Beiträge

Lesezeit: 4 Minuten

Heute ist es wieder so weit. Ich möchte Menschen mit  PTBS (posttraumatische Belastungsstörung), aber auch Menschen, die kerngesund sind, in die Welt eines an PTBS leidenden Menschen entführen. Hilfreich für uns alle um besser zu verstehen und sich besser hineinversetzen zu können, vielleicht lebst Du ja mit so jemanden  zusammen? Alle die mich lesen wissen, dass ich selbst eine Betroffene bin und ich mich keinesfalls schäme, darüber zu berichten. Ich möchte ein wenig „Aufklärungsarbeit“ leisten, so weit es mir mit „normalen“ Worten und meinen Erlebnissen mit PTBS, möglich ist. Ich freue mich, wenn Du bleibst und am Ende sagen kannst: „Jetzt verstehe ich so einiges besser …“

Ich schreibe ja immer wieder darüber und die Resonanz meines letzten Beitrages über Entwicklungstrauma hat mich sehr beeindruckt! Selten wird darüber geredet und wenn doch, nur hinter vorgehaltener Hand. Ich bin da etwas anders, ich möchte meine Erfahrungen teilen und mit verständlich einfachen Worten erklären. Und an alle Betroffenen:  „Hey, alles gut … es ist gerade wieder nur so eine Phase in unserm Leben, die vorbeigeht“. Also schön, wenn Du bleibst. ›lächel‹

Wie ein Trauma unser Leben beeinflussen kann

Ein Trauma hat es wahrhaft faustdick hinter den Ohren, sage ich Dir. Es ist manchmal so aktuell präsent, dass es mich daran hindert mich in meinem eigenen Körper, meinem Leben heimelig zu fühlen. Traumatisierte Menschen vermissen sehr oft die Freude und die Lebendigkeit in ihrem Leben. Sie leiden daran sich nirgendwo wirklich zu Hause zu fühlen. Man erlebt sich selbst meist als „Fremde“ in der Welt und hat das Gefühl, ein Zuschauer in seinem eigenen Leben zu sein.

Diese Phasen kommen immer wieder und ich nenne sie „Auf der Flucht bin – Phase“. Keine Glaskuppel über einem zu haben, der Nicht-Zugehörigkeit zu entkommen. Einfach bei sich selbst ankommen und sich wohlfühlen … in der Welt willkommen sein. Das sind dann so aufkommende Wünsche, die man als Betroffener kennt.

Klingt eigenartig? Es IST eigenartig kann ich Dir sagen. Es liegt daran, dass die grundlegende Erfahrung des willkommen Seins bei vielen PTBS erkrankten ausgeblieben ist. Sie haben diese Erfahrung nie richtig gemacht. Deshalb bleibt die Welt, die Gesellschaft ein fremder nicht vertrauensvoller Ort. Das führt dazu, nie wirklich im Leben zu landen. Für mich fühlt es sich so an, als hätte man einen Fuß fest im Leben und den anderen in einer anderen Welt. Ein wenig heimatlos sozusagen …

Der Schlüssel zu all dem ist der Körper

Der Körper ist unser zu Hause für das Leben das wir führen und haben. Es gibt kein Um- und Ausziehen … wir müssen uns mit diesem „Haus“ (Körper) anfreunden! Es uns so einrichten, dass wir uns wohlfühlen. Tun wir das, wird sich unser grundlegendes Lebensgefühl verändern und uns Wärme und Licht spenden.

Jetzt ist es leider so, dass uns Verletzungen und Entwicklungstraumata daran hindern, uns in unserem „Haus“ richtig wohlig zu fühlen.

Es ist ein unangenehmes Gefühl, das bei mir drei Jahre lang andauerte. Aber dennoch hatte ich immer das Gefühl, etwas anderes tut sich auf. Meine Therapie spielte dabei eine ganz wichtige Rolle. Sie vermittelte mir immer, dass dieses Gefühl nur ein Übergangsgefühl ist und am Ende etwas dabei herauskommen wird. Meine Therapien waren praktisch die Hoffnung und das Wissen, dass es weitergeht.

Sich im eigenen Körper zu Hause zu fühlen ist etwas, das für Menschen mit Verletzungen, Schockerlebnissen ein ganz zentrales Thema ist. Oft bewohnen wir diesen Körper nicht und brauchen Hilfe, ihn auf allen möglichen Ebenen zu spüren. Wir kommen nicht zum ICH ohne ein DU. Wir schaffen es nicht, uns fallen zu lassen, ohne mal eine Hand zu haben, die uns hält. Mir hilft es sehr mich dabei zu spüren und mich selbst auszuhalten in meinem Schmerzen.

Das alles ist sehr schwer. Dazu braucht es jede Menge Vertrauen zum Therapeuten und noch mehr Vertrauen in die Hand, die einen manchmal hält. Manchmal braucht es sogar mehrere Anläufe um bei den richtigen Personen angekommen zu sein und das notwendige Vertrauen dabei mitzubringen.

Sich selbst vertrauen!

Traumatisierte Menschen tun sich schwer mit dem Wort Vertrauen. Sie vertrauen nicht mal ihrer eigenen Wahrnehmung, da die eigenen Gedanken oft von früheren Ereignissen und Erfahrungen geprägt sind.

Vertrauensbildende Prozesse dauern eine ganze Weile. Das aller wichtigste ist aber sich erstmal selbst zu vertrauen! Vertrauen beinhaltet nämlich die Fähigkeit, zu vertrauen, dass andere Menschen Gutes wollen. Es ist NICHT immer so wie PTBS erkrankte Menschen es kennen. Es gibt auch sehr viele „gute“ Menschen, die uns sagen, dass wir in Ordnung sind, genauso wie wir sind! Wenn man erstmal zu dieser Einstellung gelangt ist, geht es bergauf.

Diesen Orientierungsprozess musste ich abschließen, sonst wäre ich niemals zu meiner Ruhe gekommen, sondern wäre in diesem Alarmmodus gefangen geblieben! Richtig weg ist dieses Warndreieck allerdings nicht. Es fällt mir schwer mich an anderen Personen einfach so zu erfreuen oder frei Schnauze los zu quatschen und Kontakt zu knüpfen. Warum? Weil ein kleiner Teil in mir immer noch auf Fehlersuche ist und ihn meistens auch findet.

