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Im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung tut sich so einiges! Viele Menschen beginnen, mehr denn je, sich mit sich selbst zu beschäftigen. Sie wollen ihr Leben nicht nur so hinnehmen und andere für sie entscheiden lassen. Von der Gesellschaft „diktiert“ zu werden, hinterlässt gerade viel Unruhe. Beginnen wir wach zu werden? Ob die aktuelle Krise den Stein für viele ins Rollen gebracht hat oder nicht, kann ich nicht beurteilen. Mir persönlich fällt es nur auf. Ein Thema und eine Entwicklung, der ich positiv entgegenschaue.

Auch wenn ich selbst nicht mit vielen Menschen im direkten Kontakt stehe, bekomme ich über andere Kommunikationsmöglichkeiten mit, dass viele Leute sich mehr mit sich selbst und ihrem Leben beschäftigen. Jedenfalls möchten sie das. Allerdings muss ich dabei oft feststellen, dass dieses Thema viel zu oberflächlich aufgegriffen wird. Sein eigenes Mindset … seine Denkweise … die innere Einstellung oder Sinnesart, wie man auch noch sagen könnte, zu sich selbst und dem Leben gegenüber  zu verändern ist eine PRIMA Aufgabe! Allerdings NUR darüber reden ist leider zu wenig.

Es reicht nicht aus, positiv zu denken

Seine Denkart zu verändern ist wirklich toll und eine wunderbare Erfahrung obendrein. Überall wird davon gesprochen und auch geschrieben. Das Dumme an der ganzen Sache ist allerdings, dass diese Veränderung etwas „falsch“ verkauft wird! Es kommt meistens so rüber, als würde man es von jetzt auf dann erlernen und einsetzen können. Es sind mehr als nur zehn Schritte, die man dazu braucht um ans gewünschte Ziel zu kommen.

Ich traue mich, einfach mal zu sagen, dass es nicht gerade sehr viele Menschen gibt, die ein sehr achtsames und zufriedenes Leben führen. Die meisten sind getrieben, laufen im täglichen Hamsterrad ihre Runden wenn nicht sogar um die Wette. Wir alle sind hier, um Leid, Schmerz und Enttäuschungen zu erfahren. Aber Gott sei Dank auch Liebe, Freundschaft und Freude. 

Wir machen all die Dinge mit, manche mit etwas mehr und andere mit etwas weniger Gelassenheit. Wir spüren auch die Veränderung, die dabei eintreten kann. Wir lernen aus Fehler, werden, wenn’s gut läuft, etwas ruhiger und denken über viele Erlebnisse ein paar Monate später, anders darüber als noch die Monate zuvor. Unsere Persönlichkeit entwickelt uns.

Eine gute Sache. Doch stellen wir fest, dass all das nicht ausreicht. Das Gesetz der Anziehung erklärt uns nicht alles! Wir können noch so positiv denken, es werden immer wieder unschöne Dinge in unserem Leben passieren. Und dann wäre noch die Sache mit den eingefleischten Glaubensmustern, die wir einfach nicht loswerden, obwohl wir diese in den unterschiedlichsten Meditationen losgelassen haben. Ich stelle mich hier freiwillig in die erste Reihe!

Und so fragen wir uns vielleicht, was mit uns los ist, weshalb wir nicht dauerhaft diese positive innere Einstellung, die wir uns angelernt haben, aufrechterhalten können? Ganz ehrlich hier eine (meine) Antwort, die Dir wahrscheinlich nicht unbedingt gefallen wird: Die Zeit, in der wir ständig glücklich sein werden, die wird es nicht geben.

Es steckt so viel mehr dahinter …

Unsere alten Glaubens- und Verhaltensmuster sind aus einem guten Grund so hartnäckig. Sie bilden in unserem Gehirn eine mehrspurige „Autobahn“, die wir nicht von heute auf Morgen umleiten können. Wir sind sie in unserer Jugend immer wieder „gefahren“. Wir brauchten sie zum Überleben. Und so kommt es, dass wir diese alten Denkweisen, nicht so mir nix dir nix, einfach umbauen können! Sie dienen zum Schutz. Dass die Gefahren von damals wahrscheinlich nicht mehr aktuell sind, müssen wir erst in kleinen Schritten nach „oben“ leiten.

Und genau DA ist der springende Punkt!

Viele, wenn nicht sogar die meisten Impulsgeber/innen überspringen diesen Part leider. Erzählt wird nur, dass wir all das Erlebte hinter uns lassen sollen … nur nach vorne schauen müssen und jeglichen Ballast abwerfen sollen. Genaugenommen ist das auch ein guter Weg. Aber ich vergleiche es gerne mit einem Kuchen, den wir backen möchten.  Jeder Kuchen wird ungenießbar werden, lassen wir einfach eine wichtige Zutat aus! Und genauso ist es bei unserem NEUEN Mindset, unserer Sinnesart, die wir anstreben.

Wir dürfen die alten Erfahrungen nicht wegsperren

Ich bin nämlich der Meinung, dass wir all diese Teile von uns integrieren sollten (müssen), damit sie Teil unserer Entwicklung werden. Gott sei Dank sind wir Menschen KEINE Roboter, bei denen man diverse Programme einfach „löschen“ kann! Ich sehe uns mehr als „Zwiebel“. Wir schälen die Schichten Schritt für Schritt, die andere auf uns aufgetragen haben und die uns so lange beschützt haben! Das braucht seine Zeit, aber es ist das Einzige, was uns wirklich eine dauerhafte Veränderung bringt.

Eine Veränderung der inneren Einstellung ist immer möglich, aber sie ist kein gerade verlaufender Prozess. Auch, wenn wir uns das wahrscheinlich alle wünschen würden. ›lach‹ Ich habe so oft das Gefühl, es gleicht einer Spirale, bei der ich mich ganz oft im Kreis drehe, aber irgendwann im Innersten ankomme. Auf dieser Reise begegnen uns immer wieder dieselben Dinge. Dinge von denen wir glaubten, sie schon losgelassen zu haben. Doch plötzlich stehen wir wieder vor derselben Wand.

Ich bin manchmal enttäuscht über über die scheinbaren „Rückschritte“, die ich da „gefühlt“ gemacht habe! Nicht selten verurteile ich mich auch dafür, denn wie gesagt – eigentlich war ich doch schon weiter? Doch dann betrachte ich diese „Rückschritte“ aus einer anderen Perspektive. Ich nehme sie liebevoll an, und erlebe dieses Auf & Ab als Rhythmus des Universums. Ein Rhythmus, der mich der Selbstliebe noch näher bringt.

So lernen wir, uns mit allen Facetten anzunehmen – und genau darin liegt die Persönlichkeitsentwicklung. Das Ziel ist nicht, ständige FREUDE, sondern LIEBE. Ein Tun aus unserem innersten ICH heraus. Oft ist dieses Handeln sehr klein und ruhig aber es umschließt alle Emotionen unseres SEIN’S.

Der Prozess, den ich Dir hier näher bringen möchte, geht in die Tiefe und wieder einmal NEIN. Er geht nicht von heute auf morgen vonstatten. Und JA, er war und ist für mich noch immer oftmals sehr unbequem!

Allerdings ist es der einzige Weg, der wirklich funktioniert und auch nachhaltig zu einer positiven Veränderung führt.
Ich traue mir zu sagen, dass es uns nicht immer gelingen wird, aber wir werden besser werden, wenn wir uns MUTIG in unsere eigene TIEFE trauen. ›zwinker‹.

Wie stehst Du Deiner eigenen Entwicklung gegenüber? Lebst Du nur oder veränderst Du bereits?
Lass mir gerne Deine Meinung dazu hier. Schön das Du hier warst.

