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Ich schreibe ja sehr gerne über die Liebe, Partnerschaft und den Wunsch vieler Menschen in einer gesunden Beziehung zu leben. Allerdings gibt es gefühlt mehr glückliche Singles als Paare. Single zu sein mag vielleicht am Anfang etwas eigenartig sich anfühlen, aber wenn wir ehrlich sind, gibt es auch sehr schnell sehr viele Vorzüge, die man als „Solo-Mensch“ erleben kann. Heute möchte ich mich ausschließlich ALLEN Singles zuwenden. :D

Nach ganz vielen Jahren ständiger Beziehungen gab es auch bei mir eine Phase, die ich – ehrlich gesagt nicht ganz freiwillig – als Single erlebt und gelebt habe. Manche von uns kommen von Beginn an sehr gut damit klar, plötzlich (oder auch absehbar) alleine dazustehen. Andere leiden ein Stück lang vor sich her, bis sie sich am Riemen reißen, ihre Krone wieder gerade rücken und die optische Veränderung (meistens ist das ja so) fertig vollbracht haben, um wieder ins normale Leben einzusteigen.

Ich gehörte zu den „Leidenden“. Ich verbessere – dramatisch furchtbar Leidenden. Bis ich allerdings nach und nach auf den Geschmack gekommen bin und die Vorteile des Singlelebens tatsächlich genießen konnte! ›zwinker‹.

Die Qualität meines Lebens verbesserte sich

Würde ich diese Überschrift als „frischer“ Solo-Mensch lesen, würde ich wahrscheinlich nur den Kopf schütteln. Verständlich … aber für ALLE frischen Solo-Frauen, speichert diesen Beitrag ab, denn es wird der Moment kommen, wo ihr diesen Artikel Kopf nickend gerne lesen werdet. Also bis später und nicht vergessen: ALLES WIRD GUT … ich verspreche es. :-)

Und nun zu den „Geprüften“ unter uns: Der Schmerz ist vorbei und eigentlich ist das Leben doch auch als „Solist(in)“ tuto bene? Wir leben doch in einem Zeitalter und in einer Gesellschaft, die sich im Wesentlichen um „ich“ und „mich“ und „meine“ Wünsche nach Flexibilität … Freiheit und persönlicher Wahl dreht! Unser Leben dreht sich um uns selbst. Und es gefällt uns. Wir investieren lieber in unser eigenes Glück als in das Glück anderer.

Ich fand das damals auch absolut richtig. Immerhin hat „Frau“ (vielleicht auch Mann), das Leben von anderen „leben“ lassen bevor es sich aufgelöst hat. Selbstliebe, Selbstwert und Neubeginn … das wurde mir gepredigt. Zurück zur  verlorenen Lebensfreude und dem Genuss! Endlich wieder Raum zum Atmen und Zeit zur „Selbstbeschau“! Wenn ich heute auf diese Zeit zurückschaue, kann ich behaupten, dass diese längere Single-Phase mein Leben wieder in die Mitte gerückt hat! ›lächel‹ …

Was es war, und wie ich es empfunden habe …

Zeit, um den Fokus auf uns selbst zu legen. Alleine zu leben, bietet das perfekte Rundherum, um mehr über uns zu erfahren und uns selbst zu entdecken! Bei mir waren es meine Verhaltensmuster, die immer ihre Runden drehten und die mir in der Beziehung zwar aufgefallen waren, ich mich aber nie damit auseinandergesetzt habe. Es war zu viel Ablenkung und zu wenig Ruhe um mal genauer hinzusehen. So verhielt es sich auch mit der Motivation, meinen Wünschen und Zielen aber auch Schwächen. Das Alleinleben gibt mehr Zeit, sich auf einen selbst zu konzentrieren. Letztendlich sind es ganz wichtige Dinge, die das eigene Leben verbessern.

