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Meine Geschichte heute könnte wahr sein und vom Leben geschrieben. Ist sie aber nicht. Allerdings regt sie wieder mal an um über die Liebe und die Perfektion im Allgemeinen nachzudenken. Viel Freude beim „Eintauchen“.

DIE PERFEKTE FRAU

Eines Tages fragte ein Schüler den Schalk Nasrudin, warum er nie geheiratet habe.

„Ach“, antwortete Nasrudin, „ich hatte mir vorgenommen, nur dann zu heiraten, wenn ich die perfekte Frau gefunden habe.

So suchte ich lange Jahre und begegnete vielen Frauen, die nett und schön und auch klug waren.

Aber keine davon war perfekt.“

Nach einer kleinen Pause fuhr er fort: „Eines Tages sah ich sie dann!“

Ich wusste sofort, dass sie in jeder Hinsicht perfekt war.

Und als ich sie dann kennenlernte, stellte sich heraus, dass sie wunderbar makellos und ein Juwel war.

„Und, warum hast du sie dann nicht geheiratet?“, fragte der Schüler neugierig.

Nasrudin seufzte tief: „Das Problem war, dass sie den perfekten Mann suchte …“

Von Joel Ben Izzy aus „Der Geschichtenerzähler“

Mein Gedanke dazu:

Geben wir die Suche nach dem perfekten (Partner) auf. Wir werden diesen nicht finden. Perfektion ist einer der Trends unserer Zeit! Wir suchen und suchen … nach einem besseren Job, wir erwarten und suchen nach perfekten Momenten und Erlebnissen und natürlich auch nach dem perfekten Partner und dem perfekten Leben. Meine Erfahrungen haben MIR gezeigt, es ist ein Fehler, keine Fehler zu machen und fehlerfrei zu sein! Manche Menschen verschwenden ihr ganzes Leben bei diesem Versuch der ohnehin mit ziemlicher Sicherheit scheitert. :D

Also, lebt authentisch und sucht nicht nach Perfektion … im Leben. Dadurch wird es auch einfacher in „Liebesdingen“.
LOVE, die Eure :-)

Lesezeit: 4 Minuten

Die Vergangenheit. Sie ist die Menge aller zeitlich zurückliegenden Ereignisse. Das hat Mr. Google ausgespuckt. Die Vergangenheit abzuschließen ist eine Notwendigkeit, um sein wirkliches Potenzial zu finden. Nur wenn wir von „Altem“ befreit sind, sind wir in der Lage die Dinge so zu sehen, wie sie wirklich vor uns liegen. Mein Beitrag heute soll dazu dienen, mit der Vergangenheit abschließen zu können, um endlich in Frieden mit Dir selbst zu leben.

Ich persönlich kenne mehr Menschen, die mit ihrer Vergangenheit nichts mehr zu tun haben wollen, als solche die ausnahmslos mit Freude in der vergangenen Zeit wühlen. Warum das so ist, kann ich nicht sagen. Manchmal denke ich sogar, dass die Vergangenheit dazu da ist, Erfahrungen zu sammeln … negative Erfahrungen um gestärkt und positiv das weitere Leben zu schaffen. Sicher, man macht als junger Mensch jede Menge Quatsch. Tritt in dieses und jenes Fettnäpfchen. Wir wollen mit dem Kopf durch die Wand … und machen Sachen, bei denen schon zu Beginn feststeht, dass es „Narben“ geben wird.

Alles, was uns klein hält und nicht zu Liebe führt, ist nur ein Echo der bislang ungelösten Vergangenheit.

Frei sind wir erst, wenn wir die Vergangenheit zurücklassen

Wir bekommen das oft gesagt, man liest es ständig und redet noch viel mehr darüber! Aber was bedeutet es?  Wir sind erst wirklich frei, wenn wir die Vergangenheit verabschieden. Mit ihr abschließen. Das Resultat ist, das wir uns im HIER & JETZT frei und leicht fühlen können. Unsere Schultern fühlen sich leicht an, weil wir keine alten Pakete mehr mitschleppen müssen! Wir können dem Leben vertrauen und offen in die Welt hinausgehen. :D

Die Zusammenhänge sind sehr einfach erklärt: Wollten wir in der Vergangenheit sowie in der Gegenwart das Gefühl von Schmerz nicht spüren, wird uns dieser Schmerz im heutigen Leben immer wieder begegnen. Wir nähren unseren „Schmerzkörper“ aus unseren Gedanken und Gefühlen des Schmerzes. Er hat seine ganz eigene Lebendigkeit und wird so zum Gestalter unseres Lebens. Er erschafft Dinge, die wir in unserm Herzen nicht fühlen möchten.

Die (Selbst)Heilung ist deshalb auch ein Schritt der Selbsterkenntnis. Die Stimme in unserem Kopf gibt vor, uns beschützen zu wollen. Sie möchte uns vor dem Bewahren, was wir bisher unangenehmes erlebt haben. Das geschieht so lange, bis wir uns selbst und die Wirklichkeit erkannt haben. Ich kann jetzt auch sagen: Bis wir die Vergangenheit hinter uns gelassen haben.

Über mich: Wenn ich in meine Vergangenheit zurücksteige, fühlt es sich nicht gut an. Natürlich gab es auch schöne Zeiten aber wie man ja weiß, bleiben negative Szenarios eher in Erinnerung als positive Erlebnisse. Es hatte Zeiten gegeben da wohnte ich in meiner Vergangenheit. Ich kannte mich dort aus und fühlte mich trotz der vielen negativen Erfahrungen zu Hause. Ich war immer auf der Suche nach den „Warums“ und „Was wäre wenn’s“. Diese vergangene Zeit zog mir sehr viel Saft aus meinen Adern. Ich war kraft- und mutlos und glaubte nicht an eine schönere Zukunft. Die Folgen waren soziale Isolation und Depression mit Angstzuständen.

Es musste etwas geschehen, denn ein Leben in ständiger Vergangenheit ist kein Leben. Diesen Weg möchte ich Dir gerne beschreiben. Er hilft Dir loszulassen, anzunehmen und zu fühlen.

