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Der Jahreswechsel … Wir denken über unsere Pläne nach. Über  unsere Vorsätze. Wir feiern den Start in ein neues Jahr voller Möglichkeiten und toller Veränderungen … wie immer. Aus der aktuellen Frustration heraus, vom Idealbild anderer Menschen getrieben, zum Scheitern vorgesehen, doofe und überstürzte Ideen, was im neuen Jahr alles anders werden könnte … sollte … müsste. Keine Angst, ich werde keinen weiteren Satz mehr dafür verwenden, um Dir zu sagen, wie Du Dein Gewicht wieder reduzieren, Deinen Job überdenken oder Deinen Partner „sanieren“ kannst. Du kannst Dich also entspannen. Was ich allerdings möchte ist, diese Zeit als guten Zeitpunkt zu sehen und zu nutzen, um richtig hinzuschauen … auf Dich selbst, auf Dein Leben, auf Deine Zukunft.

Ein wunderbarer Zeitpunkt um den Kopf freizubekommen

Seit ich denken kann, empfinde ich die Zeit zwischen den Jahren immer als besonders ruhig. Es steht nichts an. Viele haben frei, es sind Ferien und die Geschäfte sind geschlossen. Termine liegen still. Für mich immer ein guter Zeitpunkt um im Oberstübchen aufzuräumen. Alle Alltagsprobleme auszusperren. Durchatmen. Nach der geistigen Reinigung und dem Abstand zu den eigenen „Nöten“ sehe ich vieles klarer. Was allerdings nicht bedeutet alle Probleme, die jeder von uns mitschleppt, weg zu atmen. Ganz im Gegenteil, es beginnt das strukturierte Denken! Ich nutze das Neue Jahr als psychologischen Neubeginn. Das passiert natürlich nicht am 1.1. total überstürzt, es darf auch keine falsche Motivation dahinter stehen. Pläne müssen gereift und durchdacht sein. Und das allerwichtigste, es muss der Wunsch und der Wille das sein, um die Komfortzone auch wirklich zu verlassen!

Das Neue Jahr kann ein Wendepunkt in Deinem Denken sein. Sei bewusster und erkläre das kommende Jahr zur Plattform Deiner Veränderung. 

Hat sich bei Dir Unzufriedenheit angesammelt?

Ich finde es sehr gut wenn Du das erkennst. Und ich finde es sehr gut, dass es Dich so stört und etwas verändern möchtest! Natürlich ist jedes Datum, jeder Monat, jeder Tag dazu geeignet etwas Neues zu starten. Aber was passiert wenn Du Dir nur vornimmst etwas zu verändern? Genau … gar nichts. Und das ist das Problem vieler. Darüber reden, darüber nachdenken (zerdenken) und vor sich hinschieben …

Warum ist es eine Veränderung in vielerlei Hinsicht so unsagbar schwer für Dich? Ich sag es ganz direkt und knapp. Weil Du ein Gewohnheitstier bist! Dein Geist nicht nur bei Heroin suchtgefährdet ist, und Du Opfer Deines Körpers bist. Und nicht nur Du, die meisten von uns …  also ich entschärfe diesen Satz ein wenig.

Ich nehm ein einfaches Beispiel her, dass viele bestimmt kennen. Abends nach der Arbeit, wenn Du nach Hause kommst, schmeißt Du Dich aufs Sofa … schließlich hast Du es Dir verdient. Du bist erschöpft nach einem anstrengenden Tag. Das machst Du immer so und es fühlt sich gut an. Aber gleichzeitig spürst Du ein nagendes Gefühl in Dir das immer wieder sich einschleicht. So nach dem Motto: „Du könntest Deine Zeit auch anders nutzen“. Du wolltest Dich Doch um eine andere Stelle bewerben? Dich nicht mit ungesundem Fast Food vor den TV legen, sondern Dir, auch wenn Du müde bist, etwas schönes kochen? Gespräche, die Du führen wolltest … wann?

Dieses kleine Couchritual das Du beinahe jeden Abend praktizierst, und seit vielen Jahren schließlich immer so machst, hat sich auch an dieses nagende Gefühl gewöhnt. Es gehört dazu wie das Sofa, der Fernseher und der Entspannungsmodus. Ein simples Beispiel und wie gesagt – Du (wie wir alle) bist ein Gewohnheitstier. Dein Gehirn steht auf Routinen und verkettet diese in Deinem Unterbewusstsein als eine unumgänglichen Lebensalltag. Als ein Leben so wie es nun mal ist … obwohl Du eigentlich etwas anderes möchtest.

