Beiträge

Lesezeit: 4 Minuten

Ich schreibe ja sehr gerne über die Liebe, Partnerschaft und den Wunsch vieler Menschen in einer gesunden Beziehung zu leben. Allerdings gibt es gefühlt mehr glückliche Singles als Paare. Single zu sein mag vielleicht am Anfang etwas eigenartig sich anfühlen, aber wenn wir ehrlich sind, gibt es auch sehr schnell sehr viele Vorzüge, die man als „Solo-Mensch“ erleben kann. Heute möchte ich mich ausschließlich ALLEN Singles zuwenden. :D

Nach ganz vielen Jahren ständiger Beziehungen gab es auch bei mir eine Phase, die ich – ehrlich gesagt nicht ganz freiwillig – als Single erlebt und gelebt habe. Manche von uns kommen von Beginn an sehr gut damit klar, plötzlich (oder auch absehbar) alleine dazustehen. Andere leiden ein Stück lang vor sich her, bis sie sich am Riemen reißen, ihre Krone wieder gerade rücken und die optische Veränderung (meistens ist das ja so) fertig vollbracht haben, um wieder ins normale Leben einzusteigen.

Ich gehörte zu den „Leidenden“. Ich verbessere – dramatisch furchtbar Leidenden. Bis ich allerdings nach und nach auf den Geschmack gekommen bin und die Vorteile des Singlelebens tatsächlich genießen konnte! ›zwinker‹.

Die Qualität meines Lebens verbesserte sich

Würde ich diese Überschrift als „frischer“ Solo-Mensch lesen, würde ich wahrscheinlich nur den Kopf schütteln. Verständlich … aber für ALLE frischen Solo-Frauen, speichert diesen Beitrag ab, denn es wird der Moment kommen, wo ihr diesen Artikel Kopf nickend gerne lesen werdet. Also bis später und nicht vergessen: ALLES WIRD GUT … ich verspreche es. :-)

Und nun zu den „Geprüften“ unter uns: Der Schmerz ist vorbei und eigentlich ist das Leben doch auch als „Solist(in)“ tuto bene? Wir leben doch in einem Zeitalter und in einer Gesellschaft, die sich im Wesentlichen um „ich“ und „mich“ und „meine“ Wünsche nach Flexibilität … Freiheit und persönlicher Wahl dreht! Unser Leben dreht sich um uns selbst. Und es gefällt uns. Wir investieren lieber in unser eigenes Glück als in das Glück anderer.

Ich fand das damals auch absolut richtig. Immerhin hat „Frau“ (vielleicht auch Mann), das Leben von anderen „leben“ lassen bevor es sich aufgelöst hat. Selbstliebe, Selbstwert und Neubeginn … das wurde mir gepredigt. Zurück zur  verlorenen Lebensfreude und dem Genuss! Endlich wieder Raum zum Atmen und Zeit zur „Selbstbeschau“! Wenn ich heute auf diese Zeit zurückschaue, kann ich behaupten, dass diese längere Single-Phase mein Leben wieder in die Mitte gerückt hat! ›lächel‹ …

Was es war, und wie ich es empfunden habe …

Zeit, um den Fokus auf uns selbst zu legen. Alleine zu leben, bietet das perfekte Rundherum, um mehr über uns zu erfahren und uns selbst zu entdecken! Bei mir waren es meine Verhaltensmuster, die immer ihre Runden drehten und die mir in der Beziehung zwar aufgefallen waren, ich mich aber nie damit auseinandergesetzt habe. Es war zu viel Ablenkung und zu wenig Ruhe um mal genauer hinzusehen. So verhielt es sich auch mit der Motivation, meinen Wünschen und Zielen aber auch Schwächen. Das Alleinleben gibt mehr Zeit, sich auf einen selbst zu konzentrieren. Letztendlich sind es ganz wichtige Dinge, die das eigene Leben verbessern.

Zeit, um unsere Leidenschaft(en) zu leben. Also „Solistin“ ist es unkompliziert(er), sich die Freiheiten zu nehmen, die wir brauchen. An Dingen zu arbeiten, die vielleicht viel Zeit in Anspruch nehmen. Sich der Kunst zu widmen oder der Musik hinzugeben. Mein kreatives SEIN ist mit dem alleine Leben auferstanden. Ich wusste bis dahin gar nicht, was so alles in mir schlummert! ›lach‹. Jetzt ist mir klar, weshalb auch so viele Schriftsteller und Künstler die Einsamkeit vorziehen! Das Singleleben schafft die Umgebung die sich bestens zum Denken, Träumen und letztendlich zum TUN anbietet, OHNE auf jemanden Rücksicht zu nehmen. :D

Das innere Gleichgewicht wieder finden. Unser Leben findet in einer hochgradig vernetzten Gesellschaft statt. Es wird unfassbar viel verlangt. Beruf, Familie … ach ja … und da war ja auch mal ne Partnerschaft! ›zwinker‹! Dazu kommen die äußeren Einflüsse des Klatsches und der Nachrichten, die uns täglich überrollen! Es ist schwer, dabei in seiner Balance zu bleiben. Jeder will immer und ständig irgendetwas  …, auch dann, wenn man selbst gar nix möchte! Das alleine Leben, bietet diese Möglichkeit einfach NICHTS zu müssen! ›wunderbar‹.

