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Oft fällt es mir schwer zu akzeptieren, dass Dinge einfach ihre Zeit brauchen. Ich erst dann Antworten erhalte, wenn sie eben gereift und entschieden sind. Und ganz oft will ich viele Dinge sofort und am besten noch bevor ich zu Ende gedacht habe! Viele Menschen neigen dazu, ihr Leben zu kontrollieren und fest in beiden Händen zu halten … und wenn möglich, auch zu beeinflussen!

Es ist schon witzig zu beobachten, wenn ich einen Gang zurückschalte und es mir auch tatsächlich gelingt, die Dinge ganz einfach „laufen“ und „sein“ zu lassen, ohne etwas verändern oder erzwingen zu wollen, umso schneller tritt die Veränderung ein! Umgekehrt beobachtet, je mehr ich alles kontrolliere und krampfhaft versuche zu beeinflussen, umso verspannter werde ICH und das, was in meinem Fokus liegt, lässt extra lange auf sich warten! :D Ich glaube, diese Situation kennt doch jeder, oder?

Da gibt es jedoch ein Zauberwort namens Geduld …

Geduld ist eine Tugend. Weiß ich, denn es ist ein Sprichwort, dass ich mindestens einmal am Tag zu mir selbst oder irgendjemandem sage oder schreibe. ›lach‹ Man kann auch sagen „alles kommt zu seiner Zeit“. Egal wie wir es nennen, es stimmt! Ich weiß nicht, ob wir tatsächlich alles haben können, doch ich glaube wir können sehr vieles haben – nur eben nicht sofort, sondern dann, wenn die Zeit und vor allem WIR, dafür reif sind!

Genauso ist es auch mit unseren Wünschen und Träumen. Geduld & Zeit … das ist es, was es braucht. Nicht jeder „alte“ Traum erweist sich heute in der Gegenwart als aktuell, als auf dem neuesten Stand, gleichzeitig erfüllt sich ein anderer großer Wunsch oft schneller als wir glauben. Manches dauert eine gefühlte Ewigkeit oder verliert sich komplett.

Geduld ist eine Definition

Geduld zu haben, ist eine Fähigkeit auf etwas, wenn notwendig – auch länger – zu warten. Das sagt mir Wikipedia.

Hast Du Dich schon mal gefragt, wo und wann Du besonders ungeduldig bist? Es sind nämlich oft sehr banale Dinge, wenn ich mich selbst an der Nase nehme und darüber nachdenke. Deshalb versuche ich mich auch jeden Tag in Geduld zu üben. Mit erstaunlichem Erfolg. ›lächel‹ Ich weiß nämlich, dass Ungeduld ein ziemlich anstrengender Zustand ist, der ganz viel Energie kostet! Außerdem hat die Ungeduld dazu beigetragen, dass ich dadurch viele meiner Veränderungen wesentlich langsamer erreicht habe und diese sich schwieriger gestaltet haben.

Veränderung und Geduld – gibt es einen Zusammenhang?

Ich bin davon ganz fest überzeugt! Überprüfe doch mal die Situationen, in denen Du besonders ungeduldig gewesen bist. Wenn Dir alles zu langsam ging und Du vielleicht auch geglaubt hast, nicht gut genug zu sein, um das Ziel, Dein Vorhaben zu erreichen. Ich hab´ das alles durch. Und ich kann mich bis in meine Kindheit zurückerinnern, dass mir diese Ungeduld sehr oft ins Gesicht geschlagen hat.

Ich war ein Leben lang eine ungeduldige Frau. (Auch noch heute, wenn ein Ziel nicht so aufgeht, wie ich es mir vorstelle). Und das passiert ausschließlich dann, wenn ich nicht mit vollster Überzeugung und mit tiefstem Herzen dahinter stehe und daran glaube!

Wenn wir also geduldig auf unser Vorhaben hinarbeiten, besteht sogar die Möglichkeit, genau diesen Weg zu genießen und die Zeit bis dahin, auch aktiv zu gestalten! Kein rennen, drängen, kontrollieren und beeinflussen … nix von dem allem! Einfach den Weg bis dort, wo wir hinwollen, genießen. Sich dabei zu informieren und zu überprüfen ist vollkommen okay, aber wir dürfen nicht in Ungeduld verfallen!

Ab dem Zeitpunkt, wo ich mir über mein zukünftiges Leben ganz klare Gedanken gemacht habe und mir bewusst war, was ich will und noch mehr – was ich auf keinen Fall mehr möchte, konnte ich geduldig diesen Weg gehen und auch wahnsinnig intensiv genießen!

Wer ungeduldig ist, dem geht sehr viel verloren …

Wer so ungeduldig ist, wie ich es früher war, dem entgehen so viele wichtige Informationen links und rechts des Weges. Man vergisst vielleicht auch zu überprüfen, welchen Preis man für seine Ungeduld bezahlen muss! Ich für meinen Teil meines Lebens wurde richtig abgezockt.

Ich habe viel über dieses Thema „Geduld“ gegrübelt. Ein kleiner Tipp von mir: Schau doch erstmal, in welchen Situationen Deine Ungeduld hochkommt. Wie sie sich anfühlt. Wie Du Dich verhältst. Wie Dein innerer Dialog ist? Und überprüfe auch mal, wie Du Dich in Situationen verhältst, in denen Du Dich über Deine Gelassenheit selbst wunderst! :D Mach Dir diesen Gefühlsunterschied bewusst.

Mit der Geduld ist es, wie mit ganz vielen Dingen in unserem Leben. Üben … üben … üben. Hin und wieder müssen wir da einfach dranbleiben und Beharrlichkeit zeigen. Kein ungeduldiger Mensch lernt Geduld von heute auf morgen! Umzuschalten ist eine richtige und schwere Herausforderung, wie ich selbst nur betätigen kann. ›lach‹ Allerdings ist es eine Veränderung, die sich ganz sicher lohnt, sie zu erlernen, um ein Leben mit mehr Zufriedenheit zu erreichen. <3

Wichtiges Nachwort:

Wenn Dein Wunsch nach einem Ziel, einem Traum oder einer Veränderung in Deinem Leben klar und stark ist, wenn Du unumstößlich daran glaubst, dann wirst Du in diesen Momenten auch genau diese Gelassenheit erleben und darauf vertrauen, dass alles eintreten wird, was Du vorhast!

Die Fähigkeit zu „Warten“ wird Deine sein. Und Du kannst den Weg bis dahin genießen, ganz egal wie lange es dauert. Aufgeben ist für Dich dann keine Option mehr! Denn das Handtuch schmeißen tun nur diejenigen, die nicht an ihr Vorhaben glauben!

GEDULD bedeutet, dass wir immer weiterklickend das Ziel im Auge behalten.
UNGEDULD bedeutet, dass wir kurzfristig nicht die Bestimmung begriffen haben.

Du hast die Möglichkeit, Dein Leben zu gestalten … mach es und beginne Geduld zu „leben“.

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Wir Frauen haben es in der heutigen Zeit nicht so ganz einfach. Auf der einen Seite sind wir dankbar für die Emanzipation, leben unsere Potenziale und dürfen uns mit Männern gleichstellen. Das war vor vielen Jahren noch nicht denkbar und eine andere Situation. Heute sind wir „Superwoman“. Wir können alles, dürfen alles und wir finden uns in den großen Jobs wieder. Wir bringen alles unter einen Hut. Job, Familie, wir sind Allroundtalente und vor allem sind wir eines: unabhängig. Unsere Weiblichkeit zeigen wir mit Stolz …

Jedenfalls tun und leben so sehr viele Frauen. Ich war auch eine dieser Frauen. Es hatte immer wieder mal Berührungspunkte in meinem Leben mit meiner „inneren Sanftheit“ und Weiblichkeit gegeben, aber dann ich spürte in einem besonderen Moment, dass nun der richtige Zeitpunkt gekommen war, mich der Sache anzunähern. Ich merkte nämlich, dass ich mich mit all meiner Selbständigkeit und meinem Selbstbewusstsein und meinem sehr hohen „funktionieren“ unheimlich viel in männlichen Energien bewegte und darin auch verweilte!

Geht nicht – gab’s nicht

Vielleicht kennst Du ja diesen Spruch? Mein Leben bestand immer aus funktionieren und dieser Satz begleitete mich schon von Kindesbeinen an. Ich war und bin es Gott sei Dank wieder – zielstrebig, selbstbewusst und mutig. Früher gab ich sehr ungern die Kontrolle ab und am aller liebsten arbeitete ich ganz alleine. Ähnlich war es auch nach meiner langjährigen Trennung. Ich lebte auch am liebsten alleine was aber nicht heißen soll, dass ich mir nicht eine schöne Beziehung gewünscht hätte! Ich brauchte Menschen, um mich mit ihnen zu verbinden. Zu fühlen und gemeinsam zu wachsen!

Doch mit der Umsetzung war das so eine Sache. Wahrscheinlich war mein Wunsch nach menschlicher Nähe (Partnerschaft) zu fix und die Auswahl fiel immer auf die „Falschen“. In meinem Job war ich gut. Privat war ich miserabel. Aber das spielt heute auch keine Rolle mehr. :D

Wie schön war die Vorstellung, einen Bereich in meinem Leben zu finden, in dem ich mich wirklich fallen lassen und hingeben könnte. Wenn also Kontrolle das eine Extrem ist, indem ich sehr professionell war, wie würde sich dann loslassen auf der anderen Seite anfühlen?