Wie so oft brauchen wir einen großen Knall um auch wirklich etwas zu verändern

Ich könnte aber auch sagen wir brauchen eine Inspiration, die uns streift und nicht mehr loslässt! Manchmal ist es es auch ein Ereignis … ein Riesenknall wenn die Mauer der Frustration einstürzt. Oft lösen diese Ereignisse in Deinem Kopf einen Entschluss aus, nämlich den Willen in die Umsetzung zu gehen. Dieser kleine „Klick“ oder große „Knall“ sagt Dir: Es ist so weit um die eingefahrenen Komfortzonen zu verlassen und mit etwas Neuem zu beginnen. Zu solchen innerlichen Aufforderungen kommt es immer wieder in unserer Persönlichkeitsentwicklung und das ist keine Frage des Alters!

Was steckt dahinter? Was verstehe ich unter Komfortzone? Ich habe mich viel damit beschäftigt, da ich mich selber sehr lange und auch nicht ungern in dieser Zone aufgehalten habe. Dennoch ist dieses Wort etwas irreführend. Denn es suggeriert, dass es dort immer angenehm und relaxt hergeht. Doch kann es in der Komfortzone auch durchaus unangenehm werden. Speziell dann, wenn man sich ständig darin aufhält und sie schon ewig nicht verlassen hat! Sie wird nämlich immer kleiner und kleiner und wie Du ja sicher weißt, sind enge kleine Räume nicht wirklich angenehm.

Die meiste Zeit halten sich Menschen in ihrer Komfortzone auf: Sie befinden sich in einer bzw ihrer gewohnten Umgebung und tun „gewohnte“ Dinge. Dort herrscht Sicherheit. Es passiert auch ganz selten etwas Unerwartetes. Es gibt wenige bis keine Überraschungen, weder im positiven noch im negativen Sinne. Was so viel bedeutet:

  • man wird keine intensiven Gefühle erleben.
  • und man wird nichts neues lernen, denn wir kennen ja schon alles.
  • und viel zu „Denken“ gibt es ebenfalls nicht. Die gewohnte Strategie reicht aus, um das Gewollte zu erreichen.
  • das Gehirn läuft also auf Sparflamme, wenig Energie ist erforderlich.

Das ist zum Beispiel schon ein Punkt und ein Grund, weshalb es außerhalb der Komfortzone so anstrengend ist! Mehr Eindrücke, mehr Überraschungen, mehr Denken, mehr Handeln, mehr verarbeiten … all das bedeutet schneller müde zu werden. DAS klingt nach Stress, denkst Du Dir vielleicht und schiebst deshalb diese Komfortzone gleich wieder zur Seite. Und damit bist Du nicht die Einzige. Wir Menschen sind so … jedenfalls viele von uns. Gewohnheitstiere. Immer auf der sicheren Seite stehen wollen. Ja nichts verändern und schon gar keinen Blick aufs Unbequeme und vielleicht auch Unsichere werfen! Ich kannte diese Denke nur zu gut.

Es gibt Vor- und Nachteile der Komfortzone

Doch ganz sicher ist, Du wirst Dich nicht weiter entwickeln, hältst Du Dich ausschließlich darin auf! Warum? Weil Du nur selten eine Überraschung erleben wirst und Du deshalb kaum gezwungen bist, intensiv über Probleme und mögliche Lösungen nachzudenken. Geistiger Stillstand sage ich dazu. Deine „Kuschelzone“ wird dadurch immer enger und kleiner und am Ende überfordern Dich schon Kleinigkeiten! Also wäre es angebracht die Komfortzone so oft zu verlassen, dass es nicht zu dieser Anpassung kommt.

Was ich persönlich sehr gerne mache, und somit als Vorteil sehe ist, wenn ich an einem Projekt arbeite, das Fokus erfordert, bleibe ich gerne in meiner Sicherheitskuschlezone. Aus einem ganz einfachen Grund: Es wird nichts Unerwartetes passieren und ich kann mich voll auf mein Projekt konzentrieren. NIchts zwingt mich zusätzlich nachzudenken … In meinem „sicheren“ Bereich steht mir all die Energie zu Verfügung, die ich brauche um effizient TUN & SEIN zu können. Das gilt allerdings ausschließlich für die Arbeit.

Ich finde es einfach nicht sinnvoll, sich nur auf der sicheren Seite aufzuhalten und sich immer nur zu schonen. Auch wenn die Gefahr ausserhalb des Komfortbereiches größer sein wird, dass uns etwas passieren kann. 

