Beiträge

Lesezeit: 6 Minuten

Wird eine Krankheit diagnostiziert, ist das für jeden Betroffenen häufig ein Schock. Es bedeutet, sein Leben neu zu gestalten … nach der Krankheit zu strecken. Es kann passieren, dass vieles nicht mehr so wie früher sein wird. Es bedeutet in ein neues Leben einzutauchen, dass von langwierigen Therapien, Schmerzen und vielen Unsicherheiten gepflastert ist. Ein Leben mit einer „unsichtbaren“ Krankheit oder chronischen Krankheit, wie ich auch sagen könnte, wird sehr oft von unserer Gesellschaft belächelt. Die Aussage „Du hast doch gar nichts …“ ist dabei keine Seltenheit.

Einleitung

Ich habe etwas überlegt ob ich diesen Artikel schreiben soll, muss, möchte? Denn in der Regel berichte ich lieber über positive Dinge oder schreibe über Themen die zwar nicht immer schön und angenehm sind, aber dennoch immer einen guten Ausgang finden … setzt man sich damit bewusst auseinander.

Nun, ich weiß aber auch dass es eine hohe Zahl an Frauen (sicherlich auch Männer, aber sorry – ich schreibe nun mal für Frauen >zwinker<)  gibt, die ein Leben mit chronischer Erkrankung führen. Unsichtbar für Aussenstehende … Tage, die schmerzerfüllt sind und es auch dauert, bis man sich davon wieder erholt hat.

Eine „unsichtbare“ Erkrankung ist anders als zwei gebrochene Arme. Eingegipst und in der Schlinge tragend. Keiner würde je auf den Gedanken kommen zu sagen: „Hey, Du trägst das sicher zum Spaß, und Schmerzen hast Du sicher auch keine …“ Ein gebrochener Arm ist offensichtlich und kein Mensch würde es in Frage stellen! Anders ist es meist bei chronischen Leiden. Ich muss an dieser Stelle ganz klar sagen, dass eine chronische Erkrankung auch immer Wut, Angst aber auch Verzweiflung mit sich bringt. Man steht plötzlich Problemen gegenüber, über die man sich in seinem gesunden Leben niemals Gedanken gemacht hat.

In den letzten Wochen bin ich selbst, auch als Betroffene, mit ähnlichen Aussagen konfrontiert worden. Deshalb finde ich es nicht verkehrt, ganz offen über dieses Problem und über die Angst, den Rest des Lebens mit einer chronischen, unsichtbaren Erkrankung zu leben, auch zu sprechen.

„Du hast doch gar nichts …“

Oder stell Dich nicht so an … das kennst Du vielleicht, wenn Du ein Leiden mit Dir herumträgst, dass für andere nicht unbedingt sichtbar sein muss! Wie ich oben schon angeführt habe, ein gebrochenes Bein, das Gehen an Krücken oder eine sichtbare Narbe lassen es erkennen. Man ist krank, fühlt sich nicht gut oder ist in der Genesungsphase. Punkt. Wie sieht es aber bei chronischen Schmerzen aus? Einer labilen Psyche? Selten erkennt man das Problem zudem man als Betroffener ein Meister der „Vertuschung“ geworden ist. Und was nicht offensichtlich ist, ist für viele Menschen einfach nicht da. Nichts davon existiert.

Ich bezeichne mich jetzt mal als noch einigermaßen „jung“. Ich sehe gesund und manchmal sogar richtig frisch und zum Bäume ausreißen aus! Aber wie so oft, trügt der Schein. Auch ich gehöre zu den Menschen, die an unsichtbaren chronischen Krankheiten leiden. Wobei ich sagen muss, dass „leiden“ für mich nicht so richtig passt. Mir ging es auch schon viel schlechter als heute und ich komme im Moment ziemlich gut klar damit.

Einer meiner „unsichtbarer Begleiter“ hat den Namen Fibromyalgie und ich bin eine Borderlinerin. Beides wurde erst sehr spät diagnostiziert, obwohl die Anzeichen schon seit meiner Kindheit da waren. Fibromyalgie ist ein Muskelfaserschmerz der sich im ganzen Körper absetzen kann. Bei mir speziell ist es  die Druckschmerzempfindlichkeit. Sehr oft so schlimm, dass ich nicht mal die Bettdecke in der Nacht ertragen kann. Über Borderline aufzuklären, würde hier auch den Rahmen sprengen, da es eine seh große Bandbreite von Symptomen dieser Krankheit gibt und diese auch unterschiedlich „gelebt“ werden. Es sind jedenfalls für den Laien unsichtbare Krankheiten.

Ein mühseliger Weg zur Diagnose

Nicht nur das man an sich selbst zweifelt, sondern auch die Ärzte nehmen einen nicht immer ernst, wenn es um Schmerzen und eigenartiges Empfinden geht. Alles wird zunächst auf die Psyche geschoben. Alles wird auf den seelischen Zustand geschoben. „Alles in Ordnung … oder nur Einbildung …“. Daher war es ein sehr langer Weg bis zum endgültigen Befund. Selber weiß man dass sich etwas im Körper abspielt das nicht so ist wie es sein sollte. Die Kraft und die Ausdauer reicht oft für viele nicht aus um dran zu bleiben und nicht locker zu lassen um endlich zu wissen was eigentlich los ist.

