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Das wirkliche Glück finden wir nur in der Unabhängigkeit, denn sie ist unerschütterlich. Solange wir uns von Lebensumständen, Dingen oder Menschen abhängig machen, werden wir uns selbst nie kennenlernen. Selbstfindung ist die Grundvoraussetzung um überhaupt ein sinnerfülltes Leben führen zu können! Ich bin diesen Weg gegangen, besser gesagt bin ich immer noch dabei. Wie auch Du dabei vorgehen kannst, möchte ich Dir heute in meinem Beitrag erzählen.

Ich kann mich noch erinnern, wie wir als Frauengruppe zusammen saßen und über Selbstfindung redeten. Es war – wie auch sonst – wieder mal auf einer Reha geschehen. Der Kreis bestand aus acht Frauen mittleren Alters und es war keine einzige Person dabei, die sich mit dem Wort „Selbstfindung“ identifizieren konnte. Ich auch nicht, denn ich war zu dem damaligen Zeitpunkt eine „Dauersuchende“ und „Nichts findende“ gewesen.

Und so wie mir ging es allen anderen in der Runde auch. Ich bin mir sicher jeder Mensch, hat diese SEHNSUCHT, endlich bei sich selbst angekommen zu sein! Sich gefunden zu haben. Besonders schlimm empfand ich es, dass das bei mir, und scheinbar so vielen anderen Frauen, noch immer nicht der Fall war. Wir hatten alle Familie, Kinder, mehr oder weniger eine Beziehung, einen Beruf und trotzdem waren wir „Suchende“.

Der Weg zur Selbstfindung

Er kann NUR geschehen, wenn wir unsere ganze Aufmerksamkeit nach innen richten. Blicken wir tief in uns hinein, werden wir all unsere Antworten finden. Diesem Satz bin ich gefolgt. Ich begann den Ablenkungen im Außen standzuhalten, denn es war wie sie uns gesagt hatten: „Sie lenken nur von uns selbst ab.“

In meinem Fall war es ganz klar. Ich musste wieder selbständiger und unabhängiger werden. Mein Leben selbst in die Hand nehmen. Denn wie sollte ich mich selbst finden, wenn mein Fokus nur darauf beruhte, all die Dinge und Menschen im Außen zu brauchen? Meine Gedanken drehten sich immer um dasselbe: Ich darf meinen gut bezahlten Job nicht aufgeben oder um Himmelswillen gar verlieren, sonst fehlt mir die Kohle, um mir meinen überzogenen Lebensstil zu finanzieren. Ich darf und kann nicht alleine sein und leben, denn auch das gehörte zu meinen Vorstellungen von einem perfekten Leben dazu. Ob mich all das glücklich machte, war nebensächlich und verschob ich in die unterste Lade.

Also nach vielen Jahren, die ich mit diesem Thema verbracht habe, kann ich jedem Menschen versichern, dass die Suche nach dem Glück im Außen vergeblich war und ist! Egal was wir da draußen auch unternehmen, es wird immer wieder auf uns selbst zurückfallen. Ich glaubte tot ernst, dass ich mein Glück in den Händen halte, wenn ich den „richtigen“ Partner finden würde. Ich machte und dachte wie die meisten Menschen und viele meiner Bekannten.

Persönliches:

Ich fand diesen Menschen und mein Leben fühlte sich tatsächlich traumhaft und perfekt an. Es veränderte sich viel zum positiven. Mein Leben hatte einen „guten Lauf“ wie man so schön sagt. Doch eines Tages brach unerwartet alles auseinander. Er war von jetzt auf dann fort und war kein Teil mehr meines Lebens. Ich landete mega hart auf dem Boden der Realität. Ich fiel tief und landete in einem schwarzen Loch. Ich habe so gelitten, dass ich es mit Worten gar nicht beschreiben kann. Ich fühlte mich, als wäre ich nur noch ein halber Mensch. Ein elementares Standbein war weggebrochen …

Das wahre Glück finden wir nur in unserer Unabhängigkeit

Mein oben angeführtes „Tief“ konnte nur deshalb passieren, weil ich zu den damaligen Zeitpunkt noch immer nicht gelernt hatte, unabhängig zu sein und das mit Mitte 40. Ich machte mein Leben, mein Glück von dem „Da sein“ eines Menschen abhängig. Eine Illusion die viele haben.

Wir müssen zu uns selbst finden … zu unserer Kernmitte vordringen! Wenn wir uns damit verbinden, brauchen wir all die Dinge und Menschen im Außen nicht mehr, denn wir können mit uns selbst glücklich sein. Diese meine Geschichte von damals hat mich dazu gebracht umzudenken, zu lernen und begreifen. Erst dadurch war ich in der Lage, eine wirklich liebevolle Beziehung zu mir und danach automatisch zu anderen, aufzubauen.

Frage Dich: IST ES LIEBE, WENN DU MIT EINEM MENSCHEN ZUSAMMEN BIST, WEIL DU IHN BRAUCHST?

Ich habe mir diese Frage ständig gestellt und die Antwort – eher kaum! So lernte ich und wuchs in meine Unabhängigkeit langsam hinein. Ich erkannte die Dinge und Menschen, an die ich mich klammerte, nur um nicht alleine sein zu müssen. Die nur da waren, um meine „Leere“ zu stopfen und mich bei Laune hielten!

Den Gefühlen stellen …

Etwas Mut gehört wie bei jeder neuen Sache und Veränderung dazu. Wenn wir uns diesen Gefühlen stellen, werden wir in der Realität aufwachen! Denn wir tragen bereits alles in uns, was wir dazu brauchen. Wir sind richtig, wie wir sind … genau jetzt. Wir brauchen NICHTS im Außen! Dazu ist es aber notwendig, all die Gefühle zu fühlen und zuzulassen.

Wenn wir uns selbst finden wollen, müssen wir stehen bleiben. Ruhiger werden und uns nicht ständig ablenken … ablenken von uns selbst! Ich habe mich die meiste Zeit meines Lebens abgelenkt, gearbeitet und beschäftigt, nur um mich nicht selbst zu spüren!

ANHALTEN UM DICH SELBST AUSZUHALTEN!

So funktioniert der Weg der Selbstfindung, wenn wir es wirklich ernst meinen. Nur, wenn wir stehen bleiben und nichts tun werden wir uns, mit uns selbst verbinden können. Es ist ein total ungewohntes Gefühl, sich selbst „auszuhalten“. ›lach‹. Plötzlich ist keine Ablenkung da … nur ich/ wir. Vollkommene Ruhe. Keine Musik. Nix. Ohne Musik war es für mich besonders schwer zu SEIN.  Aber das waren meine ersten Schritte:

  • Setze Dich hin und nehme Dich wahr …
  • WAS fühlst Du?
  • WAS spürst Du?

Wenn wir diese Übung machen, werden unsere Gedanken ganz schnell. Sie entgleiten uns und möchten gerne eine andere Richtung einschlagen. Alles … nur nicht auf diese Fragen antworten! Du wirst mir da bestimmt recht geben. :D Es ist wichtig, dennoch dabei zu bleiben. Menschen, die meditieren, fällt diese Übung nicht schwer, aber die Meditation kam bei mir auch erst ganz zum Schluss, sie hilft mir, im Moment zu sein und zu bleiben, und Gefühle besser zu spüren.

Unabhängig und gleichzeitig selbständig

Gehen wir den Weg zur Selbstfindung, werden wir unabhängig werden und dadurch auch ein selbständiges Leben führen können. Die Dinge im Außen haben nicht mehr die Bedeutung wie es vor diesem langen Weg war. Das alles können wir aber nur erfahren, wenn wir uns wirklich mit uns selbst beschäftigen. Wir müssen Erfahrungen sammeln und unsere Werte entdecken! Unsere Ziele und Wünsche erkennen und uns dann in die Selbstverwirklichung stürzen zu können. :D

Also finden wir heraus, wer wir tatsächlich sind! Finden wir die Dinge die uns Spaß machen ohne JEMANDEN oder ETWAS zu brauchen! Machen wir uns ein paar Dinge klar.

  • Das richtige Glück finden wir NUR in einem Leben, in dem wir die anderen Dinge im Außen nicht mehr „brauchen“.
  • Wir sind eigenständig und erwachsene Wesen … wir können selbständig existieren.
  • Niemand hat Schuld an unserer Lebenssituation (es ist, was wir daraus machen).
  • Und NICHTS kann uns langfristig im Außen glücklich machen.

Machen wir die Selbstfindung zu einem sehr spannenden Projekt, indem wir uns trauen, Neues auszutesten. Unsere sozialen Kreise verändern und erweitern. Folgen wir all dem, was uns interessiert und was uns richtig guttut! Freude und Kraft wird der Lohn sein.  Sich zu „finden“ funktioniert nicht von heute auf morgen.

