Ich vergebe

Vergeben ändert niemals DEINE Vergangenheit, aber bereichert DEINE Zukunft! Wir reden sehr oft von einem Neuanfang, es ist eine Sehnsucht, die uns immer wieder einholt … wären da nicht diese Hindernisse, die uns immer wieder Probleme machen. Wie zum Beispiel unser Stolz? Wut und Ärger und natürlich unser verletztes Ego. Um aber NEU zu beginnen können, muss man Altes abhaken, vergeben und auch verzeihen.

Es geht uns allen gleich

Mir fallen einige Menschen ein, die mich im Laufe meines Lebens verletzt, gekränkt und ungerecht behandelt haben. Und wenn ich ehrlich bin, ärgere ich mich heute noch über so manches, obwohl es sicher schon „verjährt“ ist. Man stellt sich oftmals die Frage „Was sollte es mir bringen, diesen Leuten zu vergeben?“ Es kann sogar so weit gehen dass sich ein „Rache – Impuls“ meldet … in unserer Gesellschaft mehr als ein üblicher Gedanke! Wir sind es eben nicht gewohnt uns mit Kränkungen und langfristiger Ungerechtigkeit herumzuschlagen ohne „auszuholen“! Ich denke das ist jedem bekannt, oder?

Kurz und gut: Jeder von uns besitzt so eine „schwarze Liste“ in die wir Ereignisse eingetragen haben, die wir anderen oder sogar auch uns selber, nicht verzeihen  (können)?! Wenn wir uns mit dieser „Liste“ beschäftigen, fragen wir uns „Weshalb nur musste es so weit kommen? Wie kann man bloß so sein! Wir sind gekränkt, verletzt und wütend! Oft sind es sogar nur kleine Alltäglichkeiten, die wir nicht verzeihen können oder es handelt sich um grundsätzliche Dinge und Ereignisse, die unser Inneres in Rage bringen. 

Ein Beispiel: Ich fühlte mich als Kind immer ungerecht behandelt, meine Schwester wurde hingegen immer bevorzugt. Gerade wenn es um Familie, Eltern und Geschwister geht, entstehen dadurch oftmals Kluften, die schwer zu überwinden sind. Man beschäftigt sich mit Schuldzuweisungen und trägt dem anderen sein Verhalten nach.

Das stört unser Gleichgewicht

Dieses Gedankenkreisen um Schuld und Vergebung kann einen ganz schön aus dem Gleichgewicht bringen. Ich traue mich sogar zu sagen „krank machen“! Hass – Rache – Ablehnung – Wut und die dazugehörige Enttäuschung sind Empfindungen die uns nicht gut tun!

Vergeben ist die Tür zum inneren Frieden

Vergeben und verzeihen fällt uns in manchen Dingen sehr schwer. Wir sind nachtragend und wenn wir genauer darüber nachdenken, trifft es uns selbst … diese Bestrafung, die wir für den anderen vorgesehen hatten. Wir schlafen schlecht, sind tagsüber gereizt und sehr oft mit den  Gedanken wo anders. Fühlen wir uns wohl wenn es so ist? NEIN, es ist belastend und zerrt an unseren Nerven.

Diese Tipps machen es dir leichter vergeben zu können:

  • Mir ist es sehr wichtig zu wissen das Verzeihen nichts mit Schwäche zu tun hat. Ganz im Gegenteil, es ist ein Ausdruck von Stärke! Mit diesem Wissen vor Augen … fällt es leichter über Vergebung nachzudenken. 🙂
  • Man sollte sich auch nach ein wenig Abstand zur Sache, nochmals Gedanken machen warum man so verärgert ist. Kann es sein dass du selber etwas dazu beigetragen hast?
  • Die Zeit besänftigt so manches. Überprüfe, ob es aus der heutigen Sicht noch genauso scheint wie damals. Denkst du noch immer so darüber?
  • Gespräche – wir alle reden viel zu wenig miteinander! Sich beleidigt vom Acker zu machen oder auszuteilen und dann davon zu stöckeln bringt uns allen nichts! Ein klärendes Gespräch schafft Klarheit. Ich persönlich bin „sanfter“ wenn ich schreibe … also auch ein klärender Brief kann sehr gut tun! 🙂

Was hilft es uns stolz zu sein und auf unser Recht zu beharren wenn unsere Seele und unser Körper leidet?

Wenn du einem anderen Menschen vergibst, dann tust du dies deinetwegen und nicht, weil er es verdient.

Doris Wolf

Es heißt auch nicht, dass wir alles vergeben und verzeihen sollen oder müssen! Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ICH mit mir im Reinen sein muss – ich kann verzeihen und vergeben … vergessen muss man nicht alles! Manche dieser Menschen haben es auch nicht anders gelernt. Wir alle haben unsere Schwächen und machen Fehler. Es ist genauso wichtig, sich selbst vergeben … sonst leiden wir unter Schuldgefühlen. Können wir vergeben und verzeihen, tun wir es für uns selbst!

In diesem Sinne einen schönen Sonntag noch und DANKE das DU bei mir warst, bis bald.

XOXO Sandra FrauenPunk

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2 Kommentare
  1. Gabi
    Gabi sagte:

    Ein schöner Beitrag! Ich kann Dir nur zustimmen. Ich bin froh, dass ich mit niemanden was offen habe. Natürlich gibt es Brüche im Leben. Trotzdem bin ich auf niemanden böse, habe versucht zu verstehen warum es so gekommen ist und natürlich hat man auch einen Anteil daran. Ich schicke all diesen Menschen insgeheim meine guten Wünsche für ein schönes Leben auch ohne mich. Das ist ein gutes Gefühl. Liebe Grüße Gabi

    Antworten
    • Sandra
      Sandra sagte:

      Hallo Gabi!
      Der Satz :“ ich wünsch euch ein schönes leben ohne mich ..“ 🙂 finde ich super!
      Ich glaube, nein ich bin mir sogar ganz sicher das es sehr sehr wichtig ist, auch oder
      gerade DEN Menschen die dich verletzt oder enttäuscht haben, das Beste zu wünschen!
      Einfach im Reinen zu sein , nichts „offen“ zu haben wie du es so schön sagst. Es ist einfach
      wichtig für unser Seelenheil!
      Ich wünsche dir noch eine schöne Woche und freu mich immer sehr von DIR zu lesen :-).
      Liebe Grüße Sandra

      Antworten

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