Als ich noch meinen Job arbeitete, ging es mir in der letzten Zeit sehr oft schlecht. Stress der mich zuvor immer in Höchstform brachte war plötzlich pures Gift für mich. Der Verantwortung war ich nicht mehr gewachsen. Der Körper war stets anderer Meinung als ich. An ein gewisses Schmerzlevel habe ich mich in der Zwischenzeit gut gewöhnt. Oder besser gesagt, man arrangiert sich damit. Der Körper tut immer irgendwo weh und sehr oft bewege ich mich wie eine alte Frau, worüber ich in der Zwischenzeit schon scherzen kann. :-)

Worum es aber in Wahrheit geht

Nur Menschen die mich sehr sehr gut kennen und das sind nicht viele, kennen mir meine Schmerzen und die Krankheiten dahinter an. Ein Fremder wird es weder beim zweiten noch beim dritten Blick erkennen. Und deswegen wird man auch nicht ernstgenommen, wenn man sich mal erlaubt zu sagen, dass es einem grad nicht so besonders gut geht. In der Regel behalte ich es auch lieber für mich, schließlich ist meine Passion eine andere als jammern!

Leider ist es aber so, dass Leute sehr gerne ohne nachzudenken ihre Meinung abgeben. Oftmals auch ohne um sie darum zu bitten, oder noch schlimmer, sich „laut“ Gedanken machen über einen, wenn man gar nicht anwesend ist! „Die hat doch gar nix …  Theater um nichts … sie steht gerne im Mittelpunkt …“ nur um ein paar Beispiele zu nennen. Aussagen die natürlich verletzend sind wenn man sie zu hören bekommt.

Chronisch krank zu sein bedeutet nicht, dass wir „markiert“ durch die Welt laufen müssen. Das gilt genauso für an Diabetes Erkrankte, depressive Menschen, Menschen, die unter Angstzuständen leiden und vieles mehr. Es wäre schon in Ordnung, ernst genommen zu werden  ohne sich erklären zu müssen …  es wär eine imense Erleichterung für alle Betroffenen.

Es  ist schwierig jemandem zu erklären, der keine Ahnung hat und sich das auch nicht vorstellen kann, was es bedeutet, jeden Tag mit Schmerzen zu erwachen, ständig müde zu sein, während man nach außen lächelt, und so tut als sei alles in Ordnung.

Als chronisch kranker Mensch, geht man oft jahrelang an seine körperlichen und emotionalen Grenzen um den Anforderungen unserer Gesellschaft zu entsprechen. Ich habe das getan, bis ich merkte dass ich dabei kaputt gehen würde.

Beruflicher Erfolg oder doch lieber die Gesundheit?

Es gibt Menschen, ich ebenso, die haben sich immer über ihren Beruf definiert. Man immer zum Besten erfüllt was von einem verlangt wird und darüber hinaus. Es ist keine schöne Sache wenn man sich eingestehen muss, dass seine Leidenschaft plötzlich nur noch als Last empfunden wird! Dem nicht mehr gerecht werden kann, da der Körper und der Geist einen anderen Weg eingeschlagen haben. Ich habe die Anzeichen meiner Krankheit völlig missachtet und spielte mit meiner Gesundheit. Bis ich für die Firma durch die vielen, nicht mehr kalkulierbaren Krankheiten, nicht mehr verlässlich einsatzfähig war. Ich hatte auch die Garantie erhalten, dass mir meine Schmerzen erhalten blieben. Mein Alltag musste sich verändern.

Ich entschloß mich für meine Gesundheit und gegen den beruflichen Erfolg. Ich bin die Leiter hinunter gestiegen, musste mich in allen Dingen verkleinern und zurückstecken,  etwas wofür ich mich die ersten Jahre fürchterlich geschämt habe! Ich fühlte mich als große NULL. Für Außenstehende wirkte ich gesund, was mir auch immer wieder gesagt wurde.

Ich sah die Menschen in meinem Umfeld, die an mir vorbeizogen. Die ihre Leistung brachten. Erfolgreich waren … sich etablierten und mit ihren Familien in schönen Häusern lebten. Während man selbst die erste Zeit im Krankenhaus verbringt und danach zu Hause am Bett liegt und versucht mit den körperlichen und seelischen Schmerzen klar zu kommen.

Es ist schwer wieder Fuß zu fassen, es ist schwer seine Freizeit zu gestalten, es ist schwer eine Partnerschaft zu führen oder Menschen zu finden, die einen so akzeptieren, wie man nun mal ist. Und am allerschwersten ist es, sich dabei selbst zu lieben! Das größte Problem ist man wie so oft selber …

Materielle Güter lösen vergängliche Glücksgefühle aus

Yep – das ist mir heute bewusst. Viel zu viele Menschen legen sich diese „Fesseln“ selbst an. Sie schwimmen mit dem Strudel mit. Viel zu viele Menschen ordnen sich einem System unter, welches ihnen nicht gut tut. Ich habe mich für meine Gesundheit und gegen eine bessere  Firmenposition entschieden … gegen ein noch besseres Gehalt.

Heute richte ich mein Leben nach mir und meiner Krankheit und nicht nach den Zahlen fremder nichts ahnender Menschen!

Ich akzeptiere es, wenn ich einen Tag nicht so „kann“ wie ich gerne wollte. Ich lege mein Tempo fest und bestimme den Rhythmus ohne in ein System zu rutschen in dem ich gezwungen werde. Auch wenn es für viele nicht den gesellschaftlichen Regeln entspricht, was aber deren Problem ist und nicht meines. Das was ich heute mache wird nicht bezahlt, aber es erfüllt mich mit Freude. Es lässt mich meine Erkrankung und Nebenerkrankungen besser akzeptieren, weil ich Zeit habe mich um sie zu kümmern! 

Natürlich hasse ich die Tage, an denen ich das Sofa nicht verlassen kann, ich weiß aber auch, dass je mehr ich mich dagegen wehre, es nicht besser werden wird. Und wenn heute wieder jemand der Meinung ist „Die hat doch gar nix …“ dann lass ich diese Meinung genauso stehen.

