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Geht das denn schon wieder los?

Warum es uns auch mal scheiße gehen darf. Ich überlege seit Wochen, ob ich darüber schreiben, oder es besser lassen soll? Aber für mich ist es heute ein Muss. Vielleicht gibt es ja da draußen noch jemanden, der diesen Tag mit mir teilt. Der auch seine Kopfhörer auf Lautstärke Doppel rot drückt und sich in der Musik verflüchtigt.

Warum nur fühlen sich diese Tage an denen ich meine energetischen Massagen habe, jedes Mal so „bescheiden“ an? >stirnrunzel<. Warum ziehen mich diese Gefühle, die sich daraus entwickeln, so richtig runter? Warum kann ICH zwei Tage danach nichts mit mir anfangen? Ich kann keine Energie aufbringen. Ich schaffe es gerade mal so aufs Bett. Selbst die Hunde müssen auf mich verzichten. :-(

Was bremst mich gerade aus? Und warum? Und warum noch immer? Und warum frage ich so doofe „Warum Fragen“ ich weiß doch das sie mich nicht weiter bringen …

Früher, hätte mich jemand gefragt was denn los sei, hätte ich geantwortet: „Ach was, alles gut!“ Heute kann ich das aber nicht mehr. Es wäre gelogen und es wäre ein direkter Angriff auf die Ehrlichkeit meiner Gefühle.

An solchen Tagen reagiere ich übersensibel. Es fühlt sich an, als würde ich mit einem Bein, mitten in eine Depression zu hüpfen! NEIN. Das brauch ich nicht mehr und vor allem fühlt es sich unlogisch an!

Zwei Stunden liege ich auf der Reismatte und genieße sogar manchmal. Ich mag die Kombination aus Shiatsu und Energiearbeit. Diese manuelle Therapieform – wenn sie richtig gelehrt wurde, davon halte ich sehr viel. Eben nur nicht von den Gefühlen die mich danach überrollen. Und das schon seit vielen Wochen.

Nach dieser Behandlung wird mir jedes Mal bewusst, dass ich an noch so vielen „Stellschrauben“ drehen muss. Schließlich tue ich das seit fast 5 Jahren! Und zwar genau aus einem Grund: Um Rückfälle auszuschließen, zu minimieren. Und ich würde meinen, es gelingt mir fantastisch gut … 

Und dann ist da dieser Tag in der Woche, der mir etwas anderes sagen will. Er zerstört meine jahrelange Arbeit mit mir selbst. Jedenfalls glaube ich das.

Wenn ich aber nach Stunden meine Kopfhörer wieder auf normale Lautstärke drücke, ein paar Stunden wie im Koma geschlafen habe, könnte ich auch sagen, das ein beschissener Tag zwischen ganz vielen guten Tagen, noch lange kein Grund ist auszuticken, … in Angst zu verfallen … Es ist einfach nur ein Tag, an dem es mir eben nicht gut geht!

Und langsam beginne ich zu realisieren, dass diese(r) Tag(e) etwas sehr Wertvolles für mich sind. Es ist zwar nicht so, dass ich ohne solche Tage nicht leben könnte, aber diese Tage überbringen mir Botschaften …

Nein, eigentlich stellen mir diese Tage Fragen:

  • Ist es der richtige Weg für mich?
  • Denke ich schon wieder zu weit nach vor?
  • Teile ich meine Kräfte richtig ein?
  • Mache ich mir zu großen Druck?
  • Wovor habe ich genau Angst?

Während ich mir diese Fragen genauer ansehe, … ich denke. Ich schreibe sie auf. Ich zerlege sie und komme zu hilfreichen Antworten.  Ich sage mir dann: „DANKE beschissener Tag, Du hast Deine Berechtigung. Denn möglicherweise, habe ich an den vielen „guten“ Tagen, den Kontakt zu ein paar wichtigen Baustellen abgebrochen? Ich sollte sie besichtigen und nochmal näher anschauen ›lächel‹.

Eines steht jedenfalls fest:

Einiges in meinem Inneren schlägt noch zu große Wellen. Es ist wichtig DAS zu akzeptieren. Es liegen über fünfzig Jahre Vergangenheit hinter mir. Die kann selbst ich nicht in fünf Jahren glätten. Fünf Jahre lebe ich nun ein total anderes Leben. Veränderungen sind Prozesse. Vieles kann man selbst noch nicht glauben. :D Wie ich selber immer schreibe: Geduld und Zeit. Mehr braucht es nicht.

Deshalb habe ich beschlossen, diese Tage als Chance zu sehen. Ich werde an gewissen Stellen in meinem Leben noch nach schrauben müssen.

Für nächste Woche habe ich mir vorgenommen, aus diesem Tag einen ganz besonderen zu machen. Ich werde ihn zelebrieren. Ja genau. Entweder ich höre noch lauter meine Musik oder ich werde ganz still. Alles darf sein, wie ich es gerade brauche und für notwendig halte.

Wenn ich aus den guten Tagen so viel Energie nehmen kann, dann wäre es doch traurig, die ganz besondere Energie aus nicht so guten Tagen total verpuffen zu lassen?

ES IST NUR EIN SCHLECHTER TAG … UND KEIN SCHLECHTES LEBEN!

Heute danke ich Dir fürs zuhören. <3
Ich wünsche Dir natürlich NUR gute Tage und falls doch ein fauler dabei ist, dreh die Musik lauter ›lach‹

Sei gut zu Dir.

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Es ist sehr einfach, sich pudelwohl zu fühlen, glücklich und zufrieden zu sein und in seiner Mitte zu ruhen, wenn im Außen, also alles um uns perfekt läuft! Wenn sich die Dinge so entwickeln, wie wir es uns erträumen. Wenn wir alles unter Kontrolle und fest im Griff haben. Wir mit Menschen umgeben sind, die genau auf unserer Welle reiten und sich auch so verhalten wie wir es mögen.

Ich muss gerade etwas schmunzeln. Weil gerade ich, mich zu diesem Artikel hingezogen fühle. Für mich gab es nur zufriedene Tage, wenn mein Morgen auch ohne Probleme begann. Das bedeutet kein Stress am Morgen, keine Diskussionen oder zu viel Gerede. Keine Anrufe und keine Menschen, die auf mein „Guten Morgen“ nicht reagierten … das entschied sich alles in den ersten zehn Minuten nach dem Aufstehen. Die äußeren Umstände waren dafür verantwortlich, auf welchen Level meine „Zufriedenheit“ stand.

Wie sehr werden wir von Außen beeinflusst?

Was, wenn die äußeren Umstände nicht mitspielen und unsere Zufriedenheit und unser Wohlergehen dadurch ausgebremst wird? Was wenn etwas eben nicht so wie geplant läuft?

Wie geht es Dir, wenn Du schon am frühen Morgen einen Anruf bekommst, der Dich unter Druck setzt. Der Dir Deinen ganzen Tagesablauf durcheinander wirft? Wenn Hindernisse daherkommen oder Du durch oder von jemanden enttäuscht wirst?

Stelle Dir diese Fragen bildlich vor und versetze Dich in eine solche Situation. Ich bin mir ganz sicher, dass Du eventuell vor ein paar Tagen genau in so einer Lage gesteckt hast. ›zwinker‹

Es kommen Umstände auf, die nicht kuschelig sind.

  • Was sagt Deine Zufriedenheit?
  • Wie meldet sich Dein Wohlbefinden?
  • Und wie lange ruhst Du in Deiner Mitte … ?

Los, sag schon … Hand aufs Herz. Ist nicht so ganz einfach, habe ich recht?
Ich muss dazu sagen, ich kenne schon Menschen, die es tatsächlich schaffen in keiner Lage Ihre Zufriedenheit und Ihr Wohlbefinden aus den Augen zu verlieren! Und ich sage Dir noch etwas: DAS waren die Menschen, die mich damals fasst, verrückt gemacht haben! Dieser nie aus der Bahn zu Werfende zufriedene Gesichtsausdruck machte mich wahnsinnig und eifersüchtig zugleich.

Also es gibt sie schon, diese Ausnahmen. Aber bei den meisten Menschen ist es anders. Die innere Balance und die liebgewonnene Zufriedenheit sind vorbei. Vorbei ist der Flow und das eins sein mit sich und dem Leben :-) …
Es ist eine menschliche Tatsache, macht aber alles nur noch schlimmer.

„DU bist für Dein Glück selbstverantwortlich meine Liebe …“

Dieser Satz flog mir immer um die Ohren von diesen „in sich ruhenden Menschen“, die mich wahnsinnig machten. Ich hatte schon genug, dass der Tag frustrierend begann. Stressig und richtig „bescheiden“ war! Die Klugschwätzer Zitate konnte ich damals gar nicht haben.

Für mich hörte sich das immer so an, als sei ich selbst an den Dingen schuld, die in meinem Leben nicht rund liefen.
Wenn im Außen alles zu Wünschen übrig lässt, stoßen solche Ansagen bei den meisten Menschen auf Ablehnung und Widerstand.

In diesem Artikel möchte ich aber nicht der Schuldfrage für irgendetwas nachgehen, sondern vielmehr der Frage:

  • WAS bestimmt über unseren Gemütszustand und unserer Zufriedenheit?
  • WER kann diesen Zustand verändern?
  • Wem geben wir eigentlich so viel Macht darüber?

Zufriedenheit und die Abhängigkeit

Es ist einfach so. Wenn wir unser Wohlbefinden und unsere Zufriedenheit vom Außen abhängig machen, haben wir unweigerlich Stress und springen von einem Problem in das andere. Warum? Weil wir keinen Einfluss mehr auf unsere Zufriedenheit haben. Wir sind dem Leben und den Menschen voll ausgeliefert.

Ich komme wieder mal mit einem Beispiel:

Wir fühlen uns gut, weil wir ein schönes Kompliment bekommen haben. Oder, weil wir Anerkennung für unsere geleistete Arbeit erhalten haben. Wenn das nicht geschieht, sind wir bei weitem nicht so gut gelaunt. Jemand sagt etwas oder sagt etwas nicht … davon machen wir unsere Zufriedenheit abhängig. Wir reagieren auf Knopfdruck anderer Menschen.