Traumen sind „unlogisch“

All diese Dinge laufen automatisch ab und ich kann sie nicht großartig willentlich beinflussen. Von einem traumatisierten Menschen zu verlangen, er soll sich „zusammenreißen“ ist etwas total unsinniges und ein Schuss ins Bein. Genauso kann man Traumen „wegerklären“. Gefühle von traumatisierten Menschen klaffen manchmal kilometerweit auseinander. Der  Verstand weiß das alles in bester Ordnung ist und trotzdem ist ein unbehagliches Gefühl von einem Moment auf den anderen da. Ausgelöst von den verschiedensten Dingen. Dieses Gefühl lässt sich weder von rationalen Argumenten noch von der Realität beeinflussen …

Es gibt Hilfe

Die besten Ergebnisse brachte für mich die kognitive Verhaltenstherapie. Sie gab mir die Sicherheit, um mich intensiv mit meinen Traumen auseinander zu setzen. Wer pausenlos von unschönen Bildern überschwemmt wird, lernt wie er diese am besten abwehren kann. Wer den Schrecken total abgenabelt hat, wird sanft und behutsam an das/die Erlebnis(e) herangeführt und lernt ganz langsam mit den schmerzvollen Erlebnissen und den damit verbundenen Gefühlen, umzugehen. So verlieren die unschönen Situationen ihre Kraft.

Der Körper wurde langsam aber sicher wieder zu einem zu Hause, in dem ich mich gerne aufhalte. Ein kleines Zimmer gibt es zwar immer noch, das mir nicht gefällt und noch renoviert werden müsste, aber ich arbeite jeden Tag daran. Ich vertraue MIR und ich sehe das Gute im Menschen.

Betroffene sollten nicht aufgefordert werden sich zusammenzureißen, sondern man sollte ihnen zuhören sofern sie das Bedürfnis haben darüber zu reden und in schwierigen Phasen, die ja nicht ewig andauern, liebevoll zur Seite stehen.

Wenn wir die Gründe für das Verhalten mancher Menschen verstehen könnten, würde sicher alles einen Sinn ergeben.

Danke, dass Du geblieben bist. Eine schöne Zeit für Dich und alles Gute.

Lesezeit: 3 Minuten

Wir gehen Beziehungen ein und wir beenden sie wieder. Sehr oft werden sie auch beendet ganz ohne Vorwarnung. Nach gescheiterten Beziehungen ziehen wir uns zurück, murmeln uns ein und warten bis die Wunden verheilen. Okay. Was, aber wenn die Verletzung nicht heilen will und wir Angst vor weiteren Verletzungen haben und genau, das einem weiteren Liebesglück den Weg verbaut?

Ich habe wahrlich keine Ahnung wie oft sich unser Herz brechen lässt. Aber ich weiß, es geht ziemlich oft! Irgendwann liegt es dann mit unzähligen Sprüngen in der Ecke. Müde und enttäuscht. Manchmal gibt es sogar auf. Liebe, Liebeskummer, Verlust, Trauer und der Neuanfang … Ich kenne diese Aufeinanderfolge gut. All das kostet Kraft. Viel Kraft und viel Vertrauen ins Leben.

Die Angst vor weiteren Verletzungen

Wie lange geprügelte Herzen brauchen um wieder zu funktionieren, ist individuell und ganz verschieden. Es hängt aber auch davon ab, wie und wodurch die Beziehung gescheitert ist. Wie innig die emotionale Verbindung war, wie die Trennung abgelaufen ist und wie oft die oder derjenige vorher verletzt wurde. Gerade wenn uns das schon mehrmals passiert ist, beginnt es richtig zu schmerzen! Wir beginnen uns selber infrage zu stellen …  wir zweifeln und haben kein Vertrauen mehr in Menschen oder sogar das Leben.

Meine Angst war so riesig, dass ich mich besonders vor den romantischen Verwicklungen des Kennenlernens fernhielt. Damit entfernte ich mich auch ganz automatisch von der Lebensfreude.  Ich war so vorsichtig und gleichzeitig frustriert, dass ich mich total zurückgezogen habe. Ich hätte keine weitere Enttäuschung einstecken können. Meine Verletzbarkeitstoleranz war erreicht. Nichts ging mehr.

Das Folgeproblem – die Einsamkeit

Bei all den Problemen, die ein verletztes Herz so mit sich bringt, folgt gleich noch ein weiteres: Der ständige Rückzug und die aufgebaute Mauer, bringen Einsamkeit und emotionale Erstarrung  ins Leben. Man nimmt nur noch halb am Leben teil. Unsere Lebendigkeit leidet darunter. Bei mir war das kein „Sofort-Effekt“. Nein es kam schleichend und es war mir gar nicht bewusst! Kein Mensch kann einen so meisterhaft manipulieren, als wir selbst!

Keine Dating, kaum Flirts, kein Ausgehen und immer weniger Sozialleben … kein Spaß bedeutet auch keinen Schmerz. Und das alles im Namen des Selbstschutzes.

Was ich natürlich schon sagen muss ist, es soll jetzt nicht heißen, dass das Lebensglück NUR innerhalb einer Beziehung zu finden ist, gar nicht! Es gibt so viele Frauen, die ein erfülltes Leben führen und sich ohne einen Mann in ihrem Leben pudelwohl fühlen! Wichtig ist einfach, bei sich selbst den Unterschied zu spüren und auch zu erkennen.

Ein guter Vorbote dafür ist die ehrlich empfundene Lebensfreude – oder die eben nicht vorhandene. Wenn sich unser Alltag hauptsächlich öde, müde und belastend anfühlt, wird es Zeit, die Dinge zu verändern.

Der Weg der Erkenntnis

Die Fragen, die ich mir immer wieder gestellt habe: „Warum bin ich tatsächlich solo?“ und „Bin ich zufrieden, tut mir das Alleinsein gut?“ oder „Habe ich bloß wieder Panik vor Verletzungen?“ Diese Fragen haben mich auf einen wichtigen Weg gebracht. Nämlich Klarheit und Erkenntnis.

Bei mir wiederholten sich unangenehme  Muster. Die mir erst klar wurden, als ich mich damit genau auseinandersetzte. Und wozu ich mir auch professionelle Hilfe holte.

Wie so oft im Leben ist natürlich die Klarheit und Erkenntnis das eine und die Umsetzung das andere. ›lach‹. Aber man muss an seiner eigenen Stabilität und vor allem am Selbstwert arbeiten, um in eine neue gute Richtung gehen zu können. Einfach raus aus der Opferhaltung und rein ins Selbstvertrauen! Das Leben findet eben nicht nur in geschützten Räumen statt!

Wer sich aus Angst wieder verletzt zu werden, dauerhaft verkriecht, dem wird mit Sicherheit auch nichts mehr passieren, aber er verzichtet auch auf einen ganzen Berg Erfahrungen, die zum Menschsein dazugehören! Beziehungen sind immer ein Risiko. Eine Garantie fürs glücklich sein und bleiben gibt es nicht.

Ohne Mut auch keine Liebe … und die neue Liebe kann nichts für die Fehler der anderen.