ES IST EIN WEG. Ein Weg, der Dich erkennen lässt, wer Du wirklich bist und was Du aus Deinem Innersten in die Welt hinaustragen möchtest. ›lächel‹

Ich hoffe der Weg mit mir hat Dich ein Stück begeistern können? Falls Du Fragen hast, lass mir gerne einen Kommentar da, denn nur wer Fragen hat ist interessiert! ›zwinker‹

Lesezeit: 4 Minuten

Im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung tut sich so einiges! Viele Menschen beginnen, mehr denn je, sich mit sich selbst zu beschäftigen. Sie wollen ihr Leben nicht nur so hinnehmen und andere für sie entscheiden lassen. Von der Gesellschaft „diktiert“ zu werden, hinterlässt gerade viel Unruhe. Beginnen wir wach zu werden? Ob die aktuelle Krise den Stein für viele ins Rollen gebracht hat oder nicht, kann ich nicht beurteilen. Mir persönlich fällt es nur auf. Ein Thema und eine Entwicklung, der ich positiv entgegenschaue.

Auch wenn ich selbst nicht mit vielen Menschen im direkten Kontakt stehe, bekomme ich über andere Kommunikationsmöglichkeiten mit, dass viele Leute sich mehr mit sich selbst und ihrem Leben beschäftigen. Jedenfalls möchten sie das. Allerdings muss ich dabei oft feststellen, dass dieses Thema viel zu oberflächlich aufgegriffen wird. Sein eigenes Mindset … seine Denkweise … die innere Einstellung oder Sinnesart, wie man auch noch sagen könnte, zu sich selbst und dem Leben gegenüber  zu verändern ist eine PRIMA Aufgabe! Allerdings NUR darüber reden ist leider zu wenig.

Es reicht nicht aus, positiv zu denken

Seine Denkart zu verändern ist wirklich toll und eine wunderbare Erfahrung obendrein. Überall wird davon gesprochen und auch geschrieben. Das Dumme an der ganzen Sache ist allerdings, dass diese Veränderung etwas „falsch“ verkauft wird! Es kommt meistens so rüber, als würde man es von jetzt auf dann erlernen und einsetzen können. Es sind mehr als nur zehn Schritte, die man dazu braucht um ans gewünschte Ziel zu kommen.

Ich traue mich, einfach mal zu sagen, dass es nicht gerade sehr viele Menschen gibt, die ein sehr achtsames und zufriedenes Leben führen. Die meisten sind getrieben, laufen im täglichen Hamsterrad ihre Runden wenn nicht sogar um die Wette. Wir alle sind hier, um Leid, Schmerz und Enttäuschungen zu erfahren. Aber Gott sei Dank auch Liebe, Freundschaft und Freude. 

Wir machen all die Dinge mit, manche mit etwas mehr und andere mit etwas weniger Gelassenheit. Wir spüren auch die Veränderung, die dabei eintreten kann. Wir lernen aus Fehler, werden, wenn’s gut läuft, etwas ruhiger und denken über viele Erlebnisse ein paar Monate später, anders darüber als noch die Monate zuvor. Unsere Persönlichkeit entwickelt uns.

Eine gute Sache. Doch stellen wir fest, dass all das nicht ausreicht. Das Gesetz der Anziehung erklärt uns nicht alles! Wir können noch so positiv denken, es werden immer wieder unschöne Dinge in unserem Leben passieren. Und dann wäre noch die Sache mit den eingefleischten Glaubensmustern, die wir einfach nicht loswerden, obwohl wir diese in den unterschiedlichsten Meditationen losgelassen haben. Ich stelle mich hier freiwillig in die erste Reihe!

Und so fragen wir uns vielleicht, was mit uns los ist, weshalb wir nicht dauerhaft diese positive innere Einstellung, die wir uns angelernt haben, aufrechterhalten können? Ganz ehrlich hier eine (meine) Antwort, die Dir wahrscheinlich nicht unbedingt gefallen wird: Die Zeit, in der wir ständig glücklich sein werden, die wird es nicht geben.

Es steckt so viel mehr dahinter …

Unsere alten Glaubens- und Verhaltensmuster sind aus einem guten Grund so hartnäckig. Sie bilden in unserem Gehirn eine mehrspurige „Autobahn“, die wir nicht von heute auf Morgen umleiten können. Wir sind sie in unserer Jugend immer wieder „gefahren“. Wir brauchten sie zum Überleben. Und so kommt es, dass wir diese alten Denkweisen, nicht so mir nix dir nix, einfach umbauen können! Sie dienen zum Schutz. Dass die Gefahren von damals wahrscheinlich nicht mehr aktuell sind, müssen wir erst in kleinen Schritten nach „oben“ leiten.

Und genau DA ist der springende Punkt!

Viele, wenn nicht sogar die meisten Impulsgeber/innen überspringen diesen Part leider. Erzählt wird nur, dass wir all das Erlebte hinter uns lassen sollen … nur nach vorne schauen müssen und jeglichen Ballast abwerfen sollen. Genaugenommen ist das auch ein guter Weg. Aber ich vergleiche es gerne mit einem Kuchen, den wir backen möchten.  Jeder Kuchen wird ungenießbar werden, lassen wir einfach eine wichtige Zutat aus! Und genauso ist es bei unserem NEUEN Mindset, unserer Sinnesart, die wir anstreben.

Wir dürfen die alten Erfahrungen nicht wegsperren

Ich bin nämlich der Meinung, dass wir all diese Teile von uns integrieren sollten (müssen), damit sie Teil unserer Entwicklung werden. Gott sei Dank sind wir Menschen KEINE Roboter, bei denen man diverse Programme einfach „löschen“ kann! Ich sehe uns mehr als „Zwiebel“. Wir schälen die Schichten Schritt für Schritt, die andere auf uns aufgetragen haben und die uns so lange beschützt haben! Das braucht seine Zeit, aber es ist das Einzige, was uns wirklich eine dauerhafte Veränderung bringt.

Eine Veränderung der inneren Einstellung ist immer möglich, aber sie ist kein gerade verlaufender Prozess. Auch, wenn wir uns das wahrscheinlich alle wünschen würden. ›lach‹ Ich habe so oft das Gefühl, es gleicht einer Spirale, bei der ich mich ganz oft im Kreis drehe, aber irgendwann im Innersten ankomme. Auf dieser Reise begegnen uns immer wieder dieselben Dinge. Dinge von denen wir glaubten, sie schon losgelassen zu haben. Doch plötzlich stehen wir wieder vor derselben Wand.

Ich bin manchmal enttäuscht über über die scheinbaren „Rückschritte“, die ich da „gefühlt“ gemacht habe! Nicht selten verurteile ich mich auch dafür, denn wie gesagt – eigentlich war ich doch schon weiter? Doch dann betrachte ich diese „Rückschritte“ aus einer anderen Perspektive. Ich nehme sie liebevoll an, und erlebe dieses Auf & Ab als Rhythmus des Universums. Ein Rhythmus, der mich der Selbstliebe noch näher bringt.

So lernen wir, uns mit allen Facetten anzunehmen – und genau darin liegt die Persönlichkeitsentwicklung. Das Ziel ist nicht, ständige FREUDE, sondern LIEBE. Ein Tun aus unserem innersten ICH heraus. Oft ist dieses Handeln sehr klein und ruhig aber es umschließt alle Emotionen unseres SEIN’S.

Der Prozess, den ich Dir hier näher bringen möchte, geht in die Tiefe und wieder einmal NEIN. Er geht nicht von heute auf morgen vonstatten. Und JA, er war und ist für mich noch immer oftmals sehr unbequem!

Allerdings ist es der einzige Weg, der wirklich funktioniert und auch nachhaltig zu einer positiven Veränderung führt.
Ich traue mir zu sagen, dass es uns nicht immer gelingen wird, aber wir werden besser werden, wenn wir uns MUTIG in unsere eigene TIEFE trauen. ›zwinker‹.

Wie stehst Du Deiner eigenen Entwicklung gegenüber? Lebst Du nur oder veränderst Du bereits?
Lass mir gerne Deine Meinung dazu hier. Schön das Du hier warst.

Lesezeit: 3 Minuten

Wir alle haben die Möglichkeit, unsere Vergangenheit auch in der Vergangenheit zu lassen. Jeder kann etwas aus dem machen, was aus ihm gemacht wurde! Ich halte es für das Wichtigste im Leben, dass wir alle unser Leben so erfüllt wie möglich leben. Denn nur wenn wir mit uns zufrieden sind, können wir mit anderen Menschen positive und erfüllte Beziehungen eingehen.

Suche nicht die Schuld in der Vergangenheit …

„Mach´ nicht die Vergangenheit für deine Probleme verantwortlich …“. Diesen Satz musste ich mir sehr oft und sehr lange anhören. Anfangs empfand ich ihn als total deplatziert und nervig! Was wussten fremde Menschen schon von meiner Vergangenheit und meinen daraus entsprungenen Problemen? Gar nix! Dachte ich mir jedes Mal. Je länger und  intensiver ich in meinen Veränderungsprozess steckte, umso verständlicher wurde mir dieser Satz.

Der Artikel heute soll eine kurze Erinnerung sein, dass Veränderungen immer möglich ist. Egal was geschehen ist und hinter uns liegt. Ein kurzer Beitrag, weil in ganz wenigen Worten gesagt werden kann was dazu zu sagen ist. ›lächel‹

Jeder von uns ist unter anderen Bedingungen und in unterschiedlichen Familienverhältnissen groß geworden. Da gibt es diejenigen, die es leicht und unbeschwert hatten. Eine schöne und behütete Kindheit genießen durften.

