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Unglücklich durch den Glauben, das Leben sei einfach …

Ich spreche gerne mit Menschen, besonders mit Frauen, über Glück, Liebe und der Freiheit. Es ist interessant wie weit die Meinungen und Ansichten dazu auseinandergehen. Was ich allerdings aus diesen Gesprächen filtere ist, sehr viele Frauen suchen ihr Glück an der falschen Stelle! Um erfüllende Momente unseres Lebens erleben zu können, brauchen wir die Erkenntnis, dass es Dinge auf unserer Welt gibt, deren Änderung leider (oder Gott sei Dank) NICHT in unseren Händen liegt! Also annehmen was wir nicht ändern können …

Was uns nicht umhaut, macht uns stärker!

Dieser Satz war ein „rotes Tuch“ für mich wenn ich ihn hörte … und ich bekam ihn ziemlich oft gesagt! Weitergebracht hatte er mich zum damaligen Zeitpunkt nicht, aber ER stimmt! Der Schmerz leidvoller Erfahrungen machte mich stärker. Der Angst direkt in die Augen zu schauen, machte mich mutiger. Fehltritte und unzählige Herzschmerzen machten mich klüger …

Es ist leider tatsächlich so: wir müssen „abstürzen“ um eine andere Sicht auf die Dinge zu bekommen, um danach den richtigen Weg finden zu können! Unser Leben ist für mich, ein echtes Abenteuer in dem Stürme und viele andere Herausforderungen auf uns warten! Nicht zu kämpfen bedeutet alles hinzunehmen und das bedeutet wiederum ein „Spielball“ für andere zu sein und das kann nicht glücklich machen! Wenn wir nicht kämpfen sondern liegen bleiben, werden wir uns nicht weiter entwickeln und in unseren persönlichen Wachstum am „Stand treten“.

Es ist HEUTE nicht mehr wichtig was in der Vergangenheit passiert ist!

Genauso wenig ist es wichtig, wie wir damals gehandelt haben! Was wirklich zählt ist, welche Wahl wir heute treffen. Lebensumstände müssen wir akzeptieren, lernen wir daraus und ziehen wir weiter ohne uns ständig umzudrehen! Wer loslassen kann, hat beide Hände frei um neue Dinge im Leben anzupacken! <3 Ich verband loslassen immer mit Verlust … das stimmt aber nicht, es kann ein ungeheuer befreiendes Gefühl sein und bedeutet für mich immer einen weiteren Schritt nach vorne.

So schwer es mir vor Jahren noch gefallen ist, Dinge frei zu lassen, umso mehr Spaß macht es mir heute nach Dingen zu suchen, die ich endlich loslassen kann … die nur belastend für mich sind und waren! Dadurch vereinfache ich mein Leben erheblich. :D

Nur weil es in der Vergangenheit wichtig war, heißt es nicht, dass es heute auch noch wichtig ist …

Bestimmt kannst Du es nachvollziehen … Du hattest eine Freundschaft oder eine Beziehung, die alles für Dich bedeutete, die es heute aber nicht mehr gibt. Oder warst in einem Job tätig der Deinem Leben Sinn gab … und heute denkst Du total anders darüber. Ich hatte viele Gewohnheiten und Rituale, die mir zum Beispiel heute total veraltet und sinnlos erscheinen und keinen Menschen mehr interessieren!  Alles alte Hüte, für die keiner mehr einen Blick oder ein Ohr übrig hat.

Unser Leben geht weiter und mit dem Leben unsere Entwicklung. Ich habe an Türen, die verschlossen waren, gerüttelt bis mir meine Hände weh taten … alles aussichtslos kann ich sagen. Wenn Türen ins Schloss gefallen sind, sind sie zu. Aus. Das sollten wir akzeptieren. Wir müssen unsere Vergangenheit nicht verachten, aber wir sollten ihr nicht zu viel Beachtung schenken. Schließlich gehen wir ja auch nicht ins Kino und ziehen uns X mal einen schlechten Film an oder? 

Ich versuche mich, seit ich vor Jahren mein Leben „neu gestartet“ habe, nur noch auf das zu konzentrieren, was wirklich wichtig ist für mich. Ich achte durch meine neu gewonnene Achtsamkeit, auf Türen die mich herein bitten … und ich bleibe in Bewegung. Ich habe mich von alten Werten und Überzeugungen getrennt. Das ich meine Vergangenheit nicht ändern kann ist mir bewusst, ABER ich konnte meine Sichtweise auf sie ändern!

Menschen existieren nur für ihre Zukunft, die sie gar nicht kennen!

Viele Frauen sind unglücklich, weil sie ihr Leben auf „später“ verlegt haben. Sie existieren nur für ihre Zukunft, in der sie irgendwann mal glücklich und zufrieden leben möchten! „Dann hol ich alles nach …“ sagen sie dann. Sie verschießen ihr ganzes Pulver und ihre kostbare Zeit im Irrgarten des Lebens mit der Vorstellung über eine Zukunft, die sie nicht kennen und von der kein Mensch weiß, wie sie ausschauen wird.

Ich bin eine wirklich große Befürworterin von Visionen, Zielen und Träumen, ehrlich, aber es darf nicht auf Kosten unserer Gegenwart passieren! Wenn wir nämlich die meiste Zeit Tagträumerin spielen, verpassen wir die Gegenwart und unser Leben, das uns glücklich machen kann?! Sich nur auf die Zukunft zu fokussieren betrachte ich als nie wirklich gelebt zu haben …

Nur in der Gegenwart können wir Veränderungen vornehmen!

Es sollte uns bewusst sein, wie wir heute arbeiten und denken, so werden wir morgen leben! Veränderungen können nun mal nur im JETZT stattfinden und nicht in der Zukunft, in der wir uns sehen! Die Zukunft kommt ohnehin auf uns zu, wir können sie nicht stoppen. Genauso wenig wie wir die Vergangenheit zurückholen können … unsere Zeit ist jetzt.

Deine und meine Lebensuhr läuft bereits seit unserer Geburt. Nehmen wir an was ist, lernen wir aus JEDER Situation, auch die unglücklichen haben ihre Berechtigung und genießen wir unser Dasein … unser Leben. Und vor allem LEBEN wir unser Leben in vollen Zügen … Tag für Tag. <3

„Es gibt zwei Arten sein Leben zu leben: Entweder so, als wäre nichts ein Wunder oder so, als wäre ALLES eines.“

Albert Einstein

Ich entscheide mich für das Zweite … weil es mich automatisch glücklich macht … <3

Das waren sie wieder meine Gedankengänge die mich beschäftigen und die es wert sind mit euch geteilt zu werden. Diesmal mit ganz ganz vielen Ausrufezeichen! Weil so wichtig … :-)

Gerne darfst Du meine Gedankengänge hinaustragen … teilen und liken. Und ich freu mich natürlich,wenn ich Dich das nächste Mal wieder abholen darf und Du Dich mit mir in meinen Gedanken triffst!

Pass auf auf Dich und LEBE JETZT …

Die Sache mit dem Dauerglück …

Heute bin ich Anika und nicht Pippi … Du weißt schon – Pippi Langstrumpf und so. Heute ist mir nicht nach: „Hey alles egal, komm schon, lass uns mal …“ Heute ist kein Happy – Dauer – glücklich Tag! Und? Schlimm? Hast Du vielleicht jetzt die Lust am Weiterlesen verloren? Beschleicht Dich ein leicht unangenehmen Gefühl? … Könnte ich gut verstehen, denn Du kannst ja noch nicht wissen, was da jetzt noch so alles kommt. Unangenehme Gefühle sind nämlich schwer anzunehmen! Wenn Du Dich aber entschließt trotzdem zu bleiben, herzlich willkommen in  meinen Gedanken. :D

Bitte keine schlechten Nachrichten …
Bitte bloß keine Probleme …
Am Wohlsten würde ich mich heute fühlen, wäre ich in Watte gepackt. Einen Film zu sehen der mich ablenkt, jede Menge Süsses an meiner linken Seite, und Saures auf meiner rechten. Am besten ein Film mit Glück und Liebe und mit einem Happy End … was zum runterkommen und Gedanken ausschalten …

Ich frage mich gerade: „darf ich das überhaupt schreiben und einen Artikel daraus machen?“ ICH, die zu 90% immer positiv und gut drauf ist? ICH, die alles in Einmachgläser packt, das mit Glück verwandt ist und diese „Gläser“ hortet und gerne weiter schenkt?

Dauerglücklich geht nicht! Und deshalb erlaube ich mir auch darüber zu schreiben. Und da Du ja scheinbar geblieben bist, frage ich gleich mal dezent nach: Warum machen wir uns immer so einen Druck, obwohl wir ganz genau wissen, dass es dieses „Dauerglücklich“ nicht gibt?

  • immer schön und schick
  • immer gut drauf
  • immer unterhaltsam
  • immer lächelnd
  • IMMER glücklich eben …

Überall Glück … wohin man schaut, jedenfalls nach Außen hin – puhh! Ich weiss dass es das nicht gibt, jedenfalls kenn ich keinen einzigen Menschen der von sich behauptet, ständig auf der höchsten Stufe zu tanzen! Manchmal ist es so, dass eben gar nichts passiert. Und dann wieder, gibt es Tage da passieren Sachen, die uns regelrecht umhauen … richtig umhauen. Dinge, die uns traurig machen, die uns wehtun …

Dann möchten wir am liebsten wegrennen … irgendwohin. So wie früher als ich noch jünger war. Bei strömenden Regen saß ich dann auf einer/meiner Bank, die in einer Höhle stand, wo selten jemand saß weil es definitiv schönere Plätze gab! Das war mein Platz zum Nachdenken, weinen oder einfach nur um „beleidigt“ zu spielen. Ich war für mich nur das war mir wichtig. Ich sagte mir dann immer:

„Liebe Spassgesellschaft, ich habe heute keine gute Laune und kein Lächeln für euch, denn auch DAS ist das Leben!“ 

Danach ging es gleich viel besser :D.