Nimm Deine vergangene Zeit an. Es kann sich nur etwas verändern, wenn es in seinem Wesen erkannt wird. Deshalb ist die Akzeptanz der erste Schritt. Nimm sie genauso an wie sie ist. Bedingungslos, denn Du kannst nichts rückgängig machen was geschehen ist. Kein Wort, keinen Moment. Und gleich noch vorne weg – ich sehe heute meine Vergangenheit als Geschenk. ›zwinker‹.

Suche den Kontakt zu Deinen Gefühlen. Erlaube Dir ALLES zu fühlen! Vergangene Gefühle werden dadurch „ausgefühlt“. So vereinnahmen sie nicht Dein Bewusstsein. Dein Blick auf das, was JETZT geschieht und ist, wird klar. Der Schleier der Vergangenheit verzieht sich. Es kommt ans Tageslicht was verarbeitet werden will. Deine Heilung beginnt. ›lächel‹

Hole Dir Hilfe. Vergangenheit aufarbeiten bedeutet auch, sich Hilfe zu holen. Hilfe durch Therapie. Ich weiß, dass so viele Menschen beinahe Angst bekommen, wenn sie das Wort Therapie hören. Sie meinen, dass sie dann in der Gesellschaft einen eigenartigen Stellenwert einnehmen. Meine Erfahrungen bejahen das nur teilweise. Wir leben in einer Gesellschaft die hauptsächlich „wegschaut“. Die Menschen allgemein möchten ihren eigenen Gefühlen nicht unbedingt begegnen und den Gefühlen anderer schon dreimal nicht! Deshalb sollte man sich darum sowieso nicht kümmern. Hat man mal eine Therapie begonnen, stellt man sehr schnell fest, dass alles nicht so schlimm ist und der Seele einfach riesig guttut! Übrigens hat mal ein Therapeut zu mir gesagt als ich anfangs auch sehr unsicher darüber gedacht habe: „Eine Therapie hätte wohl überwiegend der Großteil der Menschen außerhalb dieses Gebäudes nötig :-) …“

Du und Dein inneres Kind. Begegne ihm! Es steht für Deine kindlichen Anteile. Alles was wir in der Vergangenheit getan und erlebt haben, alle Sehnsüchte nach Lebendigkeit und Liebe, wird mit dem inneren Kind ausgearbeitet. Es werden dabei sehr viele versteckte und unterdrückte Bedürfnisse hervorkommen, die dabei helfen, mit der Vergangenheit in Frieden abzuschließen. Dazu gibt es jede Menge Bücher die Dich dabei unterstützen können. Wie zum Beispiel: Das Kind in dir muss Frieden finden oder Completion Process.

LASS LOS! Sehr oft klebt man am Schmerz fest und macht dadurch die alten Geschichten immer und immer wieder durch. Man erzählt es sich selbst im Kopf … ich habe das selbst immer wieder getan. An dieser Stelle gilt es dann endlich AUFZUWACHEN! Es ist wichtig zu erkennen, dass es sich nicht um die Realität, sondern um die Vergangenheit handelt. Wenn wir uns immer wieder dieselben Geschichten aus der Vergangenheit erzählen ist das alles andere als HEILUNG! Der Schmerz von damals wird am Leben gehalten und nicht gelöst! Gehe in die Tiefe, … spüre die Gefühle die sich auftun und lasse damit all diese Momente los.

Abschlussgedanke:

Zu bedenken ist schon, dass es ein Prozess ist der Geduld verlangt. Ich arbeite daran selbst schon mehrere Jahre aber ich darf sagen, dass ich die richtig großen Baustellen erfolgreich abgeschlossen habe. Der Rest ist Kleinarbeit. ›lach‹. Ein langsames nach vorne tasten ist der richtige Anfang, um Erfolg zu haben. Lerne darauf zu vertrauen, was sich für Dich richtig und gut anfühlt. Und ganz wichtig bei allem, was Du tust: Sei geduldig mit Dir. Ehre liebe und schätze Dich. Durch das Loslassen Deiner Vergangenheit, wird sich Dein Herz öffnen, … Du wirst es sehen.

Lesezeit: 3 Minuten

Du kennst es bestimmt, … die Tage an denen Du am liebsten NUR mit Deiner Bettdecke verbringen würdest! Die Tage, wo es mit Deiner Laune nicht zum Besten steht. Du bist eigentlich noch gar nicht richtig munter, und weißt aber schon jetzt: LEUTE, ich bin schlecht gelaunt. Gründe kann es viele, aber muss es nicht mal geben. Es ist einfach dieses Gefühl …

Solche schlechte Laune-Tage hatte ich früher ganz ganz viele! Zu wenig geschlafen, Stress im Büro, Ärger mit Freund und oder Familie, schlechtes Wetter, kranker Körper und was weiß ich noch alles! Aus dem Spiegel sah mich oft tagelang jemand an, der mir absolut nicht sympathisch war. „Was ist … klotz mich nicht so an!“ Eine Meldung zu meinem Spiegelbild, dem ich dann knurrend aus dem Weg ging.

Manchmal steigern wir uns auch grundlos in etwas hinein …

Ich schreib das jetzt so, weil es bei mir meistens genauso war! Am Ende wusste ich gar nicht, weshalb ich eigentlich so schlechte Laune hatte? Fällt die Zahnpaste von der Zahnbürste, oder haben wir verschlafen, ist der Kaffee aus am Morgen kommt schnell ein: „Na, der Tag kann ja was werden!“ Das waren auch lange meine Pauschalgedanken, die wirklich riskant sein können!

Es ist nämlich so, und das bitte immer im Auge behalten – Es gibt niemanden in unseren Köpfen, der unsere Stimmung lenkt! Wir alleine sind dafür verantwortlich und zuständig. Wir entscheiden, ob wir heute GUT oder SCHLECHT drauf sind! Das bedeutet, wir können jede Menge tun, um unsere Gedanken im Kopf umzudrehen, falls das Gefühl auf negativ steht.

