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Nach jeder Träne folgt ein Lächeln!

Also, ein klein wenig „befremdend“ sind diese Shootings schon für mich … gerade dann, wenn ich an eine Zeit denke, die alles andere als gut war.

Es gab eine Zeit, da habe ich viele Tränen vergossen, weil ich meinen Job hingeschmissen habe und mir danach dachte, nichts mehr wert zu sein. Dachte meinen Stellenwert in der Gesellschaft verloren zu haben.
HEUTE, lache ich, weil ich weiß, dass ich diesen Job keinesfalls brauche um glücklich zu sein!

Ich habe geheult, weil ich nicht wusste, von was ich meine lebensnotwendigen Ausgaben bezahlen soll!
HEUTE, kann ich darüber lächeln, weil ich weiß, dass Geld nur bedrucktes Papier ist und nicht ausreicht, um ein glückliches Leben führen zu können!

Ich habe gebrüllt über so viel Traurigkeit und Einsamkeit, die ich in mir trug. Ich habe mich gehasst dafür!
HEUTE, lächle ich dankbar in den Spiegel, weil ich zufrieden bin. Zufrieden mit der Arbeit an mir und meinem Leben.
Es war jede Minute wert. <3

Ich habe viel geweint, weil ich viele Lügen und Aggressionen er- und durchlebt habe.
HEUTE, kann ich darüber lachen, weil ich weiß, dass DAS niemals mein Weg sein wird.

Ich war voller Traurigkeit und Tränen, weil ich glaubte, keine Anerkennung zu finden.
HEUTE, heute kann ich darüber nur mehr lachen, weil Anerkennung einen ganz anderen Stellenwert für mich hat als noch vor ein paar Jahren!

Wie ich geweint habe, weil ich von einer Krise in die andere gefallen bin!
HEUTE, heute kann ich im Stillen darüber lächeln und sogar dankbar sein, weil ich weiß, dass jede einzelne Krise mich stärker gemacht hat!

Ich habe auch vor Schmerzen geheult. Seelische und Körperliche.
HEUTE, versuche ich zu lächeln, wenn sich Schmerz ankündigt. Weil mir bewusst ist, dass Schmerzen im Leben dazugehören und die richtige Einstellung dazu Berge versetzen kann. <3

Ich habe geweint, weil ich keinen Sinn mehr in meinem Leben sah.
HEUTE, kann ich diese Gedanken kaum verstehen und lache laut darüber! Ich sehe, dass der Sinn des Lebens, all die Zeit direkt vor meiner Nase war …

Ich habe geweint, weil ich mein Leben nicht mehr ausgehalten habe. Die Oberflächlichkeiten und all die gesellschaftlichen Zwänge. Das Lügen und Betrügen. Die „Masken“ in all ihren Variationen u.v.m.
HEUTE – JETZT, lache ich darüber und bin unendlich dankbar, weil mir diese Erfahrungen dabei geholfen haben, zu der Frau zu werden, die ich nun endlich sein darf. <3

Wenn wir ehrlich sind, könnte jeder von uns diese Zeilen geschrieben haben. Vielleicht mit kleinen Änderungen. Fakt ist, es kommt nach jedem Gewitter wieder mal die Sonne zum Vorschein. Nach der tiefsten Nacht folgt ein Morgen. Nach Kälte und Eis blühen wieder die Blumen … und so ist es auch mit unserem Leben. Wichtig dabei ist, das Positive daran zu erkennen, auch wenn es manchmal Zeit in Anspruch nimmt. ›lächel‹

Also, sentire la vita … fühl das (DEIN) Leben.

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Deine, meine, unsere Zeit?

Was ist wichtig und was können wir vertagen oder ganz aus unserem Zeitplan streichen?

Vielleicht ist es nämlich gerade Deine Zeit, Dich auf Dein eigenes Glück zu konzentrieren?

Vielleicht ist gerade die Zeit gekommen, um mit negativen Leuten abzubrechen, … sie haben es wirklich nicht verdient einen Platz in Deinem und meinem Leben zu besetzen!

Vielleicht ist gerade jetzt der richtige Zeitpunkt, egoistisch zu sein was die LIEBE betrifft?

Nimm Dir diese Liebe und schenke sie Dir selbst …, solange bis Du jemanden begegnest, bei dem Du Dich völlig fallen lassen darfst!

Konzentrieren wir uns auf UNSER Glück und UNSER Lächeln <3

Vielleicht ist es gerade der richtige Zeitpunkt, sich mit Deinem Wachstum zu beschäftigen, als weiter all Deine so wertvolle Energie in unwichtige Dinge zu investieren? Es könnte doch durchaus möglich sein? Betrachten wir unser Leben doch mal von hoch oben … was rührt sich bei diesem Anblick von uns selbst?

Zeit, die wir uns nehmen, ist Zeit, die uns etwas gibt.

Eine erfüllte Zeit, die wünsche ich Dir.
Sentire la vita.

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Unser Leben ist ein ausgezeichneter Lehrer …

Es gibt Zeiten, da wünschen wir uns Kraft … sehr viel Kraft! Was bekommen wir stattdessen?
Schwierigkeiten die uns STARK machen.

Wie oft in meinem Leben habe ich mir Klarheit und Weisheit gewünscht … und ich bekam Probleme um sie lösen zu können und dadurch fand ich zu meiner KLARHEIT.

Seien wir ehrlich … wie oft wären wir gerne mutiger? Was tritt ein … es werden Hindernisse vor unsere Zehen geworfen, um sie zu überqueren!

