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Wie selbstbestimmt lebst Du eigentlich? Ist Freiheit wichtig für Dich und wenn ja, wie frei bleibst Du trotz äußerlicher Einflüsse, Zwängen und Erwartungen Deiner Mitmenschen? Freiheit … was ist das? Dieses Wort beinhaltet so wahnsinnig viel. Sie bietet uns die Möglichkeit zur Selbstentfaltung und zur Selbstverwirklichung und darüber hinaus. Für mich ist „frei sein“ ein ganz wichtiger Punkt in meinem Leben geworden um das Leben führen zu können, das sich richtig anfühlt.

Selbstbestimmt leben zu können ist für mich wahrer Luxus! Abhängigkeit habe ich schon immer gehasst. Tun was andere sagen, erfüllen was andere erwarten, denken wie die Masse denkt … ja nicht „selbständig“ arbeiten und SEIN. Ich kenne nicht sehr viele Menschen, die das gerne tun, dennoch machen sie es so und versuchen nicht auszubrechen, weil es einfach unpassend ist. Früher sagte man, frei zu sein bedeutet kein Sklave zu sein. Heute meinen wir mit Freiheit die Möglichkeit zu haben, uns selbst zu verwirklichen, wir können uns nach allen Richtungen entfalten so fern wir die unsichtbaren Handschellen absägen.

Warum?

Hast Du Dir schon mal die Frage gestellt, warum wir es gut finden wählen zu gehen und damit mitbestimmen dürfen?
Warum wir eine Demokratie besser finden als eine Diktatur?
Warum wir es toll finden, dass es im Supermarkt nicht nur eine Sorte Wurst, sondern eine ganze Theke davon gibt? Wobei mir ja das Sortiment an „Leckerlis“ wichtiger ist, aber das nur nebenbei.
Ja also, hinter all dem steckt ein menschliches Grundbedürfnis. Nämlich das Bedürfnis nach Selbstbestimmung und Freiheit. Wir wollen in unserem Leben einfach selbst entscheiden!

  • Wir wollen unseren Beruf selbst wählen
  • Unseren Partner frei wählen
  • Die Urlaubsplanung selber übernehmen
  • Unser Essen selbst bestimmen
  • Ja und wer am Abend die Fernbedienung als Erstes in der Hand hat, ist am Sofa der Boss ›lach‹

Entscheiden zu können ist uns ein wichtiges Anliegen. Ein großes (Grund)Bedürfnis.

Selbstbestimmt zu leben, bedeutet frei zu sein

Selbstbestimmt zu leben bedeutet automatisch Freiheit zu wählen. Die Freiheit zu haben, wie wir mit unserer Zeit haushalten. Die Freiheit, was wir mit unserem Geld anstellen. Die Freiheit, wo und wie wir wohnen möchten. Es gibt aber auch Menschen in unserer Gesellschaft, die bestraft werden. Um das gleich richtig zu tun, entziehen wir ihnen die Freiheit und sperren sie hinter Gitter. Wir nehmen ihnen das Recht auf Selbstbestimmung und Freiheit, obwohl wir wissen, dass das richtig hart ist und schrecklich ist.

Es gibt ja auch Länder, in denen Freiheit grundsätzlich ein Fremdwort ist. Diese Menschen sind besonders schlimm dran und sie haben die Tendenz, irgendwann auszubrechen oder zu kollabieren. Eine normale Reaktion, weil wir Menschen nach Freiheit streben und wenn es sein muss, auch dafür kämpfen.

Wir brauchen Freiheit wie die Luft zum Atmen

Das Freiheit ein wichtiges Grundbedürfnis ist, sagte ich ja schon. Wenn ich in meiner Freiheit eingeschränkt werde, passiert es, dass ich ziemlich grantig und unausstehlich werde. Und das war schon als Kind so und ich kann behaupten, dass ich sehr viel eingesperrt war sprich Hausarrest hatte.

Zu Beginn unseres Lebens gibt es noch nicht viel Selbstbestimmung. Unsere Eltern sagten uns, wo es lang geht, was zu tun ist. Sie nahmen uns viele Entscheidungen ab: Du gehst zur Schule, räum deinen Schreibtisch auf, iss dein Gemüse auf, du musst um zehn zu Hause sein …

Als Kind werden wir eingeschränkt. Und ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie ich mich auf meine Volljährigkeit freute. Für mich war das Freiheit pur! In den darauffolgenden Jahren gehen wir dann eine Verpflichtung nach der anderen ein. Und mit jeder dieser Verpflichtungen, schrumpft unsere Selbstbestimmung. Wir beschneiden unsere Freiheit selbst, ohne es richtig zu merken. Zwar nicht immer, aber erstaunlich oft!

Und irgendwann reicht uns die Illusion der Freiheit. Wir verdrängen, dass wir nicht mehr frei sind.

Familie – das schönste Gefängnis das es gibt!

ICH habe mich selbstbestimmt für meine Familie, für meine Kinder entschieden. Folge dessen auch für die Augenringe und schlaflosen Nächte. Für das frühe aufstehen und das tägliche befüllen der Jausendosen. Und viele ganz viele andere Dinge, die ich freiwillig hätte niemals getan. :D

Ich habe es getan aus Liebe zu meinen süßen Terroristen und aus trockenem Pflichtgefühl! Dabei gibt es zwei Kategorien von Eltern: Geborene Eltern lieben es. Die anderen ertragen es geduldig.

Richtig interessant wird es bei der Berufswahl. Wir wählen eine Ausbildung, ohne uns ausreichend mit uns selbst und unseren Stärken und Vorlieben beschäftigt zu haben. Wir verdienen gutes Geld was super ist. Wir erfüllen uns unsere Wünsche. Wir hängen uns richtig rein und verdienen noch mehr. Kaufen oder nehmen uns eine größere Wohnung, ein zweites Auto und legen uns ein teures gesellschaftsfähiges Hobby zu.

Die meisten merken dabei kaum, was sie da wirklich machen. Sie verhadern sich nach und nach in ein Netz aus finanziellen Verpflichtungen. Ein Netz, das uns völlig unfrei und fremdbestimmt leben lässt.

Die Zeit zurückdrehen? Leider nein

Wir können nicht einfach sagen: Egal, ich fange noch mal von vorne an. Ich beginne eine neue Lehre, ich möchte nur noch 30 Stunden die Woche arbeiten, ich bleibe zu Hause und kümmere mich um Kinder, Haus, Hund und Katze. Und überhaupt will ich nicht mehr Sandra, sondern Vivian genannt werden. Sorry, wer A sagt, muss auch B sagen. Die finanziellen Verpflichtungen müssen bedient werden. Jede langfristige finanzielle Verpflichtung schränkt unsere Selbstbestimmung massiv ein.

Ich kenne nur sehr wenige, die es schaffen, die eigene Selbstverwirklichung über ihre Bequemlichkeit und ihr Sicherheitsbedürfnis zu stellen. Was ich damit sagen will ist, viele viele Menschen hängen in einem Job fest, der sie langweilt, keineswegs erfüllt oder sogar krank macht.

Besuche ich solche Menschen in ihren Wohnungen, finde ich am Parkplatz ein schickes Automobil, an der Wohnwand einen fetten Bildschirm und alles was an Elektronik so angeboten wird. Aber welchen Preis zahlen sie dafür? Wir opfern unsere tägliche Lebensqualität und unsere Träume, unsere Erfüllung auf dem Altar der Luxusobjekte.

Dazu kommt, dass die Freude bei diesen Menschen nur kurz anhält. Shoppen ist die neue Religion unserer Zeit. Das ist so. Aus jeder Zeitung, aus dem Fernseher oder Radio wird verlautet: „Wenn Du glücklich sein willst, musst Du dies und das kaufen …“

Leider haben wir verlernt zu spüren, was uns wirklich glücklich macht!

  • Ein gutes Gespräch ist kostenlos.
  • Die Ruhe in der Natur. Gratis.
  • Unsere Kinder im Arm halten. Auch umsonst. Jedenfalls das „im Arm halten“. ›lach‹
  • Mit unserem Herzmensch mal einen Nachmittag im Bett verbringen. Hey, kostenlos … manchmal nicht folgelos. ›zwinker‹

Das Ende meiner Gedanken

Machen wir uns einfach bewusst, dass uns Menschen die Selbstbestimmung wertvoll ist. Überprüfen wir unsere Entscheidungen und Verpflichtungen, ob es sich auch wirklich lohnt, unsere Selbstbestimmung dafür einzuschränken! Ich habe viel zu lange ein fremdbestimmtes und eingeschränktes Leben geführt. Ich hatte alles, war aber nie wirklich glücklich.

Ich habe mir meine Freiheit zurückerobert. Ein Prozess der steinig und schmerzhaft war. Ich habe mein Sicherheitsdenken überwunden. Ich habe mich von so vielen Dingen und Menschen „losgeschnitten“. Ich musste mich in Verzicht üben und habe mich unzähligen schwierigen Gesprächen gestellt.