Sicher wird nicht jeder Mensch und jede Situation unsere Knöpfe drücken können, aber glaube mir, es wird immer genügend geben, die Einfluss auf unser Wohlbefinden haben. Oftmals reicht schon die Warteschleife am Telefon, ein Regenguss, die Unpünktlichkeit einer Person oder das Verschütten der Kaffeetasse, um negative Stimmung aufkommen zu lassen.

Es ist die Welt da draußen, die unseren inneren Zustand diktiert.

Automatisch ist die Angst dabei

Wenn wir es zulassen, dass unsere Zufriedenheit von Außen abhängt, ist die Angst sofort dabei.

  •  ANGST, etwas NICHT zu bekommen. Wie Geld, Job, Anerkennung, Komplimente, Liebe …
  •  ANGST, etwas ZU bekommen, was wir uns nicht wünschen. So wie Krankheit oder Einsamkeit …
  •  ANGST zu verlieren was wir lieben.

Egal um welche Angst es sich handelt, Angst macht immer unsicher. Sie hindert uns in so vielen. Wir sind dadurch unentspannt und können Dinge nur sehr selten gelassen entgegennehmen. Unbewusste Angst, lässt uns Menschen auch gerne in einen Kontrollwahn gleiten. Man möchte alles im Leben schön im Griff halten. Situationen und Menschen werden manipuliert, in der Hoffnung, dass es einem danach besser geht!

Ich weiß, dass das sehr viel Kraft kostet. Jede Menge Aufwand der aber auf Dauer nichts bringt.
Andere Menschen und den Stand der Dinge werden wir nie wirklich kontrollieren können.

Was wir allerdings schon unter Kontrolle haben, ist unser Innenleben. Wir haben zwar nicht die Macht zu entscheiden was wir erleben, aber wir können immer entscheiden, wie wir mit dem Erlebten umgehen! Das ist das Wichtige daran.

Innere Zufriedenheit ist die Voraussetzung für ein schönes Leben

Was heißt das im Klartext?

  • Dankbar sein, um Glück zu erfahren.
  • Selbstliebe … ein großes Thema! Sich selbst lieben um geliebt zu werden.
  • Sich selbst anerkennen, um anerkannt zu werden.
  • Positiv denken, auch wenn es nicht immer leicht ist.
  • Den eigenen Einfluss auf unser Wohlbefinden, NIEMALS unterschätzen!

Deshalb macht es auch sehr viel mehr Sinn, sich um unser Innenleben zu kümmern und somit zur nachhaltigen Zufriedenheit vorzustoßen. Wir alle sollten weit mehr egoistisch denken, wenn es um unser Wohlbefinden geht! ›lächel‹

Mir ist vor ein paar Jahren der „Knopf“ aufgegangen wie man bei uns so schön sagt. Diese Menschen, die mich früher mit Ihren „Klugscheißer – Zitaten“ beinahe wahnsinnig gemacht haben, sind heute Menschen, von denen ich sehr viel lernen durfte. Sie haben mir den Rat gegeben, mich nicht mit weltbewegenden Veränderungen auseinanderzusetzen, sondern mich auf kleine Kurskorrekturen zu konzentrieren. Damit es mir gut geht und immer besser gehen wird.

Und genau das möchte ich Dir auch weitergeben. Sei gerne egoistisch, wenn es um DEIN Innenleben, Deine Zufriedenheit und Dein Wohlbefinden geht … schließlich haben wir nur das eine Leben. ›zwinker‹

Halte immer wieder an und frage Dich: Was kann ich für mein Wohlbefinden tun, dass diese Zufriedenheit auch bleibt.

Viel Spaß bei Deiner „Kurskorrektur“.

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Man sollte ja wirklich meinen, dass mit dem Alter alles besser wird in beruflicher Hinsicht. Doch dem ist leider nicht so. Ich kenne so viele Frauen, die ab 40 beginnen, ihren Job regelrecht zu hassen. Sie sind so richtig unglücklich und unzufrieden was ihr Berufsleben betrifft. Gründe dafür gibt es einige. Fehlende Perspektiven, mangelnde Wertschätzung, zunehmender Stress und immer mehr Familien-feindliche Arbeitszeiten! Oft spielt auch die ständige Routine eine Rolle, die nicht mehr glücklich macht.

Der Idealzustand wäre: Am Morgen aufzuwachen und sich auf den kommenden Arbeitstag zu freuen. Du bist entspannt, glücklich, voller Ideen und mega motiviert. Mit diesem Sack voller positiven Gefühle verrichtest Du Deine Arbeit und kommst abends wieder glücklich und zufrieden nach Hause …, wenn Du zu diesen Frauen gehörst, gratuliere ich Dir aus tiefstem Herzen und Du kannst hier aufhören zu lesen … Ciao, wir lesen uns ein anders Mal wieder!  :-) wenn Du allerdings zu denen oben beschrieben Frauen gehörst, schon länger unzufrieden bist mit dem, was Du tust, und immer wieder mal mit dem Gedanken spielst alles hinzuschmeißen … dann bitte bleib!

Manchmal ist „alles hinschmeißen“ der richtige Schritt … manchmal

Also ich habe es genauso getan. Verkürzt erzählt: 35 Jahre war ich total happy in meinem beruflichen Tun und Sein. Bis ich eines Tages keine Freude mehr empfand. Meine Verpflichtungen nicht mehr erfüllen konnte, dadurch total unter Druck gesetzt und krank wurde. Ich kündigte nach einem Gespräch mit meinem Boss und verließ noch am selben Tag die Firma … Klug, war es damals nicht, da ich auf alle finanziellen Zahlungen verzichtete. Der erste Gedanke war, pure Erleichterung … der Schock kam erst später. Das ist mit „manchmal“ gemeint.

Es lohnt sich vorher anzuhalten und genau hinzuschauen

Viele Menschen wechseln ihre Arbeit, tauschen das Team, den Beruf oder stürzen sich sogar in eine Selbständigkeit, in der Hoffnung, dass dann alles anders wird und sie wieder glücklich sind mit dem was sie tun! Dabei müssen sie nach einiger Zeit frustriert feststellen, dass sich nicht wirklich etwas verändert hat. Wie sagt man so schön? Ein Übel gegen ein anderes eingetauscht zu haben …

Dabei ist die Reihenfolge anders. Erst wenn wir uns selbst verändern, verändert sich alles! Du musst also zu Dir kommen und aufwachen, damit es anders werden kann. Eigentlich könnten wir in jedem Job glücklich sein, ganz egal was wir tun, denn Wohlbefinden ist unser Naturzustand. Das Widersinnige daran ist, sobald wir das erkennen, wird es für uns wesentlich einfacher, den Job zu erschaffen und zu machen, der uns wirklich Spaß macht! Jetzt aber möchte ich näher auf all das eingehen …

Warum sind so viele unglücklich mit dem was sie tun?

Menschen haben Bedürfnisse und wenn diese nicht erfüllt werden, stellt sich eine Unzufriedenheit ein. Manchmal starten wir sogar nicht ratsame Versuche, diese Bedürfnisse in irgendeiner Form zu füllen. Frage also: WAS brauchen wir?

  • Sicherheit
  • Entfaltung und Entwicklung
  • Anerkennung und Lob
  • Verbundenheit
  • Das „Warum“

Sicherheit … dabei spielt Geld eine große Rolle

Ohne Geld kann kein Mensch seine Grundbedürfnisse erfüllen! Essen, Kleidung und wohnen kostet Geld. Haben wir das nicht, leidet die Zufriedenheit und Existenzängste sind Dauerbegleiter. Als ich meinem Job fluchtartig Good bye gesagt habe und meine Reserven an Geld aufgebraucht waren, stand ich eine kurze Zeit am Existenzminimum. Ich lebte damals groß und laut, das kostete natürlich. Ein Schritt nach oben ist immer einfach, allerdings die Treppe herunterzusteigen, nicht! Nicht wissend, wie man die nächste Miete bezahlen soll, ebenso wenig.

Also wäre ein Job mit höherem Einkommen tatsächlich etwas sehr Angenehmes. Das war’s aber auch schon. Ich kenne so viele Menschen, die denken, sie wären glücklicher in ihrer Arbeit wenn sie mehr verdienen würden … ein totaler Irrtum. Denn sobald die Grundbedürfnisse gestillt sind, kann mehr Geld den Glückszustand auch nur kurzfristig erhöhen! Menschen mit mehr Geld sind sehr oft deprimiert darüber, wenn sie feststellen, dass sie eigentlich alles haben und dennoch unglücklich sind!

Umgekehrt, wenn wir in unserem Job glücklich sind, arbeiten wir produktiver und engagierter. Die Chance mehr zu verdienen steigt. Somit ist es ratsam, NICHT dem Geld nachzulaufen, in der Hoffnung dann glücklicher zu sein. Drehen wir den Spieß um – schauen wir zuerst wo und wie wir glücklich arbeiten können?

Mehr Geld macht nicht glücklich …, aber es schenkt wenigstens Sicherheit. So denken viele. Ich weiß heute das Geld kein inneres Gefühl von Sicherheit gibt. Auch wenn ich damals eine Million am Konto liegen gehabt hätte, hätte dieses Geld meine unsicheren Gedanken und Ängste nicht wegmachen können!

Entfaltung und Entwicklung

Unsere Seele wünscht sich, sich entfalten zu können … genauso wie Weiterentwicklung! Neues zu lernen, Erfahrungen zu machen und vieles auszuprobieren. (UN)mögliches möglich zu machen. Das eigene Potenzial frei lassen! :D

Unser Kopf will und braucht Sicherheit. Er möchte die Dinge kontrollieren … auf der sicheren Seite sein und immer wissen was zu tun ist und wie es weiter geht. So wohnen zwei menschliche Bedürfnisse in uns, die in unterschiedliche Richtungen ziehen. Der Wunsch nach Sicherheit siegt häufig … leider oft auf Kosten des Glücks.

