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Wir Frauen haben es in der heutigen Zeit nicht so ganz einfach. Auf der einen Seite sind wir dankbar für die Emanzipation, leben unsere Potenziale und dürfen uns mit Männern gleichstellen. Das war vor vielen Jahren noch nicht denkbar und eine andere Situation. Heute sind wir „Superwoman“. Wir können alles, dürfen alles und wir finden uns in den großen Jobs wieder. Wir bringen alles unter einen Hut. Job, Familie, wir sind Allroundtalente und vor allem sind wir eines: unabhängig. Unsere Weiblichkeit zeigen wir mit Stolz …

Jedenfalls tun und leben so sehr viele Frauen. Ich war auch eine dieser Frauen. Es hatte immer wieder mal Berührungspunkte in meinem Leben mit meiner „inneren Sanftheit“ und Weiblichkeit gegeben, aber dann ich spürte in einem besonderen Moment, dass nun der richtige Zeitpunkt gekommen war, mich der Sache anzunähern. Ich merkte nämlich, dass ich mich mit all meiner Selbständigkeit und meinem Selbstbewusstsein und meinem sehr hohen „funktionieren“ unheimlich viel in männlichen Energien bewegte und darin auch verweilte!

Geht nicht – gab’s nicht

Vielleicht kennst Du ja diesen Spruch? Mein Leben bestand immer aus funktionieren und dieser Satz begleitete mich schon von Kindesbeinen an. Ich war und bin es Gott sei Dank wieder – zielstrebig, selbstbewusst und mutig. Früher gab ich sehr ungern die Kontrolle ab und am aller liebsten arbeitete ich ganz alleine. Ähnlich war es auch nach meiner langjährigen Trennung. Ich lebte auch am liebsten alleine was aber nicht heißen soll, dass ich mir nicht eine schöne Beziehung gewünscht hätte! Ich brauchte Menschen, um mich mit ihnen zu verbinden. Zu fühlen und gemeinsam zu wachsen!

Doch mit der Umsetzung war das so eine Sache. Wahrscheinlich war mein Wunsch nach menschlicher Nähe (Partnerschaft) zu fix und die Auswahl fiel immer auf die „Falschen“. In meinem Job war ich gut. Privat war ich miserabel. Aber das spielt heute auch keine Rolle mehr. :D

Wie schön war die Vorstellung, einen Bereich in meinem Leben zu finden, in dem ich mich wirklich fallen lassen und hingeben könnte. Wenn also Kontrolle das eine Extrem ist, indem ich sehr professionell war, wie würde sich dann loslassen auf der anderen Seite anfühlen?

Ich bin überzeugt, dass sehr viele Frauen mehr mit männlichen Energien verbunden sind! Das sind die Anteile in uns, die führen, entscheiden, handeln und mit viel Struktur an die Dinge herantreten. Die weiblichen Energie in uns ist eher passiv, hingebungsvoll, empfänglich, kreativ, weich und sanft. Das Ziel einer reifen Persönlichkeit ist es, beide Anteile in uns in Einklang zu bringen!

ICH GLAUBE FEST DARAN, DASS DAS LEBEN FÜR UNS IMMER DAS BESTE BEREITHÄLT. UND DAS BEDEUTET NICHT, DASS ALLES, WAS UNS PASSIERT, IMMER SCHÖN UND GUT IST.

Manchmal braucht es auch ein paar Seitenhiebe …

Oder einfach gesagt ein paar größere Herausforderungen, damit unsere Persönlichkeit reifen und sich entwickeln kann. Und genauso ist es auch mit der Verbindung zu anderen Menschen. Es kommen doch immer die Menschen in unser Leben, die uns etwas „lernen“ sollen (können). Entweder geht es dabei ums Leben allgemein oder sie spiegeln uns. Das sind dann diejenigen, bei denen sich  alles so echt anfühlt, als würde man sich schon ewig kennen! Kennst Du bestimmt? ›lächel‹.

Sehr oft sind es Menschen, die nicht zu unseren gewünschten und perfekten Gegenstücken zählen. Es sind oft Menschen, die sich nicht zwanghaft in unser Leben fügen. Ich habe oft erlebt, dass es bei mir Menschen waren, die mein Leben komplett durcheinander geworfen haben und mit denen ich absolut nicht kompatibel war!

