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Lesezeit: 4 Minuten

Bist Du gerade im Stress und hast keine Zeit mehr als die Überschrift zu lesen? Du stehst dauernd unter Strom und Geduld ist nicht unbedingt eine Deiner Stärken? Generell könntest Du Dich als „Wirbelwind“ einordnen und langsame Menschen nerven Dich? Dann würde ich mal sagen, mach doch mal etwas langsamer und schenke mir 4 Minuten Deiner kostbaren Zeit – wenn Du schnell liest, schaffst Du es auch in 2 Minuten. ›lach‹

Ich war auch mal jemand, bei dem der Staub hochgewirbelt ist, wenn ich durch meinen Alltag geflogen bin. Mein innerer Antreiber sorgte gut dafür, ja keine Pausen aufkommen zu lassen. Meine Aufgaben möglichst schnell zu erledigen und an mehreren Projekten gleichzeitig zu arbeiten! Ja, ich war mit ziemlicher Energie gesegnet, was richtig cool war. Gleichzeitig aber auch uncool, denn durch dieses triebige SEIN, schlichen sich auch manchmal gravierende Fehler mit ein. Außerdem war ich immer eine Herausforderung für mein Umfeld. Und auch wenn meine Arbeitsweise mehr Vorteile hatte in der sogenannten Leistungsgesellschaft, bin ich mit genau diesem Tempo irgendwann gegen die Wand gefahren.

Ist langsam unsexy?

Langsamkeit ist, glaube ich, das Lieblingswort der Italiener, wo ich ja die meiste Zeit des Jahres lebe. Zudem habe ich erst hier gelernt, meinen Stresslevel und meine Geschwindigkeit runterzuschrauben. Der Trend für Slowness, wird ja ohnehin GROSSgeschrieben und dennoch laufen wir im Alltag noch hektisch von A nach B und weg von der Langsamkeit!

Das Wort selbst klingt ja auch irgendwie negativ, oder? Es bringt ein negatives Gefühl mit. Wie träge, schleppend, lahm, schwerfällig oder sogar faul. Und damit, möchten wir beim besten Willen nicht in Verbindung gebracht werden! Jedenfalls war das bei mir der Fall. Die alten Glaubenssätze, die ich „inhaliert“ und gut konserviert habe, sorgten immer dafür, ja nicht in einen Ruhemodus zu fallen.
Aber jetzt sag´mal DU … warum wollen wir, dass alles so schnell läuft und was ist so verdammt negativ an der Langsamkeit?

Ich denke, wir haben alle Angst vor Stillstand. Wir haben Angst, zu erfahren, wenn wir die Kontrolle mal ein Stück abgeben. Und wir haben Angst vor dem Nichts … vor der Ruhe und der Stille. Warum? Weil es dann erst so richtig laut wird. Laut und hektisch in uns selbst. Plötzlich können wir unsere Gedanken HÖREN! Unsere Ängste, unsere Zweifel und natürlich die unangenehmen Glaubenssätze, die uns ja sehr oft das Leben verbauen. Wir müssen uns sputen, sonst …

  • sind wir nicht gut genug …
  • denken die anderen schlecht von uns …
  • werden wir nicht fertig …
  • sind wir die Letzten …
  • verpassen wir „Wichtiges“ …
  • verlieren wir vielleicht sogar unsere Arbeit …

Es würde 100 Gründe geben. Ich persönlich wollte immer „liefern“ und das gelang mir nicht in einem langsamen Tempo. Diese Erfahrung hatte ich gemacht. Nicht nur im Job, sondern schon im Kindergarten, Schule und unter Freunden. Wer langsam ist, verliert. Die Konsequenz dieser Erfahrungen war, mich immer zu beeilen. Ich habe Schnelligkeit mit Bestätigung und Liebe verbunden. Natürlich habe ich (zwar erst reichlich spät) erkannt, dass all das völliger Bullshit ist! Wir haben die Wahl, ob und wie „schnell“ wir etwas erledigen. Das Leben schickt immer eine Rechnung, aus der wir lernen dürfen und so habe ich mich entschieden, meinen inneren „Gas-Geber“ zu drosseln. Ich schenkte mir die Erlaubnis für „mach mal langsamer.“

Denn was wir bei der ganzen Hektik verlieren, ist der Blick für das wirklich Wesentliche. Ein Ziel zu haben, ist toll und etwas sehr Wichtiges. Der Weg dahin aber auch! Rennen wir blind darauf los, übersehen wir so viel Wichtiges und Schönes! Denn das Wertvolle an unseren Zielen ist der Weg dahin und den sollten wir mit weit offenen Augen genießen!

