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„Ich liebe dich … und das macht mir Angst.“ Hast Du solche Gedanken schon mal erlebt? Ich glaube wir alle, ganz besonders wir Frauen, neigen dazu uns darüber sehr viele Gedanken zu machen. Die LIEBE ist ein Krisenbereich, auch wenn sie noch so schön sein kann! Manche Menschen haben einfach das Glück  oder ein gutes Karma. Sie haben die Liebe auf den ersten Blick, den richtigen Partner und ein Vorzeigeleben, das sie ohne Krisen beständig und glücklich leben. Weiterlesen

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Die meisten Menschen leiden täglich. Ob durch tatsächlichen Schmerz, eine unangenehme Situation oder durch das Beklagen von etwas. Eine beinahe schon fast selbstverständliches Verhalten. Wir sind nicht auf der Welt um zu leiden, sondern um glücklich zu sein! Wenn wir leiden, dann nur deshalb, weil dieses Gefühl uns etwas zu sagen hat.

Weißt Du, wovor ich in meinem Job am meisten Angst hatte? Vor dem Leiden danach, wenn ich etwas verbockt hatte.
Weißt Du, wovor ich am meisten Angst hatte, wenn ich Menschen begegnete und sie mir ans Herz gewachsen sind? Vor dem Leiden, das so oft danach kam, wenn ich enttäuscht wurde. Es waren nicht die Enttäuschungen oder die Verletzungen. Nein, es war einzig und alleine das Leid.

Notiz aus meinem Tagebuch

„Was soll dieses ständige Leiden? Es zieht mich runter. Ganz langsam dehnt es sich in meinem Körper aus, nimmt jeden Muskel, jede Faser in Beschlag. Ich habe dann das Gefühl, total alleine auf der Welt zu stehen. Unverstanden und beladen mit der ganzen Last der Menschheit …“

So steht es in einem meiner Tagebücher, das ich vor einigen Jahren geschrieben habe. Im Groben, beschreibt es dieser Gedanke noch immer recht genau, wie es sich anfühlt. Ich habe mal mit meinem Mentor darüber gesprochen, der allen ernstes zu mir sagte: „Es gibt kein Leiden.“ So ein Blödsinn, war meine Antwort. Natürlich gibt es das Leiden, schließlich spüre ich es doch immer wieder!

Das Gespräch ist nicht zufriedenstellend gelaufen. Das ist mir in Erinnerung geblieben. „Leiden ist „hausgemacht“ meinte er. Was darauf folgte, habe ich vergessen, es schien mir nicht einleuchtend.

Kleinigkeiten setzen sich in unseren Köpfen fest

Ich bleib einfach bei meiner Vergangenheit als Beispiel: Ein Bekannter macht dumme Scherze, eine Freundin untergräbt meine Autorität und jemand anderer verbessert mich in einem Gespräch. All das reichte für mich um das Gefühl „Leid“ zu aktivieren. Ja es war absurd und nicht zu glauben. Aber genauso passiert es! Aus Nichtigkeiten, die sich ansammeln und sich in unseren Köpfen festhalten. Nur wegen Kleinigkeiten zu leiden, das kommt mir heute sehr albern vor.

Das Leben lernt uns unglaublich viel und heute ist mir klar, dass ich und vielleicht auch Du, all solche Vorfälle einfach an uns vorbeiziehen lassen können! Oder darüber lachen und sie ignorieren dürfen!

Da werden plötzlich ganz viele Stimmen unseren Köpfen laut, die sich in solchen Momenten mit den Stimmen im Außen verbrüdern und vielleicht sagen: „Hallo? Was ist mit deinem Gefühl, das kannst du jetzt nicht so einfach ignorieren! Das musst du schon ernst nehmen!

So? Müssen wir das tatsächlich? Müssen wir wirklich irgendwelche Aussagen, die Menschen in unserem Umfeld machen, immer ernst nehmen und mit nach Hause tragen? Wäre es nicht viel gesünder für uns, wenn wir nicht alles aufnehmen und ernst nehmen, was uns Freunde, Bekannte, Arbeitskollegen oder Familie so alles zu sagen haben?

Die wahre Natur des Leidens

Wie entsteht Leiden? Es entsteht, wenn wir einen Schmerz, den wir empfinden, nicht loslassen und annehmen können. Wenn wir ihn festhalten oder ihn um jeden Preis loswerden wollen. Ich habe in meinem Leben feststellen können, dass nicht aus jedem Schmerz Leid hervorgeht. Jedoch jedem Leid geht ein Schmerz voran.

Wenn wir uns verbrennen, empfinden wir Schmerz. Wir beginnen erst dann zu leiden, wenn wir uns den Kopf darüber zerbrechen, warum wir uns verbrannt haben. Was wir hätten tun können, um uns nicht zu verbrennen. Verstehst Du was ich meine? Es ist wie es ist.

Mich verletzten die Aussagen anderer Menschen deswegen, weil ich immer glaubte, dieser Mensch hat recht mit seinen Äußerungen. Da steckt mehr dahinter als nur ein Satz oder ein paar Worte. All das ist auch eine reine Selbstwert-Geschichte! Und der fehlte mir in dieser Zeit definitiv.

Tatsache ist: Wir sind alle Menschen mit Gefühlen und Emotionen. Manches erwischt uns direkt und manches perlt einfach an uns ab. Sensible Menschen haben es dabei immer schwerer. Es liegt sehr oft nicht an der anderen Person, sondern bei uns, weil wir es als Kränkung auffassen. Jeder hat so seine inneren Bewertungen und das finde ich gut so. Wenn wir das Gefühl haben, etwas läuft gegen uns, meldet sich das Alarmsignal.

Anstrengend wird es nur, wenn wir das Gefühl haben, die ganze Welt will uns leiden sehen! Dann wäre es an der Zeit, in sich zu gehen. Zu analysieren und zu hinterfragen, warum das so sein könnte. Eine Veränderung wird stattfinden, wie ich an mir selbst festgestellt habe.

Und wenn ich mich heute darauf besinne, dann passiert etwas ganz eigenartiges. Mein Gespür für – ehrlich, richtig, gut und vertrauenswürdig, ist ausgereift. Ich weiß was ich an Äußerungen und Meinungen, indirekten Späßen mit nach Hause nehme und welche ich einfach liegen lasse! Ich akzeptiere auch das Negative und je schneller das passiert, umso schneller verschwindet es auch wieder.

Leid können wir nicht immer verhindern, aber wir können verhindern, dass wir für immer leiden. Die Entscheidung liegt wieder einmal bei uns. Ich  bin der Meinung wir haben immer eine Wahl. Wir können die Situation verlassen oder verändern und akzeptieren.

Fazit:

Es kommt nicht darauf an, was und wie uns etwas passiert, sondern wie wir es händeln. Für diese Haltung braucht es natürlich ein starkes Selbstwertgefühl. Es ist die Basis für ein leichteres Leben. Wir sind auf der Erde um glücklich zu sein und nicht um zu leiden. Also mach Dich auf dem Weg und suche nach den Ursachen und löse das Leiden auf. DU hast die Kraft dazu und keiner außer Dir wird es für Dich erledigen.

Und dabei wünsche ich Dir ganz viel Kraft und Motivation! <3

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Negative Gedanken sind ja etwas, über das man nicht wirklich gerne spricht. Meistens vertrauen wir sie nur engen Freunden oder der Familie mit, wenn überhaupt darüber geredet wird! Ich bin ja auch eine, die natürlich lieber über Positives spricht und sich darüber Gedanken macht als zu grübeln. Aber es ist wie es ist, ich gerate auch schon mal in den Sog der Negativität …, auch wenn es immer nur sehr kurz ist! Ich finde, es passt auch mal darüber zu schreiben und den negativen Gedanken einen Platz in unserer Gefühlswelt zu schenken.

