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Bitte höre was ich nicht sage!

Laß Dich nicht von mir narren.
Laß Dich nicht durch das Gesicht täuschen, das ich mache.
Denn ich trage Masken! Masken, die ich fürchte abzulegen.
Und keine davon bin ich …
So tun, als ob, ist eine Kunst. Die mir zur zweiten Natur wurde.
Aber lass Dich dadurch nicht täuschen!

Ich mache den Eindruck, als sei ich umgänglich, als sei alles heiter in mir, und so, als bräuchte ich niemanden.
Aber glaub mir nicht!
Mein Äußeres mag sicher erscheinen, aber es ist meine Maske.
Dahinter bin ICH … wie ich wirklich bin, verwirrt, in Furcht und – allein.
Aber ich verberge es.
Ich möchte einfach nicht das es irgend jemand merkt.

Beim bloßen Gedanken an meine Schwächen bekomme ich Panik und habe Angst.
Gerade deshalb erfinde ich verzweifelte Masken, hinter denen ich mich verstecken kann,
eine lässige Fassade, die  mir hilft, etwas vorzutäuschen, die ich vor dem wissenden Blick sichert, der mich erkennen würde.
Dabei wäre dieser Blick gerade meine Rettung, wenn es jemand wäre der mich annimmt und mich liebt.
Das ist das Einzige das mir Sicherheit geben würde, das ich mir selbst nicht geben kann, dass ich wirklich etwas wert bin!

Aber ich wage es nicht, es Dir zu sagen.
Ich habe Angst davor.
Ich habe Angst, dass Dein Blick nicht von Liebe und Annahme begleitet wird.
Ich fürchte Du wirst gering von mir denken und wirst über mich lachen … und Dein Lachen würde mich verletzen.
Ich habe einfach Angst, nichts wert zu sein, und ich habe Angst, dass Du das genauso siehst und mich abweist.
So spiele ich mein Spiel … mein verzweifeltes Spiel.

Eine sichere Fassade aussen und ein zitterndes Mädchen von innen.
Ich rede daher im gängigen Ton, oberflächlichen Geschwätzes.
Ich erzähle Dir alles, was wirklich nichts ist, und nichts von all dem, was wirklich ist, was in mir schreit …
Deshalb lass Dich nicht täuschen von dem, was ich aus Gewohnheit rede.
Deshalb höre bitte sorgfältig hin, und versuche zu hören was ich NICHT sage, obwohl ich es möchte.
Ich verabscheue dieses Versteckspiel das ich hier treibe!

Es ist unecht und oberflächlich.
Ich möchte authentisch und spontan sein können!
Einfach ICH selbst … aber Du musst mir dabei helfen.
Du musst Deine Hand ausstrecken, nur Du kannst mich zum Leben rufen!
Jedesmal wenn Du freundlich und gut bist und mir Mut machst, jedesmal wenn Du zu verstehen suchst, weil Du Dich wirklich um mich sorgst, bekommt mein Herz kleine Flügel …

Dein Gespür und Deine Kraft des Verstehens geben mir Leben.
Ich  möchte das Du weißt, wie wichtig Du für mich bist, wie sehr Du aus mir einen Menschen machen kannst, der ich wirklich bin? Wenn Du du willst.
Du alleine kannst die Wand niederreißen, hinter der ich zitternd stehe.
Du alleine kannst mir meine Maske abnehmen.
Du alleine kannst mich aus meiner Schattenwelt, aus meiner Einsamkeit und Unsicherheit befreien.

Übersehe mich bitte nicht.
Übergehe mich nicht.
Die lange Überzeugung, nichts wert zu sein, schafft dicke Mauern.
Je näher Du mir kommst, umso mehr wehre ich mich.
Ich wehre mich gegen das, wonach ich so laut schreie!
Aber man hat mir gesagt, dass Liebe stärker sei als jeder Schutzwall … und darauf hoffe ich.

Wer ICH bin willst Du wissen?
Ich bin jemand, den Du sehr gut kennst und der Dir sehr oft begegnet.
ICH bin DU selbst.
Schau in den Spiegel, nur Du erkennst dich wirklich.
NIEMAND kann so ehrlich sein zu Dir, als DU selbst!

(Von Stefanie, gefunden auf Regenbogenwald – Hilfe zur Selbsthilfe)

Ausnahmsweise möchte ich diesen Text mal so stehen lassen. Er braucht keine vielen Worte um zu erklären … aber er ist es wert, mehrmals gelesen zu werden!
Vielleicht hast Du auf diese wunderbaren Zeilen gewartet, oder kennst jemanden für den diese Worte gerade sehr gut passen würden? Teilen macht Freude. 🙂

Eine schöne und glückliche Zeit wünsche ich Dir, bis ganz bald in meiner Geschichtenliebe!

Ist es Dir nicht auch schon mal so in Deinem Leben ergangen, dass Du besondere Momente erlebt hast, die danach Dein Leben verändert haben? Vielleicht sind wir uns dessen im ersten Moment gar nicht bewusst, aber nimm Dir doch mal die Zeit und denke darüber nach … was sich möglicherweise schon alles ergeben hat in Deinem Leben und an die Momente dich im Nachhinein in irgend einer Form verändert haben?! 

Diesmal habe ich eine sehr lebensnahe Geschichte gefunden die ich Dir wiedermal nicht vorenthalten möchte. Nimm dir ein paar Minuten, suche Dir einen  angenehmen Platz, lehn Dich zurück und genieße diese Geschichte. 😀

Das Licht des Lebens

Da saß ich nun auf der dreckigen Kante eines Hochhauses und schaute hinab auf den grauen Alltag und in die Tiefe, die da vor mir lag. Ich hatte mir extra ein möglichst hohes und wenig gesichertes Haus gesucht. Es sollte mir den Weitblick geben, mich wieder zu finden und mein Leben neu ordnen zu können. Dieses Haus war perfekt dafür! Gerade anonym konnte ich über den Müllplatz vom Hinterhof ins Haus gelangen. Niemand schien sich hier zu kennen oder gar für den anderen zu interessieren. Ich hatte hier schon mal ein paar mal gesessen und in die Tiefe geblickt und dabei mein Leben bedauert .

Wie bin ich bloß hier her gekommen? Klar hier herauf – über den Fahrstuhl und durch das defekte Schloss auf das Dach … aber in diese Situation? Mein Leben wurde ordentlich durcheinander gerüttelt! Verluste, Trennungen, Enttäuschungen, viele Unsicherheiten was meine Zukunft betraf und jetzt dieser schmerzliche Liebeskummer. Er bestand aus tiefen Schmerz, mal Wut, Enttäuschung, wüsten Vorwürfen und oft auch Hoffnungslosigkeit. Und dann die Trauer, neben dem Mann auch einen besonderen Menschen verloren zu haben, der mich tief berührt hatte.

Er hatte sich so entschieden und ich sollte es akzeptieren. Und so pendelte ich immer wieder zwischen Wut und Enttäuschung, Traurigkeit und vergessen wollen, zwischen kämpfen und aufgeben und loslassen. Ich hatte mir auch schon mal vorgestellt, von hier oben zu springen, ein letztes Mal unglaubliche Freiheit zu spüren, den selbstbestimmten freien Fall. Dann würden er und die andere schon merken, wozu sie mich gebracht hatten. Hatten SIE es wirklich? Aber es waren da ja auch noch andere. Meine Familie und Freunde. Ich würde Schmerz erzeugen, wie ich ihn doch selbst erlebe und keinem anderen wünschte! Und doch stellte ich mich am Rand und sah hinab.

Heute war ein Tag an dem ich alles in Frage stellte. Wäre nicht alles besser ohne mich? Liebt mich denn überhaupt jemand? Wie soll es weitergehen? Wann hört dieser Schmerz auf? Plötzlich wurden meine Gedanken durch eine Stimme unterbrochen. „Was machst du hier?“ hörte ich eine kindliche Stimme fragen. Die Sonne schien aus der Richtung, aus der ich die Frage vernommen hatte und blendete mich. Ich meinte aber, einen kleinen Jungen erkannt zu haben. Ich wollte gerade darüber nachdenken, wie er wohl hier her gekommen war und wer er war … als er seine Frage wiederholte. „Ich … ah schaue mich hier nur mal um.“ versuchte ich meinen Aufenthalt hier auf dem Dach zu erklären.

„Hier oben findest du nichts, was du nicht auch unten finden würdest.“ sagte er neunmalklug. „Woher willst du denn das wissen?“ flauste ich ihn an. „Du siehst sehr traurig aus“ entgegnete er mir. „Naja …. manchmal ist das Leben auch traurig und anstrengend“ gab ich ihm zur Antwort. Er lächelte mich an und streckte mir seine Hand entgegen „Komm mal mit. Vertrau mir.“ Ich weiß es bis heute nicht warum ich  aus irgend einem Grund, seine Hand nahm … und in dem Moment spürte ich, wie mich eine unglaubliche Wärme durchströmte. Es fühlte sich so an, als würde ein warmes gleißendes Licht – all meine Gedanken, Sorgen und Ängste auslöschen und heilen. Ich fühlte eine tiefe Liebe und Geborgenheit in mir! Ich fühlte mich in diesem Moment so sehr gehalten, sicher und zuversichtlich, wie wohl noch nie in meinem Leben.

Ich schloss vor lauter Dankbarkeit einen Moment die Augen, wo sich alles richtig und leicht anfühlte. Vielleicht war es die Sonne die mich gewärmt und geblendet hatte, vielleicht waren es Glückshormone, die dadurch ausgeschüttet wurden … ich kann nicht sagen für wie lange ich meine Augen geschlossen hielt, aber als ich sie wieder öffnete, stand ich alleine auf dem Dach. Ich hatte Tränen in den Augen und war zutiefst berührt.