Wohin Dein Fokus geht …

Wenn ich an einen meiner zahllosen hektischen Tage zurückdenke, an dem hundert Dinge erledigt wurden. Ich von A nach B rannte und wieder retour – woran habe ich mich erinnert? Was blieb übrig von diesem Tag? Mein Fokus lag NUR auf den zu erledigenden Aufgaben. Auf die Hürden, die dazwischen lagen und den Ärger und die Menschen, die mich echt genervt hatten! Am Ende des Tages, der gefühlt unendlich lange dauerte, war ich nur müde und geschafft.

Denke ich heute an eine oder mehrere Situationen, in der ich etwas sehr bewusst getan habe, mit voller Aufmerksamkeit dabei war, sieht die Sache total anders aus. Egal ob ich mit unseren Hunden in der Natur war, meinem Herzmenschen und mir ein leckeres Essen kochte oder mich mit netten Menschen austauschte … es bleibt jede Menge SCHÖNES übrig.

Erkennst Du den Unterschied? Verstehst Du, was ich sagen möchte? Langsamkeit bedeutet für mich Ankommen.

Wir können ganz bewusst wahrnehmen, was um uns herum geschieht. Kleinigkeiten werden plötzlich sichtbar!
Produktivität ist nicht wegzudenken, klar. Aber wir dürfen die besonderen und kleinen Momente nicht übersehen.
Wir sind viel zu schnell bei unseren Vorstellungen und automatisch schon wieder bei den nächsten Aufgaben, die auf uns „warten“. Anders gesagt: Wir sind quasi gedanklich schon am Ziel, während unser Körper noch am Rennen ist!

Erlaube auch Du Dir, in die Welt der Langsamkeit zu tauchen.
WO stehst DU gerade? „Mach schneller, mach besser, mach mehr, mach schöner, mach individueller?“
Ich rate Dir, mach es nicht. Mach hingegen langsamer und bewusster.
Mach es mal anders und mach so auf Dich aufmerksam!
Alles liegt in Deinen Händen. ›lächel‹

Die Langsamkeit bietet die Chance, das, was wir tun, auch zu erleben.

Henriette Hanke

Vielleicht konnte ich Dich heute etwas animieren, l a n g s a m e r Deinen Tag zu beginnen. Es wird Dir guttun.

Lesezeit: 5 Minuten

Gleich zu Beginn ein paar Fragen: Wie war denn Dein letztes Jahr so? Konntest Du jeden Moment genießen? War es ein Jahr voller Liebe, aufregenden Momenten und vielen Erkenntnissen? Haben sich Deine Vorsätze auch verwirklichen dürfen? Falls Du jetzt einen tiefen Seufzer von Dir gibst … ich kenn mich aus. Ein Jahr geht so schnell vorbei, ohne dass wir es eigentlich wirklich wahrnehmen, ob und was sich erfüllt und verändert hat. Machen wir das neue Jahr zu UNSEREM Jahr und bewegen wir etwas in unserem Leben, dass uns am Ende des Jahres nur ein einfaches „WOW“ sagen lässt!

Die Fragen im Vorwort kann auch ich nur mit einem langgezogenen Seufzen beantworten. Jetzt ist das neue Jahr schon einige Tage alt und mein persönlicher Fokus ist für 2022 ganz klar und wie von selbst gekommen. Die meisten Menschen setzen sich ja jedes Jahr dieselben Ziele, OHNE sie wirklich umzusetzen. Warum? Weil unser Gehirn eine ziemlich faule Masse ist! Scheint eine Aufgabe zu schwer oder zu unbequem, gibt es lieber gleich auf. ›lach‹.