Ich habe mich viele Jahre nach LIEBE gesehnt und ich traf nur auf Menschen, die einen Sack voller Probleme mitschleppten, besorgt und bedürftig waren. Unruhig und laut. Böse … sie brauchten mich um ihre Defizite auszugleichen. Warum nur? Ich weiß es heute: Sie hielten mir den Spiegel vors Gesicht!

Wir wünschen uns Entscheidungen …
Und wir bekommen viele Gelegenheiten!

Wenn ich darüber nachdenke, muss ich feststellen, dass ich nichts von dem bekommen habe, was ich mir gewünscht hätte. Aber ich weiß, dass ich all das brauchte um da anzukommen, wo ich heute sein darf.

Heute ist es mir klar, dass alles im Leben einen Sinn hat. Deshalb habe ich mich entschieden, jetzt über so manche Verwirrung zu lachen, Tränen die kommen, Platz zu geben und nicht immer auf eine Antwort zu warten.

Unser Leben ist ein ausgezeichneter Lehrer. <3

Bis bald und sentire la vita  …

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Ein LEBEN nach dem LEBEN? Hast Du darüber schon mal nachgedacht? Ich denke sehr oft darüber nach, besonders stark ist dieses Gefühl, wenn ich einen lieben Menschen gehen lassen muss(te).

Die Frage was den sein würde, haben wir unsere Augen geschlossen, ist ein philosophisches und religiöses Thema. Das zu beantworten kann ich nicht. Ich habe meine persönliche Meinung darüber, von der ich mir wünsche, sie tritt auch ein.

Wir brauchen keine Angst haben, dass nach dem wir unser Leben fertig gelebt haben, alles zu Ende sein wird. Wir sehen uns ALLE wieder … im Nirwana, Walhalla oder sonst wo  … wenn ichs mir aussuchen könnte, würde ich aber gerne mit Odin an einem riesigen Tisch sitzen, mit all den Menschen die ich liebte. <3

Und da der Tod zu unserem Leben gehört, wie die Luft zum Atmen, möchte ich heute mal eine etwas andere Geschichte in die Tastatur drücken! ›lächel‹

HINTERM HORIZONT …

In den Tagen vor dem für alle erschwinglichen und sicheren Luftverkehr reiste man auf hochseetauglichen Dampfschiffen über die Weltmeere, um von einem Kontinent zum anderen zu gelangen. Kurz vor dem Ablegen drängten sich die Passagiere auf den Decks des Schiffes, von denen aus man die Verwandten und Freunde auf dem Pier sehen konnte.

Wenn das Signal ertönte, winkten alle zum Abschied, sowohl die Menschen an Bord als auch die an Land Verbliebenen. Sie machten Kusshände und riefen sich ein letztes auf Wiedersehen zu, während der Dampfer allmählich davonglitt. Bald schon hatte er sich so weit entfernt, dass man vom Pier aus in der grauen Menge der Passagiere keinen Einzelnen mehr ausmachen konnte.

Gewinkt und geschaut wurde trotzdem weiter. Etwas später war das Schiff zu weit weg, als dass man überhaupt noch etwas an Bord erkennen konnte. Die Zurückgebliebenen verließen den Pier aber noch nicht. Sie blickten dem immer kleiner werdenden Dampfer nach, auf dem sich irgendwo die Menschen befinden mussten, von denen sie gerade Abschied genommen hatten.

Irgendwann erreichte der Dampfer dann jene gewisse Linie, den Horizont, hinter der er vollends außer Sicht war. Doch obwohl die Verwandten und Freunde an Land ihre Lieben nicht mehr sehen, geschweige denn sprechen oder berühren konnten, wussten sie, dass sie nicht völlig verschwunden waren. Sie hatten bloß eine Linie überschritten, den Horizont, der uns von dem trennt, was dahinter liegt. Sie wussten, dass sie sie wiedersehen würden.

So ähnlich ist es mit dem Tod eines geliebten Menschen. Wenn wir Glück haben, können wir an seinem Bett sitzen, ihn noch einmal in die Arme nehmen und Abschied von ihm nehmen. Dann „legt er ab“, er segelt los in das Meer des Todes. Er schwindet dahin. Mit dem letzten Atemzug erreicht er den Horizont, jene Linie, die dieses Leben von dem trennt, was dahinter liegt.

Nachdem er diese Linie passiert hat, können wir ihn nicht mehr sehen, nicht mehr sprechen oder berühren. Und trotzdem wissen wir, dass er nicht völlig verschwunden ist. Er hat „nur“ eine Linie überschritten, den Tod, die uns von dem trennt, was dahinter liegt.

WIR WERDEN EINANDER WIEDERSEHEN. 

Buddhistische Geschichte von Ajahn Brahm

Mehr Worte braucht es diesmal nicht … auf ein erfülltes Leben.

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Die bunten Farben eines Sommertages sind immer wieder etwas ganz Besonderes. Manchmal kommen sogar Erinnerungen an früher hoch. Jedenfalls bei mir, wenn ich mit unseren Hunden über bunte Wiesen laufen kann.

Passend zu meiner Lieblings-Jahreszeit, habe ich eine Sommergeschichte ausgegraben. <3
Viel Freude beim Lesen …

BLÜTEN DER ERINNERUNG

Einmal legte ein kleines Mädchen eine himbeerfarbene Kleeblüte, eine sonnengelbe Habichtskraut Blüte und ein himmelblaues Glockenblümchen in ein Buch. Die alte Marga, die einst Lehrerin im Dorf gewesen war und jeden Mittag zu Schulschluss vor dem Schulhaus auf der verschlissenen Holzbank saß, hatte es dem Mädchen am letzten Schultag vor den großen Ferien geschenkt.

