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Jürgen Mayer Photography

Ich habe vergeben und ich hoffe auch zu vergessen …

ICH, bin nicht mehr böse, ich verzeihe denen, die mich verletzt haben.
Bewusst oder unbewusst. Hinter einer Maske von guten Absichten und vielleicht der Liebe.
Ich vergebe auch denen, die mir damals „Wichtiges“ weggenommen haben.
Sachen … Pläne und auch Menschen.

Die, die mich belogen haben, und die mich betrogen haben.
Auch den Menschen, die nicht bei der Wahrheit geblieben sind.
Und ich vergebe auch den Menschen, die mir für eine lange Zeit,
den Mut und mein Vertrauen um zu lieben, zerstört und entrissen haben!

All die Menschen, die mich verlassen haben. Mir den Rücken zugedreht und ohne Worte und Erklärung gegangen sind …
ich vergebe euch.
Ich vergebe den Menschen, die mich „geködert“ haben. Auf die ich hereingefallen bin.
Auf ihre Versprechen, ihre Unterstützung … damit sie mir dann – Zeit danach, meine Träume wegnehmen konnten.

Ich vergebe den Menschen, die mich in meinen schwersten Momenten meines Lebens, nicht gesehen haben.
Auch die, die mich mit Sorgen, Schmerz und Leid unverdient belastet haben.
All den Menschen, die versucht haben mich pausenlos zu verändern, die mir meine Freiheit nehmen wollten …
ICH bin nicht mehr böse.

Ich vergebe den Menschen, die meine Angst nicht erkannten und mich deswegen gleichgültig und ungerecht behandelten.
Die, die mich be- und verurteilt haben, obwohl sie mich gar nicht richtig kannten.
Ich vergebe deshalb, weil ich meinen Körper und meiner Seele GUTES tue damit.

Ich sage es sehr leicht, obwohl es alles andere ist als das. ICH bin nicht mehr böse und vergebe.
Meine Seele hat da so ihre eigenen Gedanken dazu und meint:
Diese Menschen haben es damals nicht anders gekonnt und gewusst.
Vielleicht waren es meine zu hochgesteckten Erwartungen?
Meine Abhängigkeit in vielen Dingen?

Vielleicht, so denkt meine Seele, müsste ich ihnen sogar dankbar sein, dass sie mir geholfen haben,
mich durch all die Vergangenheit, zu erkennen.
Vergebung kann sich wunderbar anfühlen, wenn wir begonnen haben, uns selbst zu erkennen.

Das war meine Botschaft … vielleicht kommt sie genau zum richtigen Zeitpunkt zu Dir.
Ich wünsche Dir eine wunderbar schöne Zeit. Pass gut auf Dich auf.

Eine feste Umarmung auch für meinen Herzmenschen J.M.
DANKE für dieses Bild. Love You.

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Es gibt Phasen in unserem Leben, in denen wir uns mehr damit beschäftigen, wie unser Leben bis dato verlaufen ist. Neue Kapitel tun sich auf. Dabei ist es enorm wichtig, wenigstens emotional an diesem Punkt einen Strich zu ziehen. Alles, was bisher in unserem Leben geschehen ist, gehört zu uns und ist ein Teil unserer Geschichte. Alles darf GEWESEN sein …

Ich kenne es sehr gut, frühere ICH-Anteile und Angewohnheiten von mir abzuwerten. So in etwa wie „JA, damals war ich oft peinlich und hab mich sehr fragwürdig angestellt“. In meiner Jugend hatte ich so unglaublich viele verwirrende Gefühle in mir. Eine permanente Unruhe, die ich kaum aushalten konnte. Das Gefühl von Leere, Verzweiflung und totaler Antriebslosigkeit war allgegenwärtig. Diese extreme Spannung hatte sehr viel Kontrolle über mich … auch dann noch, als ich älter wurde. Ich habe mir wochenlang nur Gedanken um mich machen können und bin in „Traumwelten“ versunken. Ich habe an das Schöne und nicht so Schöne gedacht und dachte mir schon damals – auch das nicht so Schöne hat sein Gutes.