Manchen aber wurde Schmerz und Leid angetan. Sie hatten eine schwere und lieblose Kindheit. Vielleicht auch mangelnde Möglichkeiten was ihre schulische und berufliche Orientierung betraf. Menschen mit schwerer Kindheit wachsen mit persönlichen Problemen heran. Mangelnde Aussprache und Zuneigung der Eltern erschweren schon in jungen Jahren das Leben, ohne das es einem bewusst ist.

Ich mochte es nie leiden, wenn Leute immer alles auf die Kindheit und die Erziehung der Eltern schoben! Leider habe ich mich geirrt. Ein großer Teil unserer Entwicklung, wenn nicht sogar der größte Teil, liegt in den Händen unserer Eltern. Sie geben uns das „Werkzeug“ mit, das uns ein Leben lang begleitet. Die Kindheit prägt. Ob gut oder schlecht.

Viele Menschen entschuldigen ihre Probleme und Schwierigkeiten, im erwachsenen Alter, mit ihrer Vergangenheit. Was auch plausibel klingt und auch zum Teil nicht ganz unrichtig ist. Ich bin ja auch so eine „Kandidatin“. >finster schau<. Andererseits macht man sich dadurch zum Opfer und man fühlt sich hilflos und schwächer als alle anderen!

Es gibt viele Menschen mit schlechten Startbedingungen

Die Redewendung: „Klar, dass aus der/dem nix geworden ist, … sie/der kannte und sah ja ihr/sein Leben nie etwas anderes!“ Diese Redewendung ist uns allen bekannt, vielleicht haben wir es auch selbst schon mal ausgesprochen. Auch da muss ich sagen – JA, das stimmt. Gleichzeitig bin ich auch davon überzeugt und der festen Meinung – NEIN, es muss nicht so bleiben!

Hätte ich damals alle negativen Eigenschaften meiner Eltern übernommen, würde es mir sicher schlecht gehen. Ich wäre in ganz vielen Dingen kein Stück besser als sie. All diese Eigenschaften würden sich mit meinen persönlichen Werten, die mir wichtig sind, überschneiden. Ich wollte es einfach besser machen … jedenfalls hab ich es versucht. Zwar reichlich spät, aber doch. Und das macht mich zufrieden. ›lächel‹.

Mir sind viele Menschen bekannt, die es schwer hatten. In der Kindheit, in den Beziehungen mit Freunden und Arbeit. Aber irgendwann war der Rand voll. Sie wollten es der Welt, aber vor allem sich selbst beweisen, dass ein besseres Leben trotz allen Hürden die einem das Leben so stellt, möglich ist. Und sie haben es tatsächlich geschafft! Es sind Menschen, die zu meinen Vorbildern wurden und für die ich mich von Herzen freue, dass sie es erreicht haben, was sie schon so lange verdient hätten!

Nicht beklagen – nachdenken

Statt zu jammern, dass wir schlechte „Startbedingungen“ hatten, sollten wir besser darüber nachdenken, welche Möglichkeiten wir haben, um das BESTE aus unserem Leben zu machen. Das BESTE aus dem machen, was uns zur Verfügung steht.

Es ist nämlich tatsächlich so, dass jeder Mensch, auch die, die nicht auf die Sonnenseite des Lebens gefallen sind, über die Kraft und die Fähigkeit verfügt, die notwendig sind um das Leben besser und etwas bunter zu machen! Geht nicht … gibts nicht. ›zwinker‹.

ICH vor vielen Jahren:

Mein Leben davor war für Außenstehende schön anzusehen. Mir fehlte es an nichts und ich wurde oft beneidet! Es wäre mir alles möglich gewesen. Leider trug ich damals noch „Gardinen“ vor meinen Augen. Mein Leben lag unter einem Schleier. Oberflächlich und Prestige-lastig, so war mein Leben. Gefüllt mit ganz vielen negativen Eigenschaften und vielen schmerzhaften Katastrophen, die kein Mensch sehen oder wahrnehmen durfte. Alles war zu wenig und nix war richtig und recht. Natürlich hatte mein Verhalten Gründe, die mir damals aber noch nicht bewusst waren. ICH … die ständig Suchende …

Heute bin ich stolz darauf, das totale Gegenteil zu sein! Das Geld um alles möglich zu machen, habe ich heute nicht mehr. Meine negativen Eigenschaften (also die wirklich heftigen … zwinker), habe ich versucht in positive umzuwandeln. Materielle Dinge haben schon lange keinen wichtigen Stellenwert mehr. Die „Gardinen“ sind am Müll und verletzende Katastrophen sind (ich denke dadurch) ausgeblieben. Ich sehe klar. Ich bin für ALLES dankbar und kann mich darüber wahnsinnig freuen, meine Mitte und mein echtes ICH gefunden zu haben um selbstbestimmt leben zu dürfen.

Ich habe mit meiner Vergangenheit zu 90 % abgeschlossen. Kollateralschäden bleiben leider immer hängen, aber mit dem lässt es sich gut leben. Deswegen möchte ich heute mit dem Anfang meines Beitrages auch abschließen:

Verändere, was aus dir gemacht wurde, es ist möglich.

Lesezeit: 3 Minuten

Dein Handy vibriert schon wieder, in Deinem E-Mail-Postfach staut sich alles, im Home-Office stapeln sich die Unterlagen und irgendwie ist kaum Zeit um alles der Reihe nach abzuarbeiten. Einfach neu durchstarten. Ein neues Leben fernab von den täglichen Alltagssorgen, dem Druck und den komplexen Handlungen … wär das fein! Neu loslegen und in einen Zustand der Entspannung leben ganz ohne Stress.

Ein Leben ohne Stress ist das überhaupt möglich?

Stress ist pures Gift für unseren Körper, Seele und Geist. Wir wissen das alle. Stress war mein Leben, meine Heimat in der ich mich sogar sehr lange sehr wohlgefühlt habe. Bis alles zusammengebrochen ist. Eine Situation, die viele Menschen kennen. Auch wenn die letzten Monate etwas „langsamer“ waren als normal, gab es viele außernatürliche zusätzliche Sorgen und Verpflichtungen in unserem Leben. Das ist der Augenblick sich zu fragen: „Genießt Du oder genießt Du nicht?“ Wenn letzteres die Antwort ist, wäre es Zeit etwas zu verändern!

Neu denken, neu leben, neu fühlen … ein Motto, das ich bevorzuge und immer auch versuche, danach zu leben. Auch noch nicht so lange, aber der Unterschied ist schon krass geworden. Das Lebensgefühl ist ein ganz anderes geworden und mein Körper freut sich sehr darüber. :D Das „Denken“ ohne Druck ist etwas Fantastisches. Und um die Frage gleich zu beantworten, ob es möglich ist, ein Leben ohne Stress zu führen, sag´ ich gleich mal JA. JA es ist möglich.

Von jeder Kleinigkeit stressen lassen …

Unsere Gedanken bestimmen, wie wir uns in diesem Moment fühlen. Wenn wir uns von jeder daherkommenden Kleinigkeit stressen lassen und aus jeder Mücke einen Elefanten machen, werden wir NIE zu unserer inneren Ruhe finden. Heutzutage wird ständig und für meinen Geschmack auch zu viel über Stress geredet. Jeder scheint von irgendetwas gestresst zu sein! „Stress“ … es scheint mir ein Modewort geworden zu sein. Es ist mittlerweile zu einer billigen Ausrede verkommen. „Oh Mensch, das ist alles so stressig … immer der ganze Stress! Wie mich das stresst! Stress, Stress, Stress …

Ich habe dazu meine ganz eigenen Ansichten, die natürlich ausschließlich die meinen sind, aber ich halte Stress einfach für eine Angstreaktion auf die andauernden Veränderungen unseres Lebens. Da muss Stress als Ausrede herhalten, dass wir die Verantwortung für unsere Gefühle übernehmen müssen.

Wenn wir irgendjemandem oder irgendetwas da draußen die Schuld geben können, was uns stresst, können wir auch weiterhin in der Opferhaltung bleiben und damit spielen. Ich weiß aber, dass es sich nicht gut anfühlt, ein Opferlamm zu sein UND es ändert auch gar nix an der Situation. Meistens stressen wir uns deshalb, weil unsere Prioritäten nicht klar sind! Viele meinen, dass Geld das Allerwichtigste im Leben sei, das stimmt aber nicht. Es gibt wichtigeres, das kostbarer für uns ist – etwas, ohne das wir nicht leben können. Was das ist? Unser Atem.

Lass es mich Dir erklären

Unser Atem ist die kostbarste Substanz in unserem Leben und trotzdem gehen wir völlig selbstverständlich davon aus, dass nach jedem Ausatmen der nächste Atemzug kommen wird. Würden wir nicht wieder einatmen, wir würden nicht viele Minuten überleben! Wenn uns der, der uns erschaffen hat, ausreichend Atem gegeben hat, um damit bis ans Ende unserer Tage auszukommen, sollten wir dann nicht darauf vertrauen, dass auch alle anderen Bedürfnisse erfüllt werden?