Ein Buch über Worte und Sätze und deren Aufbau. Ein Buch für die Ferien. Es sollte dem Mädchen, dem manchmal die Worte fehlten, das Wissen über die Sprache und deren Regeln vermitteln. „Worte sind ein kostbares Gut“, hatte die Marga gesagt. „Vergiss das nie!“

Das Mädchen hatte genickt und gelächelt und an die Farben des Sommertages gedacht. Farben und Düfte, so kostbar und wertvoll, wie Worte. Nach Lesen und Lernen war ihr wenig zu mute. Und während es höflich den Worten der alten Frau lauschte, ließ es seine Blicke schweifen in das Blau des Sommerhimmels, in die Kronen der Linden, deren Blätter mit dem Licht der Sonnenstrahlen spielten, und in Stauden der purpurfarbenen Levkojen, der roten Stockrosen und der cremeweißen Pfeffernelken.

Von den Farben dieses Sommertages hätte es der alten Lehrerin gerne erzählen wollen, doch es fand die Worte nicht. So, wie die alte Marga die Farben nicht zu sehen vermochte. „Lerne die Worte und ihre Bedeutung! Nutze das Buch!“
Mit diesen Worten hatte die alte Frau das Mädchen schließlich in die Freiheit des Sommers entlassen. Mit Ermahnungen und dem Buch, einer alten Grammatik.

Auf dem Heimweg, pflückte das Mädchen auf einer Wiese die Kleeblüte, das Habichtskraut und die Glockenblume, und legte sie in das langweilige, graue Buch. Drei Blümchen mit dem Duft und den Farben des warmen Sommertages. Sie sollten das Buch heller, die Wörter fröhlicher machen.

So dachte das kleine Mädchen, als es das Buch zu Hause auf das Regal in seinem Zimmer legte … und dort vergaß. Da waren jene anderen aufregenden Dinge in diesem Sommer, die interessanter und wichtiger waren als ein Buch mit staubtrockenen Worten! Und als die Familie wenig später das Haus und das Dorf verlassen und auf die Flucht vor dem Krieg gehen musste, landete das Buch mit den Farben des Sommers neben anderen Büchern, Bildern und Fotografien nach langer Reise in einer Truhe auf einem Dachboden.

Es dauert viele Jahrzehnte, bis das Mädchen das Buch der alten Marga wieder in den Händen hielt. Es lächelte, als es die alte Grammatik entdeckte. Die Farben und Düfte jenes sorgenlosen Sommertages wurden lebendig und die stummen Worte setzten sich zu einer Melodie zusammen. Eine bunte Melodie der Erinnerungen.

Viele Worte fielen dem Mädchen, das nun selbst eine alte Frau war, dazu ein. Doch es schwieg. Die Worte die der alten Marga damals so wichtig gewesen waren, interessierten auch jetzt nicht. Was zählte, waren die Erinnerungen an jenen Sommer, den die welken Blüten der Kleeblume, des Habichtskrauts und der Glockenblume nach so langer Zeit noch einmal zurückbrachten.

Elke Bräunling Geschichtensammlung

Vielleicht hast auch Du eine oder mehrere Erinnerungen an frühere Sommertage? Ich wünsche Dir auf jeden Fall eine bunte restliche Sommerwoche, pass auf auf Dich und wenn Du magst, lesen wir uns ganz bald wieder :D

Ciao, Deine Sandra

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Wann immer Du denkst, dass in Deinem Leben etwas anders verlaufen sollte als es gerade läuft, beginnst Du unbewusst Dich mit den gegebenen Tatsachen zu streiten. Besser gesagt – Deine Gedanken tun es! Es ist ein Streit, der jede Menge Energie verputzt und nicht nur das … diesen Streit wirst Du nie gewinnen können. Es bringt nichts, sich über Sachen „aufzupudeln“, die sich (jetzt) nicht ändern lassen. Sinnlos! Es kostet nur Kraft und wertvolle Energie und bremst Deinen Flow …

Annehmen was ist

… und das ist gar nicht immer leicht! Der Kopf – also mein Kopf jedenfalls – hat schon jedesmal seine ganz eigenen Vorstellungen, wie das Leben weiter gehen soll. :-) Und wenn mein Leben dann mal Umwege nimmt, hat mein Oberstübchen richtig zu tun! Gefühle wie Frust und Ärger, aber auch Traurigkeit, lassen dann grüßen!

Um es etwas anschaulicher zu machen stell Dir doch mal vor:

  • Du steckst Dein ganzes Herzblut in eine Sache/Projekt und es fruchtet nicht so, wie Du es Dir vorgestellt hast oder noch schlimmer – es wird nicht angenommen!
  • Du bewirbst Dich gut vorbereitet und mit ausreichender Qualifikation bei einer Firma. Du hast ein gutes Gefühl weil Deine Chancen gut stehen … und bekommst danach eine floskelhafte Absage!
  • Du freust Dich den ganzen Tag auf ein schönes Abendessen in Deinem Lieblingslokal mit Deinem Partner. Du steckst im Stau fest, Du kommst zu spät. Endlich da, bekommst Du eine Absage, da etwas dazwischen gekommen ist …
  • Du hast es eilig, Du hast Freunde nach Hause eingeladen und möchtest noch schnell etwas besorgen. Mit „schnell“ geht da gar nix, da gefühlte 1000 Menschen an den Kassen stehen und Du Dich an der langsamsten auch noch eingereiht hast!

