Die Opferrolle steht Dir nicht!

Die Dinge ändern sich, wenn Du den ersten Schritt tust

Viele von uns werden immer wieder Opfer von unglücklichen Zusammenkünften, Umständen, von Situationen, die wir eigentlich nicht wollen und auch sehr gut ohne auskommen könnten. Wir geraten immer wieder in ähnliche Beziehungsmuster, werden von anderen ausgenutzt, beleidigt oder gemobbt – egal was es auch immer sein mag – wir haben das Gefühl, das Opfer anderer Menschen zu sein.

Menschen verlieren Menschen, das ist leider so. Ob durch eine Trennung, einen Todesfall oder einen Unfall … Es kommt nicht selten vor, dass wir an unserem Arbeitsplatz gemobbt werden oder auch von irgendeinem Verrückten gestalkt ?! Alles Dinge in denen wir uns als Opfer sehen. Wir ärgern uns unendlich über die Ungerechtigkeit, sind auf unser Schicksal nicht gut zu sprechen. Sind deprimiert und es wird Tage geben an denen wir uns aus tiefer Seele selbst bemitleiden! Wir leiden, sind ratlos und fühlen uns überfordert und hilflos.

Meine eigenen Erfahrungen

Ich zählte als Kind zu den „hässlichen schwarzen Entlein“, war viel zu dünn, zu groß und für ein Mädchen zu burschikos mit viel zu wenig Haaren. Und als meine Schwester geboren wurde, die das totale optische Gegenteil von mir war, haben mich das meine Eltern auch spüren lassen. In der Schule war ich immer sehr zurückhaltend und wurde oft das Opfer peinlicher Situationen. Das änderte sich auch nicht wirklich. So habe ich mich auch immer mehr von den Gruppen der Anderen ferngehalten. Meine Hilfsbereitschaft, die ich gerne anbot um dazu gehören, wurde bis in meine Lehrzeit ausgenutzt. Irgendwann entwickelte ich mich in eine andere Richtung. Ich machte zwar alles, was andere in meinem Alter auch taten … nur eben alleine.

Meine Opferrolle begann zweifellos im Kindesalter. Bei all dem Erlebten wurde Unsicherheit und Angst erzeugt. Angst sich zu blamieren, zu versagen und nicht gut genug zu sein. Leichtigkeit und Freude ließen lange auf sich warten, da sich auch in den Jahren danach, mein  Leben nicht unbedingt geschmeidig leben ließ.

Die Opferrolle steht keiner Frau!

Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass es viele Frauen gibt die Ähnliches erlebt haben, die Opfer von Enttäuschungen, Verletzungen und Angriffen anderer wurden. Du & ich … wir konnten es nur nicht verhindern. Was wir jedoch schon können ist, dieses viel zu enge Kostüm der Opferrolle auszuziehen … es ist unvorteilhaft und steht uns nicht! Wir können entscheiden, wie wir auf all das Erlebte reagieren und wie sehr wir unter all dem „leiden“. Zu leiden und sich als Opfer zu fühlen ist immer eine freiwillige Sache. Das klingt jetzt etwas zynisch ist mir klar, aber ich weiß auch, dass wir lieber heute als irgendwann damit aufhören möchten uns als „Opfer“ zu fühlen. Dem Leiden ein Ende zu setzen … aber wir denken dies wäre angesichts des Erlebten ein Ding der Unmöglichkeit.

Wir geben anderen die Schuld an unserem Opferdasein und dem Leiden und somit auch die Macht über uns und unser Leben! So machen wir uns selbst zum Opfer. Mit genau dieser Einstellung können und werden wir aus diesem „Opferkosüm“ nicht steigen können.

Es ist wichtig mit unerfreulichen Erlebnissen umzugehen

Wir ärgern uns zu schnell und zu viel! Das fällt mir immer wieder auf und genau das sage ich mir selber vor, wenn ich mich selbst dabei ertappe. Warum muss unser Tag gleich miserabel sein? Weshalb müssen wir deprimiert durch die Gegend laufen wenn:

  • jemand eine dumme Bemerkung macht,
  • etwas nicht gelingt oder kaputt geht?
  • unser Partner mit giftigen Pfeilen auf uns schießt.
  • wir immer wieder mit unserer Vergangenheit in Berührung geraten.

Ich sag Dir etwas, wir müssen unsere so wertvolle Lebenszeit nicht in der Opferhaltung durchschreiten! Es klingt vielleicht wenig mitfühlend ist jedoch die Realität. Wenn wir Menschen wenig Schönes erleben, dann entscheiden wir selbst und unsere Einstellung, ob und wie lange wir Opfer sein wollen. Unglücklich und deprimiert sind diejenigen, die sich als Opfer der Umstände sehen wollen! Glückliche Menschen hingegen meinen, trotz unpassenden Umständen, ihr Glück selbst schmieden zu können … und der Meinung bin ich zu 100%. Wir werden alle immer wieder mal Unerfreuliches erleben und schmerzvolle Erfahrungen machen … leider. Aber es liegt an uns wie wir dies annehmen, und was wir daraus machen werden. Die Kraft und die Möglichkeit dazu haben wir. 🙂

Sich als Opfer zu fühlen ist der einfachere Weg

Warum? Weil es bequem ist die Hände zu verschränken und anderen (Täter) den „Schuldkoffer“ anzuhängen. Er ist an unserem Unglücklichsein und unserem Dauerleiden schuld. Es tut ja auch gut Zuwendung in Form von Mitleid  zu erhaschen … und in Selbstmitleid zu versinken kann ebenfalls befriedigen. Als Opfer fühlt man sich als guter moralischer Mensch … im Gegensatz zu den „Bösen“, die uns all das Leid zugefügt haben. Opfer meinen auch Entschädigungen für sämtliche Ungerechtigkeiten zu erhalten.