Es hatte trotzdem einen Grund, weshalb dieser Mensch genau jetzt in mein Leben gestolpert war. Einen Menschen treffen und mit unserer Sehnsucht bei ihm in einem Hafen ankern …<3

Einlassen, fühlen und sich hingeben …

Und wie das mit dem Universum halt so ist, trat auch ein Mensch in mein Leben, der mich mein ganzes SEIN und vor allem meine Hingabe total veränderte. Er veränderte mein Leben deshalb so intensiv, weil er das Bedürfnis meines Herzens und meiner Seele erkannt hatte. Mein halbes Leben hatte ich mir so etwas gewünscht. Ich durfte erfahren, was es bedeutet, beschützt zu sein … auch mal „klein“ sein zu können und das ohne doppelten Boden unter den Füßen.

LOSLASSEN IST DIE SCHWIERIGSTE AUFGABE DIE WIR HABEN. ES BEDEUTET, NÄMLICH SICH EINZULASSEN, ZU FÜHLEN UND SICH HINZUGEBEN.

Das braucht allerdings sehr viel Vertrauen. Und Mut. Und eine gesunde Basis. Es war eine der schwierigsten Aufgaben in meinem Leben. Ich betrat neuen Boden … ein mir unbekanntes Gebiet! Mit Tretminen kannte ich mich aus. Mit Schmerz auch. Es war etwas Unsicheres, aber ich trat diese anspruchsvolle Reise an … und sie war es wert. <3

Plötzlich gab es da jemanden in meinem Leben, der mir auch mal sagte, dass gewisse Dinge so nicht möglich waren. Dieser Jemand wuchs an meiner emotionalen Sensibilität. Ich durfte endlich Schwäche zulassen.

Dem nachgehen, was unser Herz verlangt …

Ich glaube, wir Frauen sind manchmal viel zu taff. Wir blockieren uns und unsere Gefühle, weil wir Angst haben. Viele von uns haben gekämpft bis  zum bitteren Ende einer Beziehung. Viele leb(t)en für die Firma für den Job. Und ganz ganz viele unter uns wollen oder dürfen keine Schwäche zeigen … WEIL … wir es ja ALLEINE schaffen. Aber ist es nicht auch schön, am Ende eines anstrengenden und herausfordernden Arbeitstages bei jemandem anzukommen? Bei all unseren Erfolgen und Kämpfen und vielen Verantwortungen sowie Anstrengungen im Arm eines Menschen zu liegen und sich „schwach“ zu zeigen?

Über seine Ängste oder Misserfolge zu reden und vielleicht dabei auch manchmal Entscheidungen abzugeben? Ich hätte vor einigen Jahren noch sehr laut „JA, ist es“ gerufen! Heute bin ich da ganz anderer Meinung. Für viele Menschen ist es vielleicht normal, aber wenn man das als Frau nie kennengelernt hat, ist es etwas ganz besonders.

Mich hat es unendlich erfüllt, diesen Schutz und diese Fürsorge zu genießen und zu erleben – und für mein Leben gesehen, so viel in dieser Rolle nachzuholen. Klein und bedürftig war ich zwischendurch und das doch eine ganze Weile. Ich war es gewohnt in meinem Leben alle Entscheidungen alleine und schnell zu treffen. Immer für alles verantwortlich zu sein und ja nicht zulassen, dass auch ich mal eine kräftige Schulter zum Anlehnen brauchte … wie schon gesagt … ich schaffe ja alles alleine.

Die letzten Jahre mit diesem Menschen haben mich „weich“ werden lassen. Denn in diesen Jahren hat auch die kleine Sandra, besonders viel Liebe und Zuneigung erfahren dürfen. <3 Für diese doch sehr späte Erfahrung bin ich auch endlos dankbar! Meine viel zu vielen männlichen Energien habe ich umgewandelt in mehr weibliche, die mir ohnehin gefehlt haben. >lach<. Mein Gleichgewicht ist hergestellt.

