Gedankengänge #52
Lesezeit: 3 Minuten

Pläne ändern sich …

Hallo und einen schönen Vormittag wünsche ich Dir! Also die letzten zwei Wochen habe ich gebraucht um mich neu zu orientieren. Auch um Abschied zu nehmen … von meinen Plänen, die ich eigentlich ab April gehabt hätte! Und ich kann Dir sagen, ich liebe gute Pläne!

Nun ist es mal wie es ist. Ich habe sie verabschiedet. Ich stelle mich den neuen Herausforderungen und akzeptiere das sich Pläne von einem Tag auf den anderen auflösen können. Wir alle werden in der nächsten Zeit so einiges geplant gehabt haben, doch das Leben offeriert uns manchmal etwas ganz anderes. Dieses Mal trifft es uns weltweit.

Verzichte müssen nicht unbedingt Verlust bedeuten!

Ich bin ja eine Leseratte. In den letzten Wochen allerdings noch mehr als sonst. Zeit genug ist ja gegeben. Nach meinem ersten Schockgefühl das sicher in sehr vielen steckt(e) ist ein klein wenig Ruhe nachgerutscht. Die soziale Distanz, die das Coronavirus einfordert, schafft aber auch gleichzeitig neue Nähe und Verbundenheit.

In Zeichensprache wird von Balkon zu Balkon gedeutet. Plötzlich haben die Nachbarn ein freundliches Lächeln für einen über. Es wird Nachbarschaftshilfe über WhatsApp angeboten. Wir erkundigen uns bei entfernter Verwandtschaft, ob hoffentlich alles gut ist und vernachlässigte Kontakte werden wieder verstärkt.

Mir ist einfach aufgefallen, dass die Menschen wieder etwas näher gerückt sind. Ich könnte es auch so formulieren so: Die gesellschaftliche Freundlichkeit, die ich vermisst habe, ist wieder wach gerüttelt! Ob das so bleiben wird, frage ich mich? Was wird danach sein? Wird sich etwas verändert haben?

Ich bin der festen Meinung das unser Leben eine neue „Formung“ erhält. Wir sind JETZT gezwungen, die Dinge anders zu schaukeln als wir gewohnt sind. Wir MÜSSEN improvisieren und jonglieren gerade was Arbeit und Zeit betrifft. Auch wenn für viele die moderne Technik ein rotes Tuch ist – jetzt wird sie genutzt! Die modernen digitalen Techniken werden im Alltäglichen eingebaut und es funktioniert!

Das Home-Office hat sich super integriert und ist beinahe selbstverständlich geworden. Ja und da Zeit genug vorhanden ist, telefoniert man auch wieder „richtig“ lange. Wir kommunizieren ohne Smileys und Kommas am Handy. Wir lassen niemanden zu lange auf einen Rückruf warten. Wir reagieren rasch und dann auch noch ausgiebig lange. :-)

Besonders schön zu beobachten ist, dass auch sehr viele junge Menschen, die vor dieser Krise von Stress und „ich hab keine Zeit“ diktiert wurden, plötzlich im Wald anzutreffen sind. Sie genießen scheinbar die Natur, die Stille … sie schalten einen Gang runter.

Eine „getriebene“ gute Freundin sagte die Tage am Telefon: „Ich werde meinen Zwangsurlaub dazu nutzen, um endlich mal wieder ein Buch zu lesen, … gemütlich am Sofa und dankbar sein, dass ich ein so schönes zu Hause habe …“ Hallo – DAS BUCH bekommt wieder mehr Aufmerksamkeit. Hey … lesen macht wirklich Spaß!

Die Hartz-4 Sender werden gegen Info-Kanäle eingetauscht. Die Menschen sind wieder mehr am „echten“ Leben interessiert. (Ausnahmen wird es sicherlich immer geben). Wir machen uns plötzlich wieder mehr Gedanken über Mensch und Werte. Man trifft sich wieder am gemeinsamen Esstisch, nimmt sich Zeit für Gespräche.

Nach einer Zeit der Fassungslosigkeit und der Angst keimt plötzlich eine innere neue Kraft. ZUVERSICHT und VERTRAUEN. Man nimmt sich gegenseitig die Angst und stärkt sich liebevoll. Das Jammern auf hohen Niveau ist in den Hintergrund gerutscht. Fragen wie: „Was sind wir füreinander“ werden wichtig.

Und dann wäre da noch die Natur … die Delphine in Triest sind zurückgekehrt, in den Lagunen Venedigs ist das Wasser plötzlich glasklar und man sieht massenhaft junge Fische. Die Natur hat Zeit sich zu erholen. <3 Es ist wunderbar zu sehen was der Mensch leider anrichten kann. Ja, kaum zu fassen, die Welt hat gerade eine andere Richtung eingeschlagen. Eine Richtung, die sie sowieso gehen wollte?

Routinen und Gewohnheiten werden unterbrochen aber das Leben funktioniert trotz radikaler Einschränkungen. Alles eine Frage des „Wollens“.  Und nochmal: Verzicht muss also nicht immer Verlust bedeuten. Diese Veränderung sehe ich bis jetzt sehr positiv. ›lächel‹

Und wenn sich nun jemand die Frage stellen sollte, warum ich so lächerliche Beispiele angeführt habe, wo es ja draußen um ganz andere wichtige und traurige Ereignisse gehen würde. Dazu kann ich nur sagen, da gibt es Menschen die das besser und genauer in Worte fassen können. Ich halte mich lieber auf der positiven Seite auf, deshalb verkneife ich mir über die Intelligenz so mancher Menschen zu urteilen.

In diesem Sinne … setz Deine Kopfhörer auf, setz Dich auf den Balkon und sing Deinen Lieblingssong in voller Lautstärke. Entweder Du bekommst Applaus oder Besuch von der Polizei wegen Lärmbelästigung. ›lach‹

Bleib positiv und noch wichtiger, bleib gesund. <3

Xo Sandra

Jetzt bist Du gefragt!

Hast Du Anregungen, Ergänzungen oder weitere Tipps für mich und andere Leserinnen? Dann freue ich mich auf Deinen Kommentar.

Ich möchte mit FrauenPunk viele Frauen erreichen und freue mich wenn Du diesen Artikel teilst und weiter empfiehlst. Ich bin Dir für jede Unterstützung dankbar!

Teile diesen Artikel mit Deinen Freundinnen ...

0 Kommentare

Hinterlasse ein Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.