Haben wir Angst, mal einfach wegzurennen? Mal zu sagen: Meine Lieben, heute möchte ich alleine auf meiner Bank sitzen und niemanden unterhalten und ich will auch nicht glücklich aussehen müssen! Ganz einfach, weil ich heute nicht glücklich bin! Ende der Geschichte.

Der Wunsch und das Streben nach dem „Dauerglück“ begleitet mich und sicher viele andere ebenso – ständig! Manchmal ist mir das auch gar nicht bewusst. Aber wenn ich mir die Motive überlege, nach denen ich handle, dreht sich genau genommen alles darum, das bestehende Glück zu erhalten oder wenn geht, noch mehr zu maximieren. Ist ja auch nichts Schlechtes, im Gegenteil. ABER es stresst manchmal ganz schön! Und dann bin ich „Anika“ und nicht „Pippi“.

Dauerglück gibt es nicht … für niemanden! ICH, DU, WIR … müssen keine #dauerglücksmenschen sein, deshalb sind wir keine schlechteren Menschen! Ich glaube sogar es ist eine Erleichterung, sich zu erlauben nicht immer und überall diesen „Glücksausdruck“ zu zeigen! Mal nicht Pippi Langstrumpf sein zu müssen. Dahinter steckt nämlich die Erkenntnis, dass das Glück erst dann beginnt, wenn wir uns diesem Druck nicht mehr aussetzen.

Und wie ich wiedermal feststellen darf, schaut meine Welt, 700 Wörter später, am Ende meiner Gedankengänge, bereits wieder anders aus. Selbst – therapiert wieder mal. :D Super – und morgen werde ich wieder „Pippi“ sein. Bis dahin aber, möchte ich bitte alleine auf meiner Bank sitzen bleiben. >zwinker<

Danke, dass DU geblieben bist. Vielleicht kannst Du mich sogar verstehen … und ich hoffe wir treffen uns bald wieder in meinen Gedankengängen!

Machs gut und pass auf auf Dich …

Unsere Lebensqualität ist fest mit unserer Gesundheit verbunden. So ist es unsagbar wichtig auf unsere Gesundheit zu achten. Dabei geht es um mehr als „nichts“, sprich keine Krankheiten, zu haben.  Viele Menschen bemerken erst wenn sie keine Kraft und Lebensenergie haben, das ihre Gesundheit verloren gegangen ist. Dann gibt es, wie aus dem Nichts, einen Seitenhieb, der uns zwingt den Fokus auf unsere Gesundheit zu richten. Dann ist „Schadensbegrenzung“ angesagt. 

Bevor Du Dir jetzt vielleicht denkst, dass Dich gleich Unmengen an Gesundheits-Tipps erwarten werden, Du kannst Dich entspannen, das wird nicht passieren. Es ist aber so, dass mich das Thema Gesundheit jeden Tag besucht. Gesundheit wird erst recht zum Thema, wenn wir uns in der zweiten Lebenshälfte befinden. Wir haben leider nur einen Körper und keine Ersatzteile auf Lager (was ich mir aber so sehr wünschen würde). Teile, die wir einfach ein und austauschen können, wenn etwas bricht, abgenützt oder sich vielleicht weigert eine notwendige Rolle in unserem Körper, weiter zu spielen. Deshalb ist es umso wichtiger sich liebevoll um unseren Körper zu kümmern!

Viele von uns sind damit überfordert

Ich muss auch ehrlich zugeben, die vielen Ratschläge was das Beste für unseren Körper ist, sind so verwirrend und oft auch widersprüchlich, so sind wir damit einfach überfordert. Das Ergebnis is wir kümmern uns gar nicht um uns selbst, lassen es so laufen weil jede Anstrengung einfach nur schwierig ist. Ich frage mich selbst immer wieder: Was ist für meinen Körper das Beste? Wie oder bei was fühle ich mich gut und wohl? Das nennt man Fürsorge … ein sehr wichtiges Tun, das leider zu oft in Vergessenheit gerät.

„Sei genauso gut zu Dir wie zu Deinem Lieblingsmenschen. Schließlich bist Du der einzige Mensch ohne den Du wirklich nicht leben kannst.“

Wenn Du Dir diese Fragen stellst, kommt es natürlich darauf an wie Du Dich gerade fühlst. Und genau aus diesen Gefühlen werden sich Deine Handlungen ableiten die Du in Deiner momentanen Verfassung tun kannst. Es wird also so sein, dass Deine Fragen: „Was ist gerade das Beste für mich, oder was möchte und kann ich tun damit es mir besser geht?“ in verschiedenen Momenten auch unterschiedliche Antworten liefern .

Bei mir ist es sehr oft so, dass ich wenn ich mich top fit fühle, an einem Energieüberschuss „leide“. Das bedeutet ich muss mich betätigen, mein Umfeld würde sonst darunter leiden. Auf der anderen Seite weiß ich aber auch, ich sollte diese „Top-Phasen“ auch dazu nutzen nicht zu übertreiben … das mache ich aber nie! Ich vergleiche es mit Essen: Manche Dinge sollten wir meiden weil sie uns nicht bekommen. Nur sie schmecken uns eben viel zu gut und nehmen dann das unangenehme Gefühl danach in Kauf.

So in etwa geht es vielen Menschen bei vielen Dingen. In Wahrheit wissen wir alle was uns gut tut und was wir besser sein lassen sollten, wir tun es nur nicht.

Wir behandeln unseren Körper nicht immer perfekt

Wir sind nicht in der Lage, zu jeder Zeit immer das Richtige zu tun. Wir sind nun mal nicht vollkommen und lassen uns viel mehr von unseren Gefühlen leiten als von unserem Verstand. Das ist nun mal so. Perfektion hat mit Lebensqualität nichts zu tun ist meine Meinung. Wenn wir uns allerdings zu oft von falschen Dingen verleiten lassen, müssen wir natürlich mit Konsequenzen rechnen. DAS schließe ich aber jetzt mal einfach aus. Denn schlechte Gewohnheiten sind sehr schwer wieder abzulegen. :D

Ruhe und ein gesunder Schlaf sind wichtige Faktoren für unseren Körper, denn diese können eine ganze Menge an Mängeln kompensieren. Das die notwendige Energie, die wir tagsüber brauchen, darauf ankommt welche Nahrung wir zu uns nehmen ist ja nichts neues. Und das wir uns so viel als möglich bewegen sollten auch nicht. Letztlich ist es so, dass wir nur diesen einen unseren Körper haben, um den wir uns gut kümmern müssen! Auch wenn wir nicht immer das Richtige tun, sollten wir darauf achten (an den meisten Tagen) unseren Körper zu behüten und zu erhalten mit besten Wissen und Gewissen, denn krank im Bett, lässt sich unsere Welt schlecht erkunden. Wir können nicht effektiv sein und verspüren dadurch auch keine Lebensenergie … unsere Lebensqualität ist eingeschränkt.

Unsere Gesundheit bestimmt unser Leben

Sie bestimmt ob wir uns leistungsstark und begeisterungsfähig sind. Auch darüber wie wir auf andere wirken. Anziehend oder eher abstoßend … also unser Charisma hängt ebenfalls davon ab wie „gesund“ wir sind. Dazu möchte muss ich auch noch sagen, ich habe viele Menschen bzw. Frauen kennengelernt die einen zu schwer bepackten Rucksack an Krankheit mittragen müssen oder mussten … ihre Aura und ihr Charisma haben sie jedoch dabei NIE verloren, ganz im Gegenteil! Es bedarf auch einer besonderen Sichtweise die Dinge zu sehen anzunehmen und damit zu leben.

Ich habe erst letzte Woche einen kurzen Post veröffentlicht, der beschreibt das wir trotz Bemühungen und einem gesunden Lebensstil den Tatsachen ins Auge blicken müssen, das nicht alles in und ans zu „reparieren“ ist. Wichtig dabei ist nur NIEMALS aufzugeben! <3

Jeder Körper und jeder Mensch ist anders

Das ist mir bewusst, wir sind alle einzigartig und demzufolge ist nicht zwangsläufig für alle das Gleiche gut. Doch eines betrifft uns alle, wir müssen auf die eigenen Instinkte zu hören – auf die Intuition! Viele Frauen haben verlernt auf die eigenen Körpersignale zu zu hören, sie bewusst wahrzunehmen. Mir ist es in diesem Artikel so wichtig darauf hinzuweisen, eine ausgeglichene und „kluge“ Lebensweise anzustreben. Denn nur so bleibt uns eine gute Lebensqualität lange erhalten. Es geht nicht darum auf alles zu verzichten – es geht wie immer um das richtige Maß aller Dinge!

Das Leben soll uns Freude und Spaß bringen. Wir alle wollen genießen. Die Lebensfreude inhalieren und Lebensenergie empfinden oder?  Wir möchten keine Abstriche machen, unser Leben mit Einschränkungen und Beschränkungen führen und selbst wenn es aus körperlicher Sicht nicht immer so geht wie wir es gerne hätten … es darf kein Grund sein, uns vom Leben fern zu halten.

Eine gute Lebensqualität wird nicht über Nacht erreicht. (Falls Du sie noch nicht hast) Es braucht Zeit und langfristige Strategien um so zu leben wie man leben möchte. Damit meine ich unsere Zufriedenheit und dem Erkennen was für uns gut ist und wie wir mit den Einschränkungen in unserem Leben umgehen können. Löse langfristige Ziele niemals mit kurzfristigem „Flickzeug“. Betreibe keinen Raubbau an Deiner Gesundheit denn damit wird Deine Leistungsfähigkeit die zu Deiner Lebensqualität benötigst, beeinträchtigt!

Deine Lebensqualität wächst, mit der Bereitschaft zur Dankbarkeit.

Es war mir ein Bedürfnis und eine große Freude heute für Dich diesen Beitrag zu schreiben, und vielleicht konnte ich Dich auf manches aufmerksam machen, was Du wahrscheinlich weißt aber nur vergessen hast! Pass auf auf Dich und sei gut zu Dir. Bis bald.