Die Emotionen und Gedanken von damals gaben mir viel Tiefe

Sie lassen mich heute viele Menschen viel intensiver sehen, als wenn ich diese Depressionen nicht selbst erlebt gehabt hätte. Natürlich ist es nicht so, dass Du eine Depression gehabt haben musst, um Menschen in ihrer Tiefe zu verstehen! Für mich ist es allerdings viel einfacher, mit depressiven Menschen zu „arbeiten“ und mich zu unterhalten, da ich ihre Symptome nicht nur aus einem Lehrbuch kenne, sondern selbst er- und durchlebt habe.

Wir drängen oft, einen Punkt zu erreichen, an dem auf einen Schlag ALLES verändert sein muss! Das Leben ist da nur ganz anderer Meinung. Da wirst Du mir sicher recht geben. :D Alles, was in unserem Leben geschehen ist, gehört zu uns. Wir können rein gar nichts ausradieren. Es bringt also nichts, uns im Nachhinein, dafür zu bewerten. Jeder von uns macht hat vieles richtig gemacht, aber wir haben alle auch weniger kluge Entscheidungen gefällt.

Wir haben daraus gelernt und letztendlich beginnen wir, uns intensiver mit uns selbst, unserer persönlichen Weiterentwicklung und unserer Selbstliebe auseinanderzusetzen. Und DAS darf „sanft“ geschehen. Einer der wertvollsten Tipps ist es, sich anzunehmen. Und das ist manchmal so, so schwer!

Wir lesen sehr viel von Vergebung …

Das klingt ja ganz einfach. Wir sollen uns vergeben, Frieden schließen mit unserer Vergangenheit. Doch hallo, manchmal ist das alles andere als leicht. „Wie kann ich denn „einfach“ mit etwas Frieden schließen, was mich so sehr verletzt hat und mir immer noch weh tut?“

Wenn ich in mein Leben zurückschaue, hatte ich oft eine Abwehrhaltung gegen mich selbst eingenommen! Und darf ich Dir ehrlich etwas sagen? Dieser Umgang, wie ich mich selbst behandelt habe für Dinge, die ich getan oder gefühlt habe, hat mich unterm Strich mehr gekostet, als er mir gegeben hat. Es war verpuffte Energie. Es war anstrengend und macht müde. Deshalb kam mit der Zeit (und natürlich mit den Jahren), eine andere Denk- und Sichtweise auf. Ich nutze diese Energie, mich mit meiner Vergangenheit zu versöhnen!

Wer bist Du, wenn Du Deine Vergangenheit anders erzählst?

Mich hat das Wort VERGEBUNG immer abgestoßen. Ich konnte damit nicht umgehen. „Ich will mir selbst nicht vergeben, weil ich damals falsch gehandelt habe. Ich kann nicht vergeben, weil mir unterschiedliche Menschen, damals, … großen emotionalen und körperlichen Schaden zugefügt haben …“  So könnten die Gedanken aussehen.

Dabei bedeutet Vergebung nicht, dass das, was geschehen ist, einfach begraben wird. Es bedeutet NICHT, dass es in Ordnung war. Vergebung sucht keine Schuld … Vergebung erlöst uns! Heute schaffe ich es anders darüber zu denken und ich kann sagen: „JA, ES DARF GEWESEN SEIN!“

JA, es darf ein Teil unserer Geschichte sein, die zu uns gehört. Und es „darf“, denn das wird es, immer wieder mal wehtun. Es DARF verwirrende Gefühle aufwirbeln. Und es DARF da sein. Nehmen wir es an, als einen wichtigen Teil von uns. Vergebung bedeutet – ES DARF GEWESEN SEIN.

Vergeben generell …

Heute habe ich eine ganz andere Beziehung zu diesem Wort. Es hat mein Leben „runder und leichter“ gemacht. Dieses Gefühl der Vergebung fühlt sich weich und warm an. Auch wenn wir das Gefühl haben, etwas zu „verlieren“. Wir sollten einen Moment innehalten und wirklich dankbar sein. Denn Vergebung braucht auch Dankbarkeit, sonst kann es sich schnell so anfühlen, als sei es eine Abrechnung. Und wenn es nur die Dankbarkeit dafür ist, dass Du Dich jetzt davon verabschieden kannst.

Vor allem bei traumatischen Erfahrungen ist es nicht leicht, das Wort DANKBARKEIT in diesem Kontext zu sehen, das weiß ich sehr genau. Aber vielleicht hilft Dir dabei dieser Satz: „Ich bin mir selbst dankbar, weil ich mich dafür entscheide, dass gewisse Menschen ab heute keine Macht mehr über mich haben …“

Bestrafe Dich nicht dafür, was andere Dir angetan haben. DICH trifft keine Schuld! Auch wenn wir immer wieder lesen, dass wir für alles im Leben selbst verantwortlich sind – in diesem Fall stimmt das nicht!