Zeit, um unsere Leidenschaft(en) zu leben. Also „Solistin“ ist es unkompliziert(er), sich die Freiheiten zu nehmen, die wir brauchen. An Dingen zu arbeiten, die vielleicht viel Zeit in Anspruch nehmen. Sich der Kunst zu widmen oder der Musik hinzugeben. Mein kreatives SEIN ist mit dem alleine Leben auferstanden. Ich wusste bis dahin gar nicht, was so alles in mir schlummert! ›lach‹. Jetzt ist mir klar, weshalb auch so viele Schriftsteller und Künstler die Einsamkeit vorziehen! Das Singleleben schafft die Umgebung die sich bestens zum Denken, Träumen und letztendlich zum TUN anbietet, OHNE auf jemanden Rücksicht zu nehmen. :D

Das innere Gleichgewicht wieder finden. Unser Leben findet in einer hochgradig vernetzten Gesellschaft statt. Es wird unfassbar viel verlangt. Beruf, Familie … ach ja … und da war ja auch mal ne Partnerschaft! ›zwinker‹! Dazu kommen die äußeren Einflüsse des Klatsches und der Nachrichten, die uns täglich überrollen! Es ist schwer, dabei in seiner Balance zu bleiben. Jeder will immer und ständig irgendetwas  …, auch dann, wenn man selbst gar nix möchte! Das alleine Leben, bietet diese Möglichkeit einfach NICHTS zu müssen! ›wunderbar‹.

Verantwortung nur für sich selbst. DU kannst tun, WAS Du willst, WANN Du willst und WO Du willst, wenn Du SOLO bist! Man hat keine Pflichten … bei allem, was man tut, ist kein Druck spürbar. Anfangs habe ich das ein wenig vermisst, aber danach, konnte ich es richtig genießen! Ein anderes Umfeld bringt andere Erfahrungen mit sich. Alles darf … aber nichts muss! Eine Situation, die mein Leben sehr bereichert hat!

Wertschätzung anderer ist gestiegen. Das Alleinleben brachte mit sich ein harmonisches Gleichgewicht zu erleben. Ich konnte die Gegenwart anderer Menschen wieder genießen UND ich schätzte diese besonderen Verbindungen wieder. Die Wahl der Menschen war mir ein leichtes und mir gelang es gut, die „richtigen“ Menschen für mich auszuwählen. Neues Leben – Neues Umfeld – Neues Lebensgefühl!

Es machte mich auch stolz! Niemals hätte ich gedacht, alleine SEIN zu können. Ja, es dauerte seine Zeit, aber es fühlte sich wunderbar an, für mich selbst zu sorgen. Ich wurde genügsamer und übte mich in purer Selbstfürsorge. Sich gut um einen selbst kümmern, entwickelt Respekt vor UNS selbst! Das Selbstwertgefühl und unsere Selbstachtung steigt enorm! Aus der beinahe zertretenen „Maus“ wurde wieder eine Löwin, die mit beiden Beinen sicher ihren Platz im Leben wiedergefunden hat. :D

Nachwort:

Also ihr lieben „Solistinnen“ … JA ich war super gerne Single! Dieser Zeit verdanke ich ganz viel! Alleine zu leben scheint auch Trend geworden zu sein? Und falls Du jetzt sagst „ja, aber zu zweit und mit Partner ist doch alles viel viel schöner!“ Ich gebe Dir recht. Ist es auch. Sofern wir den passenden Partner an unserer Seite begrüßen dürfen. Ich persönlich wäre lieber glücklicher Single als in einer unglücklichen Beziehung! Deshalb – das Sololeben kann (für mich war es so) eine wunderbare Zeit sein, wenn man SIE zulässt und in vollen Zügen lebt und genießt! Sie war die „Wegebnung“ für meine Beziehung, die ich heute führen darf. ›lächel‹.