Was ist es also was Dich in der Sicherheitszone so festhält?

Die Gewohnheit. Die Bequemlichkeit. Die Unsicherheit. Die Angst. Ja … aber das ist mir etwas zu einfach. Ich kann von mir sagen und das auch zu 100% bestätigen: wer sich dauerhaft in seiner Kuschelzone verschanzt, hat meistens einfach nur keine Ziele im Leben, für die es sich lohnt Risiken und ein wenig Angst, zu riskieren und einzugehen! Die meisten Menschen sitzen auf ihrem Sicherheitspolster um ihre Überzeugungen zu schützen.

Wir wurden darauf konditioniert, eine große Angst vor Fehlern zu haben und es wurde uns beigebracht möglichst jegliche Fehler zu vermeiden. Fehler aller Art werden uns im bekannten Terrain kaum passieren … wir handeln ja quasi schon blind und automatisch. Kleine Unebenheiten werden auch oftmals kaum erkannt. Selbstschutz pur.

Wenn es allerdings verführerische Anreize oder einen Riesenknall gibt ist jeder von uns in der Lage seine Kuschelzone zu verlassen.

Der Geist ist willig … das Fleisch ist schwach?

Diesen Satz sagen wir ja alle nur all zu gerne. Doch das fällt ein wenig unter „Ausreden“, wie ich finde. Diese Ausflüchte hatte ich auch wenn ich daran zurück denke. Anreize gab es bei meinem Verlassen der Komfortzone nicht, bei mir war es ein Riesenknall … ein Test, eine Prüfung, eine Einladung, wie auch immer, um mich selbst von oben zu begutachten. Resümee zu ziehen und trotz erheblicher Angst und Unsicherheiten eine neue Zone zu betreten! Wenn wir motiviert sind, ist es nicht schwer aktiv zu werden. Wenn es uns an Motivation fehlt, wird dieses aktiv sein ausbleiben.

Mein „Fleisch“ hatte gesundheitlich keine Reserven (keine Motivation) mehr zur Verfügung. Ich löste dieses Problem durch leichte körperliche Aktivität und lernte mit meinen Ängsten umzugehen. Ich veränderte meine kuschelige Komfortzone in eine Lernzone. 

Vielleicht geht es Dir ja ähnlich. Du weißt nicht wie Du mit Deinen Befürchtungen und Ängsten beim Verlassen Deiner Komfortzone umgehen sollst? Du lässt die negativen Gefühle, die Dich umschwärmen, nicht herein. Du bist verkrampft und kannst sie nicht akzeptieren? Du bist der Meinung dass durch dieses Verhalten Deine ganze Angst wieder verschwindet? Es tut mir leid … das wird nicht passieren, soviel kann ich Dir sagen. Ganz im Gegenteil. Je mehr man sich gegen negative Gefühle stellt umso intensiver werden sie werden. Ich habe es selbst erlebt.

Angst hat jeder Mensch!

Leider leben wir in einer Gesellschaft, in der der Mensch, der seine Schwächen und Ängste zeigt, leider (vermeintlich) einen Nachteil hat. Deshalb vermeiden und verstecken ja so viele Menschen ihre Ängste. Sie haben Angst sie offen zu zeigen. Über Schwächen zu reden und sie auch noch zu zeigen, ist eben nicht erwünscht in unserer Gesellschaft. Fakt ist allerdings: Alle Menschen haben Angst und es ist etwas völlig Normales und in Ordnung Angst zu haben! 

Es wird Dir leichter fallen in die neue Zone einzutreten wenn Du gute Ziele hast, die zu Dir passen weil sie mit Deinen Werten harmonieren. Das war für mich einer der wichtigsten Gedanken die ich mir immer wieder aufsagte und überall an die Wand klebte. Also gute Gründe zu finden und zu haben wirkt sich positiv auf Dein Vorhaben aus und wird Dich beim Verlassen Deiner Komfortzone stärken.

Wie schon oben erwähnt, wurde ich mehr oder weniger in die Lernzone hinein getreten. Es war an der Zeit und der Knall war sehr weit zu hören. Sobald man sich mit einer Veränderung auseinandersetzt, hat man auch schon den ersten kleinen Mini-Schritt getan. Meiner Erfahrung nach bewirkt schon die Gegenwart von neuen, anderen, erfolgreichen und tollen Menschen eine positive Denkweise. Bei mir waren es Bücher und Seminare, die mir dabei geholfen haben, meine Ängste in Schach zu halten und mein Selbstvertrauen zu stärken!

