Zeit für Dich - sind Hobbys Luxus geworden?
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Hobbys sind dazu da um sich zu entspannen, abzuschalten, dem Alltag entfliehen und für ein paar Stunden das zu tun, was uns richtig Spaß macht! Dem rasanten Alltag zu entkommen, ist irgendwie nicht mehr so einfach, wie es mal war. Manchmal hat es den Anschein, dass Hobbys zum Luxusartikel geworden sind …

Nach über zwei Jahren habe ich sie wieder ausgepackt … meine Stricknadeln. Ich bin auf meiner sehr langen Reha von einer „in sich ruhenden“ Frau inspiriert worden. Es beruhigte mich total, wenn ich das leise Klimpern Ihrer Nadeln hörte. Etwas tun, das einen entspannt und wobei man abschalten kann. Hobbys, das heißt auch seine Fähigkeiten zu entdecken und im Alltag integrieren. Altes oder neues entdecken und beginnen … so wie früher. In der Jugend war einfach so viel Zeit, warum ist es jetzt so anders?

Zeit für Dich

In jungen Jahren haben wir noch nicht so viele Verpflichtungen. Mit der Zeit wachsen sie und der Raum für persönliche Aktivitäten wird immer enger. Dazu kommt natürlich auch die Familie. Alles braucht seine Zeit und die Verantwortung begrenzt sich nicht mehr nur auf die eigene Person, sondern umfasst vielleicht einen größeren Personenkreis.

Wie kann es also gelingen „alte“ Hobbys wieder zum Teil des Lebens zu machen? Schließlich geben uns Hobbys die Möglichkeit unsere Talente zu fördern. Wir dürfen uns dabei glücklich austoben und bekommen dazu noch den Kopf frei. Schlicht weg – es bedeutet Zeit für Dich, das ein sehr kostbares Gut und beinahe schon zum Luxus geworden.

Ständig ruft die Arbeit

In der Arbeitswelt wachsen die Verpflichtungen. Privat scheint es nicht anders zu laufen. Der wachsende Stress, der dabei entsteht, spielt ebenso eine große Rolle und ist in unserer Gesellschaft Krankheitsursache Nummer eins! Immer diese Erreichbarkeit … beruflich wie privat, bedeutet für mich auch ständige Alarmbereitschaft! Bei mir löst das im wahrsten Sinne des Wortes einen Flucht-Reflex aus!

Neben den vielen Stunden, die wir am Arbeitsplatz verbringen, müssen wir auch noch den Weg dorthin und wieder zurück, von unserer „freien“ Zeit  abziehen. In meinem letzten Job verbrachte ich jeden Tag 3 Stunden im Zug … Zeit, die ich zwar irgendwie nutzte, aber die mir für meinen privaten Ausgleich fehlte.

Und so wie es mir ging, gibt es auch genügend andere Menschen, die genauso empfinden. Also Du siehst, es ist kein Wunder, dass die Hobbys, bei den meisten von uns eher abnehmen als zunehmen. Hobbys = Luxus. Was ich an diesem Luxus so liebe, ist das ich mich wieder neu entdecken und kennenlernen kann. Damit auch meinen Gedankenstrom zur Ruhe zu bringen und dabei meine Seele baumeln lassen darf. Hobbys können sich auch verändern. Bei mir gibt es einige Dinge, die ich mir kaum mehr vorstellen könnte zu tun. Und es gibt Tätigkeiten, wie zum Beispiel Decken stricken ›lach‹, die ich wieder ausgrabe.

Wie also ist es jetzt möglich, trotz Familie, Freunde, Beruf usw. einen Ausgleich für sich wiederzufinden?

Zurück zum kindlichen Entdeckungsgeist

Ich musste mich die letzten Monate sehr viel mit mir selbst beschäftigen. Dabei waren viele Gedanken vertreten. Sinnfragen tauchten auf, Momente der Vergangenheit waren greifbar. Besonders verkrochen habe ich mich in jene Momente, in denen ich mich sehr wohlgefühlt habe. Ich hatte so viele Aktivitäten, zu den mich kein Mensch zwingen musste! Dabei hat sich das Thema Pferde wieder sehr stark in den Vordergrund gedrängt. Ich hatte es zwar nicht vergessen, aber es war so weit weg gewesen …

Was ich damit sagen will, es ist wichtig, sich für eine Richtung zu entscheiden in die Dein Hobby gehen soll. Ob es wie bei mir eine andere Art der aktiven Bewegung sein soll oder Du lieber Deine kreative Ader freilegen möchtest. Ob Dich Dein Hobby pushen soll oder besser zur Ruhe bringen soll … entscheide Dich. Vielleicht findest Du Deinen Entschluss so wie ich, in der Vergangenheit?

Ein Hobby braucht Platz im Kalender

Es ist tatsächlich so. Ich habe bemerkt, dass ich schon organisieren muss. Fixe Tage, feste Zeiten. Denn sobald man mal zu Hause angekommen ist, macht sich der „Gemütlichkeitsmodus“ Richtung Sofa bemerkbar.  „Jetzt noch umziehen und wegfahren?“ Das gilt für Tätigkeiten, die außerhalb stattfinden. Meine Decken stricken sich selbstverständlich am besten bei einer Tasse Tee und chilliger Musik, ganz relaxt am Sofa! ›lach‹ Ich brauch’s nun mal sehr abwechslungsreich. Deshalb ist gerade bei den neu entdeckten Tätigkeiten ein Platz im Kalender von Nutzen. ›zwinker‹

Es macht mich ja beinahe ein bisschen traurig, dass so wenig Hobbys aus der Kindheit überlebt haben. Wenn ich mich so umsehe was Menschen in Ihrer Freizeit so machen, ist das nicht sehr kreativ.

  • Internet stöbern
  • Handy optimieren und polieren :-)
  • Netflix rauf und runter
  • Instagram – Follower sammeln
  • usw.

Manchmal gehen sie auch raus. Machen dann Fotos, wie sie gerade im Lokal sitzen und Ihren Hummer zerlegen oder am Strand chillig Ihre Beine eincremen oder sich in fremden Ländern, unecht grinsend vor ein Denkmal positionieren. Egal was, Hauptsache abwechslungsreiche Fotohintergründe sind vorhanden um es aller Welt zu zeigen.

Es scheinen die „neuen“ Hobbys der Großstädter. Sorry, aber das ist aufdringlich auffallend. In den ländlichen Gebieten, soll es ja noch Leute geben, die Ihre freie Zeit noch richtig verplanen. :-) Natürlich ist mir klar, dass sich die Interessen verschoben haben. Das Leben verändert sich und mit ihm auch so manche Hobbys. Aber wäre es nicht für uns alle besser, erholsamer und gesünder, mal den Luxusartikel Zeit anders zu  nutzen? Einem Hobby zu folgen, das uns danach zufrieden in den Sessel sinken lässt?

Möglicherweise denke ich etwas altmodisch. Aber Gedanken sind ja frei und jeder entscheidet, wie er sein Leben befüllen möchte. Ich  bleib dabei und möchte es auch heute hier weitergeben:

Nehmen wir uns doch das wertvollste Gut, die ZEIT für die Dinge, die uns das Gefühl geben, am LEBEN zu sein!

Ich wünsche Dir ganz viele tolle Momente bei und mit Deinen Hobbys.

Xo Sandra

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