Akzeptanz und akzeptieren sind nicht gerade Wörter, die sich beim Aussprechen gut anfühlen ist meine Meinung. Es fängt ja schon bei der Bedeutung der Wörter an. Sie werden gleichgesetzt mit „gutheißen“, „billigen“ und „“annehmen“. Du kannst an der Situation gerade nix ändern, lerne damit umzugehen … akzeptiere Deine und die Fehler der anderen. Nimm Deine Schwächen an. Akzeptiere Dich wie Du bist.

So ist es eben …

Wir müssen zwischen zwei Situations-Arten differenzieren: Die eine Seite sind Dinge, für die wir selbst verantwortlich sind. Sind wir unglücklich in unserem Beruf und wie wir unser Geld verdienen oder unglücklich in unserer Beziehung? Dann ist es alleine unsere Aufgabe, an diesen Zuständen etwas zu verändern.

Die andere Seite sind Situationen, in denen wir unserem Schicksal ausgeliefert sind. Die Verantwortung darüber liegt nicht in unserer Macht! Ich komme wieder mit einem Beispiel daher: Stell Dir mal vor, einem Lieblingsmensch trifft ein schwerer Schicksalsschlag oder noch schlimmer – er verlässt unerwartet das Hier und Jetzt. Du kannst an dieser Situation rein gar nichts ändern und das ist schlimmer als alles andere das Du zuvor erlebt hast!

Wenn in dieser Situation jemand mit Akzeptanz daher kommt, wirst Du ihn mit Sicherheit am liebsten gegen die Wand drücken. Denn wie bitte, soll man kurz nachdem sein gesamtes Leben auseinanderbricht, wieder zum Alltäglichen zurückkehren und weitermachen als wäre nichts geschehen?

Wir müssen trotzdem!

Ich kenne ja tatsächlich Menschen, die sehr schnell wieder zum Alltäglichen zurückkehren. Jedenfalls macht es den Anschein nach außen hin. Vielleicht sind es aber gerade die Menschen, bei denen innerlich ein Vulkan am Ausbrechen ist? Sie reden nicht darüber, sie erzählen nichts und wollen auch nicht gefragt werden, wie es um sie steht. Sie flüchten sich in Arbeit und nehmen jede Ablenkung mit offenen Armen entgegen.

Ablenkung ist jetzt das richtige für dich … haben sie immer zu mir gesagt. Und daran habe ich mich gehalten. Sicherlich nicht unrichtig. Es mag in solchen Situationen eine erste Hilfe sein. Allerdings zur Heilung trägt es nichts bei. Ich habe es selbst erlebt. Negative Gefühle und Gedanken kann man nicht „wegarbeiten“! Wenn wir zu unserem alten ICH zurückkehren wollen, müssen wir über unsere negativen Emotionen reden. Wir brauchen und dürfen keine Angst haben, offen mit unserer Gefühlswelt umzugehen! Das Reden mit vertrauten Menschen oder der Familie und Freunden ist sehr wichtig. Denn sehr oft braucht es einen nüchternen Blick von außen, um die Dinge mit etwas Abstand zu betrachten, und sich mit dem Gedanken der Akzeptanz anfreunden zu können.

Den negativen Gefühlen ins Auge schauen …

Die Wirkung der Akzeptanz kann sich erst dann entfalten, wenn wir sie dauerhaft in unsere alltägliche Gefühlswelt einbinden. Und wir müssen negative Gedanken als natürliche Reaktion auf negative Gefühle anerkennen. Das Resultat ist innere Zufriedenheit, weit weniger Up´s and Down´s, dafür mehr Stabilität im Leben! <3

Unsere Gefühle anzunehmen, zu akzeptieren und als das hinzunehmen, was sie sind, ist ein erster sehr wichtiger Schritt. Und jeder der zu Dir sagt: „Das musst Du mit Dir selbst ausmachen“, den würde ich Dir raten, aus Deiner Freundesliste zu löschen! Ja, wir sind stark und standfest, aber auch starke Menschen können unerwartete Lebensereignisse vom Hocker reißen.

Deshalb ist mir sehr wichtig, Dich und alle anderen Menschen zu animieren offen über das zu sprechen was uns bedrückt. Kein Hineinfressen und davonlaufen. Ich finde Negativität, sollte auch etwas ganz normales sein … wie  unser Kaffee am Morgen. Ohne die Angst, jemanden vielleicht durch die traurige, grantige oder verängstigte Mine zu nerven!

„Akzeptanz bedeutet nämlich nicht, zu verändern wie wir uns fühlen, sich aber mit den Gefühlen auseinanderzusetzen und diese als das zu sehen, was sie sind.“

In diesem Sinne – alles wird und ist gut.

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Das innere Kind. Jeder redet ab und an mal davon. Es gibt Bücher, die uns diesbezüglich weiterhelfen können. Wir, die alle dieses innere Kind in uns tragen. Wahrgenommen oder unbemerkt liegen gelassen. Das innere Kind gehört zu einer modellhaften Betrachtungsweise innerer Erlebnisse. Es bezeichnet und symbolisiert die im Gehirn gespeicherten Gefühle. Erinnerungen aus unserer eigenen Kindheit. Dieses innere Kind beeinflusst unseren Alltag maßgeblich, mehr als wir glauben …

Ich muss ja ehrlich gestehen, dass ich so meine Probleme mit meinem inneren Mädchen habe. Beim Lesen des Buches „Das Kind in dir muss Heimat finden“ war ich überfordert und ich habe es bis heute nicht hinbekommen, es fertig zu lesen. Es stresst mich. Auf meiner letzten Reha wurde viel darüber geredet und gearbeitet. „Die Arbeit mit dem inneren Kind ist der Schlüssel zu so viel Heilung“. Das wurde mir sehr oft gesagt. Daran zweifle ich auch überhaupt nicht, jeder hat dieses Kind in sich, welches repräsentativ für unsere Kindheit steht.

Erinnerung …

Stell Dir vor: Du bist gerade mal ein paar Jahre alt. Sitzt am Spielplatz in der Sandkiste, ausgestattet mit nagelneuem Sandspielzeug. Du backst Deine Sandkuchen und bist mega stolz auf Deine Backkünste bis ein anderes Kind kommt und alle Deine Kuchen zertrampelt. Zum Schluss nimmt es Deine neuen Sandspielsachen und lauft davon. Du weißt nicht wie Du Dich verhalten sollst schaust Hilfe suchend nach Deiner Mutter. Sie ignoriert Deinen Hilfeblick. Du gehst traurig nach Hause und am ganzen Weg dahin, wirst Du noch beschuldigt nicht auf Deine Sachen aufzupassen …

Diese und andere Erfahrungen aus meiner Kindheit sind in meinen Erinnerungen abgespeichert. Viele Erlebnisse sind in meinem Gedächtnis abgelegt inklusive den dazugehörenden Emotionen. Die Summe dieser Erfahrungen wird „Das innere Kind“ genannt.

Wer ist dieses innere Kind überhaupt?

Wir alle hatten eine Kindheit. Besonders in den ersten Lebensjahren zwischen null und sechs kann es zu verschiedenen emotionalen Verletzungen gekommen sein, die unser Erwachsenenleben beeinträchtigen. Bei manchen Menschen handelt es sich um schwerwiegende emotionale Wunden, wie psychische oder auch körperliche Misshandlungen. Andere haben nur kleine subtile Verletzungen erlitten, die ihnen nicht mal bewusst sind.

Doch der Regelfall ist, dass wir uns an das meiste nicht mehr erinnern aber es bestimmt unbewusst unser Leben. Das diese Verbindung zur Vergangenheit so bedeutsam sein kann, hätte ich mir nie gedacht.

Kleine Prägungen können uns massiv beeinflussen

Damit Du ein Gefühl dafür bekommst, was ich damit sagen möchte, werde ich Dir ein weiteres Beispiel aus meinem Leben beschreiben.