Fokus … eine sehr gute Alternative für Dein „WOW“-Jahr

Wenn Du also tatsächlich etwas in Deinem Leben verändern möchtest, musst Du grundlegend anders an die Sache herangehen. Das gilt auch für mich! Eine sehr gute Alternative ist es zu fokussieren, WAS wir möchten! Was ich auf keinen Fall mehr tun werde, ist mir Zeitspannen zu setzen. Denn wie das Leben eben oft so spielt, macht es gerne mal einen Break. :-( Gesundheit geht immer vor. Ich habe mir nur vorgenommen JETZT zu beginnen.

Ich möchte meinem Fokus in den Dienst von etwas Höherem stellen. Es geht um meine ICH-Ideale … um etwas, was mir in meinem Leben (noch) fehlt! Nichts Äußeres oder Materielles, sondern es geht dabei um die Grundeinstellung und Eigenschaften, die ich dabei „verfeinern“, ausbauen oder wenn notwendig auch über den Haufen schmeißen werde! ›lach‹

Vielleicht geht es Dir ja wie mir. Ich habe mich das letzte Jahr teilweise so unmotiviert und planlos gefühlt. Es ist viel geschehen … im Außen sowieso. Corona hat die Welt und die Menschen verändert. Der Fokus vom letzten Jahr ist zersprungen wie Glas. Übrig geblieben sind genügend Ausreden. Ok. Vergangenes können wir nicht mehr ändern. ABER – wir können daraus lernen! :D Deshalb: Die Ziele sind festgelegt und ich bin sowas von bereit!›lach‹

Hast Du auch Lust? Dann schauen wir uns doch gemeinsam die Praxis an?

Wo steckt Deine Leidenschaft?

Unsere Reise beginnt mit einer einfachen Frage: WAS möchte ich wirklich? JA, ich gebe es zu, so einfach ist diese Frage gar nicht. Denn wenn Du Dich bis jetzt noch nie wirklich oder länger mit dieser Frage beschäftigt hast, dann kann es sogar sein, dass es Dir ziemlich schwerfällt, sie zu beantworten. Was nie falsch ist – folge Deinem Bauchgefühl, Deiner Intuition!

Viele Menschen nehmen immer das Wort Reichtum und Geld in den Mund. Ganz automatisch. Es scheint, als sei Geld der Schlüssel zum Glück. ›zwinker‹. Ehrlich gesagt, würde ich „Reichtum“ mal ganz außen vor lassen. Stelle DIR die Frage: WAS WILL ICH WIRKLICH? Und am besten ist es, wenn Du diese Frage in einem Fließtext (einfach drauf losschreiben), beantwortest. Lass Deine Gedanken dabei etwas weiter schweifen. Geh etwas unter die Oberfläche … ich bin mir ganz sicher, Dein Unterbewusstsein wird eine oder viele Antworten haben. Nimm Dir ein paar Tage dafür Zeit und warte einfach ab, was sich ergibt. :D

Bei meinem richtigen Fokuswort machte sich eine starke Begeisterung und ein tolles warmes Gefühl bemerkbar. Tief sitzende Wünsche haben den Vorteil, sich in dieser Form bemerkbar zu machen, wenn wir darüber nachdenken. Also, ob Du den richtigen Fokus gefunden hast, wirst Du tatsächlich spüren.

Im vergangenen Jahr war mein Fokus auf Klarheit gerichtet. Übrigens ist das ein Ziel, das ich jedem nur empfehlen kann. Denn Klarheit bringt uns Sicherheit und wir lernen, was uns wichtig ist im Leben. In diesem Jahr ist unter anderem Stärke. Warum, sage ich Dir später. :-)

Fokus – was bedeutet er für mich …

Was er für Dich bedeutet, darfst Du alleine herausfinden, denn DAS ist wirklich sehr individuell. Was ich tun kann, ist Dir nur die grundlegenden Bereiche zu nennen, in der sich Dein Fokus auswirken wird. Wie ich ja schon erwähnt habe, möchte ich meinen Fokus in diesem Jahr auf „STÄRKE“ legen, und Dir beispielhafte Erklärungen dazu geben.