Vergib Dir, dass Du Dich mit Deinen Ängsten versteckt hast und sei DANKBAR, dass Du diese vielleicht sehr lange Phase, überstanden hast. ›lächel‹.

Nimm DICH an und lebe …

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Wenn wir ständig in der Vergangenheit leben, gehen wir zugrunde. Vielleicht nicht tatsächlich aber mental davon bin ich überzeugt! Ich konnte es selbst viele Jahre selbst erleben. Wenn wir zu oft dem schon Geschehenen nachhängen, haben wir keinen Platz für die schönen Dinge, die einen mit Leben erfüllen. Das ist uns allen bekannt. Wir wissen wie wichtig das Leben im JETZT ist. Wie kommt es aber, dass sehr viele Menschen ein Problem damit haben Vergangenes freizulassen?

Wir verstellen uns den Blick auf das Wesentliche

Vielleicht hast Du ein ähnliches Problem, ein Erlebnis aus Deiner Vergangenheit lässt Dich einfach nicht zur Ruhe kommen. Es gibt da ein Thema das Deine Gedanken am Laufen hält oder sogar mehrere Themen. Vielleicht wird dieses Thema sogar zum ständigen Gesprächsthema? Es sitzt wie ein Dorn in Deiner Ferse. Es ist eine kleine Wunde, die nie ganz abheilen konnte und bei der kleinsten Gelegenheit wieder zu schmerzen beginnt.

Sind es verpasste Chancen, ist es das Ende einer Freundschaft oder eine gescheiterte Beziehung? Sind es Familienstreitigkeiten oder sind es vielleicht Worte, die gefallen sind. Gefolgt von Fehlentscheidungen, die Du getroffen hast?

Wie Du siehst, es ist so vieles möglich, das uns maßgeblich prägt. Manchmal so sehr, dass diese Themen zu einem bestimmenden Teil unseres Lebens werden.

Wir sind nicht machtlos!

Sich hilflos fühlen ist eine sehr mächtige Emotion! Jeder der sie schon mal gespürt und erlebt hat, wird jetzt kräftig mit dem Kopf nicken. Diese Emotion kann uns „ausbremsen“. Aber das Gute daran, WIR haben es in der Hand wie wir mit Dingen und Ereignissen aus unserer Vergangenheit umgehen.

Daran etwas zu verändern, braucht einen kräftigen Tritt in den Hintern, jedenfalls war es bei mir mit reden und überdenken, nicht getan! Ich musste und wollte raus aus dieser „Opferstarre“ und dazu brauchte ich scheinbar das Gefühl eines kräftigen Tritts in den Po!

Womit möchtest DU abschließen?

Diese Frage wurde mir auch gestellt, und zwar nicht nur einmal. Diese Frage konnte ich sehr lange gar nicht konkretisieren. Ich fand es lächerlich darüber Worte zu verlieren UND ich schämte mich für ganz viele Dinge, die passiert waren. Schließlich sollte da schon wieder lange „Gras“ darüber gewachsen sein.

Jeder der auf dieser Erde lebt, hat schon mal Schmerzen erfahren. Emotionaler Schmerz ist auch mit anderen Formen von Schmerzen verbunden. Schmerz ist eine Reaktion auf eine schmerzhafte Erfahrung, aber es ist auch ein Signal, dass uns unser Körper aussendet. Er will uns damit auf ein Problem aufmerksam machen.

Achtung, ich komme wieder mit einem meiner Beispiele: Angenommen, wir werden immer wieder von den gleichen Worten eines Elternteils verletzt. Das kann eine wunderbare Gelegenheit sein, um den Auslöser herauszufinden und all das was dahinter steckt. Eines ist mir klar geworden: Wir können nur verletzt werden, wenn wir dem Gesagten glauben und es für die Wahrheit halten! Dann stellt sich gleich die nächste Frage: „Ist das was hier gesagt und behauptet wird, auch wahr?“ Und wenn nicht weshalb glauben wir es dann?