All das braucht Vertrauen …

Vertrauen in DEIN Leben! Es wird ein Mensch in Dein Leben kommen (sofern Du ihm nicht schon begegnet bist), vor dem Du leuchten und wachsen darfst. Es wird jemand sein, der sich nicht dadurch bedroht fühlt, wenn Du über Dich hinauswächst! Du musst nur bereit und offen sein, viele Menschen in Dein Leben zu lassen aber auch wieder gehen zu lassen …

Jeder Mensch wird in Deinem Herzen ein Geschenk hinterlassen und es liegt an Dir, es zu erkennen und anzunehmen. Und eines Tages wird es einen Menschen geben, der Deine Schwäche und die Angst dahinter versteht und gemeinsam mit Dir „ausbrüten“ wird. <3

DIE SCHÖNSTEN GESCHICHTEN IN UNSEREM LEBEN, BEGINNEN MIT DEM WORT „ZULASSEN“ … ›zwinker‹

Ein Beitrag aus dem Herzen geschrieben. #mutmachergedanken NUR für Dich.

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Die DIVA in mir?

Hallo meine Liebe.
Würde ich heute DAS sein, was ich mir gestern kurz mal gewünscht hätte, würde ich heute Morgen keinen Kaffee, sondern Champagner schlürfen oder meinen Kaffee aus Champagnerschalen trinken … ›lach‹

Manchmal (wie gestern eben, Grund: unerklärlich) wäre ich gerne in den Körper einer Diva gekrochen.
Ich wollte eine Frau verkörpern, die keine ausgetretenen Sniker trägt und unbequeme Wahrheiten ausspricht!
Sondern ein zielsicheres und stilsicheres Persönchen. <3

Unter uns, ich arbeite sogar manchmal heimlich daran! Ich versuche meine göttlichen Diva-Anteile hervorzuholen.
Da tausche ich dann Turnschuh gegen mein einziges Paar hochhakiger Schuhe, setze einen selbstbewussten Blick auf, während ich im Supermarkt zwischen den Regalen – den Einkaufswagen fest im Griff, schließlich brauche ich ein wenig „Gehhilfe“ mit hohen Schuhen – feuchtes Toilettenpapier kaufe. ›lach‹

Der Spaß hat aber ein recht schnelles Ende. Ich muss mir leider eingestehen – der Typ DIVA bin ich nicht!
Die Diva wirkt an mir wie ein Kostüm, dass mir fünf Nummern zu groß ist!
Und spätestens beim Ausziehen meiner „Haken“ bin ich mir wieder ganz sicher:

Ich bin eine Frau, die für ihre Herzmenschen rund um die Uhr bereit ist.
Manchmal sehr chaotisch und verplant.
Eine „Kumpelin“ (wieder ein Wort das es noch nicht gibt) die sagt, was sie zu sagen hat.
Manchmal viel … und manchmal gar nix.
Tja und das alles in Turnschuhen und XL Shirts. ›lach‹!

„Wecke die DIVA in dir“ … Nö, ich lass sie besser schlafen. Und so wickle ich meine schön polierten High Heels wieder in das Seidenpapier und zieh mir meine geliebten Turnschuhe über.  Jetzt erkennen mich auch meine Hunde wieder … Amore mio <3!

Das war mein ganz persönlicher ausritt, in die Diven Welt :D. Und dazu muss ich auch gleich nochmal etwas genauer werden.

Wir Frauen sind Diven … halt etwas anders, als man sich unter dem Namen vielleicht vorstellt. Eigentlich ganz einfach zu definieren. Wir modernen Diven leben in Würde und in Güte. Wir beschweren uns nicht lautstark über Missstände – wir gehen selbst mit gutem Beispiel nach vorne.

Wir wälzen keine Arbeit ab, wir leiten unser „Volk“, indem wir fest anpacken, anstatt nur zu befehlen! Wir geben unser Wissen und unsere Erfahrungen gerne weiter, damit andere lernen und wachsen können. Wir modernen Diven sind immer darauf bedacht, dass es den Menschen, die wir lieben, gut geht … allerdings NICHT zu jedem Preis. >zwinker<

Wir wissen auch, dass wir nicht jeden retten können. Das der Schutz unseres „Königreiches“, inklusive der „Königsfamilie“, unserer eigenen Würde und Gesundheit vorgeht und wir deswegen ungesunde Verbindungen lösen müssen! „Schütze das was wertvoll ist. Inklusive Dir selbst.“

Wir lernen ständig und entwickeln uns weiter. Wissen und lernen bedeutet überleben. Leben in einer Welt, die sich mit jedem Tag schneller verändert. Und all das machen wir modernen DIVA´s eben gerne in Turnschuhen. Warum? Weil wir damit schneller laufen können!