Meine Kindheit war was das Materielle betrifft gut. Ich konnte mich glücklich schätzen so viel zu haben. Aber materielle Dinge sind kein Ersatz für Zuneigung und Liebe. Ich war ein hässliches dürres, wie ein Junge aussehendes Mädchen. Da halfen auch die Schleifen und die glänzenden Lackschuhe nichts. (Die ich übrigens hasste). Dann wurde meine Schwester geboren. Ein Mädchen wie aus einem Bilderbuch. Ihr standen die Spitzen und Schleifen perfekt! Meine Eltern waren ihr immer näher als mir. Meine Schwester war für meine Eltern das perfekte Kind … egal, was sie anstellte.

All das löste bei mir eine emotionale Dysbalance aus: „So wie ich bin, bin ich nicht okay.“ dachte ich mir jeden Tag. „Ich muss so sein wie sie, damit sie mich genauso ansahen wie meine Schwester.“

Daran hat sich nie etwas verändert. Wie Du siehst, manchmal sind es nur kleine Prägungen, die unser Leben beeinflussen können. Ein Hauptgrund warum ich in sehr frühen Jahren schon ausgebrannt bin, war die ständige Jagd nach etwas das ich nicht war und nie sein hätte können. Und das Schlimme daran, es war mir nicht mal bewusst!

Jeder hat negative Verhaltensmuster oder Denkmuster. Gewohnheiten, die in unserer frühen Kindheit entstanden sind und die uns bis heute begleiten. Ich habe mich wirklich viel damit beschäftigt, das tue ich übrigens immer noch, weil es mir sehr schwerfällt, sich um die „Kleine“ in  mir sorgen. Aber – es geht aufwärts. ›lächel‹

 Zum Nachdenken, vielleicht kommt Dir etwas davon bekannt vor?

  • Du fühlst Dich manchmal hilflos, obwohl Du gerne etwas verändern würdest?
  • Du bist auf der Suche nach Anerkennung, bist perfektionistisch veranlagt und hast gerne alles unter Kontrolle?
  • Du wünschst Dir Harmonie, vermeidest Konflikte und vergisst dabei auf Dich selbst?
  • Du klammerst Dich an Menschen, weil Du Angst hast alleine gelassen zu werden?
  • Du brauchst die Kontrolle, aus Angst verletzt zu werden?
  • Du rationalisierst oder intellektualisierst um ja nicht fühlen zu müssen?

Findest Du Dich in einen oder mehreren Punkten wieder, dann ist es wichtig, Dein inneres Kind zu „heilen“. Mit dieser Ehrlichkeit zu Dir selbst kannst Du anfangen Kontakt zu Deinem Inneren Kind aufzunehmen. Weil es Dein Leben verändern wird! Es gibt verschiedene Gründe warum Du das tun solltest.

Überlege Dir, ob die Arbeit am inneren Kind etwas für Dich wäre wenn Du:

  • Alte emotionale Wunden heilen möchtest.
  • Eine liebevolle Beziehung zu Dir selbst aufbauen willst.
  • Deine eigenen Bedürfnisse zu kennen und damit richtig umzugehen.
  • Eine lebendige Beziehung erfahren willst.
  • Dein Potenzial entfalten willst.
  • Mehr Lebensfreude, innere Stabilität und Gleichgewicht in Dir spüren möchtest.
  • Dein Leben eigenverantwortlich gestalten willst.

Wir müssen bewusst eingreifen, wenn wir Veränderung möchten

Wie schon zu Beginn gesagt, 9o% unserer Probleme führen auf diese Prägejahre unserer Kindheit zurück und wenn wir heute nichts ändern, werden wir diese Muster auf den unterschiedlichsten Ebenen unseres Lebens wiederholen. Das muss und kann ich wirklich bestätigen.

Nimm Kontakt zu Deinem inneren Mädchen auf! Es geht darum ganz langsam in Kontakt zu treten. Zunächst ist es aber erstmal wichtig sich selbst wieder zu spüren. Und etwas ganz wichtiges, was ich Dir auch sagen muss! Sein inneres Kind zu heilen bedeutet nicht, Psychoanalyse zu betreiben!

Es geht nicht darum, in der Vergangenheit rum zu wühlen und sich an den damaligen Situationen zu stellen oder zu ärgern. Es führt nämlich zu gar nichts. Auch das habe ich getan, mit null Erfolg. Die Arbeit mit dem inneren Kind bedeutet herauszufinden, was es braucht um ihm heute das zu geben, was es schon sehr lange schmerzlich vermisst.

Tritt in eine Art Dialog mit Deinem inneren Kind und erfülle ihm seine Wünsche. Verwöhne und verhätschle es bedingungslos! Vergiss dabei aber nicht, es will mit Dir „spielen“ und nicht leisten! Als Erwachsener haben wir gelernt, dass jede Arbeit die wir tun, messbare Ergebnisse erzielen muss. Fälschlicherweise, glauben wir auch, dass dieser Ansatz auch beim inneren Kind funktionieren muss. Das genaue Gegenteil wird aber eintreten, sobald Du mit Forderungen wie: „So ich habe jetzt eine Stunde Zeit für Dich, danach musst Du integriert sein und ich glücklicher.“ daherkommst.

Falls Du Dich erinnern kannst – die Erwartungen der Erwachsenen konnte unser inneres Kind schon als Kind nicht erfüllen und es wird sich auch heute dem nicht nochmal aussetzen.

Dein Geschenk für Deine Zeit mit Deinem inneren kleinen Mädchen ist: Glück. Freude. Frieden.

Alles LIEBE euch Beiden. >lächel

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Was machen wir mit Menschen, die uns nicht bekommen? Menschen, die sich nicht an unsere Grenzen halten, sie einfach überschreiten. Sich unsozial, bösartig und zerstörend verhalten? Vielleicht sagst Du jetzt, solche Menschen kenne ich nicht und wenn, würdest Du sie nur einmal treffen. Wenn das denn so ist, freue ich mich für Dich! Ob das allerdings möglich ist, bezweifle ich. Es ist anfangs gar nicht so einfach zu beschreiben und zu erkennen, was einen toxischen Menschen ausmacht. Sie sind Schauspieler vom Feinsten. Sie beherrschen es, ihre Beute zu umgarnen. Sie zeigen sich von der Schokoladenseite, bis sie dann ihr wahres Sein zeigen.

Ich habe ja schon ein paar Mal darüber geschrieben. Toxische Menschen haben meinen Weg gepflastert und ich bin  freiwillig darauf gelaufen. Diese Zeiten werde ich wahrscheinlich nicht vergessen, aber ich habe gut damit abgeschlossen. Im Übrigen kann ich heute solche Menschen schon aus zehn Kilometer riechen. ›lach‹ Diese Sorte Mensch, kann mir heute nichts mehr anhaben. Ich falle nicht mehr auf sie herein! In meinem Beitrag möchte ich Dir ein paar Tipps geben, wie Du auf geschickte Art mit toxischen Menschen umgehen kannst.

Ist es überhaupt erlaubt, Menschen als toxisch zu bezeichnen?

Lässt es sich das mit einer humanistischen Sichtweise vereinbaren? Jeder von uns ist doch ein Produkt seiner Erziehung und seines sozialen Umfeldes, deshalb doch nicht schuld, dass er ist wie er ist, oder? Haben diese Menschen nicht auch Respekt verdient, auch wenn er anderen Menschen das Leben zur Hölle macht?

Dafür habe ich gleich mal eine klare Antwort darauf: Ich muss die Dinge beim Namen nennen dürfen! Und wenn Menschen sich unsozial und bösartig verhalten, dann habe ich auch das Recht, der Sache einen Namen zu geben! Da darf ich doch wohl sagen, dass sich jemand toxisch verhält, mir nicht guttut und Gift für mich ist.