Aber am Ende winkte mir die Freiheit zu. Viele Möglichkeiten und das Glück … das mein Leben heute ausmacht. <3

„Meine Freiheit begann dort, wo ich aufhörte, anderen Menschen zu folgen.“

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Die meisten Menschen leiden täglich. Ob durch tatsächlichen Schmerz, eine unangenehme Situation oder durch das Beklagen von etwas. Eine beinahe schon fast selbstverständliches Verhalten. Wir sind nicht auf der Welt um zu leiden, sondern um glücklich zu sein! Wenn wir leiden, dann nur deshalb, weil dieses Gefühl uns etwas zu sagen hat.

Weißt Du, wovor ich in meinem Job am meisten Angst hatte? Vor dem Leiden danach, wenn ich etwas verbockt hatte.
Weißt Du, wovor ich am meisten Angst hatte, wenn ich Menschen begegnete und sie mir ans Herz gewachsen sind? Vor dem Leiden, das so oft danach kam, wenn ich enttäuscht wurde. Es waren nicht die Enttäuschungen oder die Verletzungen. Nein, es war einzig und alleine das Leid.

Notiz aus meinem Tagebuch

„Was soll dieses ständige Leiden? Es zieht mich runter. Ganz langsam dehnt es sich in meinem Körper aus, nimmt jeden Muskel, jede Faser in Beschlag. Ich habe dann das Gefühl, total alleine auf der Welt zu stehen. Unverstanden und beladen mit der ganzen Last der Menschheit …“

So steht es in einem meiner Tagebücher, das ich vor einigen Jahren geschrieben habe. Im Groben, beschreibt es dieser Gedanke noch immer recht genau, wie es sich anfühlt. Ich habe mal mit meinem Mentor darüber gesprochen, der allen ernstes zu mir sagte: „Es gibt kein Leiden.“ So ein Blödsinn, war meine Antwort. Natürlich gibt es das Leiden, schließlich spüre ich es doch immer wieder!

Das Gespräch ist nicht zufriedenstellend gelaufen. Das ist mir in Erinnerung geblieben. „Leiden ist „hausgemacht“ meinte er. Was darauf folgte, habe ich vergessen, es schien mir nicht einleuchtend.

Kleinigkeiten setzen sich in unseren Köpfen fest

Ich bleib einfach bei meiner Vergangenheit als Beispiel: Ein Bekannter macht dumme Scherze, eine Freundin untergräbt meine Autorität und jemand anderer verbessert mich in einem Gespräch. All das reichte für mich um das Gefühl „Leid“ zu aktivieren. Ja es war absurd und nicht zu glauben. Aber genauso passiert es! Aus Nichtigkeiten, die sich ansammeln und sich in unseren Köpfen festhalten. Nur wegen Kleinigkeiten zu leiden, das kommt mir heute sehr albern vor.

Das Leben lernt uns unglaublich viel und heute ist mir klar, dass ich und vielleicht auch Du, all solche Vorfälle einfach an uns vorbeiziehen lassen können! Oder darüber lachen und sie ignorieren dürfen!

Da werden plötzlich ganz viele Stimmen unseren Köpfen laut, die sich in solchen Momenten mit den Stimmen im Außen verbrüdern und vielleicht sagen: „Hallo? Was ist mit deinem Gefühl, das kannst du jetzt nicht so einfach ignorieren! Das musst du schon ernst nehmen!

So? Müssen wir das tatsächlich? Müssen wir wirklich irgendwelche Aussagen, die Menschen in unserem Umfeld machen, immer ernst nehmen und mit nach Hause tragen? Wäre es nicht viel gesünder für uns, wenn wir nicht alles aufnehmen und ernst nehmen, was uns Freunde, Bekannte, Arbeitskollegen oder Familie so alles zu sagen haben?

Die wahre Natur des Leidens

Wie entsteht Leiden? Es entsteht, wenn wir einen Schmerz, den wir empfinden, nicht loslassen und annehmen können. Wenn wir ihn festhalten oder ihn um jeden Preis loswerden wollen. Ich habe in meinem Leben feststellen können, dass nicht aus jedem Schmerz Leid hervorgeht. Jedoch jedem Leid geht ein Schmerz voran.

Wenn wir uns verbrennen, empfinden wir Schmerz. Wir beginnen erst dann zu leiden, wenn wir uns den Kopf darüber zerbrechen, warum wir uns verbrannt haben. Was wir hätten tun können, um uns nicht zu verbrennen. Verstehst Du was ich meine? Es ist wie es ist.

Mich verletzten die Aussagen anderer Menschen deswegen, weil ich immer glaubte, dieser Mensch hat recht mit seinen Äußerungen. Da steckt mehr dahinter als nur ein Satz oder ein paar Worte. All das ist auch eine reine Selbstwert-Geschichte! Und der fehlte mir in dieser Zeit definitiv.

Tatsache ist: Wir sind alle Menschen mit Gefühlen und Emotionen. Manches erwischt uns direkt und manches perlt einfach an uns ab. Sensible Menschen haben es dabei immer schwerer. Es liegt sehr oft nicht an der anderen Person, sondern bei uns, weil wir es als Kränkung auffassen. Jeder hat so seine inneren Bewertungen und das finde ich gut so. Wenn wir das Gefühl haben, etwas läuft gegen uns, meldet sich das Alarmsignal.

Anstrengend wird es nur, wenn wir das Gefühl haben, die ganze Welt will uns leiden sehen! Dann wäre es an der Zeit, in sich zu gehen. Zu analysieren und zu hinterfragen, warum das so sein könnte. Eine Veränderung wird stattfinden, wie ich an mir selbst festgestellt habe.

Und wenn ich mich heute darauf besinne, dann passiert etwas ganz eigenartiges. Mein Gespür für – ehrlich, richtig, gut und vertrauenswürdig, ist ausgereift. Ich weiß was ich an Äußerungen und Meinungen, indirekten Späßen mit nach Hause nehme und welche ich einfach liegen lasse! Ich akzeptiere auch das Negative und je schneller das passiert, umso schneller verschwindet es auch wieder.

Leid können wir nicht immer verhindern, aber wir können verhindern, dass wir für immer leiden. Die Entscheidung liegt wieder einmal bei uns. Ich  bin der Meinung wir haben immer eine Wahl. Wir können die Situation verlassen oder verändern und akzeptieren.

Fazit:

Es kommt nicht darauf an, was und wie uns etwas passiert, sondern wie wir es händeln. Für diese Haltung braucht es natürlich ein starkes Selbstwertgefühl. Es ist die Basis für ein leichteres Leben. Wir sind auf der Erde um glücklich zu sein und nicht um zu leiden. Also mach Dich auf dem Weg und suche nach den Ursachen und löse das Leiden auf. DU hast die Kraft dazu und keiner außer Dir wird es für Dich erledigen.

Und dabei wünsche ich Dir ganz viel Kraft und Motivation! <3

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Mein Körper und meine Seele

„Eigentlich ist das völlig nebensächlich …“ das sagte ich mir neulich als ich in der Kabine stand und meinen aus der Form geratenen Körper betrachtete. Ich war wieder mal auf der Suche nach „Wasserbekleidung“. Bei der Anprobe konnte ich meinen Körper von allen Seiten wunderbar >händezusammenschlag< betrachten, das Licht in der Kabine, das meines Erachtens übrigens verboten werden sollte, tat sein Übriges. Ich ließ es sein und beim Verlassen des Geschäftes kamen mir einige Gedanken. Mein Frust war nur kurz da, was danach folgte, teile ich heute mit Dir, weil vielleicht es auch DU so sehen könntest?

Dieser Körper hat mein Innerstes, meine Seele, mein ICH seit ich denken kann liebevoll eingeschlossen und durch jede Menge Hoch und Tiefs geschleppt. Er hat all seine Kraft aufgebracht, damit ich davonlaufen konnte und keinen größeren Schaden nahm, als mir ein paar Jungs, damals nach der Schule wegen einer Auseinandersetzung mit Steinen bewaffnet, nachliefen!

Mein Körper hat immer verlässlich durchgehalten, ohne krank zu werden, auch wenn ich wie so oft, an kalten Tagen viel zu wenig anhatte. Ohne meinen Körper hätte ich es nicht geschafft, meine Liebe auszudrücken. Durch all meine Wärme, die er für mich machte in vielen wichtigen Momenten meines Lebens … seine unbeschreiblich hohe Sensibilität, durch die er mich zeigen ließ, was ich geben wollte und geben konnte. Er war und ist immer noch der Botschafter meines Wesens. <3

Mein Körper hat meine Kinder getragen und geboren für mich und das war definitiv keine leichte Aufgabe! All diese Jahre war er für mich da. Stark, gesund und er schenkte mir ein gutes zu Hause für meinen Geist und meine Seele. Es gab viele Jahre da schätzte ich nichts von all dem.

Jetzt, ist er etwas müde geworden … mein Körper, ja was solls, wir kommen beide in die Jahre. Er ist von Krankheit und Schmerzen gezeichnet. An manchen Stellen ist er „mehr“ geworden und an manchen Stellen fehlt die Straffheit. Die Haut ist weich geblieben, aber die Last der Jahre zeigt sich deutlich an den verschiedensten Stellen.