Eine chronische Erkrankung bringt leider viele Folgeerkrankungen mit sich. Man muss lernen mit physischen sowie psychischen Einschränkungen umzugehen. Und immer wieder muss man sich aus einem vorbeiziehenden Tief wieder hochrappeln und weiter machen. Doch eines ist ganz sicher, das Leben belohnt auf eine andere Art und Weise. <3

Dein Körper kann fast alles schaffen. Es ist Dein Geist, den Du nur überzeugen musst.

Lesezeit: 4 Minuten

Wie wird das noch alles enden?

Meine Ferien sind zu Ende, nur so wie sie zu Ende gingen sollte kein Urlaub beendet werden – das wünsche ich schon mal jedem. Ich hatte die Möglichkeit (ungewollt natürlich) das Wochenende und den Rest meines Urlaub in der Notaufnahme in Villach zu verbringen … und was mir in dieser so kurzen Zeit alles untergekommen ist, ist es mir auf jeden Fall wert meine Gedankengänge damit zu füllen. Einerseits weil es mich beschäftigt und andererseits weil ich es noch immer nicht ganz glauben kann!

Du hast es sicher schon mal selbst erlebt: Freitag Abend kurz vor Feierabend brauchst du noch dringend etwas. In den Geschäften selbst ist schon eine allgemeine Aufbruchsstimmung und Feierabendlaune zu sehen und zu spüren. Aber Du hast noch 8 Minuten bevor die Rollos dicht machen. Normal ist es nicht Dein Ding so kurz vor Feierabend noch hinein zu gehen, aber es ist wichtig und es sind noch ein paar Minuten Zeit. Wenn Blicke töten könnten, wärst Du nach der Schwelle tot zu Boden gegangen, so giftig wurdest Du gemustert, empfangen und letztendlich ignoriert!? Ist Dir das schon mal passiert? Gut, dann kannst Du Dir ungefähr vorstellen wie es mir am Freitag Abend im KH Villach ergangen ist. Mit einem kleinen Unterschied: Hier ist nicht die Rede von einem Geschäft das um 19.00 schließt, sondern von einer Notaufnahme die rund um die Uhr besetzt ist!

Ein befreundeter Arzt untersuchte mich noch in Italien und empfahl uns umgehend ein Ultraschall und wenn möglich ein CT machen zu lassen, da meine Schmerzen so unerträglich wurden, dass selbst die Spritzen und Medikamente die ich beim Pronto soccorso (Erste Hilfe vom Roten Kreuz) bekommen hatte, nichts halfen.

Mein Mann platzierte mich auf einen Stuhl und ging auf die Suche nach jemanden der mich aufnehmen konnte. Mit mir selbst beschäftigt, sah ich einen Mann hereinkommen, der seine Hand in ein Handtuch gewickelt hatte: „Keiner da …“ wurde uns gesagt. Nach einiger Zeit streckte eine Ärztin ihren Kopf aus einer Tür, worauf der Mann hinging und sagte: „Entschuldigen sie, ich bin mit meiner Hand in die Kreissäge geraten, meine abgetrennten Finger sind in dem Handtuch eingewickelt … können sie mir bitte helfen?“

Die Antwort der Ärztin und jetzt kommt’s: „Aha, ja, ok, das dauert, setzen sie sich hin, sie müssen noch das Formular ausfüllen und werden danach aufgerufen …“ Sie wandte sich einem anderen Patienten zu, der wahrscheinlich an der Reihe gewesen wäre, der sie aber dann total aus dem Konzept brachte als er sagte: „Meinen sie nicht das dieser Herr sofortige Hilfe mehr benötigen würde als ich?“ Es folgte kein „Ja klar kommen sie sofort mit.“ oder dergleichen … nichts … sie verschwand ohne ein weiteres Wort wieder hinter ihrer magischen Türe.

Was weiter passierte kann ich nicht sagen, da mein Mann mich gleich auf die Station brachte und sich dort denke ich unbeliebt gemacht hat. Eine Ärztin machte AUSNAHMSWEISE ein Ultraschall. Doch trotz der genauen Angaben, die ich machte, setzte sie die Untersuchung an der falschen Körperseite an und meinte: „Da ist alles in Ordnung!“ – Klar … von der Seite war auch nie die Rede. Die Entzündungswerte wurden kontrolliert und ich hätte von dem Blut das neben die Kanüle rann eine halbe Blutkonserve befüllen können. Jetzt hab ich etwas übertrieben, aber sie hatte weder die Nadel noch mich im Griff. In den Saubermachphasen, wurde von Weidezäunen und Gartenzäunen gesprochen und gescherzt.
Um meine Geschichte hier zu beenden, ich musste bleiben da sie mich schmerzfrei machen wollten und auch noch Untersuchungen ausständig waren. Ich freute mich auf jede einzelne Infusion die ich bekam, doch haben sie allesamt leider nicht geholfen!

Die morgendliche Visite war gegen 8 Uhr. Die Ärztin vom Abend zuvor war noch im Dienst. Drückte mir ohne mich zu fragen wie es mir jetzt geht, einen Umschlag in die Hand und meinte ich müsse zu einem Orthopäden gehen … hier kann man nichts für mich tun?! Sie schmissen mich mehr oder weniger mit einem wohlgemerkt falsch gestellten Befund, wie sich danach rausstellte, nach Hause. Mit einem Rezept für ein Medikament das ich in ganz Villach nicht bekam, da es seit Wochen nicht lieferbar ist, und mit den selben Schmerzen mit denen ich gekommen bin … Ich bettelte beinahe um ein Medikament das mir die Autofahrt zurück erleichtern würde … diese Spritze habe ich dann von der Stationsschwester bekommen die als einzige irgendwie Mitleid mit mir hatte.