Ich bin mir auch sehr sicher, dass wahrscheinlich jeder jemanden kennt, der es schafft, seine Seele zu vergiften. Was und wie genau ist ein toxischer Mensch? Ich weiß heute, dass es nichts Gutes bedeutete, wenn ich mit einer Person Kontakt hatte, und ich im Nachhinein ein flaues Gefühl in der Magengrube mit nach Hause nehme.  Manchmal kann man gar nicht genau sagen, was es war. Man fühlt sich benutzt, ausgenutzt oder über den Tisch gezogen. Giftig eben. Ungesund fürs Innere.

Typische Verhaltensweisen sind zum Beispiel:

  • Ein toxischer Mensch beginnt gerne zu streiten, obwohl ein einfaches Gespräch, die ganze Sache geglättet hätte.
  • Sie sind verbohrt und die Sichtweise anderer interessiert sie nicht.
  • Sie sind uneinsichtig und versuchen andere Menschen nicht mal ansatzweise zu verstehen.
  • Ein toxischer Mensch überschreitet Grenzen! Sie werden gerne übergriffig und tun Dinge, die ihnen einfach nicht zustehen.
  • Sie haben viele Erwartungen, ohne sie auszusprechen, doch wenn diese nicht eintreten, folgt die Bestrafung.
  • Sie sind wahre Meister darin, Schuldgefühle zu wecken. Ein toxischer Mensch führt emotionalen Druck aus.
  • Sie sind Lügenbarone. Sie lassen Informationen weg, und dichten andere einfach dazu.
  • Sie manipulieren mit Leidenschaft, um ihre Interessen durchzusetzen. Dabei werden oft unschöne Tricks benutzt.
  • Sie streuen Gerüchte, um Dich auf ihre Seite zu bekommen. Dabei können sie auch außerordentlich charmant sein.
  • Ein toxischer Mensch ist eifersüchtig und er nimmt niemals Rücksicht auf die Bedürfnisse und Gefühle anderer Menschen.

Es kann schon sein, dass wir uns alle mal so oder so verhalten. Wir sind eben nicht perfekt! Wir haben schwache Momente und wir machen auch Fehler. Aber wir tun dies nicht ständig oder mit Absicht. Dagegen ist das Verhalten toxischer Menschen beinahe ständig so wie beschrieben. Meine oben angeführten Beispiele sind der Normalfall und nicht die Ausnahme.

Also wie kann ich nun mit ungesunden Menschen umgehen?

Ich erzähle Dir aus meiner Perspektive. Sobald ich begriffen habe, dass mir jemand nicht guttut, Gift für mich ist, ziehe ich sofort die Handbremse. Ich halte Abstand. Das ist eine logische und natürliche Reaktion. Aber immer weiß man das nicht sofort. Wie ja oben erwähnt, diese Menschen sind grandiose Schauspieler. Toxische Menschen können es einfach sehr gut mit ihrem Gegenüber zu spielen. Gerade in einer Kennenlernphase ist es besonders schwer zu erkennen, um was es sich handelt. Das dauert manchmal Monate bis diese Menschen ihr wahres Gesicht zeigen.

Viele Frauen leben jahrelang mit einem Partner zusammen, bis sie irgendwann erkennen, dass ihr Partner sie vergiftet. Also der erste Schritt ist der, erstmal zu erkennen, dass der andere, Gift für mich ist. Es gibt da aber auch noch ein anderes Problem. Manchen Menschen können wir aus dem Weg gehen. Anderen leider nicht.  Zum Beispiel Vorgesetzte, Familienmitglieder oder Mitarbeiter. All das sind Personen, die kann man nicht einfach so ignorieren!

Dafür gibt es andere Anregungen:

  • Nimm es nicht persönlich. Ein ganz wichtiger Tipp meinerseits. Du denkst Dir sicher: „Wie um alles in der Welt soll ich etwas nicht persönlich nehmen, wenn jemand sein ganzes Gift auf mir ablädt?“ Es ist schwer. Richtig schwer, aber genau der Weg den Du gehen musst. Denn je persönlicher man eine Sache aufnimmt, umso emotionaler reagiert man! Toxische Menschen leben oft von unserer emotionalen Reaktion. Es ist ihre Nahrung um zu überleben.
  • Schütze Dich. Ein toxischer Mensch fährt gerne große Geschütze mit puren Emotionen auf! Sie geben sich abwertend uns gegenüber, sie beleidigen und sie verletzen. Was dabei hilfreich ist, (wenn es sich nicht um Deinen Partner handelt) ist – Dich mit anderen auszutauschen. Bringe die Gedanken und Gefühle darüber zu Papier. Es gilt dabei die emotionalen Gespräche ein wenig auseinander zu pflücken. Das Gift von der Realität zu trennen …, wenn Du verstehst was ich meine.
  • Grenzen ziehen. Wie ja schon anfangs erwähnt, sind toxische Menschen grenzüberschreitend. Sie tun Dinge, die einfach zu weit gehen. In so einem Fall gibt es eine klare Ansage zu machen: Beispiel: „Du hast etwas getan, was meine/unsere Vereinbarung überschritten hat. Wenn Du Dich nicht entschuldigst (wenn Du das nicht zurückzahlst usw.… ), werde ich etwas gegen Dich unternehmen. Klare Ansagen, die nur die Fakten und die Konsequenzen beschreiben. Toxische Menschen brauchen Klartext. Ohne Bewertung und ohne Emotion. Einfach nur die Fakten.
  • Hüte Dich vor Deinem schlechten Gewissen. Ich finde es einen wunderbaren Wesenszug, wenn Menschen anderen Menschen ihr Mitgefühl zeigen. Leider kann das, im Umgang mit einem „Toxaner“ ganz schnell zu einer Falle werden. Ich habe zig Erklärungen und Entschuldigungen erhalten, warum es so war wie es war. Es führte immer dazu, dass ich sofort ein schlechtes Gewissen in mir entwickelte. Er tat mir leid. Und ich glaubte all die Erklärungen. Diese Menschen sind auch tatsächlich arm. Wenn man in der eigenen Destruktivität gefangen ist, muss das auch sicherlich schrecklich sein. Also lass Dein schlechtes Gewissen stecken, sonst wirst Du zu Wachs in seinen Händen!
  • Hole Dir Unterstützung. Der Umgang mit diesen Menschen ist kein einfacher. Er ist kräftezehrend und sehr anstrengend. Es ist also keine Schande sich Unterstützung zu holen!

Begrabe die Vorstellung, dass toxische Menschen in Frieden Leben möchten

Friedliebende Menschen gehen davon aus, dass andere genauso denken. Das jeder Frieden möchte. Leider ist das aber nicht so. Ein toxischer Mensch wird immer den Konflikt suchen. Den Streit, die Emotion und die Intrige. Das kann ich mehrfach betätigen. Meine Überzeugungsarbeit verlief im Sand. Ich wünschte mir immer, meine Sichtweise etwas begreiflich zu machen. Eigentlich ein ganz normaler und natürlicher Wunsch, aber total am Leben vorbei. Toxische Menschen sind daran nicht interessiert.

Also lasse Deine Schuhe an. Dieser Mensch will nicht in Deinen Schuhen laufen.  Er lebt in seiner Welt … wo er genauso weitermachen wird wie bisher. Spare Dir Deine Überzeugungsarbeit. Es ist verlorene Zeit und frustrierende Liebesmüh. Für mich war es nicht möglich diese Menschen zu verstehen. Meine ständige Frage war immer nur: „Warum tut er das bloß?“ Ich habe nach vielen Gründen gesucht. Schwere Kindheit, nie eine Chance gehabt, Persönlichkeitsstörung …  es nutzte nichts. Die menschliche Psyche ist eine sehr komplexe Angelegenheit und es ist schwer zu verstehen, weshalb sich ein Mensch so verhält wie er es tut.

Wenn ich alles in wenigen Worten zusammenfassen sollte, würde ich Folgendes schreiben:

Bleib bei Dir und Deinen Zielen, falls Du in einer Beziehung mit einem toxischen Partner bist – lass los und handle! Ist es einfach? Nein, das ist es auf keinen Fall, aber es befreit und Du hast wieder genug Luft um richtig durchzuatmen.