Blockaden sind da um sie zu lockern!

Ja das sag ich jetzt mal so locker … Wir Menschen verfallen sehr oft in eine Starre, weil wir uns auf unwichtige Dinge und die schlimmsten Dinge, die eintreten könnten, fokussieren. (Angst). Diese Blockade habe ich gelöst, indem ich mir drei wichtige Fragen aufgeschrieben und gestellt habe:

  • Was könnte schlimmsten Fall passieren … wäre es denn so schlimm?
  • Was würde im wahrscheinlichsten Fall passieren? Und woher weiß ich überhaupt, dass es der wahrscheinlichste Fall ist?
  • Was könnte bestenfalls geschehen? Vor allem was kann ich dafür tun, um es zu so einem Ausgang kommen zu lassen?

Mehr braucht es nicht. Diese Fragen sind bei mir in Fleisch und Blut übergegangen. Danach war es leichter zu handeln. Mein Denken hat sich dadurch vereinfacht. Leider war zu diesem Zeitpunkt meine Unsicherheit sehr groß und mein Selbstvertrauen nicht sehr stark vertreten. Mulmige Gefühle kann man „weg trainieren“… wurde mir erklärt, in einem Vortrag über Schüchternheit und Selbstzweifel. Dinge tun, die man sonst umgeht. Wie zum Beispiel an der Kasse um Vorlass bitten, im Restaurant etwas zu bestellen das nicht auf der Karte steht … einfach aus der Reihe tanzen ohne dabei unangenehm aus der Reihe zu fallen. Eine Herausforderung und ein schwerer Akt, nach Jahren der Isolation und Resignation.

Dennoch war diese Herausforderung gut für mich, gut für meinen Körper, aber vor allem gut für meinen Geist. Zu viel Druck ist weder gut noch schlecht, es kommt immer auf die Dosierung und auf die Intensität an. In geringerer Dosis können solche Herausforderungen sehr anregend auf einen wirken, weil der Wille etwas zu verändern, besonders hoch ist!

Zusammengefasst

Beim Verlassen Deiner gewohnten Abläufe und Tätigkeiten, geht es nicht nur darum Gedanken und Handlungen an Dir zu verändern, sondern, ganz besonders am Anfang ein großes Augenmerk darauf zu legen welche Dinge Dir Dein Gehirn aufgrund Deines bisherigen Verhaltens versucht einzureden und standhaft dagegen zu halten!

  • Werde Dir dessen bewusst.
  • Zerschlage negative Gedanken indem Du STOP sagst.
  • Vor allem aber schenke Deinem Köpfchen Zeit, um sich an neue Gedanken und Handlungen zu gewöhnen.
  • Akzeptiere und gib Dir und Deinem Unterbewusstsein Zeit, auch wenn es länger dauert als Du Dir vorgestellt hast

Kurz gesagt, nach diesem längeren Beitrag: Sei und bleibe aufmerksam und nutze Deine Chancen, die Dich bei Deiner Veränderung unterstützen werden! Es zahlt sich IMMER aus. Viel Erfolg aber genauso viel Spaß dabei, das wünsche ich Dir!

Ich liebe die Stunden, in denen ich nur für mich sein kann

Es ist doch schon eine Weile her als es Gedankengänge von mir zu lesen gab. Auf der einen Seite ist der Kopf rappelvoll mit Gedanken, aber sie reichten nie um sie mit euch zu teilen. :-)

Jetzt wo ich wieder in Österreich bin und mich zu Hause wieder „eingerichtet“ habe, konnte ich mich zurückziehen, nachdenken und für eine Zeit auf den Pausenknopf drücken. Die ausständigen Termine konnte ich abhaken … etwas mehr Ruhe kehrt wieder ein.

Ruhe … Zeit nur für mich … für wenige Stunden … die Momente in denen ich rein für mich bin, tun gut!

Ich liebe meine kleine Familie und verbringe jede freie Minute mit ihnen zusammen, bin ich aber für mich ganz alleine, bemerke ich eine Veränderung in und an mir. Wenn ich für mich bin, wenn mir keiner dabei zu sieht was ich mache … dann fühle ich mich beinahe wie ein kleines Kind. Unbeobachtet kann ich mich meinen Gedanken hingeben, meiner Lieblingsbeschäftigung, dem Tagträumen, nachgehen … ich finde Vergnügen an den kleinen Freuden und dem Nichtstun! Schon mittags mich in ein Bad mit soo viel Schaum legen, dass ich darin untergehe, einen Topf Nutella mit den Fingern leer naschen und das Ganze in dicken Socken, unfrisiert und einem viel zu großem Sweatshirt … egal, keiner kommt, keiner sieht mich, keiner schüttelt den Kopf aber vor allem KEINER WILL ETWAS VON MIR!

