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Zweifel und andauerndes Grübeln. Permanentes kleiner machen als wir sind und nicht die beste Meinung von uns selbst zu haben … Angst vor den verschiedensten Entscheidungen. Wer von uns kennt sie nicht diese Selbstzweifel! So geht es vielen Frauen da draußen und so ging es auch mir. Unsere Zweifel sind oft viel zu groß und unser Mut lässt zu wünschen übrig. Ich frage DICH: Wo ist die Löwin in uns? In diesem Artikel möchte ich inspirieren und Mut in die Menge streuen … weil Zweifel kein Mensch braucht!

Jeden Morgen die selben Gedanken: Schaffe ich das? Bin ich dieser Herausforderung gewachsen und erfülle ich die Erwartungen? Bin ich „gut“ genug … „schön“ genug … „belastbar“ genug? Was wenn ich das nicht auf die Reihe bekomme. Was wenn mir ein neues, anderes Leben gar nicht gefallen sollte?

So in etwa begann mein Morgen. So waren Tag für Tag meine Gedanken. Über viele Jahre hindurch. Katastrophal wenn ich darüber nachdenke. Unser Kopf ist sehr oft voll davon. Zweifel sind nicht immer schlecht, aber sie hindern uns daran, die Beine in die Hand zu nehmen und endlich loszulaufen! Zweifel hindern uns etwas zu verändern! Und vor lauter Nachdenken, bleibt letztendlich alles so wie es ist und war. Die Zweifel sind größer als unser Mut. Wir bleiben am fetten Sofa hängen … wir träumen vom „offenen Meer“ ohne jemals die Aussicht auf neue Ufer zu genießen … glücklich macht das sicher nicht!

Wir gehen zu freizügig mit unserer Lebenszeit um

Das ist mein voller Ernst. Wir verhalten uns manchmal so, als würden wir noch ein zweites Leben in Reserve haben! Als hätten wir noch Unmengen an Zeit, unser Glück auf später verschieben zu können. Es gibt aber kein später … später ist das neue NIE. Unser Leben findet jetzt statt … JETZTjetzt in diesem Moment. Wenn wir nichts verändern, wird sich auch nichts ändern, dass ist nun mal so. Es gibt niemanden der die Veränderung für uns in die Hand nimmt … das wär ja noch das Schönste! :-) Für diese Gedanken entschied ich mich vor ein paar Jahren. Das Glück ist immer greifbar, man muss es nur an der Hand nehmen und kleine Schritte in eine andere Richtung wagen. :-)

Natürlich war es nicht so, dass ich meine Zweifel so einfach zur Seite schieben konnte. Sie waren da, aber sie hatten nicht mehr die Kraft von vorher. Das jahrelange Abwägen von Pro und Kontra, dass hin und her wälzen aller Gedanken und Ängste, hatten mich weder in meinem beruflichen noch in meinem privaten Entscheidungen weiter gebracht. Ganz im Gegenteil. In meiner freien Zeit schrieb ich sogar Listen … was ich tun sollte und wollte, mich aber nie traute. Ich war einfach feige, mir fehlte der Mut und es gab zu viele Menschen, die mich in meinem Tun behinderten.

Das Leben lenkt auch manchmal

Das Leben baut manchmal eine Kurve ein. Es zwingt Dich Dinge anders zu machen … anders zu denken. Bei mir war es meine Gesundheit, meine nie funktionierenden Beziehungen und der Tag an dem ich begann, mir eine Auszeit zu nehmen um nachzudenken … und mir ohne Zweifel über vieles klar zu werden.

In uns Frauen steckt eine Löwin: „Erhebe Dich und verändere Dein Leben mit neuer Leidenschaft UND ohne Zweifel!“

Die Welt braucht uns Frauen. Frauen, die sich trauen. Frauen, die inspirieren. MUTMACHERINNEN, die vom Zweifeln ins TUN gekommen sind. Das waren so meine Vorbilder und ich hatte echt das Glück vor einigen Jahren in genau dieses Umfeld zu kommen. Schicksal? Gut möglich. Diese Löwin muss nur in uns geweckt werden. Langsam wurde alles anders, alle Antworten tragen wir in uns selbst. Langsam erkannte ich, dass es nicht darum geht auf kreative Ideen, bestimmte Fähigkeiten, auf finanzielle Mittel oder den richtigen Moment zu warten – NEIN sondern darum, wie und wo man sich selbst sieht! Wenn ich privat und beruflich glücklich und erfolgreich sein möchte, muss ich den Blick auch auf mich selbst richten UND verändern!

Eine Löwin ist stark, wild und schön

Ein tolles Geschöpf der Natur deshalb gefällt mir der Vergleich auch so „tierisch“ gut. >lach< Jeder weiß auch, dass der Löwe im Tierreich der König ist. Und die Frage stellt sich nicht wer die Königin ist? Was uns aber von den Männern unterscheidet ist genau das was die Welt braucht. Unsere weibliche Stärke. Wir müssen uns nicht verstellen, wir sollen nur wir selbst sein und zu unserer Weiblichkeit zurück finden.

Ich wurde in einem Seminar zu Beginn meines „Umdenkens“ gefragt welches Tier ich in mir sehen würde. Welches Tier beschreiben würde … eine Löwin war definitiv nicht dabei. >lach< Es war eher eine Maus … etwas Kleines und Stilles. :-) Königin never! Der Glaube an mich war (noch) nicht vorhanden.

Ich muss jeder Frau raten,  je mehr man sich damit beschäftigt wie wir sein möchten, welche Resourcen in uns stecken, umso mehr wird sich unser Blick öffnen. Ein neues Bild von uns wird entstehen. Und die unscheinbare, stille Maus wird zu einer Löwin werden. Also Brust heraus, Schultern zurück und der Gang aufrecht … weg mit den Zweifeln, den Gedanken … das sich „klein machen“.

Verstecke Deine Stärken nicht!

Ich kann mich noch gut an die Momente erinnern wenn ich auf meine offensichtliche Veränderung angesprochen wurde. Es war mir unangenehm und beinahe peinlich. Ich fühlte mich wohler  alles versteckt zu halten … eine von vielen zu sein und schön brav in der Masse zu schwimmen. DAS habe ich ja schließlich fast mein bisheriges Leben so gemacht, darin war ich Profi . Ich ließ mich leiten von Entscheidungen der Anderen. Ich zog bei allem vorsichtshalber die Handbremse. Glücklich war ich dabei nie! 

Erlaube Dir stark und wild zu sein. Erweitere Deinen Blick. Sei stolz eine Frau sein zu können! Zeige Dich wie eine Königin und spiele Deine Stärken aus. Beruflich wie privat. Im Gegensatz zu früher übermannt mich heute ein warmes Gefühl bei dem Gedanken keine Maus sondern eine Löwin zu sein. Mit der neuen Einstellung zu mir selbst kam auch die Antwort auf die Frage was für mich richtig und wichtig ist im Leben. 

Ich habe einen Auftrag zu erfüllen, eine Passion. Ich möchte andere Frauen mit meinen Worten erreichen. Mut machen, die Angst nehmen, Inspirationen geben und ein „GO“ in die Menge rufen! :-) JETZT und nicht erst irgendwann. 

Manchmal braucht es für die wichtigen Entscheidungen im Leben einen Break … eine Auszeit … manchmal auch ein wenig Schmerz und Traurigkeit. Manchmal aber auch nur einen Tritt ins Hinterteil von einer anderen „Löwin“! Steh auf und geh los … das Leben braucht DICH!

Ich würde mir wirklich wünschen genau DICH erreicht zu haben, Dir einen kleinen Tritt gegeben zu haben, um Deine Zweifel abzulegen und groß und stark zu denken. :-)

Fühl Dich gedrückt, und schüttle Deine Löwenmähne …

Denke lieber für Dich selbst als sich der Masse der Menschen anzuschliessen! So möchte ich heute einen mir sehr wichtigen Artikel einleiten. Wenn alle von der Brücke springen, würdest Du es deshalb doch nicht tun, oder doch? Ich will damit sagen, etwas zu machen weil die Masse es macht, bringt niemandem etwas und Dir am aller wenigsten …

Die Gesellschaft erwartet von uns, dass wir uns alle so verhalten wie sie es vorgibt, wie sich eben die Masse verhält. Tun wir das nicht, weigern wir uns mit der Masse mitzulaufen, reagieren die meisten Menschen ziemlich irritiert oder sogar verärgert! Wenn ein Mensch aus der Reihe tanzt wird das nicht gern gesehen. Schließlich springen ja alle von der Brücke.

Zum Teufel mit den „Brückenspringern“

Das meine ich ganz ehrlich genau so. Treffe Deine eigenen Entscheidungen … lebe Dein eigenes Leben und vor allem denke Deine eigenen Gedanken! Ich stelle mir gerne und auch sehr oft die Frage: „Weshalb?“ Warum sollte ich so handeln wie andere das wollen? Und zwar stelle ich mir diese Frage immer dann, wenn es um Verpflichtungen, Forderungen oder Erwartungen geht, die mir nicht gefallen. Dann überlege ich, welche Motive oder Gründe dahinter stecken könnten .

Mit der Antwort: „Weil das nun mal so ist oder so gemacht wird“ gebe ich mich nicht mehr zufrieden! Mit diesem Dilemma werden wir alle tagtäglich konfrontiert. Im Berufsleben ganz besonders stark, aber auch in unseren Beziehungen und bei unzähligen Entscheidungen, die wir jeden Tag treffen müssen.

Du alleine entscheidest

Gegen „Brückenspringer“ und die Erwartungen unserer Mitmenschen können wir nichts tun. Doch wir können für uns alleine die Entscheidung treffen ob wir ebenso springen oder nicht, ob wir tun was von uns erwartet wird oder eben unsere eigenen Entscheidungen treffen.

Ich marschierte sehr sehr oft zur Brücke, ich schaute übers Geländer … trat aber nach ein paar Überlegungen wieder zurück und kehrte der Brücke meinen Rücken zu. Mir wurde beim nach Hause gehen bewusst, wieviele unbegrenzte Möglichkeiten uns allen doch zur Verfügung stehen!