Zu bestimmten Menschen muss man gar nichts mehr sagen … die darf man einfach so stehen lassen.

Danke, dass Du bis zum Ende geblieben bist. Deine Meinung ist mir immer wichtig, also lasse sie gerne in einem Kommentar hier.

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Es ist ein schwieriges Leben, für den, der keine Grenzen setzen kann. Man ist der Menschheit schutzlos ausgeliefert. Fühlst Du Dich manchmal (oder sogar oft) von anderen überrumpelt? Steckst Du plötzlich in Situationen, die Dir gar nicht in den Kram passen? Fühlst Du Dich ausgesaugt und hast das Gefühl viel zu viel um die Ohren zu haben? Wenn es so ist, solltest Du Dir mal anschauen, wie es um Deine Grenzen steht …

Wie oft hast Du schon erlebt, dass jemand Deine Grenzen überschritten hat? Sei es durch reinen Egoismus, Unachtsamkeit oder falsches Verhalten. Oder einfach durch zu nahen Körperkontakt? Also mir als „Gutmensch“ ist das sehr oft passiert. Und das, obwohl ich ohnehin gleich die Krise bekomme, kommt mir jemand zu nahe. Es ist oft genug passiert! Ich habe einfach den Übergang zu spät oder gar nicht bemerkt.

Unsere Grenzen sind unser Hoheitsgebiet

Jedenfalls sehe ich das so. Jeder Mensch hat seine eigenen und ganz unterschiedlichen Grenzen. Und in diesem „Hoheitsgebiet“, wie ich es nenne, bestimmen wir, was erlaubt und erwünscht ist oder nicht. Sobald jemand diese Grenzen verbal oder sogar körperlich überschreitet, spüren wir sehr direkt und deutlich, dass uns das nicht behagt. Wir fühlen uns unangenehm berührt, wir bekommen Stress oder wir sind einfach nur verärgert.

Wir Menschen sind verschieden und deshalb werden die Grenzen von jedem von uns anders gesteckt. Mir persönlich ist zwischenmenschlicher Respekt sehr wichtig. Und ich mag keine Berührungen von Menschen, die ich kaum kenne. So wie Schulterklopfen, Küsschen links und rechts oder zu wenig Distanz in einem Gespräch. Ziemlich komisch für die meisten aber ich reagiere da wirklich „angepisst“ wenn jemand so auf mich zugeht.

Wie die Grenzen jedes einzelnen aussehen, hängt wahrscheinlich auch von der Sensibilität eines jeden einzelnen ab. Dünnhäutige Menschen haben bestimmt engere Grenzen als die, die ein dickeres Fell besitzen. Fakt ist, jeder hat so seine wunden Punkte, an denen man schnell zum Grenzüberschreiter wird. Manchmal passiert das sogar ohne es zu wollen, ja sogar, ohne es zu merken! Nun und weil wir alle so grundverschieden sind, kommt es auch sehr oft vor, dass wir versehentlich mal eine Grenze übertreten.

Kleinere Überschreitungen stecken wir meistens ganz gut weg. Wir nehmen es auf uns ohne viel herumzuzicken. Irgendwann aber kommt ein Punkt, da müssen wir etwas sagen. Zum Beispiel, wenn es sich immer wiederholt, oder wenn jemand einfach über unsere Grenztafeln drüberfährt. Dann ist es wirklich höchste Zeit den Zeigefinger hochzufahren.

„Mein(e) Liebe(r) … hier bist Du mir wirklich zu weit gegangen. So will ich das auf keinen Fall. Ich fühle mich dabei nicht wohl und es ist mir unangenehm. Lass das und mach das nicht wieder.“

Wir müssen unsere Grenzen verteidigen

Ich habe mir damit wirklich schwergetan. Ich dachte immer, wenn ich sage was mir nicht gefällt, würden sich die Menschen von mir abwenden! In Wahrheit ist aber das Gegenteil der Fall. Natürlich ist es von Vorteil, seine Grenzen zu kennen um sie dann auch verteidigen zu können. Nicht nur aus Eigeninteresse, sondern auch deshalb, damit die Menschen in unserem Umfeld wissen, mit wem sie es zu tun haben!

Vielleicht hast Du schon erlebt, dass Menschen mit gesunden starken Grenzen sehr angenehme Gesellschafter sind. Bei ihnen weiß man, woran wir sind. Gesunde Grenzen machen uns stark und Stärke ist einfach attraktiv.

Wie gesagt, heute kenne ich meine Grenzen. Ich besitze Stärke und Klarheit. Was aber nicht immer so war. Ich hatte dieses Potenzial verloren, es ist mir genommen worden. Nun gibt es da auch viele, die genauso wie ich damals, nicht besonders gut darin sind, für sich selbst, die eigenen Bedürfnisse und Werte einzustehen. Ihr visueller Grenzzaun ist nicht hoch genug und so trampelt jeder ungestraft darüber!

Und mit diesen Menschen ohne Grenzzaun kann man klarerweise alles machen. Ohne Konsequenzen befürchten zu müssen. Zum Beispiel kann man unhöflich und respektlos sein, man kann sie perfekt ausnutzen und auflaufen lassen und man kann sie super unter Druck setzen und nicht zu vergessen – emotional sind sie schwach und deshalb sind sie leicht für die Dinge zu haben, die sie nicht möchten.

Ich habe mir das nicht ausgedacht … ich habe es erlebt. Mit einer zu schwachen persönlichen Grenze ist man anderen Menschen schutzlos ausgeliefert. Deswegen ist es so wichtig, seine Grenzen zu kennen und sie zu nähren, um sie stark zu halten.

Wie verlaufen also Deine Grenzen?

  • Was ist Dir wirklich wichtig, wofür würdest Du kämpfen, wenn jemand, eine für Dich wichtige Sache verletzen würde?
  • Welches Verhalten anderer Menschen verletzt Deine Grenzen? Was muss jemand tun, um Deine Grenzen zu übertreten?
  • Was würdest Du nicht tolerieren?
  • Wer darf in welchen Situationen Dinge tun, die andere nicht dürfen?
  • Welchen Menschen erlaubst Du etwas und bei welchen Menschen sagst Du Stopp?

Es sind ganz einfache Fragen mit denen Du Deine Grenzen festlegen kannst. Es ist nämlich so, der erste Schritt zu einer besseren Grenzverteidigung besteht immer darin, sich die eigenen Grenzen bewusst zu machen! Mache Dir immer klar: Es ist Dein Recht einzufordern was Du möchtest. Und falls Dein Gegenüber darauf aggressiv oder beleidigt reagiert, dann bleibe trotzdem sachlich und klar in Deiner Aussage.

Meine Erfahrung war, wenn ein Mensch über längeren Zeitraum überhaupt nicht bereit ist, Deine Grenzen zu respektieren, dann stellt sich auch die Frage, ob diese Person langfristig ein fester Bestandteil unseres Lebens sein soll.

„Grenzen setzen ist Ausdruck Deiner Liebe zu Dir selbst. Grenzen achten ist Ausdruck Deiner Liebe zu anderen.“

Elke Bischof

In diesem Sinne, sei attraktiv, indem Du Deine Grenzen kennst und auch verteidigst. ›lächel‹

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Emotionales Ungleichgewicht

Emotional aus dem Ungleichgewicht zu geraten stellt Dich immer wieder vor eine Herausforderung. Du fühlst Dich unsicher, ungeliebt und inkompetent. Du hast das Gefühl Dich nirgends mehr anhalten zu können. Natürlich möchtest Du so schnell als möglich wieder Boden unter Deinen Füßen spüren! Bevor Du das allerdings erreichen willst, solltest Du zuerst mal ganz hoch hinaufklettern. Es ist wichtig immer wieder in die Vogelperspektive zu wechseln …

Alle kennen wir dieses Gefühl. In unseren Köpfen schwirren unendlich viele Gedanken durch die Gegend. Es fühlt sich an als könnten wir keinen klaren Gedanken fassen. Der Verstand setzt aus. Wir drehen uns im Kreis und die innerlichen Unwetterwolken bauschen sich immer mehr auf. Eine „klare“ Sicht gibt es nicht mehr.