Wir sind was wir erlebt haben …

Genauso ist es. Das was uns im Laufe unseres Lebens passiert – die schönen und weniger schönen Erfahrungen. Das Leid und die Freude prägen uns und machen uns zu den Menschen, der wir sind. Das lässt uns, bei entsprechender Reflexionsfähigkeit auch groß werden. Dass uns die emotionale Vergangenheit prägt, ist unvermeidbar. Wir verstehen mit unserem Verstand, aber erst mithilfe unserer Erfahrungen begreifen wir. So ist es nun mal.

Lassen wir es nicht zu, dass negative Erfahrungen unser Leben lähmen und uns nicht mehr an die Liebe glauben lassen! Ich schreibe wirklich aus Erfahrung und muss den Satz dementieren der lautet: „Es kommt selten was Besseres nach …“
Ich sage: „Das Leben hält oft das Beste für uns zum Schluss bereit …“ ›zwinker‹!

In diesem Sinne, lebe das LEBEN und genieße die LIEBE …

Lesezeit: 2 Minuten

Introvertiert – die unbekannten Wesen

Unterschätze nie ruhige Menschen. Sie bemerken mehr als Du glaubst, denken sich mehr als sie sagen und wissen mehr, als sie preisgeben.

Das typische Bild, das sich Menschen von Introvertierten machen, sieht in etwa so aus: Es  muss jemand sein, der selten auffällt. Ein Mensch der zurückgezogen lebt und sich nirgendwo beteiligt. Ein eher schwieriger Mensch … Das ist mein Erfahrungswert. So sehen mich Menschen, die mich nicht kennen. Leider waren auch welche dabei, die mich sehr gut kannten und dieser Meinung waren. Desinteressiert und ohne Gefühl.

Warum besteht das Bild von Introvertierten stets aus negativen Eindrücken? Schade. Es sollte öfter ein Blick hinter die Fassade eines Introvertierten geworfen werden. Es steckt viel Potenzial in diesen Menschen. JA, introvertierte reden nicht gerne, vor allem nicht so lange. Man tut sich schwer mit Small-Talk. Aber Themen, die uns interessieren, mögen wir. Solche Gespräche dauern dann auch gerne mal länger!

Wir werden als unhöflich oder arrogant wahrgenommen. Das liegt daran, dass wir gerne schnell zum Thema kommen und auf Höflichkeit und Small-Talk verzichten. Das hat nichts mit Unhöflichkeit zu tun, sondern wir möchten nur gerne unangenehme Situationen umgehen.

Wir sind auch nicht unsozial! Es stimmt, wir brauchen viel Zeit für uns selbst! Wir sind so sehr mit unseren Gedanken beschäftigt. Das aber bedeutet nicht, das wir keine Menschen mögen. Das Umfeld wird nur sehr akribisch ausgesucht. Es besteht nur ein sehr kleiner Bekanntenkreis. Wir achten darauf, mit wem wir unsere Zeit verbringen.

Ich glaube, wir Introvertierten werden nur falsch verstanden. Wir wenden unsere Aufmerksamkeit und unsere Energie nur stärker auf unser Innenleben.

Ich finde uns gut so, wie wir sind. Wir sind eben Menschen, die man nicht einfach im Vorbeigehen, kennenlernen kann.
Für viele zu anstrengend … für manche eine Herausforderung. Es ist, wie es ist. GUT.

Bleibe Deiner eigenen Natur treu. Wenn Du es liebst, langsam und stetig zu arbeiten, lass Dich von anderen nicht hetzen. Wenn Du Tiefe magst, zwinge Dich nicht zur „Breite.“

Susan Cain

Danke fürs Vorbeikommen, sentire la vita.

Lesezeit: 4 Minuten

Eine Geschichte über Gefühle

Es war einfach nicht mehr zu übersehen. DIE GEFÜHLE: Sie wurden  weniger. Zügig hatte ihre Zahl und gewaltig ihr Einfluss in den letzten Jahren abgenommen. So wurde beschlossen, eine Versammlung abzuhalten, um die Lage zu besprechen. Überall verbreitete sich schnell die Nachricht, dass es ein Treffen geben sollte, und zwar schnell. Und so strömte in jener Nacht ein ganzes Heer von Gefühlen zum Versammlungsort.

An dieser Stelle sollte erwähnt werden, dass es grundsätzlich zwei Arten von Gefühlen gibt. Die ECHTEN und die UNECHTEN!

Die Versammlung in dieser Nacht war ein Treffen der echten Gefühle. Kurz – die ECHTEN genannt.

Ihre Aufgabe war, den Menschen wirklich lebendig sein zu lassen. Wenn ein Mensch seine echten Gefühle kennt, akzeptiert und den Mut hat, zu ihnen zu stehen, fühlt er sich wohl, stabil und gut. Das ist nicht misszuverstehen: Es gibt durchaus Konflikte in solch einem Leben. In jüngster Vergangenheit breiteten sich ganz massiv die „UNECHTEN“ aus und schienen immer mehr Anklang zu finden, also Gefühle, die nur ein Ersatz für die ECHTEN waren.

Natürlich waren an diesem Abend der ECHTEN auch Spione von der anderen Seite vertreten: Sie sollten Informationen sammeln, umso gegebenenfalls Maßnahmen der Gesellschaft der ECHTEN rechtzeitig unterwandern zu können. Für einen UNECHTEN war es eine Leichtigkeit, sich unter die ECHTEN zu mischen, da die Ersatzgefühle Meister in der Fähigkeit sind, als „ECHT“ aufzutreten. Doch nun wollen wir doch mal hören, was es auf der Versammlung so alles zu besprechen gab. Ein ECHTES eröffnete den Abend.

„Liebe Mitgefühle! Kaum einem von uns ist es entgangen, dass wir, die ECHTEN Gefühle immer weniger mit den Menschen zusammenkommen. Wir werden nicht angenommen und können dadurch nicht wirken. Die UNECHTEN – dieses scheinheilige Pack, sind dagegen prima im Geschäft! Lasst und gemeinsam überlegen, ob wir etwas tun können, damit die Menschen tiefer fühlen, uns akzeptieren und dadurch auch selbst wieder ECHTER werden!

Es wurde eine sehr lange Nacht.

Nach diesen Worten meldete sich ein Gefühl zu Wort, groß und mächtig von Statur, aber verhärmt und verunsichert in der Ausstrahlung. „Ich bin Stellvertreter für die WUT. Wie unser liebes MITGEFÜHL einleitend ganz richtig sagte, haben wir Wutgefühle immer weniger Gelegenheit, zum Ausbruch zu kommen. Wir können ebenso wie der ÄRGER, den Menschen noch so sehr quälen und bedrängen, oft kommen wir damit nicht durch. Überall hört man auch, der Mensch soll sich im Griff haben, sich zusammenreißen und bloß keine Blöße zeigen!