MENTAL bedeutet Stärke für mich, einfach noch gelassener zu sein. Ich möchte noch mehr loslassen und weniger kontrolliert in meiner Art sein. Stärke bedeutet für mich auch, meine Selbstwahrnehmung besser im Griff zu haben und doch die Kraft zu noch mehr Selbstliebe aufzubringen. Stärke bedeutet für mich auch Mut. Und der ist mir etwas abhanden gekommen!

KÖRPERLICH bedeutet Stärke für mich, wieder aktiv zu werden! Meine Muskeln auf Vordermann zu bringen und sie daran zu erinnern, dass ich sie wirklich brauche! Ich war die letzten zwei Jahre oft verletzt und krank. Jetzt sollte es langsam wieder aufwärtsgehen. Ich möchte dieses Jahr alles tun, um meinen Körper zu unterstützen! Das bedeutet nicht nur Training und aktive Bewegung, sondern auch wieder eine gesündere Ernährung. Ich möchte achtsamer mit meinem Körper sein.

Im Umgang mit meiner LEBENSGESTALTUNG bedeutet Stärke für mich, mich allen Herausforderungen zu stellen. Ich will meine bequeme Komfortzone der letzten zwei Jahre (krankheitsbedingt), verlassen! Ich möchte meinen kreativen Wünschen mehr „Auslauf“ schenken. Ich möchte endlich mein Buch schreiben … zumindest endlich Klarheit finden, wohin die Reise hingehen soll.

Soviel zu mir und meinem Fokus Stärke als Beispiel für Dich und was ich damit meine. Ein einziges Wort … und so viele Bedeutungen! Nimm Deinen Fokus und zerlege ihn. Du wirst sehen, was dabei alles herauskommt und Dich in Deiner Wahl bestärken wird.

Was kannst Du noch dafür tun?

Wenn Du Deinen Fokus gefunden hast, er kompatibel mit Deinem Leben ist, kannst Du Dir überlegen, was Du in diesem neuen Jahr tun kannst, um alles ins Laufen zu bringen. Dich mental darauf vorzubereiten, um Deinen Fokus zu verinnerlichen. Welche Gewohnheiten könntest Du dafür nutzen und welche sind so gar nicht dafür geeignet? Wie schon erwähnt, ich finde es absolut nicht wichtig, dass Du Dir einen perfekten Schlachtplan für das ganze kommende Jahr zurechtlegst. Es kommt ohnehin meistens anders, deshalb lasse ich es diesmal ganz sein. :D

Zurück zur Stärke und meinem Beispiel:

Also ich möchte den Fokus auf Stärke richten in diesem Jahr. Um all das auch umzusetzen, muss ich als Erstes meine Komfortzone verlassen. Ich werde mehr „NEIN’S“ aussprechen. Mutig werden. Will ich mit meinem Buch beginnen, muss ich mich ernsthaft damit auseinandersetzen … viel schreiben und noch mehr ehrliche Texte zusammen stellen. Ich muss mich bewegen, um wieder zu Kräften zu kommen und endlich wieder fit zu sein! Ich will noch mehr Zeit für meine Bedürfnisse und die Menschen nehmen, die ich mag. In Wahrheit mag ich das Wort „muss“ so gar nicht. Aber in diesem Fall brauche ich es, um dahin zu kommen, wo ich hin möchte. 

Verstehst Du jetzt was ich meine? Schön. ›lächel‹

Und was dann fragst Du vielleicht?

Wenn, Du all das in Deinem Kopf abgelegt und in Deinem Innersten manifestiert hast, Dein Fokus klar im Raum steht, bist Du super toll gerüstet und bereit. Du kannst Dich auch selbstverständlich auf mehr Themen fokussieren. Mehr bedeutetet aber auch mehr Arbeit und mehr Aufmerksamkeit. :D

Ich persönlich habe mir noch einen Fokus dazugenommen. Ich fordere mich, ›lach‹. Was mir auch immer sehr hilfreich erscheint ist, wenn Du Deinen Fokus, also das Wort, aufschreibst … es als Lesezeichen benutzt oder Dir ein Visionboard zu Deinem Thema (Themen), gestaltest! Ich benutze zeitgleich auch meinen Fokus in der Meditation. Es ist nicht notwendig, aber es hilft, den Blick darauf nicht zu verlieren!

