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„Aus der Vergangenheit lernen, heißt Zukunft gewinnen“ … Hab ich mal wo gelesen und damals absolut NICHT verstehen können. Manchmal wird einem erst viel später klar, was einem irgendwer oder irgend ein Zitat sagen will. Und plötzlich macht irgendwie alles Vergangene einen Sinn.

Bis vor einigen Jahren, war mein Leben nicht mein „Freund“ und das Schicksal schon zwei Mal nicht. Ich fühlte mich meinen Umständen ausgeliefert. Kaum in der Lage, mein Leben wieder geradezurücken oder zu kontrollieren. Dass sich diese damalige Situation mal ändern könnte, damit habe ich gar keine Gedanken verbracht. Inzwischen hat sich SEHR VIEL getan und ich weiß, dass das Leben es trotz vieler unangenehmer Momente und Abschnitte, es NUR zu unserem Besten dreht!

Ich bereue keine Minute meines Lebens

Natürlich wäre mir auch lieber gewesen manche Sache nicht erlebt zu haben. Aber wie man ja so schön sagt „Das Leben ist kein Wunschkonzert“.  Es gibt so viele Ereignisse in unserem Leben und jedes davon hat einen Sinn. Wenn ich zurückdenke, wie viele Tränen ich vergossen, wie viel Angst ich durchgestanden habe … über einen mir so endlos vorkommenden Zeitraum, ich kann es gar nicht glauben.

Ich möchte mein altes Leben nicht wieder, aber ich bereue auch nichts von all dem. Denn all die Phasen und Erlebnisse, die Ohnmachtsmomente … all diese kranken und verrückten Dinge, haben mich hier hergebracht, wo ich heute bin. ZU MIR SELBST. Es gibt selten ein Auftauchen aus der Tiefe, ohne danach tief nach Luft zu ringen! Viele Menschen laufen durch finstere Täler und werden auf Herz und Niere vom Leben geprüft.

Wenn die Schmerzspitze dann erreicht ist, wird auch die Sicht etwas klarer und wir sehen, wie flach wir eigentlich am Boden liegen. Kraftlos … ohne Perspektive … dafür schmerzerfüllt, traurig und hilflos! Jeder der von uns diese Phase schon mal erlebt hat, wird diese Gefühle niemals vergessen. Solange man nicht an diesem Punkt angekommen ist, gibt es für die meisten auch keinerlei Grund für eine Veränderung – wir machen einfach weiter …

Mit diesen Gefühlen umzugehen ist schwer

Bei mir hat es richtig lange gedauert, bis ich sie als Teil von mir akzeptieren konnte. Die „Friedensschließung“ dauerte noch zweimal so lange! Ich glaube sogar, dass ich damit bis zu meinem Lebensende zu tun habe. ›zwinker‹. Mir ist heute ganz klar, all das war für mich eine Notwendigkeit, all das Leid und die unbeschreibbaren Phasen meines Lebens, sonst könnte ich jetzt und hier vermutlich nicht darüber schreiben!

Ich will ganz ehrlich sein. Ich hatte früher nicht den Drang, anderen zu helfen. Es war ja auch gar nicht möglich, denn ich konnte mir ja selbst nicht helfen! Das Umdenken kam erst mit meiner ganzheitlichen Veränderung.

Die Dinge, die ich während dieser schmerzvollen Zeit gelernt habe, bringen die verlorenen Puzzleteile ans Tageslicht. Alles nimmt plötzlich Formen an. Ich sehe es als eine Art Mission, anderen zu zeigen, dass es möglich ist – und das klingt wahrscheinlich jetzt sehr eigenartig – das LEID und SCHMERZ, den Du, ich wir alle durchlaufen, nicht umsonst ist!

Das Schwere daran ist, dass wir es zulassen müssen, dann entdecken wir auch einen Sinn darin. Er führt uns in ein Leben, das durchaus wieder Leidenschaft, Antrieb, Freude, Liebe und Glück enthält. Und da ist es wieder … „das Licht auf der anderen Seite des Tunnels“. :D

Alles geschieht zu unserem Besten …

Ich nehme mich als Beispiel: Wenn ich mir mein Leben anschaue, dann sehe ich eine glückliche Frau, die sehr viel Positives in beiden Händen halten darf. Ich weiß, dass einige Bekannte das ganz anders sehen als ich. Auch wenn meine Gesundheit und meine Bewegungsfreiheit wesentlich eingeschränkter ist, als früher, fühle ich mich FREIER!

Auch wenn ich durch diese gesundheitlichen Defizite meinem eigentlichen Job nicht mehr nachgehen kann und mein Einkommen um mehr als die Hälfte abgenommen hat, … fühle ich mich REICHER!

Ich muss(te) viele Abstriche machen, aber ich habe jetzt, und nur deswegen, die Möglichkeit, endlich selbstbestimmt leben zu können! Ich bin befreit von Zwang und muss. Ich gehöre keiner „Herde“ mehr an und mir ist endlich egal, was andere über mich und meine Lebensart denken und sagen. Ich weiß, wer ich bin und wer ich nie mehr sein möchte!

Alles geschah und geschieht nur zu meinem Besten. Mein Leben heute, verdanke ich den Tränen, die ich geweint habe, der Angst, die ich ausgestanden und den Schmerzen, die ich erlebt habe. Es ist mir ausschließlich möglich mein Leben so zu leben wie ich es jetzt und heute gestalte, weil ich einen Sack Lebenserfahrung sammeln konnte. Gutes wie schlechtes. Ich habe sie angenommen und akzeptiert UND es hat sich etwas Grundlegendes verändert: ICH VERTRAUE.

In das Leben und in mich selbst! Persönliches Versagen kann ich heute gut akzeptieren, denn ich weiß, es wird einen anderen Weg geben, der mich dahin bringt, wo ich hin möchte. Stehen wir im Vertrauen, wird uns das Leben genau DAS exakt widerspiegeln!

Die Vergangenheit als sinnvoll wahrnehmen!