Vielleicht siehst Du es genauso und magst mir dazu Deine Gedanken in einem Kommentar dalassen. Selbstverständlich auch dann, wenn Du anderer Meinung sein solltest! :-)

Ich wünsche Dir aber in jedem Fall, ob solo oder nicht, eine tolle und abenteuerliche Zeit! Von Herzen nur das Beste! Bis bald …

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Streit oder Meinungsverschiedenheit oder eben andere Sicht der Dinge gibt es immer wieder in unserem Leben. Gründe dafür gibt es viele, oft sind wir einfach gestresst, der Alltag überfordert uns weil wir Unmengen an Einzelaufgaben und Anforderungen ausgeliefert sind. Es reicht oftmals ein falsches Wort, ein falsches „Tun“ und eine Auseinandersetzung ist im Anflug. Das Meinungsverschiedenheiten geklärt werden müssen, ist klar. Doch es kommt immer auf die Art an wie du mit Streitsituationen umgehst. Streiten wie ein Buddha … mein Gedanke zum Thema „Streit“.

Jeder von uns ist anders und braucht auch etwas anderes. Wenn wir eine Auseinandersetzung mit jemanden haben, macht das jeder auf seine Weise, geht jeder anders damit um. Mich hat es zum Beispiel in den Wahnsinn getrieben, wenn mein Partner mir nicht mal ein halbes Ohr geschenkt hat, wollte ich etwas klären! Er stellte sich beinahe tot. :-) Dann fehlte mir die Aufmerksamkeit, das machte mich noch wütender! Ich war ein sehr impulsiver Mensch sobald es um die Klärung mancher Dinge in meinem Leben ging. Ich war lautstark, mit einer Menge „Handgedeute“,  zudem sehr ungeduldig und oftmals auch verletzend. Heute weiß ich: Ein Streit wird erst dann zum Streit, wenn sich einer von beiden angegriffen oder in eine Ecke gedrängt fühlt. Ich fühlte mich sehr oft gedrängt und falsch verstanden.

Sich zu streiten ist normal und sogar wichtig!

Selbst in der besten Beziehung oder der tollsten Freundschaft, kommt es zu Meinungsverschiedenheiten, es wird gestritten. Konflikte sind wichtig und machen uns stärker … wenn wir sie richtig austragen. Gemeinsamkeiten und Konflikte entscheiden über eine langlebige Freundschaft oder Partnerschaft. Sie sind es die dazu beitragen unsere Grenzen zu setzen, Meinungsverschiedenheiten auszutragen. Streiten hilft uns dabei, uns selbst und den anderen besser kennenzulernen. Unser Denken in Worte zu fassen. Streiten bedeutet sich nicht dabei aufzugeben, sondern zu versuchen, seine Bedürfnisse dabei zu finden.

Streiten ist kein Ego-Trip

Worum geht es in Wahrheit? Ich nehme mich selber wieder als Beispiel. Es gibt bestimmt Menschen die „streiten“ zu ihrem Hobby gemacht haben. Von diesen Menschen habe ich mich entfernt. Sie färbten auf mich ab, wie es unser engstes Umfeld eben macht. Lies dazu Zeig mir dein Umfeld und ich sage dir wer du bist Es ging immer nur um das eigene ich. Nichts anderes wurde von diesen Menschen akzeptiert. Klarerweise kam man dadurch selten auf einen gemeinsamen Nenner. Auch mir wurde nachgesagt ich würde egoistisch zu streiten. >lach< Damals fand ich das nicht so lustig weil ich den Makel nur an mir suchte.

Heute ist vieles anders und ich kann auch sagen das es normal ist, erstmal die eigene Person in den Vordergrund zu stellen, wenn es um Auseinandersetzungen geht! Seine individuellen Bedürfnisse wahrzunehmen und zu kennen hat etwas mit Selbstfindung zu tun. Man ist ganz bei sich. Es ist der erste Schritt Konflikte richtig zu lösen. Unsere soziale Intelligenz, unser Geist wird davon profitieren, streiten wir achtsam. :-) Wenn wir wissen wo unsere Grenzen sind und was uns wirklich wichtig ist.