Von all den Menschen, dem Schicksal, von den Eltern auch von Gott? Meinen wir es stehe uns etwas zu ohne etwas zu tun, sich aber dennoch im Recht zu fühlen! All diese Gefühle und Gedanken sind nur Trostpflaster die nichts beseitigen werden. Was wir tun sollten, wäre raus aus der Opferrolle zu steigen und uns so gegen Verletzungen und Angriffen zu immunisieren. Es wird uns Leid ersparen und wir können unser Leben so gestalten wie wir es möchten … ein Leben das zu uns passt und uns schmeichelt als würden wir ein neues Kleid überstreifen! <3

Die Dinge ändern sich wenn Du den ersten Schritt tust

Ich gehöre selbst zu den gebrandmarkten Mädels. Ich habe auch vollstes Verständnis dafür mal liegen zu bleiben … nicht aufstehen zu können wenn das Leben uns wieder mal ohrfeigt. Selbst habe ich mich nie als Opfer betitelt, ich bin aber mehrmals liegen geblieben und auch sehr schwer wieder hochgekommen. Aber mir war auch immer bewusst, dass mir diese niedrige Position nicht gefällt und so entstand auch der erste Schritt in ein neues Leben das auch gar nicht so schwer ist wenn man sich aus diesem Opferkostüm rausschält. 🙂 Ein paar Punkte solltest Du dabei beachten, der Rest kommt von alleine!

Lass es sein, dich selbst als Opfer und andere als Täter zu sehen!

Wir fühlen und empfinden vielleicht so, aber es macht nichts ungeschehen! Du bestimmst wie Du dich fühlst und Dich verhältst. Nimm Verantwortung für Deine Gefühle und für Dein Leben. Solange Du das nicht tust, wirst Du ein ewiges Opferlamm sein und leiden.

Ergründe weshalb andere so gehandelt haben könnten?

Es war mir sehr hilfreich, zu erforschen weshalb meine Eltern zum Beispiel so behandelt hatten. Jedenfalls habe ich nach möglichen Gründen gesucht und es dabei belassen, dass sie es eben nicht besser konnten, weil sie es selbst nie gelernt hatten. Es macht zwar nichts ungeschehen, die Verletzungen bleiben, aber das Gefühl sich damit beschäftigt zu haben tat in allen Fällen gut.

Dich/uns trifft keine Schuld

Manche Menschen fallen auf die Butterseite und andere wieder bekommen es faustdick und geballt im Leben. Die Welt ist ungerecht? Ja möglich aber, aber die Dinge passieren, weil sie passieren müssen. So sehe ich das heute. Ein Spruch meines Vaters war immer: „Jeder bekommt das was er verdient …“ ein völliger Blödsinn. Kein Mensch verdient es gedemütigt zu werden oder krank zu sein?! Es ist daher wichtig negative Ereignisse NICHT als Bestrafung zu sehen!

Pflege und Stärke Dein Selbstwertgefühl!

Gerade wenn Du viel ertragen musstest, sprich Dir viele seelische Verletzungen zugefügt worden sind, ist Dein Selbstwertgefühl nur wenig vertreten. Du lehnst Dich selber ab, zeigst wenig Selbstliebe und denkst nicht gut über Dich selbs . Ich kann darüber wirklich ein Buch schreiben. Wenn Du lernst gut mit Dir umzugehen, Dich so anzunehmen wie Du bist, jeder von uns ist eine wunderbare Persönlichkeit, wirst Du unter Garantie nicht so einfach in die Opferrolle schlüpfen!

Die Einstellung macht`s

Es gibt so viele Menschen die mit einer Behinderung leben müssen. Sie könnten sich beschweren über die Ungerechtigkeit, über Gott und das Schicksal im Allgemeinen. Diese Menschen hätten allen Grund dazu sich als Opfer zu sehen … nur sie tun es in den seltensten Fällen! Sie nutzen ihre verbleibenden Möglichkeiten total aus und leisten und erreichen sehr oft mehr als nicht behinderte Menschen. Das Beste aus dem Leben machen, ohne einen Schuldigen für gewisse Ereignisse zu suchen. Wenn Du DAS schaffst, dann bist Du aus Deinem Opferdasein herausgewachsen. 😀

Die Dinge ändern sich nur, wenn DU den ersten Schritt tust indem Du beginnst zu vergeben. Durch Ausreden und endlose Schuldzuweisungen begibst Du Dich in die Opferrolle und hast keine Chance Hindernisse oder Krisen positiv zu meistern!

„Wer nicht handelt … wird eben behandelt …“

Ich kann mich nicht mehr genau erinnern wer es war, der dies zu mir gesagt hatte, aber es passte so gut wie die Faust aufs Auge. Das war mir klar geworden. Passiv bleiben bedeutet das Spielzeug der anderen zu sein. Also werde aktiv und übernimm die Verantwortung für Dich und Dein Leben … Deine Gefühle … für Dein Glück und Deine Zufriedenheit! <3

Es gibt eigentlich nur zwei Sorten von Menschen: Die die nur davon reden etwas zu verändern in ihrem Leben, und solche die es tun … die MACHER! 🙂 Und ich hoffe Du hast den Mut und die Kraft und den Antrieb zu der zweiten Sorte „Mensch“ zu gehören, weil 

Die Opferrolle steht Dir nicht!

An Deiner Meinung liegt mir viel, lass sie mich wissen oder plaudere mit mir und anderen vielen Frauen in meiner Facebook-Gruppe. Ich freu mich wenn Du zu uns findest. 🙂

XOXO Sandra FrauenPunk

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