Das Alter und die Veränderung gehört nun mal wie der Deckel zum Topf. Mit zunehmenden Alter werden wir etwas ruhiger, wir setzen unsere Energie nicht mehr für sinnlose Dramen und aussichtsloses Chaos ein. Das Leben macht uns demütiger und es wird uns klar, wieviel Zeit wir mit unsinnigen Dingen verbracht haben. Wir lassen uns nicht mehr von den kleinen Ärgernissen des Tages leiten. Wir konzentrieren uns auch nicht mehr auf die Dinge, die nicht zu unserer Lebensphilosophie passen. Unbedeutender „Kleinkram“ wird nicht mehr in endlos langen Gesprächen zerlegt und mit hochrotem Kopf dramatisiert, bis wir beinahe den Verstand verloren haben und wir danach feststellen müssen: unser Leben fühlt sich unvollendet, unvollkommen und anstrengend an.

Wir erkennen die wichtigen und unwichtigen Dinge im Leben

Ich kann gar nicht genau sagen wann diese Einsicht bei mir begonnen hat. So lange ist es allerdings noch gar nicht aus. Es stellt sich auch von ganz alleine ein. Als Zwanzigjährige waren Menschen ab 50 für mich alt. Ich glaube sogar sie taten mir leid, weil ich mir vorstellte, dass das Leben ab 50 sicher sehr langweilig sein musste. :-) Gott sei Dank weiß ich heute welch völliger Blödsinn das war!

Was sich so alles im Laufe der Jahre verändert hat oder vielleicht sollte ich sagen, verändern durfte, darüber habe ich nachgedacht und mir dabei selber über die Schultern geschaut … ich kann nur sagen ein tolles Gefühl ist das schon zu wissen, wie leger der Umgang mit vielen Dingen und Situationen geworden ist. Den Fokus auf das Leben gerichtet. :-) Was das so alles ist, habe ich in ein paar Punkten zusammen geschrieben und wenn Du auch der Meinung bist, dass Dein Leben sich gerade entschleunigt wie so gern gesagt wird, dann darfst Du gerne Deine Erfahrungen anschließen!

  • Kontrolle spielt keine so wichtige Rolle mehr. Je älter wir werden, desto mehr wissen wir, wie wenig wir eigentlich kontrollieren können. UND es wird uns klar und gibt keinen Grund, sich mit Sachen auseinander zu setzen, die wir nicht in der Hand haben. Wir haben gelernt in die Reise unseres Lebens zu vertrauen, auch dann wenn wir es nicht immer verstehen können wo die Reise hingehen soll. So oft waren es Dinge, die ich niemals angesteuert habe, die ich nicht einmal wollte … aber es waren die, die ich in meinem Leben brauchte.
  • Erfahrungen machen uns klug! Endlich begreifen wir, dass wir nicht mehr alles ausprobieren müssen, sondern das es im Gegenteil Sinn macht, erst über die Dinge nachzudenken bevor wir Gas geben. Es gibt weniger zu „tun“aber mehr zu „denken“. Vorausgesetzt wir fangen nicht nochmal sehr spät zum Windelwechseln und Babybrei machen an. :-)
  • Wir lassen uns nichts mehr gefallen. Wenn wir jünger sind und Du keine Ahnung davon hast, wie alles läuft, nehmen wir gerne mal alles mal so hin. Viel später kommen wir dann darauf wir hätten uns wehren sollen! Das Gefühl jemand anderen freiwillig die „Vorfahrt“ zu geben, ist ein gutes Gefühl.
  • In der Ruhe liegt die Antwort. Also wenn ein „Mansplainer“ wieder mal zu einem Monolog ansetzt, können wir ihm sagen: „Sei einfach leise … ich bin nicht blöd …“ oder wenn wir seine Gefühle nicht verletzen möchten, können wir nickend zuhören … freundlich lächeln und uns anschließend sehr sozial fühlen, weil wir einem männliches Ego gerade den Bauch gepinselt haben und er sich danach entspannen konnte! (Undenkbar vor 20 Jahren)
  • Scham? Was ist das? Früher mussten wir uns wegen allem Schämen. Es wurde uns so gelernt. Sämtliche Glaubenssätze haben unserem Leben sehr oft den Spaß verdorben. Das tut man nicht … das sollen wir nicht und über das redet man nicht, usw. Ich finde es heute großartig für jede Macke sofort Gleichgesinnte zu finden, darüber auch unter nicht vorgehaltener Hand zu reden und auch darüber zu lachen. :-)
  • Man sagt ja, eine Frau vereint Jugend mit Erfahrung. Damit schaffen wir es sicher durch die Welt zu gehen und wir wissen wie wir aus der Zeit ein erfülltes Leben machen können! Ich habe erst jetzt begonnen, kräftige Schritte zu gehen und mich in meiner Mitte einzupendeln. <3 Ich trage so einige Erfahrungen auf meinen Rücken und verfüge über die Kraft, meinen Wünschen nachzugehen.
  • Wir dürfen erkennen und lernen und lernen … Wir beginnen unsere Niederlagen, die kleinen und größeren Fehltritte, zu akzeptieren und mit erhobenem Haupt und weit offenen Augen durchs Leben zu gehen. Wir wissen heute, dass Küsse keine Verträge sind und Geschenke keine Versprechen. Und das Schönste an allem – wir wissen das wir viel aushalten können … das wir wirklich stark sind und das wir etwas sehr Wertvolles sind! 

All das sind für mich Veränderungen, die das Leben in vielerlei Hinsicht leichter machen, wenn wir älter sind (werden).

Sharon Stone hat mit 49 mal gesagt:
„Die Frauen meiner Generation sind die Besten. So einfach ist das. Sie sind heute in ihren Vierzigern, sind schön, sehr schön, aber auch gefasst. Verständnisvoll, bodenständig und vor allem teuflisch verführerisch … Und das, trotz leidiger Cellulite an den Oberschenkeln … das macht sie zu Menschen, dass macht sie echt. Zauberhaft echt…“.

Und ICH sage:
Natürlich hat sie recht. :-) Es besteht auf jeden Fall kein Zweifel, dass der Lebensabschnitt zwischen 40 und 50 Jahren ein ganz Besonderer ist. Es wird uns bewusst wie vergänglich doch das Leben ist! Was wichtig und was unwichtig ist … was schwer bleibt und was leichter wird … und das alles nur in unserem Bewusstsein liegt. Chancen zu nutzen, über uns hinauszuwachsen und uns von alten Wunden zu befreien und mit Sicherheit die Antworten zu erhalten, die wir in der ersten Lebenshälfte nicht gefunden haben …

Älter werden ist wie auf einen Berg steigen. Je höher wir kommen, umso mehr Kräfte haben wir verbraucht, aber umso weiter sehen wir. Unterm Strich – es ist alles gesagt und klingt einfach nur spannend.

Eine wunderbare Zeit, alles Gute zu Deinem Geburtstag (solltest Du ihn gerade haben und über den Du Dich freuen solltest, weil Du wieder ein Jahr dazugewonnen hast) und viele Berge, an denen Du hochklettern kannst um den Weitblick zu genießen. :-) Bis ganz bald …

Wie ich die wurde, die ich heute bin

Gedankengänge sind eine Lieblingskategorie von mir. Ich schreibe viel zu wenige! Der Grund ist, ich habe manchmal etwas Bedenken ob mein „Gedankenwirrwar“ auch richtig ankommt und verstanden wird. Dieses Mal ist es einfacher für mich. Ich weiß das viele Frauen einen ähnlichen Weg gegangen sind … ein Weg, der sich mit den Jahren verändert. Gedanken über „böse“ und „nett“.

Ich habe in meinem Leben immer versucht, Menschen zu verstehen. Warum sie so sind wie sie sind. Und die meisten Gedanken habe ich mir darüber gemacht, wie ich mit ihnen umgehen muss, wenn ich mit ihren Umgangsformen nicht klar komme! Schließlich wollte ich das jeder mich nett fand. So sein wie andere Menschen mich am meisten mögen würden … das war meine Passion. Ich glaube von mir sagen zu können, dass ich ein Mensch war (bin), der an sich nett ist. Ich wollte niemals jemandem schaden. Ich war loyal und fürsorglich. Diese Optionen gefielen mir einfach immer besser als alles andere. :-)

Dabei rutschte ich immer tiefer in die Bedürfnisse der anderen Menschen in meinem Umfeld, ich war beschäftigt anderen zu geben was sie von mir erwarteten. Am Ende hatte ich große Mühe, ihre Erwartungen von meinen zu trennen. Ich merkte schließlich, dass das „nett und gut“ sich nicht mit meinem „gut sein“ deckte! Es verletzte mich sogar sehr oft.

Als ich dann vor einigen Jahren nur noch mit mir selbst beschäftigt sein konnte, um meine psychischen Herausforderungen zu bewältigen, wurde mir eines klar: Gemocht werden, nett sein um jeden Preis, gefallen und für alle Menschen den „kostenlosen Supermarkt“ zu spielen, ist nichts erstrebenswertes und macht krank! 

Mir wurde etwas Neues beigebracht

Mein Psychologe legte in den Therapien großen Wert darauf mir etwas Neues beizubringen … nämlich ein besonderes Augenmerk auf  MEINE! Erwartungen und Bedürfnisse zu legen, und die hatten null mit denen der anderen zu tun! Diese Lektion sitzt mir heute noch in den Gelenken. Mir wurde beigebracht, wie ich meine „bösen“ Anteile einsetzen konnte. Die waren nur leider nicht sehr sonderlich ver – und erträglich mit meinem Ziel: Gemocht zu werden! 

Es ist so einfach und auch schön, wenn man gemocht wird. Es schenkt eine gewisse Sicherheit (was natürlich völliger Blödsinn ist), ich fühlte mich in dieser „so lieb bin Rolle“ einfach kuschelig gut. Nur … ich musste mich von diesem SEIN wollen losreißen um wieder gesund zu werden. Gut ging es mir anfangs damit nicht! Meine Angstzustände wurden mehr und ich hatte Panik, dass mich meine Durchsetzungsmanöver unbeliebt machen würden.