Ich habe begonnen Konfliktsituationen zu hinterfragen

Macht mich die kurzfristige Absage einer Einladung wirklich so sauer, weil ich ja „etwas anderes“ zu tun hätte, oder fühle ich mich in meinem Vertrauen verletzt? Oder hat mich die stichhaltige Kritik meines Chefs geärgert, oder fühle ich mich insgesamt nicht wertgeschätzt? Oder in die andere Richtung „Weshalb ist mein Gegenüber plötzlich so gereizt“?

Je besser ich die eigene Persönlichkeit reflektiere, desto mehr Akzeptanz und auch Empathie entwickle ich für mich selbst und mein Gegenüber – eine sehr wichtige Grundlage für „achtsames“ auseinandersetzen! Einmal tief durchatmen, ist ein sehr einfacher Weg sich selbst dabei unter Kontrolle zu bekommen. Ein paar tiefe Atemzüge können unsere Reaktion auf einen vermeintlichen (Streit) Angriff entscheidend verändern. Eine Taktik die ich selber immer wieder anwende und die sehr hilfreich ist. Innerlich ruhig und gelassen zu bleiben, schafft Raum für sich und ist offener für andere Sichtweisen. Ein regelmässiges Üben dieser „Kontrolle“ heisst, dass du seine Emotionen viel leichter steuern kannst. Auch wird sich dein Emphatievermögen erhöhen. Es ist nun mal so – mit Gelassenheit gelingt alles einfacher oder lässt sich sogar vermeiden! :D

Sprich wenn DU wütend bist und es wird die beste Rede, die DU ewig bereuen wirst!

Ambrose Bierce

Auch wenn du dieses Zitat heute erst zum ersten Mal gelesen hast, wird er dir möglicherweise sehr bekannt vorkommen.

Es ist wichtig, Worte und Handlungen bewusst zu wählen

Ein Sprichwort sagt „Wenn Wasser verschüttet ist, kann es nicht mehr aufgesammelt werden“. Gesagt ist gesagt. Getan ist getan. Du verstehst was ich damit sagen will.

Statt unüberlegt verbal zurückzuschlagen oder sich einfach zu verkrümeln, was uns nicht weiter bringen wird und uns auch nicht gut tut, sollten wir überlegt formulieren und handeln. Natürlich ist es dabei wichtig seine eigenen Motive nicht aus den Augen zu verlieren

  • was will ich für mich?
  • was will ich für die Beziehung?
  • was will ich für die anderen?

Haben wir das verinnerlicht kann ein Streit konstruktiv genutzt werden deine und die Bedürfnisse des anderen zu erfüllen. Der Streit bekommt dadurch einen anderen Charakter. Aus einer Auseinandersetzung wird ein Miteinandersetzen. Damit ist gemeint, unterschiedliche Bedürfnisse miteinander in Verbindung zu bringen. Weg vom klassischen „Ich hab recht“ hin zu einer Kultur des Zuhörens, ein ehrliches Interesse an dem Anderen und seinen Absichten, unter Beachtung der eigenen Ziele!

Es geht nicht darum einen Schuldigen zu finden

Die Konfliktbereitschaft von den Menschen wird immer geringer. Wenige legen Wert auf Harmonie. Jeder spricht davon, jedoch hat keiner mehr die Fähigkeit, Konflikte ordentlich zu führen und zu lösen. Sie haben es verlernt. Es gibt nur eine Motivation die mir sehr oft begegnet sofern es um Auseinandersetzung geht. Nämlich „Bestrafen oder gewinnen wollen“. Das einzige Motiv des Auseinandersetzen. Ein grauenvoller Gedanke. Ein achtsamer Umgang mit uns selbst und unseren Freunden und Partnern macht die Qualität jeden Beziehung reich und liebevoll … auch wenn man nicht immer ein und den selben Gedanken hat!

Worte können vieles. Amüsieren, trösten heilen oder verletzen. Eines können sie jedoch nicht. Zurück genommen werden!

