Wenn der Verstand längst loslässt – aber das Herz nicht hinterher kommt

Inspiration, Persönliches, Seelenleben

Es gibt Erfahrungen, die schleichen sich ein wie ein Schatten – lange, nachdem wir dachten, wir hätten alles längst hinter uns gelassen. Wir leben, lieben, arbeiten an uns … und plötzlich ist er wieder da: der Schmerz, den wir kaum in Worte fassen können. Der uns zurückwirft, zweifeln lässt, erschöpft.
Besonders dann, wenn sich Beziehungen jeglicher Art verändern. Wenn sich Nähe verflüchtigt. Wenn sich jemand entfernt – oder wir gehen müssen.

Bindungstrauma ist kein Schlagwort aus der Psycholiteratur. Es ist ein Gefühl, das viele von uns kennen. Diese tiefe, innere Unruhe, wenn etwas in uns klammert, obwohl wir loslassen wollen. Wenn der Verstand längst klar ist – aber das Herz noch ganz woanders wartet.

Heute geht’s genau darum:
Um diesen inneren Kampf zwischen Kopf und Gefühl.
Um alte Prägungen, um Verlustangst, um dieses „Ich weiß, aber ich kann nicht“.

Über Bindungstrauma, Trennungsschmerz und den langen Weg zu innerer Sicherheit

Bindungstrauma ist schon, wie gesagt, KEIN Schlagwort aus der Psycholiteratur. Es ist ein Gefühl, das viele von uns schon kennengelernt haben!
Diese tiefe, innere Unruhe, wenn etwas in uns klammert, obwohl wir loslassen wollen. Wenn der Verstand längst klar ist – aber das Herz trotzdem nicht mitkommt.

Ich kenne dieses Gefühl aus allen Perspektiven!
Ich spüre genau, wann mein System anspringt. Wenn plötzlich wieder alles „zu eng“ wird. Wenn ich kämpfe, obwohl es nichts zu gewinnen gibt. Wenn ich Menschen halte, die schon lange mit mir abgeschlossen haben. Oder wenn ich Nähe suche, wo eigentlich keine Verbindung mehr da ist. Ich weiß inzwischen, wo das herkommt. Ich weiß, wie alte Wunden ticken. Und doch … sie reißen manchmal wieder auf. Durch alte Erinnerungen oder einfach so.

Das macht etwas mit einem!
Es lässt uns zweifeln, an uns selbst, an unseren Reaktionen.
Und oft auch an der eigenen Liebenswürdigkeit.

Dabei ist das alles keine Schwäche.
Es ist eine biografische Logik.
Denn wer Bindung in jungen Jahren als unsicher erlebt hat – wer gelernt hat, dass Nähe immer auch Gefahr bedeuten kann – der entwickelt feinste Antennen. Und manchmal eben auch einen starken Wunsch, dass es „dieses Mal anders sein wird“.

Aber besser machen heißt nicht, sich selbst zu verlieren.
Und genau darum geht es für mich heute mehr denn je:
Mich selbst spüren.
Mich selbst halten können.
Und mir selbst die Sicherheit geben, die ich früher vermisst habe.

Ich darf traurig sein, wenn sich etwas verändert, was ich gemocht habe.
Ich darf Schmerz fühlen, wenn Menschen gehen oder sich abwenden.
Aber ich muss mich nicht mehr kleiner machen, mich anpassen, um geliebt zu werden.

Wir alle tragen unsere Geschichten mit uns mit.
Alte & neue. Manche davon sind „aufreibend“. Andere sind still und unspektakulär.
Und wie so oft, führt uns gerade der tiefste Schmerz dorthin zurück, wo der Anfang liegt – zu uns selbst.

Abschlussgedanke:
Wenn unser Herz mal wieder langsamer loslässt als unser Verstand – verurteilen wir uns nicht. Es zeigt nur, dass wir Gefühl zeigen. Und wer fühlt, lebt. Bestimmt ist das nicht immer einfach und angenehm. Aber es ist ECHT. Und echt und ehrlich zu leben – ist vielleicht das, was viele schon verlernt haben.

Teile diesen Beitrag, wenn er dich anspricht.
Und über deine Gedanken dazu, freue ich mich jedes Mal!
Bis ganz bald …

Xo Sandra

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