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Gesundheit und Wohlbefinden – es ist das Wichtigste in unserem Leben. Ohne fühlen wir uns nicht wohl in unserer Haut. Die Wartezimmer der Ärzte werden immer voller mit Menschen, die sich hier Erleichterung für ihre Schmerzen und Wehwehchen erhoffen. Dabei geht es schon lange nicht mehr um eine Verkühlung oder Magenverstimmung, es geht dabei um Erkrankungen die sehr oft nicht erkannt, übersehen oder einfach nicht zugeordnet werden können. Ich möchte sogar behaupten – wollen.

Selbst muss ich immer wieder die Erfahrung machen, dass Ärzte sich einfach viel zu wenig Zeit nehmen für ihre Patienten. Es wurde mir auch erklärt das man als Arzt nicht endlos Zeit aufwenden kann um sich seinen Patienten so lange zuzuwenden wie es vielleicht nötig wäre. Zu viele Menschen sitzen in den Wartebereichen, da bleibt nicht viel Zeit über, um seinen Patienten richtig zuzuhören und der wahren Ursache der Beschwerden auf den Grund zu gehen. Besonders dann, wenn die Symptome nicht sofort erklärbar sind und der Mensch sich noch  im „grünen Bereich“ befindet. Meine Erfahrungswerte wohlgemerkt!

Und so verlassen  wir dann – nach großzügigen zehn Minuten das Arzt-Zimmer wieder, ein Rezept für irgend ein Analgetika in der Hand haltend, das unsere Beschwerden lindern sollen … helfen wird es ziemlich sicher nicht. Einer Ursache auf den Grund zu gehen, dem Ganzen das notwendige Gehör zu schenken, braucht mehr als nur zehn Minuten. Zeitdruck bei den Ärzten ist an der Tagesordnung, das wäre jedoch jetzt ein eigenes Thema, worin man sich richtig verstricken kann!

Körperliche Schmerzen und das Thema „Vergebung“

Unser Körper vergisst nichts! Alles wird gespeichert, es geht nichts verloren und es wird schon mal gar nichts vergessen. Jede noch so kleine Information wird in unseren Körper gespeichert.Besonders gut erinnert der Körper sich an die kleinen und grossen Verletzungen … auch an die der Seele. Ich nenne sie Körperspuren – sie sind wie ein offenes Buch … hat man das Feingefühl sie richtig zu lesen.

Oftmals ist es sehr schwer die negativen Erlebnisse und Verletzungen die uns passiert sind zu vergeben. Hängen wir dem immer wieder nach, wird unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden sehr darunter leiden. Mir wurde oft von Ärzten erzählt, dass es für meine körperlichen Schmerzen keine Erklärung gibt. Man wird beinahe als Hypochonder dargestellt! „Ja also sie sind völlig gesund …“ bekam ich oft zu hören. Ich fühlte mich danach noch schlechter und traute mir letztendlich nichts mehr zu sagen und ertrug die Schmerzen still.  Nach langer Suche, kam ich dann in die richtige Obhut, wo ich als Patient bemerkte – hey …  dieser Arzt nimmt mich ernst und schenkt mir die Zeit und die Aufmerksamkeit die nötig ist um die Ursache mancher meiner Probleme herauszufinden. Ich schöpfte wieder Hoffnung, aber vor allem bekam ich die Bestätigung das ich mir nichts einbildete! Ein gutes Gefühl.

Der Körper spricht auch ohne Worte

Körperliche Schmerzen und emotionale Gefühle gehen meistens Hand in Hand. Wut, Ärger, Traurigkeit, Paranoia können grossen Schaden anrichten und werden oftmals als „Schmerz“ offenkundig. Unser Körper spricht dann in einer anderen Form mit uns. Mit Schmerz. 

„Lehrt den anderen zu vergeben, aber bringt ihnen auch bei, andere Menschen nicht zu verletzen. DAS wäre wirksam.“   Jose Ingenieros

Das ist jedoch leider eine Wunschvorstellung!

Und somit kommt das Verzeihen … die Vergebung ins Spiel. Wenn sich ständig Gedanken und unschöne Gefühle in unserem Kopf abspielen und diese nicht verarbeitet werden können oder wollen, manifestieren sie sich psychisch sehr oft in Form von Schmerz. Diese Art der Schmerzen ist leider sehr schwer zu identifizieren, es braucht viel Einfühlungsvermögen und vor allem Zeit der Sache auf den Grund zu gehen und die Bereitschaft diese unschönen Verletzungen loszulassen … und  zu vergeben.