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FREUNDE, meine Sicht …

Wiedermal hat mich eine Freundin zu einem Gedankengang inspiriert. Bei unserem Gespräch ging es um die momentane Distanz zu Menschen, insbesondere zu Freunden, zu Menschen die man gerne um sich hat. Das Thema Freunde war für mich immer schon ein Thema … oder sollte ich besser sagen – kein Thema? Ich weiß es nicht.

Unser Gespräch drehte sich um das momentane Leben und die Frage, ob es überhaupt nochmals anders werden würde. Ich fragte sie was ihr am meisten fehle. Die Antwort war schnell da. „Einen guten Café mit dir oder anderen Freundinnen zu trinken … ein Glas Wein mit Freunden in einem unserer gemeinsamen Lokale genießen.“

ICH: Ok. Ja. Also ich freue mich auch darauf, aber ich vermisse es nicht. Dann meinte SIE: „Natürlich nicht, du hast auch keine Freundinnen …“. Sie sagte das in ihrer Art, zog eine Schulter hoch und lächelte irgendwie mitleidig, während sie weiter an ihrer Zigarette nuckelte.

ICH: Stimmt. Aber nicht, weil keiner etwas mit mir zu tun haben will, sondern weil ich es so möchte. Das weißt du aber. Danach folgte ein weiterer Hammer. SIE: „Aber schwierig bist schon, das weißt du ja selbst!“ Danach wechselten wir das Thema. Tage danach fiel mir dieses Gespräch wieder ein und nun sitze ich da und schreibe darüber. ›lach‹.

Schwierig würde ich mich selbst nicht unbedingt bezeichnen, ich  bin eben jemand der kein „Blabla“ leiden kann. Da wissen meine Ohren was sie zu tun haben … sie machen zu. Das ändert sich mit zunehmenden Alter, denke ich mal. Neue Freundschaften sind für mich nicht mehr ganz so leicht zu schließen. Da sag ich einfach nur: Geduld mit Menschen. Schon da fallen bei mir im Vorhinein derart viele Menschen durchs Gitter. Und wenn ich dann doch mal jemanden treffe, bei dem ich mir denke: Ach  schau mal, der ist aber nett, dann ist es immer noch ein weiter Weg.

Es ist ja nicht mehr so wie damals, wo man den halben Tag in der Schule zusammengesperrt war und viel Zeit für einen regen Austausch und ein intensives Kennenlernen hatte. Übrigens mochte ich es damals auch nicht und durch mein nicht unbedingt gefälliges Aussehen, wäre es wahrscheinlich nur sehr selten so gewesen.

In der Arbeit ist man DURCH die Arbeit vom Sozialkontakt etwas abgelenkt und beim Sport kommt vor lauter Strampeln und Dehnen auch kein ordentliches Gespräch zustande. Nein, wenn man jemanden toll findet, egal ob Mann oder Frau, muss man sich verabreden. Man geht auf einen Kaffee zum Beispiel und dann sitzt man sich gegenüber und fragt sich die Lebensgeschichten gegenseitig ab und wenn es gut läuft, macht man sich wieder etwas aus.

Von da bis zu dieser Form von Freundschaft, bei der man sich auch nachts um drei anrufen kann, weil man traurig ist, Liebeskummer hat oder einfach nur betrunken ist und jemanden zum Reden braucht … bis es so weit ist, DAS DAUERT! Und das Allerwichtigste – man muss dranbleiben. Und da muss ich jetzt direkt sagen: Es ist zeitaufwändig und es ist anstrengend. Deswegen siebt man so schnell und konsequent aus … ich jedenfalls.

Die Entstehung einer Freundschaft lässt sich aber auch nicht wirklich beschleunigen! Es dauert so lange wie es eben dauert und man muss viel Zeit miteinander verbracht haben. Im Buch DER KLEINE PRINZ erkannte es sogar der Fuchs, der sagte: „Die Menschen haben für nichts mehr Zeit.“ Alles, was sie brauchen, kaufen sie im Laden. Aber der Fuchs weiß auch, wo das Problem an der ganzen Sache liegt:

„Aber da es keine Kaufläden für Freunde gibt, haben die Leute keine Freunde mehr. Wenn du einen Freund möchtest, so zähme mich …!“

Da haben wir’s auch schon wieder. Um eine richtige Freundschaft muss ich mich bemühen … Zeit investieren. Oberflächlichkeiten sind dabei fehl am Platz! Es muss ein echtes und authentisches Miteinander sein (werden).
Man muss sich wirklich Z E I T  N E H M E N. Punkt. Ich bin ganz ehrlich. Es liegt mir nicht. Ich habe in meinem Leben sehr viel Zeit für Freundschaften gegeben. Ich habe falsch investiert bei gut 90 %. Das ist nicht gut und jetzt wo ich es noch schwarz auf weiß vor mir liegen habe … es schaut auch nicht gut aus! :-(

Und dann sind noch die Freundschaften, die man schon lange hat. Sie sind enormen Gefahren ausgesetzt. Sie können einen einfach so abhandenkommen. Es reicht eine kleine Änderung in den Weichen des Lebens und schon befindet man sich in total verschiedenen Welten. Ich kenne das tatsächlich alles! Bei meiner Scheidung und meiner fast zweiten Scheidung war es am Allerschlimmsten. Nichts halbiert Freundschaften so rasiermesserscharf sag ich dir!

Ich bin nicht nur introvertierter, sondern auch noch vorsichtiger geworden. Eine Freundschaft ist keine Freundschaft, wenn man nix von sich erzählt, oder? Und ich will nicht mehr alles und jede Kleinigkeit von mir und meinem Leben erzählen (müssen).

Ich zitiere Dominik Wichman:
„Freundschaft ist ein menschliches Glück, das sehr viel Zeit braucht. Man muss miteinander verdammt viel Salz gegessen haben, man muss Erfahrungen gemacht haben, man muss sich auch mal gestritten haben, man muss ein bisschen aneinander gelitten haben, man muss voneinander gelernt haben. DAS macht Freundschaft aus.“

Mir genügen diese ein, zwei, drei Menschen, denen ich alles sagen kann und auf die man sich wirklich verlassen kann, die nichts anderes wollen, als mich glücklich zu sehen, … diese gibt es und die sind ausreichend. Es gibt zwar noch jede Menge Leute, die sich in der Nähe dieses Status tummeln – aber wirkliche Freunde hat man, glaube ich, nicht viele im Leben. Wie gesagt diese alternden reifen und ganz wenige Freundschaften, für die bin ich auch dankbar.

Ich vergleiche sie mit Wänden: Je älter das Haus des Lebens ist, desto mehr Gewicht nehmen sie auf. Meine (unsere) ganz engen Freunde werden uns immer (ge-)wichtiger und wir wissen sie zu schätzen. In meinen jungen Jahren hatten sie einen anderen Stellenwert. ›lach‹. Sie waren dazu da um nicht alleine auf der Tanzfläche zu stehen oder alleine ins Kino zu gehen. Und wenn es eine richtig gute Freundin war, dann hat sie mir die Haare nach hinten gehalten, während mir kotzübel war und ich mir die Seele aus dem Leib würgte. Klar das verbindet. Aber mit der Zeit verändert sich (Gott sei Dank) alles.

Das Leben hat mir schon viele harte Schläge verpasst und manchmal muss es richtig finster werden, damit man sieht, wer bei einem im dunklen Sitzen bleibt. Es waren zwei  … zwei kostbare Seelen, die bis heute meine Stütze sind.