Genug mit den Beispielen, aber verstehst Du was ich meine? Manches davon wirst Du vielleicht locker wegstecken, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass sich auch in Deinem Kopf danach so einiges abspielt und Du Erwartungen oder Vorstellungen hast, wie sich Menschen verhalten sollten. Was passiert und was verdammt noch mal nicht passieren sollte! Im Endeffekt sind wir manchmal enttäuscht, frustriert oder enttäuscht, wenn die Tatsachen anders aussehen als erhofft, gewünscht oder geplant.

Oft neigen wir dazu, alles viel zu persönlich zu nehmen. Wir fühlen uns verletzt, ja selbst eine verstopfte Strasse kann dazu führen, dass wir das auf uns projizieren! „Natürlich ist die Straße verstopft ist, wenn ICH es eilig habe!“

Lass das Streiten mit den Tatsachen, die (jetzt) mal so sind

Tatsache ist ja, wann immer wir denken, dass irgendetwas anders sein sollte als es eben ist, sagen unsere Gedanken den Tatsachen den Kampf an … jedenfalls versuchen sie es. Es ist ein sinnloser Streit, der nichts bringt und nur jede Menge Kraft verbraucht und unseren Flow zum Stocken bringt. Je öfter wir uns nicht mit den Tatsachen abfinden, umso weniger Lebensenergie  und Power haben wir. Ausserdem steigt unser Stresspegel und unsere „Mitte“, in der wir eigentlich sein sollten, ist irgendwo!

Ich möchte nicht sagen, dass wir alles hinnehmen sollen, den Kopf einziehen und uns alles gefallen lassen sollen. Es geht darum, dass wir aufhören sollen, unsere Gedanken vs Tatsachen in Kampfstellung zu bringen. Wir können so vieles im Leben nicht ändern. Beschweren? Bei wem … das würde uns aber auch nicht vorwärts bringen. Das Leben würde keinen Spaß mehr machen, wenn wir uns über alles was wir nicht beeinflussen können, ständig streiten würden!

Ein kleines Beispiel:

Stell Dir mal einen Kitesurfer vor, der sich ständig über Wind und Wellen beschwert, weil sie nicht so und dann kommen, wie er es gerne hätte. Es wird ihm nichts bringen und das Kiten würde bestimmt auch nicht lange Spaß machen. Das Meer und der Wind lässt sich nicht kontrollieren oder einfach so verändern.

Das Beste was er machen kann, ist sich den äußeren Gegebenheiten anzupassen, manchmal auch lange darauf zu warten bis der passende Wind und die richtigen Wellen da sind. Bis dahin nutzt er das Meer und den Wind, so wie sie eben kommen. Er ist und bleibt im Fluß … 

Was ich damit sagen möchte ist, annehmen was jetzt gerade ist.

Falls Du Dir dabei schwer tust, habe ich eine einfache Übung für Dich. Meine Tage waren früher immer durchgeplant und es war schrecklich, wenn Dinge anders verliefen! Ich lernte in meinen Therapiesitzungen mit einer ganz einfachen Übung damit besser umzugehen:

Ich nahm meinen freien Tag um meine Vorstellungen und Erwartungen auszuschalten. Einfach nur wahrnehmen was und wie es kommt und ist. Ohne dagegen anzukämpfen und damit zu hadern. Ich versuchte andere Menschen so sein zu lassen wie sie eben waren, mein Leben, mein Alltag, durfte so sein wie er war … Ich vertraute darauf, dass an diesem Tag zu jeder Zeit, genau das Richtige passierte.

Lustig zu beobachten war, dass sich mein Stresspegel um einiges verringerte und meine Energie richtig zunahm. :-) Nach vielen „Übungstagen“, die immer an meinen freien Tagen stattfanden, nahm ich einen weiteren Tag dazu … später noch einen, so lange bis jeder Tag zu einem „Übungstag“ wurde. >lach<

Wir können also schon sehr vieles an und in uns verändern, wenn wir möchten. Wenn wir uns damit auseinandersetzen und uns etwas Zeit geben. Am Ende unserer Arbeit werden wir immer belohnt. <3 

In diesem Sinne … es ist wie es ist! Eine kampffreie Woche wünsche ich Dir und ich freu mich jetzt schon auf unser nächstes Mal! Hab es gut und pass auf Dich auf!

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Wenn ich einmal alt bin …

Das Alter macht vor keinem von uns halt. Wir denken auch wahrscheinlich wenig darüber nach solange alles reibungslos abläuft. Vielleicht kommt der erste Gedanke ans „alt werden“ wenn wir es bei unseren Eltern oder Großeltern miterleben können, wie sich das Leben dabei verändert.

Heute habe ich wieder eine soo schöne Geschichte für euch. Sie wird euch, wenn sie achtsam gelesen wird, vielleicht zu Tränen rühren und berühren! Ich würde es mir ausnahmsweise wünschen.

Liebe Tochter, lieber Sohn, lieber junger Mensch …

An dem Tag, an dem Du erkennst, dass ich alt werde, versuche etwas Geduld mit mir zu haben und versuche, mich zu verstehen, wenn ich beim Essen schmutzig werde … wenn ich mich anders anziehe … sei geduldig. Erinnere Dich daran, wie viel Zeit ich damit verbracht habe, Dich diese Dinge zu lehren, als Du noch klein warst …

Wenn ich Dir die selben Dinge immer und immer wieder erzähle, unterbrich mich nicht! Hör mir zu! Als Du noch klein warst, batest Du mich ständig darum, Dir dieselben Geschichten vorzulesen … Abend für Abend. Bis Du endlich eingeschlafen warst und ich tat es gerne.