Zustimmendes Gebrummel und Applaus folgten. Die WUT hatte einen sehr wichtigen Punkt angesprochen, der beinahe ALLEN Gefühlen Schwierigkeiten machte. Durch die allgemeine Zustimmung sichtlich ermuntert setzte die WUT ihre Rede fort. „Meine Konkurrenten die ZERSTREUUNG, die UNEHRLICHKEIT, HEUCHLEREI und wie sie noch so alle heißen mögen, machen mir schwer zu schaffen.“

„Besonders besorgt bin ich darüber, dass ich unsere aller schlimmsten Gegner, immer häufiger antreffe.“ Hier machte die WUT, deren Rede immer flammender wurde, eine Pause. „Immer mehr begegne ich bei den Menschen der ANGST. Mit all ihren Facetten. Im Schlepptau die FEIGHEIT und die UNGERECHTIGKEIT bis hin zur SELBSTAUFGABE und RESIGNATION!“

„Leider …“ meldete sich ein sehr zartes und zerbrechlich anmutendes Gefühl zu Wort. „Ich bin die LIEBE“ sprach es „und wenn ich euch erzähle, was die Menschen mir und damit sich selbst antun, wird doch deutlicher, wie schlimm und bedenklich die Situation ist.“

Die LIEBE spricht weiter:

„Fast immer, wenn ich auftauche, ist es ein erfreuliches Erlebnis. Wie oft werde ich herbeigesehnt, gewünscht und sogar besungen. Aber bald schon – oft stehe ich fassungslos davor, wie schnell gibt es Probleme, die daraus entstehen, dass die meisten Menschen mich gar nicht richtig verstehen.“

„LIEBE verspüren heißt für viele, Ansprüche stellen zu können, den anderen zu formen und lenken zu wollen. Vorschriften zu machen usw. … na ja ihr kennt das ja alle. Die Menschen sind dabei erfinderisch um sich selbst zu quälen. Und so fühle ich mich sehr oft machtlos und gerupft durch die EIFERSUCHT und die daraus entspringende UNEHRLICHKEIT und INTRIGE. Diese Scheingefühle haben die UNECHTEN ja nur zu gut eingeführt!“

Und so ging es die ganze Nacht hindurch. Die Spitzel von der Gegenseite machten sich eifrig Notizen. Der EGOISMUS beschwerte sich lang und eindringlich über die Diskriminierung, die ihm seit langem widerfuhr: „Wenn die Menschen aus lauter Angst vor mir nur noch sich anpassen und intrigant werden, kann ihnen das ja letztendlich einfach nicht guttun!“

Die Gefühle, so unterschiedlich sie auch sind, kamen am Ende überein, dass sie es auf gar keinen Fall noch einmal riskieren wollten, die Menschen für eine Nacht zu verlassen, um weitere Versammlungen abzuhalten. Wie Beobachter berichteten, war zu viel in dieser Nacht passiert, als die Menschen ohne ECHTE GEFÜHLE waren! „Die UNECHTEN können uns zwar kurzfristig ersetzen, auf Dauer jedoch niemals. Dazu sind wir zu tief im Menschen verwurzelt. Wir ECHTEN gehören in diese Welt. Wir sind nicht unter den Tisch zu kehren und wir müssen uns verstärkt durchsetzen! Wir müssen uns bei den Menschen konsequenter durchsetzen. Damit sie aufwachen und ihre Chance wahrnehmen!“

Der Beifall war groß, wenn auch geteilt. Und ebenso geteilt war die Stimmung. Der Morgen brach an und viele waren sich nicht sicher, ob sie sich durchsetzen können, weil die Konkurrenz durch die UNECHTEN sehr groß war. Andere vertrauten auf ihre Ursprünglichkeit, die einfach Gültigkeit hat.

Die Gefühle trennten sich mit dem festen Grundsatz, sich weiterhin in den Menschen bemerkbar zu machen und NIEMALS aufzugeben. <3

Kristiane Allert-Wybranietz

Dieses Mal ein paar Zeilen mehr. Eine Geschichte, die perfekt in unserer Zeit Platz findet. Danke für Deinen Besuch.
Bis bald, pass auf Dich auf.

Lesezeit: 4 Minuten

GERECHTIGKEIT – der Begriff hat viele Gesichter. Ein großes Wort und die Grundform des menschlichen Daseins. Es ist total egal, wie Dein Karma zu Dir steht, Ungerechtigkeiten werden an alle ausgeteilt. Staatliche Einrichtungen wie Richter, Polizei, Menschen die eben für Recht und Ordnung sorgen sind die eine Sache. Da gibt es aber noch die soziale Gerechtigkeit. Die, die für ALLE geltend ist, weil wir alle den gleichen Zugang zu den gleichen Chancen und gleiche materielle Güter haben. Die Realität sieht aber anders aus. Das Unrecht in unserem Alltag macht vor keiner Türe halt.

Ungerechtigkeit hat viele Köpfe

„Es ist sowas von unfair! Wie kommt es nur? Wie kann er/sie einfach? Ich reiß´ mir den Arsch auf und das ist der Dank dafür …“
So oder so ähnlich kennst Du das sicher auch? Und dann steigt die Wut und die Aggression in einem hoch. Es kann aber auch sein, dass es mich traurig und verzweifelt macht. Unterm Strich: Schlichtes Unverständnis zieht auf.

Wenn ich daran denke, wie viele Dinge und Situationen es in meinem Leben gegeben hat, die ich NIE wirklich verstanden habe und die ich als Kind schon als große Ungerechtigkeit wahrgenommen habe! Ungleiche Geschenke zum Geburtstag von uns Kindern, ein kleineres Stück vom Geburtstagskuchen, verletzende und ungerechte Worte, eine Beförderung im Job, die ich mir so sehr erhofft und auch verdient hätte und ganz viel mehr! Und schon war/ist er da, der saure Geschmack der Ungerechtigkeit.

Für viele Menschen bedeutet Ungerechtigkeit nur eines: Rache. Sie holen aus und zielen mit giftgetränkten Pfeilen  oder es treffen Dich wie aus der Pistole geschossene impulsive Widerworte! So  entsteht ein hin und her das kräftezehrend ist und unschöne Blessuren hinterlässt. Eines weiß ich auf jeden Fall – Rache ist niemals süß! Keine Ahnung von wem dieser Blödsinn stammt. Rache schmeckt bitter und nicht süß. Egal wie viel Genugtuung und Schadenfreude es Dir bringen mag!

Rache gegen Ungerechtigkeit ist keine Lösung, das habe ich gelernt. Die Welt dreht sich danach genauso „ungerecht“ weiter als davor. Deshalb lass es sein … lass Deinen Ärger an die Luft, aber schmiede keine Rachepläne! Ungerechtigkeiten passiert ständig. Dir … mir, uns allen. Klar mag ich sie genauso wenig wie Du, aber sie passieren. Die Welt ist eben nicht immer fair.