So, und jetzt frag ich mich und Dich: wieviel Unfähigkeit ist eigentlich erlaubt, um als Arzt oder Assistenz im Gesundheitssystem arbeiten zu dürfen?

War es nur der falsche Tag? Die falsche Uhrzeit? Oder war es so weil ich nicht aus Kärnten war? Weil mein Mann an meiner Seite war und mich keine Minute aus den Augen ließ? Hatte ich die falsche Haarfarbe? Oder wäre es besser gewesen zu normalen Öffnungszeiten zu kommen, so wie der Mann der sich zwar seine Finger abtrennte aber trotzdem erst am Montag kommen hätte sollen, dann wenn seine Finger schon zu laufen begonnen hätten und die Nerven schon hinüber sind und nichts mehr zu machen wäre! Ich hab echt keine Ahnung sag Du es mir!

Wo ist die Menschlichkeit, die Freundlichkeit, die Sensibilität der Menschen geblieben? Ebenfalls schockiert mich das Wissen und die Einschätzung und vor allem die Glaubwürdigkeit mancher Ärzte. Was tun Menschen die alt sind, die keinen an ihrer Seite haben in solchen Situationen? Daran will ich gar nicht denken …

Ich weiß ja das das dieses Erlebnis kein Einzelfall ist, ich habe immer wieder ähnliches erlebt, nur so krass ist mir es noch nie aufgefallen bzw selbst passiert. Hallo … wir befinden uns in Österreich, es stehen uns wahrlich alle Mittel zu Verfügung, die andere Länder nicht besitzen … nur was helfen diese, wenn der Mensch schon an den einfachsten Dingen scheitert, nämlich Menschlichkeit und am TUN und WOLLEN …

Was ich unbedingt noch sagen MUSS!

Ich besuchte, bevor ich mich entschloß nach Villach zu fahren, den Notarzt in Italien. Eben Pronto soccorso, eine neue moderne Station die rund um die Uhr besetzt ist. Diese Ärzte müssen sich den ganzen Tag zu 90% mit Touris rumschlagen, die erst spät am Abend eintrudeln weil sie zu doof sind ihren Kindern Sonnenschutz zu schmieren oder Babys einfach nackig und ungeschützt ins Wasser setzen … oder sich am Morgen schon die Birne zuschütten, der italienischen Sprache nicht mächtig sind sondern sich nur auf „nobeldeutsch“ verständigen können und dann auch noch grantig werden, weil kein Italiener sie versteht!
Ja und Was machen die Ärzte dort? Sie bleiben freundlich und bemüht.Ich wurde bestens versorgt, Zeit zum Scherzen wurde immer eingeplant und die Herzlichkeit war immer zu spüren … obwohl ICH hier die Ausländerin war – anders als in Österreich!

Wo soll das noch hinführen … besser wird es keinesfalls werden wie auch ein Gespräch mit unserem befreundeten Arzt zeigt.

Danke fürs Zuhören. Bis zum nächsten Mal, wenn ich hoffentlich Schöneres zu bieten habe. :-)

Lesezeit: 5 Minuten

Gesundheit und Wohlbefinden – es ist das Wichtigste in unserem Leben. Ohne fühlen wir uns nicht wohl in unserer Haut. Die Wartezimmer der Ärzte werden immer voller mit Menschen, die sich hier Erleichterung für ihre Schmerzen und Wehwehchen erhoffen. Dabei geht es schon lange nicht mehr um eine Verkühlung oder Magenverstimmung, es geht dabei um Erkrankungen die sehr oft nicht erkannt, übersehen oder einfach nicht zugeordnet werden können. Ich möchte sogar behaupten – wollen.

Selbst muss ich immer wieder die Erfahrung machen, dass Ärzte sich einfach viel zu wenig Zeit nehmen für ihre Patienten. Es wurde mir auch erklärt das man als Arzt nicht endlos Zeit aufwenden kann um sich seinen Patienten so lange zuzuwenden wie es vielleicht nötig wäre. Zu viele Menschen sitzen in den Wartebereichen, da bleibt nicht viel Zeit über, um seinen Patienten richtig zuzuhören und der wahren Ursache der Beschwerden auf den Grund zu gehen. Besonders dann, wenn die Symptome nicht sofort erklärbar sind und der Mensch sich noch  im „grünen Bereich“ befindet. Meine Erfahrungswerte wohlgemerkt!

Und so verlassen  wir dann – nach großzügigen zehn Minuten das Arzt-Zimmer wieder, ein Rezept für irgend ein Analgetika in der Hand haltend, das unsere Beschwerden lindern sollen … helfen wird es ziemlich sicher nicht. Einer Ursache auf den Grund zu gehen, dem Ganzen das notwendige Gehör zu schenken, braucht mehr als nur zehn Minuten. Zeitdruck bei den Ärzten ist an der Tagesordnung, das wäre jedoch jetzt ein eigenes Thema, worin man sich richtig verstricken kann!

Körperliche Schmerzen und das Thema „Vergebung“

Unser Körper vergisst nichts! Alles wird gespeichert, es geht nichts verloren und es wird schon mal gar nichts vergessen. Jede noch so kleine Information wird in unseren Körper gespeichert.Besonders gut erinnert der Körper sich an die kleinen und grossen Verletzungen … auch an die der Seele. Ich nenne sie Körperspuren – sie sind wie ein offenes Buch … hat man das Feingefühl sie richtig zu lesen.