Wenn wir in ewiger Routine feststecken, langweilen wir uns zu Tode. Jedenfalls die meisten tun das. Wir müssen raus aus der Komfortzone, um uns zu entwickeln und zu entfalten!

Anerkennung und Lob

Jeder von uns wünscht sich Anerkennung und hat auch nichts dagegen mal gelobt zu werden! Nicht nur kleine Menschen genießen dieses Gefühl. Wir möchten uns einzigartig, besonders und gebraucht fühlen! Wir wünschen uns respektiert, wertgeschätzt und gesehen zu werden … und möchten uns auch fair behandelt fühlen. Auch oder gerade im Berufsleben, das ist normal und menschlich.

Ich weiß noch das genau diese Gründe in meinem Job dazu geführt haben, nicht mehr glücklich zu sein. Alles war zu wenig und das Menschliche blieb auf der Strecke! Ich sorgte als Führungskraft für regelmäßiges positives Feedback und ehrliche Anerkennung meiner Mitarbeiter. So etwas wirkt wahre Wunder. Die Etage oberhalb war hingegen sehr sparsam mit Lob und Anerkennung.

Ich weiß dass, was wir denken und ausstrahlen, geben und tun entscheidend für unser Glück ist … auch im Job. Dabei ist authentisch sein sehr hilfreich. Erst wenn wir UNS anerkennen, erhalten wir Anerkennung von außen.

Verbundenheit mit anderen Menschen

Gute Beziehungen am Arbeitsplatz sind ein wesentlicher Glücksfaktor im Job! Das kann jeder bestätigen der das erlebt hat. Ein positives Arbeitsklima und eine gute Teamarbeit sorgt nicht nur für gute Laune, sondern auch für eine fließende Zusammenarbeit, mehr Erfolg und Produktivität.

Sehr störend und unangenehm ist es hingegen, wenn dieses „Miteinander“ nicht zu finden ist. Das ist auch für viele Menschen der springende Punkt, ihren Arbeitsplatz zu wechseln. In meinem Team war es sogar so ausgelegt, dass für die Meisten die Beziehung in der Arbeit wichtiger war, als so manche Arbeitsaufgaben. :-) in dieser, meiner Erfahrung war das aber nicht weiter schlimm. Das „Gemeinsam“ wurde gelebt, jeder war glücklich und die Aufgaben wurden immer perfekt erledigt!

Auf was geachtet werden sollte ist, dass die richtigen Menschen nicht die falschen Aufgaben erhalten und die richtigen Aufgaben in einem schlechten Arbeitsklima ausgeführt werden müssen. Ich finde es immer so schade, wenn der Job an sich Spaß macht und genau das ist, was man sich vorstellt, gäbe es da nicht das verseuchte Arbeitsklima! 

Klarerweise ist es schwer bis unmöglich, sich im falschen Arbeitsumfeld wohl zu fühlen und auch richtig zu entfalten. Zu diesem Thema muss ich aber noch etwas sagen, ein schwieriger Arbeitskollege, Boss, aber auch Kunde, der immer wieder Deinen wunden Punkt drückt, kann Dir aber auch dabei helfen zu wachsen. Ich hatte viele solche Lehrmeister, für die ich natürlich erst im Nachhinein dankbar bin!

Dein persönliches „Warum“

Was und wie wir etwas tun, dahinter steht immer das Warum. Um im Job glücklich zu sein, muss unsere Arbeit Sinn haben (machen). Zu wissen „warum“ wir morgens gerne aus dem Bett steigen, ist die Motivation für einen glücklichen und inspirierenden Arbeitstag.  Unsere Arbeit sollte sinnvoll für uns sein. Das Warum, kann vieles bedeuten und ist für jeden ganz individuell. Ohne dieses Warum, wird es schwer und frustrierend. Deshalb finden und klären wir unser Warum, es hilft Klarheit zu gewinnen … wir werden dabei herausfinden, ob wir im jeweiligen Job glücklich sind oder ob wir herausgefunden haben, wo wir hinwollen. :D

Nachsatz:

Das waren die Kern-Bedürfnisse, die natürlich nicht bei allen gleich aussehen werden. Welche Bedeutung hat Arbeit in Deinem Leben? Nimm Dir ein wenig Zeit, herauszufinden ob und wenn ja, was Dir in Deinem Job fehlt! Was Du vielleicht beitragen kannst, um motivierter in Deinen Arbeitstag zu starten. Oder möglicherweise, herauszufinden was für einen Jobwechsel erforderlich ist.

Je klarer Du weißt, was Du möchtest und vor allem brauchst, umso leichter wirst Du Deinen passenden Job finden oder ihn Dir neu erschaffen. <3 in diesem Sinne … alles Liebe und ein klares WARUM Du morgens aus dem Bett musst. :-)

„Finde das, was Du liebst und begnüge Dich niemals mit etwas Geringerem.“

Steve Jobs
Lesezeit: 4 Minuten

Nichts ist mehr, wie es vorher war. Aggressionen, Vertrauensverlust und Rückzug  … das ist das Alltagsverhalten eines Menschen, der unter einer posttraumatischen Belastungsstörung leidet. Kurz PTBS genannt. Für Familienangehörige, speziell den Partner, ist es eine ganz besondere Belastung. So als sei der Herzmensch ausgetauscht worden! Manchmal zerreißt sich die ganze Familie regelrecht für eine rund um die Uhr Betreuung. Dabei wird leider immer wieder vergessen: Nur wer dabei auf sich selbst achtet und seine eigenen Bedürfnisse nicht zurückstellt, ist fähig die Fürsorge für seinen Partner zu übernehmen!

Letzte Woche hat mir ein Leser (ja, auch Männer lesen so manchen Beitrag) eine sehr „offene“ Mail geschickt die gleichzeitig aber auch ein Hilferuf war. Da mir dieses Thema selbst sehr am Herzen liegt, da ich selbst betroffen bin, wollte ich dieses Thema in einer Einfachheit aufnehmen und den ein oder anderen Erfahrungswert mit Dir teilen.

Information ist das Wichtigste

Damit der Umgang mit einem PTBS – Patienten richtig und sicher gelingt, ist es zunächst wichtig sich über die Krankheit bzw. das Krankheitsbild zu informieren. Die Symptome und die damit verbundenen Veränderungen sind nicht einfach und brauchen daher eine gute Aufklärung! Natürlich ist das Krankheitsbild von Patient zu Patient unterschiedlich.

Es gibt Menschen, die sich gar nicht mehr an das Trauma oder den gesamten Lebensabschnitt erinnern können. Andere wiederum haben das Erlebte im emotionalen Gedächtnis abgespeichert. Außerdem leiden Betroffene sehr oft an einer Abhängigkeitserkrankung oder Depressionen, die sich auch in Suizidgedanken äußern können! Im geschützten Rahmen eines stationären Aufenthalts hat der Partner die Möglichkeit sich zu stabilisieren. Für mich war es eine enorme Erleichterung, mich in „neutrale“ Hände zu begeben … durchzuatmen und mich „geschützt“ zu fühlen.

Es ist leider so, dass sich das Verhalten und die Persönlichkeit eines PTBS Patienten verändert. Es wirkt sich auf das ganze Leben, das ganze Umfeld aus. So besteht die Gefahr, dass das gemeinsame Leben nur noch durch die Krankheit bestimmt wird. Doch es gibt auch eine gute Nachricht. Es gibt zahlreiche Therapiemöglichkeiten und so muss die PTBS nicht ein Dauerleiden bleiben! Schön und sehr hilfreich ist es auch, den Rückhalt der Familie und des Partners zu spüren, der zu einem erfolgreichen Heilungsprozess führt.

Dazu ein paar praktische Alltagstipps

Ein PTBS erkrankter Mensch braucht sehr viel Sicherheit und Kontinuität! Ein traumatisches Erlebnis geht für das Opfer mit einer Verletzung der persönlichen Grenzen und deshalb mit einem Vertrauensverlust in die Mitmenschen einher. Bei einem Unfall zum Beispiel fehlt oft das Vertrauen in die Technik oder die Umwelt. Deshalb ist es wichtig, die Grenzen Deines erkrankten Partners bedingungslos zu akzeptieren und über bevorstehende Veränderungen offen zu sprechen. Verständnis steht an oberster Stelle! Ebenso Vertrauen …

In diesem Fall ist Routine im Alltag gut. Geregelte Essenszeiten, Spaziergänge und gemeinsame Entspannungsübungen. Leider sind Schlafprobleme oft ein Teil einer PTBS. Der „Begleitschutz“ am Abend ins Bett, kann dabei hilfreich sein, sich entspannter der Nacht zu widmen.

Außerdem sind Betroffene schneller gereizt, werden wütend und ziehen sich zurück. Sie stumpfen emotional ab. Wichtig dabei ist, diese Reaktion nicht auf sich selbst zu beziehen! Betroffene sehen sich selbst als eine Belastung. Sie äußern ihre Wünsche selten, weil sie nicht zur Last fallen möchten. Man kann helfen, indem man ausreichend Ressourcen für die Erinnerung des anderen hat und ihm zuhört. Dabei ist es für den Partner und die Angehörigen wichtig, die Balance zu halten, denn ein zu großes Mitgefühl kann dazu führen, dass sich der Betroffene in die Rolle des hilflosen Kindes verliert oder annimmt, man hätte kein Vertrauen in seine Fähigkeiten und sich dann abwendet.

Ich weiß, dass es trotz aller Anstrengung und Hingabe des Partners oder der Familie, immer wieder zu Konflikten kommen wird. Es kann vorkommen, dass ein PTBS erkrankter Mensch auch gewalttätig werden kann. Hier geht die eigene Sicherheit vor, auch ein Trauma kann Gewalt nicht entschuldigen! In solchen Situation darf auch mal ein negatives Gefühl wie Ärger oder Wut über den Partner sein.

Sich selbst Hilfe zu holen bedeutet nicht schwach zu sein!