Mit den aufwühlenden Gedanken folgen negative Gefühle. Alles dreht sich nur noch um diese eine Sache. Wir suchen angestrengt nach Lösungen und Erklärungen. Wir zweifeln an uns und der Welt. Am liebsten würden wir davonlaufen … oder uns verkriechen.

Dieser „In der Luft hängen Zustand“ ist alles anderes als angenehm und wir sollten ihn schnell beenden.

Wenn wir den Blick eines Vogels übernehmen, nehmen wir die Dinge nicht mehr so persönlich. Wenn wir ein paar Schritte zurücktreten und in eine andere Perspektive wechseln, können wir feststellen, dass das was wir so persönlich genommen haben, in den seltensten Fällen etwas mit uns zu tun hat.

Wir Menschen neigen dazu uns immer Geschichten in unseren Kopf zusammenzubauen und die entsprechen selten der Realität, sondern sie entspringen unserer Fantasie!

Steig hoch in die Luft und nimm eine Vogelperspektive ein. Es klärt Deine Gedanken. Mit klarem Verstand siehst Du das Du einer Illusion gefolgt bist. Unsere Gedanken haben so viel Macht über uns. Besonders die negativen!

Wenn Du das nächste Mal in einem emotionalen Wirbel gerätst, gehe in die Vogelperspektive, … steige langsam Meter für Meter hoch in die Luft. Sieh Dir die Welt von oben an … lass Dir Zeit … blicke Dich um … genieße die Aussicht. Komme erst dann wieder zurück, wenn Du eine klare Sichtweise der Dinge erhalten hast und Du stabil genug bist, um Dich der Welt wieder in voller Stärke zeigen kannst.

Hab´ganz viel Spaß beim Fliegen. Fliege hoch und bleibe neugierig!

Sentire la vita

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Heute spiele ich mal „Lehrerin“. Ich fordere Dich zu einem Selbsttest heraus. Sein einfach mal still. Einfach mal nur dasitzen und nix tun. NICHTS reden. Nur beobachten was diese Stille so mit Dir anstellt. Schaffst Du das und wenn ja für wie lange? Beginnst Du nach fünf Minuten schon unruhig hin und her zu wetzen? Oder bist Du vielleicht eine geübte Meditations-Tante und schaffst es sogar eine Stunde oder länger?

Mein persönlicher Rekord liegt bei zwei Tagen. Abgesessen bei einem Schweigeseminar, das mich an meine Grenzen gebracht hat. Aber es geht ja nicht darum Rekorde aufzustellen, sondern darum zu sich selbst zu finden und dadurch endlich zur Ruhe zu gelangen. Also ich fordere Dich heute auf: Sei still und beobachte Dich dabei.

Die Tasche voller Konflikte trägt sich schwer

Nur so mal angenommen, es geht Dir genauso wie es mir ergangen ist. Ein Berg voll Sorgen, jede Menge ungelöste Probleme. Schwierigkeiten bei der Arbeit und ja – da sind ja auch noch die psychischen Probleme. Angst und Panikattacken, körperliche Tiefpunkte, das volle Programm also. Ich hatte ziemlich viel zu bieten. Was denkst Du, was ich damals gemacht habe?  Richtig – ich habe mir 200 %ige Ablenkung gesucht!

Diese bestand aus ganz viel Arbeit, die ich mir sogar mit nach Hause genommen habe, vielen Partys und vielen Menschen, die ich zu mir eingeladen habe. Dabei verfliegt die Zeit schon relativ schnell und laut! Es war mir nur wichtig gewesen, mich nicht mit meinen Problemen auseinanderzusetzen. Mit einem Wort: Ich habe die Flucht ergriffen!

Hat mich dieses Verhalten in irgendeiner Form weiter gebracht? Ein klares NEIN. Ganz im Gegenteil. Ich spielte dieses Versteck und Flucht Spiel sehr lange, bis es irgendwann einen lauten Knall gab. Das Spiel war vorbei und ich wurde ausgeknockt. Erst als ich „zwangs-sediert“ zur Ruhe kam, konnte ich eines feststellen …

Mein Sack voller Probleme lag auf einmal glasklar vor mir

Meinen freiwilligen Aufenthalt in einer Spezialklinik hatte ich die ersten Tage schwerstens bereut! Kein Fernseher, keine Musik, kein Handy oder MacBook, kein Buch und keine Menschen, die einen bespaßen. Nur Stille und der Blick aus dem Fenster stand am Rezept. „Schluss mit dem davonlaufen, jetzt ist die Zeit gekommen, um sich auf die wesentlichen wichtigen Dinge in Ihrem Leben zu kümmern … SIE SELBST.“

Dass dies in der Stille am besten gelingt, war mir da noch nicht so klar. Es machte mir sogar Angst. Dieses Nichtstun zählte halt gar nicht zu meinen Merkmalen. Und in der Welt wie ich sie kannte, war Stille und nichts Tun sowieso wie eine ansteckende Krankheit!

Diese Zeit war damals sozusagen meine Premiere. Ich habe viele Stunden in Stille verbracht und meine Erfahrungen damit sammeln dürfen. In dem Moment, wenn man keinerlei Ablenkung zur Hand hat und man ganz bei sich ist, fängt ein Film an zu laufen … und zwar der Film des eigenen Lebens. Du schaust aufmerksam zu und stellst schnell fest, wo Deine größten Baustellen im Leben sind. Glasklar liegen sie plötzlich da …

Die Stille hilft Dir, Lösungen für Dein Problem zu finden

Es ist tatsächlich so, während man so still sich selbst beobachtet, wird einem bei vielen Dingen klar, was man zu tun hat! Die Lösungsansätze sind definitiv nicht einfach. Meine waren schmerzhaft und mega anstrengend. Eine riesige Veränderung stand mir bevor, aber es wurde mir klar, dass es nur so gehen würde, wollte ich in Zukunft ein anderes Leben führen wollen!

Mein „Film“ hat mir gezeigt, dass ich mit meinem Job nicht mehr glücklich war, dass ich mich mit den falschen Menschen umgab. Menschen, die sich an mir bedienten. Das mein schmerzhaftes Familien-Thema endlich angesprochen werden musste und das ich zu meinen psychischen Problemen stehen musste.

Es war viel. Aber ich lernte aus dem Stress auszusteigen. Es war immer alles viel zu schnell. Überlege doch selber mal, wie oft hast Du heute schon gesagt: „Ich muss noch schnell einkaufen, noch schnell aufs Klo, schnell dies und das …“? Siehst Du, wusste ich doch. Diese Schnelligkeit tut uns aber leider nicht gut. Sie laugt uns auf Dauer aus. Still zu werden ist der erste und beste Schritt zur Langsamkeit.

Ich verspreche Dir, wenn Du das ein paar Mal versucht hast und sich Dein gehetzter Geist an die Stille gewöhnt hat, wirst Du diese Qualität des SEINS nicht mehr missen wollen. Das Gute an der Sache, es kostet Dich keinen Cent. Du kannst das täglich anwenden. Du hast die Möglichkeit in Deiner Mittagspause Dein Handy zu inhalieren oder Dir zum hundertsten Male die langweiligen Geschichten Deiner Kollegin anhören oder Du setzt Dich einfach mal raus. Auf eine Bank und tust nichts außer in Stille beobachten. ›lächel‹

Die Stille hat mich süchtig gemacht

Das Ganze ist ein Prozess, der seine Zeit braucht um es auch wirklich verinnerlicht zu haben. Damit klarzukommen! Aber wenn Du diesen Weg mal gewählt hast, bin ich mir sehr sicher, dass noch weitere Dinge folgen werden. Vielleicht fängst Du auch mit dem Meditieren an? Meditation ist für mich ein wesentlicher Bestandteil um meine Ängste und Panikattacken gut im Griff zu haben. Vielleicht reduzierst Du Deinen Medienkonsum, weil Dir die dauernden negativen Nachrichten auf die Semmel gehen?