Diese Liebe und Wärme spüre ich noch heute – in schweren Momenten, die immer wieder mal kommen. Sie sind ein Teil von mir geworden und ich teile sie gerne und so oft wie mir möglich ist. Das Leben ist ein so wertvolles Geschenk. Früher habe ich manche Tage bedauert, wenn ich aufwachte. Heute weiß ich , wie dankbar ich für jeden Tag bin, den ich erleben darf. Und an schweren und schmerzlichen Tagen, strecke ich manchmal meine Hände der Sonne entgegen … und erinnere mich an mein „Lebens-Licht“ und bin so sehr dankbar, dass es in mir leuchtet! 😀

Steffen Zöhl, Praxis Der Zuhörer

Gerade in schwierigen Phasen unseres Lebens, sollten wir uns an die schönen Dinge  und Momente im Leben erinnern! Es schreibt sich sicher einfacher als es ist. Aber es stimmt! Manchmal wird einem aber durch schwierige Ereignisse erst klar, was wirklich wichtig ist im Leben! Oftmals sind es sogar ganz winzige kleine, unspektakuläre Begebenheiten, wie beim Fahrradfahren die Nase in den Wind zu strecken und den Alltag für einen Moment auszublenden.

Ich hoffe ich habe Deine Geschmack getroffen und konnte Dich wieder mal zum Nachdenken verleiten. >zwinker<

Alles Liebe, pass auf Dich auf und bis bald.

Tatsächlich kommt es vor, dass wir nach einer Trennung, durch plötzlich aufkommende Schuldgefühle, zurückgehen. Wir versuchen kaputtes und nicht reparierbares zu flicken … um den Schuldgefühlen entwischen zu können. Wir wissen das wir keinen Erfolg dabei haben werden, wir vertagen einfach unser Leben, das glücklicher sein könnte, auf später! Es fehlt oft  an mentaler Stärke und so überlassen wir das glückliche Leben denen, die den Mumm dazu haben bei ihrer Entscheidung zu bleiben … einen Schlussstrich zu machen.

Schlechtes Gewissen ist ein häufiges Gefühl

Eines der häufigsten und absolut unpassendsten Gefühle ist das schlechte Gewissen nach einer Trennung. Es schmeckt nach verbranntem Kuchen, fühlt sich an wie Magenschmerzen und bedeutet für viele auch so etwas ähnliches wie Misserfolg. Man hatte so fest an sich und den Partner geglaubt … Treue-Schwüre geleistet und sich geschworen in alle Ewigkeit zusammen zu bleiben … bis das Licht ausgeht.

Das war zu Beginn der Reise, als noch vieles unerkannt blieb. Wo wir noch nicht wussten, dass es nicht lange ein „Wir“ geben wird. Es wurde soviel Zeit investiert, damit die Beziehung gedeihen und wachsen kann. Liebe, Nähe und Zärtlichkeit aufgebaut … eine, im Glauben, gesunde Basis gebaut und auf einmal finden wir uns in einer Leere und in eine Einsamkeit wieder. Das zerbrochene Fundament samt Partner bleibt zurück. Wir gehen und mit uns kommt das schlechte Gewissen und das Gefühl von Misserfolg.

Eine Trennung bedeutet oft eine Mauer einzureißen

Eine Entscheidung zu treffen, den letzten Schritt zu tun, und zu gehen … loslassen ist wie eine dicke Mauer niederzureißen, hinter der Dein Leben auf Dich wartet! Es waren zu Beginn viele gemeinsame Träume, viele gegenseitige Erwartungen, so viel Hoffnung … aber leider auch zu viele Versprechen, die nicht gehalten wurden oder werden konnten. Die Zweifel den letzten endgültigen Schritt zu tun und zu gehen verunsichern bis zum Schluß.

Ich habe mich nach meiner Scheidung, für die ich mich damals entschieden habe, sehr lange schuldig gefühlt! Ich dachte ich wäre verantwortlich für den Schmerz meines Partners, obwohl ich mir gar nicht vorstellen konnte, dass er über die Trennung sehr traurig war. Eigentlich hatte ich ihm die Entscheidung abgenommen mit der er aber nicht gerechnet hatte.  Aber wir hatten schließlich zwei kleine Kinder, und das war der Punkt in dem sich mein Gewissen meldete! Ich machte mir sogar Sorgen über seine Zukunft obwohl ich diejenige war die nichts hatte und auch nichts einforderte bis auf das Notwendigste und das war wirklich wenig.

Fragen tauchen auf

  • War ich trotz ungesundem und unschönen Beisammensein die letzten Jahre zu voreilig?
  • Vielleicht bin doch ich an allem Schuld?
  • Er braucht und liebt mich eben auf seine Weise?
  • Leiden die Kinder darunter?

Vielleicht haben Dich solche Schuldgefühle nach einer Trennung veranlasst, erneut die Sache zu durchdenken, oder sogar zurückzugehen … in eine Beziehung die Dir nur Schmerz, Traurigkeit und Einsamkeit bereitet hat. Ein Teufelskreis der Selbstzerstörung und ich kenne einige die mir da recht geben würden!

Dazu kommen die Gespräche und Meinungen von guten Freunden oder Eltern, die Dir eventuell den Rat geben noch zu warten, nochmal alles zu überdenken, denn schließlich kann man nicht das ganze Leben lang glücklich sein, man muss Kompromisse eingehen. Und ein Satz aus meiner Familie war „Er wird den Boden unter seinen Füßen verlieren wenn du mit den Kindern gehst …“ Gerede auf das keine Frau hören sollte. Denn schließlich gab es Gründe von sicherlich beiden Seiten, die ein Zusammenleben nicht mehr möglich machten! Leider vergißt man das in der großen Welle des Schuldgefühls …

Eine ungerechtfertigte Angst, die wir schnell abschütteln sollten

Es ist eine Sache das mit einer Trennung Leid und Schmerz aufkommt. Aber wir müssen uns nicht verantwortlich für das „Leiden“ des Ex-Partners fühlen. Wenn eine geliebte Person uns langsam und unverkennbar vermittelt, dass wir nicht mehr den Stellenwert in seinem Leben haben können wie zu Beginn der Beziehung, oder sich herausstellt das der Partner narzisstisch veranlagt ist, Gewalt in der Familie den Takt angibt … oder man sich einfach „entliebt“ hat. Gründe gibt es viele sich zu trennen. Dann ist es oft notwendig den ersten Schritt zu wagen und eine Mauer einzureißen … gerade als Frau den ersten Schritt zu wagen und umzusetzen!

Das Leben kann voller Freude gelebt werden, auch ohne Partner und ohne ein schlechtes Gewissen. Weder des Ex-Partners wegen noch wegen der Kinder, wenn welche da sind. Unser Leben ist ausgefüllt von Freude und Schmerz … Sicherheit und Unsicherheit … es gibt auch nicht nur Schwarz und Weiß … es gibt sehr viel das dazwischen liegt.

Das Leben hat Konsequenzen

Wir dürfen es keinem erlauben uns für seine weitere Existenz verantwortlich zu machen! Also dürfen wir auch nicht auf das Gerede der Anderen hören, denn SIE kennen Dein bisher gelebtes Leben nicht. Tun wir das dennoch, können wir nicht authentisch sein, wir können unsere Ziele und den für uns wichtigen Sinn des Lebens nicht verfolgen und lassen letztendlich das Leben das wir leben möchten und verdient haben, an uns vorbeiziehen!

Der Schmerz und das Leiden ist ein Teil unseres Lebens. Gib deswegen Schuldgefühlen nicht die Chance über dein wirkliches wollen und handeln zu siegen, und doch in der Beziehung zu bleiben oder zurückzugehen! Dein Ex-Partner und vor allem Du hast es verdient, neue schöne Erfahrungen zu sammeln und Dein Leben so zu leben wie Du es verdienst!

Nachwort:

Es ist eigenartig, aber wenn die erste Phase einer Trennung vorüber ist, sind wir in der Lage, das Positive (auch wenn es viel negatives gab) zu sehen. Es ist uns möglich anders darüber zu denken und ihr eine Bedeutung zu geben, das uns vor der Trennung nicht möglich war. Das ist das, was wir tun können und was in unseren Händen liegt … genauso wie nach vorne zu schauen, wenn die Beziehung zu Ende geht.

„Es braucht keinen Grund zu gehen, wenn man keinen Grund hat, um zu bleiben“

Ich hoffe Du hast jede Menge Gründe um zu bleiben und wenn nicht … es wartet so viel Neues, Wunderbares und Aufregendes auf DICH! <3

 

Du bist herzlich willkommen … und darfst auch jederzeit wieder gehen

Es ist wieder mal so weit, es überkommen mich Gedanken die mich über meine Vergangenheit und Zukunft nachdenken lassen. Ich habe in den letzten Jahren gelernt, dass Menschen in mein Leben treten, aber auch schnell wieder verschwunden sind. Früher hat es mir sehr weh getan, ich habe mir den Kopf darüber zerbrochen, warum das so ist. Ausserdem konnte ich es auch nur sehr schwer akzeptieren, wenn sich Menschen von mir abgewandt hatten.

Ich behaupte ja auch heute noch kein einfacher Mensch zu sein. Ich bin direkt, sehr oft ungeduldig und wie ein Freund immer sagte „kopftechnisch verplant“. Ich bin vorsichtig, rede nicht besonders viel und ziehe die Ruhe vor. Kleine Kinder und laute Menschen sind mir in der Zwischenzeit viel zu anstrengend, schließlich habe ich meinen Soll schon erfüllt. Hingegen fühle ich mich in einem Hunderudel pudelwohl. 🙂 Ich bin sehr sprunghaft und manchmal auch launisch. Ich sage unverblümt was ich will und noch lauter was gar nicht für mich in Frage kommt … UND DAS … muss mal jemand aushalten! 😀

Ich lerne viele Menschen kennen, bin vorerst begeistert von ihrem Auftreten, ihrer Präsenz, mich berühren ihre Worte, ihre Geschichten und Erlebnisse. Ich finde ihre Lebenseinstellung klasse und denke mir öfter mal „DIE ticken wie ich „… ich brauche manchmal Tage um das alles einzuordnen, mir ein Bild zu formen über all das nachzudenken und deren  Leben einzuschätzen. Und plötzlich – meldet sich meine Magengegend. Das war noch NIE ein gutes Zeichen und es macht sich oft erst nach Tagen bemerkbar. Wenn mir das passiert „lade“ ich, wenn es nötig ist,  auch wieder Menschen aus aus meinem Leben aus und warte erst gar nicht so lange bis sie von selber gehen. Endlich hab ich verstanden, dass jeder seinen eigenen Weg geht, und seine eigene Wahrheit lebt.

