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Weißt Du was ein Bedürfnis ist? Wenn ja, kennst Du Deine? Und noch wichtiger wie gehst Du mit Deinen Bedürfnissen um? Ich gebe Dir jetzt recht … ziemlich viele Fragen, die sich ein wenig unangenehm anfühlen, stimmts? Letztendlich möchte ich Dich aber nur ein wenig unterstützen um besser oder wenn nötig, anders mit Deinen Bedürfnissen umzugehen.

Ein Bedürfnis, was ist das genauer betrachtet. Es ist in einfachen Worten ein Mangel, verbunden mit dem Wunsch ihn zu beheben. Es sind Wünsche, es kann ein Verlangen sein. Ein Bedürfnis entwickelt sich aus dem Gefühl heraus, dass Dir etwas fehlt. Und dieses Gefühl treibt Dich an, diesen Zustand zu ändern.

Ein Beispiel: Du arbeitest rund um die Uhr, der Job ist Dein Zuhause, … es gibt ständig Arbeit und Du hast kaum noch Zeit für Dich! Daraus entwickelt sich dann Dein Bedürfnis nach Ruhe und Entspannung.

Ruhe und Entspannung ist also jetzt Dein Bedürfnis. Es gibt aber auch das genaue Gegenteil und weitere Beispiele, was Du Dir vielleicht wünscht:

  • Kontakte und Gemeinschaft
  • Abwechslung
  • Bewegung, Sport
  • Begeisterung und Bildung
  • Inspirationen
  • Spaß
  • Sicherheit und Schutz
  • Ruhe
  • Ordnung und Sauberkeit
  • Liebe, Zuneigung und Fürsorge
  • Genuss
  • Klarheit und innerer Frieden
  • Gleichgewicht und Einklang
  • Authentizität
  • Und vieles mehr …

Mir sind jetzt gerade vieler meiner eigenen Bedürfnisse in den Sinn gekommen. Natürlich hat hier jeder eine ganz unterschiedliche Sicht darauf. :D

Warum sind Bedürfnisse so wichtig für uns?

Für jeden Menschen, der zufrieden leben will, sind seine Bedürfnisse existenziell wichtig und wertvoll. Wir brauchen ja nur mal kurz darüber nachdenken, erfüllen wir uns unsere Wünsche, sind wir gut gelaunt und happy! Wir sind energievoll. Haben Lust unsere Ziele weiterzuverfolgen. Wir haben den Kopf frei und sind entspannter. Es ist wichtig unsere Bedürfnisse fest im Blick zu halten UND zu erfüllen. Es sollte auf unserer Prioritätenliste ganz oben stehen.

Dieses „Bedürfnisthema“ ist für mich selbst nicht immer einfach. Ich glaube sagen zu können, dass gerade wir Frauen sehr oft und sehr gerne die Bedürfnisse der anderen – sprich Familie, Kinder und Partner erfüllen möchten. Begleitet mit dem Satz: „Gehts den anderen gut … gehts mir auch gut.“ Ein sehr schöner Gedanke, aber nicht sehr zielführend für uns selbst. >stirnrunzel<

Ich bin ja gerade aus meiner „Lebensschule“ entlassen worden, sich seinen Bedürfnissen zu widmen war Tagesthema. Ich habe mir dabei ein sehr anschauliches und hilfreiches Werkzeug mit nach Hause genommen, dass ich Dir heute gerne schmackhaft machen will! Dabei geht es um viele Töpfe, Schachteln oder Gläser die Deinen Bedürfnissen Platz geben sollen. Die Namen Deiner „Bedürfnisgläser“ vergibst nur Du!

Stell Dir jedes Bedürfnis als einen Behälter vor

Dieses visuelles Beispiel, hilft Dir Deine Bedürfnisse zu erkennen. So lernst Du auf Deine Bedürfnisse zu achten, besser kennenzulernen und natürlich auch zu erfüllen damit es Dir möglichst gut geht. Je nachdem wie gut Du Deine Bedürfnisse erfüllst, hat auch Dein Behälter eine andere Füllhöhe.

Ein Beispiel:

Dein Glas mit dem Namen„Klarheit“ ist gerade mal Boden bedeckt gefüllt …
Das Glas „Ordnung und Sauberkeit“ ist beinahe randvoll …
„Liebe, Geborgenheit“ möchte mehr Gesellschaft in Ihrem Glas …
usw.