Ich bin überzeugt, dass sehr viele Frauen mehr mit männlichen Energien verbunden sind! Das sind die Anteile in uns, die führen, entscheiden, handeln und mit viel Struktur an die Dinge herantreten. Die weiblichen Energie in uns ist eher passiv, hingebungsvoll, empfänglich, kreativ, weich und sanft. Das Ziel einer reifen Persönlichkeit ist es, beide Anteile in uns in Einklang zu bringen!

ICH GLAUBE FEST DARAN, DASS DAS LEBEN FÜR UNS IMMER DAS BESTE BEREITHÄLT. UND DAS BEDEUTET NICHT, DASS ALLES, WAS UNS PASSIERT, IMMER SCHÖN UND GUT IST.

Manchmal braucht es auch ein paar Seitenhiebe …

Oder einfach gesagt ein paar größere Herausforderungen, damit unsere Persönlichkeit reifen und sich entwickeln kann. Und genauso ist es auch mit der Verbindung zu anderen Menschen. Es kommen doch immer die Menschen in unser Leben, die uns etwas „lernen“ sollen (können). Entweder geht es dabei ums Leben allgemein oder sie spiegeln uns. Das sind dann diejenigen, bei denen sich  alles so echt anfühlt, als würde man sich schon ewig kennen! Kennst Du bestimmt? ›lächel‹.

Sehr oft sind es Menschen, die nicht zu unseren gewünschten und perfekten Gegenstücken zählen. Es sind oft Menschen, die sich nicht zwanghaft in unser Leben fügen. Ich habe oft erlebt, dass es bei mir Menschen waren, die mein Leben komplett durcheinander geworfen haben und mit denen ich absolut nicht kompatibel war!

Es hatte trotzdem einen Grund, weshalb dieser Mensch genau jetzt in mein Leben gestolpert war. Einen Menschen treffen und mit unserer Sehnsucht bei ihm in einem Hafen ankern …<3

Einlassen, fühlen und sich hingeben …

Und wie das mit dem Universum halt so ist, trat auch ein Mensch in mein Leben, der mich mein ganzes SEIN und vor allem meine Hingabe total veränderte. Er veränderte mein Leben deshalb so intensiv, weil er das Bedürfnis meines Herzens und meiner Seele erkannt hatte. Mein halbes Leben hatte ich mir so etwas gewünscht. Ich durfte erfahren, was es bedeutet, beschützt zu sein … auch mal „klein“ sein zu können und das ohne doppelten Boden unter den Füßen.

LOSLASSEN IST DIE SCHWIERIGSTE AUFGABE DIE WIR HABEN. ES BEDEUTET, NÄMLICH SICH EINZULASSEN, ZU FÜHLEN UND SICH HINZUGEBEN.

Das braucht allerdings sehr viel Vertrauen. Und Mut. Und eine gesunde Basis. Es war eine der schwierigsten Aufgaben in meinem Leben. Ich betrat neuen Boden … ein mir unbekanntes Gebiet! Mit Tretminen kannte ich mich aus. Mit Schmerz auch. Es war etwas Unsicheres, aber ich trat diese anspruchsvolle Reise an … und sie war es wert. <3

Plötzlich gab es da jemanden in meinem Leben, der mir auch mal sagte, dass gewisse Dinge so nicht möglich waren. Dieser Jemand wuchs an meiner emotionalen Sensibilität. Ich durfte endlich Schwäche zulassen.

Dem nachgehen, was unser Herz verlangt …

Ich glaube, wir Frauen sind manchmal viel zu taff. Wir blockieren uns und unsere Gefühle, weil wir Angst haben. Viele von uns haben gekämpft bis  zum bitteren Ende einer Beziehung. Viele leb(t)en für die Firma für den Job. Und ganz ganz viele unter uns wollen oder dürfen keine Schwäche zeigen … WEIL … wir es ja ALLEINE schaffen. Aber ist es nicht auch schön, am Ende eines anstrengenden und herausfordernden Arbeitstages bei jemandem anzukommen? Bei all unseren Erfolgen und Kämpfen und vielen Verantwortungen sowie Anstrengungen im Arm eines Menschen zu liegen und sich „schwach“ zu zeigen?

Über seine Ängste oder Misserfolge zu reden und vielleicht dabei auch manchmal Entscheidungen abzugeben? Ich hätte vor einigen Jahren noch sehr laut „JA, ist es“ gerufen! Heute bin ich da ganz anderer Meinung. Für viele Menschen ist es vielleicht normal, aber wenn man das als Frau nie kennengelernt hat, ist es etwas ganz besonders.

Mich hat es unendlich erfüllt, diesen Schutz und diese Fürsorge zu genießen und zu erleben – und für mein Leben gesehen, so viel in dieser Rolle nachzuholen. Klein und bedürftig war ich zwischendurch und das doch eine ganze Weile. Ich war es gewohnt in meinem Leben alle Entscheidungen alleine und schnell zu treffen. Immer für alles verantwortlich zu sein und ja nicht zulassen, dass auch ich mal eine kräftige Schulter zum Anlehnen brauchte … wie schon gesagt … ich schaffe ja alles alleine.

Die letzten Jahre mit diesem Menschen haben mich „weich“ werden lassen. Denn in diesen Jahren hat auch die kleine Sandra, besonders viel Liebe und Zuneigung erfahren dürfen. <3 Für diese doch sehr späte Erfahrung bin ich auch endlos dankbar! Meine viel zu vielen männlichen Energien habe ich umgewandelt in mehr weibliche, die mir ohnehin gefehlt haben. >lach<. Mein Gleichgewicht ist hergestellt.

All das braucht Vertrauen …

Vertrauen in DEIN Leben! Es wird ein Mensch in Dein Leben kommen (sofern Du ihm nicht schon begegnet bist), vor dem Du leuchten und wachsen darfst. Es wird jemand sein, der sich nicht dadurch bedroht fühlt, wenn Du über Dich hinauswächst! Du musst nur bereit und offen sein, viele Menschen in Dein Leben zu lassen aber auch wieder gehen zu lassen …

Jeder Mensch wird in Deinem Herzen ein Geschenk hinterlassen und es liegt an Dir, es zu erkennen und anzunehmen. Und eines Tages wird es einen Menschen geben, der Deine Schwäche und die Angst dahinter versteht und gemeinsam mit Dir „ausbrüten“ wird. <3

DIE SCHÖNSTEN GESCHICHTEN IN UNSEREM LEBEN, BEGINNEN MIT DEM WORT „ZULASSEN“ … ›zwinker‹

Ein Beitrag aus dem Herzen geschrieben. #mutmachergedanken NUR für Dich.

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Eine langjährige Freundschaft zu beenden ist kein einfaches Vorhaben. Trotzdem ist es manchmal notwendig, wenn nicht sogar nötig. Wenn Wege sich trennen und Freundschaften zerbrechen ist das immer ein gravierender Einschnitt unseres Lebens. Gründe dafür gibt es wie Sand am Meer. Was wir aber zumindest tun sollten, ist jede Menge Erfahrung daraus mitnehmen.

Ich glaube jede Frau weiß, dass eine wirklich gute Freundschaft noch viel intensiver sein kann als eine brennende Liebesbeziehung. ›lach‹. Doch weshalb scheitern dennoch viele Freundschaften? Gibt es auch bei Freundschaften eine Art „auseinanderleben“? JA, der Meinung bin ich absolut. Und dieser Satz trifft nicht nur in partnerschaftlichen Beziehungen zu. Das Zustandekommen einer Freundschaft ist ein psychosozialer Prozess. Das bedeutet je enger eine Freundschaft, umso mehr Gemeinsamkeiten.

Manche Freundschaft bleibt bestehen, manche verlaufen sich

Ich bin ja hierfür richtig geschaffen, um darüber zu schreiben. Mein Leben war nie gepflastert mit vielen Freundschaften! Und damit meine ich echte, richtige Freundschaft! Noch zur Schul-  oder Ausbildungszeit verspricht man sich, immer regelmäßig voneinander zu hören. Das pflegte ich mit meiner Freundin auch sehr lange. Wir gingen gemeinsam zur Schule, wir absolvierten dieselbe Lehre und arbeiteten am selben Arbeitsplatz.

Die Hochzeit, die Kinder und sogar unsere Partner waren mehr als gute Freunde! Eine „Rarität“ eigentlich und eine wunderschöne Zeit obendrein! Die Zeit brachte es mit sich, dass wir uns veränderten. Unsere Vorstellung von der Zukunft, die Lebenseinstellung generell. Man reflektierte unterschiedlich und stellten auf einmal fest, dass wir uns voneinander entfernten.

Wir verändern uns

Je älter wir werden, umso mehr dünnen wir unsere Freundschaften aus. Unsere Ansprüche, die wir in einer Freundschaft erwarten, werden höher. Wahrscheinlich hast Du es ja selbst schon erlebt, die Freundin von damals, war nach der Ausbildung oder Studienzeit plötzlich eine ganz andere. Und nicht nur die anderen, sondern auch WIR haben uns verändert. Was viele Jahre super toll funktioniert hat, passt plötzlich nicht mehr.