Lange Zeit waren meine Türen sogar verschlossen. Durch zu viele Enttäuschungen. Mein Leben bestand aus  einer männerfreien Zone und auch ein STOP- Schild für eventuelle neue Freunde lehnte vor meiner Tür. Ich erlaubte niemandem in mein Leben zu treten. Heute bin ich reifer, sehe vieles anders.

Ich erlaube und freue mich darüber, neue Menschen in meinem Leben willkommen zu heißen um ihnen neue Perspektiven anzubieten, und so wird auch mein Blickwinkel durch deren Erfahrungen und Träumen bereichert.

Ein Tauschgeschäft sozusagen. Ich biete alles an was ICH zu geben habe und darf mich dabei in Deinem Leben umsehen.

Es ist mir egal wer diese Menschen sind. Woher sie kommen und was sie tun,  ob sie wie in meinem letzten Fall – authentisch sind oder auch nicht, denn auf die eine oder andere Weise bringt jeder eine Überraschungen mit! <3 Es besteht dabei immer die Möglichkeit, das sich eine gute Freundschaft daraus entwickelt, oder aber auch nur ein paar Wochen oder Monate, die man zusammen verbringt oder in Verbindung steht.

Es soll aber auch nicht so sein und auch nicht so aussehen, dass ich Unterhaltung brauche um existieren zu können! Es soll dabei bleiben das ICH das Zentrum meines Lebens bin. Ich habe gelernt alleine für mich selbst zu sorgen, mit meinen Ängsten auszukommen,  mich keinesfalls niedergeschlagen fühle … bin ich mal alleine! Ich kann Raum und Zeit genießen, auch ohne neue Menschen an meiner Seite! <3 Darüber bin ich sehr dankbar … mir selbst endlich zu genügen.

Sollte aber mein Herzmensch eines Tages gehen wollen, würde ER eine Riesenlücke hinterlassen, die ich so nicht mehr schließen könnte.  Ich würde jedoch nichts bereuen … keinen einzelne Tag, weil wir unser beider Leben verändern konnten. Zum Positiven. Der eine durch den anderen, ein Geben und Nehmen. 🙂 Ich bin glücklich ihn in mein Leben gelassen zu haben. 🙂

Es ist immer mit einem Risiko verbunden Menschen in sein Leben zu bitten. Es könnte jemand sein, egal ob Mann oder Frau, der uns verletzt oder unsere Art zu sein ausnutzt. Es könnte ein toxischer Mensch sein, dessen Charakter wir nicht sofort erkennen … all diese Dinge machen etwas Angst, denn niemand leidet gerne.

Und dennoch … ICH habe mich entschieden, Menschen wieder in mein Leben hereinzulassen, es gibt keine „Don´t touch it“ Zonen mehr … diese Ängste habe ich zur Seite gelegt, denn ich bin heute der Meinung, dass selbst „schlechte“ Personen mir etwas wertvolles geben können und ich bin bemüht es zu verstehen und daraus zu lernen.

Ich lade jede(n) herzlichst dazu ein in meinem Leben Platz zu nehmen, ich bin aber nicht mehr böse, wenn Menschen den Stuhl wieder verlassen. Und es wird auch immer wieder vorkommen, dass ich diesen Platz vorzeitig wieder wegnehme … wenn es für mich nicht passend ist.

So und jetzt frage ich Dich: Würdest Du mich in Dein Leben einladen? Und wärst Du bereit in meines einzutauchen?

#gedankenamstrand

Frauen und Geschichten … das passt immer, besonders wenn die Geschichte über uns Frauen erzählt. Eine ganz besondere habe ich hier für Dich gefunden! <3 Gönne Dir eine kurze Pause, lehne Dich zurück und genieße Dein Koffein … Du wirst es nicht bereuen.

Die Rückkehr

Es war einmal eine erwachsene Frau die sehr unglücklich war. Sie hatte das Gefühl etwas verloren zu haben, nicht mehr zu wissen, wo sie eigentlich hin möchte und vieles in ihrem Leben war ihr gleichgültig geworden. Sie fühlte sich so ohnmächtig und hilflos darüber, dass sie sich eines Tages in die Ecke ihres Zimmers setzte und weinte. Sie wollte einfach gar nichts mehr tun, und am liebsten hätte sie sich in Luft aufgelöst.

Plötzlich hörte sie eine Stimme, die sie rief. Ganz erschrocken blickte sie auf, doch es war niemand zu sehen. „Ich bin hier, in dir“ sagte die Stimme. „Warum bist du so endlos traurig?“ „Ich weiß nicht mehr weiter. Wer bist du eigentlich?“ sagte die Frau, die nun das Schluchzen aufgehört hatte.
„Ich bin deine Seele“ antwortete die Stimme „ich bin hier um dir zu helfen, doch brauche ich dazu wiederum deine Hilfe.“

„Sie her“ begann die Seele zu erklären „du möchtest wissen wie es weitergeht, und ICH weiß es. Es ist nur so, dass ich es dir nur sagen kann, wenn du erlaubst, dass wir zusammen arbeiten.“  „Tun wir das denn nicht?“ fragte die Frau erstaunt. „Nun … nicht ganz. Irgendwann in deinem Leben hast du angefangen dir zu wünschen, dass du alles unter Kontrolle hast, damit du die Erlebnisse, die dich verletzt haben, nicht mehr erleben musst. Und irgendwann zu diesem Zeitpunkt hast du mich weggeschickt. Je mehr du also alles unter Kontrolle haben wolltest, desto mehr musste ich mich zurückziehen. Denn ich mache manchmal verrückte Dinge oder bringe dich an Orte, die dir erstmal gar nicht gefallen, wo es aber etwas tolles zu entdecken gibt! Weil du das aber nicht mehr wolltest, und ich dich aber so sehr liebe wie du es dir gar nicht vorstellen kannst, habe ich mich zurückgehalten.“

„Wirklich? Ich habe das gar nicht gemerkt.“ sagte die Frau. Die Seele antwortete „Ja, da hattest du es nicht bemerkt, aber nun spürst du, dass dir etwas fehlt.“ „Das stimmt. Was kann ich also tun?“ fragte die Frau ihre Seele und diese antwortete: „Lass mich ans Steuerrad. Lass es zu, dass ich lenke. Hab keine Angst, ich weiß wohin es gehen soll. Lass den Wunsch alles unter Kontrolle zu haben wieder los und erkenne, dass es ein Irrtum war dir dies zu wünschen.“

„Ich bin für dich da“ fuhr sie fort „und passe auf dich auf. Wenn du es mir erlaubst dich zu leiten, brauchst du vor nichts mehr Angst zu haben, vor allem nicht davor verletzt zu werden, denn ich weiß wie man heilt. Nichts wird dir wirklich etwas anhaben können, wenn du mir vertraust. Ich werde dir die Geheimnisse des Lebens zeigen und auch zeigen wie du Glück und Liebe findest.“

Ein bisher unbekanntes, wohliges Kribbeln durchlief den Körper der Frau, deren Tränen nun getrocknet waren. „Ja“ sagte sie nun zu ihrer Seele „ich möchte das. Ich erlaube dir mich zu leiten und zu führen.“ Daraufhin wurde das Kribbeln immer stärker und so belebend, dass sich die Frau nun nicht mehr schwach und hilflos fühlte, sondern stark und kraftvoll. „Spürst du? Da bin ich. Zusammen sind wir stark. Mit mir bist du nicht mehr klein, sondern groß. Zusammen können wir alles schaffen!“

Da schossen der Frau erneut Tränen in die Augen, doch es waren keine Tränen der Trauer, sondern Tränen der Freude. Sie fing an ganz laut zu lachen und ganz vorsichtig zu tänzeln, bis sie schließlich durch den ganzen Raum tanzte und dabei lachte und Freudentränen weinte … und zugleich die Rückkehr ihrer Seele feierte … ! <3

Autor unbekannt

Diese Geschichte möchte ich all den Frauen widmen, die ein ähnliches mutloses Gefühl in sich tragen. In jedem Menschen ist eine Macht verborgen, die den Kern seines inneren Wesens ausmacht. Wenn Du mit Deiner Seele in Berührung kommst, wirst Du eine starke Kraft spüren, die Dir dabei hilft, auch aussichtslose und schwierige Lebenssituationen zu meistern!

Alles LIEBE und nur das BESTE für Dich … bis bald in meinen Geschichten.

Warum wir so sind wie wir sind

In unserem Leben durchlaufen wir Zeiten, erleben Augenblicke, treffen auf so manche Erfahrungen und ebenso auf Menschen, die in uns ganz unvermeidlich eine Spur hinterlassen. Gedanken stehen hinter dem Gesagten, Emotionen hinter dem Gefühlten. Es passiert sogar dass wir Menschen denen wir schon mal begegnet sind und wir sie für nicht „wichtig“ gehalten haben, plötzlich ein zweites Mal in unserem Leben auftauchen und auf einmal spielen diese Personen eine sehr wichtige Rolle in unserem Dasein?! Deshalb sollten wir auch immer darüber nachdenken, bevor wir über jemanden urteilen und ihn bewerten.

Die ersten Jahre unseres Lebens prägen uns sehr stark, unsere Eltern und unsere Erziehung tragen viel dazu bei wie wir uns entwickeln und dann spielen noch die zwischenmenschlichen Beziehungen eine große Rolle, wie wir unser Leben leben werden … das ist bekannt und darauf möchte ich in diesem Artikel auch gar nicht so genau eingehen. All das Gewesene verändert und differenziert unsere Erfahrungen und unser Empfinden. Egal auf welche Art, mal sehr bewusst, dann wieder ohne dass wir es bemerken. Das bisher Gelebte sorgt für Sonne, Licht aber auch Schatten und ebenso für all die Schattierungen, die dazwischen auftauchen!