Das Zusammenleben mit einem PTBS Partner ist vor allem für den Partner eine enorme Herausforderung! Deshalb ist es keine Schande sich professionelle Hilfe zu holen oder anzunehmen. Denn der „gesunde“ Part einer Beziehung muss ausreichend dafür sorgen, seine Energiereserven aufrechtzuerhalten. Kraftschöpfen, um sich so um das eigene Wohl zu sorgen. Nur so kann man dem Erkrankten eine verlässliche Stütze sein!

Gespräche mit Therapeuten helfen die richtigen Strategien zu finden um die Konflikte, die immer wieder aufkommen werden, richtig zu deuten und um in Frieden miteinander leben zu können. Als helfender und fürsorglicher Partner werden manchmal auch eigene Ängste und Sorgen oder sogar Zweifel hochkommen. Es ist wichtig all das loszuwerden. Ein Erfahrungsaustausch kann dabei sehr behilflich sein. Es gibt viele Hilfsangebote wie Selbsthilfegruppen in diversen Foren. Aber auch Kliniken bieten ein mal im Monat solche Gruppengespräche an (zumindest ist mir das in Österreich so bekannt).

Noch ein paar Gedanken zum Schluss

All das hier Be- und Geschriebene stammt aus meinen eigenen Erfahrungen und Beobachtungen. Einfach erklärt und ich denke gut nachvollziehbar.

Traumatisierungen hinterlassen immer Spuren! Jedoch kann ich berichten, dass Menschen, die ein Trauma in ihrem Leben erlitten haben, gut damit klarkommen können … ihr Leben danach viel bewusster wahrnehmen und auch leben! Sie sind emphatischer mit sich selbst und mit der Umwelt. Sie haben auf ihr Trauma hin, ihr Leben umgestellt.

Jede Aufarbeitung von traumatischen Erlebnissen, hilft in die Tiefen von sich selbst einzutauchen, mit sich selbst in eine Begegnung zu gehen. Es ist ein hoch intensives Arbeiten. Wenn man als Paar schafft, zusammen all das auszuarbeiten, passiert etwas sehr Magisches. Es ist so unsagbar viel Intensität und Liebe darin, was man als riesiges Geschenk sehen sollte! Auch wenn es immer wieder schwierige Tage oder Phasen geben wird, es fühlt sich gut an, aber vor allem fühlt man sich als PTBS Patient verstanden, geliebt und sicher aufgehoben! <3
Das ist meine Erfahrung …

Ich hoffe wirklich sehr, dass Du für Dich eine kleine Hilfestellung in diesem Beitrag finden konntest. Falls Du andere Erfahrungen oder Tipps für uns/mich hast – ich bin immer dankbar dafür. :-)

Ich wünsche Dir und Deinem Partner eine heilsame Zeit, die euch nicht auseinander, sondern noch mehr zueinander führen soll.

Lesezeit: 4 Minuten

Zweifel und andauerndes Grübeln. Permanentes kleiner machen als wir sind und nicht die beste Meinung von uns selbst zu haben … Angst vor den verschiedensten Entscheidungen. Wer von uns kennt sie nicht diese Selbstzweifel! So geht es vielen Frauen da draußen und so ging es auch mir. Unsere Zweifel sind oft viel zu groß und unser Mut lässt zu wünschen übrig. Ich frage DICH: Wo ist die Löwin in uns? In diesem Artikel möchte ich inspirieren und Mut in die Menge streuen … weil Zweifel kein Mensch braucht!

Jeden Morgen die selben Gedanken: Schaffe ich das? Bin ich dieser Herausforderung gewachsen und erfülle ich die Erwartungen? Bin ich „gut“ genug … „schön“ genug … „belastbar“ genug? Was wenn ich das nicht auf die Reihe bekomme. Was wenn mir ein neues, anderes Leben gar nicht gefallen sollte?

So in etwa begann mein Morgen. So waren Tag für Tag meine Gedanken. Über viele Jahre hindurch. Katastrophal wenn ich darüber nachdenke. Unser Kopf ist sehr oft voll davon. Zweifel sind nicht immer schlecht, aber sie hindern uns daran, die Beine in die Hand zu nehmen und endlich loszulaufen! Zweifel hindern uns etwas zu verändern! Und vor lauter Nachdenken, bleibt letztendlich alles so wie es ist und war. Die Zweifel sind größer als unser Mut. Wir bleiben am fetten Sofa hängen … wir träumen vom „offenen Meer“ ohne jemals die Aussicht auf neue Ufer zu genießen … glücklich macht das sicher nicht!

Wir gehen zu freizügig mit unserer Lebenszeit um

Das ist mein voller Ernst. Wir verhalten uns manchmal so, als würden wir noch ein zweites Leben in Reserve haben! Als hätten wir noch Unmengen an Zeit, unser Glück auf später verschieben zu können. Es gibt aber kein später … später ist das neue NIE. Unser Leben findet jetzt statt … JETZTjetzt in diesem Moment. Wenn wir nichts verändern, wird sich auch nichts ändern, dass ist nun mal so. Es gibt niemanden der die Veränderung für uns in die Hand nimmt … das wär ja noch das Schönste! :-) Für diese Gedanken entschied ich mich vor ein paar Jahren. Das Glück ist immer greifbar, man muss es nur an der Hand nehmen und kleine Schritte in eine andere Richtung wagen. :-)

Natürlich war es nicht so, dass ich meine Zweifel so einfach zur Seite schieben konnte. Sie waren da, aber sie hatten nicht mehr die Kraft von vorher. Das jahrelange Abwägen von Pro und Kontra, dass hin und her wälzen aller Gedanken und Ängste, hatten mich weder in meinem beruflichen noch in meinem privaten Entscheidungen weiter gebracht. Ganz im Gegenteil. In meiner freien Zeit schrieb ich sogar Listen … was ich tun sollte und wollte, mich aber nie traute. Ich war einfach feige, mir fehlte der Mut und es gab zu viele Menschen, die mich in meinem Tun behinderten.

Das Leben lenkt auch manchmal

Das Leben baut manchmal eine Kurve ein. Es zwingt Dich Dinge anders zu machen … anders zu denken. Bei mir war es meine Gesundheit, meine nie funktionierenden Beziehungen und der Tag an dem ich begann, mir eine Auszeit zu nehmen um nachzudenken … und mir ohne Zweifel über vieles klar zu werden.

In uns Frauen steckt eine Löwin: „Erhebe Dich und verändere Dein Leben mit neuer Leidenschaft UND ohne Zweifel!“

Die Welt braucht uns Frauen. Frauen, die sich trauen. Frauen, die inspirieren. MUTMACHERINNEN, die vom Zweifeln ins TUN gekommen sind. Das waren so meine Vorbilder und ich hatte echt das Glück vor einigen Jahren in genau dieses Umfeld zu kommen. Schicksal? Gut möglich. Diese Löwin muss nur in uns geweckt werden. Langsam wurde alles anders, alle Antworten tragen wir in uns selbst. Langsam erkannte ich, dass es nicht darum geht auf kreative Ideen, bestimmte Fähigkeiten, auf finanzielle Mittel oder den richtigen Moment zu warten – NEIN sondern darum, wie und wo man sich selbst sieht! Wenn ich privat und beruflich glücklich und erfolgreich sein möchte, muss ich den Blick auch auf mich selbst richten UND verändern!

Eine Löwin ist stark, wild und schön

Ein tolles Geschöpf der Natur deshalb gefällt mir der Vergleich auch so „tierisch“ gut. >lach< Jeder weiß auch, dass der Löwe im Tierreich der König ist. Und die Frage stellt sich nicht wer die Königin ist? Was uns aber von den Männern unterscheidet ist genau das was die Welt braucht. Unsere weibliche Stärke. Wir müssen uns nicht verstellen, wir sollen nur wir selbst sein und zu unserer Weiblichkeit zurück finden.

Ich wurde in einem Seminar zu Beginn meines „Umdenkens“ gefragt welches Tier ich in mir sehen würde. Welches Tier beschreiben würde … eine Löwin war definitiv nicht dabei. >lach< Es war eher eine Maus … etwas Kleines und Stilles. :-) Königin never! Der Glaube an mich war (noch) nicht vorhanden.

Ich muss jeder Frau raten,  je mehr man sich damit beschäftigt wie wir sein möchten, welche Resourcen in uns stecken, umso mehr wird sich unser Blick öffnen. Ein neues Bild von uns wird entstehen. Und die unscheinbare, stille Maus wird zu einer Löwin werden. Also Brust heraus, Schultern zurück und der Gang aufrecht … weg mit den Zweifeln, den Gedanken … das sich „klein machen“.

Verstecke Deine Stärken nicht!

Ich kann mich noch gut an die Momente erinnern wenn ich auf meine offensichtliche Veränderung angesprochen wurde. Es war mir unangenehm und beinahe peinlich. Ich fühlte mich wohler  alles versteckt zu halten … eine von vielen zu sein und schön brav in der Masse zu schwimmen. DAS habe ich ja schließlich fast mein bisheriges Leben so gemacht, darin war ich Profi . Ich ließ mich leiten von Entscheidungen der Anderen. Ich zog bei allem vorsichtshalber die Handbremse. Glücklich war ich dabei nie! 

Erlaube Dir stark und wild zu sein. Erweitere Deinen Blick. Sei stolz eine Frau sein zu können! Zeige Dich wie eine Königin und spiele Deine Stärken aus. Beruflich wie privat. Im Gegensatz zu früher übermannt mich heute ein warmes Gefühl bei dem Gedanken keine Maus sondern eine Löwin zu sein. Mit der neuen Einstellung zu mir selbst kam auch die Antwort auf die Frage was für mich richtig und wichtig ist im Leben. 

Ich habe einen Auftrag zu erfüllen, eine Passion. Ich möchte andere Frauen mit meinen Worten erreichen. Mut machen, die Angst nehmen, Inspirationen geben und ein „GO“ in die Menge rufen! :-) JETZT und nicht erst irgendwann. 

Manchmal braucht es für die wichtigen Entscheidungen im Leben einen Break … eine Auszeit … manchmal auch ein wenig Schmerz und Traurigkeit. Manchmal aber auch nur einen Tritt ins Hinterteil von einer anderen „Löwin“! Steh auf und geh los … das Leben braucht DICH!