Für jeden seine eigenen Behälter. Verstehst Du was ich meine? Es ist nur wichtig, dass die Benennung zu Dir passt und Dir bewusst ist, was sich hinter diesem Bedürfnisglas verbirgt!

Die Füllhöhe Deiner Behälter ist natürlich flexibel. Das bedeutet, Dein Topf wird voller, wenn Du Dein Verlangen erfüllst.
Er wird leerer, wenn Du Dein Bedürfnis ignorierst.
Der Stand der Füllmenge ist also abhängig von Deinen Erfahrungen und Erlebnissen im Alltag. <3

Betrachte Deine „Bedürfnisbehälter“

Sie können sich kurz- und langfristig verändern. Betrachte sie in Intervallabständen. Frage Dich wie es mit Deinem Bedürfnis „Freude“ oder „Ruhe“ in den letzten paar Wochen aussah? Solche Dinge langfristig im Blick zu behalten, ist sehr wichtig um großzügig gesagt, ein zufriedenes Leben zu führen!

Es spielt auch keine große Rolle, wenn eines Deiner Gläser fast leer ist. Es sollte nur kein Dauerzustand werden. Mache Dir Gedanken darüber, woran es liegen könnte und was Du für Dein Bedürfnis tun kannst.

Bei  mir waren die Behälter „Abwechslung“,„Spaß“ und „Sport“ die letzten zehn Wochen beinahe leer. Mein Fokus lag auf anderen Bedürfnissen wie „Ruhe“, „Klarheit“ und „Wissen“. Das ist alles kein Problem, wichtig ist eben nur, nicht darauf zu vergessen. Wir Menschen neigen dazu unsere Grundbedürfnisse zu vernachlässigen, wenn wir zu sehr auf etwas fokussiert sind! Wenn diese Töpfe dann leer sind und nicht wieder aufgefüllt werden kann es zu größeren Problemen kommen!

Ich kenne das sehr gut von mir selber. Man wird unzufrieden, etwas schwierig im Umgang mit anderen. Freundschaften können darunter leiden und die Gesundheit ebenso!

Kann ein Behälter auch überlaufen?

Das war so meine Frage an meinen Coach. JA und NEIN war seine Antwort. Du merkst die Überfüllung in einem Behälter am besten an der Füllmenge eines anderen Topfes.

Beispiel: Wenn zum Beispiel Dein Behälter „Herausforderung“ schön voll ist, ist alles gut. Du wirst gesund gefordert und Du schaffst es das gut zu bewältigen. Wenn dieser Topf allerdings fast überschwappt, Du Dir schwertust die Herausforderungen zu schaffen, kommt ein anderer Behälter ins Spiel. Der „Pausen-Ruhe-Ausgleichstopf“. Betrachte ihn und verliere ihn nicht aus Deinen Augen. Sorge dafür, dass sich dieser Topf angenehm füllt.

Nur DU selbst kannst natürlich sagen, wie viel oder wie wenig Deine Behälter befüllt sein müssen. Es ist wie überall und immer sehr individuell. Vergleiche mit Töpfen anderer ergeben also überhaupt keinen Sinn! Wichtig ist für Dich nur eines. Du solltest Deine Bedürfnisse kennen und sie auch so gut als möglich erfüllen.

Leere Bedürfnisbehälter beeinflussen unsere Entscheidung. Entscheidungen, die wir vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt bereuen könnten.

Achtung Beispiel ›lach‹:

Vielleicht erlebst Du in Deiner Beziehung Deinen Behälter „Abwechslung“ als ziemlich leer. Das passiert, wenn eine Partnerschaft von Routine beherrscht wird. Alltag eben. Viele Paare trennen sich deswegen, weil eben dieser Topf nicht mehr gefüllt wird. Eines wird dabei vergessen und übersehen …, nämlich der Behälter mit der Bezeichnung „Sicherheit und Vertrautheit“. Der ist voll, bringt und rettet aber die Beziehung nicht.

Was ich damit sagen möchte ist, wir dürfen den Überblick nicht verlieren! Ein harmonisches Gleichgewicht ist notwendig um richtige Entscheidungen treffen zu können. Ohne die ganze Beziehung und damit den kostbaren Behälter „Vertrautheit“ aufs Spiel zu setzen!