Was wissen wir schon über den Anderen?

Jeder hat schon mal eine Aussage gemacht und zu sich selbst gesagt „Also wenn ich „XY“ wäre, ich würde mich mehr um mich selbst kümmern und etwas ruhiger werden … und bei „AB“ verstehe ich absolut nicht weshalb sie sich nicht von diesem Typen trennt, der ihr nicht gut tut? ICH könnte so kein Leben führen … Das sind sicher schon mal Deine und meine Gedanken gewesen. Ich habe es mir abgewohnt vorschnell zu „denken“. Wir können nicht hineinsehen in einen Menschen. Wir kennen seine Geschichte nicht, die sicher dazu beigetragen hat, so zu sein wie er nun mal ist.

Vielleicht hatte XY einen Vater oder eine Mutter, die ihr andauernd Vorwürfe machte und für die SIE niemals genügte? Und deshalb meint XY, auch jetzt noch immer alles perfekt machen zu müssen um sich zu beweisen … Die Geschichte von AB könnte so aussehen, dass sie niemals Zuneigung und Liebe von ihren Eltern bekommen hat und jetzt die Liebe sucht die ihr fehlt … und aus Angst sie zu verlieren, auch in Beziehungen hängen bleibt die ihr nicht gut tun? Alles eine dauerhafte Suche nach all dem, was sie nie erfahren und bekommen haben.

Deshalb sollten wir uns fragen, wenn wir es manchmal mit Menschen zu tun haben, deren Verhalten wir nicht verstehen können, was würde es bringen, ihm unseren Eindruck mitzuteilen ohne seine Geschichte zu kennen?

Es ist schon schwer genug in uns selbst hineinzusehen

Also alles setzt sich aus den Erfahrungen zusammen die wir erlebt haben. Wir können unser eigenes Verhalten oft nicht verstehen, wie sollen wir dann wissen, was in einem anderen vorgeht?! Wir verbringen die meiste Zeit unseres Lebens damit zu „verstehen“. Noch mehr wollen wir aber die anderen verstehen und das Verhalten der anderen kritisieren oder sogar verurteilen. Das ist eine Zeiterscheinung die mir besonders stark auffällt und nicht gefällt. Als ob wir nicht damit genug zu tun hätten uns mit unserem eigenen Leben auseinander zu setzen. Tiefer in uns zu blicken und endlich mal aufzuräumen.

Jeder von uns hat seine eigene Geschichte und zeigt gegenüber einigen Dingen mehr oder weniger Sensibilität als der andere … Dir gelingt es möglicherweise nur sehr schwer so zu agieren, wie es vielleicht die Situation erfordern würde, und Du machst einfach drauf los … weil Du es so gelernt hast und es nicht anders kennst und kannst. In meinen Schuhen könntest Du gar nicht laufen, und Deine Schuhe würden mich wahrscheinlich  drücken … 🙂 Damit Du verstehst was ich damit sagen möchte. In jeder Geschichte gibt es mehr als nur eine Seite und mehr als nur eine Antwort auf jede Frage!

Von aussen zu urteilen bringt nicht viel

Wir sind sehr oft zu vorschnell mit unseren Worten was andere betrifft, es ist normal dass wir Dinge anders machen würden, wenn wir uns in Situationen anderer Menschen befinden würden! Aber wir stecken nun mal nicht in deren Haut und haben deren Leben nicht gelebt. Wir sollten über das Offensichtliche hinausgehen und uns dessen bewusst werden, dass jeder Mensch seine eigenen Sammlungen an Gefühlen, Erfahrungen und Begegnungen gemacht hat und diese dazu geführt haben, wie diese Menschen bzw. wie wir heute sind.

Ich habe ja erfahren müssen, dass Menschen, besonders Familienangehörige oder sogenannte „Freunde“, oft glauben sie müssten mit ihrer Überdosis an geglaubten „Wissen“ und oberflächlichem Einfühlungsvermögen, andere/mich „zurechtrücken“. Dabei waren sie es, die einen großen Teil dazu beigetragen haben, so zu sein wie man heute ist. Sie meinen sehr oft mit einem Gespräch die gesamte Gefühlswelt des anderen zu erkennen, zu fühlen und die richtige Lösung zu haben … in den meisten Fällen werden auch sofort Vergleiche und Beispiele von sich selbst eingebracht wie zum Beispiel „Mir ist das auch passiert und ich habe aber ganz anders reagiert, oder auch – das würde mir nie passieren …“ gefolgt von Unverständnis und einem Blick auf die Uhr. DANKE … das braucht keiner.

Unter jeder Haut steckt eine sensible Person

Wie schon zu Beginn gesagt, bevor wir über andere Menschen urteilen, sie in eine Schublade stecken, sollten wir zuerst bei uns selber bleiben. Ich habe mir angewöhnt, ein Verhalten mit dem ich mich nicht identifizieren könnte, vorerst zu entschuldigen mit den Worten: „Ich kann nicht wissen welche Geschichte dahinter steckt!“ Stattdessen versuche ich dem anderen zuzuhören, zu verstehen und mir bewusst zu werden, wie er sich durch seine Geschichte, seine Erfahrungen, sein Tun und seine Gefühle verändert hat.

Es gelingt nicht immer … so ehrlich muss ich sein. Das finde ich aber nicht weiter schlimm. Der Grund ist oft der, dass wir durch unsere eigene Geschichte die wir mittragen, nicht oder noch nicht in der Lage sind, sie zu verstehen … oder aber, sie hilft uns den Blick intensiver auf uns zu richten und Dank der Geschichte des anderen, ein Stück bei uns selbst weiter zu kommen!

Wir sollten immer daran denken, dass unter der Haut jeder Person eine starke und sensible Seele steckt, die ihre Narben und Wunden hat, und die es verdient, mit viel Verständnis und ohne Vorurteile behandelt zu werden!

Jeder von uns hat eine Geschichte, die erklärt warum wir so sind, wie wir sind. Und genau das ist das Schöne. Denn das macht uns einzigartig! <3

Wenn Du das ebenso so siehst, darfst Du diesen (wie übrigens alle meine Beiträge) Artikel sehr gerne teilen … wir sollten öfter daran erinnert werden. 🙂

Ich danke Dir und wünsche Dir ein weiteres spannendes Kapitel in Deiner Geschichte.

Das Meer & das Leben … Gedanken am Strand

Ich sitze nun schon seit einigen Wochen hier am Strand … immer wieder im Gedanken, während die Hunde im Wasser toben. Besonders die Zeiten in denen ich ganz alleine für mich bin, und ich ausser ein paar ehrgeiziger Fischer niemanden zu sehen bekomme, genieße ich sehr! Es sind ganz besondere Momente … beinahe ehrfürchtige Momente, die ich hier am Meer immer wieder habe und die mich auch dazu veranlasst haben, diesen Artikel zu bringen.

Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass es auch Dir so gehen könnte, würdest Du ungestört für längere Zeit ins Meer raussehen. Es sind so viele lehrreiche Augenblicke und Lektionen, die mir das Meer jeden Tag erteilt. Ich bin zwar keine Surferin und auch keine Kitesurferin, aber ich beobachte dieses bunte Treiben sehr gerne. Das Meer und der Wind geben dafür den Ton vor, all das was ich hier beobachten darf, sind Lektionen die ich ins Leben übertragen kann und die mir die Augen öffnen!

So verrückt es auch klingen mag … aber das Meer erdet mich immer wieder! <3

Wir sollten nicht in Panik geraten wenn uns eine Welle erwischt!

Das Meer und unser Leben … es gibt so viele Parallelen die auf unser Leben passen. Eine Welle überrascht uns, groß, stark, unerwartet. Sie drückt uns vielleicht nach unten und bringt alles in uns durcheinander. Du musst den Atem anhalten um nicht Wasser zu schlucken … ein Moment der sich ewig lange anfühlt. Panik zu bekommen wäre destruktiv. Du würdest Unmengen an Wasser schlucken, und keine Luft mehr bekommen … wir alle haben das sicher schon mal erlebet … dieser sich ewig lang anfühlende Moment wird vorbeigehen und Du wirst wieder normal atmen und Luft holen können. Sobald Du nicht mehr nach unten gedrückt wirst – schwimme! Ist es nicht wie in Deinem und meinem Leben?

Was möchte ich Dir damit sagen? Auch wenn sich in manchen Lebensabschnitten alles scheiße anfühlt, Dein/unser Leben aus den Fugen läuft … diese Phase wird vorbeigehen und wir werden wieder Herr unserer Lage sein! Gleich in Panik zu geraten ist der falsche Weg, den sollten wir nicht gehen. Ruhe zu bewahren kommt in solchen Situation sicher besser an und lässt uns nicht so viel ungenießbares Wasser schlucken …

Beobachte und nimm Dir Zeit!

Wenn ich die Wassersportler beobachte, die großen und kleinen Boote, die auslaufen … sie beobachten und erkundigen sich über die bevorstehende Wetterlage, sehen sich an von wo der Wind kommt und wo die Wellen brechen. Keiner wird sich in den Segler begeben wenn er weiß, es ist Sturm mit hohen Wellen angesagt. Sie alle beobachten zusätzlich das Meer. Passt perfekt auf Dein und mein Leben.

Welche Gedanken habe ich also dazu? Manchmal, ich würde sogar sagen – immer, ist es besser sich genügend Zeit zu nehmen gut zu überlegen, um danach ans gewünschte Ziel sicher anzukommen, ohne das wir dabei kentern.