Ja so in etwa ist mein Körper, gezeichnet von vielen Dingen und Momenten meines sehr verrückten Lebens. ›lach‹ Er hat so viel gegeben in den ganzen Jahrzehnten! Er hat mir viele Komplimente eingebracht, jede Menge Möglichkeiten geboten, nie versagte er mit seinen Diensten! Er hat einfach jeden Blödsinn mitgemacht, ob er wollte oder nicht. Und wenn ich darüber nachdenke, hat er alles andere verdient als schräge Blicke von mir! Er tut so viel für mich, ich muss ihn lieben, genauso wie ich Schokolade liebe! <3

Ich mag das weiche Alter seiner Haut. Und sein Gewicht ist ebenso okay. Mein Körper braucht es um so zu sein, wie er ist. Ich liebe es aufrecht gehen zu können, wie früher als ich zwanzig war. Auch, wenn er von Schmerzen geplagt wird, sein Bemühen ist immer spürbar.

Mein Leben, meine Seele, hat ihn gefordert und geformt. Ich kenne ihn einfach durch und durch … ER macht mir nichts mehr vor. Wir sind eins geworden im Laufe des Lebens. Also warum soll ich mich eigentlich beklagen, wenn ich ihn betrachte? Weil er nicht mehr glatt, straff und jung ist? Nun ich finde es ziemlich undankbar wie verrückt, wenn ich ehrlich bin.

Ich hätte mir nie gedacht mal ein Plädoyer für meinen Körper zu schreiben. Aber er hat es verdient. Vielleicht sollten wir uns diese Gedanken in jeder Umkleide mit gemeiner Beleuchtung herbeiholen? ›zwinker‹

„… und sieh zu, dass Du nicht nur KÖRPER bist.“

Ovid

Vielleicht denkst Du ja beim nächsten Einkauf ganz plötzlich an mich und meine Gedanken, wenn Deine Blicke streng über Deinen Körper wandern. Alles Liebe.

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Selbstpflege, ich könnte auch „Self-Care“ schreiben, würde sich cooler lesen! Dieses Wort wird überall gefunden oder eingebaut. Egal ob auf Instagram oder Lifestyle Magazinen … unter jeder Designer Klamotte oder gerade trendigen Drink ist dieser #Hashtag zu lesen. Dabei geht es um viel mehr als nur einen Trend! Es ist eine persönliche Lebenseinstellung, die wir in den kleinen alltäglichen Dingen im Leben finden können.

Es ist mehr als eine Modephrase

Es gibt genügend Tage, an denen wir völlig platt nach Hause kommen. Oft sind die Gedanken beim Öffnen der Haustüte noch im Büro oder Geschäft. Alles ist irgendwie zu viel. Und der Blick auf den Kalender bringt kein erleichterndes „Ah, morgen ist es weniger“. Dabei verlieren wir immer wieder unsere eigenen Bedürfnisse total aus den Augen. Wir verzichten auf die Mittagspause bzw. auf das Mittagessen. Wir finden keine Zeit mehr für sportliche Aktivitäten und vernachlässigen oft auch unsere sozialen Kontakte. Warum? Weil abends einfach die Luft raus ist!

Dabei wäre es gerade in diesen Momenten wichtig, uns selbst genügend Zeit und Aufmerksamkeit zu geben. Das tun, was uns guttut. Selbstpflege … Self-Care. ›zwinker‹ Aber nicht diese Selbstpflege von der Bloggerinnen ständig schreiben und posten. Dabei geht es nämlich ausnahmslos nur um eine bunte Sammlung aus überwiegend materiellen und ästhetischen Dinge. Und genau diese Damen haben mich inspiriert darüber zu schreiben, weil ich eine total andere Sichtweise und Meinung dazu habe.

Ich finde es wird dabei vergessen, dass sich hinter der Selbstpflege eigentlich etwas ganz anderes verbirgt. Es geht dabei die eigene Gesundheit in Schuss zu bringen … auszubauen und zu fördern. Entscheidungen bewusst zu treffen und ein Leben zu führen oder aufzubauen, von dem wir uns nicht ständig erholen müssen! Ob das mit einer Designertasche oder Glitzer-Badesalz gelingt, ist sehr fraglich, finde ich. ›lach‹

Bewusst entscheiden

Unsere Selbstpflege, ich bleibe bei dem deutschen Begriff, beinhaltet grundlegende überlebenssichernde Maßnahmen. Wie Essen und Trinken. Entscheidend sind auch unsere Handlungen, die unsere psychische und physische Verfassung festigen. Es sind Dinge, die wir vermutlich oft nebenbei und ohne viel Beachtung tun. Das ist auch der Punkt: Wir sollten Dinge ganz bewusst erledigen … machen wir aus „normal“ etwas Bedeutsames.

Ich falle selber auch immer wieder mal in dieses „Normalo“ Tun zurück. Automatisierung … wie ich es eben gelernt habe, aber ich draufgekommen bin, dass mir diese Art zu leben überhaupt nicht guttut und auch nicht gefällt! Ob ich mich nach einem anstrengenden Tag noch zu Leuten geselle und ein paar Gläser Wein leere, oder vielleicht doch lieber mal früher schlafen gehe, um den nächsten Tag besser zu überstehen.

Ob ich mich am Abend mit einer Tafel Schoki vor die Glotze pflanze, oder vielleicht noch einen ausgedehnten Spaziergang, Waldlauf oder sonst was mache, weil ich dabei meinen Kopf freibekomme. Du verstehst was ich damit sagen will? Bewusste Entscheidung, für oder gegen etwas, macht Selbstpflege aus! Ja und was wir genau in diesen Momenten brauchen, können wir nur entscheiden, wenn wir darüber nachdenken. ›lächel‹

Das dazu auch hin und wieder ein Paar „Wunsch-Schuhe“ oder ein Besuch bei der Kosmetik gehört ist klar. Sich Zeit zu nehmen und durchzuatmen oder einfach sich wie verrückt über die eigentlich viel zu teuren Schuhe freuen! :D Auch das ist „Selbstpflege“. Es sollte nur nicht „gedeckelt“ werden, wie man bei uns in Österreich sagt. Gemeint ist: Unsere eigentlichen Bedürfnisse sollten nicht mit materiellen Dingen verschüttet werden! Es ist wichtig sich mit dem eigentlichen Grund, der den Stress verursacht auseinanderzusetzen.

Am Ende des Tages geht es darum, auf uns selbst zu schauen. Mental und körperlich. Auch um die Entscheidungen, die wir täglich treffen. Nur so können wir die beste Version von uns selbst sein und werden. Und wenn auch Du ehrlich bist … auf lange Sicht gesehen, werden wir das alles nicht in einem Kleiderschrank voller teurer Klamotten, coole Drinks und Wunder Cremen finden oder in einem Schaumbad das alle Farben spielt! ›zwinker‹

„Selbstpflege“ … nicht so cool wie „Self-Care“, aber es bringt das Thema schneller auf dem Punkt. Ich wünsche Dir viel Spaß bei Deiner Pflege. Soll sie nachhaltig sein.

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Hallo Gesellschaft, ich muss rein gar nix mehr!

Von Zeit zu Zeit brauch ich es einfach. Mich über das Alter, Herdentiere und die Gesellschaft auszulassen. Warum einzig und alleine ich jetzt entscheide, was ich tun und lassen kann und warum „vergleichen“ uns gar nichts bringt.

Vielleicht ist der Grund diesen Gedankengang zu schreiben, ein Brief, den ich vor ein paar Wochen erhalten habe. Jetzt, nach den paar Wochen habe ich es realisiert und konnte es in kleine Scheibchen auflegen. UNVERMITTELBAR. Ich bin aus dem System gerutscht (gefallen). Ich bin nicht mehr einsetzbar für unser „durchgetaktete“  Arbeitswelt. Stempel drunter.

Krankheitsbedingte Berufsunfähigkeit mit der ich natürlich rechnen musste. Trotzdem … im ersten Moment ein komisches Gefühl. Im ersten Moment habe ich überlegt, ob ich geschockt sein soll. Die Arbeitswelt braucht belastbare, zu allem bereite Führungsmenschen. Menschen ohne Vorgeschichten und keine Frauen mit beinahe 60 Jahren und Persönlichkeit.

Die Entscheidung stand ja schon lange fest. Nie wieder zurück ins Hamsterrad! Nun ist es amtlich – i am free! Macht mich das nervös ist meine Frage? Ja, aber nur ganz wenig. Ich habe keine Panik vor meiner Zukunft und ich male mir auch keine Horrorszenarien aus, sondern ich freue mich jeden Tag über die Chance meinem Leben eine weitere neue Richtung zeigen zu können. <3

Wer entscheidet was ich will? ICH!

Sagen zu können – ich muss gar nix! Habe ich ja schon immer gemocht nur leider war es nicht immer möglich es auch zu tun. Jetzt stehen meine Chancen definitiv gut. Es gibt einiges im Leben, was ich mitmache, weil ich es klasse finde. Ich liebe noch immer Pinterest, mag diesen Shabby Schick-Style und schlürfe dieses Trend-Getränk „Ingwer-Shot“ leidenschaftlich gern … lecker.