Oft, wenn wir in unserer Vergangenheit etwas Unschönes erlebt haben, und nicht wussten wie wir unsere Emotionen ausdrücken und verarbeiten sollen, werden diese Emotionen in uns aufgehoben (gespeichert). Manchmal werden diese Erinnerungen durch ähnliche Gerüche, Geräusche, Farben oder Gefühle wieder ausgelöst und wir erleben denselben Schmerz, denselben Dorn der uns schon damals so weh getan hat, erneut.

Das wird so lange passieren, bis wir mit diesem Ereignis abschließen und die damit verbundenen Emotionen loslassen.

Wie kannst Du es schaffen mit alten Schmerzen abzuschließen

Meine Meinung ist das Wichtigste auf dem Weg zur Selbstbestimmung, wie ja schon oben beschrieben, aus der Opferrolle zu treten. Aus der Rolle auszusteigen, die von anderen verletzt und schlecht behandelt wurde! Es reicht nicht, es ein wenig zu wollen. Dieser Wunsch muss von innen kommen und wirklich echt sein! Wie gesagt, ich holte mir einige Tritte in den Hintern ab, bis ich dieses „wollen“ auch tatsächlich spürte. ›lächel‹

Wenn diese Entscheidung steht, muss der Schmerz gefühlt werden und sollte auch Ausdruck finden, um ihn dann vollkommen aus dem System zu streichen. Ich behauptete ja felsenfest, nicht mehr verletzt zu sein. Aber ich wurde besserem belehrt. Unterdrückte Emotionen sind einer der Hauptgründe für Krankheiten in unserem Körper! Deshalb ist es so sehr wichtig, sich dem Schmerz zu stellen und ihn dann leichten Herzens loszulassen.

Das kann in vielerlei Hinsicht passieren: Das kann geschehen, indem Du Dich an sehr eng vertraute Personen wendest. Du es in ein Tagebuch schreibst oder sogar einen Brief schreibst, den Du nie an die andere Person absendest. Es gibt auch einige Methoden, die auf unser Unterbewusstsein zugreifen, in dem alle unsere Erfahrungen gespeichert sind. Dabei lässt sich die Ursache des Schmerzes herausfiltern. Dabei findet man die Ursache und sieht, wo der Dorn sitzt. Der Schmerz wird gelöst und ein alternatives Verhalten wird als „Ersatz“ erstellt. Ich könnte auch sagen unsere Software wird neu geschrieben. Fehler werden gelöscht damit wir ungebremst im Leben wieder Fuß fassen können. <3

Ich habe alle Möglichkeiten getestet. Und brauchte auch alle um an mein Ziel zu kommen. Es ist auch maßgeblich und individuell,  wie weit in der Vergangenheit „Schaden“ angerichtet wurde. Die letztere Methode wurde mir auch nur stationär angeboten und dauerte relativ lange.

Ein wichtiger Teil des Loslassens ist die Vergebung

Das klang für mich zu Beginn unmöglich! Wie kann ich etwas vergeben, dass mich psychisch und körperlich so verletzt hat? Es klingt tatsächlich schwer, aber wenn wir verstehen, was es bedeutet, ist es gar nicht mehr so unmöglich! :-) Dem anderen und sich selbst zu vergeben ist ein schöner und befreiender Prozess.

Ich denke dabei immer an mich selbst. Wir sind nicht perfekt und verletzen andere oft aus Unwissenheit und Mangel an Mitgefühl. Oft habe ich von einer Person erwartet, dass sie sich auf eine bestimmte Weise verhält, ohne zu wissen, was dieser Mensch erlebt hat. Es ist immer eine Frage der Perspektive. Bei manchen Menschen weiß ich heute, warum sie mir einen Dorn in meine Ferse gerammt haben und für diese Menschen empfinde ich heute nur noch Mitleid.

Alte Schmerzen loszulassen bedeutet nicht, ein Verhalten von damals zu akzeptieren! Loslassen ist eine aktive Entscheidung, den Schmerz der Vergangenheit nicht in die Zukunft mitzunehmen. Vergebung … das mache ich für mich selbst und nicht für andere.

Und, obwohl mir auch vieles aus der Vergangenheit niemals klar sein wird, habe ich mich entschieden, den Schmerz ganz und gar loszulassen. Ich habe die Dornen gezogen und begrüße stattdessen das Glück und die Zufriedenheit in meinem Leben.

Ich wünsche Dir, dass auch Du diesen Weg gehen kannst. Und wenn Du ihn gehen willst, wirst Du ihn auch schaffen. <3