Oftmals ist es sehr schwer die negativen Erlebnisse und Verletzungen die uns passiert sind zu vergeben. Hängen wir dem immer wieder nach, wird unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden sehr darunter leiden. Mir wurde oft von Ärzten erzählt, dass es für meine körperlichen Schmerzen keine Erklärung gibt. Man wird beinahe als Hypochonder dargestellt! „Ja also sie sind völlig gesund …“ bekam ich oft zu hören. Ich fühlte mich danach noch schlechter und traute mir letztendlich nichts mehr zu sagen und ertrug die Schmerzen still.  Nach langer Suche, kam ich dann in die richtige Obhut, wo ich als Patient bemerkte – hey …  dieser Arzt nimmt mich ernst und schenkt mir die Zeit und die Aufmerksamkeit die nötig ist um die Ursache mancher meiner Probleme herauszufinden. Ich schöpfte wieder Hoffnung, aber vor allem bekam ich die Bestätigung das ich mir nichts einbildete! Ein gutes Gefühl.

Der Körper spricht auch ohne Worte

Körperliche Schmerzen und emotionale Gefühle gehen meistens Hand in Hand. Wut, Ärger, Traurigkeit, Paranoia können grossen Schaden anrichten und werden oftmals als „Schmerz“ offenkundig. Unser Körper spricht dann in einer anderen Form mit uns. Mit Schmerz. 

„Lehrt den anderen zu vergeben, aber bringt ihnen auch bei, andere Menschen nicht zu verletzen. DAS wäre wirksam.“   Jose Ingenieros

Das ist jedoch leider eine Wunschvorstellung!

Und somit kommt das Verzeihen … die Vergebung ins Spiel. Wenn sich ständig Gedanken und unschöne Gefühle in unserem Kopf abspielen und diese nicht verarbeitet werden können oder wollen, manifestieren sie sich psychisch sehr oft in Form von Schmerz. Diese Art der Schmerzen ist leider sehr schwer zu identifizieren, es braucht viel Einfühlungsvermögen und vor allem Zeit der Sache auf den Grund zu gehen und die Bereitschaft diese unschönen Verletzungen loszulassen … und  zu vergeben.

Sinnvoll ist es, Schmerzen seine Aufmerksamkeit zu schenken

Immer wieder auftretende Schmerzen, die ohne spezifischen Grund kommen und gehen deuten darauf hin, das etwas in uns „steckt“. Selbst lange in dieser Situation gewesen kann ich nur bestätigen wie wichtig es ist zu vergeben. Was geschehen ist ist geschehen. Es kann nicht ausradiert werden. Das tägliche Beschäftigen mit diesen Gedanken bereitet uns „Schmerzen“ und macht uns krank. Wenn wir also körperliche Probleme haben, sollten wir immer auch über die emotionale Komponente nachdenken, die möglicherweise etwas damit zu tun haben kann!

Und so spricht dein Körper mit dir

Unser Körper und unser Bewusstsein bilden eine Einheit … sie ergänzen und beeinflussen sich gegenseitig. Diese Beispiele können dir vielleicht helfen einen Zusammenhang mit den vorhanden Beschwerden zeigen.

Fieber

Damit ist ein immer wieder kehrendes Fieber gemeint, ohne zusätzliche Erkrankung oder Infektion im Körper. Einfach da, man wacht auf, fühlt sich zwar nicht fit aber auch nicht krank. Man sagt Fieber ist ein Anzeichen für ungeweihte Tränen … aus welchen Gründen auch immer. Ich war zum Beispiel immer viel zu stolz um meinen Tränen freien Lauf zu lassen. Die zweite Möglichkeit ist, dass man so wuterfüllt ist und den Schaden gar nicht erkennen kann, der angerichtet worden ist und deshalb auch keine Tränen über hat.

Rückenschmerzen

Jeder zweite Mensch leidet an Rückenschmerzen! Das soll jetzt natürlich nicht bedeuten, dass dieser Betroffene, nicht bereit ist, irgend eine Sache nicht zu vergeben! Es sind Parallelen die man in Betracht ziehen sollte und die ich aus meiner Sicht auch bestätigen kann. Also es geht hier keinesfalls um Bandscheibenvorfälle und der gleichen!

Rückenschmerzen wird nachgesagt, das man nicht bereit ist zu vergeben. Wir lehnen ab und somit wird uns „Gewicht“ auferlegt. Wir tragen schwer. Gefühle von Wut und Ablehnung bedeuten emotionale Last!

Nackenschmerzen

Wenn du dich immer wieder mit der Vergangenheit auseinander setzt und dein Ärger durch das Vorgefallene immer wieder zum Ausbruch kommt, wird sich das in deiner Nackenregion ausgiebig festsetzen. Der Spruch „Die Wut und deine Angst sitzt dir im Nacken …“ Der Nacken spiegelt uns unsere eigene Flexibilität wider – sind wir flexibel genug um zu vergeben? Eine Frage die ich mir immer wieder selber stelle. Die Antwort lautet „es fällt mir in manchen Dingen wirklich schwer …“

Heiserkeit und Halsschmerzen

Ein schmerzender Hals, Stimmbänder die versagen … stehen für Worte die NICHT ausgesprochen worden sind. Es ist die Unfähigkeit den Schmerz auszudrücken, der verbal verursacht wurde. Wenn ich mich daran erinnere wie oft mich meine Stimme im Stich ließ, an Tagen an denen ich sie wirklich besonders dringend gebraucht hätte um meine Meinung mitzuteilen, von einer Minute auf die andere – es würde mir kein Mensch glauben! Es war keine Entzündung weit und breit zu erkennen – ich brachte einfach keinen einzigen Laut aus mir heraus.