Wenn ich mich nicht so oft dusche, bitte tadle mich nicht, dass es eine Schande sei! Erinnere Dich daran, wie viele Geschichten ich erfinden musste, um Dich zum Baden zu bewegen, als Du ein Kind warst.

Lache nicht über mich, wenn ich mich gegenüber neuen Technologien intolerant verhalte. Gib mir die Zeit zu verstehen. Ich habe Dich so vieles gelehrt …

Gesund zu essen … Dich gepflegt zu kleiden … gutes Benehmen … wie man mit Lebenskrisen umgeht …

Wenn ich mich manchmal an etwas nicht erinnern kann oder nicht im Stande bin, einem Gespräch zu folgen, gib mir die nötige Zeit, mich wieder zu entsinnen und falls mir das nicht gelingt, werde nicht zu einem gereizten und überheblichen Menschen, denn das Wichtigste für mich ist … bei Dir zu sein und mit Dir zu sprechen.

Wenn ich mich weigere, etwas zu essen, zwinge mich nicht dazu! Ich weiß selbst genau, wann ich Hunger habe.

Wenn meine alten Beine nicht mehr so fit sind wie zuvor … hilf mir auf dieselbe Weise, wie ich Deine Hände hielt, um Dir bei Deine ersten Schritten zu helfen.

Und wenn ich eines Tages sagen sollte, dass ich nicht mehr leben möchte … dass ich sterben will, werde bitte nicht zornig … denn eines Tages wirst auch Du verstehen!

Versuche zu verstehen, dass man ab einem bestimmten Alter nicht mehr lebt, sondern überlebt …

Eines Tages wirst Du verstehen, dass ich trotz meiner zahlreichen Fehler, immer nur eines im Sinn hatte:
… DEIN BESTES …

Du brauchst Dich nicht betrübt, unglücklich oder unfähig wegen meines hohen Alters und meines Zustandes zu fühlen. Du musst mir nur nahe sein und verstehen, wofür ich lebe.

Hilf mir zu gehen, hilf mir mein Leben zu Ende zu leben mit LIEBE und GEDULD.

Das Einzige, was ich von Dir verlange, ist ein Lächeln und jede Menge Liebe.

Ich liebe Dich, meine Tochter, mein Sohn … mein junger Mensch!

DEINE MAMA, DEIN PAPA, DEINE ALTE DAME … <3    

Verfasser Unbekannt, gefunden auf Netzfrauen

Mal darüber nachdenken, unseren Kindern lesen lassen? Teilen! Darüber reden. DAS wünsche ich mir.

Fühl Dich gedrückt.

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Jedes Jahr nehme ich mir vor, dass ich keinen Beitrag mehr über das jährliche Weihnachtsfest schreiben werde. Und jedes Mal habe ich ein beinahe schlechtes Gewissen wenn ich nicht darüber schreiben würde. Was gibt es denn über die Weihnachtszeit zu berichten? … so meine Gedanken. Es mischen sich jedes Jahr andere, neue Gefühle mit ein. Die vorweihnachtliche Zeit, inklusive dem 24. Dezember, sehe ich persönlich heute mit anderen Augen als noch vor wenigen Jahren. Vieles ist gleich geblieben, vieles hat sich aber auch verändert. Was aber immer mitschwingt, ist eine gewisse altmodische Traurigkeit, die ich empfinde, wenn ich darüber nachdenke.

Die Zeit für Freunde und Zusammenkünfte

Davon sprechen wir jedenfalls. Den Glanz dieser fröhlichen und besinnlichen Tage können wir nicht alle spüren. Viele erwarten nicht mehr mit Ungeduld und Freude was diese Tage mit sich bringen. Getrennte Familien, zerbrochene Beziehungen, Kinder die erwachsen geworden sind … all das bedeutet ein Weihnachtstisch, mit weniger Gedecken und Gläsern. Stühle, die nicht besetzt sein werden.

Wo sind die Zeiten hin als sich noch etwas rührte im Haus, als jedes Wochenende dafür genutzt wurde, um sich Gedanken zu machen welchen Baumschmuck, welche Tischdeko und welches Menü wir Frauen zaubern würden am Heiligen Abend? Freunde müssen schließlich auch an den Tagen zuvor und danach betreut werden. Ruhelosigkeit und Stress waren dabei immer vorprogrammiert, aber es machte irgendwie Freude und Spaß.

Das Funkeln ist fort

Es ist schon lange nicht mehr so, wie es früher einmal war. Das Strahlen ist verschwunden, weil es vielleicht Menschen gibt, die fehlen. Weil sich im Laufe der Jahre so unendlich viel verändert hat, wir haben die schöne magiehafte Illusion verloren, die uns  als Kinder in Erinnerung geblieben ist. Wir haben uns das „kindhafte“ nicht erhalten können. Die früher so wichtigen Details, die weihnachtlichen Kleinigkeiten, bleiben heute unbemerkt durch die vielen Veränderungen, die viele von uns erleben mussten.

Traurigerweise können wir uns heute an wenigen Dingen erfreuen weil in uns die Traurigkeit, die Wut, die Trauer und die Abwesenheit regiert.

Ich frage mich immer wieder, warum uns gerade an Tagen wie dem Weihnachtsfest, oder in der Adventszeit, eine Flut der Traurigkeit überrollt? In diesen Augenblicken wenn sich die Feiertage nähern und damit alles beginnt. Jedenfalls für viele. Die ganzen Vorbereitungen, Geschenke, festliches Schmücken und wie oben schon gesagt die Menüauswahl. Für Menschen die noch ein Jahr zuvor mit Familie, Mann und Kindern gefeiert hatten und die, durch welche Umstände auch immer, dieses Jahr alleine sind … ist das eine Situation, die emotional oft nicht zu bewältigen scheint.