Ich  bin aber auch eine altmodische Frau was meine Werte betrifft! Demut, Achtsamkeit, Treue und Ehrlichkeit sind ganz wichtige Säulen in meinem Leben! Ja, und ich glaube wieder an die Liebe. Ich trage gern viel zu große Klamotten, die nicht unbedingt sexy aussehen und liebe diese langen Kleider im Bohemien-Style. Tanze gern mit dem Kopfhörer laut mitsingend durch die Gänge wobei sich mein Musikgeschmack meiner Befindlichkeit anpasst.

In der Zwischenzeit genieße ich ein Glas Wein genauso wie die Massage, die ich mir immer wieder gönne. Mein Lieblingsparfum ist ein erdig-holzig-herber Duft und zugleich balsamisch süß. Eine mystische Essenz, die in keiner Parfümerie zu finden ist und die ich am liebsten trinken würde. ›lach‹ Ich sammle sämtliche Life-Style Zeitschriften und würde gern einen Tag mit Bruce Darnell verbringen, weil er sein Herz am rechten Fleck trägt, bodenständig geblieben ist und darauf pupst, was andere über ihn denken und sagen! <3

Ich brauche meine Bleistifte und meine gebundenen Notizbücher, weil ich es total gern habe, meine Gedankenfetzen und Ideen auf Papier zu bringen, anstatt den Techniktrends zu folgen. Mein iPhone nutze ich tatsächlich nur zum Telefonieren. Ich frage lieber nach dem Weg, als die Google Suche zu aktivieren. Und falls ich mit der Bahn fahre, schaue ich aus dem Fenster oder in ein Buch. Ich brauche das Handy nicht um mir die Zeit zu vertreiben!

Ja, ich bin tatsächlich ein Drückeberger und lasse Must-Have’s, einfach links liegen. Ich bin halt Sandra. Und die ist 56 Jahre. Sie findet manches großartig und vieles richtig bescheuert, auch wenn die anderen ganz anderer Meinung sind.

Neulich habe ich gelesen, dass sich Frauen ab 50 besser die Harre färben sollen, weil „Silber“ im Haar unnötig älter macht und man als Frau dann schnell in eine falsche Schublade gesteckt wird. Tatsächlich wahr. Echt jetzt: Welche Schublade? Schubladen mochte ich noch nie und ich würde auch nicht hineinpassen, dafür habe ich zu viel Bauch. Also liebe Gesellschaft … steckt mich da hin wo ihr möchtet. ›zwinker‹ Ich steh dazu … jetzt ja erst richtig! Und ganz ehrlich – ich finde Frauen mit grauen langen oder auch kurzen Haaren mega stark!

Und würde ich all das machen, was Frauen in meinem Alter so machen, dann müsste ich schon bei den Fortgeschrittenen im Yogakurs regelmäßig meinen Kopfstand machen. Das Haus sollte nicht verlassen werden ohne die morgendlichen Yoga-Übungen. Schulterstand und Co … eine ganz wichtige Sache! Es erdet, bringt Power und ist gesund. Ich mach es trotzdem nicht. Aus Erfahrung weiß ich, dass ich nie etwas gut und richtig gemacht habe, was ich nicht wollte. Deshalb nein danke, ich passe (bis jetzt). Dazu brauche ich keine tiefenpsychologischen Gründe.

Also ich finde es sehr entspannend mich auf keine Vergleiche mit Kollegen mehr einlassen zu müssen. Kein Abscannen und keine Meetings mehr, die immer dazu genutzt wurden, die frisch geschliffenen Messer in den Rücken der anderen zu rammen … „Ups … das war so nicht gemeint … tut leid“. Ich glaube, es wird eine schöne Zeit auf mich zukommen. Ein neuer Abschnitt ohne Zwänge und vielen „ich muss gar nix mehr“. Wäre natürlich spitze, wenn mein Körper es genauso sehen könnte wie ich es tu. >Daumen drück<

Das Fazit:

Es ist so weit, ich bin durch das System gefallen. Ich passe nicht mehr in die typische Arbeitswelt, die ich ohnehin schon länger hinterfragt habe. Das „Normalo“ Leben wird sich verändern. Die Zeit, die jetzt für mich kommen wird, wird sicherlich auch ein paar finanzielle Einbusen mit sich bringen. Trotzdem denke ich positiv darüber. In den vergangenen Jahren meines Lebens habe ich in jedem Bereich meines Seins mehr gelernt als in all den Jahren zuvor! Nun kann ich das letzte Tau losbinden und darf gespannt sein, was sich verändern wird, … Auf in einen neuen Lebensabschnitt, ich freu mich darauf!

Danke für Deinen Besuch in meinen Gedanken, ich freue mich auf ein nächstes Mal und wünsche Dir bis dahin eine wunderschöne und gesunde Zeit!

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Wenn wir dieses Wort Midlife-Crisis aufschnappen, wird das in erster Linie mit Männern assoziiert, dabei ist es auch ein Thema das Frauen betrifft. Bei uns Frauen findet im Alter zwischen 40 und 60 ein großer Umbruch durch die Wechseljahre statt. Dieser ist manchmal der Auslöser für die berühmte Midlife-Crisis. Eine hormonelle Veränderung trifft zwar auch die Männer, aber wir Frauen bekommen es intensiver zu spüren.

Ich hätte mir ja niemals gedacht, dass ich mal über die Midlife-Crisis schreibe. Ein heißes Thema im wahrsten Sinne des Wortes. ›lach‹ Aber irgendwie ist aus meinen Beobachtungen ein Mitteilungsbedürfnis entstanden. Ich kenne so einige Männer, die in dieser Lebensphase stecken, wenn nicht sogar stecken geblieben sind! Meistens wird es bei den Männern peinlich, wenn sie meinen, sich noch mal so richtig beweisen zu müssen. Sie nehmen sich zwanzig Jahre jüngere Frauen, färben sich ihren „Silberpelz“, kaufen sich ne Harley und trainieren bis zum „Beinahe-Herzinfarkt“! Kenn ich alles doppelt.

Wahrscheinlich gibt es so ähnliche Dinge auch bei Frauen, aber der Großteil leidet an den körperlichen „Neuigkeiten“. Doch über die körperlichen Veränderungen möchte ich gar nicht schreiben. Kann ich auch nicht wirklich, da dieser Kelch noch nicht an mir angekommen ist, obwohl ich Mitte fünfzig bin? Na ja vielleicht bleibe ich verschont … Ich möchte mehr über Bilanzen und Bedürfnisse schreiben, da kenn ich mich aus.

Der Wertewandel kommt mit den Jahren

So manche Frau muss feststellen, dass sie in ihrer ersten Lebenshälfte ganz schön fremdbestimmt funktioniert hat! Sie hat ihre Bedürfnisse kaum beachtet. Einige richten sich immer noch nach den Vorstellungen ihrer Eltern. Sie haben sich nie die Frage gestellt, ob dieser Weg auch ihr eigener ist. Andere wieder haben sich den gesellschaftlichen Normen unterworfen ohne zu prüfen, ob sie mit ihren Werten und Bedürfnissen übereinstimmen.

Gegen vierzig bemerken manche Frauen, dass sie einfach nicht mehr so „pflegeleicht“ sind, als vor zehn Jahren. Sie lassen sich nicht mehr alles gefallen und ein NEIN, kommt schneller über die Lippen als früher. Die so typische weibliche Seite, die normal immer versucht es allen recht zu machen und sich anzupassen verblasst. Auf einmal gelingt es, sich besser zu behaupten. Widerworte werden öfter hörbar.

Manchen wird auch bewusst, dass sie endlich sind und nicht ewig leben werden. Dieser Punkt ist mir sehr vertraut geworden. Habe ich mich bislang nicht mit dem Gedanken herumgeschlagen, hat mir die Gewissheit irgendwann doch zu sterben, eine ganz andere Sichtweise auf das Leben geschenkt. Meine Pläne und Ziele werden nun unter diesen Gesichtspunkt betrachtet. Hatte ich bislang alle Zeit der Welt, wird nun sortiert und entrümpelt. Ich fange an mich zu fragen, was ist mir wirklich wichtig? Soll ich meine Zeit wirklich damit verblasen, Dinge zu tun, die ich nicht mag? Meine Antwort dazu lautet immer öfter: „Nein, dazu ist mir meine Zeit viel zu kostbar.“

Entdecken was wirklich zählt …

Konkret könnte das auch bedeuten: Soll ich wirklich in einem Beruf weitermachen, weil ich ihn schon seit zig Jahren mache aber er mich noch nie zufrieden gestellt hat? Soll ich mit einem Partner weiterhin leben, der mir nicht guttut? Muss ich es meinen Eltern ständig recht machen? Muss ich mir von Kollegen alles gefallen lassen? Und noch vieles mehr. Die Lebensmitte ist doch der Höhepunkt unseres Daseins? Es findet eine Veränderung und ein Wechsel statt. Und, ich spreche da auch wirklich von mir. Wir fangen an, vieles zu lassen, was uns unwichtig erscheint und uns überrollt. Entdecken was tatsächlich zählt im Leben, heißt der Satz schlecht hin in diesem Lebensabschnitt.