Wenn wir darauf vertrauen, dass sich unser Leben um all die kleinen Probleme kümmern wird, dann löst sich auch der Stress ganz von alleine auf. Wir sollten es uns nicht leisten, Zeit an negative Gedanken und Gefühle zu verschwenden. Tun wir das nämlich, werden wir nur noch mehr davon kreieren. Wir ziehen Dinge an, wovon wir sagen, dass wir sie nicht wollen.

Negative Gedanken halten den Fluss des Guten an. Ich erlebe das immer wieder mal. Das frustriert. Die Folge … es stresst uns. Stress ist ein anderes Wort für Angst. So einfach ist das. Dabei brauchen wir vor unserem Leben und vor unseren eigenen Gefühlen keine Angst haben. Die Selbstreflexion ist gefragt. Was macht uns Angst? Was stresst uns? Unsere inneren Ziele sollten doch Harmonie, Freude und Frieden sein!

Stress und Harmonie klappt nicht. Sie vertragen sich nicht. Folge dessen ist es nicht möglich, beides zu erleben. Wenn wir innere Ruhe und Frieden spüren, in unserer Mitte ruhen … machen wir stets nur eine Sache nach der anderen. Wir lassen es nicht zu, dass uns irgendetwas über den Kopf wächst!

Möchtest Du nicht durchs Leben gehen und Dich gut fühlen? Dann schenke dem kleinen Wort „Stress“ nicht so viel Aufmerksamkeit und schon gar nicht die Macht! Benutzen wir es nicht als Ausrede um irgendwelche Spannungen in unserem Körper zu erzeugen. NICHTS – kein Ort, kein Mensch und keine Sache hat irgendwelche Macht über uns.

WIR sind der Denker in unserem Geist und es sind unsere Gedanken, die uns ein (stressfreies) Leben gestalten. Üben wir, Gedanken zu denken, die uns ein gutes Gefühl geben. Daraus bauen wir uns ein Leben auf und in Freude und ohne Stress. Ja und die FREUDE erzeugt ja bekanntlich immer mehr von dem, worüber wir uns freuen können. >zwinker, lächel<

Vielleicht hast Du heute etwas anderes erwartet.
Wenn ja, lies es nochmal.
Und nochmal.
Danach wirst Du mir recht geben … ganz sicher!

Ich wünsche Dir eine gute Zeit. Ohne Stress, dafür mit guten Gedanken.

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Die Welt braucht Inspiration. Ich hab sie gefunden … eine weitere Geschichte, die zum Nachdenken anregt. In vielen Situationen und Konflikten denken wir gern im Schema Schuld/Verschulden/Verantwortung. Besonders, wenn wir das bei anderen sehen. Oft geht es aber eben nicht um „SCHULD“, sondern die Bereitschaft etwas zu verändern.

WIE MAN EINEN FLUSS BESTRAFT

Es war einmal vor langer Zeit ein Bauer, der ritt auf seinem Esel zum Markt in die Stadt, da er manche Dinge in seinem Dorf nicht verkaufen konnte. Auf seinem Weg musste er einen kleinen Flusslauf überschreiten. An einer Stelle, die er kannte, war der Fluss gewöhnlich flach, sodass man gut hindurchgehen konnte. Da das Flussbett steinig war, stieg er stets ab und ging neben seinem Esel.

Nach einem starken Regen war nun der Wasserstand des Flusses etwas höher als sonst und der Bauer wurde bis zum Gürtel nass. Das ärgerte ihn sehr und er begann wild zu schimpfen: warum denn die Dorfbewohner seine Waren nicht kaufen würden, warum seine Frau nicht losgerissen war, dass der Esel auch längere Beine haben könnte und warum es nun gerade kurz zuvor so stark geregnet hatte.

„ICH MUSS ZUM MARKT. WARUM TRÄGST DU SO VIEL WASSER, DU BÖSER FLUSS? DU BIST SCHULD, DASS ICH MICH SO ÄRGERN MUSS.“

Er stand im kalten Wasser und wurde immer wütender. Da nahm er seinen Stock und peitschte das Wasser damit aus.
Dem Esel, der eine Weile neben dem Bauern gestanden hatte, wurden die Beine auch kalt und er ging ein paar Schritte weiter. Vom trockenen Ufer aus beobachtete er den Bauern, der voller Wut das Wasser peitschte und dabei immer nasser wurde. Während der Esel nach ein paar Minuten wieder trockene Beine hatte, kühlte der Bauer immer mehr aus und fing an zu frieren und niesen.

Voller Ärger beschloss der Bauer wieder zurückzureiten. Auf dem Weg nach Hause, erklärte er dem Esel genau, wie er den Fluss bestraft hatte:

„DER FLUSS WOLLTE MICH ÄRGERN. ER IST SCHULD DARAN, DASS ICH NUN ERKÄLTET BIN. ABER DEM HAB ICHS GEZEIGT …“

Und wenn er nichts gelernt hat, bestraft er den Fluss noch heute …  

Gefunden auf nur positive Nachrichten – Steffen.
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„Du gehörst mir und sonst niemanden …“ Vielleicht hast Du diesen Satz schon mal von jemandem, den Du magst, gehört? Fürs Erste mag es ein schönes Gefühl sein, so etwas gesagt zubekommen. Man denkt, es zeigt von besonderer Liebe? Aber im nächsten Moment klingt es sehr beengend. Niemand gehört irgendwem. Wir gehören uns und dem Leben. Punkt.

Mein Leben war mal ein ganz anderes. Ich hatte ein gestörtes Verhältnis zur Liebe, zu zwischenmenschlichen Beziehungen und Freundschaften. Eigentlich bin ich immer noch auf einer eigenartigen Spur was das betrifft, aber ich weiß jetzt, dass mein Leben nicht von einem anderen Menschen abhängig ist. Ich/WIR sind dafür verantwortlich und WIR können sehr gut auch ohne „Besitzer“ leben!

Leben und lieben ohne die Freiheit zu verlieren …

Ich liebe meine Freiheit. Ich glaube, es ist mir das Wichtigste überhaupt. Mit dieser Denke stehe ich sicher nicht alleine da. Erst recht, wenn man das Leben schon mal aus einer anderen Perspektive ge- und erlebt hat. Freiwillig gewählt und sich darauf eingelassen. Oder sollte ich sagen langsam hineingerutscht? Gerade wenn man es als Frau dann geschafft hat, aus diesem „Besitztum“ zu entkommen, hat FREIHEIT noch mal ein ganz anderes Gewicht!

Wir haben uns aus Bindungen gelöst, von den Ketten und lassen uns von niemandem besitzen. Man lässt auf keinen Fall mehr zu, dass andere Menschen uns festbinden und uns den Weg zu unseren Wünschen verwehren. Wir sind Besitzerfrei und nur WIR bestimmen über unser Leben …

Als meine Zeit der „Freiheit“ da war, mochte ich keine Menschen, die mich kontrollierten. Ich hatte Probleme mit meinen Vorgesetzten und ich habe endlich gelernt laut und deutlich NEIN zu sagen. Nein, zu dem, was mir nicht gefiel, wovon ich nicht überzeugt war und was ich nicht vertreten konnte! NEIN zu dem, was mich nicht glücklich machte. Nach ganz vielen Jahren habe ich es endlich geschafft mir meine Freiheit zurückzuholen und zu erhalten. Es war die größte EROBERUNG meines Lebens. >breitlächel< In einen alten Filofax stand fett geschrieben ein Zitat von Paracelsus:

AUF DAS NIEMAND JEMAND GEHÖRE, DER SEIN EIGENER HERR SEIN KANN.

„Ohne dich bin ich niemand …?“

Tatsächlich hatte ich das jahrelang wirklich geglaubt. Wenn man von Menschen abhängig ist, denkt man eben so. Das war mir aber damals nicht wirklich bewusst! Lassen wir demjenigen, den wir gerne haben, seine Freiheit. Lassen wir ihn die Person sein, die er sein möchte! Aber er muss auch UNS erlauben, unsere Persönlichkeit so zu entwickeln, wie wir uns das wünschen. DU, ich, wir alle gehören NUR dem Leben.

„Ohne dich kann ich nicht leben, wenn du gehst, werde ich sterben …“ u.v.m. Diese Sätze gesagt zu bekommen, klingen vielleicht anfangs „romantisch und herzzerreißend. Denken wir aber klar darüber nach, was sie uns sagen, dann handeln sie von einer „Liebe“, die absolut ungesund ist. Viel schöner ist es doch zu sagen oder zu hören: „Ich brauche dich nicht, aber ich würde sehr gerne mein Leben mit dir teilen.“ Ich habe die Erfahrung machen müssen, dass es NIEMALS gut war, etwas zu „brauchen“! Denn damit ist verbunden, der anderen Person unterworfen zu sein und das hat mit Liebe nichts zu tun, denn LIEBE ist auch Freiheit.

NEIN ist so ein wichtiges Wort!

Denn denk doch gleich mal selber nach: wie oft hast Du zu etwas JA gesagt, zu dem Du in Wahrheit eigentlich NEIN sagen wolltest? Ich hatte immer große Angst vorm Nein sagen. Bis ich endlich bemerkt habe, wie schön und befreiend dieses kleine Wort sein kann! NEIN ist für mich ein sehr gesundes Wort geworden. Heute habe ich keine Angst mehr vor irgendwelchen Reaktionen der anderen. Ich habe auch keine Angst mehr, deshalb nicht gemocht zu werden. Was passiert denn, wenn wir NEIN sagen? Nix. Niemand stirbt daran. Unser Gefühl ist dabei ausschlaggebend. Natürlich mache ich keinen Sport daraus, und bin auch, wenn ich es für angemessen halte, für einen Alternativvorschlag bereit. Wichtig für mich, ich muss mich dabei wohlfühlen!

