gefallen und wie ich auch nicht sein möchte. Aber so ist es nun mal mit dem „Sei doch so wie du bist!“ Ich lege kein Vermeidungsverhalten mehr an den Tag sondern konfrontiere mich mit vielen Situationen um meine Persönlichkeit auch zu zeigen. Schließlich habe ich viel nachzuholen! :-)

Diese Veränderung wird dir jede Menge bringen!

Es wird nie wirklich aufhören, dass ich darüber nachdenken werde, was andere von mir denken. Es interessiert mich natürlich. Aber … Tag für Tag lege ich weniger Wert darauf!  Ich habe lernen können, mich nicht mehr zu verstellen, um ein Bild von mir zu erzeugen, was ich erzeugen wollte. Denn nur so entwickelt sich nämlich ein wichtiger Glaubenssatz in meinem Leben: Ich/DU bist genug, so wie ich/du bist! Ein unglaublich befreiendes Lebensgefühl!

Mir gelang es erst wirklich authentisch zu sein, als ich meine Beziehung zu mir selbst von Boden auf renoviert habe! Wahre Authentizität benötigt ein hohes Maß an Selbstwert. Magst du dich selber nicht, so wird es dir unmöglich sein authentisch zu sein und auch so zu leben! Also beginne dich zu renovieren und erreiche dadurch mehr Lebensfreude und viele neue Freunde. :-)

Über Kommentare freue ich mich natürlich und wenn dir jemand am Herzen liegt, wo das hier gut passen könnte, dann lade ihn ein vorbei zu schauen. <3