Ich mag Menschen. Aber nicht andauernd. Es strengt mich an. Würde ich einen Saal Freundinnen bzw. Freunde haben, ich würde regelmäßig auf Erholung fahren müssen! ›lach‹. Deswegen … alles gut so wie es ist. Für mich jedenfalls.

Das war er auch schon wieder mein diesmaliger Gedankengang und es wird nicht mein letzter bleiben.
Ich wünsche dir mehr Freunde als ich habe. Viel mehr, wenn du das brauchst. Genieße die Zeit mit ihnen, auch wenn es im Moment nur mit Abstand möglich ist. Auch das wird sich wieder ändern.

Drücker…

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Wir alle haben die Möglichkeit, unsere Vergangenheit auch in der Vergangenheit zu lassen. Jeder kann etwas aus dem machen, was aus ihm gemacht wurde! Ich halte es für das Wichtigste im Leben, dass wir alle unser Leben so erfüllt wie möglich leben. Denn nur wenn wir mit uns zufrieden sind, können wir mit anderen Menschen positive und erfüllte Beziehungen eingehen.

Suche nicht die Schuld in der Vergangenheit …

„Mach´ nicht die Vergangenheit für deine Probleme verantwortlich …“. Diesen Satz musste ich mir sehr oft und sehr lange anhören. Anfangs empfand ich ihn als total deplatziert und nervig! Was wussten fremde Menschen schon von meiner Vergangenheit und meinen daraus entsprungenen Problemen? Gar nix! Dachte ich mir jedes Mal. Je länger und  intensiver ich in meinen Veränderungsprozess steckte, umso verständlicher wurde mir dieser Satz.

Der Artikel heute soll eine kurze Erinnerung sein, dass Veränderungen immer möglich ist. Egal was geschehen ist und hinter uns liegt. Ein kurzer Beitrag, weil in ganz wenigen Worten gesagt werden kann was dazu zu sagen ist. ›lächel‹

Jeder von uns ist unter anderen Bedingungen und in unterschiedlichen Familienverhältnissen groß geworden. Da gibt es diejenigen, die es leicht und unbeschwert hatten. Eine schöne und behütete Kindheit genießen durften.

Manchen aber wurde Schmerz und Leid angetan. Sie hatten eine schwere und lieblose Kindheit. Vielleicht auch mangelnde Möglichkeiten was ihre schulische und berufliche Orientierung betraf. Menschen mit schwerer Kindheit wachsen mit persönlichen Problemen heran. Mangelnde Aussprache und Zuneigung der Eltern erschweren schon in jungen Jahren das Leben, ohne das es einem bewusst ist.

Ich mochte es nie leiden, wenn Leute immer alles auf die Kindheit und die Erziehung der Eltern schoben! Leider habe ich mich geirrt. Ein großer Teil unserer Entwicklung, wenn nicht sogar der größte Teil, liegt in den Händen unserer Eltern. Sie geben uns das „Werkzeug“ mit, das uns ein Leben lang begleitet. Die Kindheit prägt. Ob gut oder schlecht.

Viele Menschen entschuldigen ihre Probleme und Schwierigkeiten, im erwachsenen Alter, mit ihrer Vergangenheit. Was auch plausibel klingt und auch zum Teil nicht ganz unrichtig ist. Ich bin ja auch so eine „Kandidatin“. >finster schau<. Andererseits macht man sich dadurch zum Opfer und man fühlt sich hilflos und schwächer als alle anderen!

Es gibt viele Menschen mit schlechten Startbedingungen

Die Redewendung: „Klar, dass aus der/dem nix geworden ist, … sie/der kannte und sah ja ihr/sein Leben nie etwas anderes!“ Diese Redewendung ist uns allen bekannt, vielleicht haben wir es auch selbst schon mal ausgesprochen. Auch da muss ich sagen – JA, das stimmt. Gleichzeitig bin ich auch davon überzeugt und der festen Meinung – NEIN, es muss nicht so bleiben!

Hätte ich damals alle negativen Eigenschaften meiner Eltern übernommen, würde es mir sicher schlecht gehen. Ich wäre in ganz vielen Dingen kein Stück besser als sie. All diese Eigenschaften würden sich mit meinen persönlichen Werten, die mir wichtig sind, überschneiden. Ich wollte es einfach besser machen … jedenfalls hab ich es versucht. Zwar reichlich spät, aber doch. Und das macht mich zufrieden. ›lächel‹.

Mir sind viele Menschen bekannt, die es schwer hatten. In der Kindheit, in den Beziehungen mit Freunden und Arbeit. Aber irgendwann war der Rand voll. Sie wollten es der Welt, aber vor allem sich selbst beweisen, dass ein besseres Leben trotz allen Hürden die einem das Leben so stellt, möglich ist. Und sie haben es tatsächlich geschafft! Es sind Menschen, die zu meinen Vorbildern wurden und für die ich mich von Herzen freue, dass sie es erreicht haben, was sie schon so lange verdient hätten!

Nicht beklagen – nachdenken

Statt zu jammern, dass wir schlechte „Startbedingungen“ hatten, sollten wir besser darüber nachdenken, welche Möglichkeiten wir haben, um das BESTE aus unserem Leben zu machen. Das BESTE aus dem machen, was uns zur Verfügung steht.

Es ist nämlich tatsächlich so, dass jeder Mensch, auch die, die nicht auf die Sonnenseite des Lebens gefallen sind, über die Kraft und die Fähigkeit verfügt, die notwendig sind um das Leben besser und etwas bunter zu machen! Geht nicht … gibts nicht. ›zwinker‹.

ICH vor vielen Jahren:

Mein Leben davor war für Außenstehende schön anzusehen. Mir fehlte es an nichts und ich wurde oft beneidet! Es wäre mir alles möglich gewesen. Leider trug ich damals noch „Gardinen“ vor meinen Augen. Mein Leben lag unter einem Schleier. Oberflächlich und Prestige-lastig, so war mein Leben. Gefüllt mit ganz vielen negativen Eigenschaften und vielen schmerzhaften Katastrophen, die kein Mensch sehen oder wahrnehmen durfte. Alles war zu wenig und nix war richtig und recht. Natürlich hatte mein Verhalten Gründe, die mir damals aber noch nicht bewusst waren. ICH … die ständig Suchende …

Heute bin ich stolz darauf, das totale Gegenteil zu sein! Das Geld um alles möglich zu machen, habe ich heute nicht mehr. Meine negativen Eigenschaften (also die wirklich heftigen … zwinker), habe ich versucht in positive umzuwandeln. Materielle Dinge haben schon lange keinen wichtigen Stellenwert mehr. Die „Gardinen“ sind am Müll und verletzende Katastrophen sind (ich denke dadurch) ausgeblieben. Ich sehe klar. Ich bin für ALLES dankbar und kann mich darüber wahnsinnig freuen, meine Mitte und mein echtes ICH gefunden zu haben um selbstbestimmt leben zu dürfen.

Ich habe mit meiner Vergangenheit zu 90 % abgeschlossen. Kollateralschäden bleiben leider immer hängen, aber mit dem lässt es sich gut leben. Deswegen möchte ich heute mit dem Anfang meines Beitrages auch abschließen:

Verändere, was aus dir gemacht wurde, es ist möglich.

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Die Themenwahl in einer Geschichte hängt selbstverständlich ganz vom eigenen Geschmack ab. Manche Menschen lesen gerne über Fabelwesen und Tiere, die eigentlich für Kinder geschrieben sind. Solche einfache Geschichten helfen ganz speziell beim Einschlafen. Ob nun die Geschichte selber gelesen oder vielleicht vom Partner vorgelesen wird, ist für die Wirkung und die Entspannung meistens egal. Geschichten lesen, kann zu einem RITUAL werden! Das kenne ich von mir selbst.

