Geschichtenliebe #33
Lesezeit: 2 Minuten

Ein LEBEN nach dem LEBEN? Hast Du darüber schon mal nachgedacht? Ich denke sehr oft darüber nach, besonders stark ist dieses Gefühl, wenn ich einen lieben Menschen gehen lassen muss(te).

Die Frage was den sein würde, haben wir unsere Augen geschlossen, ist ein philosophisches und religiöses Thema. Das zu beantworten kann ich nicht. Ich habe meine persönliche Meinung darüber, von der ich mir wünsche, sie tritt auch ein.

Wir brauchen keine Angst haben, dass nach dem wir unser Leben fertig gelebt haben, alles zu Ende sein wird. Wir sehen uns ALLE wieder … im Nirwana, Walhalla oder sonst wo  … wenn ichs mir aussuchen könnte, würde ich aber gerne mit Odin an einem riesigen Tisch sitzen, mit all den Menschen die ich liebte. <3

Und da der Tod zu unserem Leben gehört, wie die Luft zum Atmen, möchte ich heute mal eine etwas andere Geschichte in die Tastatur drücken! ›lächel‹

HINTERM HORIZONT …

In den Tagen vor dem für alle erschwinglichen und sicheren Luftverkehr reiste man auf hochseetauglichen Dampfschiffen über die Weltmeere, um von einem Kontinent zum anderen zu gelangen. Kurz vor dem Ablegen drängten sich die Passagiere auf den Decks des Schiffes, von denen aus man die Verwandten und Freunde auf dem Pier sehen konnte.

Wenn das Signal ertönte, winkten alle zum Abschied, sowohl die Menschen an Bord als auch die an Land Verbliebenen. Sie machten Kusshände und riefen sich ein letztes auf Wiedersehen zu, während der Dampfer allmählich davonglitt. Bald schon hatte er sich so weit entfernt, dass man vom Pier aus in der grauen Menge der Passagiere keinen Einzelnen mehr ausmachen konnte.

Gewinkt und geschaut wurde trotzdem weiter. Etwas später war das Schiff zu weit weg, als dass man überhaupt noch etwas an Bord erkennen konnte. Die Zurückgebliebenen verließen den Pier aber noch nicht. Sie blickten dem immer kleiner werdenden Dampfer nach, auf dem sich irgendwo die Menschen befinden mussten, von denen sie gerade Abschied genommen hatten.

Irgendwann erreichte der Dampfer dann jene gewisse Linie, den Horizont, hinter der er vollends außer Sicht war. Doch obwohl die Verwandten und Freunde an Land ihre Lieben nicht mehr sehen, geschweige denn sprechen oder berühren konnten, wussten sie, dass sie nicht völlig verschwunden waren. Sie hatten bloß eine Linie überschritten, den Horizont, der uns von dem trennt, was dahinter liegt. Sie wussten, dass sie sie wiedersehen würden.

So ähnlich ist es mit dem Tod eines geliebten Menschen. Wenn wir Glück haben, können wir an seinem Bett sitzen, ihn noch einmal in die Arme nehmen und Abschied von ihm nehmen. Dann „legt er ab“, er segelt los in das Meer des Todes. Er schwindet dahin. Mit dem letzten Atemzug erreicht er den Horizont, jene Linie, die dieses Leben von dem trennt, was dahinter liegt.

Nachdem er diese Linie passiert hat, können wir ihn nicht mehr sehen, nicht mehr sprechen oder berühren. Und trotzdem wissen wir, dass er nicht völlig verschwunden ist. Er hat „nur“ eine Linie überschritten, den Tod, die uns von dem trennt, was dahinter liegt.

WIR WERDEN EINANDER WIEDERSEHEN. 

Buddhistische Geschichte von Ajahn Brahm

Mehr Worte braucht es diesmal nicht … auf ein erfülltes Leben.

XOXO Sandra FrauenPunk

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1 Antwort
  1. Ela
    Ela sagte:

    Liebe Sandra, ja, das Thema Tod bewegt jeden von uns, mal mehr, mal weniger. Ich selbst wurde erst im letzten Jahr direkt damit konfrontiert (Diagnose Brustkrebs) und schon zwei Jahre zuvor musste ich meine Schwiegereltern gehen lassen. Es ist nicht einfach und auch heute muss ich noch daran denken, doch so weiß ich auch, dass sie mir nicht abhanden kommen. Also lass uns einfach unsere kleine Lebenszeit hier auf Erden in vollen Zügen genießen. Grüßle Ela

    Antworten

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