Sinnvoll ist es, Schmerzen seine Aufmerksamkeit zu schenken

Immer wieder auftretende Schmerzen, die ohne spezifischen Grund kommen und gehen deuten darauf hin, das etwas in uns „steckt“. Selbst lange in dieser Situation gewesen kann ich nur bestätigen wie wichtig es ist zu vergeben. Was geschehen ist ist geschehen. Es kann nicht ausradiert werden. Das tägliche Beschäftigen mit diesen Gedanken bereitet uns „Schmerzen“ und macht uns krank. Wenn wir also körperliche Probleme haben, sollten wir immer auch über die emotionale Komponente nachdenken, die möglicherweise etwas damit zu tun haben kann!

Und so spricht dein Körper mit dir

Unser Körper und unser Bewusstsein bilden eine Einheit … sie ergänzen und beeinflussen sich gegenseitig. Diese Beispiele können dir vielleicht helfen einen Zusammenhang mit den vorhanden Beschwerden zeigen.

Fieber

Damit ist ein immer wieder kehrendes Fieber gemeint, ohne zusätzliche Erkrankung oder Infektion im Körper. Einfach da, man wacht auf, fühlt sich zwar nicht fit aber auch nicht krank. Man sagt Fieber ist ein Anzeichen für ungeweihte Tränen … aus welchen Gründen auch immer. Ich war zum Beispiel immer viel zu stolz um meinen Tränen freien Lauf zu lassen. Die zweite Möglichkeit ist, dass man so wuterfüllt ist und den Schaden gar nicht erkennen kann, der angerichtet worden ist und deshalb auch keine Tränen über hat.

Rückenschmerzen

Jeder zweite Mensch leidet an Rückenschmerzen! Das soll jetzt natürlich nicht bedeuten, dass dieser Betroffene, nicht bereit ist, irgend eine Sache nicht zu vergeben! Es sind Parallelen die man in Betracht ziehen sollte und die ich aus meiner Sicht auch bestätigen kann. Also es geht hier keinesfalls um Bandscheibenvorfälle und der gleichen!

Rückenschmerzen wird nachgesagt, das man nicht bereit ist zu vergeben. Wir lehnen ab und somit wird uns „Gewicht“ auferlegt. Wir tragen schwer. Gefühle von Wut und Ablehnung bedeuten emotionale Last!

Nackenschmerzen

Wenn du dich immer wieder mit der Vergangenheit auseinander setzt und dein Ärger durch das Vorgefallene immer wieder zum Ausbruch kommt, wird sich das in deiner Nackenregion ausgiebig festsetzen. Der Spruch „Die Wut und deine Angst sitzt dir im Nacken …“ Der Nacken spiegelt uns unsere eigene Flexibilität wider – sind wir flexibel genug um zu vergeben? Eine Frage die ich mir immer wieder selber stelle. Die Antwort lautet „es fällt mir in manchen Dingen wirklich schwer …“

Heiserkeit und Halsschmerzen

Ein schmerzender Hals, Stimmbänder die versagen … stehen für Worte die NICHT ausgesprochen worden sind. Es ist die Unfähigkeit den Schmerz auszudrücken, der verbal verursacht wurde. Wenn ich mich daran erinnere wie oft mich meine Stimme im Stich ließ, an Tagen an denen ich sie wirklich besonders dringend gebraucht hätte um meine Meinung mitzuteilen, von einer Minute auf die andere – es würde mir kein Mensch glauben! Es war keine Entzündung weit und breit zu erkennen – ich brachte einfach keinen einzigen Laut aus mir heraus.

Hüft- und Knieprobleme

Hier dominiert der Stolz.  Dabei wird Vergebung als Akt der Unterwürfigkeit gesehen. Man will sich dem nicht beugen und die Bereitschaft alles zu vergeben wird zu einer Herausforderung die viele nicht schaffen. Wenn Hüfte und Knie Probleme machen, bedeutet es, dass wir an einem negativen Gefühl festhalten.

Was noch zu sagen wäre …

Hätte mir jemand vor ein paar Jahren so etwas vorgelegt, hätte ich am Absatz umgedreht und wäre geflüchtet! :-) In der Zwischenzeit bin ich zu der Erkenntnis gekommen #sehrfrohbindarüber, dass die meisten körperlichen Beschwerden ihre Ursachen ganz wo anders finden, als wir eigentlich meinen. Die Ursache mancher Schmerzen, die nicht auf der Hand liegen zu finden, ist wesentlich schwieriger, als sich ein Rezept abzuholen auf das wir zwar bauen, aber das keinesfalls helfen wird!