Vielleicht bist DU gerade in einer Lebensphase, wo Du diese Sätze von mir überhaupt nicht annehmen und auch nicht verstehen kannst. Ich verstehe Dich, denn ich stand auch an diesem Punkt! Aber glaube mir bitte, wenn wir unser Leid und die für viele schmerzhafte Vergangenheit als sinnvoll wahrnehmen, verblasst der Nebel und unsere Augen richten sich auf etwas Wundervolles und Freies. ›lächel‹.

Es wird so sein, dass wir den Sinn jetzt noch nicht verstehen und begreifen können. Aber ich  bin mir ganz sicher, dass Dir JETZT … ganz spontan bestimmt ein Ereignis aus Deiner Vergangenheit einfällt, dass Du im ersten Moment als absolut sinnlos und grauenvoll erlebt hast. Heute im Nachhinein wirst Du es als Glück und Segen erkennen? Hab´ ich recht?

Und so geht es auch mir. Jede einzelne Begebenheit (auch Krankheit und Verluste) aus meiner Vergangenheit, ergaben auf irgendeine Weise Sinn. Und sei es „nur“ der, dass ich daran wachse und stärker werde! Auf diese Weise wird ALLES – so weh es uns auch tun mag – zu etwas, das schließlich zu einem guten Ende führt.

Heute bin ich oft erstaunt über mich selbst, mein Leben völlig bewusst wahrzunehmen. Die kleinen und größeren „Wunder“ zu bestaunen und einfach nur dankbar zu sein. :D Ich schaffe es heute die Welt so zu betrachten wie sie ist und NICHT durch eine unrealistische Wunschbrille. Die Vergangenheit war, … die Zukunft liegt vor uns. Alles fühlt sich echter und leichter an UND es macht auch mit Einschränkungen richtig Spaß! ›lach‹

Alles geschieht so, wie es geschehen muss … nur zu unserem Besten. Davon bin ich überzeugt.

Deine Erfahrungen darfst Du mir gerne mitteilen, ich freue mich darauf!

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Die Vergangenheit. Sie ist die Menge aller zeitlich zurückliegenden Ereignisse. Das hat Mr. Google ausgespuckt. Die Vergangenheit abzuschließen ist eine Notwendigkeit, um sein wirkliches Potenzial zu finden. Nur wenn wir von „Altem“ befreit sind, sind wir in der Lage die Dinge so zu sehen, wie sie wirklich vor uns liegen. Mein Beitrag heute soll dazu dienen, mit der Vergangenheit abschließen zu können, um endlich in Frieden mit Dir selbst zu leben.

Ich persönlich kenne mehr Menschen, die mit ihrer Vergangenheit nichts mehr zu tun haben wollen, als solche die ausnahmslos mit Freude in der vergangenen Zeit wühlen. Warum das so ist, kann ich nicht sagen. Manchmal denke ich sogar, dass die Vergangenheit dazu da ist, Erfahrungen zu sammeln … negative Erfahrungen um gestärkt und positiv das weitere Leben zu schaffen. Sicher, man macht als junger Mensch jede Menge Quatsch. Tritt in dieses und jenes Fettnäpfchen. Wir wollen mit dem Kopf durch die Wand … und machen Sachen, bei denen schon zu Beginn feststeht, dass es „Narben“ geben wird.

Alles, was uns klein hält und nicht zu Liebe führt, ist nur ein Echo der bislang ungelösten Vergangenheit.

Frei sind wir erst, wenn wir die Vergangenheit zurücklassen

Wir bekommen das oft gesagt, man liest es ständig und redet noch viel mehr darüber! Aber was bedeutet es?  Wir sind erst wirklich frei, wenn wir die Vergangenheit verabschieden. Mit ihr abschließen. Das Resultat ist, das wir uns im HIER & JETZT frei und leicht fühlen können. Unsere Schultern fühlen sich leicht an, weil wir keine alten Pakete mehr mitschleppen müssen! Wir können dem Leben vertrauen und offen in die Welt hinausgehen. :D

Die Zusammenhänge sind sehr einfach erklärt: Wollten wir in der Vergangenheit sowie in der Gegenwart das Gefühl von Schmerz nicht spüren, wird uns dieser Schmerz im heutigen Leben immer wieder begegnen. Wir nähren unseren „Schmerzkörper“ aus unseren Gedanken und Gefühlen des Schmerzes. Er hat seine ganz eigene Lebendigkeit und wird so zum Gestalter unseres Lebens. Er erschafft Dinge, die wir in unserm Herzen nicht fühlen möchten.

Die (Selbst)Heilung ist deshalb auch ein Schritt der Selbsterkenntnis. Die Stimme in unserem Kopf gibt vor, uns beschützen zu wollen. Sie möchte uns vor dem Bewahren, was wir bisher unangenehmes erlebt haben. Das geschieht so lange, bis wir uns selbst und die Wirklichkeit erkannt haben. Ich kann jetzt auch sagen: Bis wir die Vergangenheit hinter uns gelassen haben.

Über mich: Wenn ich in meine Vergangenheit zurücksteige, fühlt es sich nicht gut an. Natürlich gab es auch schöne Zeiten aber wie man ja weiß, bleiben negative Szenarios eher in Erinnerung als positive Erlebnisse. Es hatte Zeiten gegeben da wohnte ich in meiner Vergangenheit. Ich kannte mich dort aus und fühlte mich trotz der vielen negativen Erfahrungen zu Hause. Ich war immer auf der Suche nach den „Warums“ und „Was wäre wenn’s“. Diese vergangene Zeit zog mir sehr viel Saft aus meinen Adern. Ich war kraft- und mutlos und glaubte nicht an eine schönere Zukunft. Die Folgen waren soziale Isolation und Depression mit Angstzuständen.

Es musste etwas geschehen, denn ein Leben in ständiger Vergangenheit ist kein Leben. Diesen Weg möchte ich Dir gerne beschreiben. Er hilft Dir loszulassen, anzunehmen und zu fühlen.

Nimm Deine vergangene Zeit an. Es kann sich nur etwas verändern, wenn es in seinem Wesen erkannt wird. Deshalb ist die Akzeptanz der erste Schritt. Nimm sie genauso an wie sie ist. Bedingungslos, denn Du kannst nichts rückgängig machen was geschehen ist. Kein Wort, keinen Moment. Und gleich noch vorne weg – ich sehe heute meine Vergangenheit als Geschenk. ›zwinker‹.