Schlusswort

Deine Bedürfnisse sind die Hauptdarsteller in Deinem und meinem Leben. Es geht um Kraft, Lebensfreude, Energie und letztendlich um unsere Zufriedenheit im Leben. Der Schlüssel liegt darin, sich seiner Bedürfnisse klarzuwerden und danach überlegt zu handeln. Wie immer – WIR haben es in der Hand.

Ich glaube es ist unverkennbar, dass ich gerade frisch die Schulbank gedrückt habe. ›lach‹ Aber mit diesem Konzept der „Bedürfnisgläser“ verfügen wir  über ein Werkzeug, das uns allen den richtigen Umgang mit unseren Bedürfnissen leichter und klarer macht!

Wenn wir unsere eigenen Bedürfnisse nicht ernst nehmen, tun es andere schon gar nicht.

M. Rosenberg

Vielleicht konnte ich Dir meine Begeisterung für dieses Konzept vermitteln. :-)
Falls Du jemanden kennst, der genau an diesem Thema arbeitet, lass es sie/ihn wissen. Nachhaltige Kommunikation ist immer etwas schönes. <3

Big hug.

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Selbstannahme ist ein gar nicht so leichte Sache. Ich finde es ist ein großes Mißverständnis von uns Menschen, dass wir meinen zu glauben, plötzlich alle unsere Fehler und Macken für grandios zu erklären, wenn wir über Selbstannahme reden. Selbstannahme bedeutet lediglich: Annehmen was ist. Wir müssen es nicht gut finden … und wir müssen das auch nicht mögen was gerade ist. Wir müssen es einfach nur akzeptieren. Annehmen dass die Lage und die Situationen nun gerade mal so sind wie sie sind. 

Das schreibt sich so einfach!

Es ist wieder mal ein Herz-Thema von mir und wie ich weiß, auch ein Thema das viele Frauen immer wieder zur „Baustelle“ erklären. Selbst hatte ich lange Zeit enorme Schwierigkeiten damit. Um es nicht unnötig in die Länge zu ziehen: Ich dachte die meiste Zeit meines Lebens, nicht gut genug zu sein. Ich glaubte mich verstellen zu müssen um angenommen zu werden. Ich konnte (durfte) nicht ich selbst sein. Diese „Art“, die ich an den Tag legte, war eine Art, die mir eigentlich gar nicht entsprach.

Besonders hart war es, als sich einige gesundheitliche Probleme ansammelten. Ein nicht authentisches Schauspiel vorzulegen war anstrengend, machte müde, traurig und auch wütend. Die ganze Wut war natürlich gegen mich gerichtet. Mein Umfeld bekam davon nichts mit. Annehmen was und wie es ist … und dabei noch so tun als wäre nichts und es ist alles toll! Das war kein Zustand der so bleiben durfte …

Was auch immer wir an uns nicht mögen, sei es die Persönlichkeit, die körperlichen Einschränkungen, das Aussehen, unser Körper … solange wir uns dagegen lehnen, desto weniger Chancen haben wir, etwas daran zu ändern.

Selbstannahme verändert Dein Leben

Ich habe mich ewig und drei Tage über meine körperlichen Einschränkungen geärgert. Über meine dadurch entstandene Unsicherheit, manchmal auch Schüchternheit. Was auch immer es für Dich sein mag, sich darüber aufzuregen und zu ärgern bringt gar nichts. Es brachte mich keinen Meter weiter. Ganz im Gegenteil, es zog mich runter und machte mich unglücklich. Ich verschwendete meine ganze Lebensenergie damit, um mich selbst abzulehnen.

Das allergrößte Problem dabei ist, solange wir gegen uns selbst sind, nehmen wir uns jegliche Möglichkeit unseren Zustand zu verändern. Nur wenn wir unseren „IST -Zustand“ bewusst wahrnehmen UND annehmen, können wir ihn auch aktiv verändern! Selbstannahme ist die Grundlage jeglicher Veränderung! 