Ich wünsche DIR eine konfliktfreie Woche und wenn sich dennoch etwas ergeben sollte: Atme durch, schenk dir Raum und sei achtsam mit deinen Worten :-). Hab es gut, bis bald.

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Die Kreativität ist nicht nur etwas für  „Künstler“ in unserer Gesellschaft, wir alle haben sie, der Eine mehr, der Andere weniger! Wir alle wurden nicht strukturiert geboren, sondern frei, grenzenlos und mit einer enormen Kraft auf die Welt gesetzt. Wir sollten genau das in uns entwickeln, was zu uns gehört, was uns mit auf dem Weg ins Leben gegeben wurde. Wir wurden geboren um unsere fantasievollsten Ideen hinauszutragen, mit all unseren Visionen, neuen Sichtweisen und neuen Ideen … ob diese für andere interessant erscheinen ist dabei nicht von Bedeutung. Es geht dabei um dich.

Was ist Kreativität

Jeden Tag fällt dieses Wort mehrmals. Wir verwenden es ständig, doch wissen wir wirklich was es genau bedeutet? Kreativität ist die Fähigkeit, etwas zu erschaffen. Es kann uns von Nutzen sein oder auch nur der Dekoration dienen. Auf eine originelle Weise hergestellt oder auch akribisch genau durchgeplant. Es geht aber nicht nur darum seine Geschicklichkeit zu zeigen, kreativ zu sein beginnt in unseren Köpfen. Die Art wie wir denken und wie wir handeln ist durchaus kreativ.

Es gibt heute eine Vielzahl an Techniken, die das kreative Denken fördern sollen. Sie nennen sich zum Beispiel Mindmapping, Brainstorming oder freies Schreiben. Es geht dabei immer darum, sich von althergebrachten Denkmodellen zu lösen und neue Wege zu finden. „Thinking outside the box“ … sicher hast auch du das schon gesagt bekommen oder irgendwo gehört. Das bedeutet, dass wir über den Tellerrand nicht nur schauen, sondern auch denken sollten! Das Gewohnte hinter uns lassen und etwas völlig Neues kreieren.

Kreativität wird unterschätzt

Kreativität hilft uns beim Lösen kleinerer und grösserer Hürden in unserem Leben. Leider wird sie auch öfter als Eigenschaft verrückter Menschen oder grenzgenialer Genies betrachtet. Dabei schlummert diese Eigenschaft in uns allen. Bei einigen von uns ruht sie eben etwas tiefer und hält sich bedeckt. Bei anderen sprudelt sie nur so vor sich hin und ist hellwach. Ich bin auch sehr glücklich darüber dass es in der letzten Zeit etwas populärer wird, wieder an seine kreative Ader zu glauben!

Menschen deren Kreativität bereits an die Oberfläche getreten ist, verfügen über eine sehr farbenfrohe und lebendige innere Welt! :-) In dieser Welt regieren die Ideen und die Fantasien. Sie bestimmen auch darüber wie Probleme angegangen und gelöst werden, welche Fragen dazu notwendig sind … Ich kenne so viele kreative Menschen die unzählige Alternativen, die verschiedensten Möglichkeiten aus ihren Kopf herzuzaubern, um ein einziges Problem zu lösen! Es erstaunt mich immer wieder aufs neue. Ein Zitat von Albert Einstein bringt es wieder mal auf den Punkt:

„Logik bringt dich von A nach B. Deine Fantasie, bringt dich überall hin …“

Wie recht er hat.

Das heißt kreativ zu sein hat nicht nur mit Malerei, Musikern oder Künstlern zu tun. Jeder Einzelne von uns der eine kreative, also neue Lösung für die alltäglichen Probleme in unseren Leben findet, ist eine kreative Person. Jemand der sich viele Fragen stellt, eine anderen Sichtweise und neue Perspektiven hat die noch zuvor keiner eingenommen hat – ist definitiv kreativ!