Außerdem hat die aktuelle Lebenssituation, Lebensphase einen sehr großen Einfluss. Beispielweise hat sich mein Leben um 180 Grad verändert, während einige meiner ehemaligen Freunde sehr bemüht sind, ja alles so zu belassen wie es war und ist. Dagegen ist auch nichts einzuwenden, aber ist man so wie ich, immer auf der Suche nach „weiterkommen“ und Veränderung, passt das eben ganz schlecht zusammen!

Wir Menschen sind verschieden, jeder darf seine eigenen Weltansichten und Lebenseinstellungen verfolgen und diese auch vertreten. Doch oft stellen wir nach einigen Jahren fest, dass dieser eine Mensch an unserer Seite, den wir lange als unseren Freund gesehen haben, mit uns nichts mehr gleich hat.

In meinem Leben gab es auch solche Menschen, die mir sehr nahe gestanden sind und von denen ich angenommen habe, dass sie auch in den ungemütlichen Phasen an meiner Seite bleiben würden. Menschen, die ihre Freude daran hatten, wenn es mir schlecht ging und mir das kleine Glück nicht gönnen konnten.

Wann ist es besser eine Freundschaft zu lösen?

Sich mit der Freundin nur zu treffen um sein „Pflichtgefühl“ zu beruhigen, ist schon mal ein wesentlicher Faktor. Dieses Gefühl kenne ich selbst ganz gut. Wenn eine Begegnung zur belanglosen Plauderei wird und wir mit diesen Menschen nichts mehr anfangen können. Wenn wir das Gefühl haben, nicht mehr man selbst sein zu können. Unsere Meinung nicht mehr sagen dürfen, um unser Gegenüber ja nicht vor den Kopf zu stoßen!

Das gegenseitige Interesse ist fort. Das Bedürfnis sich auszutauschen und aktuelle Geschehnisse aus unserem Leben zu teilen rückt immer weiter fort. Es ist uns im Laufe der Zeit schlicht weg unwichtig geworden! Zwar fragen wir aus Höflichkeit nach, wie es denn im Leben so läuft, wie das Wochenende war, ob im Job alles im grünen Bereich ist und wo es in den Ferien diesmal hingeht … blabla eben. In  Wahrheit sind wir nicht mehr interessiert am Leben des anderen.

Manchmal geht es dem anderen ganz ähnlich

Sie empfindet das gleiche Gefühl wie wir. Die Distanz wird größer. Und oft erledigen sich diese Freundschaften von ganz alleine. Sie sterben ab.

Anders sieht es aus, wenn sich unser Gegenüber, gar nicht bewusst ist, dass die Freundschaft als belastend empfunden wird! Dann ist es notwendig, Klarheit in das Verhältnis zu bringen. Und das ist kein einfaches Tun. Trotzdem sind wir es der anderen Person schuldig zu erklären, weshalb wir der Meinung sind, die Freundschaft besser ruhen zu lassen.

Ich zähle mich dabei zu den ganz direkten Frauen. Ein „hör mal, ich habe das Gefühl, wir reden aneinander vorbei, und ich kann mich mit dir nicht mehr auf Augenhöhe unterhalten …“, klingt zwar hart, ist aber sehr ehrlich. Ich finde es ist wichtig, sich in einem solchen Gespräch treu zu bleiben. Gut möglich, dass der andere geschockt ist, aus den Wolken fällt und uns die Schuld an dem zerronnenen Verhältnis gibt.

Aber ich bin mir ganz sicher keiner beschließt aus Spaß eine Freundschaft beenden. Wer einen solchen Schritt vorhat, der hat sich sehr lange mit sich selbst beschäftigt und damit gerungen, diesen Schritt zu gehen.

Wir sollten glücklich sein …

Glücklich sein bedeutet, wenn wir bestimmte Beziehungen und Freundschaften hinter uns lassen, wenn keine Weiterentwicklung mehr stattfindet und das Meiste nur noch als „Pflicht“ empfunden wird, ist es an der Zeit, auch Freundschaften loszulassen.

Trotz allem: Ich möchte hier niemanden animieren seine Freundschaft zu lösen. Schließlich entstehen Freundschaften nicht über Nacht oder wachsen auf den Bäumen! Wegen Streitigkeiten oder Meinungsverschiedenheiten eine Freundschaft zu beenden, davon ist hier NICHT die Rede! Denn diese gehören nun mal dazu.

Aber wenn Du feststellst, dass Dich die Freundschaft nicht mehr zufriedenstellt, Du Dich auf eine andere Art weiterentwickelt hast, und  diese Entwicklung bei Deinem Gegenüber einfach nicht ankommen will, dann solltest Du Dich daraus lösen, damit Du Deine Kraft und Energie in die Dinge stecken kannst, die Dich erfüllen und wachsen lassen. <3

Eine Freundschaft zu beenden ist schmerzhaft, eine Freundschaft fortzuführen die zu Ende ist, aber noch schmerzhafter.

Ein Herz-Beitrag … auch für mich.

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Wir alle werden beeinflusst von der Welt der menschlichen Beziehungen. Das können wir zweifellos nicht leugnen. Wir können aber lernen, uns selbst durch die Augen anderer Menschen besonders unserer Partner zu entdecken. Jeder Mensch, der unseren Lebensweg durchkreuzt und den wir kennenlernen, kann uns etwas anderes spiegeln. In unseren Beziehungen zu ihnen dürfen wir uns selbst wieder erkennen. Wir projizieren genau das auf andere, was wir in uns selbst nicht sehen möchten.

Unsere Beziehungen sind unser Spiegel

Es spiegelt sich so ziemlich alles in unseren Beziehungen, was in uns vorgeht. Unsere innere Gefühlswelt wird sichtbar! Sind wir glücklich, ziehen wir glückliche Menschen an. Sind wir unzufrieden, geben wir das oft an unsere Mitmenschen weiter und wir umgeben uns auch mit Menschen, die die gleichen Gefühle wie wir selbst erleben. Die wichtigste Beziehung, die wir führen, ist die mit uns selbst! Sie setzt den Grundstein für alle anderen Beziehungen, die wir eingehen werden. Und wir können nur eine tolle und liebevolle Beziehung führen, wenn wir mit uns selbst die BESTE führen.

Ich weiß es klingt ziemlich abgedroschen, weil wir das ja ständig hören oder lesen. Aber es ist so verdammt wichtig, sich das immer wieder vor Augen zu halten. Menschen, die ständig im Konflikt mit sich selbst stehen, die weglaufen und ständig „austeilen“, anstatt mal stehen zu bleiben, um nachzudenken. Menschen die aufgeben, anstatt zu kämpfen und auch noch erwarten, dass sich alle anderen ändern, verlagern ihre unerfüllten Bedürfnisse auf ihr Umfeld.

Ich zieh ja solche Menschen immer und immer wieder an. Es liegt an mir, denn ich mag es „gebraucht“ zu werden. Ich mag es, wenn ich sehe, wie sich ein anderer durch meine Liebe verändern kann! Wenn sie aufblühen, regelrecht über sich hinauswachsen und neue Ziele erreichen. Liebe gewinnt für mich immer. <3

Leider gibt es da einen Fehler im System. Denn, wenn die Selbstliebe und damit meine ich wirkliche bedingungslose Selbstliebe nicht gefestigt ist, läuft die Liebe die Du Deinem Partner geben möchtest, ins Leere. Klar kommt sie „irgendwie und irgendwann“ an, aber sie wird sich nicht vermehren und kann sich nicht weiter entwickeln.

Ich weiß wie es sich anfühlt, zu sehr zu lieben, sich für jemand anderen zurückzustellen und sich sogar ein Stück weit aufzugeben.

„Das ist eine Sucht“!

Das sagten mir man in vielen Gesprächen, die ich diesbezüglich geführt habe.  All das hat mit LIEBE nichts zu tun! Schon möglich, vielleicht ist das auch so. Aber vielleicht beinhaltet diese „Sucht“ auch einen ganz großen Teil Liebe? Das Problem, und dieses ist mir auch klar geworden ist, dass die Liebe keine Basis hat! Das Problem ist, dass die Liebe immer an Bedingungen geknüpft ist. Sie ist nicht frei von Erwartungen, da man ja den anderen mit seiner Zuneigung verändern möchte.

An der Stelle kann ich von mir selbst sagen, dass ich fast schon eine „Retterrolle“ eingenommen habe. „Oh ja, ich möchte für dich da sein und dir zeigen wie toll du bist …“ Diese Muster sind (waren) zwar immer sehr liebevoll gemeint und zeigen große Hilfsbereitschaft, aber wir können keinen Menschen „retten“ wenn er sich selbst nicht verändern mag! Wir können ihn NUR lieben … ganz ohne Druck. Aus Erfahrung kann ich sagen, wie schmerzerfüllt dieser Weg sein kann.

Liebe alleine, reicht nicht für eine Beziehung

Diese Erkenntnis war eine der wichtigsten in meinem Leben. Nach meinen Trennungen habe ich mich oft gefragt: „Habe ich nicht genug geliebt und gegeben?“ Doch darum ging es gar nicht. Es gibt so viele unterschiedliche Formen der Liebe, und wir müssen für uns selbst herausfinden, welche die BESTE für uns ist!