Dass wir in unserer Lebensmitte angekommen sind, richtet sich nicht immer zwangsläufig nach dem Alter. Ich habe eine Bekannte, die mit knapp über dreißig im körperlichen Wechsel steckte. Die körperlichen Symptome  sind ja breit gefächert. Viele Frauen stellen aber auch fest, dass sie sich charakterlich verändern. Dinge, die sie bisher gerne getan haben, erscheinen nun unwichtig. Für bestimmte Verpflichtungen wird plötzlich nicht mehr so viel Disziplin aufgebracht. Hobbys und Interessen können sich verändern. (Leute – ICH stricke wie blöd … ›lach‹) und ehrlich gesagt, hat der geliebte Einkaufsmarathon schon lange seinen Reiz verloren! Es kommt mir oberflächlich vor und dient doch nur einer Scheinbefriedigung. Immer die neuesten Klamotten zu haben wird genauso unwichtig.

Man hört auf sich über Bikinis und die dazu notwendige Figur Gedanken zu machen. Man bleibt bei den fünf Kilo zu viel Hüftgold, was solls. Da kündigt sich doch tatsächlich an, um was es geht! Innere Werte lösen die Bedeutung von Äußerlichkeiten ab. Ich kenne Karriere-Frauen, die auf einmal still stehen und sich fragen, ob das jetzt alles gewesen sein soll. Gibt mir mein Erfolg mir Lebenssinn und Lebensfreude? Diese Frauen wünschen sich auf einmal doch eine Familie, eine Partnerschaft.

Andere wieder, die ihren Lebenssinn in und bei der Familie gesehen haben, bekommen plötzlich ein großes Leeregefühl zu spüren. Die Kinder sind aus dem Haus, die Beziehung läuft aber nur nebenher. Sie bekommen Lust sich neu zu erfinden und zu verändern.

Und dann gibt es auch Frauen, die sich über ihr Aussehen definieren, sie schieben die erste Falten-Panik. Kein Wunder, es gilt ja stets jung und makellos zu sein. Sie flüchten ins Gym, gehen laufen und planen ihre erste Schönheitsoperation. Viele verfallen in einen regelrechten Jugendwahn. Die Röcke werden kürzer, die Hosen enger und die Blusen schenken mehr Einblick. Kluge Frauen merken aber relativ schnell, dass ein solcher Aktionismus in dieser Situation nix hilft!

Wir wachsen und reifen

Während es in unserer ersten Lebenshälfte darum geht, seinen Platz in der Gesellschaft zu finden, geht es in der zweiten Lebenshälfte darum, innen und außen eine Übereinstimmung zu finden. Nun ist das Besinnen auf das Wesentliche angesagt. Wir gehen der Sonne zu, und dieser Gang ist ein wunderbarer! Diesen Satz sagte eine tolle Frau, die weit über ihre „Mitte“ gegangen war. Viele Frauen machen in dieser Phase eine gewaltige Wandlung mit. Plötzlich wird aus einer unscheinbaren Frau ein wunderschöner Schwan. Sie fangen endlich an aus ihrem Leben das zu machen, was in ihrer ersten Lebenshälfte nicht zu machen war.

Sie machen sich unabhängig. Steigen aus dem Beruf aus oder ein. Sie treten kürzer oder geben jetzt erst richtig Gas. Suchen nochmal nach der großen Liebe oder ziehen es vor, alleine zu bleiben. Sie wachsen und reifen! Egal was es ist, … Hauptsache es tut der Seele gut.

Ich glaube, es ist auch die passende Zeit, sein Tempo zu drosseln. Wir rasen nicht mehr wie verrückt von Termin zu Termin. Getrieben von Uhr und Erinnerungs-Nachrichten. Wir haben ein anderes Verhältnis zur Zeit bekommen. Ich entdecke jetzt erst wie gut und wichtig es ist, gewisse Phasen alleine und ohne Ablenkung zu verbringen. Ich kenne ein paar Frauen, die zum ersten Mal in ihrem Leben alleine leben. Sie stellen fest, welche Qualitäten das haben kann. ›lach‹ Ab jetzt nur noch eine Partnerschaft in getrennten Wohnungen … die klassische Frauenrolle wird dadurch bewusst verweigert. Warum auch nicht?

In jeder Krise steckt eine Chance

In dieser Zeit hinterfragen Frauen persönliche Grundverträge und alte Muster samt Werte. Sie lassen los! Verstaubte Werte haben die Chance sich zu entfalten. Falsche Vorstellungen vom Leben werden abgelegt. Es ist eine Zeit, die uns Frauen das Selbstbewusstsein stärkt. Und eines weiß ich ganz bestimmt: alle Frauen, aber auch Männer, die sich einer Veränderung in der Mitte ihres Lebens stellen statt zu verdrängen, werden als tolle Persönlichkeit gestärkt und kraftvoll hervorsteigen! Also, ich finde das richtig geil! :-)

Ich wünsche Dir einen traumhaften Gang zur Sonne!

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Man hört, liest und kann immer wieder beobachten, dass Menschen ihre gewohnte Umgebung und ihr bisheriges Leben aufgeben und ganz woanders als sie bisher gelebt haben, neu anzufangen. Was steckt dahinter? Was treibt uns Menschen dazu, einen so großen Schritt zu gehen?

Mir ist dieses Denken ja nur all zu bekannt. „Eine ständig Suchende“, die sich in ihrem Heimatort nie richtig zu Hause gefühlt hat, … Diesen Satz sage ich gerne über mich selbst. Und er trifft bis heute ins Schwarze. Zwar hat sich in den letzten Jahren viel verändert und ich darf Italien zu meiner zweiten Wahlheimat ernennen, wo ich mit Herzmensch und unseren Hunden mehr als die Hälfte des Jahres lebe. In diesem Land habe ich mein „ICH“ gefunden. Mein ICH, indem ich  mich wohl und zu Hause fühle.

Was ich aber auch weiß ist, ist das ein Landeswechsel nicht der Schlüssel für eine SEIN- und SINN-Findung ist! Es ist vielleicht ein Sprungbrett, aber der eigentliche Prozess beginnt bei und in uns.

Was treibt Menschen an ihr gewohntes zu Hause, gegen ein unbekanntes zu tauschen?

Viele erhoffen sich einen aufregenden Neustart. Ein neues Land bedeutet auch ein neues Glück? Nochmal bei Null beginnen und sich in ein Abenteuer stürzen. Ein Abenteuer das im bisherigen Leben gefehlt hat oder im Alltag einfach nicht möglich war und zu kurz gekommen ist.

Andere suchen das totale Gegenteil. Sie sehnen sich nach Ruhe, ein Leben das langsamer und gelassener abläuft. Sie suchen die Einfachheit des SEINS. Ich weiß noch genau wie das Gefühl war, als ich wieder mal den Umzugswagen bestellte und aus der zentralen Stadtwohnung ins genaue Gegenteil gezogen bin. Kein Autolärm, keine Hektik und kein Gewusel vor der Haustüre. Keine stinkenden Abgase. Alles, was mir vor die Augen kam, wenn ich aus dem Fenster blickte waren Berge und Felder mit den dazugehörigen tierischen Bewohner, und jeden Tag ein fantastischer Sonnenuntergang. Und all das war nur 15 Minuten von meinem vorherigen Wohnort entfernt! Das neue Zuhause war zwar nicht unbedingt schicker, aber die Lebensqualität eine zu 100 % bessere!

Es gibt viele dieser Menschen wie ich es bin. Sie fliehen aus überfluteten Städten und lauten Altlagen und suchen die Abgeschiedenheit und Ruhe. Dabei überschreiten sie auch mal die Grenze, verlassen ihre Heimat. Sie geben ihren Besitz auf, … so als würden sie den ganzen Ballast, den sie über die Jahre mitgeschleppt haben, hinter sich lassen.

Manchmal treffe ich solche Menschen und frage sie, was sie an ihrem „neuen“ Leben besonders lieben. Die Antwort: Das einfache Leben und die Gewissheit, dass Leben wieder selbst zu bestimmen. Einer sinnhaften Tätigkeit nachzugehen. Sich wieder mit der Natur verbunden fühlen und ehrliche Gemeinschaft erleben.

Klingt gut und ist immer wieder aufs Neue spannend anzuhören und es ist noch schöner, dabei in die glänzenden Augen dieser Menschen zu sehen!

Danach stellt sich mir immer eine Frage

Muss man wirklich alles aufgeben und an einem fremden Ort neu anfangen um so ein Leben, das sich ja beinahe jeder wünscht, leben zu können? Ich glaube, nein, ich bin überzeugt, die Reise zu uns selbst kann überall begonnen werden! Was wenn wir auch in unserem gewohnten Alltag zu uns finden würden? Wir müssen weder Freunde noch unsere Wohnung aufgeben, um unser Leben nach unseren Werten auszurichten.