Es gab Zeiten da hasste ich diese Intimität mit mir selbst. Diese Ruhe, das Alleinsein, das nichts tun … das tun was Spaß machte. Heute empfinde ich diese Augenblicke als etwas ganz Besonderes, beinahe Kostbares. Sie sind angenehm, sie sind Balsam für meine Seele aber vor allem sind sie für mich lebensnotwendig geworden. Wenn ich so mit mir alleine sein kann, ohne auf etwas achten zu müssen, entspannt sich mein ganzer Körper. Ich werfe meine „schützende“ Hülle einfach ab. Ich kann mich an so grundlegenden Handlungen wie eine Tasse Tee oder Kaffee zu trinken richtig erfreuen. Eingehüllt in kuscheligen Decken und zu wissen – ich hab jetzt Zeit für mich – ohne dabei rausgerissen zu werden!

Ich mag diese Momente, Stunden in denen mich keiner sieht und hört. Nichts ist so schön, wie nach einem geballten Tag die Schuhe samt all der Hektik ablegen zu können! Wir Menschen verbringen den ganzen Tag mit Regeln die manchmal kein Ende finden. Sie sollen unser Verhalten in die richtige Bahnen lenken?! Vielleicht ist es aus diesem Grund so reinigend für mich, wenn ich meinen privaten Raum betreten kann … da wo keiner etwas von mir erwartet und nur meine Regeln gelten! Ich bin keinen urteilenden Blicke ausgesetzt oder Konventionen unterworfen die mir ein gewisses Verhalten diktieren wollen.

In meinen Stunden des Alleinseins, da wo niemand auf mich achtet … da geht es mir gut, es gibt keinen Neid, keine Unehrlichkeit und keine Missgunst . Währenddessen genieße ich es meinen Gedanken alle „Gerüchte“ des Alltags auszuziehen … mitsamt dem Druck, der manchmal auf mich ausgeübt wird. Druck und Zwang, zwei Dinge die mir nicht gut tun.

Ich habe gelesen das der häufigste Druck unter dem wir Menschen leiden, die sogenannte Metawahrnehmung ist. Darunter versteht man das Fremdbild, das Bild, von dem wir glauben, wie uns die anderen sehen. Für viele ist das eine soziale Angst die wirklich verstörend sein kann. Für mich ist es weniger die Angst, mich ärgert es schlicht weg.

Wenn ich aber für mich bin, sind diese Gefühle, der Druck und der Zwang abgestellt. Keine Beurteilung – nur sein. Auch wenn ich in der Zwischenzeit ein gesundes Selbstwertgefühl besitze, dass mich von diesen äusserlichen Einflüssen zum Großteil schützt, brauche und genieße ich diese Zeit wenn ich nur mit mir sein kann!

Bei uns Erwachsenen sind unsere Gehirne von den Sorgen und Ängsten ausgelaugt. Das ständige Surren in unseren Köpfen wird in solchen Momenten des Alleinseins ruhig gestellt. Wir können dabei WIR SELBST SEIN. Diese Augenblicke, Momente oder Stunden in denen wir nur mit uns sind, sind wesentlich um uns auszuruhen. Ich gestatte meinem Inneren das zu tun, was es gerne möchte … ohne Einschränkung.

Genießen wir die Momente, in denen wir ganz nah bei uns sein können.

Wie geht es Dir mit der Stille und der Ruhe … kannst Du sie genießen oder macht es dich nervös? Kannst Du dabei Kraft und Energie tanken … oder bist Du für Ruhe nicht geboren? Ich würde mich freuen von Dir zu lesen!
Bis bald ….

Frauen und Geschichten … das passt immer, besonders wenn die Geschichte über uns Frauen erzählt. Eine ganz besondere habe ich hier für Dich gefunden! <3 Gönne Dir eine kurze Pause, lehne Dich zurück und genieße Dein Koffein … Du wirst es nicht bereuen.

Die Rückkehr

Es war einmal eine erwachsene Frau die sehr unglücklich war. Sie hatte das Gefühl etwas verloren zu haben, nicht mehr zu wissen, wo sie eigentlich hin möchte und vieles in ihrem Leben war ihr gleichgültig geworden. Sie fühlte sich so ohnmächtig und hilflos darüber, dass sie sich eines Tages in die Ecke ihres Zimmers setzte und weinte. Sie wollte einfach gar nichts mehr tun, und am liebsten hätte sie sich in Luft aufgelöst.