Die einen macht es happy sich aufzuopfern, andere bevorzugen die Liebe, die ganz viel Freiraum lässt. Unsere Wünsche an die Liebe können wir selbst klar definieren. Wichtig und ein guter Rat von mir: Stelle keine Bedingungen. Liebe passiert nicht unter Druck oder Erwartungen. Liebe wächst, indem wir einfach dazu bereit sind, uns darauf einzulassen. <3

Es gibt aber auch noch eine andere Seite

Es gibt nichts Frustrierenderes als einem Menschen alles geben zu wollen, doch zu merken, dass es sinnlos ist! Du verlierst dich darin selbst …

Wir fallen in die Opferrolle, wenn unsere Liebe ins Leere greift. Und bevor man es sich selbst eingesteht, ist die „Opferrolle“ eine tolle Alternative! Wir sind die Mutter Theresa, die doch nur alles richtig machen möchte und helfen will. Und was ist der Dank dafür? Pure Zurückweisung! Dabei machen wir uns klein und bedürftig. Vielleicht ist das für eine kurze Zeit auch okay, aber langfristig gesehen ist die „Opferrolle“ nichts Gutes! In solchen Bindungen findet die Beziehung auf zwei Ebenen statt. Es ist ein Ding der Unmöglichkeit wirkliche Nähe zu spüren!

Das Wichtigste in unseren Beziehungen ist das Gleichgewicht an Freiheit und Geborgenheit. Das Wort AMAE kommt aus dem Japanischen und bedeutet, sich in der Beziehung geborgen und sicher zu fühlen. Aber auch frei und unabhängig! Dieses Wörtchen beinhaltet alles, was man über Beziehung zu sagen ist. <3
Harmonisch im Gleichgewicht mit uns selbst und unserer Beziehung leben.

Eine Beziehung eingehen, ist ein Gefühl

Liebe ist nicht das, was wir erwarten zu bekommen. Sondern das, was wir bereit sind zu geben. Kluge Frau, die Katharine Hepburn. :-)

Wenn wir uns entscheiden, eine Beziehung einzugehen, ist das keine Entscheidung, die unser Kopf trifft. Da werden keine Vor – und Nachteile abgewogen und hinterfragt. Es ist auch kein rationales Empfinden! Liebe ist ein Gefühl! Es kann uns sogar manchmal blind und hilflos machen … nämlich dann, wenn wir sie falsch interpretieren.

Liebe kann sogar egoistisch und aufopfernd sein. Wir glauben, dass das Gegenüber, das in seinem Herzen trägt, was wir so dringend brauchen und gehen davon aus, dass dieser Mensch all das immer und ohne Bedingungen zur Verfügung stellt!

Und gleichzeitig ist LIEBE so wundervoll! Sie schafft es, uns schweben zu lassen. Sie lässt uns ankommen, durchatmen und auftanken. Liebe ist ein Gefühl das sich „warm“ anfühlt. Sie schafft es, unsere Prioritäten zu verschieben und ich finde, das darf auch sein. <3

Jede Beziehung spiegelt uns etwas …

Es ist übrigens komplett gleichgültig, ob es sich um eine Freundschaft oder eine Liebesbeziehung handelt. Alle Beziehungen, die wir eingehen, konfrontieren uns mit unserer inneren Gefühlswelt! Jede Verbindung spiegelt uns etwas. Oft ist es ja so, dass wir das, was wir an anderen nicht leiden können, auch an uns selbst nicht mögen. Dinge, die uns bei anderen abstoßen oder „aufregen“, sind auch Anteile, die wir an uns selbst nicht akzeptieren können! Vielleicht kennst Du das ja. ›zwinker‹

Andersrum ist es genau das Gleiche. Es gibt Menschen, mit denen wir sofort „warm“ werden. So als würde man sich schon ewig kennen. Sie tragen sehr oft etwas in sich das wir selber in unserer Persönlichkeit gerne hätten und deshalb bei anderen sehr schätzen.

Beziehungen sagen mehr über uns aus, als wir manchmal meinen. Doch bei aller LIEBE, jeder entscheidet selbst, in welchem Tempo er sich entwickelt. Ich habe die Erfahrung mehrfach machen müssen: Alleine wegen der Hoffnung oder der Sehnsucht bei einem Menschen zu bleiben, wird Dich auf Dauer kaputt machen!

Die Bibel sagt, die Liebe glaubt alles, hofft alles, und hält allem stand. Ich hatte das tatsächlich mal geglaubt. Niemals aufgeben, weil Liebe das höchste Ziel ist und es unglaublich viel Geduld beweist, wenn Frau aus tiefsten Herzen weiter an die Liebe glaubt. Heute weiß ich, dass sich Liebe verändert. Verändern darf! Und es auch LIEBE sein kann, einen Menschen zu verlassen.

Schlussworte:

Nimm Dir das Gute aus Deiner alten Beziehung mit.
Bedanke Dich aufrichtig.
Sei wütend, traurig und verletzt.
Weine Dir die Seele aus dem Leib und lass Dich fallen.
Aber vertraue darauf, dass sich der Schmerz verändern wird!
Du wirst bei Dir ankommen, und die Liebe zu Dir selbst, wird bleiben. <3

Eine gute Zeit, alleine oder zu zweit.

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JA, es darf gewesen sein … annehmen, der beste Weg zur Heilung!

Heute erzähle ich Dir von mir. Ein wenig mehr als ich es vielleicht sonst mache. Ich werde sehr häufig gefragt, wie es denn zu meiner, immer beschriebenen, Veränderung gekommen ist. Alles in einen Artikel zu packen, wird schwer bis unmöglich werden. Aber ich werde versuchen zu beschreiben, wie es in etwa begonnen hat.

Ich suche mal den „Faden“ zu finden …

Die Natur ist ja für mich eine der größten Inspirationsquellen, die es gibt. Sie zeigt mir das immer wieder auf eindrückliche Weise. :-)
Es kann ohne Sommer keinen Herbst geben, ohne Dunkelheit keine Helligkeit, ohne Südpol keinen Nordpol, ohne Vollmond keinen Neumond. Es wächst auch keine Pflanze, die das ganze Jahr über Blüten trägt. Und wenn ein Baum neue Blätter bekommt, muss er erst die alten Blätter abwerfen und solche Beispiele gibt es ganz ganz viele!

Doch warum erkennen das sehr viele Menschen nicht? Weshalb sträuben wir Menschen uns so sehr gegen die Dunkelheit? Gleich zu Beginn die Information für Dich: Ich nenne die Dunkelheit auch die negativen Seiten meines Lebens. Warum versuchen wir sie zu ignorieren und so oft zu verdrängen? Für mich habe ich die Antwort schon lange gefunden. Ich glaube, dass wir Menschen uns sehr schnell damit überfordert fühlen! Machtlos und sich allen möglichen Situationen ausgeliefert.

Eigentlich wollen wir uns alle lieber gut als schlecht fühlen! Aber genau da ist der Schweinehund begraben. Denn wenn ich mir mal unsere Gesellschaft so ansehe, dann sehe ich mehr Menschen, die jammern, sich hinter alte Muster verkriechen, alles und jeden schlecht reden und dabei rein gar nix verändern!

Dabei gibt es in unserem Leben ein großes Geheimnis:
Um an die Vollkommenheit, zur inneren Ruhe und zur bedingungslosen Selbstannahme zu gelangen müssen wir nur eines tun. Nämlich Gleiten und Pendeln.

Ich hätte dazu eine Familie gebraucht. (Hätte deshalb, weil ich für meine Familie nicht mehr existiere.)
Ich brauche Freunde, Zeit mit meinen Kindern, Zeit mit meinem Herz-Menschen, aber auch ganz viel Zeit für mich alleine. Ich brauche laute Musik und ich brauche die Stille. Die Traurigkeit um auch wirkliche Freude spüren zu können. Ich brauche die Trauer um die Liebe zu erforschen. Doch als ich die Trauer in mein Leben ließ, waren ganz andere Kräfte in mir wach geworden.

Was ich mit all dem eigentlich erklären möchte ist, wir brauchen beide Seiten! Ungleichgewicht entsteht nur, wenn man versucht, die Balance auf nur einer Seite zu halten! Dabei gibt es kein „gut“ oder „schlecht“. Auch, wenn wir als Mensch gerne so denken.

Ich habe die Erfahrung machen dürfen, dass die dunkle Zeit mir viele Seiten meines Lebens ganz klar verdeutlicht hat. Sie zeigte mir meine Ängste und meine Sehnsüchte. Darin steckte mein Entwicklungspotential! Und ich möchte es jedem wirklich ans Herz legen:

Schau auf Deine dunkle Seite, sie ist es wert, erforscht und entdeckt zu werden!

Denn ganz ehrlich? Es kann uns nichts aus dem Leben reißen, was nicht eh schon in uns ist! Die dunklen Seiten bleiben ein Teil von mir (uns). Ich weiß nur zu gut, wie unendlich viel Angst das macht, denn ich kenne das Gefühl, mehr zu verdrängen, anstatt den Sehnsüchten in die Augen zu schauen. Was ich heute dazu sagen kann ist: Es lohnt sich hinzuschauen!