Aber zunächst müssen wir uns ganz bewusst dafür entscheiden, anders zu denken als es die Masse tut.

Es geht dabei nicht darum aus Trotz anders zu entscheiden, es geht einzig darum uns selbst treu zu bleiben, unseren eigenen Weg zu gehen. Immerhin ist es unser Leben. Warum also stellen wir nicht unsere eigenen Spielregeln dafür auf? Wir können uns damit nicht nur selbst etwas Gutes tun, sondern gleichzeitig auch unseren Mitmenschen helfen.

Ich habe mir vor langer Zeit ein geniales Zitat abgeschrieben, leider weiß ich nicht mehr von wem es ist. Diese Zeilen mischen sich immer wieder unter meine Gedanken:

„Die meisten Menschen führen ein Leben in stiller Verzweiflung und werden so zu Grabe getragen, während ihr Lied immer noch in ihnen schlummert …“

Ich denke, dass bedarf keiner näheren Erklärung. Du weißt sicher was ich damit sagen möchte. In unserem Leben einfach so umzudenken ist garantiert nicht einfach, es ist eine Kunst!

ICH war eine „Brückenspringerin“, gehörte also zur Masse und das die meiste Zeit meines Lebens. Bis zu dem Zeitpunkt in dem meine innere Wandlung einsetze. Sie begann in einer schwierigen, ich muss fast sagen, in einer fast aussichtslosen Lebensphase. Jede Menge unzähliger Veränderungen standen vor meiner Tür. Alle wollten sie auf einmal herein, aber ich konnte meine Tür nur sehr zaghaft öffnen … ich war zu festgefahren in meinen Strukturen und hatte vor allem eines – Angst. Und irgendwann sprang mir dieses Zitat ins Gesicht. :-)

Lebe anders als die Masse

Das Studium „Mensch“ beginnt mit den neuen Erfahrungen

Sein Leben anders zu leben, als die Masse es tut, bringt viele neue Erfahrungen mit sich. Auf dem Weg dorthin begegneten mir die unterschiedlichsten Menschen. Einige wollen behilflich sein beim erreichen der eigenen Ziele. Andere versuchten wirklich alles um mich davon abzuhalten. Alles was sie wollen ist Kontrolle und mich beeinflussen!

Das Studium „Mensch“ wird also mit solchen Begegnungen sensibilisiert. Ein sehr interessantes Studium das wir total umsonst erhalten :-).

Zwischenfrage: Warum gibt es bloß so viele Menschen die gefallen daran finden, anderen Menschen mehr zu schaden als sie zu unterstützen? Sie hängen sich an Deinen Gürtel fest und lassen nicht so schnell wieder los. Energiesauger … falsche Kritiker, die es nicht glauben wollen, dass andere Menschen plötzlich anders Leben möchten!? Das es möglich ist mehr zu erreichen als man selbst für möglich gehalten hätte! Hier spielt der Neid eine große Rolle, der Neid auf den Mut etwas anders zu machen.

Es sollte nichts mehr so sein wie es vorher war

Für mich war es eine klare Sache geworden. Meine schwierige Lebensphase hatte auch etwas Positives an sich. Sie öffnete mir meine Augen und ich wusste was ich wollte, besser gesagt, was ich nicht mehr wollte. Es sollte nichts mehr so sein, wie es vorher war!

Keiner muss so leben, wie andere Menschen es von uns verlangen. Es funktioniert … wir können lernen uns von den Anforderungen anderer Personen zu befreien. Natürlich musst DU es wollen – die Entscheidung liegt bei Dir! Was Du allerdings mitbringen solltest, wenn Du Dein Leben nicht als „Brückenspringer“ zu Ende leben willst, ist:

  • Sei offen für alles NEUE, neue Ideen, neue Menschen und wenn es sich ergibt, auch einer neuen Umgebung.
  • Du musst mit Deiner Momentan-Situation unzufrieden sein.
  • Du musst bereit sein, Dein Leben und die Verantwortung dafür, selbst in die Hand zu nehmen.
  • UND Du musst bereit sein, viel dafür zu tun, Arbeit mit Dir selbst.

Wenn Dir diese Dinge bewusst sind, befindest Du Dich schon auf der richtigen Fahrbahn! Ich dachte mir immer, dass der Schlüssel zu einem neuen, schöneren Leben weniger Arbeit sei. Meine Erkenntnis heute, die natürlich meine ganz persönliche ist: Menschen arbeiten gern und auch viel. Es muss jedoch eine Arbeit sein, die wenig Kraft und Energie verbraucht, viel Geld bringt und jede Menge Freizeit lässt!

Mhm. Alles klar. DAS ist die Arbeit mit sich selbst aber sicher nicht! Deshalb bleiben auch so viele Menschen „Brückenspringer“ >zwinker<.

Abschließend noch eine Erfahrung, über die ich sehr dankbar bin

Die unvergesslichste Zeit im Leben ist nicht die, in der uns alles in den Schoss gelegt wurde und alles glatt lief … NEIN es ist die Zeit, in denen wir mit Herausforderungen zu kämpfen hatten. Fazit – eine Herausforderung ist IMMER eine lohnende Erfahrung …

Es kann sein, dass ich Dir jetzt Deine Zeit gestohlen habe, wenn es so sein sollte – sorry, es tut mir leid.
Es kann aber auch sein, dass Du gerade auch auf dem Weg bist, ein anderes Leben zu suchen, zu wollen oder schon mitten drin bist und genau diese Worte gebraucht hast um am Weg zu bleiben – weg von der Brücke … Dann habe ich erreicht was ich eigentlich wollte! <3

“ Die Tragik des Lebens ist nicht so sehr das, was wir erleiden, sondern vielmehr das, was uns fehlt.“  T. Carlyle

Ich wünsche Dir vom ganzen Herzen ein Leben fern der Masse, individuell und authentisch schön …

Mein Körper  … die Zeit … und Ich

Es war letzte Woche, als ich einen netten Abend mit zwei, ebenso netten, Frauen verbringen durfte. Es wurde viel gelacht und jede Menge gescherzt (wie immer wenn „weiblich“ aufeinander trifft). Die Beiden haben mich inspiriert über unsere Gespräche, die für uns alle Frauen jenseits der 40+ sicher zu treffen, zu schreiben. Wenn Du Dich jetzt entschließt weiter zu lesen, heißt es aber „tapfer sein“. Dieser Beitrag beinhaltet wenig Schönes. :-)

Der Körper und sein Alter sind nicht gerade das, was ich unter einem Dream-Team verstehe. Das Gute aber: Man gewöhnt sich an sehr vieles und die Veränderungen kommen Gott sei Dank nicht über Nacht. Obwohl … manches allerdings schon! Erst vor ein paar Tagen habe ich beim Zähneputzen eine neue Falte im Kinnbereich entdeckt. Ich wusste gar nicht, dass es  dort auch faltig wird!

Was da zunehmend zum Knittern anfängt, lässt sich nur schwer und mit einem Aufwand, oft ziemlich kostenintensiv, austrixen … wenn überhaupt. Kaum ist man „unten“ fertig, schon muss man oben wieder neu anfangen. Ich fang jetzt mal mit den leidigsten Themen in den „mittleren“ Jahren an:

Die Figur.
Ein Schwerpunkt … wörtlich zu nehmen. Wie gerne wäre ich noch genauso gelassen, richtig schlank und das durchtrainierte „Reh“ von früher. Manchmal wünsche ich mir das wirklich. Dieses Thema taucht immer wieder im Frühling auf. Zur Eröffnung der Saison sozusagen … Obwohl ich immer glaube, nun sei wirklich alles gesagt und getan, bleibt die Bauchrolle nicht nur auf den Hüften, sondern auch in den Gedanken. :D

Und wer dieses Problemchen ebenso gut kennt weiß, dass diese „Röllchen“ von Jahr zu Jahr zutraulicher und anhänglicher werden. Die Frage die ich mir dann immer wieder selber stelle lautet: „Zu welchen Einschränkungen bin ich bereit? Wie viel ist es mir wert, wenigstens von hinten wie eine 30-Jährige auszusehen? Wie wichtig ist es für mich überhaupt? Für meine Gesundheit? Und was bringt mir das mühselige erkämpfte Figürchen dann?“

Männer will und muss ich keine mehr beeindrucken, und die Anerkennung anderer Frauen hätte ich wahrscheinlich, brauche ich aber auch nicht (mehr). Egal. Und auch egal wie alt wir werden, die aktuelle „Figurenlage“ ist einfach immer ein Thema!

Es ist außerdem sowieso nie goldrichtig. Meist heißt es auf der einen Seite: „Na, Du schaust aber jetzt richtig gut aus …“ dabei ist natürlich NICHT das Strahlen der Augen gemeint. Oder „Hallo, ein bisschen mehr würde Dir wesentlich besser stehen, Du schaust ausgemergelt aus!“ Dabei muss ich an mir selbst feststellen, dass „Fett“ gar nicht so übel ist! Gerade im fortgeschrittenen Alter und gerade im Gesicht kann ich es stellenweise richtig gut gebrachen! :-)

Das Blöde ist nur, dass sich mein Fett nicht an „Ortsbestimmungen“ hält. Es lässt sich da nieder wo es sich so richtig schön entfalten kann und das ist leider nicht nur im Gesicht >lach<. Ich könnte jetzt auch kurz und bündig sagen: Ich bin unförmig und ich spüre meinen Bauch beim Schuhbänder binden und DAS mag ich eben nicht so gerne. Aber was soll ich tun, ich bin eben zu freundlich (oder zu verfressen), und ich öffne nur zu gerne jeder Leckerei die Tür! <3

Essen hatte für mich schon immer einen hohen Stellenwert. Ich genieße und liebe Essen. Ein Genussmensch also, jedenfalls die meiste Zeit. Die Zeit als ich noch ein sehr gestörtes Essverhalten hatte ist zwar fast vorbei, aber es klopft immer wieder mal an die Tür. Ein Mittelmaß zu finden ist für mich jedes Mal aufs Neue eine Herausforderung.