Es ist sicher nicht Deine Schuld

Früher dachte ich immer, es wäre meine Schuld und nur ich hätte dieses Los gezogen. Bis ich langsam mitbekommen habe, dass Ungerechtigkeiten jeden streifen. Alleine der Gedanke half mir schon, Ruhe zu bewahren und die Situationen etwas gelassener zu sehen. ›lach‹

Ganz egal wie persönlich Dir die Demütigung Deiner erhofften Jobabsage, ein ausbleibendes Geschenk oder ungerechte bissige Kommentare diverser Personen vorkommen, glaube mir, es hat selten etwas mit DIR zu tun! Wir wissen nicht, was im Leben unserer Mitmenschen gerade los ist, was passiert und welche Gedanken sie gerade quälen.

Ich habe mir angeeignet dieses Wissen zu meiner Stärke zu machen. Natürlich ist es nicht immer so einfach wie es sich liest, aber wir können im Leben immer nur für uns selbst sprechen. Wer weiß, aus welchen Gründen Du den Job nicht bekommen hast? Neue Umstrukturierungen, Geldeinsparungen, persönlich Gründe, Streitigkeiten? Keine Ahnung. Mir sind solche Dinge oft passiert in den verschiedensten Lebensbereichen und ich weiß heute, dass es absolut nicht mit meiner Qualifikation oder vollbrachten Leistung zu tun hatte!

Und die ungerechten und bissigen Aussagen einer Person, die Dir an den Kopf geworfen wurden, haben wahrscheinlich mit deren eigenem Leben zu tun. Menschen verhalten sich komisch, wenn sie mit Ihrem Leben nicht zufrieden sind. Und was ist einfacher als den Erstbesten als Prellbock zu benutzen? Natürlich ist es nicht fair. Aber es ist nicht Deine Schuld, Du hast nichts „Böses“ gesagt oder getan.

Du bist nicht der Grund für deren schlechte Laune und für deren negative Energie! Lass dieses Wissen Dein emotionaler Schutzschild sein. Er schützt Dich vor Verletzungen und sorgt für den notwendigen Abstand in dieser Situation.

Die Töne machen die Musik

Ich habe mich wie gesagt sehr lange als ungerecht behandeltes Opfer gesehen. Passiv zu bleiben, machte mich genau zu dem Spielball anderer Leute, der ich eigentlich nicht sein wollte! Wir tragen die Verantwortung für unser Leben. Ich habe zwar wenig Einfluss darauf wie Situationen ablaufen oder wie manche Menschen mich behandeln. Doch ich bzw. wir haben Einfluss auf die Gefühle, Gedanken und Reaktionen in uns! Wenn ich heute das Gefühl habe, jemand behandelt mich ungerecht, suche ich einen ehrlichen offenen und respektvollen Dialog.

Ich versuche das Verhalten und die Gründe der anderen Person zu verstehen. Ich erkläre, wie ich mich durch diese Behandlung fühle. Ungerechtes verletzt, kränkt aber auch manchmal verunsichert. Es kommt immer auf die Situation und auf die Beziehung zum Gegenüber an, aber eine Lösung gibt es jedes Mal. Die Töne machen die Musik. Das wird sich niemals ändern. ›lächel‹

Ende der Geschichte:
Gegen Ungerechtigkeiten wird kein Kraut wachsen. Viele Menschen tanzen relativ leicht und unbeschwert durchs Leben und andere werden öfter mit ungerechten Handlungen konfrontiert. Unser Leben ist selten gerecht. Wir können nicht immer alles verstehen oder umdrehen. Und soll ich Dir was sagen? Müssen wir auch nicht! Es reicht, schon wenn wir mit etwas mehr Achtsamkeit unseren Alltag bestreiten. Eine etwas nüchterne Betrachtung mancher Situationen hilft gelassener und vor allem respektvoller mit unfairen Ereignissen und den dazugehörigen Menschen umzugehen.

Gerechtigkeit beginnt bei uns. Sei gerecht zu Dir selbst und allen anderen, dann wirst Du ebenfalls Gerechtigkeit erfahren.

Danke das Du mich gelesen hast. Falls Du Gedanken dazu loswerden möchtest, lass sie  mir gerne in den Kommentaren da.
Bis ganz bald, pass gut auf Dich auf.

Lesezeit: 3 Minuten

Kümmerst Du Dich um Deine eigenen Angelegenheiten oder kehrst Du gerne vor fremden Haustüren? Es ist sehr verlockend, sich mit dem Leben und den Problemen, Gefühlen anderer Menschen zu beschäftigen. Gesattelt mit jeder Menge Ratschläge. Vielleicht auch noch diverse Verhaltensregeln für fremde Menschen in der Satteltasche? Ja manchmal passiert das aus Mitleid. Manchmal auch aus Besserwisserei, aus Sorge oder einfach aus Langeweile. Aus Liebe oder einfach aus einem Kontrollbedürfnis heraus.

Es ist gar nicht lange her, da habe ich mich mit einer Freundin über eine gemeinsame Bekannte unterhalten. Darüber wie es ihr gerade geht und was sie in ihrer momentanen Situation vielleicht besser machen könnte, positiver und aktiver … bis sich eine Stimme in  mir meldete und mir mit aufrechten Zeigefinger zuflüsterte:

„Kehr`vor Deiner eigenen Haustüre, kümmere Dich um Deine eigenen Angelegenheiten! Es gibt genug davon …“

Upps, ja dieser sprechende Zeigefinger hat definitiv recht. Dieses Einmischen in fremde Angelegenheiten. Angelegenheiten, die gar nicht die meinen sind. Mal ganz ehrlich! Wer tut das nicht? In meinem persönlichen Fall geschah das aus einer gewissen Fürsorge. Trotzdem muss man verdammt aufpassen, dass diese Fürsorge nicht kippt und in Besserwisserei umschlägt! Deshalb wahrscheinlich auch mein sprechender Zeigefinger! :-)

Fremde Angelegenheiten rauben Kraft

Egal aus welchen Gründen, vor anderen Haustüren zu kehren, bedeutet reine Kraftverschwendung. Es ist Energie, die wir selber gut brauchen können, um uns um unsere eigene „Unordnung“, unser eigenes SEIN und um unser eigenes Verhalten zu kümmern. Wenn wir uns allerdings sorgen und Gedanken machen über die Zukunft von Mutter Erde, der Natur und den vielen Katastrophen die jeden Tag geschehen, dann ist das okay. Ich finde es sogar sehr wichtig! Nur befinden wir uns dann in den Angelegenheiten des Universums.

Nur damit das klar rüberkommt: Sich um seine eigenen Angelegenheiten zu kümmern, bedeutet nicht, dass wir tatenlos zusehen müssen, wenn ein anderer Mensch schreckliche Dinge tut!

Woran wir bemerken, dass wir uns in fremde Angelegenheiten verstricken?