Hüft- und Knieprobleme

Hier dominiert der Stolz.  Dabei wird Vergebung als Akt der Unterwürfigkeit gesehen. Man will sich dem nicht beugen und die Bereitschaft alles zu vergeben wird zu einer Herausforderung die viele nicht schaffen. Wenn Hüfte und Knie Probleme machen, bedeutet es, dass wir an einem negativen Gefühl festhalten.

Was noch zu sagen wäre …

Hätte mir jemand vor ein paar Jahren so etwas vorgelegt, hätte ich am Absatz umgedreht und wäre geflüchtet! :-) In der Zwischenzeit bin ich zu der Erkenntnis gekommen #sehrfrohbindarüber, dass die meisten körperlichen Beschwerden ihre Ursachen ganz wo anders finden, als wir eigentlich meinen. Die Ursache mancher Schmerzen, die nicht auf der Hand liegen zu finden, ist wesentlich schwieriger, als sich ein Rezept abzuholen auf das wir zwar bauen, aber das keinesfalls helfen wird!

Ich bin keine Ärztin, es sind reine Erfahrungswerte. Ich weiß jedoch, was es bedeutet auf seinen Körper zu hören und dem nachzugehen was naheliegend ist. Und wie es wichtig ist sich nicht einschüchtern zu lassen von Menschen, die meinen die Götter in Weiß zu sein!

Dazu musste auch ich mich mit den „richtigen“ Menschen zusammentun. Meinen Stolz ablegen und in mich hinein hören. Ehrlich zu mir selbst sein und das Vertrauen neu setzen. Nicht alle Menschen sind dazu da um einen zu verletzen …viele können einem auch wirklich weiterhelfen! Und die, die uns in irgend einer Form „Körpernarben“ zugefügt haben … denen sollten wir vergeben.

Vergebung bedeutet, dass ich entschieden habe, dan Hass nicht länger mit mir herumzutragen, weil ich verstanden habe, dass er mein eigenes Seelenheil vergiftet!

Ich würde mich freuen dir vielleicht eine Entscheidung näher zu bringen, geht es um Vergebung! Zudem hoffe ich auch du gehörst nicht zu den Menschen gehörst die unerklärliche Schmerzen haben! Findest du dich aber in so manchen Absätzen wieder, würde ich mich freuen von dir zu lesen … gemeinsamer Austausch tut immer gut. :-)

Lesezeit: 3 Minuten

Gute wie weniger gute Gefühle gehören zu unserem Leben, sehr oft können wir die schönen Dinge nicht genießen, wenn uns die negativen Gefühle einholen. Negatives kann ebenso sehr schmerzhaft sein, uns auch traurig machen. Entscheidend ist es jedoch wie wir diese Gefühle annehmen und sie als weiteren Lebensabschnitt ansehen, der vorüber geht. Ganz sicher kann ich dir sagen … hinter jeder noch so fetten Wolke, kommt auch die Sonne wieder hervor!

Dazu habe ich eine besondere Lebensweisheit, die dir die Möglichkeit gibt, die Traurigkeit von einer  anderen Seite zu betrachten.

Über die Traurigkeit

Als die Sonne langsam am Horizont verschwinden wollte, ging eine zerbrechlich wirkende Frau einen Feldweg entlang. Sie war schon sehr alt, doch ihr Gang war leicht und ihr Lächeln hatte den frischen Glanz eines unbekümmerten Mädchens.

Fast am Ende des Weges saß eine zusammengekauerte Gestalt, die regungslos auf den ausgetrockneten Sandboden starrte. Viel war nicht zu erkennen, das Wesen das dort im Staub des Weges saß, schien beinahe körperlos zu sein. Es erinnerte an eine graue aber weiche Flanelldecke mit menschlichen Konturen. Als diese kleine zerbrechlich wirkende Frau an diesem Wesen vorbeikam, bückte sie sich ein wenig und fragte: „Wer bist du?“

Zwei fast regungslose Augen blickten müde auf. „Ich? Ich bin die Traurigkeit.“ flüsterte die Stimme stockend und so leise, dass man sie kaum hören konnte. „Ach, die Traurigkeit!“ rief die kleine Frau erfreut, als würde sie eine alte Freundin begrüßen. „Du kennst mich?“ fragte die Traurigkeit …

„Aber natürlich kenne ich dich!“ Immer wieder hast du mich ein Stück meines Weges begleitet.“ „Ja aber …“, antwortete die Traurigkeit „… warum hast du keine Angst vor mir und gehst schnell weiter?“ „Warum sollte ich vor dir davonlaufen? Du weißt doch selbst nur zu gut, dass du jeden Flüchtigen einholst, DIR kann man nicht entkommen. Aber sag, weshalb siehst du so betrübt und mutlos aus?“

„Ich bin traurig“ antwortete die graue Gestalt. Die kleine alte Frau setzte sich zu ihr. „Du bist also traurig.“ sagte die Alte verständnisvoll „Erzähle mir doch, was dich so traurig macht.“ Die Traurigkeit seufzte. Sollte ihr diesmal wirklich jemand zuhören? Wie oft hatte sie sich das schon gewünscht.