Dazu muss ich aber noch ein wenig zurückrudern …

Es ist irgendwann am Nachmittag. Ich sitze in einer viel zu großen Wohnung, an der mein Herz hängt, die ich mir aber alleine niemals leisten kann. Ich atme tief durch, dreh meinen Kopf zur Seite und schau auf die sonnige Terrasse und sehe die andere meines Lebens …

Keine Ahnung wie es passiert ist und warum alles so gekommen ist. Ich habe keinen Plan wie es weitergehen soll. Vielleicht gibt es doch die Wunder, an die ich immer glaube und alles ist über Nacht wieder so, wie es vorher war, … ich hätte es verdient. Ein Gedanke jagt den anderen. Ich schaffe das, ich bin stark und eine Kämpferin. Bei diesen Gedanken werden die Schmerzen in meiner Brust immer mehr. So fühlt es sich an, wenn sich der Mittelpunkt im Leben plötzlich verabschiedet.

Ab da funktionierte ich nur noch. Ein wenig schlafen, ein wenig essen und trinken und ganz viel arbeiten. Schließlich bin ich eine „Macherin“. Das Machen war meine Flucht. Im „Umsetzen“ stehen meine Emotionen still. Und das funktioniert so lange bis mein Körper nicht mehr will.

Abends fiel ich in eine tiefe Einsamkeit, die in Fassungslosigkeit überschwappte. Alles war taub. Die letzten Monate lebte ich ganz automatisch, aber in einer anderen Welt, ohne Substanz und Energie. Ich fühlte mich schwerelos und haltlos. 15 kg waren es, die ich in vier Wochen verlor. Die Sache mit dem Essen fiel mir von Woche zu Woche schwerer. Mein Körper schmerzte. Die Untersuchungen ergaben zwei Bandscheibenvorfälle und nachweisliche Herz-Rhythmusstörungen inklusive Panikattacken. Ich konnte meinem Job nicht mehr nachkommen und wurde nach unzufriedenstellenden Gesprächen, gekündigt.

Manchmal saß ich stundenlang bewegungslos da. Ohne Emotionen. Ich wollte weinen, aber es kam nichts. Klar … ich muss stark sein. Große Mädchen weinen nie. Meine Gedanken veränderten sich immer negativer. Ich hatte Angst vor mir selbst. Und so entschloss ich mich dazu, mich selbst „einzuweisen“. Sechs Wochen Psychiatrie und beinahe ein ganzes Jahr in psychosomatischen Stationen und Rehas. Verlegung auf Traumastationen, die ich immer „Auffangabteilungen“ für Wahnsinnige nannte.

Auch während dieser Zeit ging so viel schief. Ich lernte in dieser Zeit Menschen kennen, die meine „Not“, meine Hilflosigkeit, mein Unwissen wer ich bin, ausnutzten. Ich ertrug es stillschweigend, Hauptsache nicht alleine. Ich bekam den Namen, das ist die Frau, die kaum spricht, immer nur schreibt …, aus diesem Grund konnten die meisten Psychologen nicht mit mir arbeiten, weil ich total zu machte.

„Das wird schon wieder“ … sagten meine geglaubten Freunde. Ich war enttäuscht von ganz vielen Menschen. Sie schämten sich für mein Sein. 46 Jahre war ich damals und hatte so viel Angst wie selten zuvor. Ich hatte Angst Schwäche zu zeigen, Angst jemandem zur Last zu fallen, aber die meiste Angst hatte ich davor noch mehr Angst zu bekommen!

Irgendwann wieder zu Hause angekommen, beschloss ich Urlaub zu machen. Ich genoss die Sonne, das Meer und den Frieden. Aber von einer Sekunde auf die andere war alles anders. Mein ohnehin so unstabiles Kartenhaus, brach einfach weg. In mir herrschte ein absoluter Ausnahmezustand. Frühzeitig zu Hause angekommen, begann ein weiterer Marathon aus Arzt- und Klinikbesuchen.

Das Eigenartige daran war aber immer, dass ich in den Momenten, in denen es mir am schlechtesten ging, komplette Ruhe ausstrahlte, aber um Hilfe zu bitten war mir unmöglich.

„Ich kann meine Augen vor dem Schließen, was ich nicht sehen will, doch ich kann mein Herz nicht vor dem Verschließen, was ich nicht fühlen will …“, sagte man mir.

Ich war eben eine Meisterin im Verdrängen. Das wurde mir so beigebracht. Und wahrscheinlich war genau das mein Konflikt. Das harte Mädchen, wie früher eben. Für alle da sein. Dabei wäre mein sehnlichster Wunsch gewesen, endlich jemandem zu begegnen, der meinen Schmerz sieht ohne ihn auszunutzen.

Und das war nicht das Ende. Es ist auch nicht der Anfang. Und vielleicht ist das nicht gerade der Einstieg, den Du Dir von mir erwartet hast. Vielleicht wäre es einfacher gewesen ein wenig oberflächlicher zu beginnen? Doch so bin ich eben nicht.

Es ist ein kleiner Teil meiner großen Geschichte. Ein Teil den ich ganz lange nicht annehmen konnte!

Diese Erfahrungen haben mich stark verändert. Ich  bin heute ehrlich. Zu Dir, aber vor allem zu mir selbst. Ich war am Tiefpunkt, sogar an mehreren! Mit meinen erlebten „dunklen Seiten“ möchte ich anderen Frauen Mut machen. Ich will jeder Einzelnen sagen, dass DU es schaffen kannst, den schlimmsten Gefühlen in Dir, ein zu Hause zu geben!

Mein Wunsch ist, ein Buch zu schreiben. X Mal begonnen und wieder verworfen. Es ist noch nicht an der Zeit, denke ich mal … aber bald, sehr bald. <3

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Ich habe ja schon mehrmals darüber geschrieben, weil ich der Meinung bin, dass es wesentlich mehr introvertierte Menschen gibt als wir meinen. Viele von ihnen spielen gezwungen eine Rolle, um ja nicht unangenehm aufzufallen. Ist dieses „Rollenspiel“ vorhanden, wird es für den Betroffenen sehr anstrengend! Introvertierte Menschen sind eher zurückhaltend und ein wenig scheu im Umgang mit anderen Menschen. Sie halten sich lieber im Hintergrund auf, als in der Menge zu glänzen.

Ich kann es ja selbst kaum glauben. Ich habe mich vom extrovertierten zum introvertierten Menschen gewandelt. Ich brauchte die „Masse“, die Bühne und ich orientierte mich stets an anderen! Positives Feedback war mein Lebenselixier … kaum zu glauben aber es war tatsächlich so.

Das Leben verändert einen. Das finde ich ganz gut, denn ich sah mich nicht wirklich als Sympathieträgerin :D, allerdings war mir das damals ziemlich egal. Solche gravierenden Veränderungen an der Persönlichkeit sind für andere Menschen, die einen „anders“ kannten sehr verwirrend. Freundschaften zerbrechen, Bekanntschaften verlaufen sich. Und wenn ich zurückdenke, stand ich ganz schnell alleine am Flur.

Es ist wie es ist

Das ist jetzt schon ein paar Jahre so, und ich will es auch so! Dazu wurde ich nicht gezwungen, ich wurde keiner Gehirnwäsche unterzogen, es hat sich durch verschiedene Umstände einfach so ergeben und ich fühle mich dabei richtig wohl! Das allerdings sehen viele Menschen ganz anders. Und genau aus diesem Grund schreibe ich genau diesen Beitrag!

An manchen Tagen bin ich es einfach leid, mich in einer Welt behaupten zu müssen, in der es scheinbar nur darum geht, möglichst laut „Hallo, hier bin ICH“ zu schreien und sich damit in den Mittelpunkt zu drängen! Liebe Leute, dazu gehöre ich nicht mehr, es gibt genug, die diese Rolle für mich übernommen haben. Und soll ich Dir was verraten? Ich  bin so dankbar darüber. <3

Ich meide Ansammlungen, wenn immer es mir möglich ist und fühle mich oft genug anders als andere. Ich mache mir nicht mal mehr die Mühe, meine Introversion zu verbergen. Es ist mir egal, ob ich damit punkte oder nicht. Natürlich kommt es vor, dass ich als langweilig oder oft auch für arrogant gehalten werde oder ich als Spaßbremse bezeichnet werde. Es ist einfach wie es ist.

Wenn ich aber dann mit den typischen Fragen, die nur ein Extrovertierter stellen kann, konfrontiert werde, möchte ich in der Zwischenzeit, am liebsten schreien. Der Gedanke einer „Gebrauchsanweisung“ für mich und mein Verhalten bei mir zu tragen und einfach weiterzureichen, ist mir dabei schon oft in den Sinn gekommen. ›lach‹

Das würde dann in etwa so zu lesen sein:

Warum bist du so still?
Ich rede lieber, wenn ich auch wirklich etwas zu sagen habe. Im Schweigen bin ich auch sehr gut und ich muss nicht um des Redens willen reden …

Warum erzählst du so wenig über dich?
Ich erzähle das, was ich erzählen möchte. Der Rest gehört mir. Besonders wenn es sich um Menschen handelt, die ich nicht gut kenne …

Findest du es normal, so wenig unter Menschen zu gehen?
Ja. In der Zwischenzeit ist es so. Der Trubel und Menschenansammlungen laugen mich aus und strengen mich an. Denn während andere ihre Akkus beim zusammen sein mit anderen Menschen aufladen, entleeren sich meine viel zu schnell. Deshalb ist es mir sehr wichtig, die nötige Distanz und Ruhe zu haben. Auch wenn es schwer zu verstehen ist – ich ziehe meine Kraft aus der Ruhe. <3

Sag mal, ist dir das nicht viel zu langweilig?
Tatsächlich ein klares NEIN. Ich habe nicht das Bedürfnis, ständig vorne mit der Masse dabei zu sein! Ich bin eine einsame „Wölfin“, die alle Entdeckungen und Neuerungen sehr gerne für sich wahrnimmt. Mir reichen die alltäglichen Reizschwellen des Alltags.

