Verändere was aus Dir gemacht wurde
Lesezeit: 3 Minuten

Wir alle haben die Möglichkeit, unsere Vergangenheit auch in der Vergangenheit zu lassen. Jeder kann etwas aus dem machen, was aus ihm gemacht wurde! Ich halte es für das Wichtigste im Leben, dass wir alle unser Leben so erfüllt wie möglich leben. Denn nur wenn wir mit uns zufrieden sind, können wir mit anderen Menschen positive und erfüllte Beziehungen eingehen.

Suche nicht die Schuld in der Vergangenheit …

„Mach´ nicht die Vergangenheit für deine Probleme verantwortlich …“. Diesen Satz musste ich mir sehr oft und sehr lange anhören. Anfangs empfand ich ihn als total deplatziert und nervig! Was wussten fremde Menschen schon von meiner Vergangenheit und meinen daraus entsprungenen Problemen? Gar nix! Dachte ich mir jedes Mal. Je länger und  intensiver ich in meinen Veränderungsprozess steckte, umso verständlicher wurde mir dieser Satz.

Der Artikel heute soll eine kurze Erinnerung sein, dass Veränderungen immer möglich ist. Egal was geschehen ist und hinter uns liegt. Ein kurzer Beitrag, weil in ganz wenigen Worten gesagt werden kann was dazu zu sagen ist. ›lächel‹

Jeder von uns ist unter anderen Bedingungen und in unterschiedlichen Familienverhältnissen groß geworden. Da gibt es diejenigen, die es leicht und unbeschwert hatten. Eine schöne und behütete Kindheit genießen durften.

Manchen aber wurde Schmerz und Leid angetan. Sie hatten eine schwere und lieblose Kindheit. Vielleicht auch mangelnde Möglichkeiten was ihre schulische und berufliche Orientierung betraf. Menschen mit schwerer Kindheit wachsen mit persönlichen Problemen heran. Mangelnde Aussprache und Zuneigung der Eltern erschweren schon in jungen Jahren das Leben, ohne das es einem bewusst ist.

Ich mochte es nie leiden, wenn Leute immer alles auf die Kindheit und die Erziehung der Eltern schoben! Leider habe ich mich geirrt. Ein großer Teil unserer Entwicklung, wenn nicht sogar der größte Teil, liegt in den Händen unserer Eltern. Sie geben uns das „Werkzeug“ mit, das uns ein Leben lang begleitet. Die Kindheit prägt. Ob gut oder schlecht.

Viele Menschen entschuldigen ihre Probleme und Schwierigkeiten, im erwachsenen Alter, mit ihrer Vergangenheit. Was auch plausibel klingt und auch zum Teil nicht ganz unrichtig ist. Ich bin ja auch so eine „Kandidatin“. >finster schau<. Andererseits macht man sich dadurch zum Opfer und man fühlt sich hilflos und schwächer als alle anderen!

Es gibt viele Menschen mit schlechten Startbedingungen

Die Redewendung: „Klar, dass aus der/dem nix geworden ist, … sie/der kannte und sah ja ihr/sein Leben nie etwas anderes!“ Diese Redewendung ist uns allen bekannt, vielleicht haben wir es auch selbst schon mal ausgesprochen. Auch da muss ich sagen – JA, das stimmt. Gleichzeitig bin ich auch davon überzeugt und der festen Meinung – NEIN, es muss nicht so bleiben!

Hätte ich damals alle negativen Eigenschaften meiner Eltern übernommen, würde es mir sicher schlecht gehen. Ich wäre in ganz vielen Dingen kein Stück besser als sie. All diese Eigenschaften würden sich mit meinen persönlichen Werten, die mir wichtig sind, überschneiden. Ich wollte es einfach besser machen … jedenfalls hab ich es versucht. Zwar reichlich spät, aber doch. Und das macht mich zufrieden. ›lächel‹.

Mir sind viele Menschen bekannt, die es schwer hatten. In der Kindheit, in den Beziehungen mit Freunden und Arbeit. Aber irgendwann war der Rand voll. Sie wollten es der Welt, aber vor allem sich selbst beweisen, dass ein besseres Leben trotz allen Hürden die einem das Leben so stellt, möglich ist. Und sie haben es tatsächlich geschafft! Es sind Menschen, die zu meinen Vorbildern wurden und für die ich mich von Herzen freue, dass sie es erreicht haben, was sie schon so lange verdient hätten!

Nicht beklagen – nachdenken

Statt zu jammern, dass wir schlechte „Startbedingungen“ hatten, sollten wir besser darüber nachdenken, welche Möglichkeiten wir haben, um das BESTE aus unserem Leben zu machen. Das BESTE aus dem machen, was uns zur Verfügung steht.

Es ist nämlich tatsächlich so, dass jeder Mensch, auch die, die nicht auf die Sonnenseite des Lebens gefallen sind, über die Kraft und die Fähigkeit verfügt, die notwendig sind um das Leben besser und etwas bunter zu machen! Geht nicht … gibts nicht. ›zwinker‹.

ICH vor vielen Jahren:

Mein Leben davor war für Außenstehende schön anzusehen. Mir fehlte es an nichts und ich wurde oft beneidet! Es wäre mir alles möglich gewesen. Leider trug ich damals noch „Gardinen“ vor meinen Augen. Mein Leben lag unter einem Schleier. Oberflächlich und Prestige-lastig, so war mein Leben. Gefüllt mit ganz vielen negativen Eigenschaften und vielen schmerzhaften Katastrophen, die kein Mensch sehen oder wahrnehmen durfte. Alles war zu wenig und nix war richtig und recht. Natürlich hatte mein Verhalten Gründe, die mir damals aber noch nicht bewusst waren. ICH … die ständig Suchende …

Heute bin ich stolz darauf, das totale Gegenteil zu sein! Das Geld um alles möglich zu machen, habe ich heute nicht mehr. Meine negativen Eigenschaften (also die wirklich heftigen … zwinker), habe ich versucht in positive umzuwandeln. Materielle Dinge haben schon lange keinen wichtigen Stellenwert mehr. Die „Gardinen“ sind am Müll und verletzende Katastrophen sind (ich denke dadurch) ausgeblieben. Ich sehe klar. Ich bin für ALLES dankbar und kann mich darüber wahnsinnig freuen, meine Mitte und mein echtes ICH gefunden zu haben um selbstbestimmt leben zu dürfen.

Ich habe mit meiner Vergangenheit zu 90 % abgeschlossen. Kollateralschäden bleiben leider immer hängen, aber mit dem lässt es sich gut leben. Deswegen möchte ich heute mit dem Anfang meines Beitrages auch abschließen:

Verändere, was aus dir gemacht wurde, es ist möglich.

Xo Sandra

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