Pausetaste: Ein STOPP für uns.

Persönliches, Seelenleben

Über die Erschöpfung, die wir zu lange übergehen.

Kennst du das, wenn du morgens aufstehst und der Tag sich schon schwer anfühlt, bevor er überhaupt begonnen hat?
Du sitzt da mit deinem Becher Kaffe und fragst dich, wofür du  gerade aufgestanden bist.
Dieser Moment fühlt sich kraftlos an.
Wie ein inneres Leerlaufen.

Und nach einer Weile sprudelt es aus dir heraus:
„Mensch, ich sag’s dir, es muss sich was verändern – und zwar schnell, denn ich bin durch!“

Dieses „durch“ hat Gewicht.
Der Akku ist leer, Körper und Kopf hängen schlapp hinter dir her.
Reden, zuhören, reagieren – jede Kleinigkeit zieht Kraft, als würdest du den Tag mit einem Sack voll  Steinen bestreiten

Das fühlt sich nicht wie ein „anstrengender Tag“ an.
Das sitzt weitaus tiefer!
Du funktionierst, doch du bist kaum bei dir.
Der Alltag läuft, und du wirst mitgezogen, statt selbst zu gehen.

Pause.

Was noch on top kommt: dieses schlechte Gewissen.
Weil du keine Energie für Diskussionen und  Nachrichten hast.
Weil du dich zurückziehst.
Weil dir selbst kurze Gespräche zu viel sind.

Und oben drauf schiebt sich immer wieder dieser alte Gedanke in deinen Kopf:
„Andere wuppen ihr Leben doch auch.“
Als wäre das eine Messlatte.

Erschöpfung entsteht nicht über Nacht.
Sie sammelt sich an wie Tropfen in einem Glashaus.
Und irgendwann sieht man nichts mehr.
Schleichend und still.
Du hältst dich an den Scheiben fest, damit du „im Tag“ bleibst.

Ein Satz taucht auf, der lange überfällig war:
„So kann’s nicht bleiben.“
Und dieser Gedanke ist unangenehm, weil du dir eingestehen musst, wie lange du dich selbst schon übergangen hast.

Bleib kurz sitzen.
Atme ein … atme aus.

In den Tagen danach hab ich mir meinen Alltag angesehen, als würde ich zum ersten Mal wirklich hinschauen.
Kein nachdenken.
Eher ein stilles Registrieren.

Was zieht Kraft?
Was gibt zumindest etwas Boden?

Mir wurde klar, wie oft ich Dinge erledige, nur um niemanden zu enttäuschen.
Wie häufig ich „passt schon“, „alles gut“  sage, obwohl es mich ausbluten lässt.
Also hab ich dort angesetzt.
Ohne große Erklärung.

Eine Einladung weniger.
Ein Telefonat später.
Ein Abend ohne Pflichtgefühl.

Eigentlich nichts Großes.
Nur ehrlicher – mir selbst gegenüber!

Mit jedem kleinen Gedanken darüber, jeden Schritt in diese Richtung, wurde das Sortieren klarer.
Ich spürte, welche Menschen und Dinge mir gut tun und welche mich auszehren.
Also leg ich die Energiefresser zur Seite. Ich schließe die gratis „Tankstelle“ für alle!
Für jetzt. Für immer?

Es fühlt sich nicht wie ein Neustart an.
Mehr wie Aufräumen nach einem langen Tag!
Ecke für Ecke. Raum für Raum.

Dadurch entsteht mehr RAUM für mich.
Genug, um wieder Luft zu bekommen.

Dann sitzt du abends da, das Wohnzimmer halb dunkel, und du spürst zum ersten Mal seit Langem etwas anderes als diese Schwere.
Ein unspektakulärer Erfolg für außenstehende.
Für einen selbst – eine wohltuende Entlastung.

Du sagst dir: „Heute hab ich für mich entschieden.“
Ein kurzer Satz.
Doch er trägt & hält.

Seither geht’s weniger darum, wieder „zu funktionieren“.
Bleiben WIR bei uns – selbst wenn es nur für kurze Pausen am Tag gelingt.
Denn ein ehrlicher Moment mit uns reicht, um unsere Richtung zu drehen.

Denn DORT, beginnt etwas NEUES. 🙂

Xo Sandra

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