Und warum  bist du so oft online, statt dich mit „echten Menschen“ zu unterhalten?
Weil es ein Teil meiner Arbeit ist und ich diese Netzwerk-Arbeit liebe. Abgesehen davon kommuniziere ich online mit „echten“ Menschen. Ich kann Kontakt aufnehmen, wenn ich das möchte. Immer mit einer Distanz,  die mich nicht überfordert. Und sehr oft sind dabei Menschen, die genauso ticken wie ich.

Ich bin introvertiert. Und JA, ich stehe dazu.
So würde es zu lesen sein … meine Gebrauchsanleitung. ›lach‹

Ich kann sehr gut verstehen, dass das Verhalten von introvertierten Menschen, die Extrovertierten unter uns sehr oft vor ein Rätsel stellt. Sie können vieles nicht nachvollziehen, weil sie eben genau das Gegenteil sind!

Versuche Dich nicht anzupassen

Aus Beobachtungen heraus weiß ich es gibt weit mehr Intros als wir meinen. Es liegt daran, dass viele Intros versuchen, sich der Welt anzupassen. ICH tat ja nix anderes. Ich zwang mich eine Zeit lang meine Eigenschaft zu überspielen. Mehr als ich es tatsächlich wollte! Ich nahm Einladungen an, sprach Einladungen aus, pflegte „Zwangsfreundschaften“ und ganz viel mehr. Ich wollte eben, dass niemand enttäuscht war und sich ausgegrenzt oder nicht „gemocht“ fühlte.

Doch was brachte es? Es belastete mich sehr. Es war höchst anstrengend und ermüdend. Seit ich mich dazu entschlossen habe Klartext zu reden, ein klares „JA, lieb von dir, aber NEIN danke“, auszusprechen, geht es mir gut. Es scheint akzeptabel zu werden. :D

Und eines muss ich noch loswerden: Es entspricht definitiv NICHT der Wahrheit, dass Intros langweilig sind! Wir sind so einiges, aber DAS sicher NICHT!

Falls Du dazu etwas sagen möchtest, lass es mich gerne wissen, es könnte interessant werden.

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Wie selbstbestimmt lebst Du eigentlich? Ist Freiheit wichtig für Dich und wenn ja, wie frei bleibst Du trotz äußerlicher Einflüsse, Zwängen und Erwartungen Deiner Mitmenschen? Freiheit … was ist das? Dieses Wort beinhaltet so wahnsinnig viel. Sie bietet uns die Möglichkeit zur Selbstentfaltung und zur Selbstverwirklichung und darüber hinaus. Für mich ist „frei sein“ ein ganz wichtiger Punkt in meinem Leben geworden um das Leben führen zu können, das sich richtig anfühlt.

Selbstbestimmt leben zu können ist für mich wahrer Luxus! Abhängigkeit habe ich schon immer gehasst. Tun was andere sagen, erfüllen was andere erwarten, denken wie die Masse denkt … ja nicht „selbständig“ arbeiten und SEIN. Ich kenne nicht sehr viele Menschen, die das gerne tun, dennoch machen sie es so und versuchen nicht auszubrechen, weil es einfach unpassend ist. Früher sagte man, frei zu sein bedeutet kein Sklave zu sein. Heute meinen wir mit Freiheit die Möglichkeit zu haben, uns selbst zu verwirklichen, wir können uns nach allen Richtungen entfalten so fern wir die unsichtbaren Handschellen absägen.

Warum?

Hast Du Dir schon mal die Frage gestellt, warum wir es gut finden wählen zu gehen und damit mitbestimmen dürfen?
Warum wir eine Demokratie besser finden als eine Diktatur?
Warum wir es toll finden, dass es im Supermarkt nicht nur eine Sorte Wurst, sondern eine ganze Theke davon gibt? Wobei mir ja das Sortiment an „Leckerlis“ wichtiger ist, aber das nur nebenbei.
Ja also, hinter all dem steckt ein menschliches Grundbedürfnis. Nämlich das Bedürfnis nach Selbstbestimmung und Freiheit. Wir wollen in unserem Leben einfach selbst entscheiden!

  • Wir wollen unseren Beruf selbst wählen
  • Unseren Partner frei wählen
  • Die Urlaubsplanung selber übernehmen
  • Unser Essen selbst bestimmen
  • Ja und wer am Abend die Fernbedienung als Erstes in der Hand hat, ist am Sofa der Boss ›lach‹

Entscheiden zu können ist uns ein wichtiges Anliegen. Ein großes (Grund)Bedürfnis.

Selbstbestimmt zu leben, bedeutet frei zu sein

Selbstbestimmt zu leben bedeutet automatisch Freiheit zu wählen. Die Freiheit zu haben, wie wir mit unserer Zeit haushalten. Die Freiheit, was wir mit unserem Geld anstellen. Die Freiheit, wo und wie wir wohnen möchten. Es gibt aber auch Menschen in unserer Gesellschaft, die bestraft werden. Um das gleich richtig zu tun, entziehen wir ihnen die Freiheit und sperren sie hinter Gitter. Wir nehmen ihnen das Recht auf Selbstbestimmung und Freiheit, obwohl wir wissen, dass das richtig hart ist und schrecklich ist.

Es gibt ja auch Länder, in denen Freiheit grundsätzlich ein Fremdwort ist. Diese Menschen sind besonders schlimm dran und sie haben die Tendenz, irgendwann auszubrechen oder zu kollabieren. Eine normale Reaktion, weil wir Menschen nach Freiheit streben und wenn es sein muss, auch dafür kämpfen.

Wir brauchen Freiheit wie die Luft zum Atmen

Das Freiheit ein wichtiges Grundbedürfnis ist, sagte ich ja schon. Wenn ich in meiner Freiheit eingeschränkt werde, passiert es, dass ich ziemlich grantig und unausstehlich werde. Und das war schon als Kind so und ich kann behaupten, dass ich sehr viel eingesperrt war sprich Hausarrest hatte.

Zu Beginn unseres Lebens gibt es noch nicht viel Selbstbestimmung. Unsere Eltern sagten uns, wo es lang geht, was zu tun ist. Sie nahmen uns viele Entscheidungen ab: Du gehst zur Schule, räum deinen Schreibtisch auf, iss dein Gemüse auf, du musst um zehn zu Hause sein …

Als Kind werden wir eingeschränkt. Und ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie ich mich auf meine Volljährigkeit freute. Für mich war das Freiheit pur! In den darauffolgenden Jahren gehen wir dann eine Verpflichtung nach der anderen ein. Und mit jeder dieser Verpflichtungen, schrumpft unsere Selbstbestimmung. Wir beschneiden unsere Freiheit selbst, ohne es richtig zu merken. Zwar nicht immer, aber erstaunlich oft!

Und irgendwann reicht uns die Illusion der Freiheit. Wir verdrängen, dass wir nicht mehr frei sind.

Familie – das schönste Gefängnis das es gibt!

ICH habe mich selbstbestimmt für meine Familie, für meine Kinder entschieden. Folge dessen auch für die Augenringe und schlaflosen Nächte. Für das frühe aufstehen und das tägliche befüllen der Jausendosen. Und viele ganz viele andere Dinge, die ich freiwillig hätte niemals getan. :D

Ich habe es getan aus Liebe zu meinen süßen Terroristen und aus trockenem Pflichtgefühl! Dabei gibt es zwei Kategorien von Eltern: Geborene Eltern lieben es. Die anderen ertragen es geduldig.

Richtig interessant wird es bei der Berufswahl. Wir wählen eine Ausbildung, ohne uns ausreichend mit uns selbst und unseren Stärken und Vorlieben beschäftigt zu haben. Wir verdienen gutes Geld was super ist. Wir erfüllen uns unsere Wünsche. Wir hängen uns richtig rein und verdienen noch mehr. Kaufen oder nehmen uns eine größere Wohnung, ein zweites Auto und legen uns ein teures gesellschaftsfähiges Hobby zu.

Die meisten merken dabei kaum, was sie da wirklich machen. Sie verhadern sich nach und nach in ein Netz aus finanziellen Verpflichtungen. Ein Netz, das uns völlig unfrei und fremdbestimmt leben lässt.

Die Zeit zurückdrehen? Leider nein

Wir können nicht einfach sagen: Egal, ich fange noch mal von vorne an. Ich beginne eine neue Lehre, ich möchte nur noch 30 Stunden die Woche arbeiten, ich bleibe zu Hause und kümmere mich um Kinder, Haus, Hund und Katze. Und überhaupt will ich nicht mehr Sandra, sondern Vivian genannt werden. Sorry, wer A sagt, muss auch B sagen. Die finanziellen Verpflichtungen müssen bedient werden. Jede langfristige finanzielle Verpflichtung schränkt unsere Selbstbestimmung massiv ein.