Um Dinge zu erreichen, unseren Träumen ein Stück näherzukommen, müssen wir oft Dinge überwinden, die nicht einfach sind. Die weh tun. Eine Art all das zu erreichen, besteht eben darin, sich von Ketten und Fesseln zu befreien. Denn wir gehören niemandem. Unser Leben, das wir gerne Leben möchten, müssen wir selber gestalten! Ich weiß, dass es Menschen gibt, die das Gefühl brauchen, einen Menschen zu besitzen. Zu bevormunden und am liebsten wäre es solchen Leuten, wenn wir das komplette Leben in ihre Hände legen würden. Ohne eigene Meinung und nur JA sagend. Nimm Deine Beine und lauf, wenn Du in so einer Beziehung bist. Es sei denn, Du brauchst dieses Gefühl …

Bleib dem treu, was Du Dir wünscht. Wovon Du träumst und was Dir Leidenschaft bereitet! JEDER wird Deinen Enthusiasmus spüren und Du wirst von niemandem aufgehalten werden. DU bist Herr Deines Lebens! Unsere Zeit ist leider beschränkt, verschwenden wir sie nicht! Bitte bleib nicht in dem Dogma gefangen, so zu leben, wie alle anderen es möchten. Hab den Mut und die Kraft, Dich selbst zu befreien. Denn wir gehören NUR unserem Leben.

Gerne darfst Du mich teilen und hinaustragen. Pass gut auf Dich auf. Danke, dass Du mich wieder gelesen hast!

Lesezeit: 5 Minuten

In den letzten Beiträgen habe ich ja über Sensibilität und der Ruhe geschrieben. Verhaltensmuster und Gefühle. Ich würde ganz gerne dabei bleiben. Der Anschluss fällt mir  leicht und passt zudem. WAS also liegt unter unserer Schale? Ich machte mich vor Jahren auf den Weg das zu erforschen. Und es geschah in Etappen. Zuerst wurde die erste Schicht abgetragen und sobald ich merkte, wozu ich bereit war, ging’s ab zur nächsten Schicht. Komm, steigen wir gemeinsam in die Tiefe unserer Gefühle und Emotionen.

Was liegt alles in uns verborgen?

Was möchten wir? Was ist uns wichtig? Und wie möchten wir uns fühlen? Wichtige Fragen wie ich meine! Wir leben in einer leistungsorientierten Gesellschaft, das ist unübersehbar. Die meisten Menschen definieren sich über ihren Job, ihren Status und noch jeder Menge äußerer Umstände. Was dabei in uns wirklich vor sich geht, wird beiseite geschoben. Dafür ist keine Zeit und verliert deshalb oft an Bedeutung.

Unter dem Gesellschaftsdruck fangen viele von uns an zu „mauern“. Und so verlieren sie den eigentlichen Zugang zu sich selbst. Ich war damals so weit, dass ich nicht mehr wusste, was mit mir los ist. Wer war ich? Wonach sich mein Herz sehnte. Mir war nur eines klar und ich sagte mir immer vor: „Sandra, das Leben scheint zu hart zu sein für Menschen mit einem guten Herzen.“ Ich wollte von nichts und niemandem mehr verletzt werden und deshalb entschied ich mich damals meine Gefühle auszuschalten. Ich vergaß mein wahres ICH.

Das Herz vergisst nicht!

Anfangs war das eine sehr bequeme und sichere Methode! Allerdings vergisst das Herz nicht wonach es sich sehnt, was es will und warum wir hier sind. Je mehr ich mich von mir abwandte und distanzierte, umso größer wurde mein Schmerz ab einer gewissen Zeit. Und ich kann es bestätigen: diese Schmerzen lassen sich durch und mit nichts betäuben! Weder durch Alkohol noch durch andere Drogen. Dieser Schmerz wird immer größer und er zeigt sich immer und immer wieder, solange, bis man hinschaut und erkennt: Jetzt ist es Zeit zu handeln …

Durch den Schmerz durch …

Ich liebe Emotionen, sie sind etwas Wunderbares! Sie zeigen uns wonach wir uns tatsächlich sehnen. Aber sie weisen uns ebenso darauf hin, was aus der Bahn geraten ist und wo der Schmerz sitzt. Schmerzen zu erkennen und diese auch zulassen, das ist sehr schwer für mich gewesen! Es erfordert Courage. Kampfgeist. Mut. Und den Willen in die Tiefe zu sehen. Ich habe mich lange Zeit dazu entschieden, meine Emotionen unten zu halten. Alles beim Alten zu belassen, der Bequemlichkeit halber. Aber ich merkte auch, dass sich damit rein gar nichts in meinem Leben und an mir ändern wird!

Es ist nun schon ein gutes Jahr her, als ich mich dazu entschieden habe, durch den Schmerz den ich schon so viele Jahre mitschleppte, zu gehen. Ich machte eine weitere Therapie die beinahe drei Monate und fort von zu Hause stattfand. Es war alles andere als ein Spaziergang, das war mir bewusst. Bequem war es auch nicht. Es waren Tage dabei wo ich mich ernsthaft fragte, warum ich eigentlich all das mache. Ob es nicht klüger wäre, die Vergangenheit sein zu lassen und an meiner Motivation und an meinen Träumen für die Zukunft zu arbeiten?

Die Sache war aber die: Ich war nach so vielen Jahren an einen Punkt geraten, wo ich es wissen wollte … WER ich wirklich bin. Ohne meine „Schale“ dabei zu knacken und dabei zu spüren was da alles so in mir schlummert, wäre dies aber nicht möglich gewesen! Sicher hätte ich weiterhin alles in mein Leben ziehen können, was ich mir so vorstelle. Die Frage war aber: Ist das, was wir uns wünschen, auch immer das Richtige für uns?

Dazu ist es notwendig in die Tiefe zu sehen und zu gehen. Ich musste meine „Wunden“ spüren, fühlen und erkennen, was mir wirklich Angst bereitet.

Grenzüberschreitungen …

Ich neigte immer dazu, meine persönlichen Grenzen von anderen Menschen übertreten zu lassen. Ich ertrug mehr als ich eigentlich wollte! Tatsächlich bewusst war mir das, glaube ich nicht. Bis ich in Situationen kam, wo ich merkte, dass ich KEINE gesunden Grenzen habe! Menschen, die sich nicht manipulieren lassen und zudem gesunde Grenzen besitzen, haben keine dieser Probleme wie ich sie damals hatte.

Als ich begann meine Emotionen wieder auszugraben, freizulassen, was ganz schön lange dauerte, wurde mir schnell bewusst, dass ich sehr manipulativ war und mir meinen Grenzen nicht bewusst war. Nach außen war ich hart und stark. In der Tiefe sah es ganz anders aus …

Erfahrungswert von mir:

Gerade wenn wir in einer Beziehung sind, kann es vorkommen, dass wir unserem Partner mehr erlauben als uns eigentlich guttut! Wir übertreten unsere persönlichen Grenzen. Und was in anderen Lebensbereichen vielleicht nicht immer schlecht ist, kann in der Beziehung oft zum Verhängnis werden. Es kommt vor, dass wir uns dabei „vergessen“ und total „aufgeben“! Als Nächstes können auch unsere Werte verloren gehen, während wir NUR damit beschäftigt sind, unserem Partner alles recht zu machen!

Es ist so wichtig zu spüren!

Total wichtig ist es, in sich hineinzuhören und zu SPÜREN. Zu spüren, was einem nicht guttut und was uns verletzt. Was uns innerlich auffrisst! Ich finde es so wichtig, hinter unserer eigenen Lebensgeschichte zu stehen! Zeigen wir uns doch wie wir wirklich sind. Teilen wir unsere Gefühle und Emotionen ohne sie zu verstecken. JEDER MENSCH hat seine Erfahrungen machen müssen. Viele tragen dadurch vielleicht einen Punkt auf ihrer Seele. Leider ist das unser Leben und es gehört in unseren Rucksack. :D

Öffnen wir unser Herz. Früher fand ich Menschen verdammt interessant, die immer cool waren, gut aussahen, auch wenn ich wusste, dass sie jeden Tag aufs Neue eine andere Maske tragen. >händezusammenschlag<. Heute fallen sie mir nicht mal mehr auf. Ich schenke meine Aufmerksamkeit Menschen, die Stärke zeigen und auch über ihre Schwachstellen reden. Einfach pur & echt sind.

Ich erlebe es ja immer wieder an mir selbst: will ich ein authentisches Leben führen, muss ich unter mein Schneckenhaus schauen und ich finde es wichtig, auch anderen diesen Blick zu erlauben! Solange ich mich hinter oder unter irgendetwas verstecke, was ich gar nicht bin, kann ich auch nicht ECHT sein!

Unsere verletzte Seite ist unsere wahre Stärke!