Die Haare.
Ein hochsensibles Thema für Frauen! Besonders wenn man nicht zu denen gehört, die nicht wissen wohin damit weil so viel! Das leidige Haarthema, ich mag es nicht. Ich hab ehrlich kein Problem mit meinen „Silberfäden“, aber dabei bleibt es leider nicht. Es ist so, dass Haar nicht bloß grau sondern auch weniger, (noch) feiner und dünner wird. Ich frag mich oft, warum kann nicht mein Körper dünner und meine Haare kräftiger werden? Das wäre  doch genial und ein perfekter Deal oder nicht? 

Meine Vater nannte seine „feine“ Haarpracht immer japanische Seide, und die hab ich von ihm vererbt bekommen. Jetzt kommt mir sogar vor, dass ich die Geheimratsecken auch von ihm übernehme! >Händezusammenschlag<. Was natürlich die Frisurenwahl enorm einschränkt. Der wahre Alptraum beginnt dann, wenn sich der Haarverlust bis hinter die Ohren fortsetzt …

Meine Augenbrauen sind nach der Chemo nie wieder richtig nachgewachsen, also hab ich mir ein permanent Make up geleistet. Damit geht es mir gut und ich fühl mich wohl. Aber die Sache mit den Haaren … da muss ich noch abwarten und am besten so hinnehmen. Auch da hätte ich wieder einen super Deal, der mir zum Thema Haare einfällt: Ich frage mich und Dich natürlich – wer braucht irgendwo, irgend welche Körperbehaarung? Meiner Meinung nach, gehören Haare ausschließlich auf den Kopf und sonst nirgends hin! Die die ich nicht brauche wachsen und gedeihen prächtig. Würde ich sie anders einsetzen dürfen, ich hätte total prachtvolles langes und  üppiges Haar! :-)

Ja ich weiß, es sind nur Peanuts um die es hier geht. Hauptsache man ist gesund … was ich aber auch nicht bin, aber ich bin gut gelaunt (meistens) und kann über meine Problemchen meistens scherzen, so wie heute als ich diesen Beitrag verfasst habe. :-)

Aber eine Frage ist da noch offen: Betrifft mich zwar nicht mehr, aber dennoch verstehe ich den Grundgedanken dahinter.
Kann man einen neuen Mann einfach so seinen nicht mehr so taufrischen Körper zeigen oder sollte man lieber vorher 15 Kilo abnehmen um 15 Kilo selbstbewusster zu sein >lach<?

Ich weiß das gerade Frauen im fortgeschrittenen Alter absolut souverän damit umgehen. Natürlich haben nicht alle eine Traumfigur, aber deshalb würden sie doch nicht auf Sex verzichten. Ausserdem weiß ich (ich habs genauso gemacht), dass Frauen gerade nach einer Trennung sehr viel für sich tun. Sie kümmern sich gut um sich und sehen oft tatsächlich besser aus als in ihren Beziehungszeiten!
Damit ist eigentlich alles gesagt. Nein, auch dazu fällt mir noch ein passender Slogan ein der generell für das „älter werden dürfen“ passt:

Es ist nicht das Alter, das unsere Persönlichkeit verändert.
Eher ist es die Persönlichkeit, die darüber entscheidet, 
wie gut oder schlecht man mit dem Älterwerden fertig wird.
Amen.

Ich werde mir diese Sätze ins Bad hängen … zur ständigen Erinnerung! <3
Ich danke meinen „Inspirationen“ sprich Mädels, die schuld daran waren, euch heute mit nicht zu ernst nehmenden Problemen zu unterhalten! Danke fürs Zuhören ihr Schönen und bis ganz bald.

Wann macht es Sinn etwas Neues zu probieren, neu zu beginnen oder sich neu zu erfinden? Immer dann, wenn es keinen Grund mehr gibt dort weiter zu machen, wo wir gerade sind. Ein Neuanfang hat nichts mit „Aufgeben“ zu tun, denn zwischen beidem gibt es einen großen Unterschied! Wir bewegen uns nur in eine neue zutreffendere Richtung, die für uns besser ist. Ein neuer Anfang braucht Motivation. Und das beste Wort dafür ist „Jetzt“… nicht vielleicht, nicht morgen, sondern JETZT.

Loslassen und neu beginnen … das klingt immer so leicht ist es aber nicht. Man hat Angst, man traut sich vieles nicht (mehr) zu, aber vor allem haben wir immer Ausreden parat. Ich kenne das schon auch mal von mir selbst, wo ich mich dann sagen höre „Diese Woche noch, aber ab der nächsten Woche gehe ich’s dann an …“ Bei mir handelt es sich meistens um Dinge, die mit Genuss zu tun haben. DIE fallen mir sehr schwer zu verändern obwohl ich sie zeitweise ändern will!

Das Wörtchen „JETZT“ … dick und groß geschrieben, hilft dabei sich selbst wachzurütteln zu motivieren. Zeit ist kostbar und hilft uns schneller ans gewünschte Ziel zu kommen, wenn wir sie JETZT nutzen! Mit dem Wort JETZT und ein paar zusätzliche Überlegungen, möchte ich Dir helfen JETZT mit Deinem möglicherweise geplanten Anfang – neu, zu beginnen.

Distanziere Dich von negativen Dingen in Deinem Leben

Die meisten Dinge sind nur deshalb Teil unseres Lebens, weil wir andauernd darüber nachdenken. Leider sind es zu viele negative Sachen, die uns beschäftigen. Positive Dinge können erst dann in unserm Leben Platz finden, wenn wir uns von den Negativen distanzieren. Lass Dich nicht von Sachen aus der Bahn werfen, die Dich schmerzen, die Du nicht kontrollieren kannst. Mach Platz für das, was sich für Dich besser anfühlt und beschäftige Dich JETZT mit Dingen auf die Du auch einen Einfluß hast!

Dein Denkmuster ist ausschlaggebend

Der erste Schritt zur positiven Veränderung, ist Deinen Augenblick zu ändern. Erlaube dem Dir Unbekannten, Dich herauszufordern … einzuladen und abzuholen, neue Zonen zu entdecken. Wenn wir unsere Überzeugungen und Sichtweisen nicht ändern können, wird es schwierig werden unser Leben zu verändern und etwas Neues zu beginnen! Persönliches Wachstum ist ohne Veränderung leider nicht möglich. Es ist eigentlich sehr einfach. Wir müssen nur unsere Sicht auf die Dinge ändern um sie aus einer anderen Perspektive sehen zu dürfen! :-) JETZT wäre der richtige Moment dafür.

Wir verkomplizieren manchmal unser Leben

Wie oft habe ich mir schon im Nachhinein gesagt: „Mensch, das war doch gar nicht so schlimm …“. Die Aufregung zuvor war es nicht wert, und die schlaflose Nacht schon erst recht nicht!“ Das Leben ist oft nur so kompliziert, weil wir es kompliziert machen. Alles kommt sowieso so wie es kommt. Alles passiert im richtigen Moment, weder zu früh … noch zu spät. Für alles was ich verloren habe, habe ich etwas Neues bekommen. Für alles was ich gewinne, werde ich etwas anderes loslassen. So war es bis jetzt immer. Du musst diese Tatsache nicht lieben, aber Dein Leben ist viel einfacher wenn Du es genauso hinnimmst wie beschrieben. Du musst nicht an allem festhalten … zwei Hände sind dabei auch viel zu wenig. :-) Du hast JETZT die Wahl. Loslassen oder festhalten?

Gute Dinge kommen zu denen, die dafür arbeiten

Kein Mensch, der etwas Neues in seinem Leben schaffen wollte, hat es an einem Tag geschafft! Kein Sportler hat sein Ziel so schnell erreicht, wie er es sich gewünscht hat. Es braucht Training, Zeit und Disziplin, aber das Wichtigste ist der Wille dazu … Gute Dinge kommen zu denen, die sich darum bemühen! Es geht darum die Dinge anzupacken und nicht darum, was Du über die Dinge die zu tun sind, gedacht hast!

Mir wurde einmal von einer klugen Frau gesagt, da ich selber in dieser Umbruchsphase feststeckte: „Wenn Du Dich nicht aufraffen kannst, unfähig oder unwillig ständig rückwärts gehst, weil Du zu viel Angst vor der neuen Situation, vor Deinem neuen Leben hast, wirst Du niemals die freie Aussicht genießen können … Du musst schon auch etwas dafür tun.“ Deine Zeit ist JETZT. Sie hatte recht. <3

Verliere Dich nicht in schmerzhafte Momente

Nichts ist mächtiger als ein Lächeln das sich durch Tränen kämpfen musste! Verliere Dich bitte nicht in all die Momente, die Dich traurig gemacht haben, Dich mit Schmerz erfüllt! Lächle weil Du daraus gelernt hast und weil sie Dir die Kraft schenken weiter zu kommen und weiter zu gehen. Hindernisse zu besiegen. Ist es nicht so? Am Ende bestimmt nicht das was wir durchgemacht haben, wer wir sind. Sondern wie wir es durchgestanden haben, hat uns zu der Person gemacht, die wir heute sind. Und von diesem Ende haben wir einen neuen Ausgangspunkt für einen neuen Anfang, der darüber bestimmt, wer wir in Zukunft sein werden! Jetzt wäre ein guter Moment, darüber nachzudenken. >zwinker<

Ein neuer Anfang kann schon mal Gänsehaut bereiten

Ich weiß nur zu gut, wie sich ein neuer Anfang anfühlen kann. Ich hatte viel Angst. Und mir war schlecht wenn ich darüber nachdachte. Aber weißt Du was noch viel viel viel schlimmer ist? Bereuen und bedauern es nicht getan zu haben! Ich habe erkannt das die meisten Ängste sich in meinem Kopf abspielen und wesentlich größer waren als sie gewesen sind. Das perfekte Drama spielt sich immer in unseren Köpfen ab. Lass Dich davon nicht einschüchtern und abhalten. Leben Dein Leben nach Deinen Vorstellungen, damit Du niemals bedauern oder bereuen musst, was Dein Leben Dir so alles geboten hätte! Nicht morgen oder nächste Woche … mache das JETZT zu Deinem Wort.

Jeder JETZT Schritt ist wichtig um morgen anzukommen!