Suche den Kontakt zu Deinen Gefühlen. Erlaube Dir ALLES zu fühlen! Vergangene Gefühle werden dadurch „ausgefühlt“. So vereinnahmen sie nicht Dein Bewusstsein. Dein Blick auf das, was JETZT geschieht und ist, wird klar. Der Schleier der Vergangenheit verzieht sich. Es kommt ans Tageslicht was verarbeitet werden will. Deine Heilung beginnt. ›lächel‹

Hole Dir Hilfe. Vergangenheit aufarbeiten bedeutet auch, sich Hilfe zu holen. Hilfe durch Therapie. Ich weiß, dass so viele Menschen beinahe Angst bekommen, wenn sie das Wort Therapie hören. Sie meinen, dass sie dann in der Gesellschaft einen eigenartigen Stellenwert einnehmen. Meine Erfahrungen bejahen das nur teilweise. Wir leben in einer Gesellschaft die hauptsächlich „wegschaut“. Die Menschen allgemein möchten ihren eigenen Gefühlen nicht unbedingt begegnen und den Gefühlen anderer schon dreimal nicht! Deshalb sollte man sich darum sowieso nicht kümmern. Hat man mal eine Therapie begonnen, stellt man sehr schnell fest, dass alles nicht so schlimm ist und der Seele einfach riesig guttut! Übrigens hat mal ein Therapeut zu mir gesagt als ich anfangs auch sehr unsicher darüber gedacht habe: „Eine Therapie hätte wohl überwiegend der Großteil der Menschen außerhalb dieses Gebäudes nötig :-) …“

Du und Dein inneres Kind. Begegne ihm! Es steht für Deine kindlichen Anteile. Alles was wir in der Vergangenheit getan und erlebt haben, alle Sehnsüchte nach Lebendigkeit und Liebe, wird mit dem inneren Kind ausgearbeitet. Es werden dabei sehr viele versteckte und unterdrückte Bedürfnisse hervorkommen, die dabei helfen, mit der Vergangenheit in Frieden abzuschließen. Dazu gibt es jede Menge Bücher die Dich dabei unterstützen können. Wie zum Beispiel: Das Kind in dir muss Frieden finden oder Completion Process.

LASS LOS! Sehr oft klebt man am Schmerz fest und macht dadurch die alten Geschichten immer und immer wieder durch. Man erzählt es sich selbst im Kopf … ich habe das selbst immer wieder getan. An dieser Stelle gilt es dann endlich AUFZUWACHEN! Es ist wichtig zu erkennen, dass es sich nicht um die Realität, sondern um die Vergangenheit handelt. Wenn wir uns immer wieder dieselben Geschichten aus der Vergangenheit erzählen ist das alles andere als HEILUNG! Der Schmerz von damals wird am Leben gehalten und nicht gelöst! Gehe in die Tiefe, … spüre die Gefühle die sich auftun und lasse damit all diese Momente los.

Abschlussgedanke:

Zu bedenken ist schon, dass es ein Prozess ist der Geduld verlangt. Ich arbeite daran selbst schon mehrere Jahre aber ich darf sagen, dass ich die richtig großen Baustellen erfolgreich abgeschlossen habe. Der Rest ist Kleinarbeit. ›lach‹. Ein langsames nach vorne tasten ist der richtige Anfang, um Erfolg zu haben. Lerne darauf zu vertrauen, was sich für Dich richtig und gut anfühlt. Und ganz wichtig bei allem, was Du tust: Sei geduldig mit Dir. Ehre liebe und schätze Dich. Durch das Loslassen Deiner Vergangenheit, wird sich Dein Herz öffnen, … Du wirst es sehen.

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Wir alle haben die Möglichkeit, unsere Vergangenheit auch in der Vergangenheit zu lassen. Jeder kann etwas aus dem machen, was aus ihm gemacht wurde! Ich halte es für das Wichtigste im Leben, dass wir alle unser Leben so erfüllt wie möglich leben. Denn nur wenn wir mit uns zufrieden sind, können wir mit anderen Menschen positive und erfüllte Beziehungen eingehen.

Suche nicht die Schuld in der Vergangenheit …

„Mach´ nicht die Vergangenheit für deine Probleme verantwortlich …“. Diesen Satz musste ich mir sehr oft und sehr lange anhören. Anfangs empfand ich ihn als total deplatziert und nervig! Was wussten fremde Menschen schon von meiner Vergangenheit und meinen daraus entsprungenen Problemen? Gar nix! Dachte ich mir jedes Mal. Je länger und  intensiver ich in meinen Veränderungsprozess steckte, umso verständlicher wurde mir dieser Satz.

Der Artikel heute soll eine kurze Erinnerung sein, dass Veränderungen immer möglich ist. Egal was geschehen ist und hinter uns liegt. Ein kurzer Beitrag, weil in ganz wenigen Worten gesagt werden kann was dazu zu sagen ist. ›lächel‹

Jeder von uns ist unter anderen Bedingungen und in unterschiedlichen Familienverhältnissen groß geworden. Da gibt es diejenigen, die es leicht und unbeschwert hatten. Eine schöne und behütete Kindheit genießen durften.

Manchen aber wurde Schmerz und Leid angetan. Sie hatten eine schwere und lieblose Kindheit. Vielleicht auch mangelnde Möglichkeiten was ihre schulische und berufliche Orientierung betraf. Menschen mit schwerer Kindheit wachsen mit persönlichen Problemen heran. Mangelnde Aussprache und Zuneigung der Eltern erschweren schon in jungen Jahren das Leben, ohne das es einem bewusst ist.

Ich mochte es nie leiden, wenn Leute immer alles auf die Kindheit und die Erziehung der Eltern schoben! Leider habe ich mich geirrt. Ein großer Teil unserer Entwicklung, wenn nicht sogar der größte Teil, liegt in den Händen unserer Eltern. Sie geben uns das „Werkzeug“ mit, das uns ein Leben lang begleitet. Die Kindheit prägt. Ob gut oder schlecht.

Viele Menschen entschuldigen ihre Probleme und Schwierigkeiten, im erwachsenen Alter, mit ihrer Vergangenheit. Was auch plausibel klingt und auch zum Teil nicht ganz unrichtig ist. Ich bin ja auch so eine „Kandidatin“. >finster schau<. Andererseits macht man sich dadurch zum Opfer und man fühlt sich hilflos und schwächer als alle anderen!