Das konnte ich nach und nach lernen. Ich habe gelernt, dass es sich IMMER lohnt, authentisch zu sein und einfach das zu zeigen und zu sagen wonach mir ist. Das tun was ichwill … auch wenn es manchmal nur auf einem Bein passiert. Und zwar, ohne es zuerst durch unzählige „Filter“ laufen zu lassen und zu analysieren ob ich ja bei niemanden ein „schlechtes Bild“ erzeuge oder gar anecke. Es war ein langer Prozess den ich durchlebt habe und um ganz ehrlich zu sein – ich bin noch nicht ganz am Ziel. :-)

Das menschliche Bedürfnis ist sich gut zu fühlen

Sich emotional, physisch und mental gut zu fühlen ist unser aller Wunsch. Dazu brauchen wir unser Bewusstsein. Unser Bewusstsein schenkt uns die Klarheit, wie wir unsere Welt um uns herum und in unserem Inneren wahrnehmen. Mit einem gesunden Level an Bewusstheit sind wir im Großen und Ganzen in harmonischem Einklang mit der Realität. Das Level an Bewusstheit entsteht durch alle Einflüsse und Erfahrungen, die wir im bisherigen Leben aufgesammelt haben. Alle unsere Gefühle und Entscheidungen bzw. Handlungen werden von unserem Bewusstsein bestimmt.

Ein klassisches Beispiel dafür: Vielleicht gab es Personen, die Dir ständig vorgesagt haben, dass Dinge wie Geld, materielle Dinge und Macht entscheidend für Deinen Wert als Mensch sind. Du wirst es solange glauben, bis Du andere Erfahrungen darüber gemacht hast. Und an dieser Stelle, verändert sich Dein Bewusstsein. 

Was ich damit sagen will ist, Du musst Dir bewusst machen

  • was Du an Dir selbst alles ablehnst,
  • es so annehmen ohne Dich selbst deswegen weiterhin fertig zu machen,
  • um Dich dann anschließend in kleinen Schritten zu verändern … bis daraus Selbstliebe wird. <3

Wie erreichst Du das?

Ich halte ja eine Menge davon, viel zu lesen und sich weiter zu bilden und auch zu fordern, aber ich glaube es ist noch niemanden gelungen, sich in mehr Selbstannahme zu „Denken“. Denn das Denken macht nur einen kleinen Teil unseres Bewusstseins aus.

Ein wesentlich größerer Teil ist das „Fühlen“. Um wirklich unsere Gefühle in uns selbst zu verändern, also dass wir wirklich unsere Selbstannahme spüren, und sie uns nicht nur einreden, ist es unerlässlich ins Handeln zu kommen. Es geht dabei darum, aufmerksamer in bestimmte Situationen zu treten, in denen Du Dich unwohl fühlst. Ich weiß … es gibt Angenehmeres. Aber je weiter Du Dich selbst erforscht und Du Dich damit auseinandersetzt, desto schneller wirst Du in der Lage sein, Dich selbst annehmen zu können. Auch wenn es da Dinge gibt, die Du gerne an Dir ändern möchtest, wirst Du sie schlussendlich als ein Teil von Dir akzeptieren.

Du wirst diese Dinge, und damit auch Dich, in einem ganz anderen Licht sehen. Einem positiven Licht. Dein Denken wird sich positiv verändern, weil es um Dich geht! So ist der erste Schritt zur Selbstannahme getan. Leider sind es immer die unangenehmen und intensiven Situationen, in denen sich die Selbstverurteilung und die Unsicherheit blicken lassen. Aber dadurch können wir sie erkennen und effektiv mit ihnen umgehen!

Fazit

Mit etwas Übung und konstantem Verlassen Deiner „Komfortzone“ wirst Du Deine Einstellung Dir gegenüber nachhaltig verändern können. Du wirst ein authentisches Leben führen. Du wirst Dich nur dann nach anderen richten wenn Du es wirklich möchtest. Du wirst Deine Fehler, Deine Macken, Deine äusserlichen oder gesundheitlichen Probleme zwar noch immer nicht toll finden (wie gesagt, das musst Du auch nicht). Doch Du hast sie angenommen weil sie zu Dir gehören und Dich zu dem machen, was Du bist … ein sicher wunderbarer Mensch. <3

Und noch etwas: Deine Selbstannahme findest Du niemals, in der Meinung der Anderen!

Ich wünsche Dir bei Deiner Weiterentwicklung viel Spaß, einige unangenehme Situation … >lach<, ja gemein ich weiß, aber sie sind dafür notwendig, um weiter zu kommen. Und letztendlich ein besseres Leben.

Ich freu mich immer über ein Feedback, geteilt darf natürlich auch ganz fleißig werden und noch mehr freue ich mich wenn Du mich wieder besuchst … ich bin da.