Gute Laune lässt sich trainieren …

Wenn wir auf andere Gedanken kommen möchten und uns besser fühlen wollen, dann müssen wir unsere negativen, ich nenne sie jetzt mal „Selbstgespräche“, die ja für unsere schlechten Gefühle verantwortlich sind, durch gute Gedanken, also positive Selbstgespräche, ersetzen. Mir hilft es sehr, von negativen Gedanken Abstand zu bekommen, wenn ich mir hilfreiche Fragen stelle. Fragen bringen uns immer weiter! Denn sie sind der Anfang für eine Veränderung. Sie eröffnen Antworten und bieten uns neue Möglichkeiten und Perspektiven. Und all das bedeutet eine viel bessere Laune!

Ich kann so die Richtung meiner Gedanken kontrollieren und damit auch, wie ich mich dann fühle. Das ist meine Erste Hilfe Medizin, die ich an solchen Tagen gerne anwende. ICH und DU … WIR haben es in der Hand wie wir uns fühlen!

Gedanke von mir:

Ich hatte die letzten Monate beinahe jeden Morgen dieses Gefühl von Negativität in mir. Jeder Mensch weiß, wie es ist, wenn man durch gesundheitliche oder auch andere Gründen irgendwie nicht so kann wie man eigentlich möchte. Schmerzen, schlechter Schlaf, Unsicherheit und auch aufkommende Ängste, sind keine gute Unterstützung für gute Laune! Da wirst Du mir sicher recht geben. Und so habe ich wieder in meiner alten Kiste mit „GUTES HANDWERKSZEUG“ gegraben und auch gute Dinge gefunden, die mir schon in vergangenen Jahren eine große Hilfe waren. ›lächel‹.

Die Fragen, die ich mir damals notiert habe und die ziemlich abgegriffen aussehen, verwendete ich in den vergangenen Monaten wieder. Sehr aktiv und mit echtem Erfolg. Denn meine Gedanken wandelten sich innerhalb kurzer Zeit. Ich möchte sie mit Dir teilen. Techniken, die gute Dienste leisten, haben es verdient, hinausgetragen und geteilt zu werden. Ich nenne sie Stimmungsfragen, da verließ mich meine Kreativität jetzt ein wenig. ›lach‹

Stelle Dir die richtigen Fragen und Du wirst Deine Gefühle ändern:

  • Wofür bin ich dankbar? Wofür kann ich dankbar sein, wenn ich es wollte?
  • Wen liebe ich und WER liebt mich?
  • Worüber freue ich mich im Moment? Worüber könnte ich mich freuen und glücklich sein, wenn ich es wollte?
  • Worauf bin ich besonders stolz? Worauf könnte ich stolz sein, wenn ich es wollte?
  • Welches sind meine schönsten Erinnerungen?
  • Was mache ich besonders gerne?
  • Welcher Ort gibt mir am meisten Kraft? Wo fühle ich mich besonders wohl?
  • Was kann ich JETZT tun, um meine Situation besser zu machen?
  • Welche positiven Seiten hat mein Problem gerade?
  • WER kann mir bei der Lösung behilflich sein?
  • Was kann ich daraus für die Zukunft lernen?
  • Was würde ich tun und wie würde ich mich verhalten, hätte ich dieses Problem NICHT?

Einfache Fragen mit einer sehr großen Wirkung. Ich möchte Dir diese Fragen wirklich an Dein Herz legen. Stelle sie Dir und Du wirst Deine Gefühle verändern. Wenn Dir die Fragen ausgehen, dann bekommst Du keine Antworten mehr und ohne Antworten stirbt jede Hoffnung!

Beweise Dir, dass Du am LEBEN bist und die Zeit viel zu schade ist, um sie mit negativen Selbstgesprächen und Gedanken = schlechter Laune zu vergeuden!

Es funktioniert bei mir zu 99,9 %. Ich wünsche Dir viel Glück, hoffe aber, dass Du diese Fragen vielleicht gar nie brauchst!
Herzlichst und gut gelaunt.

Lesezeit: 3 Minuten

Weihnachten ist das, was wir daraus machen. Und dabei dürfen Weihnachtsgeschichten nicht fehlen. :-)  Weihnachtsgeschichten zu lesen oder vorzulesen, ist immer ein ganz besonderer Moment der Ruhe, der Besinnung und  der Nähe. Ich habe mir heute erlaubt, eine Weihnachtsgeschichte mit Dir zu teilen, als kleine Einstimmung für Morgen Abend. Eine Weihnachtsgeschichte, die hoffentlich Dein Herz berührt!

DER KLEINE WICHTEL

Der kleine Wichtel war schon alt, sehr alt und er hatte schon viele Weihnachten erlebt. Früher, als er noch jung war, ist er oft in der Adventszeit in das Dorf gegangen und überraschte die Menschen mit kleinen Geschenken. Er war schon lange nicht mehr im Dorf gewesen. Aber in diesem Jahr wollte der kleine Wichtel wieder einmal die Menschen besuchen.

So machte er sich schließlich auf den Weg, setzte sich vor das große Kaufhaus der nahegelegenen Stadt und beobachtete still und leise das rege Treiben der vorbei eilenden Menschen. Die Menschen suchten Geschenke für ihre Familien und Freunde. Die meisten Menschen kamen gerade von der Arbeit und hetzten eilig durch die Straßen.

Die Gedanken des kleinen Wichtels wanderten zurück zu jener Zeit, wo es noch keine elektrischen Weihnachtbeleuchtungen gab und er überlegte, ob die Menschen damals auch schon mit vollen Tüten durch die Straßen geeilt sind?

Nun, die Zeiten ändern sich, dachte der kleine Wichtel und schlich unbemerkt aus der überfüllten Stadt hinaus, zu dem alten Dorf, wo er früher immer gerne gewesen ist. Er hatte genug von hetzenden Menschen, die scheinbar keine Zeit hatten. Sollte die Adventszeit nicht eine ruhige und besinnliche Zeit sein?