Es gibt viele Menschen mit schlechten Startbedingungen

Die Redewendung: „Klar, dass aus der/dem nix geworden ist, … sie/der kannte und sah ja ihr/sein Leben nie etwas anderes!“ Diese Redewendung ist uns allen bekannt, vielleicht haben wir es auch selbst schon mal ausgesprochen. Auch da muss ich sagen – JA, das stimmt. Gleichzeitig bin ich auch davon überzeugt und der festen Meinung – NEIN, es muss nicht so bleiben!

Hätte ich damals alle negativen Eigenschaften meiner Eltern übernommen, würde es mir sicher schlecht gehen. Ich wäre in ganz vielen Dingen kein Stück besser als sie. All diese Eigenschaften würden sich mit meinen persönlichen Werten, die mir wichtig sind, überschneiden. Ich wollte es einfach besser machen … jedenfalls hab ich es versucht. Zwar reichlich spät, aber doch. Und das macht mich zufrieden. ›lächel‹.

Mir sind viele Menschen bekannt, die es schwer hatten. In der Kindheit, in den Beziehungen mit Freunden und Arbeit. Aber irgendwann war der Rand voll. Sie wollten es der Welt, aber vor allem sich selbst beweisen, dass ein besseres Leben trotz allen Hürden die einem das Leben so stellt, möglich ist. Und sie haben es tatsächlich geschafft! Es sind Menschen, die zu meinen Vorbildern wurden und für die ich mich von Herzen freue, dass sie es erreicht haben, was sie schon so lange verdient hätten!

Nicht beklagen – nachdenken

Statt zu jammern, dass wir schlechte „Startbedingungen“ hatten, sollten wir besser darüber nachdenken, welche Möglichkeiten wir haben, um das BESTE aus unserem Leben zu machen. Das BESTE aus dem machen, was uns zur Verfügung steht.

Es ist nämlich tatsächlich so, dass jeder Mensch, auch die, die nicht auf die Sonnenseite des Lebens gefallen sind, über die Kraft und die Fähigkeit verfügt, die notwendig sind um das Leben besser und etwas bunter zu machen! Geht nicht … gibts nicht. ›zwinker‹.

ICH vor vielen Jahren:

Mein Leben davor war für Außenstehende schön anzusehen. Mir fehlte es an nichts und ich wurde oft beneidet! Es wäre mir alles möglich gewesen. Leider trug ich damals noch „Gardinen“ vor meinen Augen. Mein Leben lag unter einem Schleier. Oberflächlich und Prestige-lastig, so war mein Leben. Gefüllt mit ganz vielen negativen Eigenschaften und vielen schmerzhaften Katastrophen, die kein Mensch sehen oder wahrnehmen durfte. Alles war zu wenig und nix war richtig und recht. Natürlich hatte mein Verhalten Gründe, die mir damals aber noch nicht bewusst waren. ICH … die ständig Suchende …

Heute bin ich stolz darauf, das totale Gegenteil zu sein! Das Geld um alles möglich zu machen, habe ich heute nicht mehr. Meine negativen Eigenschaften (also die wirklich heftigen … zwinker), habe ich versucht in positive umzuwandeln. Materielle Dinge haben schon lange keinen wichtigen Stellenwert mehr. Die „Gardinen“ sind am Müll und verletzende Katastrophen sind (ich denke dadurch) ausgeblieben. Ich sehe klar. Ich bin für ALLES dankbar und kann mich darüber wahnsinnig freuen, meine Mitte und mein echtes ICH gefunden zu haben um selbstbestimmt leben zu dürfen.

Ich habe mit meiner Vergangenheit zu 90 % abgeschlossen. Kollateralschäden bleiben leider immer hängen, aber mit dem lässt es sich gut leben. Deswegen möchte ich heute mit dem Anfang meines Beitrages auch abschließen:

Verändere, was aus dir gemacht wurde, es ist möglich.

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Mauern trennen uns Menschen. Nicht nur räumlich! Oft sind diese Mauern nur wenig greifbar jedoch höchst wirksam. Das menschliche Miteinander ist geprägt von Distanz und Nähe, von Identitätssuche und Interesse am anderen. Für Menschen, die um ihr Herz eine Mauer errichtet haben, wird das zwischenmenschliche Erlebnis oft zu einem Problem.

Wer kennt es nicht? Fleißig am „Distanzgraben“ bauen. Viele Menschen vorzüglich Frauen haben eine mächtige Mauer um ihr Herz errichtet. Sie dient als Schutz. Emotionen und Gefühle haben so ihre Berechtigung, nämlich um uns zu schützen. Besonders, wenn wir von Erfahrungen überfordert worden sind. Dadurch wird eine sichere und hauptsächlich schützende Reaktion – das bekannte „Mauern“ aktiv.

Getrennt von der Liebe

Schmerzhafte Erfahrungen in der Vergangenheit machen viele Frauen verschlossen. Sie haben die Wände hochgefahren. So hoch, dass sie gerade noch drüberschauen können. Ich kenne das Gefühl zu gut und auch wenn man von vielen Menschen umgeben ist, fehlt immer ein Teil. Das Leben fühlt sich leer, einsam, isoliert und oft sehr einsam an. Bei mir waren ständige Unruhe, sehr oft Unzufriedenheit und Körperanspannungen inbegriffen. Bis hin zur Depression, die anfangs nicht wirklich greifbar war, weil sie im Unterbewussten geruht hat.

Beinahe jeder Mensch hat seine kleine Herz-Mauer gebaut. Laut einer Statistik, die nicht mehr ganz aktuell ist, sind es 70 %! Hätte ich ja nie gedacht. Eines weiß ich allerdings und das ist „aktuell“: Wer seine Innenwelt und seine Gefühle dauerhaft hinter einer Mauer verschlossen hält, brennt irgendwann emotional aus. Mein Leben wurde danach und deswegen sehr anstrengend!