Ich bin keine Ärztin, es sind reine Erfahrungswerte. Ich weiß jedoch, was es bedeutet auf seinen Körper zu hören und dem nachzugehen was naheliegend ist. Und wie es wichtig ist sich nicht einschüchtern zu lassen von Menschen, die meinen die Götter in Weiß zu sein!

Dazu musste auch ich mich mit den „richtigen“ Menschen zusammentun. Meinen Stolz ablegen und in mich hinein hören. Ehrlich zu mir selbst sein und das Vertrauen neu setzen. Nicht alle Menschen sind dazu da um einen zu verletzen …viele können einem auch wirklich weiterhelfen! Und die, die uns in irgend einer Form „Körpernarben“ zugefügt haben … denen sollten wir vergeben.

Vergebung bedeutet, dass ich entschieden habe, dan Hass nicht länger mit mir herumzutragen, weil ich verstanden habe, dass er mein eigenes Seelenheil vergiftet!

Ich würde mich freuen dir vielleicht eine Entscheidung näher zu bringen, geht es um Vergebung! Zudem hoffe ich auch du gehörst nicht zu den Menschen gehörst die unerklärliche Schmerzen haben! Findest du dich aber in so manchen Absätzen wieder, würde ich mich freuen von dir zu lesen … gemeinsamer Austausch tut immer gut. :-)

Vergeben ändert niemals DEINE Vergangenheit, aber bereichert DEINE Zukunft! Wir reden sehr oft von einem Neuanfang, es ist eine Sehnsucht, die uns immer wieder einholt … wären da nicht diese Hindernisse, die uns immer wieder Probleme machen. Wie zum Beispiel unser Stolz? Wut und Ärger und natürlich unser verletztes Ego. Um aber NEU zu beginnen können, muss man Altes abhaken, vergeben und auch verzeihen.

Es geht uns allen gleich

Mir fallen einige Menschen ein, die mich im Laufe meines Lebens verletzt, gekränkt und ungerecht behandelt haben. Und wenn ich ehrlich bin, ärgere ich mich heute noch über so manches, obwohl es sicher schon „verjährt“ ist. Man stellt sich oftmals die Frage „Was sollte es mir bringen, diesen Leuten zu vergeben?“ Es kann sogar so weit gehen dass sich ein „Rache – Impuls“ meldet … in unserer Gesellschaft mehr als ein üblicher Gedanke! Wir sind es eben nicht gewohnt uns mit Kränkungen und langfristiger Ungerechtigkeit herumzuschlagen ohne „auszuholen“! Ich denke das ist jedem bekannt, oder?

Kurz und gut: Jeder von uns besitzt so eine „schwarze Liste“ in die wir Ereignisse eingetragen haben, die wir anderen oder sogar auch uns selber, nicht verzeihen  (können)?! Wenn wir uns mit dieser „Liste“ beschäftigen, fragen wir uns „Weshalb nur musste es so weit kommen? Wie kann man bloß so sein! Wir sind gekränkt, verletzt und wütend! Oft sind es sogar nur kleine Alltäglichkeiten, die wir nicht verzeihen können oder es handelt sich um grundsätzliche Dinge und Ereignisse, die unser Inneres in Rage bringen. 

Ein Beispiel: Ich fühlte mich als Kind immer ungerecht behandelt, meine Schwester wurde hingegen immer bevorzugt. Gerade wenn es um Familie, Eltern und Geschwister geht, entstehen dadurch oftmals Kluften, die schwer zu überwinden sind. Man beschäftigt sich mit Schuldzuweisungen und trägt dem anderen sein Verhalten nach.

Das stört unser Gleichgewicht

Dieses Gedankenkreisen um Schuld und Vergebung kann einen ganz schön aus dem Gleichgewicht bringen. Ich traue mich sogar zu sagen „krank machen“! Hass – Rache – Ablehnung – Wut und die dazugehörige Enttäuschung sind Empfindungen die uns nicht gut tun!

Vergeben ist die Tür zum inneren Frieden

Vergeben und verzeihen fällt uns in manchen Dingen sehr schwer. Wir sind nachtragend und wenn wir genauer darüber nachdenken, trifft es uns selbst … diese Bestrafung, die wir für den anderen vorgesehen hatten. Wir schlafen schlecht, sind tagsüber gereizt und sehr oft mit den  Gedanken wo anders. Fühlen wir uns wohl wenn es so ist? NEIN, es ist belastend und zerrt an unseren Nerven.