„Weißt du“ begann sie zu erzählen „es ist so das mich einfach niemand mag. Mich will keiner! Dabei ist es doch meine Bestimmung, zu den Menschen zu gehen und für eine Zeit lang bei ihnen zu verweilen. Aber jedesmal wenn ich zu ihnen komme, schrecken sie zurück und fürchten sich vor mir.“ Die Traurigkeit schluckte schwer. “ Weißt du, die Menschen haben Sätze erfunden, mit denen sie mich verstoßen wollen. Sie sagen: Ach was solls, dass Leben ist heiter und beginnen laut zu lachen.“

„Aber ihr falsches erzwungenes Lachen führt zu Magenkrämpfen. Sie sagen: Gelobt sei was hart macht. Und dann, dann bekommen sie Herzschmerzen. Sie sagen: Man muss sich zusammenreißen. Und sie verspüren das Zusammenreißen am ganzen Körper, alles schmerzt und verkrampft sich. Sie verschlucken ihre Tränen und haben Atemnot. Sie sagen: Nur Schwächlinge weinen, dabei sprengen die aufgestauten Tränen beinahe ihren Kopf. Manchmal können sie dadurch nicht mal mehr sprechen. Oder aber sie betäuben sich mit Alkohol und Drogen, damit sie nichts mehr fühlen müssen.“

„Und dabei will ich den Menschen doch nichts Böses, ich will ihnen doch nur helfen. Wenn ich ganz nah bei ihnen bin, können sie sich selbst begegnen. Ich helfe ihnen ein Nest zu bauen, um ihre Wunden zu pflegen und zu heilen. Weißt du … wer traurig ist, hat eine besonders dünne Haut, und manches Leid bricht immer wieder auf und das tut sehr weh. Also nur wer mich zu sich läßt, und all die ungeweihten Tränen weint, kann seine Wunden erst wirklich heilen.“

„Doch die Menschen wollen gar nicht, dass ich ihnen dabei helfe. Statt dessen setzen sie eine Maske auf, schminken ein grelles Lachen über ihre Narben oder legen einen dicken Panzer aus Bitterkeit und Enttäuschung an. Ich glaube sie haben unbändige Angst zu weinen und mich zu spüren. Deshalb verjagen sie mich immer wieder.“ Die Traurigkeit begann bitterlich zu weinen.

Die kleine, alte Frau nahm die zusammengesunkene Gestalt in die Arme. Wie weich und sanft sie sich anfühlt, dachte sie und streichelte das zitternde Bündel. „Weine nur, kleine Traurigkeit“ flüsterte sie. „Ruh dich aus, damit du wieder Kraft sammeln kannst. Du sollst nicht mehr alleine wandern. Ich werde auch dich von nun an begleiten, damit die Mutlosigkeit nicht noch mehr Macht gewinnt.“

Die Traurigkeit hörte auf zu weinen. Sie sah zu ihrer neuen Gefährtin auf und betrachtete sie erstaunt: “ Aber … aber, wer bist du eigentlich?“ „Ich …“, sagte die kleine und zerbrechliche wirkende Frau und lächelte dabei wieder so unbekümmert wie ein kleines Mädchen, “ … ICH bin die HOFFNUNG.

Inge Wuthe, Pal Verlag

Das Schönste an der Traurigkeit – ist die Dankbarkeit für die Leichtigkeit die ich in mir trage. Dem Frohsinn dem Leben gegenüber. Wenn traurige Ereignisse diesen Frohsinn überschatten, ist es besonders schön zu wissen, dass irgendwann die Sonne wieder hervorkommt … auch wenn es manchmal länger dauert als einem lieb ist!

Eine wunderbare Zeit ohne Traurigkeit wünsche ich dir und falls sie dich trotzdem mal besuchen kommt – bitte SIE herein für kurze Zeit, es darf so sein … :-)

Lesezeit: 4 Minuten

Unter Psychosomatik versteht man körperliche Erkrankungen und Beschwerden, die durch psychische Belastungen oder Faktoren hervorgerufen werden. Eine verständliche „Kurzerklärung“ zu diesem Wort.

Ein Thema mit dem ich mich selber nie beschäftigt habe bis es mich selber erwischte. So erwischte das ich ärztliche Hilfe brauchte. Es gab keine Stelle an meinem Körper die mir nicht weh tat. Manches war nachweisbar, vieles passte aber überhaupt nicht dazu! Es ging oft soweit, dass ich wie ein alter kranker Mensch vom Bett nicht hoch kam. Private Niederlagen und mein beruflicher Druck machten es zudem nicht einfacher. Das dies jedoch die Gründe meiner Beschwerden waren – wurde mir erst viel später gesagt und bewusst.

Psychosomatik ist die Lehre wie Körper, Geist und Psyche sich gegenseitig beeinflussen.

Alles woran ich dachte, was ich dabei fühlte, hatte Einfluss auf mein körperliches Befinden! Seele, Körper und Geist sind ein Ganzes und lassen sich nicht von einander trennen. Es heisst auch nicht umsonst: geht es der Seele gut, ist dein Körper gesünder. Wenn es der Seele schlecht geht, dann geht es auch dem Körper schlecht.

Leidet die Seele, leidet auch der Körper.

Ich kann mich noch genau erinnern als ich meinen Arzt konsultierte und er mich nach sämtlichen abgeschlossenen Untersuchungen mit runzliger Stirn ansah und zu mir sagte: „Die Befunde sehen alle tadellos aus bis auf einen leichten Bandscheibenvorfall (der durchs MR ans Licht kam) ist alles gut! Also ihre Schmerzen passen definitiv nicht dazu … Ich war eingeschüchtert und kam mir sehr blöd vor. Eine „eingebildete“ Kranke quasi.

Diesmal lies ich aber nicht locker und wechselte den Arzt. Ein Aufenthalt in der Klinik stand mir bevor. Der Arzt sah, dass ich kaum gehen konnte, mein rechtes Bein tat was es wollte, ich null Gefühl darin hatte. So etwas konnte man nicht vortäuschen! Nicht wenn einem X-Nadeln treffen und ich es nicht mal merkte. Endlich ein Arzt bei dem ich mich verstanden und gut aufgehoben fühlte. Erstmals wurde ich ernst genommen.