So kam er an das alte Haus, in dem schon viele Menschen gewohnt hatten. Früher war dieses Haus sein Lieblingshaus gewesen. Früher, als es noch kein elektrisches Licht gab und die Menschen ihr Haus mit Kerzen erleuchteten. Er erinnerte sich, dass sie auch keine Heizung hatten und die Menschen Holz ins Haus schafften, um es warmzuhalten. Es sah damals während der Adventszeit immer wieder durch das Fenster und beobachtete jedes Jahr dasselbe. An manchen Abenden sah er die Mutter und die Großmutter Plätzchen backen. Der Duft strömte durch das ganze Haus und drang sogar zu ihm nach draußen.

Der Vater und der Großvater machten sich auf, um im Wald einen Weihnachtsbaum zu schlagen und ihn mühevoll nach Hause zu bringen. Es war kalt und sie freuten sich beim Heimkommen auf den warmen Tee, den die Mutter gekocht hatte. Oftmals saßen die Menschen zusammen, um gemeinsam zu singen und der Großvater erzählte den Kindern spannende Geschichten. Die Kinder konnten es kaum erwarten, bis die Großmutter auf den Speicher stieg, um die Weihnachtskiste zu holen, denn das tat sie immer erst kurz vor Weihnachten. In dieser Kiste gab es viel zu entdecken. Sterne aus Stroh, Kerzen, Engel mit goldenem Haar und viele andere kostbare Dinge.

Aber das war schon lange her und es war eine andere Zeit. Eine Zeit des gemeinsamen Tuns, eine Zeit miteinander, eine Zeit füreinander. Von seinen Gedanken noch ganz benebelt, sah der kleine Wichtel auch heute durch das Fenster des alten Hauses und entdeckte die Familie, wie sie gemeinsam um den Adventskranz saß und der Vater den Kindern eine Geschichte vorlas. Nanu, dachte der kleine Wichtel, eine Familie, die nicht durch die Straßen hetzt. Menschen, die  Zeit miteinander verbringen und die ihr Haus mit Kerzen erleuchten, ja heute ist eine andere Zeit, aber auch heute finden Menschen wieder füreinander Zeit.

Dem kleinen Wichtel wurde ganz warm ums Herz und er freute sich. Dann schlich er leise und unbemerkt dorthin, woher er gekommen war …

von Maria Unterthurner

Mit diesen Gedanken und Erinnerungen, die Dir vielleicht auch selbst noch bekannt sind, möchte ich Dir ein friedliches und besinnliches Weihnachtsfest wünschen. Nimm Dir Zeit für die unscheinbaren Dinge im Leben, sie geben einem am meisten zurück.

Sorge gut für Dich und bleib gesund,
Herzlichst Deine Sandra

Lesezeit: 2 Minuten

Schon lange gab es keine #Ausdrucksart mehr von mir zu lesen, … durch meinen Unfall war es mir nicht möglich auf Steine zu klettern oder mich in Lost Places herumzutreiben um Fotos zu machen. ›lach‹ Schade, da mir das immer sehr großen Spaß macht. Deshalb auch heute nur ein Profilbild, ABER dazu schöne Gedanken. Ich hatte einfach wieder mal Lust bekommen, Dich in der Form zu erreichen. ›lächel‹

AUF DIE GEGENWART KONZENTRIEREN

Wenn ich mich zurückerinnre an meine beeindruckendsten und auch weniger schönen Dinge, die ich getan und ausgehalten habe, frage ich mich manchmal wie das passieren konnte! Wie war es mir möglich, über die Gefahr und Ausweglosigkeit hinauszuschauen? Wahrscheinlich war ich zu sehr mit den Details beschäftigt, um das Ausmaß der Folgen zu begreifen.

Wenn man das große Ganze vergessen möchte, muss man sich alles ganz aus der Nähe ansehen. Manchmal ist es wichtig das große Ganze im Blick zu haben. Allerdings kann es auch kontraproduktiv sein und man fühlt sich maßlos überfordert, wenn man bedenkt, was noch alles vor einem liegt.

Indem wir uns also bewusst auf die Gegenwart konzentrieren, können wir die einschüchternden oder negativen Gedanken vermeiden, ja sie sogar aus unserm Blickwinkel verlieren.

So wie ein Seiltänzer. Er versucht nicht darüber nachzudenken, wie hoch oben in der Luft er ist! Eine Mannschaft, die bislang ungeschlagen geblieben ist, versucht nicht über ihre „Glückssträhne“ nachzudenken!

Für beide wie auch für uns ist es besser, einen Fuß vor den nächsten zu setzen … alles andere ist irrelevant.

Lassen wir uns nicht von einem Blick auf die ganze Bandbreite unseres Lebens erschrecken. Füllen wir unsere Köpfe nicht mit all den Gedanken unschöner Dinge, die eventuell noch passieren könnten! Konzentrieren wir uns auf die Gegenwart und fragen uns, wie wir sie am besten gestalten und dadurch auch aushalten können.

Wir müssen die Zukunft abwarten und sollten die Gegenwart genießen und das beste daraus machen. Die Vergangenheit bleibt. Nutzen wir sie als guten Ratgeber für unsere Gegenwart und Zukunft!

Viva la tua vita! Lebe Dein Leben …

Lesezeit: 3 Minuten

Ein anderer Sommer als sonst …

Wie jedes Jahr um etwa diese Zeit packt er mich der Abschiedsschmerz. Es war dieses Jahr für uns ein relativ kurzer Sommer in unserer Zweit-Heimat Italien. Covid hat es für uns erst sehr spät möglich gemacht einzureisen und zu bleiben. Wenn ich ehrlich bin, ich dachte sogar, es wäre dieses Jahr gar nicht möglich! Umso dankbarer darf ich sein …

Jetzt ist es bald 4 Jahre, als wir uns entschlossen haben, hier in Italien mehr als die Hälfte des Jahres uns ein zu Hause zu bauen. :D Aus einem halben Jahr wurde ein Jahr, dann zwei und in der Zwischenzeit bald 5 Jahre! Es ergab sich und wir hatten auch das Glück auf unserer Seite.

Eine „Eingewöhnungsphase“ habe ich nie gebraucht! Abläufe und Eigenheiten meiner Heimat fehlten mir Nüsse! ›lach‹
Ich orientierte mich an den Einheimischen und ich denke, das war das Beste, was ich tun konnte. So fühlte ich mich von Anfang an „zu Hause“! Das Gefühl, in einem neuen Land angekommen zu sein, stellte sich bei mir sehr rasch ein.

