Ich will ein Opfer sein!
Lesezeit: 3 Minuten

Zu meinem Artikel heute wurde ich durch ein Gespräch am Rande inspiriert. Es ging darum, dass Menschen behaupten, an ihrer aktuellen Lebenssituation nichts verändern zu können. Zeugin dieser Diskussion zu sein, versetzte mir einen Seitenhieb, da es mich an meine Vergangenheit und mein „Opferrollen-Dasein“ erinnerte. Ich war allerdings ein stilles „Opfer“. Anders als viele Zeitgenossen in meinem Umfeld. Ich hatte einfach eine Grundüberzeugung, dass ich das Leben nun mal so hinnehmen müsse, wie es mir begegnete. Ja … und dann gab es noch die dominanten Ausreden, die gar keiner Veränderung Platz gaben.

Es hat sich nichts verändert. Zwar bin ich aus der Opferrolle raus. Ich habe mir dieses „Opferkostüm“ abgestreift. Aber es gibt so viele Menschen, die scheinbar gerne und lautstark, dieser Opferrolle eine Stimme geben. Das Leben ändert sich. Dadurch verändern wir uns! Mit der Erfahrung eines kompletten Neustarts in den letzten Jahren weiß ich, dass alles nur Ausreden waren, … hat man die richtigen Ausreden in der Hand, brauchen wir auch nichts verändern.

Meine frühere Strategie: Ich ändere mal lieber nix, es wird irgendwann schon besser werden. Leider ist dieser Glaube nie aufgegangen. Obwohl es in mir immer wieder mal sehr laut wurde. „Komm mach was, das ist doch kein Leben, dass du dir wünscht! Verändere die Dinge die du verändern kannst!“ Gehört habe ich dieses Drängeln in mir, aber ich habe so lange und erfolgreich verweigert, bis das Leben mich geändert hat. Mir ging es so „bescheiden“, dass es auf einmal Schluss war mit sämtlichen Ausreden!

Die, die mich am Blog besuchen und lesen, stehen selbst immer mal an einer Kreuzung der Veränderung. Du weißt oder zumindest ahnst Du es, dass es da noch einiges gibt in Deinem Leben das Du verändern kannst aber Deine Ausreden lassen es nicht zu. Deshalb bist Du hier. Veränderung und Leben. Darum geht es immer wieder hier auf meinem Blog. Deshalb bist Du hier. Ich würde ja auch keinem Food-Blog folgen, wenn ich nicht neugierig auf Kuchen, Fleisch und Inspirationen wäre, oder?

Schluss mit unseren Lieblingsausreden

Ich habe mitgehört, habe mich zurückerinnert, an die Zeit, in der ich für ALLES eine Ausrede in der Tasche hatte, um ja nichts verändern zu müssen. Ich bin mir sicher, dass Deine Ausrede vielleicht auch darunter zu finden ist. Wenn Du Dich beim Durchlesen kopfschüttelnd aufregst, finde ich das super ›lach‹ … warum? Das sage ich Dir im Anschluss.

  1.  Ja ich bin eben noch nicht so weit.
  2.  Wenn das immer so einfach wäre.
  3.  Das geht mir viel zu schnell.
  4.  Dafür bin ich schon viel zu alt!
  5.  Was ist los? Es ist doch alles gut wie es ist?
  6.  Das kann ich mir nicht leisten.
  7.  Das Leben ist nun mal kein Wunschkonzert.
  8.  Meine Gesundheit spielt da nicht mehr mit.
  9.  Meine Eltern, Freunde haben gesagt …
  10.  Was sollen die anderen von mir denken?
  11.  Und was ist mit meiner Altersvorsorge?
  12.  Du tust Dir leicht, Deine Kinder sind schon groß.
  13.  Ich muss den Kinderwegen bleiben …
  14.  Ich bin halt so.
  15.  Davor habe ich zu viel Angst!
  16.  Wenn ich mal in Pension bin, die Kinder groß, den richtigen Partner usw. habe, dann …
  17.  Ich will ja gar nichts verändern.
  18.  Dazu fehlt mir die Kraft.
  19.  Ich brauche Sicherheit.
  20.  Mir fehlt das Vertrauen.
  21. Abenteuer sind für junge Menschen da.
  22.  Ich würde ja wirklich gerne, ABER …
  23.  Mir fehlt die Zeit.
  24.  Aber das machen doch ALLE so!
  25.  Ein komischer Blog, was soll das?

Tja und nun? Regst Du Dich auf? Welcher Satz ist Dein ständiger Begleiter? Bist Du verärgert, weil Veränderung wirklich nicht so leicht ist? Alles gut rege Dich auf und schmeiß mir auch gerne was an den Kopf! „Sie hat doch wirklich keine Ahnung von nichts!“  Da gebe ich Dir sogar recht. Teilweise. Aber wenn ich von etwas Ahnung habe, dann von Ausreden und ihre Folgen, sorry.

Sich aufregen ist manchmal echt super!

Je mehr Dich etwas aufregt, umso schneller solltest Du darauf achten und hinsehen! Ich wollte das selber lange nicht wahrhaben. Wenn mir ein Mensch etwas Unangenehmes gespiegelt hat, war die Reaktion: so weit als möglich von mir fern halten und durch langes Argumentieren belegen, dass die Fakten doch ganz anders lagen.

Selbstbetrug. So das richtige Wort dafür. Es funktioniert ne Weile, aber gewinnbringend und nachhaltig ist es nicht! Ausreden sind okay. Dafür müssen wir uns keine Schuldgefühle aufhalsen. Es stecken teilweise alte Glaubenssätze und Programmierungen dahinter, die wir über die Jahre zu unseren eigenen gemacht haben.

Es ist ein Gedankenkonstrukt, dass uns vor unangenehmen Neuerungen schützt. Langfristig gesehen haben sie aber eine sehr angenehme Wirkung – dafür müssen wir aber ins TUN kommen.

Letztendlich ist das Sammeln von Gegenargumenten wieder nur eine Ausrede. Nämlich dafür, sich zu trauen den springenden Punkt anzunehmen. Die ein oder andere Ausrede als solche zu enttarnen und die gewünschte Veränderung anzupacken. ›strahle grinsen<

Übrigens meine Lieblingsausrede ist: Nr. 14 und 23. ›zwinker‹.
Übrigens Du darfst mit Freude die Liste ergänzen. Gut möglich, dass ich so einiges vergessen habe. :D

Jetzt aber wünsche ich Dir ein TUN ohne Ausreden und jede Menge Volkserlebnisse.

XOXO Sandra FrauenPunk

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Ich möchte mit FrauenPunk viele Frauen erreichen und freue mich wenn Du diesen Artikel teilst und weiter empfiehlst. Ich bin Dir für jede Unterstützung dankbar!

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1 Antwort
  1. Ela
    Ela sagte:

    Hallo liebe Sandra,

    da sprichst du ein Thema an. Am schwersten ist es eben seinen eigenen inneren Schweinhund davon zu überzeugen auch wirklich was zu tun. Das ist leider nicht immer so einfach. Der Kerl hört einfach nicht auf einen.

    Grüßle Ela

    Antworten

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