Angesammelten Ballast loszulassen funktioniert auch, ohne die Grenzen zu überschreiten. Davon bin ich überzeugt und es ist sicher noch ganz viel mehr möglich! Also was hält uns davon ab? Wir können jetzt und sofort damit beginnen den ersten Schritt in ein schöneres Leben zu gehen. Was sind eigentlich Deine Vorstellungen für Dein Leben?

Ich habe mir diese Frage immer gestellt. Ich habe Abende damit gefüllt und mir darüber Gedanken gemacht. UND – ich konnte mir gute Antworten liefern. Mach es wie ich es getan habe. Nimm Dir ein Blatt Papier und Stift und frage Dich:

  • Wie würde Dein Leben aussehen, wenn Du die Chance bekommst, neu zu beginnen?
  • Was würdest Du auf jeden Fall mitnehmen, weil es für Dich außergewöhnlich wertvoll ist?
  • Was würdest Du gerne abgeben, weil Du es nicht vermissen würdest?
  • Und WAS würdest Du ganz neu in Deinem Leben aufnehmen? Etwas das es in Deinem bisherigen Leben nicht gab?

Ich bin ja ein großer Fan solcher Listen und Fragen. Es ist jedes Mal wieder spannend zu beobachten, wie manche Antworten mit einer Leichtigkeit über die Lippen oder in den Sinn kommen und es bei anderen Fragen verdammt schwerfällt, eine Antwort darauf zu finden. Woran könnte das liegen?

Es geht dabei um Dein Leben!

Deshalb sei geduldig mit Dir. Wenn Du diese Fragen durchgehst, sei Dir bewusst, Du sitzt nicht vor einem Prüfungsblatt und hast auch keine Zeitvorgabe um alle Fragen zu beantworten! Nimm Dir dazu eine Woche Zeit, verändere, erweitere Deine Antworten. Wenn Du Dir darüber im Klaren bist, stell Dir die nächsten Fragen:

  • Wie kann ich zu diesen Zielen kommen?
  • Wen oder welche Unterstützung würde ich dazu brauchen?
  • Wer oder was hindert mich an all dem, was ich gerne hätte?

Auch diese Antworten wirst Du nicht in zehn Minuten beantworten können, wenn Du sie ernst nimmt. Schenke Dir auch dazu eine Woche Zeit. Suche dabei die Ruhe um auch richtig in Dich eintauchen zu können. So wirst Du Deine Antworten finden. Nach dieser weiteren Woche ist es wichtig, dass Du Dich entscheidest, was Du mit all Deinen Erkenntnissen machen möchtest. Willst Du alles beim Alten lassen oder willst Du Deine Reise zu Dir weiter gehen? Wenn Du Dir diese Frage klar beantworten kannst, bist Du bereit um Deine Koffer zu packen. Mit zwei Worten: Tu es! Die Resultate aus Deinen Erkenntnissen, helfen Dir dabei. ›lächel‹

Welches „Motto“ schenkst Du Deinem neuen Leben?

Ein guter und persönlicher Tipp von mir: Setze Deine Ziele nicht zu hoch. Diesen Fehler habe ich gemacht. Es sind immer die kleinen Schritte, die erfolgreich ans Ziel führen! Finde also ein gutes Mittelmaß an Veränderungen für Dich. Sie sollen Dich schon fordern, aber nicht überfordern!

Wenn Du diese Vorgehensweise immer wiederholst, wird sich Dein Gehirn auf eine neue Ausrichtung in Deinem Leben einstellen. Beobachte dabei was sich in den Wochen verändert, wie DU Dich dadurch veränderst! Eines steht fest: Du musst keinesfalls auswandern um zu Dir und Deinen Werten für ein angenehmeres Leben zu finden. Nicht jeder hat außerdem die Möglichkeit.

Zu all diejenigen, die Ihre Taschen trotzdem gepackt haben – ich kann es klarerweise nur zu gut verstehen. Einmal Freigeist, immer Freigeist. :-)

„Es ist nicht leicht Glück in sich selbst zu finden, aber unmöglich anderswo zu finden“.

Agnes Repplier

Ich wünsche Dir viele tolle und nachhaltige Antworten zu allen Fragen, die Du Dir stellst. Dicke Umarmung.

Lesezeit: 4 Minuten

Hast Du sofort ein schlechtes Gewissen, wenn Dich der Gedanke reitet, Dich selbst zu verwöhnen? Dir etwas Gutes zu tun? Dich in die erste Reihe zu stellen? Glaubst Du vielleicht, Du seist egoistisch, wenn Du Genuss in welcher Form auch immer, zulässt? Oh ja, diese Gedanken waren auch mal meine! Jetzt sage ich, wer sich Gutes tun will, muss sein schlechtes Gewissen loslassen. Ich hab’s gelernt und möchte auch Dir dabei helfen, um Deine Auszeit wirklich zu genießen.

Mir kam mein Alltag bzw. mein Leben immer wie eine endlose Liste vor. Die Wochen und Monate füllten sich mit Verpflichtungen und Erwartungen anderer. Alles wurde ganz automatisch abgearbeitet und erfüllt. Ich hetzte von einer Aufgabe zur nächsten. Ich bekam das sehr gut auf die Reihe und vergaß kaum etwas. Außer auf mich selbst! Ich blieb auf der Strecke … der eigentlich wichtigste Mensch in meinem Leben bin ICH.

Strukturen im Leben sind wichtig und ich könnte „ohne“ nicht sein. Jedoch sollten sie uns nicht bestimmen. Deshalb sind Momente der Ruhe und Auszeiten, etwas ganz wichtiges. Wenn Du es regelmäßig schaffst, Dir selber etwas Gutes zu gönnen und es auch wirklich zu genießen, wirst Du nicht nur glücklicher und zufriedener Dein Leben genießen können, sondern auch Deinem Alltag leistungsfähiger in die Augen blicken können! FETT geschrieben … damit Du es nicht vergisst. ›lach‹

Ciao, schlechtes Gewissen!

Wenn ich daran denke, wie mir mein schlechtes Gewissen so viele schöne angebotene Momente der Erholung verbockt hat … unglaublich. Es war nicht nur mein Gewissen, sondern mein antrainierter Perfektionismus, der mich ausbremste, wenn es um kleine Auszeiten ging. Irgendwann spielte auch das Geld eine Rolle. Alles in allem – all meine Blockaden siegten und ich blieb in meinem Hamsterrad sitzen. Bis es schepperte. Wie Du solche Hürden loswerden kannst, möchte ich Dir nun gerne sagen.

Ciao, schlechtes Gewissen, willkommen Auszeit!

Willst Du Dir was Gutes tun, musst Du Dich erstmal mit Deinem schlechten Gewissen zusammensetzen. Tust Du das nicht, wirst Du wahrscheinlich nicht loslassen können und Dich selber NIE an die erste Stelle setzen können. Außerdem wirst Du nie etwas richtig genießen können! Es ist eine doofe Situation. Damit Du Dein schlechtes Gewissen loswirst, musst Du die Gründe dahinter verstehen.

Meine „Begleiter“ meldeten sich jedes Mal, wenn es gerade gemütlich wurde! Ob Disziplinlosigkeit, der Egoismus oder die Genusssucht – alle meldeten sich.

Ganz egal, ob ich mir Zeit für mich nehmen wollte oder einfach nur in Glas Nutella eingetaucht wäre … das schlechte Gewissen drängte sich jedes Mal dazwischen. Irgendwann dachte ich genauer darüber nach. Es konnte doch nicht sein, dass ich mir nichts gönnen konnte!

Wer sich nach diesen Zeilen wiedererkennt und  glaubt, dass sich selber etwas Gutes zu tun, nur esoterisch verpackter Egoismus ist, muss (schnell) umdenken. Nur wer sich gut um sich selbst kümmert, hat auch die nötige Power und Geduld, sich um andere zu kümmern! Also stelle Dich an erster Stelle. Pfeif auf die Dogmen nicht gerecht zu werden.

Mein lieber Perfektionismus, ich  brauche Dich nicht!

Gleich nach dem schlechten Gewissen, kam mein anstrengender Perfektionismus. Wenn Du auch dem gefährlich nahe rückst, bist Du Deiner Auszeit plus Genuss, schon ein ganzes Stück näher! Stell Dir die Frage: Was tut Dir eigentlich gut? Sicher ein langer ausgedehnter Waldspaziergang wäre gut um Deine Lungen wieder auf Vordermann zu bringen. Eine Leinsamen-Kur wäre auch nicht verkehrt und Deine Schönheit würde es Dir danken. :D All das wäre gut für Dein Gewissen, aber zwei Stunden länger in der Arbeit bringt etwas mehr am Konto. Fertig gedacht. Aber ist das auch wirklich gut für Dich?

Ich hatte damals viel zu viele perfektionistische Erwartungen an mich. Dieser Perfektionismus hatte sich in alle Lebensbereiche eingenistet. Beruf, Partnerschaft, Familie, Freunde und Gesundheit. Setze Dich mit Deinen Erwartungen auseinander. Und frage Dich: „Wer bestimmt denn was Dir gut tut? DU oder Dein Perfektionismus?

