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Warum tun wir uns so schwer zu akzeptieren, dass ZEIT das einzig endliche Gut ist? Unsere Lebenszeit hier auf Erden verläuft immer schneller. Und was machen wir? Wir laufen immer noch schneller den Dingen hinterher, die uns so viel ZEIT abverlangen. Karriere, Leistung, Konsum, Status, Arbeit bis zum Umfallen und jeder Menge Ablenkungen. Ich muss mich dabei selber an der Nase nehmen. Auch wenn ich schon einiges in meinem Leben, in die für mich richtige Richtung, gedreht habe, gibt es da ein Zitat, das ich mir immer in die Gegenwart hole.

Verlorene Zeit kommt nicht wieder zurück. Verlorenes Geld kannst Du wieder verdienen.

Die Eile ist das Schlimmste, was Du Dir antun kannst!

Für die meisten ist Zeit Geld. Okay … im weitesten Sinne stimmt das irgendwie. Jedenfalls in den geschäftlichen Bereichen. Aber ist das alles was zählt? Aber auch im alltäglichen Bereichen scheint es nur noch „Raser“ zu geben. Wenn ich einer Freundin zuhöre, haben sogar ihre Kinder einen vollgepackten Zeitplan. Ihnen fehlt sogar die Zeit, um mal einfach nichts zu tun! Und falls sie doch mal ein Stündchen finden, sind sie müde …

Ich schreibe sehr gerne über dieses Thema ZEIT. Weil sie eben nicht wiederkommt, wenn wir sie „verlebt“ haben. Ausgefüllt mit Taten, die uns nichts bedeuten. Wir würden am liebsten zur gleichen Zeit an vielen verschiedenen Orten anpacken, um ja alles unter einen Hut zu bringen.

Diese ständige Eile bringt auch mit sich, dass wir verlernen richtig zuzuhören. Geduld und Ausdauer mitzubringen. Und durch Geduld und Zeitmangel fällen wir so manche Fehlurteile. Wir Menschen meinen die Zeit im Griff zu haben. Aber dem ist nicht so. Die Zeit hat ihre eigenen Gesetze und der Tag hat immer noch (nur) 24 Stunden und da muss eben alles hineingepackt werden.

Oh mein Gott ich könnte da von einer Seite zur anderen hüpfen, weil es so viele Dinge zum Aufzählen gibt, die unsere so wertvolle Zeit betrifft! Dabei hätte ich jetzt auch schon fast den Faden verloren ›lach‹. Worum es mir aber eigentlich in diesem Artikel geht ist:

Wie können wir unsere beschränkte Lebenszeit bewusster einsetzen?

Ich habe gelernt, den Tag mit einer Achtsamkeitsfrage zu beginnen. Wofür lohnt es sich wirklich, meine Zeit zu investieren? Was glaube, ich jeden Tag zu müssen? Immer wenn ich mir diese Fragen stelle, bin ich automatisch mehr in meiner Gegenwart und beginne damit meine Zeit „umzuschichten“. Ich kann klare Entscheidungen treffen und Dinge sein lassen, die warten können und mich Sachen mit höherer Prioritäten und Nutzen zuzuwenden.

Jetzt hole ich mir eventuell den ein oder anderen Schmunzler ab, aber ich habe die bewusste Entscheidung getroffen, mit vielen alltäglichen Dingen ganz einfach nicht mehr meine wertvolle Zeit zu verplempern. Ich hätte nie gedacht, dass ich das schaffe und es mir kein bisschen fehlt!

  • Über die Arbeitsbedingungen, unfähiger Vorgesetzter zu reden (das Privileg der Selbstbestimmtheit).
  • Großveranstaltungen zu besuchen – okay, außer Konzerte, die ich unbedingt sehen will.
  • Fernsehen.
  • Zeitung lesen und Journale studieren.
  • Mich mit Menschen treffen nur, weil die es sich erwarten.
  • Mich in Dinge hineinsteigern, die ich nicht mehr ändern kann oder für die ich nicht zuständig bin.

Du glaubst ja gar nicht, wie viel Zeit und Geld ich damit spare! Ich habe mehr Zeit für die Sachen die mich ein Stück weiterbringen, mich erfüllen und mir das Gefühl schenken, dass ich mein Leben LEBE und nicht GELEBT werde! Im Einzelnen schaut das dann so aus:

  • Diese „eingesparte“ Zeit bewusst wahr nehmen und zur Ruhe kommen.
  • Bücher lesen.
  • Mich in meinen Hobbys austoben. :-)
  • Schreiben und mich mit meinen Lesern austauschen.
  • Mehr Zeit für Natur und meine Hunde.
  • Gespräche mit Tiefgang führen (mit Menschen, die mir am Herzen liegen).