Plötzlich hörte sie eine Stimme, die sie rief. Ganz erschrocken blickte sie auf, doch es war niemand zu sehen. „Ich bin hier, in dir“ sagte die Stimme. „Warum bist du so endlos traurig?“ „Ich weiß nicht mehr weiter. Wer bist du eigentlich?“ sagte die Frau, die nun das Schluchzen aufgehört hatte.
„Ich bin deine Seele“ antwortete die Stimme „ich bin hier um dir zu helfen, doch brauche ich dazu wiederum deine Hilfe.“

„Sie her“ begann die Seele zu erklären „du möchtest wissen wie es weitergeht, und ICH weiß es. Es ist nur so, dass ich es dir nur sagen kann, wenn du erlaubst, dass wir zusammen arbeiten.“  „Tun wir das denn nicht?“ fragte die Frau erstaunt. „Nun … nicht ganz. Irgendwann in deinem Leben hast du angefangen dir zu wünschen, dass du alles unter Kontrolle hast, damit du die Erlebnisse, die dich verletzt haben, nicht mehr erleben musst. Und irgendwann zu diesem Zeitpunkt hast du mich weggeschickt. Je mehr du also alles unter Kontrolle haben wolltest, desto mehr musste ich mich zurückziehen. Denn ich mache manchmal verrückte Dinge oder bringe dich an Orte, die dir erstmal gar nicht gefallen, wo es aber etwas tolles zu entdecken gibt! Weil du das aber nicht mehr wolltest, und ich dich aber so sehr liebe wie du es dir gar nicht vorstellen kannst, habe ich mich zurückgehalten.“

„Wirklich? Ich habe das gar nicht gemerkt.“ sagte die Frau. Die Seele antwortete „Ja, da hattest du es nicht bemerkt, aber nun spürst du, dass dir etwas fehlt.“ „Das stimmt. Was kann ich also tun?“ fragte die Frau ihre Seele und diese antwortete: „Lass mich ans Steuerrad. Lass es zu, dass ich lenke. Hab keine Angst, ich weiß wohin es gehen soll. Lass den Wunsch alles unter Kontrolle zu haben wieder los und erkenne, dass es ein Irrtum war dir dies zu wünschen.“

„Ich bin für dich da“ fuhr sie fort „und passe auf dich auf. Wenn du es mir erlaubst dich zu leiten, brauchst du vor nichts mehr Angst zu haben, vor allem nicht davor verletzt zu werden, denn ich weiß wie man heilt. Nichts wird dir wirklich etwas anhaben können, wenn du mir vertraust. Ich werde dir die Geheimnisse des Lebens zeigen und auch zeigen wie du Glück und Liebe findest.“

Ein bisher unbekanntes, wohliges Kribbeln durchlief den Körper der Frau, deren Tränen nun getrocknet waren. „Ja“ sagte sie nun zu ihrer Seele „ich möchte das. Ich erlaube dir mich zu leiten und zu führen.“ Daraufhin wurde das Kribbeln immer stärker und so belebend, dass sich die Frau nun nicht mehr schwach und hilflos fühlte, sondern stark und kraftvoll. „Spürst du? Da bin ich. Zusammen sind wir stark. Mit mir bist du nicht mehr klein, sondern groß. Zusammen können wir alles schaffen!“

Da schossen der Frau erneut Tränen in die Augen, doch es waren keine Tränen der Trauer, sondern Tränen der Freude. Sie fing an ganz laut zu lachen und ganz vorsichtig zu tänzeln, bis sie schließlich durch den ganzen Raum tanzte und dabei lachte und Freudentränen weinte … und zugleich die Rückkehr ihrer Seele feierte … ! <3

Autor unbekannt

Diese Geschichte möchte ich all den Frauen widmen, die ein ähnliches mutloses Gefühl in sich tragen. In jedem Menschen ist eine Macht verborgen, die den Kern seines inneren Wesens ausmacht. Wenn Du mit Deiner Seele in Berührung kommst, wirst Du eine starke Kraft spüren, die Dir dabei hilft, auch aussichtslose und schwierige Lebenssituationen zu meistern!

Alles LIEBE und nur das BESTE für Dich … bis bald in meinen Geschichten.

Jedermann weiß, dass das Leben einer Wolke sehr bewegt aber auch kurz ist. Das sollte auch der Sinnspruch für diese süße Geschichte sein. Zufällig trifft man sich. Man fühlt. Man bleibt. Und nach und nach wird man eins. Alles ist möglich – nichts muss.