Gerade wenn es um unsere Gesundheit geht, leben wir häufig nach zu hohen Erwartungen. Dabei habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich etwas Gutes tun auch heißt, sich etwas zu erlauben was vielleicht nicht so gesund ist? Mir haben so manche durchtanzten Nächte und ein paar Gläser Wein, mehr Lebensenergie gebracht als sieben Stunden Schlaf und ein Vollkornmüsli! ›lach‹

Ich glaube, letztendlich ist es wichtig die Balance finden und die Fähigkeit, in den richtigen Augenblicken den eigenen Perfektionismus auch mal vor die Tür zu sperren.

Sich etwas Gutes tun, gibt es auch umsonst!

Ich glaubte immer, ich müsste mir einen Kurztrip leisten, um gut für mich zu sorgen. Massagen, Ayurveda, Qigong und Yoga Kurse, lecker essen gehen usw. Natürlich, alles eine feine Sache, die aber auch Geld kostet und dieses Geld war nicht immer vorhanden. Auch wenn wir uns selbst vielleicht viel wert sind, macht uns das Leben manchmal einen Strich durch die Rechnung, sodass es am Ende des Monats sehr leer in der Brieftasche aussieht. Von kaputten Gegenständen wie Waschmaschine oder Auto, die einem den letzten Euro noch aus der Tasche quetschen, rede ich mal erst gar nicht!

Sich eine Auszeit nehmen funktioniert auch ohne Geld. Jedenfalls gelingt es mit sehr wenig genauso gut. Das weiß ich ja jetzt. Für mich sind es die Kleinigkeiten geworden, die mein Wohlbefinden pushen. Sie sind umsonst und ich finde sie in der Natur, mit meinen Tieren, in netter Gesellschaft, bei einem guten Buch oder in der Badewanne mit Kerzen und Prosecco und in meiner Kreativität. Weniger ist oft so viel mehr, dass kann ich wirklich bestätigen!

Fazit:

Wenn Du Dich also von Deinem schlechten Gewissen und dem eigenen Perfektionismus inklusive Geldsorgen verabschieden kannst, wirst Du schnell viele kleine Momente in Deinem Alltag finden, in denen Du Dir etwas Gutes tun kannst. Du sollst Dich in die erste Reihe stellen und Deine ganz persönlichen Auszeiten auch endlich richtig genießen.

Gönne Dir regelmäßig Deine Auszeiten. Nicht weil Du egoistisch bist, sondern weil Du es verdient hast und es notwendig ist!

Pass gut auf Dich auf …

Lesezeit: 3 Minuten

Ganz Du selbst sein. Leider stehen Dir Deine Befürchtungen dabei ständig im Weg? Authentisch zu leben ist für viele eine tiefe Sehnsucht. Wie oft hast Du das Gefühl, Dich verstellen zu müssen? Dich plagt oft das Gefühl nie wirklich Du selbst sein zu können? Du würdest gerne viel öfter mal genauso reden und handeln wie DU bist? Authentisch eben … klar sagen, was Du denkst. Einfach ganz Du sein.

Wie beschreibt man eigentlich Authentizität?

Authentizität bedeutet, seinen Emotionen, seinen Bedürfnissen, Werten und Gedanken, Überzeugungen und Dingen, die man besonders gerne mag Raum zu geben. Es auch genauso auszudrücken und danach zu handeln!

Die Voraussetzung zum authentischen Leben ist die Selbsterkenntnis. Authentische Menschen lassen ihr Verhalten nicht von äußeren Einflüssen bestimmen. Nein – sie machen einfach. Sie möchten ihre Gedanken und Emotionen und alles was dazu gehört, in sozialen Beziehungen zeigen.

Authentisch zu leben, bedeutet aber auch, sich in den unterschiedlichsten Gegebenheiten unterschiedlich zu verhalten. Das klingt doch schlüssig, oder? Gleichzeitig erklärt es aber auch, warum es für so viele von uns schwer wird, authentisch zu sein!

Eine ganz schön kompakte Angelegenheit

Ich war sehr lange nicht authentisch. Und damit meine ich, ich lebe erst seit nicht mal zehn Jahren ein unverfälschtes Leben! Erschreckend, wenn ich darüber nachdenke. Immer stolperte ich über X Befürchtungen.

  • Was denken die anderen von mir? Halten sie mich für konservativ? Engstirnig und verrückt? Habe ich geringere Jobmöglichkeiten, wenn ich ehrlich bin?
  • Mögen mich meine Bekannten, Freunde und Familie eventuell weniger, wenn ich aus der Reihe tanze und mich nicht anpasse?
  • Vielleicht muss ich negative Konsequenzen einstecken, wenn ich sage, was ich denke und fühle? Was ist, wenn ich meinen Partner unverblümt sage, dass ich das so nicht haben möchte, … wird er mich verlassen?

Also zu all den angeführten Beispielen aus meinem Leben: Irgendwelche Leute halten einen immer für verrückt. Was den Job angeht, wäre ich besser gefahren, wenn ich ICH gewesen wäre und keine Rolle gespielt hätte! Und ja, mit Konsequenzen muss man auch als nicht authentisch lebender Mensch rechnen. Nämlich dann, wenn das ganze Theater auffliegt. Und die Sache mit den Beziehungen … ich hätte mir sehr viel Quälerei erspart. ›lach‹ Und ob mich nun Menschen mögen oder nicht, ist für mich ebenso kein Thema mehr. Diese Klarheit kommt mit dem authentisch leben Hand in Hand.

Wie geht es Dir dabei, wenn Du das liest? Was befürchtest Du, wenn Du Dir vorstellt, öfter authentisch zu sein? Wenn Du sagen würdest was Du Dir denkst, … was Dir am Herzen liegt und wichtig ist. Deine Bedürfnisse offen legst. Nimmst Du Dich zurück so wie ich es lange Zeit getan habe? Beantworte Dir diese Frage ehrlich selbst.

Trotz Befürchtungen authentischer sein

Die beste Basis dafür ist die Selbstliebe. Durch die Selbstliebe verschwinden die Befürchtungen in Deinem Kopf! Die Meinung und Haltung anderer Menschen dir gegenüber wird dir nicht mehr so wichtig sein, wenn nicht sogar völlig unwichtig. Jedenfalls ist das meine Erfahrung.

Ich habe bei meiner Veränderung genau darauf geachtet wie es mir ging, wenn ich mich authentisch echt verhalten habe und wie es sich angefühlt hat, wenn ich mich „eingliederte“. Ich habe es aufgeschrieben (logisch ich als  Schreiberling :D)

  • Was genau stört mich daran nicht „echt“ zu sein. Wie ist mein Verhalten?
  • Ist es anstrengend und belastend?
  • Wie ist es, wenn ich unverfälscht reagiere, handle, denke und rede?
  • Wie fühlt es sich an und wie stehen die Vergleiche zueinander?

Ich habe sehr schnell herausgefunden, dass es gar nicht so dramatisch war, meinen Kollegen und meinem Boss gegenüber klar meine Meinung zu sagen. In solchen Situationen zeigt sich meist der wahre Charakter des anderen ganz deutlich! Es war eine sehr aufschlussreiche Lernphase für mich in denen natürlich auch diese erwähnten „Konsequenzen“ zustande gekommen sind, über die ich jetzt sehr dankbar sein kann!

Es ist so, je besser wir unsere Reaktionen bei authentischem Verhalten oder auch nicht authentischen Verhalten kennen, umso einfacher wird es gelingen, authentisch zu sein. Dadurch können wir uns auch von den Erwartungen anderer Menschen distanzieren oder lösen.

Entscheide Dich „DU“ zu sein

Damit weißt Du, wie sich ehrliches Leben anfühlt. Du nimmst Dich dadurch viel besser wahr. Du bist flexibel in Deinen Verhaltensweisen und wirst auch sicherlich öfter die Erfahrung machen, dass ein authentisches Verhalten nicht zu den befürchteten Konsequenzen führt! ›lächel‹ Ganz im Gegenteil.

Ein kleiner und besonderer Tipp noch von mir:
Authentisch zu sein trotz seiner Befürchtungen ist bei Gott keine leichte Aufgabe. Das wäre gelogen. Deshalb sei liebevoll mit Dir selbst. Denke an die oben angeführte Selbstliebe! Es fällt so vielen Menschen schwer. Aber es gelingt Dir umso leichter, wenn Du freundlich und liebevoll mit Dir umgehst.

Lebe DEIN LEBEN und zeige DICH so, wie DU bist.
Wenn Du bist, wie Du bist …
Wenn Du tust, was Du tun möchtest …
Wenn Du Deine eigenen Bedürfnisse kennst …
Wenn Du mit Dir endlich im Reinen  bist …
Wenn Du Deine Wünsche und Vorstellungen für Dein Leben definieren kannst und danach lebst … dann bist Du angekommen.

Habe nie Angst Du selbst zu sein. Je authentischer Du bist, umso mehr wirst Du die richtigen Menschen in Dein Leben ziehen.

Schön, dass Du bei mir warst und ich wünsche Dir jede Menge Mut Dich so zu zeigen, wie Du bist!

