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GESCHICHTEN … sie enthalten alle eine Botschaft. Geschichten erzählen Sachverhalte in Bildern. Sie müssen nicht unbedingt logisch sein. Das Gegenteil ist sehr viel häufiger. Vielleicht ist das so, weil damit die Beschäftigung mit einem Thema angeregt wird. Ein Satz wie „Lachen tut der Seele gut“ wirkt nicht so tief nach wie eben eine Geschichte, die über das Lächeln handelt und dargestellt wird.

Meine Geschichte, die ich heute für Dich ausgesucht habe, ist eine Kindergeschichte! JA eine Kindergeschichte, die wie ich finde, auch für uns Erwachsene eine Botschaft enthält. Ich wünsche mir für Dich, dass sie Dich entspannt UND Dir ein sanftes Lächeln in Dein Gesicht malt … wie vielleicht damals, als wir selbst noch Kinder waren … -:)

ALS DIE NOVEMBERFEE DIE RUHE BRACHTE

… die Novemberfee bemalt mit ihren Farben das Land …

Pssssssst!

„Es liegen die Zeiten, die Stille bereiten, ein tröstendes Band des Schlafs und der Ruh hauchzart übers Land. Es ruhen die Bäume.
Sie träumen die Träume der wandelnden Zeit in Tagen des Winters, wenn’s kalt ist und schneit.“

Psssssssst!

Ein leises Klingen lag in der Luft. Die Musik des weichenden Jahres zum Ende des Herbstes. Die Novembermusik des Lebens. Es war eine feine, zarte, ruhige Musik und wer ganz still stehen blieb und lauschte, vermochte sie allüberall zu hören.
Leise, mit feiner, zarter Stimme sang die Novemberfee zu dieser Musik ihr Lied. Ihren silbergrauen Umhang mit seiner Millionen und Abermillionen klitzekleiner, glänzender Pünktchen hielt sie weit über dem Land ausgebreitet.

Sie umfing Berge und Täler, Flüsse und See, Wiesen und Felder, Gärten und Parks, Häuser und Straßen mit ihren tröstenden Armen. Die Pünktchen auf ihrem Umhang funkelten. Eines nach dem anderen lösten sie sich vom Feengewand und trudelten leicht, still und langsam ihrem Ziele zu.

Und still und langsam legten sie sich auf die Äste der Bäume, auf Büsche, Sträucher, Herbstblüten, Kräuter, Gräser und die Winterfrüchte auf den Feldern. Sie legten sich in das Winterkleid der Tiere und manche von ihnen, die Mäuse, Kaninchen, die Eichhörnchen, Igel und viele andere zogen sich müde in ihre Winterschlafquartiere zurück.

Andere machten es sich auf Bäumen und Sträuchern, in Ackerfurchen und Wiesen, in schützenden Höhlen und im Unterholz gemütlich. Sie wussten es alle: Die Zeit der Ruhe war gekommen. Der Winter mit Eis und Schnee war nicht mehr weit. „RUHE“, sagte die Novemberfee, „Stille und Ruhe bringe ich dem Land.“ Ich sorge dafür, dass die Bäume und Pflanzen sich erholen und sich auf das neue Leben im nächsten Jahr vorbereiten.

Das die Tiere im Winter ihren Schlaf finden und von neuen Abenteuern und Tierhochzeiten träumen. Dass, die Menschen ein bisschen weniger schnell durch die Tage hasten und Erholung in der feierlichen Novemberstille finden. Ja, das alles bringe ich nun dem Land und ich wünsche mir, dass alle mein Geschenk der RUHE frohen Herzens empfangen und genießen mögen. RUHE ist wichtig, so wichtig, denn auch sie ist … das Leben.

Mit einer ruhigen, erhabenen und sehr sehr liebevollen Geste griff sie in die weiten Taschen ihres Umhangs, füllte ihre Hände mit silbernen Perlen, die sie weit über das Land warf. „RUHEPÜNKTCHEN!“, rief sie. „Möge jede Perle die RUHE zu Mensch und Tier, zu Baum und Strauch, zu Haus und Hof, zu Stadt und Land bringen.“

Und sie warf und warf und warf Perle um Perle zur Erde hinab. Und das tat sie den ganzen Novembermonat lang. Perle um Perle und diese brachten RUHE und Erholung und auch ein wenig Freude zu den Menschen. Und die Vorfreude auf den kommenden Monat des stillen, feierlichen Lichts, dem Monat der Dezemberfee … <3

Aus „Mit Omas Geschichten durch das Jahr“ von Elke Bräunling

Tja … was sagst Du zu dieser „Kindergeschichte“?
Was will sie uns als Erwachsene sagen?