Wir lernen aus jeder Situation, aus jedem Schritt den wir gehen. Was auch immer heute war, war ein wichtiger Schritt, um morgen vielleicht schon am Ziel zu sein? Sei stolz auf Dich. Auch wenn Du noch nicht so weit bist wie Du gerne sein würdest. Aber dank Deiner vielen Lektionen, die Du auf deinen bisherigen Lebensweg lernen durftest, bist Du schon ein großes Stück besser als Du es früher warst.

Also … was hindert Dich JETZT neu zu beginnen und einen, DEINEN, erwünschten “ Anfang Neu“ zu starten?

Das Wichtigste ist, dass Du niemals aufhörst daran zu glauben, dass ein neuer Anfang nie verkehrt und immer möglich ist. <3

JETZT  … JETZT … JETZT …

Das Alter und die Veränderung gehört nun mal wie der Deckel zum Topf. Mit zunehmenden Alter werden wir etwas ruhiger, wir setzen unsere Energie nicht mehr für sinnlose Dramen und aussichtsloses Chaos ein. Das Leben macht uns demütiger und es wird uns klar, wieviel Zeit wir mit unsinnigen Dingen verbracht haben. Wir lassen uns nicht mehr von den kleinen Ärgernissen des Tages leiten. Wir konzentrieren uns auch nicht mehr auf die Dinge, die nicht zu unserer Lebensphilosophie passen. Unbedeutender „Kleinkram“ wird nicht mehr in endlos langen Gesprächen zerlegt und mit hochrotem Kopf dramatisiert, bis wir beinahe den Verstand verloren haben und wir danach feststellen müssen: unser Leben fühlt sich unvollendet, unvollkommen und anstrengend an.

Wir erkennen die wichtigen und unwichtigen Dinge im Leben

Ich kann gar nicht genau sagen wann diese Einsicht bei mir begonnen hat. So lange ist es allerdings noch gar nicht aus. Es stellt sich auch von ganz alleine ein. Als Zwanzigjährige waren Menschen ab 50 für mich alt. Ich glaube sogar sie taten mir leid, weil ich mir vorstellte, dass das Leben ab 50 sicher sehr langweilig sein musste. :-) Gott sei Dank weiß ich heute welch völliger Blödsinn das war!

Was sich so alles im Laufe der Jahre verändert hat oder vielleicht sollte ich sagen, verändern durfte, darüber habe ich nachgedacht und mir dabei selber über die Schultern geschaut … ich kann nur sagen ein tolles Gefühl ist das schon zu wissen, wie leger der Umgang mit vielen Dingen und Situationen geworden ist. Den Fokus auf das Leben gerichtet. :-) Was das so alles ist, habe ich in ein paar Punkten zusammen geschrieben und wenn Du auch der Meinung bist, dass Dein Leben sich gerade entschleunigt wie so gern gesagt wird, dann darfst Du gerne Deine Erfahrungen anschließen!

  • Kontrolle spielt keine so wichtige Rolle mehr. Je älter wir werden, desto mehr wissen wir, wie wenig wir eigentlich kontrollieren können. UND es wird uns klar und gibt keinen Grund, sich mit Sachen auseinander zu setzen, die wir nicht in der Hand haben. Wir haben gelernt in die Reise unseres Lebens zu vertrauen, auch dann wenn wir es nicht immer verstehen können wo die Reise hingehen soll. So oft waren es Dinge, die ich niemals angesteuert habe, die ich nicht einmal wollte … aber es waren die, die ich in meinem Leben brauchte.
  • Erfahrungen machen uns klug! Endlich begreifen wir, dass wir nicht mehr alles ausprobieren müssen, sondern das es im Gegenteil Sinn macht, erst über die Dinge nachzudenken bevor wir Gas geben. Es gibt weniger zu „tun“aber mehr zu „denken“. Vorausgesetzt wir fangen nicht nochmal sehr spät zum Windelwechseln und Babybrei machen an. :-)
  • Wir lassen uns nichts mehr gefallen. Wenn wir jünger sind und Du keine Ahnung davon hast, wie alles läuft, nehmen wir gerne mal alles mal so hin. Viel später kommen wir dann darauf wir hätten uns wehren sollen! Das Gefühl jemand anderen freiwillig die „Vorfahrt“ zu geben, ist ein gutes Gefühl.
  • In der Ruhe liegt die Antwort. Also wenn ein „Mansplainer“ wieder mal zu einem Monolog ansetzt, können wir ihm sagen: „Sei einfach leise … ich bin nicht blöd …“ oder wenn wir seine Gefühle nicht verletzen möchten, können wir nickend zuhören … freundlich lächeln und uns anschließend sehr sozial fühlen, weil wir einem männliches Ego gerade den Bauch gepinselt haben und er sich danach entspannen konnte! (Undenkbar vor 20 Jahren)
  • Scham? Was ist das? Früher mussten wir uns wegen allem Schämen. Es wurde uns so gelernt. Sämtliche Glaubenssätze haben unserem Leben sehr oft den Spaß verdorben. Das tut man nicht … das sollen wir nicht und über das redet man nicht, usw. Ich finde es heute großartig für jede Macke sofort Gleichgesinnte zu finden, darüber auch unter nicht vorgehaltener Hand zu reden und auch darüber zu lachen. :-)
  • Man sagt ja, eine Frau vereint Jugend mit Erfahrung. Damit schaffen wir es sicher durch die Welt zu gehen und wir wissen wie wir aus der Zeit ein erfülltes Leben machen können! Ich habe erst jetzt begonnen, kräftige Schritte zu gehen und mich in meiner Mitte einzupendeln. <3 Ich trage so einige Erfahrungen auf meinen Rücken und verfüge über die Kraft, meinen Wünschen nachzugehen.
  • Wir dürfen erkennen und lernen und lernen … Wir beginnen unsere Niederlagen, die kleinen und größeren Fehltritte, zu akzeptieren und mit erhobenem Haupt und weit offenen Augen durchs Leben zu gehen. Wir wissen heute, dass Küsse keine Verträge sind und Geschenke keine Versprechen. Und das Schönste an allem – wir wissen das wir viel aushalten können … das wir wirklich stark sind und das wir etwas sehr Wertvolles sind! 

All das sind für mich Veränderungen, die das Leben in vielerlei Hinsicht leichter machen, wenn wir älter sind (werden).

Sharon Stone hat mit 49 mal gesagt:
„Die Frauen meiner Generation sind die Besten. So einfach ist das. Sie sind heute in ihren Vierzigern, sind schön, sehr schön, aber auch gefasst. Verständnisvoll, bodenständig und vor allem teuflisch verführerisch … Und das, trotz leidiger Cellulite an den Oberschenkeln … das macht sie zu Menschen, dass macht sie echt. Zauberhaft echt…“.

Und ICH sage:
Natürlich hat sie recht. :-) Es besteht auf jeden Fall kein Zweifel, dass der Lebensabschnitt zwischen 40 und 50 Jahren ein ganz Besonderer ist. Es wird uns bewusst wie vergänglich doch das Leben ist! Was wichtig und was unwichtig ist … was schwer bleibt und was leichter wird … und das alles nur in unserem Bewusstsein liegt. Chancen zu nutzen, über uns hinauszuwachsen und uns von alten Wunden zu befreien und mit Sicherheit die Antworten zu erhalten, die wir in der ersten Lebenshälfte nicht gefunden haben …

Älter werden ist wie auf einen Berg steigen. Je höher wir kommen, umso mehr Kräfte haben wir verbraucht, aber umso weiter sehen wir. Unterm Strich – es ist alles gesagt und klingt einfach nur spannend.

Eine wunderbare Zeit, alles Gute zu Deinem Geburtstag (solltest Du ihn gerade haben und über den Du Dich freuen solltest, weil Du wieder ein Jahr dazugewonnen hast) und viele Berge, an denen Du hochklettern kannst um den Weitblick zu genießen. :-) Bis ganz bald …

Wie ich die wurde, die ich heute bin

Gedankengänge sind eine Lieblingskategorie von mir. Ich schreibe viel zu wenige! Der Grund ist, ich habe manchmal etwas Bedenken ob mein „Gedankenwirrwar“ auch richtig ankommt und verstanden wird. Dieses Mal ist es einfacher für mich. Ich weiß das viele Frauen einen ähnlichen Weg gegangen sind … ein Weg, der sich mit den Jahren verändert. Gedanken über „böse“ und „nett“.

Ich habe in meinem Leben immer versucht, Menschen zu verstehen. Warum sie so sind wie sie sind. Und die meisten Gedanken habe ich mir darüber gemacht, wie ich mit ihnen umgehen muss, wenn ich mit ihren Umgangsformen nicht klar komme! Schließlich wollte ich das jeder mich nett fand. So sein wie andere Menschen mich am meisten mögen würden … das war meine Passion. Ich glaube von mir sagen zu können, dass ich ein Mensch war (bin), der an sich nett ist. Ich wollte niemals jemandem schaden. Ich war loyal und fürsorglich. Diese Optionen gefielen mir einfach immer besser als alles andere. :-)

Dabei rutschte ich immer tiefer in die Bedürfnisse der anderen Menschen in meinem Umfeld, ich war beschäftigt anderen zu geben was sie von mir erwarteten. Am Ende hatte ich große Mühe, ihre Erwartungen von meinen zu trennen. Ich merkte schließlich, dass das „nett und gut“ sich nicht mit meinem „gut sein“ deckte! Es verletzte mich sogar sehr oft.

Als ich dann vor einigen Jahren nur noch mit mir selbst beschäftigt sein konnte, um meine psychischen Herausforderungen zu bewältigen, wurde mir eines klar: Gemocht werden, nett sein um jeden Preis, gefallen und für alle Menschen den „kostenlosen Supermarkt“ zu spielen, ist nichts erstrebenswertes und macht krank! 

Mir wurde etwas Neues beigebracht

Mein Psychologe legte in den Therapien großen Wert darauf mir etwas Neues beizubringen … nämlich ein besonderes Augenmerk auf  MEINE! Erwartungen und Bedürfnisse zu legen, und die hatten null mit denen der anderen zu tun! Diese Lektion sitzt mir heute noch in den Gelenken. Mir wurde beigebracht, wie ich meine „bösen“ Anteile einsetzen konnte. Die waren nur leider nicht sehr sonderlich ver – und erträglich mit meinem Ziel: Gemocht zu werden! 