Lesezeit: 5 Minuten

Da gibt es Menschen die geben so ein Strahlen von sich, weil sie mit sich und der Welt vollkommen im Reinen sind. Und dann gibt es die anderen … die jeden Tag aufs Neue mit sich im Clinch liegen. Menschen, die sich selbst nicht annehmen und lieben können …

Ein Gespräch mit meinem ICH

Ja, da steh´ich mal wieder wie jeden Morgen und jeden Abend vor dem Spiegel und betrachte mein müdes und blasses ICH. Genaugenommen starre ich ins Leere, da ich mich gar nicht ansehen will! Haare die wie Dell-Wolle aussehen. Augenringe, die trotz ausreichenden Schlaf einfach nicht verschwinden wollen und dann noch dieser Mund … die Lippen so fest aufeinander gepresst, dass das Gesicht „mundlos“ erscheint!

„Ich mag dich nicht! Deshalb kann ich dich auch nicht lieben …“
Ich weiß, wir hatten keinen guten Rutsch ins Leben. Schwierige Geburt – hat es geheißen, ständig krank und eine Außenseiterin schon von Anfang an!

Deine Kindheit und Jugend hattest du dir auch anders vorgestellt … dein Leben, ein ewiges auf und ab. Hürden über Hürden. Aber du hast es geschafft! Warum siehst du deine Erfolge nicht? Du hast so viel Anerkennung für deine Arbeiten bekommen und viel Lob von anderen Menschen erhalten, warum zum Teufel siehst du das alles nicht?

Dein Partner, deine Kinder und auch deine Freunde würden alles für dich tun! Sie sind und waren dagewesen, wenn du sie gebraucht hast! Weil sie dich lieben … genauso wie du bist. Und was machst du? Du haderst mit dir, weil du denkst, du hast diese wundervollen Menschen in deinem Leben nicht verdient!

Du kannst es ruhig zugeben … manchmal bildest du dir sogar ein, sie würden schlecht über dich reden. Wie kommst du eigentlich auf so viel Blödsinn? Bist du dir selbst nichts wert? Du hast schon so oft vor dem Spiegel gestanden – so wie jetzt, hast ins Leere geschaut. Erfüllt von Wut und Selbsthass, weil du dich selbst nicht ertragen kannst. Wie weit das gegangen ist, muss ich dir nicht sagen.  :-( Die Wut und deine Selbstablehnung haben dich so betäubt, dass du dir weh tun musstest, um dich wieder zu spüren. Ich frage dich:

„Warum kannst du dich selbst nicht lieben?“

Mein liebes ICH, ich wünsche mir, dass du endlich erkennst, was für toller Mensch du bist. Du bist stark. Ehrgeizig. Eine Kämpfernatur mit einem großen Herz und einen sensiblen Kern. Sei stolz darauf, was du schon alles (alleine) gemeistert hast! Also fang´ endlich an, dich selbst in den Arm zu nehmen und zu lieben! Nimm die Geschenke des Lebens! Nimm sie an, ohne zu hinterfragen, ob du sie verdienst!

Du schaffst das … enttäusche mich  nicht. Denn ich möchte, dass du mich zum „Strahlen“ bringst.
Dein ICH.

Tja, so gings ab bei mir noch vor einigen Jahren. Und das mit gut 45 Jahren.

Vom Selbsthass zur Selbstliebe

Mir ist diese Zeit noch sehr gut in Erinnerung geblieben. Und Tagebucheintragungen bringen es auch noch mal schwarz auf weiß. Wieder weiß ich das ich damit kein Einzelfall bin. Deshalb habe ich mich entschieden diesen Beitrag zu schreiben. Menschen die es nicht schaffen zu sich selbst zu finden, haben eine tiefe Abneigung zu sich selbst. Ich habe damals alles an mir gehasst! Mein Verhalten mein Aussehen, meine plötzliche Unsicherheit und auch meine Faulheit nichts dagegen zu unternehmen! Das war allerdings nicht immer so.

Wie entsteht Selbsthass?
Jeder von uns hat sein ganz individuelles Idealbild und ein Selbstbild. Das Idealbild beschreibt, wie wir gerne sein möchten. Ich z. B. habe mir damals meine Lockerheit und mein Selbstbewusstsein wieder zurückgewünscht. Mutig und emphatisch wollte ich sein!

Das Selbstbild beschreibt, wie wir uns zum jeweiligen Zeitpunkt sehen. Ich sah mich als eine langweilige unschöne Frau, die ihr Leben scheinbar nicht mehr auf die Reihe bekam. Je mehr das Selbstbild vom Idealbild abweicht, umso mehr Selbsthass kann dadurch entstehen. Vielen Menschen ist es dann nicht mehr möglich, sich so zu akzeptieren, wie man ist.

Wenn ich mich damals mit einem Wort beschreiben hätte müssen wär mir nur ein Wort eingefallen: „Versager“. Das Selbstwertgefühl ist am Tiefpunkt und der Vergleich mit anderen, machte es nicht leichter. In meinem und ich glaube auch in den meisten Fällen, sind diese Muster schon in der Kindheit oder Jugend entstanden. Man wäre nichts wert, zu dumm und irgendwie falsch …

Das alles führt dazu, sich selbst immer kritischer gegenüberzustehen. Der Wunsch nach einer Veränderung wird dabei immer lauter. Ein langwieriger schwerer ABER erreichbarer Prozess! ›lächel‹ Es gibt nämlich nichts, was wir nicht umdrehen können. Deshalb: „Liebes ICH, es tut mir leid, dass ich dich damals so verletzt und vernachlässigt habe …“

Wie kann man Selbsthass überwinden?

Ganz genau – durch Selbstliebe! Es war gar nicht so schwer, wie ich anfangs gedacht habe. Selbstliebe ist kein „Hexenwerk“ weißt du? ›lach‹. Ändere mit diesem Artikel Deine Gewohnheiten. Den Umgang mit Dir selbst, damit Du Dich so zu akzeptieren lernst, wie Du bist. Ich helfe Dir mit ein paar Punkten, die mir sehr dabei geholfen haben, wieder in Liebe zu mir selbst zu finden.

  • Kontrolliere Deinen Fokus. Habe ein Auge auf Deine Stärken! Was läuft bei Dir besonders glatt? Worin bist Du besonders geschickt? Worin bist Du ausdauernd? Lass Dich dabei nicht von Deinem inneren Kritiker ablenken.
  • Sei gut zu Dir. Es gibt 100 Möglichkeiten, um sich liebevoll zu behandeln. Das sieht bei jedem anders aus. Fokussiere Dich dabei vollkommen auf Dich! Gönne Dir etwas Schönes und das in einer Regelmäßigkeit – weil Du es absolut wert bist!
  • Spreche liebevoll mit Dir. Ist es nicht so, wir denken so viel darüber nach, wie wir Kritik an anderen „schön“ verpacken können. Aber bei uns selbst? Wenn ich daran denke, wie ich mit mir selber gemeckert habe … inklusive Tonfall … oh mein Gott! Lass das sein. Sei sanft in Deiner Stimme und ignoriere auch dabei die Stimmen aus Deiner Vergangenheit. So zeigst Du Dir jeden Tag, dass Du Dich wertschätzt und magst.
  • Schau Dir tief in die Augen! Es ist wirklich ein gewaltiges Ding für Deine Selbstliebe … der Gang zum Spiegel! Nimm Dich wahr, schau wer da vor Dir steht. Schau in Dich hinein und erkenne das ganze Wesen in Dir! Entdecke den Teil in Dir, der sich so wünscht geliebt und akzeptiert zu werden und der es auch für jeden Preis der Welt verdient hat.
  • Sprich mit Deinem Spiegelbild. Sag ihm, dass Du Dich jetzt um Dich kümmerst. Am Anfang ist dieses Ritual etwas gewöhnungsbedürftig, ab es ist der Schlüssel dafür, etwas zu verändern. Das kann ich Dir versprechen!
  • Lebe Deine Wünsche und Träume. Zur Selbstliebe gehört auch, sich für seine Träume einzusetzen. was jetzt nicht heißen soll, dass Du heute noch alles hinschmeißen sollst. :-) Aber Du sollst Dir im Klaren sein, was Du willst. Wie willst Du leben? Mit welchen Menschen möchtest Du Dich umgeben? Erfüllt Dich Deine Arbeit? Je öfter Du daran denkst und je klarer Deine Bilder sind, umso schneller wirst Du all das erreichen. :D

Ja und wer jetzt glaubt, dass Selbsthass ein Thema für noch orientierungslose junge Menschen ist, hat sich wahrlich geirrt. Viele Frauen waren ihr halbes Leben taff, selbstsicher, erfolgreich, glücklich und fühlten sich wie eine Königin … bis plötzlich das Leben anderer Meinung war. Die Gründe muss ich wohl nicht aufzählen.

Ich kann es sagen: Es muss nicht so bleiben. Von Selbsthass zur Selbstliebe … es funktioniert. Liebes „ICH“ von damals, es tut mir leid, dass ich lange Zeit keine gute Meinung von dir hatte und ich mich deshalb nicht um dich gekümmert habe. Heute liebe ich dich dafür umso mehr. Ohne Selbstliebe keine LIEBE.