Verantwortung nur für sich selbst. DU kannst tun, WAS Du willst, WANN Du willst und WO Du willst, wenn Du SOLO bist! Man hat keine Pflichten … bei allem, was man tut, ist kein Druck spürbar. Anfangs habe ich das ein wenig vermisst, aber danach, konnte ich es richtig genießen! Ein anderes Umfeld bringt andere Erfahrungen mit sich. Alles darf … aber nichts muss! Eine Situation, die mein Leben sehr bereichert hat!

Wertschätzung anderer ist gestiegen. Das Alleinleben brachte mit sich ein harmonisches Gleichgewicht zu erleben. Ich konnte die Gegenwart anderer Menschen wieder genießen UND ich schätzte diese besonderen Verbindungen wieder. Die Wahl der Menschen war mir ein leichtes und mir gelang es gut, die „richtigen“ Menschen für mich auszuwählen. Neues Leben – Neues Umfeld – Neues Lebensgefühl!

Es machte mich auch stolz! Niemals hätte ich gedacht, alleine SEIN zu können. Ja, es dauerte seine Zeit, aber es fühlte sich wunderbar an, für mich selbst zu sorgen. Ich wurde genügsamer und übte mich in purer Selbstfürsorge. Sich gut um einen selbst kümmern, entwickelt Respekt vor UNS selbst! Das Selbstwertgefühl und unsere Selbstachtung steigt enorm! Aus der beinahe zertretenen „Maus“ wurde wieder eine Löwin, die mit beiden Beinen sicher ihren Platz im Leben wiedergefunden hat. :D

Nachwort:

Also ihr lieben „Solistinnen“ … JA ich war super gerne Single! Dieser Zeit verdanke ich ganz viel! Alleine zu leben scheint auch Trend geworden zu sein? Und falls Du jetzt sagst „ja, aber zu zweit und mit Partner ist doch alles viel viel schöner!“ Ich gebe Dir recht. Ist es auch. Sofern wir den passenden Partner an unserer Seite begrüßen dürfen. Ich persönlich wäre lieber glücklicher Single als in einer unglücklichen Beziehung! Deshalb – das Sololeben kann (für mich war es so) eine wunderbare Zeit sein, wenn man SIE zulässt und in vollen Zügen lebt und genießt! Sie war die „Wegebnung“ für meine Beziehung, die ich heute führen darf. ›lächel‹.

Vielleicht siehst Du es genauso und magst mir dazu Deine Gedanken in einem Kommentar dalassen. Selbstverständlich auch dann, wenn Du anderer Meinung sein solltest! :-)

Ich wünsche Dir aber in jedem Fall, ob solo oder nicht, eine tolle und abenteuerliche Zeit! Von Herzen nur das Beste! Bis bald …

Lesezeit: 3 Minuten

Wir fühlen uns manchmal so deprimiert, dass uns das Leben einfach nur noch leer und unsinnig erscheint. Ich sehe es als einen Erschöpfungszustand, bedingt durch unsere Traurigkeit, der ohne um Erlaubnis zu fragen bei uns einzieht. Werden wir gefragt was eigentlich mit uns los sei, ist die Antwort: „Ich bin nur müde“ Obwohl wir eigentlich traurig sind. Das sind Gefühle und Emotionen die uns Frauen nur allzu bekannt sind. 

Traurigkeit, wie lange wirst Du bleiben?

Gerade die „trostlosen“ Tage lösen manchmal in uns etwas aus. Ohne Grund, es fehlt die Sonne, dass Licht das uns hilft, unsere Gedanken positiv zu halten. Traurigkeit kann selbstverständlich sehr viele Ursachen haben. Wenn wir zum Beispiel einen Verlust erlitten haben, wenn wir ein Ereignis negativ bewerten, oder wenn wir ein bestimmtes Ziel eben nicht erreicht haben. Gründe gibt es unzählige! Es ist ein Gefühl das uns allen vertraut ist und immer wieder mal in unserem Alltag vorkommt.

Ich war früher sehr oft traurig … ich machte mir viel zu viele Gedanken um zu viele Dinge, die ich in Wahrheit sein hätte lassen sollen. Ich nahm alles sehr persönlich und das machte mich hilflos und traurig. Es war ein Zustand der mich auch sehr müde machte! Wenn ich nach dem „Warum“ forschte und im Internet nach Erklärungen von Traurigkeit suchte,  schleuderte mir Mr. Google sofort das Wort Depression vor meine Augen.