Meine Geschichte, die ich heute für DICH ausgesucht habe, liest Du besser selbst und gleich zweimal! Ich hoffe sehr, dass sie Dir genauso gut gefällt wie mir. Eine Geschichte für uns Frauen. Und egal ob Du sie in Deiner Mittagspause liest oder Du sie Dir mit ins Bett nimmst … auf jeden Fall viel Freude beim Lesen.

GIBT ES EIN LEBEN NACH DER GEBURT?

Ein ungeborenes Zwillingspärchen unterhält sich im Bauch seiner Mutter.

„Sag mal, glaubst du eigentlich an ein Leben nach der Geburt?“, fragt der Zwilling.

„Ja auf jeden Fall! Hier drinnen wachsen wir und werden stark für das, was draußen auf uns wartet.“ antwortete der andere Zwilling.

„Ich glaube, das ist Blödsinn!“, sagte der Erste. „Es kann kein Leben nach der Geburt geben – wie sollte das denn bitteschön aussehen?“

„So ganz genau weiß ich das auch nicht. Aber es wird sicher viel heller als hier sein. Und vielleicht werden wir herumlaufen und mit dem Mund essen?“

„So einen Unsinn habe ich ja noch nie gehört! Mit dem Mund essen, was für eine verrückte Idee. Es gibt doch die Nabelschnur, die uns ernährt. Und wie willst du herumlaufen? Dafür ist die Nabelschnur viel zu kurz.“

„Doch, es geht ganz bestimmt. Es wird eben alles nur ein bisschen anders.“

„Du spinnst ja wirklich! Es ist noch nie einer zurückgekommen von „nach der Geburt“. Mit der Geburt ist das Leben zu Ende. Punkt.“

„Ich gebe ja zu, dass keiner weiß, wie das Leben nach der Geburt aussehen wird. Aber ich weiß, dass wir dann unsere Mutter sehen werden und sie wird für uns sorgen.“

„Mutter??? Du glaubst doch wohl nicht an eine Mutter? Wo ist sie denn bitte?“

„Na hier – überall um uns herum. Wir sind und leben in ihr und durch sie. Ohne sie könnten wir gar nicht sein!“

„So ein Quatsch! Von einer Mutter habe ich nie etwas bemerkt, also gibt es sie auch nicht.“

„DOCH, manchmal, wenn wir ganz still sind, kannst du sie singen hören. Oder spüren, wenn sie unsere Welt streichelt …“

Henry Nouwen

Zauberhaft, nicht wahr? Ich konnte mir die kleine „Plapperei“ der zwei bildlich so gut vorstellen. ›lächel‹
Schön das es so Entwicklungsimpulse für unser Leben gibt. Bis zum nächsten Mal, ich freue mich jetzt schon darauf!

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Farben … sie beeinflussen unser Leben mehr, als wir meinen. Manche Farben lösen wohlige Gefühle und Emotionen in uns aus und manche Farben machen uns unruhig. Jede Farbe hat eine andere Wirkung auf unseren Körper und unsere Psyche. Welche Farben wir gerne in unserer Kleidung wiederfinden und mit welchen Farben wir unser zu Hause schmücken, verrät ganz schön viel über uns selbst! Farben geben Rückschlüsse auf unsere Stimmung … sehr oft jedenfalls. Wie bunt ist es in Deinem Leben?

Ich wollte das neue Jahr „bunt“ und positiv beginnen. Deshalb mein Gedanke ein wenig über Farben nachzudenken und einen Artikel daraus zu machen. Schließlich ist der Jänner ohnehin meistens grau in grau. :D

Unser Leben ist voller Farben

Ein tolles Geschenk der Natur wie ich finde, über das wir uns viel zu wenig freuen. Sprechen wir über Farben, denken viele gleich an die Mode – und Werbeindustrie! Das war bei mir eine zwanghafte Berufskrankheit, als ich noch aktiv in der Modeindustrie mitgemischt habe. Heute freue ich mich über die Farben in der Natur, und auch wenn der Jänner das für mich gefühlt längste Monat des Jahres ist, freue ich mich auf die Monate danach, wenn wieder alles BUNT und SAFTIG wird.

Eine meiner ersten „Aktionen“ nach Silvester ist es ja immer mir frische Tulpen zu kaufen … weiße … denn ich liebe weiß. <3
Es löst gute Laune bei mir aus und ist der Beginn einer neuen Dekade, auf die ich mich freue.

Mit der richtigen Farbe gute Laune verbreiten

Geht das denn? JA … auf jeden Fall! Farben beeinflussen unseren Körper und unsere Psyche maßgeblich. Und das ohne zu fragen. ›lach‹. Farben können uns krank machen oder heilen. So wie bekannt ist, dass blaues Licht kühlend auf uns Menschen wirkt, rotes Licht hingegen Energie spendend, wärmend und anregend auf uns wirkt. Und bei der Farbe Rot, fällt mir auch gleich eine liebe Freundin ein, die mir immer rote Wollsocken strickte … zwecks der „Energie“ wär’s gewesen. ›lach‹.

Orangetöne erinnern uns an die Sonne und fördern dadurch ein gewisses Wohlfühlgefühl! Deshalb sind Massageräume gerne in warmen Tönen gemalt. Fakt ist, die Schwingung der Farbe löst Gefühle und Assoziationen aus, je nach verinnerlichter Erfahrung und kulturellem Hintergrund. So wie bei mir weiß die Farbe der Unschuld ist. Sauber und klar. Deshalb werden wahrscheinlich auch Brautkleider und Taufgewänder in Weiß gewählt. In anderen Kulturen allerdings gilt die Farbe Weiß als die Farbe der Trauer …

Und so wie sich die Farbaussage je nach Kultur wandelt, so lässt sich auch die Farbwahrnehmung verändern. Ich habe gelesen, dass bei Menschen mit Diabetes und bei erhöhtem Alkoholkonsum die Blau-Sensitivität niedriger ist. Und so hat unser Gehirn seine ganz eigene Art mit Farben umzugehen.

Freundlich oder düster?

Helle Farben wirken freundlich … sie sind Stimmungsaufheller und geben uns das Gefühl von Weite. Dunkle Farben werden von vielen Menschen als düster, bedrückend und unpersönlich entgegengenommen. Ein „satter“ Farbton wirkt laut und aufdringlich und zarte Farben nehmen wir als zurückhaltend wahr. Das ist das, was mir noch von meiner Farbenlehre aus meinen aktiven Jahren hängengeblieben ist.

Und halte ich mich noch ein klein wenig in der Modewelt auf, muss ich nach wie vor sagen: ICH muss sehr bedrückend und unpersönlich auf andere wirken, denn würden Menschen in meinen Kleiderschrank nach etwas „buntem“ suchen, wären sie mehr als enttäuscht. Ich trage nämlich hauptsächlich und mit Leidenschaft grau. Früher ausnahmslos schwarz, was ich jetzt wegen meiner Fellnasen aber sein lasse! ›lach‹. Und NEIN ich bin nicht frustriert oder befinde mich in einer Grauzone wo ich nicht gesehen werden möchte … ›lach‹. Ich fühle mich einfach wohl und zudem ist die Farbe pflegeleicht und kommt so gut wie NIE aus der Mode, dem Modediktat bin ich entkommen und wenn ich ehrlich bin – hab ich nie mitgemacht!