Ich habe früher oft vor fremden Haustüren gefegt. Manchmal aus Langeweile und Kontrolle. Sehr oft musste ich das auch tun. Ich hatte Verantwortung für einige Mitarbeiter. Es war eine meiner Aufgaben, Dinge zu „ordnen“. Berufliche sowie private. Lösungen mussten gefunden werden, damit der „Mensch“ wieder reibungslos funktioniert. (In diesem Satz steckt übrigens jede Menge Sarkasmus.)

Das allgemeine Wohlbefinden leidet. Man fühlt sich nicht gut. Man fühlt sich ausgelutscht und müde. Der Satz: „Das kostet mich meine ganze Substanz“, trifft es eigentlich ganz gut. Denn wenn wir uns mit fremden Angelegenheiten beschäftigen, entsteht innerer Stress und Unbehagen. Natürlich suchen wir alle Dinge zu kontrollieren, die wir aber in Wahrheit nicht unter Kontrolle haben. Wir schneiden uns dadurch von uns selber ab, sind nicht in unserer Mitte und übersehen dabei die Dinge, die wir tatsächlich beeinflussen könnten.

Ich mische mich in meinem privaten Feld oft ein

Jetzt wo ich diesen Beitrag schreibe, denke ich darüber nach wie bestimmend ich sein kann. Auch meine Arbeit hier am Blog beschäftigt sich mit Menschen deren Probleme und Angelegenheiten ich zu mir nehme. Ich teile Beziehungsratschläge aus, versuche Wohlbefinden zu „verstreuen“, möchte motivieren und in eine gute Richtung lenken.

Privat möchte ich meinen Partner auf Diät setzen. „Schatz, ich habe keinen Bock, dass Du krank wirst“, kommt dann schon mal von mir. Natürlich aus ehrlichen Sorgen um seine Gesundheit. Manchmal versuche ich meiner Tochter meinen Musikgeschmack aufzudrängen. Meiner Freundin Ihre Getriebenheit zu nehmen und oftmals will ich wo helfen, wo um keine Hilfe gebeten wurde!

All das ist jedenfalls auch ein Einmischen in das Leben anderer Menschen. Immer aus dem Glauben heraus, dass diese „Übergriffe“ das Leben ein Stückchen besser machen. Ich frage mich gerade: „Habe ich dann überhaupt eine Berechtigung solch einen Beitrag zu schreiben?“ Ich komme mir nämlich gerade sehr übergriffig vor … ›lach‹

Für den Alltag

Ich erlaube es mir aber dennoch. Ich bin davon überzeugt, dass wenn eine gute Absicht dahinter steckt, es nicht falsch ist mal vor fremden Haustüren zu kehren. Solange es in einem gesunden Maß geschieht. Fragen wir uns immer wieder mal:

Womit beschäftige ich mich gerade geistig? Stehe ich vor meiner Haustüre oder bin ich gerade am Weg zu anderen?

Vielleicht ertappst Du Dich gerade dabei, wie Du gedanklich damit beschäftigt bist, was und wie andere denken oder handeln sollten? Vielleicht bemerkst Du, wie Du gerade laut oder leise Ratschläge verteilst und gerade in einen „Besserwisser-Modus“ umsteigst? Oder Du zerbrichst Dir gerade Deinen Kopf darüber, warum das Leben so ist wie es ist und denkst darüber nach, was daran nicht in Ordnung ist und wie das Leben stattdessen sein sollte.

Wenn Du dabei in fremden Angelegenheiten wühlst, frage  Dich:

  • Hat mich jemand um meinen Rat oder um meine Meinung gefragt?
  • Möchte ich hier gerne meine Energie reinstecken?

Es liegt wie bei allem im Leben bei uns selbst. Wenn NEIN, hören wir damit auf mit der Wirklichkeit zu streiten und lenken stattdessen unseren Fokus – ganz ohne Urteil und Selbstvorwürfe bewusst zurück zu unserem eigenen Kram … noch besser aber – ins Hier und Jetzt.

Ich mache meine Arbeit aber trotzdem gerne weiter. Ich gebe Ratschläge, verteile Positives, motiviere und schreibe mit Dir, wenn Du meine Hilfe möchtest. Auch DAS liegt ganz bei Dir. :-)

Lesezeit: < 1 Minute

Ich will DICH erinnern meine Liebe …

Im Grunde weißt Du es. Doch im täglichen Getümmel vergisst Du es wieder. Und somit stellst Du einen (Deinen) Wesenszug von Dir in den Schatten! Weißt Du, worüber ich gleich schreiben werde?

DU musst nichts ertragen, was Du nicht willst. Du musst auch nicht mit Deiner Anwesenheit glänzen, wo man Dich nicht schätzt oder nicht gut behandelt!

Wenn es solche Menschen in Deinem Leben geben sollte … lass sie.
Wahrscheinlich wollen sie Dich nicht mal absichtlich verletzen oder beleidigen.

Sie sind einfach nicht der Topf, der zu Deinem Deckel passt!
Sie schlüpfen in die Rolle, von zu kleinen Puzzleteilen, für Dein großes Puzzle!
Sie sind Klamotten, die Dir nicht passen.

Und während Du darüber nachdenkst, wird Dir wieder klar – Liebe und Zuneigung kann kein Mensch erzwingen.

Ganz egal wie vorbildlich Du lebst, wie erfolgreich und schön Du bist – wenn Dein Gegenüber Dich nicht wahrnimmt, ist es höchste Zeit die Leine zu cutten, damit Dich nicht Dein eigenes Leben überholt und Du es verpasst!

Ja ich weiß es … es ist schwer und manchmal auch mit Schmerzen verbunden! Ich habe schon viele Leinen durchgeschnitten. :D

Es ist wichtig, Dein eigenes Leben in Deiner Hand zu behalten und zu sagen:
Nicht mit mir! So auf keinen Fall!

Diese Worte brauchen oftmals eine laute Stimme. Aber es ist auch eine tolle Chance „selig“ zu werden.
DU bist etwas Besonderes, etwas richtig Wertvolles!

Fang an die Musik in Deinem Herzen zu hören, und zwar mit voller Begeisterung. <3
Das war es, woran ich Dich erinnern wollte …

Fühl das Leben … sentire la vita.

Lesezeit: 3 Minuten

Das Ding mit den Gefühlen und Emotionen …

Ich bin die Tage auf einen interessanten Artikel gestoßen. Coaches und Co wachsen ja wie die Schwammerl aus dem Erdboden und bieten, meist für zu viel Geld, Ihre Hilfe an. In diesem Artikel oder besser Aufruf ging es um das Angebot eines Herrn Coach der Frauen seine Hilfe anbietet. Wir Frauen sollten endlich nicht mehr Opfer unserer Gefühle und Emotionen sein! Er verspricht, dass er jeder Frau den Hebel zeigen wird, um diese Gefühle und Emotionen unter Kontrolle zu halten!