Danke, dass Du mich in meinen heute etwas anderen Gedankengängen besucht hast, hat Spaß gemacht mit Dir darüber zu plaudern. Und wenn Du noch etwas zu sagen hast … ich bin da … IMMER. :D

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Worauf ich heute hinaus will, ist unser Perfektionismus. Frauen, die beinahe alles möglichst perfekt machen wollen, möchten auch gerne die Anerkennung von ihren Mitmenschen. Ich weiß aber, dass dabei einiges übersehen wird. Frauen mit Ecken, Kanten und Fehlern, haben es in ihrer Umgebung einfacher als aalglatte, akribische in Perfektion lebende Wesen!

OMG, diesen Beitrag hätte ich vor fünf Jahren noch nicht schreiben können. <lach> Ich verkörperte den Perfektionismus förmlich! Ich war glatt wie ein Aal. Ecken wurden abgerundet und Kanten entschärft! Mir ist es ja mittlerweile recht gelungen, meine akribische Perfektion zu stutzen.

Wenn ich ehrlich bin, ist es mir früher auch entgangen, dass meine diese aalglatte Perfektion, sich nicht besonders gut bei anderen machte. Meiner Beobachtung nach ist für Betroffene dieser Perfektionismus einfach eine Strategie. Eine Strategie um Anerkennung und Lob zu erhalten. Früher bekamen wir diese von Lehrern, Eltern oder Menschen, die uns wichtig waren. Wir bekamen „Streicheleinheiten“ für gewisse Leistungen und sie gaben uns das Gefühl, wertvoll(er) zu sein. Unser Selbstwert wurde gestreckt.

Es gibt allerdings auch viele Frauen, die dieses „perfekt sein“ erst später begonnen haben zu leben, um anderen oder dem Partner gerecht zu werden und zu gefallen. Ich begann damit als erwachsener Mensch. Ich wollte mir und anderen Beweise liefern, dass ich sehr wohl zu außergewöhnlichen Leistungen fähig bin.

Ein kurzer Ausschweif:

Ich weiß nicht wie Du das wahr nimmst, aber es gibt bestimmte Lebensbereiche, in welchen „FRAU“ versucht, perfekt zu sein. Kindererziehung, als Partnerin, das eigene Äußere, Haushalt und natürlich der Job. Das sind so die Dinge, die ich von mir selbst kenne und die mir immer wieder auffallen. Aah halt! Einen ganz wichtigen Bereich habe ich vergessen: Immer für alle da sein zu wollen – perfekte Kollegin, perfekte Freundin, perfekte Nachbarin, perfekte Tochter.

Nun aber zu meiner eigentlichen Frage:

Wie nimmt unser Umfeld uns wahr, wenn wir so aalglatt sind?

Klar, auf der einen Seite habe ich viele positive Rückmeldungen erhalten. Was ich aber nicht gesehen habe, waren die negativen Auswirkungen, dass muss ich klar sagen. Frauen die versuchen fehlerfrei durchs Leben zu gehen und perfekte Leistungen abliefern, lösen bei nicht wenigen Menschen das Gefühl aus, selbst zu wenig zu tun!

Ich gab im Berufsleben alles und das erwartete ich auch von anderen. Ohne Kompromisse. In meiner Wohnung konnte man vom Fußboden essen. Es stand alles auf seinem staubfreien Platz. Ich vermittelte meinen Freundinnen schnell mal das Gefühl, dass Ihre Wohnung unordentlich sei.
Solch perfektionistische Menschen wie ich es war, erhöhen den Druck auf Ihre Umwelt.

Ich mag lieber Menschen, die ich auch „menschlich“ erlebe!

Mir ist endlich klar geworden, dass zum menschlich Sein auch Fehler gehören. Schwächen, die wir zeigen sollten und auch der Mut zu sagen: „Sorry, aber das kann ich nicht!“ Wer immer darauf bedacht ist, alles perfekt hinzubekommen, wird von anderen schnell mal mit „Die wirkt irgendwie nicht echt“ bezeichnet und auch so erlebt. Nicht authentisch, umgeben von einem Geheimnis und dadurch automatisch auch unsympathisch. 