Ich würde mir wirklich wünschen genau DICH erreicht zu haben, Dir einen kleinen Tritt gegeben zu haben, um Deine Zweifel abzulegen und groß und stark zu denken. :-)

Fühl Dich gedrückt, und schüttle Deine Löwenmähne …

Lesezeit: 4 Minuten

Denke lieber für Dich selbst als sich der Masse der Menschen anzuschliessen! So möchte ich heute einen mir sehr wichtigen Artikel einleiten. Wenn alle von der Brücke springen, würdest Du es deshalb doch nicht tun, oder doch? Ich will damit sagen, etwas zu machen weil die Masse es macht, bringt niemandem etwas und Dir am aller wenigsten …

Die Gesellschaft erwartet von uns, dass wir uns alle so verhalten wie sie es vorgibt, wie sich eben die Masse verhält. Tun wir das nicht, weigern wir uns mit der Masse mitzulaufen, reagieren die meisten Menschen ziemlich irritiert oder sogar verärgert! Wenn ein Mensch aus der Reihe tanzt wird das nicht gern gesehen. Schließlich springen ja alle von der Brücke.

Zum Teufel mit den „Brückenspringern“

Das meine ich ganz ehrlich genau so. Treffe Deine eigenen Entscheidungen … lebe Dein eigenes Leben und vor allem denke Deine eigenen Gedanken! Ich stelle mir gerne und auch sehr oft die Frage: „Weshalb?“ Warum sollte ich so handeln wie andere das wollen? Und zwar stelle ich mir diese Frage immer dann, wenn es um Verpflichtungen, Forderungen oder Erwartungen geht, die mir nicht gefallen. Dann überlege ich, welche Motive oder Gründe dahinter stecken könnten .

Mit der Antwort: „Weil das nun mal so ist oder so gemacht wird“ gebe ich mich nicht mehr zufrieden! Mit diesem Dilemma werden wir alle tagtäglich konfrontiert. Im Berufsleben ganz besonders stark, aber auch in unseren Beziehungen und bei unzähligen Entscheidungen, die wir jeden Tag treffen müssen.

Du alleine entscheidest

Gegen „Brückenspringer“ und die Erwartungen unserer Mitmenschen können wir nichts tun. Doch wir können für uns alleine die Entscheidung treffen ob wir ebenso springen oder nicht, ob wir tun was von uns erwartet wird oder eben unsere eigenen Entscheidungen treffen.

Ich marschierte sehr sehr oft zur Brücke, ich schaute übers Geländer … trat aber nach ein paar Überlegungen wieder zurück und kehrte der Brücke meinen Rücken zu. Mir wurde beim nach Hause gehen bewusst, wieviele unbegrenzte Möglichkeiten uns allen doch zur Verfügung stehen!

Aber zunächst müssen wir uns ganz bewusst dafür entscheiden, anders zu denken als es die Masse tut.

Es geht dabei nicht darum aus Trotz anders zu entscheiden, es geht einzig darum uns selbst treu zu bleiben, unseren eigenen Weg zu gehen. Immerhin ist es unser Leben. Warum also stellen wir nicht unsere eigenen Spielregeln dafür auf? Wir können uns damit nicht nur selbst etwas Gutes tun, sondern gleichzeitig auch unseren Mitmenschen helfen.

Ich habe mir vor langer Zeit ein geniales Zitat abgeschrieben, leider weiß ich nicht mehr von wem es ist. Diese Zeilen mischen sich immer wieder unter meine Gedanken:

„Die meisten Menschen führen ein Leben in stiller Verzweiflung und werden so zu Grabe getragen, während ihr Lied immer noch in ihnen schlummert …“

Ich denke, dass bedarf keiner näheren Erklärung. Du weißt sicher was ich damit sagen möchte. In unserem Leben einfach so umzudenken ist garantiert nicht einfach, es ist eine Kunst!

ICH war eine „Brückenspringerin“, gehörte also zur Masse und das die meiste Zeit meines Lebens. Bis zu dem Zeitpunkt in dem meine innere Wandlung einsetze. Sie begann in einer schwierigen, ich muss fast sagen, in einer fast aussichtslosen Lebensphase. Jede Menge unzähliger Veränderungen standen vor meiner Tür. Alle wollten sie auf einmal herein, aber ich konnte meine Tür nur sehr zaghaft öffnen … ich war zu festgefahren in meinen Strukturen und hatte vor allem eines – Angst. Und irgendwann sprang mir dieses Zitat ins Gesicht. :-)

Lebe anders als die Masse

Das Studium „Mensch“ beginnt mit den neuen Erfahrungen

Sein Leben anders zu leben, als die Masse es tut, bringt viele neue Erfahrungen mit sich. Auf dem Weg dorthin begegneten mir die unterschiedlichsten Menschen. Einige wollen behilflich sein beim erreichen der eigenen Ziele. Andere versuchten wirklich alles um mich davon abzuhalten. Alles was sie wollen ist Kontrolle und mich beeinflussen!

Das Studium „Mensch“ wird also mit solchen Begegnungen sensibilisiert. Ein sehr interessantes Studium das wir total umsonst erhalten :-).

Zwischenfrage: Warum gibt es bloß so viele Menschen die gefallen daran finden, anderen Menschen mehr zu schaden als sie zu unterstützen? Sie hängen sich an Deinen Gürtel fest und lassen nicht so schnell wieder los. Energiesauger … falsche Kritiker, die es nicht glauben wollen, dass andere Menschen plötzlich anders Leben möchten!? Das es möglich ist mehr zu erreichen als man selbst für möglich gehalten hätte! Hier spielt der Neid eine große Rolle, der Neid auf den Mut etwas anders zu machen.

Es sollte nichts mehr so sein wie es vorher war

Für mich war es eine klare Sache geworden. Meine schwierige Lebensphase hatte auch etwas Positives an sich. Sie öffnete mir meine Augen und ich wusste was ich wollte, besser gesagt, was ich nicht mehr wollte. Es sollte nichts mehr so sein, wie es vorher war!

Keiner muss so leben, wie andere Menschen es von uns verlangen. Es funktioniert … wir können lernen uns von den Anforderungen anderer Personen zu befreien. Natürlich musst DU es wollen – die Entscheidung liegt bei Dir! Was Du allerdings mitbringen solltest, wenn Du Dein Leben nicht als „Brückenspringer“ zu Ende leben willst, ist:

  • Sei offen für alles NEUE, neue Ideen, neue Menschen und wenn es sich ergibt, auch einer neuen Umgebung.
  • Du musst mit Deiner Momentan-Situation unzufrieden sein.
  • Du musst bereit sein, Dein Leben und die Verantwortung dafür, selbst in die Hand zu nehmen.
  • UND Du musst bereit sein, viel dafür zu tun, Arbeit mit Dir selbst.

Wenn Dir diese Dinge bewusst sind, befindest Du Dich schon auf der richtigen Fahrbahn! Ich dachte mir immer, dass der Schlüssel zu einem neuen, schöneren Leben weniger Arbeit sei. Meine Erkenntnis heute, die natürlich meine ganz persönliche ist: Menschen arbeiten gern und auch viel. Es muss jedoch eine Arbeit sein, die wenig Kraft und Energie verbraucht, viel Geld bringt und jede Menge Freizeit lässt!

Mhm. Alles klar. DAS ist die Arbeit mit sich selbst aber sicher nicht! Deshalb bleiben auch so viele Menschen „Brückenspringer“ >zwinker<.

Abschließend noch eine Erfahrung, über die ich sehr dankbar bin

Die unvergesslichste Zeit im Leben ist nicht die, in der uns alles in den Schoss gelegt wurde und alles glatt lief … NEIN es ist die Zeit, in denen wir mit Herausforderungen zu kämpfen hatten. Fazit – eine Herausforderung ist IMMER eine lohnende Erfahrung …

Es kann sein, dass ich Dir jetzt Deine Zeit gestohlen habe, wenn es so sein sollte – sorry, es tut mir leid.
Es kann aber auch sein, dass Du gerade auch auf dem Weg bist, ein anderes Leben zu suchen, zu wollen oder schon mitten drin bist und genau diese Worte gebraucht hast um am Weg zu bleiben – weg von der Brücke … Dann habe ich erreicht was ich eigentlich wollte! <3

“ Die Tragik des Lebens ist nicht so sehr das, was wir erleiden, sondern vielmehr das, was uns fehlt.“  T. Carlyle

Ich wünsche Dir vom ganzen Herzen ein Leben fern der Masse, individuell und authentisch schön …

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Mein Körper  … die Zeit … und Ich

Es war letzte Woche, als ich einen netten Abend mit zwei, ebenso netten, Frauen verbringen durfte. Es wurde viel gelacht und jede Menge gescherzt (wie immer wenn „weiblich“ aufeinander trifft). Die Beiden haben mich inspiriert über unsere Gespräche, die für uns alle Frauen jenseits der 40+ sicher zu treffen, zu schreiben. Wenn Du Dich jetzt entschließt weiter zu lesen, heißt es aber „tapfer sein“. Dieser Beitrag beinhaltet wenig Schönes. :-)

Der Körper und sein Alter sind nicht gerade das, was ich unter einem Dream-Team verstehe. Das Gute aber: Man gewöhnt sich an sehr vieles und die Veränderungen kommen Gott sei Dank nicht über Nacht. Obwohl … manches allerdings schon! Erst vor ein paar Tagen habe ich beim Zähneputzen eine neue Falte im Kinnbereich entdeckt. Ich wusste gar nicht, dass es  dort auch faltig wird!