So sehe ich es und bin auch davon überzeugt. Ich bin dankbar für so viel Sensibilität und Erfahrung und auch meinen „Punkt“ auf meiner Seele. :-) Diese Seiten an uns wollen ausgelebt werden! Sicher und das gebe ich selbst auch gerne zu, es macht (gerade am Anfang) etwas Angst, genau diese Seiten zu leben … OHNE doppelten Boden, Rettungsring, Masken und Mauern, nein nix dergleichen stattdessen ganz viel WIR. So wie wir sind. :D

Wir machen es von bestimmten Bedingungen abhängig, ob wir unser echtes ICH zeigen oder nicht, das ist ein großer Fehler. Ich selbst habe das noch eine Zeit lang so praktiziert, bis mich eine ganz wichtige Person in meinem Leben darauf angesprochen hat und dazu gemeint hat: „Es spricht nicht von Vernunft oder Stärke was ich da mache, es ist eher ein Zeichen von Unsicherheit und Schwäche und diesen Menschen habe ich schon lange hinter mich gelassen …!“

Vielleicht kannst Du das mitnehmen, auf Deinem Weg in die Tiefe. Zu Dir selbst. Es ist eine schöne Reise, das kann ich Dir versprechen. Die Dinge werden sich danach verändern …, weil DU DICH verändern wirst!

Ich wünsche Dir eine gute Zeit, pass auf Dich auf und lebe „pur“.

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Manchmal braucht es nur eine Portion Mut und einen kleinen Tritt in den Hintern, um in die richtige Richtung zu gehen. Es gibt so viele Dinge, die als „Problem“ gesehen werden, obwohl es gar keines ist. Das Ding mit dem Mut ist wohl die häufigste Hürde, zumindest für sehr viele Frauen. Männer tun sich dabei immer etwas leichter. Das ist der Grund, warum ich das Thema Mut für ein sehr Wichtiges halte! Trotzdem möchte ich schon am Anfang des Artikels nicht versäumen zu sagen: „Tu das, was DU für richtig hältst“!

Wenn wir nichts wagen, werden wir vieles später bereuen!

Gleich zu Beginn, ich kenne ein mutloses Leben. Ich habe es viele Jahre gelebt. Ich war also mitten drin und das Gefühl ist mir sehr bekannt. Immer auf der „sicheren“ Seite, dann passiert auch nix. Nur weiß ich aber auch, dass sich durch dieses „breiige“ Leben auch nichts ändert kann! Ich habe während meiner Ausbildung wichtige Entscheidungen endlos lange vor mir hergetragen. Entscheidungen, hätte ich sie früher getroffen, die mein Leben in eine ganz andere Richtung gelenkt hätten. In eine Richtung, die ich für eine Zeit sicher sehr genießen hätte können. Was aber habe ich gemacht? Nix. Gejammert und viel zu viel auf andere Meinungen und Menschen gehört!

Ich habe mein ganzes Leben hinterfragt und dadurch wurde alles noch komplizierter als es in Wahrheit eigentlich gewesen wäre. Ich habe immer darauf gewartet, bis mich irgendwer an die Hand nimmt und mir diese Entscheidung nicht ausredet, sondern zuredet. Mir einen kleinen Tritt gibt und sagt: „Hey, was soll passieren? Du bist unabhängig, jung und verdienst Dein eigenes Geld UND es wäre eine tolle Chance, neues kennenzulernen.“ Doch es war niemand da, der dachte wie ich ganz tief in meinem Inneren.

Durch dieses immerwährende WARTEN, sich nicht oder zu spät entscheiden, wurde alles noch schlimmer. Auf Deutsch geschrieben: Ich hatte einfach nicht den Arsch in der Hose, mich all meinen Ängsten zu stellen. Auf mein Inneres zu hören und danach zu entscheiden. Mein Leben hat so laut nach Veränderung geschrien, nach Abenteuer! Was tat ich? Ich killte dies Gefühl und passte mich, der mir selbst eingeredeten Norm an. Ich tat das, was alle taten in meinem Alter.

Für solche Entscheidungen ist der Preis oftmals hoch …

Wahrscheinlich wirst Du mir jetzt recht geben, wenn ich sage, wir haben in der Kindheit die besten Ideen und wunderbarsten Träume die es je gibt. ›lach‹. Sie sind aber schnell vergessen, da wir anfangen uns mit anderen zu vergleichen. Wir denken vernünftig sein zu müssen, so wie es uns eben gelernt wurde! Oft wird einem auch erklärt, „talentfrei“ zu sein, was der größte Blödsinn überhaupt ist! Es kann einfach NICHT stimmen, weil JEDER irgendetwas gut kann und für etwas „brennt“!

Und da ist er wieder der MUT, der notwendig ist, um zu erfahren, was die Welt so alles bereitstellt! Ohne Mut wird unsere Welt klein bleiben. Viel kleiner, als Du es Dir für Dein Leben vielleicht wünschst. Wenn wir uns nichts trauen, wird sich einfach nichts ändern! Im Laufe der Jahre bin ich draufgekommen, dass man am besten mit allem beginnen soll, bevor man dazu bereit ist! Alles in hunderttausend Teile „zerdacht“ hat! Weil es einen oder DEN richtigen Zeitpunkt nicht gibt, weil sich ständig andere Dinge einschleichen.

Es beginnt ja schon bei sehr einfachen Dingen:

  • Courage, mal alleine zu verreisen … die Familie, Familie sein lassen.
  • Sich um einen anderen Job umzusehen. Einer der vielleicht auch Spaß macht?
  • Im fortgeschrittenen Alter noch eine Umschulung zu machen.
  • Mut sich der gesellschaftlichen Norm nicht zu beugen.
  • Die Herde verlassen und sich nicht umdrehen …
  • Mut, gedachtes auch auszusprechen.
  • Mut ins offene Meer zu springen und mal eine Weile zu schwimmen, bis man wieder Boden unter den Füßen spürt!
  • Mut, endlich DU selbst zu sein, egal ob verrückt, langweilig, stark oder schwach! Hauptsache DU!

Verstehst Du was ich sagen will? Höre nicht nur auf Deinen Verstand! Nimm Deine Gefühle mit ins Boot. Wenn er sagt, Du sollst gehen … dann bleib stehen. Sagt er Dir, es wäre gut stehenzubleiben … dann geh los!

Lass Dich nicht von anderen beirren! Vielleicht oder sogar ziemlich sicher, meinen es die meisten Menschen mit Dir gut, wenn sie Dich von Dingen, die Du gerne machen möchtest, abhalten wollen. Aber sei Dir auch immer bewusst, dass sie Dein Wachstum blockieren! Ohne Mut wirst Du nicht weiterkommen und ich weiß es aus eigener Erfahrung, dass Du vieles bereuen wirst, wenn Du in Deinem Leben nicht auch mal mutig vorwärts sprintest! ›lächel‹

Wir bereuen doch immer nur die Dinge, die wir nicht getan haben!

Die Dinge die in meinem Leben nicht ganz OK waren, die schiefgelaufen oder anders gemacht werden sollten (und glaube mir, da gab es so manche), bereue ich nicht. Aus ihnen habe ich lernen dürfen. Sie haben meine Persönlichkeit wachsen lassen. Ich bereue die Entscheidungen, die ich verpasst oder nie getroffen habe! Weil mir „der Arsch“ in der Hose fehlte!

Wenn wir nicht den Mut aufbringen, Verantwortung für unser Leben  zu übernehmen, werden wir nie unseren eigenen Weg gehen. Wir werden immer ganz brav und ordentlich den anderen folgen … das tun, was andere von uns verlangen und erwarten. Wo wir auch schon wieder bei der HERDE angelangt wären. Ich mag Herden, aber ausschließlich im Tierreich! Alles andere ist für mich unangenehm und willenlos. Durch so ein „Herdenleben“ werden wir nie erfahren, was das Leben für uns bereithält.

Ich hab vor einiger Zeit ein Buch gelesen, in dem Menschen im hohen Alter berichteten, was sie in ihrem Leben am meisten bereuen. 99 % sagten dasselbe, dass sie viel mehr auf Ihr Herz hören und nicht auf die Menschen hören hätten sollen! Hätten sie Courage gehabt, hätten sie ein ganz anderes Leben geführt … eines, dass sie sich auch gewünscht hätten!

Wir können mutig sein auch trainieren …

Ich konnte die letzten Monate selbst an mir erkennen, wie es für mich schwieriger wird, einfach darauf loszugehen, wenn ich meine Komfortzone längeren Zeitraum nicht verlasse und mich immer im sicheren gewohnten Umfeld aufhalte. Mutig zu sein! Das ist vielleicht nicht ganz so ein gutes Beispiel, wenn es sich wie in meinem Fall um gesundheitliche Ursachen handelt. Aber irgendwie passt es auch doch, denn ich bin feige geworden … traute mir nichts mehr zu. Wie schnell so eine Veränderung gehen kann …

Deshalb suchen wir uns ständig neue Herausforderungen. Kleine, die zu bewältigen sind. Einfach TUN. Eine liebe Freundin würde jetzt sagen: Jawohl … ich habs gemacht, auch wenn’s unregelmäßig und anders ist! Ja und genau um DAS geht es. :D

Unsere Zweifel sind Verräter und häufig die Ursache für den Verlust von Dingen, die wir gewinnen könnten, scheuten wir nicht den Versuch.