Auch die Kindheit spielt leider wieder eine Rolle. Wenn wir uns in der Kindheit nicht entfalten durften, werden auch diese Emotionen von damals, nie richtig aus- oder weggeschaltet. Unbewältigte Emotionen und Gefühle werden zum „festsitzenden“ Teilhaber unseres Lebens. Sie entstehen, wenn belastende Erlebnisse nie richtig verarbeitet wurden ODER in dem Augenblick des Geschehens, nicht richtig gefühlt werden konnten, weil wir schlicht weg überfordert waren. So haben wir sie als BLOCKADE(n) in unserem Körper gespeichert, solange, bis eine Lösung … Heilung oder Integration erfolgen kann.

Mauern in unserem Innersten belasten unser Leben. Sie schränken unser SEIN und TUN enorm ein.

Es wird schwer, Liebe zu geben und anzunehmen …

Ist unser Herz von einer dicken Mauer umgeben, wird es schwer, Liebe zu geben, da die Liebe gehindert wird aus dieser dicken Mauer auszubrechen! Gleichzeitig kann die Liebe von anderen Menschen uns nur sehr schwer finden. Die Signale verstummen noch bevor sie noch angekommen sind … und das, obwohl wir es uns so sehr wünschen würden! Und so gehen wir mit der, manchmal gar nicht bewussten, Mauer isoliert und sehr oft einsam durchs Leben.

Eine noch ganz wichtige Erkenntnis möchte ich dazu noch mit Dir teilen:

Durch das Gesetz der Anziehung, von der Du bestimmt schon gehört hast, werden Menschen mit dicken Mauern um Ihr Herz auch IMMER wieder Menschen b.z.w. Partner mit demselben Problem anziehen!

Solange wir im Widerstand zu unseren Gefühlen stehen, wird es uns schwer möglich sein, im gegenwärtigen Moment zu leben. Wenn wir nicht richtig fühlen, verlieren wir den Kontakt zu unserem wahren Selbst! Wenn Du nicht langsam die dicke Mauer um Dein Herz beginnst abzutragen, wird es passieren, dass Du irgendwann gar nichts mehr zulassen kannst. Ich könnte es auch Depression nennen … ein direktes Ergebnis des „Nicht-Fühlen“ (Wollens).

Abschließend noch: 

Ich habe mich so lange Zeit gewehrt. Gewehrt genauer hinzusehen … über die Mauer zu schauen … etwas „Luft“ an mich zu lassen. Aber ich habe mich getraut. Alleine hätte ich es nicht zu stand gebracht. Und es war ein langer Prozess, der Vertrauen und Mut gebraucht hat. Es klingt jetzt sehr simpel, doch das war es nicht. Es war und wird für die meisten unfassbar schwer sein, weil jede von uns „Herz-Mauer-Frauen“ anders konditioniert ist und über Jahre etwas vollkommen anderes gelebt haben. Trotzdem möchte ich Dich ermutigen eine Veränderung in Dein Leben zu lassen! Du verpasst unglaublich viel …

Die Mauern, die wir um uns herum bauen, um uns vor Verletzungen zu schützen, halten auch die Freude draußen.

Jim Rohn

Ich wünsche Dir eine gute und wunderbare Zeit. LEBE!

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Ein gutes Leben leben … das wünschen wir uns doch alle, oder zumindest ist es ist ein Lebensziel, dass jeder irgendwie anvisiert. Wir leben in einer Zeit des Überflusses und es ist ein leichtes geworden unsere Grundbedürfnisse zu befriedigen. Jedenfalls macht es so den Anschein. Werte verändern sich und irgendwann denken wir vielleicht darüber nach wie unser Leben mal war, wie es ist und wie es sein könnte. Das ist der Zeitpunkt, wo uns ein Licht aufgeht.

Das Leben ist unter anderem da, um zu lernen. Das steht mal fest. Wir müssen lernen zu vertrauen, zu lieben und loszulassen. Wir sollten auch lernen, unser Leben so zu gestalten, dass wir NICHT nur zu uns selbst nett und freundlich sind, sondern auch zu anderen Menschen. Die meisten Menschen sind der Ansicht, dass sich unser Leben nur um Geld, Erfolg, Besitz und Macht dreht! Aber selbst diesen Menschen geht irgendwann ein Licht auf, wenn sie am Ende Zeit zum Nachdenken haben.

Wenn wir auf das Leben zurückblicken …

Es passiert uns doch auch schon jetzt des Öfteren, dass uns Dinge einfallen, die wir heute ganz anders machen würden, hätten wir nochmal die Gelegenheit dazu! Unser Leben ist aber nun mal nicht vollkommen und beständig! Es verändert sich laufend und unaufhaltsam. Es bringt uns Glück aber auch Traurigkeit. Es schenkt uns viele Möglichkeiten zu lernen und auch eine ganze Menge „Verlusterfahrungen“. Alles, was wir lernen, ist Teil unserer Reise.

Wir sollten nicht mit Bedauern auf die Dinge zurückschauen, die wir heute anders machen würden. Wir sollten uns vornehmen, unsere Unvollkommenheit und unser damaliges „Nichtwissen“, zu akzeptieren. Wir Menschen „menscheln“ nun mal und machen anders als Maschinen, schon auch mal Fehlhandlungen. Mit dieser freundlichen Geste uns selbst gegenüber wird unser Zugang zum Leben wesentlich einfühlsamer! Das darf ich an mir selbst feststellen. :D

  • Heute würde ich meinen Körper mit mehr Respekt behandeln. Ich würde liebevoller und freundlicher mit ihm umgehen – wäre ich jünger!
  • Ich würde mich verteidigen und öfter meinen Mund aufmachen, statt mich über viele Jahre hinweg von anderen mit Steinen bewerfen zu lassen und mich seelisch wie körperlich misshandeln zu lassen.
  • Ich würde sehr viel früher in den Spiegel schauen und sagen: „Ich liebe Dich, so wie Du nun mal bist …“
  • Ich wäre meinem Leben auch viel öfter dankbar gewesen!
  • Und ich hätte viele Situationen vermieden und noch mehr Dinge niemals getan oder gesagt!

Aber – ich habe es nicht, denn ich bin nun mal ein Mensch. Also bleibt mir nichts anderes über, als auf die Frau zu schauen, die ich früher war. Lange Zeit war sie stark, doch dann wurde sie gebrochen, von vielen äußeren Umständen geprägt. Sie handelte menschlich und dafür mag ich sie.