Kreativität beginnt im Kindesalter

Wir alle hatten als Kind sicher die eine oder andere Möglichkeit, unsere Kreativität zu entwickeln. Verantwortlich dafür waren unsere Eltern. An ihnen lag es ob sie unsere kreative Ader gefordert und gefördert haben. Ich kann mich noch sehr gut an meine gemalten Häuser mit den angrenzenden Blumenwiesen und der Sonne erinnern. Davor stand ein kleines Mädchen … das sollte ich sein. Mehr hatte ich nicht drauf. Mein Häuschen war schmal und winzig im Vergleich zu den Blumen, die beinahe an die Sonne klopften. Und das kleine Mädchen … es bestand nur aus riesigen Ohren und bodenlangen Haaren sowie ganz dünnen Beinen. Meine Eltern erklärten mir ständig das es keine Blumen geben würde die höher als das Dach eines Hauses sein würden und würde dieses Mädchen in dem gemalten Haus wohnen, würden nur ihre Haare hinein passen … wohlgemerkt war ich älter als vier Jahre. :D Meine „Zeichenkunst“ hat sich auch im Laufe der Jahre nicht wesentlich verändert – ich habe mich immer dafür geschämt. Dinge zu malen die so nicht zu sein haben, wie ich sie gemalt hatte, wollte ich nicht mehr.

Im Nachhinein betrachtet – was und wo war das Problem, wenn Häuser klein und Menschen und Blumen größer sind? Vielleicht habe ich mir damals schon meine eigenen Gedanken darüber gemacht und fand eben Blumen schöner und wichtiger als Häuser. Und wahrscheinlich war es mir auch wichtig das wenigstens meine Haare im Trockenen wohnten. :-) Warum müssen Eltern solche ganz speziellen  „Kunstwerke“ zensieren? Gerade für Kinder ist der Prozess und nicht das Ergebnis von Bedeutung. Deshalb finde ich es sehr wichtig uns zurückzuhalten, wenn es um den künstlerischen Ausdruck eines Kindes geht, ihn nicht mit richtig oder falsch, schön oder hässlich zu bewerten. Damit blockieren wir die Spontanität und die Fantasie des Kindes und es wird nicht in der Lage sein, andere Alternativen zu finden – andere als die, die schon existieren. In der Zwischenzeit male ich … zwar keine kleinen Häuser mit großen Blumen mehr, aber es gibt einige Wohnungen in denen meine Leinwände zur Dekoration wohnen dürfen und darüber bin ich glücklich. :D

„Kreativität bedeutet, aus bekannten Mustern auszubrechen, um die Dinge anders betrachten zu können …“

Edward de Bono

Kreativität benötigt Spontanität

Wir leben in einer Welt in der Kontrolle einen Orden bekommt und Spontanität irgendwie gestoppt wird. Kreativität braucht aber diese Spontanität um am Leben zu bleiben. Oft haben wir Angst davor etwas Neues zu versuchen. Angst es nicht hinzubekommen, zu versagen und vielleicht dafür sogar Konsequenzen tragen zu müssen? Für jeden gibt es da ganz persönliche Situationen in denen diese Angst spürbar wird. Wir sollten aber keine Angst haben, etwas Neues und Schönes zu gestalten und zu entwickeln … es freizulassen. In jedem von uns schlummert SIE … diese Kreativität! Lass es zu und gehe den Ideen nach die möglicherweise verkümmert in deinem Inneren schlummern. Du wirst entdecken, dass du in der Lage bist Sachen zu tun, von denen du nie geglaubt hast, dazu fähig zu sein!

„Kreativität bedeutet, aus zwanghaften Regeln auszubrechen, sich von seiner Phantasie dirigieren zu lassen, um erstaunliche Symphonien zu erzielen …“

Kreativität lässt sich nicht erzwingen, aber lass sie raus wenn sie nach oben möchte! :-) Es wird dein Leben positiv verändern. Alles Liebe und eine ideenreiche Zeit wünsche ich DIR, bis bald.