Das Meer ist jeden Tag das gleiche … die Bedingungen sind jedoch andere

Die Form des Meeres variiert stark. Jeder Tag kann anders sein. Stürmisch oder Aal  glatt, Glas klar oder so trüb, das wir nicht mal unsere Füße darin erkennen können. Wir können nicht nur perfekte Tage am Meer erwarten. Wir müssen damit rechnen auch mal nicht ins Wasser gehen zu können . Und auch hier wieder das selbe. Wie oft würden wir gerne etwas erledigen und hinter uns bringen, aber irgendwie macht uns „etwas“ oder „jemand“, einen Strich durch unser Vorhaben!

Meine Denke ist dazu – Wir müssen uns immer wieder und jeden Tag den Gegebenheiten anpassen. Alles hat zwei Seiten. Gute Momente kommen und gehen, nichts ist und bleibt immer starr und gleich. Wie unser Leben.

Kein Wind, keine Wellen, kein Segeln …?

Du freust Dich schon seit Tagen auf das Surfen, Segeln. Wind und Wellen waren angesagt. Du stehst da und Dein Blick ist aufs Meer gerichtet. Alles was Du sehen kannst ist nichts weiter als ruhige See. Du wunderst Dich und fragst Dich ein wenig enttäuscht, wo die Wellen und der Wind geblieben ist? Du hast Dich so gut vorbereitet, bist sehr früh auf um nichts zu verpassen und dann so eine Flaute!

Tatsache ist jedoch – nur weil Du am Meer nichts sehen und erkennen kannst, bedeutet es nicht, dass da nichts kommen kann! Ganz im Gegenteil. Der Wind formt die Wellen die sich später in Richtung Küste bewegen (sehr unfachmännisch ich weiß :D), aber ich möchte hier auch keine Biologieeinheit abhalten sondern Dir damit ganz etwas anderes sagen:

Wenn wir wiedermal an unseren Bemühungen zweifeln, unser Vorhaben in Frage stellen … dann sollten wir daran denken, dass unsere Vorbereitungen sehr viel wert sind. Auch wenn Du im Moment nicht Surfen, Segeln oder Kaiten kannst, weil Wellen und Wind Dich im Stich gelassen haben – behalte Deine Ziele, Wünsche und Deine Träume immer vor Augen! Manches braucht eben Zeit und noch viel mehr Geduld! 🙂 Für mich ist das eine der wichtigsten Lektionen überhaupt. #tiefesdurchatmen

Von nix kommt auch nix

Wie gesagt, ich bin keine Wassersportlerin, außer wir zählen „Luftmatratzenliegen“ dazu >zwinker<. Aber wäre ich eine, würde ich vom rumsitzen und ins Wasser schauen, weder Segeln noch Kaiten lernen. Ich muss aktiv sein, mich mit dem Meer verbinden und richtig positionieren. Ich muss also hart dafür trainieren und lernen um richtig Spaß an der Sache zu haben. Halte ich mich daran … werde ich sicherlich gerecht entlohnt. 🙂

Wie im Leben: Wenn wir etwas erreichen möchten, müssen wir unser Hinterteil in die Höhe bringen, jede Menge paddeln, ins Wasser fallen und üben! Egal ob es um Deinen/unseren Erfolg geht oder ob es unsere Ziele und Träume geht … im Tun liegt die Belohnung! <3

Ich könnte noch sehr lange sitzen, denken und schreiben … aber DAS hebe ich mir für das nächste Mal auf, wenn ich Dich wieder abholen darf auf ein Treffen zu meinen #Gedankengängen.

Das war’s … mein MEER an Gedanken an Dich … wäre ja sehr gut möglich das Du mir folgen kannst 🙂
Eine schöne Zeit und falls eine Welle dich überrascht – bleib cool, sie vergeht.

In Wahrheit bin ich sehr lange Zeit völlig daneben gestanden, ging es darum, ich selbst zu sein … authentisch aufzutreten. Ständig bekam ich gut gemeinte Ratschläge wie  „sei doch einfach DU selbst“! Sehr hilfreiche Tips muss ich heute sagen, vor allem weil ich nicht mal wusste wer ich überhaupt war?! Ich wollte so aussehen wie A. Leben wollte ich wie B von gegenüber … und das Auftreten wünschte ich mir von C, genauso. Ich wollte von jedem ein wenig, das dann im Ganzen gesehen genial war … 

Eine/meine persönliche Sichtweise

Ich brauchte viele Jahre bis ich aufhörte, sämtlichen Phantomen nachzujagen indem ich die verschiedensten Personen, die auf mich Eindruck machten, zu imitieren. Je älter ich wurde umso mehr Licht kam in mein Dunkel. Ich bemerkte dass billige Kopien immer billig bleiben würden. Ich weiß ja nicht wie es dir geht mit diesem Thema. Ich hatte in meinem bisherigen Leben manchmal Probleme authentisch zu sein … obwohl ich es gerne gewesen wäre.

Aber wenn ich mit Menschen zusammen war, die ich von vorne herein sehr bewunderte und auch als cool in meiner Wahrnehmung empfand, war es vorbei mit meiner Authentizität. Es waren meistens Menschen die weiter waren als ich, einen höheren Status erreicht hatten … in allen Lebenslagen! Ich war etwas neidisch und wollte das auch.

Ich fühlte mich auf einmal nicht mehr gut genug, meine gute Laune war plötzlich unpassend und meine Gesprächsthemen ebenso unqualifiziert. Diese Situationen machten etwas mit mir, ich wurde unsicher und total verklemmt. Die guten Vorsätze, so zu sein wie ICH nun mal war, waren fort! Auf einmal hasste ich mein Lachen und meine Offenheit, auf die ich sonst so stolz war, ging mir auch ziemlich auf den Keks.

In solchen Situationen ging es in meinem Kopf zu als würde ich 100 Hummeln in mir tragen. Ich wollte zwanghaft etwas finden, was ich sagen oder tun konnte, um in den Augen der „so tollen Leute“ gut oder besser dazustehen. Einfach mal einen interessierten Blick zu erhaschen, ein Thema zu finden, bei dem sich Trauben an Menschen um  mich bildeten … weil sie meine Art und natürlich auch mich, mögen! Tja … damals und vor allem in solchen Situationen, konnte ich nie spontan sein wenn es darauf ankam. 🙂 Das war absolut kontraproduktiv für das Selbstwertgefühl! 

Was heisst eigentlich authentisch sein?

… übernommen von Mr. Google: Authentisch sein bedeutet Echtheit im Sinne von „als Original befunden.“ Mit dem oben angeführten Beispiel habe ich mich lange herumgeschlagen. Mal war es da, mal wieder weg. War es da, wollte ich dieses Gefühl schnellstens loswerden. Ich ärgerte mich immer darüber solche „ich will auch so sein“ Gedanken zu haben. Ich blockierte meinen Selbstwert zu wachsen, ich hielt ihn ständig selber klein.

Dieses Thema bekam ich besser in den Griff, als ich meinen Job wechselte, ein neues Aufgabengebiet übernahm und auch angenehme Erfolgserlebnisse hatte. So begann es, etwas besser zu werden. Aber es waren auch da immer wieder Situationen, wo ich meine Gefühle überspielt habe … nicht echt auftreten konnte (durfte).

Steh zu deinem Selbstbild

Authentisch zu sein bedeutet heute für mich, ohne Maskerade  herumzulaufen. Mich selber so anzunehmen wie ich nun mal bin, ohne mich gegen dieses oder jenes Gefühl in mir zu wehren. Ich will und vor allem ich muss keinem Menschen mehr ein falsches Selbstbild von mir andrehen!  Eine sehr lebenserleichternde Sache kann ich nur behaupten! 🙂

Es gibt immer wieder mal Situationen in denen ich mich unsicher oder unwohl fühle … egal, dann ist das eben so. Aber es ist kein Grund mehr da mich deswegen auch noch selber fertig zu machen. Ich mache es heute anders: Ich stehe zu meiner Angst, meiner Unsicherheit, zeige und rede darüber wenn es denn so ist. Es war am Anfang etwas schwer, für mich auch peinlich und es braucht schon auch Mut zu diesen, sehr selten angenehmen Gefühlen zu stehen. Aber genau das ist authentisch sein, sei wie Du wirklich bist!

Halte nichts zurück!

Du brauchst dich für nichts zu schämen, für das was du fühlst und was du bist! Unsicherheit, Angst, Wut, Liebe oder Trauer … halte nichts zurück sondern zeige es ruhig. Auch gute Emotionen gehören zum Authentisch sein 🙂 , also weshalb verstecken? Genau das wird dich sympathisch und liebenswürdig erscheinen lassen. DU bist wie DU bist, nämlich DU selbst! 

Nun, wie kommst du zu deiner echten Authentizität

Ich kenne mich inzwischen sehr gut. Immer wenn ich merke und nach Zeichen suche um zu sehen ob ich  „akzeptiert“ und angenommen werde, ob mich Leute mögen oder nicht mögen, und ich in Versuchung gerate ein unechtes Verhalten meinerseits aufzusetzen, steige ich mental aus dieser Situation und dem Denken aus. STOP und HALT! Ich kann aus solchen Situationen heraussteigen und analysieren. Ich spüre meine Gefühle und kann so erkennen, was sich da gerade abspielt. 🙂  Ein kleiner Vorteil von emphatischen Menschen . Ich würde zwar die Situation gerne ändern, aber mit Gewalt dagegen ankämpfen ist eine hoffnungslose Mission. Das weiß ich heute.

Hingegen lasse ich mich auf langsam und ohne Druck auf die gegebene Situation ein. Ich komme quasi an. Selbstgespräche sind sehr hilfreich in diesen Momenten und ich sage mir: „Bleib locker, du musst niemandem hier etwas beweisen, jeder hier akzeptiert dich so wie du bist. Ausserdem musst du nicht allen Leuten gefallen und keiner muss dich innerhalb weniger Minuten „lieben“! So in etwa flüstere ich in mich hinein … So entsteht dann die Erkenntnis, dass ich wirklich niemandem etwas beweisen muss, sondern dass die Menschen mich genau deshalb mögen weil ich so bin, wie ich bin.