Ich habe es nie bemerkt oder vielleicht wollte ich es auch gar nicht erkennen. Das Paradoxe an der Sache ist eigentlich, dass was Perfektionistinnen sich wünschen – also durch Ihren hohen Erwartungen an sich selbst einen guten Eindruck zu machen – geht in Wahrheit in die Hose. Das Gegenteil ist der Fall: Frau wird kritisch beäugt und es trennt uns von den anderen.

Ich bin so glücklich darüber, dass mir das klar geworden ist. Seit ich das weiß, fällt es mir leicht meinen Perfektionismus auszubremsen.
Ich würde niemanden mehr raten, auf meinen Fußböden zu dinieren …
Es wäre auch gut, keine Stauballergie zu haben …
Und es könnte auch durchaus passieren, dass mein Gugelhupf zu lange die Hitze genossen hat …

Aber egal: Lieber unperfekt, etwas staubig und ein dunkles Stück Kuchen, als unecht und unsympathisch! ›lach‹

Hast Du Ähnliches erlebt und hast dazu etwas zu sagen? Ich freue mich selbstverständlich auf Deine Rückmeldung.
Bis ganz bald.

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Wie schön ist es, schön zu sein?

Ich wäre ja keine Frau, wenn ich nicht manchmal über die Schönheit ein paar Worte verlieren würde. Es kann natürlich auch sein, dass ich diesen Gedankengang dazu benutze um mir einiges von der Seele zu schreiben. Ich will ja immer ehrlich bleiben ne? >zwinker<

Der Herbst ist im Anmarsch so viel steht ja mal fest. Jetzt kann ich also wieder all die Körperstellen einpacken, die während des Sommers hier in Italien, das Licht der Welt erblicken durften. Sie verschwinden wieder allmählich unter langen Ärmeln, den Jeans und in geschlossenem Schuhwerk.

Die Zeit ist vorbei, in der ich abwägen musste, wie viel Haut ich zeigen will, ob der Ausschnitt tiefer oder besser höher sein soll. Die Ärmel fehlen und das Kleid kurz oder über die Knöchel reichen soll. All das sind Entscheidungen die Jahr für Jahr aufs Neue immer wohlüberlegter getroffen werden wollen.

Zusammen mit einer Entscheidung: „Wie gut will ich überhaupt aussehen?“ und vor allem für wen? und welche Opfer würde ich dafür bringen? Schönheit liegt ja immer im Auge des Betrachters … das sag ich ja schon immer!  Manchmal aber, liegt sie auch nur eine Armlänge neben mir. An einem der letzten Tage, hier am Strand.

Sie machte es sich sehr bequem … Miss Italy … das vermutete ich jedenfalls … hier neben mir auf der Liege. Augenblicklich verspürte ich ein deprimierendes Gefühl in mir. Das optische Gefälle war mir durchaus bewusst, aber es war wieder mal ein Test meines Lebens und so versuchte ich taff zu sein.

Vielleicht sollte ich noch sagen, dass ich den ganzen Sommer über mit meinem kleinen Babybauch gekämpft habe. Muss aber dazu auch sagen, dass ich mich nicht wirklich angestrengt habe ihn loszuwerden. Dazu kommt das mein Herz-Mensch durch seine Photographie mit einigen ganz richtigen echten Models gearbeitet hat, die ich alle – zugegeben etwas neidisch beäugt habe.

Also zurück … ich packte nicht zusammen, nein ich blieb und versuchte mich in die straffe Haut der „Miss Italy“zu versetzen. Es gelang mir aber nicht so ganz und so bastelte ich an einer für mich zufriedenstellenden Aktion.
Und so dachte ich dahin …

Ich weiß, dass es Models gibt, die sich selbst nicht schön finden und darunter leiden, dass sie auf ihr Aussehen reduziert werden. Schönheit öffnet Türen. Aber sie gehen auch ganz schnell wieder zu, wenn da nicht mehr kommt außer den Äußerlichkeiten. Da bin ich mir ganz sicher. Bewundert zu werden für etwas, für das man eigentlich nix kann ist immer ein Risiko!

Die nicht so Schönen müssen dafür bezahlen, wenn sie „schön“ sein wollen und Beachtung finden. Die „Schönen“ möchten wie normale Menschen behandelt werden und nicht auf ihre Schönheit reduziert werden … eine ungerechte Verteilung, oder?  Ich glaube, es ist sehr anstrengend schön zu sein und auch zu bleiben. Kein hervorstehendes „Babybäuchlein“, keine Orangenhaut und wellige Schenkel! Das ist harte Arbeit und bedeutet sehr viel Verzicht …

Außerdem muss Frau das mögen ständig von neidvollen Blicken betrachtet zu werden. (So wie ich es die ganze Zeit tue.)