Es ist so einfach und auch schön, wenn man gemocht wird. Es schenkt eine gewisse Sicherheit (was natürlich völliger Blödsinn ist), ich fühlte mich in dieser „so lieb bin Rolle“ einfach kuschelig gut. Nur … ich musste mich von diesem SEIN wollen losreißen um wieder gesund zu werden. Gut ging es mir anfangs damit nicht! Meine Angstzustände wurden mehr und ich hatte Panik, dass mich meine Durchsetzungsmanöver unbeliebt machen würden.

Diese Seite mochte ich nicht an mir. Ich bemerkte das sie mich fordernder machte, egoistischer, unsensibler und meine Ablehnung anderen Menschen gegenüber wurde richtig gr0ß! Aber nicht nur das: ich wusste wie verletzend diese Eigenschaften sein konnten, schließlich hatte ich sie reichlich abbekommen. „Jeder Mensch mag gute Mädchen …“, so   in etwa habe ich es als Kind gelernt und sehr lange habe ich danach gelebt.

Ich war ein Mensch, der da war, wenn ein anderer Unterhaltung brauchte, ich war da um Tränen wegzuwischen, wenn jemand Aufmerksamkeit brauchte, war ich da um seine Eitelkeit zu streicheln. Von einigen erntete ich wertvolle Liebe in Form von Dank retour. Von vielen bekam ich nichts … besonders, wenn ich dieses Verhalten nicht nach ihrer Laune aufrecht erhielt … dafür bekam ich Ausgrenzung und böse Meldungen.

Und irgendwann war es mir klar: ich bin ganz anders und es ist an der Zeit, dass andere das merken!

Seelenruhe bedeutet mir sehr viel!

Ich habe Harmonie schon immer geschätzt, vielleicht gerade deshalb weil ich nicht wirklich in Harmonie aufgewachsen bin. Ständige Auseinandersetzungen und „Kämpfe“ tun mir weh … immer noch. Sie verbrauchen mir zu viel Energie. Allerdings bin ich heute froh darüber, zu wissen wie es geht, sich zu verteidigen. Heute nutze ich meine „böse“ Seite für die Menschen, die meinen mir vor die Füße kotzen zu müssen und mir ihr Messer in die Seite rammen zu können. Es hat lange gedauert bis ich begriffen und gelernt habe, auch fordern und wollen zu dürfen! Mir meine Wünsche erfüllen darf, ganz gleich was andere dazu für eine Meinung haben.

Ja und noch etwas: Auch ich darf mich mal mit ruhigem Gewissen mal so richtig (?) daneben benehmen, Fehler machen und total unvernünftig sein. Ich bin keine wandelnde „Anpassungsfrau“ mehr, keine „Leistungstochter“ mehr. Ich erfülle nicht mehr alle Bedingungen, die mein Partner, an eine Beziehung stellt. Ich bin kein Selbstbedienungsladen mehr wo alles zur „freien Entnahme“ in den Regalen liegt.

Veränderung bringen nun mal Veränderungen

Ich habe in meiner Lern und Umwandlungsphase wertvolle Lektionen für mein Leben gelernt. Es hat mir viele wertvolle Personen näher gebracht, von denen ich richtig profitieren durfte. Ich durfte in großen Unternehmen wachsen und viele interessante Bereiche erkunden … ABER … ICH so wie ich wirklich BIN, passte nicht mehr dorthin. Ich war nie genug, auch mir selbst nicht. Ich verabschiedete mich von meinem kleinen Mädchen Namens „ich muss.“ 

Auch die Freundschaften veränderten sich dadurch, da ich aufhörte so manche Lücke zu füllen. Anpassung war gestern … heute zählen andere Dinge. Und über diese Erfahrungen bin ich heute sehr dankbar. Ich habe niemals um Feedback meiner selbst gebeten, davor hatte ich auch viel zu viel Angst! Aber ich lernte und erfuhr in dieser Zeit, dass mich viele Menschen „gut“, ja sogar besser fanden als in den – JA, ich bin für euch alle da Zeiten :-). Eine in die Jahre gekommene  kleine Teufelin, die sich zur Wehr setzte und ihrer Wut Ausdruck verleihen konnte … 

Alles hat seinen Preis

Das kleine Problem am immer nur „lieb und nett sein“ ist, Du kämpft um etwas, was Du  nur bekommt wenn Du etwas bist oder eben nicht bist. Ein Zettel, vollgeschrieben mit Bedingungen die einem in die Hand gedrückt werden. Wie ein Einkaufszettel voller Zutaten aus dem Leben. Bringst Du diese Zutaten nicht mit, kann die Lieblingsspeise der Anderen nicht gekocht werden. Es schmeckt ihnen nicht wenn einige Zutaten fehlen. Ich hoffe Du verstehst mich was ich damit sagen will!?

Verstößt man gegen diese Bedingungen … wird der Einkaufszettel nicht 1:1 mitgebracht, werden Verträge, Freundschaften, Beziehungen usw. aufgelöst oder sie schleichen sich langsam aus Deinem Leben. Für mich gab es nur zwei Möglichkeiten. Entweder ne liebe die alles tut was verlangt wird und automatisch wieder in eine Abhängigkeit zurückfällt … oder mich daran erinnern, dass Bedingungen sich verändern, erweitern und auch verringern können!

Es gibt kein Versprechen das nicht heute noch geändert werden oder gelöst werden kann. Ich darf auch meine Bedingungen vorlegen ohne das jemand unterschreiben muss. Der der bleiben will, wird bleiben .Heute erlaube ich es mir, vieles auszusprechen und hinauszutragen, wenn ich es für angemessen und wichtig finde, und das auf einfachsten und kürzesten Weg … nicht immer „lieb und nett“, dafür immer ehrlich. 

#Schlussgedanke

Authentisch zu sein und zu leben ist nicht immer einfach. Das Leben verlangt sehr viel von Dir, mir uns allen. Wir alle brauchen eine Vielfalt in unserem SEIN. ICH auf jeden Fall :-). Und niemand kann es jedem recht machen . Was allerdings nicht schön ist, ist es sich selbst zu verlieren und das nur, weil Du immer korrekt, lieb und nett bist. Es wird immer Verluste auf beiden Seiten geben wie Du siehst, aber ich wünsche mir auch für Dich, dass Du Dich FÜR DICH und gegen andere Menschen entscheiden wirst, die Dir eine Liste mit Bedingungen in die Hand drücken!

Diesmal sehr lange #Gedankengänge von mir, aber mich kürzer zu fassen, fällt mir zwangsläufig immer schwerer :D! Schön das Du bei mir warst und wenn Du der Meinung bist – der Beitrag ist „teilenswert“ … dann nur zu, ich freue mich darüber :-).

Bis bald in meinen nächsten #Gedanken XO Sandra

 

Wir tragen alle, und ich meine wirklich alle, etwas Besonderes in uns. Nur sind wir uns dessen nicht immer bewusst. Das Schöne, Besondere und Gute schlummert in uns so vor sich hin. Wir sollten diese Besonderheiten an die Oberfläche bringen! Wie ich ja schon letzte Woche der Meinung war: „Möglicherweise, ist es unsere Aufgabe in unserem Leben, die beste Ausgabe von uns selbst zu werden.“ Eine sehr schöne Aufgabe wie ich finde. Denn diese Aufgabe macht uns glücklich und zufrieden.

Ich hatte ja letzte Woche schon mal ein paar kurze Gedanken über dieses Thema zusammengefasst. Und dabei habe ich bemerkt, dass dieses Thema mehr, als nur ein paar Zeilen verdient! Es geht nicht darum optische „Verbesserungen“ vorzunehmen … Stilberatung zu machen und sich das Geld aus der Tasche ziehen zu lassen … no … es geht um unser aller „Innenleben“! Es geht in die Tiefe, so richtig und ganz. Schließlich müssen wir ja erst mal wissen, wer wir sind! Wir müssen unser ICH kennenlernen …

Wir müssen herausfinden was uns ausmacht

Wir müssen Antworten auf einige Fragen finden. Das ist das erste um die beste Ausgabe von uns selbst werden zu können. Es geht also darum wirklich herauszufinden

  • welche Dinge uns überhaupt nicht liegen,
  • was uns wichtig ist im Leben,
  • die wahren Werte des Lebens zu erkennen,
  • was wir mit Leidenschaft und Hingabe erledigen,
  • was uns immer wieder antreibt,
  • aber auch, was uns zum Stehenbleiben veranlasst.

Das sind meines Erachtens die wichtigsten Fragen, die wir uns beantworten sollten. Je mehr wir über uns selbst wissen und diese Punkte klar definieren können, umso verständnisvoller und liebevoller werden wir mit uns selbst umgehen! Je mehr wir über uns wissen, und auch wissen wer wir sind, umso bessere Entscheidungen werden wir auch treffen.

Das Leben bietet oft viele schöne und neue Möglichkeiten, die wir zu wenig oft, annehmen. Weil wir uns nicht sicher sind, was wir eigentlich wollen … nicht wissen, ob wir eine gewisse Leidenschaft dazu aufbringen können oder ganz banal gesagt: Wir wissen gar nichts.

Je genauer wir aber wissen wer wir sind und dadurch ein gesundes klares „ICH BIN“ Gefühl entwickelt haben, umso besser können wir prüfen, was und was nicht zu uns passt. Bevor wir uns für etwas oder für jemanden entscheiden. Ein besonders schöner Nebeneffekt ist auch ein klares NEIN zu den Dingen zu sagen, die uns in die Richtung von uns selbst führen würden. Einfach weil wir wissen wer wir sind … oder eben nicht sind. <3

Finde heraus wer DU NICHT bist

Eines der schönsten und auch gleichzeitig wichtigsten Dinge ist, zu wissen wer wir NICHT sind. Diese Erkenntnis gelingt am besten und eigentlich ganz von selbst, wenn wir in uns hineinschauen … in die Tiefe gehen, in uns hinein hören und uns richtig kennenlernen! So erfahren wir, welche „Träume“ in Wahrheit gar nicht zu uns passen und somit viele Dinge einfach nur Illusionen sind.