Traurig zu sein, bedeutet aber nicht immer unter einer Depression zu leiden! Diese, ich nenne es mal „gedrückte Grundstimmung“, hat auch oft ein seelisch schmerzliches oder aussichtsloses Ereignis hinter sich. Das kann die Lebensfreude richtig dämpfen und zu einer Lebenskrise führen. Bei mir traf Letzteres zu und das stürzte mich in Wellen immer wieder kehrender Traurigkeit, was mich sehr müde machte.

Diese Phasen gehören zu unserem Leben

Phasen der Traurigkeit gehören aber leider zu einem normalen und gesunden Leben dazu. Es ist keine Krankheit und sollte auch nicht sofort als Depression bewertet werden! Traurigkeit sollte als Fähigkeit gesehen werden, sich mit aussichtslosen oder belastenden seelischen Ereignissen, auseinanderzusetzen.

Erst dann wenn man eine unendliche anhaltende Niedergeschlagenheit und Traurigkeit verspürt und ein massiver Erschöpfungszustand in den Vordergrund tritt, ist das ein Zeichen dafür, dass eine krankhafte Ursache für den Gemütszustand verantwortlich ist.

Wir lassen uns manchmal viel zu oft von außen beeinflussen und vergessen dabei, dass Traurigkeit und Depression nicht dasselbe sind. Solange es nicht unser Leben dirigiert! Und so paradox es jetzt vielleicht klingen mag … aber diese Traurigkeit hilft uns zu wachsen und vorwärts zu kommen. Wir sollten unsere Traurigkeit also nicht unbedingt als bedrohlich ansehen.

Aber warum fühlen wir uns so müde wenn wir traurig sind?

Wie ich ja gleich zu Beginn geschrieben habe, sagen wir Frauen nicht „ich bin traurig“ wenn uns jemand anspricht, sondern „ich bin nur müde …“. Diese Aussage bedarf keiner weiteren Erklärung, die uns eventuell unangenehm sein könnte. Der Weg zum Arzt wird nichts bringen da physisch alles in Ordnung sein wird. Es ist tatsächlich so, dass manche Gefühlslagen keine „Medizin“, sondern einfach nur Licht, Sonne, frische Luft und Zeit benötigen.

Traurig zu sein zieht uns eine Menge Energie ab. Sie macht aus uns ein „müdes Bündel“. Der Umgang mit anderen Menschen ist anstrengend. Der Lärm unserer Außenwelt stört uns und ich kann mich noch gut erinnern, mir war eine einsame Ecke lieber als das allgemeine Chaos auf den Straßen. Dieses Sparprogramm in unserem Körper ist aber auch sehr nützlich und hat seinen Zweck:

Es regt die Selbstwahrnehmung an. Unser Köpfchen sagt uns, dass es an der Zeit wäre stehenzubleiben. Innezuhalten und nachzudenken. Wir sollten bestimmte Aspekte in unserem Leben reflektieren!

Traurigkeit verdient Deine Aufmerksamkeit

Traurig zu sein bedeutet, dass wir uns für eine kurze Zeit müde und isoliert fühlen werden. Das ist vollkommen in Ordnung. Traurigkeit können wir nicht mit Vitaminen vertreiben, wir müssen zum wahren Kern unseres Problems vordringen. Deine Traurigkeit verdient in diesem Moment Deine vollste Aufmerksamkeit und Du darfst ihr auch erlauben, etwas länger zu bleiben.

Es ist sehr wichtig diese Emotionen anzunehmen, stehen zu bleiben und darauf zu schauen, was uns traurig macht. Unseren Verstand unklar erscheinen lässt oder uns beunruhigt. Tun wir das nicht, wird die Traurigkeit wachsen und dann hat Dr. Google recht mit seinem Vorschlag „Depression“. Wenn wir aber mit diesem Gefühl arbeiten, können wir als Mensch wachsen!

Sieh die Traurigkeit als Deine innere Stimme

Zusammenfassend möchte ich noch sagen, dass es immer wieder Abschnitte in unserem Leben geben wird, in denen die Müdigkeit mehr emotionaler als körperlicher Natur sein wird. Deshalb sollten wir die Traurigkeit nicht sofort als eine zu behandelnde Erkrankung sehen. Sehen wir sie als eine innere Stimme, der wir zuhören müssen! Sie ist eine wertvolle und sehr nützliche Emotion, die wir nutzen können, um daran zu wachsen .

Traurig sein liegt zwar nicht gerade im Trend, aber ich habe für mich festgestellt, dass mir die Traurigkeit in meinem kreativen TUN hilft. Aus ihr entstehen Texte, Impulse, Bilder und Ideen. Wenn ich mich „traurig“ sein lasse, ist das eine unerschöpfliche Quelle für mich. Wir können uns im „Traurigsein“ sehr nah sein. <3

Ich wünsche Dir wenig Traurigkeit … und falls sie doch mal vorbeischaut, hör ihr zu was sie zu sagen hat.