Vielleicht fühlst Du Dich in der Natur sehr viel wohler als in lauten Cafés oder stickigen Kinosälen? Gerade in der Natur ist die Stille und Ruhe allgegenwärtig. Ganz egal was Du daraus machen wirst – es wird Balsam für Dich und Deine Seele sein.

Nachsatz:

Nach all meinen Erfahrungen, die ich mit der Stille machen durfte, begann ich damit sie täglich zu konsumieren. Ich bin ein „Stille-Junky“ … ich brauche das für meine Balance, für mein Wohlbefinden, meine Gesundheit und meine Kreativität! Ich bin kein Profi im Meditieren, aber ich könnte nicht mehr ohne sein. Ich liebe es aus der Großstadthektik abzutauschen, in Orte und Momente einzutauchen, die  mir absolute Stille schenken. Die damalige Zwangsruhe hat mein Leben verändert, wenn nicht sogar gerettet, aber das wäre schon wieder ein anderes Thema.

Erst in der STILLE erkennst DU, wer DU wirklich bist.

Und, wie ist es bei Dir so? Bedeutet Dir bewusste Stille auch so viel wie mir? Über Deinen Kommentar freue ich mich natürlich!

Lesezeit: 4 Minuten

Hast Du sofort ein schlechtes Gewissen, wenn Dich der Gedanke reitet, Dich selbst zu verwöhnen? Dir etwas Gutes zu tun? Dich in die erste Reihe zu stellen? Glaubst Du vielleicht, Du seist egoistisch, wenn Du Genuss in welcher Form auch immer, zulässt? Oh ja, diese Gedanken waren auch mal meine! Jetzt sage ich, wer sich Gutes tun will, muss sein schlechtes Gewissen loslassen. Ich hab’s gelernt und möchte auch Dir dabei helfen, um Deine Auszeit wirklich zu genießen.

Mir kam mein Alltag bzw. mein Leben immer wie eine endlose Liste vor. Die Wochen und Monate füllten sich mit Verpflichtungen und Erwartungen anderer. Alles wurde ganz automatisch abgearbeitet und erfüllt. Ich hetzte von einer Aufgabe zur nächsten. Ich bekam das sehr gut auf die Reihe und vergaß kaum etwas. Außer auf mich selbst! Ich blieb auf der Strecke … der eigentlich wichtigste Mensch in meinem Leben bin ICH.

Strukturen im Leben sind wichtig und ich könnte „ohne“ nicht sein. Jedoch sollten sie uns nicht bestimmen. Deshalb sind Momente der Ruhe und Auszeiten, etwas ganz wichtiges. Wenn Du es regelmäßig schaffst, Dir selber etwas Gutes zu gönnen und es auch wirklich zu genießen, wirst Du nicht nur glücklicher und zufriedener Dein Leben genießen können, sondern auch Deinem Alltag leistungsfähiger in die Augen blicken können! FETT geschrieben … damit Du es nicht vergisst. ›lach‹

Ciao, schlechtes Gewissen!

Wenn ich daran denke, wie mir mein schlechtes Gewissen so viele schöne angebotene Momente der Erholung verbockt hat … unglaublich. Es war nicht nur mein Gewissen, sondern mein antrainierter Perfektionismus, der mich ausbremste, wenn es um kleine Auszeiten ging. Irgendwann spielte auch das Geld eine Rolle. Alles in allem – all meine Blockaden siegten und ich blieb in meinem Hamsterrad sitzen. Bis es schepperte. Wie Du solche Hürden loswerden kannst, möchte ich Dir nun gerne sagen.

Ciao, schlechtes Gewissen, willkommen Auszeit!

Willst Du Dir was Gutes tun, musst Du Dich erstmal mit Deinem schlechten Gewissen zusammensetzen. Tust Du das nicht, wirst Du wahrscheinlich nicht loslassen können und Dich selber NIE an die erste Stelle setzen können. Außerdem wirst Du nie etwas richtig genießen können! Es ist eine doofe Situation. Damit Du Dein schlechtes Gewissen loswirst, musst Du die Gründe dahinter verstehen.

Meine „Begleiter“ meldeten sich jedes Mal, wenn es gerade gemütlich wurde! Ob Disziplinlosigkeit, der Egoismus oder die Genusssucht – alle meldeten sich.

Ganz egal, ob ich mir Zeit für mich nehmen wollte oder einfach nur in Glas Nutella eingetaucht wäre … das schlechte Gewissen drängte sich jedes Mal dazwischen. Irgendwann dachte ich genauer darüber nach. Es konnte doch nicht sein, dass ich mir nichts gönnen konnte!

Wer sich nach diesen Zeilen wiedererkennt und  glaubt, dass sich selber etwas Gutes zu tun, nur esoterisch verpackter Egoismus ist, muss (schnell) umdenken. Nur wer sich gut um sich selbst kümmert, hat auch die nötige Power und Geduld, sich um andere zu kümmern! Also stelle Dich an erster Stelle. Pfeif auf die Dogmen nicht gerecht zu werden.

Mein lieber Perfektionismus, ich  brauche Dich nicht!

Gleich nach dem schlechten Gewissen, kam mein anstrengender Perfektionismus. Wenn Du auch dem gefährlich nahe rückst, bist Du Deiner Auszeit plus Genuss, schon ein ganzes Stück näher! Stell Dir die Frage: Was tut Dir eigentlich gut? Sicher ein langer ausgedehnter Waldspaziergang wäre gut um Deine Lungen wieder auf Vordermann zu bringen. Eine Leinsamen-Kur wäre auch nicht verkehrt und Deine Schönheit würde es Dir danken. :D All das wäre gut für Dein Gewissen, aber zwei Stunden länger in der Arbeit bringt etwas mehr am Konto. Fertig gedacht. Aber ist das auch wirklich gut für Dich?

Ich hatte damals viel zu viele perfektionistische Erwartungen an mich. Dieser Perfektionismus hatte sich in alle Lebensbereiche eingenistet. Beruf, Partnerschaft, Familie, Freunde und Gesundheit. Setze Dich mit Deinen Erwartungen auseinander. Und frage Dich: „Wer bestimmt denn was Dir gut tut? DU oder Dein Perfektionismus?

Gerade wenn es um unsere Gesundheit geht, leben wir häufig nach zu hohen Erwartungen. Dabei habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich etwas Gutes tun auch heißt, sich etwas zu erlauben was vielleicht nicht so gesund ist? Mir haben so manche durchtanzten Nächte und ein paar Gläser Wein, mehr Lebensenergie gebracht als sieben Stunden Schlaf und ein Vollkornmüsli! ›lach‹

Ich glaube, letztendlich ist es wichtig die Balance finden und die Fähigkeit, in den richtigen Augenblicken den eigenen Perfektionismus auch mal vor die Tür zu sperren.

Sich etwas Gutes tun, gibt es auch umsonst!

Ich glaubte immer, ich müsste mir einen Kurztrip leisten, um gut für mich zu sorgen. Massagen, Ayurveda, Qigong und Yoga Kurse, lecker essen gehen usw. Natürlich, alles eine feine Sache, die aber auch Geld kostet und dieses Geld war nicht immer vorhanden. Auch wenn wir uns selbst vielleicht viel wert sind, macht uns das Leben manchmal einen Strich durch die Rechnung, sodass es am Ende des Monats sehr leer in der Brieftasche aussieht. Von kaputten Gegenständen wie Waschmaschine oder Auto, die einem den letzten Euro noch aus der Tasche quetschen, rede ich mal erst gar nicht!