Diese Seite mochte ich nicht an mir. Ich bemerkte das sie mich fordernder machte, egoistischer, unsensibler und meine Ablehnung anderen Menschen gegenüber wurde richtig gr0ß! Aber nicht nur das: ich wusste wie verletzend diese Eigenschaften sein konnten, schließlich hatte ich sie reichlich abbekommen. „Jeder Mensch mag gute Mädchen …“, so   in etwa habe ich es als Kind gelernt und sehr lange habe ich danach gelebt.

Ich war ein Mensch, der da war, wenn ein anderer Unterhaltung brauchte, ich war da um Tränen wegzuwischen, wenn jemand Aufmerksamkeit brauchte, war ich da um seine Eitelkeit zu streicheln. Von einigen erntete ich wertvolle Liebe in Form von Dank retour. Von vielen bekam ich nichts … besonders, wenn ich dieses Verhalten nicht nach ihrer Laune aufrecht erhielt … dafür bekam ich Ausgrenzung und böse Meldungen.

Und irgendwann war es mir klar: ich bin ganz anders und es ist an der Zeit, dass andere das merken!

Seelenruhe bedeutet mir sehr viel!

Ich habe Harmonie schon immer geschätzt, vielleicht gerade deshalb weil ich nicht wirklich in Harmonie aufgewachsen bin. Ständige Auseinandersetzungen und „Kämpfe“ tun mir weh … immer noch. Sie verbrauchen mir zu viel Energie. Allerdings bin ich heute froh darüber, zu wissen wie es geht, sich zu verteidigen. Heute nutze ich meine „böse“ Seite für die Menschen, die meinen mir vor die Füße kotzen zu müssen und mir ihr Messer in die Seite rammen zu können. Es hat lange gedauert bis ich begriffen und gelernt habe, auch fordern und wollen zu dürfen! Mir meine Wünsche erfüllen darf, ganz gleich was andere dazu für eine Meinung haben.

Ja und noch etwas: Auch ich darf mich mal mit ruhigem Gewissen mal so richtig (?) daneben benehmen, Fehler machen und total unvernünftig sein. Ich bin keine wandelnde „Anpassungsfrau“ mehr, keine „Leistungstochter“ mehr. Ich erfülle nicht mehr alle Bedingungen, die mein Partner, an eine Beziehung stellt. Ich bin kein Selbstbedienungsladen mehr wo alles zur „freien Entnahme“ in den Regalen liegt.

Veränderung bringen nun mal Veränderungen

Ich habe in meiner Lern und Umwandlungsphase wertvolle Lektionen für mein Leben gelernt. Es hat mir viele wertvolle Personen näher gebracht, von denen ich richtig profitieren durfte. Ich durfte in großen Unternehmen wachsen und viele interessante Bereiche erkunden … ABER … ICH so wie ich wirklich BIN, passte nicht mehr dorthin. Ich war nie genug, auch mir selbst nicht. Ich verabschiedete mich von meinem kleinen Mädchen Namens „ich muss.“ 

Auch die Freundschaften veränderten sich dadurch, da ich aufhörte so manche Lücke zu füllen. Anpassung war gestern … heute zählen andere Dinge. Und über diese Erfahrungen bin ich heute sehr dankbar. Ich habe niemals um Feedback meiner selbst gebeten, davor hatte ich auch viel zu viel Angst! Aber ich lernte und erfuhr in dieser Zeit, dass mich viele Menschen „gut“, ja sogar besser fanden als in den – JA, ich bin für euch alle da Zeiten :-). Eine in die Jahre gekommene  kleine Teufelin, die sich zur Wehr setzte und ihrer Wut Ausdruck verleihen konnte … 

Alles hat seinen Preis

Das kleine Problem am immer nur „lieb und nett sein“ ist, Du kämpft um etwas, was Du  nur bekommt wenn Du etwas bist oder eben nicht bist. Ein Zettel, vollgeschrieben mit Bedingungen die einem in die Hand gedrückt werden. Wie ein Einkaufszettel voller Zutaten aus dem Leben. Bringst Du diese Zutaten nicht mit, kann die Lieblingsspeise der Anderen nicht gekocht werden. Es schmeckt ihnen nicht wenn einige Zutaten fehlen. Ich hoffe Du verstehst mich was ich damit sagen will!?

Verstößt man gegen diese Bedingungen … wird der Einkaufszettel nicht 1:1 mitgebracht, werden Verträge, Freundschaften, Beziehungen usw. aufgelöst oder sie schleichen sich langsam aus Deinem Leben. Für mich gab es nur zwei Möglichkeiten. Entweder ne liebe die alles tut was verlangt wird und automatisch wieder in eine Abhängigkeit zurückfällt … oder mich daran erinnern, dass Bedingungen sich verändern, erweitern und auch verringern können!

Es gibt kein Versprechen das nicht heute noch geändert werden oder gelöst werden kann. Ich darf auch meine Bedingungen vorlegen ohne das jemand unterschreiben muss. Der der bleiben will, wird bleiben .Heute erlaube ich es mir, vieles auszusprechen und hinauszutragen, wenn ich es für angemessen und wichtig finde, und das auf einfachsten und kürzesten Weg … nicht immer „lieb und nett“, dafür immer ehrlich. 

#Schlussgedanke

Authentisch zu sein und zu leben ist nicht immer einfach. Das Leben verlangt sehr viel von Dir, mir uns allen. Wir alle brauchen eine Vielfalt in unserem SEIN. ICH auf jeden Fall :-). Und niemand kann es jedem recht machen . Was allerdings nicht schön ist, ist es sich selbst zu verlieren und das nur, weil Du immer korrekt, lieb und nett bist. Es wird immer Verluste auf beiden Seiten geben wie Du siehst, aber ich wünsche mir auch für Dich, dass Du Dich FÜR DICH und gegen andere Menschen entscheiden wirst, die Dir eine Liste mit Bedingungen in die Hand drücken!

Diesmal sehr lange #Gedankengänge von mir, aber mich kürzer zu fassen, fällt mir zwangsläufig immer schwerer :D! Schön das Du bei mir warst und wenn Du der Meinung bist – der Beitrag ist „teilenswert“ … dann nur zu, ich freue mich darüber :-).

Bis bald in meinen nächsten #Gedanken XO Sandra

 

ATEMPAUSE … Zeit für die Zeit zwischendurch. Eine aufrichtige Umarmung ist eine liebevolle Geste, die dem anderen sagen soll „Ich mag Dich so wie Du bist.“ Sie ist nicht zu verwechseln mit Umklammerung und dem Nicht-Loslassen-wollen, dessen was wir gern haben und lieben. Ich habe eine sehr schöne Geschichte gefunden, die mich auch sehr an meine Kindheit erinnert … von Gisela Baltes

DAS LEBEN UMARMEN

Nie habe ich eine lebenslustigere Frau kennen gelernt als meine Großmutter. Sie war spontan, temperamentvoll und immer gut drauf. Mein Großvater dagegen war ernsthaft und grübelte viel. Das Leben schien ihm oft eine Last zu sein. „Du musst das Leben umarmen!“ sagte ihm meine Großmutter dann. Aber mein Großvater zuckte darauf nur hilflos die Schultern.

Wie oft habe ich diesen Satz meiner Großmutter gehört. Was das bedeuten sollte, war mir völlig klar. Über dem Sofa meiner Oma hing nämlich seit eh und je ein Foto. Es zeigte Opa und Oma in herzlicher Umarmung. Für mich war es selbstverständlich, dass es so aussah, wenn man das Leben umarmte. Hin und wieder versuchte ich das mit meinem kleinen Bruder nachzumachen, was der aber gar nicht mochte.

Eines Tages als Oma wieder mal ihr Lebensmotto zum Besten gab, wollte ich mit meinem Wissen punkten und sagte: „Stimmt Oma, das Leben umarmen, dass ist so wie auf dem Bild da.“ Sie lachte und sagte „Ja, manchmal ist es so, aber nicht immer.“ Sie zog mich auf ihren Schoß und machte aus ihren Armen ein Nest, wie das niemand besser konnte. „Warum nehm ich dich wohl in den Arm, Herzchen?“ fragte sie. „Weil du mich lieb hast.“ „Genau!“ sagte die sie „und das Leben umarmen, heißt das Leben lieb haben.“

Da kamen mir die vergeblichen Versuche mit meinem Bruder in den Sinn: „Aber Benno mag das gar nicht, wenn ich ihn umarme.“ Oma lachte „Ja wenn er das nicht mag, dann musst du ihn auch wieder loslassen. Umarmen heißt nicht festhalten. Das wird dir im Leben immer wieder passieren, dass du wieder loslassen musst was du umarmst.“ „Warum, weil ich das nicht mehr lieb habe?“ „Nein, lieb hast du es trotzdem weiter. Ich habe dich doch auch lieb, wenn du nicht auf meinem Schoß sitzen sondern spielen möchtest. Ich hab dich immer lieb, egal was ist.“

„Auch wenn du manchmal Sachen machst, die mich etwas traurig machen. Und genauso kann man das Leben lieb haben, auch wenn einem da manchmal traurige Dinge passieren.“ Was sie mir damit sagen wollte, verstand ich erst einige Jahre später richtig, als bei meinem Großvater die Parkinsonsche Krankheit festgestellt wurde. Sein Zustand verschlechterte sich in immer neuen Schüben. Über Jahre hinweg versorgte ihn meine Großmutter mit der ihr eigenen Vitalität, ohne je zu klagen. So wie sie früher fröhlich genossen hatte, „umarmte“ sie nun auch diese schweren Zeiten.