Mein Lieblingssatz daraus ist: „Das Geschenk der RUHE, denn RUHE ist so wichtig, denn auch sie ist das Leben …“
Und genau DAS soll meine Botschaft an Dich sein. Nutzen wir die „stille“ Zeit um uns zu erden … nochmal tiefer in uns zu gehen … unsere Werte zu überdenken … neue Kraft zu sammeln … und noch ganz viel mehr.

In diesem Sinne hoffe ich sehr, dass Dir die „Novemberfee“ genauso gut gefallen hat wie mir.
Teilen macht Freude und wenn Du magst, teile sie mit lieben Menschen. ›lächel‹

Genieße die Zeit und gönne Dir mehr Ruhe als vielleicht normal.

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November

Nass, kalt und still. Die Tage werden kürzer und der Nebel liegt tiefer, unser Jahr steuert dem Ende zu. Der Monat November, ein Monat den viele Menschen nicht mögen, weil er sich so ungemütlich und traurig präsentiert. Das ständig nass-kalte Wetter mit zu vielen Viren und genauso viel schlechter Laune. Laut Umfrage – das Stiefkind aller Monate.

Ja und jetzt komme ich daher und möchte dir diesen unbeliebten Monat von der schöneren Seite zeigen. :-)

Inzwischen weiß jeder ich bin ein absolutes Sonnenkind, nur verbringe ich nun mal die kalte Jahreszeit zu Hause und versuche diesem unbeliebten Monat etwas Positives abzugewinnen. Es ist doch so wie bei allem im Leben – alles eine Frage der Ansicht oder?

November: Er hat die Farbe von heissen Maroni und warmer Schokolade, riecht manchmal nach gereiftem Wein und Weihrauch. Der November ist für mich wie eine große weiche Wolldecke, in die ich mich so richtig einkuscheln kann. Es gibt Düfte, die ich ausschließlich zu dieser Jahreszeit tragen kann weil es genau solch Kuschelwetter dazu braucht. Meine Stapel Bücher laden mich mehr denn je ein sie zu lesen und Kerzen, Teekannen und selbst gestrickte Socken haben Hochsaison … Sei ehrlich jetzt … klingt das so schlecht? Wie wäre es diese ruhige Zeit vor dem Weihnachtsstress einfach mal zu geniessen?

Genug getippt. Viel Freude jetzt beim Lesen :)

Novembergeschichte

Der November ist gekommen und viele Menschen sahen grau auch dort, wo bunte Farben das Bild beherrschten. „Im November ist alles trist“ sagten sie. „Die Gesichter der Menschen. Das Wetter. Die Natur. Das Leben.“ „Wer grau sehen will, verliert den Blick auf das Bunte“ widersprach ein Mann. Und schnell zog er seine knallbunte Jacke an. Seine Großmutter hatte sie ihm einst aus vielen bunten Wollresten gestrickt und „damit du immer fröhlich sein kannst im Leben“ gesagt. „Ich begreife es nicht, dieses Grau des Novembers.“

„Ich auch nicht, murmelte der November. „Warum macht man aus mir einen unliebsamen und humorlosen Kerl? Totenmonat nennt man mich.Ich fühle mich aber nicht tod. Auch nicht übellaunig, müde, krank und hässlich!“ Er blickte auf sein graues Gewand, das im Licht der Sonne geheimnisvoll wie von Diamanten bestickt funkelte. „Sie sehen nicht, was sie nicht sehen wollen?“ murmelte er. Bekümmert sahen auch seine Monatskollegen auf ihn herab.

„Sollen wir ihn trösten?“ fragte der der Juni. „Wir können ihm ein buntes Wettertheater schicken“, überlegte der April. „Oder Schnee“ warf der Januar ein. „Mit fröhlich tanzenden Schneeflocken.“ „Falsch“ widersprach der September. Damit zeigt ihr ihm nur seine vermeintlichen Unzulänglichkeiten, und das würde meinen Herbstbruder noch mehr betrüben. Er ist so bescheiden. Lasst ihn weiter auf seine ruhige Weise durch die Lande ziehen und wenn doch der ein oder andere Mensch seine schöne und liebenswerten Seiten entdeckt, wird ihn das umso mehr freuen.“

Die  Monate nickten zustimmen. Dann blickten sie wieder zum November hinab. Still und leise zog der mit seinem weiten Nebelumhang über die Städte, Dörfer und Wiesen, Felder und Wälder und sorgte dafür, daß die Natur zur Ruhe kam.

Elke Bräunling

Eine Geschichte die uns ebenfalls ein wenig zur Ruhe bringen soll und falls dir der Name „November“ noch immer nicht gefällt – du darfst ihn auch umtaufen :-) … eine ruhige angenehme Zeit wünsche ich DIR, bis bald wenn es wieder heißt: #Geschichtenliebe, die 12.