Erinnerungen kommen hoch und überschwemmen unseren Geist

Erinnerungen an vergangene Jahre melden sich an Feiertagen immer besonders gerne und intensiv. Vermeiden können wir das nicht wirklich. Das Weihnachtsfest, das vor der Türe steht, besitzt eine Menge Macht und lässt uns die Abwesenheit geliebter Menschen noch intensiver und bewusster fühlen als sonst.

Ich kann nicht behaupten „Frau“ kann sich an diese Umstände gewöhnen, ich habe mir mit dieser Situation viele Jahre enorm schwer getan, zu wissen es wird keiner kommen! Meine Stühle werden am 24. Dezember leer bleiben. Die Fragen mancher „besorgter“ Menschen konnte ich nicht mehr hören: „Na meine Liebe, wo wirst Du dieses Jahr Weihnachten verbringen? Doch hoffentlich nicht ganz alleine bei Dir zu Hause?“ #kopfschüttelgroßeaugenschulterklopfen … DOCH, denn ich wollte niemandem zur Last fallen und ehrlich gesagt, war ich mir auch nie ganz sicher ob ich nicht einen moralischen Anfall bekam, wenn ich in die glücklichen Augen der anderen blickte, und das wollte ich mit niemandem teilen!

Es ist doch auch so, dass wir gerade an solchen Tagen an die Menschen denken müssen, die gestorben sind, die weit fort sind. Menschen, die aus eigener Entscheidung nicht mehr unter uns sind, und Menschen die sich entschieden haben, einen anderen Weg zu gehen … ohne uns. Habe ich die leeren Stühle damals betrachtet, füllten sich meine Augen mit jeder Menge Tränen und meine Seele mit Trauer.

Weihnachten trägt etwas widersprüchliches in sich

Der Zauber, der sich durch die Zusammenkunft und die gemeinsamen geteilten Momenten entfaltet, steht im krassem Widerspruch zu dem Schmerz, den wir durch die Abwesenheit unserer Lieben spüren. Auch zu der Sehnsucht, die wir zu den Menschen haben, die nicht mehr unter uns sind oder eben andere Wege eingeschlagen. Oftmals sind es auch Meinungsverschiedenheiten und Streit, die dazu führen, dass man sich aus dem Weg geht.

Mir ist jedes Jahr bewusst dass man diese Tatsachen nicht ignorieren kann, doch was wir während der Weihnachtstage tun können ist, dankbar sein Glas zu erheben … dankbar für die Tatsache zu sein, dass unser Herz noch schlägt. Auf alles anzustoßen was uns angeboten wird.

…und jetzt noch die (meinen) positiven Gedanken

Die Weihnachtswerbung vermittelt uns eine klare Botschaft: Zu dieser Zeit des Jahres sollte niemand alleine sein müssen. Einkaufszentren und Supermärkte sind zugepflastert mit Bildern von zusammensitzenden Familien und Freunden. Es werden in den festlichen Reklamen alle Möglichkeiten ausgeschöpft um ja richtig Weihnachten zu feiern …  was ist richtig oder falsch? Mich erinnert das in Wahrheit immer an so kitschige Weihnachtsfilme, die letztendlich immer in ein Desaster enden.

Was wenn man ganz bewusst die Entscheidung trifft, den 24. Dezember wie jeden anderen Tag zu behandeln? Ist das falsch? Ich habe mich nach meinen ersten Jahren gezwungenen Alleinseins, dazu entschieden mit so wenigen Menschen wie nur möglich diese Tage zu verbringen. Aus den vergangenen Jahren blieb niemand mehr aus meinem sozialen Umfeld übrig mit dem ich diese Tage verbringen hätte wollen.

Ich habe gelernt mich wirklich auf die Zeit für mich selbst zu freuen. Den Tisch genauso schön zu decken als würde ich Gäste erwarten, und ich kochte für mich selbst ein leckeres Festmahl. Dabei hörte ich Frank Sinatra (laut) … trank ein paar gute Gläser Wein … alles war friedlich und genau so, wie ich es mir gewünscht hatte.

Auch wenn ich die letzten zwei Jahre wieder für zwei Menschen den Tisch decken darf und zusätzlich für meine Hunde etwas Spezielles zaubere, ist mir sehr wichtig zu wissen, dass man Ereignisse wie den Heiligen Abend und die Tage danach oder zuvor auch anders gestalten kann.

Weihnachten ist für mich zu einer Erinnerung daran geworden, wie ehrlich ich mein Leben jetzt lebe, anstatt mich nach dem Willen anderer Leute oder nach alten Traditionen zu richten! 

Eingeladen ist auch immer meine Traurigkeit und Nachdenklichkeit,  die aber nie sehr lange Gast bleibt! :-)

Viele Menschen sehen ihre großen Familien und die Geschenke als selbstverständlich an. Die meisten gehen automatisch davon aus, dass es da Mutter und Vater gibt, keine finanzielle Probleme da sind und das zumindest für diese kurze Zeit alles gaaanz harmonisch in den Familien abläuft. Die Realität sieht jedoch ganz anders aus, das weiß ich. Also meine Liebe … ich kann Dir versichern DU bist nicht alleine mit Deinen Gefühlen.

Und falls Du Lust und Laune hast Oh du Fröhliche – alle Jahre wieder! solltest Du vielleicht auch nochmal lesen. Ich wünsche Dir eine abenteuerliche Weihnachtszeit, lass Dich nicht hetzen und bleib bei Dir.