Wenn ich so auf all das zurückschaue, ist kein Platz für Reue! Ich empfinde heute nur noch Liebe und Warmherzigkeit. Ich bereue nichts mehr, denn Reue stellt ein sehr hartes Urteil, dass eigentlich gar nicht nötig ist, wenn man zur Selbstliebe gefunden hat. 

Blicke auch Du auf den Menschen zurück, der Du früher gewesen bist! Liebe diesen Menschen, den Du da siehst, egal was passiert ist. Er ist immer noch ein Teil von Dir, der darauf wartet, angenommen zu werden. Reue und Bedauern wird überflüssig, wenn es uns gelingt, alles an uns zu mögen und zu lieben. Auch diese Aspekte, die wir gerne ungeschehen machen würden!

Was bei mir übrig geblieben ist, ist ein mildes und verständnisvolles Lächeln …, wenn ich über mein „Menschsein“ nachdenke und auf mein Leben zurückschaue. Seit ich diesen Punkt erreicht habe, ist mein Weg nach vorne klar. Ich sehe, wer ich bin und wer ich sein mag. Ich habe den Mut aufrichtig mit mir und anderen Menschen umzugehen. In schwierigen Momenten gelingt es mir mich auf Hoffnung und Vertrauen zu stützen. Die Dankbarkeit hilft mir, stets neue Wege auszuprobieren. :D

Meiner Meinung nach ist Reue ein Ort des Schmerzes und der Selbstverurteilung. Wir müssen ihn nicht immer wieder aufsuchen! Es ist möglich, ohne Reue zu leben und zu sterben. Es liegt immer an uns ein gutes Leben zu führen, auch wenn manche (ICH) erst sehr spät damit anfangen … zu spät ist es dafür NIE!

Ich wünsche Dir, dass auch Du Deine Vergangenheit annehmen kannst. Das Wort „Reue“ in eine Kiste packen und Dein Leben als „gut“ bezeichnen kannst. <3 Pass gut auf Dich auf und vor allem – bleib gesund!

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Trotz allem mag ich mein Leben …

Jetzt bin ich schon seit einigen Wochen durch einen Unfall an Rollstuhl und Krücken gebunden … eine Tatsache, die ich nur schwer akzeptieren kann, weil ich eben Freigeist und Natur-Junkie bin! ›lach‹ Wie schnell sich ein normales Leben doch verändern kann. Plötzlich ist man auf Hilfe angewiesen! Die einfachsten Dinge werden zur Herausforderung und der restliche „funktionierende“ Teil deines Körpers, zeigt sich nach kurzer Zeit total erledigt … Nix mit durch die Wiese und Wald laufen, am Strand mit den Hunden toben oder mal „flink“ die Wohnung polieren! NEIN … das Wort „flink“ wird durch „tranquillo“ – wie wir hier in Italien an allen Ecken hören können sagen! UND … es ist mega viel Zeit vorhanden, über das Leben und die Veränderungen im Laufe der Jahre nachzudenken …

Es ist lange her …

Wenn wir einander mit diesen Worten begegnen, dann ist in der Zwischenzeit sicher so einiges passiert. Welche Erlebnisse haben das Leben geprägt? Auch manchmal auf sehr tiefgründige Weise verändert? Wenn ich Rückschau halte auf meine bisherige Lebenszeit, dann muss ich sehr sorgsam meinem Blickwinkel wählen, mit dem ich auf das Vergangene schaue.

Ich möchte nicht, dass sich Enttäuschung wie ein Schleier über meine Augen legt, denn dann geschieht es, dass ich mit Wehmut, Traurigkeit oder sogar Wut an all die Geschehnisse und unerfüllten Wünsche in meinem turbulenten Leben denke. Viele meiner Wünsche haben sich nicht erfüllt. Viele meiner Pläne sind nicht aufgegangen. Vieles war vergebene Mühe, deren Preis viel zu hoch war!

Die Zeit, der Schmerz und ganz viel Erfahrung, haben mir viel beigebracht …

Ich habe gelernt, auch anders auf die Jahre und Ereignisse zu schauen, die hinter mir liegen. Wenn ich also so „anders“ über meine Vergangenheit nachdenke, dann sehe ich sie wie einen weiten endlosen Strand vor mir liegen … mit unzähligen Muscheln, angeschwemmtes kleines und auch großes Schwemmholz und Steinen.

Dabei finden sich Muscheln, die bunt, groß und heil hin und her gespült werden.
Ich finde aber auch viele die gebrochen sind … überzogen mit Algen und ohne Farbe.
Ich sehe Ansammlungen von großen und kleinen Schwemmhölzern, manches vom Meer sauber reingewaschen, anderes wiederum wartet noch auf den Prozess der Reinigung. <3

Ich sehe überwiegend schöne Dinge, die sich da in der Weite des Strandes angesammelt haben. Die weniger schönen Sachen verdienen dennoch meine Aufmerksamkeit. Auch, wenn ich sie nicht mit nach Hause nehmen würde … sie runden mein Strandbild ab. <3

All das gleicht den hellen, den dunklen, den schweren und den schmerzerfüllten Augenblicken des Lebens!
Es gab eine Zeit, da habe ich versucht, alles Unschöne zu verdrängen, aus meinem Leben gedanklich zu verdrängen … ungeschehen zu machen! Ohne Erfolg. Erstens hat es nicht funktioniert und zweitens, wäre es dann nicht mehr mein Leben gewesen!

Das Gegenwärtige vereint mit den Erinnerungen an die Vergangenheit – all das gehört zu unserem Leben. Sicher, da gibt es Augenblicke, an die ich nicht gerne denke. Es gibt aber auch Augenblicke, die mich mit großen Augen anlächeln! :D
SIE sind es, die mich dankbar werden lassen und aus ihnen kann ich auch neue Kraft schöpfen!

Auch das „Gestern“ hat mein Leben bestimmt und vor allem hat es mein Leben geformt! Deshalb darf und soll es mit hinein, wenn ich zurückschaue auf mein Leben und vergangene Zeiten. Erinnerungen können schmerzen … ich weiß es nur zu gut.