Vielleicht wirst Du herausfinden, dass Du keine Person bist, die sich in einen Raum voller Menschen stellt und Massen begeistern kann, dafür aber ein Mensch, der durch seinen Stift und Papier mit passenden Worten, Menschen inspiriert und auch helfen kann!

Gut möglich das Dir klar wird, dass die künstlerische Ader nicht die Deine ist, Du jedoch handwerklich ein Genie bist?! Beispiele dazu würde es unendlich viele geben. Aber ich glaube Du weißt was ich damit sagen möchte. Zu wissen, wer wir im Augenblick sind und wer wir nicht sind, macht unser Leben um so vieles einfacher. :-) Warum? Weil Du bei x Möglichkeiten ein klares und deutliches NEIN aussprechen kannst, aber bei der richtigen Sache ein lautes überzeugtes JA von Dir geben wirst!

Leider wünschen wir uns sehr oft, jemand zu sein, der wir nun mal nicht sind. Eine erfolgreiche Unternehmerin, eine Frau die jeder Mann haben möchte, eine Künstlerin deren Name jeder kennt, eine reiche Ehefrau, die kalten Martini serviert bekommt, oder eine Turnerin die Hallen füllt … ich hab keine Ahnung ehrlich.

Aber jeder von uns hat ab und dann so seine Traumvorstellungen im Kopf. Leider sehen wir gar nicht, dass wir die Vorraussetzungen die wir dazu bräuchten, gar nicht in uns tragen um auch so leben zu können! Deshalb müssen wir wissen wer wir NICHT sind!

Unser Leben besteht aus Phasen

Viele suchen nach ihrem wahren ich. Nach einer Berufung um danach endlich für den Rerst des Lebens zu wissen, wo sie hingehören. Ich gebe zu, ich habe so einen kleinen Teil auch in mir. Ich weiß aber auch, dass das Leben aus Entwicklungsebenen und Phasen besteht. Meine Aufgabe im Leben war mit 28 eine ganz andere als mein Lebenszweck mit 40 oder jetzt mit 45. Und wer weiß … wahrscheinlich auch mit 70 oder 80, sofern ich so lange bleiben darf?!

Ein reiferes Alter bringt Veränderungen mit sich. Sie sollten in unseren Ansprüchen berücksichtigt werden. Unterschiedliche Abschnitte bringen unterschiedliche Dinge mit sich. Das ist wichtig zu akzeptieren und ein wichtiger Teil unserer Reise. Wenn wir nämlich auf der ewigen Suche nach der einer endgültigen Antwort sind, werden wir uns nur selbst im Wege stehen.

Ich bin der Meinung es ist ausreichend die nächsten paar Jahre klar vor uns zu sehen. Zu wissen, was unsere augenblickliche Aufgabe ist. Zu wissen wer wir JETZT gerade sind.

Das bedeutet wir dürfen uns auch in 5 oder 10 Jahren noch nach einer verbesserten Ausgabe von uns selbst umsehen.

Das Wichtigste ist nicht stehen zu bleiben

Es ist so wichtig alle Möglichkeiten auszuschöpfen und nicht still zu stehen! Tun was wir lieben und die Zeit die, wie ich finde, ohnehin zu kurz ist, nicht verschwenden. Das Beste aus uns herauszuholen setzt Reflexion und Entwicklung voraus. Für viele klingt das vielleicht anstrengend. Doch ich sage Dir, wenn Du die ersten positiven Erlebnisse gemacht hast, wirst Du merken, dass es gar nicht so wild ist. Es gibt nichts besseres im Leben als stärker, reflektierter durchs dieses zu gehen. Zu wissen weshalb wir WAS tun!

Zu wissen wer wir sind, uns selbst genau so mögen wie wir sind, zu wissen wo wir noch größer werden können … sind Tatsachen, die uns auf diesen Weg bleiben lassen. Aber bitte ohne Verbissenheit sondern mit einem Lächeln im Gesicht! Alle anderen Wege würden uns langweilen. Sie wären uns zu oberflächlich!

Du willst also die beste Ausgabe Deiner selbst sein?

DAS will ich auch. Immer mehr und immer wieder neu. Wenn Du in den vorherigen Punkten weitergekommen bist, die Fragen beantworten konntest, darfst Du beginnen an Deinen „Schwächen“ zu feilen. Also eine Deiner Schwächen abzubauen, darin besser zu werden. Aber auch nur dann, wenn Dich diese „Schwäche“ in irgendeiner Form massiv einschränkt! Damit meine ich, wenn Du Dir damit selber schadest oder wenn Du mit Deinen Schwächen andere Menschen die Dir etwas bedeuten, verletzt. Wenn Dein Seelenfriede dadurch gestört wird.

Es ist erlaubt viele Schwächen einfach zu ignorieren. Wir müssen nicht in allem gut sein. Wir dürfen viele Dinge nicht besonders gut können … das ist alles erlaubt. Ich bin drauf gekommen, dass es wirklich besser ist, kleine Schwächen einfach in Ruhe zu lassen und sie im Leben mit ein zu bauen. In finde ich es wesentlich nützlicher sich auf die Dinge zu konzentrieren, in denen wir gut sind um noch besser zu werden! Es besteht dann die Möglichkeit wirklich außergewöhnlich gut zu werden! :-) 

Man sagt ja nicht umsonst: Das was man gerne macht, macht man gut. Deshalb finde heraus was Dir leicht fällt … was Dir „zufällt“, was Du magst und kannst. Mache das zu einer kraftvollen unschlagbaren Stärke. <3

Unterschätze nie den passenden Ort dafür!

Der zweit wichtigste Punkt für mich persönlich. Wenn wir zu unserer besten Ausgabe werden wollen, ist es auch sehr wichtig, einen Platz zu finden, der uns nährt. An dem wir nicht kämpfen müssen sondern so sein dürfen wie wir sind. Ein Ort der eine gute Werkstatt für unsere Entwicklung ist, ein Ort der mit Menschen gefüllt ist, die uns und die auch wir unterstützen können!

Das kann eine Gemeinschaft sein … ein Unternehmen oder Deine Familie, aber auch eine Stadt die auf Deiner Wellenlänge schwingt. Ich kann heute mit voller Bestimmtheit behaupten: Es gibt Orte die arbeiten für mich … und es gibt Orte die arbeiten gegen mich! Mein Heimatort ist definitiv der falsche Platz für mich um das Beste von mir zu zeigen. Wahrscheinlich ist das eher eine Ausnahme. :-)

Es ist wichtig ein Zuhause, eine Umgebung, zu haben die Dich trägt und nährt. Sonst bist Du immer nur am kämpfen. Der richtige „Platz“ erleichtert Dir die Reise zu Dir selbst zu machen. Neue Wahrheiten zu entdecken, alten Ballast zu entsorgen, Deinen Geist zu öffnen für Neues und Klarheit gewinnen. Trage Deine Dinge in die Welt, die ein Ausdruck Deines besten Selbst sind!

Es kann ein toller Rahmen für Dein Leben sein. Ein Handlauf, der Dich immer wieder in die richtige Richtung führen wird und der Dich immer mehr zu Dir selbst führen wird. :-)

Gleich zu Beginn sagte ich, dass wir alle etwas Besonderes in uns tragen … mache es zu Deiner Aufgabe, genau diese „Besonderheit“ sichtbar zu machen. Du und andere Menschen werden davon profitieren. >zwinker<

DU suchst nichts Bestimmtes nur etwas Besonderes? Dann blicke in den Spiegel. <3

Ich wünsche Dir eine gute Reise in Dein Inneres und ebenso viel Spaß und Erfolg bei Deiner Veränderung.

Ein Leben in Zufriedenheit bedeutet auch ein Leben im Rhythmus. Diesen Satz lehrte mir meine „Soul-Sister“. So nannte ich sie liebevoll, weil sie Amerikanerin ist und eben so aussah. Die Natur macht es uns vor. Es gibt Regen und Schnee, Zeit für Trockenheit und Hitze, Zeit für Kommen und für Vergehen. Die Jahreszeiten haben ihren Rhythmus den wir in unseren Breitengraden immer wieder erleben werden (dürfen). Auch unser Leben läßt sich in Rhythmen einteilen.

Im Moment begeistert mich das Thema Rhythmus oder Phasen wieder total. Deshalb sind mir auch die Arbeitsunterlagen wieder in die Hände gefallen, die mir unsere „Soul-Sister“ gegeben hatte. Ich muss ja zugeben, dass ich schon immer eine Suchende war. Gut möglich das ich sogar eine ewig Suchende bleibe? Das ist manchmal ganz schön, aber auch sehr oft anstrengend. Aber ICH will das so :D und beklage mich deswegen auch nicht. In den letzten fünf Jahren bin ich ganz fokussiert auf Dinge, die wirklich einen Unterschied im Leben machen.

Den Unterschied zwischen  glücklich und unglücklich … zwischen erfolgreich und erfolglos … und den Unterschied zwischen einem mittelmäßigen und einem richtig schönen, gut gelebten Leben! Es gibt sie diese Dinge. Eine dieser fantastischen Qualitäten heißt Rhythmus !

In jedem Leben gibt es Rhythmen

Es klingt jetzt vielleicht etwas verwirrend, aber lass es mich erklären: Nun … Rhythmen sind all die Dinge, die immer wieder gleich ablaufen, wiederkehren. Wie zum Beispiel die oben schon erwähnten Jahreszeiten, unser Pulsschlag, unser Schlaf – wach Zyklus oder unsere Atmung. Es geht auch noch einfacher. Das wir jeden Morgen die Zähne putzen, Kaffee oder Tee trinken, oder unsere Steuererklärung abgeben. All diese, für uns ganz normalen, Dinge haben ihren Rhythmus, weil sie sich immer und immer wiederholen! Mal täglich … mal monatlich oder jährlich.

Dann gibt es die selbstgewählten Rhythmen, wie vor dem Frühstück laufen zu gehen, regelmäßig zum Mädelsabend zu gehen, oder sich ein mal im Monat ein Wellness-Wochenende zu gönnen. Was auch immer Dir dazu noch einfällt. Alles was Du immer und immer wieder tust, bestimmt auch Dein Leben. Und zwar mehr als nur einmalige Erlebnisse und Aktionen. Deswegen ist es ganz wichtig:

Je besser und lebenserfreulicher Deine selbstgewählten Lebensrhythmen sind, umso erfüllter, lebendiger und spannender wird sich Dein Leben gestalten!