In dieser entspannten Haltung, gelingt es auch sehr rasch und locker, ein Gespräch zu beginnen. Dabei merkst du auch direkt, dass niemand etwas von dir erwartet! Ausserdem: wie locker und lässig jemand auch nach außen wirken mag, in Wahrheit kämpft er genauso wie du, auf die ein oder andere Art und Weise wahrgenommen zu werden >zwinker<.  Nochmal deine Punkte zum Aufschreiben und einstecken, falls du etwas Hilfe brauchst :D.

Dein persönlicher Spickzettel

  • nimm die Situation an und baue keinen Druck auf – bleib locker.
  • halte dir die Fakten vor Augen: du bist gut so wie du bist… du musst niemanden etwas beweisen … keiner wird dich dafür nicht mögen.
  • werde dir klar, dass ausschließlich DU DIR selbst dieses Denkmuster in deinem Kopf zusammen baust!

Authentizität schafft Vertrauen und Anziehung!

Glaub es oder glaub es nicht, wenn du DU selbst bist, werden die Menschen dich mögen (lieben müssen sie dich ja nicht), ohne dass du viel dazu beiträgst. Du bist einfach nur DU! Dieser Schummelzettel wird dir helfen, ehrlich, offen und authentisch auf die Menschen zuzugehen. Du brauchst dich vor sozialen Situationen mit neuen Menschen nicht mehr verstecken oder ihnen ausweichen … nur der Angst und Unsicherheit wegen weil du deine eigene Persönlichkeit nicht zeigen willst.

Ich habe erst vor ungefähr vier Jahren damit begonnen, wirklich authentisch zu sein und zu leben. Ich zeige auch manchmal  die Seiten von mir die mir nicht so gut gefallen und wie ich auch nicht sein möchte. Aber so ist es nun mal mit dem „Sei doch so wie du bist!“ Ich lege kein Vermeidungsverhalten mehr an den Tag sondern konfrontiere mich mit vielen Situationen um meine Persönlichkeit auch zu zeigen. Schließlich habe ich viel nachzuholen! 🙂

Diese Veränderung wird dir jede Menge bringen!

Es wird nie wirklich aufhören, dass ich darüber nachdenken werde, was andere von mir denken. Es interessiert mich natürlich. Aber … Tag für Tag lege ich weniger Wert darauf!  Ich habe lernen können, mich nicht mehr zu verstellen, um ein Bild von mir zu erzeugen, was ich erzeugen wollte. Denn nur so entwickelt sich nämlich ein wichtiger Glaubenssatz in meinem Leben: Ich/DU bist genug, so wie ich/du bist! Ein unglaublich befreiendes Lebensgefühl!

Mir gelang es erst wirklich authentisch zu sein, als ich meine Beziehung zu mir selbst von Boden auf renoviert habe! Wahre Authentizität benötigt ein hohes Maß an Selbstwert. Magst du dich selber nicht, so wird es dir unmöglich sein authentisch zu sein und auch so zu leben! Also beginne dich zu renovieren und erreiche dadurch mehr Lebensfreude und viele neue Freunde. 🙂

Über Kommentare freue ich mich natürlich und wenn dir jemand am Herzen liegt, wo das hier gut passen könnte, dann lade ihn ein vorbei zu schauen. <3

Feinfühlige Menschen, auch Empathen genannt, sehen mit den Augen der anderen, hören mit den Ohren des anderen und fühlen mit dem Herzen des anderen. Diese Menschen sind wahre Meister darin zwischen den Zeilen zu lesen. Es ist eine Fähigkeit die Gedanken, Emotionen und Persönlichkeitsmerkmale einer anderen Person zu erkennen. Und nicht nur das, sie können es nachvollziehen! Es ist eine Art vorhersehender Emotionsreaktion.

Ich habe dir ja in meinem Artikel „Atmen – mehr als nur Luftholen“ versprochen näher auf das Thema Feinfühligkeit oder auch Empathie genannt, näher einzugehen. Aus einem ganz besonderen Grund. Ich habe in den letzten Jahren viele Frauen kennengelernt die diese Eigenschaft in sich tragen, ohne dass es ihnen bewusst war. Sie redeten kaum bis gar nicht darüber und empfanden sich selbst als „schwierig“ und nicht ganz „normal“! Und das fand ich Grund genug darüber zu schreiben, da ich das sehr gut nachempfinden kann und selber eine Betroffene bin. 🙂

Wenn du zuviel spürst

Stell dir doch mal vor, du würdest einen ganzen Tag alles spüren, fühlen, was in deinem Umfeld so alles abläuft und geschieht. Die negativen Gefühle der anderen, auch das Positive der Menschen. All ihre Emotionen und Energien! Hast du? Dann herzlich willkommen in unserer Welt. In der Welt der hochemphatischen Menschen. Emphaten fühlen Energie, wie andere Luft atmen. Selber würde ich mich mittelgradig einstufen. Es kommt immer auf meine körperliche Verfassung an, geht es mir gut, bin ich hektisch und nervös, quälen mich Schmerzen oder bin ich total in meiner Balance. All diese Dinge beeinflussen mich persönlich.

Von Geburt an ist diese Fähigkeit in einem verankert. Sie ermöglicht all die Emotionen anderer, nicht nur nahe stehender oder bekannter Personen auch völlig fremder Menschen, zu erkennen. In Wahrheit hat jeder Mensch diese Fähigkeit in sich, bei dem einen ist es mehr und bei dem anderen weniger ausgeprägt. Dieses „Mitgefühl“ wird von uns Menschen unterschiedlich eingesetzt und empfunden, eine völlig normale Sache. Ein hochemphatischer Mensch kann dieses Gefühl nur leider nicht abschalten! Diese Menschen sind in der Lage, den emotionalen Prozess plus den Weg der Seele des anderen wahrzunehmen. Diese Eigenschaft kann anderen Menschen zu sehr viel Klarheit verhelfen, wenn man sich auf sie einlässt und sie darum bittet. Ein Emphath wird seine Fähigkeit nicht an die große Glocke hängen. Im Gegenteil, er ist unauffällig und hat sehr oft mit seiner Empathie zu kämpfen. Seine Fähigkeiten würde er niemals jemandem aufdrängen! Wenn du selber in diese Gruppe fällst, weißt du ja wovon ich schreibe. Wenn dich das nicht betrifft hoffe ich es soweit für dich greifbar gemacht zu haben.

Woran erkennst du empathische Menschen?

Hochsensible und Hochemphaten haben viele Gemeinsamkeiten. Bei Emphaten ist aber die Fähigkeit sich in andere hineinzuversetzen im Vordergrund. Ich finde diese Gabe nicht immer gut. Und spreche ich mit solchen Menschen, teilen sie meine Meinung. Gerade Betroffene, die noch nicht gelernt haben mit ihrer Gabe richtig und gut umzugehen, sind sehr oft ängstlich und haben Angst psychisch krank zu sein. Bei mir war es genauso. Wenn ich meine Empfindungen an die Oberfläche gelassen habe, meinten andere ich sei nicht ganz dicht und sollte mich mal untersuchen lassen. Für mich war das ein furchtbares Gefühl und ich glaubte irgendwann wirklich nicht „normal“ zu ticken! Dazu kann ich nur sagen mache nicht den selben Fehler wie ich … schenke dem was die Leute sagen, kein Gehör. Werde dir bewusst so zu sein und nimm diese Fähigkeit an! Ich schreibe diesen Artikel aus eigener Erfahrung und für andere, die sich vielleicht ihrer Gabe noch nicht ganz bewusst sind. Aber auch für die, die mit solchen Menschen zu tun haben um sie besser zu verstehen. Wenn du diesem „Club“ angehörst, wirst du beim Lesen der kommenden Punkte, sicher das ein oder andere mal ein „Aha“ rauskommen lassen. >zwinker<

Also, wie sind sie nun diese Emphaten

  • Du weißt einfach Dinge, ohne sie erzählt bekommen zu haben. Diese Informationen sind einfach da und du spürst dass das die Wahrheit ist.
  • Große Plätze und Menschenmassen überfordern dich. Es sind einfach zu viele Eindrücke und Emotionen die von allen Seiten auf dich einwirken. Du wirst diese Plätze meiden oder dich energetisch gut schützen!
  • Du übernimmst Schmerzen und Symptome anderer Menschen. Gerade die der Nahestehenden. Und ich kann von mir auch sagen – auch die Wehwehchen meiner Hunde!
  • Du bist wahrscheinlich sehr kreativ. Wer viele Eindrücke aufnimmt, möchte und muss diese auch ausdrücken. Egal ob in Form von Tanz, Malerei, Schauspiel oder handwerklichen kreativen Tätigkeiten. Du fühlst dich dabei und danach viel besser!
  • Du bist oft der emotionale Müllcontainer für andere?! Du ziehst diese Menschen die ihren „Müll“ bei dir abladen wollen förmlich an? Für mich immer wieder ein Akut -Thema. Menschen, die ihre Gefühle unterdrücken sind für mich eine besondere Herausforderung. Ich nehme die Gefühle der anderen nicht nur wahr, sondern drücke sie auch aus. Ein Punkt in dem ich sehr gut für mich selbst sorgen muss.
  • Vorsicht Suchtgefahr! Emphaten neigen dazu in eine Sucht zu fallen. Sex, Essen, Shoppen, Alkohol … Sie versuchen so, ihre Emotionen und Eindrücke anderer loszuwerden. Sie nehmen diese Dinge als Ablass-Ventil, sie ziehen sich zurück und geben sich diesen Dingen hin. Wenn du dir deiner Fähigkeit erstmal im Klaren bist, desto weniger Suchtgefahr besteht.
  • Du liebst die Natur und die Tiere. Draußen in der Natur umher zustreifen ist für Emphaten das Schönste das es gibt. Eine Wohltat und überaus wichtig um die eigene Balance wiederzufinden. Die Verbindung zur Natur und zu den Tieren lässt empathische Menschen aufblühen. Sie tanken auf und können ganz sie selbst sein.
  • Emphaten hassen Regeln, Routine, Kontrolle und fremdbestimmtes Arbeiten. Alles was sie einschränkt macht sie krank, wirkt destabilisierend und nervös. Deshalb werden sie jegliche Form von muss und soll ablehnen.
  • Ein sehr hohes Bedürfnisse nach Alleinsein. Wenn ein emphatischer Mensch nicht zu seiner Ruhe und seiner Zeit für sich kommt läuft er unrund, wird aggressiv. Er braucht Raum um sich von den vielen äußerlichen Eindrücken zu erholen, um sich wieder neu zu erden.
  • Wahrheit und Gerechtigkeit sind ein großes Thema. Sicher haben schon viele von euch die Erfahrung gemacht das es nicht immer gut ankommt zu sagen was man wirklich denkt? Ein hochemphatischer Mensch kann aber gar nicht anders. Er verabscheut alles was unaufrichtig ist. Er wird dies auch aus einem inneren Antrieb heraus aufdecken. Nicht jeder kann damit umgehen …
  • Du bist ein grandioser geduldiger Zuhörer. Es wird immer wieder passieren, dass wildfremde Menschen auf dich zukommen um dir ihre ganze Lebensgeschichte zu erzählen. Sie öffnen sich ganz und gar. Emphaten lieben es für andere da zu sein und sie ein Stück zu begleiten.
  • Du wirkst sehr oft auf andere scheu oder launisch? Emphaten sind sehr empfänglich für Stimmungen und Gemütszustände. Sie können an einem einzigen Tag die gesamte Palette an Gefühlen durchleben. Ist zu viel negative Energie im Spiel wirken sie unsozial, von sich selbst getrennt. Sie werden aber auch nie versuchen, gute Laune vorzuspielen. Sie sind immer authentisch! Das ist natürlich für die Gesellschaft oft sehr verwirrend. Sie ist es eben nicht gewöhnt Gefühle ehrlich zu zeigen.
  • Emphaten sind Tagträumer. Sie lieben es stundenlang in ihren eigenen Bildern und Gedanken zu baden. Das Leben in ihren Träumen macht sie glücklich. Sie haben klare Ziele vor Augen und verfolgen sie auch … bis dahin bleibt das träumen.