Als Großvater schließlich starb, sah ich sie zum Ersten und Einzigen mal weinen. Etwas unbeholfen umarmte ich sie und versuchte zu trösten. „Ich hab dich lieb Oma. Und auch der Opa hat dich lieb. Aber ich glaube, der Opa wollte trotzdem nicht mehr leben.“ Oma sagte „Ja Herzchen, ich weiß, ich muss ihn loslassen.“ Und dann, nach einer Weile fuhr sie fort „Und ICH werde auch weiter das Leben LIEB haben, auch wenn es mich traurig macht. Aber in den letzten Jahren habe ich gelernt, wie schwer es ist, in traurigen Zeiten das Leben zu umarmen. Oft hatte ich einfach nicht mehr die Kraft dazu und hab losgelassen und gedacht, dass nun alles aus ist. Doch dann habe ich gemerkt, dass das Leben MICH umarmt und mir Menschen geschickt hat, die mir wieder Kraft gegeben haben … so wie du jetzt gerade.“

Ja, es sind nur Geschichten, aber sie sind keineswegs aus der Luft gegriffen! Das Leben zu umarmen heißt, lebendig zu sein … es selbst zu gestalten, bewusst zu leben! Das Leben umarmen heißt auch, es mit offenen Armen zu empfangen, JA zu sagen, so wie es uns begegnet.

Eine schöne Restwoche, pass auf auf Dich … fühl Dich umarmt.

Man ist Feuer und Granate für den einen Menschen, den man gerade erst kennengelernt hat. Gleich in die lockere Beziehung hineinhülpen und die magischen, überwältigenden Gefühle der anfänglichen Magie in vollen Zügen genießen wollen. Ständiger Kontakt auf allen Ebenen, am besten rund um die Uhr. Die angenehme Nähe des anderen spüren, der tolle Sex, das Gefühl einer ganz besonderen Verbindung und die tiefgründigen Gespräche die man gemeinsam erlebt … bis der Alltag kommt und Du feststellst, Verbindung und Verbundenheit beinhaltet das Wort BUND und erinnerst Dich an Gefangenensein und Pflicht statt an Geborgenheit, Vertrauen, Freude und Miteinander. Und das macht Dir Angst. Ein Beitrag der mir wichtig scheint … über die Liebe, das schönste und gleichzeitig „schlimmste“ Gefühl aller Zeiten.

Angst vor Gefühlen kann eine Beziehung verhindern

Heute haben mehr Menschen denn je Probleme ihre wahren Gefühle zuzulassen. Es sind sowohl Männer als auch Frauen, die sich dann gerne als beziehungsunfähig bezeichnen. Sie leiden an Bindungsangst. Ich darf mich in diesem Beitrag „ausleben“, weil ich selbst eine von ihnen war. Ich war vorerst passiv ängstlich, akzeptierte meine Ängste danach und heilte sie therapeutisch und mit jeder Menge Selbsthilfe über mehrere jähre hinweg. Da ich genauso gut die passive Seite kenne, sind mir die Schmerzen, die passiv-ängstliche Frauen und auch Männer, erleiden durchaus bekannt. Mit passiv-ängstlich meine ich, sich dieser „Angst“ nicht bewusst zu sein.

Sehr oft kam mir der Satz über meine Lippen: „Ich hab´ Panik … vor Dir (Mann), vor der Liebe (zu dem Zeitpunkt hatte ich den Glauben an die Liebe verloren) und ich habe Angst vor Beziehungen. Und so war es, dass ich genauso schnell wieder weg war, als ich gekommen bin. Ich machte mich einfach aus dem Staub. Ich war nicht mehr verfügbar. Ich erschien zu keiner Verabredung, und ich antwortete auf keine Nachrichten … aus Angst und aus Schutz, wie ein Geist. Für die „Verlassenen“ blieb jedes mal das Gefühl, sich falsch verhalten zu haben, nicht gut oder zu viel gewesen zu sein. Zu wenig liebenswürdig oder attraktiv genug. Dabei traf sie keine Schuld. Ich war einfach emotional nicht verfügbar und hatte Riesenangst.

Gebundenheit statt Freude …

Dieses plötzliche „Miteinander“ macht vielen Frauen/Männer Angst. Alte Ängste, aus alten Beziehungen, werden plötzlich wieder wach gerüttelt. Frühere negative Erfahrungen und Verletzungen kommen wieder hoch und es fühlt sich an, als wäre es gestern gewesen. Aus dem Miteinander wird die ewig alte Wunde, die daran erinnert, dass sie noch nicht heil ist oder verarbeitet wurde, noch immer weh tut! Um diesen Schmerz, oder der daraus entstehen könnte, zu vermeiden, unterbrechen solche Menschen dieses Miteinander schnell wieder und vergessen die Möglichkeit dass es auch besser, positiv, laufen könnte als in der Vergangenheit.

So wird aus der Nähe und den anfänglichen innigen und schönen Momenten plötzlich eine Distanz. Sogar Panik. Wie ein Orkan der sich plötzlich in Luft auflöst. So geht es einem Menschen, dem Beziehung und zu viel Gefühl und Liebe Angst machen. 

Die Bereitschaft daran zu arbeiten muss da sein

Definitiv kontraproduktiv ist dem beziehungsängstlichen Menschen zu drängen, zu zwingen oder zu überrennen … Auflagen zu erstellen in Form von „Liebe mich so, wie ich es brauche“. Diese Manipulationen sind eine Garantie für Unfrieden und baldigste Trennung! Zeit ist das Zauberwort hierfür. Zeit und Geduld und die Bereitschaft, daran zu arbeiten um eine Besserung zu erzielen. Eine ehrliche willige Absicht an sich und seiner Angst zu arbeiten, vor allem gemeinsam, muss dahinter stehen!

Wenn es dennoch zu einer Trennung aus Angst vor Beziehung und Liebe kommt, ist Rückzug das einzig Richtige das der verlassene Partner machen kann. Aufdringliches Hinterherlaufen, und das hoffen auf „alles wird gut“, trifft den Beziehungskranken direkt in die Magengegend wie ein harter Schlag in die offene alte Wunde. Es gibt leider keine einfache Art, eine beziehungsängstliche Frau/Mann dazu zu bekommen, einen zu lieben und sich auf eine bereitwillige und vertrauensvolle Liebesbeziehung einzulassen. DAS ist die alleinige Aufgabe der betroffenen Person.

Ist jedoch diese Bereitschaft gegeben, stehen alle Türen auf grün.

Erfahrungswert und Beobachtung

Da auch ich einer dieser Menschen war, weiß ich auch, dass gefühlsängstliche Menschen Schwierigkeiten mit dem „Normalen“, dem Alltag, dem Langweiligen und dem Monotonen haben. Ebenso mit Fehlern an sich selbst und am Partner. Sie ertragen das dazwischen nur schwer. Sie haben Angst sich selbst zu verlieren oder aber auch aus Angst den anderen zu verabschieden. Das Erkennen, dass niemand perfekt ist und jeder Mensch Fehler machen darf, ist ein schweres, teilweise inakzeptables Unterfangen.

Unsicherheit ist allgegenwärtig. Es ist Last und Qual zugleich. Ich litt zum Beispiel sehr darunter, weniger gesehen zu werden als mein Partner. Ich litt wenn ich geben musste ohne nehmen zu dürfen. Den Grund meinte ich in meinen Unzulänglichkeiten zu erkennen. Alles Gefühle die mich überforderten und die ich ohne Partner nie verspürte.

Aber es zahlt sich aus, wenn man die Bereitschaft und den Mut mitbringt, an seinen eigenen Schrauben zu drehen und sich selbst damit wieder repariert! Ich kenne sehr viele die es genauso erlebt haben – es ist machbar.

Wie verhalten sich Menschen, die Angst vor Bindung und Gefühlen haben?

  • Sie versuchen viel, um die auserwählte Person für sich zu gewinnen, auch wenn das Interesse zu Beginn sehr spärlich scheint. Wenn sie erfolgreich waren, die Spannung nachlässt, lassen sie los. Wie ein Nebel der sich in Luft auflöst.
  • Es werden sehr gerne On-Off-Beziehungen geführt. Sie beenden, stoßen weg um danach wieder anzukommen um den Moment des Anfangs zu genießen … ein Spiel das nur Erwachsene spielen.
  • Sie verlangen meistens mehr, als sie selbst geben. Sicherheitsdenken.
  • Sie bestimmen gerne den „Rahmen“ oder die Art und Dauer des Kontakts.
  • Sie haben Angst vor „echtem“ Kontakt, vor herzlicher, ehrlicher Auseinandersetzung auch auf seelischer Ebene. Die Angst vor Berührung ist ebenso keine Seltenheit.
  • Sie wirken kühl und verbieten sich selbst und dem anderen öffentlich Gefühle zu zeigen. Wenn doch, ziehen sie sich sehr schnell aus dieser Situation wieder heraus. Zu viel Nähe.
  • Sie geben einem Menschen aus der Vergangenheit die Schuld für ihr Verhaltens. Dadurch vermeiden sie, sich selbst anzusehen und an sich zu arbeiten, die Verantwortung für ihr eigenes Leben zu übernehmen und die negativen Erfahrungen zu verringern.
  • Sie bleiben gerne unnahbar. Aus einem Grund: um nicht wieder verletzt zu werden oder die Kontrolle zu verlieren. Sie vermeiden so ihre eigenen Schuld und Schamgefühle.
  • Sie fokussieren sich gern auf eine Sache. Sex, Geld, Beruf, etc. So kanalisieren sie ihre Gefühle und geben sich den inneren Halt den sie brauchen.
  • Sie nutzen den Partner um sich nicht mit sich selbst auseinandersetzen zu müssen. In Zeiten der Einsamkeit, die schwer auf ihr Gemüt drückt, sind Treffen willkommen.
  • Freiraum ist ihnen das Allerwichtigste. Jede ungewollte gemeinsame Zeit wird diskutiert. Umgekehrt fühlen sie sich nicht wichtig genug, wenn sie den Partner nicht erreichen können oder er mal keine Zeit hat.
  • Fehler einzugestehen fällt ihnen schwer. Entschuldigungen ebenso. Sie sagen von sich selbst schlechte Partner zu sein und bevor sie an der Beziehung arbeiten – gehen sie. Einfach … leise … unspektakulär. Der leichte Weg.
  • Sie vermitteln Innigkeit und tiefe Verbundenheit beim Sex. doch im normalen sozialen Kontakt sind sie introvertiert oder sogar abweisend.