Das Farben dennoch viel Aufmerksamkeit erregen können ist Tatsache. Wenn wir uns also zu einer bestimmten Farbe hingezogen fühlen, kann das bedeuten, dass diese Farbe in unserem Leben fehlt und das mit der Kleidung ausgleichen. Was will „ich“ also mit meinem Outfit aussagen? Aber es spielen nicht nur die Farben unserer Kleidung eine erhebliche Rolle, vielmehr die Farben in unserm Alltag! „Die Farben in welchen man wohnt, sagen viel über das Innere eines Menschen aus …“ Das stimmt wirklich. Mit welchen Farben umgibst Du Dich zu Hause? Lebst Du sehr farbig oder eher eintönig?

Wie bunt ist also Dein Leben?

Auf jede Farbe einzeln einzugehen, würde hier den Rahmen sprengen. Und ich denke da gibt es auch genügend Fachliteratur zu kaufen. Was ich aber mit diesem Beitrag bezwecken möchte ist, dass Du Dich umsiehst in Deinem Leben. Betrachte mal etwas genauer die Farben mit denen Du Dich ständig und gerne umgibst!

  • Wie sieht DEIN Alltag aus … knallig oder dezent?
  • Welche Farben bevorzugst Du generell in Deinem Leben?
  • Welche ziehen Dich an und von welchen hältst Du Abstand?

Ich möchte Dich ermutigen, etwas Farbe in Dein Leben zu lassen. (Ich trage rote Energiesocken. ›lach‹)
Unser Leben ist nicht nur schwarz/weiß, auch wenn wir uns kleidungstechnisch vielleicht sehr wohl darin fühlen!
Setzen wir Akzente. Achten wir darauf, welche Farben uns guttun … unsere Seele erwärmen und tanken wir diese Farben aus der Natur! Tanken wir Energie und sei es nur durch eine Pracht farbiger Blumen, die uns beim Vorübergehen ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Auch wenn der ein oder andere von uns nicht gerne „Farbe“ trägt, was auch völlig in Ordnung ist – schauen wir uns die Farben des Lebens an, denn an Farbe kann man sich niemals satt sehen!

Die Kunst des Lebens ist, mit allen Farben die das Leben uns schenkt, ein KUNSTWERK zu erschaffen.

Holman Hunt

In diesem Sinne … treib es BUNT. :D

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Flexibilität … was ist das? Suche ich nach Synonymen wird mir Folgendes vorgeschlagen:  leicht biegsam, dehnbar, nachgebend und veränderbar. Geistig flexibel zu sein bedeutet die Bereitschaft zu haben Neues kennenzulernen, die Fähigkeit zu besitzen einem raschen Wechsel von Perspektiven nachzukommen, oder einfach ein flinkes Denkvermögen und eine schnelle Auffassungsgabe zu haben. Wahnsinn. Da die meisten Menschen von sich behaupten, absolut flexibel zu sein geht es also der Mehrheit richtig gut. Denn wenn man flexibel ist, wird das Leben im Wesentlichen einfacher. So. Aber warum tun sich dann die meisten von uns so schwer, wenn eine gewohnte Routine durchbrochen wird?

Ganz ehrlich … bist DU flexibel?

Ich weiß, manchmal verfängt man sich in seiner eigenen Routine. Ich glaube auch, dass die Routine manchmal auch richtig nützlich ist! Aber eben nur manchmal. Manchmal wissen wir nicht mal, wonach wir uns sehnen. Wir wissen nur, dass es nicht das Leben ist, das man gerne führt! Und dann geschieht es, dass die gewohnheitsmäßigen Abläufe, die uns so viele Jahre gute Dienste geleistet haben, auf einmal nicht mehr funktionieren.

Die meisten Menschen stecken in festen Abläufen fest, ohne den Grund zu kennen. Es ist eben so. Es ist eine von Menschenhand gemachte Sanduhr die bestimmt, wenn die Essenszeiten gesetzt werden. Wir gehen nicht nach der biologischen Uhr, die uns eigentlich Bescheid gibt, wenn wir hungrig sind. Weitere Beispiele:

Frühstück um sieben … auch dann, wenn sich im Magen noch gar nichts rührt. Der gesunde Tee muss um zehn getrunken werden sonst bringt er nichts. Mittagessen Punkt zwölf, falls nicht – oh mein Gott! Ich kenne das von meiner Familie noch genau. Am Samstagvormittag wird die Wohnung geputzt und eingekauft.

Der Sonntagnachmittag muss für Freunde frei gehalten werden und der  Jahresurlaub findet immer zur gleichen Zeit statt und schön wäre es schon, wenn man dabei immer das selbe Hotel bucht – wegen des Wohlfühlen wär es gewesen! Ja und wenn die U-Bahn sich um fünf Minuten verspätet, dann ist der ganze Tag sowieso im Eimer!

Vielleicht musst Du jetzt schmunzeln, aber Du verstehst sicher was ich meine. :D Es ist nun mal so, die Dinge ändern sich, genau wie wir selbst. Versuchen wir doch einfach mit den Veränderungen mitzugehen, anstatt sich ihnen zu widersetzen. Sind wir einfach flexibel, denn die gleiche Routine, die in der Vergangenheit gut für uns war, kann möglicherweise dafür sorgen, dass wir uns leer und eingesperrt fühlen!

Müssen wir im Leben wirklich immer alles unter Kontrolle haben?

Nein. Ich glaube nicht. Das ist bei keinem so! Vor Jahren dachte ich noch, ich hätte die Kontrolle über alles bis mir das Leben wieder ein verzwicktes Problem vor die Füße pfefferte. Alle meine Pläne verliefen nicht wie geplant. Irgendwann wollte ich diesen Kontrollwahn ablegen und suchte nach einem Ausweg. Ich gab ab und ließ es „laufen“. Das funktionierte nur schrittweise, aber ich hab es geschafft.

Natürlich, eine gezielte Ausrichtung ist etwas Schönes. Aber gleichzeitig müssen wir flexibel sein. Rückblickend kann ich sagen, dass die schönsten Belohnungen die mir in meinem Leben zuteil wurden, immer dann passierten, wenn ich offen für Veränderungen und flexibel war. Das war wirklich so!

So viele Dinge verändern sich. Die Natur ist das beste Beispiel dafür. Die Bäume blühen inzwischen nicht mehr jedes Jahr zur gleichen Zeit. Als ich die Tage spazieren ging, sah ich einen Strauch der eigentlich im Sommer seine Blüten zeigten sollte. Dieses Jahr hatte er keine Lust und entschied sich jetzt – im November, wach zu werden! ›lach‹

Das Leben verändert sich

Und wir gleich mit. Und um es am besten genießen zu können, ist es am einfachsten, wenn wir das akzeptieren was ist und dabei flexibel bleiben. So wie sich die Jahreszeiten verändern und wir nicht mehr darauf zählen können, dass im November der erste Schnee fällt, so ändert sich auch unser Leben. Es gibt auf der Welt keinen Erfolg, kein Ergebnis, das absolut sicher ist, bis auf den Tod und die Veränderung.

Mag für „Dich“ die Routine in manchen Bereichen sehr nützlich sein, so gilt das auch für Flexibilität. Lockern wir die Einschränkungen von Routine und Kontrolle. Auf diese Weise öffnen wir das Gute, dass wir für den natürlichen Fluss des Lebens brauchen.

Nimm Dir doch einfach mal unter der Woche einen freien Tag. Tausche Dich statt abends mal beim Frühstück mit Deinen Freunden aus! Und für alle die Kinder haben – lasst sie selbst bestimmen was sie anziehen wollen, egal wie sehr Dir deren Kreativität ins Auge springen mag! ›lach‹. All das sind Momente des Loslassens, Momente der Flexibilität.

