Es ist keiner da - die Angst vorm Alleinsein
Lesezeit: 3 Minuten

Schon die Worte „Ich bin allein“ lösen bei vielen Menschen ein innerliches Erdbeben aus. Alleine zu sein bedeutet – es ist keiner da mit dem wir uns austauschen können. Wenn wir krank oder alt und gebrechlich werden. Wir sind auf uns gestellt und müssen alles selbst erledigen und in die Hand nehmen. Es ist niemand da der uns mal kurz in den Arm nehmen kann und uns liebevolle Worte schenkt.

Weihnachten und Silvester, Feste für die ganze Familie! Doch nicht jeder hat Familie oder die Möglichkeit diese Feiertage im Kreise vertrauter Menschen zu verbringen. Gerade an solchen Tagen kann das Gefühl der Einsamkeit und die Angst vorm Alleinsein besonders stark werden.

Es ist keiner da …

Die Angst vorm Alleinsein. Gerade wenn das Jahr sein Ende nimmt, kehrt bei den meisten Menschen Ruhe ein. Man sitzt gemeinsam mit der Familie zusammen, trifft sich mit Freunden und verbringt einige besinnliche Tage gemeinsam mit seinen liebsten Menschen. Eigentlich ein Grund sich zu freuen … leider sieht das nicht jeder so. Ich kenne sehr viele Menschen, insbesondere Frauen, die ein beklemmendes Gefühl, wenn nicht sogar Angst empfinden, wenn sie an die letzten Tage im Dezember denken.

Sie wissen, sie werden ganz alleine sein. Vielleicht weil sie keine Familie (mehr) haben, Bekannte und Freunde mit ihren eigenen Familien beschäftigt sind. Das Bewusstsein zu wissen, dass alle andere Menschen schöne Weihnachtsabende in gemütlicher Atmosphäre, bei leckeren Essen und netten Gesprächen führen, macht es noch schlimmer. Das Gefühl der Einsamkeit nimmt zu.

Ich habe einige Jahre hinter mir, wo ich Weihnachten und Silvester alleine verbracht habe. Meine Katze, ein Stapel Arbeit am Tisch und ICH. Ich machte freiwillig am 24. Dezember das Schlusslicht in der Firma, besuchte noch bis ungefähr 15 Uhr ein paar Freunde und das war’s dann auch. Dann wurde es still. Zuvor noch die letzten hektischen Menschen im Geschäft und dann absolute Ruhe für die nächsten paar Tage! Für mich ein sehr unschönes trauriges Gefühl, weil ich es Jahre zuvor noch ganz anders genießen durfte. In Vorfreude und Genuss. Tja das Leben verändert sich eben. Übrig blieb die Einsamkeit und die Angst vorm Alleinsein. Kein Einzelbeispiel, das weiß ich.

Du/wir sind nicht alleine

So ist es! Es gibt so viele Menschen, die an den Feiertagen alleine sind! Seit Jahren steigt die Zahl an Singlehaushalten. Freiwillig oder unfreiwillig – egal. Wer denkt an diese Menschen? Sie sind ebenfalls alleine. So paradox es jetzt klingen mag, Du/wir sind also in guter Gesellschaft. Mir hat dieses Wissen das Gefühl der Einsamkeit und die Angst vorm Alleinsein, ein wenig genommen.

Ich möchte aber auch versuchen, Dir und all den Menschen, die die Feiertage  alleine verbringen, ein paar Vorschläge mitzugeben. Um depressive Gefühle und Einsamkeit an diesen Tagen zu vermeiden.

  • Das Wichtigste: mache Dir bewusst, dass Du nicht der einzige Mensch bist, der diese Tage alleine verbringt!
  • Geh raus, mache noch die letzten Besorgungen für DICH ganz alleine und gönne Dir alles, worauf Du Lust hast! DU hast es DIR verdient und bist es wert!
  • Gestalte Deine Feiertage und Abende so, dass Du Dich richtig wohlfühlst. Das kann ein schön gedeckter Tisch mit einem liebevoll zubereitetem Essen sein. Schöne Musik oder ein passender Film? Kuschel Dich gemütlich mit einem Buch auf Deinem Sofa ein. Oder … wann warst Du das letzte Mal in einer festlichen Weihnachtsmette?
  • Verbringe so viel es Dir möglich ist, in der Natur. Vielleicht haben wir ja das Glück weiße Feiertage zu erleben. Frische Luft vertreibt schlechte Gedanken. DAS verspreche ich Dir. ›lächel‹

Das erste Mal an diesen Feiertagen alleine zu sein, ist immer schwer. In den darauffolgenden Jahren wird es viel leichter, auch mithilfe dieser Vorschläge vielleicht! Bei mir hat es wunderbar funktioniert. Und als ich mich daran gewohnt habe … bam … stellte das „Silvesteruniversum“ einen Herzmenschen für mich bereit … ›lach‹ Also wer weiß was das alte und neue Jahr für Dich so alles zusammen spart. ›zwinker‹

Und wie jedes andere Fest auch, werden auch diese Feiertage zu Ende gehen. Also hab keine Angst. Versuche Weihnachten und Silvester nicht mit negativen Gedanken zu verbinden. Denn negative Gedanken lösen negative Gefühle aus! Und DAS kannst Du definitiv nicht gebrauchen!

Und zum Schluss noch etwas ganz schönes für Dich, bevor ich Dir eine wunderbare Zeit wünsche:

  STILLE                                                                                

… wo bist Du?
Wo findest Du in dieser hektischen Zeit Raum?

Wer macht Dich?
Wo kann ich Dich finden?
Soll ich Dich suchen?

Stille leise: Ich bin in Dir und warte, dass Du mich entdeckst.
Wenn Du meine zarte, unauslöschliche Flamme in Dir siehst,
dann wird es auch draußen ruhig und wohlig.
Wenn Du im Draußen einen Platz findest, an dem Du zur Ruhe kommst,
dann spürst Du mich bald auch in Dir und ich kann Dich wärmen …

E. Mistelbacher

Pass auf Dich auf …

XOXO Sandra FrauenPunk

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2 Kommentare
  1. Ela
    Ela sagte:

    Liebe Sandra,

    vielen Dank für den tollen Beitrag. Jedoch gibt es da auch noch die andere Einsamkeit. Jene, bei denen eigentlich jemand bei einem ist und dann doch wieder nicht. Auch solche, unschöne, Einsamkeit kann belasten.

    Ich wünsche dir, und allen anderen, dennoch eine tolle und besinnliche Weihnachtszeit mit all deinen/ihren Lieben.

    Grüßle Ela

    Antworten
    • Sandra
      Sandra sagte:

      Liebe Ela,
      Einsamkeit kann sehr viele Auslöser haben und keine ist angenehm.
      Die Einsamkeit ist in unserer heutigen Welt ein immer größer werdendes Problem.
      LEIDER. Menschen vereinsamen, obwohl sie NICHT alleine sind …

      Danke für Deine Zeit und Deinen Kommentar Ela, auch Dir eine schöne Zeit
      und wundervolle Weihnachten!
      XO Sandra

      Antworten

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