„Wer unter psychosomatischen Beschwerden leidet, der verspürt körperliche Symptome und Schmerzen die medizinisch nicht erklärbar sind“ sagte er. In mir kam das Gefühl auf total irre zu werden.

Lange Zeit die falsche Behandlung

Wenn Ärzte keine Ahnung haben woher die Beschwerden kommen, werden Menschen über lange Zeit „falsch“ behandelt, unnötigen und belastenden Untersuchungen ausgesetzt. Mal ganz abgesehen davon das nichts besser wird!

Ich sah zu diesem Zeitpunkt schon aus wie ein Luftballon. Aufgeschwemmt vom Kortison, blau und zerstochen von den vielen Schmerzinfusionen – im Nachhinein gesehen alles für die Katz, wie ich später erfuhr.

Ein Riesenfehler bei Behandlung von Krankheiten ist, dass es Ärzte für den Körper und Ärzte für die Seele gibt, wo doch aber beides nicht voneinander getrennt werden kann!

Gefühle wie Traurigkeit, Ärger oder Depressionen belasten den Körper. Dauern sie über einen längeren Zeitraum an, können sie zu psychosomatischen Erkrankungen führen. Angst und Einsamkeit gemixt mit Stress, schwächen unsere Selbstheilungskräfte.

Die Erkenntnis kam mit der Verlegung

Ich wurde in ein anderes Krankenhaus verlegt, mir ging es zu dem Zeitpunkt immer schlechter. Ich konnte nichts mehr essen und schon gar nicht aufstehen. Ich hatte Angst und dachte mir ich sei tot krank. Irgendwie kam es mir auch seltsam vor, dass ich ausser „viel reden“ und über mich „erzählen“ gar nichts machen musste! „Zur Ruhe kommen“, sagten sie mir. Ausschlafen, keine nervigen Untersuchungen, keine Spritzen und Säfte. Nur Menschen, die jede Stunde nach mir sahen und mit mir redeten – und das muss ich auch dazu sagen, mir sehr viele Tränen entlockten …

In der 3. oder 4. Nacht lag ich wach, konnte nicht schlafen. Gedanken quälten mich was es den jetzt mit mir alles auf sich hatte. Ich wusste, dass ich die Antwort nächsten Vormittag vom Arzt übermittelt bekam. Ich fühlte mich extrem allein gelassen und wünschte mir jemanden an meiner Seite. Meinen Kinder wollte ich da nicht mit rein ziehen und die übergeblieben Freunde konnten das nicht ersetzen was ich gerne gehabt hätte … ICH bin „hingefallen„, habe versagt, ließ mich von meinen Emotionen in die Knie zwingen.

Es war ein besonderes Frühstück für mich

„Guten Morgen Sandra“ wir wollten zu ihnen heute Morgen als Erstes. Ihre seelischen und psychischen Belastungen setzen ihrem Körper eine Menge zu, der Arbeitsstress und vergangene Krankheitsgeschichte verstärkt die momentane Situation noch.“

Das sagte man mir. Zudem steckte ich mitten in einem zweiten Burnout.

„Organisch ist nichts zu finden – jetzt sind nur sie wichtig! Körperliche Kräfte sammeln, Ruhe und eine Gesprächsteraphie wird ihnen dabei helfen es bald wieder leichter zu haben.“ So fuhr der Arzt fort.

Die Ärzte waren weg und ich begann sofort wieder zu weinen. Auf der einen Seite war ich froh keinen Magenkrebs oder so zu haben (ich hatte 12 kg abgenommen in kürzester Zeit), andererseits war ich schockiert. Psychotherapie? Facharzt? Dauermedikamente? Ticke ich also doch nicht ganz richtig? Schlimm … und wieder fühlte ich mich extrem alleine.

Positive Gefühle und Gedanken haben Auswirkung auf unseren Körper

Um alles besser werden zu lassen, müssen wir uns um eine Besserung des emotionalen Befindens kümmern! Wichtig ist es an die Genesung zu glauben und diese auch wirklich zu wollen! Zuversichtlich in die Zukunft blicken wurde mir sehr oft gesagt. Fühlst du dich wohl und bist innerlich entspannt, ist auch unsere Abwehr kraftvoll und aktiv. Wir haben über unsere Psyche einen grossen Einfluss auf unseren Körper! Wir können viel tun wenn wir krank sind, viel dazu beitragen dass es uns wieder besser geht. TUN müssen wir es jedoch alleine…

Wenn DU jetzt glaubst ich hab das alles in 0,0 umsetzen können irrst du dich! Es gab viele Rückschläge. Jedoch hab ich auch sehr viel geändert in meinem Leben. Ein Burnout wird mir nicht mehr passieren! Definitiv nicht! Ich reisse mir nämlich meinen Arsch nicht mehr für irgendwelche Leute auf, die mich schon vergessen haben bevor ich zur Tür raus bin! Ich höre mehr auf meinen Körper und versuche auch die Warnsignale wahrzunehmen. Was ich mir allerdings behalten darf sind meine immer wieder kommenden Schmerzen die sich bemerkbar machen, wenn mir etwas Sorgen oder Ängste bereitet.

Ich kann nur jeder Frau raten sich nicht „belächeln“ zu lassen. Wechsle deinen Arzt und tausche deine Freunde aus! Es dürfen nur DIE mitreden, die wissen wovon du sprichst und wie es sich anfühlt oft von Schmerzen geplagt zu werden, die aus deiner Psyche entstehen!

Dieses Zitat hatte ich immer in meiner Tasche in dieser Zeit, ich find es sehr gut deshalb lasse ich es für DICH da :-)

Spruch

In diesem Sinne, sprich mit mir darüber falls dir dieses Thema bekannt ist?!