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Haben wir das Eine erreicht, wollen wir das Nächste. Haben wir das „Nächste“, suchen wir schon wieder nach etwas Neuem. Ja – und zufrieden mit uns selbst, sind wir ohnehin nicht! Etwas sein wollen, was wir nicht sein können … eine scheinbare Zeiterscheinung in unserem modernen Leben. Eine „gut“ kopierte Rolex wird der echten NIE gerecht werden … für einen kurzen Moment vielleicht … bis SIE auffliegt!

Etwas zu sein, was wir nicht sind ist auf Dauer sehr sehr anstrengend und kräfteraubend. Vor allem muss die aufgesetzte Maske immer perfekt sitzen! Zu diesem Thema habe ich eine sehr schöne Geschichte gefunden, die uns auf ganz simple Weise erzählt wie es sehr oft ist und wie es eigentlich sein sollte. :-)

Ich bin was ich bin

In einem prächtigen Garten vertrocknen mitten im Frühling die Blätter, an den Büschen welken die Blüten, noch bevor sie richtig zu blühen begannen und die Blumen lagen geknickt auf der Erde.

Fassungslos befragte der Gärtner die Eiche und sie antwortete ihm, sie wolle nicht mehr leben, weil sie keine Trauben tragen könne. Als er zum Weinstock ging, schüttelte der traurig seine kahlen Äste und flüsterte, er müsse sterben, weil er nicht so gross wie eine Zypresse werden könne. Und die Zypresse lag in den letzten Zügen, weil sie nicht blühen und duften konnte wie eine Rose. Die Rose hingegen wollte nicht länger leben, weil die Schönheit ihrer Blüte nur so kurz anhielt. Schliesslich sah der Gärtner eine kleine unscheinbare Pflanze mitten auf der Wiese, die sich dort im Wind wiegte und blühte und so frisch wie immer aussah. „Wie kommt es, dass du als einzige blühst?“ fragte der Gärtner das Gänseblümchen.

„Ich sehe und höre, worüber Rose und Weinstock, Eiche und Zypresse klagen, und doch begreife ich sie nicht! Und da ICH ohnehin nichts anderes sein kann als das was ICH bin, geniesse ich es voll und ganz ein Gänseblümchen zu sein …“

Von Leo Kaniok

Warum versuchen wir nicht einfach glücklich zu sein, so wie wir eben sind? Unser Leben so auszuschöpfen wie es uns möglich ist – ohne jeglichen „Geltungsdrang“. Wir hätten mehr Gewinn, wenn wir uns so zeigten wie wir sind, als wenn wir versuchten zu sein, was wir nicht sind .

Ich hoffe du hattest wieder Spaß beim Lesen und konntest dir vielleicht sogar das ein oder andere herausnehmen. :-)

Lesezeit: 3 Minuten

Jeder kennt es, wir jammern alle auf sehr hohem Niveau! Und wenn es wir nicht selber sind, tun es die Anderen, zumindestens sehr viele. Unentwegtes, unzufriedenes Nörgeln. Meist sind es immer wieder die selben Ursachen über die wir uns unzufrieden äussern.

Dauernde Unzufriedenheit macht das Leben nicht angenehm. Im Gegenteil. Zu mir wurde mal gesagt, als ich mich ebenfalls in dieser Welle befand: „Jammer nicht – TU was dagegen!“

Was auch vollkommen richtig gewesen war. Natürlich wird es immer Situationen geben in denen WIR keinen direkten Einfluss darauf haben Dinge zu ändern oder zu beeinflussen. Dann wäre die radikale Akzeptanz von nutzen. Annehmen – Hinnehmen.

Ausserdem kann so eine ständige Unzufriedenheit ziemlich nerven, vor allem wenn man sich bei jedem Treffen mit Freunden oder der Freundin, anhören muss, wie scheisse wieder alles gerade ist – sein wird oder gerade läuft!
Ich hab mich auch immer etwas infiziert gefühlt … mich selbst dabei ertappt, wie ich auf einmal auch begann zu jammern und unzufrieden zu werden. Das tat mir nicht wirklich gut.

Warum sind wir unzufrieden?

Ich finde die Lebenseinstellung ist ausschlaggebend. Wer als Kind oder Jugendlicher immer die selben Sätze wie: „Warum kannst oder kapierst du das nicht? Das funktioniert sowieso nicht, du bist noch viel zu jung und verstehst es nicht.“ und viele ähnliche Aussagen mehr hört, wird es im späterem Leben schwer haben die positive Einstellung zum Leben finden und sehr oft an sich zweifeln!