William Shakespeare

Und mit diesem punktgenauem Zitat eines sehr weisen Mannes, wünsche ich Dir einen tollen Tag voll Mut und Tatendrang. :-)
Pass gut auf Dich auf, bleib gesund und L E B E.

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Bam. Was für eine Frage! Eine Frage, die ich mir früher sehr oft gestellt habe. Ich wollte so gern auf andere sympathisch wirken, aber genau das Gegenteil war der Fall. Ich war für andere immer die „Strenge“, die „Arrogante“ und sich für etwas  „besseres haltende“. Meine Frage heute an Dich – würdest Du für Dich selbst Sympathie empfinden, würdest Du Dir begegnen?

Was genau steckt hinter dem Wort „Sympathie“?

Wenn ich es beschreiben soll, würde ich sagen, das Wort beschreibt eine spontane Zuneigung einem anderen Menschen gegenüber. Es ist das unbestimmte Gefühl einer inneren Verwandtschaft da, die mich dazu leiten kann, mich mit diesem Menschen zu verbinden, ins Gespräch zu kommen (wollen). Sympathie kann ich nicht erzwingen. Sie entsteht automatisch und grundlos. Für mich spielt dabei Empathie eine große Rolle! Je mehr sich ein Mensch in Gedanken und Gefühle eines anderen hineinversetzten und nachfühlen kann, umso sympathischer ist er für mich.

Menschen, die uns selbst sehr ähnlich sind, empfinden wir – plump gesagt – auch als sympathisch! Weil sie auf uns berechenbarer wirken. Es gelingt uns in meist sehr kurzer Zeit, ein gutes Maß an Vertrauen aufzubauen. Sympathie ist also auch Vertrauen. Bestimmt hast Du es schon oft erlebt. Du triffst jemanden und die Chemie stimmt einfach. Dann wieder, begegnest Du jemanden, der Dir vom ersten Moment an unsympathisch ist. Eigenartig, oder?

Vielleicht aber auch nicht ganz grundlos. Dieses Thema war ganz viele Jahre meines, bis ich irgendwann aufhörte, mir darüber den Kopf zu zerbrechen. Ich hatte das Gefühl, je mehr ich mich anstrengte „sympathisch“ aufzutreten, umso mehr ging es in die Hose. Mich mochte man, oder man hasste mich. Dazwischen gab es nix. „Polarisieren“ … sagt man ja dazu. ›grins‹. Also ich polarisierte, und das nicht freiwillig. Aber weg von mir.

Können wir Sympathie aus uns herauskitzeln?

Eine gute Nachricht habe ich dazu: Das geht. Es gibt aber auch immer die Kehrseite der Medaille: Es ist nicht einfach. ›zwinker‹. Ich kann jedenfalls sagen, dass sich mein „unsympathisches“ Blatt schon etwas gewendet hat. :D

Ich habe mich immer meiner eigenen Sympathie unsicher gefühlt, und hatte große Angst vor Zurückweisung! Klar – habe ich sie schon von Kindheit an erfahren. Langsam veränderte ich mein Verhalten. Ich wurde reservierter und kühl … eine reine Selbstschutz-Maßnahme klarerweise. Damit riskierte ich umso mehr Körbe. Da half mir auch das aufgesetzte Dauerlächeln nix.

Sympathie ist irgendwie auch eine Selbstprophezeiung! Denn wenn wir meinen, dass uns andere Menschen klasse finden, verhalten wir uns auch automatisch ganz anders! Freundlich, wärmer und das hat den Effekt, dass uns unser Gegenüber tatsächlich sympathischer findet! Ausschlaggebend war, wenn ich wieder auf meine Wenigkeit zurückgreifen darf, mein authentisches SEIN. Eine Sympathieträgerin wird, glaube ich nie aus mir werden, muss es auch gar nicht! Ich habe hart an meine Kanten und Rundungen gefeilt um „echt“ zu sein, und diese Echtheit muss auch nicht jedem gefallen.

Aber, wie werden wir jetzt sympathischer?

Wir Menschen lieben und suchen beständig die Bestätigung und Zuneigung, darüber lässt sich nicht streiten. Fakt ist, wir manipulieren ständig. Es ist wirklich so! Jedes „Werben“ um Zuneigung eines Menschen oder eines Partners in spe … jede liebevolle Verführung in der Beziehung, ist letztendlich ein Manipulationsversuch. ›lach‹ Ganz klar, dahinter steckt das Grundbedürfnis gemocht zu werden! Ein tiefes und sehr authentisches Bedürfnis.

Leider gibt es auch Menschen, deren Absicht eine ganz andere ist: Sie nutzen ihr Gegenüber aus und fügen der Person gewollt Schaden zu! Aber davon möchte ich heute nicht schreiben. :-( Ich möchte die positive Absicht verfolgen. Kurz und gut, es nichts Verwerfliches sympathischer wirken zu wollen! Das ZIEL das wir damit verfolgen, macht den Unterschied.

Über alles wird geforscht und auch tatsächlich, über Sympathie. Und die Forschung bestätigt, dass Menschen, die sich gegenseitig „gut“ finden und mögen, ihre Verhaltensweisen gegenseitig anpassen! Was uns aber unterstützen wird, um mehr Sympathie auszustrahlen, habe ich uns hier zusammengefasst:

  • Ich konnte auf meinem Weg der Veränderung immer wieder feststellen, dass ein ehrlich gemeintes Kompliment wahre Wunder bewirken können! Ich finde es keinesfalls plump, jemandem den ich gar nicht kenne, zu sagen, dass ich ihn sehr höflich und aufmerksam finde! Es ist das Grundprinzip der Sozialpsychologie, dass mir immer wieder erklärt wurde. Es bedarf ein wenig – falsch – es bedarf sehr viel Mut, es auszusprechen … jedenfalls die ersten Male. >händezusammenschlag<.
  • Mit einem offenen Lächeln auf andere zugehen. Denn wenn ein anderer Mensch das Gefühl hat, dass wir ihn mögen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass diese Einstellung auf jeden Fall erwidert wird.
  • Augen sagen mehr als tausend Worte … hinter dieser Meinung stehe ich zu 100 %. Ein wacher freundlicher Blickkontakt unterstreicht unsere Authentizität und Glaubwürdigkeit! Er signalisiert Aufmerksamkeit, im Gespräch ohnehin das Wichtigste, aber auch bei einem flüchtigen „Hallo“.

Es gibt da aber auch noch ein paar andere Methoden, die Einfluss darauf haben können, wie sympathisch wir auf andere wirken. Diese Tipps habe ich aus einer sehr interessanten Schulung mitgenommen. Der „Erfolg“ war auf meiner Seite! Besonders hilfreich und gut anwendbar, wenn Du in der Dienstleistung oder einer Führungsebene tätig bist!

  • Fordere andere auf, über sich zu reden. In uns allen Menschen steckt ein kleiner Narzisst. Eine Unterhaltung fühlt sich für uns gleich um Welten wertvoller an, wenn wir über uns selbst erzählen können. Frage viel und Deine Beliebtheit wird sich verändern. Schenke Deinem Gegenüber genügend Zeit. Es macht Dich auch zu einem guten Zuhörer. :D
  • Gleich und gleich gesellt sich gern? Natürlich … meistens jedenfalls. Deshalb betone die Gemeinsamkeiten! Es macht auf Anhieb sympathisch. Natürlich sollst Du nicht das erzählen, was der andere hören möchte, bleib immer ehrlich und authentisch. Nicht „echt“ rüberzukommen wird entlarvt. IMMER! Und das mag niemand. Das Gespräch wird Gemeinsamkeiten herausfiltern und diese kannst Du dann in den Vordergrund stellen.
  • Lass die Selbstaufwertung! Damit meine ich jetzt nicht, dass Du von Dir nichts halten sollst, ganz im Gegenteil – DU bist TOLL wie DU bist! Es ist tatsächlich so, dass „Ach wie bin ich toll“ Kommunikation, abstoßend auf uns wirkt. Außer, es geht um ein Bewerbungsgespräch. ›lach‹.
  • Menschen, die ihre Verbindlichkeiten beweisen mag ich zum Beispiel total! Das gilt auf allen Ebenen. Ob es nun um Pünktlichkeit geht oder um Zusagen, die ein gehalten werden sollten. Ich mag Menschen auf die Verlass ist! Menschen, die ich einschätzen kann und wo ich nicht enttäuscht werde. Sei auch DU ein solcher!
  • Auch mal Schwäche zeigen und dazu stehen. Es wäre ein großer Fehler sich fehlerlos zu geben. Ich kenne Menschen, die verschwenden ihr ganzes Leben bei diesem Versuch! Hallo  … wir sind keine Götter. Zeige Mut zur perfekten Unperfektheit. Sprich über Deine Fehler, das ist nichts Wildes. Das können ganz belanglose Dinge sein die Dein Gegenüber vielleicht sogar sehr charmant finden kann?