Ich kann einfach rein gar nichts finden. Keine Delle, kleine Falten ja … aber die sehen so gut aus! Es muss schlimm sein  für „Miss Italy“ zu beobachten wie sie sich vom Pfirsich zur Dörrpflaume entwickeln wird …

Ich glaube, ich bin jetzt an einem Punkt, wo meine Bewunderung loslässt! Ich glaube nämlich sie hat sich ganz bewusst neben mich gelegt. Sie will sich so richtig gut fühlen. Bevor nächstes Jahr ein „Dellchen“ bemerkt wird.
Eigentlich schlimm.

Du hübsches wundervolles Ding neben mir, lass Dir von der FrauenPunk Mum etwas sagen: Selbstverständlich siehst Du Bombe aus, bist knackiger als ich. Aber Du siehst nur besser aus, weil ICH ES NICHT BIN! Stell Dir mal vor „Miss Italy“, wenn alle so aussähen, würden wie Du, würdest Du nicht mehr aus dem Rahmen tanzen! Ich erlaube Dir weiter neben mir, Deine Schönheit, die durch mich erst zum Strahlen gebracht wird, zu sonnen.
Etwas Dankbarkeit wäre allerdings nett. Ohne mich würdest Du nicht so strahlen!

Ein Ergebnis mit dem ich zufrieden bin. Ich werde jetzt meine Beine einölen, mich in Position bringen und dabei Schokoladenkekse essen. Der Sommer ist ohnehin vorbei … und nächstes Jahr schauen wir mal wie es um den Babybauch steht. :-)

Aah ich danke Euch das ihr mich labern habt lassen! Das hat jetzt mal unheimlich gut getan. >weglach<
Ich freu mich aufs nächste Mal …

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Frauen und Geschichten … das passt immer, besonders wenn die Geschichte über uns Frauen erzählt. Eine ganz besondere habe ich hier für Dich gefunden! <3 Gönne Dir eine kurze Pause, lehne Dich zurück und genieße Dein Koffein … Du wirst es nicht bereuen.

Die Rückkehr

Es war einmal eine erwachsene Frau die sehr unglücklich war. Sie hatte das Gefühl etwas verloren zu haben, nicht mehr zu wissen, wo sie eigentlich hin möchte und vieles in ihrem Leben war ihr gleichgültig geworden. Sie fühlte sich so ohnmächtig und hilflos darüber, dass sie sich eines Tages in die Ecke ihres Zimmers setzte und weinte. Sie wollte einfach gar nichts mehr tun, und am liebsten hätte sie sich in Luft aufgelöst.

Plötzlich hörte sie eine Stimme, die sie rief. Ganz erschrocken blickte sie auf, doch es war niemand zu sehen. „Ich bin hier, in dir“ sagte die Stimme. „Warum bist du so endlos traurig?“ „Ich weiß nicht mehr weiter. Wer bist du eigentlich?“ sagte die Frau, die nun das Schluchzen aufgehört hatte.
„Ich bin deine Seele“ antwortete die Stimme „ich bin hier um dir zu helfen, doch brauche ich dazu wiederum deine Hilfe.“

„Sie her“ begann die Seele zu erklären „du möchtest wissen wie es weitergeht, und ICH weiß es. Es ist nur so, dass ich es dir nur sagen kann, wenn du erlaubst, dass wir zusammen arbeiten.“  „Tun wir das denn nicht?“ fragte die Frau erstaunt. „Nun … nicht ganz. Irgendwann in deinem Leben hast du angefangen dir zu wünschen, dass du alles unter Kontrolle hast, damit du die Erlebnisse, die dich verletzt haben, nicht mehr erleben musst. Und irgendwann zu diesem Zeitpunkt hast du mich weggeschickt. Je mehr du also alles unter Kontrolle haben wolltest, desto mehr musste ich mich zurückziehen. Denn ich mache manchmal verrückte Dinge oder bringe dich an Orte, die dir erstmal gar nicht gefallen, wo es aber etwas tolles zu entdecken gibt! Weil du das aber nicht mehr wolltest, und ich dich aber so sehr liebe wie du es dir gar nicht vorstellen kannst, habe ich mich zurückgehalten.“