Diese kleinen Listen sind natürlich nur für mich geltend und die ich Dir nur als Beispiel zeigen will. Ich bin ein sehr ruhebezogener Mensch geworden, deshalb kannst Du in meiner Liste nix „aufregendes und lautes finden“. Es sei denn ich stehe in einem Konzert! ›lach‹ Wie immer sehr individuell bei jeder von uns.

Aber sei mal ehrlich, woran erinnerst Du Dich zehn Jahre später? An eine Big Brother Folge oder an den Morgen, als Du mit Deinen Mädels oder Freunden eine Nacht am See verbracht hast? 1,2 … 5 Bierchen gezwitschert hast und über Deine (Eure) Wünsche philosophiert  und Euch Eure Traumpartner zusammen gebastelt habt bis Euch der Sonnenaufgang wieder zurückgeholt hat?

Oder an den Moment als Du Deinen ganzen Mut zusammengenommen hast und Dich mit einem klaren: „NEIN, ich mach jetzt diese Reise alleine …“ in Bewegung gesetzt hast? Meine Antwort brauche ich Dir nicht aufzuschreiben.

Besser ist es Dir die Frage zu stellen, wie DU mit Deiner Zeit umgehst! Was kannst Du Dir vorstellen, in Deinem alltäglichen Sein zu streichen oder zu reduzieren?

Ja ich weiß. Wieder mal Fragen über Fragen. Aber was soll ich machen, die Zeit ist nun mal das Wertvollste das wir besitzen und sie kommt nicht mehr zurück, haben wir sie mal nicht gut genug genutzt.

NICHT warten bis die beste Zeit kommt, denn wer kennt die schon? Sondern die jetzige Zeit zu Deiner besten machen.

Monika Minder

Falls Du etwas dazu sagen möchtest – freue ich mich sehr. Falls Du erst mal darüber nachdenken musst, wünsche ich Dir ganz viele gute Eingebungen, die Dir jede Menge Zeit freischaufeln! Und falls Du noch mehr über die Zeit lesen möchtest, dann klicke gleich auf die folgenden zwei Artikel …

Älter werden und die Zeit wird schneller?
Immer zu wenig Zeit? Doch Du hast sie!

Pass auf Dich auf.

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Hobbys sind dazu da um sich zu entspannen, abzuschalten, dem Alltag entfliehen und für ein paar Stunden das zu tun, was uns richtig Spaß macht! Dem rasanten Alltag zu entkommen, ist irgendwie nicht mehr so einfach, wie es mal war. Manchmal hat es den Anschein, dass Hobbys zum Luxusartikel geworden sind …

Nach über zwei Jahren habe ich sie wieder ausgepackt … meine Stricknadeln. Ich bin auf meiner sehr langen Reha von einer „in sich ruhenden“ Frau inspiriert worden. Es beruhigte mich total, wenn ich das leise Klimpern Ihrer Nadeln hörte. Etwas tun, das einen entspannt und wobei man abschalten kann. Hobbys, das heißt auch seine Fähigkeiten zu entdecken und im Alltag integrieren. Altes oder neues entdecken und beginnen … so wie früher. In der Jugend war einfach so viel Zeit, warum ist es jetzt so anders?

Zeit für Dich

In jungen Jahren haben wir noch nicht so viele Verpflichtungen. Mit der Zeit wachsen sie und der Raum für persönliche Aktivitäten wird immer enger. Dazu kommt natürlich auch die Familie. Alles braucht seine Zeit und die Verantwortung begrenzt sich nicht mehr nur auf die eigene Person, sondern umfasst vielleicht einen größeren Personenkreis.

Wie kann es also gelingen „alte“ Hobbys wieder zum Teil des Lebens zu machen? Schließlich geben uns Hobbys die Möglichkeit unsere Talente zu fördern. Wir dürfen uns dabei glücklich austoben und bekommen dazu noch den Kopf frei. Schlicht weg – es bedeutet Zeit für Dich, das ein sehr kostbares Gut und beinahe schon zum Luxus geworden.

Ständig ruft die Arbeit

In der Arbeitswelt wachsen die Verpflichtungen. Privat scheint es nicht anders zu laufen. Der wachsende Stress, der dabei entsteht, spielt ebenso eine große Rolle und ist in unserer Gesellschaft Krankheitsursache Nummer eins! Immer diese Erreichbarkeit … beruflich wie privat, bedeutet für mich auch ständige Alarmbereitschaft! Bei mir löst das im wahrsten Sinne des Wortes einen Flucht-Reflex aus!

Neben den vielen Stunden, die wir am Arbeitsplatz verbringen, müssen wir auch noch den Weg dorthin und wieder zurück, von unserer „freien“ Zeit  abziehen. In meinem letzten Job verbrachte ich jeden Tag 3 Stunden im Zug … Zeit, die ich zwar irgendwie nutzte, aber die mir für meinen privaten Ausgleich fehlte.