Wenn wir immer nur DAS sehen, was passieren könnte und vielleicht falsch laufen wird, haben wir keinen Blick für die Chancen, die uns das Leben und der Alltag so vor die Füsse wirft. Wir denken negativ.

Wenn wir uns immer auf Dinge fokussieren, die wir nicht besitzen und haben, sind wir klarerweise so lange unzufrieden, bis wir das, den oder sonst was, endlich dann unser Eigen nennen können. Aber die Freude ist nur von kurzer Dauer, da schon das nächste Objekt der Begierde ins Auge gefasst wird.

Unzufriedenheit in der Partnerschaft? Auch das ist vielleicht dem einen oder anderen bekannt. Wir alle wollen einen Partner der perfekt zu uns passt. Mr. oder Mrs. Perfect muss es sein. Auf Dauer einen mittelmässigen Partner an seiner Seite zu haben, kommt ja mal gar nicht in Frage! Nein – „besonders“ muss ER oder SIE schon sein, schliesslich sind wir ja auch einzigartig (meinen wir)!

Anfangs ist immer alles gut, doch dann schleicht sie sich wieder an … langsam … die Unzufriedenheit. Es könnte ja irgendwo da draussen noch was „Besseres“ geben. Plötzlich wandeln wir was anfangs positiv war, ins Negative um. Uns fallen auf einmal nur mehr die Fehler des Anderen auf. Wir ärgern uns endlos … und das Gute vom Partner erreicht uns schon gar nicht mehr. Läuft etwas nicht richtig wird das sofort wahrgenommen. Das was in Ordnung ist, dem schenken wir keine Bedeutung mehr. Es wird zur Selbstverständlichkeit. Leider ist das ein allgemeines Problem unserer Zeit. Unzufriedenheit kann man auch selbst „züchten“.

Auch das permanente gleichstellen oder vergleichen mit Menschen, die „mehr“ besitzen als wir, jünger und schöner sind, mehr Erfolg haben im Job und in der Gesellschaft, mehr Freunde haben und beliebter sind als vielleicht wir, all das gibt uns wieder das Gefühl klein und minderwertig zu sein. Also auch da wieder – wir sind mehr als unzufrieden.

Sehr oft sehen wir uns auch ganz anders als unsere Mitmenschen. Wir halten uns für NICHT GUT GENUG. Es wird uns ja jeden Tag aufs Auge gedrückt das WIR dem gesellschaftlichen Bild nicht gerecht werden. Was totaler Blödsinn ist und von der Realität weit entfernt! Ausserdem verlangen und erwarten wir viel zu oft zu viel von unseren Partner, Freunden, Familie und im Job. Hier kommt auch das Wort PERFEKTION in die Zeilen, ein Wort das einen beherrschen kann :-( .

Unzufriedenheit ist nicht notwendig um uns mehr anzustrengen. WIR glauben es sei so. Gesagt wird: „Ohne Unzufriedenheit, gibt es bei keinen Ehrgeiz. Denn wenn wir mit allem zufrieden sind, strengen wir uns nicht mehr an und können folglich nichts mehr erreichen!“ Worte, die aus unserer so tollen Gesellschaft entsprungen sind.

Fakt ist den meisten Menschen fehlt einfach der Mut und die Sicherheit, Situationen mit denen wir nicht klar kommen und glücklich sind, zu ändern.

Raus aus den alten Schuhen, rein in ein Paar Neue … aber die könnten „drücken“.

Wir wollen ja auch niemanden verletzen, der gesicherte Arbeitsplatz könnte deswegen verloren gehen, unangenehm aufzufallen, wenn wir anderer Meinung sind als die restlichen 80%. DAS könnte alles passieren!? Und dennoch ist es für jeden Einzelnen von uns möglich seine Unzufriedenheit in positive Zufriedenheit umzumünzen. Sobald du deine Anhaltspunkte weisst, die dich unzufrieden machen, ist das der 1. Step dagegen anzukämpfen und es zu verändern.

Jetzt sind wir wieder am Anfang, bei der Lebenseinstellung. Halte dir vor Augen, was in deinem Leben gut läuft. Wenn du dir deine Erfolge vor Augen hältst, dann hast du mehr Power um das „Problem“ zu lösen. DU hast sehr viele Einflussmöglichkeiten auf DEIN Leben und schon jede Menge erreicht. Und bitte bleib realistisch! Dinge die unerreichbar oder nicht kontrollierbar  sind – lasse sie ruhen. :-)

Ein Sprichwort sagt
Es sind nicht die Dinge an sich, die uns beunruhigen, sondern unsere Sicht der Dinge.

Ein Thema das uns alle immer wieder mal einholen wird … zumindest wenn wir ehrlich zu uns selbst sind.