Wie ich oben schon mal erwähnte: Flexibilität beschert uns Überraschungen und jede Menge Vergnügen. Das kann sich allerdings nur dann einstellen, wenn wir nicht so festgefahren sind! Fragen wir uns, ob wir Termine nicht einfach verschieben können, um etwas anderes oder mal gar nichts zu tun? Geh spazieren und beobachte was mit Deiner Zeit geschieht, wenn Du auf Routine, Kontrolle und feste Abläufe verzichtest. :D

Natürlich ist es ein „Wagnis“ aus der selbst auferlegten Routine einmal „auszuscheren“. Aber ich kann es Dir versichern es wird immer belohnt! Allerdings wenn Du es nicht ausprobierst, wie willst Du dann erfahren, welche Art Belohnung und Vergnügen Du versäumst? ›zwinker‹

Es ist Dein Leben … und es ist ein kurzes Leben, nehmen wir es genau. Nutze es und entdecke Deine Flexibilität NEU.
Auf ein spannendes Leben bleib` gesund.

Lesezeit: 3 Minuten

Trostlosigkeit, totale innere Leere, Sinnfindung, Angst und Frust oft auch depressive Verstimmung. Viele Menschen sind mit ihrem Leben überfordert und erkranken an sichtbaren wie unsichtbaren Krankheiten. Wenn ich Menschen die Frage stelle, was sie unter Lebensfreude verstehen, bekomme ich als Antwort nur ein ahnungsloses Schulterzucken. Lebensfreude … wo und wie erreichen wir sie?

Ich kann mich ja noch gut an die Zeit erinnern, in der ich meine Lebensfreude verloren hatte. Ich war mit meiner damaligen Lebenssituation völlig überfordert! Eine Krise nach der anderen jagte mich. Kaum hatte ich die eine bewältigt, folgte schon die nächste. Ich stellte mein ganzes Leben infrage. Ich war ausgebrannt, leer und es folgte Krankheit und Depression.

Mein innerer Frieden war Geschichte. Ich war frustriert, weil ich ständig Dinge tat und „Rollen“ erfüllte, in denen ich mich gar nicht sah und ich auch keinen Sinn darin fand.

Unser Unterbewusstsein lässt sich nicht verarschen

Das steht schon mal fest. Es gibt unzählige Möglichkeiten, die Sinnlosigkeit unseres Alltags zu betäuben, um uns kurzzeitig besser zu fühlen. Die einen stürzen sich in Arbeit, andere wieder verfallen in einen Shoppingwahn, und andere greifen zu Drogen oder Alkohol. Zu unserem SEELENFRIEDEN führen diese Wege allerdings niemals.

Ich beobachte, wie sich viele Menschen nur noch von Wochenende zu Wochenende schleppen. Der Lohn ihrer Arbeit, oft auch ein frustrierender Job,  wird als „Schmerzensgeld“ betrachtet, mit dem man sich etwas Ruhe und Erholung gönnt. Die Wellnesstempel und ihre Angebote schießen wie Pilze aus der Erde! Genauso wie Yoga Retreats und Auszeiten inmitten der Natur.

Diese Trends sagen sehr viel über unsere Gesellschaft aus. Am Wochenende wird „gegönnt“, weil schließlich sollten wir in der kurzen Zeit, die ungeliebte Lebenszeit wieder gut machen. Das war bei mir ganz viele Jahre dasselbe Spiel. Ist das nicht unendlich traurig? Über 200 Tage im Jahr kaum Spaß und Freude?

Gibt es für Dich solche Zufluchtsorte, an die Du oft denkst?

Orte an denen Du Dich gut und wohlfühlst? Wo Du Deine ausgebrannte Seele heilen kannst? Bei mir war es genauso. Ich suchte die Nähe des Wassers. Dort gelang es mir meinen inneren Seelenbrand zu löschen. Marc Aurel schreibt:

„Es gibt keinen friedlicheren und sorgenloseren Ort als Deine Seele, besonders da sie bei näherer Betrachtung ein Ort der inneren Ruhe ist, also nicht weniger als eine innere Ordnung. Diesen Rückzug solltest Du möglichst oft anstreben und Dich erholen.“

Frieden finden wir NUR in uns selbst.

Ich habe diesen Ort so oft als mir möglich besucht. Dabei bin ich auf viel Klarheit gestoßen. Mir wurde dabei bewusst, dass ich Wege gehe, die zu Zielen führen, die ich eigentlich gar nicht will! Die Nebenwege interessierten mich viel mehr! Alte Wünsche waren darin versteckt. Je öfter ich meinen Rückzugsort aufsuchte, umso leichter tat ich mir zu wissen was und wo ich hinwollte.

Nimm Dir Zeit für Dich!

Wenn Du Deine Lebensfreude vermissen solltest, mache es wie ich es getan habe. Zieh Dich zurück. Nimm Dir Zeit für Dich und schalte ab, was Dich dabei stören könnte. Komm zur Ruhe und lass Deine (alle) Gedanken kommen. Ich hatte damals so viele wilde Gedanken, dass ich mir schwertat, sie zu ordnen. Mir hat das Aufschreiben dieser Gedanken zu mehr Struktur verholfen. Deine Lebensfreude, Dein Seelenfrieden, egal wie auch immer wir es nennen wollen … wir finden es ausschließlich in der Gegenwart!

Die Vergangenheit ist passiert und die Zukunft können wir nicht voraussehen. Darüber bin ich eigentlich auch sehr froh. ›lächel‹ Die Zeit ist eine Erfindung von uns Menschen. Kein Tier lebt nach Zeitplan. Kein kleiner Mensch hat seine „Lebensplanung“ in der Hosentasche! Das Leben findet im Augenblick statt. Erleben wir unsere Daseinsfreude, sie ist nicht selbstverständlich! 

Ich habe gelernt, mein Denken und meine Gefühle zu beherrschen. Und nicht, wie es viele Jahre war, dass mein Denken und die negativen Gefühle, mich beherrscht haben! Als ich die Kontrolle über meine Gedanken gut in meinen Händen hatte, war es mir auch ein leichtes, mich auf die Gegenwart zu konzentrieren. Ich war achtsam für den Augenblick. <3

Von der Umwelt beeinflusst …

Manchmal reagieren wir unbewusst auf die Befehle anderer. Es gibt Situationen, die können wir auch nicht umgehen wie zum Beispiel im Job. Aber wir sollten abwiegen, wie weit diese Fremdbestimmung unserer Lebensfreude guttut? Ich habe mir vor vielen Jahren, sehr wichtige Fragen gestellt, die ich auch mit einem klaren JA beantworten konnte.

Könnten wir etwas daran verändern? Gibt es Möglichkeiten, um unser Innerstes zu stärken und ein Leben nach unseren Vorstellungen zu leben? Denke doch mal darüber nach …

Gerade der Herbst ist eine vergängliche Ressource. Jeder Augenblick ist anders. Nichts kommt wieder. All das ist aber kein Grund festzuhalten oder in eine Starre zu fallen! Ganz im Gegenteil, wir sollten noch mehr Lebendigkeit erlauben. <3 Sieh hin, auch wenn die Blätter, die Du heute noch an den Bäumen siehst, die nächsten Tage vertrocknet am Boden liegen werden! LEBE und spüre die Lebensfreude in Dir!