Aber Erinnerungen sind auch etwas sehr Wertvolles und ein großer Reichtum finde ich, denn sie schenken mir Geborgenheit, Wärme und sie machen mich STOLZ … stolz deshalb, weil es mir gelungen ist, aus einem Berg gebrochener Muscheln, wieder ganz viele „heile“ zu machen, um diese an andere Menschen zu verschenken, <3  …

Die Vergangenheit soll reden und wir dürfen zuhören. Lassen wir das zu, wird unsere Seele Ruhe finden.

Ich wünsche uns allen, symbolisch ganz viel WEITE und STRAND …

Lesezeit: 4 Minuten

Wenn wir ständig in der Vergangenheit leben, gehen wir zugrunde. Vielleicht nicht tatsächlich aber mental davon bin ich überzeugt! Ich konnte es selbst viele Jahre selbst erleben. Wenn wir zu oft dem schon Geschehenen nachhängen, haben wir keinen Platz für die schönen Dinge, die einen mit Leben erfüllen. Das ist uns allen bekannt. Wir wissen wie wichtig das Leben im JETZT ist. Wie kommt es aber, dass sehr viele Menschen ein Problem damit haben Vergangenes freizulassen?

Wir verstellen uns den Blick auf das Wesentliche

Vielleicht hast Du ein ähnliches Problem, ein Erlebnis aus Deiner Vergangenheit lässt Dich einfach nicht zur Ruhe kommen. Es gibt da ein Thema das Deine Gedanken am Laufen hält oder sogar mehrere Themen. Vielleicht wird dieses Thema sogar zum ständigen Gesprächsthema? Es sitzt wie ein Dorn in Deiner Ferse. Es ist eine kleine Wunde, die nie ganz abheilen konnte und bei der kleinsten Gelegenheit wieder zu schmerzen beginnt.

Sind es verpasste Chancen, ist es das Ende einer Freundschaft oder eine gescheiterte Beziehung? Sind es Familienstreitigkeiten oder sind es vielleicht Worte, die gefallen sind. Gefolgt von Fehlentscheidungen, die Du getroffen hast?

Wie Du siehst, es ist so vieles möglich, das uns maßgeblich prägt. Manchmal so sehr, dass diese Themen zu einem bestimmenden Teil unseres Lebens werden.

Wir sind nicht machtlos!

Sich hilflos fühlen ist eine sehr mächtige Emotion! Jeder der sie schon mal gespürt und erlebt hat, wird jetzt kräftig mit dem Kopf nicken. Diese Emotion kann uns „ausbremsen“. Aber das Gute daran, WIR haben es in der Hand wie wir mit Dingen und Ereignissen aus unserer Vergangenheit umgehen.

Daran etwas zu verändern, braucht einen kräftigen Tritt in den Hintern, jedenfalls war es bei mir mit reden und überdenken, nicht getan! Ich musste und wollte raus aus dieser „Opferstarre“ und dazu brauchte ich scheinbar das Gefühl eines kräftigen Tritts in den Po!

Womit möchtest DU abschließen?

Diese Frage wurde mir auch gestellt, und zwar nicht nur einmal. Diese Frage konnte ich sehr lange gar nicht konkretisieren. Ich fand es lächerlich darüber Worte zu verlieren UND ich schämte mich für ganz viele Dinge, die passiert waren. Schließlich sollte da schon wieder lange „Gras“ darüber gewachsen sein.

Jeder der auf dieser Erde lebt, hat schon mal Schmerzen erfahren. Emotionaler Schmerz ist auch mit anderen Formen von Schmerzen verbunden. Schmerz ist eine Reaktion auf eine schmerzhafte Erfahrung, aber es ist auch ein Signal, dass uns unser Körper aussendet. Er will uns damit auf ein Problem aufmerksam machen.

Achtung, ich komme wieder mit einem meiner Beispiele: Angenommen, wir werden immer wieder von den gleichen Worten eines Elternteils verletzt. Das kann eine wunderbare Gelegenheit sein, um den Auslöser herauszufinden und all das was dahinter steckt. Eines ist mir klar geworden: Wir können nur verletzt werden, wenn wir dem Gesagten glauben und es für die Wahrheit halten! Dann stellt sich gleich die nächste Frage: „Ist das was hier gesagt und behauptet wird, auch wahr?“ Und wenn nicht weshalb glauben wir es dann?

Oft, wenn wir in unserer Vergangenheit etwas Unschönes erlebt haben, und nicht wussten wie wir unsere Emotionen ausdrücken und verarbeiten sollen, werden diese Emotionen in uns aufgehoben (gespeichert). Manchmal werden diese Erinnerungen durch ähnliche Gerüche, Geräusche, Farben oder Gefühle wieder ausgelöst und wir erleben denselben Schmerz, denselben Dorn der uns schon damals so weh getan hat, erneut.

Das wird so lange passieren, bis wir mit diesem Ereignis abschließen und die damit verbundenen Emotionen loslassen.

Wie kannst Du es schaffen mit alten Schmerzen abzuschließen

Meine Meinung ist das Wichtigste auf dem Weg zur Selbstbestimmung, wie ja schon oben beschrieben, aus der Opferrolle zu treten. Aus der Rolle auszusteigen, die von anderen verletzt und schlecht behandelt wurde! Es reicht nicht, es ein wenig zu wollen. Dieser Wunsch muss von innen kommen und wirklich echt sein! Wie gesagt, ich holte mir einige Tritte in den Hintern ab, bis ich dieses „wollen“ auch tatsächlich spürte. ›lächel‹

Wenn diese Entscheidung steht, muss der Schmerz gefühlt werden und sollte auch Ausdruck finden, um ihn dann vollkommen aus dem System zu streichen. Ich behauptete ja felsenfest, nicht mehr verletzt zu sein. Aber ich wurde besserem belehrt. Unterdrückte Emotionen sind einer der Hauptgründe für Krankheiten in unserem Körper! Deshalb ist es so sehr wichtig, sich dem Schmerz zu stellen und ihn dann leichten Herzens loszulassen.