Die Wolke und die Düne

Inmitten eines großen Sturmes über dem Mittelmeer wurde einst eine Wolke geboren. Aber Zeit um zu wachsen, wahr ihr nicht vergönnt: Ein starker Wind schob alle Wolken in Richtung Afrika. Kaum war sie über dem afrikanischen Kontinent angekommen, veränderte sich das Klima. Eine grelle Sonne glänzte am Himmel, und unter ihnen erstreckte sich der goldene Sand der Sahara. Da es in der Wüste nun einmal fast nie regnet, schob der Wind die Wolken weiter in Richtung der südlichen gelegenen Wälder. Doch wie es der Jugend bei den Menschenkindern geht, so ist es auch bei den jungen Wolken.

Die Wolke beschloss, sich von ihren Eltern und älteren Freunden zu lösen und die Welt zu entdecken. „Was tust du?“ tadelte sie der Wind. „Die Wüste bleibt und ist überall gleich! Komm zurück, zurück zu deiner Wolkenfamilie, wir sind auf dem Weg in die Mitte Afrikas, wo es Berge und großartige Bäume gibt.“ Doch die junge Wolke, die ein rebellisches Naturell hatte, gehorchte nicht. Ganz allmählich ließ sie sich herabsinken, bis sie auf einer sanfte Brise dicht über dem goldenen Sand schwebte. Lange zog sie umher, bis sie plötzlich bemerkte, dass eine der Dünen sie anlächelte. Ihr fiel auf, dass die Düne jung war, erst kürzlich vom Wind geformt, der gerade vorübergezogen war.

Augenblicklich verliebte sich die Wolke in deren blonden Haarschopf. „Guten Morgen“, sagte sie. „Wie ist das Leben da unten?“ „Gesellig und kurzweilig, mit den anderen Dünen, der Sonne, dem Wind und den Karawanen, die hin und wieder hier vorbeikommen. Manchmal ist es sehr heiß, aber es ist auszuhalten. Und wie ist das Leben dort oben?“ „Ich habe hier auch den Wind und die Sonne, aber ich habe den Vorteil, dass ich durch die Lüfte schweben und viele Dinge sehen kann.“

„Mein Leben ist kurz“ sagte die Düne. „Wenn der Wind aus den Wäldern zurückkehrt, ist es um mich geschehen.“ „Macht dich das traurig?“ „Es gibt mir das Gefühl zu nichts nutze zu sein.“ „Ja so geht es mir auch. Sobald ein neuer Wind hier vorbeikommt, reise ich ich in den Süden weiter und verwandle mich in Regen. Aber ja, das ist nun mal mein Schicksal.“ Die Düne zögerte einen Moment, dann aber sagte sie: „Wusstest du, dass für uns Dünen der Regen das Paradies ist?“ „Ich wusste nicht, dass ich mich in so etwas Wichtiges  verwandeln kann.“ sagte die Wolke stolz.

„Die alten Dünen erzählen, dass wir nach dem Regen mit Pflanzen und Blumen übersät sind“, sagte die Düne. „Aber das werde ich ich wohl nie erleben, weil es in der Wüste so selten regnet.“ Nun zögerte die Wolke – aber nicht lange – und begann zu lächeln. Sie sagte: „Wenn du willst, kann ich dich mit Regen bedecken. Ich bin zwar gerade erst hier angekommen, doch ich habe mich in dich verliebt und würde gern für immer hier bleiben.“ „Ich habe mich auch in dich verliebt, gleich als ich dich am Himmel sah“, sagte die Düne. „Doch wenn du dein schönes weißes Haar in Regen verwandelst, wirst du sterben.“

„Die Liebe stirbt nie“, sagte die Wolke. „Sie verwandelt sich, und ich möchte gern das Paradies für dich sein, es für dich sichtbar machen.“ Und sie begann, die Düne mit ihren kleinen Tropfen zu liebkosen, so blieben sie eine lange Zeit beieinander, bis ein Regenbogen erschien. Am nächsten Tag war die kleine Düne voller Blumen. Andere Wolken die vorbeizogen, dachten, dass dort schon ein Teil der Wälder lag, die sie suchten, und ließen ebenfalls ihren Regen fallen.

Zwanzig Jahre später hatte sich die Düne in eine Oase verwandelt, welche die Reisenden mit dem Schatten ihrer Bäume erfrischte. Und all das, weil einst eine kleine verliebte Wolke keine Angst hatte, ihr Leben aus Liebe einer Düne hinzugeben!