Menschen, die mit Bindungsangst leben sind nicht „gestört“, auch wenn wir das immer wieder hören oder sogar selbst von sich behaupten. Dahinter steht die reine Angst. Sie sind (noch immer) verletzt und panisch. Wer aber bereit ist, sich diese Verletzungen aus alten Partnerschaften anzusehen und mit Überzeugung an seiner Angst zu arbeiten, der kann und wird in der Zukunft innige, liebevolle und angstfreie Beziehungen eingehen können! ICH bin eine lebendes Beispiel. <3

Stelle Dir also die Frage: Warum flüchte ich?

Der erste Schritt liegt wie immer bei Dir selbst. Beschäftige Dich damit weshalb Du immer wieder die selben Verhaltensmuster eingehst, wovor Du flüchtest und warum Du Angst hast! Ich konnte sehr viel darüber in einer jahrelangen Therapie lernen. Gefühle adäquat zu äußern, Grenzen zu setzen und mich selbst anzunehmen MIT meinen Fehlern und Schwächen!

Heute bin ich in der Lage zu lieben … zu geben ohne zu nehmen oder zu erwarten. Gefühle auszudrücken, positive wie auch negative. Ich halte Nähe aus und glaube wieder an die Liebe. :-) An sich zu arbeiten macht Spaß wenn man am Ende der Arbeit erkennen kann, dass man damit ein großes Stück Lebensqualität erworben hat.

Und genau DAS wünsche ich mir für Dich … falls Du Dich mit diesem Beitrag identifizieren kannst.
Falls Du Fragen hast, schreibe mir, ich freu mich immer über Nachrichten.

Ich kenne viele Menschen, die ihre ganze Zeit damit verbringen, alles perfekt in Ordnung bringen zu wollen und bestimmt kennst Du auch jede Menge dieser Menschen. In Wahrheit hassen sie diese Aufgabe, der sie sich so eifrig widmen, aber irgendwas in ihrem Oberstübchen hält sie davon ab, dieser beinahe tyrannische Hingabe zu entkommen. Die Unruhe und die Ängste werden immer dann spürbar und ausgelöst, wenn die Logik nicht überwiegt und der Wahnsinn das „Ruder“ an sich reißt.

Die Konfrontation zwischen Chaos und Ordnung

Bewegt hat mich diesen Beitrag zu bringen, die Hektik und die Eile der Menschen jetzt vor Weihnachten! Emotionen, Chaos und Ordnung bekommen zu dieser Zeit besonders viel Raum. Die Charaktere der Menschen sind klar und deutlich zu sehen. Ordnung hat dabei einen unbestreitbaren Reiz. Ordnung ist „logisch“, sie macht unsere Welt vorhersehbar und zu einem bestimmten Grad kontrollierbar. (Langweilig aber trotzdem nicht sicherer!)

Es gibt auch Menschen die versuchen ohne Licht Ordnung in ihre Gedanken zu bringen … als ob es in ihrem Gehirn eine Sondernische für Emotionen gäbe, aus der sie jeden Tag nehmen können und sie mit den passenden Gedanken kombinieren könnten! Vielleicht können wir das sogar auch mal irgendwann mit Hilfe der Technologie, ich hoffe nur dass ich dann schon lange im Nirvana bin und mir dieses unnatürliche Verhalten von oben ansehen kann.

Der Wahnsinn ist Bestandteil unseres Lebens

Ich könnte auch anders sagen … „Das Primitive wird immer Teil unseres Lebens bleiben …“ . Damit meine ich unsere Großartigkeit, unsere Kreativität, die Improvisation und Intuition. Nicht immer hat alles einen Grund, weder in der Ursache noch im Ergebnis und das ist vollkommen ok. Manche Dinge passieren, die unabhängig von der Vergangenheit und der Zukunft sind. Sie durchbrechen unser Denkmuster, das sollten wir als Geschenk betrachten!

Den Wahnsinn unseres Lebens annehmen und genießen, dass ist ein Zeichen der Reife.

Ohne ein wenig verrückt zu sein, und das sind wir alle auf ganz unterschiedliche Weise, kann keine Leidenschaft genährt werden. Verrücktheit nährt unsere Seele und lässt uns hoffen. Gesunder Wahnsinn berührt unser Herz. Wenn wir es genau nehmen ist sich zu verlieben, eine Art von Wahnsinn, die andere Herzen an sich bindet und sie in ihre eigenen verwandelt.

Sich zu verlieben erfordert eine enorme Investition von Ressourcen. Es führt manchmal zu schwindelerregender emotionaler Instabilität und dazu, dass die Zeit – unsere wertvollste Ressource – wie im Flug vergeht. Logisch gesehen und „ordentlich“ gedacht, würde es also gar keinen Sinn machen sich zu verlieben. :-) Es kann sogar ein wahnsinniges Chaos daraus werden.

Wahnsinn ist keine Nahrung, aber er gibt unserem Leben Geschmack und macht ganz. Er hebt den Geschmack des Lebens und all seine Facetten hervor!

Wahnsinn ist das Salz des Lebens

Abwechslung macht uns wach, sie lässt unser Herz schneller schlagen. Das Unerwartete verstärkt unsere Emotionen. Also sehe ich unsere Wahnwitzigkeit als wichtigen Geschmacksträger unseres Lebens! Gefährlich wird es nur, wenn man zu viel zu sich nimmt. Die Dosis macht das Gift … wie man so schön sagt. Unser Leben ist ein Gericht das in vollsten Zügen genossen werden sollte!

Denken wir also daran, wenn wir Angst haben weil alles um uns auseinander bricht oder zumindestens den Anschein hat … ersparen wir unserem Gewissen die Last die wir verspüren, weil wir nicht alles kontrollieren können oder weil manche Teile unseres Lebens eben mal chaotisch sind. Die besondere Art, auf die DU gerade in Deinem Leben herumtuckerst, könnte gerade DAS sein was Dich oder andere schließlich inspiriert?!

Denk doch mal über diesen Satz nach: „Normal sein ist wahnsinnig.“ 

Jodie Foster sagte mal … „Normalität, ein Leben ohne Chaos, ist nichts Erstrebenswertes. Es ist etwas, vor dem man flüchten sollte.“ 

Ein Zitat das immer Platz in meinem Leben fand, weil total normal zu sein ist das perfekte Ziel für erfolglose Menschen! :-)

Man braucht ein wenig Mut um den Wahnsinn auch zu leben

Du musst etwas Mut mitbringen, um aus den Normen auszubrechen und „anders“ durchs Leben zu gehen. Du musst mutig sein um anzunehmen wer Du tief in Dir drin wirklich bist und Du selbst zu sein, ohne Angst verurteilt, abgestempelt oder kritisiert zu werden.

Ein gesunder Wahnsinn kann ein echtes Abenteuer sein! Es ist so sehr befreiend einfach zu sein. Deinen eigenen Wahnsinn zu leben. Nach Deinen Regeln. Das Chaos im Leben mal Platz zu geben und als „Zuschauer“ hinzusehen. Wichtig ist dabei wie ich oben schon geschrieben habe, die Zügel dem Wahnsinn nie ganz überlassen, nicht zuviel Salz ins Leben streuen! Ich seh es so: Das Leben ist entweder ein kühnes Abenteuer … oder es ist gar nichts. Ich finde Wahnsinn ist die wahre Zurechnungsfähigkeit. Der Normale ist psychotisch. Normalität bedeutet einen Mangel an Fantasie und Kreativität zu haben. Jeder behauptet ein wenig „wahnsinnig“ zu sein … aber die wenigsten trauen sich ihren Wahnsinn auch zu leben.

Vergiß die Welt, friß das Glück, atme den Wahnsinn.

Mit diesen Worten möchte ich Dich in die wohlverdienten Feiertage entlassen. :-) Ich wünsche Dir wahnsinnig schöne Weihnachten mit Deinen Lieben oder aber auch nur mit Dir selbst! Falls Du Dich trotzdem alleine fühlst, die Türe der FrauenPunk Gruppe steht an allen Tagen offen!

Alles Liebe und pass auf auf Dich.

Der Jahreswechsel … Wir denken über unsere Pläne nach. Über  unsere Vorsätze. Wir feiern den Start in ein neues Jahr voller Möglichkeiten und toller Veränderungen … wie immer. Aus der aktuellen Frustration heraus, vom Idealbild anderer Menschen getrieben, zum Scheitern vorgesehen, doofe und überstürzte Ideen, was im neuen Jahr alles anders werden könnte … sollte … müsste. Keine Angst, ich werde keinen weiteren Satz mehr dafür verwenden, um Dir zu sagen, wie Du Dein Gewicht wieder reduzieren, Deinen Job überdenken oder Deinen Partner „sanieren“ kannst. Du kannst Dich also entspannen. Was ich allerdings möchte ist, diese Zeit als guten Zeitpunkt zu sehen und zu nutzen, um richtig hinzuschauen … auf Dich selbst, auf Dein Leben, auf Deine Zukunft.

Ein wunderbarer Zeitpunkt um den Kopf freizubekommen

Seit ich denken kann, empfinde ich die Zeit zwischen den Jahren immer als besonders ruhig. Es steht nichts an. Viele haben frei, es sind Ferien und die Geschäfte sind geschlossen. Termine liegen still. Für mich immer ein guter Zeitpunkt um im Oberstübchen aufzuräumen. Alle Alltagsprobleme auszusperren. Durchatmen. Nach der geistigen Reinigung und dem Abstand zu den eigenen „Nöten“ sehe ich vieles klarer. Was allerdings nicht bedeutet alle Probleme, die jeder von uns mitschleppt, weg zu atmen. Ganz im Gegenteil, es beginnt das strukturierte Denken! Ich nutze das Neue Jahr als psychologischen Neubeginn. Das passiert natürlich nicht am 1.1. total überstürzt, es darf auch keine falsche Motivation dahinter stehen. Pläne müssen gereift und durchdacht sein. Und das allerwichtigste, es muss der Wunsch und der Wille das sein, um die Komfortzone auch wirklich zu verlassen!

Das Neue Jahr kann ein Wendepunkt in Deinem Denken sein. Sei bewusster und erkläre das kommende Jahr zur Plattform Deiner Veränderung. 