Das waren die Punkte, die ich mir gemerkt und auch anwende. In Wahrheit ist es gar nicht so schwierig, sympathischer auf andere zu wirken. Oder ich kann es auch mit nur einem Satz formulieren: Verschenke DEINE Sympathie, dann kommt sie auch bestimmt zu Dir zurück! Heute kann ich sehr gut damit leben, dass mich einige eben nicht so „gut“ und sympathisch finden. Über den Rest, die sich freiwillig und gern in meiner Nähe aufhalten, bin ich allerdings sehr sehr dankbar und glücklich. 

Und Du so? Wie würdest Du Dich beschreiben und „einreihen“? Ich freu mich, wenn Du mir einen Kommentar da lässt!

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Die liebe Achtsamkeit … sie ist ein besonderer Wahrnehmungs- und Bewusstseinszustand. Sie ist eine Persönlichkeitseigenschaft, die wir lernen und, wer möchte, auch vertiefen können. Schaut man mit „historischen“ Augen“ auf diesen Begriff, finden wir ihn in der Buddhistischen Lehre und in der Meditationspraxis wieder. Meine ersten und ganz bewussten Erfahrungen mit der Achtsamkeit hatte ich im Rahmen verschiedener Psychotherapie Methoden.

MINDFULLNESS, auf Deutsch ACHTSAMKEIT. Diese Worte begegnen uns ja sehr häufig! Vielleicht kennst Du ja Menschen, die Dir schon mal mehr Achtsamkeit für Dein Leben ans Herz gelegt haben?

Ich war kein achtsamer Mensch …

„Für sowas hab ich schon mal dreimal keine Zeit!“ Das war meine Standardantwort, wurde früher darüber geredet. Ich verdrehte meine Augen, wenn mir Leute das „nur sein“ vermitteln wollten und beispielsweise mir erklären wollten, was passiert, wenn ich ein Stück Obst im Ultra-Schneckentempo, dafür mit vollster Hingabe und Genuss verspeise!

Eine mentale Hygiene wird sich einstellen und es würde mir mit etwas Übung auch bald gelingen „widerstandsfähiger“ in meiner Leistungsgesellschaft zu Recht zu kommen. „Jeder wie es ihm gefällt …“, das war mein Standpunkt dazu, und somit war das Thema wieder vom Tisch.

Bis ich ein paar Jahre Später mein zweites Burnout eingesackt hatte und ich auf eine längere REHA fahren musste. Ich nahm in einer Gruppe Platz, in der darüber geredet wurde, sein Bewusstsein zu stärken und resistenter zu machen, um ausgeglichener und bewusster sein Leben gestalten zu können. Ich hab es noch genau im Kopf, was mir damals so durch den Kopf ging:

„Was? So viel Fokus NUR auf mein „SEIN“ legen? Wut und Ärger darf ich nicht mehr diesen Raum geben, wie ich bisher getan habe, weil es nicht der mentalen Reinigung dienlich ist? Aber ein sediertes „eingeschlafenes“ Bewusstsein“, dass nur noch um mich kreist, soll in mir einen Wandel einleiten? Das ist keinesfalls meine Welt, … ich will hier weg!“

Ich sollte mir also alles abgewöhnen und wegtrainieren, was ich mir mühevoll zurechtgelegt hatte. So kam ich zu meiner Achtsamkeit. Ungewollt und mit einem „es wäre jetzt schon wichtig, umzudenken …“

Warum habe ich Dir von diesen Momenten erzählt?

Weil ich noch vor einigen Jahren, absolut nix von all dem wissen, lesen und schon gar nicht hören wollte! Für viele Menschen ist es schwer, sich nur von einem Moment in den anderen bewusst zu bewegen und zu leben. Viele planen und machen ihre Arbeit schon Wochen oder sogar Monate im Voraus. Sie sind mit ihren Gedanken immer einen Schritt weiter. Beim Sport gedanklich schon beim morgendlichen Meeting. Bei einer wohltuenden Massage achten sie nur auf die Signale ihres Handys, das mit in den Behandlungsraum muss. Und im Auto denken sie über mögliche organisatorische Möglichkeiten nach um am Wochenende etwas Gelungenes für Freunde und/oder Familie auf die Beine zu stellen!

Oh ja, selbst beim Schreiben überkommt mich noch das Gefühl aus dieser Zeit! Ich kenne es wirklich gut! Allerdings ist das ein altes Kapitel aus einem alten Buch. Himmel sei Dank! >händezusammenschlag<

Diese Zeit hat viele Veränderungen mit sich gebracht. Das reifer werden tat sein Übriges. Ich habe mir aus unzähligen Therapien, einiges für mich passendes an Handwerkzeug mit genommen. Ich konnte nicht mit allem etwas anfangen, ABER ich habe bemerkt, dass ein achtsamer Bewusstseinszustand, das Wohlbefinden in mir gesteigert hat!

Achtsam im Moment, OHNE zu bewerten

Für viele Menschen ist DAS KEIN Normalzustand! Eine Menge Leute hängen mit ihren Gedanken entweder in der Vergangenheit fest, oder sie planen schon Lichtjahre voraus. Nicht wissend was die Zukunft bereitstellt. Dieses Denken wird oft von der Hoffnung begleitet, dass sich irgendwann mal ein zufriedener Zustand einstellen wird. 

Ein achtsam lebender Mensch, tickt da etwas anders. Er achtet auf den Moment, der gerade ist  – ohne ihn zu bewerten. Ein sehr entscheidender Aspekt der Achtsamkeit! Achtsam zu leben, bedeutet diese Bewertungen sein zu lassen, und sich wirklich auf das zu konzentrieren, was IM MOMENT außerhalb der Gedanken geschieht.

Keine Meditation funktioniert ohne Achtsames SEIN

Denn das Konzept der Achtsamkeit kommt aus dem Buddhismus, indem die Meditation eine große Rolle spielt. Achtsamkeit ist eine Haltung, die uns schult, nach innen zu horchen! Dieses Bewusstsein, können wir lernen. Ich begann damals mit den sogenannten „Body Scan“ Übungen, die gemeinsam in der Gruppe auf meiner Reha mehrmals wöchentlich, stattgefunden haben. Dabei wird systematisch beobachtet, was an den verschiedenen Stellen im Körper gerade so abgeht, OHNE zu bewerten. ›lach‹

Als weitere Folge wurden kurze Meditations-Momente eingebaut, gefolgt von einfachem Yoga und Thai Qi. Ich hatte sehr schnell meinen Gefallen daran gefunden und nahm mir diese Werkzeuge mit, in die Welt, die draußen wieder auf mich wartete. Vor allem kam ich bei der Meditation auf meine Kosten. Dabei geht es um die Konzentration. Der Fokus, der sich vor allem auf den Atem legt, hilft mir bei ganz vielen Dingen, die ich im Alltag integriere. <3 Beginnend mit anfangs 20-30 Minuten, die für mich manchmal endlos dauerten.

Heute verteile ich mehrere Einheiten in meinen Alltag. Immer unterschiedlich und je nachdem wie ich es brauche und es mir guttut. Manchmal sind es nur 5 Minuten Stille. Abends allerdings, geht es kaum ohne eine Meditation, die mich auf meinen Schlaf vorbereitet. Sehr zu empfehlen, für Menschen, die schlecht einschlafen können und kopftechnisch, schwer zur Ruhe kommen!

EMPFEHLENSWERT:

Ich mache all meine Sitzungen und Übungen mit der 7 mind App. Meine beste Freundin und tolle Begleitung! Hier findest Du geniale Meditationen, Grundlagen was aktuelle Themen betrifft, sehr viel Wissen und Techniken über Meditation und Achtsamkeit. Was ich besonders liebe, sind die Fantasiereisen zum Einschlafen oder Schlafgeschichten. Wirklich toll!

Schlussgedanke …

Achtsamkeit, Mindfullness … es mögen vielleicht Modewörter sein, aber ich sehe heute MEHR darin! Ein achtsames, bewusstes Leben hilft uns unseren Alltag angenehmer zu gestalten. Sie nimmt den stressigen Situationen, den Wind aus den Segeln. Ich bin wieder mal das beste Beispiel dafür, sonst hätte ich nicht darüber schreiben wollen. :D Mir gelingt es jetzt, die Momente besonders die guten, sehr bewusst zu erleben. Die weniger guten werden anhand eines angeeigneten Mindsettings, das aus vielen Teilen der Achtsamkeit und der Meditation und eines besseren Lebensstils bestehen, klein gehalten! So schütze ich meine Psyche und entschleunige mein SEIN.

Es tut mir tatsächlich leid, dass ich das Ding mit der „Achtsamkeit“ solange Zeit belächelt habe und als „Esoterik-Mist“ abgestempelt und in die Ecke verfrachtet habe. :-(
Mein Leben hätte von den positiven Auswirkungen schon früher profitieren können!

„Welchen Vorsatz DU DIR auch immer vorgenommen hast, versuche SANFT und ACHTSAM mit Dir selbst zu sein … und das bei allem was Du tust …“

Glück und Wohlbefinden soll in unserer Gesellschaft zum Normalzustand werden, das wünsche ich mir, indem wir in uns hineinhören, was wir wirklich brauchen. Ich wünsche Dir eine gute Zeit, pass auf Dich auf und Du darfst mich gerne mit lieben Menschen teilen ›zwinker‹. Ciao bis ganz bald.