Paulo Coelho

Wir alle sollten in Sachen Liebe mutiger sein. Wir „zerdenken“ viel zu viel. Schlechte Erfahrungen in der Vergangenheit zum Beispiel, stehen uns dabei im Weg. Loslassen und einlassen … daraus kann Liebe werden. ❤️ Danke J.M.

Eine wunderbare herzliche Woche wünsche ich dir!

Ist das Thema „Ziele“ im neu begonnenen Jahr für dich relevant oder bist du zufrieden so wie es läuft? Bist du jemand der viele Ziele hat, auch alles daran setzt sie zu erreichen? Oder bist  du ein Menschen der positiv und voller Tatendrang an die Sache geht und nach kurzer Zeit das Interesse daran wieder verliert? Ich kann von mir sagen – ICH gehörte schon überall dazu. Wir sind ja für unser Leben selbst verantwortlich und wir können uns jederzeit verändern. Dazu gehört Selbstmotivation und das „wollen“ ein Ziel zu erreichen. Denn diese bestimmen unsere Zukunft. Ich halte es für absolut wichtig Anhaltspunkte im Leben zu haben. Damit Vorsätze zu Zielen werden, hilft es sich seine  Wünsche und Träume bewusst zu machen. Zudem ist es sinnvoll, seine Ziele schriftlich festzuhalten … denn ein nicht eindeutig formuliertes Ziel, bleibt ein Vorsatz, der sich je nach Stimmung schnell wieder verändert. Nicht zu viel nachdenken – einfach TUN!

Diese kurze und sehr simple Geschichte, soll uns zeigen dass es in Wahrheit ganz einfach ist, das zu erreichen was wir möchten. :D

Spuren im Schnee

Endlich hat es über Nacht geschneit und die ganze Landschaft liegt unter einer dicken weißen Schneedecke. Jakob und Elias holen sogleich ihre Rodel aus dem Schuppen und machen sich freudig auf den Weg zu ihrem Schlittenberg. Die beiden Brüder bestaunen die glänzende Schneepracht, auf der noch keine einzige Spur zu erkennen war. So wetteten sie um eine Tafel Schokolade, wer die geradeste Spur den Hügel hinauf ziehen kann.

Der gewissenhafte Jakob setzt sorgfältig einen Fuß möglichst gerade neben den anderen. Der sorglose Elias stapft einfach drauf los. Oben angekommen, sieht Jakob zu seinem Entsetzen, dass er eine Zickzacklinie hinterlassen hatte. Sein Bruder hingegen zeichnete in geradester Linie eine Spur. “ Das versteh ich nicht“, meinte Jakob, “ ich habe mich auf jeden meiner Schritte konzentriert. Wie hast du es nur geschafft  auf die Schnelle den geradesten Weg zu gehen?“

„Das ist doch ganz einfach!“, meinte Elias, „ich habe mich nur auf den Baum oben am Berg konzentriert. Das war mein Zielpunkt und auf diesen bin ich zugegangen.“ An diesem Tag hat Jakob zwar eine Tafel Schokolade verloren, dafür aber die Erkenntnis gewonnen, dass man nicht nur auf seine nächsten Schritte achten muss, sondern seine Ziele nie aus den Augen verlieren darf!

G. Rieger

Und, was sagst du? Falls du dir schwer tust in deiner Zielumsetzung, habe ich hier noch ein paar Tipps für dich, die dir helfen sollen dein Ziel schneller zu verwirklichen.

  • setze dir konkrete Ziele
  • schreibe sie auf
  • fasse sie aber kurz! (prägnante Ziele sind leichter zu erreichen)
  • setze dir ein Datum
  • Zwischenziele sind wichtig
  • lege den ersten Schritt fest (Griff zum Telefon, Kontakte usw.)
  • lege fest, was du vermeiden willst (jedes Ziel hat seine Nebenwirkungen)
  • schreibe dir auf, welche Hilfsmittel du benötigst
  • nutze gute Methoden zur Prioritätensteuerung
  • das richtige Werkzeug dein Ziel zu erreichen – ist dein Ziel!

Mein Ziel ist es nicht, besser zu sein als alle anderen, sondern besser zu sein, als gestern … und es ist mein persönliches Ziel, mir ein Leben aufzubauen, von dem ich keinen Urlaub mehr brauche …

Ich wünsche DIR viel Spaß und Erfolg beim Erreichen deiner Träume und Ziele. :-)