Wenn du dich mal fragst, wer DEINE Menschen sind: Es sind die, bei denen dein Herz sich gesehen fühlt und dein Nervensystem zur Ruhe kommt.
So einfach ist das. Schön gesagt. Fast schon gefährlich schön!
KOMM DOCH MAL MIT, AUF KURZE INNERE REISE …
Manche lesen diesen Satz und wissen sofort, wer gemeint ist.
Diese Menschen dürfen sich wirklich glücklich schätzen.
Aber was passiert, wenn man sich genau diese Frage stellt … und einem niemand zu 100 % einfällt?
Wenn da kein warmes Gefühl auftaucht. Keine innere Ruhe. Kein Mensch, bei dem sich das Herz zu Hause anfühlt.
Nur ein „Ziehen“ in der Bauchgegend sich auftut?
Dieses: „Ich glaube, mir fehlt genau das.“
Ehrlich? Viel mehr Frauen kennen dieses Gefühl, als wir ahnen!
Wir reden bloß kaum darüber, weil unser Leben nach außen oft völlig „normal“ aussieht.
Beziehung.
Ehe.
Gemeinsame Jahre.
Alltag.
Verantwortung.
Kinder.
Gemeinsame Träume
Und so sitzt man neben einem Menschen und fühlt sich emotional seltsamerweise allein.
Alles fühlt sich nach „Müdigkeit“ an. Es fehlt etwas, das wir nicht benennen können.
Ich musste in letzter Zeit oft an einen Satz denken, den eine ältere Frau früher immer zu mir gesagt hat:
„Glaub mir, nix wird besser.“
Damals fand ich das schrecklich. Heute verstehe ich langsam, was sie gemeint hat.
Nicht, dass Liebe unmöglich wird und Menschen gemein oder böse sind.
Sondern dass Beziehungen sich verändern. Dass Nähe verloren gehen kann! Dass Menschen irgendwann mehr funktionieren als fühlen.
Und dass viele Paare irgendwann nur noch gemeinsam ihren Alltag organisieren.
Man wacht nicht eines Morgens auf und denkt: „So. Ab heute bin ich unglücklich.“
NEIN. Es passiert schleichend.
Zwischen Müdigkeit.
Zwischen Verpflichtungen.
Zwischen unausgesprochenen Dingen.
Zwischen all den Momenten, in denen man immer weniger sagt, was man wirklich fühlt. 🙁
Und so merkt man: Ich funktioniere nur noch.
Ich erkläre mich dauernd. Ich passe mich an.
Aber wirklich glücklich bin ich schon lange nicht mehr.
Und genau DA, beginnt die eigentliche Frage.
Nicht:
„Wer ist schuld?“ Sondern: „Warum rede ich mir seit Jahren ein, dass DAS reicht?“
Etwas zu verändern, muss nicht immer radikal passieren.
Nicht mit Kofferpacken, Rosenkrieg oder einem dramatischen Abgang wie in diversen Komödien!
Es sollte früher beginnen. Mit ehrlichen Gesprächen.
Mit klaren Grenzen und mit dem Mut, Dinge anzusprechen, die man viel zu lange geschluckt hat.
Und auch mit der Erkenntnis, dass ein gemeinsames Leben nicht automatisch bedeutet,
dass man sich emotional noch erreicht.
Das Schwierige daran:
Nicht jede Beziehung muss sofort beendet werden. Und nicht jede Krise bedeutet das AUS.
Aber vieles oder alles, braucht Ehrlichkeit. Radikale Ehrlichkeit!
Mit sich selbst zuerst.
Viele Frauen hoffen jahrelang darauf, irgendwann wieder gesehen zu werden. Das ist aber nicht so.
Und genau davor haben viele Angst: vor der Wahrheit, die oft nicht schön ist.
Vor diesem einen Gedanken, den man ständig wegschiebt: „Ich bin nicht wirklich glücklich.“
Weil wir gelernt haben, dankbar zu sein. Nicht zu viel zu wollen. Nicht alles ständig zu hinterfragen.
Und Gefühle schon gar nicht, wenn nach außen doch „ohnehin alles passt“!
Aber hallo, jeder darf sich diese Frage stellen.
Ohne Schuldgefühl. Ohne schlechtes Gewissen. Ohne sich sofort egoistisch zu fühlen.
Denn wir alle brauchen Menschen, bei denen wir nicht ständig funktionieren müssen.
Menschen, bei denen man nicht dauernd aufpassen muss, wie man etwas sagt.
Nicht erklären … einfach sein dürfen mit all den Fragen und Zweifeln, die sich mit der Zeit auftun.
Die eigentliche Tragik ist nämlich nicht, dass Beziehungen sich verändern.
Die Tragik ist, dass so viele Frauen still darin ausharren, obwohl sie innerlich längst allein angekommen sind.
Darüber müssen wir Frauen viel ehrlicher sprechen.
Nicht erst dann, wenn innerlich schon alles leer geworden ist.
Es muss FRÜHER passieren!
Und nun frage ich dich:
Bei welchen Menschen kannst DU wirklich aufatmen?
Und wo versuchst DU nur noch krampfhaft, etwas festzuhalten, das sich schon längst verändert hat?
Danke, dass du mich wieder gelesen und mir deine Zeit geschenkt hast!



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