Hat sich bei Dir Unzufriedenheit angesammelt?

Ich finde es sehr gut wenn Du das erkennst. Und ich finde es sehr gut, dass es Dich so stört und etwas verändern möchtest! Natürlich ist jedes Datum, jeder Monat, jeder Tag dazu geeignet etwas Neues zu starten. Aber was passiert wenn Du Dir nur vornimmst etwas zu verändern? Genau … gar nichts. Und das ist das Problem vieler. Darüber reden, darüber nachdenken (zerdenken) und vor sich hinschieben …

Warum ist es eine Veränderung in vielerlei Hinsicht so unsagbar schwer für Dich? Ich sag es ganz direkt und knapp. Weil Du ein Gewohnheitstier bist! Dein Geist nicht nur bei Heroin suchtgefährdet ist, und Du Opfer Deines Körpers bist. Und nicht nur Du, die meisten von uns …  also ich entschärfe diesen Satz ein wenig.

Ich nehm ein einfaches Beispiel her, dass viele bestimmt kennen. Abends nach der Arbeit, wenn Du nach Hause kommst, schmeißt Du Dich aufs Sofa … schließlich hast Du es Dir verdient. Du bist erschöpft nach einem anstrengenden Tag. Das machst Du immer so und es fühlt sich gut an. Aber gleichzeitig spürst Du ein nagendes Gefühl in Dir das immer wieder sich einschleicht. So nach dem Motto: „Du könntest Deine Zeit auch anders nutzen“. Du wolltest Dich Doch um eine andere Stelle bewerben? Dich nicht mit ungesundem Fast Food vor den TV legen, sondern Dir, auch wenn Du müde bist, etwas schönes kochen? Gespräche, die Du führen wolltest … wann?

Dieses kleine Couchritual das Du beinahe jeden Abend praktizierst, und seit vielen Jahren schließlich immer so machst, hat sich auch an dieses nagende Gefühl gewöhnt. Es gehört dazu wie das Sofa, der Fernseher und der Entspannungsmodus. Ein simples Beispiel und wie gesagt – Du (wie wir alle) bist ein Gewohnheitstier. Dein Gehirn steht auf Routinen und verkettet diese in Deinem Unterbewusstsein als eine unumgänglichen Lebensalltag. Als ein Leben so wie es nun mal ist … obwohl Du eigentlich etwas anderes möchtest.

Wie so oft brauchen wir einen großen Knall um auch wirklich etwas zu verändern

Ich könnte aber auch sagen wir brauchen eine Inspiration, die uns streift und nicht mehr loslässt! Manchmal ist es es auch ein Ereignis … ein Riesenknall wenn die Mauer der Frustration einstürzt. Oft lösen diese Ereignisse in Deinem Kopf einen Entschluss aus, nämlich den Willen in die Umsetzung zu gehen. Dieser kleine „Klick“ oder große „Knall“ sagt Dir: Es ist so weit um die eingefahrenen Komfortzonen zu verlassen und mit etwas Neuem zu beginnen. Zu solchen innerlichen Aufforderungen kommt es immer wieder in unserer Persönlichkeitsentwicklung und das ist keine Frage des Alters!

Was steckt dahinter? Was verstehe ich unter Komfortzone? Ich habe mich viel damit beschäftigt, da ich mich selber sehr lange und auch nicht ungern in dieser Zone aufgehalten habe. Dennoch ist dieses Wort etwas irreführend. Denn es suggeriert, dass es dort immer angenehm und relaxt hergeht. Doch kann es in der Komfortzone auch durchaus unangenehm werden. Speziell dann, wenn man sich ständig darin aufhält und sie schon ewig nicht verlassen hat! Sie wird nämlich immer kleiner und kleiner und wie Du ja sicher weißt, sind enge kleine Räume nicht wirklich angenehm.

Die meiste Zeit halten sich Menschen in ihrer Komfortzone auf: Sie befinden sich in einer bzw ihrer gewohnten Umgebung und tun „gewohnte“ Dinge. Dort herrscht Sicherheit. Es passiert auch ganz selten etwas Unerwartetes. Es gibt wenige bis keine Überraschungen, weder im positiven noch im negativen Sinne. Was so viel bedeutet:

  • man wird keine intensiven Gefühle erleben.
  • und man wird nichts neues lernen, denn wir kennen ja schon alles.
  • und viel zu „Denken“ gibt es ebenfalls nicht. Die gewohnte Strategie reicht aus, um das Gewollte zu erreichen.
  • das Gehirn läuft also auf Sparflamme, wenig Energie ist erforderlich.

Das ist zum Beispiel schon ein Punkt und ein Grund, weshalb es außerhalb der Komfortzone so anstrengend ist! Mehr Eindrücke, mehr Überraschungen, mehr Denken, mehr Handeln, mehr verarbeiten … all das bedeutet schneller müde zu werden. DAS klingt nach Stress, denkst Du Dir vielleicht und schiebst deshalb diese Komfortzone gleich wieder zur Seite. Und damit bist Du nicht die Einzige. Wir Menschen sind so … jedenfalls viele von uns. Gewohnheitstiere. Immer auf der sicheren Seite stehen wollen. Ja nichts verändern und schon gar keinen Blick aufs Unbequeme und vielleicht auch Unsichere werfen! Ich kannte diese Denke nur zu gut.

Es gibt Vor- und Nachteile der Komfortzone

Doch ganz sicher ist, Du wirst Dich nicht weiter entwickeln, hältst Du Dich ausschließlich darin auf! Warum? Weil Du nur selten eine Überraschung erleben wirst und Du deshalb kaum gezwungen bist, intensiv über Probleme und mögliche Lösungen nachzudenken. Geistiger Stillstand sage ich dazu. Deine „Kuschelzone“ wird dadurch immer enger und kleiner und am Ende überfordern Dich schon Kleinigkeiten! Also wäre es angebracht die Komfortzone so oft zu verlassen, dass es nicht zu dieser Anpassung kommt.

Was ich persönlich sehr gerne mache, und somit als Vorteil sehe ist, wenn ich an einem Projekt arbeite, das Fokus erfordert, bleibe ich gerne in meiner Sicherheitskuschlezone. Aus einem ganz einfachen Grund: Es wird nichts Unerwartetes passieren und ich kann mich voll auf mein Projekt konzentrieren. NIchts zwingt mich zusätzlich nachzudenken … In meinem „sicheren“ Bereich steht mir all die Energie zu Verfügung, die ich brauche um effizient TUN & SEIN zu können. Das gilt allerdings ausschließlich für die Arbeit.

Ich finde es einfach nicht sinnvoll, sich nur auf der sicheren Seite aufzuhalten und sich immer nur zu schonen. Auch wenn die Gefahr ausserhalb des Komfortbereiches größer sein wird, dass uns etwas passieren kann. 

Was ist es also was Dich in der Sicherheitszone so festhält?

Die Gewohnheit. Die Bequemlichkeit. Die Unsicherheit. Die Angst. Ja … aber das ist mir etwas zu einfach. Ich kann von mir sagen und das auch zu 100% bestätigen: wer sich dauerhaft in seiner Kuschelzone verschanzt, hat meistens einfach nur keine Ziele im Leben, für die es sich lohnt Risiken und ein wenig Angst, zu riskieren und einzugehen! Die meisten Menschen sitzen auf ihrem Sicherheitspolster um ihre Überzeugungen zu schützen.

Wir wurden darauf konditioniert, eine große Angst vor Fehlern zu haben und es wurde uns beigebracht möglichst jegliche Fehler zu vermeiden. Fehler aller Art werden uns im bekannten Terrain kaum passieren … wir handeln ja quasi schon blind und automatisch. Kleine Unebenheiten werden auch oftmals kaum erkannt. Selbstschutz pur.

Wenn es allerdings verführerische Anreize oder einen Riesenknall gibt ist jeder von uns in der Lage seine Kuschelzone zu verlassen.

Der Geist ist willig … das Fleisch ist schwach?

Diesen Satz sagen wir ja alle nur all zu gerne. Doch das fällt ein wenig unter „Ausreden“, wie ich finde. Diese Ausflüchte hatte ich auch wenn ich daran zurück denke. Anreize gab es bei meinem Verlassen der Komfortzone nicht, bei mir war es ein Riesenknall … ein Test, eine Prüfung, eine Einladung, wie auch immer, um mich selbst von oben zu begutachten. Resümee zu ziehen und trotz erheblicher Angst und Unsicherheiten eine neue Zone zu betreten! Wenn wir motiviert sind, ist es nicht schwer aktiv zu werden. Wenn es uns an Motivation fehlt, wird dieses aktiv sein ausbleiben.

Mein „Fleisch“ hatte gesundheitlich keine Reserven (keine Motivation) mehr zur Verfügung. Ich löste dieses Problem durch leichte körperliche Aktivität und lernte mit meinen Ängsten umzugehen. Ich veränderte meine kuschelige Komfortzone in eine Lernzone. 

Vielleicht geht es Dir ja ähnlich. Du weißt nicht wie Du mit Deinen Befürchtungen und Ängsten beim Verlassen Deiner Komfortzone umgehen sollst? Du lässt die negativen Gefühle, die Dich umschwärmen, nicht herein. Du bist verkrampft und kannst sie nicht akzeptieren? Du bist der Meinung dass durch dieses Verhalten Deine ganze Angst wieder verschwindet? Es tut mir leid … das wird nicht passieren, soviel kann ich Dir sagen. Ganz im Gegenteil. Je mehr man sich gegen negative Gefühle stellt umso intensiver werden sie werden. Ich habe es selbst erlebt.

Angst hat jeder Mensch!

Leider leben wir in einer Gesellschaft, in der der Mensch, der seine Schwächen und Ängste zeigt, leider (vermeintlich) einen Nachteil hat. Deshalb vermeiden und verstecken ja so viele Menschen ihre Ängste. Sie haben Angst sie offen zu zeigen. Über Schwächen zu reden und sie auch noch zu zeigen, ist eben nicht erwünscht in unserer Gesellschaft. Fakt ist allerdings: Alle Menschen haben Angst und es ist etwas völlig Normales und in Ordnung Angst zu haben! 