Ich kenne nur sehr wenige, die es schaffen, die eigene Selbstverwirklichung über ihre Bequemlichkeit und ihr Sicherheitsbedürfnis zu stellen. Was ich damit sagen will ist, viele viele Menschen hängen in einem Job fest, der sie langweilt, keineswegs erfüllt oder sogar krank macht.

Besuche ich solche Menschen in ihren Wohnungen, finde ich am Parkplatz ein schickes Automobil, an der Wohnwand einen fetten Bildschirm und alles was an Elektronik so angeboten wird. Aber welchen Preis zahlen sie dafür? Wir opfern unsere tägliche Lebensqualität und unsere Träume, unsere Erfüllung auf dem Altar der Luxusobjekte.

Dazu kommt, dass die Freude bei diesen Menschen nur kurz anhält. Shoppen ist die neue Religion unserer Zeit. Das ist so. Aus jeder Zeitung, aus dem Fernseher oder Radio wird verlautet: „Wenn Du glücklich sein willst, musst Du dies und das kaufen …“

Leider haben wir verlernt zu spüren, was uns wirklich glücklich macht!

  • Ein gutes Gespräch ist kostenlos.
  • Die Ruhe in der Natur. Gratis.
  • Unsere Kinder im Arm halten. Auch umsonst. Jedenfalls das „im Arm halten“. ›lach‹
  • Mit unserem Herzmensch mal einen Nachmittag im Bett verbringen. Hey, kostenlos … manchmal nicht folgelos. ›zwinker‹

Das Ende meiner Gedanken

Machen wir uns einfach bewusst, dass uns Menschen die Selbstbestimmung wertvoll ist. Überprüfen wir unsere Entscheidungen und Verpflichtungen, ob es sich auch wirklich lohnt, unsere Selbstbestimmung dafür einzuschränken! Ich habe viel zu lange ein fremdbestimmtes und eingeschränktes Leben geführt. Ich hatte alles, war aber nie wirklich glücklich.

Ich habe mir meine Freiheit zurückerobert. Ein Prozess der steinig und schmerzhaft war. Ich habe mein Sicherheitsdenken überwunden. Ich habe mich von so vielen Dingen und Menschen „losgeschnitten“. Ich musste mich in Verzicht üben und habe mich unzähligen schwierigen Gesprächen gestellt.

Aber am Ende winkte mir die Freiheit zu. Viele Möglichkeiten und das Glück … das mein Leben heute ausmacht. <3

„Meine Freiheit begann dort, wo ich aufhörte, anderen Menschen zu folgen.“

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Die meisten Menschen leiden täglich. Ob durch tatsächlichen Schmerz, eine unangenehme Situation oder durch das Beklagen von etwas. Eine beinahe schon fast selbstverständliches Verhalten. Wir sind nicht auf der Welt um zu leiden, sondern um glücklich zu sein! Wenn wir leiden, dann nur deshalb, weil dieses Gefühl uns etwas zu sagen hat.

Weißt Du, wovor ich in meinem Job am meisten Angst hatte? Vor dem Leiden danach, wenn ich etwas verbockt hatte.
Weißt Du, wovor ich am meisten Angst hatte, wenn ich Menschen begegnete und sie mir ans Herz gewachsen sind? Vor dem Leiden, das so oft danach kam, wenn ich enttäuscht wurde. Es waren nicht die Enttäuschungen oder die Verletzungen. Nein, es war einzig und alleine das Leid.

Notiz aus meinem Tagebuch

„Was soll dieses ständige Leiden? Es zieht mich runter. Ganz langsam dehnt es sich in meinem Körper aus, nimmt jeden Muskel, jede Faser in Beschlag. Ich habe dann das Gefühl, total alleine auf der Welt zu stehen. Unverstanden und beladen mit der ganzen Last der Menschheit …“

So steht es in einem meiner Tagebücher, das ich vor einigen Jahren geschrieben habe. Im Groben, beschreibt es dieser Gedanke noch immer recht genau, wie es sich anfühlt. Ich habe mal mit meinem Mentor darüber gesprochen, der allen ernstes zu mir sagte: „Es gibt kein Leiden.“ So ein Blödsinn, war meine Antwort. Natürlich gibt es das Leiden, schließlich spüre ich es doch immer wieder!

Das Gespräch ist nicht zufriedenstellend gelaufen. Das ist mir in Erinnerung geblieben. „Leiden ist „hausgemacht“ meinte er. Was darauf folgte, habe ich vergessen, es schien mir nicht einleuchtend.

Kleinigkeiten setzen sich in unseren Köpfen fest

Ich bleib einfach bei meiner Vergangenheit als Beispiel: Ein Bekannter macht dumme Scherze, eine Freundin untergräbt meine Autorität und jemand anderer verbessert mich in einem Gespräch. All das reichte für mich um das Gefühl „Leid“ zu aktivieren. Ja es war absurd und nicht zu glauben. Aber genauso passiert es! Aus Nichtigkeiten, die sich ansammeln und sich in unseren Köpfen festhalten. Nur wegen Kleinigkeiten zu leiden, das kommt mir heute sehr albern vor.

Das Leben lernt uns unglaublich viel und heute ist mir klar, dass ich und vielleicht auch Du, all solche Vorfälle einfach an uns vorbeiziehen lassen können! Oder darüber lachen und sie ignorieren dürfen!

Da werden plötzlich ganz viele Stimmen unseren Köpfen laut, die sich in solchen Momenten mit den Stimmen im Außen verbrüdern und vielleicht sagen: „Hallo? Was ist mit deinem Gefühl, das kannst du jetzt nicht so einfach ignorieren! Das musst du schon ernst nehmen!

So? Müssen wir das tatsächlich? Müssen wir wirklich irgendwelche Aussagen, die Menschen in unserem Umfeld machen, immer ernst nehmen und mit nach Hause tragen? Wäre es nicht viel gesünder für uns, wenn wir nicht alles aufnehmen und ernst nehmen, was uns Freunde, Bekannte, Arbeitskollegen oder Familie so alles zu sagen haben?

Die wahre Natur des Leidens

Wie entsteht Leiden? Es entsteht, wenn wir einen Schmerz, den wir empfinden, nicht loslassen und annehmen können. Wenn wir ihn festhalten oder ihn um jeden Preis loswerden wollen. Ich habe in meinem Leben feststellen können, dass nicht aus jedem Schmerz Leid hervorgeht. Jedoch jedem Leid geht ein Schmerz voran.

Wenn wir uns verbrennen, empfinden wir Schmerz. Wir beginnen erst dann zu leiden, wenn wir uns den Kopf darüber zerbrechen, warum wir uns verbrannt haben. Was wir hätten tun können, um uns nicht zu verbrennen. Verstehst Du was ich meine? Es ist wie es ist.

Mich verletzten die Aussagen anderer Menschen deswegen, weil ich immer glaubte, dieser Mensch hat recht mit seinen Äußerungen. Da steckt mehr dahinter als nur ein Satz oder ein paar Worte. All das ist auch eine reine Selbstwert-Geschichte! Und der fehlte mir in dieser Zeit definitiv.

Tatsache ist: Wir sind alle Menschen mit Gefühlen und Emotionen. Manches erwischt uns direkt und manches perlt einfach an uns ab. Sensible Menschen haben es dabei immer schwerer. Es liegt sehr oft nicht an der anderen Person, sondern bei uns, weil wir es als Kränkung auffassen. Jeder hat so seine inneren Bewertungen und das finde ich gut so. Wenn wir das Gefühl haben, etwas läuft gegen uns, meldet sich das Alarmsignal.

Anstrengend wird es nur, wenn wir das Gefühl haben, die ganze Welt will uns leiden sehen! Dann wäre es an der Zeit, in sich zu gehen. Zu analysieren und zu hinterfragen, warum das so sein könnte. Eine Veränderung wird stattfinden, wie ich an mir selbst festgestellt habe.

Und wenn ich mich heute darauf besinne, dann passiert etwas ganz eigenartiges. Mein Gespür für – ehrlich, richtig, gut und vertrauenswürdig, ist ausgereift. Ich weiß was ich an Äußerungen und Meinungen, indirekten Späßen mit nach Hause nehme und welche ich einfach liegen lasse! Ich akzeptiere auch das Negative und je schneller das passiert, umso schneller verschwindet es auch wieder.

Leid können wir nicht immer verhindern, aber wir können verhindern, dass wir für immer leiden. Die Entscheidung liegt wieder einmal bei uns. Ich  bin der Meinung wir haben immer eine Wahl. Wir können die Situation verlassen oder verändern und akzeptieren.

Fazit:

Es kommt nicht darauf an, was und wie uns etwas passiert, sondern wie wir es händeln. Für diese Haltung braucht es natürlich ein starkes Selbstwertgefühl. Es ist die Basis für ein leichteres Leben. Wir sind auf der Erde um glücklich zu sein und nicht um zu leiden. Also mach Dich auf dem Weg und suche nach den Ursachen und löse das Leiden auf. DU hast die Kraft dazu und keiner außer Dir wird es für Dich erledigen.