Tja … so sind wir/sie :-). Hast du dich in den Zeilen wiedergefunden? Wie gesagt es gibt immer Extreme. Selber zähle ich mich wie oben erwähnt, zum Mittelmaß. Diese oben angeführten Punkte allerdings, treffen zu 100% auch auf meine Person zu. Ich habe nur eine ganze Weile gebraucht um damit klar zu kommen und auch darüber zu sprechen. Ich habe mich geschämt und dachte eine Zeit lang wirklich verrückt zu sein. Ich habe mir gewünscht anders zu sein, normaler … Heute habe ich gelernt damit zu leben und diese Fähigkeit auch positiv einzusetzen. Nur für mich, ohne mich dabei zu verlieren.

Nun, wie lebst du mit dieser Gabe und wie bleibst du in deiner Mitte?

Im letzten Teil dieses Artikels möchte ich dir noch ein paar Ratschläge zukommen lassen. Vielleicht können sie auch dir eine Hilfe sein, um besser mit deiner Fähigkeit zu leben und damit umzugehen.

  • Dein Wohnraum – Naturnahes Wohnen mit genügend Zeit und Raum für sich, ist sehr wichtig.
  • Darauf achten wer dein Umfeld ist. Die nahestehenden Personen sollten dich für deine Gabe wertschätzen. Menschen die deine Botschaften nicht verstehen, schädigen dich und lassen dich sehr rasch zweifeln. Lass sie ziehen, ein positives Umfeld ist wichtig und wertvoll!
  • Selbstliebe. Du kannst dich mit einen Athleten vergleichen. Geistig und emotional angespannt und gefordert. Gönne dir Ruhephasen. Vielleicht mehr als andere Menschen. Und werte dich dabei nicht ab. Mach Dinge die dir wirklich gut tun. Nimm dir den Schlaf den du zur Regeneration brauchst. Auch wenn es andere nicht verstehen – das ist nicht deine Sache. Mache nichts gegen das sich dein Inneres wehrt, es fühlt sich wie Gewalt für dich an.
  • Bringe deine Eindrücke zum Ausdruck. Es gibt so viele Möglichkeiten in den Ausdruck zu gehen. Ich liebe es zu malen, zu schreiben und sanfte Bewegungsformen wie QiGong. Ausdruck glättet die überfluteten Sinne eines sensiblen Menschen.
  • Akzeptiere was du bist. Sobald du erkennst welche Fähigkeit in dir steckt und sie annimmst, wirst du sie nicht mehr als Last oder Fluch empfinden. Du wirst erkennen dass du sehr gute Arbeit auf der Seelenebene leisten kannst. Menschen zu helfen! Bei anderen Menschen Blockaden zu lösen. Und dabei jede Menge über dich selber zu erfahren. Emphaten arbeiten gerne mit Menschen. Sie sind in der Lage Schmerzpunkte zu erkennen und welche Berührungen heilsam sind.

Für mich war mein Leben das Leben der anderen. Ich bemerkte erst sehr spät das mehr in mir ist. Ich versteckte mein Inneres, unterdrückte Gefühle und schämte mich für sehr sehr vieles. Jetzt hab ich akzeptiert, angenommen. Ich habe eine neue Richtung eingeschlagen die ich schon viel früher nehmen hätte sollen. Ich habe Stadt gegen Natur eingetauscht. Den Trubel gegen die Ruhe und ich teile meine Gedanken und meine Erfahrungen mit Menschen die sie annehmen. Das ist meine Aufgabe die ich liebe, die mich erfüllt und mit tiefer Dankbarkeit und Klarheit belohnt. 🙂 Egal ob es die anderen verstehen.

Ich hoffe dich mit diesem Artikel erreicht zu haben! Schön wäre es, wenn auch der ein oder andere Tipp für dich hilfreich war. Lass es mich wissen, bis ganz bald und hab eine gute Zeit.

Reichtum, Besitz … Für viele Menschen unserer Zeit scheint der Glaubenssatz „Geld und Besitz ist wichtig um sich reich zu fühlen“ noch immer von großer Bedeutung zu sein. Viel Geld ist für sie notwendig um sich gut zu fühlen. Mir ist klar auf diese Frage passen viele Antworten, da jeder Mensch andere Prioritäten hat. Ich erzähle dir meine … 

Geld ist nur bedrucktes Papier

Auch wenn ich nicht unbedingt ein „geselliges“ Mädchen bin unterhalte ich mich gerne mit Menschen, die mich auf eine gewisse Weise beeindrucken, die ich bewundere für das was sie tun und wie sie es tun! Ein Freiberufler, ein Künstler und auch in der Zwischenzeit viele Jugendliche, beantworten die Frage: „Was bedeutet reich sein für dich“  anders als früher. Sie sagen dass sie sich dann reich und auch glücklich fühlen, wenn sie das tun wofür sie brennen, wenn sie sich an einem Tag so entfalten können wie sie es gerne tun würden, dann fühlen sie sich reich. Ein ganz lieber Mensch den ich kennenlernen durfte sagte mal zu mir: „Geld ist nur bedrucktes Papier“  du kannst dir darum viel kaufen, sehr viele Wünsche erfüllen, aber die Dinge die uns Menschen richtig glücklich machen würden, eben nicht und deshalb halte ich nicht sehr viel davon …“ Dem ist nichts hinzuzufügen oder?

Wenn das Leben dir ein Schnippchen schlägt

Dann gibt es Menschen die ohne ihre Arbeit nicht existieren könnten. Sie arbeiten und geben alles, für Anerkennung, Geld und den richtigen Stellenwert in der Gesellschaft. Karriere steht ganz groß in ihren Augen zu lesen. Das geht oftmals ganz lange gut bis sie in ihrer zweiten Lebenshälfte angekommen sind. Krankheiten, Burnout und Schicksalsschläge die der zwingenden Karriere zugeschoben werden können, schaffen plötzlich neue Erkenntnisse. Diese Menschen wurden vom Leben enttäuscht und sind nun auf der Suche sich neu zu „erfinden“. Eine Täuschung des Lebens und die Einsicht das Geld, Karriere und Prominenz sag ich mal ganz frech, nicht glücklich machen und auch nicht sonderlich beruhigen! Sie machen sich auf die Suche den Sinn des Lebens zu finden. 🙂

Vom Leben enttäuscht

Ich bin ganz ehrlich … ich war auch so ein Mensch. Ich war zwar nicht prominent, aber mir war sehr wichtig in der Gesellschaft gut integriert zu sein. Karriere war mir ebenso wichtig, weil ich darin meine Anerkennung suchte die mir woanders fehlte. Ich brauchte Erfolgserlebnisse … immer. Geld zu bekommen und dann auszugeben machte ich automatisch, es erfüllte mich nicht, es war eben so. Bis mein Kartenhaus zusammenbrach. Ich fühlte mich vom Leben betrogen. Ich war den Weissagungen unserer Gesellschaft gefolgt, die lautete, dass nichts befriedigender sein kann als Erfolg! Erfolgreiche Menschen machen Karrieresprünge, verdienen gutes Geld, lassen andere für sich arbeiten und genießen ihr Leben . Sie können sich alles leisten, sind unabhängig, man fühlt sich wichtig und gehört überall dazu … ja sicher und dann wachst du auf. Du erkennst das alles ein leidiges Spiel mit Maske war. Unehrlich zu dir selber und zu anderen. Ein Spiel mit Fassaden und optischen Täuschungen. Innerlich fehlt jedoch die Erfüllung, das Glück, das Feuer. Bei mir war nur Leere vorhanden, ich war  ein zusammengeschnürtes Häufchen das sich nach Liebe sehnte…

Arbeit ist wichtig, keine Frage!