Lesezeit: 3 Minuten

Die Zeit ist jetzt, lebe Dein Leben
oder Warum Dein Leben kurz ist und Du jeden Moment (er)leben sollst.

An jeder Ecke, in jedem Magazin und Blog hörst oder liest Du heute, dass Du im Moment leben sollst. Diesen nutzen sollst. Viele von uns kauen das einfach nach, eine „Weisheit“ die jedoch die meisten Menschen nicht leben, ja nicht einmal hinterfragen.

Lebe im Moment, denn Dein Leben ist kurz!

Stell Dir Dein Leben als einen Teller voll mit Gummibären vor, jeder Moment Deines Lebens stellt einen Bären dar. Und jede Sekunde, jeden Moment ist es plötzlich ein Gummibär weniger. Ein Bärchen, dass Du nie wieder hinzufügen kannst, es ist weg – fort!

Vielleicht wird Dir so bewusst, dass Deine Zeit immer kürzer wird. Der Moment während Du das hier liest ist gleich vorbei und er wird nie wieder kommen. Egal was Du machst oder versuchst, er ist weg! Für immer!

Jetzt kannst Du für Dich ausrechnen wieviel Zeit Du noch hast, wieviele Gummibären noch auf Deinem Teller liegen. Mach das, ganz bewusst und dann denk bitte mal über die letzten Zeilen nach, mach Dir die Worte bewusst. Und beantworte folgende Fragen für dich persönlich:

Warum verbringe ich soviel Zeit mit unbefriedigenden Dingen? Lebe ich wie ich will und was ich liebe? Was mich glücklich macht?

Unsere durchschnittliche Lebenswartung

Frauen 84,7 Jahre
Männer 79,2 Jahre
Durchschnitt 82,0 Jahre

das sind im Schnitt
29.930 Tage
718.320 Stunden oder
43.099.200 Minuten

Das scheint auf den ersten Blick viel zu sein und doch ist es nichts! Wie schnell vergeht eine Woche nach der anderen ohne Spuren zu hinterlassen. Arbeiten und funktionieren, vielleicht noch ein Drink oder Kaffee mit Freunden und das war es. Kann das alles sein? Für mich nicht, nicht mehr. Ich haben lange nur funktioniert, nur Pflichten erfüllt, beruflich und privat. Diese Zeit ist für mich vorbei.

Doch warum verlaufen die meisten Leben so?

Wir werden in eine Welt geboren, in eine Gesellschaft, die möglichst ruhige und unauffällige Menschen will. Menschen die leicht und problemlos führ- und regierbar sind. Die sich in den Bahnen der Gesellschaft bewegen und nicht ausbrechen.

Menschen, die nach der Schule in das Leben als Angestellte wechseln und ihre Lebenszeit unter Wert verkaufen. Oder findest Du Deine Lebenszeit und Deine Leistung wird dementsprechend honoriert? Nur so ein Gedanke …

Will mir  jemand erklären dass ein Mensch der 1.500.- netto verdient für seine wertvolle Zeit entsprechend entlohnt wird? Und ich meine jetzt noch nicht einmal die unzähligen Menschen, die nicht annähernd diese Summe im Monat am Konto haben!

Klar gibt es viele Angestellte, die gut verdienen und doch sind es Menschen, die aus meiner Sicht wenig bis keinen eigenen Willen zeigen sondern den ihnen vorgegebenen Weg leben. Vorgegeben von den Eltern, der Schule, dem Chef und der Gesellschaft. Ja und die Politik nicht zu vergessen.

Es geht ja nicht anders hört man immer wieder! Doch es geht anders, man darf vielleicht nicht immer nur den einfachsten Weg sehen und gehen. Jetzt höre ich manche von euch aufschreien. Ja schreie es raus „die spinnt doch, ich muss doch arbeiten um mein Leben zu finanzieren!“

Klar das müssen wir alle, aber warum nicht für sich selbst den Einsatz und die Lebenszeit opfern, mit Arbeit die einem Spaß macht. Mit Menschen, die einem gut tun. Nicht in Unternehmen die die Menschen nur noch aussaugen, ihnen die wertvolle Lebenszeit für ein lausiges Gehalt, das zum Leben nicht reicht und zum Sterben zu viel ist, abkauft. Menschen in schwere Krankheiten treiben und dann irgendwann mit 50 Jahren auf die Strasse stellen weil billigere Arbeitskräfte in Massen zur Verfügung stehen. Ein gesellschaftliches Problem, aber genau das erfüllt den Zweck die Menschen klein und still zu halten. Solange man ihnen Sicherheit vorgaukelt, Sicherheit im Job, Sicherheit für die Pension ist alles gut, so glaubt man jedenfalls.

Vorgegaukelte Sicherheit

In unserer Gesellschaft ist alles auf dem Begriff der vermeintlichen “Sicherheit” aufgebaut. Sicherheit, die es in Wirklichkeit gar nicht gibt. Nicht mehr gibt oder wohl nie gab. Wie kann man sicher sein, wenn man nur als Nummer gesehen wird, jeder problemlos und sofort austauschbar ist. Du nicht weißt wie lange es deinen Arbeitgeber noch gibt oder deinen Posten?

Geh in Deinen 9to5 Job und Du bist sicher, auf dies zielt das ganze System in Österreich und Deutschland ab.

Erfüllend ist das Ganze nicht, wir arbeiten um leben zu können. Das soll der Sinn unseres Lebens sein? NEIN! Ich bin der Meinung der Sinn unseres Leben kann nur ein erfülltes Leben sein. Jeder Mensch muss für sich selbst definieren was ihn erfüllt und was sein Sinn ist und dann noch den Mut zu haben sein Leben entsprechend zu ändern.