Wie intensiv Du, wir, mit unserem Fokus umgehen, bleibt uns allen selbst überlassen. Ich weiß allerdings eines: Mit Zwang geht schon mal gar nichts. Zeitfenster helfen mir dabei leider nicht, deshalb schenke ich mir so viel Zeit, wie ich eben brauche. Sind Ergebnisse da – feiere Dich! Lass es laufen, wie es kommt und Du wirst sehen, dieses Jahr wird zum Highlight und am Ende steht ein fettes WOW in Deinen Gedanken geschrieben …  Wow, WAS war das für ein Jahr.

Jetzt bleibt mir nur noch, Dir einen fantastischen Start für ALLES, was Du in Angriff nimmst, zu wünschen!
Sei gut zu Dir und pass´ schön auf Dich auf!

Lesezeit: 2 Minuten

Schon lange gab es keine #Ausdrucksart mehr von mir zu lesen, … durch meinen Unfall war es mir nicht möglich auf Steine zu klettern oder mich in Lost Places herumzutreiben um Fotos zu machen. ›lach‹ Schade, da mir das immer sehr großen Spaß macht. Deshalb auch heute nur ein Profilbild, ABER dazu schöne Gedanken. Ich hatte einfach wieder mal Lust bekommen, Dich in der Form zu erreichen. ›lächel‹

AUF DIE GEGENWART KONZENTRIEREN

Wenn ich mich zurückerinnre an meine beeindruckendsten und auch weniger schönen Dinge, die ich getan und ausgehalten habe, frage ich mich manchmal wie das passieren konnte! Wie war es mir möglich, über die Gefahr und Ausweglosigkeit hinauszuschauen? Wahrscheinlich war ich zu sehr mit den Details beschäftigt, um das Ausmaß der Folgen zu begreifen.

Wenn man das große Ganze vergessen möchte, muss man sich alles ganz aus der Nähe ansehen. Manchmal ist es wichtig das große Ganze im Blick zu haben. Allerdings kann es auch kontraproduktiv sein und man fühlt sich maßlos überfordert, wenn man bedenkt, was noch alles vor einem liegt.

Indem wir uns also bewusst auf die Gegenwart konzentrieren, können wir die einschüchternden oder negativen Gedanken vermeiden, ja sie sogar aus unserm Blickwinkel verlieren.

So wie ein Seiltänzer. Er versucht nicht darüber nachzudenken, wie hoch oben in der Luft er ist! Eine Mannschaft, die bislang ungeschlagen geblieben ist, versucht nicht über ihre „Glückssträhne“ nachzudenken!

Für beide wie auch für uns ist es besser, einen Fuß vor den nächsten zu setzen … alles andere ist irrelevant.

Lassen wir uns nicht von einem Blick auf die ganze Bandbreite unseres Lebens erschrecken. Füllen wir unsere Köpfe nicht mit all den Gedanken unschöner Dinge, die eventuell noch passieren könnten! Konzentrieren wir uns auf die Gegenwart und fragen uns, wie wir sie am besten gestalten und dadurch auch aushalten können.

Wir müssen die Zukunft abwarten und sollten die Gegenwart genießen und das beste daraus machen. Die Vergangenheit bleibt. Nutzen wir sie als guten Ratgeber für unsere Gegenwart und Zukunft!

Viva la tua vita! Lebe Dein Leben …

Lesezeit: 5 Minuten

WIR sind nicht unsere Gedanken!

Dieses mal geht es um meine Gedanken im Allgemeinen. Manchmal treiben sie mich beinahe in den Wahnsinn! Zu viel geht mir dabei durch meinen Kopf. Es passiert mir immer wieder, dass sich dumme zu nichts nutze Gedanken in meinem Kopf festfahren und mich aus dem Gleichgewicht bringen. Einfach links liegen lassen … das wär cool, würde ich es besser beherrschen. :D