Mein Fortbewegungsmittel hier ist ausschließlich mein Fahrrad. Ich brauche keine Bus- oder U-Bahn-Station. Kein Berufsverkehr, kein Stau. Nicht diese Art von Hektik, die mich erwartet, wenn ich zu Hause vor die Türe gehe. Die Menschen hier sind viel entspannter, wesentlich freundlicher und positiver als in meiner Heimat. TROTZ schwerster wirtschaftlicher Einbußen. :-(

Eigentlich kann ich sagen, ich lebe in einem „Dorf“ mit 5000 Einheimischen. Die sich genauso wie ich freuen, wenn es ab September wieder still wird und die Touristen den Ort verlassen. Ich liebe meine Geisterstadt, die im Winter tatsächlich als solche durchgehen könnte! :-)

Nachbarn sind zu Freunden geworden. Anfängliche Sprachbarrieren haben lustige Erinnerungen hinterlassen. Aus zufälligen Bekanntschaften sind richtige Freundschaften entstanden. Spezialitäten des Landes sind zur Lieblingsspeise geworden und das erkunden neuer Kraftplätze, macht mir noch genauso viel Spaß wie vor 4 Jahren! Alles in allem: Ich fühle mich fantastisch wohl hier!

Dieser Sommer war kurz.
Er war anders.
Und für mich war er auch schmerzhaft.

Ich musste durch einen Unfall hier in Italien operiert werden. Sofort. Was eine besondere psychische Herausforderung für mich war. Nun jetzt weiß ich es und ich würde mich jederzeit wieder hier behandeln lassen. Medizinische Vorgänge laufen hier zwar ein wenig anders, was aber keinesfalls bedeutet, dass sie „schlechter“ sind! Ganz im Gegenteil. <3

Knochen heilen schneller als die Seele oder das Herz. Das weiß ich und deshalb bin ich positiv. Die richtige „Arbeit“ beginnt in ein paar Wochen, zu Hause, wenn ich wieder gehen lernen darf. ›freu‹

Es ist mir auch gelungen, und darauf bin ich mega stolz, meine Ernährung umzustellen. Meine körperliche Gesundheit (bis auf mein Bein) wieder auf Vordermann zu bringen! 10 Kg weniger auf der Waage sind mein Resultat des Ganzen. OHNE darauf hinzuarbeiten!

Und ich habe es geschafft, ein Medikament abzusetzen, von dem meine Ärztin glaubte, OHNE würde ich nicht sein können. Ich war der Meinung, ich schaffe es ohne dieses Gift! Mit super Erfolg und ohne es zu bereuen! Es geht mir prima.

Menschen haben sich getrennt und andere haben zueinander gefunden. Durch meine Verletzung wurden neue Verbindungen geknüpft und mein Herzmensch und ich durften ganz viel Hilfsbereitschaft erfahren!

DANKE dafür. Es war ein kurzer und ganz anderer Sommer, als sonst. Es war zu erwarten. Und auch wenn nicht alles positiv war, … für mich war es eine gute Ernte! :D Und auch wenn ich meine Lieblingszeit nur im Rolli und auf Krücken fahren/gehen konnte … das Leben hat nicht aufgehört, sondern hat mir wieder ganz viel DANKBARKEIT gelehrt!

In ein paar Tagen geht’s nach Hause. Ich hinterlasse diesmal keine blitzblank geputzte Wohnung, alles was bleibt sind ein wenig Staub, zu groß gewordene Jeans und ganz viele positive (JA ich gebe es zu – auch ein paar schmerzhafte) Erinnerungen.

Dann packe ich wieder mal meine Taschen, nehme meine Erinnerungen mit und hinterlasse dieses Jahr nur „eine“ Fußspur im Sand. :D

Stai in saluta, a presto la tua Sandrini <3

Lesezeit: 2 Minuten

Die Geschichte, die ich heute für uns ausgesucht habe, ist gleichzeitig auch eine Geschichte, die gerne auf Hochzeiten vorgelesen wird. Sie soll dem Brautpaar anschaulich zeigen, wie eine gute Beziehung gelingen kann. Vielleicht kennst Du sie ja bereits? Wenn nicht – tauche ein in diese sehr berührenden Zeilen …

WAS IST EINE GUTE BEZIEHUNG?

Anna und Walter sitzen auf Ihrer Lieblingsbank unter den Eichen. „Weißt Du noch, wie damals alles begonnen hat?“, fragte die Frau verträumt.

Lächelnd nickt der alte Mann und gibt Ihr einen langen Kuss auf die Stirn. Beide erinnern sich: sie hatten sich auf dem Jahrmarkt kennengelernt und wussten sofort, dass Ihre beiden Herzen zusammengehörten.

Die Verliebten schlenderten damals über den Marktplatz und steuerten auf eine Menschenansammlung am Rande des Dorfes zu. Dort wurde ein Wettbewerb veranstaltet.  Auf einer Bank stand der Besitzer der dortigen Wiese mit zwei Eicheln in seinen Händen. Er erregte großes Aufsehen mit seinem lauten Geschrei:

„Kommt alle her und seht! Das sind Liebeseicheln! Wer traut es sich zu, ein Denkmal für die nächsten Generationen zu setzen? Auf dieser Bank sollen einmal Liebespaare sitzen und es behaglich haben. Damit hier ein lauschiges Plätzchen entstehen kann, sollen zwei mächtige Eichen den nötigen Schatten spenden.

Wer von Euch findet den richtigen Abstand, den diese Eichen brauchen, um gemeinsam wachsen und zusammen alt werden zu können? Unser Dorfgärtner ist der Schiedsrichter und ENTSCHEIDET, wer die Aufgabe am besten gelöst hat.“

Nacheinander traten etliche Pärchen vor und legten die Eicheln nach Ihren Vorstellungen auf die Erde nieder. Die Entfernung der verschiedenen Vorschläge reichten von fünfzig Zentimeter bis zu drei Metern.