Und sag nicht das ginge nicht, es gibt immer Wege … sie sind zwar nicht so bequem und einfach, aber sie sorgen für nachhaltiges Wohlbefinden! :-)

Deshalb lebe DEIN Leben, tue was DU liebst und was DICH glücklich macht!

Lesezeit: 3 Minuten

Ich liebe die Stunden, in denen ich nur für mich sein kann

Es ist doch schon eine Weile her als es Gedankengänge von mir zu lesen gab. Auf der einen Seite ist der Kopf rappelvoll mit Gedanken, aber sie reichten nie um sie mit euch zu teilen. :-)

Jetzt wo ich wieder in Österreich bin und mich zu Hause wieder „eingerichtet“ habe, konnte ich mich zurückziehen, nachdenken und für eine Zeit auf den Pausenknopf drücken. Die ausständigen Termine konnte ich abhaken … etwas mehr Ruhe kehrt wieder ein.

Ruhe … Zeit nur für mich … für wenige Stunden … die Momente in denen ich rein für mich bin, tun gut!

Ich liebe meine kleine Familie und verbringe jede freie Minute mit ihnen zusammen, bin ich aber für mich ganz alleine, bemerke ich eine Veränderung in und an mir. Wenn ich für mich bin, wenn mir keiner dabei zu sieht was ich mache … dann fühle ich mich beinahe wie ein kleines Kind. Unbeobachtet kann ich mich meinen Gedanken hingeben, meiner Lieblingsbeschäftigung, dem Tagträumen, nachgehen … ich finde Vergnügen an den kleinen Freuden und dem Nichtstun! Schon mittags mich in ein Bad mit soo viel Schaum legen, dass ich darin untergehe, einen Topf Nutella mit den Fingern leer naschen und das Ganze in dicken Socken, unfrisiert und einem viel zu großem Sweatshirt … egal, keiner kommt, keiner sieht mich, keiner schüttelt den Kopf aber vor allem KEINER WILL ETWAS VON MIR!

Es gab Zeiten da hasste ich diese Intimität mit mir selbst. Diese Ruhe, das Alleinsein, das nichts tun … das tun was Spaß machte. Heute empfinde ich diese Augenblicke als etwas ganz Besonderes, beinahe Kostbares. Sie sind angenehm, sie sind Balsam für meine Seele aber vor allem sind sie für mich lebensnotwendig geworden. Wenn ich so mit mir alleine sein kann, ohne auf etwas achten zu müssen, entspannt sich mein ganzer Körper. Ich werfe meine „schützende“ Hülle einfach ab. Ich kann mich an so grundlegenden Handlungen wie eine Tasse Tee oder Kaffee zu trinken richtig erfreuen. Eingehüllt in kuscheligen Decken und zu wissen – ich hab jetzt Zeit für mich – ohne dabei rausgerissen zu werden!

Ich mag diese Momente, Stunden in denen mich keiner sieht und hört. Nichts ist so schön, wie nach einem geballten Tag die Schuhe samt all der Hektik ablegen zu können! Wir Menschen verbringen den ganzen Tag mit Regeln die manchmal kein Ende finden. Sie sollen unser Verhalten in die richtige Bahnen lenken?! Vielleicht ist es aus diesem Grund so reinigend für mich, wenn ich meinen privaten Raum betreten kann … da wo keiner etwas von mir erwartet und nur meine Regeln gelten! Ich bin keinen urteilenden Blicke ausgesetzt oder Konventionen unterworfen die mir ein gewisses Verhalten diktieren wollen.

In meinen Stunden des Alleinseins, da wo niemand auf mich achtet … da geht es mir gut, es gibt keinen Neid, keine Unehrlichkeit und keine Missgunst . Währenddessen genieße ich es meinen Gedanken alle „Gerüchte“ des Alltags auszuziehen … mitsamt dem Druck, der manchmal auf mich ausgeübt wird. Druck und Zwang, zwei Dinge die mir nicht gut tun.

Ich habe gelesen das der häufigste Druck unter dem wir Menschen leiden, die sogenannte Metawahrnehmung ist. Darunter versteht man das Fremdbild, das Bild, von dem wir glauben, wie uns die anderen sehen. Für viele ist das eine soziale Angst die wirklich verstörend sein kann. Für mich ist es weniger die Angst, mich ärgert es schlicht weg.

Wenn ich aber für mich bin, sind diese Gefühle, der Druck und der Zwang abgestellt. Keine Beurteilung – nur sein. Auch wenn ich in der Zwischenzeit ein gesundes Selbstwertgefühl besitze, dass mich von diesen äusserlichen Einflüssen zum Großteil schützt, brauche und genieße ich diese Zeit wenn ich nur mit mir sein kann!

Bei uns Erwachsenen sind unsere Gehirne von den Sorgen und Ängsten ausgelaugt. Das ständige Surren in unseren Köpfen wird in solchen Momenten des Alleinseins ruhig gestellt. Wir können dabei WIR SELBST SEIN. Diese Augenblicke, Momente oder Stunden in denen wir nur mit uns sind, sind wesentlich um uns auszuruhen. Ich gestatte meinem Inneren das zu tun, was es gerne möchte … ohne Einschränkung.

Genießen wir die Momente, in denen wir ganz nah bei uns sein können.

Wie geht es Dir mit der Stille und der Ruhe … kannst Du sie genießen oder macht es dich nervös? Kannst Du dabei Kraft und Energie tanken … oder bist Du für Ruhe nicht geboren? Ich würde mich freuen von Dir zu lesen!
Bis bald ….