Die meiste Zeit in meinem Leben verbringe ich mit Dingen die mir Spaß machen, ich bin eine positive und, ich würde auch behaupten, kreative Frau, die sich an allem erfreuen kann, Dankbarkeit verspürt und genau das auch versucht weiterzugeben! Wie gesagt … meistens. Letzte Woche allerdings hatte sich meine positive Einstellung und meine gute Laune von mir verabschiedet. Es ging um einiges das ich vorhatte zu tun. Es stand ein Online-Seminar an, die Vorbereitungen dafür mussten getroffen werden. Schließlich will man sich ja nicht blamieren! Und das war schon mein Keyword zu der Sache … blamieren! Ich habe das noch nie gemacht, ein „alter“ Frischling sozusagen. Was werden sich da die anderen denken? Was wenn in einer Fachsprache gesprochen wird die mir nichts sagt? Oder noch schlimmer – wenn ich das Tempo das vorgegeben wird nicht halten kann? Mein fester Entschluss dabei zu sein stand schon Wochen zuvor fest, bombenfest, doch plötzlich fragte ich mich ob es denn überhaupt noch Sinn machte, dabei zu sein, Neues zu lernen und meinem Ziel ein kleines Stück näher zu kommen? Die Angst und meine Unsicherheit waren festt in meinen Gedanken verankert. #scheissgefühl!

Doch das war aber noch nicht alles, auch der nächsten Sache blickte ich zunächst nicht unangenehm entgegen, im Gegenteil. Monja, unsere Hündin, steckt mitten in der Pubertät und braucht dringend ein paar Lektionen unter der Anleitung eines Fachmannes – ich würde ja sagen „Hundeflüsterer“. :D Wobei mir auch bewusst ist, dass ICH mehr lernen muss als meine Diva! Ich bin in vielen Dingen nicht konsequent genug und daraus könnten Schwierigkeiten entstehen die keiner haben will! Ein Einzeltreffen wurde ausgemacht, die Schwierigkeiten besprochen, Monja und ich wurden vorgeführt . Die Stunde bestand aus Anweisungen und Übungen, es war eine einzige Katastrophe! Es klappte nichts. ICH wurde ständig korrigiert, Jürgen war dabei und sah uns zu… und plötzlich, da waren sie wieder … meine Gedanken die in etwa so gingen: „Warum nimmt sich diese Frau keinen Schoßhund für die Handtasche? Sie kann keine Befehle geben und ihr Hund wird sie nie ernst nehmen …“ Monja machte viel nur nicht das was ich von ihr verlangte. Nun war Partnerwechsel angesagt, nun war Jürgen mit ihr an der Reihe. Monjas Aufmerksamkeit war vollstens bei Jürgen und als ich dann noch hörte „Jaaa so muss das ausschauen …“ war es vorbei bei mir. Meine Gedanken gaben mir richtig Stoff. Der Tag war gelaufen, ich kam mir so dämlich vor, dachte nur daran wie es wohl die nächsten Tage sein wird wenn wir mit anderen auf dem Trainingsplatz sind. Die halten mich sicher alle für unfähig usw…

Ja und zu guter Letzt, zweifelte ich und machte  mir Gedanken über die neu erstellte Facebook Gruppe für FrauenPunk. Bin ich zu langweilig mit meinen Themen? Mögen die Frauen mich nicht leiden? Bin ich etwa aufdringlich? Was, was, was … Grübelschleifen über Grübelschleifen.

Drei unterschiedliche Themen von denen ich meinte nicht gut genug zu sein um es auf die Reihe zu bringen! Ich schreibe über genau diese Dinge für andere da ich auch wirklich zu 90% in der Lage bin, Sachen positiv anzusteuern und jetzt? Alles vergessen, verlernt und ausradiert? Ich suchte ein Buch und aus dem Buch viel mir eine Karte entgegen auf der stand „Nimm deine Gedanken nicht so ernst“.

Ich musste schmunzeln, da es sich immer wieder bestätigt – es ergibt sich immer das Richtige im richtigen Moment. Nimm deine Gedanken nicht so ernst, du bist nicht deine Gedanken … klingt für mich immer etwas witzig, immerhin bin ICH es ja die denkt und infolge sind es auch MEINE Gedanken?!  Dabei erinnerte ich mich an diverse Gespräche, die ich in der Achtsamkeitsgruppe geführt habe. Unser Gehirn, und ich im Speziellen, versucht ständig alles zu erklären, zu verstehen und genau auf dem Grund zu gehen. Warum ist das so? Weshalb passiert dies und das? Und wie soll ich das Ganze einordnen?  Eine logische Sache finde ich. Das Problem dabei ist aber, dass wir uns von den Gedanken und all den Sätzen und den daraus resultierenden Gefühlen, oft komplett mitreißen lassen! Im Klartext heißt das: Wir halten nicht genug „Abstand“ zu unseren Gedanken.