„Wirklich? Ich habe das gar nicht gemerkt.“ sagte die Frau. Die Seele antwortete „Ja, da hattest du es nicht bemerkt, aber nun spürst du, dass dir etwas fehlt.“ „Das stimmt. Was kann ich also tun?“ fragte die Frau ihre Seele und diese antwortete: „Lass mich ans Steuerrad. Lass es zu, dass ich lenke. Hab keine Angst, ich weiß wohin es gehen soll. Lass den Wunsch alles unter Kontrolle zu haben wieder los und erkenne, dass es ein Irrtum war dir dies zu wünschen.“

„Ich bin für dich da“ fuhr sie fort „und passe auf dich auf. Wenn du es mir erlaubst dich zu leiten, brauchst du vor nichts mehr Angst zu haben, vor allem nicht davor verletzt zu werden, denn ich weiß wie man heilt. Nichts wird dir wirklich etwas anhaben können, wenn du mir vertraust. Ich werde dir die Geheimnisse des Lebens zeigen und auch zeigen wie du Glück und Liebe findest.“

Ein bisher unbekanntes, wohliges Kribbeln durchlief den Körper der Frau, deren Tränen nun getrocknet waren. „Ja“ sagte sie nun zu ihrer Seele „ich möchte das. Ich erlaube dir mich zu leiten und zu führen.“ Daraufhin wurde das Kribbeln immer stärker und so belebend, dass sich die Frau nun nicht mehr schwach und hilflos fühlte, sondern stark und kraftvoll. „Spürst du? Da bin ich. Zusammen sind wir stark. Mit mir bist du nicht mehr klein, sondern groß. Zusammen können wir alles schaffen!“

Da schossen der Frau erneut Tränen in die Augen, doch es waren keine Tränen der Trauer, sondern Tränen der Freude. Sie fing an ganz laut zu lachen und ganz vorsichtig zu tänzeln, bis sie schließlich durch den ganzen Raum tanzte und dabei lachte und Freudentränen weinte … und zugleich die Rückkehr ihrer Seele feierte … ! <3

Autor unbekannt

Diese Geschichte möchte ich all den Frauen widmen, die ein ähnliches mutloses Gefühl in sich tragen. In jedem Menschen ist eine Macht verborgen, die den Kern seines inneren Wesens ausmacht. Wenn Du mit Deiner Seele in Berührung kommst, wirst Du eine starke Kraft spüren, die Dir dabei hilft, auch aussichtslose und schwierige Lebenssituationen zu meistern!

Alles LIEBE und nur das BESTE für Dich … bis bald in meinen Geschichten.

Lesezeit: 3 Minuten

Die heutige Geschichte weicht ein klein wenig von meinen bisherigen Geschichten ab, die doch immer wieder zum Nachdenken anregen, hat man sie gelesen und lässt sich darauf ein. Die „Geschichte“ die du gleich lesen kannst, ist in Wahrheit gar keine … :-) . Ich bin mir ziemlich sicher, dass das was du hier gleich lesen wirst, sicher auch schon sehr oft passiert ist. Ich musste wirklich schmunzeln dabei und deshalb bekommst du heute mal einen Auszug vom Alltagswahnsinn einer Frau! <3

Viertelstunde ganz normaler Wahnsinn im Leben einer Frau

In Wirklichkeit bin ich ein recht gelassener und ordnungsliebender Mensch – eigentlich. Aber es gibt gelegentlich Situationen, die eine etwas unkonventionelle Handhabung der Dinge einfordern … An diesem Feiertag nach einer Runde Joggen glücklich zu Hause angekommen, erledigte ich frisch geduscht noch dies und das, bevor mein Blick auf die Uhr fiel. Schon kurz nach drei !!! Hilfe, das konnte jetzt nicht wahr sein. Um halb vier wollten wir uns mit Freunden treffen, Fahrzeit gut zehn Minuten. Und ich lief noch immer im Jogginganzug herum …

Panik überfiel mich! Ich hatte mir noch keine Gedanken über mein Outfit gemacht, nett sollte es wirken. Das Problem war, dass ich jetzt keine Zeit mehr hatte lange auszuprobieren, was mir am besten gefällt und worin ich mich wohl fühle, sondern dass die erste Kombination passen musste. Der Countdown läuft!

