Sag mir Dein Alter und ich sage Dir in welcher „Krise“ Du steckst

Sage mir Dein Alter und ich sage Dir in welcher "Krise" Du steckst
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Die Menschen werden älter und die Krisen werden immer jünger und häufiger. „Sag mir Dein Alter und ich sage Dir, in welcher Lebenskrise Du Dich befindest …“ Sehr zugespitzt formuliert und ich würde es mir auch niemals zutrauen, DAS zu wissen und zu erkennen. Aber dieser Satz ist mir um die Ohren geflogen. Sind alle Lebensphasen mit Krisen verbunden? Oder sind es nur Übergänge und Lebenswenden, die auch ohne „Krisen“ mach- und schaffbar sind?

Krisen sind im Allgemeinen ein Wendepunkt einer Konfliktentwicklung. Es ist eine entscheidende Phase in unserem Leben, in der wir sehr viele Fragen stellen und noch mehr Antworten bekommen (ob wir denn wollen oder nicht). Das seelische Gleichgewicht gerät dabei oft ins Wanken, wenn wir mit Lebensumständen konfrontiert werden, die wir in dem Moment nicht bewältigen können. Das Leben verlangt viel. Vieles, das nicht auf unserer Wunschliste steht, kommt prompt daher. Und anderes, dass wir uns so sehr wünschen, tritt nie ein! So sehr sich auch unsere Geschichten alle voneinander unterscheiden – es gibt tatsächlich bestimmte Muster oder Herausforderungen, die wir alle in den einzelnen Lebensabschnitten zu bewältigen haben. Das ALTER spielt dabei nur bedingt eine Rolle, finde ich.

Krise bedeutet NICHT Untergang

Die Krisen haben mich schon sehr früh in meinem Leben besucht. Wobei ich das Wort „Krise“, glaube ich, damals gar nicht benutzt habe. Für mich war es einfach „scheiße“ (sorry), aber nie das Ende meines Lebens. Heute bin ich noch immer nicht „krisenfrei“, aber die Sichtweise darauf und die Bezeichnung hat sich massiv dazu verändert. Krise bedeutet für mich nicht Untergang oder das Ende … ich sehe sie als Übergang in eine neue Phase. 

Wobei dieser Übergang auch Lebenswenden einschließen kann. Vieles, was mir als 20- oder 30-Jähriger sehr wichtig war und mir Halt gegeben hat, habe ich mit 40, oder heute mit 58, ganz anders gesehen! Es würde mir alles andere als Sicherheit schenken. ›lach‹. Viele Lösungen, und ich spreche jetzt für uns alle, die wir in jungen Jahren für uns fanden, erweisen sich in späteren Lebensphasen als reinstes „Provisorium“ … das dem Härtetest des Lebens nicht gewachsen ist! Ich glaube, es ist wichtig, sich diesen seelischen „Wandlungen“ zu stellen, OHNE die eigene Originalität von den damit verbundenen Turbulenzen wegblasen zu lassen.

Weisheiten für Krisen in unserem Leben als Frau

In solchen Übergängen ist es wirklich nicht einfach, in der Vielfalt der vielen Stimmen in uns, die BESTE Stimme für unser Ziel herauszufiltern. Die eigenen Gefühle erheben ihr lautes Organ und das noch in schnellem Stimmungswechsel. Freunde und Bekannte machen „laut“ verständlich, welche Tipps wohl die besten für uns sind. (In Wirklichkeit widersprechen sie sich alle!) Auf Bücher und Ratgeber ist auch kein richtiger Verlass.

Und leider ist die eigene innere Stimme, auf die wir uns so oft und sehr gut verlassen konnten, NICHT klar genug hörbar. Man fühlt sich angesichts des Unbekannten im eigenen Inneren schon verwirrt! Jedenfalls war das mein Empfinden. Man fühlt sich versucht, alles Bisherige einfach über den Haufen zu werfen! Persönlichkeitsentwicklung braucht aber etwas Bleibendes … etwas worauf man zurückgreifen und das nicht in jeder Lebenskrise neu gesucht werden muss!

Die Weisheit könnte also heißen: Binden wir uns in Zeiten seelischer Ausgewogenheit an bewährte Haltepunkte, damit wir in seelischen „Umbruchphasen“ unsere Mitte nicht verlieren. Damit jede Krise zu unserer Chance wird!

Dinge, die mich dabei unterstützen

Ich schreibe mir in meinem eigenen „Lebenstagebuch“ schöne Augenblicke und fördernde Erfahrungen auf. Ich notiere mir dazu Dinge, die mir geholfen haben wieder in mein Gleichgewicht zu finden. Eine sehr wichtige Rubrik sind Notizen zu der Frage: Was gibt meinem Leben Sinn und macht mich glücklich?

Ich habe mir angewöhnt, jeden Tag eine Zeit der Ruhe einzuplanen. Egal ob zu Hause in meinem Arbeitszimmer oder in der Natur. Und vielleicht rollst Du jetzt gleich mit den Augen – aber ich erzähle dem da oben in „Walhalla“ ›lach‹, kurz wie es mir so geht. Manchmal verläuft dieses intime Gespräch freundlich und manchmal ist es alles andere als das. Es geht dabei nur darum, dass mein Faden nach oben immer aktiviert ist, wenn Krisen kommen. ›zwinker‹.

Nach Gesprächen mit mir nahestehenden Menschen frage ich mich immer wieder mal: Ist mir diese Person auch wirklich eine Hilfe, sollte ich ihn/sie brauchen? Dann, wenn ich selbst mit mir nicht mehr klarkomme? Und dann wird es mir wieder ganz bewusst, was zu tun ist: Da, wo ich Halt erleben darf, ist es so wichtig, diese Beziehung ganz bewusst und liebevoll zu pflegen.

Es sind nicht sehr viele Dinge, die mich persönlich in Lebenskrisen unterstützen, ABER sie sind sehr nachhaltig und sicher. Jedenfalls erlebe ich es so. Jeder kann noch manches ergänzen. Entscheidend ist jedoch nur das eine: Diese „Ankerpunkte“ sind dazu da, uns durch solche unangenehmen und aufwühlenden Phasen hindurchzuhelfen. Solange, bis die Stimmen in uns wieder ruhiger geworden sind und nicht mehr planlos durcheinander „schreien“. :D

Erst dann wird es wieder möglich sein, mithilfe unserer inneren und einzig wahren Stimme, die nächsten Herausforderungen und Wachstumsaufgaben anzugehen. Und darum geht es doch im Leben. Lebenslang zu der uns bestimmten Größe heranzureifen.

„Manchmal ist Dein Weg NUR durch die Mauern versperrt, die Du selbst errichtet hast. REISS SIE EIN!“

Folker Alisch

Eine schöne Zeit ganz ohne Krisen, stattdessen mit ganz vielen wunderschönen Momenten, die für Dich bestimmt sind!
Alles Liebe.

Xo Sandra

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