Es wird Dir leichter fallen in die neue Zone einzutreten wenn Du gute Ziele hast, die zu Dir passen weil sie mit Deinen Werten harmonieren. Das war für mich einer der wichtigsten Gedanken die ich mir immer wieder aufsagte und überall an die Wand klebte. Also gute Gründe zu finden und zu haben wirkt sich positiv auf Dein Vorhaben aus und wird Dich beim Verlassen Deiner Komfortzone stärken.

Wie schon oben erwähnt, wurde ich mehr oder weniger in die Lernzone hinein getreten. Es war an der Zeit und der Knall war sehr weit zu hören. Sobald man sich mit einer Veränderung auseinandersetzt, hat man auch schon den ersten kleinen Mini-Schritt getan. Meiner Erfahrung nach bewirkt schon die Gegenwart von neuen, anderen, erfolgreichen und tollen Menschen eine positive Denkweise. Bei mir waren es Bücher und Seminare, die mir dabei geholfen haben, meine Ängste in Schach zu halten und mein Selbstvertrauen zu stärken!

Blockaden sind da um sie zu lockern!

Ja das sag ich jetzt mal so locker … Wir Menschen verfallen sehr oft in eine Starre, weil wir uns auf unwichtige Dinge und die schlimmsten Dinge, die eintreten könnten, fokussieren. (Angst). Diese Blockade habe ich gelöst, indem ich mir drei wichtige Fragen aufgeschrieben und gestellt habe:

  • Was könnte schlimmsten Fall passieren … wäre es denn so schlimm?
  • Was würde im wahrscheinlichsten Fall passieren? Und woher weiß ich überhaupt, dass es der wahrscheinlichste Fall ist?
  • Was könnte bestenfalls geschehen? Vor allem was kann ich dafür tun, um es zu so einem Ausgang kommen zu lassen?

Mehr braucht es nicht. Diese Fragen sind bei mir in Fleisch und Blut übergegangen. Danach war es leichter zu handeln. Mein Denken hat sich dadurch vereinfacht. Leider war zu diesem Zeitpunkt meine Unsicherheit sehr groß und mein Selbstvertrauen nicht sehr stark vertreten. Mulmige Gefühle kann man „weg trainieren“… wurde mir erklärt, in einem Vortrag über Schüchternheit und Selbstzweifel. Dinge tun, die man sonst umgeht. Wie zum Beispiel an der Kasse um Vorlass bitten, im Restaurant etwas zu bestellen das nicht auf der Karte steht … einfach aus der Reihe tanzen ohne dabei unangenehm aus der Reihe zu fallen. Eine Herausforderung und ein schwerer Akt, nach Jahren der Isolation und Resignation.

Dennoch war diese Herausforderung gut für mich, gut für meinen Körper, aber vor allem gut für meinen Geist. Zu viel Druck ist weder gut noch schlecht, es kommt immer auf die Dosierung und auf die Intensität an. In geringerer Dosis können solche Herausforderungen sehr anregend auf einen wirken, weil der Wille etwas zu verändern, besonders hoch ist!

Zusammengefasst

Beim Verlassen Deiner gewohnten Abläufe und Tätigkeiten, geht es nicht nur darum Gedanken und Handlungen an Dir zu verändern, sondern, ganz besonders am Anfang ein großes Augenmerk darauf zu legen welche Dinge Dir Dein Gehirn aufgrund Deines bisherigen Verhaltens versucht einzureden und standhaft dagegen zu halten!

  • Werde Dir dessen bewusst.
  • Zerschlage negative Gedanken indem Du STOP sagst.
  • Vor allem aber schenke Deinem Köpfchen Zeit, um sich an neue Gedanken und Handlungen zu gewöhnen.
  • Akzeptiere und gib Dir und Deinem Unterbewusstsein Zeit, auch wenn es länger dauert als Du Dir vorgestellt hast

Kurz gesagt, nach diesem längeren Beitrag: Sei und bleibe aufmerksam und nutze Deine Chancen, die Dich bei Deiner Veränderung unterstützen werden! Es zahlt sich IMMER aus. Viel Erfolg aber genauso viel Spaß dabei, das wünsche ich Dir!

Das Gute im Schlechten sehen

Es ist schon so, die Welt kann uns auf jede nur denkbare Weise das Herz brechen, das steht fest. Unser Leben ist selten gerecht aber wir können Schicksalsschläge gut überstehen und werden weiter nach vorne blicken. Und wenn unser Herz zerbrochen ist, müssen wir es auch wieder zusammenflicken und nicht nur das … wir müssen wieder lernen zu vertrauen. Das Leben ist nun mal so: Wir fallen hin, stehen wieder auf und wir fallen wieder hin. Aber wenn wir uns nicht einmal mehr bewegen, weil wir Angst haben, wieder zu stürzen, dann sind wir Gefangene unseres Lebens.

Steine sind da, um sie zur Seite zu schieben

Ich habe in meinem Leben schon Menschen getroffen, die mit den Steinen die ihnen in den Weg gelegt wurden, nichts anfangen konnten. Sie blieben vor dem Steinhaufen stehen, oder sie stolperten oder sie trugen sie als Last auf ihren Schultern durch ihr Leben. Wenn ich ehrlich bin, habe ich das auch mal ne Zeit so gemacht. Ich sah die Steine als unüberwindbare Hürde. Ich hätte nie gedacht, dass im Glück auch soviel Traurigkeit verborgen liegt. Eigentlich dachte ich eher, das Gegenteil sei der Fall! Ich sah das Glück, als einen Weg voller Rosen ohne Dornen … immer bezwingbar und ohne Steine. Da lag ich aber sowas von falsch, aber das versteht man erst, wenn man auf das Glück vorbereitet ist.

Glücklich sein bedeutet auch zu leiden

Eine seltsame Bedingung, findest Du nicht auch? Was für eine Ironie. Glück ist als ein umfassendes Gefühl zu sehen, ein emotionales Gleichgewicht wo eben auch Traurigkeit und diverse Herausforderungen dazu gehören. Und genau aus diesem Grund bin ich heute davon überzeugt, dass ich/wir den Schmerz und die Traurigkeit brauchen um all das zu erreichen was ich/wir uns vornehmen . Ich finde es als großen Fehler, die Kraft mit der wir aus einer schlechten Erfahrung herausgehen, nicht zu nutzen! 

Ich will auch niemandem etwas vormachen … ich selbst bin nach manchen Schicksalsschlägen nicht immer gleich wieder hochgekommen, völlig normal wie ich meine. Aber das aller meiste habe ich aus meinen Fehltritten, Rückschlägen gelernt. Sie haben mir gelehrt, immer weiterzumachen, aufzustehen … nach vorne zu schauen. Schließlich können wir den Regenbogen ohne etwas Regen, auch nicht sehen. Ich glaube, die Tatsache das ich mir dessen und der Prüfungen des Lebens bewusst wurde, ich mich verändert habe und all das, machte aus mir eine viel glücklichere Person!

Gute und schlechte Zeiten müssen Hand in Hand gehen … das weiß ich heute. Ich sehe es nicht als negative Tatsache. Es ist wie es ist und muss so sein. Die schönsten Dinge in unserem Leben entstehen tatsächlich aus den Schlimmsten. Nach unserem Leben kommt der Tod und damit der Abschied. Liebe schützt uns vor dem Wahnsinn, aber sogar Lieblosigkeit kann den Kampf gewinnen und die schönsten Momente gehen irgendwann mal vorbei.

Das Leben besteht aus Veränderung

Wir ändern uns, die Sprache wandelt sich, alles verändert sich – ob wir wollen oder nicht. Wir lernen ein ganzes Leben lang. Wir ziehen Schlüsse aus unseren Erfahrungen, wir formen unsere Persönlichkeit und ich glaube dass gerade die schlechten Erfahrungen einen guten und lehrreichen Einfluss auf uns ausüben. Wir machen alle Erfahrungen, auf die wir, hätten wir gewusst was uns erwarten würde, liebend gerne verzichtet hätten. Aber gerade diese Erfahrungen haben gute Seiten!

Ich weiß heute dass ich wesentlich früher auf mein Herz hören muss. Und zwar handeln … das bedeutet wenn ich spüre das mir etwas entgleitet, muss ich handeln und darf nicht warten bis es „heiß“ wird. Ich weiß das ich ein gutes Gespür für Menschen habe. Und ja – ich bin ein Sensibelchen und spüre, was andere nicht merken oder wovor andere Menschen ihre Augen verschließen. Heute weiß ich das ich darauf vertrauen kann. Ich bilde mir nichts ein … ganz im Gegenteil.

Ja, was habe ich noch gelernt?

Ich habe (musste) Charaktere kennenlernen, von deren Existenz ich nicht mal etwas geahnt habe. Charaktere die ich lediglich aus Büchern kannte. Wo ich glaubte sie gibt es nicht wirklich. Ich habe Bekanntschaft mit Vater „Neid“ gemacht und zwar im großen Stil. Ich habe erfahren, dass Menschen, wenn sie sich bedroht fühlen ihre Krallen ausfahren und mir schaden. Menschen sind skrupellos. Sie legen einem Hindernisse in den Weg, reden schlecht über Dich und versuchen alles, um Dich in den Schatten zu stellen. Es gibt einfach nichts, was es nicht gibt!

Ich glaube dennoch an das Gute im Menschen. Das ist ein fester Bestandteil meiner Persönlichkeit. Ich bin offen und habe Vertrauen (meistens). Zu viel Misstrauen würde mir nur schaden. Ich werde zwar nie verstehen weshalb es Menschen gibt die ihre „in den Weg gelegten Steine“ nicht zur Seite schieben, aber ich weiß heute, dass es solche Menschen gibt. Wenn ich könnte würde ich helfen, denn das Beste liegt hinter oder unter den Steinen!

Im Leben geht es nicht nur darum gute Karten zu haben … sondern auch mit schlechten, gut spielen zu können.

Eine schöne Restwoche für Dich, sei bei Dir … bleib bei Dir.