Was da zunehmend zum Knittern anfängt, lässt sich nur schwer und mit einem Aufwand, oft ziemlich kostenintensiv, austrixen … wenn überhaupt. Kaum ist man „unten“ fertig, schon muss man oben wieder neu anfangen. Ich fang jetzt mal mit den leidigsten Themen in den „mittleren“ Jahren an:

Die Figur.
Ein Schwerpunkt … wörtlich zu nehmen. Wie gerne wäre ich noch genauso gelassen, richtig schlank und das durchtrainierte „Reh“ von früher. Manchmal wünsche ich mir das wirklich. Dieses Thema taucht immer wieder im Frühling auf. Zur Eröffnung der Saison sozusagen … Obwohl ich immer glaube, nun sei wirklich alles gesagt und getan, bleibt die Bauchrolle nicht nur auf den Hüften, sondern auch in den Gedanken. :D

Und wer dieses Problemchen ebenso gut kennt weiß, dass diese „Röllchen“ von Jahr zu Jahr zutraulicher und anhänglicher werden. Die Frage die ich mir dann immer wieder selber stelle lautet: „Zu welchen Einschränkungen bin ich bereit? Wie viel ist es mir wert, wenigstens von hinten wie eine 30-Jährige auszusehen? Wie wichtig ist es für mich überhaupt? Für meine Gesundheit? Und was bringt mir das mühselige erkämpfte Figürchen dann?“

Männer will und muss ich keine mehr beeindrucken, und die Anerkennung anderer Frauen hätte ich wahrscheinlich, brauche ich aber auch nicht (mehr). Egal. Und auch egal wie alt wir werden, die aktuelle „Figurenlage“ ist einfach immer ein Thema!

Es ist außerdem sowieso nie goldrichtig. Meist heißt es auf der einen Seite: „Na, Du schaust aber jetzt richtig gut aus …“ dabei ist natürlich NICHT das Strahlen der Augen gemeint. Oder „Hallo, ein bisschen mehr würde Dir wesentlich besser stehen, Du schaust ausgemergelt aus!“ Dabei muss ich an mir selbst feststellen, dass „Fett“ gar nicht so übel ist! Gerade im fortgeschrittenen Alter und gerade im Gesicht kann ich es stellenweise richtig gut gebrachen! :-)

Das Blöde ist nur, dass sich mein Fett nicht an „Ortsbestimmungen“ hält. Es lässt sich da nieder wo es sich so richtig schön entfalten kann und das ist leider nicht nur im Gesicht >lach<. Ich könnte jetzt auch kurz und bündig sagen: Ich bin unförmig und ich spüre meinen Bauch beim Schuhbänder binden und DAS mag ich eben nicht so gerne. Aber was soll ich tun, ich bin eben zu freundlich (oder zu verfressen), und ich öffne nur zu gerne jeder Leckerei die Tür! <3

Essen hatte für mich schon immer einen hohen Stellenwert. Ich genieße und liebe Essen. Ein Genussmensch also, jedenfalls die meiste Zeit. Die Zeit als ich noch ein sehr gestörtes Essverhalten hatte ist zwar fast vorbei, aber es klopft immer wieder mal an die Tür. Ein Mittelmaß zu finden ist für mich jedes Mal aufs Neue eine Herausforderung.

Die Haare.
Ein hochsensibles Thema für Frauen! Besonders wenn man nicht zu denen gehört, die nicht wissen wohin damit weil so viel! Das leidige Haarthema, ich mag es nicht. Ich hab ehrlich kein Problem mit meinen „Silberfäden“, aber dabei bleibt es leider nicht. Es ist so, dass Haar nicht bloß grau sondern auch weniger, (noch) feiner und dünner wird. Ich frag mich oft, warum kann nicht mein Körper dünner und meine Haare kräftiger werden? Das wäre  doch genial und ein perfekter Deal oder nicht? 

Meine Vater nannte seine „feine“ Haarpracht immer japanische Seide, und die hab ich von ihm vererbt bekommen. Jetzt kommt mir sogar vor, dass ich die Geheimratsecken auch von ihm übernehme! >Händezusammenschlag<. Was natürlich die Frisurenwahl enorm einschränkt. Der wahre Alptraum beginnt dann, wenn sich der Haarverlust bis hinter die Ohren fortsetzt …

Meine Augenbrauen sind nach der Chemo nie wieder richtig nachgewachsen, also hab ich mir ein permanent Make up geleistet. Damit geht es mir gut und ich fühl mich wohl. Aber die Sache mit den Haaren … da muss ich noch abwarten und am besten so hinnehmen. Auch da hätte ich wieder einen super Deal, der mir zum Thema Haare einfällt: Ich frage mich und Dich natürlich – wer braucht irgendwo, irgend welche Körperbehaarung? Meiner Meinung nach, gehören Haare ausschließlich auf den Kopf und sonst nirgends hin! Die die ich nicht brauche wachsen und gedeihen prächtig. Würde ich sie anders einsetzen dürfen, ich hätte total prachtvolles langes und  üppiges Haar! :-)

Ja ich weiß, es sind nur Peanuts um die es hier geht. Hauptsache man ist gesund … was ich aber auch nicht bin, aber ich bin gut gelaunt (meistens) und kann über meine Problemchen meistens scherzen, so wie heute als ich diesen Beitrag verfasst habe. :-)

Aber eine Frage ist da noch offen: Betrifft mich zwar nicht mehr, aber dennoch verstehe ich den Grundgedanken dahinter.
Kann man einen neuen Mann einfach so seinen nicht mehr so taufrischen Körper zeigen oder sollte man lieber vorher 15 Kilo abnehmen um 15 Kilo selbstbewusster zu sein >lach<?

Ich weiß das gerade Frauen im fortgeschrittenen Alter absolut souverän damit umgehen. Natürlich haben nicht alle eine Traumfigur, aber deshalb würden sie doch nicht auf Sex verzichten. Ausserdem weiß ich (ich habs genauso gemacht), dass Frauen gerade nach einer Trennung sehr viel für sich tun. Sie kümmern sich gut um sich und sehen oft tatsächlich besser aus als in ihren Beziehungszeiten!
Damit ist eigentlich alles gesagt. Nein, auch dazu fällt mir noch ein passender Slogan ein der generell für das „älter werden dürfen“ passt:

Es ist nicht das Alter, das unsere Persönlichkeit verändert.
Eher ist es die Persönlichkeit, die darüber entscheidet, 
wie gut oder schlecht man mit dem Älterwerden fertig wird.
Amen.

Ich werde mir diese Sätze ins Bad hängen … zur ständigen Erinnerung! <3
Ich danke meinen „Inspirationen“ sprich Mädels, die schuld daran waren, euch heute mit nicht zu ernst nehmenden Problemen zu unterhalten! Danke fürs Zuhören ihr Schönen und bis ganz bald.

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Wann macht es Sinn etwas Neues zu probieren, neu zu beginnen oder sich neu zu erfinden? Immer dann, wenn es keinen Grund mehr gibt dort weiter zu machen, wo wir gerade sind. Ein Neuanfang hat nichts mit „Aufgeben“ zu tun, denn zwischen beidem gibt es einen großen Unterschied! Wir bewegen uns nur in eine neue zutreffendere Richtung, die für uns besser ist. Ein neuer Anfang braucht Motivation. Und das beste Wort dafür ist „Jetzt“… nicht vielleicht, nicht morgen, sondern JETZT.

Loslassen und neu beginnen … das klingt immer so leicht ist es aber nicht. Man hat Angst, man traut sich vieles nicht (mehr) zu, aber vor allem haben wir immer Ausreden parat. Ich kenne das schon auch mal von mir selbst, wo ich mich dann sagen höre „Diese Woche noch, aber ab der nächsten Woche gehe ich’s dann an …“ Bei mir handelt es sich meistens um Dinge, die mit Genuss zu tun haben. DIE fallen mir sehr schwer zu verändern obwohl ich sie zeitweise ändern will!

Das Wörtchen „JETZT“ … dick und groß geschrieben, hilft dabei sich selbst wachzurütteln zu motivieren. Zeit ist kostbar und hilft uns schneller ans gewünschte Ziel zu kommen, wenn wir sie JETZT nutzen! Mit dem Wort JETZT und ein paar zusätzliche Überlegungen, möchte ich Dir helfen JETZT mit Deinem möglicherweise geplanten Anfang – neu, zu beginnen.

Distanziere Dich von negativen Dingen in Deinem Leben

Die meisten Dinge sind nur deshalb Teil unseres Lebens, weil wir andauernd darüber nachdenken. Leider sind es zu viele negative Sachen, die uns beschäftigen. Positive Dinge können erst dann in unserm Leben Platz finden, wenn wir uns von den Negativen distanzieren. Lass Dich nicht von Sachen aus der Bahn werfen, die Dich schmerzen, die Du nicht kontrollieren kannst. Mach Platz für das, was sich für Dich besser anfühlt und beschäftige Dich JETZT mit Dingen auf die Du auch einen Einfluß hast!

Dein Denkmuster ist ausschlaggebend

Der erste Schritt zur positiven Veränderung, ist Deinen Augenblick zu ändern. Erlaube dem Dir Unbekannten, Dich herauszufordern … einzuladen und abzuholen, neue Zonen zu entdecken. Wenn wir unsere Überzeugungen und Sichtweisen nicht ändern können, wird es schwierig werden unser Leben zu verändern und etwas Neues zu beginnen! Persönliches Wachstum ist ohne Veränderung leider nicht möglich. Es ist eigentlich sehr einfach. Wir müssen nur unsere Sicht auf die Dinge ändern um sie aus einer anderen Perspektive sehen zu dürfen! :-) JETZT wäre der richtige Moment dafür.

Wir verkomplizieren manchmal unser Leben

Wie oft habe ich mir schon im Nachhinein gesagt: „Mensch, das war doch gar nicht so schlimm …“. Die Aufregung zuvor war es nicht wert, und die schlaflose Nacht schon erst recht nicht!“ Das Leben ist oft nur so kompliziert, weil wir es kompliziert machen. Alles kommt sowieso so wie es kommt. Alles passiert im richtigen Moment, weder zu früh … noch zu spät. Für alles was ich verloren habe, habe ich etwas Neues bekommen. Für alles was ich gewinne, werde ich etwas anderes loslassen. So war es bis jetzt immer. Du musst diese Tatsache nicht lieben, aber Dein Leben ist viel einfacher wenn Du es genauso hinnimmst wie beschrieben. Du musst nicht an allem festhalten … zwei Hände sind dabei auch viel zu wenig. :-) Du hast JETZT die Wahl. Loslassen oder festhalten?