Bitte versteh mich nicht falsch, es soll kein Plädoyer gegen das „Geld verdienen“ sein, ich will auch niemanden raten einfach nur mehr alles „laufen“ zu lassen, weil Geld ist ja nur bedrucktes Papier das krank macht … NEIN ganz im Gegenteil. Ich möchte nur damit sagen, dass es nicht zwingend notwendig ist, viel Geld zu brauchen und sein Leben auf Karriere und Geldverdienen auszurichten! Ich gehe noch einen Schritt weiter zum Verständnis. 😀

Ich zieh mich nun ein wenig aus vor dir

Ich war immer schon ein eigensinniges Kind gewesen, behaupten zumindestens meinen Eltern. Und ich denke in diesem Punkt hatten sie auch recht. Ich war unbändig vor Neugier, ich wollte viel und vor allem alles erleben. Ich steckte meine Nase in viele Kreise und Szenen unterschiedlicher Gesellschaftsschichten, um zu erfahren wie das denn so sei. Ich wollte es spüren, sehen und erleben. Vieles erschreckte mich, einiges erstaunte mich, weil ich mir anderes erhofft hatte, mir anders vorgestellt hatte. Zum Beispiel wie Menschen, die ein Jahreseinkommen in sechsstelliger Höhe hatten, wenn sie redeten, was sie fühlten, welche Ängste sie hatten und was sie bewegte … all das überraschte mich sehr! Ich stellte fest, dass sie nichts zu geben hatten an Gefühlen. Sie waren innerlich ausgeblutet. Leer. Ich kostete diese Zeit in vollen Zügen aus, ich naschte mit aber es war kein befriedigendes Gefühl. Ich war auf der einen Seite enttäuscht dass Menschen, die scheinbar alles hatten, so eine Kälte ausstrahlen konnten. Auf der anderen Seite war ich froh diese scheinbare Last, nicht tragen zu müssen! Es war sehr erdrückend für mich das zu erleben, auch wenn es nur aus der Ferne war!

Weniger ist mehr

Also nach dieser Gesellschaftsschicht begab ich mich in andere Kreise. Kreative Leute, ohne feste Anstellung. Künstler und Selbstversorger. Es war eine Zeit in der meine Eltern manchmal nicht mehr weiter wussten mit mir. Szene-Leute hatten selten einen guten Ruf! 🙂 Diese Menschen hatten oft relativ wenig an Hab und Gut zur Verfügung. Und dennoch waren sie immer bereit alles zu teilen. Es war nie ein Misstrauen da, keine Manipulation im Gange und es gab kein Versteckspiel. Wer gemocht wurde, wurde wegen seiner selbst gemocht und nicht wegen seines Geldes!

Mir wurde damals eines klar: Ich wollte ein gutes Leben führen, aber dabei kein Arschloch sein. Ja das war nach diesen Erfahrungen, bis ich dann auch Menschen kennenlernte, die einfach von Geburt an reich sind … also reich an Geld >zwinker<. Es waren meistens unauffällige unschuldige Menschen. Sie wohnten in einem goldenen Käfig, aber sie waren nicht frei! Sie mussten sich den Unterweisungen der „Anderen“, der Geber, fügen. Ich lernte Leute kennen die darauf getrimmt wurden, das Geld einfach immer mehr werden muss, es durfte nichts verloren gehen oder unsinnig verbraucht werden. Alles was sie durften, war den Besitz zu verwalten und darauf zu achten dass schön alles beisammen blieb. So ein Leben zu führen, empfand ich als schlimm! Alleine die Beobachtungen schnürten mir die Luft ab und machten mich wütend. Gut dass ich nicht reich geboren bin, dachte ich mir manchmal.

Es kommt ohnehin anders als man denkt und vor allem möchte!

Als alleinerziehende Mutter, die ich längere Zeit war, hatte ich sehr wenig Geld zur Verfügung. Extrawürste gab es für meine   Zwerge nicht. Zumindestens war es sehr selten geworden. Jedoch war mein Leben spannend, schön und wild. Ich verdiente mir ein wenig Taschengeld dazu wenn es mir möglich war. Kreativ war ich immer und so war mein Leben damals ein Tauschgeschäft das aber einzigartig und lebendig war. Ich hatte Freunde mit denen ich viel Zeit verbrachte, wir halfen uns gegenseitig und teilten auch Leid und Freude miteinander. Wir schmiedetet neue Ideen, die uns alle begeisterten. Es waren Unmengen an Interessen vorhanden – sie durften allerdings nichts kosten. Gekauft wurde nur das Notwendigste. Auf etwas zu verzichten hatte ich dabei gelernt. Klar machte ich mir auch meine Gedanken wenn es wieder mal knapp wurde am Monatsende. Rechnungen mussten beglichen werden uvam. Und trotzdem – wenn ich heute zurückblicke, war das eine wunderbare Zeit. Gefühle, die bis heute geblieben sind und Momente in denen ich gewachsen und stärker geworden bin!

Und dann ?

Irgendwann konnte ich wieder ins Berufsleben einsteigen. Die Kinder hatten das Alter um den Kindergarten und Hort zu besuchen. Ich begann zu arbeiten und arbeitete mich dort hin wo ich sein wollte. Nichts aussergewöhnliches, aber eine Herausforderung. Ich übernahm mehr und grössere Aufgabengebiete, und hatte ein gutes Gehalt in der Tasche. Zu der Zeit war ich wieder alleine angekommen und so stürzte ich mich total in meine sehr lieb gewonnene Arbeit. Etwas von dem ich wusste dass ich es kann. Ich füllte mein Innerstes mit Erfolgen und Anerkennung von Menschen, die mir nichts bedeuteten und einem guten Gehalt. Ich kaufte einen Menge Zeug, nicht weil ich es brauchte, sondern weil ich es jetzt konnte. Meine Freude über das neu Erworbene hielt sich allerdings in Grenzen. Es war eher so ein Gefühl von Stolz das bei mir hochkam. Freude und Begeisterung waren nicht dabei. Meine persönliche Note in meiner Wohnung gab es nicht mehr. Es sah so ganz anders aus. Wie aus einem Katalog. Steril und trendig … die Wärme und die Gemütlichkeit aus meinen früheren Zeiten wo alles noch zusammengestoppelt war und aus „alt“ „neu“ gemacht wurde, fehlte. Ich fing an mich unwohl zu fühlen. Eine Fremde in meiner eigenen Wohnung zu sein.

Ich hatte kaum Zeit Freunde einzuladen, mit ihnen Zeit zu verbringen. Ich war immer im Stress oder so müde das ich nicht mal mehr in die obere Etage kam. Meine menschliche Unzulässigkeiten entschuldigte ich mir selber – indem ich alles auf meine Arbeit schob. Ich wurde gereizter, hatte keine Lust jemanden zuzuhören und meine einzige Angst bestand darin, meine Vorgabezahlen nicht zu erreichen. Ich stand unter Strom, jeden Tag  und jede Nacht. Lange Rede kurzer Sinn – ich wurde krank. Ich hatte nur mehr wenig echte Freunde, war plötzlich unzufrieden, depressiv und trat meinen Körper mit Füssen. Was ich allerdings hatte war ein regelmässiger gutes Gehalt. Oft dachte ich an die Zeiten zurück als ich mit meinen Kindern und Freunden in der zusammengebastelten Wohnung gesessen bin. Wir gelacht und geträumt haben! Zeiten die nicht einfach waren, aber sich so gut und glücklich anfühlten!

Was fehlte mir?

Mir fehlte die Freiheit, der Spaß am Leben, es fehlte mir meine Kreativität, die ich kaum mehr ausleben konnte weil ich fremdbestimmt war! Mir fehlte das Zusammengehörigkeitsgefühl, die Liebe eines Menschen der mich so mochte wie ich wirklich war, mir fehlte meine Lebendigkeit und Neugierde, mir fehlten alle positiven Gefühle, die man als Mensch haben und kennen sollte … Dann war auch immer dieser Stachel zu spüren, der mir das Gefühl gab in allem versagt zu haben.

Ich hatte also meine Freiheit und meine Lebendigkeit eingetauscht gegen das, was allgemein als erfolgreich bezeichnet wurde. Es hat noch eine Weile gedauert bis ich wach wurde. Ich wurde immer stiller und dachte sehr viel nach. Meine Krankheiten zwangen mich in die Knie. Ich entschloß mich zu gehen. Ich verließ all die Orte die mich unglücklich und krank machten. Job, Wohnung, Menschen. Und sehr schnell hatte ich wieder gar nichts. Nur die Zeit mit mir und meinen Gedanken. Meinen Impulsen zu folgen, zu spüren was ich brauche um mein Leben wieder zu optimieren. Es kam viel dabei heraus, aber GELD war nicht dabei! Es war ein harter Weg der mich viel Kraft, Arbeit an mir und Überwindung kostete. Aber dieser Weg hat sich bewährt. Es gibt nichts Schöneres und Wertvolleres als seine eigene Lebendigkeit langsam wieder zu spüren und sie als Wegweiser für meine neuen Schritte zu sehen! Mein Leben wurde dadurch wieder aufregend, jenseits von Geld und sogenannter Sicherheit!

Schlussgedanke

Heute lebe ich viel bewusster. Geld ist zwar notwendig, keine Frage, aber es ist nur ein Stück bedrucktes Papier! 🙂 Ich ermögliche mir das zu tun was mein Herz tun möchte, ohne das ich es an Geld festmache. Du wirst dich jetzt vielleicht fragen: „Ohne Geld kann man ja gar  nichts tun“, und ich sage dir es kommt immer darauf an was man tun will? Ich brauche heute keinen Luxus mehr, ich komme mit wenig aus. Man kann auch mit wenig Geld sehr gut auskommen und sehr glücklich sein. Ich hätte nie gedacht das selber zu erleben und vor allem wie ich es schaffen würde so über Geld zu denken. 🙂

Mein Ziel ist es reich zu sein. Reich an Abenteuer, an Gesundheit, an Freude und Lachen und an Glücksmomenten, Dinge, die man mit bedruckten Papier nicht kaufen kann!

Kannst du meine Ansichten teilen, oder kennst du sogar diesen Weg? Wie wichtig ist dir dein Einkommen oder Geld im Allgemeinen, schreib mir ich bin gespannt auf deine Gedanken!