Das kann in vielerlei Hinsicht passieren: Das kann geschehen, indem Du Dich an sehr eng vertraute Personen wendest. Du es in ein Tagebuch schreibst oder sogar einen Brief schreibst, den Du nie an die andere Person absendest. Es gibt auch einige Methoden, die auf unser Unterbewusstsein zugreifen, in dem alle unsere Erfahrungen gespeichert sind. Dabei lässt sich die Ursache des Schmerzes herausfiltern. Dabei findet man die Ursache und sieht, wo der Dorn sitzt. Der Schmerz wird gelöst und ein alternatives Verhalten wird als „Ersatz“ erstellt. Ich könnte auch sagen unsere Software wird neu geschrieben. Fehler werden gelöscht damit wir ungebremst im Leben wieder Fuß fassen können. <3

Ich habe alle Möglichkeiten getestet. Und brauchte auch alle um an mein Ziel zu kommen. Es ist auch maßgeblich und individuell,  wie weit in der Vergangenheit „Schaden“ angerichtet wurde. Die letztere Methode wurde mir auch nur stationär angeboten und dauerte relativ lange.

Ein wichtiger Teil des Loslassens ist die Vergebung

Das klang für mich zu Beginn unmöglich! Wie kann ich etwas vergeben, dass mich psychisch und körperlich so verletzt hat? Es klingt tatsächlich schwer, aber wenn wir verstehen, was es bedeutet, ist es gar nicht mehr so unmöglich! :-) Dem anderen und sich selbst zu vergeben ist ein schöner und befreiender Prozess.

Ich denke dabei immer an mich selbst. Wir sind nicht perfekt und verletzen andere oft aus Unwissenheit und Mangel an Mitgefühl. Oft habe ich von einer Person erwartet, dass sie sich auf eine bestimmte Weise verhält, ohne zu wissen, was dieser Mensch erlebt hat. Es ist immer eine Frage der Perspektive. Bei manchen Menschen weiß ich heute, warum sie mir einen Dorn in meine Ferse gerammt haben und für diese Menschen empfinde ich heute nur noch Mitleid.

Alte Schmerzen loszulassen bedeutet nicht, ein Verhalten von damals zu akzeptieren! Loslassen ist eine aktive Entscheidung, den Schmerz der Vergangenheit nicht in die Zukunft mitzunehmen. Vergebung … das mache ich für mich selbst und nicht für andere.

Und, obwohl mir auch vieles aus der Vergangenheit niemals klar sein wird, habe ich mich entschieden, den Schmerz ganz und gar loszulassen. Ich habe die Dornen gezogen und begrüße stattdessen das Glück und die Zufriedenheit in meinem Leben.

Ich wünsche Dir, dass auch Du diesen Weg gehen kannst. Und wenn Du ihn gehen willst, wirst Du ihn auch schaffen. <3

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Was mich die letzten Tage beschäftigt hat … nämlich „was wäre wenn“

Ich muss dazu sagen dass ich die letzten Tage eine andere Art von „Nachdenken“ hatte. Ich habe den Bazillen von Jürgen einen neuen Wirt gegeben und sie fühlten sich sehr wohl bei mir und blieben länger als geplant gg. Wenn ich krank bin und nicht das machen kann was ich möchte, bin ich sehr unzufrieden. ABER – ich habe jede Menge Zeit um Verschiedenstes zu durchdenken. Unter anderem: Was, wäre, wenn ich vor einem Jahr nicht mein ganzes Leben umgekrempelt hätte?

Was würde ich genau jetzt zu diesem Zeitpunkt machen? Vielleicht hätte ich keine Grippe weil ich irgendwo mit irgend jemanden den Winter im Süden bei 28°C verbracht hätte? Oder ich hätte gar keine Zeit darüber nachzudenken ob ich nun fit bin oder ins Bett gehöre, weil ich meinen Dienstleistung-Job wie immer gewissenhaft durchzuführen habe, ein neues Jahr mit neuen Umsatzvorgaben, vielen Messen usw. Keine Zeit um „sich auskurieren“! Oder wäre ich noch immer eine Suchende? Umzug? Job? Partner? Was wäre wenn ich nicht so radikal durchgegriffen hätte und alles aus Bequemlichkeit hätte weiterlaufen lassen?

Ich mag dieses Spiel … ab und zu

Dieses Spiel kann man alleine am besten spielen, weil nämlich ein Zweiter mit Sicherheit sagen würde „Es ist aber nicht so, also weshalb denkst DU darüber nach bitteschön?“ Gedankenverschwendung und Zeitverschwendung würde Jürgen es nennen. Es bringt nix über „was wäre wenn“ nachzudenken. Mir gefällt es aber trotzdem hin und wieder ohne dabei wehmütig oder traurig zu werden! Es ist eher die reine Neugierde, die mich dazu veranlasst – auch wenn dabei nichts herauskommt. :D

Fang ich erstmal damit an, dreht sich bei mir ganz schnell der Kopf. War es richtig, war es falsch, war ich zu streng mit mir und meinem Umfeld? Manchmal würde es mir eben gefallen wenn ich wüsste „was wäre wenn“.

Nach sämtlichen ausmalerischen Überlegungen komme ich dann jedesmal zu dem Resultat: Es sind immer die eigenen Entscheidungen oder auch „Zufalle“, für die ich jedesmal sehr dankbar bin, die das/mein Leben zu dem machen was und wie es jetzt ist! Nämlich sehr schön. :-) Hätte ich vor gut einem Jahr nicht all das getan was ich getan habe, wären Jürgen und ich uns nie begegnet, hätte ich meinen Lebensstandard nicht verändert (verändern müssen), würde ich heute vieles nicht so sehr schätzen wie ich es jetzt tu. Wäre ich zu feige gewesen ein klares „NEIN – so will ich es nicht mehr“, auszusprechen … daran will ich erst gar nicht denken.

Doppelt lebt wer auch Vergangenes genießt!

Marcus Valerus Martialis

Schlechte Entscheidungen gibt es ohnehin nicht. Es gibt immer Gründe weshalb man so und nicht anders entschieden hat! Darüber nachzudenken macht eine Sache und das Leben einfacher als gedacht. :-) Ich danke DIR dass du meinen Gedanken gefolgt bist … gut möglich das auch DU ab und zu mal mein Spiel spielst „Was wäre wenn“.

Ich wünsche Dir eine schöne Woche und bleib gesund.