Gute Dinge kommen zu denen, die dafür arbeiten

Kein Mensch, der etwas Neues in seinem Leben schaffen wollte, hat es an einem Tag geschafft! Kein Sportler hat sein Ziel so schnell erreicht, wie er es sich gewünscht hat. Es braucht Training, Zeit und Disziplin, aber das Wichtigste ist der Wille dazu … Gute Dinge kommen zu denen, die sich darum bemühen! Es geht darum die Dinge anzupacken und nicht darum, was Du über die Dinge die zu tun sind, gedacht hast!

Mir wurde einmal von einer klugen Frau gesagt, da ich selber in dieser Umbruchsphase feststeckte: „Wenn Du Dich nicht aufraffen kannst, unfähig oder unwillig ständig rückwärts gehst, weil Du zu viel Angst vor der neuen Situation, vor Deinem neuen Leben hast, wirst Du niemals die freie Aussicht genießen können … Du musst schon auch etwas dafür tun.“ Deine Zeit ist JETZT. Sie hatte recht. <3

Verliere Dich nicht in schmerzhafte Momente

Nichts ist mächtiger als ein Lächeln das sich durch Tränen kämpfen musste! Verliere Dich bitte nicht in all die Momente, die Dich traurig gemacht haben, Dich mit Schmerz erfüllt! Lächle weil Du daraus gelernt hast und weil sie Dir die Kraft schenken weiter zu kommen und weiter zu gehen. Hindernisse zu besiegen. Ist es nicht so? Am Ende bestimmt nicht das was wir durchgemacht haben, wer wir sind. Sondern wie wir es durchgestanden haben, hat uns zu der Person gemacht, die wir heute sind. Und von diesem Ende haben wir einen neuen Ausgangspunkt für einen neuen Anfang, der darüber bestimmt, wer wir in Zukunft sein werden! Jetzt wäre ein guter Moment, darüber nachzudenken. >zwinker<

Ein neuer Anfang kann schon mal Gänsehaut bereiten

Ich weiß nur zu gut, wie sich ein neuer Anfang anfühlen kann. Ich hatte viel Angst. Und mir war schlecht wenn ich darüber nachdachte. Aber weißt Du was noch viel viel viel schlimmer ist? Bereuen und bedauern es nicht getan zu haben! Ich habe erkannt das die meisten Ängste sich in meinem Kopf abspielen und wesentlich größer waren als sie gewesen sind. Das perfekte Drama spielt sich immer in unseren Köpfen ab. Lass Dich davon nicht einschüchtern und abhalten. Leben Dein Leben nach Deinen Vorstellungen, damit Du niemals bedauern oder bereuen musst, was Dein Leben Dir so alles geboten hätte! Nicht morgen oder nächste Woche … mache das JETZT zu Deinem Wort.

Jeder JETZT Schritt ist wichtig um morgen anzukommen!

Wir lernen aus jeder Situation, aus jedem Schritt den wir gehen. Was auch immer heute war, war ein wichtiger Schritt, um morgen vielleicht schon am Ziel zu sein? Sei stolz auf Dich. Auch wenn Du noch nicht so weit bist wie Du gerne sein würdest. Aber dank Deiner vielen Lektionen, die Du auf deinen bisherigen Lebensweg lernen durftest, bist Du schon ein großes Stück besser als Du es früher warst.

Also … was hindert Dich JETZT neu zu beginnen und einen, DEINEN, erwünschten “ Anfang Neu“ zu starten?

Das Wichtigste ist, dass Du niemals aufhörst daran zu glauben, dass ein neuer Anfang nie verkehrt und immer möglich ist. <3

JETZT  … JETZT … JETZT …

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Das Alter und die Veränderung gehört nun mal wie der Deckel zum Topf. Mit zunehmenden Alter werden wir etwas ruhiger, wir setzen unsere Energie nicht mehr für sinnlose Dramen und aussichtsloses Chaos ein. Das Leben macht uns demütiger und es wird uns klar, wieviel Zeit wir mit unsinnigen Dingen verbracht haben. Wir lassen uns nicht mehr von den kleinen Ärgernissen des Tages leiten. Wir konzentrieren uns auch nicht mehr auf die Dinge, die nicht zu unserer Lebensphilosophie passen. Unbedeutender „Kleinkram“ wird nicht mehr in endlos langen Gesprächen zerlegt und mit hochrotem Kopf dramatisiert, bis wir beinahe den Verstand verloren haben und wir danach feststellen müssen: unser Leben fühlt sich unvollendet, unvollkommen und anstrengend an.

Wir erkennen die wichtigen und unwichtigen Dinge im Leben

Ich kann gar nicht genau sagen wann diese Einsicht bei mir begonnen hat. So lange ist es allerdings noch gar nicht aus. Es stellt sich auch von ganz alleine ein. Als Zwanzigjährige waren Menschen ab 50 für mich alt. Ich glaube sogar sie taten mir leid, weil ich mir vorstellte, dass das Leben ab 50 sicher sehr langweilig sein musste. :-) Gott sei Dank weiß ich heute welch völliger Blödsinn das war!

Was sich so alles im Laufe der Jahre verändert hat oder vielleicht sollte ich sagen, verändern durfte, darüber habe ich nachgedacht und mir dabei selber über die Schultern geschaut … ich kann nur sagen ein tolles Gefühl ist das schon zu wissen, wie leger der Umgang mit vielen Dingen und Situationen geworden ist. Den Fokus auf das Leben gerichtet. :-) Was das so alles ist, habe ich in ein paar Punkten zusammen geschrieben und wenn Du auch der Meinung bist, dass Dein Leben sich gerade entschleunigt wie so gern gesagt wird, dann darfst Du gerne Deine Erfahrungen anschließen!

  • Kontrolle spielt keine so wichtige Rolle mehr. Je älter wir werden, desto mehr wissen wir, wie wenig wir eigentlich kontrollieren können. UND es wird uns klar und gibt keinen Grund, sich mit Sachen auseinander zu setzen, die wir nicht in der Hand haben. Wir haben gelernt in die Reise unseres Lebens zu vertrauen, auch dann wenn wir es nicht immer verstehen können wo die Reise hingehen soll. So oft waren es Dinge, die ich niemals angesteuert habe, die ich nicht einmal wollte … aber es waren die, die ich in meinem Leben brauchte.
  • Erfahrungen machen uns klug! Endlich begreifen wir, dass wir nicht mehr alles ausprobieren müssen, sondern das es im Gegenteil Sinn macht, erst über die Dinge nachzudenken bevor wir Gas geben. Es gibt weniger zu „tun“aber mehr zu „denken“. Vorausgesetzt wir fangen nicht nochmal sehr spät zum Windelwechseln und Babybrei machen an. :-)
  • Wir lassen uns nichts mehr gefallen. Wenn wir jünger sind und Du keine Ahnung davon hast, wie alles läuft, nehmen wir gerne mal alles mal so hin. Viel später kommen wir dann darauf wir hätten uns wehren sollen! Das Gefühl jemand anderen freiwillig die „Vorfahrt“ zu geben, ist ein gutes Gefühl.
  • In der Ruhe liegt die Antwort. Also wenn ein „Mansplainer“ wieder mal zu einem Monolog ansetzt, können wir ihm sagen: „Sei einfach leise … ich bin nicht blöd …“ oder wenn wir seine Gefühle nicht verletzen möchten, können wir nickend zuhören … freundlich lächeln und uns anschließend sehr sozial fühlen, weil wir einem männliches Ego gerade den Bauch gepinselt haben und er sich danach entspannen konnte! (Undenkbar vor 20 Jahren)
  • Scham? Was ist das? Früher mussten wir uns wegen allem Schämen. Es wurde uns so gelernt. Sämtliche Glaubenssätze haben unserem Leben sehr oft den Spaß verdorben. Das tut man nicht … das sollen wir nicht und über das redet man nicht, usw. Ich finde es heute großartig für jede Macke sofort Gleichgesinnte zu finden, darüber auch unter nicht vorgehaltener Hand zu reden und auch darüber zu lachen. :-)
  • Man sagt ja, eine Frau vereint Jugend mit Erfahrung. Damit schaffen wir es sicher durch die Welt zu gehen und wir wissen wie wir aus der Zeit ein erfülltes Leben machen können! Ich habe erst jetzt begonnen, kräftige Schritte zu gehen und mich in meiner Mitte einzupendeln. <3 Ich trage so einige Erfahrungen auf meinen Rücken und verfüge über die Kraft, meinen Wünschen nachzugehen.
  • Wir dürfen erkennen und lernen und lernen … Wir beginnen unsere Niederlagen, die kleinen und größeren Fehltritte, zu akzeptieren und mit erhobenem Haupt und weit offenen Augen durchs Leben zu gehen. Wir wissen heute, dass Küsse keine Verträge sind und Geschenke keine Versprechen. Und das Schönste an allem – wir wissen das wir viel aushalten können … das wir wirklich stark sind und das wir etwas sehr Wertvolles sind! 

All das sind für mich Veränderungen, die das Leben in vielerlei Hinsicht leichter machen, wenn wir älter sind (werden).

Sharon Stone hat mit 49 mal gesagt:
„Die Frauen meiner Generation sind die Besten. So einfach ist das. Sie sind heute in ihren Vierzigern, sind schön, sehr schön, aber auch gefasst. Verständnisvoll, bodenständig und vor allem teuflisch verführerisch … Und das, trotz leidiger Cellulite an den Oberschenkeln … das macht sie zu Menschen, dass macht sie echt. Zauberhaft echt…“.