Anna und Walter waren die letzten, die Ihren Tipp abgaben. Als sie jedoch die zwei Eicheln in einem Abstand von sieben Metern auf die Erde legten, wurde sie von den Zuschauern nur lauthals ausgelacht!

Der alte Gärtner hingegen nickte erfreut und grub die zwei Liebeseicheln genau dort ein, wo die beiden diese hingelegt hatten. Lächelnd sagte er:

„Mit dieser Entfernung können sich die Eicheln gut entwickeln. Jeder bleibt für sich ein eigenständiger Baum und keiner nimmt den anderen die Sonne und die Luft zum Atmen. Auch die Wurzeln behindern einander nicht. Dennoch werden die Bäume eine Gemeinschaft bilden, denn wenn der Wind über sie hinwegweht, dann können sich Ihre Äste sanft berühren.“

So begann es damals, vor über fünfzig Jahren. Händchenhaltend und in Gedanken versunken sitzen Anna und Walter unter den beiden mächtigen Eichen, deren Äste sich in luftiger Höhe begegnen und auf das Rascheln Ihrer Blätter horchen.

Ich habe diese Geschichte aus einem Buch, das mir eine sehr liebe Freundin geschenkt hat. „Geschichten, die dein Herz berühren“, von Gisela Rieger.

Meine ganz persönliche Meinung dazu: Für eine gute liebevolle Beziehung ist es unerlässlich, Distanz zu ertragen, denn nur wer sich voneinander wegbewegt, kann erneut aufeinander zugehen! Und genau dieses „Wechselspiel“ ist es, was die Liebe und Sehnsucht so spannend macht!

Ich wünsche Dir ganz viel Harmonie in Deiner Beziehung und wenn Du magst, treffen wir uns bald wieder, wenn es heißt:
#Geschichtenliebe … Gedanken zum Nachdenken <3

Lesezeit: 3 Minuten

Trotz allem mag ich mein Leben …

Jetzt bin ich schon seit einigen Wochen durch einen Unfall an Rollstuhl und Krücken gebunden … eine Tatsache, die ich nur schwer akzeptieren kann, weil ich eben Freigeist und Natur-Junkie bin! ›lach‹ Wie schnell sich ein normales Leben doch verändern kann. Plötzlich ist man auf Hilfe angewiesen! Die einfachsten Dinge werden zur Herausforderung und der restliche „funktionierende“ Teil deines Körpers, zeigt sich nach kurzer Zeit total erledigt … Nix mit durch die Wiese und Wald laufen, am Strand mit den Hunden toben oder mal „flink“ die Wohnung polieren! NEIN … das Wort „flink“ wird durch „tranquillo“ – wie wir hier in Italien an allen Ecken hören können sagen! UND … es ist mega viel Zeit vorhanden, über das Leben und die Veränderungen im Laufe der Jahre nachzudenken …

Es ist lange her …

Wenn wir einander mit diesen Worten begegnen, dann ist in der Zwischenzeit sicher so einiges passiert. Welche Erlebnisse haben das Leben geprägt? Auch manchmal auf sehr tiefgründige Weise verändert? Wenn ich Rückschau halte auf meine bisherige Lebenszeit, dann muss ich sehr sorgsam meinem Blickwinkel wählen, mit dem ich auf das Vergangene schaue.

Ich möchte nicht, dass sich Enttäuschung wie ein Schleier über meine Augen legt, denn dann geschieht es, dass ich mit Wehmut, Traurigkeit oder sogar Wut an all die Geschehnisse und unerfüllten Wünsche in meinem turbulenten Leben denke. Viele meiner Wünsche haben sich nicht erfüllt. Viele meiner Pläne sind nicht aufgegangen. Vieles war vergebene Mühe, deren Preis viel zu hoch war!

Die Zeit, der Schmerz und ganz viel Erfahrung, haben mir viel beigebracht …

Ich habe gelernt, auch anders auf die Jahre und Ereignisse zu schauen, die hinter mir liegen. Wenn ich also so „anders“ über meine Vergangenheit nachdenke, dann sehe ich sie wie einen weiten endlosen Strand vor mir liegen … mit unzähligen Muscheln, angeschwemmtes kleines und auch großes Schwemmholz und Steinen.

Dabei finden sich Muscheln, die bunt, groß und heil hin und her gespült werden.
Ich finde aber auch viele die gebrochen sind … überzogen mit Algen und ohne Farbe.
Ich sehe Ansammlungen von großen und kleinen Schwemmhölzern, manches vom Meer sauber reingewaschen, anderes wiederum wartet noch auf den Prozess der Reinigung. <3

Ich sehe überwiegend schöne Dinge, die sich da in der Weite des Strandes angesammelt haben. Die weniger schönen Sachen verdienen dennoch meine Aufmerksamkeit. Auch, wenn ich sie nicht mit nach Hause nehmen würde … sie runden mein Strandbild ab. <3

All das gleicht den hellen, den dunklen, den schweren und den schmerzerfüllten Augenblicken des Lebens!
Es gab eine Zeit, da habe ich versucht, alles Unschöne zu verdrängen, aus meinem Leben gedanklich zu verdrängen … ungeschehen zu machen! Ohne Erfolg. Erstens hat es nicht funktioniert und zweitens, wäre es dann nicht mehr mein Leben gewesen!

Das Gegenwärtige vereint mit den Erinnerungen an die Vergangenheit – all das gehört zu unserem Leben. Sicher, da gibt es Augenblicke, an die ich nicht gerne denke. Es gibt aber auch Augenblicke, die mich mit großen Augen anlächeln! :D
SIE sind es, die mich dankbar werden lassen und aus ihnen kann ich auch neue Kraft schöpfen!

Auch das „Gestern“ hat mein Leben bestimmt und vor allem hat es mein Leben geformt! Deshalb darf und soll es mit hinein, wenn ich zurückschaue auf mein Leben und vergangene Zeiten. Erinnerungen können schmerzen … ich weiß es nur zu gut.