Sich eine Auszeit nehmen funktioniert auch ohne Geld. Jedenfalls gelingt es mit sehr wenig genauso gut. Das weiß ich ja jetzt. Für mich sind es die Kleinigkeiten geworden, die mein Wohlbefinden pushen. Sie sind umsonst und ich finde sie in der Natur, mit meinen Tieren, in netter Gesellschaft, bei einem guten Buch oder in der Badewanne mit Kerzen und Prosecco und in meiner Kreativität. Weniger ist oft so viel mehr, dass kann ich wirklich bestätigen!

Fazit:

Wenn Du Dich also von Deinem schlechten Gewissen und dem eigenen Perfektionismus inklusive Geldsorgen verabschieden kannst, wirst Du schnell viele kleine Momente in Deinem Alltag finden, in denen Du Dir etwas Gutes tun kannst. Du sollst Dich in die erste Reihe stellen und Deine ganz persönlichen Auszeiten auch endlich richtig genießen.

Gönne Dir regelmäßig Deine Auszeiten. Nicht weil Du egoistisch bist, sondern weil Du es verdient hast und es notwendig ist!

Pass gut auf Dich auf …

Lesezeit: 3 Minuten

Ganz Du selbst sein. Leider stehen Dir Deine Befürchtungen dabei ständig im Weg? Authentisch zu leben ist für viele eine tiefe Sehnsucht. Wie oft hast Du das Gefühl, Dich verstellen zu müssen? Dich plagt oft das Gefühl nie wirklich Du selbst sein zu können? Du würdest gerne viel öfter mal genauso reden und handeln wie DU bist? Authentisch eben … klar sagen, was Du denkst. Einfach ganz Du sein.

Wie beschreibt man eigentlich Authentizität?

Authentizität bedeutet, seinen Emotionen, seinen Bedürfnissen, Werten und Gedanken, Überzeugungen und Dingen, die man besonders gerne mag Raum zu geben. Es auch genauso auszudrücken und danach zu handeln!

Die Voraussetzung zum authentischen Leben ist die Selbsterkenntnis. Authentische Menschen lassen ihr Verhalten nicht von äußeren Einflüssen bestimmen. Nein – sie machen einfach. Sie möchten ihre Gedanken und Emotionen und alles was dazu gehört, in sozialen Beziehungen zeigen.

Authentisch zu leben, bedeutet aber auch, sich in den unterschiedlichsten Gegebenheiten unterschiedlich zu verhalten. Das klingt doch schlüssig, oder? Gleichzeitig erklärt es aber auch, warum es für so viele von uns schwer wird, authentisch zu sein!

Eine ganz schön kompakte Angelegenheit

Ich war sehr lange nicht authentisch. Und damit meine ich, ich lebe erst seit nicht mal zehn Jahren ein unverfälschtes Leben! Erschreckend, wenn ich darüber nachdenke. Immer stolperte ich über X Befürchtungen.

  • Was denken die anderen von mir? Halten sie mich für konservativ? Engstirnig und verrückt? Habe ich geringere Jobmöglichkeiten, wenn ich ehrlich bin?
  • Mögen mich meine Bekannten, Freunde und Familie eventuell weniger, wenn ich aus der Reihe tanze und mich nicht anpasse?
  • Vielleicht muss ich negative Konsequenzen einstecken, wenn ich sage, was ich denke und fühle? Was ist, wenn ich meinen Partner unverblümt sage, dass ich das so nicht haben möchte, … wird er mich verlassen?

Also zu all den angeführten Beispielen aus meinem Leben: Irgendwelche Leute halten einen immer für verrückt. Was den Job angeht, wäre ich besser gefahren, wenn ich ICH gewesen wäre und keine Rolle gespielt hätte! Und ja, mit Konsequenzen muss man auch als nicht authentisch lebender Mensch rechnen. Nämlich dann, wenn das ganze Theater auffliegt. Und die Sache mit den Beziehungen … ich hätte mir sehr viel Quälerei erspart. ›lach‹ Und ob mich nun Menschen mögen oder nicht, ist für mich ebenso kein Thema mehr. Diese Klarheit kommt mit dem authentisch leben Hand in Hand.

Wie geht es Dir dabei, wenn Du das liest? Was befürchtest Du, wenn Du Dir vorstellt, öfter authentisch zu sein? Wenn Du sagen würdest was Du Dir denkst, … was Dir am Herzen liegt und wichtig ist. Deine Bedürfnisse offen legst. Nimmst Du Dich zurück so wie ich es lange Zeit getan habe? Beantworte Dir diese Frage ehrlich selbst.

Trotz Befürchtungen authentischer sein

Die beste Basis dafür ist die Selbstliebe. Durch die Selbstliebe verschwinden die Befürchtungen in Deinem Kopf! Die Meinung und Haltung anderer Menschen dir gegenüber wird dir nicht mehr so wichtig sein, wenn nicht sogar völlig unwichtig. Jedenfalls ist das meine Erfahrung.

Ich habe bei meiner Veränderung genau darauf geachtet wie es mir ging, wenn ich mich authentisch echt verhalten habe und wie es sich angefühlt hat, wenn ich mich „eingliederte“. Ich habe es aufgeschrieben (logisch ich als  Schreiberling :D)

  • Was genau stört mich daran nicht „echt“ zu sein. Wie ist mein Verhalten?
  • Ist es anstrengend und belastend?
  • Wie ist es, wenn ich unverfälscht reagiere, handle, denke und rede?
  • Wie fühlt es sich an und wie stehen die Vergleiche zueinander?

Ich habe sehr schnell herausgefunden, dass es gar nicht so dramatisch war, meinen Kollegen und meinem Boss gegenüber klar meine Meinung zu sagen. In solchen Situationen zeigt sich meist der wahre Charakter des anderen ganz deutlich! Es war eine sehr aufschlussreiche Lernphase für mich in denen natürlich auch diese erwähnten „Konsequenzen“ zustande gekommen sind, über die ich jetzt sehr dankbar sein kann!

Es ist so, je besser wir unsere Reaktionen bei authentischem Verhalten oder auch nicht authentischen Verhalten kennen, umso einfacher wird es gelingen, authentisch zu sein. Dadurch können wir uns auch von den Erwartungen anderer Menschen distanzieren oder lösen.

Entscheide Dich „DU“ zu sein

Damit weißt Du, wie sich ehrliches Leben anfühlt. Du nimmst Dich dadurch viel besser wahr. Du bist flexibel in Deinen Verhaltensweisen und wirst auch sicherlich öfter die Erfahrung machen, dass ein authentisches Verhalten nicht zu den befürchteten Konsequenzen führt! ›lächel‹ Ganz im Gegenteil.

Ein kleiner und besonderer Tipp noch von mir:
Authentisch zu sein trotz seiner Befürchtungen ist bei Gott keine leichte Aufgabe. Das wäre gelogen. Deshalb sei liebevoll mit Dir selbst. Denke an die oben angeführte Selbstliebe! Es fällt so vielen Menschen schwer. Aber es gelingt Dir umso leichter, wenn Du freundlich und liebevoll mit Dir umgehst.

Lebe DEIN LEBEN und zeige DICH so, wie DU bist.
Wenn Du bist, wie Du bist …
Wenn Du tust, was Du tun möchtest …
Wenn Du Deine eigenen Bedürfnisse kennst …
Wenn Du mit Dir endlich im Reinen  bist …
Wenn Du Deine Wünsche und Vorstellungen für Dein Leben definieren kannst und danach lebst … dann bist Du angekommen.

Habe nie Angst Du selbst zu sein. Je authentischer Du bist, umso mehr wirst Du die richtigen Menschen in Dein Leben ziehen.

Schön, dass Du bei mir warst und ich wünsche Dir jede Menge Mut Dich so zu zeigen, wie Du bist!