Genau so ist es. Denn ich hatte mich auf jedes dieser Vorhaben gefreut, war davon überzeugt und ich wollte es zu 100%! Vorfreude total war in mir. Aber was geschah? Meine doofen Grübeleien versauten mir die Stimmung und holten meine Selbstzweifel wieder ans Tageslicht! Übrig geblieben ist ein Satz, nämlich – ICH schaffe nichts, was werden sich die anderen von mir denken.

Gedanken entschärfen :-)

Und plötzlich hat mir dieser Satz „Nimm deine Gedanken nicht so ernst“ wieder einiges in Erinnerung gerufen! Ich habe mich an die Zeit erinnert als ich in einer Krise steckte, in solchen Phasen können Gedanken zu einem besonderen Feind werden! Jeder wird das kennen, man geht eine bestimmte Situation immer und immer wieder im Geiste durch und versucht verzweifelt herauszufinden, was man hätte besser oder anders machen können!  Es ist ein Verhalten das alles andere als hilfreich ist. Man stürzt sich nur noch tiefer in diese belastende Situation … das Problem bleibt also.

Stattdessen sollten wir unseren Gedanken die Macht nehmen! Die ständigen Bewertungen die wir in uns tragen, denken wir in Dauerschleife, müssen weg. Hätte ich mir nach der missglückten Hundestunde gesagt: „Ja was solls, es war für uns beide etwas Neues, meine Aufregung hat sich auf Monja übertragen und es wird mit viel Übung jedes Mal ein klein wenig besser werden, deshalb sind wir hier …“! Aber nein, stattdessen begann ich gleich zu bewerten. „Ich schaff das nie, ich bin keine Rudelführerin, ich bin schwach, usw … Es sind genau diese Bewertungen, die einen ganzen Schwanz negativer Gefühle mit sich brachten und mich Zweifeln ließen. Von der Laune – spreche ich jetzt mal gar nicht! :-) Fakt ist, unsere Probleme und negativen Gefühle wachsen wenn wir uns auf sie fokussieren!

Bewertungen sind ein Muster und wir Menschen steigen viel zu schnell darin ein! Wir sollten lernen neutral zu bleiben und auch neutral zu denken. Vermeiden wir Bewertungen, verbessert sich die Grundstimmung in uns. :-) Während ich das hier tippe, und mir immer wieder meine drei „Baustellen“ dazu einfallen – Webinar, Hundeschule und meine Frauengruppe, betrachte ich es jetzt, mit einer gewissen Distanz. Es sind unnötige Sorgen und viel zu ernste Gedanken dahinter!  Dabei hilft mir immer wieder das Schreiben … Ich bin mein innerer Beobachter, der keine Bewertung abgeben soll über das was gerade passiert. Nur so gelingt es, den Mustern in meinem Kopf näher zu kommen ohne mich von meinen Gedanken vereinnahmen zu lassen!

In dem Satz „Nimm deine Gedanken nicht so ernst, DU bist nicht deine Gedanken …“ steckt eine Menge Wahrheit. Wir  brauchen nicht auf sie einzugehen, denn meistens führen sie uns sogar auf einen ganz falschen Weg und machen uns unnötig nervös! Warum ich bei manchen Dingen zweifle ist sicher menschlich. Alle anderen Gedanken zum jeweiligen Thema haben für mich heute keine Bedeutung mehr, denn sie sind reine Spekulation. Den ICH/DU bist nicht deine Gedanken und die Chefin in meinem/deinem Kopf, bin/sind immer wir … und das, finde ich ausgesprochen beruhigend! :-)

Wir sind nicht unsere Gedanken und unsere Gefühle, sondern nur der, der in uns die Veränderung beobachtet.

Danke dass DU wieder bei mir warst, in meinen heute etwas chaotischen Gedankengängen! Wir lesen uns demnächst wieder, bis bald und eine geniale Zeit für dich.