Fazit: Die Lebensfreude wiederfinden, bedeutet nicht, dass sich ständig alles großartig anfühlt! Bei Gott nicht. Die Freude am eigenen Dasein ist ein mit und im Leben Verbundensein. Tiefe Dankbarkeit, auch wenn Widrigkeiten vorhanden sind. Es ist ein mitfühlendes offenes Herz voller Energie. Ich wünsche Dir, es genauso zu spüren wie ich es jetzt darf … lebendig sein und Lebensfreude macht so viel Freude. ›lächel‹

Fühl Dich geherzt, bleibe gesund und genieße das lebendig sein! <3

Lesezeit: 2 Minuten

Die Geschichte, die ich heute für uns ausgesucht habe, ist gleichzeitig auch eine Geschichte, die gerne auf Hochzeiten vorgelesen wird. Sie soll dem Brautpaar anschaulich zeigen, wie eine gute Beziehung gelingen kann. Vielleicht kennst Du sie ja bereits? Wenn nicht – tauche ein in diese sehr berührenden Zeilen …

WAS IST EINE GUTE BEZIEHUNG?

Anna und Walter sitzen auf Ihrer Lieblingsbank unter den Eichen. „Weißt Du noch, wie damals alles begonnen hat?“, fragte die Frau verträumt.

Lächelnd nickt der alte Mann und gibt Ihr einen langen Kuss auf die Stirn. Beide erinnern sich: sie hatten sich auf dem Jahrmarkt kennengelernt und wussten sofort, dass Ihre beiden Herzen zusammengehörten.

Die Verliebten schlenderten damals über den Marktplatz und steuerten auf eine Menschenansammlung am Rande des Dorfes zu. Dort wurde ein Wettbewerb veranstaltet.  Auf einer Bank stand der Besitzer der dortigen Wiese mit zwei Eicheln in seinen Händen. Er erregte großes Aufsehen mit seinem lauten Geschrei:

„Kommt alle her und seht! Das sind Liebeseicheln! Wer traut es sich zu, ein Denkmal für die nächsten Generationen zu setzen? Auf dieser Bank sollen einmal Liebespaare sitzen und es behaglich haben. Damit hier ein lauschiges Plätzchen entstehen kann, sollen zwei mächtige Eichen den nötigen Schatten spenden.

Wer von Euch findet den richtigen Abstand, den diese Eichen brauchen, um gemeinsam wachsen und zusammen alt werden zu können? Unser Dorfgärtner ist der Schiedsrichter und ENTSCHEIDET, wer die Aufgabe am besten gelöst hat.“

Nacheinander traten etliche Pärchen vor und legten die Eicheln nach Ihren Vorstellungen auf die Erde nieder. Die Entfernung der verschiedenen Vorschläge reichten von fünfzig Zentimeter bis zu drei Metern.

Anna und Walter waren die letzten, die Ihren Tipp abgaben. Als sie jedoch die zwei Eicheln in einem Abstand von sieben Metern auf die Erde legten, wurde sie von den Zuschauern nur lauthals ausgelacht!

Der alte Gärtner hingegen nickte erfreut und grub die zwei Liebeseicheln genau dort ein, wo die beiden diese hingelegt hatten. Lächelnd sagte er:

„Mit dieser Entfernung können sich die Eicheln gut entwickeln. Jeder bleibt für sich ein eigenständiger Baum und keiner nimmt den anderen die Sonne und die Luft zum Atmen. Auch die Wurzeln behindern einander nicht. Dennoch werden die Bäume eine Gemeinschaft bilden, denn wenn der Wind über sie hinwegweht, dann können sich Ihre Äste sanft berühren.“

So begann es damals, vor über fünfzig Jahren. Händchenhaltend und in Gedanken versunken sitzen Anna und Walter unter den beiden mächtigen Eichen, deren Äste sich in luftiger Höhe begegnen und auf das Rascheln Ihrer Blätter horchen.

Ich habe diese Geschichte aus einem Buch, das mir eine sehr liebe Freundin geschenkt hat. „Geschichten, die dein Herz berühren“, von Gisela Rieger.

Meine ganz persönliche Meinung dazu: Für eine gute liebevolle Beziehung ist es unerlässlich, Distanz zu ertragen, denn nur wer sich voneinander wegbewegt, kann erneut aufeinander zugehen! Und genau dieses „Wechselspiel“ ist es, was die Liebe und Sehnsucht so spannend macht!

Ich wünsche Dir ganz viel Harmonie in Deiner Beziehung und wenn Du magst, treffen wir uns bald wieder, wenn es heißt:
#Geschichtenliebe … Gedanken zum Nachdenken <3

Lesezeit: 2 Minuten

Meistens habe ich ja kein Problem einfach darauf loszuschreiben, doch aus irgendeinem Grund fällt es mir heute schwer. Mir fehlen die Worte für DAS was ich so gerne (BE)schreiben und auch teilen möchte! Im Grunde geht es um eine Art „Lebensmotto“. Um ein … in und auf der Welt sein.

Ich fühle mich vom Leben „getragen“

Das war keinesfalls immer so! Seit ich mich aber so intensiv mit mir und dem Leben auseinandersetze, kann es gar nicht so schmerzhaft und unangenehm werden, weil mich das Leben ummantelt. Das Gefühl habe ich tatsächlich! Je älter ich werde, umso tiefer ich mir begegne, umso deutlicher spüre ich dieses „getragen“ werden. <3

Was aber nicht heißen soll, dass das Leben mir nur positive Glücksmomente schenkt und DAS für mich bereitstellt, was ich mir wünsche. :D Und es bedeutet auch nicht, dass ich nicht oft auch die Hosen gestrichen voll habe, wenn ich mich auf etwas Neues und ungewisses einlasse!

Ich spreche hier selbstverständlich nur aus meiner Sicht. Was ich damit sagen will ist, das ich auch in Momenten des „Fallens“, am Tiefpunkt einer Ausweglosigkeit … im Schmerz spüre, dass es schon so sein darf und es auch Sinn ergibt. Auch, wenn die Klarheit darüber sehr oft erst etwas später kommt.

Gerade in solchen Momenten, in denen ich keine Ahnung habe, was folgen wird, fühle ich mich mehr und mehr getragen. Ich schaffe es tatsächlich mich dem Leben hinzugeben! Ich vertraue. Irgendwo stand mal „Das Leben ist oft klüger, als wir selbst …“. Ich bin mir sehr sicher, dass das auch stimmt.

Ich habe lernen dürfen (und ich lerne immer noch): Ich muss gar nicht alles heute, jetzt und sofort wissen. Gerade in dieser Unwissenheit, in dieser Leere, werden so viele neue Impulse und Erkenntnisse frei. Die Erfahrung, die ich dabei machen durfte, ist: Ich weiß das, was gerade wirklich wichtig ist für mich. Und das ist zu diesem Zeitpunkt das Wichtigste. Alles andere ist zu dem Zeitpunkt eine Nebensache.

Verstehen können wir unser Leben nur RÜCKWÄRTS, LEBEN müssen wir es vorwärts!

Die Frage, die sich dabei stellt, ist: „Was will das Leben von mir?“
Gegenfrage: „Was will ICH vom Leben?“

Mich zieht es immer mehr dahin, mich hinzugeben und nicht permanent etwas zu wollen! Einfach still werden und abwarten. Hören … darauf achten was sich da leise in und um mich auftut. Wenn ich diese Haltung einnehme, beschenkt mich das Leben sehr oft in besonders wertvoller Weise.

GUTES LEBEN … ich DANKE DIR …

Ich habe meinen Beitrag in erster Linie auf mein Leben „gelegt“. Passend ist er allerdings auf unser aller Leben, sofern Du für diese Weitsicht offen bist. ›lächel‹.

Kennst Du dieses Gefühl, von dem ich hier versucht habe zu schreiben? Ich wünsche es Dir, … es tut gut. <3

VOM LEBEN GETRAGEN … NUR WER LOSLÄSST UND VERTRAUT, DEN TRÄGT DAS LEBEN DAHIN, WO ER WACHSEN KANN.