Ich las den Artikel zweimal und musste danach einmal laut lachen. Bevor ich damit begann, über meine Gefühle und Emotionen nachzudenken. Wie oft und wie schlimm quälten sie mich denn? ›stirnrunzel‹

Klar ist es eine mittelschwere Katastrophe, wenn ich vor lauter Lebenslust, Spaß und Albernheit so lachen muss, dass meine Wimperntusche sich auflöst. Dieselbe Katastrophe passiert auch dann, wenn ich vor Traurigkeit weinen muss.

Ich kann mit interessanten Menschen bis zur Dämmerung reden … quatschen ohne Pause. Wenn mich jemand mit seinen Worten beeindruckt, bin ich auch einfach mal still. Höre Stunden zu und beobachte diesen Menschen mit all seiner Gestik und Mimik, um seine Schönheit zu sehen.

Ich kann natürlich auch richtig wütend sein! Da wird es durchaus mal laut … manchmal zerbricht auch etwas dabei … in meiner Unachtsamkeit und Rage. Das macht mich dann noch wütender und das Lexikon in meinem Kopf spuckt dann schon mal einige Schimpfwörter aus!

Ich trinke meinen Wein bevorzugt aus einem schönen Glas, wie es sich gehört. Aber wenn ich mich in einer Männerrunde oder lockeren Gesellschaft befinde, darf es bei nicht zu ernsten Themen auch Bier aus der Flasche sein! :D

Ich liebe es und fühle mich großartig, wenn ein Mann mir die Türe aufhält. Ich verurteile aber auch keinen Mann, wenn er das nicht tut. Schließlich bin ich ja schon groß und schaffe das auch ganz gut alleine.

Es kommt vor, dass ich sinnfrei durch die Gegend laufe … nur zum Spaß und gedankenlos. Und da gibt es Tage, da wird das gesamte Universum unter die Lupe genommen und analysiert. Es tun sich dabei Fragen auf, an deren Beantwortung schon mancher gescheitert ist. :-)

Mein Hintern sieht definitiv anders aus, als der von Jenni Lopez … ja was solls, egal. Mein Sitzfleisch hat aber trotzdem schon manches Problem einfach „ausgesessen“.

Ich habe keinen Friseur, den ich regelmäßig besuche. Wenn ich genauer darüber nachdenke, habe ich nicht mal eine Frisur ›lach‹! „Frau Bommel“, wie mein Mann mich nennt. Was solls, makellos sitzendes Haar passt nicht zu mir und es würde auch den Schmuse-Überfall meiner Hunde niemals heil überstehen! <3

Gefährlich wird es, wenn ich liebe. Ich überrolle mein Gegenüber ohne Vorankündigung und Anstand mit meiner Leidenschaft. Ich bin frech … laut und leise. Will lachen und nerven. Ich will kuscheln und Sex. Ach wie ungehörig von mir als Frau, auch so etwas zu sagen!

Ich bin nun mal keine Frau aus dem Katalog. Ich versuche immer so zu leben, wie es in diesem Moment für mich gut ist. All das wird von meinen Gefühlen und Emotionen gelenkt. Himmelhoch ausgelassen oder am Boden zerstört. Laut und leise. Nachdenklich und interessiert. Nicht oft angepasst, mehr aus der Reihe tanzend.

JA, so schlimm ist es, als Frau Opfer seiner eigenen Gefühle und Emotionen zu sein! Keine Kontrolle zu haben. OMG!
Sollte ich mich bei diesem Coach melden???

NEVER.

Für uns alle wünsche ich mir, dass wir bleiben wie wir sind. Vollgepackt mit „freien“ Gefühlen und Emotionen. Denn ich glaube, so sind wir Frauen richtig. NICHTS von unserem „So-Sein“ sollten wir abstellen. Wir sollten keinen Schalter drücken, um alles in den Griff zu haben.

Bleiben wir impulsiv, undurchschaubar und ein wenig verrückt. Unvernünftig und immer für Überraschungen gut. So wie es unser Bauch und Herz in diesem Augenblick verlangt! Ich glaube nur so spüren wir das Leben, welches durch uns fließt.

Wer braucht schon einen Coach und einen Schalter, der unsere Gefühle und Emotionen an und aus schaltet?
Genau … WIR nicht! <3 ›lach‹

Vertraue, sei und bleib bei Dir. Kostet nix und fühlt sich gut an.

Eine emotionsreiche und gefühlvolle Zeit.

Lesezeit: 3 Minuten

Zu meinem Artikel heute wurde ich durch ein Gespräch am Rande inspiriert. Es ging darum, dass Menschen behaupten, an ihrer aktuellen Lebenssituation nichts verändern zu können. Zeugin dieser Diskussion zu sein, versetzte mir einen Seitenhieb, da es mich an meine Vergangenheit und mein „Opferrollen-Dasein“ erinnerte. Ich war allerdings ein stilles „Opfer“. Anders als viele Zeitgenossen in meinem Umfeld. Ich hatte einfach eine Grundüberzeugung, dass ich das Leben nun mal so hinnehmen müsse, wie es mir begegnete. Ja … und dann gab es noch die dominanten Ausreden, die gar keiner Veränderung Platz gaben.

Es hat sich nichts verändert. Zwar bin ich aus der Opferrolle raus. Ich habe mir dieses „Opferkostüm“ abgestreift. Aber es gibt so viele Menschen, die scheinbar gerne und lautstark, dieser Opferrolle eine Stimme geben. Das Leben ändert sich. Dadurch verändern wir uns! Mit der Erfahrung eines kompletten Neustarts in den letzten Jahren weiß ich, dass alles nur Ausreden waren, … hat man die richtigen Ausreden in der Hand, brauchen wir auch nichts verändern.

Meine frühere Strategie: Ich ändere mal lieber nix, es wird irgendwann schon besser werden. Leider ist dieser Glaube nie aufgegangen. Obwohl es in mir immer wieder mal sehr laut wurde. „Komm mach was, das ist doch kein Leben, dass du dir wünscht! Verändere die Dinge die du verändern kannst!“ Gehört habe ich dieses Drängeln in mir, aber ich habe so lange und erfolgreich verweigert, bis das Leben mich geändert hat. Mir ging es so „bescheiden“, dass es auf einmal Schluss war mit sämtlichen Ausreden!

Die, die mich am Blog besuchen und lesen, stehen selbst immer mal an einer Kreuzung der Veränderung. Du weißt oder zumindest ahnst Du es, dass es da noch einiges gibt in Deinem Leben das Du verändern kannst aber Deine Ausreden lassen es nicht zu. Deshalb bist Du hier. Veränderung und Leben. Darum geht es immer wieder hier auf meinem Blog. Deshalb bist Du hier. Ich würde ja auch keinem Food-Blog folgen, wenn ich nicht neugierig auf Kuchen, Fleisch und Inspirationen wäre, oder?