Das Leben nicht „absitzen“ sondern leben

Ein Beispiel: Wenn ich mich zu Beginn des neuen Jahres hinsetze und mir Gedanken darüber mache was ich in den nächsten Monaten alles tun, erleben oder erreichen möchte, dann ist DAS ein guter lebensdienlicher Rhythmus. Einfach weil ich dadurch mein Leben gestalte anstatt es „nur“ laufen zu lassen. Wie gesagt, das ist nur ein Beispiel von vielen.

Es sind also unsere eigenen Rhythmen, die über unsere Zufriedenheit und Erfüllung oder Leere und Unzufriedenheit entscheiden. „Man kann das Leben auch einfach nur bewältigen … so hinnehmen wie es kommt … vor sich her leben, oder wir können es aktiv mit gestalten, selbst wählen und etwas tun was uns glücklich macht“. Das hat „Soul-Sister“ mit lauter Stimme, hochgezogenen Augenbrauen und offenen Armen vorgetragen.

Du wirst Dir jetzt sagen: „Das ist nichts Neues, weiß jeder …“ Stimmt, doch die meisten von uns vergessen es. Sind zu bequem, oder vielleicht sind sie wirklich zufrieden so wie sie leben. Die Antwort hängt natürlich davon ab, was jeder für sich braucht, damit es ihm gut geht? Wie könnte so ein lebensdienlicher Rhythmus aussehen der Dir gefällt und gut tut?

Ich habe Dir einige Fragen, die auch ich für mich beantwortet habe, zusammen geschrieben. Sie werden Dir beim Nachdenken über deine Rhythmen behilflich sein.

  • Welche Rhythmen sind in meinem Leben schon vertreten? Was wiederholt sich täglich, wöchentlich, monatlich oder jährlich? Mag ich es und tut es mir gut? Was davon würde mir nicht fehlen? Was wäre eventuell auch gesünder es nicht mehr zu tun?
  • Welchen Wert in meinem Leben sollte stärker vertreten sein? Beispiel: Ruhe, Klarheit, Gelassenheit, Ausgeglichenheit, Motivation
  • Die wichtigste Frage: Was will ich immer wieder tun, weil es mich glücklich macht und mir gut tut? Was genau? Mit wem? Wann und wo? Für wie lange und wie soll das aussehen? (beantworte es wirklich ganz detailliert)

Ich will ja ganz ehrlich sein zu euch. Diese Fragen habe ich mehrmals zur Seite gelegt. Es kam mir albern vor aber vor allem war es mir zu mühsam! Es ist nämlich nicht ganz easy sich darüber Gedanken zu machen weil man meint, es würde nichts verändern! Falsches Denken. Leben ist Rhythmus … Rhythmus bedeutet Bewegung und Abwechslung … nicht vergleichbar mit Struktur! Ich hatte Struktur und einen gewissen Rhythmus, doch dieser war sehr langweilig und forderte mich kaum auf die Tanzschuhe anzuziehen! :-) Verstehst Du was ich damit sagen möchte?

Ein Leben mit den Rhythmen ist ein Leben im Fluss

Nimm die Rhythmen an, die Du um Dich und in Dir wahrnimmst! Akzeptiere und nutze sie! Nutze die Phasen mit mehr Energie für Deine anstrengenden Projekte und Vorhaben. Und die mit weniger Energie um in Dich zu gehen … Dich zu spüren ob Du auf dem richtigen Weg bist! Dieses „in sich gehen“ fühlt sich an  als sei alles im Fluss. Du bist im Klaren mit Dir selbst. Du spürst die Leidenschaft für Dein Leben! Ich finde für dieses wundervolle Gefühl lohnt es sich wirklich, mit den Rhythmen zu leben anstatt gegen sie zu arbeiten.

Also mit ein wenig Entschlossenheit und gesundem Durchhaltevermögen bekommt man es gut hin, diese Fragen durchzuarbeiten. Unser Leben wird von unseren Rhythmen gesteuert. Von Dingen die immer wieder passieren, die wir immer und immer wieder tun. Rhythmen zu finden, die Du brauchst, die Du gerne tust und die Dir gut tun sind wichtig. Sie in Dein Leben zu etablieren ist ein fantastischer Weg, dich langfristig wohler zu fühlen. Ein Leben voller Rhythmen!

Ich will mit den Wellen tanzen bis de Rhythmus des Meeres meine Seele befreit.

Ich wünsche Dir sehr viel Spaß dabei Deinen ganz eigenen Rhythmus kennen zu lernen, ihn zu finden und danach zu leben! Wie gehst Du mit den Rhythmen in Deinem Leben um? Gelingt es Dir ihn zu spüren oder suchst Du noch?

Nimm deine Verletzlichkeit in den Arm!

Vor ein paar Tagen hat er mich wieder gestreift … der Blitz der Verletzlichkeit. Nur hat er nicht mehr die selbe Macht über mich, wie noch vor ein paar Jahren! Und dabei habe ich mich erinnert … erinnert wie es war … was sich daraus entwickelt hat und dass es noch immer Luft nach oben gibt, wenn es um Verletzlichkeit geht. 

Heute hole ich Dich wieder mal ab … eine kleiner Abstecher in meine Gedanken. :D

Manchmal geschehen Dinge, man spricht über Sachen und wir denken darüber nach. Oder man stolpert „zufällig“ über ein passendes Zitat, Video, Buch etc. Brene Brown war es bei mir, von ihr hatte ich etwas gefunden. Für diejenigen die sie nicht kennen, sie forscht zu Themen des menschlichen Verhaltens wie Empathie und Scham. Von ihr gibt es einige Videos und Bücher und sie kann wirklich witzig sein! :-) Sie schreibt wieder mal über Verletzlichkeit und damit hat sie meinen Nerv noch „freier“ gelegt. Viele Jahre habe ich immer wieder versucht, mich mit Mauern und Masken vor Verletzungen zu schützen!

Ich torkelte wie ein Michelin-Männchen durch die Welt. Ganzkörper gepolstert und komplett betäubt. Eine, auch für andere Frauen, beliebte Strategie ... Hauptsache taub, Hauptsache nichts fühlen … Hauptsache nicht verletzt werden! So maschierte ich durchs Leben.

Und dann, kam ein neuer Mann. Dann die Klinik und viele Therapien. Dann kamen unsere Hunde und dazwischen entstand mein – dieser – Blog. Allerdings dauerte es seine Zeit bis ich meine Richtung gefunden hatte, worüber ich auch wirklich schreiben wollte (will) … Und während ich kleine Schritte machte, bemerkte ich, wie ich Stück für Stück meine harte Schale loswurde, die ich so mühselig um mich herum aufgebaut hatte.

Ich warf endlich meinen „Kokon“ ab und traute mich, meine neuen Flügel auszuprobieren. :D

WOW … Unsicherheit trifft Mut

Vielleicht kennst Du das ja. Wenn sich zwei Gewässer treffen – still und ruhig auf reißend schnell. So in etwa fühlte es sich für mich an, als meine Unsicherheit mit der Angst verletzt zu werden mit dem noch neuen Ozean namens MUT aufeinander traf! Gerade befindet man sich noch in einem Gewässer in dem es sicher ist und man sich zu Hause fühlt (Unsicherheit). Und nach einer Phase des Übergangs, geht es auf zu neuen Ufern … (Mut).

Dieses tiefe blaue Wasser macht Angst und fühlt sich ungewohnt an. Man wünscht sich den vertrauten Grund unter den Füssen zu spüren. Und man vermisst die Mauer … sein „zu Hause“ … und ich sage Dir heute – vergiss die Betäubung, den Airbag!

Lass Deinen Panzer fallen. Schlucke Deine Gefühle nicht mit Essen hinunter. Ertränke sie nicht mit Alkohol. Trage sie nicht in Frust-Angst-Hilferuf Käufen nach Hause. Und bekämpfe sie nicht mit Medikamenten … dadurch verlierst Du Dich noch viel mehr, ich hab`es ausprobiert. Hör auf mit Schwarz-Weiß Denken. Es ist im Leben nie alles richtig oder falsch. Alles ist das, was DU möchtest … was es für Dich sein soll. Spar Dir Deine Garantie-Gedanken. Rein gar nichts ist heute schon sicher.

Besser ist es in Dich zu investieren. In neue Beziehungen … ohne Verpflichtungen! Löse diese dämlichen Handschellen, die wir an alles und jedem festmachen! Genieße einfach das Gefühl etwas für jemand anderen getan haben zu können, weil DU das wolltest, nicht weil Du Dir etwas davon erhofft hast …

Lauf nicht weiter vor Deiner Verletzlichkeit davon. Geh`auf die anderen zu und liebe aus vollstem Herzen und vergiß dabei nicht auf Dich selbst! <3
Aber das allerwichtigste: Erkenne, dass DU genug und richtig bist. Genau so wie Du bist. Sei mutig und traue Dich … nimm Deine Verletzlichkeit in Deine Arme. Tausche Deine „Schutzklamotten“ um auf luftige legere Kleidung. Es wird sich so wahnsinnig viel dadurch verändern. :-)

WIR SIND WUNDERBAR. WIR SIND GENUG.

Danke dass ich Dich mitnehmen durfte auf diesen kleinen Gedankenausflug. Wenn Du magst, sehen wir uns ganz bald wieder, ich freue mich auf Dich.

Man ist Feuer und Granate für den einen Menschen, den man gerade erst kennengelernt hat. Gleich in die lockere Beziehung hineinhülpen und die magischen, überwältigenden Gefühle der anfänglichen Magie in vollen Zügen genießen wollen. Ständiger Kontakt auf allen Ebenen, am besten rund um die Uhr. Die angenehme Nähe des anderen spüren, der tolle Sex, das Gefühl einer ganz besonderen Verbindung und die tiefgründigen Gespräche die man gemeinsam erlebt … bis der Alltag kommt und Du feststellst, Verbindung und Verbundenheit beinhaltet das Wort BUND und erinnerst Dich an Gefangenensein und Pflicht statt an Geborgenheit, Vertrauen, Freude und Miteinander. Und das macht Dir Angst. Ein Beitrag der mir wichtig scheint … über die Liebe, das schönste und gleichzeitig „schlimmste“ Gefühl aller Zeiten.