Aber Erinnerungen sind auch etwas sehr Wertvolles und ein großer Reichtum finde ich, denn sie schenken mir Geborgenheit, Wärme und sie machen mich STOLZ … stolz deshalb, weil es mir gelungen ist, aus einem Berg gebrochener Muscheln, wieder ganz viele „heile“ zu machen, um diese an andere Menschen zu verschenken, <3  …

Die Vergangenheit soll reden und wir dürfen zuhören. Lassen wir das zu, wird unsere Seele Ruhe finden.

Ich wünsche uns allen, symbolisch ganz viel WEITE und STRAND …

Lesezeit: 4 Minuten

Es gibt manchmal kurze und sehr einfache Gespräche, die mich lange danach noch beschäftigen und berühren. Worte, über die ich dann gerne schreibe, weil sie einfach beeindruckend sind. Ich möchte Dich heute gerne zum Strand mitnehmen … sagen wir so, auf den Weg dahin.

Es ist bereits September und ich habe in diesem Sommer, den ich wie jedes Jahr in unserer Zweitheimat Italien verbringe, viele bekannte Gesichter und Nachbarn vermisst. Die COVID-Situation hat gerade viele ältere Wohnungsbesitzer veranlasst daheim zu bleiben. Generell war es ein sehr kurzer Sommer mit sehr vielen Neuerungen und Einschränkungen. Ein Sommer, der sicher in Erinnerung bleiben wird, wenn nicht sogar die neue Normalität werden wird.

Ein freudiges Wiedersehen …

Umso mehr habe ich mich gefreut, als genau eines dieser „vermissten“ Ehepaare vor ein paar Tagen angekommen ist. Am Weg zum Strand richtete sich der kleine alte Herr, dem mit seinen 80 Jahren noch immer der „Lausbub“ aus den blauen Augen blitzt, auf. Er schlägt die Hände zusammen und begrüßt mich mit seinen Tiroler Dialekt und einem herzlich strahlenden Lächeln.

„Jo do isch jo unser Negerlein …“, sagte er grinsend.

Er nennt mich immer so, seit wir uns vor ein paar Jahren kennengelernt haben. Das Negerlein … meiner Hautfarbe im Sommer sein Dank. ›lach‹. Ich habe ihm erzählt, dass ich sehr oft an ihn und seine Frau gedacht habe und ich mir wünschte, dass es ihnen auch gut geht! Der quirlige alte Herr erinnert mich jedes Mal an einen kleinen Jungen, der nur Quatsch im Kopf hat. Er ist trotz seiner stolzen Jahre und seiner schweren Krankheit die ihm letztes Jahr offengelegt wurde, immer gut drauf. Er ist total aktiv und er erzählt mir jedes Mal, welche Berge er wieder hochgestiegen ist, sofern es seine Krankheit zulässt. <3

Zu Hause gibt es immer jede Menge Arbeit. Einen Hof, Stallungen belegt mit Turnierpferden. Menschen, die er unterrichtet und Kinder, dessen Talent er fördert. Er ist ein Mensch der mit ganz viel Kraft und Energie gesegnet ist, der ohne Arbeit wahrscheinlich gar nicht existieren könnte, dennoch keine Hektik lebt, sondern ganz viel Ruhe ausstrahlt. Genauso wie seine liebe Frau.

Es sind kluge alte Menschen, die mit der Zeit gehen. Informiert und offen für Neues. Einfach positiv auf alles was auf sie zukommt. Leider hat auch seine Frau, die er liebevoll „Herzstück“ nennt, eine seltene Immunkrankheit für die es noch immer keine hilfreiche Behandlung gibt. „Herzstück“ ist 76 und trotz ihrem Leiden eine sehr charismatische schöne Frau geblieben.

Auf meine Frage ob bei ihnen auch alles in Ordnung sei, sagte er zu mir:Kum Negalein, sitz di her do zu mir …“, was mich ein wenig verwunderte, weil das Reden eigentlich immer seine Frau übernommen hatte. ›lach‹ „Herzstück kimmt erscht, es isch ihr no zu woarm, aber i erzähl dir was …“

„Meine Frau hat keine guten Monate hinter sich und die derzeitige Situation macht es für sie und natürlich auch für mich, nicht gerade leichter. Wir dürfen uns nix einfangen, sonst sind wir ganz schnell weg vom Fenster!“ (So seine tatsächlichen Worte) :D
„Die Krankenhausaufenthalte, waren wie ein russisches Roulette für sie! Ich bin zwar einiges älter, aber irgendwie doch noch robuster.“ „Woascht wos i moan?“ Und da blinzelte auch schon wieder der „Lausbub“ aus seinem Gesicht. :D

Weiter meinte er: „Deshalb habe ich nachgedacht und meine ganze Arbeit niedergelegt. Ich hab alle Pferde verkauft und mich um gute Plätze bemüht. Der Hof ist jetzt verpachtet, sodass ich meinem Herzstück nicht zusätzliche Sorgen aufhalse, sollte mit mir plötzlich was sein.“

Ich hab im Außen wie in meinem Inneren Aufgeräumt! Meine Tasche ist ordentlich sortiert und gepackt, sollte meine Zeit da sein. „Ma woasch jo nit!“, meinte er mit einem Lächeln auf den Lippen.

„Weißt du Negerlein, ab jetzt will ich jeden Moment genießen und das gemeinsam mit meinem Herzstück! Da sind wir uns beide ganz einig. Wir hatten bis vor kurzem ein sehr arbeitsames Leben. Ein gutes und schönes Leben, aber richtig Zeit zum Genießen, war nicht da. Ich hab halt immer geglaubt, ohne mich gehts nicht!