Eva Maria Martin
Lesezeit: 4 Minuten

Es gibt manchmal kurze und sehr einfache Gespräche, die mich lange danach noch beschäftigen und berühren. Worte, über die ich dann gerne schreibe, weil sie einfach beeindruckend sind. Ich möchte Dich heute gerne zum Strand mitnehmen … sagen wir so, auf den Weg dahin.

Es ist bereits September und ich habe in diesem Sommer, den ich wie jedes Jahr in unserer Zweitheimat Italien verbringe, viele bekannte Gesichter und Nachbarn vermisst. Die COVID-Situation hat gerade viele ältere Wohnungsbesitzer veranlasst daheim zu bleiben. Generell war es ein sehr kurzer Sommer mit sehr vielen Neuerungen und Einschränkungen. Ein Sommer, der sicher in Erinnerung bleiben wird, wenn nicht sogar die neue Normalität werden wird.

Ein freudiges Wiedersehen …

Umso mehr habe ich mich gefreut, als genau eines dieser „vermissten“ Ehepaare vor ein paar Tagen angekommen ist. Am Weg zum Strand richtete sich der kleine alte Herr, dem mit seinen 80 Jahren noch immer der „Lausbub“ aus den blauen Augen blitzt, auf. Er schlägt die Hände zusammen und begrüßt mich mit seinen Tiroler Dialekt und einem herzlich strahlenden Lächeln.

„Jo do isch jo unser Negerlein …“, sagte er grinsend.

Er nennt mich immer so, seit wir uns vor ein paar Jahren kennengelernt haben. Das Negerlein … meiner Hautfarbe im Sommer sein Dank. ›lach‹. Ich habe ihm erzählt, dass ich sehr oft an ihn und seine Frau gedacht habe und ich mir wünschte, dass es ihnen auch gut geht! Der quirlige alte Herr erinnert mich jedes Mal an einen kleinen Jungen, der nur Quatsch im Kopf hat. Er ist trotz seiner stolzen Jahre und seiner schweren Krankheit die ihm letztes Jahr offengelegt wurde, immer gut drauf. Er ist total aktiv und er erzählt mir jedes Mal, welche Berge er wieder hochgestiegen ist, sofern es seine Krankheit zulässt. <3

Zu Hause gibt es immer jede Menge Arbeit. Einen Hof, Stallungen belegt mit Turnierpferden. Menschen, die er unterrichtet und Kinder, dessen Talent er fördert. Er ist ein Mensch der mit ganz viel Kraft und Energie gesegnet ist, der ohne Arbeit wahrscheinlich gar nicht existieren könnte, dennoch keine Hektik lebt, sondern ganz viel Ruhe ausstrahlt. Genauso wie seine liebe Frau.

Es sind kluge alte Menschen, die mit der Zeit gehen. Informiert und offen für Neues. Einfach positiv auf alles was auf sie zukommt. Leider hat auch seine Frau, die er liebevoll „Herzstück“ nennt, eine seltene Immunkrankheit für die es noch immer keine hilfreiche Behandlung gibt. „Herzstück“ ist 76 und trotz ihrem Leiden eine sehr charismatische schöne Frau geblieben.

Auf meine Frage ob bei ihnen auch alles in Ordnung sei, sagte er zu mir:Kum Negalein, sitz di her do zu mir …“, was mich ein wenig verwunderte, weil das Reden eigentlich immer seine Frau übernommen hatte. ›lach‹ „Herzstück kimmt erscht, es isch ihr no zu woarm, aber i erzähl dir was …“

„Meine Frau hat keine guten Monate hinter sich und die derzeitige Situation macht es für sie und natürlich auch für mich, nicht gerade leichter. Wir dürfen uns nix einfangen, sonst sind wir ganz schnell weg vom Fenster!“ (So seine tatsächlichen Worte) :D
„Die Krankenhausaufenthalte, waren wie ein russisches Roulette für sie! Ich bin zwar einiges älter, aber irgendwie doch noch robuster.“ „Woascht wos i moan?“ Und da blinzelte auch schon wieder der „Lausbub“ aus seinem Gesicht. :D

Weiter meinte er: „Deshalb habe ich nachgedacht und meine ganze Arbeit niedergelegt. Ich hab alle Pferde verkauft und mich um gute Plätze bemüht. Der Hof ist jetzt verpachtet, sodass ich meinem Herzstück nicht zusätzliche Sorgen aufhalse, sollte mit mir plötzlich was sein.“

Ich hab im Außen wie in meinem Inneren Aufgeräumt! Meine Tasche ist ordentlich sortiert und gepackt, sollte meine Zeit da sein. „Ma woasch jo nit!“, meinte er mit einem Lächeln auf den Lippen.

„Weißt du Negerlein, ab jetzt will ich jeden Moment genießen und das gemeinsam mit meinem Herzstück! Da sind wir uns beide ganz einig. Wir hatten bis vor kurzem ein sehr arbeitsames Leben. Ein gutes und schönes Leben, aber richtig Zeit zum Genießen, war nicht da. Ich hab halt immer geglaubt, ohne mich gehts nicht!

„Sicher hat mein Herz geblutet, als ich alle Tiere hergegeben habe und die anderen Sachen losgelassen hab, aber wenn ich ehrlich bin, es ist auch leichter auf meinen alten Schultern geworden. Und meiner Frau geht es dadurch auch viel besser! Ja Herzal“ – und da meinte er tatsächlich mich,  „so ist das Leben … so alt kann man gar nicht werden um nicht bis zum Schluss, alles geradezurücken. Die Taschen aufs Minimum ordentlich einpacken, sodass man jederzeit „abholbereit“ ist …“

„Das Leben meiner Frau und mir war ausgefüllt mit schönen Dingen. Aber was hilft es, wenn man sie nicht genießen kann, weil man zu viele davon erlebt und gar nicht schätzen und genießen kann? Weißt du was ich sagen will?“

JA, ich weiß genau was er mir damit sagen will …

Was danach von meiner Seite noch kam, war nicht sehr viel. Ich war erstaunt und gleichzeitig berührt von soviel Klarheit und den Mut, das loszulassen was man eigentlich über alles liebt! Ein paar Meter weiter auf meinem Platz angekommen, dachte ich über dieses nette „Pläuschchen“ nach. Irgendwie scheint sich bei mir alles gerade zusammenzufügen.

Beispiele und Gedanken. Ein Buch geschrieben von Bronnie Ware, 5 Dinge die Sterbende am meisten bereuen, handelt genau von diesen Themen. Hier geht es zwar nicht um sterbende (Gott sei Dank), aber es ist dieselbe Thematik, die das Buch beschreibt. Lebensaufgaben loslassen. Ballast abgeben.

Ich finde es wirklich erstaunlich und mutig, was die Beiden da auf die Beine gestellt und jetzt im hohen, kranken Alter wieder abgegeben haben. Und warum? Um die, viel zu lange zurückgestellten, Wünsche endlich gemeinsam zu erleben! Es stimmt mich nachdenklich und soll uns auch in Erinnerung rufen, worauf es tatsächlich im Leben ankommt, damit wir das Leben führen, was wir auch führen möchten.

Und da ist es wieder … das Gefühl der Freude und Dankbarkeit das mich seit kurzem so oft besucht! <3

Also mein Tag ist gerettet und vielleicht konnte ich Dir mit meinem kleinen Strand-Pläuschchen auch ein warmes Bauchgefühl vermitteln. Wie Du an diesem Beispiel auch sehen kannst, es ist NIE zu spät und man ist NIE zu alt um Dinge zu verändern und um Dinge freizulassen. :-)

Eine tolle Zeit für Dich.