Schluss mit unseren Lieblingsausreden

Ich habe mitgehört, habe mich zurückerinnert, an die Zeit, in der ich für ALLES eine Ausrede in der Tasche hatte, um ja nichts verändern zu müssen. Ich bin mir sicher, dass Deine Ausrede vielleicht auch darunter zu finden ist. Wenn Du Dich beim Durchlesen kopfschüttelnd aufregst, finde ich das super ›lach‹ … warum? Das sage ich Dir im Anschluss.

  1.  Ja ich bin eben noch nicht so weit.
  2.  Wenn das immer so einfach wäre.
  3.  Das geht mir viel zu schnell.
  4.  Dafür bin ich schon viel zu alt!
  5.  Was ist los? Es ist doch alles gut wie es ist?
  6.  Das kann ich mir nicht leisten.
  7.  Das Leben ist nun mal kein Wunschkonzert.
  8.  Meine Gesundheit spielt da nicht mehr mit.
  9.  Meine Eltern, Freunde haben gesagt …
  10.  Was sollen die anderen von mir denken?
  11.  Und was ist mit meiner Altersvorsorge?
  12.  Du tust Dir leicht, Deine Kinder sind schon groß.
  13.  Ich muss den Kinderwegen bleiben …
  14.  Ich bin halt so.
  15.  Davor habe ich zu viel Angst!
  16.  Wenn ich mal in Pension bin, die Kinder groß, den richtigen Partner usw. habe, dann …
  17.  Ich will ja gar nichts verändern.
  18.  Dazu fehlt mir die Kraft.
  19.  Ich brauche Sicherheit.
  20.  Mir fehlt das Vertrauen.
  21. Abenteuer sind für junge Menschen da.
  22.  Ich würde ja wirklich gerne, ABER …
  23.  Mir fehlt die Zeit.
  24.  Aber das machen doch ALLE so!
  25.  Ein komischer Blog, was soll das?

Tja und nun? Regst Du Dich auf? Welcher Satz ist Dein ständiger Begleiter? Bist Du verärgert, weil Veränderung wirklich nicht so leicht ist? Alles gut rege Dich auf und schmeiß mir auch gerne was an den Kopf! „Sie hat doch wirklich keine Ahnung von nichts!“  Da gebe ich Dir sogar recht. Teilweise. Aber wenn ich von etwas Ahnung habe, dann von Ausreden und ihre Folgen, sorry.

Sich aufregen ist manchmal echt super!

Je mehr Dich etwas aufregt, umso schneller solltest Du darauf achten und hinsehen! Ich wollte das selber lange nicht wahrhaben. Wenn mir ein Mensch etwas Unangenehmes gespiegelt hat, war die Reaktion: so weit als möglich von mir fern halten und durch langes Argumentieren belegen, dass die Fakten doch ganz anders lagen.

Selbstbetrug. So das richtige Wort dafür. Es funktioniert ne Weile, aber gewinnbringend und nachhaltig ist es nicht! Ausreden sind okay. Dafür müssen wir uns keine Schuldgefühle aufhalsen. Es stecken teilweise alte Glaubenssätze und Programmierungen dahinter, die wir über die Jahre zu unseren eigenen gemacht haben.

Es ist ein Gedankenkonstrukt, dass uns vor unangenehmen Neuerungen schützt. Langfristig gesehen haben sie aber eine sehr angenehme Wirkung – dafür müssen wir aber ins TUN kommen.

Letztendlich ist das Sammeln von Gegenargumenten wieder nur eine Ausrede. Nämlich dafür, sich zu trauen den springenden Punkt anzunehmen. Die ein oder andere Ausrede als solche zu enttarnen und die gewünschte Veränderung anzupacken. ›strahle grinsen<

Übrigens meine Lieblingsausrede ist: Nr. 14 und 23. ›zwinker‹.
Übrigens Du darfst mit Freude die Liste ergänzen. Gut möglich, dass ich so einiges vergessen habe. :D

Jetzt aber wünsche ich Dir ein TUN ohne Ausreden und jede Menge Volkserlebnisse.

Lesezeit: 2 Minuten

Sinnliches erfahren …

Es gibt immer wieder Tage, an denen man keine Kraft für Beziehungen hat. Der Wunsch ist, viel lieber alleine zu sein.
Ausnahmsweise ist dieses Leeregefühl, das man dann in sich spürt, etwas Angenehmes und Positives. Introvertierte Menschen kennen dieses Gefühl am besten. Manchmal habe ich das Gefühl ich hätte eine „Überdosis“ an Menschen erwischt. Zu viel, zu laut, zu anstrengend und wenn ich ehrlich bin … auch zu nervig.

Dann suche ich die Leere, die Einsamkeit, die Stille ohne Worte! Ich weiß, dass viele damit nicht zurechtkommen. Kein Verständnis mit einem plötzlichen Rückzug haben. Dabei ist das eine wunderbare Stärke, die ich immer wieder genieße …, weil in meinem Umfeld das Verständnis vorhanden ist. Mein Herzmensch und ich sind auch dabei ein hervorragendes Team. <3

„Alleinsein“ kann es erst geben, wenn die Einsamkeit überwunden ist!

Ich brauche dieses Leeregefühl um nachzudenken. Ich verkrieche mich … endlich keine Ablenkung … keine Menschen. Genieße dabei meine geistige grenzenlose Freiheit. Ich muss dabei keine Kompromisse eingehen!
Dabei entstehen immer meine besten Ideen. :-)

Ich lasse mich sehr oft viel zu viel lenken von all den Dingen, die um mich herum geschehen. Lasse mich beeinflussen, wenn auch unbewusst und entscheide, dann nicht so wie ich es eigentlich möchte. Deshalb brauche ich diesen „Break“ … raus aus meiner gewohnten Umgebung … rein in die Stille und die Leere.

Wenn wir mit uns alleine sein können, macht uns das selbstsicherer und stark. Wir trauen uns immer mehr zu und sind danach stolz auf uns. Jedenfalls habe ich diese Erfahrung gemacht. Ich wachse an meinen Aufgaben. <3

Ich sehe das Alleinsein als meditativen Zustand.

Es gibt uns Zeit, in uns selbst zu ruhen.

Falls Du im Moment ungewollt alleine bist, mache Dir bewusst, dass Alleinsein nichts Negatives ist. Ganz im Gegenteil!
Dabei lernst Du, mit Dir selbst ins Reine zu kommen.

Ich brauche diese Tage des Rückzugs um danach wieder „aufnahmefähig“ unter die Menschen treten zu können. Zuhören und verstehen zu können. Spaß haben und lachen zu können … bis zu meinem nächsten Break. ›lach‹

Kennst Du? Machst Du genauso? Super.
Sentire la vita ciao.