Diese Tipps machen es dir leichter vergeben zu können:

  • Mir ist es sehr wichtig zu wissen das Verzeihen nichts mit Schwäche zu tun hat. Ganz im Gegenteil, es ist ein Ausdruck von Stärke! Mit diesem Wissen vor Augen … fällt es leichter über Vergebung nachzudenken. :-)
  • Man sollte sich auch nach ein wenig Abstand zur Sache, nochmals Gedanken machen warum man so verärgert ist. Kann es sein dass du selber etwas dazu beigetragen hast?
  • Die Zeit besänftigt so manches. Überprüfe, ob es aus der heutigen Sicht noch genauso scheint wie damals. Denkst du noch immer so darüber?
  • Gespräche – wir alle reden viel zu wenig miteinander! Sich beleidigt vom Acker zu machen oder auszuteilen und dann davon zu stöckeln bringt uns allen nichts! Ein klärendes Gespräch schafft Klarheit. Ich persönlich bin „sanfter“ wenn ich schreibe … also auch ein klärender Brief kann sehr gut tun! :-)

Was hilft es uns stolz zu sein und auf unser Recht zu beharren wenn unsere Seele und unser Körper leidet?

Wenn du einem anderen Menschen vergibst, dann tust du dies deinetwegen und nicht, weil er es verdient.

Doris Wolf

Es heißt auch nicht, dass wir alles vergeben und verzeihen sollen oder müssen! Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ICH mit mir im Reinen sein muss – ich kann verzeihen und vergeben … vergessen muss man nicht alles! Manche dieser Menschen haben es auch nicht anders gelernt. Wir alle haben unsere Schwächen und machen Fehler. Es ist genauso wichtig, sich selbst vergeben … sonst leiden wir unter Schuldgefühlen. Können wir vergeben und verzeihen, tun wir es für uns selbst!

In diesem Sinne einen schönen Sonntag noch und DANKE das DU bei mir warst, bis bald.

Freunde … Ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens. Persönlich gehöre ich zu den Menschen die nicht behaupten können Unmengen an Freunden zu haben, es sind eher wenige die dieses Prädikat tragen. Wenn man dann von einem wahren Freund gekränkt wird, ist dies eine schmerzliche Erfahrung wenn nicht eine große Enttäuschung! Wie wir aber solche Geschehnisse sehen sollten, erzählt uns diese Kurzgeschichte, die es uns wunderbar und in klarer Einfachheit lesen lässt. :-)

Die Geschichte von zwei Freunden

Zwei Freunde wanderten durch die Wüste. Während der Wanderung kam es zu einem Streit und der eine schlug dem anderen im Affekt ins Gesicht.

Der Geschlagene war gekränkt. Ohne ein Wort zu sagen, kniete er nieder und schrieb folgende Worte in den Sand:

„Heute hat mich mein bester Freund ins Gesicht geschlagen.“

Sie setzten ihre Wanderung fort und kamen bald darauf zu einer Oase. Dort beschlossen sie beide, ein Bad zu nehmen. Der Freund der geschlagen worden war, blieb auf einmal im Schlamm stecken und drohte zu ertrinken. Aber sein Freund rettete ihn buchstäblich in letzter Minute.

Nachdem sich der Freund, der fast ertrunken war, wieder von dem Schrecken erholt hatte, nahm er einen Stein und ritzte folgende Worte hinein.

„Heute hat mein bester Freund mir das Leben gerettet.“

Der Freund, der den anderen geschlagen und auch gerettet hatte, fragte erstaunt. „Als ich dich gekränkt hatte, hast du deinen Satz nur in den Sand geschrieben, aber nun ritzt du die Worte in einen Stein. Warum?“

Der andere Freund antwortete:“ Wenn uns jemand gekränkt oder beleidigt hat, sollten wir es in den Sand schreiben, damit der Wind des Verzeihens es wieder auslöschen kann. Aber wenn jemand etwas tut, was für uns gut ist, dann sollten wir es in einen Stein gravieren, damit kein Wind es jemals löschen kann.“

Verfasser unbekannt

Vertrauen und gegenseitige Zuneigung – auf diesem Fundament sollte Freundschaft basieren. Menschen die sich mögen um ihrer Selbstwillen, ein gegenseitiges Geben und Nehmen, einander zuhören, füreinander da sein … DAS ist Freundschaft!

Hoffentlich hast du die „Richtigen“ an deiner Seite, eine schöne Zeit mit ihnen und ich hoffe wir treffen uns in zwei Wochen wieder wenn es heisst Geschichtenliebe #8