Und ICH sage:
Natürlich hat sie recht. :-) Es besteht auf jeden Fall kein Zweifel, dass der Lebensabschnitt zwischen 40 und 50 Jahren ein ganz Besonderer ist. Es wird uns bewusst wie vergänglich doch das Leben ist! Was wichtig und was unwichtig ist … was schwer bleibt und was leichter wird … und das alles nur in unserem Bewusstsein liegt. Chancen zu nutzen, über uns hinauszuwachsen und uns von alten Wunden zu befreien und mit Sicherheit die Antworten zu erhalten, die wir in der ersten Lebenshälfte nicht gefunden haben …

Älter werden ist wie auf einen Berg steigen. Je höher wir kommen, umso mehr Kräfte haben wir verbraucht, aber umso weiter sehen wir. Unterm Strich – es ist alles gesagt und klingt einfach nur spannend.

Eine wunderbare Zeit, alles Gute zu Deinem Geburtstag (solltest Du ihn gerade haben und über den Du Dich freuen solltest, weil Du wieder ein Jahr dazugewonnen hast) und viele Berge, an denen Du hochklettern kannst um den Weitblick zu genießen. :-) Bis ganz bald …

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Wie ich die wurde, die ich heute bin

Gedankengänge sind eine Lieblingskategorie von mir. Ich schreibe viel zu wenige! Der Grund ist, ich habe manchmal etwas Bedenken ob mein „Gedankenwirrwar“ auch richtig ankommt und verstanden wird. Dieses Mal ist es einfacher für mich. Ich weiß das viele Frauen einen ähnlichen Weg gegangen sind … ein Weg, der sich mit den Jahren verändert. Gedanken über „böse“ und „nett“.

Ich habe in meinem Leben immer versucht, Menschen zu verstehen. Warum sie so sind wie sie sind. Und die meisten Gedanken habe ich mir darüber gemacht, wie ich mit ihnen umgehen muss, wenn ich mit ihren Umgangsformen nicht klar komme! Schließlich wollte ich das jeder mich nett fand. So sein wie andere Menschen mich am meisten mögen würden … das war meine Passion. Ich glaube von mir sagen zu können, dass ich ein Mensch war (bin), der an sich nett ist. Ich wollte niemals jemandem schaden. Ich war loyal und fürsorglich. Diese Optionen gefielen mir einfach immer besser als alles andere. :-)

Dabei rutschte ich immer tiefer in die Bedürfnisse der anderen Menschen in meinem Umfeld, ich war beschäftigt anderen zu geben was sie von mir erwarteten. Am Ende hatte ich große Mühe, ihre Erwartungen von meinen zu trennen. Ich merkte schließlich, dass das „nett und gut“ sich nicht mit meinem „gut sein“ deckte! Es verletzte mich sogar sehr oft.

Als ich dann vor einigen Jahren nur noch mit mir selbst beschäftigt sein konnte, um meine psychischen Herausforderungen zu bewältigen, wurde mir eines klar: Gemocht werden, nett sein um jeden Preis, gefallen und für alle Menschen den „kostenlosen Supermarkt“ zu spielen, ist nichts erstrebenswertes und macht krank! 

Mir wurde etwas Neues beigebracht

Mein Psychologe legte in den Therapien großen Wert darauf mir etwas Neues beizubringen … nämlich ein besonderes Augenmerk auf  MEINE! Erwartungen und Bedürfnisse zu legen, und die hatten null mit denen der anderen zu tun! Diese Lektion sitzt mir heute noch in den Gelenken. Mir wurde beigebracht, wie ich meine „bösen“ Anteile einsetzen konnte. Die waren nur leider nicht sehr sonderlich ver – und erträglich mit meinem Ziel: Gemocht zu werden! 

Es ist so einfach und auch schön, wenn man gemocht wird. Es schenkt eine gewisse Sicherheit (was natürlich völliger Blödsinn ist), ich fühlte mich in dieser „so lieb bin Rolle“ einfach kuschelig gut. Nur … ich musste mich von diesem SEIN wollen losreißen um wieder gesund zu werden. Gut ging es mir anfangs damit nicht! Meine Angstzustände wurden mehr und ich hatte Panik, dass mich meine Durchsetzungsmanöver unbeliebt machen würden.

Diese Seite mochte ich nicht an mir. Ich bemerkte das sie mich fordernder machte, egoistischer, unsensibler und meine Ablehnung anderen Menschen gegenüber wurde richtig gr0ß! Aber nicht nur das: ich wusste wie verletzend diese Eigenschaften sein konnten, schließlich hatte ich sie reichlich abbekommen. „Jeder Mensch mag gute Mädchen …“, so   in etwa habe ich es als Kind gelernt und sehr lange habe ich danach gelebt.

Ich war ein Mensch, der da war, wenn ein anderer Unterhaltung brauchte, ich war da um Tränen wegzuwischen, wenn jemand Aufmerksamkeit brauchte, war ich da um seine Eitelkeit zu streicheln. Von einigen erntete ich wertvolle Liebe in Form von Dank retour. Von vielen bekam ich nichts … besonders, wenn ich dieses Verhalten nicht nach ihrer Laune aufrecht erhielt … dafür bekam ich Ausgrenzung und böse Meldungen.

Und irgendwann war es mir klar: ich bin ganz anders und es ist an der Zeit, dass andere das merken!

Seelenruhe bedeutet mir sehr viel!

Ich habe Harmonie schon immer geschätzt, vielleicht gerade deshalb weil ich nicht wirklich in Harmonie aufgewachsen bin. Ständige Auseinandersetzungen und „Kämpfe“ tun mir weh … immer noch. Sie verbrauchen mir zu viel Energie. Allerdings bin ich heute froh darüber, zu wissen wie es geht, sich zu verteidigen. Heute nutze ich meine „böse“ Seite für die Menschen, die meinen mir vor die Füße kotzen zu müssen und mir ihr Messer in die Seite rammen zu können. Es hat lange gedauert bis ich begriffen und gelernt habe, auch fordern und wollen zu dürfen! Mir meine Wünsche erfüllen darf, ganz gleich was andere dazu für eine Meinung haben.

Ja und noch etwas: Auch ich darf mich mal mit ruhigem Gewissen mal so richtig (?) daneben benehmen, Fehler machen und total unvernünftig sein. Ich bin keine wandelnde „Anpassungsfrau“ mehr, keine „Leistungstochter“ mehr. Ich erfülle nicht mehr alle Bedingungen, die mein Partner, an eine Beziehung stellt. Ich bin kein Selbstbedienungsladen mehr wo alles zur „freien Entnahme“ in den Regalen liegt.

Veränderung bringen nun mal Veränderungen

Ich habe in meiner Lern und Umwandlungsphase wertvolle Lektionen für mein Leben gelernt. Es hat mir viele wertvolle Personen näher gebracht, von denen ich richtig profitieren durfte. Ich durfte in großen Unternehmen wachsen und viele interessante Bereiche erkunden … ABER … ICH so wie ich wirklich BIN, passte nicht mehr dorthin. Ich war nie genug, auch mir selbst nicht. Ich verabschiedete mich von meinem kleinen Mädchen Namens „ich muss.“ 

Auch die Freundschaften veränderten sich dadurch, da ich aufhörte so manche Lücke zu füllen. Anpassung war gestern … heute zählen andere Dinge. Und über diese Erfahrungen bin ich heute sehr dankbar. Ich habe niemals um Feedback meiner selbst gebeten, davor hatte ich auch viel zu viel Angst! Aber ich lernte und erfuhr in dieser Zeit, dass mich viele Menschen „gut“, ja sogar besser fanden als in den – JA, ich bin für euch alle da Zeiten :-). Eine in die Jahre gekommene  kleine Teufelin, die sich zur Wehr setzte und ihrer Wut Ausdruck verleihen konnte … 

Alles hat seinen Preis

Das kleine Problem am immer nur „lieb und nett sein“ ist, Du kämpft um etwas, was Du  nur bekommt wenn Du etwas bist oder eben nicht bist. Ein Zettel, vollgeschrieben mit Bedingungen die einem in die Hand gedrückt werden. Wie ein Einkaufszettel voller Zutaten aus dem Leben. Bringst Du diese Zutaten nicht mit, kann die Lieblingsspeise der Anderen nicht gekocht werden. Es schmeckt ihnen nicht wenn einige Zutaten fehlen. Ich hoffe Du verstehst mich was ich damit sagen will!?

Verstößt man gegen diese Bedingungen … wird der Einkaufszettel nicht 1:1 mitgebracht, werden Verträge, Freundschaften, Beziehungen usw. aufgelöst oder sie schleichen sich langsam aus Deinem Leben. Für mich gab es nur zwei Möglichkeiten. Entweder ne liebe die alles tut was verlangt wird und automatisch wieder in eine Abhängigkeit zurückfällt … oder mich daran erinnern, dass Bedingungen sich verändern, erweitern und auch verringern können!

Es gibt kein Versprechen das nicht heute noch geändert werden oder gelöst werden kann. Ich darf auch meine Bedingungen vorlegen ohne das jemand unterschreiben muss. Der der bleiben will, wird bleiben .Heute erlaube ich es mir, vieles auszusprechen und hinauszutragen, wenn ich es für angemessen und wichtig finde, und das auf einfachsten und kürzesten Weg … nicht immer „lieb und nett“, dafür immer ehrlich. 

#Schlussgedanke

Authentisch zu sein und zu leben ist nicht immer einfach. Das Leben verlangt sehr viel von Dir, mir uns allen. Wir alle brauchen eine Vielfalt in unserem SEIN. ICH auf jeden Fall :-). Und niemand kann es jedem recht machen . Was allerdings nicht schön ist, ist es sich selbst zu verlieren und das nur, weil Du immer korrekt, lieb und nett bist. Es wird immer Verluste auf beiden Seiten geben wie Du siehst, aber ich wünsche mir auch für Dich, dass Du Dich FÜR DICH und gegen andere Menschen entscheiden wirst, die Dir eine Liste mit Bedingungen in die Hand drücken!

Diesmal sehr lange #Gedankengänge von mir, aber mich kürzer zu fassen, fällt mir zwangsläufig immer schwerer :D! Schön das Du bei mir warst und wenn Du der Meinung bist – der Beitrag ist „teilenswert“ … dann nur zu, ich freue mich darüber :-).

Bis bald in meinen nächsten #Gedanken XO Sandra