Geschichtenliebe #34
Lesezeit: 2 Minuten

Der Tod eines geliebten Menschen verändert unser ganzes Leben. Selbst wenn Menschen sterben, die wir nicht mal kennen, zum Beispiel bei Naturkatastrophen, hinterlässt das Spuren in unserem Denken. Das Sterben ist eine Tatsache des Lebens und wenn wir sie verstehen lernen, lehrt sie uns, BESSER auf uns aufzupassen. In meiner Geschichtenliebe geht es heute genau darum. Viel Freude in den paar Minuten des Lesens.

DER GESPRUNGENE BECHER …

Vor vielen Jahren, ich lebte zu dieser Zeit in Thailand, hielt mein Lehrer Ajahn Chah einmal seinen Keramikbecher hoch. „Schaut mal“, sagte er zu uns. „Da ist ein Sprung drin.“ Ich schaute mir den Becher genau an, konnte aber keinen Sprung erkennen.

„Im Moment“ fuhr er fort, „ist der Riss noch unsichtbar. Aber er ist da. Eines Tages wird irgendjemand diesen Becher fallen lassen, dann zeigt sich der Sprung und führt dazu, dass mein Becher zerbricht. Das ist sein Schicksal. Wäre er dagegen aus Plastik, erklärte mein Lehrer weiter, hätte er kein solches Schicksal und auch keinen unsichtbaren Sprung!

Man könnte ihn fallen lassen, dagegen schlagen oder sogar mit ihm Fußball spielen, er würde trotzdem nicht kaputtgehen. Seine Unzerstörbarkeit könnte euch zu Unachtsamkeit verleiten. Mein  Becher aber ist zerbrechlich und deshalb muss man gut auf ihn aufpassen.

Auch der menschliche Körper, betonte Ajahn Chah, hat einen Sprung. Im Moment ist er noch unsichtbar, aber er ist da. Damit meine ich euren zukünftigen Tod. Eines Tages wird es zu einem Unfall oder einer Krankheit kommen oder ihr werdet sehr alt sein …, dann tritt der Sprung zutage und ihr werdet sterben. Das ist euer Schicksal.  Wäre euer Leben unendlich, sagte Ajahn Chah zum Schluss, wäre es so stabil wie ein Plastikbecher, dann könntet ihr auf jegliche Vorsicht verzichten.

Weil aber unser Leben so zerbrechlich ist, weil es unser Schicksal ist zu sterben, müssen wir gut darauf aufpassen.
Wenn wir begriffen haben, dass auch Beziehungen ebenso empfindlich sind wie ein Keramikbecher, folgt daraus, dass wir gut aufeinander aufpassen müssen.

Zu wissen, dass das Glück einen Sprung hat, lehrt uns, nichts Freudvolles für selbstverständlich zu halten. Und die Erkenntnis, dass unser Leben irgendwann ein Ende hat, macht uns die Kostbarkeit jedes einzelnen Moments deutlich!

Von Ajahn Brahm

Uns steht allen dasselbe Schicksal irgendwann mal bevor. Und ich hoffe und wünsche es JEDEM das er sehr alt und einigermaßen gesund bleiben darf. :D Sehen wir unser Leben, unsere Beziehungen NICHT als Plastikbecher, sondern als wertvolles Porzellan, dass wir nicht mehr „nachkaufen“ können. <3

Es hat mich wieder riesig gefreut für Dich diese wahre Geschichte herauszusuchen.
Lesen … nachdenken … tun. Mehr soll es gar nicht sein. ›lächel‹

Bis zum nächsten Mal, …

XOXO Sandra FrauenPunk

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