Und so wie es mir ging, gibt es auch genügend andere Menschen, die genauso empfinden. Also Du siehst, es ist kein Wunder, dass die Hobbys, bei den meisten von uns eher abnehmen als zunehmen. Hobbys = Luxus. Was ich an diesem Luxus so liebe, ist das ich mich wieder neu entdecken und kennenlernen kann. Damit auch meinen Gedankenstrom zur Ruhe zu bringen und dabei meine Seele baumeln lassen darf. Hobbys können sich auch verändern. Bei mir gibt es einige Dinge, die ich mir kaum mehr vorstellen könnte zu tun. Und es gibt Tätigkeiten, wie zum Beispiel Decken stricken ›lach‹, die ich wieder ausgrabe.

Wie also ist es jetzt möglich, trotz Familie, Freunde, Beruf usw. einen Ausgleich für sich wiederzufinden?

Zurück zum kindlichen Entdeckungsgeist

Ich musste mich die letzten Monate sehr viel mit mir selbst beschäftigen. Dabei waren viele Gedanken vertreten. Sinnfragen tauchten auf, Momente der Vergangenheit waren greifbar. Besonders verkrochen habe ich mich in jene Momente, in denen ich mich sehr wohlgefühlt habe. Ich hatte so viele Aktivitäten, zu den mich kein Mensch zwingen musste! Dabei hat sich das Thema Pferde wieder sehr stark in den Vordergrund gedrängt. Ich hatte es zwar nicht vergessen, aber es war so weit weg gewesen …

Was ich damit sagen will, es ist wichtig, sich für eine Richtung zu entscheiden in die Dein Hobby gehen soll. Ob es wie bei mir eine andere Art der aktiven Bewegung sein soll oder Du lieber Deine kreative Ader freilegen möchtest. Ob Dich Dein Hobby pushen soll oder besser zur Ruhe bringen soll … entscheide Dich. Vielleicht findest Du Deinen Entschluss so wie ich, in der Vergangenheit?

Ein Hobby braucht Platz im Kalender

Es ist tatsächlich so. Ich habe bemerkt, dass ich schon organisieren muss. Fixe Tage, feste Zeiten. Denn sobald man mal zu Hause angekommen ist, macht sich der „Gemütlichkeitsmodus“ Richtung Sofa bemerkbar.  „Jetzt noch umziehen und wegfahren?“ Das gilt für Tätigkeiten, die außerhalb stattfinden. Meine Decken stricken sich selbstverständlich am besten bei einer Tasse Tee und chilliger Musik, ganz relaxt am Sofa! ›lach‹ Ich brauch’s nun mal sehr abwechslungsreich. Deshalb ist gerade bei den neu entdeckten Tätigkeiten ein Platz im Kalender von Nutzen. ›zwinker‹

Es macht mich ja beinahe ein bisschen traurig, dass so wenig Hobbys aus der Kindheit überlebt haben. Wenn ich mich so umsehe was Menschen in Ihrer Freizeit so machen, ist das nicht sehr kreativ.

  • Internet stöbern
  • Handy optimieren und polieren :-)
  • Netflix rauf und runter
  • Instagram – Follower sammeln
  • usw.

Manchmal gehen sie auch raus. Machen dann Fotos, wie sie gerade im Lokal sitzen und Ihren Hummer zerlegen oder am Strand chillig Ihre Beine eincremen oder sich in fremden Ländern, unecht grinsend vor ein Denkmal positionieren. Egal was, Hauptsache abwechslungsreiche Fotohintergründe sind vorhanden um es aller Welt zu zeigen.

Es scheinen die „neuen“ Hobbys der Großstädter. Sorry, aber das ist aufdringlich auffallend. In den ländlichen Gebieten, soll es ja noch Leute geben, die Ihre freie Zeit noch richtig verplanen. :-) Natürlich ist mir klar, dass sich die Interessen verschoben haben. Das Leben verändert sich und mit ihm auch so manche Hobbys. Aber wäre es nicht für uns alle besser, erholsamer und gesünder, mal den Luxusartikel Zeit anders zu  nutzen? Einem Hobby zu folgen, das uns danach zufrieden in den Sessel sinken lässt?

Möglicherweise denke ich etwas altmodisch. Aber Gedanken sind ja frei und jeder entscheidet, wie er sein Leben befüllen möchte. Ich  bleib dabei und möchte es auch heute hier weitergeben:

Nehmen wir uns doch das wertvollste Gut, die ZEIT für die Dinge, die uns das Gefühl geben, am LEBEN zu sein!

Ich wünsche Dir ganz viele tolle Momente bei und mit Deinen Hobbys.