Alles was kommt, verschwindet auch wieder …
Lesezeit: 4 Minuten

Die meisten Menschen leiden täglich. Ob durch tatsächlichen Schmerz, eine unangenehme Situation oder durch das Beklagen von etwas. Eine beinahe schon fast selbstverständliches Verhalten. Wir sind nicht auf der Welt um zu leiden, sondern um glücklich zu sein! Wenn wir leiden, dann nur deshalb, weil dieses Gefühl uns etwas zu sagen hat.

Weißt Du, wovor ich in meinem Job am meisten Angst hatte? Vor dem Leiden danach, wenn ich etwas verbockt hatte.
Weißt Du, wovor ich am meisten Angst hatte, wenn ich Menschen begegnete und sie mir ans Herz gewachsen sind? Vor dem Leiden, das so oft danach kam, wenn ich enttäuscht wurde. Es waren nicht die Enttäuschungen oder die Verletzungen. Nein, es war einzig und alleine das Leid.

Notiz aus meinem Tagebuch

„Was soll dieses ständige Leiden? Es zieht mich runter. Ganz langsam dehnt es sich in meinem Körper aus, nimmt jeden Muskel, jede Faser in Beschlag. Ich habe dann das Gefühl, total alleine auf der Welt zu stehen. Unverstanden und beladen mit der ganzen Last der Menschheit …“

So steht es in einem meiner Tagebücher, das ich vor einigen Jahren geschrieben habe. Im Groben, beschreibt es dieser Gedanke noch immer recht genau, wie es sich anfühlt. Ich habe mal mit meinem Mentor darüber gesprochen, der allen ernstes zu mir sagte: „Es gibt kein Leiden.“ So ein Blödsinn, war meine Antwort. Natürlich gibt es das Leiden, schließlich spüre ich es doch immer wieder!

Das Gespräch ist nicht zufriedenstellend gelaufen. Das ist mir in Erinnerung geblieben. „Leiden ist „hausgemacht“ meinte er. Was darauf folgte, habe ich vergessen, es schien mir nicht einleuchtend.

Kleinigkeiten setzen sich in unseren Köpfen fest

Ich bleib einfach bei meiner Vergangenheit als Beispiel: Ein Bekannter macht dumme Scherze, eine Freundin untergräbt meine Autorität und jemand anderer verbessert mich in einem Gespräch. All das reichte für mich um das Gefühl „Leid“ zu aktivieren. Ja es war absurd und nicht zu glauben. Aber genauso passiert es! Aus Nichtigkeiten, die sich ansammeln und sich in unseren Köpfen festhalten. Nur wegen Kleinigkeiten zu leiden, das kommt mir heute sehr albern vor.

Das Leben lernt uns unglaublich viel und heute ist mir klar, dass ich und vielleicht auch Du, all solche Vorfälle einfach an uns vorbeiziehen lassen können! Oder darüber lachen und sie ignorieren dürfen!

Da werden plötzlich ganz viele Stimmen unseren Köpfen laut, die sich in solchen Momenten mit den Stimmen im Außen verbrüdern und vielleicht sagen: „Hallo? Was ist mit deinem Gefühl, das kannst du jetzt nicht so einfach ignorieren! Das musst du schon ernst nehmen!

So? Müssen wir das tatsächlich? Müssen wir wirklich irgendwelche Aussagen, die Menschen in unserem Umfeld machen, immer ernst nehmen und mit nach Hause tragen? Wäre es nicht viel gesünder für uns, wenn wir nicht alles aufnehmen und ernst nehmen, was uns Freunde, Bekannte, Arbeitskollegen oder Familie so alles zu sagen haben?

Die wahre Natur des Leidens

Wie entsteht Leiden? Es entsteht, wenn wir einen Schmerz, den wir empfinden, nicht loslassen und annehmen können. Wenn wir ihn festhalten oder ihn um jeden Preis loswerden wollen. Ich habe in meinem Leben feststellen können, dass nicht aus jedem Schmerz Leid hervorgeht. Jedoch jedem Leid geht ein Schmerz voran.

Wenn wir uns verbrennen, empfinden wir Schmerz. Wir beginnen erst dann zu leiden, wenn wir uns den Kopf darüber zerbrechen, warum wir uns verbrannt haben. Was wir hätten tun können, um uns nicht zu verbrennen. Verstehst Du was ich meine? Es ist wie es ist.

Mich verletzten die Aussagen anderer Menschen deswegen, weil ich immer glaubte, dieser Mensch hat recht mit seinen Äußerungen. Da steckt mehr dahinter als nur ein Satz oder ein paar Worte. All das ist auch eine reine Selbstwert-Geschichte! Und der fehlte mir in dieser Zeit definitiv.

Tatsache ist: Wir sind alle Menschen mit Gefühlen und Emotionen. Manches erwischt uns direkt und manches perlt einfach an uns ab. Sensible Menschen haben es dabei immer schwerer. Es liegt sehr oft nicht an der anderen Person, sondern bei uns, weil wir es als Kränkung auffassen. Jeder hat so seine inneren Bewertungen und das finde ich gut so. Wenn wir das Gefühl haben, etwas läuft gegen uns, meldet sich das Alarmsignal.

Anstrengend wird es nur, wenn wir das Gefühl haben, die ganze Welt will uns leiden sehen! Dann wäre es an der Zeit, in sich zu gehen. Zu analysieren und zu hinterfragen, warum das so sein könnte. Eine Veränderung wird stattfinden, wie ich an mir selbst festgestellt habe.

Und wenn ich mich heute darauf besinne, dann passiert etwas ganz eigenartiges. Mein Gespür für – ehrlich, richtig, gut und vertrauenswürdig, ist ausgereift. Ich weiß was ich an Äußerungen und Meinungen, indirekten Späßen mit nach Hause nehme und welche ich einfach liegen lasse! Ich akzeptiere auch das Negative und je schneller das passiert, umso schneller verschwindet es auch wieder.

Leid können wir nicht immer verhindern, aber wir können verhindern, dass wir für immer leiden. Die Entscheidung liegt wieder einmal bei uns. Ich  bin der Meinung wir haben immer eine Wahl. Wir können die Situation verlassen oder verändern und akzeptieren.

Fazit:

Es kommt nicht darauf an, was und wie uns etwas passiert, sondern wie wir es händeln. Für diese Haltung braucht es natürlich ein starkes Selbstwertgefühl. Es ist die Basis für ein leichteres Leben. Wir sind auf der Erde um glücklich zu sein und nicht um zu leiden. Also mach Dich auf dem Weg und suche nach den Ursachen und löse das Leiden auf. DU hast die Kraft dazu und keiner außer Dir wird es für Dich erledigen.

Und dabei wünsche ich Dir ganz viel Kraft und Motivation! <3

Xo Sandra

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