Und dabei wünsche ich Dir ganz viel Kraft und Motivation! <3

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Mein Körper und meine Seele

„Eigentlich ist das völlig nebensächlich …“ das sagte ich mir neulich als ich in der Kabine stand und meinen aus der Form geratenen Körper betrachtete. Ich war wieder mal auf der Suche nach „Wasserbekleidung“. Bei der Anprobe konnte ich meinen Körper von allen Seiten wunderbar >händezusammenschlag< betrachten, das Licht in der Kabine, das meines Erachtens übrigens verboten werden sollte, tat sein Übriges. Ich ließ es sein und beim Verlassen des Geschäftes kamen mir einige Gedanken. Mein Frust war nur kurz da, was danach folgte, teile ich heute mit Dir, weil vielleicht es auch DU so sehen könntest?

Dieser Körper hat mein Innerstes, meine Seele, mein ICH seit ich denken kann liebevoll eingeschlossen und durch jede Menge Hoch und Tiefs geschleppt. Er hat all seine Kraft aufgebracht, damit ich davonlaufen konnte und keinen größeren Schaden nahm, als mir ein paar Jungs, damals nach der Schule wegen einer Auseinandersetzung mit Steinen bewaffnet, nachliefen!

Mein Körper hat immer verlässlich durchgehalten, ohne krank zu werden, auch wenn ich wie so oft, an kalten Tagen viel zu wenig anhatte. Ohne meinen Körper hätte ich es nicht geschafft, meine Liebe auszudrücken. Durch all meine Wärme, die er für mich machte in vielen wichtigen Momenten meines Lebens … seine unbeschreiblich hohe Sensibilität, durch die er mich zeigen ließ, was ich geben wollte und geben konnte. Er war und ist immer noch der Botschafter meines Wesens. <3

Mein Körper hat meine Kinder getragen und geboren für mich und das war definitiv keine leichte Aufgabe! All diese Jahre war er für mich da. Stark, gesund und er schenkte mir ein gutes zu Hause für meinen Geist und meine Seele. Es gab viele Jahre da schätzte ich nichts von all dem.

Jetzt, ist er etwas müde geworden … mein Körper, ja was solls, wir kommen beide in die Jahre. Er ist von Krankheit und Schmerzen gezeichnet. An manchen Stellen ist er „mehr“ geworden und an manchen Stellen fehlt die Straffheit. Die Haut ist weich geblieben, aber die Last der Jahre zeigt sich deutlich an den verschiedensten Stellen.

Ja so in etwa ist mein Körper, gezeichnet von vielen Dingen und Momenten meines sehr verrückten Lebens. ›lach‹ Er hat so viel gegeben in den ganzen Jahrzehnten! Er hat mir viele Komplimente eingebracht, jede Menge Möglichkeiten geboten, nie versagte er mit seinen Diensten! Er hat einfach jeden Blödsinn mitgemacht, ob er wollte oder nicht. Und wenn ich darüber nachdenke, hat er alles andere verdient als schräge Blicke von mir! Er tut so viel für mich, ich muss ihn lieben, genauso wie ich Schokolade liebe! <3

Ich mag das weiche Alter seiner Haut. Und sein Gewicht ist ebenso okay. Mein Körper braucht es um so zu sein, wie er ist. Ich liebe es aufrecht gehen zu können, wie früher als ich zwanzig war. Auch, wenn er von Schmerzen geplagt wird, sein Bemühen ist immer spürbar.

Mein Leben, meine Seele, hat ihn gefordert und geformt. Ich kenne ihn einfach durch und durch … ER macht mir nichts mehr vor. Wir sind eins geworden im Laufe des Lebens. Also warum soll ich mich eigentlich beklagen, wenn ich ihn betrachte? Weil er nicht mehr glatt, straff und jung ist? Nun ich finde es ziemlich undankbar wie verrückt, wenn ich ehrlich bin.

Ich hätte mir nie gedacht mal ein Plädoyer für meinen Körper zu schreiben. Aber er hat es verdient. Vielleicht sollten wir uns diese Gedanken in jeder Umkleide mit gemeiner Beleuchtung herbeiholen? ›zwinker‹

„… und sieh zu, dass Du nicht nur KÖRPER bist.“

Ovid

Vielleicht denkst Du ja beim nächsten Einkauf ganz plötzlich an mich und meine Gedanken, wenn Deine Blicke streng über Deinen Körper wandern. Alles Liebe.

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Selbstpflege, ich könnte auch „Self-Care“ schreiben, würde sich cooler lesen! Dieses Wort wird überall gefunden oder eingebaut. Egal ob auf Instagram oder Lifestyle Magazinen … unter jeder Designer Klamotte oder gerade trendigen Drink ist dieser #Hashtag zu lesen. Dabei geht es um viel mehr als nur einen Trend! Es ist eine persönliche Lebenseinstellung, die wir in den kleinen alltäglichen Dingen im Leben finden können.

Es ist mehr als eine Modephrase

Es gibt genügend Tage, an denen wir völlig platt nach Hause kommen. Oft sind die Gedanken beim Öffnen der Haustüte noch im Büro oder Geschäft. Alles ist irgendwie zu viel. Und der Blick auf den Kalender bringt kein erleichterndes „Ah, morgen ist es weniger“. Dabei verlieren wir immer wieder unsere eigenen Bedürfnisse total aus den Augen. Wir verzichten auf die Mittagspause bzw. auf das Mittagessen. Wir finden keine Zeit mehr für sportliche Aktivitäten und vernachlässigen oft auch unsere sozialen Kontakte. Warum? Weil abends einfach die Luft raus ist!

Dabei wäre es gerade in diesen Momenten wichtig, uns selbst genügend Zeit und Aufmerksamkeit zu geben. Das tun, was uns guttut. Selbstpflege … Self-Care. ›zwinker‹ Aber nicht diese Selbstpflege von der Bloggerinnen ständig schreiben und posten. Dabei geht es nämlich ausnahmslos nur um eine bunte Sammlung aus überwiegend materiellen und ästhetischen Dinge. Und genau diese Damen haben mich inspiriert darüber zu schreiben, weil ich eine total andere Sichtweise und Meinung dazu habe.

Ich finde es wird dabei vergessen, dass sich hinter der Selbstpflege eigentlich etwas ganz anderes verbirgt. Es geht dabei die eigene Gesundheit in Schuss zu bringen … auszubauen und zu fördern. Entscheidungen bewusst zu treffen und ein Leben zu führen oder aufzubauen, von dem wir uns nicht ständig erholen müssen! Ob das mit einer Designertasche oder Glitzer-Badesalz gelingt, ist sehr fraglich, finde ich. ›lach‹

Bewusst entscheiden

Unsere Selbstpflege, ich bleibe bei dem deutschen Begriff, beinhaltet grundlegende überlebenssichernde Maßnahmen. Wie Essen und Trinken. Entscheidend sind auch unsere Handlungen, die unsere psychische und physische Verfassung festigen. Es sind Dinge, die wir vermutlich oft nebenbei und ohne viel Beachtung tun. Das ist auch der Punkt: Wir sollten Dinge ganz bewusst erledigen … machen wir aus „normal“ etwas Bedeutsames.

Ich falle selber auch immer wieder mal in dieses „Normalo“ Tun zurück. Automatisierung … wie ich es eben gelernt habe, aber ich draufgekommen bin, dass mir diese Art zu leben überhaupt nicht guttut und auch nicht gefällt! Ob ich mich nach einem anstrengenden Tag noch zu Leuten geselle und ein paar Gläser Wein leere, oder vielleicht doch lieber mal früher schlafen gehe, um den nächsten Tag besser zu überstehen.

Ob ich mich am Abend mit einer Tafel Schoki vor die Glotze pflanze, oder vielleicht noch einen ausgedehnten Spaziergang, Waldlauf oder sonst was mache, weil ich dabei meinen Kopf freibekomme. Du verstehst was ich damit sagen will? Bewusste Entscheidung, für oder gegen etwas, macht Selbstpflege aus! Ja und was wir genau in diesen Momenten brauchen, können wir nur entscheiden, wenn wir darüber nachdenken. ›lächel‹

Das dazu auch hin und wieder ein Paar „Wunsch-Schuhe“ oder ein Besuch bei der Kosmetik gehört ist klar. Sich Zeit zu nehmen und durchzuatmen oder einfach sich wie verrückt über die eigentlich viel zu teuren Schuhe freuen! :D Auch das ist „Selbstpflege“. Es sollte nur nicht „gedeckelt“ werden, wie man bei uns in Österreich sagt. Gemeint ist: Unsere eigentlichen Bedürfnisse sollten nicht mit materiellen Dingen verschüttet werden! Es ist wichtig sich mit dem eigentlichen Grund, der den Stress verursacht auseinanderzusetzen.

Am Ende des Tages geht es darum, auf uns selbst zu schauen. Mental und körperlich. Auch um die Entscheidungen, die wir täglich treffen. Nur so können wir die beste Version von uns selbst sein und werden. Und wenn auch Du ehrlich bist … auf lange Sicht gesehen, werden wir das alles nicht in einem Kleiderschrank voller teurer Klamotten, coole Drinks und Wunder Cremen finden oder in einem Schaumbad das alle Farben spielt! ›zwinker‹

„Selbstpflege“ … nicht so cool wie „Self-Care“, aber es bringt das Thema schneller auf dem Punkt. Ich wünsche Dir viel Spaß bei Deiner Pflege. Soll sie nachhaltig sein.