Noch 15 Minuten
Jogger ausgezogen und aufs Bett gepfeffert.

Noch 14 Minuten
Kleiderschrank auf und Jeans herausgeholt. Erster Schweißausbruch!

Noch 13 Minuten
Welches Oberteil? Vor meinem geistigen Auge erscheint ein senfgelbes T-Shirt … keine Ahnung, ob es im Schrank, in der Wäsche oder bei der Bügelwäsche zu finden ist. Laute Selbstgespräche der Protagonistin.

Noch 12 Minuten
JA, gefunden! Gelbes T-Shirt ist im Schrank, dafür zieren jetzt die anderen zwölf Shirts, die im Wege lagen, den Schlafzimmerboden. Na ja, immer im Schrank rumzuliegen ist ja auf Dauer auch langweilig.

Noch 11 Minuten
Kurzärmeligen braunen Pulli in Betracht gezogen und aufgrund der nasskalten Witterung da draußen sofort wieder verworfen. Zitat meines Mannes „Wir sitzen im Königsgarten, nicht draußen auf der Terrasse!“ Na und? Frauen frieren nun mal leichter als Männer – ist wissenschaftlich erwiesen.

Noch 10 Minuten
Schwarzer Rolli, mollig warm, macht dann doch das Rennen. Nix geht über schwarz und er ist sogar greifbar!

Noch 9 Minuten
Hektische Frage an meinen Mann: „Wie spät bitte?“ Frisur wird in Angriff genommen. Auf der Suche nach dem Kamm zum Hochstecken, viele bunte Haargummis kreuz und quer im Bad verteilt. Ok, ich bin ja flexibel: Ich trag die Haare offen!

Noch 8 Minuten
Kette in Schmuckschublade gesucht … die Lade klemmt Mist. Das war der Zeitpunkt, als meinem Mann die glorreiche Idee kam, darüber solle man eine Kurzgeschichte schreiben. Unnötig zu erwähnen, dass ich ihn sonstwas antun hätte können! :-)

Noch 7 Minuten
Ein Hauch Parfum ist Pflicht! Aber welches? Nicht zu aufdringlich sollte es sein. Auch hier nur ein Versuch. Ok, ich nehme das mit dem Vanillearoma.

Noch 6 Minuten
Ohrringe. Ja oder nein? Wirke ich zu überladen? Andererseits für den Königsgarten … gut, die kleinen Stecker. Aber wo sind die bitte? Sachdienliche Hinweise bitte augenblicklich an mich, Gefahr im Verzug! Kleine Stecker sind wie vom Erdboden verschwunden! Also – keine Ohrringe, dafür aber ein paar herzerfrischende Flüche aus tiefster Seele.

Noch 5 Minuten
Erneut hektische Frage: „Wie spät bitte?“ Oh noch 5 Minuten, liege doch gar nicht schlecht in der Zeit!

Noch 4 Minuten
Thema Schuhe. Bequem contra hoch? Nach Befragung des Ehegatten die hilfreiche Antwort: „Stehen dir beide gut!“ Krise und schließlich Entscheidung für ein bequemes Paar Stiefel.

Noch 3 Minuten
Wo ist mein Handy? Hab es doch vorhin beim Joggen noch gehabt! Handy auf der Mikrowelle gefunden. Hab ich es dort hingelegt?

Noch 2 Minuten
Geldtasche und Handy in der Tasche verstaut. Glücklicherweise gestern noch Geld gezogen, so dass uns wenigstens der Ritt zum Automaten erspart bleibt!

Noch 1 Minute
So jetzt noch die Jacke angezogen, griff zum Autoschlüssel. HALT, da fehlt doch noch was – der Göttergatte! „Bist du fertig Schatz?“ … Wenn Blicke töten könnten! :D

Christiane Bienenmann

Ein ganz normaler Tag, inmitten der Wohlstandsgesellschaft, die sonst keine Probleme hat. :-) Eine gelungene Geschichte, die aus dem Leben gegriffen ist! Welche Frau könnte das nicht nachvollziehen?

Wenn du selbst so kleine Anekdoten zu erzählen hast, und sie gerne mit uns teilen möchtest – nur her damit, wir freuen uns darauf. :-). Bis bald in meiner nächsten Geschichtenliebe.