„Sicher hat mein Herz geblutet, als ich alle Tiere hergegeben habe und die anderen Sachen losgelassen hab, aber wenn ich ehrlich bin, es ist auch leichter auf meinen alten Schultern geworden. Und meiner Frau geht es dadurch auch viel besser! Ja Herzal“ – und da meinte er tatsächlich mich,  „so ist das Leben … so alt kann man gar nicht werden um nicht bis zum Schluss, alles geradezurücken. Die Taschen aufs Minimum ordentlich einpacken, sodass man jederzeit „abholbereit“ ist …“

„Das Leben meiner Frau und mir war ausgefüllt mit schönen Dingen. Aber was hilft es, wenn man sie nicht genießen kann, weil man zu viele davon erlebt und gar nicht schätzen und genießen kann? Weißt du was ich sagen will?“

JA, ich weiß genau was er mir damit sagen will …

Was danach von meiner Seite noch kam, war nicht sehr viel. Ich war erstaunt und gleichzeitig berührt von soviel Klarheit und den Mut, das loszulassen was man eigentlich über alles liebt! Ein paar Meter weiter auf meinem Platz angekommen, dachte ich über dieses nette „Pläuschchen“ nach. Irgendwie scheint sich bei mir alles gerade zusammenzufügen.

Beispiele und Gedanken. Ein Buch geschrieben von Bronnie Ware, 5 Dinge die Sterbende am meisten bereuen, handelt genau von diesen Themen. Hier geht es zwar nicht um sterbende (Gott sei Dank), aber es ist dieselbe Thematik, die das Buch beschreibt. Lebensaufgaben loslassen. Ballast abgeben.

Ich finde es wirklich erstaunlich und mutig, was die Beiden da auf die Beine gestellt und jetzt im hohen, kranken Alter wieder abgegeben haben. Und warum? Um die, viel zu lange zurückgestellten, Wünsche endlich gemeinsam zu erleben! Es stimmt mich nachdenklich und soll uns auch in Erinnerung rufen, worauf es tatsächlich im Leben ankommt, damit wir das Leben führen, was wir auch führen möchten.

Und da ist es wieder … das Gefühl der Freude und Dankbarkeit das mich seit kurzem so oft besucht! <3

Also mein Tag ist gerettet und vielleicht konnte ich Dir mit meinem kleinen Strand-Pläuschchen auch ein warmes Bauchgefühl vermitteln. Wie Du an diesem Beispiel auch sehen kannst, es ist NIE zu spät und man ist NIE zu alt um Dinge zu verändern und um Dinge freizulassen. :-)

Eine tolle Zeit für Dich.

Lesezeit: 2 Minuten

Das absurde unserer Zeit

Heute ein paar anregende Worte zum Nachdenken und weiterschicken.

Wir haben hohe Gebäude, aber eine niedrige Toleranz, breite Autobahnen, aber ENGE Ansichten. Wir verbrauchen mehr, aber haben weniger. Kaufen uns viel und haben trotzdem keine Freude daran. Wir haben größere Häuser, aber kleinere Familien. Mehr Bequemlichkeit, aber wenig Zeit. Mehr AUSBILDUNG, aber weniger VERNUNFT. Mehr Kenntnisse, aber weniger HAUSVERSTAND! Mehr Experten, aber auch MEHR PROBLEME. Eine tolle Medizin … aber weniger GESUNDHEIT.

Wir rauchen zu stark, wir trinken zu viel und ernähren uns immer weniger gesund. Wir geben verantwortungslos viel aus, wir lachen viel zu wenig, fahren zu schnell, regen uns ständig auf, gehen zu spät schlafen und stehen viel zu müde auf. Wir lesen zu wenig, sehen zu viel fern. Wir haben das Beten verlernt.

Wir wissen wie man seinen LEBENSUNTERHALT verdient, aber nicht mehr, wie man LEBT.

Wir haben dem Leben Jahre hinzugefügt, aber NICHT den Jahren LEBEN. Wir fahren zum Mond, aber kommen nicht mehr an die Tür der Nachbarn. Wir haben den Weltraum erobert, aber nicht den Raum in uns! Wir machen größere Dinge … aber sie sind nicht immer besser.

Wir haben die Luft gereinigt, aber die Seelen verschmutzt. Wir können Atome spalten, aber NICHT unsere Vorurteile. Wir schreiben mehr, aber wissen weniger. Wir planen viel, aber erreichen nur die Hälfte. Wir haben gelernt schnell zu sein, aber wir können nicht warten.

Es ist die Zeit des schnellen Essens und der schlechten Verdauung, der großen Männer und der kleinkarierten Seelen, der leichten Profite und der SCHWIERIGEN BEZIEHUNGEN. Es ist die Zeit des größeren Familieneinkommens und der Scheidungen, der schöneren Häuser und des zerstörten Zuhause.

Es ist die Zeit der Wegwerfwindeln und der WEGWERFMORAL. Der Beziehungen für eine Nacht und die Zeit des Übergewichts. Es ist die Zeit der PILLEN, die alles können: sie ERREGEN UNS, sie BERUHIGEN uns, sie TÖTEN uns. Es ist die Zeit, in der es wichtig ist, etwas im Schaufenster zu haben, statt im Laden, wo moderne Technik einen TEXT wie diesen in Windeseile in die ganze Welt tragen kann, und wo DU die Wahl hast:

Das Leben ändern – oder diesen Text und seine Botschaft wieder zu vergessen.

Denk daran, mehr Zeit denen zu schenken, die ihr liebt, weil sie nicht immer mit euch sein werden.
Sagt ein gutes Wort denen, die euch jetzt voll Begeisterung von unten her ansehen, weil diese kleinen Geschöpfe bald erwachsen werden. Schenkt dem Menschen neben euch eine innige Umarmung, denn sie kostet nichts.
Sag dem geliebten Menschen: „ICH LIEBE DICH“ … und meint es auch so!
Geht Hand in Hand und schätzt die Augenblicke wo ihr zusammen seid. Denn eines Tages wird dieser Mensch NICHT mehr neben dir sein.

Findet Zeit EUCH ZU LIEBEN, findet Zeit miteinander zu SPRECHEN. Findet Zeit, alles was ihr zu sagen habt miteinander zu teilen, denn das Leben wird nicht gemessen an der Anzahl der Atemzüge, sondern an der Anzahl der AUGENBLICKE, die uns des Atems berauben.  

Dr. Bob Moorehead

Und ich  bin der Meinung, manche Zeilen brauchen kein „Nachwort“. Deshalb bleibt mir nur noch, Dir eine gute und schöne Zeit zu wünschen. Bis zum nächsten Mal.