Angst vor Gefühlen kann eine Beziehung verhindern

Heute haben mehr Menschen denn je Probleme ihre wahren Gefühle zuzulassen. Es sind sowohl Männer als auch Frauen, die sich dann gerne als beziehungsunfähig bezeichnen. Sie leiden an Bindungsangst. Ich darf mich in diesem Beitrag „ausleben“, weil ich selbst eine von ihnen war. Ich war vorerst passiv ängstlich, akzeptierte meine Ängste danach und heilte sie therapeutisch und mit jeder Menge Selbsthilfe über mehrere jähre hinweg. Da ich genauso gut die passive Seite kenne, sind mir die Schmerzen, die passiv-ängstliche Frauen und auch Männer, erleiden durchaus bekannt. Mit passiv-ängstlich meine ich, sich dieser „Angst“ nicht bewusst zu sein.

Sehr oft kam mir der Satz über meine Lippen: „Ich hab´ Panik … vor Dir (Mann), vor der Liebe (zu dem Zeitpunkt hatte ich den Glauben an die Liebe verloren) und ich habe Angst vor Beziehungen. Und so war es, dass ich genauso schnell wieder weg war, als ich gekommen bin. Ich machte mich einfach aus dem Staub. Ich war nicht mehr verfügbar. Ich erschien zu keiner Verabredung, und ich antwortete auf keine Nachrichten … aus Angst und aus Schutz, wie ein Geist. Für die „Verlassenen“ blieb jedes mal das Gefühl, sich falsch verhalten zu haben, nicht gut oder zu viel gewesen zu sein. Zu wenig liebenswürdig oder attraktiv genug. Dabei traf sie keine Schuld. Ich war einfach emotional nicht verfügbar und hatte Riesenangst.

Gebundenheit statt Freude …

Dieses plötzliche „Miteinander“ macht vielen Frauen/Männer Angst. Alte Ängste, aus alten Beziehungen, werden plötzlich wieder wach gerüttelt. Frühere negative Erfahrungen und Verletzungen kommen wieder hoch und es fühlt sich an, als wäre es gestern gewesen. Aus dem Miteinander wird die ewig alte Wunde, die daran erinnert, dass sie noch nicht heil ist oder verarbeitet wurde, noch immer weh tut! Um diesen Schmerz, oder der daraus entstehen könnte, zu vermeiden, unterbrechen solche Menschen dieses Miteinander schnell wieder und vergessen die Möglichkeit dass es auch besser, positiv, laufen könnte als in der Vergangenheit.

So wird aus der Nähe und den anfänglichen innigen und schönen Momenten plötzlich eine Distanz. Sogar Panik. Wie ein Orkan der sich plötzlich in Luft auflöst. So geht es einem Menschen, dem Beziehung und zu viel Gefühl und Liebe Angst machen. 

Die Bereitschaft daran zu arbeiten muss da sein

Definitiv kontraproduktiv ist dem beziehungsängstlichen Menschen zu drängen, zu zwingen oder zu überrennen … Auflagen zu erstellen in Form von „Liebe mich so, wie ich es brauche“. Diese Manipulationen sind eine Garantie für Unfrieden und baldigste Trennung! Zeit ist das Zauberwort hierfür. Zeit und Geduld und die Bereitschaft, daran zu arbeiten um eine Besserung zu erzielen. Eine ehrliche willige Absicht an sich und seiner Angst zu arbeiten, vor allem gemeinsam, muss dahinter stehen!

Wenn es dennoch zu einer Trennung aus Angst vor Beziehung und Liebe kommt, ist Rückzug das einzig Richtige das der verlassene Partner machen kann. Aufdringliches Hinterherlaufen, und das hoffen auf „alles wird gut“, trifft den Beziehungskranken direkt in die Magengegend wie ein harter Schlag in die offene alte Wunde. Es gibt leider keine einfache Art, eine beziehungsängstliche Frau/Mann dazu zu bekommen, einen zu lieben und sich auf eine bereitwillige und vertrauensvolle Liebesbeziehung einzulassen. DAS ist die alleinige Aufgabe der betroffenen Person.

Ist jedoch diese Bereitschaft gegeben, stehen alle Türen auf grün.

Erfahrungswert und Beobachtung

Da auch ich einer dieser Menschen war, weiß ich auch, dass gefühlsängstliche Menschen Schwierigkeiten mit dem „Normalen“, dem Alltag, dem Langweiligen und dem Monotonen haben. Ebenso mit Fehlern an sich selbst und am Partner. Sie ertragen das dazwischen nur schwer. Sie haben Angst sich selbst zu verlieren oder aber auch aus Angst den anderen zu verabschieden. Das Erkennen, dass niemand perfekt ist und jeder Mensch Fehler machen darf, ist ein schweres, teilweise inakzeptables Unterfangen.

Unsicherheit ist allgegenwärtig. Es ist Last und Qual zugleich. Ich litt zum Beispiel sehr darunter, weniger gesehen zu werden als mein Partner. Ich litt wenn ich geben musste ohne nehmen zu dürfen. Den Grund meinte ich in meinen Unzulänglichkeiten zu erkennen. Alles Gefühle die mich überforderten und die ich ohne Partner nie verspürte.

Aber es zahlt sich aus, wenn man die Bereitschaft und den Mut mitbringt, an seinen eigenen Schrauben zu drehen und sich selbst damit wieder repariert! Ich kenne sehr viele die es genauso erlebt haben – es ist machbar.

Wie verhalten sich Menschen, die Angst vor Bindung und Gefühlen haben?

  • Sie versuchen viel, um die auserwählte Person für sich zu gewinnen, auch wenn das Interesse zu Beginn sehr spärlich scheint. Wenn sie erfolgreich waren, die Spannung nachlässt, lassen sie los. Wie ein Nebel der sich in Luft auflöst.
  • Es werden sehr gerne On-Off-Beziehungen geführt. Sie beenden, stoßen weg um danach wieder anzukommen um den Moment des Anfangs zu genießen … ein Spiel das nur Erwachsene spielen.
  • Sie verlangen meistens mehr, als sie selbst geben. Sicherheitsdenken.
  • Sie bestimmen gerne den „Rahmen“ oder die Art und Dauer des Kontakts.
  • Sie haben Angst vor „echtem“ Kontakt, vor herzlicher, ehrlicher Auseinandersetzung auch auf seelischer Ebene. Die Angst vor Berührung ist ebenso keine Seltenheit.
  • Sie wirken kühl und verbieten sich selbst und dem anderen öffentlich Gefühle zu zeigen. Wenn doch, ziehen sie sich sehr schnell aus dieser Situation wieder heraus. Zu viel Nähe.
  • Sie geben einem Menschen aus der Vergangenheit die Schuld für ihr Verhaltens. Dadurch vermeiden sie, sich selbst anzusehen und an sich zu arbeiten, die Verantwortung für ihr eigenes Leben zu übernehmen und die negativen Erfahrungen zu verringern.
  • Sie bleiben gerne unnahbar. Aus einem Grund: um nicht wieder verletzt zu werden oder die Kontrolle zu verlieren. Sie vermeiden so ihre eigenen Schuld und Schamgefühle.
  • Sie fokussieren sich gern auf eine Sache. Sex, Geld, Beruf, etc. So kanalisieren sie ihre Gefühle und geben sich den inneren Halt den sie brauchen.
  • Sie nutzen den Partner um sich nicht mit sich selbst auseinandersetzen zu müssen. In Zeiten der Einsamkeit, die schwer auf ihr Gemüt drückt, sind Treffen willkommen.
  • Freiraum ist ihnen das Allerwichtigste. Jede ungewollte gemeinsame Zeit wird diskutiert. Umgekehrt fühlen sie sich nicht wichtig genug, wenn sie den Partner nicht erreichen können oder er mal keine Zeit hat.
  • Fehler einzugestehen fällt ihnen schwer. Entschuldigungen ebenso. Sie sagen von sich selbst schlechte Partner zu sein und bevor sie an der Beziehung arbeiten – gehen sie. Einfach … leise … unspektakulär. Der leichte Weg.
  • Sie vermitteln Innigkeit und tiefe Verbundenheit beim Sex. doch im normalen sozialen Kontakt sind sie introvertiert oder sogar abweisend.

Menschen, die mit Bindungsangst leben sind nicht „gestört“, auch wenn wir das immer wieder hören oder sogar selbst von sich behaupten. Dahinter steht die reine Angst. Sie sind (noch immer) verletzt und panisch. Wer aber bereit ist, sich diese Verletzungen aus alten Partnerschaften anzusehen und mit Überzeugung an seiner Angst zu arbeiten, der kann und wird in der Zukunft innige, liebevolle und angstfreie Beziehungen eingehen können! ICH bin eine lebendes Beispiel. <3

Stelle Dir also die Frage: Warum flüchte ich?

Der erste Schritt liegt wie immer bei Dir selbst. Beschäftige Dich damit weshalb Du immer wieder die selben Verhaltensmuster eingehst, wovor Du flüchtest und warum Du Angst hast! Ich konnte sehr viel darüber in einer jahrelangen Therapie lernen. Gefühle adäquat zu äußern, Grenzen zu setzen und mich selbst anzunehmen MIT meinen Fehlern und Schwächen!

Heute bin ich in der Lage zu lieben … zu geben ohne zu nehmen oder zu erwarten. Gefühle auszudrücken, positive wie auch negative. Ich halte Nähe aus und glaube wieder an die Liebe. :-) An sich zu arbeiten macht Spaß wenn man am Ende der Arbeit erkennen kann, dass man damit ein großes Stück Lebensqualität erworben hat.

Und genau DAS wünsche ich mir für Dich … falls Du Dich mit diesem Beitrag identifizieren kannst.
Falls Du Fragen hast, schreibe mir, ich freu mich immer über Nachrichten.